Zunehmende Unternehmenskonzentration in der Bundesrepublik Deutschland – Zur bankbetrieblichen Bedeutung des dritten Hauptgutachtens der Monopolkommission
Abstract
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Full text
Schönwi z, Die ich
A icle
Zunehmende Un e nehmenskonzen a ion in de Bundes epublik
Deu schland – Zu bankbe ieblichen Bedeu ung des d i en
Haup gu ach ens de Monopolkommission
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Schönwi z, Die ich (1981) : Zunehmende Un e nehmenskonzen a ion in de
Bundes epublik Deu schland – Zu bankbe ieblichen Bedeu ung des d i en Haup gu ach ens de
Monopolkommission, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 14, Iss. 2,
pp. 222-235,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.14.2.222
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Be ich e
Zunehmende Un e nehmenskonzen a ion
in de Bundes epublik Deu schland
Zu bankbe ieblichen Bedeu ung des d i en
Haup gu ach ens de Monopolkommission
Die Monopolkommission ha de Bundes egie ung am 10. Juli 1980
ih d i es Haup gu ach en „Fusionskon olle bleib o angig"1 zuge-
lei e . Das Zweijah esgu ach en beinhal e F ages ellungen und Un e -
suchungse gebnisse, die auch den Bankensek o be e en.
1. Zu Themenauswahl
Die Monopolkommission soll gemäß § 24 b Abs. 3 des Gese zes gegen
We bewe bsbesch änkungen (GWB) in ih en Haup gu ach en alle zwei
Jah e den jeweiligen S and de Un e nehmenskonzen a ion sowie
de en absehba e En wicklung un e wi scha s-, insbesonde e we -
bewe bspoli ischen Gesich spunk en beu eilen und die Du ch üh ung
de Mißb auchsau sich und de Fusionskon olle wü digen. Neben die-
se Beu eilungs unk ion ha sie die Au gabe, die nach ih e Au assung
e o de lichen Ände ungen de einschlägigen Bes immungen des GWB
au zuzeigen2.
In den e s en Reak ionen zum d i en Haup gu ach en mi dem Ti el
„Fusionskon olle bleib o angig" s ehen S ellungnahmen zu den En -
lech ungs o schlägen des Gu ach e g emiums im Vo de g und. Dem-
gegenübe wu de die Auseinande se zung mi den E wei e ungen des
Un e suchungsp og amms zu besse en Beu eilung de Un e nehmens-
konzen a ion bishe e nachlässig . Da on diesen E wei e ungen ü
1 E schienen im Sep embe 1980 zunächs als Bundes agsd ucksache VIII/
4404 und danach in Buch o m (Baden-Baden 1980).
2 Zu Au gabens ellung de Monopolkommission im einzelnen gl. E.-J.
Mes mäcke , Funk ionen und bishe ige Tä igkei de Monopolkommission,
in: Schwe punk e des Ka ell ech s 1974/75, FlW-Sch i en eihe, He 73,
Köln u. a. 1975, S. 43 - 56.
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Be ich e 223
die Einschä zung de Rolle de K edi ins i u e im We bewe bsp ozeß
die Un e suchung de pe sonellen Ve lech ungen zwischen G oßun e -
nehmen on Bedeu ung is , wi d au pe sonelle Ve lech ungen nach de
allgemeinen Kennzeichnung des Konzen a ionsp ozesses nähe einge-
gangen. Sodann wi d die Posi ion de Monopolkommission zu En lech-
ungsp oblema ik skizzie und nach möglichen Konsequenzen ü den
Bankensek o ge ag . Abschließend wi d dem Ums and Rechnung ge-
agen, daß die Angemessenhei einschneidende Maßnahmen de na io-
nalen We bewe bspoli ik s e s o dem Hin e g und in e na ionale
We bewe bsein lüsse zu beu eilen is .
Dami wi d eine Auswahl de on de Monopolkommission behan-
del en Themen ge o en, die p imä un e dem Gesich spunk de bank-
be ieblichen Rele anz e olg . Insgesam ha die Kommission in ih em
um ang eichen Gu ach en olgende Themenbe eiche au geg i en:
— S and und En wicklung de Un e nehmenskonzen a ion in den Wi -
scha szweigen de Indus ie,
— S and und En wicklung de Konzen a ion im Be eich on G oß-
un e nehmen,
— Konzen a ionsen wicklung in de P essewi scha ,
— die Anwendung de Vo sch i en de Mißb auchsau sich und de
Fusionskon olle,
— Be ücksich igung in e na ionale We bewe bsein lüsse bei de na io-
nalen Kon olle on Un e nehmenszusammenschlüssen und das E -
o de nis de Scha ung eine eu opäischen Fusionskon olle,
— En lech ung.
2. Kennzeichnung de Un e nehmenskonzen a ion
Die Monopolkommission komm — basie end au den Da en de am -
lichen Indus ies a is ik sowie au e ö en lich en Jah esabschlüssen
und Geschä sbe ich en — zu dem U eil, daß
— die Un e nehmenskonzen a ion in de Bundes epublik Deu schland
ein hohes Ni eau e eich ha (de An eil de d ei g öß en Un e -
nehmen am Umsa z de einzelnen Wi scha szweige be äg 1977 im
Du chschni 26,9 °/o);
— die Un e nehmenskonzen a ion sei 1954, d. h. lang is ig, in nahezu
allen Wi scha szweigen s e ig ges iegen is (de du chschni liche
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An eil de zehn g öß en Un e nehmen am Umsa z de einzelnen
Wi scha szweige ha sich on 31,1 % im Jah 1954 au 43,7 % im
Jah 1977 e höh );
— de Konzen a ionsp ozeß du ch ein übe p opo ionales Wachs um
de G oßun e nehmen gekennzeichne is , die sich dadu ch in de
Meh zahl de Wi scha szweige deu lich on den kleine en Un e -
nehmen abgese z haben.
De T end zu einem übe p opo ionalen Wachs um de g öße en
Un e nehmen is nach den Un e suchungse gebnissen de Monopolkom-
mission nich nu inne halb de meis en Wi scha szweige es s ellba ,
sonde n e gil in wi scha szweigübe g ei ende Sich auch ü die
hunde absolu g öß en Un e nehmen de Bundes epublik Deu schland.
De An eil de nach dem Umsa z e s en sechs Un e nehmen am Gesam -
umsa z de „100 G öß en" is sei 1972 on 19,8% au 23,3% im Jah
1978 ges iegen.
Ke ns ück de jüngs e abschiede en ie en Ka ellgese zno elle is
eine Ve schä ung de Fusionskon oll o sch i en3. Die Anwendungs-
p axis de Ka ellbehö de wi d zeigen müssen, ob mi Hil e de Neu-
egelungen dem Konzen a ionsp ozeß o allem bei G oßun e nehmen
begegne we den kann. Nach Au assung des Bundesminis e s ü Wi -
scha bes ä ig die ak uelle Kennzeichnung de Konzen a ion du ch
die Monopolkommission die Be ech igung de ie en Ka ellgese z-
no elle4.
3. Beziehungen zwischen Un e nehmen
du ch pe sonelle Ve lech ungen
Zu besse en Beu eilung de Konzen a ion ha die Kommission das
Un e suchungsp og amm de hunde g öß en Un e nehmen um die
E mi lung de We schöp ung, de Sachanlagen und Be eiligungen,
des Cash- low und de pe sonellen Ve lech ungen e wei e . Un e neh-
men gel en als pe sonell e loch en, wenn Mi gliede geschä s üh en-
de ode -kon ollie ende O gane eines Un e nehmens gleichzei ig in
ande en Un e nehmen ä ig sind. Die No wendigkei de Einbeziehung
pe sonelle Ve lech ungen in die we bewe bspoli ische Diskussion is
dadu ch beg ünde , daß du ch de a ige Beziehungen Kommunika ions-
3 Vgl. BGBl. I 1980, S. 458 . sowie u. a. H.-R. Ebel, Vie e Ka ellgese z-
no elle in K a ge e en, in: De Be ieb, 23/1980, S. 1105 - 1113.
4 Vgl. Bundesminis e ü Wi scha , P essemi eilung om 10. 7.1980.
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und Beein lussungsmöglichkei en au hohe Ebene de Un e nehmens-
hie a chie en s ehen.
Die Monopolkommission un e scheide bei ih e E hebung ü das
Jah 1978 en sp echend de un e nehmens ech lichen T ennung on
Kon oll- und Lei ungso ganen zum einen pe sonelle Ve lech ungen
zwischen jeweiligem Vo s and (bzw. Geschä s üh ung) und Au sich s-
ä en (bzw. Ve wal ungs ä en, Bei ä en, Gesellscha e ausschüssen) so-
wie zum ande en pe sonelle Ve lech ungen zwischen Au sich s ä en
bzw. e gleichba en O ganen. Das Ausmaß pe sonelle Ve lech ungen
zwischen den hunde G oßun e nehmen is hoch:
— Bei 40 Un e nehmen bes ehen pe sonelle Ve lech ungen mi min-
des ens einem ande en Un e nehmen de „100 G öß en" du ch Man-
da e on Mi gliede n de Geschä s üh ung in Kon ollo ganen.
— Au de Ebene de Au sich s ä e bzw. e gleichba e O gane sind
82 Un e nehmen mi mindes ens einem ande en de „100 G öß en"
pe sonell e bunden.
We bewe bspoli isch on besonde e Bedeu ung sind pe sonelle Ve -
lech ungen zwischen We bewe be n. Aus diesem G und sind beispiels-
weise im ame ikanischen An i-T us -Rech nach A ikel 8 Clay on Ac
sogenann e „in e locking di ec o a es" zwischen G oßun e nehmen, die
mi einande in We bewe b s ehen, e bo en. Die Un e suchung zeig ,
daß di ek e pe sonelle Ve lech ungen zwischen We bewe be n ela i
sel en sind. Von insgesam 1 088 pe sonellen Ve lech ungen de G oß-
un e nehmen sind 33, d. h. d. 3 °/o, Ve lech ungen zwischen Un e neh-
men, die ih em Tä igkei sschwe punk nach dem gleichen Wi scha s-
zweig zugeo dne wu den. Diese Zuo dnung de G oßun e nehmen zu
Wi scha szweigen nach dem Umsa zschwe punk p inzip kann jedoch
eine Un e schä zung des Ausmaßes pe sonelle Ve lech ungen zwischen
We bewe be n zu Folge haben.
4. K edi ins i u e und pe sonelle Ve lech ungen
Eine on den Gu ach e n o genommene g uppenspezi ische Analyse
de pe sonellen Ve lech ungen e gib , daß on den insgesam 1 480 Kon-
ollo ganmanda en bei den hunde g öß en Un e nehmen des Jah es
1978 201 Manda e (13,6%) au Gewe kscha s e e e , 145 Manda e
(9,8
%>)
au Banken e e e und 18 Manda e (1,2 °/o) au Ve siche ungs-
e e e en allen.
15 K edi und Kapi al 2/1981
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Du ch Banken e e e , Gewe kscha s e e e und Ve siche ungs-
e e e au de Ebene de O gane Geschä s üh ungskon olle de hunde
g öß en Un e nehmen des Jah es 1978 e u sach e pe sonelle Ve lech ungen
Ve u sache
de pe sonellen
Ve lech ungen
Zahl de G oßun e nehmen, die mi
... bis ... e schiedenen G oßun e -
nehmen du ch die jeweiligen G up-
pen e e e e bunden sind
Zahl de
G oßun e nehmen
mi g uppen-
spezi ischen
pe sonellen
Ve lech ungen
insgesam
Ve u sache
de pe sonellen
Ve lech ungen
1-5 6-10 11-15 16-20
Zahl de
G oßun e nehmen
mi g uppen-
spezi ischen
pe sonellen
Ve lech ungen
insgesam
Banken Ve e e . 26 21 9 1 57
Gewe kscha s-
e e e 28 8 — — 36
Ve siche ungs-
e e e 13 2 15
Quelle: Monopolkommission, Haup gu ach en III, a.a.O., Kapi el III, Baden-Baden
1980, S. 117.
Du ch Meh achmi gliedscha en de a ige G uppen e e e in Kon-
ollo ganen en s ehen pe sonelle Ve lech ungen, die mi eine spezi-
ischen In e essen e e ung e bunden sein können. Die du ch Banken-
e e e , Gewe kscha s e e e und Ve siche ungs e e e e u -
sach en pe sonellen Ve lech ungen sind aus de Tabelle e sich lich. Die
Zahl de Un e nehmen, bei denen es du ch Banken e e e in den
Kon ollo ganen zu pe sonellen Ve lech ungen mi ande en G oßun e -
nehmen komm , lieg demnach bei 57. Dabei üh die Meh achmi glied-
scha on Banken e e e n in den Kon ollo ganen in Ve bindung mi
dem Ums and, daß zum Teil meh e e Banken e e e Kon ollo gan-
manda e bei einzelnen G oßun e nehmen innehaben, in 10 Fällen zu
pe sonellen Ve lech ungen mi meh als 10 ande en G oßun e nehmen.
Die Zahlene gebnisse lie e n e s e zei punk bezogene Anhal spunk e
übe das Ausmaß pe sonelle Ve lech ungen bei G oßun e nehmen
du ch Banken e e e und ande e G uppen. Ih e a sächlichen Wi -
kungen au den We bewe b im Nich bankensek o bedü en noch de
so g äl igen empi ischen Übe p ü ung. Hie bei we den in bezug au die
K edi ins i u e olgende Hypo hesen eine Rolle spielen5:
5 Vgl. auch S udienkommission „G undsa z agen de K edi wi scha ",
Be ich de S udienkommission, Bonn 1979, S. 118 und J. Mülle / R. Hoch-
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Be ich e 227
1) Es sei denkba , daß K edi ins i u e Inside -In o ma ionen zum Vo -
eil on Un e nehmen be ücksich igen, die ihnen in ih e Funk ion
als An eilseigne ode als K edi gebe nahes ehen. Zumindes seien
In e essenkon lik e un e meidlich, wenn K edi ins i u e bei be-
s imm en Un e nehmen besonde s engagie sind.
2) Die K edi ins i u e könn en ih e pe sonelle P äsenz in Ve bindung
mi Ein luß au die Finanzie ungsmi el de Un e nehmen einse zen,
um zu Siche ung eigene In e essen po en ielle ode ak uelle We -
bewe be an agg essi en We bewe bs a egien zu hinde n bzw. um
den We bewe b zwischen bes imm en Un e nehmen, z. B. du ch
He bei üh ung on Fusionen und In es i ionskoo dina ion, gänzlich
auszuschal en.
Diese Hypo hesen sind — dies sei be on — empi isch noch nich zu-
eichend übe p ü . Denn obwohl z. B. in G oßb i annien, den USA und
de Bundes epublik in de jüngs en Ve gangenhei eine In ensi ie ung
empi ische Un e suchungen zu pe sonellen Ve lech ungen es zus el-
len is , is ih e we bewe bspoli ische Beu eilung s i ig. Nach dem
gegenwä igen S and de Diskussion sind au de einen Sei e S ellung-
nahmen zu e zeichnen, die pe sonelle Ve lech ungen als Beziehungs-
ge lech e mi konzen a ionsähnlichen Wi kungen eins u en; au de
ande en Sei e s ehen U eile, die pe sonelle Ve lech ungen speziell übe
die Kon ollo gane on Un e nehmen als wenig geeigne es Ins umen
de Ve hal ensabs immung und einsei igen Ein lußnahme bewe en und
allen alls als e s en Ke n de He ausk is allisie ung on Absp achen
gel en lassen wollen6. Mühlhaup weis da au hin, daß dadu ch, daß
den Au sich s ä en de G oßun e nehmen häu ig Ve e e meh e e
Banken (die Monopolkommission s ell in 40 Kon ollo ganen de hun-
de g öß en Un e nehmen eine gleichzei ige Ve e ung du ch meh e e
K edi ins i u e es ) sowie nach de Mi bes immungsgese zgebung A -
bei nehme e e e angehö en, eine einsei igen In e essen e olgung
en gegengewi k wi d7. Angesich s de Zahl pe sonelle Ve lech ungen,
ei e , S and und En wicklungs endenzen de Konzen a ion in de Bundes-
epublik Deu schland, Gö ingen 1975, S. 99.
6 Vgl. O. H. Poensgen, Be ween Ma ke and Hie a chy — The Role o
In e locking Di ec o a es, in: Zei sch i ü die gesam e S aa swissenscha ,
2/1980, S. 209 - 225 und D. Schönwi z / H.-J. Webe , Pe sonelle Ve lech ungen
zwischen Un e nehmen: Eine we bewe bspoli ische Analyse, ebenda, 1/1980,
S. 98 - 112 sowie die do angegebene Li e a u .
7 Vgl. L. Mülhaup , Ein üh ung in die Be iebswi scha sleh e de Banken,
Wiesbaden 1977, S. 242.
15*
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die du ch Banken e e e allein bei den „100 G öß en" e u sach
wi d, sind wei e e Fo schungsa bei en zu Ube p ü ung de we -
bewe bspoli ischen Wi kungen pe sonelle Ve lech ungen einschließlich
de Wi ksamkei de on Mühlhaup genann en Ko ek i e — auch im
In e esse de K edi wi scha — d ingend gebo en. Bei eine wi -
scha spoli ischen Beu eilung des angemessenen Ausmaßes pe sonelle
Ve lech ungen müssen da übe hinaus die möglichen Vo eile on
Meh achmi gliedscha en in Füh ungsg emien (op imale Nu zung knap-
pe un e nehme ische Fähigkei en, S eige ung de Quali ä de Un e -
nehmenspoli ik, E wei e ung on E ah ungsho izon en) in den Mei-
nungsbildungsp ozeß einbezogen we den.
5. En lech ung als Mi el de We bewe bspoli ik
Die Reak ionen de Ö en lichkei au die Übe legungen de Mono-
polkommission zu Un e nehmensen lech ung sind kon o e s. Sie ei-
chen on dezidie e Ablehnung8 bis zu Be ei scha zu eine e ie en
Diskussion, ohne die F age nach eine Gese zesini ia i e schon je z zu
s ellen9. E kenn man angesich s de Eing i sin ensi ä des Ins u-
men s die No wendigkei zu eingehende E ö e ung an, so is emo-
ionsgeladenes Ope ie en mi Schlagwo en ebenso ehl am Pla z wie
ein o schnelles Einb ingen on Gese zesände ungs o schlägen.
Die Monopolkommission beg ünde ih en Vo schlag, En lech ungs-
möglichkei en in das GWB einzu üh en, mi de o sch ei enden und
o gesch i enen Un e nehmenskonzen a ion in de Bundes epublik
Deu schland, die sie als Ge ah ü die Funk ions ähigkei des Wi -
scha ssys ems und als Ge ah ü die Wi scha so dnung ansieh . Die
Un e nehmensen lech ung e schein ih als Ins umen , um die Lücken
bei de Kon olle des Konzen a ionsp ozesses in Einzel ällen nach äg-
lich zu schließen. Nach Au assung de Kommission soll en En lech-
ungsmaßnahmen bei kumula i em Vo liegen de olgenden Vo aus-
se zungen e g i en we den:
— ma k behe schende S ellung gemäß § 22 GWB,
— mißb äuchliche Ausnu zung de ma k behe schenden S ellung,
8 Vgl. Bundes e band de Deu schen Indus ie, P essemi eilung om 10.7.
1980: BDI k i isie Zwei Jah esbe ich de Monopolkommission.
9 Vgl. Gesp äch mi Wi scha sminis e Lambsdo , in: Die Zei , 30/1980,
S.
17
.
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Be ich e 229
— Ma k s uk u beding hei des Mißb auchs,
— keine übe wiegenden gesam wi scha lichen Nach eile ode Ve le -
zung on übe agenden In e essen de Allgemeinhei einschließlich
de Be ücksich igung de in e na ionalen We bewe bs ähigkei de
Un e nehmen.
Mi de An egung de Ein üh ung on En lech ungs e ügungen
du ch die Ka ellbehö de in Abs immung mi dem Bundesminis e ü
Wi scha als ul ima a io de Mißb auchsau sich nach dem GWB lieg
ein En lech ungskonzep o , das ausschließlich an we bewe bspoli i-
schen Zielen und de E hal ung eines unk ions ähigen We bewe bs
o ien ie is . Es un e scheide sich dami g undlegend on pe -se-
Regelungen de En lech ung, nach denen alle Un e nehmen zu en -
lech en sind, die übe unangemessene Ma k mach e ügen und da -
übe hinaus wei e e, p imä un e nehmensg ößeno ien ie e K i e ien
e üllen10. Die Monopolkommission lehn also — wie zum Teil im Zu-
sammenhang mi Ände ungs o schlägen des ame ikanischen An i-
T us -Rech s disku ie 11 — ein Vo gehen gegen Un e nehmensg öße
als solche ab. K i ike , die du ch En lech ungsmöglichkei en in jedem
Falle den Lebensne de ma k wi scha lichen O dnung ge o en
sehen und die Übe nahme p i a e Risiken bei Ein üh ung on En -
lech ungs egelungen ü nich meh zumu ba hal en, soll en diese
Di e enzie ung Rechnung agen12. Le z e e A gumen a ionsweise üh
nämlich zu de Konsequenz, daß die Übe nahme p i a e Risiken nu
dann ü zumu ba e ach e wi d, wenn mißb äuchlichem Ve hal en,
das du ch die Ma k s uk u e u sach wi d, nich u sächlich, d. h. mi
s uk u ell wi kenden Maßnahmen, begegne we den kann. Un e dem
Aspek de Kon o mi ä mi de ma k wi scha lichen O dnung kann
man ielmeh den Vo eil eine En lech ungs egelung als ul ima a io
de Mißb auchsau sich da in sehen, daß sie kausal wi k . Als u säch-
liche The apie in Fällen ex em we bewe bswid ige Ma k s uk u en
such sie eine daue nde Einmischung des S aa es in die P i a wi scha
übe e hal enso ien ie e Maßnahmen zu e meiden, indem du ch
konsequen e Wi scha so dnungspoli ik die Rahmenbedingungen des
We bewe bs wiede he ges ell we den.
10 Vgl. H. Schumache , Die En lech ung on G oßun e nehmen, in: Wi -
scha sdiens , 12/1977, S. 619 - 624.
11 Vgl. H. G aueI, Gese zes o schläge zu ame ikanischen Fusionskon olle,
in: Wi scha und We bewe b, 5/1979, S. 310 .
12 Vgl. Bundes e band de Deu schen Indus ie, a.a.O.
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