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Die wirtschaftsethischen Verhaltensweisen

Tautscher, Anton

Abstract

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Full text

Tau sche , An on A icle Die wi scha se hischen Ve hal ensweisen Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Tau sche , An on (1957) : Die wi scha se hischen Ve hal ensweisen, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 77, Iss. 2, pp. 1-37, h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/290871 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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Tap e kei : die P lich zum ini ia i en Wagen und mu igen Du chhal en S. 9. — 3. Mäßigkei : die P lich zum Genughaben-Wollen und Maßhal en S. 15. — 4. Ge ech igkei : die P lich zu ollwe igen Leis ung und zum we ich igen Ve gel en S.24. — 5. G oßmu und San mu : die P lich zu F eigiebigkei und Nachgiebigkei S. 34. — Schluß S. 36. Einlei ung: Wi scha und E hik Im gegenwä igen Wi scha sleben on e hischen Ve hal ensweisen sp echen ode ga de en Gel ung in Ansp uch nehmen zu wollen, schein abwegig zu sein, weil die Wi scha s heo ie die Bindung an die E hik ü sinnlos und die Wi sclia sp axis das Ve hal en nach e hischen No men ü zwecklos häl . Die Wi klichkei de Wi scha läß e hische No men ü zweck- los e scheinen, weil diese das E we bs- und Gewinns eben hemmen und dahe den Fo sch i in de E zeugung hin anhal en und dadu ch die S eige ung des Lebenss anda ds un e binden. Fü die Wi scha e on heu e schein nich sel en die Maxime zu gel en: je wenige E hik, des o g öße de wi scha liche E olg. Die sozialwi scha liche Theo ie e iel sei ih e mode nen Be- g ündung du ch Smi h und Rica do eine Leh e om na u gese zlich bes imm en Ablau des Wi scha sgeschehens. Wo abe blinde Na u - gese ze wal en, haben e hische No men als me aökonomische P inzi- pien keinen Einsa zpunk . In diese Ablehnung de E hik e en sich die „klassisch gebilde en" Neulibe alen und die „ma xis isch ge- schul en" Al sozialis en. Jene lehnen e hische Ve hal ensweisen ab, weil die Sozialwi scha ih e Dynamik om e hisch ungebundenen Eigennu z e häl und au G und ma k wi scha liche Na u gese ze abläu . Diese lehnen e hische No men ab, weil die na u gese zliche En wicklung de kapi alis ischen Wi scha so dnung Ausbeu ung, Akkumula ion und Konzen a ion des Kapi als b ing und unabwend- ba ih en Zusammenb uch selbs he o b ing . In diese Lage de Wi scha s heo ie und de Wi scha sp axis schein eine E hik übe lüssig und abwegig. Schmolle s Jah buch LXXV1I, 2 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 2 An on Tau sche [130 Diesen Au assungen de wi scha lichen Wi klichkei und de sozialwi scha lichen Theo ie gegenübe gib es abe eine wi kliche e Wi scha , die Ta bes ände zu age b ing , welche ohne we bes imm e und e hische Ve hal ensweisen nich gemeis e we den können. Wie soll e de Einsa z de ganzen Pe sönlichkei im Be ieb geleis e we den können ohne die Spu eine Bindung an e hische Ve hal ensno men? Wie soll en die Leis ungen de Gene al- di ek o en g oße Konze ne und konzen ie e O ganisa ionskombi- na e on Fall zu Fall en scheiden, wenn jede Bindung an e hische We e p lich ungen ehl ? Gelegen lich kann man wohl auch es - s ellen, daß sowohl g oßzügige Planungen mäch ige Konze nkapi- äne als auch kleine Aus üh ungen winzige Du ch üh ungso gane ohne jede Ve an wo ung wegen des Fehlens jede e hischen Hal ung gemach we den. Soll das Wi scha en de Dämonie dump e , weil unges al ba e Wi scha sk ä e en issen, de Dämonie sinnlose , weil unbeg enz e E we bsgie en zogen und de Dämonie pe sönlichkei sze s ö ende , weil g enzenlose S eige ung des Lebenss anda ds en hoben we den, dann müssen wiede Ve hal ensweisen eine pe sonalis ischen We - e hik zu Gel ung kommen. Die pe son alis ische We e hik geh in ih e G und- ^gung on den Seinsschich en des Menschen aus. Die Seinsschich en des Menschen geben die We s u en ü die menschlichen Lebensbe eiche. Das Gep äge de Seinsschich en ha ü jeden Menschen eine eigengea e e Fo m. Dieses eigena ige Gep äge mach die Einzigkei und die Indi iduali ä — die Pe sönlichkei aus. Obwohl in jedem Menschen alle We be eiche de Anlage nach ge- geben sind, ha doch jede Mensch sein besonde s gea e es Schich- ungs e häl nis und dahe sein eigens ändiges Seins- und We - gep äge. Diese indi iduelle Sonde hei mach die anlagebes imm e Pe sönlichkei aus. Diese zu en al en, is die eigen liche Bes immung des Menschen. Die wesenha e und aus den We schich en bes imm e Seinse üllung is die obe s e Lebensno m des Menschen. Tu dies de Mensch, dann ollzieh e zugleich ein Zwei aches. E e wi klich sich selbs und die in ihm o gegebene We s u en- olge. Das Leben des Menschen is ein Tun aus dem eigenen Sein — age e sequi u esse. „Wi sind da, um uns zu e wi klichen" (E. Jün- ge ). Indem wi das e wi klichen, was wi anlagemäßig in uns sind, e ollkommnen wi unse Selbs . Seins e ollkommnung is zugleich Pe sönlichkei sen al ung. Die E hik en häl als Sys em de No men ü die menschlichen Ve hal ensweisen die Lei sä ze ü das Handeln in den einzelnen Lebenslagen. Die e hischen No men sind ein Siche ungsne z, das den OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 131] Die wi scha se hischen Ve hal ensweisen 3 Menschen aus seine eigenen En scheidung um aß häl , dami e sich nich im Unwesen lichen e lie e und nich on seine We - und Pe - sönlichkei sen al ung abkomme. Die e hischen No men geben de Pe sönlichkei den Hal und, wenn de Mensch den we bes imm en No men de E hik Folge leis e , die Hal ung. Hal ung is die s ändige, aus eien S ücken ge ä ig e Aus- ich ung au die si lich bes imm e We e - wi klichung de Pe sönlichkei . Die Willenshal ung, die au die s ändige We e wi klichung hin- d äng , is ein Zus and, den man Tugend nenn . Tugend is dahe nich ein Sys em on Fe igkei en, sonde n eine „Quali ä de Pe - son" (M. Schele ), die in de Hal ung de Pe sönlichkei zum Aus- d uck komm . Tugend is de Pe sönlichkei szus and: die e anlag en We be eiche und mi diesen sich selbs zu en al en. Tugend is We e wi klichung und Pe sönlichkei sen - al ung zugleich. De Mensch is ein Wesen on Leib, Geis und Seele. Mi dem Leib gehö e de o ganischen Wel an, mi dem Geis gehö e de eien Schöp e k a zu und mi de Seele is e dem me a- physischen, gö lichen Be eich zugeo dne . De Mensch en al e seine anlagemäßig o gegebene Pe sönlichkei , indem e die K ä e seine Seinsschich en in den e schiedenen We be eichen e wi klich . D i e We be eiche sind mi den Seinsschich en des Menschen gegeben. Den seelisch-geis igen Seinsschich en en sp echen die seelisch-gei- s igen We e und den leiblichen Seinsschich en en sp echen die i alen We e. Die seelisch-geis igen We e äuße n sich im We be eich des Heiligen, des Schönen, des Wah en und des Gu en. Die leiblichen We e äuße n sich in den i alen Vo gängen und im Wi scha en. Im Wi scha en such de Mensch seinen Beda mi Beda s- mi eln zu decken. De Beda is ein Ve ügenwollen und Ve ügen- müssen übe wi scha liche Gü e und Leis ungen. Das Wi - scha en b ing dem Menschen die Mi el, um die dem wi scha lichen Be eich o geo d- ne en We e e wi klichen ode an ihnen eil- haben zu können. Wäh end die geis igen Lebensbe eiche ih e We e in sich selbs haben, bezieh das Wi scha en seinen We aus de Diens s ellung, die es ü die Teilnahme und Ve wi klichung an den übe geo dne en We schich en leis e . Das Wi scha en ha dahe nu einen abgelei- e en und gebo g en, abe keinen eigenen We . Das Wi - scha en nimm in den menschlichen Be eichen 1* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 4 An on Tau sche [132 und in de pe sonellen We o dnung den un- e s en Rang ein. Du ch diese in de objek i en We o dnung und in de indi i- duellen Pe sönlichkei so dnung bes imm e S ando slage des Wi - scha ens is die Hal ung zum Wi scha en und sind die e hisch bes imm en Ve hal ensweisen im Wi - scha en es gehal en. Die Hal ung zum Wi scha en wi d on de objek- i en We o dnung und on de indi iduellen En al ungso dnung de Pe sönlichkei de a bes imm , daß de Mensch, wenn e den diens - ha en Cha ak e seine Tä igkei e kenn und nich dagegen e - s öß , seine in ihm e anlag en me a-ökonomischen We - und Lebens- be eiche du ch die om Wi scha en be ei ges ell en Mi el zu En - al ung b ing . Dami b ing e abe auch seine Pe sönlichkei zu ollen, weil we bes imm en En al ung. E bleib wegen seines Wi - scha ens und o z seines Wi scha ens Mensch und Pe sönlichkei . Das Wi scha en ge eich dem Menschen zum Pe sönlichkei e üllenden Segen. Ve s öß de Mensch gegen den dem Wi scha en o gegebenen We ahmen, dann geh e in seine wi scha lichen Tä igkei au und seine Pe sönlichkei geh im Wi scha en un e . Das Wi - scha en wi d ihm zu eibenden Las und zum e nich enden Las e . Das Wi scha en wi d zum dämonischen Las e . Aus de ich igen Hal ung zum Wi scha en e geben sich die einzelnen e hisch bes imm en Ve hal ensweisen im Wi scha en. De Mensch muß im Wi scha en klug sein, um seinen wi - scha lichen Lebensbe eich jeweils mi Umsich , Vo aussich und Vo - sich ich ig zu o dnen und zu planen. E muß ap e sein, weil e im Wi scha en imme wiede wagen muß und ein einmal eingegan- genes Wagnis du chhal end zu Ende üh en muß. De Wi scha e muß mäßig sein, dami e nich im Wi scha en ollends au gehe. Aus de sozialen Gebundenhei des Wi scha ens e geben sich die e hischen Ve hal ensweisen de Ge ech igkei und die des G oßmu es und de San mu . Das ge ech e Ve hal en gib allein die G undlage ü den ollen Leis ungseinsa z alle Leis enden, weil diese nu in Hinblick au die ge ech e Ve eilung des in de Wi scha s- gemeinscha e eich en Leis ungse olges ih e Leis ung ollb ingen wollen und können. G oßmu und San mu muß als Ve - hal ensweise die F eigiebigkei und Nachgiebigkei in die Wi scha s- gemeinscha en b ingen, denn e s diese geben den Wi scha sgemein- scha en den inne en und dahe aus den Pe sönlichkei en de Ve - gemeinscha e en beding en Zusammenhal . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 133] Die wi scha se hischen Ve hal ensweisen 5 1. Klughei : die P lich zum plan ollen Ve hal en Die Klughei e p lich e den Menschen zu einem Ve hal en, das in einem E kennen und in einem Wollen zugleich lieg . Zum klugen Ve hal en gehö das E kennen eines Sach e hal es mi allen Zu- sammenhängen und das E kennen alle Wi kungen, die sich aus eine beabsich ig en Handlung ü je z und ü die Zukun e geben. Das kluge Ve hal en beda dazu eines En schlusses, das E kann e und ü ich ig Ge undene du ch üh en zu wollen. Das kluge Ve hal en ziel au einen in allen Gegebenhei en und allen Wi kungen übe - leg en Plan ü den Vollzug ziels ebig ge- woll e Wi scha shandlungen. Die Rich ung de Übe legungen und de aus diesen en sp ingen- den Handlungen en häl die Umsich , die Vo aussich und die Vo sich . Die Umsich läß alle Da en, Gegebenhei en und Wi kungen beobach en, die sich dem handelnden Menschen ü eine beabsich- ig e Ta ode Handlungs eihe e geben. Die Umsich e p lich e zu einem Ve hal en, das alle den Menschen umgebenden Ta sachen zu Übe legung au gib . Die Umsich muß so wei gehen, daß keine Ge- gebenhei ü eine beabsich ig e Handlung und keine Wi kung aus diese ohne Beach ung bleib . Du ch die hin eichende Umsich wi d aus dem Ve hal en des Menschen eine Handlung de a gep äg , daß sie so wi k , wie sie aus de E kenn nis de Ta sachen und Wi - kungen sein soll. Klug is ein Ve hal en, das aus de nö igen und hin eichenden Umsich olg . Die Vo aussich b ing alle möglichen Gegebenhei en und alle Wi kungen, die aus eine Handlung olgen we den, zu Übe - legung. Die Vo aussich e o de wiede Wissen und noch dazu E - ah ung, so daß alle kommenden E eignisse je z schon e kann we - den und das Ve hal en ein solches Handeln he o b ing , das man in de Zukun nich zu bedaue n und be euen b auch . Was die Umsich ü die Gegenwa is , is die Vo aussich ü den Längsschni on heu e in die Zukun . Du ch die aus eichende Vo aussich we den alle Momen e o weggenommen, um alle nich beabsich ig en Wi kungen aus eine Handlung hin anzuhal en. Klug is ein Ve hal- en, das aus ich ige Vo aussich olg . Die Vo sich e p lich e zu einem Ve hal en, das die Hand- lungen so se zen läß , daß imme noch eine Handlungs ese e gegeben is . Weil die Umsich und die Vo aussich nie ollkommen sein kann, können sowohl in de Gegenwa als auch in de Zukun Da en und Fak o en zum Vo schein kommen, die nich übe leg wa en ode nich bedach we den konn en. Du ch ein solch ..ku zsich iges" Ve - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 6 An on Tau sdie [134 hal en können imme wiede „Übe aschungen" ein e en, ü die eine Ta ese e o handen sein muß. Imme muß dahe mindes ens noch eine sachliche und pe sönliche Einsa zk a o handen sein, da- mi Ve besse ungen gese z we den können. Klug is ein Ve - hal en, das aus Vo sich imme noch eine Ein- sa zmöglichkei be ei häl . Die Klughei en sp ing aus de P ägek a des Geis es, „die das Um o men des Wi klichkei swissens in die Ve wi klichung de we - bes imm en Ziele ohne unbeabsich ig e Übe aschung möglich und wi klich sein läß " (J. Piepe ). Ein Ve hal en aus Umsich , Vo aussich und Vo sich lei e den Willen ü eine Handlung ode eine Handlungs eihe so, daß de E olg siche is . Aus diesem Inhal de Klughei e gib sich auch die Wi kung des klugen Ve hal ens. Die Klughei is ein Ve hal en, das alle ande en Ve hal ensweisen einschließ und um aß . Die Klughei is ein Rahmen e hal en, das alle ande en Ve hal ensweisen in sich schon en häl . Indem die Klughei zu einem plan ollen Ve - hal en d äng , läß sie Handlungen se zen, die eine Reihe ande e Handlungen nach sich ziehen. Das kluge Ve hal en b ing ein plan- olles und iele Handlungen s i endes Handeln. Is de aus Klug- hei gese z e Plan umsich ig, o aussich ig und o sich ig, dann is die Klughei die gene ix i u uin (Thomas . Aquin, Sen enzen- buch 3, d. 33,2,5). Die Klughei is die Tugend de Tugenden, weil sie jedem ande en Ve hal en das ich ige Maß gib . Die Klughei is ein plan olles Ve hal en, das allen ande en Ve - hal ensweisen die Lenkung gib . De Wi scha e b auch no wendige weise ein kluges Ve hal en. Dies is schon dadu ch e kenn lich, daß das Wi scha en imme als ein a ionales Handeln gekennzeichne wi d. Wi scha en und a io- nales Handeln gehö e so innig zusammen, daß o soga an S elle on a ionell „ökonomisch" gese z wi d. Wi scha en is ein Lebens- be eich, de wie kaum ein ande e de Klughei beda . Weil dem so is , gil ü den Lebensbe eich des Wi scha ens im besonde en Umsich , Vo aussich und Vo sich . Die Umsich läß die Wi scha e alle Gewinnchancen, die ihnen on allen S u en de sozialen Wi scha zukommen können, abe auch alle Risken, die ebenso on allen S u en and ängen können, beach en. Umsich ig sein heiß Kalkulie en. De Wi scha e muß, um klug zu handeln, die ihm on den ande en Wi scha e n gebo enen Absa z- und E zeugungschancen umsich ig OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 135] Die wi scha se hischen Ve hal ensweisen 7 und dahe mi allen Vo - und Nach eilen e wägen, abwägen und ich ig beu eilen. De Wi scha e muß alle Absa zmöglichkei en, wie sie in Rich ung und G öße zu Ve wi klichung o gegeben sind, au ih e T ag ähigkei und Nachhal igkei p ü en und au G und de wissens- und e ah ungsmäßig bes imm en E kenn nis die en sp e- chende Willensen schließung se zen. De Wi scha e muß in gleiche Weise alle E zeugungsmöglichkei en ich ig kalkulie en, so daß e die Rohs o e in ich igen Mengen, mi geeigne en Quali ä en, an gün- s igen Plä zen und zu ich igen P eisen e we ben kann. Fü die P o- duk ionsanlage muß de Wi scha e die ich ige G öße wählen, so daß die o gegebene Absa zmöglichkei mi seine Be iebsg öße kon- g uen is und es zu keine In es i ionshype ophie kommen kann. Umsich iges Ve hal en im Wi scha en is nich s ande es als Kalku- lie en. Da die Umsich so seh ü das Ve hal en des Wi scha e s bes immend is , muß jede wi scha liche Handlung umsich ig kalku- lie we den. Klug handel de Wi scha e , wenn e umsich ig kalkulie . Die Vo aussich e häl den Wi scha e , alle seine E wä- gungen und Willensen schlüsse nich nu au die Gegenwa und die unmi elba e Zukun , sonde n au lange Sich abzus ellen. Das Kal- kulie en au lange Sich is dem wi scha lichen Ve hal en so seh wesensgemäß, daß das Wi scha en imme ein Ve hal en au Sich is . Dahe muß de Wi scha e seine Sich so wei als möglich nach o ne e länge n. De Wi scha e muß mi allen kommenden Da en echnen und au sie hin spekulie en. Vo aussich ig sein heiß spekulie en. De Wi scha e muß in de S ando wahl seines Be iebes ode in seinem Be u s- und A bei seinsa z die kommende En wicklung de sozialwi scha lichen Gegebenhei en und Da en au allen S u en zu e kennen bes eb sein, dami es nich eine nega i e Übe aschung mi Ve lus en gib . Dies bedeu e im wi klichen Wi scha sleben, daß die konjunk- u elle und s uk u elle En al ung de Volkswi scha e kann we - den muß. De Wi scha e muß die Absa zen wicklung ü die kom- menden Wi scha sabschni e so kennen, daß e jeweils de Nach- age ich ung und Nach ageg öße au dem Ma k ich ig Folge leis e . Da aus geh wiede he o , daß de Wi scha e ein genug g oßes Lage hal en und ein ü die kommende En wicklung zu g oßes ab- s oßen ode ein zu kleines au üllen muß. In gleiche Weise bedeu e dies, daß de Wi scha e seinen Liquidi ä ss and au ich igem Ni eau häl . In Zei en g oße Geld lüssigkei da de Liquidi ä s- s and nich zu hoch und in Zei en ge inge Geld lüssigkei da e nich zu ie sein. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 8 An on Taii sdie [136 All dies bedeu e , daß das Wi scha en imme ein o aus- schauendes und dahe spekula i es Ve hal en e o de . Spekulie en is das kluge Vo ausschauen und die ich ige Vo wegnahme de kom- menden wi scha lichen En wicklung. Da die spekula i e Vo aussich das wi scha liche Ve hal en imme du chzieh , is das Wi scha en ein Ve hal en aus weise Vo - aussich . Klug e häl sich de Wi scha e , de in Vo aussich ich ig spekulie , die kommen- den Da en o wegnimm und sie schon in seine gegenwä ige Be iebskalkula ion einse z . Im Wi scha sleben kann wegen de s ändig sich wandelnden Ge- gebenhei en die kalkulie ende Übe sich und die spekula i e Vo aus- sich nie so ollkommen sein, daß alle gegenwä igen und schon ga nich alle kommenden Da en übe schau we den können. Dahe is es wah scheinlich, daß nie alle Vo haben es los gelingen können. Um abe gegen e waige Fehlkalkula ionen und Fehlspekula ionen ge ei zu sein, beda de Wi scha e de Vo sich . Ein o sich iges Ve hal en gebie e imme , eine Rese e zu hal en. Dem Wi scha en is die Rese enhal ung und dahe die Re- se enbildung wesensgemäß. Die o sich ige Rese enhal ung bezieh sich au alle Wi scha shandlungen. Sie bezieh sich au die Rese e- onds in liquiden Geldmi eln, in Rohs o en, in Lage bes änden und nich zule z au die Rese ehal ung ich ige und aus eichende A bei sk ä e. Ohne jede zei e ügba e Rese en alle A kann nich gewi scha e we den. Klug e häl sich ein Wi - scha e , wenn e s e s einsa z ähige Rese en zu Ve ügung ha . Umsich , Vo aussich und Vo sich d ängen das Ve hal en de Wi scha e zum plan ollen Handeln. Jede Wi scha e kann nu au G und eines mi Umsich , Vo aussich und Vo sich e - s ell en Planes wi scha en. Dadu ch abe e häl die Klughei als Handlungen s i endes Ve hal en im Wi scha en ih e besonde e Gel- ung. Das Planen is ein s i endes und o ganisie endes Handeln, das iele wei e e Handlungen ziels ebig nach sich zieh . Wi scha - en is ein mi Umsich , Vo aussich und Vo - sich ge ä ig es Planen. Das wi scha liche Planen muß es und elas isch zugleich sein, so daß du ch einen e s ell en Wi scha splan de Fo gang des Wi - scha ens zwa bes imm is , dabei abe wegen des Ein e ens neue Da en doch so geschmeidig bleib , daß e waigen neuen Gegebenhei en Rechnung ge agen we den kann. Wi scha en is plan olles Handeln ü die Gegenwa und ü die Zukun . Wi scha liches Planen be- deu e : mi Umsich kalkulie en, mi Vo aussich spekulie en und OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 143] Die wi scha se liischen Ve hal ensweisen 15 s imm en E olg kommen will. Das Selbs ändigsein-Wollen kann auch ein nega i es sein, wenn ein Wi scha e gegen ode ohne die O d- nung und de en Hemmnisse die F eihei seines Handelns gesiche wissen will. Im Wi scha en is die Ve hal ensweise zum F eisein- und S e 1 b s ä n d i g s e i n - W o 11 e n imme mi gegeben. Das Wi scha en b auch die Ve hal ensweise de Tap e kei , weil es ein s ändig ini ia i es Wagen, ein imme wäh end mu iges Du chhal en e o de und weil de Wille zu Eigens ändig- kei ü das Wi scha en wesensgemäß no wen- dig is . 3. Mäßigkei : die P lich zum Genughaben-Wollen und Maßhal en De Mensch leb in de Wel , die ihn s ändig beein luß , die e abe auch on sich aus p äg . Indem de Mensch seine Umwel ge- s al e , wi d sie seine Wel . Diese Wel des Menschen is seine Sach- wei und seine soziale Wel . Sowei de Mensch die ihn umgebende Na u o m und die Gemeinscha en, in denen e sich gebend und nehmend beweg , ges al e , wi k e au seine Umgebung ein, wi d abe auch on diese mi ge o m . Mi dem ugendha en Ve hal en de Tap e kei wi k de Mensch nach außen, denn sie gib ihm die Ve hal ensno m an, wie e mi ini ia i em Wagen, mi mu igem Du chhal en und mi dem Willen zum Selbs ändigsein sich du chse zen soll. Die S oß ich ung des ap- e en Ve hal ens ich e sich nach außen. Das ap e e Ve hal en d äng zu einem dynamischen und ak i en Eing ei en des Menschen in seine Umwel . Dieses Vo haben kann imme wiede die Ge ah b ingen, daß sich de Mensch in seine Wel e lie . Dahe beda das ap e e Ve hal en eines Gegenpoles in eine ande en und zwa nach innen ge ich e en Ve hal ensweise und diese is die Mäßigkei . Die Mäßigkei is eine Ve hal ensno m, die den Menschen die ich igen G enzen ziehen läß , dami e sich in seinem Wi ken nich e lie e und o z seines Handelns in de Wel nich inne lich lee we de. Die Mäßigkei en häl als Ve hal ensno m im e s en nich ein Tun-Sollen und Wi ken-Wollen, sonde n ein Bescheiden- Sollen. Wenn die Mäßigkei ein Bescheiden is , dann bedeu e dies nich ein Sich-Fe nhal en, ein Sich-En hal en und Ab ö en. Mäßigkei bedeu e ielmeh ein Au nehmen und Ges al en de Umwel in ganz bes imm en G enzen, und zwa in solchen, ü die die K a des Menschen eich und eichen soll. Mäßigkei heiß Maß- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 16 An on Tau sche [144 Hal en. Dieses Maß-Hal en als Ve hal ensno m bewah o einem Sich-Übe las en eine sei s und lei e au ein Auskommen-Wollen mi dem jeweils Gegebenen ande sei s hin. Das Maß-Hal en is die Ve hal ensweise, die die ich ige Mi e zwischen Zu iel und Zuwenig zu hal en e - p lich e . Das mäßige Ve hal en bewah o eine Übe - belas ung. Diese kann in eine Übe be ä igung ode Be ieblich- kei ode in einem S eben nach einem unbeg enz en Meh -Haben- Wollen gelegen sein. Die Be ieblichkei und Be ulichkei eib den Menschen zu einem so geschä igen Tun an, daß die Ge ah bes eh , daß de han- delnde Mensch in seine Be ieblichkei au - und un e geh . Dadu ch geh de Sinn und de Zweck des Tuns e lo en, weil das Tun so selbs einen inne en Zweck bekomm und de handelnde Mensch das ge iebene We kzeug seine Be ieblichkei wi d. Das Maß-Hal en als Ve hal ensweise häl den Menschen o de Be ieblichkei zu- ück, die ihn in Übe a bei e lie en läß . Maß-Hal en be- wah o Be ieblichkei und o dem Au gehen in Geschä igkei . Die Übe belas e hei kann auch im g enzenlosem S e- ben nach Ve mögen zum Vo schein kommen. Das Meh haben- Wollen wi d zu Gie und diese nimm om Menschen so seh Besi z, daß das, was besessen we den soll, zum Besi ze und de eigen liche Besi ze zum Besessenen seines Ve mögens wi d. Dadu ch e lie de Mensch sein Selbs , denn dieses häng sich so seh an das e - wo bene und zu e we bende Ve mögen, daß die Pe sönlichkei ollends ausgehöhl wi d. Das Ve mögen als We kzeug wi d de He übe den e mögenscha enden We ke . Die Mäßigkei läß den Men- schen so an sich hal en, daß e nich in de Übe belas ung im e - wo benen und zu e we benden Ve mögen un e geh . Die Mäßig- kei bewah o dem Au gehen de Pe sönlich- kei im E we b on Ve mögen. Die e hische Ve hal ensweise des Maß-Hal ens bewah o de Übe belas ung du ch be uliche Geschä igkei und o dem Besessensein on g enzenlosem E we bss eben und bewah den Menschen o dem Ve lus seine Pe sönlichkei . Die Ve hal ensweise de Mäßigkei ha neben de nega i en Sei e gegen die Übe las ung du ch Be ieblichkei und E we bsgie auch eine posi i e Sei e. Die Mäßigkei e p lich e zu einem Auskom- men-Wollen mi dem, was man ha . Hie in lieg ein Sich- Bescheiden, alle dings nich ein solches, das sich gegen ein Meh -Tun OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 145] Die wi scha se hischen Ve hal ensweisen 17 und Meh -Haben weh , sonde n ein Sich-Bescheiden mi dem, was da is . Au das Gegebene, wie es in de sozialen und wi scha lichen S ellung ode in Ve mögen und Einkommen o handen is , wi d du ch die Bescheidung de seelische Man el de Zu iedenhei ge- b ei e . Das Bes ehende wi d zus immend zu Kenn nis genommen. Ihm wi d du ch die Zu iedenhei alle Fülle de Habens eude ab- gewonnen und alle Sehnsuch sgie nach meh o en hal en, so daß aus dem Bescheiden mi dem Gegebenen die olle Zu iedenhei en sp ing . Die Zu iedenhei is demnach ein Zwei aches: eine Ve - hal ensweise — als solche is sie de Mäßigkei en sp echend — und eine Folge hie on: das Emp inden des Zu iedenseins. Die Mäßig- kei e häl den Menschen zum Zu iedensein mi dem Gegebenen. Die Abweh gegen ein Meh haben-Wollen und die Zu iedenhei mi dem Gegebenen muß abe nich imme dem ich igen Maß ü die Pe sönlichkei sen al ung en sp echen. Das Selbs besch änken au das jeweils Gegebene kann auch eine zu g oße Bescheidung sein, so daß mi dem Zuwenig des Gegebenen eine Ve kümme ungsge ah ü die Pe sönlichkei sen al ung gegeben sein kann. Da die Ve hal ensweise de Mäßigkei mi de Klughei eine sei s und mi de Tap e kei ande sei s in in eg ale Ve bundenhei wi k- sam wi d, e gib sich, daß das e hische Ve hal en de Mäßigkei ein Ve hal en des ich igen Maßes is . Nich Zu ielhaben- Wollen und nich Zuwenighaben-Müssen, sonde n die ich ige Mi e zwischen beiden inden und hal en, en sp ich de Ve hal ensweise des ich igen Maß-Hal ens. Selbs bewah ung und Selbs - behe schung en sp ingen aus de Ve hal ens- weise des Maß-Hal ens. Das ich ige Maß-Hal en beda eine Reihe on Rich no men ü das, was die ich ige Mi e is . Die Lei no m ü das ich ige Maß-Hal en komm zue s aus de Pe sönlichkei selbs . Wie iel de Mensch ü seine Pe sönlichkei sen al ung on den Dingen de Außenwel b auch , muß e aus sich selbs bes immen, denn nu e kann en scheiden, wie iel e ü sich nö ig ha , um alle in ihm e anlag en K ä e zu ollen En al ung b ingen zu können. De Mensch muß seine G enzen selbs e kennen und selbs se zen. Von diesem pe sönlichen Rich maß ü das Genughaben läß sich auch das Maß da ü ablei en, was de Mensch als Gesellscha swesen in de Gemeinscha b auch . Je nach de S ellung im Ve p lich ungsk eis de Gemeinscha en is dieses gesellscha liche Genughaben e schieden. De Familien a e ha ein wei e es Maß Schmolle s Jah buch LXXVII, 2 2 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 18 An on Tau sche [146 ü sein Genug als de Un e hei a e e. Je g öße de P lich enk eis is , des o b ei e is das, was das Genug ausmach . Das Genug- haben bes imm sich aus dem, was das Ve - p lich e sein ü sich und ü ande e ausmach . Die Ve hal ensweise des Genughaben-Wollens bewah o de Ube belas ungimTunundHaben, e p lich e zum Zu iedensein mi dem, was man ha , und e häl den Menschen, die ich ige Mi e zwischen Zu iel und Zuwenig zu hal en. Daß im wi scha lichen Leben die Ve hal ensweise de Klughei mi plan ollem Handeln Gel ung haben muß, is einsich ig. Daß im Wi scha en die Ve hal ensweise de Tap e kei mi Wagen und Du chhal en gel en muß, is dem Wi scha en wesensgemäß. Daß abe im Wi scha en auch die Ve hal ensweise de Mäßigkei mi dem Genughaben-Wollen ih en Pla z haben soll, schein sinnwid ig und unzweckmäßig. Denn die Ve hal ensweise des ich igen Maß- hal ens wide sp ich de Dynamik des Wi scha ens. Wü den sich die Menschen nämlich au ein Genug eins ellen, und zwa in de E zeugung, im Einkommen und im Ve b auch, dann wü de das Wi - scha sleben bald im Siech um e sinken, so mein man gemeiniglich. Kenn man abe aus de Sozial- und Wi scha sgeschich e die K a de Dynamik im Wi scha en, dann e kenn man in ih wohl auch die Ge ah de Dämonie des Wi scha ens. Diese e mag es, den Menschen ollends in Fesseln zu legen und in de Wi scha un e - gehen zu lassen. Vo diese Ge ah , in de Wi scha un e zugehen, kann nu die Ve hal ensweise des Maß-Hal ens ode , wie sie im Wi - scha sleben bezeichne we den kann, die Ve hal ensweise des Genug- haben-Wollens schü zen. Diese bewah den Wi scha e o de Ge ah des Zu iel und de No des Zuwenig. Sie lenk den Wi - scha e au das ich ige Maß und die ich ige Mi e hin. Genug- haben-Wollen b ing dem Wi scha e den Schu z o dem Zu iel und o dem Zuwenig und siche ihm dahe das ich ige Maß. Das S eben nach imme g öße em E we b kann eine Übe belas ung de E we bsg undlagen und, was noch iel s ä ke wi k , ein Un e gehen im E we bss eben b ingen. Dies zeig sich besonde s dann, wenn wegen de Übe belas ung im E we bss eben keine Muße meh bleib , so daß de g öße e E we b nich einmal meh genossen we den kann. Wenn die E olgskon en den Wi - scha e de a in Ansp uch nehmen, daß e in seinem Wi scha en o al „ausgelas e " wi d, dann is e on seine Wi scha de a in Ansp uch genommen, daß das Wi scha en die olle He scha übe den Wi scha e ha . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 147] Die wi scha se hischen Ve hal ensweisen 19 Was Zweck wa , den Beda zu decken, wi d selbs ändig und die Selbs ändigkei des Menschen geh im Wi scha en un e . Die Rang- o dnung de We schich en e schieb sich so, daß de Mensch zum Knech seine E olgskon en wi d. Dies bedeu e im Sek o de E zeugung, daß sich zei - weise bie ende einzelne Chancen on allen zu nu zen e such we - den, so daß dadu ch nich meh alle in de Gewinnu zung zum Zuge kommen können. Wenn eine solche, e wa konjunk u elle Ge- winnchance a sächlich ü alle gegeben is , so wollen alle in de Such , die Au wä sen wicklung es los zu nu zen, du ch g öße e In es i ionen ih en Be iebsum ang au die kommenden Ma k chance i eins ellen. Die Folge da on is , daß du ch eine E zeugungsübe span- nung die Konjunk u einen B uch e leide und die hype ophen Be iebsg ößen du ch die Übe las ung mi in es ie en Kapi alien zu eine Kapazi ä snu zung e minde en G ades he abged ück we den. Die aus übe wuche em E we bss eben e u sach e hype ophie e E zeugungsg öße üh in konjunk u beding en K isen zu Ve lus en, wodu ch die nich du ch Übe in es i ionen belas e en Be iebe eine g öße e Ren abili ä haben als die mi In es i ionen übe las e en. De die Maße hal ende Wi scha e wi d au die Daue am en abels en wi scha en. E g ei die Maßlosigkei des Ve b auches die Wi - scha e , dann wi d on eine S u e de Bedü nisbe iedigung zu nächs en und zu imme wei e en anges iegen, so daß eine Ve b auchs- gie Pla z g ei . Solange die s eigenden G ößen des Einkommens einen Meh e b auch e möglichen, kann hie bei nu die Ge ah ge- geben sein, daß bei einem maßlosen Ve b auch keine Einkommens- eile ü e spa e Ve b auchs ese en bleiben. Wenn de Einkom- menss om plö zlich e siegen soll e, wi k sich das Fehlen eine Spa ese e ü die Lebenshal ung ka as ophal aus. Maß-Hal en im Ve b auch bedeu e dahe , so e b auchen, daß on de Einkommens- g öße imme wiede Teile nich e b auch und dahe gespa we - den, so daß mi dem g öße en Ve b auch imme auch noch eine Ve b auchs ese e gebilde wi d. Maß-Hal en im Ve b auch bedeu e , den Ve b auch ü die Gegenwa so bemessen, daß auch ü die Zukun eine Ve - b auchs ese e gesiche bleib . Maß-Hal en und G e n u g h a b e n - W o 11 e n im E - we b b ingen eine daue nd gesiche e Gewinn- möglichkei . Maß-Hal en im Ve b auchen siche die Beda sdeckung ü die Gegenwa und ü die Zukun . 2* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 20 An on Tau sche [148 Genughaben-Wollen bedeu e auch, daß man mi dem jeweils gegebenen Einkommen auskommen kann. Eine solche wi scha liche Ve hal ensweise ha ih e besonde en Folgen ü das E we bss eben und ü das Ve b auchenkönnen. Fü jeden selbs ändigen Wi scha e kann es Zei en geben, in denen nu eine eng beg enz e und ka ge En al ungsmöglichkei on den übe geo dne en S u en de Wi scha sgemeinscha en he ab ge- geben wi d. In solchen Zus änden muß die Ve hal ensweise des Sich-Begnügens zu Wi kung kommen. Dieses Begnügen läß einen wi scha lichen Dep essionszus and nich als Ka as ophe e - scheinen und de e minde e Wi scha se olg und das e kleine e Einkommen e mögen o zdem einen Zus and des Zu iedenseins zu b ingen. Das Begnügen-Können gib selbs in Zei en de No die K a ü das Zu iedensein. Fü die unselbs ändigen Wi scha e is eine Minde ung des Lohn- einkommens eine ebensog oße Ve kü zung des Ausgaben olumens und dahe eine Ve b auchsminde ung. Dies bedeu e zue s ein Sich-Besch änken-Müssen. Wi d dieses so in die Ve - hal ensweise au genommen, daß das Emp inden des „Unglücklidi- Seins" nich au komm , sonde n so, daß man sich in das nunmeh Un e meidliche hinein inde , dann is eine solche Ve hal ensweise die, die einem Sich-Begnügen en sp ich . Das Begnügen-Können gib die Möglichkei , mi einem zei weise e minde en Einkommen sein Aus- kommen inden zu können und dabei das Emp inden des Noch- Zu iedenseins zu e hal en. Dieses Dulde -Können und Bescheiden-Können is die Ve hal ensweise, die on den Haus- auen o im besonde en ge o de und auch geüb wi d. Mi e minde em Einkommen den Haushal ü die Familiengemeinscha so zu üh en, daß alle noch imme die Be iedigung ih e Bedü nisse inden können, en sp ich de Ve hal ensweise des Auskommen- Könnens. O is diese Ve hal ensweise mi einem übe aus mu igen Du chhal en e bunden. Die Mäßigkei als die wi scha liche Tugend des Genughaben- Wollens und Genughaben-Könnens is im eigen lichen au das ich ige Maß-Hal en im E we b, in de P oduk ion und im Einkommen ge ich e . Das ich ige Maß ü den E we b se z mi de ich igen Be iebsg öße an. Diese is on Fak o en auße - halb und solchen inne halb des Be iebes abhängig. De wich igs e auße be iebliche Fak o ü die Be iebsg öße is gemäß dem Be iebsg ößengese z die Ma k - und Absa zg öße. Die Ma k g öße und on diese abhängig die Absa zg öße bes imm das Abnahmequan um des P oduk ionsauss oßes. In de Absa zg öße zeig OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 149] Die wi scha se hischen Ve hal ensweisen -21 sich die on de Sozialwi scha in ih en e schiedenen S u en dem einzelnen Be ieb o gegebene En wicklungsmöglichkei . So iel, wie die einzelnen Wi scha sgemeinscha en an Einsa z ähigkei on Gü e n und Leis ungen ausweisen, so iel kann abgese z und dahe auch mi E olg p oduzie we den. Das ich ige Maß ü die Be- iebsg öße is in de ma k wi scha lichen Absa zg öße gegeben. Die Mäßigkei läß einen Be ieb so g oß we den und so g oß sein, daß e de bes ehenden Absa z- g öße en sp ich . De inne be iebliche Fak o ü die Be iebsg öße is ein echnische , weil ü jedes E zeugungs e ah en eine Mindes - g öße de E zeugungsanlage no wendig is , und ein wi scha liche , de in de In es i ionsk a und dahe in de G öße des Anlage- kapi als lieg . Die K a , Anlagekapi al einzuse zen und zu bilden, is im eigenen Kapi al onds und in de Möglichkei , emdes Kapi al ü In es i ionen he anzuziehen, gelegen. Die G öße des Anlage- kapi als muß so gewähl we den, daß das im Be ieb eingeb ach e Kapi al au die Daue ohne wesen liche Minde nu zung den ollen Nu zungsg ad gewäh leis e . Die ich ige Kapi alauss a - ung eines Be iebes lieg do , wo de Anlage- appa a daue nd im g öß mögliclien Maße ge- nu z wi d. Gegen dieses Maß de ich igen Be iebsg öße e s öß ein Wi - scha e , wenn e on eine ans eigenden Konjunk u welle e anlaß wi d, übe g oße In es i ionen zu ä igen, die bei einem Rückgang de Konjunk u zu S illegung on P oduk ionsanlagen üh en müssen. Dadu ch komm es zu eine Übe las ung mi eine zu g oßen Menge o e und ixe Kos en. Diese e minde n den E ag. Au diese A wi d aus dem S eben, die Konjunk u gewinne es los auszuschöp en, die E olgsmöglichkei au die Daue geminde . Dem P inzip des ich igen Maßes en sp ich ein Ve hal en, aus dem he aus im ich igen Ausmaß das Anlage- kapi al im Be ieb eingese z wi d. Mu a is mu andis bedeu e dies auch, daß jeweils ein genügen- de S and on Rohs o en und Fe igwa en im Be- ieb gehal en we den soll. Mi de ich igen G öße des Be iebsgeld onds ko espondie die ich ige G öße des Rese e onds. Weil ü die Be iebs üh ung eine bes imm e Menge an Be iebsgeld lüssig o handen sein muß, muß im Be ieb auch de ich ige Liquidi ä sg ad gegeben sein. Dies mahn zu ich igen K edi gewäh ung eine sei s und zu mäßigen K edi nahme ande - sei s. Fü die Rese enbildung muß du ch Spa en im Wege mäßige OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 22 An on Tau sche [150 Ve wendung de eingelau enen Gelde ein so g oße Fonds gescha en we den, daß allen E en uali ä en en sp ochen we den kann. Dagegen wi d e s oßen, wenn e wa in e blende e Beu eilung eines gegen- wä ig güns igen Wi scha s e lau es zu wenig au die be iebliche Liquidi ä und zu wenig au die Rese enbildung geach e wi d. Da aus geh ein Ve hal en he o , das die jeweils ich ige G öße des Be iebsgeld onds, des Liquidi ä sg ades und des Rese e onds siche . Jede Wi scha e muß au die ich ige G öße des E we bes du ch die Einhal ung des ich igen Maßes ü die Be iebsg öße und die ich ige Kapi alaus üs ung, den ich igen S and on Roh- s o en und Fe igwa en, die genügsame G öße des Be iebsgeld - und Rese e onds und schließ- lich au die des ich igen Liquidi ä sg ades ach en. Dem Genughaben-Wollen im E we bss eben en sp ich eine eben- solche Ve hal ensweise im S eben nach Lohneinkommen. Weil ü den unselbs ändigen Wi scha e de Zweck de Mi a bei in einem Be ieb de anges eb e Lohn is , gil die Ve hal ensweise de Mäßig- kei in zwei ache Rich ung. De Lohnbeziehe muß eine sei s mi dem e eich en Lohn auskommen können und e muß ande sei s eine solche Lohng öße zu e eichen suchen, daß e seinen gesellscha lichen Ve p lich ungen en sp echen kann. Fü das Auskommen-Können gil all das, was oben da übe gesag wu de. Fü die e s ebenswe e Lohnhöhe gil , daß de unselbs ändige Wi scha e aus e schiedenen Ve p lich ungsk eisen, denen e zu- geo dne is , die Lohnhöhe ans eb , die e ü sein pe sönliches Aus- kommen, ü seine Familien e p lich ung, ü seine sons igen sozialen und kul u ellen Ve p lich ungen b auch . All diese Momen e e geben ü die Lohng öße das Maß des ich igen Lebenss an- da ds. Fü das pe sönliche Auskommen muß de Lohn do seine G enze inden, wo du ch die Lohn- und Gehal se b ingung de Pe sönlichkei die olle En al ung gewäh leis e wi d und das Einkommenss eben noch nich in eine Einkommensgie übe geh . Wenn dies de Fall sein soll e, dann beda das S eben nach höhe em Lohneinkommen eine sei s und s ä ke e Einkommens e wendung ande sei s so iel om Wi scha e und seine e ügba en Zei , daß e ü sich selbs keinen En al ungs ahmen meh zu Ve ügung ha und e de Knech seines Lohns ebens und seine Ve b auchssuch wi d. Fü das pe sönliche Auskommen soll de Lohn so g oß OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 151] Die wi scha se hischeii Ve hal ensweisen 23 sein, daß die Pe sönlichkei sen al ung ohne Ge ah ü die Pe sönlichkei selbs gewäh - leis e is . De unselbs ändige Wi scha e soll eine solche Lohnhöhe an- s eben, daß e seine Familie ein ich iges Auskommen gewäh - leis en kann. Das ich ige Maß ü das Familieneinkommen wi d nach de Zahl de Familienmi gliede bes imm . Dies bedeu e , daß nich nu de eine Leis ungslohn dem P inzip des ich igen Maßes en - sp ich , sonde n daß übe dieses hinaus die Ve p lich ung, eine Familie e hal en zu müssen, in de Lohnhöhe neben de Leis ungs- e gel ung zu Wi kung kommen muß. Daß nich de Be ieb allein ü den Zuschuß an Familienlohn au zukommen e p lich e is , son- de n daß übe Ins i u ionen on Familienausgleichs onds die en - sp echenden Zuschußbe äge zu leis en sind, en sp ich dem sozial- wi scha lichen Subsidia i ä sp inzip. Gemäß de Ve p lich ung, ü den Lebensun e hal eine Familie zu so gen, muß de Lohn ü die Fa niliene hal ung ges ü z we den. Fü die Familienun e - hal sp lich muß de Lohn so g oß sein, daß alle Familienmi gliede ih en no wendigen Un e - hal und die e o de liche Ausbildung e hal en können. Die soziale S ellung und die kul u elle Ve p lich ung ü die Lohn- und Gehal semp änge is e schieden, dahe muß auch die Einkom- mensg öße en sp echend e schieden sein. Je g öße die Gemein- scha s- und Kul u e p lich ungen jemandes sind, des o meh muß ihm an Lohneinkommen zukommen, um mi ihm den S andes e - p lich ungen nachkommen zu können. Die genügende Lohn- höhe is do gegeben, wo mi dem Lohneinkom- men den sozialen und kul u ellen S andes e - p lich ungen zu Genüge en sp ochen we den kann. Dem genügsamen Ve hal en en sp ich eine Lohng öße, die es e möglich , daß de unselb- s ändige Wi scha e einen Lebenss anda d hal en kann, de seine Pe sönlichkei sen al- ung, seine Fa m i 1 ien e p 1ich ung und seine G e m e i n s c h a s - und K u 11 u e p 1 i c h u n g en - sp ich . Zu E gänzung sei noch eine Beme kung übe die Einkom- mens e wendung es gehal en. Das Lohneinkommen gib du ch die Einkommens e wendung die G undlage ü den Ve b auch in de Gegenwa und in de Zukun . Aus dem he aus muß sich nach dem P inzip des Maß-Hal ens de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 24 An on Tau sche [152 Wi scha e im Ve b auchen so e hal en, daß neben de Gewäh ü den Ve b auch in de Gegenwa imme auch die Siche ung des auskömmlichen Ve b auchs ü die Zukun gegeben is . Dies e - j> lich e zu einem Ve hal en, das Ve b auchen nu bis zu eine sol- chen G enze o zu eiben, daß om Einkommen neben den Ve - b auchsausgaben ü die Gegenwa imme noch eine Spa quo e e - üb ig wi d. Das ich ige Maß-Hal en in de Einkom- mens e wendung e p lich e zum Spa en. Die Einkommens e wendung im Ve b auchen muß, wenn sie de Ve hal ensweise de Mäßigkei en sp echen soll, so sein, daß de Ve - b auche nich de Knech seine Ve b auchssuch wi d. Dies b äch e die Ge ah , daß de Mensch in Ve b auchsgie e sink . Imme meh e b auchen wollen, wide sp ich de Ve - hal ensweise des ich igen Auskommen-Wollens. Die Ve hal ensweise des Maß-Hal ens inde in de ich igen Einkommens e wendung dann das ich ige Ausmaß, wenn neben dem maß ollen Ve b auch in de Gegenwa auch de auskömm- liche Ve b auch ü die Zukun du ch das Spa en gewäh leis e wi d. 4. Ge ech igkei : die P lich zu ollwe igen Leis ung und zum we ich igen Ve gel en De Mensch is au die Gemeinscha hin e anlag , weil e seine Pe sönlichkei nu in de Gemeinscha e wi klichen kann. In Ge- meinscha leben heiß , on den Ve gemeinscha e en das emp angen, was einem selbs ehl , und den ande en das geben, was diesen ab- geh . De e gemeinscha e e Mensch leis e ü die ande en und bekomm on den ande en. Das Ve bundensein in de Gemeinscha is ein gegensei iges Nehmen-Müssen und Geben-Müssen. Dieses Geben- und Nehmen-Müssen gib die P lich zum Geben- Müssen und das Rech zum Emp angen-Sollen. Jede Gemeinscha is eine Ve bundenhei on Menschen, die jeden zu P lich e häl und jedem sein Rech gib . Eine Gemeinscha is nu möglich, wenn in de P lich - und Rech s e bundenhei jede das Seine leis e und jedem das Seine zukomm . Die Gemeinscha beda dahe eine Rech s- und Ve - p lich ungso dnung, inne halb de jede das Seine leis e und jedem das Seine zukomm . Diese Rech s- und Ve p lich ungso dnung is in de O dnung de Ge ech igkei gegeben. Die G undo dnung jede Gemeinscha is die Ge ech igkei . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 159] Die wi scha se hischcn Ve hal ensweisen 31 Wenn in de Ve keh swi scha Gleiches mi Gleichem e gol en wi d, dann kann die Gleichhei de ge ausch en Wa en wohl dem P eis nach bes ehen, abe die Gleichhei b auch in bezug au die Tauschenden nich o handen zu sein. Um die Ungleichhei de Leis enden auszugleichen, so daß mi dem Ve gel en on Gleichem mi Gleichem auch eine ma e ielle Aus- gleichung und dahe ein ich iges Ve gel en zu Wi kung komm , beda es de o ganisie en Selbs hil e de geschwäch en E zeuge und de ma k benach eilig en Ve käu e . Sowei die o ganisie e Selbs - hil e ü die E zeugungs e besse ung und ü die E leich e ung de Ma k lage no wendig is , muß sie so wi ksam we den, daß de o - malen Tauschgleichhei die ma e ielle Gleichhei zu Sei e ges ell we den kann. Au de Nach agesei e s ehen auch eine Reihe on Ungleichen dem gleichen Angebo zu gleichen P eisen gegenübe . Die Ungleichhei de Nach agenden en s amm aus e schiedenen Schwächezus änden de Käu e am Ma k e. Da is einmal de isolie e Ma k , au dem wegen de Ve keh sabgeschiedenhei ein Ve käu e eine Monopols ellung ode einige eine Oligopols ellung haben. Diese e kau en ih e Wa en au G und ih e besonde en Ma k -Mach s el- lung zu P eisen, die ihnen eine Sonde en e und den Käu e n eine Schwächung ih es Realeinkommens b ingen. Das Ve gel en du ch monopolis isch e s ell e P eise ge- schieh gegen die Ge ech igkei und au G und ausbeu e ischen Zug i es gegen die Käu e . Ein ande es Mal wi d die Hil losigkei de Käu e dadu ch ausgenu z , daß die Wa en ielhei eine sei s und die Unkenn nis on den Quali ä sdi e enzen ü die Ve käu e eine Gewinnchance und ü die Käu e eine un ich ige Einkommens e wendung b ing . Das so e zwungene Ve gel en on Wa en und Leis ungen wi k sich auch als Ausbeu ung aus. Wiede ein ande es Mal wi d on den Ve käu e n de unbe- s imm e Kau wille du ch Lockungen de Mode, de Reklame und des Ra enkau es in Rich ungen gelenk , die o nu de Gewinnsuch des Ve käu e s und sel en dem Nu zen des Käu e s dienen. Die ma k poli ischen Lockungen können sich als Minde ung des Lebenshal ungs onds de Käu e auswi ken. Wie imme die S ellung de Käu e sein mag, o is sie eine solche, daß sich Käu e und Ve käu e ungleich gegenübe s ehen. Aus de Ungleichhei de Ma k s ellung de Ve käu e und Käu e e - geben sich Bed ohungsmomen e ü die Käu e , die OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 32 An »m Tau sche [160 sidi dadu ch wi scha lich schwächen und dahe ausbeu en lassen müssen. Wenn sich die Käu e diese kons i u i en Schwächung en - ziehen wollen, müssen sie du ch die Selbs hil e den Ma k - ge ah en selbs zu en gehen e suchen. Die Selbs hil e- o ganisa ionen de Käu e sind sowei ge ech - e ig , als sie sich du ch diese ih en Ma k - ge ah en en ziehen können. Alle Selbs hil eo ganisa ionen ü die E - zeugung, ü den Ve kau und ü den Ein- kau sind be ech ig , weil und sowei sie die Benach eiligung on E z e u g e g u p p p e n und bes imm en Ve käu e - und Käu e g uppen so beheben, daß sie den Be o zug en in de E - zeugung und am Ma k gleichgezogen we den. Fü die ge ech e Ve hal ensweise im Tausch gil , daß die E zeu- ge , die Ve käu e und Käu e am Ma k ih e en enb ingende Vo - zugss ellung nie ü sich allein nu zen dü en, sie müssen ielmeh Teile ih e Vo zugs en e de Allgemeinhei übe lassen, denn diese is es, die ihnen im Ve ein mi de Sonde leis ung die Sonde en e b ing . Die in de Sozialwi scha Geschwäch en handeln ge ech , wenn sie ih en Schwächezus and du ch die eigene Selbs hil e so wei beheben, daß sie mi den wi scha lich S ä ke en gleichges ell we den. Wenn in de Be iebs- und We ksgemeinscha die Leis ungen du ch Gehal und Lohn e gol en we den, muß Gleiches mi Gleichem bezahl we den. Da abe die Leis ungse b ingung eine un e schiedliche is , muß de höhe en Leis ung meh und de minde en Leis ung wenige e gol en we den. Diese s u enge ech e Ve gel ung de Leis ung bezieh sich nich nu au eine Leis ungs e gel ung, die mi Meßappa a u en ges opp und e echne we den kann, es muß ielmeh auch au die „soziale Be- deu ung66 des Leis enden in de Be iebsgemeinscha Bedach ge- nommen we den. Wenn e wa ein äl e e A bei e nich meh die gleiche Sachleis ung wie ein jünge e zuwege b ing , e abe k a seine Be iebs e bundenhei aus seine E ah ung und seine Be- iebs eue Sonde leis ungen, die zwa nich meßba , abe doch o - handen und wich ig sind, he o b ing , so muß ihm das Gleiche ode soga meh e gol en we den. In eine be ieblichen Wi scha sgemeinscha muß den Mi a bei e n nach ih e e b ach en Leis ungsg öße e gol- en we den. Da de Lohn nich nu eine Leis ungs e gel ung, sonde n auch die G undlage ü das Auskommen des Leis enden und seine Familie OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 161] Die wi scha se hischen Ve hal ensweisen 33 is , muß die Leis ungs e gel ung eine Modi ika ion aus de sozialen Ve p lich ung des Leis enden e hal en. We ü eine Familie ode ü eine g öße e Familie zu so gen e p lich e is , muß ü seine Leis ung meh e gol en e hal en als eine , de ü keine ode ü eine kleine Familie zu so gen ha . Die Gleich- hei de Leis ungen bes eh nämlich nich nu in de Gleichhei de Leis ungen, sonde n auch in de Gleichhei de Leis enden (A is o e- les). Da de Be ieb nie nu eine Leis ungsgemeinscha , sonde n imme auch, wenn auch nu eilweise, eine Lebensgemeinscha is , muß e ü den, de mi seinem Einkommen meh Menschen zu e - so gen ha , meh an Lohn e gel en, weil diese ein g öße es Ein- kommen ü sein Auskommen nö ig ha . E s du ch die ich ige Ve gel ungss u ung nach den sozialen Ve p lich ungsg aden de Leis enden wi d die Gleichhei wiede he ges ell . Die Leis ungs e gel ung muß noch eine wei e e Modi ika- ion aus de Fü so gep lich de Wi scha sgemeinscha ü ih e Mi gliede e hal en. Wenn es in eine We ks- und Be iebs- gemeinscha aus i gendwelchen G ünden besonde s geschwäch e Mi - a bei e gib , wie e wa äl e e und minde leis ungs ähige, dann muß aus de Fü so gep lich de Wi scha sgemeinscha diesen schwachen Angehö igen so e gol en we den, daß sie o z ih es wi scha lichen und sozialen Schwächezus andes auskömmlich leben können. Diese Ausgleichshil e b auch und kann na ü lich nich nu on einem Be ieb allein, sie kann und muß ielmeh dem Subsidia i ä sp inzip gemäß on übe be ieblichen Ausgleichskassen geleis e we den. Be- sonde s geschwäch en Mi a bei e n muß ih e Leis ung so e gol en we den, daß sie nich bloß das Leis ungsen gel e hal en, sonde n so iel, daß aus de sozialpoli ischen Be iebsgemeinscha sp lich ih e soziale und wi scha liche Wiede ins andse zung möglich wi d. All diese Ve gel ungsp inzipien bedü en noch eine wei e en E - gänzung. Die Ve gel ung kann nu nach dem Ve gel en- Können de Wi scha sgemeinscha en geschehen. Wenn eine Wi scha sgemeinscha in eine e wa konjunk u ell ode s uk u ell bed äng e Lage komm , dann kann die Leis ungs e gel- ung nu e minde nach dem e ügba en E ag geschehen. Kon- k e bedeu e dies, daß je nach dem G ad des Be iebse olges e - gol en we den kann. Ein g öße e Be iebse olg e p lich e , die s ä ke e B e i e b s e n e auch den Mi a bei e n wei e zugeben. Im Gegen- gleich kann aus einem e minde en Be iebs- Schinolle e Jah buch LXXVII, 2 3 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 34 An on Tau sche [162 e olg nu ein e kleine es En gel geleis e we den. Die ge ech e Ve hal ensweise in de Lei- s ungs e gel ung ü die Mi a bei e eine Wi scha sgemeinscha e p lich e , nach dem Leis ungs ang, nach dem V e p 1 i c h u n g s g a d de Leis enden und schließlich gemäß de Fü - so gep lich nach de sozialen und wi scha - lichen No wendigkei de Leis enden zu e - gel en. Imme abe muß sich die Ve gel ungs- e p lich ung nach dem G ade des Be iebs- e olges ich en. Wenn in den Wi scha sgemeinscha en ein allsei s ge ech es Ve - hal en Gel ung ha , dann is die wi scha liche Tä igkei nich nu eine belas ende A bei ü die Wi scha e , sie is ielmeh auch Pe sönlichkei sen al ung. Dann is das Wi scha en nich nu ein Fluch, sonde n ein Segen ü alle in eine Wi scha sgemeinscha We kenden. Das Wi scha en in de Wi scha s- gemeinscha , in de ein allsei s ge ech es Ve hal en geüb wi d, wi d zu Lebens- und Pe sönlichkei sen al ung. 5. G oßmu und San mu : die P lich zu F eigiebigkei und Nachgiebigkei Die Ve hal ensweise de Tap e kei und des Maß-Hal ens b ing eine gewisse S enge und Hä e. Diese wi d du ch die Tugend de Klughei gemilde und au gelocke , denn sie läß die Tap e kei und das Maß-Hal en jeweils nach de gegebenen Lage geschmeidig sein. Die Pa allele ü die Tugend de Ge ech igkei im Gemein- scha sleben b ing die Ve hal ensweise de G oßmu und San mu . Gäbe es im Gemeinscha sleben nu die Ge ech igkei als einzige Ve - hal ensweise, dann wü de die Gemeinscha zwa in jede Weise „ko ek unk ionie en", weil jede das Seine leis e e und jede das Seine bekäme. Es ehl e abe in eine solchen Gemeinscha die Wä me, die Gebo genhei und, was das Gemeinscha sleben „schön und gu " mach , die F eundlichkei , die Leu seligkei und die alles ausgleichende Billigkei . Um einen solchen Gemeinscha szus and zu e wi klichen, beda es de G oßmu und de San mu . Die G oßmu e häl den Menschen zu G oßzügigkei und F eigiebigkei . Diese geh übe das ich ige Leis en und das ge ech e Ve gel en hinaus, weil das Ve häl nis zum Mi menschen on ih nich nu nach Rech und P lich geo dne wi d. Die Gemeinscha als We - und Zuneigungs e bundenhei is nich nu ein sachliche OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 163] Die wi scha se hischen Ve hal ensweisen 35 Bezug de Ve gemeinscha e en, de du ch das ge ech e Ve hal en ge- egel wi d. Sie is ielmeh ein inne e und pe sönliche Bezug, de meh e o de als die kal e Ge ech igkei , die noch dazu mi e - bundenen Augen zu handeln e p lich e is . Die pe sönliche Ve - bundenhei in de Gemeinscha is ein inne e We - und Zuneigungs- bezug und deshalb beda eine Gemeinscha auch des g oßmü igen und g oßzüggigen Ve hal ens. Dies läß den Menschen so handeln, daß e übe das ihm als P lich Zugeo dne e gib . Die G oßmü igkei läß eigiebig sein. F eigiebigkei läß aus inne em An ieb geben, sie läß aus F eundscha , aus F eundlichkei und Leu seligkei geben. Diese Ve hal ensweise läß jede Gemeinscha dich e e bunden sein als dies au G und de Ge ech igkei möglich is . Die G oßmü igkei gib aus inne e Ve bundenhei und aus Liebe. Sie is eigiebig ü all die, die in besonde s enge Weise e bunden sind. Übe das g oß- mü ige Ve hal en e häl die Gemeinscha den Cha ak e de lieb- ha en Ve bundenhei , denn übe die G oßmu ließ die Liebe in das Gemeinscha sleben ein. Das Ausmaß de g oßmü igen F eigiebigkei is ein eies. Wenn auch es ges ell we den kann, daß de , de übe meh Ve - mögen e üg , eigiebige sein soll, indem e allen ihm Ve bun- denen übe das ge ech e Maß hinaus e gel en soll, so e häl die G oßmu auch den, de nu übe wenig e üg , zu F eigiebigkei denen gegenübe , denen sie aus F eundscha zukommen soll. In das Wi scha sleben übe agen is die G oßmu die Ve - hal ensweise des Schenkens. Das eigiebige Schenken läß die G oßzügigkei des Schenke s in E scheinung e en. Die F ei- giebigkei b ing ein Schenken, das das Wi scha en übe jede Rechenha igkei hinausheb . Dadu ch wi d die zweckha e Wi - scha s e bundenhei zu eine ech en Gemeinscha s e bindung. Die Ve hal ensweise de F eigiebigkei läß eine Wi scha sgemeinscha zu eine ech en Gemeinscha we den, weil sie die Angehö igen aus Leu seligkei , aus F eundlichkei und F eundscha ebunden sein läß . Die San mu e häl den Menschen zu Nachsich ig- kei und Nachgiebigkei . Die San mu is die ande e Sei e de G oßmu . Wäh end diese ein eimü iges He ausgeben is , ha die San mu ein g oßzügiges He einnehmen zum Inhal . Da es in de Gemeinscha neben de Ge ech igkei imme wiede „Ve s ei ungen" und „Ve hä ungen" gib , muß du ch die Ve hal ens- weise de San mu ü alle Ve gesellscha e en ein s ändiges Nach- geben in Übung sein. Das Nachgeben e häl zu einem Da übe - Hinweggehen, so daß Unzukömmlichkei en als nich gesehen ode nich o handen be ach e we den. Wi d übe Kleinigkei en 3* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 36 An on Tau sche [164 hinweggesehen ode hinweggegangen, dann b ing ein solches Ve - hal en eine Gemeinscha s e dich ung, die au G und de Ge ech ig- kei nie möglich wä e. Die San mu bewi k eine dich e e Ve gemeinscha ung als die Ge ech- igkei . Auch in de Wi scha sgemeinscha soll diese Ve hal ensweise zu Wi kung kommen. Denn eine ehle ha e Leis ung beda un e Um- s änden de Nachsich . Ein un ich iges Ve gel en muß auch gelegen - lich nachsich ig übe gangen we den. Die Nachgiebigkei läß jede s a e In e essengebundenhei übe winden und gib de Wi scha s- gemeinscha den Weg zu eine inne en Ve bundenhei ei. G oßmu und San mu lassen übe die F ei- giebigkei und Nachgiebigkei jegliche Wi - scha sgemeinscha zu eine inne en und dich en Gemeinscha ei we den. G oßmu und San mu ollenden die Ve hal ensweise de Ge ech igkei . Schluß Fü jeden Wi scha e bes eh in de Gegenwa die Ge ah , oll- ends e wi scha e zu we den. Diese Ge ah beginn mi de S a- uie ung des P oduk ions ak o s A bei . Die A bei wi d als ein sachliche Leis ungs ollzug ohne Rücksich au den Leis ungs äge Mensch angesehen. Dami wi d de wi scha lichen A bei de menschliche Cha ak e genommen und de Leis ende i nu noch in de E olgs- und Kos en echnung zum Vo schein. Die Ve wi - scha lichungsge ah wi d du ch die g enzenlose Geschä igkei im E - we bss eben o gese z , wodu ch den E we benden meis keine Mög- lichkei meh belassen bleib , om E wo benen einen ich igen Ge- b auch zu machen. Nach dem Gese z des sinkenden Gedankengu es ha dieses E we bss eben auch die b ei en Massen e g i en und schläg sich im S eben nach höhe em Lebenss anda d niede . Diese wi d zum S eben nach g enzenlosem Meh e b auch ohne jede pe sonbes imm e Quali ä de Ve b auchs ich ung. Die ielen Ve suche, die soziale Wi scha neu zuo dnen, sind nich unwich ig, abe nich imme ich ig. Alle O dnungs e suche s eben nach höhe em Leis ungse olg und nach wi scha lich ich ige und sozial ge ech e Ve eilung. Die on ech s kommenden O dnungs e - suche wollen im eien We bewe b einen g öße en Leis ungse olg e wi ken lassen, dami ein g öße es Sozialp oduk zu Ve eilung kommen kann. Die on links kommenden O dnungs e suche wollen eine Planung des sozialwi scha lichen Geschehens, dami de P oduk- ions o gang zweckmäßige ges al e we de und zum g öße en E olg OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21 165] Die wi scha se hischen Ve hal ensweisen 37 üh e und dami ein g öße es Sozialp oduk en s ehe, das dann nach ich igen P inzipien e eil we den soll. Kein einzige Ve such ü eine neue Wi scha so dnung kümme sich um die une läßliche Vo age jede Wi scha so dnung: welche Hal ung zum Wi scha en und welche e hischen Ve hal ensweisen im Wi scha en sind ü die zu scha ende O dnung de sozialen Wi - scha e o de lich? Zu jede bes imm en Wi scha so dnung gehö nämlich eine bes imm e A de wi scha se hischen Ve hal ens- weisen. Wi d diese Zusammenhang übe sehen, dann bleib jede Wi - scha so dnung nu ein lee es, sozial echnisches Sys em, dem die menschliche Sei e ehl , die sich in eine Hal ung zum Wi scha en und in eine Reihe on e hischen Ve hal ensweisen im Wi scha en kundgib . Jede Wi scha so dnung beda dahe eines No mensys ems wi scha se hische Ve hal ensweisen. Das o geleg e P olegomenon eine pe sonalis ischen We e hik ü die einzelnen Ve hal ensweisen im Wi scha en soll die be- s ehende Lücke in de Ve suchs eihe neue und daue ha e , ich ige und ge ech e O dnungen de pe sonellen und sozialen Wi scha schließen1. 1 Ein Sys em de Wi scha se hik lege ich im Buch, „Wi scha se hik", Mün- chen 1957, o . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.2.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:25:21