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Konjunkturpolitik und Wirtschaftsordnung

Kraus, Otto

Abstract

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Full text

K aus, O o A icle Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: K aus, O o (1953) : Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 73, Iss. 3, pp. 65-89, h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/290776 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ 321] 65 Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung Von O o K aus - München Inhal s e zeichnis: I. Die Rango dnung de Bedü nisse S. 65. — II. Einkommen und Beschä igung S. 69. — III. K edi und Spa en: 1. Die olkswi scha liche Kapi al ese e S. 74. — 2. Geldma k und Kapi alma k S. 77. — IV. Sozialis ische und kapi alis ische In es i ions inanzie ung S. 82. — V. Das Gleichgewich bei Un e beschä igung S. 86. I. Die Rango dnung de Bedü nisse De elemen a e Sach e hal , welche das Wi scha en und die Wi - scha no wendig mach , is ein Miß e häl nis zwischen den menschlichen Bedü nissen und den Mi eln, welche zu ih e Be iedigung e ügba gemach we den können. Wenn die e ügba en Mi el aus eichend wä en, um alle Bedü nisse zu be iedigen, so gäbe es keine Wi scha , sonde n ein Schla a enland. Da diese Mi el jedoch nich zu Voll- be iedigung alle Bedü nisse aus eichen, sonde n eine Reihe on Be- dü nissen unbe iedig bleiben muß, is es eine p imä e wi scha liche Au gabe, un e den Bedü nissen eine Auswahl zu e en. De wi - scha ende Mensch muß en scheiden, welche Bedü nisse be iedig we den sollen und welche nich . In Wi klichkei implizie jede Ve b auch und jede Anscha ung eines wi scha lichen Gu es eine solche En scheidung, da du ch diese Vo gänge eine Ve ügung übe Mi el e olg , welche im Ve häl nis zu den Bedü nissen knapp sind. Wo imme de Mensch sich en schließ , ein bes imm es Bedü nis zu be iedigen, we den du ch eben diesen En schluß die Möglichkei en zu ande wei ige Bedü nisbe iedigung e minde und eingeeng . Im Lau e de Ve so gungspe iode inde also eine au oma ische Selek ion un e den Bedü nissen s a . Die Kuns des Wi scha ens bes eh nun da in, mi den e ügba en Mi eln ein Höchs maß an Bedü nisbe iedigung zu e zielen. Wenn jemand sein Mona seinkommen in de e s en Woche zum g öß en Teile ausgib und ü die üb igen d ei Wochen kaum noch so iel üb ig ha , um sein Leben kä glich zu is en, so ha e jeden alls nich a ionell Schmolle s Jah buch LXXIII, 3 5 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:45 66 O o K aus [322 und wi scha lich gehandel . Ve nün ig is es, die e ügba en Mi el ü die ganze Beda sdeckungspe iode so einzu eilen, daß kein wenige d ingliches Bedü nis be iedig wi d, wäh end ein wich ige e Beda ungedeck bleiben muß. Die Beach ung des ökonomischen P inzips bei de Bedü nisbe iedigung se z dahe ein planmäßiges Ve hal en o - aus: Fü die ganze Ve so gungspe iode muß ein Ve b auchswi scha s- plan au ges ell we den, welche die Bedü nisse in de Reihen olge ih e D inglichkei geo dne en häl . Dabei we den die e schiedenen In ensi ä ss u en des Beda es an ein und demselben Gu als e schie- dene Bedü nisse ge edine . Da mi zunehmende Ve so gung des Be- da es an einem bes imm en Gu e die In ensi ä des Begeh ens imme ge inge wi d, is ü die gesam e Bedü nisskala de nach eilweise Sä igung noch e bleibende Res beda an einem an sich wich ige en Gu e, z. B. einem G undnah ungsmi el, u. U. nich so d inglich als de Beda an einem an sich wenige wich igen Gu e, z. B. einem Kleidungs- s ück. Da de Ve b auchswi scha splan nun die eigen liche Zielse zung de wi scha lichen Tä igkei bedeu e , is es besonde s wich ig, nach welchen G undsä zen und on wem diese Plan au ges ell wi d. Sei Ca l Menge 1 un e scheide man Bedü nisse de Einzelmenschen (Indi idualbedü nisse), Kollek i bedü nisse und Ve bandsbedü nisse. Da die Indi idualbedü nisse nu on den Einzelmenschen e leb und emp unden we den, is ein kompe en es U eil übe die Rango dnung diese Bedü nisse auch nu dem Einzelnen möglich. Wo eine Meh hei on Menschen in eine zen al gelei e en Ve b auche gemeinscha zu- sammenleb — wie in de Familie, im Klos e , im K ankenhaus, in de Kase ne und im Ge ängnis — wi d alle dings die gemeinscha liche Beda sdeckung du ch den Lei e des Haushal es ode du ch den Ve - wal e de Konsumwi scha bes imm . Un e allen bekann en Fo men de kollek i en Beda sdecknung gib es nu eine einzige, welche au eiwillige Ve einba ung be uh : den Familienhaushal . Nu inne halb dieses kleinen K eises is eine eilweise Abs immung de Einzelbedü nisse au eine gemeinsame Rango dnung möglich. Wäh end in de klös e lichen Gemeinscha die Bedü nislosigkei an sich das o he schende Ideal is , spielen in den Ins i u ionen des ö en lich e zwungenen Konsumkommunismus (Ka- se nen, Ge ängnisse und Zuch häuse ) die pe sönlichen Bedü nisse eben alls keine Rolle. Ohne Rücksich au den psychophysischen E - lebnisinhal des Bedü nisses wi d hie de Ve b auch des Einzelnen du ch die Zu eilung on Ra ionen au o i a i es gese z . In diesem 1 G undsä ze de Volkswi scha sleh e, 1. Au l. 1871, 2. Au l. Wien 1923, E s es Kapi el S. 1—9. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:45 323] Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung 61 Falle is de einzelne Konsumen nich meh Subjek , sonde n nu noch Objek des Ve b auchswi scha splanes, welche zu Ve so gung eine uni o men Masse on wi scha lich Be eu en ohne de en Mi wi kung einen nu im E messen de übe geo dne en Ve wal ungsins anz lie- genden Kollek i beda bes imm . Zwei ellos sind o allem die elemen a en Lebensbedü nisse de Menschen gleicha ige Na u und we den du ch die Ve so gung mi Gü e n des Lebensbeda es (Nah ung, Kleidung, Un e kun ) auch a - sächlich be iedig . Es wä e auch denkba , daß du ch öllig gleicha ige Lebensums ände die gesam en Bedü nisse de einzelnen Mi gliede des Kollek i ums einande angeglichen we den. Siche ha die Ve schie- denhei de äuße en Lebensbedingungen seh iel g öße en Ein luß au die bei eie Ve b auchswahl zu age e ende Mannig al igkei de Bedü nisse als die in bezug au die ma e ielle Gü e e so gung nich so wesen lichen Un e schiede in de menschlichen Na u . Es is ielmeh eine bekann e und du ch s a is ische Un e suchungen häu ig bes ä ig e Ta sache, daß Menschen in den gleichen Einkommens e häl nissen einen im wesen lichen gleicha igen Beda be iedigen. Im G unde is de Mensch alle Bedü nisse ähig, die ihm ane zogen ode angewöhn we den. Die Ve schiedenhei de Bedü nisse, welche die Ma k wi scha be iedig und he o u , is eine Folge nich de ungleichen Menschenna u , sonde n de ungleichen Einkommens- e eilung. Ein unmi elba e Ein luß des Beda es au die He s ellung und Ve eilung des Sozialp oduk es is übe haup nich möglich; und doch soll es das Ziel de Volkswi scha sein, Mi el ü den Beda de Menschen be ei zus ellen. In Wi klichkei e olg diese Be ei - s ellung nich ü den Beda schlech hin, sonde n nu ü den Beda de zahlungs ähigen Nach age. Dami is das wich igs e G undp inzip de Ma k wi scha o i en- geleg . Die Lenkung de P oduk ion om Ma k e aus e olg du ch die Geldnach age de Zahlungsmi elbesi ze . Dadu ch wi d die Ve eilung des Geldeinkommens zu de übe die Rango dnung des olkswi scha - lichen Gü e beda es en scheidenden Ins anz. Da aus e gib sich, daß de Um ang de einem einzelnen Wi scha smi glied möglichen Be- dü nisbe iedigung du ch die demselben zu Ve ügung s ehende Geld- menge beg enz wi d; das indi iduelle Geldeinkommen bes imm die G enze, bis zu welche das einzelne Wi scha ssubjek die Gesam hei seine Bedü nisse in de Einkommenspe iode be iedigen kann. Diese Sach e hal wü de keinen Un e schied in de sozialwi - scha lichen Beda sdeckung beg ünden, wenn alle Geldeinkommen gleich wä en. In diesem Falle müß e sich bei de Be iedigung alle Bedü nisse in de ganzen Volkswi scha de selbe G enznu zen e - geben und somi dasselbe P inzip in de Sozialwi scha Anwendung 5* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:45 68 O o K aus [324 inden, welches den Gesam nu zen des Einzelnen aus de Ve wendung eine gegebenen Menge on Beda sdeckungsmi eln maximie . Wenn de Einzelne das Höchs maß on Bedü nisbe iedigung e - eichen will, so muß e seine e ügba en Mi el nach dem P inzip de Gleichmäßigkei e wenden. Eine Gleichmäßigkei de sozialwi scha - lichen Beda sdeckung kann nu da in bes ehen, daß sich die G enz- nu zen alle indi idualwi scha lichen Bedü nisbe iedigungen aus- gleichen. Nu in diesem Falle muß auch de G enznu zen des Geldes in allen Ve wendungen gleich sein. De on Pa e o und Ba one ma he- ma isch ge üh e Beweis, daß das Höchs maß de sozialwi scha lichen Bedü nisbe iedigung bei eie Konku enz e eich wi d, ha also die Gleichhei des Geldeinkommens alle Mi gliede de Wi scha s- gesellscha zu Vo ausse zung. Je ungleichmäßige die Ve eilung de Geldeinkommen is , um so meh muß sich die Wi scha sgesellscha on diesem Ideal de gleichmäßigen Deckung des Beda es ih e Mi - gliede en e nen. Den A bei slosen ließ übe haup kein Geldein- kommen aus dem Wi scha sp ozeß zu, und de eie Ma k so g auch nich da ü , daß die in Beschä igung s ehenden A bei e und Ange- s ell en das lebensno wendige Exis enzminimum e hal en 2. Wenn man die Wi klichkei so nimm wie sie is — und nich s ande es soll ja die Au gabe de we eien Wissenscha sein —, so müssen gellende Reich um und sinnlose Ve schwendung ebenso zum Ziel de Volks- wi scha gehö en wie bi e s e No und A mu au de ande en Sei e. Wenn also de Reich um eine Na ion in den e zeug en Geb audis- we en bes eh , so kann die He s ellung on Gü e n des Luxusbeda es nich als op imale Ve wendung de P oduk ions ak o en zu E zielung eines Höchs maßes on Bedü nisbe iedigung gel en. Die Ma k bewe - ung in Geld is kein Maßs ab und Ausd uck ü die bei gleichmäßige Gü e e eilung en s ehenden Geb audiswe e. De selbe S ahl wü de bei de Ve wendung zum Wohnungsbau siche wei g öße en Nu zen s i en und wesen lich höhe en Geb audiswe haben als ü die He - s ellung eines Luxusau omobils — abe die Nach age de Millionä e 2 Gus a Cassel, Theo e ische Sozialökonomie. 5. Au l., Leipzig 1932 S. 280: „So i auch mi einem Mal das logisch Un e hal ba e in de äl e en Au assung des Exis enzminimums ode übe haup de „P oduk ionskos en de A bei " als un e e G enze des A bei slohnes zu age ... Es gib in de heu igen Gesellscha siche e schiedene Be u e . .., die kaum die A bei e mi ih em no wendigen lau enden Un e hal e so gen und jeden alls nich ims ande sind, die He s ellungs- kos en de A bei e selbs zu bezahlen." Ebenda, S. 326: „In Wi klichkei kommen schwache und wi scha lich minde - we ige A bei e in so g oßen Massen o , daß ih Lohn . .. au einen Be ag he abged ück wi d, de auch zu Deckung de bloßen Un e hal skos en de A bei s- k a nich aus eich ." „Es is olglich nich möglich, das Kos enp inzip ü die menschliche A bei sk a s eng au ech zue hal en." OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:45 325] Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung 69 nach Luxusau os is kau k ä ige als die on Millionen a bei slose Heima e iebene nach menschenwü digen Wohnungen. Diese Len- kung de P oduk ion du ch die zahlungs ähige Geldnach age bei un- gleichmäßige Einkommens e eilung ha zu Folge, daß die Zusam- mense zung des ealen Sozialp oduk es eine wesen lich ande e is , als es die Wohl ah und de Wohls and de in eine olkswi scha lichen A bei sgemeinscha e einig en Menschen e o de n wü de. Das un- besch änk e Plu alwahl ech des Geldbesi ze s e minde au jeden Fall den ealen Geb auchswe des Sozialp oduk es ü die Volks- gemeinscha un e sein mögliches Maximum. II. Einkommen und Beschä igung Indessen is das olkswi scha liche E gebnis de Gü e p oduk ion nich nu om P oduk ions ziel, sonde n auch om P oduk ions- olumen abhängig. B esciani-Tu oni3 bezeichne ku ze hand „ein maximales Gesam p oduk als e s ebenswe es Ziel" de Volkswi - scha . Die E eichung dieses Zieles se z zweie lei o aus: die An- wendung de bes en bekann en P oduk ionsme hoden und die Voll- beschä igung des e ügba en P oduk ionspo en ials. Un e Vollbeschä igung kann logische weise nu e s anden we den die Ausdehnung des P oduk ions olumens bis an die G enze de ech- nischen Möglichkei en. Wenn jedoch das echnische Maximum de P o- duk ion e eich we den soll, so muß mi den höchs en G enzkos en p oduzie we den. Und demzu olge muß de G enze ag de A bei und de Reallohn en sp echend sinken. En scheidend is jedoch, daß du ch jede Ve meh ung de P oduk ion zusä zliche Geldeinkommen en s ehen. Und on diesen Meh einkommen wi d de g öß e Teil zum Kau e on Konsumgü e n ausgegeben. Diese Meh nach age nach Konsumgü e n muß en wede eine en - sp echende P eise höhung ode eine Ve meh ung des Gü e angebo es zu Folge haben. Die P eise höhung b ing den Realwe alle Geldein- kommen gleichmäßig zum Sinken. Man bezeichne diesen Vo gang auch als „Zwangsspa en", weil du ch die Be eiligung de neuen Geldeinkom- mensbeziehe am gesam en Realeinkommen de An eil de bishe allein bezugsbe ech ig en Einkommensemp änge zwangsläu ig en sp echend e kü z wi d. Indessen is es eine o ene F age, wie lange sich die A bei e eine so un eiwillige Konsumbesch änkung ge allen lassen. Die Gewe kscha en we den eine du ch P eiss eige ungen e zwungene Real- lohnsenkung nich a enlos hinnehmen, sonde n ausgleichende Nominal- lohne höhungen o de n und auch du chse zen. Die Folge is , daß eine ?) Ein üh ung in die Wi scha spoli ik, deu sche Übe se zung Be n 1948, S. 155 sowie 66. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:45 70 O o K aus [326 In la ionssch aube ohne Ende en s eh , weil die Ve meh ung de Geld- einkommen nu eine wei e e Meh nach age an den Konsumgü e - mä k en und dami wei e e P eise höhungen induzie en muß. Da jede In la ion ühe ode spä e in eine allgemeinen K eislau lähmung de P oduk ion zusammenb echen muß, is es unmöglich, au diesem Wege die Vollbeschä igung und die Konjunk u zu s abilisie en. Muß jedoch eine solche P eiss eige ung übe haup ein e en? Is es denn nich möglich, die Kau ansp üche de zusä zlichen Geldeinkom- mensemp änge ein ach dadu ch zu be iedigen, daß die Konsumgü e - p oduk ion ausgedehn wi d? In de Diskussion übe die Vollbeschä i- gung wi d eine solche Ausdehnungsmöglichkei zumeis als selbs e - s ändlich o ausgese z . Die unausgenü z e Kapazi ä de Konsumgü e - p oduk ion wa e ge adezu au eine Meh nach age, um die Voll- beschä igung in diesem Wi scha szweig zu e möglichen. O enba muß bei de Bean wo ung diese F age die Geldsei e und die Gü e sei e de Volkswi scha un e schieden we den. Die ech- nischen G enzen de Konsumgü e p oduk ion liegen nich nu in den Be ieben diese P oduk ionsab eilung selbs , — in de Anzahl de bei äuße s e Kapazi ä sausnu zung e ügba en A bei splä ze; eine wei- e e Beg enzung e gib sich du ch die P oduk ionskapazi ä de Lie e- an en on Vo p oduk en, also on Landwi scha und Be gbau, sowie de G unds o indus ie (Eisen und S ahl, Ene giewi scha ). Na ü lich kann die Kapazi ä de Konsumgü e p oduk ion und ih e Vo lie e an- en du ch E wei e ungs- und Ve besse ungsin es i ionen e meh we - den. Indessen kann du ch In es i ionen das P oblem de Konsumgü e - e so gung e s dann gelös we den, wenn die neuen P oduk ions- anlagen e ig sind und E äge lie e n. Fü die Zei daue de E ich- ung diese Anlagen hingegen wi d das P oblem de Alimen ie ung jene A bei e , welche die Anlagen he s ellen und die da ü benö ig en In es i ionsgü e e zeugen, e s ges ell . Die du ch die In es i ionsaus- gaben en s ehenden Geldeinkommen können nich du ch dieselbe In- es i ion, bei de sie en s ehen, gü e mäßig gedeck we den. Nehmen wi jedoch mi einem Beispiel on Wilhelm Lau enbach4 an, „eine zusä zliche P oduk ion on Ve b auchsgü e n im We e on 600 Millionen" sei echnisch ohneE höhungde G enzkos en möglich. In diesem Falle wü de nach Lau enbach eine zusä zliche Kon- sumgü e nach age on 150 Millionen ohne P eise höhung be iedig we den können, un e de Annahme, daß „die Rücks ellungen ü Ve - schleiß, die Rücklagen aus nich e b auch en Gewinnen de Un e - nehmungen und die E spa nisse de üb igen Einkommensbeziehe "5 4 Zins, K edi und P oduk ion, Tübingen 1952 (pos hum), S. 103. 5 Lau enbach, ebenda S. 102. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:45 327] Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung 71 genau d ei Vie el de zusä zlichen Ausgaben ü Konsumgü e aus- machen. Selbs wenn wi diese Annahme gel en lassen, so kann die Ausdehnung de Konsumgü e p oduk ion nu sukzessi e im Zei ablau e olgen, wobei die Meh nach age nach Konsumgü e n einen s e igen Vo sp ung haben muß. Angenommen die Meh nach age on 150 Mil- lionen wü de im Lau e eines Mona s en s ehen (in Wi klichkei is die E ich ungsdaue on In es i ionen e heblich länge ) und die Konsum- gü e p oduk ion im Lau e desselben Mona s um einen Zusa zs om on 150 Millionen e wei e we den. Dadu ch en s ehen Meh einkommen de Konsumgü e indus ie im Be age on 150 Millionen, on welchen annahmegemäß 112,5 Millionen als wei e e (sekundä e) Meh nach age au die Konsumgü e mä k e s ömen. Die Ve lau sanalyse zeig also, daß die Meh nach age de Meh p oduk ion s e s o auseil , und dami is ja schon die ypische In la ionslage gegeben. Denn de kons an e Vo sp ung de Konsumgü e nach age gegenübe dem Angebo be- deu e ja nich s ande es als einen daue nden Nach ageübe schuß. In Wi klichkei kann die Konsumgü e p oduk ion nu mi s eigen- den G enzkos en und on eine bes imm en G enze ab übe haup nich meh ausgedehn we den. Da aus e gib sich eine wei e e U sache de P eise höhung. Und wenn die P eise de Konsumgü e einmal s eigen, dann se zen allsogleich die kumula i en In la ionse scheinungen ein: Die En ho ung on Ba geldbes änden und die En spa ung on Bank- einlagen, wodu ch eine wei e e zusä zliche Nach age aus dem Geld- e mögen inanzie wi d. Ande e sei s haben die P eiss eige ungen no - wendig en sp echende Lohne höhungen zu Folge, und dami beginn de endlose We lau zwischen P eisen und Löhnen, die Spi ale de p og essi en In la ion. Die In la ionsge ah en s eh bei de Finanzie ung on In es i ionen du ch zusä zlichen Bankk edi ode du ch De izi -Spending, d. h. du ch ungedeck e S aa sausgaben. Ande e sei s ha die Volkswi scha nich nu die Au gabe, die o handenen A bei splä ze und das bes ehende Beschä igungsni eau zu e hal en, sonde n es we den ü den lau enden Be ölke ungszuwachs o wäh end neue A bei splä ze benö ig , die nu du ch Neuin es i ionen gescha en we den können. Wenn also de Be- schä igungsg ad und das P okop einkommen nich im Ve häl nis zu Volks e meh ung langsam absinken sollen, muß in jedem Zei abschni eine Ve meh ung de p oduk i en A bei splä ze in demselben Ve häl - nis e olgen. Es e gib sich aus den bishe igen Be ach ungen, daß die zu Scha ung diese A bei splä ze no wendigen In es i ionen ohne in- la o ische Folgen au die Daue nu du ch Einkommense spa nisse inanzie we den können. Wäh end jedoch übe die Ge ah , daß die In es i ionen hin e den E spa nissen zu ückbleiben, ganze Biblio- heken gesch ieben wu den, schein die Möglichkei , daß die E spa nisse OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:45 72 O o K aus [328 hin e de Be ölke ungs e meh ung zu ückbleiben, keine lei Beso g- nisse zu be ei en; und doch wü de die le z e e Al e na i e nich wenige A bei slosigkei und Ve a mung auslösen als die e s genann e. In eine Volkswi scha mi e hebliche A bei slosigkei is es dahe besonde s wich ig, daß du ch die in de Zei einhei beg enz e In es i- ions ä igkei ein möglichs g oßes A bei s olumen gescha en wi d. Be- kann lich we den die In es i ionen du ch die lang is ige Ren abili ä s- e wa ung ges eue ; die e wa e e Di e enz zwischen Gelde ägen und Geldkos en bes imm die Un e nehme zu Aus üh ung on Ka- pi alanlagen. Wodu ch kann eine solche Di e enz en s ehen? Un e den olkswi scha lichen Neuanlagen lassen sich un e - scheiden: 1. die E wei e ungsin es i ionen, nämlich die Ve g öße- ung schon bes ehende und die E s ellung neue P oduk ions- anlagen, die Ve meh ung de Maschinenpa ks und die Ve meh ung de A bei sge ä e, z. B. de We kzeuge; 2. die Ve besse ungsin es i ionen, welche schon o han- dene, „ e al e e" P oduk ionsanlagen du ch die Geschöp e des ech- nischen Fo sch i es e se zen 6. Sie un e scheiden sich in wi scha - liche Hinsich a) als i n e n s i e In es i ionen 7, welche „Fak o kos en", b) als e i k a 1 e In es i ionen 7, welche Amo isa ionskos en e - spa en. a) Die E spa ung on Fak o kos en du ch Ra ionalisie ung muß nich no wendig eine Auss ellung on A bei sk ä en zu Folge haben. Du ch den echnischen Fo sch i we den die A bei skos en je P o- duk einhei gesenk ; wenn die dadu ch e möglich e P eissenkung eine en sp echende Absa z e meh ung zu Folge ha , so kann de g e - sam e A bei sau wand ü die He s ellung des be e enden Endp o- duk es gleichbleiben, ielleich soga noch e was zunehmen. Is dagegen die Elas izi ä de Nach age kleine als Eins, so muß zunächs eine ech- nologische A bei slosigkei en s ehen. Alle dings wi d in diesem Falle bei de Deckung des Beda es de Ve b auche nach diesem P oduk Kau k a e spa und demzu olge ü die Nach age nach ande en E - zeugnissen ei. Pe saldo e gib sich also eine Meh nach age nach 6 Die beiden Beg i e „E wei e ungs- und Ve besse ungsin es i ion" wu den in die deu sche Li e a u einge üh du ch E ich P eise (G undzüge de Konjunk u - heo ie Tübingen 1933). 7 O o K aus, Zu olkswi scha lichen Funk ion on Kapi al und Zins (Wi scha s heo ie und Wi scha spoli ik, Fes gabe ü Adol Webe , Be lin 1951) S. 77. Sozialp oduk und Volkseinkommen, Be lin 1952, S. 85. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:45 335] Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung 79 Kapi alanlage selbs dann besse , wenn ih e jäh liche Ausb ingung ge- inge is als die de wenige daue ha en Anlage. Denn die länge e Lebensdaue bedeu e eine E spa nis an jäh lichen Amo isa ions- kos en. So e n diese E spa nis den Un e schied des B u op oduk ions- we es übe s eig , e ziel de Un e nehme einen höhe en Reingewinn du ch die daue ha e e Kapi alanlage. So wü de z. B. die In es i ion on 100 000 DM in eine Kapi alanlage mi eine Lebensdaue on 5 Jah en eine jäh liche Amo isa ionskos ene spa nis on 5000 DM gegenübe de In es i ion de selben Kos ensumme in eine ie jäh igen Anlage bedeu en. Selbs wenn die jäh liche Ausb ingung de daue - ha e en In es i ion nu 25 000 DM gegenübe einem B u op oduk- ionswe de ku zlebigen Anlage on 29 000 DM be äg , also um 4000 DM p o Anno wenige , wü de de Reingewinn bei de ün jäh igen In es i ion um 1000 DM g öße sein. Wenn die In es i ion also du ch die Ren abili ä ges eue wi d, so kann die Wahl de selben nich zwei elha sein. Denn die ün jäh ige Kapi alanlage mi einem Geld- ohe ag on 25 000 DM wi einen jäh lichen Reingewinn on 5000 DM, also 5 H de in es ie en 100 000 DM, die ie jäh ige An- lage mi einem Geld ohe ag on 29 000 DM hingegen nu 4000 DM = 4 H on 100 000 DM p o Anno ab. Wenn es sich nun um eine In es i ion handel , du ch de en Vo - nahme neue A bei splä ze gescha en we den sollen, so bedeu e die En scheidung ü die lang is ige e Anlage, daß um einen Meh gewinn on 1000 DM eine jäh liche Lohnsumme on 5000 DM geop e wi d — und daß das aus eine Kapi alin es i ion on 100 000 DM neu en - s ehende Realeinkommen in jedem Jah e um 4000 DM ge inge is , als es bei In es i ion de selben Geldsumme in de ku z is ige en Kapi al- anlage sein wü de. Abe auch in de ollbeschä ig en Wi scha kann ein Un e nehme o die Wahl ges ell sein, ob e eine bes imm e Geldsumme dazu e - wenden soll, daß e zu den o handenen Maschinen einige wei e e S ücke de selben A hinzukau — ode ob e sie ü eine neue Ma- schine in es ie , die zwa keine g öße e jäh liche P oduk ionsleis ung ha als eine Maschine al e A , abe zweimal so daue ha , is und da ü meh kos e . Wenn sie das Doppel e kos en wü de, so könn e de Un e - nehme o enba du ch den Kau de daue ha e en Maschine keinen Gewinn e zielen, auch wenn de Zins au Null s ehen wü de. Die Kos en de daue ha e en Maschine müssen also mindes ens um so iel un e den Kos en ü zwei al e Maschinen liegen, daß de jäh liche Meh - au wand ü Zinsen du ch die E spa ung an Abnu zungskos en e was meh als ausgeglichen wi d. Au jeden Fall abe ha die In es i ion in daue ha e en Maschinen eine Ve minde ung de du ch dieselbe Kapi- alin es i ion e zielba en Jah esp oduk ion zu Folge. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:45 80 O o K aus [336 Sobald nun eine Senkung des landesüblichen Zins ußes zu Folge ha , daß auch bei den E neue ungsin es i ionen die abgenu z en P o- duk ionsmi el du ch kos spielige e Kapi alanlagen mi länge e Ge- b auchs-(Nu zungs-)daue e se z we den, muß sich de S om des zei - an eilig he o geb ach en Sozialp oduk es pe saldo e minde n. In- olgedessen s eigen die Gegenwa sp eise, die Gewinne und de landes- übliche Zins uß. Die im Konjunk u au schwung begonnenen, länge - is igen Kapi alin es i ionen we den nunmeh e häl nismäßig un- en abel; ih e au die Gegenwa abgezins en E agswe e sinken wie- de . Die eigen liche S ockung i ein, sobald auch die Kos engü e de In es i ionen on de s eigenden P eiswelle s ä ke e aß we den und die Sche e zwischen sinkenden E ags- und s eigenden Kos enwe en sich zu schließen beginn . Wie die mode ne K edi heo ie gezeig ha , sind Gelde spa nisse keine no wendige Vo ausse zung ü die Finanzie ung de In es i ionen. Die Vo inanzie ung du ch den Geldma k is nich au die bloße Ve - mi lung on K edi en besch änk , die sich o he als Deposi en bei den Geschä sbanken angesammel haben müß en; du ch' die Buchgeld- schöp ung de Geschä sbanken und die Ba geldschöp ung de No en- bank en s ehen aus dem Nich s neue Kau ansp üche, welche den in- es ie enden Un e nehme n übe lassen we den. Indessen kann eine Ve meh ung de gesam wi scha lichen P o- duk ion nu dann e ziel we den, wenn unausgenü z e Rese en o - handen sind. Fehlen sie, dann kann die Du ch üh ung de mi zusä z- lichem K edi inanzie en In es i ionen nu au Kos en eine min- des ens gleich g oßen P oduk ionseinsch änkung an ande e S elle e - olgen, und es is seh unwah scheinlich, daß in diesem Falle die Konsumgü e indus ie on de Einsch änkung be o en wi d. Denn die aus den zusä zlich en s ehenden Geldeinkommen inanzie e Meh nach- age de Ve b auche muß beim Fehlen on Lage o ä en die P eise de Konsumgü e und die Gewinne diese Indus ie no wendige weise zum S eigen b ingen, wäh end die du ch den zusä zlichen K edi inan- zie e Meh nach age nach sachlichen P oduk ionsmi eln zunächs jeden alls nu die Kos enp eise ü In es i ionsgü e e höh . Die un- mi elba e Wi kung eine K edi expansion in de ollbeschä ig en Wi scha ohne P oduk ions ese en is dahe , daß die du ch den K edi kau k ä ig gemach en In es o en du ch P eisübe bie ung die on ihnen benö ig en P oduk ionsmi el an sich b ingen — P oduk ions- mi el, die ande n alls on den beim bes ehenden P eissys em kon- ku enz ähigen Un e nehmungen e wende wü den. Die Folge is also, daß de We bewe b des Ma k es ausgeschal e wi d du ch einen We - bewe b, de im wesen lichen du ch die Guns de Bankdi ek o en en - schieden wi d. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:45 337] Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung Öl Dami also eine Ve meh ung de In es i ions ä igkei pe saldo möglich is , müssen olkswi scha liche P oduk ions ese en in jene Menge und Zusammense zung o handen sein, wie sie ü die neuen In es i ionen benö ig we den. Abe diese Rese en haben nich die Eigenscha , om Himmel zu allen. Mi Ausnahme de spekula i en Vo a sbildung können sie nu dann en s ehen, wenn de Absa z nich den E wa ungen de P oduzen en en sp ich . Rese enbildung is nu möglich, wenn die Menge des den Konsumen en zu ließenden Gü e - s omes hin e de gleichzei igen P oduk ionsleis ung zu ückbleib . Sie können nu in dem Um ange en s ehen, als die Konsumausgaben eines Zei aumes ge inge sind als die in de P oduk ion e dien en Geld- einkommen. Es handel sich also um eale E spa nisse de Ve gangenhei , welche du ch den zusä zlichen Bankk edi ü den Beda de Neuin es i- ionen e ügba gemach we den. Sie sind nich une schöp lich, sonde n nach A und Menge du ch den Um ang diese E spa nisse beg enz ; im Konjunk u au schwung we den sie o lau end beansp uch und müssen sich schließlich e schöp en. Nun we den zwa du ch die In es i ionen selbs neue Gü e we e gescha en. Abe solange die K edi expansion anhäl , eil die Nach age nach In es i ionsgü e n und P oduk ionsgü e n mi allgemeinem Ve - wendungszweck (z. B. Kohle, Eisen, die meis en Rohs o e, Bauma e ial, Gas, elek ische S om u. dgl.) ih e E zeugung o aus — ebenso wie die Nach age an den Mä k en de Konsumgü e einen daue nden (und, du ch die En spa ung on Bankdeposi en und En ho ung on Ba geld- bes änden inanzie , soga einen p og essi en) Vo sp ung o de P o- duk ion diese Gü e gewinn . Mi de E schöp ung de Lage ese en abe ha die Mengenkonjunk u ih Ende e eich und die eine P eis- in la ion beginn , die du ch Ra ionie ungsmaßnahmen nu au die schwa zen Mä k e „zu ückges au ", niemals jedoch e hinde we den kann. Beide In la ions o men — die o ene und die „zu ückges au e" — müssen jedoch, wenn sie nich o he abgeb ems we den, in einem all- gemeinen Ma asmus du ch K eislau lähmung de P oduk ion und des Geldes mi No wendigkei zusammenb echen. Eine Ve meidung diese Ka as ophe is nu dann möglich, wenn die gesam e Nach age o übe gehend hin e de lau enden P oduk ions- leis ung zu ückbleib , d. h. also wenn gespa wi d. Spa en im Kon- junk u au schwung e minde die Übe nach age und e länge somi die Zei daue eine gesunden Expansionsbewegung des P oduk ions- appa a es. Sind die P oduk ions ese en einmal e schöp , so muß die Neuin es i ion solange ausgeschal e we den, bis die Rese en wiede au ge üll sind. Schmolle s Jah buch LXXIII, 3 6 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:45 82 O o K aus [338 Die Ausschal ung i ein, wenn die Liquidi ä sg enze des Bank- sys ems e eich is — o ausgese z , daß die No enbank keine K edi - expansion be eib . Indessen sind die G enzen de Bankenliquidi ä om Um ange de o handenen P oduk ions ese en öllig unabhängig. Die inanz echnischen G enzen de Bankgeldschöp ung gewäh en keinen Schu z gegen in la o ische Wi kungen — ebensowenig wie die Leis ungs- k a de olkswi scha lichen Rese en schon ausgenu z sein muß, wenn de „Punk de maximalen Ausdehnung des Bankk edi es" e - eich is . Dagegen inde eine au oma ische Anpassung des K edi - und P oduk ions olumens du ch die Konsolidie ung de In es i ionsk edi e am Kapi alma k s a . De Zins am Kapi alma k is jene P eis, den die In es o en bezahlen müssen ü die Rückbildung (Rücke s a ung) de olkswi scha lichen P oduk ions ese en, die sie du ch ih e In- es i ions ä igkei e b auch haben und die ü eine zukün ige P o- duk ionsausdehnung on neuem gebilde we den müssen. IV. Sozialis ische und kapi alis ische In es i ions inanzie ung Im Gleichgewich zwischen P oduk ion und Ve b auch müssen die Ve b auchsausgaben den Geldkos en de Konsumgü e p oduk ion des- selben Zei aumes gleich sein. Eine o übe gehende Abweichung is nu du ch Ände ungen de Lage bes ände möglich, wenn das Gleichgewich nich ges ö we den soll. S ö ungen des Gleichgewich es haben zu Folge, daß die Konsumgü e p eise s eigen ode allen. Au welche Weise können sie e u sach we den? Wenn alle Geldeinkommen es los ü den Ve b auch ausgegeben we den, so müssen die Ve kau se löse de Konsumgü e p oduk ion o enba g öße sein als die in diese P oduk ion e dien en Geldein- kommen. Denn auch die Geldkos en de G unds o p oduk ion und de In es i ion müssen aus diesen E lösen bezahl we den. Aus diesem Sach e hal e gib sich die No wendigkei , den Übe schuß de gesam en Geldeinkommen übe die Geldkos en de Konsumgü e p oduk ion ma k wi scha lich zu neu alisie en. De e s e Weg bes eh da in, die P eise de Konsumgü e so hoch anzuse zen, daß aus dem Ve kau se lös de Konsumgü e p oduk ion auch die Geldkos en ü die In es i ion gedeck we den. Diese Weg s eh bei eien Konku enzp eisen nu ü die Kos en de E hal ungs- in es i ion o en. Denn die eie Konku enz d ück den Gleichgewich s- p eis de wi scha lichen Gü e bis au die Kos en de Rep oduk ion, zu welchen nu die E sa zanlagen, nich jedoch die Neuin es i ionen (E wei e ungs- und Ve besse ungsanlagen) gehö en. In de Plan- ökonomie können die Ve kau sp eise de Konsumgü e höhe angese z we den. Das absolu e Handelsmonopol e möglich die Ve kau sp eise OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:45 339] Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung 83 on o nhe ein in eine Höhe zu hal en, welche keinen Übe hang de Geldnach age en s ehen läß , sonde n die gesam en ü den Ve b auch e ausgab en Geldeinkommen abso bie . Wenn die Ra e de Neu- in es i ionen und das Volumen de Konsumgü e p oduk ion du ch Plan- da en es geleg sind, so können die Geldkos en de Neuin es i ionen be ei s in die P eise jene Konsumgü e einkalkulie we den, welche im Zei aum de E ich ung on neuen P oduk ionsanlagen au den Ma k kommen. Dieses Sys em ha den o enba en Vo zug, daß es keine Fehl- in es i ionen gib . Denn die P eis es se zung kann imme so e olgen, daß alle E zeugnisse Absa z indeii. Ande e sei s wi d die In es i ions- quo e und die Konsumquo e am Sozialp oduk nich du ch den Willen de Geldeinkommenbeziehe bes imm , sonde n du ch den Volkswi - scha splan es gese z . Nu ü den de Konsumgü e p oduk ion übe - lassenen Res an eil am Volkseinkommen bes eh eie Ve wendungs- und Ve b auchswahl. Du ch die Umlegung au die Konsumgü e p eise we den die Geld- einkommenbeziehe on o nhe ein mi den gesam en Kos en ü die Neuin es i ion belas e . In eine Volkswi scha ohne Handelsmonopol is diese A de In es i ions inanzie ung jedoch nich möglich. F eie Konku enzp eise bilden sich g undsä zlich nach dem Gleichgewich on Leis ung und Gegenleis ung; dieses Gleichgewich bes eh , wenn jede Geldeinkommensemp änge den un e minde en (und un e meh en) Gegenwe seine p oduk i en Leis ung am Ma k e in Beda sgü e n zu ücke häl . Gleichgewich zwischen Leis ung und Gegenleis ung be- s eh , wenn die Lebenshal ungskos en nich höhe (und nich nied ige ) sind als die zu He s ellung de e b auch en Konsumgü e au gewen- de en Geldeinkommen. Nach diesem G undsa z können die P oduk ionskos en de Neu- in es i ion o enba nich in den Ve kau sp eisen de gegenwä ig he - ges ell en und abgese z en Konsumgü e au geb ach we den. Denn sons wü den die P oduk ions ak o en meh Geld ü die Bezahlung ih es Konsumgü e beda es au wenden müssen, als sie ü die He - s ellung diese Konsumgü e e hal en. Die Finanzie ung de Neu- in es i ionen „aus den P eisen" heb die Gleichhei on Leis ung und Gegenleis ung g undsä zlich au . Alle dings kann diese G undsa z in eine dynamischen Volkswi - scha nich au jedes einzelne Konsumgu und nich au jede einzelne In es i ion Anwendung inden. Wenn die Nach age nach einem be- s imm en Konsumgu zu ückgeh , so kann de Ve kau sp eis dieses Gu es un e seine P oduk ionskos en sinken, und die P oduzen en e - leiden Ve lus e; dies bedeu e , daß die P oduk ion des be e enden Konsumgu es eingesch änk we den muß. Bei gleichbleibende Gesam - 6* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:45 84 O o K aus [340 nach age wi d sich jedoch die eigewo dene Kau k a ande en Kon- sumgü e n zuwenden, die nunmeh im P eise s eigen und ih em P o- duzen en Gewinne einb ingen. Solche Gewinne können in es ie we - den und müssen es soga , wenn die P oduk ionsanlagen de in e - meh em Maße nachge ag en Konsumgü e bis an die G enze ih e Kapazi ä ausgelas e sind. Die Selbs inanzie ung aus eien Konku enzp eisen s ö das Gleichgewich zwischen Leis ung und Gegenleis ung nich . Bei un e - ände em Geldumlau kann au diesem Wege pe saldo keine Ve - meh ung de gesam en In es i ion e olgen. Denn die Neuin es i ion de nach agebegüns ig en Indus iezweige e olg hie au Kos en eine Ve minde ung de E sa zin es i ion in de om Nach age ückgang be- o enen Indus ie. Ande s, wenn die In es i ion du ch zusä zlichen Bankk edi o - inanzie wi d. In diesem Falle s ömen die gesam en du ch den K edi neugescha enen und in Umlau gese z en Kau mi el, so e n sie nich gespa we den, als Meh nach age au die Konsumgü e mä k e. Da die In es i ionsa bei e keine gegenwä igen Konsumgü e he s ellen, kann das Konsumgü e angebo nu du ch die Au lösung (Desin es ie- ung) on Lage bes änden ode du ch Ausdehnung de Konsumgü e - p oduk ion e meh we den. De le z e e Vo gang kann jedoch das Miß e häl nis zwischen Geldeinkommen und Realeinkommen nich zum Ausgleich b ingen, da du ch die zusä zliche Konsumgü e p oduk ion selbs neue Geldeinkommen en s ehen, so daß Angebo und Nach age an den Konsumgü e mä k en um denselben We be ag zunehmen. Wenn wi om Rückg i au übe schüssige Lage o ä e — also au E spa nisse de Ve gangenhei — absehen, kann die Übe nach age de zusä zlichen Geldeinkommen nu du ch E höhung de Konsum- gü e p eise abgeschöp we den. Im Gegensa z zu kalkula o ischen Umlegung de In es i ionskos en au die Ve kau sp eise in de Planökonomie ollzieh sich die au oma- ische Kau k a abschöp ung in de Ma k wi scha du ch einen spon an in la o ischen P ozeß, de sich im wei e en Ve lau e du ch die En ho ung on Ba geldbes änden und die En spa ung on Bankdepo- si en aus sich selbs he aus beschleunig . Insowei die Ve meh ung de Konsumgü e p oduk ion mi s eigenden G enzkos en (sinkenden E - agszuwächsen) e olg , bleib sie on o nhe ein hin e de E höhung de Konsumgü e p eise zu ück. In de Konsumgü e indus ie en s ehen o gese z s eigende Knapphei s en en, dadu ch ände sich die Ein- kommens e eilung zuunguns en de A bei e und zuguns en de Un e - nehme . Audi du ch Nominallohne höhungen kann de An eil des ealen A bei seinkommens nich o dem Schwinden bewah we den, da sich jede Ve meh ung de Geldeinkommen so o in eine Zunahme OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:45 341] Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung 85 de Geldnach age und dami in P eis- und Gewinns eige ungen umse z . De einzige Weg zu E hal ung des Gleichgewich es zwischen Lei- s ung und Gegenleis ung in de P oduk ion und beim Ve b auch is die Finanzie ung de Neuanlagen (Ne oanlagen) aus ech en E spa nissen; solche E spa nisse en s ehen nu du ch S illegung on Einkommens- geld. Dies bedeu e nich , daß die gesam e Geldnach age zu ückgeh ; sonde n es bedeu e , daß die Meh nach age aus den zusä zlichen Geld- einkommen du ch eine Minde nach age ausgeglichen wi d. Es inde also keine Einsch änkung de Konsumgü e p oduk ion noch de ge- sam en Konsumgü e nach age, sonde n nu eine ande e Ve eilung diese Nach age s a . G undsä zlich e gib sich dieselbe Wi kung, wenn de S aa du ch S eue n die p i a en Geldeinkommen beschneide und die au diesem Wege gewonnenen Mi el zu Finanzie ung on In es i ionen e - wende . Insbesonde e da die Finanzie ung on Rüs ungsau ägen nich du ch Bankk edi — am alle wenigs en de No enbank — e - olgen, wenn eine In la ion e mieden we den soll. Schon im e s en Wel k ieg ha e das Reich on 135 Millia den Ma k „schwebende Schuld" an die Reichsbank nu 96 Millia den du ch die 9 K iegsanleihen zu konsolidie en e moch . Das E gebnis wa eine En we ung de al en Papie ma k bis K iegsende um übe 50 H ih e F iedenskau - k a . Bis zum Ende des e s en Wel k ieges wa also schon meh als die Häl e des Leidensweges de o enen In la ion du chsch i en. De Todeskamp de al en Ma kwäh ung daue e noch olle ün Jah e, und in diese Zei wu de o z de in de zwei en Häl e des Jah es 1923 on Millionen au Millia den und Billionen hinau schnellenden En - we ungszi e n doch nu die zwei e Häl e des 1914 besch i enen Weges zu ückgeleg . Auch im zwei en Wel k ieg konn en und 136 Millia den RM de gesam en Reichsschuld ( on und 350 Millia den RM) „ undie " we den — alle dings nich du ch eihändigen Ve kau on Reichs- schuld i eln am o enen Kapi alma k , sonde n nu du ch ziemlich undu chsich ige Finanzmanö e . Die sog. „kal e" ode „ge äuschlose" K iegs inanzie ung — das Ge äusch kam e s am 20. Juni 1948 bei de Wäh ungs e o m — bes and in de du ch Hi le s „ eiwilligen Zwang" e möglich en Un e b ingung on Reichsscha zanweisungen und Reichs- anleihen bei den Banken und Spa kassen. Diese inanz echnische Fo m de scheinba en „Konsolidie ung" is na ü lich imme möglich, wenn die Bankdeposi en die K edi e übe s eigen. Ein solche Deposi enübe - schuß wü de bei ungehemm e P eisbildung de la o ische Folgen haben. In de p eisges opp en („zu ückges au en") In la ion hingegen is e eine Folge des an den o iziellen Wa enmä k en un e wendba en Geld- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:45 86 O o K aus [342 Übe hanges, also eine e zwungenen Deposi enho ung. Un e welche Vo ausse zung kann jedoch eine Deposi enho ung e zwungen we den? O enba nu solange als die Zwangsbewi scha ung unk ionie und de „Geldübe hang" nich au die schwa zen Mä k e s öm . Es dü e heu e in Deu schland nich meh möglich sein, die Einhal ung on Be- wi scha ungs o sch i en mi demok a ischen Me hoden du chzuse zen. De Tauschhandel wü de seh bald zu einzigen Fo m des Ma k - e keh s we den. V. Das Gleichgewich bei Un e beschä igung Wenn also die Finanzie ung de In es i ionen du ch eine Ve meh- ung des Geldumlau es e olg , so en s eh eine Übe nach age, welche den Ve kau sp eis de Konsumgü e übe ih en Kos enwe e höh . Die Folge da on wi d na ü lich eine Zunahme de Beschä igung und de Geldeinkommen auch in de Konsumgü e p oduk ion sein (sog. Mul iplika o e ek ). Solange die Konsumgü e p oduk ion aus- gedehn we den kann, sind die in diese P oduk ion en s ehenden Meh - einkommen den a iablen Kos en des zusä zlichen Auss oßes an Konsumgü e n we gleich. Lediglich de An eil de ixen Kos en (Ge- b auchskos en) am Kos enwe e des Meh p oduk es an Konsumgü e n bedeu e einen Übe schuß an We schöp ung gegenübe den zusä z- lichen Einkommensansp üchen, die du ch die Meh beschä igung in de Konsumgü e indus ie und bei de en Lie e an en en s ehen. Somi s eh de zusä zlichen Konsumgü e p oduk ion eine doppel so g oße Geldnach age gegenübe , als die „Fak o kos en" diese P o- duk ion be agen: 1. die Nach age de zusä zlichen Einkommens- emp änge in diese P oduk ion selbs und 2. die Nach age de In es i- ionsa bei e , o ausgese z daß die K edi inanzie ung de In es i ion wei e geh . Zudem we den sich die G enzkos en de Konsumgü e he - s ellung mi s eigendem P oduk ions olumen e höhen. In diese Lage gib es kein ande es Mi el gegen eine p og essi e E höhung de Kon- sumgü e p eise als das Spa en de Geldeinkommensbeziehe , welches die Übe nach age e minde . Wenn jedoch gespa wi d, ohne daß eine K edi gewäh ung e olg , so e minde sich de Geldumlau du ch Un e nach age. Au G und de E ah ungen in den Jah en de Wel wi scha sk ise on 1929 bis 1933 wu de in de „Allgemeinen Theo ie" on Keynes die de la o ische Un e beschä igung als No malzus and de eien Ma k - wi scha anlysie . Keynes e klä diese E scheinung du ch einen kon- s an en Übe schuß de E spa nisse übe die In es i ion. Ein solches In es i ionsde izi is in de wi scha lichen Dep ession zwei ellos o - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:45 343] Konjunk u poli ik und Wi scha so dnung 87 handen. Die U sache de K ise sieh Keynes in einem „plö zlichen Zusammenb uch de G enzleis ungs ähigkei des Kapi als"23 mi de Wi kung, daß die In es i ion in neuen Ins alla ionen plö zlich zum S ill- s ande komm . Audi in diesem Falle wi d ein mul iplika i e E ek ausgelös , weil die Eins ellung de Neuanlagen In es i ionsa bei e au die S aße se z und eine Sch ump ung des P oduk ions olumens de In es i ionsgü e - indus ie zu Folge ha , wodu ch wei e e A bei sk ä e beschä igungs- los we den. Die bishe in den Neuin es i ionen ausbezahl en Geldein- kommen e schwinden, und auch die Geldeinkommen de In es i ions- gü e indus ie nehmen ab. Da aus e gib sich na ü lich eine Ve minde- ung de Nach age an den Konsumgü e mä k en. De Nach age- schwund is zwa nich ganz so g oß wie de Einkommensaus all bei de In es i ion und in de In es i ionsgü e indus ie, weil die A bei s- losen auch leben müssen und ih e Nach age aus de Un e s ü zung und eilweise aus ühe en Gelde spa nissen inanzie en. Abe um die Di e- enz zwischen den aus diesen Finanzie ungsquellen ließenden Geld- be ägen und dem Einkommensaus all bei de In es i ion muß die Nach age an den Konsumgü e mä k en abnehmen, und dadu ch en - s eh ein wei e e Rückgang on P oduk ion und Beschä igung. Somi e gib sich ein sekundä e (induzie e ) Aus all on Geldeinkommen in de Konsumgü e p oduk ion. Diese Aus all ha eine wei e e Sch ump- ung de Konsumgü e nach age zu Folge, und diese P ozeß kann sich heo e isch so lange o se zen, „bis übe haup niemand meh be- schä ig wä e. Die E ah ung zeig abe , daß wi uns im allgemeinen in einem Zwischenzus and be inden" 24. Wenn beim Umschlag de Kon- junk u am „obe en Wendepunk " nu diejenigen In es i ionen ein- ges ell we den, de en Du ch üh ung bis dahin du ch „zusä zlichen K edi " (also du ch Ve meh ung des Geldumlau es) inanzie wu de, so kann keine „Un e nach age" en s ehen. In Wi klichkei wi d die gesam e Nach age nu am wei e en S eigen gehinde , also au dem e eich en S ande gehal en. Ein „Nach agede izi " kann sich also nu dann e geben, wenn säm liche Neuin es i ionen abges op we den und o zdem wei e hin gespa wi d. Fü diesen Fall is die Analyse de „Allgemeinen Theo ie" du chaus zu e end. Am obe en Wende- punk de Konjunk u können alle Neuin es i ionen unlohnend we den, Gelde spa nisse inden keine Anlage meh und e minde n die wi ksame Nach age. Ein solches Zu ückbleiben de In es i ion hin e 23 John Mayna d Keynes, The Gene al Theo y o Employmen , In e es and Money, London 1936, p. 315: "a sudden collapse in he ma ginal e iciency o capi al." 24 J. M. Keynes, a. a. 0. p. 252: "while a dec ease o in es men would se mo ing a cumula i e dec ease o e ec i e demand un il no one a all was employed. Ye expe ience shows ha we a e gene ally in an in e media e posi ion." OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:45 88 O o K aus [344 den Gelde spa nissen üh zu eine ech en De la ion und müß e eine kumula i e Lähmung de Wi scha s ä igkei zu Folge haben, alls es keine Gegenwi kungen gäbe. Keynes sieh diese Gegenwi kung in eine Sch ump ung des Volks- einkommens bis au ein Ni eau, welches die E spa nis gleich de In es i- ion mach . Bei diesem Ni eau des Einkommens und de Beschä igung müsse sich das wi scha liche Gleichgewich eins ellen, solange de „Zus and de lang is igen E wa ung" sich nich ände . Nun is jedoch ge ade die Ände ung dieses Zus andes die Haup u sache ü den Au - schwung de Konjunk u . Lang is iges Gleichgewich bei Un e beschä - igung wü de eine ewige Dep ession bedeu en. Keynes gib keine E klä ung de G ünde, aus welchen die G enz- leis ungs ähigkei des Kapi als so plö zlich zusammenb ich . Diese G ünde liegen in eine Übe höhung de P eise ü die In es i ionsgü e und o allem ü die P oduk ionsgü e mi allgemeinem Ve wendungs- zweck. Im Ends adium de Hochkonjunk u we den die Kos enp eise de In es i ion sp unga ig in die Höhe ge ieben. Das Miß e häl nis zwischen Kos en und E ägen wi d ollends o enba , sobald die neuen Kapi alanlagen e ig sind und den Ma k mi ih en E zeugnissen be- lie e n. Spä es ens in diesem Zei punk muß die un e dem Eind uck de allgemeinen P eiss eige ung im Konjunk u au schwung e olg e spekula i e Übe bewe ung de neuen P oduk ionsanlagen zusammen- b echen. Am E ek enma k en s eh eine De ou e, und die Emission on neuen We papie en wi d unmöglich. Die Vo inanzie ungsk edi e de Geschä sbanken können nich meh konsolidie we den, und das is ein Ala mzeichen ü den K edi ma k : die K edi inanzie ung de In es i ionen b ich zusammen. Es lieg in de Na u diese du ch den Konjunk u au schwung e - u sach en Sche enbewegung zwischen dem Kos enwe und dem E ags- we de In es i ionen, daß sie nich on Daue sein kann. Das Schwin- den de In es i ionsgewinne en seh nich du ch eine E schöp ung de echnischen Möglichkei en, sonde n du ch eine di e gie ende P eis- bewegung an den Mä k en de Kos engü e und jenen de In es i ions- p oduk e. De P eisau ieb an den Kos engü e mä k en komm so o zum S ills and, sobald die du ch zusä zlichen K edi inanzie e Kon- ku enz zwischen In esi ionsgü e indus ie und Konsumgü e indus ie au hö . In diese Lage wi d das Geldspa en de Einko'mmenemp änge o z Eins ellung de Anlagein es i ionen keine schädliche Wi kung haben. Die Ve minde ung de lau enden Nach age wi d die P eise de all- gemeinen P oduk ionsgü e zum Sinken b ingen und dadu ch die Tabelle de G enzleis ungs ähigkei des Kapi als e besse n. Unmi el- ba nach dem Konjunk u umschlag kann das P oduk ions olumen e - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:45