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Technische Entwicklung und Einkommensverteilung

Tinbergen, Jan

Abstract

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Full text

Tinbe gen, Jan A icle Technische En wicklung und Einkommens e eilung Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Tinbe gen, Jan (1974) : Technische En wicklung und Einkommens e eilung, Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 94, Iss. 1, pp. 5-16, h ps://doi.o g/10.3790/schm.94.1.5 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291331 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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Einkommens e eilung als E gebnis on Nach age und Angebo Wäh end de le z en d ei Jah e habe ich e such , meine im Jah e 1956 o geschlagene Theo ie de Einkommens e eilung s a is isch zu übe p ü en [12,13,14,15] und, au G und wei e e Annahmen, mi Hil e ande e s a is ische Angaben, zu konk e isie en und in o läu- ige Weise ü einkommens e eilungspoli ische Zwecke anzuwenden. Sowohl die Übe p ü ungen wie die Konk e isie ung und Anwendung konn en wegen de besch änk en Ve ügba kei de no wendigen s a i- s ischen In o ma ion nu beg enz en E olg haben. Die E gebnisse schienen mi nich nega i genug zu sein, um den Haup gedanken de Theo ie au zugeben. Diese Haup gedanke is , daß eben nich nu die angebo enen Mengen e schiedena ige A bei ü ih e En lohnung ausschlaggebend sind, sonde n auch die nachge ag en Mengen. Diese E kenn nis wi d nu sel en in den zahlenmäßigen Un e suchungen übe die Einkommens e eilung und de en Beein lussungsmöglichkei en einbezogen. Die Zahl de quan i a i en Un e suchungen übe diese wich ige F age ha sich in den le z en Jah en s a k e meh , besonde s in den Ve einig en S aa en, und zu wich igen Kon o e sen Anlaß ge- geben, z. B. übe die Rolle e bliche Fak o en ode übe die Holle soziale Ins i u ionen. Au einige diese Kon o e sen we den wi noch zu ückkommen. Zue s sei es ges a e , die Haup züge meine Theo ie noch einmal ku z zu e wähnen. Einkommen we den als P eise on P oduk ions- ak o en be ach e ode als eine Summe on P eisen, wenn das be- e ende Einkommen aus e schiedenen Quellen ließ , z. B. A bei und Kapi al. Namen lich die A bei wi d in iele Ka ego ien un e eil , die mi Hil e on quan i a i en Me kmalen un e schieden we den, e wa wie es die A bei bewe ung mach . Au jedem diese Teilmä k e begeg- nen sich dann Anbie e , die gewisse Me kmale haben — wie z. B. eine gewisse Ausbildungsdaue —, und Nach agende nach P oduk ions- ak o en mi ähnlichen Me kmalen. Wi we den dabei zwischen den * Ich bin He n Th. Pal he des S a is ischen Zen alam es de Niede lande ü manche In o ma ionen bezüglich des s a is ischen Ma e ials zu g oßem Dank e p lich e . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.94.1.5 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:27 6 Jan Tinbe gen a sächlich e ügba en und den ideali e e wünsch en Quali ä en un e - scheiden. Im allgemeinen sind diese au einem gegebenen Teilma k nich iden isch, da es eine sei s eine Knapphei an e wünsch en Eigen- scha en ode ande e sei s ein Zu iel an e ügba en Quali ä en geben kann. De P eis is dann als das E gebnis de Spannung zwischen an- gebo enen und nachge ag en Me kmalen zu sehen. Hohe P eise, also Einkommen, we den bezahl ü ela i knappe, nied ige ü ela i e eichlich o handene A bei sa en ode ande e P oduk ions ak o en. Be o wi ku z die Einzelhei en de s a is ischen Übe p ü ung be- sp echen, soll au ein Miß e s ändnis eingegangen we den, das ö e s he o gehoben wi d, nämlich daß in diese Theo ie die Mach e häl - nisse e nachlässig we den. De Mach beg i ha e schiedene Kom- ponen en, und da on sind die meis en in de Wi scha s heo ie mi be- ach e , nu un e ande en Namen. In den wes lichen Gesellscha en wi d ein be äch liche Teil de Mach du ch die ela i e Knapphei gewisse P oduk ions ak o en gebilde . Ein wei e e Teil wi d du ch monopola ige O ganisa ionen e u sach ; die G enze zwischen Knapp- hei (na ü lichem Monopol) und küns lichem Monopol is dabei nich imme leich anzugeben. Mi diesen Komponen en de Mach wi d in de Na ionalökonomie explizi e ge echne . Eine d i e Komponen e bilde die physische Gewal . Dami wi d in wes lichen Gesellscha en nu eingeg i en, wenn es sich um polizeiliche und Jus izangelegenhei en handel . Fü die Einkommens e eilung ha diese d i e Komponen e keine di ek e Bedeu ung, nu eine indi ek e: dadu ch nämlich, daß z. B. Kapi albesi z bes ä ig wi d mi Hil e de Polizei und de Jus iz. Eine ie e Komponen e is die Mach des Wo es ode des A gumen es. Hie kann die Wissenscha ih en Bei ag leis en und zwa dadu ch, daß sie du ch ih e Analyse Bü ge ode Poli ike da on übe zeug , daß eine gewisse Poli ik den Zielen besse dien als eine ande e. Diese Au sa z soll so e s anden we den — und wi d ho en lich so e - s anden. Meine bishe e ö en lich en s a is ischen Übe p ü ungen sind zum Teil au Zei eihen, zum Teil au Que schni zahlen geg ünde . Le z e e beziehen sich eine sei s [13] au seh g obe Da en ü einige (unge äh 15) Na ionen und ande sei s [14] au iel genaue e Da en ü die S aa en de Ve einig en S aa en und ü die P o inzen Kanada's und de Nie- de lande. Die E gebnisse wa en inso e n be iedigend, als ziemlich hohe Ko ela ionskoe izien en e hal en wu den; wenige be iedigend in de Hinsich , daß de Ein luß de wich igs en Va iablen, die als Ins u- men e eine Einkommens e eilungspoli ik be ach e we den können, nämlich Um ang und Ve eilung de Ausbildung, seh unsiche e S ä ke zu sein schein . In den güns ige en Fällen wä e es, nach den s a is ischen E gebnissen, möglich, die Einkommensungleichhei au die OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.94.1.5 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:27 Technische En wicklung und Einkommens e eilung 7 Häl e zu eduzie en du ch eine Ve dopplung de Akademike quo e inne halb de Be u sbe ölke ung; nach ande n Zahlen könn e eine Ve dopplung de Akademike quo e die Ungleichhei nu um e wa ein Sechs el e inge n. Die schon e wähn en wei e en Ve suche basie en au de Annahme eine P oduk ions unk ion mi ün A bei ska ego ien, de en ela i e F equenzen angegeben we den mi wobei h die ü gewisse Be- u sg uppen bes e und In' die a sächlich e ügba e Ausbildung be- deu e . Wegen de Knapphei höhe quali izie e A bei wu de an- genommen, daß imme h > h und es wu den nu d ei Ausbildungs- s u en un e schieden, als h, h' = 1, 2, 3; da übe hinaus wu de $31 = 0 angenommen. Ähnlich de Cobb-Douglas P oduk ions unk ion wu de angenommen, das Na ionalp oduk y sei du ch die Funk ion: (1) y = C (4>ii + ^21 bes imm . Dabei is C du ch die Einhei enwahl mi bes imm , en häl jedoch auch den Bei ag de Kapi almenge zum Na ionalp oduk . Die Summe de Q gib bekann lich den A bei san eil an und wu de au 0.8 gese z . De Koe izien 7121 ( esp. 7132) gib das G enzp oduk i i ä s e - häl nis zwischen den A bei ska ego ien $21 und i>n ( esp. $32 und £>22) an. Aus diese P oduk ions unk ion lassen sich, bei eie Konku enz zwischen Un e nehme n, die Nach age unk ionen ü die ün A bei s- a en he lei en. Die Angebo s unk ionen wu den aus Nu zen unk ionen de be e enden Be ölke ungsg uppen he gelei e , die ande swo be- sch ieben wo den sind [16]. In den le z en Jah en sind wich ige Un e suchungen diesen zwei Gegens änden — de Nach age- und de Angebo ssei e — gewidme wo den. In e essan e weise haben die Un e suchungen de P oduk- ions unk ion (Bowles [1], Doughe y [4, 5], Psacha opoulos and Hinchli e [11]) das Angebo als gegeben angenommen und die Un e - suchungen de Angebo ssei e (Chiswick [3], De Wol und Van Slijpe [23], Husen [6], Jencks [7], Jensen [8] und Mince [10]) die Nach age- sei e als gegeben be ach e , ausgenommen ku z is ige Schwankungen in de selben, die du ch A bei slosigkei szahlen e e en wu den. Wi kommen in den nächs en Abschni en dieses Au sa zes au die Einzel- hei en noch zu ück. 2. Die Nach age nach P oduk ions ak o en, besonde s A bei Wie schon ausge üh , soll die Nach age nach P oduk ions ak o en aus de P oduk ions unk ion bes imm we den. Wi we den nu die OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.94.1.5 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:27 8 Jan Tinbe gen Nach age nach e schiedenen A bei sa en disku ie en. Von Bowles, Doughe y und Psacha opoülos und Hinchli e we den, besonde s mi Hinsich au die Un e ich splanung, die Elas izi ä en diese Nach age geschä z ; und zwa eine sei s die Elas izi ä de Nach age nach eine gegebenen A bei sa du ch eine gewisse Indus ie ode ein gewisses Land mi Bezug au die To almenge diese A bei sa im be ach e en Land, und ande e sei s die Subs i u ionselas izi ä en zwischen je zwei A bei sa en in Bezug au ih e En lohnungen. Dabei inden sie im all- gemeinen hohe Subs i u ionselas izi ä en; hie aus olge n sie, daß eine Cobb-Douglas-P oduk ions unk ion nich geeigne sei zu Ablei ung de Nach age unk ionen. Ande swo [21] habe ich gezeig , daß dies ü die Funk ion (1) wegen de Anwesen hei jeweils zweie Te mini inne halb de Klamme n nich zu i . Dadu ch inde ich auch hohe Subs i u ionselas izi ä en; wobei ich üb igens o schlage, einen schä - e en Un e schied zwischen zwei Beg i en zu machen: Doughe y [4] mach zwa einen Un e schied zwischen Ausbildungska ego ien, abe be ach e nich die Subs i u ion zwischen zwei Ausbildungska ego ien inne halb eine gegebenen Be u ska ego ie ode umgekeh . Üb igens inde e soga eine nega i e Subs i u ionselas izi ä zwischen Akade- mike n und „Halbakademike n" (1-3 Jah e „College"), und gleich alls zwischen „Ve käu e n" und „Handwe ke n", die e als Ve e e on geis ige und Handa bei be ach e . Das leg die Ve mu ung nahe, daß o zdem ü die g öße en G uppen, die in Funk ion (1) du ch die Klamme ausd ücke e e en sind, die Subs i u ionselas izi ä in de Nähe on eins liegen könn e. Demgegenübe inde Bowles [1] bei eine Que schni sanalyse zwischen 18 Lände n zwa Elas izi ä en on 2 zwischen dem d i en und dem zwei en Un e ich sni eau und as 5 zwischen dem zwei en und dem e s en Ni eau; bei einem solchen Ve gleich spiel abe bes imm auch die Subs i u ion zwischen Indu- s ien (im wei es en Sinne) eine Rolle. Ich nehme deshalb o läu ig an, daß die Funk ion (1) ü meine Zwecke eine b auchba e e s e Annähe ung an die Wi klichkei da s ell . Dadu ch lassen sich ih e Pa ame e leich es s ellen; bekann lich sind sie den An eilen am Na ionalp oduk de d ei A bei ska ego ien gleich. Fü die Niede lande 1962 and ich [17, 18]: QI = 0,65; £2 = 0,088; gs = 0,064; 7T2i = 1,27; 7123 = 1,13. Je nach de Anzahl de sich anbie en- den A bei sk ä en de 1., 2. und 3. Un e ich sebene ges al en sich dann die P okop einkommen in den d ei Haup ka ego ien. Im G enz- all, in dem diese Zahlen den g p opo ional wä en, wü de eine oll- kommene Einkommensgleichhei esul ie en. Wenden wi uns je z jedoch de Angebo ssei e zu. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.94.1.5 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:27 Technische En wicklung und Einkommens e eilung 9 3. Das Angebo on P oduk ions ak o en, besonde s A bei Die G uppe on Wissenscha le n, die das Angebo s udie haben, ha , wie gesag , die Nach age als gegeben be ach e und sich in die En scheidungen übe pe sönliche Ausbildung de Anbie e e ie ; o allem is das die Schule, die die Beg i e „human capi al" und Ren abili ä de Un e ich s ypen einge üh und be echne ha . Wich- iges Zahlenma e ial übe die Einkommenun e schiede on Pe sonen mi e schiedene Ausbildung, zue s du ch die Zahl de e olg eich ollende en Schul- und Uni e si ä sjäh e, is on ihnen en wede den Volkszählungen ode Einzele hebungen en nommen wo den, wobei auch ande e Cha ak e is ika, wie Geschlech , Al e , soziale Hin e - g und, G öße de Familie usw. mi be ach e wu den. Obgleich ich Teile dieses Ma e ials dankba bei meinen Übe p ü ungen ( gl. Ab- schni 1) benu z habe, soll die Angebo ssei e g undsä zlich on de Nu zen unk ion de Be o enen ausgehen. Meine Ansich nach [16] gib es in den Nu zen unk ionen d ei Typen on G ößen: Va iable, Pa ame e und Koe izien en. Zu den zue s genann en gehö en de zu wählende Be u und das dazu gehö ende Einkommen; zu den Pa a- me e n alle Kennzeichen de Pe son; und die Koe izien en geben die In ensi ä en an, mi denen die Va iablen und die Pa ame e den Nu zen beein lussen. Au G und me hodologische und e hische Pos ula e habe ich o geschlagen, eine e s e Annähe ung ü die Nu zen unk ion nu- me isch zu schä zen, wo aus sich dann die Angebo shal ungen on G uppen mi e schiedenen Me kmalen (Pa ame e n) he lei en lassen. Als wich igs en Pa ame e habe ich dabei die Länge de Schule ziehung h' gewähl , neben den Va iablen de e wünsch en Länge h (die de Be- u de inie ) und den Einkommen. Es schien nich no wendig, in eine Un e suchung, in de nu e wa 20 G uppen be ach e wu den, Familien- g öße ode Al e mi einzubeziehen, da dieselben zwischen den G uppen nu un e geo dne e Un e schiede au weisen wü den. Demgegenübe e wies es sich als no wendig, die Be u e auch noch nach dem G ad de Selbs ändigkei zu un e scheiden; dabei wu de o weg angenommen, es seien sowohl die Zahl de ollende en Schuljah e wie de G ad de Selbs ändigkei ech e Pa ame e . Bei eine Ve eine ung soll na ü lich au die ie e en Bes immungsg ünde de selben eingegangen we den, zumal in den Anwendungen des Modells wohl angenommen wu de, daß die Länge de Schule ziehung sich beein lussen läß . Wi kommen au diese Sei e de Einkommens e eilungspoli ik noch zu ück ( gl. Ab- schni 4). In unse em ein achen Modell [17,18,19] wi k sich die An- gebo s unk ion de a aus, daß keine de G uppen ih e Lage du ch eine Ände ung des Be u es e besse n kann. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.94.1.5 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:27 10 Jan Tinbe gen 4. E klä ung und Beein lussung de Einkommenungleichhei : ein We kamp zwischen echnische En wicklung und Ausbildung Mi Hil e des Nach age-Angebo smodelles läß sich zue s die Ein- kommensungleichhei da s ellen als in de Haup sache eine Folge de e schiedenen Knapphei de ün A bei sa en. Das is jedoch nich s Neues, ielmeh de bewuß gewähl e Ausgangspunk . Du ch die Em- pi ie we den nu die In e alle bes imm , in denen die Pa ame e und Koe izien en liegen müssen. Dahe is die Theo ie zwa wide sp uchs- ei, abe nich die einzig mögliche. Sie e laub uns jedoch anzugeben, wie nach ih die Einkommensungleichhei e inge we den kann, und zwa nich nu du ch Ausdehnung des Um angs und de S euung des Un e ich es, sonde n auch du ch gewisse s eue liche Maßnahmen: es is nämlich auch ein Un e schied zwischen Einkommen o und nach S eue zahlung einge üh wo den. Wie schon in Abschni 2 angedeu e , könn e heo e isch eine oll- kommene Einkommengleichhei dadu ch e eich we den, daß man die G öße de G uppen, d. h. esp. + $21, $22 + $32 und $33 den d ei g p opo ional mach . Die F age is dann, ob genügend Schüle und S uden en ins ande sind, einen de a igen Au wand au zub ingen, und wie lange es daue n wü de, bis, du ch e höh e Teilnahme am Un e ich , die gesam e Be u sbe ölke ung diese P opo ionen zeig . Fü die Niede - lande wü de de e wähn e Au wand bedeu en, daß #33 on 3 H de Be- u sbe ölke ung au 8 H s eigen soll e, wobei 1960 als Ausgangspunk gewähl wu de. Nun ha sich a sächlich die Zahl de S udie enden p o- zen ual sei langem s ä ke e höh als die Be u sbe ölke ung. Eine g obe, abe konse a i e Schä zung leg die Ve mu ung nahe, daß #33 sich im Jah e 1980 e doppel haben wi d. Das wü de eine e hebliche Ve in- ge ung de Einkommensungleichhei bedeu en, die namen lich on Au o en wie Jencks und Jensen als ausgeschlossen be ach e wi d. Im Abschni 5 we de ich meine eigenen G ünde ü eine wenige op imi- s ische Beu eilung meine e s en E gebnisse geben und das Modell dahin ände n, daß auch de echnische Fo sch i — als eine Gegen- k a gegen die Egalisie ung — mi einbezogen wi d. Zue s möch e ich jedoch die Beg ündung de Jensenschen und de JencJcsschen E gebnisse k i isch wü digen. Jensen ha seinen Pessimis- mus übe die Möglichkei „ o boos IQ and scholas ic achie emen " [8] haup sächlich beg ünde mi seine These, es sei das IQ zu 80 H du ch E blichkei bes imm ; die Umgebung, d. h. alles ande e als E b- lichkei , bes imme nu 20 H de beobach e en Va ianz im IQ. Dazu is zu beme ken: E s ens, daß die De ini ion de E blichkei diese zu einem wenig b auchba en Beg i zu T ennung diese beiden U - sachenkomplexe mach . De Beg i is ein ela i e und häng dadu ch OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.94.1.5 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:27 Technische En wicklung und Einkommens e eilung 11 en scheidend on den s udie en Al e na i en in de Umgebung ab. Wenn man die Rolle de Schule, de A bei sumgebung und de Gesell- scha s ä ke a iie , wi d au oma isch die 80 eine nied ige e Zahl. Zwei ens is neben dem IQ noch eine Reihe on ande en Eigenscha - en ü die Schule olge und auch di ek ü die Höhe des Einkommens wich ig, z. B. die schon e wähn e Selbs ändigkei . D i ens um aß die E blichkei den Ein luß de Ehega enwahl, die eilweise sozial beding is und in eine wenige geschich e en Gesell- scha an Bedeu ung e lie en wi d. Jencks und seine Mi a bei e [7] sind pessimis isch übe die Möglich- kei en, die Einkommens e eilung zu ände n, weil die In ensi ä en, mi denen e schiedene Fak o en die Ve eilung beein lussen, schwach sind. Hie au e wide Le in [9] ich ig, daß zusammen genommen de Ge- sam ein luß on Schule ziehung und Familienhin e g und nich e - nachlässigba is , wäh end ande e Eigenscha en wie z. B. die In elli- genz, die on Jencks c. s. e nachlässig wo den sind, da übe hinaus zu E klä ung bei agen. Hie möch e ich hinzu ügen, daß auch Nach- ageände ungen e gessen wo den sind. Wenn dagegen Jencks als Haup ins umen zu Egalisie ung S eue n nenn , so e säum e , zwi- schen S eue n zu un e scheiden, die das Angebo beein lussen, und solchen, die das nich machen. Eine E höhung de Einkommens eue gehö zu e s en Ka ego ie und ha deshalb nu beg enz e E olge. Die op imalen S eue n ü die Um e eilung sind diezenigen, die die G enz- en scheidungen nich ände n („lump-sum axes"), die Schwie igkei bes eh da in, daß wi die ich ige Bemessungsg undlage noch nich genügend genau bes immen können. (Ve gleiche dazu [11]). Obgleich de Pessimismus on Jensen und Jencks deshalb nich ganz beg ünde is , muß zugegeben we den, daß eine sei s auch meine Analyse un olls ändig is und ande e sei s die wi kliche Einkommens e eilung in den zwei le z en Jah zehn en, o z de Zunahme de Be u sbe ölke- ung mi höhe e Ausbildung, sich nu wenig geände ha . Das e - lang eine E klä ung. Die Un olls ändigkei kann nu eingesch änk we den, wenn Da en übe die wei e en Cha ak e is ika, die ü An- gebo und Nach age maßgebend sind, zu Ve ügung s ehen. Das wi d noch einige Zei daue n; inzwischen wi d die Daue de Schulausbil- dung als de wich igs e E klä ungsg und de Einkommen e eilung beibehal en we den, und das nich ganz ohne Beg ündung: De Wol und Van Slijpe [23] haben dem Ma e ial on Husen [6] en nommen, daß die Länge de Schulausbildung de wich igs e Bes immungsg und un e den on ihnen be ach e en is . Ich glaube, daß eine schon je z mögliche E wei e ung und Ve bes- se ung unse es Modells da in bes eh , daß wi die En wicklung de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.94.1.5 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:27 12 Jan Tinbe gen Exponen en Qu Qz und £3, und zwa als Ve e e de echnischen En - wicklung übe die Zei , hineinb ingen. Wi beme k en schon, daß die E höhung de #33 Zei b auch ; in de Zwischenzei ha sich auch £3 du ch die echnische En wicklung e höh , und das ha die Tendenz, die Einkommenungleichhei wiede zu heben. Man kann deshalb behaup- en, de Kamp ü eine wenige ungleiche Einkommens e eilung sei ein We kamp zwischen de echnischen En wicklung und de Aus- dehnung de Ausbildung. Eine wei e e Ve inge ung de Einkommens- un e schiede kann nu e eich we den ( on S eue maßnahmen und unmi elba en Eing i en wie gese zlichen Höchs - und Nied igs ein- kommen abgesehen), wenn die Ausbildung sich schnelle en wickel als die Nach age nach hochquali izie en A bei sk ä en. In Abschni 5 we den wi einiges Ma e ial übe die echnische En wicklung zusam- menb ingen. 5. G obe Schä zungen übe die echnische En wicklung Wie gesag , zeig sich in unse em Modell die echnische En wicklung in den g, d. h. also in den Einkommensan eilen de Be u sbe ölke ung de 1., 2. und 3. Ebene am Na ionalp oduk . Es gib einige Anzeichen da ü , daß namen lich £3 in höhe en wickel en Wi scha en g öße is als in wenige en wickel en. Ich habe e such , Zahlen übe Schweden, Kanada und de Ve einig en S aa en mi dem niede ländischen Ma e ial zu e gleichen. Bei unse em ein achen Modell genüg es, wie gesag , die Einkommensan eile de G uppen mi höhe e Ausbildung im Na ional- einkommen es zus ellen. Die Quellen unse e Zahlen sind e schieden; ü Schweden habe ich nu das Husensche Ma e ial eine S ichp obe on gleich al en Pe sonen benu z ; ü Kanada und die Ve einig en S aa en gib es Da en de Volkszählung und zwa noch e schiedene A , wäh end ü Holland eine Kombina ion on Volkszählungs- und S eue ma e ial benu z wu de. Es gib eine ganze Reihe on Ve gleichs- schwie igkei en, on denen ich einige, wie ich glaube, ziemlich be- iedigend, ande e dagegen nu in zwei elha e Weise, habe ausschal- en können. In Tabelle I is das so be einig e Ma e ial zusammenges ell . Das Ma e ial is in zwei G uppen au ge eil , da die Zahlen inne halb eine G uppe besse mi einande zu e gleichen sind als zwischen den G uppen. In den Kolonnen de Tabelle sind die Un e scheidungsme kmale de jeweils un e such en G uppen on Einkommensemp änge n au ge üh ; die Ve suche, Ve schiedenhei en auszuschal en, we den bei de Be- sp echung de e schiedenen Kolonnen e wähn we den. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.94.1.5 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:27