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Einige neuere Aspekte zur Frage der Goldpreiserhöhung

Issing, Otmar

Abstract

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Full text

Issing, O ma A icle Einige neue e Aspek e zu F age de Goldp eise höhung Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Issing, O ma (1968) : Einige neue e Aspek e zu F age de Goldp eise höhung, Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, ISSN 0036-6234, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 88, Iss. 2, pp. 191-211, h ps://doi.o g/10.3790/schm.88.2.191 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291162 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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Noch meh Ve wi ung als das eale Geschehen s i en jedoch die zahl- eichen Ve lau ba ungen o izielle S ellen, „halbam liche " und p i- a e Expe en zu diesen Vo gängen. Die Wide sp üche in de A gu- men a ion könn en kaum g öße sein. Um so meh muß man dahe die Ve ö en lichung eine S udie on Rudol F ei beg üßen, in de — im Au age de Lis Gesellscha — die wich igs en A gumen e zum P oblem de Goldp eise höhung knapp und seh übe sich lich in eine Fo m da geleg we den, die auch dem Neuling au diesem Gebie einen ech gu en Übe blick übe diese F age geben dü e1. In de gegenwä igen Lage gib die Besp echung diese Sch i Anlaß, einige G undp obleme neu zu übe denken. F ei gib in den d ei e s en Abschni en einen ku zen Übe blick übe die Ausgangssi ua ion. Hie zu nu einige ku ze Beme kungen. Die En wicklung ha die Fo de ung F eis (und iele ande e ) be- s ä ig , daß die o iziellen S ellen sich endlich übe den einzuschlagen- den Ku s einig we den und dann eine g undlegende Re o m des in e na ionalen Wäh ungssys ems du ch üh en müssen. Ge ade in den le z en Mona en nach de P undabwe ung wu den die na ionalen und in e na ionalen Ins i u ionen on den E eignissen übe asch . Die eilweise hil los anmu ende Reak ion au die Vo gänge am Gold- ma k 2 läß das bishe ige Ve hal en diese S ellen als seh „un- ealis isch" e scheinen, ein Vo wu , den man in de Ve gangenhei ge ne gegen die „Theo e ike " e hob. Wäh end nämlich die „P ak- 1 Rudol F ei: The P ice o Gold, A P oblem o In e na ional Mone a y Re o m. Tübingen u. Basel 1966. J. C. B. Moh (Paul Siebeck) und Kyklos. 75 S. 2 Die ielen Ve suche, die Spekula ion au den Goldmä k en einzudämmen, e - eich en zunächs genau das Gegen eil. Bei einigen „Maßnahmen", wie beispiels- weise bei de Andeu ung, man we de die p i a e Nach age genaue kon ol- lie en, ode bei dem Vo schlag, die Gold ese en de einzelnen No enbanken in den USA zu poolen, hä e man die Reak ion de Goldspekulan en alle dings ohne Schwie igkei en o he sehen können. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.88.2.191 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:15 192 O ma Issing ike " bishe au das „im g oßen und ganzen bewäh e Sys em" e - au en, Ve besse ungen und Ände ungen allen alls eine allmählichen E olu ion übe lassen woll en, ha en zahl eiche K i ike schon lange mi Nachd uck einschneidende Re o men ge o de 3. Zu Klä ung de Ausgangsposi ion weis F ei mi Rech noch ein- mal mi alle Deu lichkei da au hin, daß man eine allgemeine Gold- p eise höhung und eine Abwe ung des Dolla s auseinande hal en muß. Ve ände n alle Lände die Rela ion ih e Wäh ung gegenübe dem Gold im gleichen Ausmaß, so ände sich nich s am Ve häl nis de Wäh ungen un e einande , die Wechselku se bleiben un e ände . F ei, de sich dabei de Meinung Shannons anschließ , e lieg abe einem I um, wenn e mein , eine solche „ eine" Goldp eise höhung wü de dem P es ige de USA und des Dolla s nich schaden. ,.I he e is a e alua ion o all cu encies agains gold, he e is no ,loss Dolla s (and o he na ional cu encies) would con inue o pu chase abou he same quan i y o goods and se ices — and he command o e esou ces is one o he undamen al easons o holding ese es4." Selbs e s ändlich e ände sich in diesem Falle nich de We des Dolla s gegenübe ande en Wäh ungen, und inso e n bliebe das „P es ige" gewah , doch ä e ü die Lände , die ih e Wäh ungs- ese en ganz ode eilweise in Fo m on Dolla gu haben un e hal en, ein Ve lus imi Ve gleich zu Rese ehal ung in Gold ein. Angesich s des Engagemen s und de as eie lich anmu enden wiede hol en Ve siche ungen de ame ikanischen P äsiden en Kennedy und John- son, den „Goldgehal " des Dolla s on 35 US-Dolla die Unze zu hal- en, wi d eine Goldp eise höhung zwangsläu ig zu eine „P es ige- angelegenhei ", und das um so meh , als ge ade die Lände die Nach- eile eine E höhung des Goldp eises zu agen hä en, die den ame i- kanischen Be eue ungen Glauben schenk en und ih e Dolla gu haben nich zu Goldeinlösung p äsen ie en5. Dahe kann man die poli i- 3 De Fo de ung nach einem schnelle en Handeln ha en sich mi le weile eil- weise auch o izielle S ellen angeschlossen: „I am now con inced ha i is on du y o wo k mo e quickly han we ha e un il now. We ha e no wo ked e y as in he G oup o Ten on a new sys em, since we all had he eeling ha he e was no g ea u gency. Now, howe e , I ha e come o he conclusion ha e en s may d i e us o he poin whe e we will ha e o come ou a he quickly wi h a good, a ional solu ion o he in e na ional ese e p oblem." [O ma Emmingen The Gold-Exchange S anda d and he P ice o Gold. In: R. Hinshaw (H sg.): Mone a y Re o m and he P ice o Gold. Bal imo e 1967. S. 107. (Im O iginal nich gespe .)] 4 Ian Shannon: In e na ional Liquidi y, A S udy in he Economic Func ions o Gold. Melbou ne. 21965. S. 136. 5 Eine his o ische Pa allele zeig deu lich, welche Konsequenzen eine Gold- p eise höhung haben müß e. Die No enbank de Niede lande e hiel noch ie Wochen o de P undabwe ung im Jah e 1931 on de Bank on England die OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.88.2.191 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:15 Einige neue e Aspek e zu F age de Goldp eise höhung 193 sehen Spannungen und wi scha lichen Konsequenzen, die sich aus eine Goldp eise höhung zwangsläu ig e geben müß en, nich ein ach leugnen6. II. Die A gumen e ü eine Goldp eise höhung Die heu ige Si ua ion skizzie F ei wie olg : Unabhängig da on, ob de einzelne gegenwä ig den S and de Wäh ungs ese en allge- mein ü aus eichend ode mangelha häl , we den wi mi ziemliche Gewißhei in den nächs en Jah en eine s a ke E höhung de Rese en e wa en dü en. Da eine wei e e „Liquidi ä s e so igung" übe eine Ve meh ung de Dolla gu haben nich e wünsch is , bleiben — zu- mindes in heu ige Sich — an sich nu de Weg eine Auswei ung de „ins i u ionellen Liquidi ä " ode eine Goldp eise höhung. Die Be ü wo e eine Goldp eise höhung sind dabei in zwei Lage zu ennen. Fü die einen is eine Goldp eise höhung lediglich das Mi el, um die „De isenkomponen e" in den Wäh ungs ese en aus- zuschal en und dann zum Golds anda d übe zugehen. Wenngleich diese Vo schlag — zumindes dem Anschein nach — auch au de poli ischen Bühne e ns ha e e en wi d, gib es kaum jemand, de diese Möglichkei eine eelle Chance gib . Die as einhellige Mei- nung geh dahin, daß eine Rückkeh zum Golds anda d wede poli- isch du chse zba noch übe haup e wünsch sei'. Bleib die wesen lich g öße e Zahl on Expe en, an de en Spi ze Ha od zu nennen wä e, die eine Goldp eise höhung p opagie en, um die Ve so gung mi „in e na ionale Liquidi ä 4" zu e besse n. es e Zusiche ung, de Golds anda d und dami die Goldeinlösung des P undes we de au ech e hal en. Die Niede lande e au en diese E klä ung, e - zich e en au die Goldeinlösung ih e P undgu haben — und e li en dann en - sp echende Ve lus e. Hie zu William Adams B own j .: The In e na ional Gold S anda d Rein e - p e ed, 1914 o 1934. New Yo k 1940. S. 1170 . Eine in e essan e Nuance lieg auch da in, daß es in diese Zei eben alls F ank eich wa , das übe die S ä ke des F anc Poli ik zu machen e such e. Siehe Paul Einzig: Behind he Scenes o In e na ional Finance. London 21932. S. 125. — De s.: The Figh o Financial Sup emacy. London 21931. S. 83 . 6 F ei muß man alle dings zugu e hal en, daß e an ande e S elle einen Modus zu Ve eilung de „Gewinne" — als Folge eine Goldp eise höhung — o - schläg , de im Falle seine Annahme diese Wi kungen wei gehend ausschal en könn e. Falsch is abe die Behaup ung, ü die wich igs en Wäh ungen sei 1959 die in e ne Kon e ibili ä e klä wo den, ielmeh gingen 1958/59 14 wes eu o- päische Lände zu Auslände -Kon e ibili ä übe . 7 Wie F ei (s. S. 39 .) zeig , scheinen soga so ehemen e Anhänge eine Wiede ein üh ung de Goldwäh ung wie Heilpe in eilweise den Rückzug anzu- e en. 13 Schmolle s Jah buch 88,2 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.88.2.191 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:15 194 O ma Issing Meis wi d dabei eine Ve doppelung des gegenwä igen Goldp eises on 35 US-Dolla p o Unze als einmalige Maßnahme ge o de 8. Die A gumen a ion ü diesen Sch i lau e in de Regel olgen- de maßen: Du ch die allgemeinen P eiss eige ungen ha sich de „Wa enwe 66 des Goldes zum es geleg en P eis e heblich e inge ; de P eis des Goldes is dami ela i gesunken. Eine Ve doppelung des Goldp eises wü de diese We minde ung des Goldes gegenübe den Gü e n in e wa wiede besei igen. Gleichzei ig wü de sich de „We " de bes ehenden o iziellen Gold ese en e doppeln, die in e na ionale Liquidi ä wü de mi einem Schlage e heblich e meh 9. III. Gegena gumen e Gegen diese A gumen a ion lassen sich nun eine ganze Reihe on Ein/wänden e heben, die hie nich alle noch einmal au gezähl we - den sollen. Von den imme wiede keh enden Gegenmeinungen seien zunächs nu d ei ku z e wähn , weil F ei sie zu wide legen glaub . 1. Ein ein poli isches A gumen lau e : Von eine Goldp eis- e höhung wü den zwei Lände am meis en p o i ie en, nämlich die Sowje union und Süda ika, denen de „Wes en66 aus allgemein be- kann en Übe legungen he aus am wenigs en wi scha liche Vo eile ein äumen soll e. F ei e heb dagegen zwei Einwände, die eilich beide nich übe - zeugen können. Einmal be on e , die ökonomischen Vo eile, die diese beiden Lände aus eine E höhung des Goldp eises ziehen wü den, „do no cons i u e alid coun e -a gumen s i , when e e y aspec o gold e alua ion has been aken in o accoun , his me hod o c ea ing ese es is dese ing p io i y o e e e y o he 6610. Sobald also nach- gewiesen is , daß seh iele ande e Aspek e gegen eine Goldp eis- e höhunig sp echen — und o allem, wenn sich zeigen laß , daß ande e Wege de Re o m des in e na ionalen Wäh ungssys ems ein gleich gu es Resul a , ohne diesen „poli ischen66 Nach eil, ode soga besse e E gebnisse zus ande b ingen können —, e ledig sich dieses A gumen on selbs . Die ande e Übe legung F eis geh on einem Ve gleich de o iziel- len Goldbes ände im Wes en on (umge echne ) e wa 41 M d. Dolla 8 F ei zeig abe , daß auch an eine Ve d ei achung gedach wi d (s. S. 31, An- me kung 4). E behandel auch ku z den Vo schlag, den Goldp eis allmählich s eigen zu lassen, ohne zu eine eindeu igen Beu eilung zu kommen (S. 33—36). 9 Diese Gesich spunk is ausschlaggebend ü Ha od: „The main case in a o o gold e alua ion is ha i alone could p o ide an inc ease o liquidi y on a su icien scale." [Roy F. Ha od: The Dolla P oblem and he Gold Ques ion. In: Seymou E. Ha is (H sg.): The Dolla in C isis. New Yo k 1961. S. 61.] 10 F ei: a.a.O. S. 63. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.88.2.191 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:15 Einige neue e Aspek e zu F age de Goldp eise höhung 195 (Ende 1964) und den e gleichsweise ge ingen Vo ä en de Sowje - union zu diesem Zei punk aus, bei denen die Schä zungen alle dings e heblich auseinande gehen (1,5 bis 10 M d. Dolla ). F ei olge aus diesem Ve gleich: „Thus he Wes , e en pu ely on a basis o igu es, would be he winne one way o he o he " (S. 63). Eine solche „E - olgs echnung66 zuguns en des Wes ens läß sich abe in diese Fo m nich au machen, geh sie doch on einem öllig e ehl en Ve gleich aus. Im Wes en soll das Gold, sowei es bei den No enbanken lieg , ge ade nach de Meinung de Anhänge eine Goldp eise höhunig, eine ein mone ä e Rolle spielen. Solange das Gold im „K eislau de No enbanken" bleib , ände sich die Gesam summe de Rese en nich : Was die eine No enbank als Folge eines De isenbilanzde izi s e lie , gewinnen die ande en. Nimm man den Wes en als Einhei — und da on geh F ei bei seinem Ve gleich aus —, dien das Gold also nich dem Kau on Wa en, de Vo eil eine Goldp eise höhung lieg lediglich im insgesam e g öße en Rese e olumen. Ganz ande s dagegen s ell sich die Lage aus de Sich de UdSSR da . Nach eine e en uellen Ve doppelung des Goldp eises könn e die Sowje union mi de gleichen Goldmenge das Doppel e an Wa en im Wes en kau en wie o he . Da de umgekeh e Weg des Goldes als unwah scheinlich angesehen we den muß, bliebe de eale Vo eil de Goldp eise höhung einsei ig bei de UdSSR. Die Sowje union wü de ( eal gesehen) Gewinne au Kos en des Wes ens e zielen. So e n man sich mi diese ein poli ischen A gumen a ion be aß , bleib also wohl es zus ellen, daß F ei die Einwände gegen eine E höhung des Goldp eises insowei nich en k ä en kann. 2. Fü iele e ledig sich die F age de Goldp eise böhung mi de Ta sache, daß in den USA de Kong eß eine solchen Maßnahme zu- s immen müß e. Die hie zu e o de liche P ozedu wü de also un e - meidlich eine ö en liche Diskussion auslösen — mi allen une - wünsch en Folgen ü die Gold- und De isenmä k e; im Ve gleich zu de dann e mu lich ein e enden Ve wi ung au den Gold- und De isenmä k en dü en die Vo gänge in den le z en Mona en als ge adezu „ha mlos66 anzusehen sein. F ei glaub , daß Ha od einen schlech hin genialen Weg ge unden habe, um diese Schwie igkei en wei gehend zu e meiden: Die USA „could ake ad an age o A icle VIII sec ion 4 (a) o he A icles o Ag eemen o he In e na ional Mone a y Fund and e use o pay ou gold agains dolla s no acc uing om cu en ansac ions"11. De Goldp eis wü de da au hin so lange s eigen, bis die No enbanken bei 11 Roy F. Ha od: Wo ld Rese es. Gu ach en zu e s en Si zung. In: F. Bochud (H sg.): Fundamen ale F agen kün ige Wäh ungspoli ik. Tübingen u. Basel 1965. S. 125. 13* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.88.2.191 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:15 196 O ma Issing eine bes imm en Höhe, z. B. dem Doppel en des bishe igen P eises, eing i en und diesen neuen P eis s abilisie en. Die Gese zgebung könn e dann in Ruhe de a sächlichen Lage angepaß we den. Zu diesem Vo schlag nu eine ku ze Beme kung: Zu Du ch üh- ung dieses Planes beda es eine in ensi en Zusammena bei de einzelnen No enbanken12. Läß sich diese Koope a ion abe e eichen, is die Absiche ung nach A . VIII des IMF-S a u s nich e o de lich; e zich en die No enbanken au die Einlösung ih e Dolla gu haben in Gold und geben gleichzei ig ih e In e en ion am Londone Gold- ma k au , s ell sich das gleiche E gebnis ein. Ein Ans ieg des eien Goldp eises au das e wünsch e Ni eau wä e alle dings wohl nu übe „geziel e Indisk e ionen" übe den neuen In e en ionsp eis zu e eichen. Die Unsiche hei au den De isenmä k en ließe sich alle - dings auch du ch es e Be eue ungen am liche S ellen in de Zwi- schenzei nich besei igen, denn das Publikum wi d in diesem Fall mi de Möglichkei echnen, daß die E höhung des Goldp eises doch als Anlaß ü die Ko ek u einzelne Ku spa i ä en dienen könn e. Diese Ve mu ung allein genüg abe , um Spekula ionen gegen die „abwe ungsbed oh en64 Wäh ungen auszulösen. 3. Ein wei e e Einwand besag : Käme es zu eine Goldp eis- e höhung, wä en die „Gewinne" hie aus (unabhängig on den in Punk 1 be ei s gemach en Einwänden) seh ungleich, um nich zu sagen unge ech , e eil . Diese ungleiche Ve eilung de „Goldau - we ungsgewinne66 (um eine „Au we ung" handel es sich aus de Sich des Goldes) e gäbe sich au zwei Ebenen. Einmal wü den die En wicklungslände gene ell disk iminie , da sie im Du chschni einen iel ge inge en Goldan eil in ih en Wäh ungs ese en hal en als die Indus iena ionen. Zum ande en wü den un e den Indus ie- lände n ge ade die be o zug , die du ch die Goldeinlösung ih e Dolla gu haben die Goldk ise e schä haben, wäh end ande e Län- de , wie z. B. die Bundes epublik, ü ih „Wohl e hal en" bes a wü den. F ei widme diese F age b ei en Raum und komjm zu dem E geb- nis, daß dieses A gumen zwa seh e ns zu nehmen is , doch: „P ac icable measu es can be aken o co ec he haphaza d e ec s o a gold p ice inc ease on mone a y ese es which would e en ou ma e s be ween he indus ial coun ies and a he same ime enable 12 Das geh auch unmi elba aus den Aus üh ungen Ha ods he o , die dem eben angegebenen Zi a olgen. Fü die In e en ion zum höhe en Goldp eis b auch en die No enbanken dann alle dings eine Ausnahmegenehmigung du ch den IMF, da A . IV, Abschni 2 Goldkäu e übe (ode un e ) de Pa i ä ( on eine schmalen, es geleg en Spanne abgesehen) e bie e . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.88.2.191 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:15 Einige neue e Aspek e zu F age de Goldp eise höhung 197 he de eloping coun ies o ake a sui able sha e in mone a y g ow h" (S. 42). F ei leg die Vo schläge on Cu hbe son, Ha od und Samuel Schweize zu ge ech en Ve eilung diese „Gewinne6- da . Eine op i- male Lösung sieh e in de Kombina ion de Pläne on Cu hbe son und Schweize . Danach wü de die Gleichbehandlung zwischen den In- dus ielände n dadu ch he ges ell , daß übe den IMF die Summe de „Au we ungsgewinne66 diese Lände im Ve häl nis ih e gesam- en Wäh ungs ese en ode ih e IMF-Quo en e eil wü de. De un e schiedliche Goldan eil wä e dann öllig ohne Bedeu ung ü den „Gewinn66 eines Landes. Die Ve eilung de „Gewinne66 gegenübe den En wicklungslände n wi d dadu ch e eich , daß die Indus ie- lände ih e Buchigewinne ganz ode eilweise de In e na ional De- elopmen Associa ion in na ionale Wäh ung zu Ve ügung s ellen. Diese Schiwes e o ganisa ion de Wel bank könn e dann zu ih en üblichen „weichen Bedingungen66 jäh lich 5 % dieses Be ages ü die Finanzie ung on P ojek en in den En wicklungslände n e wenden. So genial diese Vo schlag im e s en Momen e schein , wi e doch eine ganze Reihe on F agen aui , die hie nich im einzelnen behandel we den können. Fes s eh : Die Ve wi klichung diese Idee wü de so um assende in e na ionale Abkommen e o de lich machen, daß man kaum an die Realisie ba kei dieses Vo schlages glauben kann. So müß e sich ein Land wie beispielsweise F ank eich nich nu alle Vo eile begeben, die ihm im Falle eine Goldp eise höhung aus seinem hohen Goldan eil in den Wäh ungs ese en zu allen wü - den, es müß e sich gleichzei ig auch noch e aglich au eine hohe En wicklungshil e es legen. Wü de sich abe auch nu ein Land — mi be äch lichen Gold ese en — einem solchen Abkommen nich anschließen, wä e de Vo schlag ü alle ande en ein ach unannehmba . Es läß sich also olgendes E gebnis es hal en: Die Vo schläge zu ge ech en Ve eilung de „Au we ungsgewinne66 im Falle eine Goldp eise höhung se zen ein solches Maß an „in e na ionale Op e - be ei scha 66 o aus, daß man an den p ak ischen E olg diese Pläne, zumindes im gegenwä igen S adium, ein ach nich glauben kann. Ohne eine solche „Ve eilung de Gewinne66 wä e eine Goldp eis- e höhung jedoch schwe wiegenden Einwänden ausgese z . IV. Das Ke np oblem Im o angegangenen Abschni haben wi einige A gumen e gegen eine E höhung des Goldp eises ange üh , die zwa nich unbedeu- end sind, abe nich den Ke n des P oblems e en. Wi sind au OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.88.2.191 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:15 198 O ma Issing diese A gumen e eingegangen, weil F ei e such , diese Einwände zu en k ä en. Lassen wi alle wei e en, ehe nebensächlichen Aspek e auße ach . Alle A gumen e ü eine E höhung des Goldp eises, gleichgül ig in welchem Ausmaß, müssen on de Vo s ellung ausgehen, daß de je zige Goldp eis zu nied ig und dami „ alsch" is und daß es so e was wie einen „ ich igen" Goldp eis geben muß13. Somi bliebe die Au gabe, gewisse maßen den Gleichgewich sp eis des Goldes und die Ein luß ak o en zu e mi eln, die seine jeweilige Höhe bes immen. Schon allein ein ku ze Blick au die S a is ik de Goldp oduk ion zeig , daß diese Au gabe unlösba is . Gold e so gung und Gold e wendung Jah Angebo Am liche Ne o- käu e P i a e Nach age Jah E zeugung Sowje- ische Ve käu e Insgesam Am liche Ne o- käu e S a is isch e aß e gewe b- liche Ve - wendung * Sons ige p i a e Käu e Insgesam Jah Millionen US-Dolla 1953 845 75 920 455 465 1954 895 75 970 670 300 1955 940 75 1015 665 350 1956 975 150 1125 490 165 470 635 1957 1015 260 1275 690 195 390 585 1958 1050 220 1270 680 200 390 590 1959 1125 300 1425 750 220 455 675 1960 1175 200 1375 345 265 765 1030 1961 1215 300 1515 600 285 630 915 1962 1290 200 1490 330 330 830 1160 1963 1350 550 1900 840 325 735 1060 1964 1395 450 1845 725 430 690 1120 1965 1435 550 1985 400** 465 1120 1585 * Zahlen ü Aus alien, Belgien, Bundes epublik Deu schland, F ank eich, I a- lien, Japan, Niede lande, Ös e eich, Schweden, Schweiz, Ve einig es König eich, Ve einig e S aa en. ** Einschließlich chinesische Käu e im Be age on und 150 Millionen Dolla . Quelle: Bank ü in e na ionalen Zahlungsausgleich. 36. Jah esbe ich . Basel 1966 S. 37. 13 Ganz deu lich wi d dies in eine S ellungnahme Rue s: „Is i eally possible o conside as easonable a policy which would main ain one p ice alone — he p ice o gold — a he le el chosen in 1934 by P esiden Roose- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.88.2.191 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:15 Einige neue e Aspek e zu F age de Goldp eise höhung 205 allein de Besi z on Gold gewäh . Die Auswi kung au die p i a e Spekula ion lieg au de Hand. Eine be iedigende Lösung aus diesen Schwie igkei en kann nu da in liegen, dieses Nebeneinande de e schiedenen Rese emedien abzuscha en, das diesen We lau nach de jeweils siche s en Anlage auslös . Die Rückkeh zum Golds anda d kann man als wi kliche Al e na i e ausschließen; ein Sys em „nominelle Goldwäh ungen4', also ein Sys em, in dem lediglich die „De isenkomponen e" besei ig wä e, die Wäh ungs ese en also nu aus Gold bes ünden, ohne daß dami eine Goldeinlösungsp lich im Inne en e bunden wä e, e - schein eben alls wenig wünschenswe 31. So bleib als einzige Aus- weg schließlich allein die öllige Demone isie ung des Goldes. Au den e s en Blick e schein es pa adox, aus de Sonde s ellung des Goldes im gegenwä igen Wäh ungssys em die Fo de ung abzulei- en, Gold nich meh als Mi el de Rese ehal ung zu e wenden. Diese Folge ung e gib sich jedoch as zwangsläu ig, wenn man die Al e na i e de Rese ehal ung ausschließlich in Gold ablehn , gleich- zei ig abe das e mu lich imme wiede keh ende Miß auen in alle ande en Fo men de in e na ionalen Liquidi ä daue ha besei igen will. V. E gebnis In diese ku zen Un e suchung konn en und soll en nich alle A gumen e ü und gegen eine E höhung des Goldp eises o ge agen und gegeneinande abgewogen we den. Ge ade die Behandlung de Ke n agen ha jedoch gezeig , daß le z lich nich s ü die Realisie- ung dieses Vo schlages sp ich . Dami e hal en wi ein ganz ande es E gebnis als F ei, de zu dem Schluß komm : „The ideas ad anced will ha e shown no doub ha he e is mo e o be said in a ou o doubling he p ice o gold as a means o p o iding he wo ld wi h mo e in e na ional liquidi y han migh ha e been hough om a discussion la gely domina ed by opponen s o gold e alua ion" (S. 67). Nach F ei s ell dahe de Vo schlag de Goldp eise höhung eine ech e Al e na i e zu den ande en Re o m o schlägen da . Den Vo - eil eine Goldp eise höhung könn e man abe lediglich in eine plö zlichen, massi en Ve meh ung de in e na ionalen Liquidi ä sehen. Fü iele wä e das abe kein Vo eil, sonde n ge ade de en - scheidende Nach eil diese Maßnahme. Daneben lassen sich so iele wei e e Einwände gegen eine Goldp eise höhung an üh en, daß 31 Siehe O ma Issing: Lei wäh ung und in e na ionale Wäh ungso dnung. Be - lin 1965. S. 292 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.88.2.191 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:15 206 O ma Issing eigen lich pe Saldo so gu wie nich s ü die Realisie ung dieses Vo - schlages sp ich . Wie im einzelnen gezeig wu de, lassen sich jedoch nach de Ansich F eis diese Schwächen, die e o enba eben alls als solche emp inde , du ch eine Reihe on in e na ionalen Abkommen besei igen. Dami se z abe nich nu die Du ch üh ung de allgemeinen Goldp eise höhung selbs eine enge in e na ionale Zusammena bei o aus; eine einige maßen ge ech e Ve eilung de „Au we ungsge- winne" mach da übe hinaus wei gehende e agliche Bindungen e o de lich, die ie e Eing i e in die En scheidungs eihei de ein- zelnen Na ionen und ih en Lebenss anda d bedeu en mlüß en32. Mi diese komplizie en e aglichen Absiche ung gegenübe den g oßen Nach eilen, die mi eine „bloßen" E höhung des Goldp eises e bunden wä en, e lie abe das olgende Haup a gumen F eis (und iele Anhänge dieses Planes) jegliche Übe zeugungsk a : „Compa ed wi h he a ious plans o c ea ing mone a y ese es, a gold p ice inc ease has he g ea i ue o simplici y. This is no dispu ed e en by opponen s o high epu e33." Ebensowenig kann man dann noch mi F ei dein Gold das A ibu de „na ionalen Sou e äni ä " zubilligen ode dieses Me all in de Sp ache Ha ods als „a bulwa k o human eedom" bezeichnen34. Nach ag: Die Spal ung des Goldma k es Anschließend bleib ku z zu p ü en, ob sich aus de e ände en Si ua ion au dem Goldma k neue A gumen e ü die F age de Goldp eise höhung e geben ode nich . Das o izielle Kommunique übe die Beschlüsse de No enbanklei e de „ak i en" Mi gliede des Goldpools (also ohne F ank eich), die am 17. Mä z 1968 in Washing- on ge o en wu den, en häl neben Beme kungen zu ak uellen F agen olgende wich ige Passagen zu Gold age. „They (sc., die be e enden No enbanklei e ) no ed ha he U.S. Go e nmen will con inue o buy and sell gold a he exis ing p ice o dolla s 35 an ounce in ansac ions wi h mone a y au ho i- ies . . . The go e no s belie e ha hence o h o icially-held gold should be used only o e ec ans e s among mone a y au ho i- ies and, he e o e, hey decided no longe o supply gold o he 32 Wäh end F ei ausd ücklich be on , die Zei sei noch nich ei ü eine Re o m des in e na ionalen Wäh ungssys ems übe die Scha ung zen ale in e - na ionale Ins i u ionen (siehe hie zu S. 32 . und S. 67), häl e den Abschluß de oben genann en Ve äge ohne wei e es ü möglich! 33 F ei: a.a.O. S. 26. 34 Siehe F ei: a.a.O. S. 67. (Siehe hie zu audi Anme kung 30.) OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.88.2.191 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:15 Einige neue e Aspek e zu F age de Goldp eise höhung 207 London gold ma ke o any o he gold ma ke . Mo eo e , as he exis ing s ock o mone a y gold is su icien in iew o he p ospec i e es ablishmen o he acili y o Special D aw- ing Righ s, hey no longe eel i necessa y o b u y gold om he ma ke . Finally, hey ag eed ha hence o h hey will no 6ell gold o mone a y au ho i ies o eplace gold sold in p i a e ma ke s35." In de Ö en lichkei wu de das p ak ische E gebnis diese Be- schlüsse als Spal ung des Goldma k es bezeichne . Diese Cha ak e i- sie ung be uh da au , daß de P eis au den eien Goldmä k en so o übe den P eis on 35 US-Dolla je Uiuze ans ieg, de wei e - hin zwischen den No enbanken gil . Alle dings kann man den Gold- e keh zwischen den No enbanken nu beding als „Ma k " an- sehen, wi d hie doch Gold nich gehandel , sonde n nu zu einem bes imm en P eis „abge echne ". Gib diese En wicklung nun all denen ech , die schon imme den Goldp eis als zu nied ig bezeichne en, und is im Ge olge diese E - eignisse schließlich auch mi eine E höhung des o iziellen Gold- p eises zu echnen? Ein ku ze Blick au die Wäh ungsgeschich e de Nachk iegsjah e läß zunächs e kennen, daß die je zigen E eignisse wenige d ama isch zu sehen sind, als das im Augenblick meis geschieh . Die Diskussion um den Goldp eis is so al wie unse heu iges Wäh ungssys em. In den Jah en nach dem Zwei en Wel k ieg lag de Goldp eis au dem schwa zen Ma k häu ig wei übe dem o i- ziellen P eis; da es sich dabei abe um eine wi klich „ eie" P eis- bildung handel e, wa diese P eis s a ken Schwankungen un e wo - en36. Kein Wunde , daß man damals schon die F age disku ie e, ob man nich den o iziellen Goldp eis eben alls e höhen soll e. Das P o- blem is also keineswegs so neu, wie man aus heu ige Sich manch- mal e mu en könn e. Die Wäh ungsbehö den haben sich nun o ensich lich bei ih en jüngs en Beschlüssen die E ah ung de Ve gangenhei zunu ze ge- mach : So ha man da au e zich e , den p i a en Beda in eine Nach age ü „legi ime" Zwecke (wo un e de gewe bliche Beda zu echnen wä e) und ü Ho ung zu un e scheiden. Die Vo gänge au den Goldmä k en in de unmi elba en Nachk iegszei beweisen deu lich, daß eine solche Un e scheidung wede du ch üh ba noch 35 Deu sche Bundesbank, Auszüge aus P essea ikeln. N . 22 om 20. 3. 1968. S. 1. (Im O iginal keine He o hebungen.) 36 So e eich e de Goldp eis, au US-Dolla umge echne , am 25.5.1949 in Hongkong e wa 69$, am 31.5.1950 abe nu nodi 37.50$! (IMF: Annual Re- po 1950. S. 72.) OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.88.2.191 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:15 208 O ma Issing kon ollie ba is 37. Die No enbanklei e haben auch e s ga nich e - such , die goldp oduzie enden Lände zu bewegen, zumindes einen Teil ih e P oduk ion den No enbanken zum o iziellen P eis an- zubie en38. Ein Blick au die S a is ik des Goldp eises zeig im üb igen, daß nach den Washing one Beschlüssen im wesen lichen nu die Si ua ion wiede he ges ell wu de, wie sie o dem Basle Abkommen be- s anden ha e. Goldp eise am Londone Ma k on Mä z 1954 bis Juni 1967a) (Mona sdu chschni e in US-Dolla p o Unze) 36. 00 35.75 35 50 35.00 34.75 34.50 - l /31 " J.'l " i i i i i i i 1 i i i i i 36.00 35.75 35.50 35.25 35.00 34.75 34 50 1954 1955 1956 1 957 1959 1959 1960 1961 1962 1963 1964 1965 1966 19 6 7 1) Ma ge on l°/o übe de Pa i ä ($35.35); 2) Ve kau sp eis des US-T eas- u y ($35.0875); 3) Ankau sp eis des US-T easu y ($34.9125); 4) Ma ge on l<Vo un e de Pa i ä ($34.65). a) Quelle: IMF, Annual Repo 1967. S. 122. 37 Siehe IMF: Annual Repo 1949. S. 33 . und 1950. S. 70 . 38 Dieses E suchen hä e sich o allem an den Haup p oduzen en Süda ika ich en müssen. Poli isch wä e es abe sel sam gewesen, den Ve zich au höhe e P eise on einem Land zu e wa en, dem man nich zule z aus poli ischen G ün- den eine Goldp eise höhung nich zugu e kommen lassen möch e. Auch hie be- weis die E ah ung, daß eine solche Poli ik kaum p ak ikabel is . De IMF ha e schon 1947 einen Vo schlag Süda ikas abgelehn , das um die E laubnis gebe en ha e, einen Teil seine P oduk ion zum jeweiligen (höhe en) Ma k p eis e - kau en zu dü en, wenn es mindes ens 50°/o de P oduk ion ü mone ä e Zwecke zum o iziellen P eis zu Ve ügung s ell e. (IMF: Annual Repo 1950. S. 90 .) Obwohl de IMF in den olgenden Jah en die Goldp oduzen enlände imme wiede e mahn e, da on Abs and zu nehmen, wu de on ihnen lau end Gold zum höhe en Schwa zma k p eis e kau . (Siehe z. B. IMF: Annual Repo 1952. S. 53 .) OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.88.2.191 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:15 Einige neue e Aspek e zu F age de Goldp eise höhung 209 Im Jah e 1954 ha e man den eien Londone Goldma k e ö nen können, weil de Goldp eis au den Mä k en mi le weile au e wa 35 US-Dolla ge allen wa . Als 1960 im Ge olge poli ische K isen und de Diskussion um den Dolla , die damals einse z e, e s mals eine g oße Welle spekula i e Nach age au a , s ieg de Goldp eis bis au 40 Dolla je Unze an. Nachdem zunächs die Bank on England in Zusammena bei mi dem Fede al Rese e Sys em du ch hohe Goldabgaben den P eis wiede ged ück ha e, schlössen sich die No enbanken meh e e Lände im Ok obe 1960 im Basle Abkom- men -zun* sogenann en Gold-Pool zusammen. Du ch Koope a ion die- se No enbanken konn e de Goldp eis in den olgenden Jah en wei - gehend s abil gehal en we den. Die Mi gliede des Goldpools konn en da übe hinaus bis 1967 ih e Goldbes ände pe Saldo e höhen. Als dann abe die Spekula ion den Mi gliede n des Goldpools39 imme g öße e Gold e lus e be ei e e, gaben die No enbanken schließlich mi den oben zi ie en Beschlüssen ih e bishe ige Poli ik au . Als Folge da on s ieg de P eis au den Goldmä k en zunächs s eil an, iel abe an den nächs en Tagen wiede zu ück. Wie de da au - olgende P eisans ieg zeig , is also in Zukun wohl mi lau enden Schwankungen des Goldp eises zu echnen. Wie is nun diese En wicklung zu beu eilen? Zunächs bleib ein- mal abzuwa en, wie sich die eie P eisbildung an den Goldmä k en au die Spekula ion auswi ken wi d40. G undsä zlich zeig abe die Ve gangenhei , daß das gegenwä ige Sys em du chaus wei e bes ehen kann, auch wenn de eie Goldp eis übe dem o iziellen P eis lieg 41. Da sich die No enbanken öllig om Goldma k e nhal en wollen, is auch die Bes immung des A . IV, Abschni 2, des IMF-S a u s 39 F ank eich ha e in de Zwischenzei seine Mi a bei einges ell . Du ch Übe - nahme de anzösischen „Quo e" wa de An eil de USA an den Gold e ius en au 59 %> ges iegen. 40 Diese F age is a p io i kaum be iedigend zu bean wo en. Zolo as weis da au hin, daß die Nach eile de Goldho ung im Ve gleich zu ande en An- lagen übe 10°/o jäh lich ausmachen. Xenophon Zolo as: The Gold T ap and he Dolla . A hens 1968. S. 25. Solange die Spekulan en abe dami echnen, daß de Goldp eis jede zei plö z- lich e doppel we den könn e, spielen diese Kos enübe legungen wohl keine en scheidende Rolle. Die Schwankungen des eien Goldp eises könn en jedoch dazu bei agen, das Ausmaß de neuen Spekula ion zu e inge n, da je z ku z- is ig Ve lus e en s ehen können und die Spekula ion au gehö ha , öllig isiko- los zu sein. Demgegenübe wi d man die Au lösung bes ehende Ho e bei mäßig B eigenden Goldp eisen nich allzu hoch e anschlagen dü en. 41 Als Haup einwand des IMF gegen T ansak ionen zum höhe en Goldp eis wa in de Ve gangenhei imme zu hö en, daß „exchange s abili y may be unde mined by con inued and inc easing ex e nal pu chases and sales o gold a p ices which di ec ly o indi ec ly p oduce exchange ansac ions a dep ecia ed a es." (IMF: Annual Repo 1950. S. 94.) Diese Hin e g und wa jedoch damals ein ach eine Folge de Inkon e ibili ä de meis en Wäh ungen. 14 Schmolle s Jah buch 88,2 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.88.2.191 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:15 210 O ma Issing nich e le z . Dadu ch is gleichzei ig ein öllig neues Momen in das Wäh ungssys em hineingekommen. Solange die No enbanken zu die- se ölligen Abs inenz au den Goldmä k en s ehen, is e s mals de „Goldk eislau " un e den No enbanken öllig on den ande en Ve wendungen des Goldes ge enn ! Du ch diese (zunächs wenigs ens o genommene) Un e scheidung zwischen dem Gold, das ein „mone ä en" Zwecken dien , und dem nich -mone ä en Gold sowie du ch die jeweils au e ende P eis- di e enz wi d meh denn je deu lich, wie wenig das gegenwä ige Wäh ungssys em au dem Golde basie und wie es ausschließlich du ch die Zusammena bei de No enbanken zusammengehal en wi d. In Kommen a en zu den Washing one Beschlüssen wu de beme k , es könne ela i leich es ges ell we den, wann eine No enbank Gold (zum höhe en P eis) au den eien Goldmä k en e kau . In diesem Falle wü de ü dieses Land ein Goldemba go de Signa a - s aa en au oma isch in K a e en. Die Zusammena bei de No en- banken e s eck sich jedoch nich nu au die Schließung des mone- ä en Goldk eislau s, sonde n (bis au Ausnahmen, wie o allem F ank eich) s illschweigend auch schon lange da au , die „Goldga an- ie des Dolla s" nich in Ansp uch zu nehmen. Obwohl mi le weile de ame ikanische Kong eß die öllig an iquie e Golddeckungsp lich des No enumlau s abgescha ha und die Gold ese en oll ü in e - na ionale Zwecke zu Ve ügung s ehen, is diese Ve zich de aus- ländischen No enbanken au Einlösung ih e Dolla gu haben in Gold wei e hin ein unabdingba e Bes and eil de gegenwä igen Ko- ope a ion. Wie die No enbanklei e in ih em Beschluß andeu en, sehen sie in den a isie en Sonde ziehungs ech en das Mi el, um die Liquidi ä s- e so gung de Zukun siche zus ellen. Dami wi d jedoch — solange de Goldk eislau geschlossen bleib — de An eil de Gold ese en an de gesam en in e na ionalen Liquidi ä wei e abnehmen. Au de einen Sei e wi d dami die „Goldknapphei " ü iele noch deu liche we den; ande e sei s wi d das in e na ionale Wäh ungssys em imme meh au die Zusammena bei de No enbanken und den „ins i u io- nellen Weg" e wiesen. Will man das in e na ionale Wäh ungssys em nich auch in Zukun du ch imme wiede ausb echende Wellen de Goldspekula ion e schü e sehen, bleib somi nu de Weg de ölligen Demone isie ung des Goldes. Eine „saube e" Lösung des gegenwä igen Dilemmas, eine wi kliche Re o m des in e na ionalen Wäh ungssys ems muß in olgedessen da au ge ich e sein, das Gold öllig als Rese emi el abzulösen. Eine E höhung des Goldp eises dagegen könn e keines de ans ehenden P obleme lösen; diese Maß- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.88.2.191 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:15 Einige neue e Aspek e zu F age de Goldp eise höhung 211 nähme wü de lediglich die Agonie eines Zus andes e länge n, de älschliche weise häu ig noch als „Goldde isens anda d" bezeichne wi d42. Summa y Some New Aspec s on he P oblem o an Inc ease o he P ice o Gold In his bookle "The P ice o Gold" Rudol F ei de elops some p oposi ions which — in his opinion — gua an ee ha a gold p ice inc ease would a oid he disad an ages epea edly con ended by he opponen s o his measu e and "enable he p esen sys em o p oceed h ough an e olu iona y de elopmen ". The a icle shows ha hese p oposi ions seem no e y con incing; mo eo e , hey dep i e he plan o inc easing he gold p ice o i s mos a ac i e aspec : i s simplici y. The co e o he p oblem, howe e , is he ac ha no p ice o gold, hough inc eased, can secu e a s eady and sa is ying supply o in e na ional liquidi y. This is mainly due o he g ea olume o gold specula- ion. Specula o s will no belie e in he "non- ecu ence" o a gold p ice in- c ease, hough all au ho i ies may i mly make such s a emen s. Rising p ices o goods all o e he wo ld, discussions on he supply o in e na ional liquidi y, he dis us in he exchange a es o some cu encies will also lead o ecu ing wa es o immense specula ion. I his is ue, a gold p ice inc ease can sol e none o he ac ual p oblems a all, bu will only b ing o h mo e in ensi ica ion o he p esen muddle in in e na ional mone a y a ai s. The a icle ends wi h a sho in e p e a ion o he ecen e en s in he gold ma ke . 42 Im Augenblick schein es abe so, als ob auch de „ins i u ionelle Weg" nu ein P oblem, nämlich das P oblem de Rese en und de Rese ehal ung lösen kann. Das ande e, mindes ens ebenso wich ige P oblem, nämlich die Scha ung eines Zwanges zu „Zahlungsbilanzdisziplin", schein , zumindes im gegenwä igen S adium, übe diesen Weg nich e eichba . Dami e lie auch die ins i u ionelle Lösung wei gehend den Ansp uch, eine wi kliche Re o m zu b ingen. Als Al e - na i e komm un e diesem Aspek alle dings nich eine Goldp eise höhung wiede ins Spiel, sonde n allein ein Sys em ei schwankende Wechselku se. Da diese Vo schlag im Augenblick abe so gu wie keine Realisie ungschance besi z , wu de diese Plan in de A gumen a ion zu F age des Goldp eises hie nich disku ie . Es sei abe be on , daß die Ve wi klichung dieses Vo schlages neben ande en F agen auch das Goldp oblem be iedigend, um nich zu sagen: elegan lösen wü de. 14* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.88.2.191 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:15