Zum Kapitalverkehr zwischen deutschen und ausländischen Kreditinstituten
Abstract
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Full text
Fuh mann, Wil ied
A icle
Zum Kapi al e keh zwischen deu schen und
ausländischen K edi ins i u en
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Fuh mann, Wil ied (1983) : Zum Kapi al e keh zwischen deu schen und
ausländischen K edi ins i u en, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol.
16, Iss. 2, pp. 267-283,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.16.2.267
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/292964
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Be ich e
Zum Kapi al e keh zwischen
deu schen und ausländischen K edi ins i u en*
I. Ein üh ung
Die Rahmenbedingungen de K edi wi scha haben sich be ei s in den
le z en Jah en sowohl na ional als auch in e na ional e heblich e ände
und sie we den in nahe Zukun noch wei e en, wesen lichen Neue ungen
un e liegen. Die dadu ch ein e enden Ve ände ungen im Bankensek o
gewinnen dabei aus mak oökonomische Sich insbesonde e wegen ih e
Auswi kungen au die Zen albankpoli ik, d.h., beispielsweise au die
Geldmengens eue ung sowie au die gesam wi scha liche En wicklung
und S abili ä an Bedeu ung.
Die Ans öße de zu e wa enden „Umwälzungen" e olgen zum einen übe
den hohen G ad de in e na ionalen O enhei bzw. die s a ke in e na ionale
Ve lech ung des deu schen Bankensys ems und zum ande en wesen lich
aus echnologisch beding en Inno a ionen sowie aus Ve hal ensände ungen.
So we den in olge des „elek onischen Fo sch i es" ebenso e meh Nich -
Banken wie Kau häuse , Ve siche ungen usw. in den Bankenma k bzw.
einige Teilmä k e eind ingen, wie sich ande e sei s die Zahlungs- und Po -
oliogewohnhei en des Publikums s uk u ell e schieben we den. Inno-
a ionen in Fo m on besonde s ungiblen Ze i ika en ode Kassenscheinen,
wie beispielsweise die sogenann en CD's ode die NOW- and ATS-Accoun s
(Hes e 1981, Issing 1981) bei einem sich besonde s e schä enden Zins-
we bewe b, bedingen diese Ve hal ensände ungen ebenso wie sie ih e sei s
Re lex au e ände e Gewohnhei en und P ä e enzen un e ande em in
Abhängigkei on den E ah ungen s eigende In la ions a en sind.
Übe den hohen G ad an in e na ionale O enhei des deu schen Banken-
sys ems bes eh ü das Bankenmanagemen ein s ändige Ände ungs- bzw.
* An diese S elle möch e ich He n P o . D . J. Rohwedde
und
He n Dipl.-Volkswi
H. Sch äge ü die Diskussionen und An egungen danken. He n P äsiden en
D . J. B. Schöllhom danke ich ü die inanzielle Fö de ung und de Deu schen
Bundesbank ü die Un e s ü zung bei de Bescha ung de Da en.
18 K edi und Kapi al 2/1983
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268 Be ich e
Anpassungsd uck. Die Expansion de Eu o-Mä k e, O sho e-Plä ze und
F eihandelszonen mi de Tendenz eines In e -Cen e -A bi age-Gleich-
gewich es e zwingen jeweils eine höhe e sowie ausgedehn e e Flexibili ä im
sogenann en „day-by-day-managemen " und eine au die mi el- und lang-
is ige Pe iodizi ä on Zahlungss ömen und Risikoe eignissen ausge-
ich e e Konzep ion. Dieses gil insbesonde e angesich s de Ausdehnung
de au den in e na ionalen Finanzmä k en gehandel en Ti el au eine Viel-
zahl on Wäh ungseinhei en und de wachsenden G ößeno dnungen in den
(P ojek - und Lände -)K edi en mi de Bildung on Konso ien, Ko-
ope a ionen und Syndika en jedwede A und dem da aus en s ehenden,
zei lich anhal enden und zum Teil kumulie enden Ge äh dungspo en ial
in Fo m on Ke en eak ionen. Das s eigende Engagemen des deu schen
Bankensys ems im sogenann en in e na ionalen Banking, welches zu einem
G oß eil siche lich Bedingung und Re lex eine o enen, expandie enden
Indus iegesellscha
is ,
bi g dabei neben Chancen
ü
das na ionale Geld- und
K edi sys em auch die Ge ah , eine s ändige Quelle on E schü e ungen
und Ins abili ä en zu we den. Diese Ge ah is dabei - wie die in e na ionale
Finanzk ise um He s a und F anklin-Na ional 1973/74 demons ie e -
um so g öße , je wenige die he schenden Ins i u e mi den aus den Inno-
a ionen esul ie enden neuen En wicklungen e au sind und je wenige
ihnen ih e eigenen Ve hal ensweisen in diesem Le np ozeß anspa en
gewo den sind.
Im Lau e de Geschich e is nun dabei ebenso imme wiede zu beobach en,
daß die na ionale Bankenau sich ih Ins umen a ium in Fo m on G und-
sä zen, Obe g enzen ode Rich linien zumeis nu anpassend ände , d.h.,
e s nachdem Ge äh dungen und K isen o en zu Tage ge e en sind.
Dieses gil in de Ve gangenhei ü den G undsa z Ia zu Beg enzung
de Risiken aus dem De isengeschä (1974) ebenso wie ü die sogenann e
So o no elle zu Beg enzung de Risiken aus G oßk edi en (1976) ode die
Einbeziehung on Edelme allposi ionen in den G unda z Ia (1980). Es gil
abe auch ü die Übe legungen zu Neube echnung des ha enden Eigen-
kapi als ode eine Bankenau sich au de G undlage on konsolidie en
Konze nda en. Wie lang de Weg eine Ände ung is , die s e s übe den
Ve gleich de Ve hal ensweisen de Ins i u e und s e s im Ein e nehmen
mi diesen e olg , zeig das Gen leman's Ag eemen on 1978 mi seinen
Einsch änkungen bezüglich des Bankpla zes und de einbezogenen Ins i u s-
g uppen und Be eiligungen. Die ü die Bundes epublik dabei gleichzei ig
zei weise ein e ende En wicklung de D-Ma k zu eine in e na ionalen
Rese e- und Anlagewäh ung mi de Tendenz on Auslände n, insbeson-
de e ku z is ige DM-Anlagemöglichkei en zu suchen (und on inländischen
Banken, länge is ige K edi e ans Ausland zu geben), e such e die Deu sche
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Be ich e 269
Bundesbank un e ande em übe eine eiwillige Absp ache mi den Banken
zu Einsch änkung bzw. Nich -Ausdehnung des „So imen es" bzw. de
Pale e on Anlagemöglichkei en ü Auslände zu s eue n (Mona sbe ich
No embe 1979). Eine „kompensie ende" En wicklung de Eu o-Mä k e
(DM-Ce i ica es o deposi es e c.) bei gleichzei ige Ve lage ung de a ige
Geschä e aus dem no malen Auslandsgeschä de deu schen Banken zu
ih en Auslands öch e n usw. e schein wah scheinlich (Neumann 1981).
Sie beding angesich s de ela i s eigenden Schwie igkei en in de Kon-
ollie - und S eue ba kei des Geld- und K edi angebo es eine Eu o-
Wäh ung (Fuh mann 1979) dann mögliche weise kumula i e, die Eu o-
Mä k e be e ende Reglemen ie ungen ode Absp achen.
Wissenscha liche Analysen übe die Ve hal ensweisen und Reak ions-
mus e deu sche Ins i u e im Rahmen des in e na ionalen Banking sind
nahezu unbekann . Dies lieg zum g öß en Teil in eine ü wissenscha liche
Zwecke ge ade in diesem Be eich ungenügenden e ö en lich en Da en-
basis. En sp echend e such de olgende Bei ag mi Hil e eine ein achen
s a is ischen Kennzi e au de Basis on Bes andsg ößen die Ve hal ens-
weisen deu sche Banken zu analysie en. De Ansa z e olg dabei nach
Ins i u sg uppen, disagg egie und analysie den Kapi al e keh zwischen
den deu schen und ausländischen K edi ins i u en in seine quan i a i en
En wicklung ebenso wie s uk u ell anhand de F is en ans o ma ion zu
Kennzeichnung eines im Rahmen des in e na ionalen K edi engagemen s
eingegangenen Risikos.
II. Analyse de F is en ans o ma ion
im Rahmen des Kapi al e keh s
1. Die empi ischen G undlagen
Eine wesen liche Au gabe eines Bankensys ems lieg unbes i en in de
F is en ans o ma ion. Dabei üh en inne halb eines Sys ems nich no -
wendige weise alle Banken bzw. Ins i u sg uppen jede zei eine posi i e
F is en ans o ma ion du ch, die du ch den E we b lang is ige Fo de-
ungen bei gleichzei ig eingegangenen ku z is igen Ve bindlichkei en
cha ak e isie is . Je länge c.p. die F is igkei de gewäh en K edi e wi d,
des o g öße is das on dem Ins i u zu agende Risiko. Bezogen au die
K edi beziehungen zwischen in- und ausländischen Banken in Fo m on
Bes andsg ößen bedeu e dieses, daß in dem in e na ionalen Kapi al e keh
ü das inländische Ins i u bzw. Bankensys em ein um so g öße es Risiko
inko po ie is , je g öße de (posi i e) G ad de F is en ans o ma ion wi d.
18*
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270 Be ich e
De G ad de F is en ans o ma ion läß sich (Fuh mann 1981) übe das
Ve häl nis des Gesam we es de in allen un e schiedenen F is igkei s-
g uppen gewäh en K edi e, denen eine K edi au nahme gegenübe s eh ,
zu dem um die gesam e Ne oposi ion des Ins i u es e minde en We es
alle gewäh en und au genommenen K edi e messen. Weis die Ins i u s-
g uppe bei de K edi gewäh ung in keine F is igkei sg uppe zu keinem
Zei punk einen Saldo au , d.h., is de Saldo zwischen gewäh en und
au genommenen K edi en bei de analysie en G uppe gleich Null, so nimm
die Kennzi e den We eins an. Je ge inge de Indexwe is , d.h., je
s ä ke sich die Maßzahl dem We Null nähe , des o höhe is bei posi i e
F is en ans o ma ion dieses aus de in e na ionalen K edi gewäh ung
kumulie e Risiko:
2
{Aji
+ Pjd ~ 2 Ui - P}11
Ri = —3- ^ L_
2
(Aji 4-
P;i) -
I
2 Ap - 2
Pji I
j I j j I
mi : Aji Fo de ungen de Ins i u sg uppe i an ausländische K edi ins i u e mi eine
e einba en Lau zei ;;
Pji Ve bindlichkei en de Ins i u sg uppe i gegenübe ausländischen K edi -
ins i u en mi eine e einba en Lau zei ;;
i Kennzeichen de Ins i u sg uppe;
j Index de F is igkei .
Die Be echnung de Kennzi e n e olg au de Basis on Mona sda en
ü die Zei on Dezembe 1974 bis Ap il 1982, so daß die in e na ionale
Finanzk ise 1973/74 nich di ek , sonde n nu noch indi ek übe die noch
nich den neuen Rahmenbedingungen angepaß en Bes andsg ößen in die
Analyse eingeh . Die Fo de ungen und Ve bindlichkei en we den in die
ku z- (j = 1), die mi el- (j = 2) und die lang is igen (j = 3) un e eil . In den
Bes andsg ößen de Ak i a und Passi a sind die Wechseldiskon k edi e
bzw. die im Ausland ediskon ie en Wechsel ebenso en hal en wie die du ch-
lau enden K edi e. Da übe hinaus gehen in die Gu haben und Da lehen
bzw. in die Sich - und Te mingelde die Fo de ungen bzw. Ve bindlichkei en
aus Namensschuld e sch eibungen ein. Be ücksich ig we den ebenso die
nich -bö sen ähigen Inhabe -Spa -Schuld e sch eibungen, Spa kassen-
obliga ionen und ähnliche Ti el. Die ins i u ionale Un e gliede ung e olg
in Anlehnung an die Ein eilung de Deu schen Bundesbank, wobei hie
die Gesam hei alle be ich enden Ins i u e un e such we den: „Alle Banken"
(AB), die Gi ozen alen und Landesbanken (GZ) sowie aus de G uppe de
K edi banken die G oßbanken (GB), P i a banken (PB) und deu schen
Zweigs ellen ausländische Banken (ZW).
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Be ich e 271
2. Die empi ischen Beobach ungen
In de Abbildung 1 sind die En wicklungen de Indizes R ü die Ins i u s-
g uppen i in de Analysepe iode da ges ell . Sie ges a e unmi elba die
im olgenden au ge üh en Beobach ungen:
-De Analysezei aum läß sich in die beiden Subpe ioden 1974 bis 1978
sowie 1980 bis 1982 mi de dazwischen liegenden Übe gangsphase 1978/79
gliede n.
- In de e s en Subpe iode üh en im Rahmen des in e na ionalen Kapi al-
e keh s die Gesam hei alle Banken, die Gi ozen alen sowie die G oß-
banken im Gegensa z zu den P i a banken und den inländischen Zweig-
s ellen ausländische Banken keine F is en ans o ma ion du ch. Die
P i a banken (inländischen Zweigs ellen ausländische Banken) üh en
insbesonde e am Ende de e s en Subpe iode eindeu ig eine posi i e
(nega i e) F is en ans o ma ion bei ela i g oße Va iabili ä in olge
kleine Bes andsg ößen du ch. Das Bankensys em bau e zunächs bis
Feb ua 1976 einen Ne o o de ungsbes and au (28 M d. DM), den es
danach haup sächlich übe einen ku z is igen Ne okapi alimpo un e
ande em in olge de zu ließenden Gelde aus spekula i en De isen-
bewegungen im F ühjah 1976 wiede eduzie e. Diese En wicklung wu de
dabei wesen lich du ch die G oßbanken ge agen. Dabei such en - wie
es bei eine im En s ehen beg i enen Rese ewäh ung zu e wa en is -
die Auslände e s ä k Anlagemöglichkei en im Inland, die sie insbeson-
de e bei den G oßbanken, abe auch bei den Gi ozen alen anden.
- Die Übe gangsphase 1978/79 is wesen lich dadu ch gekennzeichne , daß
die G oß- und Landesbanken am langen Ende des Ma k es in die Ne o-
schuldne posi ion wechseln und eine nega i e F is en ans o ma ion
be eiben. Die inländische Liquidi ä senge, die du ch ein häu iges Übe -
sch ei en des G undsa zes III KWG (im Jah e 1979 wa en es 122 Ins i u e)
sowie s a ke Zinsausschläge bei sinkenden eien Liquidi ä s ese en
und luk uie enden Geldmengenagg ega en gekennzeichne is , beding
dabei u sächlich die Va iabili ä de Kennzi e R ü die besonde s im
ku z is igen Geschä engagie en P i a banken. Wäh end alle dings
die Gi ozen alen ih e Ne ogläubige posi ion am ku zen Ende des in e -
na ionalen Bankenma k es beibehal en, en wickeln sich die G oßbanken
sei 1979 auch do zum Ne oschuldne . Diese Ve lau de Indexzi e n
ü die G oßbanken und Gi ozen alen s eh mi de En wicklung de
Du chschni skennzi e n de G undsä ze II und III KWG in Ube ein-
s immung. Is die Zi e des G undsa zes III bei den K edi banken ohne
Zweigs ellen ausländische K edi ins i u e im Du chschni g öße als
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Be ich e
Abb. 1. Die
Kennzi e n
zu
F is en ans o ma ion.
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Be ich e 273
bei den Gi ozen alen, so is es beim G undsa z II en gegengese z . Die
Gi ozen alen nu zen ih en lang is igen (ku z is igen) K edi spiel aum
wesen lich s ä ke (schwäche ) als die K edi banken, bzw. sind im lang-
is igen (ku z is igen) Be eich wesen lich s ä ke (schwäche ) es ingie
als die K edi banken (Fuh mann 1978, S. 118 ., 170 .). Die Di e enz
de Du chschni skennzi e n (K edi banken ohne inländische Zweig-
s ellen ausländische Banken minus Gi ozen alen) en wickel e sich in
den Jah en 1974 bis 1981 wie olg :
Di e enz de Du chschni skennzi e n:
G und-
sa z 1974 1975 1976 1977 1978 1979 1980 1981
III 11,6 9,0 12,6 21,4 23,1 27,5 16,3 6,1
II -18,9 -19,1 -15,6 -12,0 -11,4 -5,6 -5,4 -5,1
Die Du chschni skennzi e de Gi ozen alen wa dami in Rela ion
gesehen im Jah e 1979 bezüglich des ku z- und mi el is igen K edi -
engagemen s besonde s nied ig und bezüglich des lang is igen besonde s
hoch. En sp echend üh en die Gi ozen alen im Jah e 1979 eine wesen -
lich s ä ke e nega i e F is en ans o ma ion du ch als die G oßbanken.
Alle dings weisen beide Ins i u sg uppen in diesem Jah den s ä ks en
G ad de T ans o ma ion au . Wie s a k dabei die s eigende Ausschöp ung
des G undsa zes II du ch eine s eigende lang is ige K edi e gabe an
Lände mi Leis ungsbilanzde izi en bei einem sinkenden lang is igen
inländischen Mi elau kommen mi de Folge eines übe p opo ional
s eigenden lang is igen In e banken-Kapi alimpo es beding wa , is
aus de En wicklung de Kennzi e n na ü lich allein nich di ek zu
en nehmen. Ebenso kann nu in e p e ie we den, daß die Di e enz
im G ad de nega i en F is en ans o ma ion zwischen den G oßbanken
und den Gi ozen alen un e ande em aus dem s eigenden (lang is igen)
Finanzie ungsbeda de ö en lichen Haushal e und dem s ä ke en
(di ek en und indi ek en) wi scha spoli ischen D uck au die K edi -
e gabe de Gi ozen alen ( egionale Beschä igungsp obleme, poli isch
„ge ö de e " Kapi alexpo , usw.) im Ve häl nis zu den G oßbanken
esul ie en kann. De ku z is ige Kapi alexpo de Gi ozen alen is
dabei du ch ih e ela i hohe Liquidi ä (Spa kassen e bund, Emissions-
ä igkei , usw.) sowie die ela i (schwäche e) Si ua ion ih e Töch e
un e ande em im Eu o-Ma k beding .
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274 Be ich e
- Die zwei e Subpe iode (1980/81) is du ch eine deu liche Pa alleli ä
de En wicklung de Indexwe e bei eine insgesam gegebenen Ne o-
schuldne posi ion ü die Gesam hei alle be ich enden Ins i u e und die
G oßbanken sowie eine leich e Ne ogläubige posi ion bei eine du ch-
ge üh en nega i en F is en ans o ma ion de Gi ozen alen und P i a -
banken gekennzeichne . So be äg bei den Gi ozen alen im Juni 1980
(1981) de Ne o o de ungsbes and 0,6 (1,8) M d. DM bei einem Fo -
de ungsbes and on 19,5 (21,5) M d. DM. Den Gi ozen alen komm dabei
die als Folge de seh hohen Zinsen im Jah e 1981 zu beach ende s a ke
Ökonomisie ung de Geldhal ung de Inlände mi eine hohen (Geld-)
Kapi albildung besonde s in Fo m ku z is ige , nich de Mindes ese e-
p lich un e liegende Bankschuld e sch eibungen zugu e. Bei den G oß-
banken spielen dabei die s a ke Posi ion ih e Eu o-Töch e , die Ak i ie-
ungs endenz de Leis ungsbilanz und das Finanzie ungs e hal en de
Un e nehmungen sowie die Spekula ion, insbesonde e im Rahmen des
Eu opäischen Wäh ungssys ems eine en scheidende Rolle, so daß die
G oßbanken sei No embe 1981 und dami nach dem sogenann en
Realignmen im Eu opäischen Wäh ungssys em am 4.10.1981 wiede eine
Ne ogläubige posi ion am ku zen Ende des in e na ionalen Banken-
ma k es einnehmen und eben alls eine nega i e F is en ans o ma ion
du ch üh en. Dabei haben die Gesam hei „Alle Banken" zwischen
Dezembe 1980 und Dezembe 1981,
d. h.
in de zwei en Häl e de zwei en
Subpe iode den Saldo de Ne o e bindlichkei en zwischen deu schen
und ausländischen K edi ins i u en um 13,2 M d. DM im Wege des
Kapi alexpo es eduzie , den sie insbesonde e zwischen Dezembe 1978
und Dezembe 1979 übe einen Kapi alimpo on 23,3 M d. DM au gebau
ha en. Wäh end die P i a banken in diese zwei en Subpe iode eine
nega i e F is en ans o ma ion du ch üh en, sind die inländischen Zweig-
s ellen ausländische K edi ins i u e in allen d ei hie un e schiedenen
F is igkei sg uppen in eine Ne oschuldne posi ion hineingewachsen,
die sich Ende 1981 au insgesam 9,2 M d. DM bei einem Fo de ungs-
bes and on 16,9 M d. DM beläu .
m. Die En wicklung des Ne o o de angsbes andes
1. Die empi ische Maßzahl
Bei de Be echnung des Indexwe es Ri wu de de Nenne de Kennzi e
um den absolu en We des Ne o o de ungsbes andes be einig . Die Be ech-
nung eine Maßzahl R? ohne die Be ücksich igung de Ne oposi ion hä e
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Be ich e 281
de Banken einen Ne o e bindlichkei sbes and au bau e. Die gesam e
En wicklung de Fo de ungen und Ve bindlichkei en gegenübe auslän-
dischen K edi ins i u en, die in absolu en G ößen in den sieben Jah en des
Analysezei aumes um 1,34 und 2,19 .H. ges iegen sind, kann dabei ela i
p oblemlos anhand de bekann en E eignisse wie beispielsweise de Wäh-
ungsun uhen, des Ölp eis-Schocks ode de I an-K ise e klä we den.
Es zeig sich, daß die Banken mi diesem in e na ionalen In e - und In a-
Bankenhandel, de zum g oßen Teil einen T ansmissionskanal zwischen den
heimischen Geld- und Kapi almä k en und den Eu o-Mä k en bilde , o en-
sich lich übe eine Möglichkei e ügen, liquide Mi el anzulegen bzw. zu
e hal en, die nich s e s de unmi elba en Kon olle de Deu schen Bundes-
bank zugänglich is . Die K edi ins i u e haben somi o ensich lich eine
Möglichkei , um die Wi ksamkei einige Maßnahmen de Deu schen Bun-
desbank zumindes zei weise hinauszuzöge n. De übe die in e na ionalen
In e bankk edi e ge üh e Kapi al e keh kann dabei abe auch Ausd uck
eine ges iegenen Flexibili ä des inländischen Bankensek o s zu Abso p ion
on im Inland au e enden Schocks ode plö zlichen Ve ände ungen sein.
Ande e sei s dien e na ü lich gleichzei ig abe auch mi de Glä ung on
au dem in e na ionalen Bankenma k bzw. den Eu o-Mä k en au e enden
S ö ungen. Die in e na ionalen In e bankbeziehungen s ellen in diesem
Sinne s e s die po en ielle Quelle eine Ins abili ä ü die Geld- und Kapi al-
mä k e de Bundes epublik da und we den somi die au den in e -
na ionalen Finanzmä k en au e enden Un uhen „impo ie en".
Die aus diesen Geschä en am in e na ionalen Bankenma k esul ie en-
den Risiken beziehen sich somi au die Kon ollie - und S eue ba kei de
na ionalen Geldmengenagg ega e usw. sei ens de Deu schen Bundesbank
sowie au die Sol enz und Liquidi ä einzelne Ins i u e bzw. Ins i u s-
g uppen, wobei hie insbesonde e au die Risiken on G oß- ode Lände -
k edi en sowie au die Koope a ions- bzw. Ke en isiken in olge e meh e
Konso ialk edi e hinzuweisen is . Gehö die Siche hei de S abili ä des
na ionalen Bankensys ems und da aus abgelei e de Sol enz und Liquidi ä
de Ins i u e zu den Au gaben eine na ionalen Bankenau sich , so e schein
die Scha ung on speziellen G undsä zen ü diese in e na ionalen In e -
bankk edi e im Rahmen des KWG sowie eine Bankenau sich au de Basis
konsolidie e Konze nda en sinn oll und no wendig.
Wil ied Fuh mann, Kiel
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.16.2.267 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:05
282 Be ich e
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Zusammen assung
Zum Kapi al e keh zwischen deu schen
und ausländischen K edi ins i u en
Diese Bei ag heb besonde s die wachsende in e na ionale Ve lech ung de e -
schiedenen na ionalen Geld- und Kapi almä k e he o . Hie ü sind insbesonde e
Inno a ionen sowie neue En wicklungen im in e na ionalen Bankgeschä e an -
wo lich. Folglich we den ein spezielle Übe weisungsweg bzw. die Kapi albewegungen
zwischen inländischen und ausländischen Banken analysie . Eine g oße Pale e on
Ve hal ensweisen de ins i u ionell au gegliede en, disagg egie en deu schen Ban-
ken als auch de Zei ablau de Kapi als öme wi d au gedeck . Zum Zwecke eines
s abilen na ionalen Banksys ems e scheinen sowohl bank ech liche als auch bank-
au sich liche Ände ungen nich nu wünschenswe , sonde n auch möglich.
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Summa y
Capi al Mo emen s Be ween Ge man and Fo eign Banks
This a icle emphasizes he inc easing in e na ional linkages be ween he a ious
na ional money- and capi al-ma ke s. This is due, i s o all, o inno a ions and new
p ocedu es in in e na ional banking. Thus a special ansmission channel esp. he
capi al mo emen s be ween domes ic and o eign banks a e analysed. A g ea a ie y
in he pa e n o beha iou o he ins i u ionally disagg ega ed Ge man banks as
well as in he capi al- low in ime has been de ec ed. Fo he pu pose o a s abilized
na ional banking sys em changes o bank egula ions and supe ision seem desi able
as well as possible.
Résumé
A p opos des mou emen s de capi aux en e
les é ablissemen s bancai es allemands e é ange s
Ce a icle me pa iculiè emen en é idence l'in e péné a ion in e na ionale
c oissan e des di e s ma chés moné ai es e inancie s na ionaux. La esponsabili é
p incipale en incombe aux inno a ions e à de nou eaux dé eloppemen s dans les
a ai es bancai es in e na ionales. L'on analyse ensui e une p océdu e spéciale de
i emen e les mou emen s de capi aux en e banques indigènes e é angè es.
E l'on décou e un la ge é en ail de condui es des banques allemandes ins i u ion-
nellemen spécialisées ou décen alisées ainsi que dans le dé oulemen des lux de
capi aux. Aux ins de la s abili é du sys ème bancai e na ional, des amendemen s de
la législa ion e du con ôle bancai es pa aissen non seulemen souhai ables, mais
même éalisables.
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