Konjunkturpolitik und Wirtschaftsordnung
Abstract
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Full text
K aus, O o
A icle
Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: K aus, O o (1953) : Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung, Schmolle s
Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo ,
Be lin, Vol. 73, Iss. 3, pp. 65-89,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65
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321] 65
Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung
Von
O o K aus - München
Inhal s e zeichnis: I. Die Rango dnung de Bedü nisse S. 65. — II. Einkommen
und Beschä igung S. 69. — III. K edi und Spa en: 1. Die olkswi scha liche
Kapi al ese e S. 74. — 2. Geldma k und Kapi alma k S. 77. — IV. Sozialis ische
und kapi alis ische In es i ions inanzie ung S. 82. — V. Das Gleichgewich bei
Un e beschä igung S. 86.
I. Die Rango dnung de Bedü nisse
De elemen a e Sach e hal , welche das Wi scha en und die Wi -
scha no wendig mach , is ein Miß e häl nis zwischen den menschlichen
Bedü nissen und den Mi eln, welche zu ih e Be iedigung e ügba
gemach we den können. Wenn die e ügba en Mi el aus eichend
wä en, um alle Bedü nisse zu be iedigen, so gäbe es keine Wi scha ,
sonde n ein Schla a enland. Da diese Mi el jedoch nich zu Voll-
be iedigung alle Bedü nisse aus eichen, sonde n eine Reihe on Be-
dü nissen unbe iedig bleiben muß, is es eine p imä e wi scha liche
Au gabe, un e den Bedü nissen eine Auswahl zu e en. De wi -
scha ende Mensch muß en scheiden, welche Bedü nisse be iedig
we den sollen und welche nich .
In Wi klichkei implizie jede Ve b auch und jede Anscha ung
eines wi scha lichen Gu es eine solche En scheidung, da du ch diese
Vo gänge eine Ve ügung übe Mi el e olg , welche im Ve häl nis zu
den Bedü nissen knapp sind. Wo imme de Mensch sich en schließ ,
ein bes imm es Bedü nis zu be iedigen, we den du ch eben diesen
En schluß die Möglichkei en zu ande wei ige Bedü nisbe iedigung
e minde und eingeeng . Im Lau e de Ve so gungspe iode inde
also eine au oma ische Selek ion un e den Bedü nissen s a .
Die Kuns des Wi scha ens bes eh nun da in, mi den e ügba en
Mi eln ein Höchs maß an Bedü nisbe iedigung zu e zielen. Wenn
jemand sein Mona seinkommen in de e s en Woche zum g öß en Teile
ausgib und ü die üb igen d ei Wochen kaum noch so iel üb ig ha ,
um sein Leben kä glich zu is en, so ha e jeden alls nich a ionell
Schmolle s Jah buch LXXIII, 3 5
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66 O o K aus [322
und wi scha lich gehandel . Ve nün ig is es, die e ügba en Mi el
ü die ganze Beda sdeckungspe iode so einzu eilen, daß kein wenige
d ingliches Bedü nis be iedig wi d, wäh end ein wich ige e Beda
ungedeck bleiben muß. Die Beach ung des ökonomischen P inzips bei
de Bedü nisbe iedigung se z dahe ein planmäßiges Ve hal en o -
aus: Fü die ganze Ve so gungspe iode muß ein Ve b auchswi scha s-
plan au ges ell we den, welche die Bedü nisse in de Reihen olge
ih e D inglichkei geo dne en häl . Dabei we den die e schiedenen
In ensi ä ss u en des Beda es an ein und demselben Gu als e schie-
dene Bedü nisse ge edine . Da mi zunehmende Ve so gung des Be-
da es an einem bes imm en Gu e die In ensi ä des Begeh ens imme
ge inge wi d, is ü die gesam e Bedü nisskala de nach eilweise
Sä igung noch e bleibende Res beda an einem an sich wich ige en
Gu e, z. B. einem G undnah ungsmi el, u. U. nich so d inglich als de
Beda an einem an sich wenige wich igen Gu e, z. B. einem Kleidungs-
s ück.
Da de Ve b auchswi scha splan nun die eigen liche Zielse zung
de wi scha lichen Tä igkei bedeu e , is es besonde s wich ig, nach
welchen G undsä zen und on wem diese Plan au ges ell wi d. Sei
Ca l Menge 1 un e scheide man Bedü nisse de Einzelmenschen
(Indi idualbedü nisse), Kollek i bedü nisse und Ve bandsbedü nisse.
Da die Indi idualbedü nisse nu on den Einzelmenschen e leb und
emp unden we den, is ein kompe en es U eil übe die Rango dnung
diese Bedü nisse auch nu dem Einzelnen möglich. Wo eine Meh hei
on Menschen in eine zen al gelei e en Ve b auche gemeinscha zu-
sammenleb — wie in de Familie, im Klos e , im K ankenhaus, in de
Kase ne und im Ge ängnis — wi d alle dings die gemeinscha liche
Beda sdeckung du ch den Lei e des Haushal es ode du ch den Ve -
wal e de Konsumwi scha bes imm .
Un e allen bekann en Fo men de kollek i en Beda sdecknung
gib es nu eine einzige, welche au eiwillige Ve einba ung be uh :
den Familienhaushal . Nu inne halb dieses kleinen K eises is eine
eilweise Abs immung de Einzelbedü nisse au eine gemeinsame
Rango dnung möglich. Wäh end in de klös e lichen Gemeinscha die
Bedü nislosigkei an sich das o he schende Ideal is , spielen in den
Ins i u ionen des ö en lich e zwungenen Konsumkommunismus (Ka-
se nen, Ge ängnisse und Zuch häuse ) die pe sönlichen Bedü nisse
eben alls keine Rolle. Ohne Rücksich au den psychophysischen E -
lebnisinhal des Bedü nisses wi d hie de Ve b auch des Einzelnen
du ch die Zu eilung on Ra ionen au o i a i es gese z . In diesem
1 G undsä ze de Volkswi scha sleh e, 1. Au l. 1871, 2. Au l. Wien 1923, E s es
Kapi el S. 1—9.
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Falle is de einzelne Konsumen nich meh Subjek , sonde n nu noch
Objek des Ve b auchswi scha splanes, welche zu Ve so gung eine
uni o men Masse on wi scha lich Be eu en ohne de en Mi wi kung
einen nu im E messen de übe geo dne en Ve wal ungsins anz lie-
genden Kollek i beda bes imm .
Zwei ellos sind o allem die elemen a en Lebensbedü nisse de
Menschen gleicha ige Na u und we den du ch die Ve so gung mi
Gü e n des Lebensbeda es (Nah ung, Kleidung, Un e kun ) auch a -
sächlich be iedig . Es wä e auch denkba , daß du ch öllig gleicha ige
Lebensums ände die gesam en Bedü nisse de einzelnen Mi gliede
des Kollek i ums einande angeglichen we den. Siche ha die Ve schie-
denhei de äuße en Lebensbedingungen seh iel g öße en Ein luß au
die bei eie Ve b auchswahl zu age e ende Mannig al igkei de
Bedü nisse als die in bezug au die ma e ielle Gü e e so gung nich
so wesen lichen Un e schiede in de menschlichen Na u . Es is ielmeh
eine bekann e und du ch s a is ische Un e suchungen häu ig bes ä ig e
Ta sache, daß Menschen in den gleichen Einkommens e häl nissen einen
im wesen lichen gleicha igen Beda be iedigen.
Im G unde is de Mensch alle Bedü nisse ähig, die ihm ane zogen
ode angewöhn we den. Die Ve schiedenhei de Bedü nisse, welche
die Ma k wi scha be iedig und he o u , is eine Folge nich de
ungleichen Menschenna u , sonde n de ungleichen Einkommens-
e eilung. Ein unmi elba e Ein luß des Beda es au die He s ellung
und Ve eilung des Sozialp oduk es is übe haup nich möglich; und
doch soll es das Ziel de Volkswi scha sein, Mi el ü den Beda
de Menschen be ei zus ellen. In Wi klichkei e olg diese Be ei -
s ellung nich ü den Beda schlech hin, sonde n nu ü den Beda
de zahlungs ähigen Nach age.
Dami is das wich igs e G undp inzip de Ma k wi scha o i en-
geleg . Die Lenkung de P oduk ion om Ma k e aus e olg du ch die
Geldnach age de Zahlungsmi elbesi ze . Dadu ch wi d die Ve eilung
des Geldeinkommens zu de übe die Rango dnung des olkswi scha -
lichen Gü e beda es en scheidenden Ins anz. Da aus e gib sich, daß
de Um ang de einem einzelnen Wi scha smi glied möglichen Be-
dü nisbe iedigung du ch die demselben zu Ve ügung s ehende Geld-
menge beg enz wi d; das indi iduelle Geldeinkommen bes imm die
G enze, bis zu welche das einzelne Wi scha ssubjek die Gesam hei
seine Bedü nisse in de Einkommenspe iode be iedigen kann.
Diese Sach e hal wü de keinen Un e schied in de sozialwi -
scha lichen Beda sdeckung beg ünden, wenn alle Geldeinkommen
gleich wä en. In diesem Falle müß e sich bei de Be iedigung alle
Bedü nisse in de ganzen Volkswi scha de selbe G enznu zen e -
geben und somi dasselbe P inzip in de Sozialwi scha Anwendung
5*
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inden, welches den Gesam nu zen des Einzelnen aus de Ve wendung
eine gegebenen Menge on Beda sdeckungsmi eln maximie .
Wenn de Einzelne das Höchs maß on Bedü nisbe iedigung e -
eichen will, so muß e seine e ügba en Mi el nach dem P inzip de
Gleichmäßigkei e wenden. Eine Gleichmäßigkei de sozialwi scha -
lichen Beda sdeckung kann nu da in bes ehen, daß sich die G enz-
nu zen alle indi idualwi scha lichen Bedü nisbe iedigungen aus-
gleichen. Nu in diesem Falle muß auch de G enznu zen des Geldes
in allen Ve wendungen gleich sein. De on Pa e o und Ba one ma he-
ma isch ge üh e Beweis, daß das Höchs maß de sozialwi scha lichen
Bedü nisbe iedigung bei eie Konku enz e eich wi d, ha also
die Gleichhei des Geldeinkommens alle Mi gliede de Wi scha s-
gesellscha zu Vo ausse zung. Je ungleichmäßige die Ve eilung de
Geldeinkommen is , um so meh muß sich die Wi scha sgesellscha
on diesem Ideal de gleichmäßigen Deckung des Beda es ih e Mi -
gliede en e nen. Den A bei slosen ließ übe haup kein Geldein-
kommen aus dem Wi scha sp ozeß zu, und de eie Ma k so g auch
nich da ü , daß die in Beschä igung s ehenden A bei e und Ange-
s ell en das lebensno wendige Exis enzminimum e hal en 2. Wenn man
die Wi klichkei so nimm wie sie is — und nich s ande es soll ja die
Au gabe de we eien Wissenscha sein —, so müssen gellende
Reich um und sinnlose Ve schwendung ebenso zum Ziel de Volks-
wi scha gehö en wie bi e s e No und A mu au de ande en Sei e.
Wenn also de Reich um eine Na ion in den e zeug en Geb audis-
we en bes eh , so kann die He s ellung on Gü e n des Luxusbeda es
nich als op imale Ve wendung de P oduk ions ak o en zu E zielung
eines Höchs maßes on Bedü nisbe iedigung gel en. Die Ma k bewe -
ung in Geld is kein Maßs ab und Ausd uck ü die bei gleichmäßige
Gü e e eilung en s ehenden Geb audiswe e. De selbe S ahl wü de
bei de Ve wendung zum Wohnungsbau siche wei g öße en Nu zen
s i en und wesen lich höhe en Geb audiswe haben als ü die He -
s ellung eines Luxusau omobils — abe die Nach age de Millionä e
2 Gus a Cassel, Theo e ische Sozialökonomie. 5. Au l., Leipzig 1932 S. 280:
„So i auch mi einem Mal das logisch Un e hal ba e in de äl e en Au assung
des Exis enzminimums ode übe haup de „P oduk ionskos en de A bei " als
un e e G enze des A bei slohnes zu age ... Es gib in de heu igen Gesellscha
siche e schiedene Be u e . .., die kaum die A bei e mi ih em no wendigen
lau enden Un e hal e so gen und jeden alls nich ims ande sind, die He s ellungs-
kos en de A bei e selbs zu bezahlen."
Ebenda, S. 326: „In Wi klichkei kommen schwache und wi scha lich minde -
we ige A bei e in so g oßen Massen o , daß ih Lohn . .. au einen Be ag
he abged ück wi d, de auch zu Deckung de bloßen Un e hal skos en de A bei s-
k a nich aus eich ." „Es is olglich nich möglich, das Kos enp inzip ü die
menschliche A bei sk a s eng au ech zue hal en."
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325] Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung 69
nach Luxusau os is kau k ä ige als die on Millionen a bei slose
Heima e iebene nach menschenwü digen Wohnungen. Diese Len-
kung de P oduk ion du ch die zahlungs ähige Geldnach age bei un-
gleichmäßige Einkommens e eilung ha zu Folge, daß die Zusam-
mense zung des ealen Sozialp oduk es eine wesen lich ande e is , als
es die Wohl ah und de Wohls and de in eine olkswi scha lichen
A bei sgemeinscha e einig en Menschen e o de n wü de. Das un-
besch änk e Plu alwahl ech des Geldbesi ze s e minde au jeden
Fall den ealen Geb auchswe des Sozialp oduk es ü die Volks-
gemeinscha un e sein mögliches Maximum.
II. Einkommen und Beschä igung
Indessen is das olkswi scha liche E gebnis de Gü e p oduk ion
nich nu om P oduk ions ziel, sonde n auch om P oduk ions-
olumen abhängig. B esciani-Tu oni3 bezeichne ku ze hand „ein
maximales Gesam p oduk als e s ebenswe es Ziel" de Volkswi -
scha . Die E eichung dieses Zieles se z zweie lei o aus: die An-
wendung de bes en bekann en P oduk ionsme hoden und die Voll-
beschä igung des e ügba en P oduk ionspo en ials.
Un e Vollbeschä igung kann logische weise nu e s anden we den
die Ausdehnung des P oduk ions olumens bis an die G enze de ech-
nischen Möglichkei en. Wenn jedoch das echnische Maximum de P o-
duk ion e eich we den soll, so muß mi den höchs en G enzkos en
p oduzie we den. Und demzu olge muß de G enze ag de A bei
und de Reallohn en sp echend sinken. En scheidend is jedoch, daß
du ch jede Ve meh ung de P oduk ion zusä zliche Geldeinkommen
en s ehen. Und on diesen Meh einkommen wi d de g öß e Teil zum
Kau e on Konsumgü e n ausgegeben.
Diese Meh nach age nach Konsumgü e n muß en wede eine en -
sp echende P eise höhung ode eine Ve meh ung des Gü e angebo es
zu Folge haben. Die P eise höhung b ing den Realwe alle Geldein-
kommen gleichmäßig zum Sinken. Man bezeichne diesen Vo gang auch
als „Zwangsspa en", weil du ch die Be eiligung de neuen Geldeinkom-
mensbeziehe am gesam en Realeinkommen de An eil de bishe allein
bezugsbe ech ig en Einkommensemp änge zwangsläu ig en sp echend
e kü z wi d. Indessen is es eine o ene F age, wie lange sich die
A bei e eine so un eiwillige Konsumbesch änkung ge allen lassen. Die
Gewe kscha en we den eine du ch P eiss eige ungen e zwungene Real-
lohnsenkung nich a enlos hinnehmen, sonde n ausgleichende Nominal-
lohne höhungen o de n und auch du chse zen. Die Folge is , daß eine
?) Ein üh ung in die Wi scha spoli ik, deu sche Übe se zung Be n 1948,
S. 155 sowie 66.
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70 O o K aus [326
In la ionssch aube ohne Ende en s eh , weil die Ve meh ung de Geld-
einkommen nu eine wei e e Meh nach age an den Konsumgü e -
mä k en und dami wei e e P eise höhungen induzie en muß. Da jede
In la ion ühe ode spä e in eine allgemeinen K eislau lähmung de
P oduk ion zusammenb echen muß, is es unmöglich, au diesem Wege
die Vollbeschä igung und die Konjunk u zu s abilisie en.
Muß jedoch eine solche P eiss eige ung übe haup ein e en? Is es
denn nich möglich, die Kau ansp üche de zusä zlichen Geldeinkom-
mensemp änge ein ach dadu ch zu be iedigen, daß die Konsumgü e -
p oduk ion ausgedehn wi d? In de Diskussion übe die Vollbeschä i-
gung wi d eine solche Ausdehnungsmöglichkei zumeis als selbs e -
s ändlich o ausgese z . Die unausgenü z e Kapazi ä de Konsumgü e -
p oduk ion wa e ge adezu au eine Meh nach age, um die Voll-
beschä igung in diesem Wi scha szweig zu e möglichen.
O enba muß bei de Bean wo ung diese F age die Geldsei e und
die Gü e sei e de Volkswi scha un e schieden we den. Die ech-
nischen G enzen de Konsumgü e p oduk ion liegen nich nu in den
Be ieben diese P oduk ionsab eilung selbs , — in de Anzahl de bei
äuße s e Kapazi ä sausnu zung e ügba en A bei splä ze; eine wei-
e e Beg enzung e gib sich du ch die P oduk ionskapazi ä de Lie e-
an en on Vo p oduk en, also on Landwi scha und Be gbau, sowie
de G unds o indus ie (Eisen und S ahl, Ene giewi scha ). Na ü lich
kann die Kapazi ä de Konsumgü e p oduk ion und ih e Vo lie e an-
en du ch E wei e ungs- und Ve besse ungsin es i ionen e meh we -
den. Indessen kann du ch In es i ionen das P oblem de Konsumgü e -
e so gung e s dann gelös we den, wenn die neuen P oduk ions-
anlagen e ig sind und E äge lie e n. Fü die Zei daue de E ich-
ung diese Anlagen hingegen wi d das P oblem de Alimen ie ung
jene A bei e , welche die Anlagen he s ellen und die da ü benö ig en
In es i ionsgü e e zeugen, e s ges ell . Die du ch die In es i ionsaus-
gaben en s ehenden Geldeinkommen können nich du ch dieselbe In-
es i ion, bei de sie en s ehen, gü e mäßig gedeck we den.
Nehmen wi jedoch mi einem Beispiel on Wilhelm Lau enbach4
an, „eine zusä zliche P oduk ion on Ve b auchsgü e n im We e on
600 Millionen" sei echnisch ohneE höhungde G enzkos en
möglich. In diesem Falle wü de nach Lau enbach eine zusä zliche Kon-
sumgü e nach age on 150 Millionen ohne P eise höhung be iedig
we den können, un e de Annahme, daß „die Rücks ellungen ü Ve -
schleiß, die Rücklagen aus nich e b auch en Gewinnen de Un e -
nehmungen und die E spa nisse de üb igen Einkommensbeziehe "5
4
Zins, K edi und P oduk ion, Tübingen 1952 (pos hum), S. 103.
5 Lau enbach, ebenda S. 102.
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327] Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung 71
genau d ei Vie el de zusä zlichen Ausgaben ü Konsumgü e aus-
machen. Selbs wenn wi diese Annahme gel en lassen, so kann die
Ausdehnung de Konsumgü e p oduk ion nu sukzessi e im Zei ablau
e olgen, wobei die Meh nach age nach Konsumgü e n einen s e igen
Vo sp ung haben muß. Angenommen die Meh nach age on 150 Mil-
lionen wü de im Lau e eines Mona s en s ehen (in Wi klichkei is die
E ich ungsdaue on In es i ionen e heblich länge ) und die Konsum-
gü e p oduk ion im Lau e desselben Mona s um einen Zusa zs om on
150 Millionen e wei e we den. Dadu ch en s ehen Meh einkommen
de Konsumgü e indus ie im Be age on 150 Millionen, on welchen
annahmegemäß 112,5 Millionen als wei e e (sekundä e) Meh nach age
au die Konsumgü e mä k e s ömen. Die Ve lau sanalyse zeig also,
daß die Meh nach age de Meh p oduk ion s e s o auseil , und dami
is ja schon die ypische In la ionslage gegeben. Denn de kons an e
Vo sp ung de Konsumgü e nach age gegenübe dem Angebo be-
deu e ja nich s ande es als einen daue nden Nach ageübe schuß.
In Wi klichkei kann die Konsumgü e p oduk ion nu mi s eigen-
den G enzkos en und on eine bes imm en G enze ab übe haup nich
meh ausgedehn we den. Da aus e gib sich eine wei e e U sache de
P eise höhung. Und wenn die P eise de Konsumgü e einmal s eigen,
dann se zen allsogleich die kumula i en In la ionse scheinungen ein:
Die En ho ung on Ba geldbes änden und die En spa ung on Bank-
einlagen, wodu ch eine wei e e zusä zliche Nach age aus dem Geld-
e mögen inanzie wi d. Ande e sei s haben die P eiss eige ungen no -
wendig en sp echende Lohne höhungen zu Folge, und dami beginn
de endlose We lau zwischen P eisen und Löhnen, die Spi ale de
p og essi en In la ion.
Die In la ionsge ah en s eh bei de Finanzie ung on In es i ionen
du ch zusä zlichen Bankk edi ode du ch De izi -Spending, d. h. du ch
ungedeck e S aa sausgaben. Ande e sei s ha die Volkswi scha nich
nu die Au gabe, die o handenen A bei splä ze und das bes ehende
Beschä igungsni eau zu e hal en, sonde n es we den ü den lau enden
Be ölke ungszuwachs o wäh end neue A bei splä ze benö ig , die nu
du ch Neuin es i ionen gescha en we den können. Wenn also de Be-
schä igungsg ad und das P okop einkommen nich im Ve häl nis zu
Volks e meh ung langsam absinken sollen, muß in jedem Zei abschni
eine Ve meh ung de p oduk i en A bei splä ze in demselben Ve häl -
nis e olgen. Es e gib sich aus den bishe igen Be ach ungen, daß die
zu Scha ung diese A bei splä ze no wendigen In es i ionen ohne in-
la o ische Folgen au die Daue nu du ch Einkommense spa nisse
inanzie we den können. Wäh end jedoch übe die Ge ah , daß die
In es i ionen hin e den E spa nissen zu ückbleiben, ganze Biblio-
heken gesch ieben wu den, schein die Möglichkei , daß die E spa nisse
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hin e de Be ölke ungs e meh ung zu ückbleiben, keine lei Beso g-
nisse zu be ei en; und doch wü de die le z e e Al e na i e nich wenige
A bei slosigkei und Ve a mung auslösen als die e s genann e.
In eine Volkswi scha mi e hebliche A bei slosigkei is es dahe
besonde s wich ig, daß du ch die in de Zei einhei beg enz e In es i-
ions ä igkei ein möglichs g oßes A bei s olumen gescha en wi d. Be-
kann lich we den die In es i ionen du ch die lang is ige Ren abili ä s-
e wa ung ges eue ; die e wa e e Di e enz zwischen Gelde ägen
und Geldkos en bes imm die Un e nehme zu Aus üh ung on Ka-
pi alanlagen. Wodu ch kann eine solche Di e enz en s ehen?
Un e den olkswi scha lichen Neuanlagen lassen sich un e -
scheiden:
1. die E wei e ungsin es i ionen, nämlich die Ve g öße-
ung schon bes ehende und die E s ellung neue P oduk ions-
anlagen, die Ve meh ung de Maschinenpa ks und die Ve meh ung
de A bei sge ä e, z. B. de We kzeuge;
2. die Ve besse ungsin es i ionen, welche schon o han-
dene, „ e al e e" P oduk ionsanlagen du ch die Geschöp e des ech-
nischen Fo sch i es e se zen 6. Sie un e scheiden sich in wi scha -
liche Hinsich
a) als i n e n s i e In es i ionen 7, welche „Fak o kos en",
b) als e i k a
1
e In es i ionen 7, welche Amo isa ionskos en e -
spa en.
a) Die E spa ung on Fak o kos en du ch Ra ionalisie ung muß
nich no wendig eine Auss ellung on A bei sk ä en zu Folge haben.
Du ch den echnischen Fo sch i we den die A bei skos en je P o-
duk einhei gesenk ; wenn die dadu ch e möglich e P eissenkung
eine en sp echende Absa z e meh ung zu Folge ha , so kann de g e -
sam e A bei sau wand ü die He s ellung des be e enden Endp o-
duk es gleichbleiben, ielleich soga noch e was zunehmen. Is dagegen
die Elas izi ä de Nach age kleine als Eins, so muß zunächs eine ech-
nologische A bei slosigkei en s ehen. Alle dings wi d in diesem Falle
bei de Deckung des Beda es de Ve b auche nach diesem P oduk
Kau k a e spa und demzu olge ü die Nach age nach ande en E -
zeugnissen ei. Pe saldo e gib sich also eine Meh nach age nach
6 Die beiden Beg i e „E wei e ungs- und Ve besse ungsin es i ion" wu den in
die deu sche Li e a u einge üh du ch E ich P eise (G undzüge de Konjunk u -
heo ie Tübingen 1933).
7 O o K aus, Zu olkswi scha lichen Funk ion on Kapi al und Zins
(Wi scha s heo ie und Wi scha spoli ik, Fes gabe ü Adol Webe , Be lin 1951)
S. 77. Sozialp oduk und Volkseinkommen, Be lin 1952, S. 85.
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335] Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung 79
Kapi alanlage selbs dann besse , wenn ih e jäh liche Ausb ingung ge-
inge is als die de wenige daue ha en Anlage. Denn die länge e
Lebensdaue bedeu e eine E spa nis an jäh lichen Amo isa ions-
kos en. So e n diese E spa nis den Un e schied des B u op oduk ions-
we es übe s eig , e ziel de Un e nehme einen höhe en Reingewinn
du ch die daue ha e e Kapi alanlage. So wü de z. B. die In es i ion
on 100 000 DM in eine Kapi alanlage mi eine Lebensdaue on
5 Jah en eine jäh liche Amo isa ionskos ene spa nis on 5000 DM
gegenübe de In es i ion de selben Kos ensumme in eine ie jäh igen
Anlage bedeu en. Selbs wenn die jäh liche Ausb ingung de daue -
ha e en In es i ion nu 25 000 DM gegenübe einem B u op oduk-
ionswe de ku zlebigen Anlage on 29 000 DM be äg , also um
4000 DM p o Anno wenige , wü de de Reingewinn bei de ün jäh igen
In es i ion um 1000 DM g öße sein. Wenn die In es i ion also du ch
die Ren abili ä ges eue wi d, so kann die Wahl de selben nich
zwei elha sein. Denn die ün jäh ige Kapi alanlage mi einem Geld-
ohe ag on 25 000 DM wi einen jäh lichen Reingewinn on
5000 DM, also 5 H de in es ie en 100 000 DM, die ie jäh ige An-
lage mi einem Geld ohe ag on 29 000 DM hingegen nu 4000 DM =
4 H on 100 000 DM p o Anno ab.
Wenn es sich nun um eine In es i ion handel , du ch de en Vo -
nahme neue A bei splä ze gescha en we den sollen, so bedeu e die
En scheidung ü die lang is ige e Anlage, daß um einen Meh gewinn
on 1000 DM eine jäh liche Lohnsumme on 5000 DM geop e wi d —
und daß das aus eine Kapi alin es i ion on 100 000 DM neu en -
s ehende Realeinkommen in jedem Jah e um 4000 DM ge inge is , als
es bei In es i ion de selben Geldsumme in de ku z is ige en Kapi al-
anlage sein wü de.
Abe auch in de ollbeschä ig en Wi scha kann ein Un e nehme
o die Wahl ges ell sein, ob e eine bes imm e Geldsumme dazu e -
wenden soll, daß e zu den o handenen Maschinen einige wei e e
S ücke de selben A hinzukau — ode ob e sie ü eine neue Ma-
schine in es ie , die zwa keine g öße e jäh liche P oduk ionsleis ung
ha als eine Maschine al e A , abe zweimal so daue ha , is und da ü
meh kos e . Wenn sie das Doppel e kos en wü de, so könn e de Un e -
nehme o enba du ch den Kau de daue ha e en Maschine keinen
Gewinn e zielen, auch wenn de Zins au Null s ehen wü de. Die Kos en
de daue ha e en Maschine müssen also mindes ens um so iel un e
den Kos en ü zwei al e Maschinen liegen, daß de jäh liche Meh -
au wand ü Zinsen du ch die E spa ung an Abnu zungskos en e was
meh als ausgeglichen wi d. Au jeden Fall abe ha die In es i ion in
daue ha e en Maschinen eine Ve minde ung de du ch dieselbe Kapi-
alin es i ion e zielba en Jah esp oduk ion zu Folge.
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80 O o K aus [336
Sobald nun eine Senkung des landesüblichen Zins ußes zu Folge
ha , daß auch bei den E neue ungsin es i ionen die abgenu z en P o-
duk ionsmi el du ch kos spielige e Kapi alanlagen mi länge e Ge-
b auchs-(Nu zungs-)daue e se z we den, muß sich de S om des zei -
an eilig he o geb ach en Sozialp oduk es pe saldo e minde n. In-
olgedessen s eigen die Gegenwa sp eise, die Gewinne und de landes-
übliche Zins uß. Die im Konjunk u au schwung begonnenen, länge -
is igen Kapi alin es i ionen we den nunmeh e häl nismäßig un-
en abel; ih e au die Gegenwa abgezins en E agswe e sinken wie-
de . Die eigen liche S ockung i ein, sobald auch die Kos engü e de
In es i ionen on de s eigenden P eiswelle s ä ke e aß we den und
die Sche e zwischen sinkenden E ags- und s eigenden Kos enwe en
sich zu schließen beginn .
Wie die mode ne K edi heo ie gezeig ha , sind Gelde spa nisse
keine no wendige Vo ausse zung ü die Finanzie ung de In es i ionen.
Die Vo inanzie ung du ch den Geldma k is nich au die bloße Ve -
mi lung on K edi en besch änk , die sich o he als Deposi en bei den
Geschä sbanken angesammel haben müß en; du ch' die Buchgeld-
schöp ung de Geschä sbanken und die Ba geldschöp ung de No en-
bank en s ehen aus dem Nich s neue Kau ansp üche, welche den in-
es ie enden Un e nehme n übe lassen we den.
Indessen kann eine Ve meh ung de gesam wi scha lichen P o-
duk ion nu dann e ziel we den, wenn unausgenü z e Rese en o -
handen sind. Fehlen sie, dann kann die Du ch üh ung de mi zusä z-
lichem K edi inanzie en In es i ionen nu au Kos en eine min-
des ens gleich g oßen P oduk ionseinsch änkung an ande e S elle e -
olgen, und es is seh unwah scheinlich, daß in diesem Falle die
Konsumgü e indus ie on de Einsch änkung be o en wi d. Denn die
aus den zusä zlich en s ehenden Geldeinkommen inanzie e Meh nach-
age de Ve b auche muß beim Fehlen on Lage o ä en die P eise
de Konsumgü e und die Gewinne diese Indus ie no wendige weise
zum S eigen b ingen, wäh end die du ch den zusä zlichen K edi inan-
zie e Meh nach age nach sachlichen P oduk ionsmi eln zunächs
jeden alls nu die Kos enp eise ü In es i ionsgü e e höh . Die un-
mi elba e Wi kung eine K edi expansion in de ollbeschä ig en
Wi scha ohne P oduk ions ese en is dahe , daß die du ch den
K edi kau k ä ig gemach en In es o en du ch P eisübe bie ung die
on ihnen benö ig en P oduk ionsmi el an sich b ingen — P oduk ions-
mi el, die ande n alls on den beim bes ehenden P eissys em kon-
ku enz ähigen Un e nehmungen e wende wü den. Die Folge is also,
daß de We bewe b des Ma k es ausgeschal e wi d du ch einen We -
bewe b, de im wesen lichen du ch die Guns de Bankdi ek o en en -
schieden wi d.
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337] Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung Öl
Dami also eine Ve meh ung de In es i ions ä igkei pe saldo
möglich is , müssen olkswi scha liche P oduk ions ese en in jene
Menge und Zusammense zung o handen sein, wie sie ü die neuen
In es i ionen benö ig we den. Abe diese Rese en haben nich die
Eigenscha , om Himmel zu allen. Mi Ausnahme de spekula i en
Vo a sbildung können sie nu dann en s ehen, wenn de Absa z nich
den E wa ungen de P oduzen en en sp ich . Rese enbildung is nu
möglich, wenn die Menge des den Konsumen en zu ließenden Gü e -
s omes hin e de gleichzei igen P oduk ionsleis ung zu ückbleib . Sie
können nu in dem Um ange en s ehen, als die Konsumausgaben eines
Zei aumes ge inge sind als die in de P oduk ion e dien en Geld-
einkommen.
Es handel sich also um eale E spa nisse de Ve gangenhei , welche
du ch den zusä zlichen Bankk edi ü den Beda de Neuin es i-
ionen e ügba gemach we den. Sie sind nich une schöp lich, sonde n
nach A und Menge du ch den Um ang diese E spa nisse beg enz ;
im Konjunk u au schwung we den sie o lau end beansp uch und
müssen sich schließlich e schöp en.
Nun we den zwa du ch die In es i ionen selbs neue Gü e we e
gescha en. Abe solange die K edi expansion anhäl , eil die Nach age
nach In es i ionsgü e n und P oduk ionsgü e n mi allgemeinem Ve -
wendungszweck (z. B. Kohle, Eisen, die meis en Rohs o e, Bauma e ial,
Gas, elek ische S om u. dgl.) ih e E zeugung o aus — ebenso wie
die Nach age an den Mä k en de Konsumgü e einen daue nden (und,
du ch die En spa ung on Bankdeposi en und En ho ung on Ba geld-
bes änden inanzie , soga einen p og essi en) Vo sp ung o de P o-
duk ion diese Gü e gewinn . Mi de E schöp ung de Lage ese en
abe ha die Mengenkonjunk u ih Ende e eich und die eine P eis-
in la ion beginn , die du ch Ra ionie ungsmaßnahmen nu au die
schwa zen Mä k e „zu ückges au ", niemals jedoch e hinde we den
kann. Beide In la ions o men — die o ene und die „zu ückges au e" —
müssen jedoch, wenn sie nich o he abgeb ems we den, in einem all-
gemeinen Ma asmus du ch K eislau lähmung de P oduk ion und des
Geldes mi No wendigkei zusammenb echen.
Eine Ve meidung diese Ka as ophe is nu dann möglich, wenn die
gesam e Nach age o übe gehend hin e de lau enden P oduk ions-
leis ung zu ückbleib , d. h. also wenn gespa wi d. Spa en im Kon-
junk u au schwung e minde die Übe nach age und e länge somi
die Zei daue eine gesunden Expansionsbewegung des P oduk ions-
appa a es. Sind die P oduk ions ese en einmal e schöp , so muß die
Neuin es i ion solange ausgeschal e we den, bis die Rese en wiede
au ge üll sind.
Schmolle s Jah buch LXXIII, 3 6
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82 O o K aus [338
Die Ausschal ung i ein, wenn die Liquidi ä sg enze des Bank-
sys ems e eich is — o ausgese z , daß die No enbank keine K edi -
expansion be eib . Indessen sind die G enzen de Bankenliquidi ä om
Um ange de o handenen P oduk ions ese en öllig unabhängig. Die
inanz echnischen G enzen de Bankgeldschöp ung gewäh en keinen
Schu z gegen in la o ische Wi kungen — ebensowenig wie die Leis ungs-
k a de olkswi scha lichen Rese en schon ausgenu z sein muß,
wenn de „Punk de maximalen Ausdehnung des Bankk edi es" e -
eich is . Dagegen inde eine au oma ische Anpassung des K edi - und
P oduk ions olumens du ch die Konsolidie ung de In es i ionsk edi e
am Kapi alma k s a . De Zins am Kapi alma k is jene P eis, den
die In es o en bezahlen müssen ü die Rückbildung (Rücke s a ung)
de olkswi scha lichen P oduk ions ese en, die sie du ch ih e In-
es i ions ä igkei e b auch haben und die ü eine zukün ige P o-
duk ionsausdehnung on neuem gebilde we den müssen.
IV. Sozialis ische und kapi alis ische In es i ions inanzie ung
Im Gleichgewich zwischen P oduk ion und Ve b auch müssen die
Ve b auchsausgaben den Geldkos en de Konsumgü e p oduk ion des-
selben Zei aumes gleich sein. Eine o übe gehende Abweichung is nu
du ch Ände ungen de Lage bes ände möglich, wenn das Gleichgewich
nich ges ö we den soll. S ö ungen des Gleichgewich es haben zu
Folge, daß die Konsumgü e p eise s eigen ode allen. Au welche
Weise können sie e u sach we den?
Wenn alle Geldeinkommen es los ü den Ve b auch ausgegeben
we den, so müssen die Ve kau se löse de Konsumgü e p oduk ion
o enba g öße sein als die in diese P oduk ion e dien en Geldein-
kommen. Denn auch die Geldkos en de G unds o p oduk ion und
de In es i ion müssen aus diesen E lösen bezahl we den. Aus diesem
Sach e hal e gib sich die No wendigkei , den Übe schuß de gesam en
Geldeinkommen übe die Geldkos en de Konsumgü e p oduk ion
ma k wi scha lich zu neu alisie en.
De e s e Weg bes eh da in, die P eise de Konsumgü e so hoch
anzuse zen, daß aus dem Ve kau se lös de Konsumgü e p oduk ion
auch die Geldkos en ü die In es i ion gedeck we den. Diese Weg
s eh bei eien Konku enzp eisen nu ü die Kos en de E hal ungs-
in es i ion o en. Denn die eie Konku enz d ück den Gleichgewich s-
p eis de wi scha lichen Gü e bis au die Kos en de Rep oduk ion,
zu welchen nu die E sa zanlagen, nich jedoch die Neuin es i ionen
(E wei e ungs- und Ve besse ungsanlagen) gehö en. In de Plan-
ökonomie können die Ve kau sp eise de Konsumgü e höhe angese z
we den. Das absolu e Handelsmonopol e möglich die Ve kau sp eise
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339] Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung 83
on o nhe ein in eine Höhe zu hal en, welche keinen Übe hang de
Geldnach age en s ehen läß , sonde n die gesam en ü den Ve b auch
e ausgab en Geldeinkommen abso bie . Wenn die Ra e de Neu-
in es i ionen und das Volumen de Konsumgü e p oduk ion du ch Plan-
da en es geleg sind, so können die Geldkos en de Neuin es i ionen
be ei s in die P eise jene Konsumgü e einkalkulie we den, welche
im Zei aum de E ich ung on neuen P oduk ionsanlagen au den
Ma k kommen.
Dieses Sys em ha den o enba en Vo zug, daß es keine Fehl-
in es i ionen gib . Denn die P eis es se zung kann imme so e olgen,
daß alle E zeugnisse Absa z indeii. Ande e sei s wi d die In es i ions-
quo e und die Konsumquo e am Sozialp oduk nich du ch den Willen
de Geldeinkommenbeziehe bes imm , sonde n du ch den Volkswi -
scha splan es gese z . Nu ü den de Konsumgü e p oduk ion übe -
lassenen Res an eil am Volkseinkommen bes eh eie Ve wendungs-
und Ve b auchswahl.
Du ch die Umlegung au die Konsumgü e p eise we den die Geld-
einkommenbeziehe on o nhe ein mi den gesam en Kos en ü die
Neuin es i ion belas e . In eine Volkswi scha ohne Handelsmonopol
is diese A de In es i ions inanzie ung jedoch nich möglich. F eie
Konku enzp eise bilden sich g undsä zlich nach dem Gleichgewich on
Leis ung und Gegenleis ung; dieses Gleichgewich bes eh , wenn jede
Geldeinkommensemp änge den un e minde en (und un e meh en)
Gegenwe seine p oduk i en Leis ung am Ma k e in Beda sgü e n
zu ücke häl . Gleichgewich zwischen Leis ung und Gegenleis ung be-
s eh , wenn die Lebenshal ungskos en nich höhe (und nich nied ige )
sind als die zu He s ellung de e b auch en Konsumgü e au gewen-
de en Geldeinkommen.
Nach diesem G undsa z können die P oduk ionskos en de Neu-
in es i ion o enba nich in den Ve kau sp eisen de gegenwä ig he -
ges ell en und abgese z en Konsumgü e au geb ach we den. Denn
sons wü den die P oduk ions ak o en meh Geld ü die Bezahlung
ih es Konsumgü e beda es au wenden müssen, als sie ü die He -
s ellung diese Konsumgü e e hal en. Die Finanzie ung de Neu-
in es i ionen „aus den P eisen" heb die Gleichhei on Leis ung und
Gegenleis ung g undsä zlich au .
Alle dings kann diese G undsa z in eine dynamischen Volkswi -
scha nich au jedes einzelne Konsumgu und nich au jede einzelne
In es i ion Anwendung inden. Wenn die Nach age nach einem be-
s imm en Konsumgu zu ückgeh , so kann de Ve kau sp eis dieses
Gu es un e seine P oduk ionskos en sinken, und die P oduzen en e -
leiden Ve lus e; dies bedeu e , daß die P oduk ion des be e enden
Konsumgu es eingesch änk we den muß. Bei gleichbleibende Gesam -
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84 O o K aus [340
nach age wi d sich jedoch die eigewo dene Kau k a ande en Kon-
sumgü e n zuwenden, die nunmeh im P eise s eigen und ih em P o-
duzen en Gewinne einb ingen. Solche Gewinne können in es ie we -
den und müssen es soga , wenn die P oduk ionsanlagen de in e -
meh em Maße nachge ag en Konsumgü e bis an die G enze ih e
Kapazi ä ausgelas e sind.
Die Selbs inanzie ung aus eien Konku enzp eisen s ö das
Gleichgewich zwischen Leis ung und Gegenleis ung nich . Bei un e -
ände em Geldumlau kann au diesem Wege pe saldo keine Ve -
meh ung de gesam en In es i ion e olgen. Denn die Neuin es i ion
de nach agebegüns ig en Indus iezweige e olg hie au Kos en eine
Ve minde ung de E sa zin es i ion in de om Nach age ückgang be-
o enen Indus ie.
Ande s, wenn die In es i ion du ch zusä zlichen Bankk edi o -
inanzie wi d. In diesem Falle s ömen die gesam en du ch den K edi
neugescha enen und in Umlau gese z en Kau mi el, so e n sie nich
gespa we den, als Meh nach age au die Konsumgü e mä k e. Da
die In es i ionsa bei e keine gegenwä igen Konsumgü e he s ellen,
kann das Konsumgü e angebo nu du ch die Au lösung (Desin es ie-
ung) on Lage bes änden ode du ch Ausdehnung de Konsumgü e -
p oduk ion e meh we den. De le z e e Vo gang kann jedoch das
Miß e häl nis zwischen Geldeinkommen und Realeinkommen nich zum
Ausgleich b ingen, da du ch die zusä zliche Konsumgü e p oduk ion
selbs neue Geldeinkommen en s ehen, so daß Angebo und Nach age
an den Konsumgü e mä k en um denselben We be ag zunehmen.
Wenn wi om Rückg i au übe schüssige Lage o ä e — also au
E spa nisse de Ve gangenhei — absehen, kann die Übe nach age
de zusä zlichen Geldeinkommen nu du ch E höhung de Konsum-
gü e p eise abgeschöp we den.
Im Gegensa z zu kalkula o ischen Umlegung de In es i ionskos en
au die Ve kau sp eise in de Planökonomie ollzieh sich die au oma-
ische Kau k a abschöp ung in de Ma k wi scha du ch einen
spon an in la o ischen P ozeß, de sich im wei e en Ve lau e du ch die
En ho ung on Ba geldbes änden und die En spa ung on Bankdepo-
si en aus sich selbs he aus beschleunig . Insowei die Ve meh ung de
Konsumgü e p oduk ion mi s eigenden G enzkos en (sinkenden E -
agszuwächsen) e olg , bleib sie on o nhe ein hin e de E höhung
de Konsumgü e p eise zu ück. In de Konsumgü e indus ie en s ehen
o gese z s eigende Knapphei s en en, dadu ch ände sich die Ein-
kommens e eilung zuunguns en de A bei e und zuguns en de Un e -
nehme . Audi du ch Nominallohne höhungen kann de An eil des
ealen A bei seinkommens nich o dem Schwinden bewah we den,
da sich jede Ve meh ung de Geldeinkommen so o in eine Zunahme
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341] Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung 85
de Geldnach age und dami in P eis- und Gewinns eige ungen
umse z .
De einzige Weg zu E hal ung des Gleichgewich es zwischen Lei-
s ung und Gegenleis ung in de P oduk ion und beim Ve b auch is die
Finanzie ung de Neuanlagen (Ne oanlagen) aus ech en E spa nissen;
solche E spa nisse en s ehen nu du ch S illegung on Einkommens-
geld. Dies bedeu e nich , daß die gesam e Geldnach age zu ückgeh ;
sonde n es bedeu e , daß die Meh nach age aus den zusä zlichen Geld-
einkommen du ch eine Minde nach age ausgeglichen wi d. Es inde
also keine Einsch änkung de Konsumgü e p oduk ion noch de ge-
sam en Konsumgü e nach age, sonde n nu eine ande e Ve eilung
diese Nach age s a .
G undsä zlich e gib sich dieselbe Wi kung, wenn de S aa du ch
S eue n die p i a en Geldeinkommen beschneide und die au diesem
Wege gewonnenen Mi el zu Finanzie ung on In es i ionen e -
wende . Insbesonde e da die Finanzie ung on Rüs ungsau ägen
nich du ch Bankk edi — am alle wenigs en de No enbank — e -
olgen, wenn eine In la ion e mieden we den soll. Schon im e s en
Wel k ieg ha e das Reich on 135 Millia den Ma k „schwebende
Schuld" an die Reichsbank nu 96 Millia den du ch die 9 K iegsanleihen
zu konsolidie en e moch . Das E gebnis wa eine En we ung de
al en Papie ma k bis K iegsende um übe 50 H ih e F iedenskau -
k a . Bis zum Ende des e s en Wel k ieges wa also schon meh als
die Häl e des Leidensweges de o enen In la ion du chsch i en. De
Todeskamp de al en Ma kwäh ung daue e noch olle ün Jah e,
und in diese Zei wu de o z de in de zwei en Häl e des Jah es 1923
on Millionen au Millia den und Billionen hinau schnellenden En -
we ungszi e n doch nu die zwei e Häl e des 1914 besch i enen Weges
zu ückgeleg .
Auch im zwei en Wel k ieg konn en und 136 Millia den RM de
gesam en Reichsschuld ( on und 350 Millia den RM) „ undie "
we den — alle dings nich du ch eihändigen Ve kau on Reichs-
schuld i eln am o enen Kapi alma k , sonde n nu du ch ziemlich
undu chsich ige Finanzmanö e . Die sog. „kal e" ode „ge äuschlose"
K iegs inanzie ung — das Ge äusch kam e s am 20. Juni 1948 bei de
Wäh ungs e o m — bes and in de du ch Hi le s „ eiwilligen Zwang"
e möglich en Un e b ingung on Reichsscha zanweisungen und Reichs-
anleihen bei den Banken und Spa kassen. Diese inanz echnische Fo m
de scheinba en „Konsolidie ung" is na ü lich imme möglich, wenn
die Bankdeposi en die K edi e übe s eigen. Ein solche Deposi enübe -
schuß wü de bei ungehemm e P eisbildung de la o ische Folgen haben.
In de p eisges opp en („zu ückges au en") In la ion hingegen is e eine
Folge des an den o iziellen Wa enmä k en un e wendba en Geld-
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86 O o K aus [342
Übe hanges, also eine e zwungenen Deposi enho ung. Un e welche
Vo ausse zung kann jedoch eine Deposi enho ung e zwungen we den?
O enba nu solange als die Zwangsbewi scha ung unk ionie und
de „Geldübe hang" nich au die schwa zen Mä k e s öm . Es dü e
heu e in Deu schland nich meh möglich sein, die Einhal ung on Be-
wi scha ungs o sch i en mi demok a ischen Me hoden du chzuse zen.
De Tauschhandel wü de seh bald zu einzigen Fo m des Ma k -
e keh s we den.
V. Das Gleichgewich bei Un e beschä igung
Wenn also die Finanzie ung de In es i ionen du ch eine Ve meh-
ung des Geldumlau es e olg , so en s eh eine Übe nach age,
welche den Ve kau sp eis de Konsumgü e übe ih en Kos enwe
e höh . Die Folge da on wi d na ü lich eine Zunahme de Beschä igung
und de Geldeinkommen auch in de Konsumgü e p oduk ion sein
(sog. Mul iplika o e ek ). Solange die Konsumgü e p oduk ion aus-
gedehn we den kann, sind die in diese P oduk ion en s ehenden Meh -
einkommen den a iablen Kos en des zusä zlichen Auss oßes an
Konsumgü e n we gleich. Lediglich de An eil de ixen Kos en (Ge-
b auchskos en) am Kos enwe e des Meh p oduk es an Konsumgü e n
bedeu e einen Übe schuß an We schöp ung gegenübe den zusä z-
lichen Einkommensansp üchen, die du ch die Meh beschä igung in de
Konsumgü e indus ie und bei de en Lie e an en en s ehen.
Somi s eh de zusä zlichen Konsumgü e p oduk ion eine doppel
so g oße Geldnach age gegenübe , als die „Fak o kos en" diese P o-
duk ion be agen: 1. die Nach age de zusä zlichen Einkommens-
emp änge in diese P oduk ion selbs und 2. die Nach age de In es i-
ionsa bei e , o ausgese z daß die K edi inanzie ung de In es i ion
wei e geh . Zudem we den sich die G enzkos en de Konsumgü e he -
s ellung mi s eigendem P oduk ions olumen e höhen. In diese Lage
gib es kein ande es Mi el gegen eine p og essi e E höhung de Kon-
sumgü e p eise als das Spa en de Geldeinkommensbeziehe , welches
die Übe nach age e minde .
Wenn jedoch gespa wi d, ohne daß eine K edi gewäh ung e olg ,
so e minde sich de Geldumlau du ch Un e nach age. Au
G und de E ah ungen in den Jah en de Wel wi scha sk ise on
1929 bis 1933 wu de in de „Allgemeinen Theo ie" on Keynes die
de la o ische Un e beschä igung als No malzus and de eien Ma k -
wi scha anlysie . Keynes e klä diese E scheinung du ch einen kon-
s an en Übe schuß de E spa nisse übe die In es i ion. Ein solches
In es i ionsde izi is in de wi scha lichen Dep ession zwei ellos o -
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343] Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung 87
handen. Die U sache de K ise sieh Keynes in einem „plö zlichen
Zusammenb uch de G enzleis ungs ähigkei des Kapi als"23 mi de
Wi kung, daß die In es i ion in neuen Ins alla ionen plö zlich zum S ill-
s ande komm .
Audi in diesem Falle wi d ein mul iplika i e E ek ausgelös , weil
die Eins ellung de Neuanlagen In es i ionsa bei e au die S aße se z
und eine Sch ump ung des P oduk ions olumens de In es i ionsgü e -
indus ie zu Folge ha , wodu ch wei e e A bei sk ä e beschä igungs-
los we den. Die bishe in den Neuin es i ionen ausbezahl en Geldein-
kommen e schwinden, und auch die Geldeinkommen de In es i ions-
gü e indus ie nehmen ab. Da aus e gib sich na ü lich eine Ve minde-
ung de Nach age an den Konsumgü e mä k en. De Nach age-
schwund is zwa nich ganz so g oß wie de Einkommensaus all bei
de In es i ion und in de In es i ionsgü e indus ie, weil die A bei s-
losen auch leben müssen und ih e Nach age aus de Un e s ü zung und
eilweise aus ühe en Gelde spa nissen inanzie en. Abe um die Di e-
enz zwischen den aus diesen Finanzie ungsquellen ließenden Geld-
be ägen und dem Einkommensaus all bei de In es i ion muß die
Nach age an den Konsumgü e mä k en abnehmen, und dadu ch en -
s eh ein wei e e Rückgang on P oduk ion und Beschä igung. Somi
e gib sich ein sekundä e (induzie e ) Aus all on Geldeinkommen in
de Konsumgü e p oduk ion. Diese Aus all ha eine wei e e Sch ump-
ung de Konsumgü e nach age zu Folge, und diese P ozeß kann
sich heo e isch so lange o se zen, „bis übe haup niemand meh be-
schä ig wä e. Die E ah ung zeig abe , daß wi uns im allgemeinen
in einem Zwischenzus and be inden" 24. Wenn beim Umschlag de Kon-
junk u am „obe en Wendepunk " nu diejenigen In es i ionen ein-
ges ell we den, de en Du ch üh ung bis dahin du ch „zusä zlichen
K edi " (also du ch Ve meh ung des Geldumlau es) inanzie wu de,
so kann keine „Un e nach age" en s ehen. In Wi klichkei wi d die
gesam e Nach age nu am wei e en S eigen gehinde , also au dem
e eich en S ande gehal en. Ein „Nach agede izi " kann sich also nu
dann e geben, wenn säm liche Neuin es i ionen abges op we den
und o zdem wei e hin gespa wi d. Fü diesen Fall is die Analyse
de „Allgemeinen Theo ie" du chaus zu e end. Am obe en Wende-
punk de Konjunk u können alle Neuin es i ionen unlohnend
we den, Gelde spa nisse inden keine Anlage meh und e minde n die
wi ksame Nach age. Ein solches Zu ückbleiben de In es i ion hin e
23 John Mayna d Keynes, The Gene al Theo y o Employmen , In e es and
Money, London 1936, p. 315: "a sudden collapse in he ma ginal e iciency o capi al."
24 J. M. Keynes, a. a. 0. p. 252: "while a dec ease o in es men would se
mo ing a cumula i e dec ease o e ec i e demand un il no one a all was employed.
Ye expe ience shows ha we a e gene ally in an in e media e posi ion."
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den Gelde spa nissen üh zu eine ech en De la ion und müß e eine
kumula i e Lähmung de Wi scha s ä igkei zu Folge haben, alls
es keine Gegenwi kungen gäbe.
Keynes sieh diese Gegenwi kung in eine Sch ump ung des Volks-
einkommens bis au ein Ni eau, welches die E spa nis gleich de In es i-
ion mach . Bei diesem Ni eau des Einkommens und de Beschä igung
müsse sich das wi scha liche Gleichgewich eins ellen, solange de
„Zus and de lang is igen E wa ung" sich nich ände . Nun is jedoch
ge ade die Ände ung dieses Zus andes die Haup u sache ü den Au -
schwung de Konjunk u . Lang is iges Gleichgewich bei Un e beschä -
igung wü de eine ewige Dep ession bedeu en.
Keynes gib keine E klä ung de G ünde, aus welchen die G enz-
leis ungs ähigkei des Kapi als so plö zlich zusammenb ich . Diese
G ünde liegen in eine Übe höhung de P eise ü die In es i ionsgü e
und o allem ü die P oduk ionsgü e mi allgemeinem Ve wendungs-
zweck. Im Ends adium de Hochkonjunk u we den die Kos enp eise
de In es i ion sp unga ig in die Höhe ge ieben. Das Miß e häl nis
zwischen Kos en und E ägen wi d ollends o enba , sobald die neuen
Kapi alanlagen e ig sind und den Ma k mi ih en E zeugnissen be-
lie e n. Spä es ens in diesem Zei punk muß die un e dem Eind uck
de allgemeinen P eiss eige ung im Konjunk u au schwung e olg e
spekula i e Übe bewe ung de neuen P oduk ionsanlagen zusammen-
b echen. Am E ek enma k en s eh eine De ou e, und die Emission
on neuen We papie en wi d unmöglich. Die Vo inanzie ungsk edi e
de Geschä sbanken können nich meh konsolidie we den, und das
is ein Ala mzeichen ü den K edi ma k : die K edi inanzie ung de
In es i ionen b ich zusammen.
Es lieg in de Na u diese du ch den Konjunk u au schwung e -
u sach en Sche enbewegung zwischen dem Kos enwe und dem E ags-
we de In es i ionen, daß sie nich on Daue sein kann. Das Schwin-
den de In es i ionsgewinne en seh nich du ch eine E schöp ung de
echnischen Möglichkei en, sonde n du ch eine di e gie ende P eis-
bewegung an den Mä k en de Kos engü e und jenen de In es i ions-
p oduk e. De P eisau ieb an den Kos engü e mä k en komm so o
zum S ills and, sobald die du ch zusä zlichen K edi inanzie e Kon-
ku enz zwischen In esi ionsgü e indus ie und Konsumgü e indus ie
au hö .
In diese Lage wi d das Geldspa en de Einko'mmenemp änge o z
Eins ellung de Anlagein es i ionen keine schädliche Wi kung haben.
Die Ve minde ung de lau enden Nach age wi d die P eise de all-
gemeinen P oduk ionsgü e zum Sinken b ingen und dadu ch die
Tabelle de G enzleis ungs ähigkei des Kapi als e besse n. Unmi el-
ba nach dem Konjunk u umschlag kann das P oduk ions olumen e -
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