Basiskurs zu Erschließung und Forschungsdatenmanagement in Universitätssammlungen Modul 3: Sammlungen erschließen Anna Gnyp, 08.12.2025 Sofern nicht anders angegeben, gilt CC BY 4.0
Ressourcen SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 2 •Miro Board: https://miro.com/app/board/uXjVJgSYd6w=/?share_link_id=660775264000 •Präsentation wird im Nachgang veröffentlicht •Workshop ist Teil des SODa Basiskurses "Erschließung und Forschungsdatenmanagement in Universitätssammlungen“ (Module 1-6) •Die Workshops werden online erprobt und als Open Educational Resources publiziert •Alle Publikationen in der SODa Community auf Zenodo
Agenda SODa Basiskurs, Mo Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 3 Einheit Themen 0. Begrüßung 1. Grundlagen der digitalen Sammlungserschließung 2. Datenmodellierung 3. Metadaten 4. Kontrollierte Vokabulare 5. Datenaustausch und Linked Open Data 6. Erschließungssysteme
1. Grundlagen der digitalen Sammlungserschließung SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 4 Sammlungsdokumentation ist Grundlage für viele kustodische und kuratorische Aufgaben sowie für die Forschung: •Interne Weiterverarbeitung (Zustandsberichte, Revision, Leihverkehr, Ausstellungsplanung und -dokumentation, Sammlungspflege, Restaurierung, Öffentlichkeitsarbeit) •Datenweitergabe an externe: für Forschung und Publikationen •Datenweitergabe an Forschungsoder Kulturportale (z. B. Deutsche Digitale Bibliothek oder Europeana Collections) •Datennutzung für Vermittungsprojekte (Ausstellungen, virtuelle Vermittlung) •Social Media •partizipative Projekte (Wikidata, Data sprints, Hackathons) Stilleben mit Raritätensammlung, Tondo (v. Hendrick van der Borcht d. Ä. und Inventarbuch Museum Senftenberg, Public Domain. Bildschirm mit Screenshot des NUMiD Portals, Anna Gnyp CC BY-SA 4.0
1. Grundlagen der digitalen Sammlungserschließung SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 5 „Wissenschaftliche Sammlungen sind eine wesentliche Infrastruktur für die Forschung.“ Wissenschaftsrat (2011): Empfehlungen zu wissenschaftlichen Sammlungen als Forschungsinfrastrukturen; Berlin. https://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/10464-11.html „Zu Forschungsdaten zählen u. a. Messdaten, Laborwerte, audiovisuelle Informationen, Texte, Surveydaten... Da Forschungsdaten in einigen Fachbereichen auf der Analyse von Objekten basieren (z. B. …, Artefakte und Kunstgegenstände), muss der Umgang mit diesen ebenso sorgfältig sein und eine fachlich adäquate Nachnutzungsmöglichkeit … mitgedacht werden.“ Deutsche Forschungsgemeinschaft, Umgang mit Forschungsdaten, 2021, https://www.dfg.de/resource/blob/174732/forschungsdaten-checkliste-de.pdf
1. Grundlagen der digitalen Sammlungserschließung SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 6 „Collections as data“ als Prinzip 2017 Santa Barbara Statement on Collections as Data 2023 Vancouver Statement on Collections as Data Padilla, T., Allen, L., Frost, H., Potvin, S., Russey Roke, E., & Varner, S. (2019). Santa Barbara Statement on Collections as Data --- Always Already Computational: Collections as Data. https://doi.org/10.5281/zenodo.3066209 Padilla, T., Scates Kettler, H., Varner, S., & Shorish, Y. (2023). Vancouver Statement on Collections as Data. https://doi.org/10.5281/zenodo.8342171 KI-generiertes Bild, Public Domain.
1. Grundlagen der digitalen Sammlungserschließung SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 7 SangyaPundir, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons •Internationale Leitlinien •Forschungsdaten für Menschen und Maschinen optimal aufbereiten und zugänglich machen •im Rahmen des rechtlich & technisch Möglichen, Datenbestände für neue Nutzungsszenarien öffnen.
1. Grundlagen der digitalen Sammlungserschließung SODa | 8 Findable – auffindbar •F1 (Meta-)Daten sind mit einem global eindeutigen u. dauerhaften persistent identifier versehen. •F2 (Meta-)Daten werden mit umfangreichen Metadaten beschrieben. •F3 (Meta-)Daten sind in einer durchsuchbaren Ressource registriert oder indiziert. •F4 (Meta-)Daten enthalten eine klare und eindeutige Identifizierung der Daten, die sie beschreiben. Accessible – zugänglich •A1 (Meta-)Daten können anhand ihrer Identifizierung über ein standardisiertes Kommunikationsprotokoll abgerufen werden. −A1.1 das Protokoll ist offen, frei u. universell implementierbar. −A1.2 das Protokoll ermöglicht bei Bedarf ein Authentifizierungsu. Autorisierungsverfahren. •A2 – (Meta-)Daten sind zugänglich, auch wenn die Daten nicht mehr verfügbar sind. Interoperable – interoperabel •I1 (Meta-)Daten verwenden eine formale, zugängliche, gemeinsame und weithin anwendbare Sprache zur Wissensdarstellung. •I2 (Meta-)Daten verwenden Vokabulare, die den FAIRGrundsätzen entsprechen. •I3 (Meta-)Daten enthalten qualifizierte Verweise auf andere (Meta-)Daten. Reusable – wiederverwendbar •R1 (Meta-)Daten haben mehrere genaue und relevante Attribute. −R1.1 (Meta-)Daten werden mit einer klaren und zugänglichen Datennutzungslizenz freigegeben. −R1.2 (Meta-)Daten sind mit ihrer Herkunft verbunden. −R1.3 (Meta-)Daten entsprechen den für den Bereich relevanten Gemeinschaftsstandards. https://forschungsdaten.info/themen/veroeffentlichen-und-archivieren/faire-daten/ ; https://www.go-fair.org/fair-principles/
1. Grundlagen der digitalen Sammlungserschließung SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 9 Wie ist der Stand bei Ihnen im Haus hinsichtlich der FAIRPrinzipien? (n=452) Schäffer, J., Schlösser, M., von Hagel, F., Schäfer, F. F., & Stricker, M. (2025). Bericht zum Forschungsdatenmanagement in Museen und Sammlungen (2024). Abb. 47. CC BY 4.0 https://doi.org/10.5281/zenodo.17776888
1. Grundlagen der digitalen Sammlungserschließung SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 16 Die Rolle der Datenstandards (Kailus, A. (2023). Guideline for a FAIR Management of Cultural Research Data. 11-12. CC BY 4.0) •machen Informationen durch einheitliche Kodierung oder Gleichmäßigkeit der Beschreibung besser auswertbar •sind Systeme und Konventionen, die eine weite Verbreitung innerhalb einer Anwendergemeinschaft haben •legen fest, welche Arten von Informationen für jedes Informationsobjekt in einer Datensammlung auf welche Weise erfasst werden. •sichern die mittel- & längerfristige Verständlichkeit und Nachnutzbarkeit der Daten ab •Werden von ihrer Anwendergemeinschaften inhaltlich und technisch weiterentwickelt
1. Grundlagen der digitalen Sammlungserschließung SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 17 •Standard-Dateiformate gewährleisten in hohem Maß, dass die Dateien zu einem späteren Zeitpunkt und von anderen Akteuren verwendet werden können (z. B. TIFF für Bilddateien, XML für Textdateien). •Referenzmodelle (top-level ontologies) sind komplexe Sets von Repräsentationselementen (Klassen, Attribute und Beziehungen), mit denen ein Wissensoder Diskursbereich modelliert werden kann. Die Definitionen der Elemente enthalten Informationen über ihre Bedeutung und Beschränkungen für ihre logisch konsistente Anwendung (Beispiel CIDOCCRM). (Kailus, A. (2023). Guideline for a FAIR Management of Cultural Research Data. 12-13. CC BY 4.0)
1. Grundlagen der digitalen Sammlungserschließung SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 18 Metadatenstandards legen Kriterien, Methoden und Prozesse fest, nach denen die Dokumentation in bestimmten Fachcommunitys erfolgen soll. Sie gliedern sich in drei Bereiche: •Daten-Inhaltsstandards oder Katalogisierungsregeln legen fest, wie bestimmte Ressourcen und Objekte beschrieben werden sollen. Sie können Vorgaben für die Erfassung und Formatierung von Informationen sowie die zu verwendenden Vokabulare enthalten. z. B. MIDAS Heritage | Arbeitskreis Provenienzforschung: Leitfaden zur Standardisierung von Provenienzangaben, 2018 | Minimaldatensatzempfehlung für Museen und Sammlungen (Kailus, A. (2023). Guideline for a FAIR Management of Cultural Research Data. 12-13. CC BY 4.0)
1. Grundlagen der digitalen Sammlungserschließung SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 19 •Daten-Strukturstandards beziehen sich auf Metadaten-Elementsets (Metadatenschema). Sie geben die Struktur, den Inhalt, die Semantik und den Umfang von Metadaten in Form eines Kategorienschemas vor. z. B. Schema.org | LIDO – Lightweight Information Describing Objects •Standards für Datenwerte beziehen sich auf kontrollierte Vokabulare. Diese gewährleisten, dass Datenwerte mit eindeutigen Bezeichnungen versehen werden. Ihre Verwendung ist die Voraussetzung für präzise Suchergebnisse und die richtige Verknüpfung vergleichbarer Daten. z. B Gemeinsame Normdatei, GeoNames, Arts & Architecture Thesaurus Kailus, A. (2023). Guideline for a FAIR Management of Cultural Research Data. 12-13. CC BY 4.0
2. Datenmodellierung SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 20 2.1. Ontologien •Ontologien sind formale Modelle, die Darstellung von Wissen für einen bestimmten Bereich ermöglicht. •Ontologien dienen als Mittel der Strukturierung und zum Datenaustausch •Bestandteile sind die Arten von Dingen (Klassen), Beziehungen zwischen ihnen (Eigenschaften/Relationen) und logische Möglichkeiten, wie diese Klassen und Eigenschaften zusammen verwendet werden können (Axiome). •Domänenontologie für den Bereich des Kulturellen Erbes: CIDOC CRM Beispiel einer Ontologie. MRewald, CC0, via Wikimedia Commons.
2. Datenmodellierung SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 21 2.1. Ontologien •Ein Datenbankschema gilt als „Blueprint“ (Bauplan) einer Datenbank und beschreibt, wie die Daten mit anderen Tabellen oder anderen Datenmodellen in Beziehung stehen können. •Es gibt drei verschiedene Arten von Schemata: ein konzeptionelles Datenbankschema, ein logisches Datenbankschema und ein physisches Datenbankschema. Beschreibung der realen Welt = Datenmodellierung Konzeptionelles Schema Logisches Schema An Datenbanksystem orientiert Systemunabhängige Datenbeschreibung Orientierung an Referenzmodell z. B. CIDOC CRM
2. Datenmodellierung SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 22 2.2. CICOC CRM •CIDOC (Comité international pour la documentation) CRM (Conceptual Reference Model): https://cidoccrm.org •(Domänen)Ontologie für Begriffe und Informationen des Kulturerbes •offizieller ISO Standard •entwickelt vom International Committee on Documentation (ICOM Committee) •dient als Leitfaden zur Datenmodellierung •lingua franca für transdisziplinäre Vernetzung und Forschung •kann in jedem relationalen oder objektorientierten Schema implementiert werden •kann in maschinenlesbare Formate umgewandelt werden, wie RDF und OWL •objektorientiertes Modell •Ereigniszentriertheit
2. Datenmodellierung SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 23 Ushebti des Sennedjem, Inv.-Nr. 86.1.22, MET, Public Domain E22 Human-Made Object Ushebti E54 Dimension Höhe 27 cm P43 has dimension E57 Material Kalkstein E12 Production E35 Title Ushebti des Sennedjem P102 has title P5 consists of P108 was produced by E53 Place Deir elMedina P7 took place at
2. Datenmodellierung SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 24 AUFGABE Modelliere mithilfe der CIDOC Klassen und Properties nachfolgende Objektinformationen •https://cidoccrm.org/html/cidoc_crm_v7.1.3. html Der CIDOC-CRM periodic table kann helfen, die eigene Modellierung zu überprüfen: •https://remogrillo.github.io/cid oc-crm_periodic_table/ 2.2. CICOC CRM
2. Datenmodellierung SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 25 AUFGABE: Modelliere mithilfe der CIDOC Klassen und Properties nachfolgende Objektinformationen •https://cidoc-crm.org/html/cidoc_crm_v7.1.3.html •https://remogrillo.github.io/cidoc-crm_periodic_table/ LÖSUNG: Vorderseite: CONST-ANTINVS AVG. Behelmte Büste des Constantinus I. nach r., in Brustpanzer. Rückseite: VIRTVS EXERCIT. Standarte mit Aufschrift VOT / XX, flankiert von zwei kauernden Gefangenen. Objektbezeichnung: Schwefel Inventarnummer: GZG.HST.4.094 Objektgattung: Mineral crm:E22_HumanMade_Object crm:P128_carries crm:E34_Inscri ption crm:E19_Physical_ Object crm:P45_consists_ of crm:E57_Material crm:E19_Physical_ Object crm:P48_has_pref erred_identifier crm:E42_Identifie r Georg-August-Universität Göttingen, Geowissenschaftliches Museum / G. Hundertmark, 2017, CC BY-SA 4.0. Braunschweig, Sammlung der Technischen Universität, Public Domain
3. Metadaten SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 32 3.2. Metadatenstandards Weitere Empfehlungen zu Metadatenstandards (Inhaltsstandards) •Cataloging Cultural Objects (CCO) •Categories for the Description of Works of Art (CDWA) •MIDAS Heritage •Collections Trust Spectrum Precedures
3. Metadaten SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 33 3.3. Datenqualität Dimensionen von Datenqualität Kailus, A. (2024, Juli 25). Datenverbesserung als (internes) Projekt: Ausgangsmotivationen und Startpunkte für die Planung. NFDI4Culture. https://doi.org/10.5281/zenodo.12820345 , CC BY 4.0. Nach: Stein, Regine / Taentzer, Gabriele: How to Define the Quality of Data and Data Models? A Perspective from the Cultural Heritage Domain, 2023, https://doi.org/10.5281/zenodo.7705014
3. Metadaten SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 34 Probleme von Datenqualität •fehlende Information/Daten •fehlende Quellen •Schreibfehler •Falschinformationen •Inkonsistenzen •Redundanzen •Unsicherheiten Lösungen ➢Recherche/Lücken in Datenbank abbilden ➢Recherche ➢Kontrolliertes Vokabular/Schreibanweisung ➢Überprüfung ➢Schreibanweisungen ➢Schreibanweisungen ➢ Quellen/Ranking/Zeitspannen/ 3.3. Datenqualität
3. Metadaten SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 35 3.3. Datenqualität Unsicherheit = Mangel an Gewissheit Unschärfen: unsichere oder ungenaue Klassifikation/Zuordnung zu Konzepten Ungefähre Datierung: 5000 - 3000 v. Chr. Musikinstrument? Blasinstrument? Flöte? Scheinflöte? Axtklinge. Sammlung der Jüngeren Urgeschichte, Museum der Universität Tübingen MUT, CC BY-SA 4.0 Georg-August-Universität Göttingen, Zentrale Kustodie | Lena Hoppe, 2017 (CC BY-SA 4.0)
3. Metadaten SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 36 Erhaltungsdatum unbekannt Lücken •in der Provenienzkette •in der Forschung selbst Foto der Tasche: Georg-August-Universität Göttingen, Ethnologische Sammlung, CC BY-NC-SA 4.0 3.3. Datenqualität
3. Metadaten SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 37 3.3. Datenqualität Wie mit widersprüchlichen und unsicheren Zuständen umgehen? Wie lassen sich Unsicherheiten abbilden? •Referenzen und Quellen angeben (Statements über Statements) •Zusätzliche Kommentarfelder •Mehrfachfeld zum Abbilden von unterschiedlichen Perspektiven •Versionshistorie zu jedem Datensatz •Ungenaue Werte parametrisieren; Grenzen und Intervalle festlegen •Verschiedene mögliche Datenwerte nach Wahrscheinlichkeit ordnen •Zusätzliches Datenfeld und Vokabular für die Angabe verschiedener Abstufungen von Ungenauigkeit: „unsicher“, „wahrscheinlich sicher“ „wahr“, „falsch“, „unbekannt“ •Level der Sicherheit angeben: (hoch, niedrig, unbekannt)
3. Metadaten SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 38 3.3. Datenqualität Wie mit widersprüchlichen und unsicheren Zuständen umgehen? Wie lassen sich Unsicherheiten abbilden? SODa Forum: Unsicherheiten und Vagheiten in der Sammlungspraxis •Burger, S. (2025, April 16). Unsicherheiten und vage Informationen abbilden: Ein Ansatz aus CODA. https://doi.org/10.5281/zenodo.15228188 •Nasarek, R. (2025, April 23). Unsichere Informationen in ungewissen Zeiten. SODa Forum: Unsicherheiten und Vagheiten in der Sammlungspraxis – Möglichkeiten, Herausforderungen und Lösungen in der digitalen Objekterschließung. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.15269085 •Sohmen, L., & Rossenova, L. (2025, März 24). Wikibase services in NFDI4Culture: Uncertainty modeling. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.15076223
3. Metadaten SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 39 3.3. Datenqualität OpenRefine für die Datenbereinigung •Ist ein Open Source Tool zur Bereinigung, Umwandlung und Anreicherung tabellarischer Daten •kann praktisch alle Text-Dateiformate und Datenstrukturen wie CSV, XML, JSON importieren •kann auf Webseiten und Schnittstellen zugreifen & diese Daten verarbeiten (z. B. für einen Abgleich mit der GND, Wikidata, AAT, OpenStreetMap usw.) •ist ideal für Bereinigungsund Sortieraufgaben, etwa bei dem Import von Daten in ein Museumsdokumentationssystem •eignet sich für wiederholbare, komplexe Bearbeitungsschritte, die ganze Spalten o. die ganze Tabelle betreffen •hat eine eigene Skriptsprache namens GREL integriert, es kann aber auch Python genutzt werden Louise Tharandt, & Markert, M. (2025). OpenRefine Beginner SODa-Tutorial (v1.0). Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.17531823, CC BY 4.0
4. Kontrollierte Vokabulare SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 40 4.1 Relevanz kontrollierter Vokabulare Problem: Natürliche Sprache lebt von Kontexten und Begriffsvarianten. In der Datenwelt sind diese Kontexte/das Vorwissen aber nicht vorhanden Variabilität in der Sprache •Synonyme: Wörter mit ähnlicher Bedeutung, z. B. „Auto“, „Wagen“, „PKW“; •Dialekte & regionale Varianten: z. B. “Brötchen“, „Schrippe“ (Berlin), „Semmel“ (Süddeutsch); •Ambiguität (Mehrdeutigkeit eines Wortes): z. B. „Schloss“
4. Kontrollierte Vokabulare SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 41 4.1 Relevanz kontrollierter Vokabulare Lösung: Kontrollierte Vokabulare bestehen aus Konzepten. Ein Konzept = Idee. Ein Konzept kann durch einen oder mehrere Begriffe (Terme) bezeichnet werden und hat eine genaue Definition. Herz Schloss
SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 48 4. Kontrollierte Vokabulare 4.2 Begriffe Gazetteer Ein Gazetteer ist eine strukturierte Menge von geographischen Objekten (Geoobjekten). Geoobjekte können genutzt werden um Raumbezüge zu spezifizieren: Geoobjekte können die folgenden Eigenschaften besitzen: •Name (z. B. „Mainau“) •Geometrie (z. B. Koordinaten eines Polygons) •einen Objekttyp (z. B. „Insel“) •Eindeutige Objekt-ID •Hierarchie (z. B. Verwaltungshierarchie) •Synonymnamen, fremdsprachliche Namen
SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 49 4. Kontrollierte Vokabulare 4.2 Begriffe Klassifikationen Eine Klassifikation, Typifikation oder Systematik ist eine hierarchisch angeordnete Sammlung von abstrakten Klassen (auch Konzepten, Typen oder Kategorien), die zur Abgrenzung und Ordnung verwendet werden, um Entitäten einzuordnen. Formen von Klassifikationen: Taxonomie und Typologie. Beispiel: Internationale Patentklassifikation https://ipcpub.wipo.int/?notion=scheme&version=20250101&symbol =none&menulang=en&lang=en&viewmode=f&fipcpc=no&showdelete d=yes&indexes=no&headings=yes¬es=yes&direction=o2n&initial= A&cwid=none&tree=no&searchmode=smart
SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 50 4. Kontrollierte Vokabulare 4.2 Begriffe Thesauri (Wortnetze) Ein Thesaurus ist eine geordnete Zusammenstellung von Begriffen eines Fachgebietes. Im Grunde sind Thesauri kontrollierte Vokabulare, die Synonyme, Oberund Unterbegriffe fr einen Begriff enthalten. Ein Thesaurus ordnet Begriffe nicht nur hierarchisch sondern auch nach Äquivalenzund Assoziations-Relationen. Beispiel: Getty Art & Architecture Thesaurus
4. Kontrollierte Vokabulare SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 51 4.3. Persistente Identifikatoren Um Konzepte eindeutig zu bezeichnen und referenzierbar zu machen, werden Persistente Identifikatoren (PID) verwendet. Sie bestehen aus einem Internet-Link, der zu einer Webseite führt, die das Informationsobjekt repräsentiert, definiert oder direkt reproduziert, wie z. B. eine Person, ein bestimmtes Sachschlagwort oder ein Geografikum. Eindeutige Namen im Web: HTTP URIs: http://d-nb.info/gnd/118582143 Netzwerkprotokoll, Präfix, Identifikator Metadaten-URI Bild-URI Normdaten-URI
4. Kontrollierte Vokabulare SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 52 4.3. Persistente Identifikatoren Persistente Identifikatoren sollten dauerhaft gültig sein. Auch dann, wenn sich die Webadresse (URL) einer Ressource ändert. Registrierungsdienste garantieren die Auflösbarkeit dieser Links auch in Zukunft. PIDs werden auch im Rahmen verschiedener Identifikationssysteme angeboten z. B. Digital Object Identifier (DOI) , URN, PURL, Handle, u.a. für Forschungsdaten und weitere Ressourcen.
4. Kontrollierte Vokabulare SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 53 URIs vs. •Akronym für Uniform Resource Identifier •Identifiziert eine Ressource und unterscheidet sie von anderen •Ein URI-Schema kann ein Protokoll, eine Spezifikation oder eine Bezeichnung wie HTTP, Datei oder Daten sein. Beispiel: urn:ISBN:3-89434329-1 •URIs haben nicht zwingend die Funktion eines URLs URLs •Akronym für Uniform Resource Locator •URL identifiziert die Webadresse oder den Standort einer Ressource •URL wird zum Aufrufen von Ressourcen im Internet verwendet. •Ein URL-Schema ist ein Protokoll, wie zum Beispiel HTTP und HTTPS •Alle URLs sind auch URIs
4. Kontrollierte Vokabulare SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 54 VIAF Getty AAT OGND
4. Kontrollierte Vokabulare SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 55 Geografika: •Gemeinsame Normdatei (GND), Geografika (außer Bauwerke und Denkmäler) •Wikidata •GeoNames •Thesaurus of Geographic Names (TGN) •Pleiades, antike Orte vornehmlich aus griech.-röm. Raum •CERL Thesaurus (Bereich der frhen Neuzeit, insbesondere des Druckwesens) •MARC Code List for Countries 4.4. Relevante Vokabulare nach Metadatenklassen (nach Kailus, A. et al. (2023). Handreichung für ein FAIRes Management kulturwissenschaftlicher Forschungsdaten (1.0.1). https://doi.org/10.5281/zenodo.7716941, CC BY 4.0)
4. Kontrollierte Vokabulare SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 56 4.4. Relevante Vokabulare nach Metadatenklassen Personen •Gemeinsame Normdatei (GND), Personen •GND-Explorer der Deutschen Nationalbibliothek •Lobid-GND des Hochschulbibliothekszentrums des Landes Nordrhein-Westfalen •Online-GND des Bibliotheksservice-Zentrums Baden-Württemberg •Virtual International Authority File (VIAF) •Wikidata •Getty Union List of Artist Names (ULAN)
4. Kontrollierte Vokabulare SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 57 Werke, materielle Kulturerbe-Objekte •Gemeinsame Normdatei (GND), Werke •Virtual International Authority File (VIAF) •Wikidata •Cultural Objects Name Authority (CONA) Bauwerke, Monumente •Gemeinsame Normdatei (GND), Geografika - Bauwerke und Denkmäler •Virtual International Authority File (VIAF) •Wikidata •GeoNames •Cultural Objects Name Authority (CONA) 4.4. Relevante Vokabulare nach Metadatenklassen
5. Datenaustausch und Linked Open Data SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 64 5.2. Datenaustauschformate Mittels Datenaustauschformaten wie LIDO können Normdaten samt URI an andere Systeme übermittelt werden. So können die Daten automatisch eingelesen und verarbeitet werden. Dadurch wird ein schneller und verlässlicher Suchvorgang im Bestand von Online-Portalen (wie z. B. der DDB) unterstützt. LIDO ist gut dafür geeignet, die Interoperabilität oder Anschlussfähigkeit von Objektinformationen zu gewährleisten und so Datensätze für Linked Open Data vorzubereiten.
5. Datenaustausch und Linked Open Data SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 65 5.2. Datenaustauschformate LIDO basiert auf XML: XML-Format •eXtensible Markup Language (Auszeichnungssprache) •Maschinenlesbar, Softund Hardware unabhängig •Hierarchisch angeordnete Datenelemente in Tags •Vor allem zur Strukturierung von Daten im WWW entwickelt Fichtl, B. (2024). LIDO Training (1.1.0) [Data set]. NFDI4Culture. https://doi.org/10.5281/zenodo.13869331 Meyer, J., Agniashvili, A., & Schmidt, D. (2025, Juli 18). Metadaten - Von den Grundlagen zur Praxis. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.16085132. CC BY 4.0.
5. Datenaustausch und Linked Open Data SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 66 5.2. Datenaustauschformate JSON-Format •JavaScript Object Notation •Ähnlich wie XML maschinenlesbar, hierarchisch und Softund Hardware unabhängig •Keine Markup Language sondern nur ein Format zum teilen und aufbewahren von Daten •Daten sind in key/value Paare eingeteilt Meyer, J., Agniashvili, A., & Schmidt, D. (2025, Juli 18). Metadaten - Von den Grundlagen zur Praxis. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.16085132. CC BY 4.0.
5. Datenaustausch und Linked Open Data SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 67 Ein Forschungsdatenmanagement gemäß den FAIR-Prinzipien ermöglicht ein Netz von Daten und Diensten, die sich gegenseitig finden, miteinander kommunizieren und für die Wiederverwendung verfügbar bleiben. Grundlegend dafür sind Linked Data-Technologien: Resource Description Framework (RDF) eine auf XML basierende Sprache zur Beschreibung von Ressourcen. W3C-Standard, der als grundlegender Baustein des Semantischen Web gilt. Im RDFModell besteht jede Aussage aus den drei Einheiten Subjekt, Prädikat und Objekt OWL (Web Ontology Language) eine formale Beschreibungssprache zur Erstellung, Publikation und zum Austausch von Ontologien SKOS (Simple Knowledge Organization System) eine formale Sprache zur Kodierung von Dokumentationssprachen wie Thesauri, Klassifikationen oder anderen kontrollierten Vokabularen Vgl. Kailus, A. (2023). Guideline for a FAIR Management of Cultural Research Data. S. 10-11. CC BY 4.0
5. Datenaustausch und Linked Open Data SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 68 FORCE 11. Guiding Principles for Findable, Accessible, Interoperable and Re-usable Data Publishing version b1.0, CC BY-SA 4.0 PID: Persistent Identifier ermöglichen die eindeutige Adressierung von digitalen Objekten Metadaten: Metadaten beschreiben die Eigenschaften von Ressourcen. Sie geben Auskunft über ihren Inhalt, ihre Eigenschaften, Struktur, Kontext und Lizenzierung. Bitsequenz: Datenelemente z. B. Text, eine Datei, ein Bild, ein 3DModell
6. Erschließungssysteme SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 69 Mit Hilfe von Datenbanken werden Sachverhalte und Prozesse aus der Realwelt in computertechnischer Form beschrieben und gespeichert. Die dazu erforderliche Abbildung erfolgt mit Hilfe von Modellen, sogenannten Datenbankmodellen. Ein Datenbankmodell ist eine Ansammlung von Konzepten und Regeln zur Beschreibung der Struktur einer Datenbank. Netzwerkmodell, Stern via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 Hierarchisches Modell, Stern via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 Relationales Modell, CC0 6.1. Datenbankmodelle
6. Erschließungssysteme SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 70 Proprietär Open Source •Technischer individueller Support •Intuitive Benutzeroberfläche •Weiterentwicklung der Software •Abhängigkeit vom Anbieter •Höhere Kosten •Kommunikation zwischen interner IT und externem Dienstleister nötig •Mehr Personelle IT-Ressourcen für Aufsetzen, Anpassungen und Wartung nötig •Transparenz durch offenen Quellcode •Erfordert ggf. mehr Data Literacy von Nutzer*innen •Keine Abhängigkeit von Anbietern •Sicherheitsbedenken durch offenen Quellcode •Breite Community-Unterstützung z. B. Easydb/fylr, MuseumPlus, robotron* Daphne, BeeCollect, Imdas Pro, Axiell und viele mehr…Liste des DMB Verbünde: Museum-digital und digiCult 6.1. Proprietär vs. Open Source
6. Erschließungssysteme SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 71 1. Ziele Welche Ziele verfolgen Sie mit der geplanten Einführung eines neuen Datenbanksystems? • Sammlungserschließung o Provenienzforschung oRestaurierungsdokumentation oForschung •Management oLeihverkehr oAusstellungsplanung oStandortverwaltung oVersicherungswerte/Risikomanagement oRechteverwaltung •Publikation oExport in externe Ressourcen/Plattformen (DDB, Fachportale) oeigener Online-Katalog oKatalog 6.2. Fragenkatalog fr die Einfhrung eines neuen Erschließungssystems
6. Erschließungssysteme SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 72 2. Bestände Was soll digitalisiert und erschlossen werden? • ungefähre Menge •Arten von Objekten •Sammlungsobjekte: oFormate/Technik: 2D Bilder(JPG, TIFF), 3D, CTBilder •Textdokumente: Inventarbücher, Dokumente, oFormate/Technik: OCR, TEI, XML, PDF, Bildformate 6.2. Fragenkatalog für die Einführung eines neuen Erschließungssystems 3. Standards Welche Standards sind für Sie wichtig? •Metadatenstrukturen •Ontologien/Referenzmodelle • kontrollierte Vokabulare • Schnittstellen •Datenaustauschformate
6. Erschließungssysteme SODa Basiskurs, Modul 3: Sammlungen erschließen SODa | 73 4. Nutzung der Daten & der Datenbank •Nutzung im Haus / in der Sammlung •Nutzung extern: welche Art des öffentlichen Zugangs ist geplant? 5. Ressourcen & Infrastrukturen •Personelle und finanzielle Ressourcen oBudget einmalig für Ankauf oBudget für laufende Kosten (Support, Lizenzen, Updates, Anpassungen) oDauerhafte Stellen, befristete Stellen oWie viele Personen sollen mit der Datenbank arbeiten? 6.2. Fragenkatalog für die Einführung eines neuen Erschließungssystems oKollaboration mit institutsübergreifenden Personen/Teams? odauerhafte IT-Kompetenzen oder -Abteilung vorhanden? (Universität/Institut) •Was ist bereits da an Systemen, Services und Infrastrukturen? owas funktioniert gut? owas funktioniert nicht gut? oLangzeitarchivierung?
19.02.2025 Verwendete Ressourcen und weiterfhrende Literatur SODa | 80 Links zu kontrollierten Vokabularen (Auswahl): •Art & Architecture Thesaurus (AAT): https://www.getty.edu/research/tools/vocabularies/aat/ •Catalogue of Life https://www.catalogueoflife.org •CERL Thesaurus (Bereich der frhen Neuzeit, insbesondere des Druckwesens): https://data.cerl.org/thesaurus •Cultural Objects Name Authority (CONA): https://www.getty.edu/research/tools/vocabularies/cona/ •GBIF—the Global Biodiversity Information Facility: https://www.gbif.org •Gemeinsame Normdatei (GND): https://www.bsz-bw.de/ognd.html ; http://lobid.org/gnd/search •GeoNames: https://www.geonames.org •Hornbostel-Sachs Systematik: http://www.mimo-db.eu/HornbostelAndSachs# •Iconclass: https://iconclass.org/de/_ •LIDO Terminologie: http://terminology.lido-schema.org/ •MARC Code List for Countries: https://www.loc.gov/marc/countries/countries_code.html •MARC Instruments and Voices List: https://www.loc.gov/standards/valuelist/marcmusperf.html •Medical Subject Headings (MeSH): https://www.nlm.nih.gov/mesh/meshhome.html
19.02.2025 Verwendete Ressourcen und weiterführende Literatur SODa | 81 Links zu kontrollierten Vokabularen (Auswahl): •Musical Instrument Museums Online (MIMO) Thesaurus: http://www.mimo-db.eu/InstrumentsKeywords# •Nomisma: http://nomisma.org •Objektbezeichnungsdatei (OBG): https://objektbezeichnungsdatei.de •Pleiades, antike Orte vornehmlich aus griech.-röm. Raum: https://pleiades.stoa.org •Technikthesaurus – Thesaurus des Technischen Museums Wien (TMW): https://data.tmw.at/thesaurus/42362 •Thesaurus of Geographic Names (TGN): https://www.getty.edu/research/tools/vocabularies/tgn/ •Union List of Artist Names (ULAN): https://www.getty.edu/research/tools/vocabularies/ulan/ •Virtual International Authority File (VIAF): https://viaf.org/de •Wikidata: https://www.wikidata.org/wiki/Wikidata:Main_Page •Wortnetz Kultur: https://wnk-viewer.lvr.de
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