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Zur "Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand"

Buchholz, Edwin H.

Abstract

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Full text

Buchholz, Edwin H. A icle Zu "Ve mögensbildung in A bei nehme hand" Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Buchholz, Edwin H. (1966) : Zu "Ve mögensbildung in A bei nehme hand", Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 86, Iss. 1, pp. 55-67, h ps://doi.o g/10.3790/schm.86.1.55 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291102 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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Es is eine nich nu in de Na ionalökonomie ane kann e und du ch die E ah ung iel ach bes ä ig e These, daß die lohnpoli ische Mach kons ella ion ü die Gewe kscha en in Pe ioden de Voll- und Übe beschä igung am güns igs en is . Ande e sei s abe können ge- ade solche Phasen einen ande en wich igen gewe kscha lichen Mach - ak o besonde s beein äch igen: die Mi gliede zahl bzw. den O gani- sa ions- ode Rep äsen a ionsg ad. Sind nämlich in eine Volkswi - scha posi i e und nega i e Koali ions eihei in ollem Um ange ge- wäh leis e — können also beispielsweise auch die Me hoden des „closed shop" und des „union shop" nich p ak izie we den —, dann is ce e is pa ibus die Be ei scha de A bei nehme , ih e Lohnin e - essen zu o ganisie en, um so ge inge , je wenige es den Gewe kscha - en geling zu e hinde n, daß auch Nich gewe kscha smi gliede in den Genuß de in den Ta i e ägen e einba en Leis ungen kom- men. Zwa gel en nach dem Ta i e ags ech de Bundes epublik Deu schland die a i e aglich e einba en Leis ungen g undsä zlich nu ü die Mi gliede de Ta i e agspa eien (§ 4 Abs. 1 TVG), doch kann bekann lich solche Ta i bindung auch ü Nich mi gliede du ch Allgemein e bindliche klä ung des Bundesa bei sminis e s au An ag eine Ta i e agspa ei e eich weden (§ 5 TVG). Se z also schon diese Möglichkei den lohn- und a bei spoli ischen „P i ilegie- ungsabsich en" de Gewe kscha en enge G enzen, so s ell das Übe - s eigen de Ta i löhne du ch die E ek i löhne in eine übe beschä - ig en Volkswi scha ü das genann e Gewe kscha sziel ein ge ade- zu unübe windliches Hinde nis da . Beide E scheinungen abe haben unse e Gewe kscha en in den le z en Jah en in a ge Bed ängnis geb ach , mögen auch nich alle on ihnen in gleichem Maße be o en wo den sein, denn die Spanne zwi- schen E ek i - und Ta i löhnen weis bei den einzelnen Wi scha s- zweigen — und inne halb diese wiede um zwischen den e schiedenen * Meinem e eh en Leh e , He n P o esso D . E ich A nd , zum 50. Gebu s ag am 13. Feb ua 1966. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.86.1.55 | Gene a ed on 2023-04-04 11:39:12 56 Edwin H. Buchholz Leis ungsg uppen — beach liche Un e schiede au : Sie eich en 1962 on 0,9 .H. (im B aun- und Pechkohlenbe gbau) bis zu 54,3 .H. (im Gas s ä en- und Behe be gungsgewe be)1. Eine solche Si ua ion bi g ü die be o enen Gewe kscha en — je nach dem Ausmaß de Ab- weichungen — o allem d ei wesen liche Ge ah en: E s ens kann sich die Bemessung de E ek i e diens e meh ode minde ausschließ- lich au den A bei gebe „zu ück e lage n", zwei ens kann eine Ge- we kscha ih e S ellung in de Lohnskala (Maßs ab: die du chschni - lichen B u os unden e diens e) einbüßen, und d i ens kann es au diese Weise ü eine Gewe kscha imme schwie ige we den, die be- e enden A bei nehme 2 on den Vo zügen de O ganisie ung ih e Lohnin e essen zu übe zeugen. Es is dahe du chaus e s ändlich, daß iele de e an wo lichen Gewe kscha s unk ionä e kein Mi el un- gep ü lassen, das zu In ensi ie ung de O ganisie ungsbe ei scha bzw. zu Ve ei elung e en uelle Aus i smeldungen bei den A bei - nehme n üh en könn e. P ü man die in jüngs e Zei disku ie en bzw. on Gewe kscha - en angewand en Mi el, so sind zunächs die „nich we bewi ksamen'4 on den au Mi gliede we bung abges ell en Maßnahmen zu un e - scheiden, wobei zu e s en G uppe e wa die E höhung de Mi glieds- bei äge, die E schwe ung des Aus i s3, das ielums i ene „Be- iebsinkasso" (nämlich de Mi gliedsbei äge) ode ga de ech lich noch agwü dige e — da einem Zwang zu O ganisa ion seh nahe kommende — „Solida i ä sbei ag" de gewe kscha lich nich o gani- sie en A bei nehme zu zählen wä en4. Fü das au gezeig e P oblem sind indessen nu jene Gewe kscha sleis ungen on In e esse, die on den A bei nehme n so hoch geschä z we den, daß sie zu S ä kung des Rep äsen a ionsg ades bei agen können, ohne jedoch den on de Ve assung und om kollek i en A bei s ech o gezeichne en Rahmen zu sp engen. Hie abe wu den die wes deu schen Gewe kscha en in den le z en Jah en scha in die Sch anken e wiesen: Schon die Zu- lässigkei bes imm e gewe kscha liche We beme hoden (z. B. Pla- 1 Wol on de Decken: Die übe a i liche Bezahlung de A bei e in de gewe b- lichen Wi scha und im Diens leis ungsbe eich im Ok obe 1962. Wi scha und S a is ik. H. 12 (1964) S. 709. 2 Das sind sowohl die Mi gliede als auch jene A bei nehme , die au G und ih e A bei s e häl nisse Mi gliede sein könn en. 3 Nach eine Meldung de F ank u e Allgemeinen Zei ung (2.9.1965) is au dem 8. Gewe kscha s ag de IG Me all in B emen in 16 An ägen da ü einge e en wo den, „den Aus i on Mi gliede n aus de Gewe kscha zu e schwe en". 4 Wü den „Solida i ä sbei äge41 — e wa du ch ein höchs ich e liches U eil — e laub we den, müß e man sie zu den „we bewi ksamen" Maßnahmen zählen, denn iele A bei nehme wü den dann ja wohl auch die Mi glieds ec/iie in Ansp uch neh- men wollen, wenn sie schon de Bei agsp lich un e wo en sind. — Es is üb igens in e essan , daß das Ansinnen de „Solida i ä sbei äge" auch in ande en Lände n — z. B. in de Schweiz — an die nich gewe kscha lich o ganisie en A bei nehme ges ell wi d. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.86.1.55 | Gene a ed on 2023-04-04 11:39:12 Zu „Ve mögensbildung in A bei nehme hand'4 57 ka we bung) in den Be ieben wu de du ch Ge ich su eil e nein 5. Noch ab ägliche wü de den Gewe kscha en ein ande es U eil, das ihnen auch eine a i e agliche Be o zugung de O ganisie en au den Gebie en de „Neben o de ungen" (U laubsgeld, Ra ionalisie ungs- kassen, A bei szei e kü zungen, O sklassenände ungen u. ä.) un e - sag , soll en Bundesa bei sge ich und e en uell auch Bundes e as- sungsge ich sich de selben Au assung anschließen6. Will nämlich eine Gewe kscha die Sonde leis ung — im o e wähn en Falle ein höhe- es U laubsgeld — nu ü ih e Mi gliede wi ksam siche n, so müß e de Ta i e ag ja wohl eine Ve einba ung en hal en, wo in die Ge- wäh ung desselben Vo eils an Nich o ganisie e ausd ücklich ausge- schlossen wi d; und eben dagegen sind gewich ige a bei s- und e as- sungs ech liche Zwei el zu e heben. Um so e s aunliche is — zumindes au den e s en Blick — die au allende Zu ückhal ung, die iele Gewe kscha en bei den Ta i e - handlungen zu Beginn des Jah es 1966 gegenübe eine Möglichkei an den Tag legen, die de Gese zgebe ausd ücklich in den Be eich de Ta i au onomie e wiesen ha : de a i e aglichen Ve einba- ung sogenann e e mögenswi ksame Leis ungen nach dem „Zwei en Gese z zu Fö de ung de Ve mögensbildung de A bei nehme " (II. Ve mBG) om 1. 7. 19657, wobei de Gese zgebe ge ade ü die a i - e agliche Ve einba ung eine kaum beg enz e Ges al ungs eihei o engelassen ha . An Mu maßungen übe die U sachen solche Skep- sis he sch kein Mangel; sie eichen on den Hinweisen au das be- äch liche Gewe kscha s e mögen, das de „Um e eilungs-Diskus- sion" bishe geschick habe en zogen we den können, bis hin zu de Ta sache, daß es sich hie um eine (sozialpoli isch mögliche weise noch ga nich abzuschä zende) „E ungenscha " handel , die sich die Ge- we kscha en — e s mals in de Geschich e de deu schen A bei e - bewegung — nich mühsam und langwie ig e kämp en muß en. Es wä e jedoch e ehl , wü de man diese gewe kscha liche Zu ückhal- ung pauschal mi dem Spannungs e häl nis zwischen Gewe kscha en und S aa zu deu en e suchen. Vielmeh komm hie den Spannungs- e häl nissen inne halb des Deu schen Gewe kscha sbundes selbs die wah scheinlich soga g öße e Bedeu ung zu, inso e n nämlich, als die imme deu liche zu age e enden o mellen und ma e iellen Un e - schiede bei Ta i e handlungen auch Rückschlüsse da übe zulassen, welche Hal ung die be e enden Einzelgewe kscha en bei den DGB- in e nen Auseinande se zungen um „S il- und Rich ungs agen" ( on den Zielen und Me hoden „mode ne " ode „ adi ionelle " Gewe k- 5 Landesa bei sge ich Niede sachsen: 2 Sa 342764. 6 Landesa bei sge ich No d hein-Wes alen: 2 CA 713/65. 7 BGBl. I S. 585 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.86.1.55 | Gene a ed on 2023-04-04 11:39:12 58 Edwin H. Buchholz scha spoli ik bis hin zum Selbs e s ändnis de Gewe kscha en in unse e Zei ) einnehmen. II. „Schon die Wäh ungs e o m", so heiß es in eine om Bundes- minis e ü A bei und Sozialo dnung im Jah e 1964/65 mi dem Ti el „Eigen um ü alle" he ausgegebenen B oschü e, „b ach e un- gleiche S a bedingungen ü die Eigen ums- und Ve mögensbildung". Zudem muß e de An eil de Selbs inanzie ung beim Wiede au bau (dank de P io i ä des Vollbeschä igungsziels) on Sei en de s aa - lichen Wi scha spoli ik und on de Geld- und K edi poli ik nich nu hingenommen, sonde n ielmeh nachd ücklich ge ö de we den8. Siche wa die Keh sei e dieses Wiede au baues „eine allzu einsei ige Eigen ums- und Ve mögensbildung bei den Un e nehme n"9, abe dem An eil de Un e nehmungen s and ja auch jene de ö en lichen Hand in den spä e en Jah en imme wenige nach, mag auch die Abg en- zung de ö en lichen In es i ionen om ö en lichen Konsum schwie- ig sein und manche o ge agenen „En üs ung" übe den hohen S aa san eil am Sozialp oduk die Übe zeugungsk a ehlen, wenn — as noch im gleichen A emzuge — pos ulie wi d, de S aa habe seine Au wendungen beispielsweise ü das Bildungs-, Gesundhei s- und Ve keh swesen ode seine Zuschüsse an diese ode jene Kassen um ein Viel aches zu e höhen. Ungleich s ä ke wu de jedoch das bei den Un e nehmungen gebil- de e Ve mögen zum Gegens and e mögenspoli ische Auseinande se - zungen, in denen es o allem um olgende F agen ging: 1. um die Höhe und En wicklung de bishe igen Ve mögensbildung bei Selb- s ändigen und Unselbs ändigen, 2. um die Übe üh ung bes imm e Indus iezweige in Gemeineigen um, 3. um das Schicksal des bei Un- e nehmungen be ei s gebilde en Ve mögens, 4. um die Ve eilung de Ve mögenszuwächse. 8 Das ha soga de Wissenscha liche Bei a beim Bundeswi scha sminis e ium in seinem 16. Gu ach en . 10. 6.1950 ausd ücklich gu geheißen. E ha abe be ei s sein nächs es Gu ach en ( . 24. 9.1950) mi den Sä zen eingelei e : „Zu eine sozialen Ma k wi scha gehö eine be iedigende Einkommens- und Ve mögens e eilung. Alle wi scha spoli ischen Maßnahmen müssen diesem E o de nis Rechnung a- gen". E ging dabei nämlich on de E kenn nis aus, daß die bis dahin neugebilde- en Ve mögenswe e g öß en eils in das Eigen um de Un e nehme übe gegangen seien, „obwohl das Op e diese Ve mögensbildung, nämlich de Konsum e zich , on den Nich -Un e nehme n ge agen wu de". Leide wu den diese Gu ach en e s 1953 e ö en lich . (De Wissenscha liche Bei a beim Bundeswi scha sminis e- ium. 2. Bd. Gu ach en om Juni 1950 bis No embe 1952, he ausgegeben om Bun- deswi scha sminis e ium. Gö ingen 1953, S. 27, 34 u. 11.) 9 Bundesminis e ium ü A bei und Sozialo dnung (H sg.): Eigen um ü alle. 1964/65. S. 5. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.86.1.55 | Gene a ed on 2023-04-04 11:39:12 Zu „Ve mögensbildung in A bei nehme hand" 59 Daß die Angaben übe das Ve häl nis de Ve mögensbildung bei Selbs ändigen und Unselbs ändigen zwischen 23 : 1 (Gewe kscha en)10 und 2,5 : 1 (A bei gebe )11 schwanken, is na ü lich au eine In e - essen enposi ionen zu ückzu üh en. Bedaue lich is nu , daß es noch keine zu e lässigen Kon ollmöglichkei en solche Da en gib . Selbs das Bundesa bei sminis e ium muß e au die F age, wem die in de Nachk iegszei gebilde en Ve mögenswe e zuge lossen sind, in as schon schockie ende O enhei bekennen: „Die am liche S a is ik schweig da übe 12." Die e ns en Bedenken gegenübe diesem Zus and sind jedoch du ch die Ta sache keineswegs gegens andslos gewo den, daß sich die übe wiegende Meh hei de an de Ve mögensdiskussion be eilig en G uppen und Ins i u ionen heu e au Ände ungen in de Ve eilung de Ve mögenszuwächse besch änk , was zu implizie en schein , daß übe Ziele und Vo eile eine b ei e en Ve mögenss eu- ung wei es gehend Übe eins immung he sch . Wie seh jedoch diese Schein üg , ahn man schon, wenn man die Flu de Eigen ums- und Ve mögensbildungpläne13 auch nu obe - lächlich analysie . Man is dabei nämlich zuweilen geneig , jenen K i- ike n zuzus immen, die beme k en, es wä e wohl so manche Plan ga nich — ode mi wesen lich ande em Inhal — e ö en lich wo - den, hä en die Ve an wo lichen „be ü ch en" müssen, daß au dem Gebie e de b ei e en Ve mögenss euung in absehba e Zei a säch- lich e ns ha e was geschehen könn e. Nich daß die ielbeschwo enen gesellscha s-, wi scha s- und s aa spoli ischen Vo züge eine b ei e- en Ve mögenss euung ( o allem O dnungs unk ion, E ags unk- ion, Seku i ä s unk ion, Disposi ions- und P es ige unk ion) dami e wa in Ab ede ges ell we den sollen14, doch die in den Plänen e - kennba en Me hodenkon lik e sind so g a ie end, daß auch die o be- eue e Zielha monie be ech ig en Zwei eln nich meh en zogen we - den kann. Es is dahe zu agen, welche Wege es g undsä zlich ü das Ziel eine Ve mögensbildung in A bei nehme hand gib , und wie diese 10 Geo g Lebe : Ve mögensbildung in A bei nehme hand. Ein P og amm und sein Echo. Sammlung „ es no ae". Bd. 33. F ank u a. M. 1964. S. 16. 11 Jochen B e schneide : Ze bilde on de Ve mögensbildung. Einsei ige und endenziöse Da s ellungen bedü en de s a is ischen Ko ek u . De A bei gebe . N . 21 1964. S. 542. 12 Eigen um ü alle. a.a.O. S. 4. 13 Besch eibungen und k i ische Wü digungen diese Pläne sind zu inden bei Ca l Föhl: K eislau analy ische Un e suchungen de Ve mögensbildung in de Bun- des epublik und de Beein lußba kei ih e Ve eilung. Gu ach en — e s ell im Au age des Bundeswi scha sminis e iums. Tübingen 1964. S. 118 . Fe ne bei Achim on Loesch: Die G enzen eine wei e en Ve mögensbildung. Zu P oblema ik de Eigen umspoli ik. Sammlung „ es no ae". Bd. 40. F ank u a. M. 1965. S. 44 . 14 Vgl. dazu die sys ema ische Analyse on Emil Küng: Eigen um und Eigen ums- poli ik. Tübingen-Zü ich 1964. — Eine eben alls seh au schluß eiche In e p e a ion de e eilungspoli ischen (Teil-)Ziele gab o ku zem B uno Moli o : Ve mögens- e eilung als wi scha spoli isches P oblem. Tübingen 1965. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.86.1.55 | Gene a ed on 2023-04-04 11:39:12 60 Edwin H. Buchholz Wege im einzelnen zu beu eilen sind. Dabei e weis sich das P oblem de Wege zunächs als nich s ande es als die F age nach den Modali- ä en de ü die Ve mögens bildung e o de lichen Au b ingung de Spa be äge, wobei heo e isch die olgenden d ei Möglichkei en denk- ba sind: 1. einsei ige Au b ingung du ch die A bei nehme , 2. einsei- ige Au b ingung du ch die A bei gebe , 3. meh sei ige Au b ingung. III. Die einsei ige Au b ingung de Spa be äge du ch die A bei neh- me is iden isch mi de Fo mel: Ve mögensbildung = Spa en = Konsum e zich . Sie is o allem abhängig on de Spa ähigkei und dem Spa willen, wobei zwischen diesen beiden De e minan en häu ig enge Wechselbeziehungen bes ehen können. Was zunächs die S eige ung de Spa ähigkei anlang , so he sch heu e Einmü igkei da übe , daß sich de on den Gewe kscha en besch i ene Weg eine „expansi en Lohnpoli ik" nich bewäh ha . Zwa is zuzugeben, daß die U sachen da ü keineswegs nu bei den A bei nehme n zu suchen sind, abe selbs un e de Vo ausse zung, daß on allen ande en Geldwe de e minan en keine In la ionsimpulse ausgehen, wä e eine „expansi e Lohnpoli ik" ja nu dann sinn oll, wenn die die Ne o-Wachs ums a e des Volkseinkommens übe s eigen- den Lohne höhungen in ollem Um ange gespa wü den15. Nun is die ma ginale Konsumquo e bei den un e en bis mi le en Einkom- mensschich en ohnehin schon seh hoch, und Fak o en wie eine wei es - gehende Abdeckung wich ige Risiken du ch die Sozial e siche ung und eine mi g oßem Au wand ( inanzielle wie echnische A ) und nach wissenscha lichen Me hoden be iebene Konsum eklame we den Spa en schlüsse eben alls nich ö de n. Wä en also schon in eine solchen Si ua ion Spa ö de ungsmaßnah- men denkba und sinn oll, so wä en sie ge adezu une läßlich ü den Fall — und dami wi d die oben gemach e Annahme au gehoben —, daß nennenswe e in la ionä e Impulse gleichzei ig auch on den an- de en Geldwe de e minan en ausgehen. Nich nu weil de Konsum- end s ä ke wü de, sonde n aus einem as noch wich ige en G und: Von den zunehmenden Geldwe e lus en wä en besonde s bes imm e Klein e mögens o men („absolu e Nominalwe e") be o en, die de Kompensa ion des Zins e lus es (wenn nich ga auch noch des Sub- s anz e lus es) in besonde em Maße bedü en. Dami abe wü den die s aa lichen Spa an eize ih e eigen liche Au gabe e lie en und „Lückenbüße unk ionen" ( ü Zins- und Zinseszinsaus älle bzw. Sub- 15 Von de Möglichkei , Teile dieses Einkommens auch im Ausland auszugeben, sei abgesehen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.86.1.55 | Gene a ed on 2023-04-04 11:39:12 Zu „Ve mögensbildung in A bei nehme hand" 61 s anz e lus e) übe nehmen. Mi ande en Wo en: Da sich die A bei - nehme scha gegen das ü die Ve mögensbildung ge adezu en schei- dende Risiko e lus eiche Geldwe minde ungen nich wi ksam schü zen kann, beein äch ig dies — abgesehen on den genann en Schwächen in de Spa ähigkei und im Spa willen — auch die F ei- hei de Wahl in de Ve mögensanlage, inso e n nämlich on o n- he ein eine ganze Reihe on Anlagemöglichkei en als zu isikobeha - e ausscheiden. Es haben also jene nich öllig un ech , die meinen, we die b ei e e Ve mögenss euung nu übe Konsum e zich eali- sie en möch e, müsse sich die F age ge allen lassen, ob e die E ei- chung des Ziels dann eigen lich e ns ha ans ebe. IV. Das ande e Ex em bilde die einsei ige Au b ingung de Spa - be äge du ch die A bei gebe . Es handel sich hie also um eine aus- schließliche F emdleis ung zuguns en de A bei nehme . Dabei kann die Be ei scha bzw. Ve p lich ung zu Au b ingung au öllige F ei- willigkei , au Gese z ode Ta i e ag be uhen. Wi d om e s en Fall abgesehen, so we den bei den ande en essen ielle O dnungsp inzipien be üh ; es da also nich e wunde n, wenn in diesem Zusammen- hang de Beg i des Zwangsspa ens zu einem Haup a gumen wi d, dessen sich alle dings die A bei nehme ebenso bedienen können — und bedien haben — wie die A bei gebe . G undsä zlich können die F eihei sbesch änkungen ie E scheinun- gen be e en: 1. die Spa /Konsum-En scheidung übe den be e en- den Be ag, 2. die Wahl de Anlage o m, 3. die Ve ügung übe die Ve mögense äge, 4. die Disposi ion übe das Ve mögen selbs . Da- bei komm na ü lich den zue s und zule z genann en Zwangselemen- en ganz besonde e Bedeu ung zu, da sie En s ehung und E hal ung on A bei nehme e mögen en scheidend beein lussen können. Daß es sich bei de in diesem Abschni behandel en Me hode de Ve mögensbildung in A bei nehme hand nich e wa nu um ein heo- e isches Modell handel , beweis das II. Ve m BG (Legalde ini ion in § 2 Abs. 1 Sa z 1: „Ve mögenswi ksame Leis ungen sind Leis ungen, die de A bei gebe ü den A bei nehme e b ing ") ebenso wie das am 9. 9. 1964 e ö en lich e „P og amm zu Ve mögensbildung de A bei nehme im Baugewe be" (Lebe -Plan). Hie soll e die Au b in- gung de Mi el in Höhe on 1,5 .H. de Lohnsumme ausschließlich on Sei en de A bei gebe e olgen, und zwa du ch Ve einba ung in einem Ta i e ag. Zwa soll en den A bei gebe n „ ü die Fo m de Au b ingung meh e e Wahlmöglichkei en" einge äum we den, den A bei nehme n hingegen wä e du ch die G ündung eines Fonds die OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.86.1.55 | Gene a ed on 2023-04-04 11:39:12 62 Edwin H. Buchholz En scheidung übe die Wahl de Anlage o m en zogen gewesen. Und eine Disposi ions eihei de A bei nehme übe „das angesammel e Kapi al mi Zins und Zinseszinsen" wa e s „bei E eichung de Al e sg enze ode Gewäh ung eine Sozial e siche ungs en e wegen E we bs- ode Be u sun ähigkei " o gesehen. (Daß übe die Ve mö- gense i äge un e bes imm en Vo ausse zungen auch schon ühe e - üg we den könne, wu de e s im Ve lau de ö en lichen Diskus- sion16 des Lebe -Plans einge äum .) De Lebe -Plan en hiel also zwa alle oben e wähn en F eihei sbesch änkungen, doch kann man ihn mi diese Fes s ellung allein noch nich ab un. En scheidend sind doch wohl die P ämissen: Wenn man nämlich eine sei s zuzugeben be ei is , daß eine nennenswe e Ve mögensbildung de A bei nehme du ch de en Eigenspa leis ung aus den genann en G ünden in absehba e Zei nich mi Siche hei e wa e we den kann, man abe ande e sei s am Ziel eine b ei e en Ve mögenss euung es häl , dann können wohl die Modali ä en de F emdleis ung — e bunden mi de Fes - legung de Spe is en ü die eie Ve ügung übe das Ve mögen — keine Tabus meh sein. Die seh e ns zu nehmenden O dnungs- p obleme dieses ganzen Ve ah ens sollen dami keineswegs baga elli- sie we den, ebenso wenig da man abe da übe hinwegsehen, daß es einem Gewe kscha s unk ionä mi dem Ziel de Ve mögensbildung in A bei nehme hand schon e ns sein muß, wenn e eine sei s dami zwa Vo eile ü O ganisie e ans eb , um seine Rep äsen a ions- quo e zu e höhen, wenn e gleichzei ig abe auch den Mu ha , den Be- güns ig en die Disposi ions eihei bis zu ih em Ausscheiden aus de E we bs ä igkei en ziehen zu wollen, mögen die Pe spek i en zu Be- u eilung eine solchen Hal ung du ch den Hinweis au den Fonds auch wiede e was e schoben we den. Fes s eh imme hin, daß die e klä en Gegne und Skep ike gegen- übe eine lang is igen Ve mögenspoli ik mi F emdleis ungen — in welchen „Lage n" diese auch imme s ehen mögen — de zei in de Meh hei sind. Man ha zwa die d ohende Ge ah de Fonds ( o e s ) abwenden können, man ha auch die eie Wahl de Anlage o m zu e hal en e moch , es is abe nich gelungen, wi ksame Vo keh ungen dagegen zu e en, daß de G oß eil diese Anlagen du ch anhal ende Geldwe minde ungen in Mi leidenscha gezogen wi d. Die Be o e- nen handel en dahe ge adezu a a ional, wenn sie das Kapi al nach Ablau de Spe is nich dem Konsum (ode eine geldwe bes än- dige en Anlage o m) zu üh en wü den. Mi ande en Wo en: Wenn die Bedingung de Geldwe s abili ä nich e üll is , dann kann auch 16 Vgl. Lebe : Ve mögensbildung in A bei nehme hand. a.a.O. sowie Geo g Lebe : Ve mögensbildung in A bei nehme hand. Dokumen a ion, Sammlung 2 und Sammlung 3 (Bd. 33 u. 33 b) F ank u a. M. 1964 und 1965. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.86.1.55 | Gene a ed on 2023-04-04 11:39:12