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Das internationale Währungsproblem unter sozialem Aspekt

Braeutigam, Harald

Abstract

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Full text

B aeu igam, Ha ald A icle Das in e na ionale Wäh ungsp oblem un e sozialem Aspek Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: B aeu igam, Ha ald (1957) : Das in e na ionale Wäh ungsp oblem un e sozialem Aspek , Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 77, Iss. 6, pp. 53-90, h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/290887 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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Wel -Zahlungs-Union S. 78 Nich nu die p ekä e Wäh ungslage F ank eichs, die es zu eine En libe alisie ung seines Außenhandels gezwungen ha , sonde n auch de Ve lau de Diskussion übe die G undsa z agen de wi scha - lichen In eg a ion un e mone ä em Aspek lassen es nunmeh mi olle Deu lichkei e kennen, daß die Lösung des in e na ionalen Wäh ungsp oblems sich nich e wa als Folge eines „gemeinsamen Ma k es" on selbs eins ellen we de ode dadu ch auch nu e leich- e wü de, sonde n daß die Be einigung de Wäh ungs agen eine schlech hin unumgängliche Vo ausse zung ü alle e olg e - sp echenden In eg a ionsbemühungen is . Denn ein eie Wa en- und Diens leis ungs e keh se z auch einen eien Zahlungs e keh o - aus. Da im Rahmen egionale Gebilde in olge s uk u ell beding e Gläubige - und Schuldne e häl nisse ein mul ila e ale Ausgleich nich e zielba is , muß in i gendeine Fo m ü einen globalen Spi zenausgleich, d. h. da ü geso g we den, daß die aus dem Han- dels- und Zahlungs e keh inne halb des „gemeinsamen Ma k es" ode de „F eihandelszone" als Gläubige he o e enden S aa en die Zahlungsmi el e hal en, die sie ü die Begleichung ih e Zahlungs- de izi e gegenübe d i en, auße halb de Union s ehenden S aa en benö igen. Das beding abe wiede um zweie lei: 1. daß jedes de Pa ne lände seine Gesam bilanz im Ausgleich häl , daß also De izi lände inne halb de Gemeinscha Übe schüsse gegen D i lände ausweisen, und 2. daß die aus D i lände n an allenden De isen kon e ibel sind. Die beiden ande en noch denkba en Mög- lichkei en, nämlich: 1. eine Poolung de De iseneinnahmen in Ve - bindung mi globalen bila e alen Zahlungsabkommen zwischen den Lände n de Gemeinscha eine sei s und den D i lände n ande e - sei s, und 2. eine Übe dachung de Zollunion du ch eine Wäh ungs- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 54 Ila ald B aeu igam [694 union, die nich nu eine Fusion de Außenhandels- und Zahlungs- poli ik, sonde n auch die Übe agung de Sou e äni ä übe die Finanz- und K edi poli ik sowie übe die Lohn- und P eispoli ik e - o de n wü de, wü den einen so auße o den lich hohen G ad on wi scha spoli ische Koo dina ion und Ko psgeis o ausse zen, daß sie gänzlich un ealis isch anmu en1. Die heu e gel ende, im Abkommen on B e on Woods aus dem Jah e 1944 kodi izie e in e na ionale Wäh ungso dnung is au den E ah ungen de Zwischenk iegszei au gebau und s a k on den In e essen de USA bes imm , wie sie sich aus de damaligen Sich zu e geben schienen. Sei dem ha sich abe die poli ische und wi - scha liche Wel lage g undlegend e ände und mi ih die Au gaben- s ellung: ging man 1944 on de Vo s ellung aus, daß nach Beendi- gung des zwei en Wel k ieges die Ve hü ung und Bekämp ung de De la ion das Haup p oblem de in e na ionalen Wi scha spoli ik da s ellen wü de, so s ehen wi heu e o de Au gabe, den Ge ah en de Wel in la ion zu begegnen und wenigs ens zu e hü en, daß die in as allen S aa en de wes lichen Wel aus inne wi scha lichen G ünden gegebenen In la ions endenzen auch noch du ch die außen- wi scha lichen Beziehungen zusä zlichen Au ieb e hal en, daß die Lände mi den s ä ks en Gelden we ungen ü die mone ä e En - wicklung de Wel onangebend we den. Nich nu in de Bundes epublik, sonde n auch in ande en Län- de n e leben wi wäh end de le z en Jah e au dem Gebie de Wi scha spoli ik eine Zei on ängs lichen Komp omissen, on Kom- p omissen, die nich aus de eh lichen Übe zeugung, dami einen e - nün igen Mi elweg ge unden zu haben, esul ie en, die ielmeh mi scheelem Blick au die sogenann e ö en liche Meinung geschlossen we den und die zug unde liegenden P obleme keine sachge ech en Lösung zu üh en, sonde n ih e En scheidung nu e agen. Man scheu da o zu ück, an gewisse Dinge zu üh en, die in de Wi - scha de eien Wel ein ach als „ abu" gel en, die abe ge ade die g öß en Hinde nisse ü die P oblemlösungen sind. Als wich igs e diese „ abus" wä en zu nennen: 1. au inne wi scha lichem Gebie 2 a) die Au onomie de Sozialpa ne b) die angeblich nu „an ide la ionis ische", au „S abilisie ung" 1 Vgl. F. Asciiinge , Mone ä e Aspek e des gemeinsamen Ma k es, in: BdL, Auszüge aus P essea ikeln, N . 48 om 13. 5. 1957; e ne : M. W. Hol op, Die wäh ungspoli ischen Aspek e de wi scha lichen In eg a ion Eu opas, ebenda N . 11 om 28.1. 1957. 2 Vgl. hie zu die beiden Au sä ze des Ve asse s in den He en N . 4 (S. 37 .) und N . 5 (S. 21 .) des lau enden Jah gangs de „Zei sch i ü Geopoli ik". OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 695] Das in e na ionale Wäh ungsp oblem un e sozialem Aspek 55 des Geldwe s abzielende, in Wi klichkei abe s e s zwangs- läu ig zu eine Gelden we ung üh ende Wäh ungspoli ik; 2. au außenwi scha lichem Gebie a) die s abilen Wechselku se b) die Gläubige p lich en c) das Gold als in e na ionale Wäh ungsbasis. We , wie de Ve asse , de Übe zeugung is , daß eine ech e Lösung de wich igs en Wi scha sp obleme de eien Wel ohne Abscha ung diese „ abus" nich möglich is , muß dahe diese Dinge selbs au die Ge ah hin anpacken, en wede au schä s en Wide - sp uch zu s oßen ode zunächs nich e ns genommen zu we den. Je es e bes imm e alsche Vo s ellungen im Bewuß sein de Menschen e anke sind, des o wenige we den sie gewöhnlich du ch A gumen e zu ech ge ück , sonde n e s du ch ha e, unums ößliche Ta sachen. Daß es bis dahin nich meh ga so wei is , möch e man da aus schließen, daß die Libe alisie ung des in e na ionalen Handels in de Zei nach dem zwei en Wel k ieg im Ge olge de in la ionis isch an- ge ach en Wel konjunk u ih en Höhepunk wah scheinlich schon übe sch i en ha , und daß soga ela i leich e konjunk u elle Rück- schläge neue Handels es ik ionen auslösen können* Dann abe wä e es on Vo eil, wenn die G ünde, die zu de unliebsamen Si ua ion ge üh haben, schon o he e kann wo den sind und ein Ausweg wenigs ens in g oben Um issen au gezeig we den kann. 1. Außenhandel und Geldwe Die E ah ungen de jüngs en Ve gangenhei haben deu lich ge- zeig , daß eine sei s eine S abili ä des inne en Geldwe s keineswegs imme einen außenwi scha lichen Leis ungsausgleich e bü g , daß ande e sei s abe auch eine Beein äch igung des inne en Geldwe s nich unbeding ein außenwi scha liches Ungleichgewich he bei- üh en muß. Wide se z sich ein Land e olg eich, dem Zug zu Geld- en we ung seine wich igs en Handelspa ne zu olgen, so wi d es bei gebundenen Wechselku sen in eine Gläubige s ellung hinein- ged äng , die es ühe ode spä e zu Ko ek u en an seine Wäh- ungso dnung zwingen wi d3. Ande e sei s kann ein Land, dessen inne e Geldwe sink , den Außenwe seine Wäh ung un e Um- s änden s abil e hal en, wenn die inne en Geldwe e in den wich ig- s en Pa ne lände n seines Außenhandels einige maßen die gleiche En wicklung nehmen. Sowei die inne en Geldwe e in den einzelnen Lände n ü die Au ech e hal ung eines Gleichgewich s im in e - 3 Vgl. den Au sa z des Ve asse s übe „Die D-Ma k und das in e na ionale Wäh- ungsp oblem", in N . 9, Jh g. 1956 de „Zei sch i ü Geopoli ik". OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 56 Ha ald B aeu igam [696 na ionalen Handel on Bedeu ung sind, komm es also nich so seh au die S abili ä de Kau k a als ielmeh au die Pa alleli- ä de Kau k a en wicklung an. Kau k a s abili ä im Inne n als Vo ausse zung ü die S abili ä des Außenwe es de Wäh ungen, ü die S abili ä de Kau k a pa i ä en, is mi hin nu ein Sonde all in e na ionale Pa alleli ä de Kau k a en wicklung. In olgedessen muß — sowei die inne e Kau k a de Wäh ungen ü den außenwi scha lichen Leis ungsausgleich bes immend is — zunächs die F age au gewo en und geklä we den, ob und un e welchen Ums änden eine in e na ionale Pa alleli ä de Kau k a - en wicklung übe haup denkba und ealisie ba is . Fü die En wicklung de inne en Kau k a des Geldes is es on ausschlaggebende Bedeu ung, wo ü man sich bei de F age en - scheide , in welche Weise die du ch den s ändigen echnischen Fo - sch i und die s ändige Kapi alakkumula ion bewi k e olkswi - scha liche P oduk i i ä ss eige ung sich in den Indi idualeinkommen mani es ie en soll. Theo e isch sind hie bei ün Möglichkei en ge- geben, und zwa : a) s eigende Nominaleinkommen bei s abilen P eisen, b) s abile Nominaleinkommen bei sinkenden P eisen, c) ein Komp omiß zwischen a) und b), d) s eigende P eise bei schnelle s eigenden Nominaleinkommen (In la ion) und e) sinkende Nominaleinkommen bei schnelle sinkenden P eisen (De la ion bzw. „Desin la ionie ung"). Daß als e s e Vo ausse zung ü eine in e na ionale Pa alleli ä de Kau k a en wicklung die gemeinsame Anwendung eine de ün genann en Me hoden zu Realisie ung de olkswi scha lichen P o- duk i i ä ss eige ung no wendig wä e, dü e ohne wei e es ein- leuch en. Indessen wü de eine gemeinsame Anwendung de Me- hode b) nu in den au länge e Sich höchs wah scheinlich seh sel- enen Fällen zum anges eb en E olge üh en, in denen die olks- wi scha liche P oduk i i ä ss eige ung in den be eilig en Lände n zu ällige weise imme das gleiche Ausmaß e eich e. Wenn man dahe den an sich ich igen Gedanken, die olkswi scha liche P oduk i i- ä ss eige ung nich in s eigenden Nominaleinkommen, sonde n in sin- kenden P eisen sich auswi ken zu lassen, nich gänzlich au geben woll e, so müß e man sich zwecks Gewäh leis ung eine in e na io- nalen Pa alleli ä de Kau k a en wicklung schon zu einem Komp o- miß en schließen und ausmachen, daß die olkswi scha liche P o- duk i i ä ss eige ung in einem jeden Lande nu bis zu einem be- s imm en G ade, de de olkswi scha lichen P oduk i i ä ss eige- ung des Landes mi de ge ings en Fo sch i s a e en sp echen OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 697] Das in e na ionale Wäh ungsp oblem un e sozialem Aspek 57 müß e, in P eissenkungen zum Ausd uck kommen solle, daß abe da - übe hinausgehende P oduk i i ä ss eige ungen in den ande en Län- de n ih en Niede schlag in s eigenden Nominaleinkommen inden müß en (Me hode c). Umgekeh müß e bei gemeinsame Anwen- dung de Me hode d), de Me hode de „schleichenden In la ion", das Ausmaß de Gelden we ungen in den einzelnen Lände n au das Ausmaß in dem Lande mi dem g öß en P oduk i i ä s o sch i besch änk bleiben und müß en die Nominaleinkommen in den an- de en Lände n langsame ans eigen als in diesem Lande, wenn eine in e na ionale Pa alleli ä de Kau k a en wicklung e eich we den soll. En sp echendes müß e ü die Me hode e) gel en: eine „Des- in la ionie ung" zu Angleichung des inne en P eisni eaus an die be- d oh en ode e lo en gegangenen Kau k a pa i ä en zu den ande en Wäh ungen wü de sich um so s ä ke in Rich ung au eine Senkung de Nominaleinkommen auswi ken müssen, je ge inge in einem Lande inzwischen die P oduk i i ä ss eige ungen und Kos ensenkun- gen im Ve gleich zu den bei seinen wich igs en Handelspa ne n e - ziel en E olgen sind. Bei Ve olgung de Me hoden b) bis e) e gäben sich also ü die Ans ebung eine in e na ionalen Pa alleli ä de Kau k a en wicklung so ungeheu e Schwie igkei en, daß p ak isch nu die En scheidung ü die e s genann e Al e na i e üb ig zu bleiben schein . Ge ade hie abe müssen wi das au den e s en Blick selbs e s ändlich E scheinende anzwei eln und agen: Kann bei un e schiedliche P oduk i i ä ss eige ung on Land zu Land eine S abilisie ung de na ionalwi scha lichen P eisni eaus eine S abili- sie ung de in e na ionalen Kau k a pa i ä en gewäh leis en? Das üh uns zunächs zu de F age zu ück, un e welchen Um- s änden eine daue nde Ve meh ung des Geldumlau s ohne Beein- äch igung des Geldwe s möglich is . Diese F age muß on zwei g undsä zlich e schiedenen Ausgangspunk en aus bean wo e we den. Ve üg ein Land zu einem gegebenen Zei punk übe einen aus- eichenden „ olkswi scha lichen K edi onds66 (Noll . d. Nahme ) an b achliegenden A bei sk ä en, P oduk ionsanlagen und Ma e i- alien, be inde es sich also im Zus and de Un e beschä igung, so b auch eine zei lich und sachlich gu e eil e zusä zliche Geldschöp- ung auch ganz be äch lichen Ausmaßes die P eise de Gü e nich zu s eige n und den Geldwe nich nach eilig zu beein lussen. Denn die mi de zusä zlichen Geldschöp ung gescha ene zusä zliche Kau - k a s öß dann in alle Regel au die b achliegenden P oduk ions- mi el ese en und b auch die benö ig en P oduk ionsmi el nich aus ande en Ve wendungen „wegzulizi ie en". Gleichzei ig mi de au den Ma k gelangenden zusä zlichen P oduk ion, ode soga schon o he , e olg eine Kau k a e meh ung du ch Ve meh ung de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 58 Ha ald B aeu igam [698 Zahl de Einkommensbeziehe , so daß die zusä zliche P oduk ion in einem e wei e en Einkommens olumen, nich abe in einem e höh en Einkommensni eau ih en Absa z inde . Einzelwi scha liche P o- duk i i ä ss eige ungen üh en zu Ausdehnung des P oduk ions- olumens, nich abe zu P eissenkungen. Sowei nich en gegen den Ma k gese zen Lohne höhungen e zwungen we den, bewi ken die Kos ensenkungen eine E höhung de Un e nehme gewinne, und diese e anlassen eine wei e e P oduk ionsausdehnung. Die P eise de Gü e we den also wede du ch die zusä zliche Kau k a schöp ung einen Au ieb e ah en noch du ch die P oduk ionsausdehnung einem D uck nach un en ausgese z sein. Sowohl das du chschni liche P eis- ni eau als auch die olkswi scha liche P eiss uk u bleiben on de Geld e meh ung nahezu unbe üh . Die Geld e meh ung beschleunig zwa den P ozeß de wi scha lichen Expansion, abe sie beein luß g undsä zlich nich die du ch die Knapphei s ela ionen de Gü e ge- scha enen P eis ela ionen. Nu in diesem Falle und nu insowei is dahe we s abiles Geld einige maßen gleichbedeu end mi neu alem Geld. Denn zum Beg i des neu alen Geldes muß nich nu die P eisneu ali ä , sonde n auch die Neu ali ä gegenübe de P eis- und Einkommens s uk u gehö en. G undsä zlich ande e Au gaben und Auswi kungen als bei eine Un e beschä igung ha die Geldschöp ung nach E eichung de Voll- beschä igung, nach Ausschöp ung des „ olkswi scha lichen K edi - onds". Denn nun kann sie ja nich meh dazu dienen, das ex ensi e Wachs um de Volkswi scha du ch E höhung de Zahl de E - we bs ä igen zu beschleunigen, sonde n nu noch dazu, das in ensi e Wachs um de Volkswi scha du ch S eige ung des Einkommens- ni eaus zu ö de n, also bei s abilen P eisen die de olkswi scha - lichen P oduk i i ä ss eige ung en sp echende E höhung de Nomi- naleinkommen zu e möglichen und zu e leich e n. Wenn also nach E eichung de Vollbeschä igung die Geldschöp ung de Anpassung des Geldumlau s an die in s eigenden Nominaleinkommen zum Aus- d uck gelangende olkswi scha liche P oduk i i ä ss eige ung diens - ba gemach we den soll, so wi d eine solche au „S abilisie ung" des P eisni eaus und Geldwe s, also au Ve hinde ung eine de la io- nis ischen" En wicklung abges ell e Geld e meh ung um so g öße sein müssen, je s ä ke die on de Gü e sei e ausgehenden, du ch die ma k wi scha lichen Auswi kungen de olkswi scha lichen P o- duk i i ä ss eige ung e u sach en P eissenkungs endenzen4 zum Aus- d uck kommen. Die „ olkswi scha liche P oduk i i ä ss eige ung" is abe ebenso wie das „P eisni eau" imme nu eine echne isch gewonnene Du chschni sg öße, ein abs ak e Mi elwe , dem in de 4 bzw. bei monopolis ischen P eisbindungen: die P oduk ionseinsch änkungen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 699] Das in e na ionale Wäh ungsp oblem un e sozialem Aspek 59 Wi klichkei on B anche zu B anche, ja soga on Be ieb zu Be- ieb, seh un e schiedliche P oduk i i ä ss eige ungen gegenübe - s ehen. Es is abe nich möglich, die Geld e meh ung so zu lenken und zu manipulie en, daß jedem P oduk ionszweig au die Daue ge ade imme nu so iel zusä zlich gescha ene Kau k a zus öm , wie zu Neu alisie ung de on de P oduk i i ä ss eige ung aus- gehenden P eissenkungs endenz no wendig wä e. Die Geldmengen- egulie ung kann imme nu seh global das du chschni liche Men- gen e häl nis on Geld zu Gü e n bes immen und kann dahe nach E eichung de Vollbeschä igung bes en alls nu eine Geldwe - s abili ä e eichen, die einem abs ak en echne ischen Mi elwe aus P eissenkungen und P eiss eige ungen en sp ich . Sie kann au die Daue keine gleichmäßige S abilisie ung alle P eise e zielen, sonde n wi d es s e s in Kau nehmen müssen, daß in einigen Wi - scha szweigen eine „Konjunk u übe hi zung" mi P eisau iebs- endenzen zu Tage i , wäh end gleichzei ig ande e Wi scha s- zweige „im Scha en de Konjunk u " e bleiben und P eissenkungen hinnehmen müssen. Da es abe schlech e dings unmöglich is , einen P eisindex aus indig zu machen, de ü alle Be ölke ungsg uppen ep äsen a i wä e, kann es nich ausbleiben, daß kaum jemals Einig- kei da übe e ziel wi d, ob die S abilisie ung des Geldwe s wi k- lich gelungen sei ode ob nich die „de la ionis ischen" bzw. die in- la ionis ischen Tendenzen übe wiegen. Gib man sich de i igen Vo s ellung hin, daß eine du chschni - liche S abili ä des P eisni eaus bei gleichzei igen, mone ä beding en Ve ände ungen de P eiss uk u noch mi eine Poli ik p eisneu- ale Geldmengen egulie ung e einba is , so soll e man doch zu- mindes einsehen, daß eine solche Geldpoli ik keineswegs meh ein- kommensneu al sein kann. Mach sich nämlich die Wäh ungspoli ik anheischig, den Geldwe auch bei s eigende olkswi scha liche P oduk i i ä s abil zu e hal en und eine de P oduk i i ä ss eige ung en sp echende Kau k a s eige ung zu e hinde n, so mach sie sich implici e auch anheischig, ü die de P oduk i i ä ss eige ung en - sp echende E höhung de Nominaleinkommen zu so gen. Daß sie sich seh wohl da o hü e , diese heikle Au gabe mi zuübe nehmen, und die Lösung dieses P oblems ge lissen lich den Sozialpa ne n übe läß , is im G unde genommen nich s wei e als eine Fluch o de Ve - an wo ung ü die le z en, no wendigen Konsequenzen ih e Hal ung. Dami en äuße n sich die Hü e de Wäh ung unbewuß und un ei- willig eines Teiles ih e mone ä en Sou e äni ä und delegie en sie an ande e Ins anzen, die sie begie ig au g ei en und schließlich die Unabhängigkei de No enbank ge äh den („Gewe kscha swäh ung"). Die No enbanklei ungen lassen es dann zwa nich an E mahnungen OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 60 Ha ald B aeu igam [700 an die Sozialpa ne ehlen, keine übe die P oduk i i ä ss eige ung hinausgehenden Lohne höhungen zu e zwingen bzw. zu gewäh en5. Sie weichen dabei abe ge lissen lich de en scheidenden F age aus, ob die Nominallohne höhungen sich den jeweils inne halb de ein- zelnen B anchen ode Be iebe e ziel en P oduk i i ä s o sch i en anpassen ode au die du chschni liche P oduk i i ä ss eige ung in de gesam en Volkswi scha abges ell we den sollen. Im e s en Falle gäbe es nämlich on B anche zu B anche seh ungleiche und mi dem P inzip des Leis ungslohns kaum meh e einba e Lohn- e höhungen, im zwei en Falle wü den dagegen die einen B anchen ela i zu wenig, die ande en ela i zu s a k mi zusä zlichen Lohn- kos en belas e we den, mi de Folge, daß sie hie une wünsch e P eiss eige ungen du chse zen, wäh end do die on de P oduk- i i ä ss eige ung ausgehenden P eissenkungs endenzen du ch die (unzu eichende) Geld e meh ung nich oll kompensie wü den. Die Gewe kscha en indessen e olgen aus gu em G und die Tak ik, zunächs — un e Be u ung au das A gumen de P oduk i i ä s- s eige ung — do alle Möglichkei en ü Nominallohne höhungen auszuschöp en, wo sie da ü die g öß en Chancen haben, also do , wo die P oduk i i ä ss eige ungen am s ä ks en sind, um dann — un e Be u ung au die No wendigkei eine ge ech en Abs u ung de e - schiedenen Lohn a i e un e einande — en sp echende Lohne höhun- gen auch do zu e zwingen, wo die P oduk i i ä ss eige ungen ge- inge sind und dahe ohne P eise höhungen nich agba sind. P ak- isch üh das zu eine schleichenden In la ion6. Abe selbs wenn es ausnahmsweise geling , die inne e Kau k a des Geldes heo e isch s abil zu e hal en, wi d diese S abili ä nu ein echne ische Mi el- we aus P eiss eige ungen und P eissenkungen sein und we den sich im olkswi scha lichen P eis- und Einkommensge üge be äch liche, mone ä beding e En wicklungsdi e genzen beme kba machen. 5 Bezeichnend ü das Echo, das sie da au inden, is eine S ellungnahme in de „Volks-Wi scha , Sozialdemok a ische P essediens ", Bonn, N . 81 om 11. 10.1956 (zi . nach: BdL, Auszüge aus P essea ikeln, N . 118/56. S. 4), In de es u. a. heiß : „Wiede behaup e die BdL, die Lohnen wicklung eile de P oduk i i ä sen wick- lung o an, die A bei szei e kü zung e s ä ke diese Tendenz, die S eue senkungen wi k en einkommenss eige nd und auch die Ren ene höhungen hä en die gleiche Wi kung. Das häl sie wiede einmal ü ge äh lich. Selbs angenommen, daß alles s imm , so bleib doch die F age: we ha eigen - lich die BdL zum Wäch e übe die Einkommens e eilung in de Bundes epublik, übe die Quo e de Masseneinkommen und zum Hü e de In es i ionen, d. h. hie zum Hü e de p i a en Ve mögensbildung eingese z ? Is die BdL nun neu ale Hü e de Wäh ung ode , wie sie sich anscheinend anmaß , obe s es Lenkungso gan de Wi scha s- und Sozialpoli ik?" 6 Vgl. hie zu den Au sa z des Ve asse s übe We s abiles ode neu ales Geld als G undlage und Ziel de Konjunk u poli ik?", in de Zei sch i „Konjunk u - poli ik" (Be lin), H. 4 . Augus 1957, S. 230 .; e ne O o Vei , Hemmnisse eie Wäh ungspoli ik, in: Wi scha s agen de eien Wel (Fes gabe ü Ludwig E ha d), F ank u /Main, 1956, S. 383 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 707] Das in e na ionale Wäh ungsp oblem un e sozialem Aspek 67 unen beh lich sind, muß also dann und insowei e zich e we den, als solche Impo e nu mi eine s ä ke en sozialen Desin eg a ion e kau we den können. Da in jede ma k wi scha lichen O dnung imme bedeu ende Einkommensdi e enzie ungen gegeben sind, wü de ge ade auch im in e na ionalen Handel ein ollkommenes laissez ai e häu ig zu une äglichen sozialen Spannungen üh en, und so is hie eine s aa liche In e en ion un e bes imm en Ums änden ein ach nich zu e meiden. Ebenso wenig wie bei de F age „F eihandel ode Schu zzoll" kann auch bei de F age „Wäh ungs eihei ode Wäh ungskon olle" die En scheidung dogma isch ein ü alle Mal ge äll we den, sonde n muß sie den jeweiligen Ums änden angepaß we den. Die Al e na i e lau e also auch hie nich : Wal enlassen de Ma k gese ze ode s aa liche In e en ion, sonde n sie muß auch hie lau en: ma k kon o me ode ma k kon ä e s aa liche In e en ion. Es is die he schende — explici e ode implici e o ge agene — Ansich , daß Inkon e ibili ä und De isenbewi scha ung en wede nu die Folge eine alschen Wäh ungs- und Handelspoli ik ode die Folge auße gewöhnliche E schü e ungen des in e na ionalen Handels du ch K ieg und K iegs olgen is , und daß dahe mi de no wen- digen mone ä en Disziplin und nach Übe windung de K iegs olgen ein Gleichgewich szus and im in e na ionalen Handel e eich und e - hal en we den könne, de die uneingesch änk e Kon e ibili ä de Wäh ungen au die Daue ga an ie . Uns hingegen will scheinen, daß in de heu igen Wel das Wi scha sleben sowohl inne halb de einzelnen Na ionals aa en als auch in ih en Beziehungen zueinande so s a k on poli ischen K ä en bes imm is , daß jede Ve such, eine ollau oma ische Regelung des in e na ionalen Leis ungsaus- gleichs, wie sie die klassische Goldwäh ung bo , anzus eben, selbs dann, wenn e an änglich zu E olgen üh en soll e, au die Daue schei e n müß e. Dazu komm , daß die sich anbahnenden, zum Teil schon einge e enen, abe in ih en Folgen noch nich oll zu Wi - kung gelang en g oßen S uk u e schiebungen in de Wel wi scha , die mi dem Zusammenb uch des Kolonialismus, de Indus ialisie- ung de un e en wickel en Lände und dem Eind ingen de Os - blocks aa en in die Wi scha swel de wes lichen Hemisphä e zusam- menhängen, sowie die mi de „zwei en indus iellen Re olu ion" e - bundenen Umwälzungen alle Vo aussich nach die Lage au den Wel mä k en imme wiede so s a k beein lussen und hie so ein- schneidende Ve ände ungen he o u en we den, daß sie die außen- wi scha lichen S ä ke- ode Schwächeposi ionen de einzelnen Na ionalwi scha en s ä ks ens beein lussen müssen. Den möglichen Einwi kungen solche wel wi scha lichen S uk u e schiebungen gegenübe iele auch eine zu o e eich e gleichmäßige e Ve eilung 5* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 68 Ha ald B aeu igam [708 de Wäh ungs ese en an Gold und De isen au die einzelnen Wel - handelslände , die heu e als wesen lichs e Vo ausse zung ü die Kon e ie ba kei angesehen wi d, au die Daue nu wenig ins Ge- wich . Lände , die heu e wäh ungspoli isch besonde s ge es ig da- s ehen, könn en dann on ih e außenwi scha lichen S ä keposi ion iel einbüßen, ande e ielleich nich unbe äch lich gewinnen. Man jag einem Wunsch aum nach und übe sieh die Reali ä en de Ge- genwa , wenn man solche Möglichkei en nich gebüh end be ück- sich ig und sich dem Glauben hingib , daß nach E eichung eine gleichmäßige en Ve eilung de Wäh ungs ese en die Kon e ibili- ä de Wäh ungen nu du ch mone ä e Disziplin au die Daue ge- siche und dami das P oblem eines be iedigend a bei enden in e - na ionalen Leis ungsausgleichs gelös wä e. Eine ealis ische Einschä zung de Wel lage wi d ielmeh imme dami echnen müssen, daß selbs bei g öß e mone ä e Disziplin dieses ode jenes Land allein du ch Ve ände ungen in de Wel - ma k lage seine wich igs en Expo gü e in eine die uneingesch änk e Kon e ibili ä de Wäh ung e hinde nde außenwi scha liche No - lage ge a en kann, und es wä e schon iel gewonnen, wenn man sich in e na ional da au einigen könn e, welche Poli ik in einem solchen Falle on dem be e enden Land zu be eiben wä e. Bei de in e - na ionalen In e dependenz alle außenwi scha lichen Vo gänge käme es also en scheidend da au an, daß die einzels aa lichen In e en- ionen jeweils möglichs wel ma k kon o m gehandhab und an in e - na ional e bindliche No men gebunden we den. Dami e heb sich die F age, ob und wie wei gehend auße de Al e na i e: ma k kon o me Maßnahmen zu Ans ebung eines außen- wi scha lichen Leis ungsausgleichs du ch Anpassung des inne en ode äuße en Geldwe s, die gewöhnlich e ns e soziale Spannungen he o u en, ode ma k kon ä e Maßnahmen du ch Ein uh e bo e und Kon ingen e, die den in e na ionalen Handel de ou ie en, noch eine d i e Möglichkei gegeben is , nämlich: ma k kon o me, den in e na ionalen Handel ga nich ode nu wenig beein äch igende Maßnahmen ohne soziale Hä en. Das P oblem eines be iedigenden in e na ionalen Leis ungsaus- gleichs e schein nämlich so unlösba , weil es auch eine soziale Sei e ha und diese bishe nich genügend be ücksich ig wu de, ode , genaue gesag , weil man bishe den sozialen E o de nissen nu mi ma k kon ä en, nich abe mi ma k kon o men Maßnahmen Rech- nung agen zu können glaub e. In de Gesam nach age nach Impo en, die sich eine sei s aus de Nach age nach unen beh lichen Wa en, d. h. solchen Wa en, bei denen die P eise zwecks Au ech e hal ung nied ige Lebenshal ungs- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 709] Das in e na ionale Wäh ungsp oblem un e sozialem Aspek 69 und P oduk ionskos en möglichs nied ig gehal en we den müssen, ande e sei s aus de Nach age nach en beh lichen Wa en zusammen- se z , bei denen P eise höhungen ohne Beein äch igung des Lebens- s anda ds de b ei en Be ölke ungsschich en ehe in Kau genommen we den können, e einigen sich diese kau k a mäßig seh un e - schiedlichen Teilnach agen zu eine homogenen Nach age nach De- isen. Im Gegensa z zu den Auswi kungen au dem Inlandsma k , wo die kau k ä ige Nach age nach „Luxuswa en" en wede ga nich ode nu mi elba und in ela i engen G enzen (übe eine P eis- s eige ung de e o de lichen P oduk ionsmi el) die P eise de Wa en in die Höhe eib , die on de mi ge inge e Kau k a ausge- s a e en Nach age begeh we den (es is kaum o s ellba , daß z. B. die Anscha ung inländische Luxusau omobile den inländischen B o - p eis e höh ), wi k sich bei de Ein uh aus dem Auslande die kau - k ä ige Nach age unmi elba p eiss eige nd auch au die Wa en aus, die on de wenige kau k ä igen Nach age begeh we den, wenn und sowei sie du ch einen De isenengpaß hindu chgeschleus we den muß, also zu eine p eismäßig konku ie enden Nach age au dem De isenma k üh (dann kann z. B. die Anscha ung on Luxusau omobilen seh wohl den P eis des B o ge eides e höhen). Ein uh - und De isenkon ingen ie ungen sind dahe im Außenhandel das Pendan zu eine Ve b auchs a ionie ung im Inlande, die gewöhn- lich do als no wendig angesehen wi d, wo in olge on Einkommens- di e enzie ungen die Ve eilung eines knappen Gü e angebo s du ch das P eisspiel zu g oßen Unge ech igkei en und ge äh lichen sozialen Spannungen üh en wü de. Abe ebenso wie im Inlande P eisbin- dungen und Ra ionie ungen wiede um gewöhnlich den Nach eil haben, den An eiz zu P oduk ionss eige ung und Angebo se höhung he ab- zuminde n, sind Ein uh - und De isenkon ingen ie ungen zwecks Ve - meidung on Wechselku ss eige ungen nich dazu ange an, das De- isenangebo zu e höhen. Dieses Dilemma kann nu dadu ch besei ig we den, daß man die Ein uh en beh liche Wa en, insbesonde e die on sogenann en „Luxusgü e n64, zwa nich kon ingen ie ode au ande e Weise ein- zusch änken e such , diese Wa en ielmeh ungehinde eins ömen läß , gleichzei ig hie bei abe e hinde , daß die kau k ä ige e Nach- age de Wohlhabenden mi de wenige kau k ä igen Nach age de Minde bemi el en au dem De isenma k in Konku enz i . Im Falle eine aku en De isen e knappung müß e also die Gesam - nach age nach Impo en in die beiden Teilnach agen nach „unen - beh lichen" und „en beh lichen" Wa en au gespal en und nunmeh e such we den, inne halb diese beiden Teilnach agen je ü sich OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 70 Ha ald B aeu igam [710 einen Leis ungsausgleich mi dem Ausland dadu ch he beizu üh en, daß man a) zu Bezahlung de „unen beh lichen44 Impo e das De isenau - kommen aus den „Expo speziali ä en44, d. h. aus dem Expo de - jenigen Wa en ese ie , die au den Wel mä k en we bewe bs ähig sind, und b) die in de Nach age nach „en beh lichen44 Impo en zum Aus- d uck kommende g öße e Kau k a de Wohlhabenden zu eine Ex- po sub en ionie ung de jenigen einheimischen E zeugnisse e wen- de , die an sich au den Wel mä k en nich we bewe bs ähig sind, also dadu ch, daß man die gehobene Kau k a de Wohlhabenden einem zusä zlichen Aus uh e ah en diens ba mach . Le z e es könn e dadu ch e eich we den, daß man die Inlands- p eise diese en beh lichen Impo wa en uhig sowei ans eigen ließe, daß die da aus e ziel en E löse dem ausländischen Lie e an en auch dann noch eine Gewinnmöglichkei e ö nen, wenn e seine Lie e un- gen wede in kon e ie ba e Wäh ung noch in solchen einheimischen E zeugnissen bezahl e häl , die wel ma k mäßig p eiswü dig sind, sonde n nu in solchen einheimischen E zeugnissen, bei denen un e An echnung des ü die Impo e unen beh liche Wa en gel enden Wechselku ses eine solche P eiswü digkei nich gegeben wä e. Mi ande en Wo en: die Hindu chschleusung de kau k ä igen und de wenige kau k ä igen Teilnach agen nach Impo wa en müß e bei ein e ende De isen e knappung nich meh mi Hil e eines ein- achen, sonde n eines doppel en Schleusensys ems mi un e schied- lichen Wechselku sen bewe ks ellig we den. Zieh man aus diese g undsä zlichen Fo de ung die no wendigen o ganisa o ischen Folge ungen, so komm man zu einem Sys em eine po en iellen Außenhandels - Pa allelwäh ung9, das in seinen G undzügen e wa olgende maßen aussehen müß e: Fü den Fall eines aku en „De isenno s ands44, eine ge äh lichen Dezimie ung de Wäh ungs ese en, soll en on allen denjenigen Lände n, bei denen ein solche No s and im Be eich des Möglichen lieg , olgende beiden, au einande abzus immenden Wa enlis en au - ges ell und bekann gegeben we den: 1. eine Lis e de „unen beh lichen44 Impo gü e , die in e s e Linie alle diejenigen ausländischen Rohs o e, Hil sma e ialien, P o- duk ionsmi el usw. en hal en müß e, au die die einheimische P oduk- ion ohne Exis enzge äh dung nich e zich en kann, die also inso e n als „unen beh lich44 anzusehen sind, als on ihnen die Siche ung de G undlagen des Wi scha slebens dieses Landes abhäng . Daneben 9 Es b auch kaum be on zu we den, daß die einhei liche Geldo dnung im In- lande da on nich be üh wü de. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 711] Das in e na ionale Wäh ungsp oblem un e sozialem Aspek 71 wü de diese Lis e noch diejenigen ausländischen Nah ungsmi el und ande en Konsumgü e en hal en, de en Ein uh ü eine angemessene Ve so gung de b ei en Be ölke ungsschich en dieses Landes no wen- dig is ; 2. eine Lis e de Expo speziali ä en, de en E löse die Ein uh de unen beh lichen Impo wa en siche s ellen soll. Die Impo e de unen beh lichen Wa en wü den an das lie e nde Ausland also en wede du ch die aus den Expo speziali ä en an al- lenden kon e ie ba en Auslandsde isen ode abe du ch eine in ih e Kau e wendung und Kon e ibili ä uneingesch änk e Gu sch i in Landeswäh ung (de Kü ze halbe im olgenden imme nu „A-Ma k" genann ) bezahl we den. Dabei könn en den kon e ie ba en Aus- landsde isen auch diejenigen Zahlungs o de ungen an das Ausland, de en Ve wendung au Bezüge aus diesem Lande besch änk is , in- sowei gleichges ell we den, als dami aus diesem Lande die ü das eigene Land unen beh lichen Impo wa en bezogen we den könn en. Demgegenübe wü de de Außenhandel eines ge ade in einem De isenno s and be indlichen Landes mi allen ande en als den beiden e wähn en Wa eng uppen (unen beh liche Impo e und Expo - speziali ä en) du ch eine besonde e A zwischens aa liche Ve ech- nung in Landeswäh ung abgewickel we den: die Bezahlung alle Impo e an en beh lichen Wa en dü e nu du ch Gu sch i au Sonde kon o e olgen. Die Ve wendungsmöglichkei diese Aus- lände -Sonde kon en im Inlande (de Kü ze halbe im olgenden im- me nu „B-Ma k" genann ) bliebe abe au den Einkau de jenigen einheimischen E zeugnisse besch änk , die nich au de Lis e de Expo speziali ä en au ge üh sind. Diese unkon e ie ba e B-Ma k könn e also imme nu zum Kau on bes imm en Inlandswa en, also nu zu Bezahlung on en beh lichen Impo en du ch ihnen ko es- pondie ende und du ch sie e anlaß e „zusä zliche" Expo e e wen- de we den. Ande e sei s könn en abe diese B-Ma k-Gu haben im Auslande ei ans e ie ba sein und dami auch einen mul ila e alen Handel e möglichen: wi d bei Ge äh dung de Wäh ungs ese en de außenwi scha liche Leis ungsausgleich nich nach Zahlungs äumen, sonde n nach Wa eng uppen anges eb , so s eh de T ans e ie ba - kei des unkon e iblen Wäh ungs eils nich s im Wege. Die Einsch änkung de Ve wendungsmöglichkei de B-Ma k au den E we b on solchen Wa en, die ge ade keine Expo speziali ä en sind, d. h. die bei Zug undelegung des A-Ma k-Ku ses in e na ional nich we bewe bs ähig wä en, wü de na u gemäß au den in e - na ionalen De isenmä k en ein Disagio des B-Ma k-Ku ses im Ve - gleich zu A-Ma k he bei üh en. In olgedessen wü de das Ausland bei OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 72 Ha ald B aeu igam [712 seinen in B-Ma k ak u ie en Lie e ungen en sp echend höhe e P eise o de n. Da es sich bei solchen Lie e ungen o ausse zungs- gemäß jedoch um Wa en handeln wü de, die on eine — gemessen am allgemeinen Einkommensni eau — übe du chschni lichen Kau - k a nachge ag we den, könn en diese e höh en P eise auch ohne Beein äch igung des Lebenss anda ds de minde bemi el en Be- ölke ungsschich en bezahl we den. Gleichzei ig wü de abe das Disagio de B-Ma k, om Auslande he gesehen, die P eise de (bei Be echnung au A-Ma k-Basis) nich expo ähigen Inlandse zeugnisse senken und dami das Ausland zum Bezug diese einheimischen E - zeugnisse an eizen. Das Ausland wü de also in bezug au die „Maxi- mie ung des Handelsgewinns" nich beein äch ig : es könn e auch nach einem in aku em De isenno s and be indlichen Lande seine „Luxusgü e " mi dem gleichen Gewinn abse zen, als wenn es ü diese seine Lie e ungen in kon e ible Wäh ung bezahl wü de; es e hiel e ü seine Lie e ungen den Wel ma k p eis und b auch e ü seine Wa enbezüge aus dem Inland auch nu den Wel ma k p eis zu zahlen. Im Inlande hingegen wü den die Wohlhabenden — und nu diese — an de Maximie ung ih e „Handelsgewinne" insowei ge- hinde , als sie ü ausländische „Luxuswa en" höhe e P eise zu zahlen hä en, als sie zahlen müß en, wenn sie da ü De isen zuge- eil e hiel en10. Hie gegen könn e na ü lich de Einwand e hoben we den, daß die Fes se zung dessen, was als „en beh liche" ode „Luxuswa e" anzusehen sei, imme ein bes imm es Maß poli ischen E messens o ausse ze, das no wendige weise eine gewisse Willkü in ol ie e. Indessen wä e diese poli ische „Willkü " keineswegs g öße als bei ielen ande en p eispoli ischen Maßnahmen, insbeson- de e abe nich g öße als bei jede Bes eue ung des Ve b auchs. Fü die Höhe des B-Ma k-Disagios wü de allein das Ausmaß be- s immend sein, in dem die Inlandsp eise de mi unkon e ie ba e B-Ma k käu lichen Expo wa en (bei Be echnung übe den kon e - iblen A-Ma k-Ku s) in e na ional übe höh wä en. Fü die Inlands- p eise de au B-Ma k-Basis e echne en Impo wa en wä e dagegen auße dem B-Ma k-Disagio auch die Höhe de Ein uh zölle mi bes im- mend. Um die P eise de schon du ch das Disagio de B-Ma k e - eue en Impo e nich unnö ig du ch Ein uh zölle zusä zlich zu e - höhen, dadu ch die Nach age de Wohlhabenden nich unnö ig einzusch änken und dadu ch nich gleichzei ig die Expo möglichkei en de Pa ne lände zu beein äch igen, könn en und müß en dahe bei Wi ksamwe den de Pa allelwäh ung die Zölle au alle „en beh - 10 Die wenige Wochen nach Niede sch i diese Zeilen du chge üh e „Teil- abwe ung" des anzösischen F anc, in die Zahlungen ü Rohs o - und Lebens- mi elimpo e nich einbezogen wa en, be uh e o enba au demselben G und- gedanken. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 713] Das in e na ionale Wäh ungsp oblem un e sozialem Aspek 73 liehen" Impo wa en he abgese z ode ganz au gehoben we den. Dies wü de abe keineswegs ü jede Ta i posi ion jeweils eine gese zliche ode e wal ungsmäßige Regelung e o de lich machen; es wü de ielmeh ollkommen genügen, wenn gese zlich gene ell bes imm wü de, daß sich ü den inländischen Impo eu die bes ehenden Zölle jeweils um den Be ag des Disagios de B-Ma k gegenübe de A-Ma k au oma isch e mäßigen. Kos e z. B. den inländischen Im- po eu ein bes imm e Wa enbezug aus dem Auslande 100 B-Ma k und wä e ü diese „en beh lichen" Wa en bei Bezahlung in kon e - ible A-Ma k ein Zoll on 15 Ma k zu zahlen, so wü de sich diese Zoll au oma isch au 5 Ma k e mäßigen, wenn am Tage des Ve ags- abschlusses das Disagio de B-Ma k 10 % be agen hä e. In diesem Falle wü de die P eise höhung in olge des Disagios de B-Ma k du ch die Zollsenkung soga noch oll kompensie . E s wenn das Disagio de B-Ma k g öße wä e als de Zollsa z, also beispielsweise 20 % be agen wü de, wü de de Inlandsp eis ans eigen, und zwa nu um 5%. Wäh end man bei einem einhei lichen De isenma k mi eine Nach agekonku enz zwischen unen beh lichen und en beh lichen Impo wa en häu ig sich dazu gezwungen sieh , den Eins om de le z e en zum Schu ze de Wäh ungs ese en du ch Zollsch anken einzudämmen, könn e bei einem zwei eiligen De isenma k , bei dem die unen beh lichen und die en beh lichen Impo e gewisse maßen zwei oneinande ge enn e Schleusensys eme passie en müssen, au alle de isenpoli isch mo i ie en Ein uh zölle e zich e we den und s a dessen eine Poli ik de bewuß en Ein uh ö de ung be ieben we den. Vom zahlungsbilanzmäßigen Aspek he gesehen, könn en also alle Ein uh zölle und alle inländischen Ve b auchsabgaben au en beh liche Impo wa en besei ig we den. Und da übe hinaus könn en ode müß en soga gewisse Schu zzölle, z. B. au ag a ische E zeugnisse, au G und de angegebenen Au oma ik gesenk we den ode ganz o allen, da die du ch das Disagio de B-Ma k bewi k e Ve eue ung diese Impo e sons kumula i zu de P eise höhung du ch den Zoll hinzukäme. Das hä e auch den nich zu un e - schä zenden Vo eil, daß sich das Schwe gewich de Außenhandels- poli ik on de e aglichen au die au onome Sphä e e lage n wü de. Rekapi ulie end kann also gesag we den: Die Besch änkung de Ve wendungsmöglichkei de B-Ma k au ein „Zusa z-Aus uh -Ve - ah en", au die Bezahlung solche Lie e ungen an das Ausland, die bei Fak u ie ung in A-Ma k ode in ausländische Wäh ung ga nich zus ande kämen, wü de eine Einsch änkung de „Kau mach " (Ge - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 74 Ha ald B aeu igam [714 lo ) ode de „Kau po enz44 (Ri e shausen)11 dieses Teiles de Lan- deswäh ung bewi ken und wü de dahe — je nach dem Ausmaß de Einsch änkung diese Kau po enz — zu einem g öße en ode ge in- ge en Disagio gegenübe dem ande en Teil diese Landeswäh ung üh en. Le z e es hä e zu Folge, daß das Ausland ü seine Lie e- ungen on „en beh lichen44 Wa en nach diesem Lande einen um dieses Disagio höhe en P eis in B-Ma k e langen wü de. Die P eise diese „en beh lichen44 Impo wa en wü den also ans eigen, abe de P eisans ieg bliebe au diese Wa eng uppen besch änk und wü de nich gleichzei ig den Impo de „unen beh lichen44 Wa en e eue n. Das du ch die Besch änkung de Kau po enz de B-Ma k bewi k e Disagio könn e also als eine A geziel e Abwe - ung dieses Zahlungsmi els cha ak e isie we den und hä e inne - halb seines Zielbe eiches die Folgen jede no malen Abwe ung: Ve - eue ung de Impo - und Ve billigung de Expo wa en. Die mi de Ve billigung diese Expo e e bundene Ve eue ung de Impo e wü de abe nu diejenigen Wa en e en, bei denen eine solche Ve - eue ung olkswi scha lich unbedenklich is , weil sie sich au Wa en besch änken wü de, die en wede de Deckung eine besonde s kau - k ä igen Nach age dienen („Luxusgü e 44), ode au Wa en, de en P eise aus p o ek ionis ischen G ünden nich un e einen gewissen Mindes s and sinken sollen. Die Las des no wendigen außenwi - scha lichen Leis ungsausgleichs wü de insowei also nich wie bei De la ion ode De al a ion o allem den ä me en, sonde n zunächs einmal den wohlhabende en Be ölke ungsschich en au gebü de we - den. Diese le z e en müß en e s einmal „meh leis en44 bzw. sich einsch änken, d. h. bei De isen e knappung au eine Maximie ung ih e „Handelsgewinne44 e zich en und ü die on ihnen begeh en Impo wa en höhe e P eise zahlen als bei De isen ülle. Und e s dann, wenn es sich zeigen soll e, daß nich nu die Wohlhabenden, sonde n alle Volksschich en „übe ih e Ve häl nisse leben44 und de außenwi scha liche Leis ungsausgleich nich meh allein du ch ein Sichbescheiden de Wohlhabenden e eichba is , kämen De la ion ode De al a ion in F age. Eine solche „geziel e44 De al a ion zu Abwendung eines sich an- bahnenden De isenno s ands wü de den in e na ionalen Handel ga nich ode jeden alls seh iel wenige beein äch igen als Impo - d osselungen du ch beg enz e De isenzu eilungen, Ein uh e bo e ode Ein uh kon ingen ie ungen. Denn das dadu ch e möglich e „ Zu- sa z-Aus uh -Ve ah en44 wü de ja ge ade de Au ech e hal ung des Ein uh olumens und dami de Au ech e hal ung des Aus uh - 11 Vgl. H. Ri e shausen« In e na ionale Handels- und De isenpoli ik. F ank u 1952, S. 169. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 715] Das in e na ionale Wäh ungsp oblem un e sozialem Aspek 75 olumens de Pa ne lände dienen. Auch die Expo p eise und dami de Expo we de Pa ne lände wü de nich beein äch ig ; denn die du ch das Disagio de B-Ma k e u sach e E lösminde ung ih e Expo e wü de du ch die höhe en e zielba en B-Ma k-P eise oll ausgeglichen. Und schließlich wü de ein solches Vo gehen eines in De isenno s and ge a enen Landes auch den De isenan all de Pa - ne lände nich beein äch igen: die B-Ma k wä e zwa keine kon e - ie ba e, wohl abe eine ans e ie ba e, d. h. au den in e na ionalen De isenmä k en ei handelba e Wäh ung, ü die man auch Wäh- ungen ande e Lände e s ehen könn e. Bei E ek i ie ung de Außenhandels-Pa allelwäh ung eines Lan- des wü de also de S om an (sich ba en und unsich ba en) Impo en und Expo en ein doppel es Schleusensys em passie en: a) die „unen beh lichen64 Impo e und die „Expo speziali ä en" wü den übe den kon e iblen A-Teil de Landeswäh ung abgewickel we den; und b) „en beh liche" Impo e wü den mi unkon e ible , abe ans- e able B-Wäh ung bezahl . Da die E ek i ie ung des unkon e iblen B-Teiles de Pa allel- wäh ung eine besch änk e und geziel e Abwe ungsmaßnahme da - s ellen wü de, die den Zweck e olg , die Wäh ungs ese en o eine ge äh lichen Dezimie ung zu schü zen, ohne daß eine Zu luch zu Impo es ik ionen no wendig wi d, wü de sie schließlich auch die Au ech e hal ung ela i s abile Wechselku se ü den kon e iblen A-Teil e leich e n: eine Abwe ung käme als ul ima a io e s dann in F age, wenn die Basis des B-Teiles de Pa allelwäh ung bis an die G enze des Möglichen ausgewei e wo den wä e, wenn also alle „en beh lichen" Impo e on de konku ie enden Nach age nach De isen ausgeschlossen wä en und sich o zdem noch ein De izi in de De isenbilanz eins ellen wü de. Und umgekeh käme eine Au - we ung des A-Teiles de Pa allelwäh ung auch nu als ul ima a io in F age, d. h. dann, wenn selbs bei Bezahlung alle Impo e (also auch de „en beh lichen") in kon e ible Wäh ung ein s ändige Zahlungsbilanzübe schuß und eine übe mäßige Anhäu ung on De- isen sich eins ellen ode anbahnen wü de. Die Auswahl de Impo gü e , die gegebenen alls übe den (nich kon e iblen) B-Teil de Pa allelwäh ung zu e echnen wä en, könn e en sp echend de Einschä zung ih e „En beh lichkei " on jedem Lande selbs ge o en we den und wü de nach Wa ena en, nich abe nach Bezugslände n o zunehmen sein. Sie dü e — wenig- s ens heo e isch — lände weise nich disk iminie en, und das wä e auch p ak isch dann nich de Fall, wenn die Lis e diese en beh - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 76 Ha ald B aeu igam [716 liehen Impo gü e eine b ei e S euung au die e schiedens en Gü- e g uppen o sähe. In dem Augenblick jedoch, in dem die Lis e de en beh lichen Impo gü e e ände wü de — sei es, daß sie e - wei e , sei es, daß sie eingesch änk wü de — wü de sich eine ge- wisse lände weise Disk iminie ung p ak isch kaum e meiden lassen, weil du ch die Einbeziehung gewisse Gü e in die (bzw. du ch F ei- se zung gewisse Gü e on diese ) Lis e die e schiedenen Lie e - lände un e schiedlich be o en wü den. Um de Möglichkei solche unbeabsich ig en Disk iminie ungen o zubeugen, wü de es sich emp ehlen, in de Ausgangsbasis de Lis e de en beh lichen Impo - gü e eine genügend b ei e, d. h. möglichs iele Lie e lände und diese wiede um möglichs gleichmäßig e ende S euung o zusehen, und im Falle eine möglichen Einengung diese Gü e lis e, also im Falle eine möglichen Ausdehnung de Basis des (kon e iblen) A-Teiles de Pa allelwäh ung, alle als „en beh lich" gekennzeich- ne en Impo e zu einem p ozen ual gleichen An eil in kon e ible Wäh ung zu bezahlen. Wenn also im Zeichen eine sich e schä enden ode abschwächenden De isen e knappung die Basis des B-Teiles de Wäh ung ausgedehn ode eingesch änk we den müß e, so soll e dies nich du ch en sp echende Ve ände ungen in de wa enmäßigen Zusammense zung de Lis e de en beh lichen Gü e e ziel we den, sonde n dadu ch, daß solche Impo e zu einem höhe- en ode nied ige en P ozen sa z in B-Wäh ung zu bezahlen sind. Is de Leis ungsausgleich zwischen unen beh lichen Impo en und Expo speziali ä en eines Landes seh angespann , so daß eine kon- ku ie ende Nach age nach De isen on Sei en en beh liche Impo e den Bezug unen beh liche Auslandswa en zu beein äch igen d oh , so wü den also die en beh lichen Impo e n u in B-Wäh ung bezahl ; besse sich dagegen die Leis ungsbilanz zwischen unen beh lichen Impo en und Expo speziali ä en und nehmen dami die De isen- ese en zu, so könn en die en beh lichen Impo e nu zu einem jeweils bes imm en P ozen an eil ih es We es in (nich kon e ible ) B-Wäh ung und zu dem es lichen, mi de Ve g öße ung de De- isen ese en ans eigenden P ozen sa z ih es We es in (kon e ible ) A-Wäh ung bezahl we den — bis schließlich bei aus eichenden De- isen ese en de B-Teil de Pa allelwäh ung ganz suspendie we - den könn e. Da die hie o geschlagene Ins i u ion on Außenhandels-Pa allel- wäh ungen po en ielle Na u is , de B-Teil dieses Wäh ungssys ems in jedem Lande also nu dann und nu insowei e ek i wü de, als es zum Schu z de Au ech e hal ung de uneingesch änk en Kon e - ibili ä des A-Teiles de be e enden Landeswäh ung no wendig is , OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 728] Das in e na ionale Wäh ungsp oblem un e sozialem Aspek 83 no men au den Fall de „ex emen Gläubige posi ion" übe haup sinn oll e scheinen lassen. Die e s e und wich igs e Vo ausse zung hie ü wä e zwei ellos die Abscha ung des Sys ems de gebundenen Wechselku se und die Ein üh ung bewegliche Wechselku se. Denn bei gebundenen Wechsel- ku sen kann ein Land — wie das wes deu sche Beispiel eind inglich geleh ha — das nich gewill is , sich dem In la ions end de üb igen Wel ode auch nu dem seine wich igs en Handelspa ne anzuschließen, gegen seinen Willen und ohne eigenes Ve schulden in eine ex eme Gläubige posi ion hineinged äng we den, und es kann nich de Sinn eine in e na ionalen No mung de Gläubige p lich en sein, daß sich die Übe schußlände dem In la ionsd ude de De izi - lände beugen und dadu ch diese in ih e alschen Finanzgeba ung noch un e s ü zen müssen. Die zwei e, ebenso wich ige Vo ausse zung ü eine No mung de Gläubige p lich en wä e, daß sie den G undsa z de Mul ila e ali ä des in e na ionalen Handels nich beein äch igen da , daß also die Gläubige lände nich dazu e p lich e we den dü en, den Abbau ih e Zahlungsbilanzübe schüsse ausschließlich ode o wiegend ih en Schuldne lände n gegenübe o zunehmen, denn das lie e p ak isch au eine e s eck e Neubelebung des bila e alen Handels hinaus. Das un e schiedliche s uk u elle Ge üge des Außenhandels de einzelnen na ionals aa lichen Volkswi scha en beding es, daß ih e Zahlungsbilanzsalden im Ganzen das Schluße gebnis on einande meh ode wenige kompensie enden Zahlungsbilanzsalden gegenübe den einzelnen Lände n is , mi denen sie Handel eiben. Sowei ü einen ge ech en Ausgleich zwischen ex emen Gläubige - und ex e- men Schuldne lände n eine Impo s eige ung de Gläubige lände angezeig e schein , is es dahe ohne Beein äch igung des G und- sa zes de Mul ila e ali ä wede zumu ba noch e o de lich, daß die le z e en ge ade ih e Ak i salden gegenübe den Schuldne lände n abbauen, sonde n nu gebo en, daß sie übe haup ih Teil zum Abbau ih es gesam en Zahlungsbilanzübe schusses bei agen — so e n Ge- wäh da ü bes eh , daß die on diesem Vo gehen de ex emen Gläubige lände p o i ie enden Lände nich ih e sei s wiede zu ex- emen Gläubige lände n we den. Ein mul ila e ales Clea ing de Zah- lungsbilanzsalden, wie es in de EZU gehandhab wi d, e leich e zwa den mul ila e alen Handel und b ing die Schuldne - bzw. Gläubige posi ionen de einzelnen Lände sinn ällig zum Ausd uck. Als Indiz da ü , ob ein Land den ihm aus seine Gläubige posi ion obliegenden P lich en nachgekommen is ode nich , kann abe ein solches egional besch änk es Saldenclea ing schon deswegen nich dienen, weil bei jedem Lande die du ch die S uk u seines Außen- 6* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 84 Ha ald B aeu igam [724 handels beding e Angewiesenhei au Impo e aus ande en Zahlungs- äumen ganz e schieden is . Bei de g oßen In e dependenz alle Wel handels ansak ionen wä e hie zu ielmeh e s die E se zung de egionalen EZU du ch eine uni e sale Wel -Zahlungs- Union die Vo ausse zung. Wä en alle ode auch nu alle wich igen Wel handelslände in eine solchen Zahlungsunion zusammengeschlos- sen, so wü den die Ve echnungssalden eines jeden Landes gegenübe de Union genau seinen Zahlungsbilanzsalden en sp echen und wü de sich die Summe de K edi salden mi de de Debe salden decken. Und dann ließe sich auch de Beg i de ex emen Gläubige posi- ion wi scha lich sinn oll sowei p äzisie en, daß es e e ba wä e, da an bes imm e Ve hal ensno men ü die be e enden Lände zu knüp en. We nich ge ade den S andpunk einnimm , daß es ein P oblem des „gu en Gläubige s" im in e na ionalen Zahlungs e keh übe - haup nich gib , we also nich jede Ve p lich ung zu einem wel - ma k kon o men Ve hal en de Übe schußlände leugne und nich alle Ve an wo ung nu den De izi lände n zuschieb , müß e sich also da ü einse zen, daß die gegenwä ig gül ige, im Abkommen on B e on Woods kodi izie e in e na ionale Wäh ungso dnung, die das P oblem des „gu en Gläubige s" ga nich kenn , du ch eine neue, den gegenwä igen Ums änden und den E o de nissen des Wel han- dels meh Rechnung agende O dnung e se z wi d. Diese müß e au olgenden G undsä zen au gebau sein: Von eine neu zu e ich enden ode on de en sp echend umzu- ges al enden Bank ü In e na ionalen Zahlungsausgleich (BIZ) wi d — in Fo m on Buchgeld — eine abs ak e, s o we lose, allein du ch die in Umlau be indliche Quan i ä in ih em We bes imm e in e - na ionale Rechnungseinhei (IRE) als eine „Wel wäh ung" emi ie , die ausschließlich dem in e na ionalen Zahlungs e keh dien . In einem neuen in e na ionalen Abkommen e p lich en sich alle Teil- nehme lände , bei zwischens aa lichen Zahlungen dieses Zahlungs- mi el als ollgül iges Schulden ilgungsmi el anzunehmen und anzu- e kennen. Die Gül igkei de einzelnen na ionals aa lichen Wäh ungs- o dnungen ü den Inlands e keh bleib hie on gänzlich unbe üh . Jedes Teilnehme land e häl on de BIZ eine Ausgangsquo e an IRE ohne i gendwelche Gegenleis ungen in Fo m on Gold, De isen ode ande en We en in einem Be age gu gesch ieben, de , sagen wi , de Häl e seine jäh lichen Impo we e im Du chschni de le z en d ei Jah e en sp ich . Die Quan i ä de in Umlau gese z en IRE wi d also s eng beg enz und kann s a u enmäßig un e Billigung on zwei D i eln de im Ve wal ungs a de BIZ e e enen Lände - s immen nu dann en sp echend e höh we den, wenn in olge eine OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 725] Das in e na ionale Wäh ungsp oblem un e sozialem Aspek 85 In ensi ie ung des in e na ionalen Handels- und Zahlungs e keh s die Umsä ze au den IRE-Kon en des einen ode ande en Landes ode alle Lände bei de BIZ be äch lich anges iegen sind, dami die „Neu ali ä " des „Wel geldes" gegenübe den Gü e umsä zen ge- wah bleib . Jedes Teilnehme land e häl im Ve wal ungs a de BIZ Si z und S imme en sp echend seine Ausgangsquo e an IRE. Die Wechselku se zwischen na ionals aa liche Binnenwäh ung und in e na ionale Ve echnungswäh ung we den nich gebunden. Vielmeh müssen die „ ich igen" Wechselku se on den na ionalen No enbanken jeweils „ge unden" und angewende we den. Die No en- banken de zu einem Zahlungsbilanzde izi neigenden Lände müssen also da ü so gen, daß ih e Lände mi Hil e de ihnen zu Ve ügung ges ell en Ausgangsquo en an IRE allen ih en in e na ionalen Zah- lungs e p lich ungen in IRE nachkommen können. Dabei we den sie im Falle eines aku en, als o übe gehend angesehenen „De isenno - s andes", d. h. eine aku en Ve knappung an IRE-Gu haben, zunächs die Kon e ie ba kei ih e Landeswäh ungen in IRE einsch änken, also ih e Landeswäh ungen in einen ollkon e iblen A-Teil und einen unkon e iblen, abe ans e ablen B-Teil au spal en (E ek i- ie ung de po en iellen Außenhandels-Pa allelwäh ung) und zu eine „Abwe ung" des A-Teiles ih e Landeswäh ungen, d. h. zu eine He au se zung des Wechselku ses ü IRE, e s dann zu sch ei en b auchen, wenn alle „en beh lichen" Impo e on de konku ie en- den Nach age nach IRE ausgeschlossen sind. An de Höhe des Disagios des B-Teiles gegenübe dem A-Teil de Landeswäh ung so- wie an den P opo ionen de wa enmäßigen G undlagen (Kau po en- zen) diese beiden Wäh ungs eile wä en dann die Ans engungen e kennba , die ein solches De izi land zum Ausgleich seine Zahlungs- bilanz gemach ha . Gläubige lände haben sich o da übe au gehal en, daß ih e Schuldne an sie mi dem E suchen um einen Schuldennachlaß ode ein Schuldenmo a o ium ode um neue K edi e he ange e en sind, ohne sich o he eiwillig die nach Ansich de Gläubige no wen- digen Einsch änkungen in de Lebenshal ung au e leg zu hab**™ ha z. B. Deu schland, das in den Jah en nach de Wäh ungss abilisie- ung on 1924 g oße Auslandsk edi e au genommen ha e, den Vo - wu hinnehmen müssen, daß es mi „o he people's money" einen ungebüh lichen Au wand ge ieben habe und dahe selbs an de spä e einge e enen Un ähigkei zu Bedienung seine Auslands e - p lich ungen Schuld gewesen sei. So e s ändlich es auch sein mag, daß Gläubige lände den o en zu Tage e enden Wohls and ih e Schuldne als Maßs ab ü de en unzu eichende Schuldne mo al an- legen, so gil hie doch häu ig das Wo aus de D eig oschenope : OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 86 Ha ald B aeu igam [726 „Denn man sieh nu die im Lich e, die im Dunkeln sieh man nich ." Es lieg eben im Sys em de ma k wi scha lichen, „kapi alis ischen" O dnung beg ünde , daß hie in olge de gegebenen s a ken Einkom- mensun e schiede häu ig ansehnliche Wohls and eines kleine en Be- ölke ungs eiles mi ela i seh nied igem Lebenss anda d ande e , g öße e Be ölke ungs eile einhe gehen kann, daß abe jede gene ell gehandhab e Einsch änkung und Ve eue ung de Impo e sich o - wiegend als eine zusä zliche Belas ung de Minde bemi el en aus- wi ken muß und dies die e an wo lichen Regie ungen on De- la ions- ode De al a ionsmaßnahmen abhäl . Dieses Dilemma zwischen gebo ene Schuldne mo al nach außen und soziale Rück- sich nahme nach innen kann eben ohne Beein äch igung des in e - na ionalen Handels12 nu mi dem Ins umen de Außenhandels- Pa allelwäh ung übe wunden we den. Und e s wenn die Schuldne - lände die Möglichkei haben, diesem ü sie ech en Dilemma auszu- weichen, also alle Ans engungen zu Wah ung ih e K edi wü dig- kei du ch eine angemessene Schuldne mo al machen zu können, ohne dabei ih e sozialen P lich en e nachlässigen zu müssen, wi d man auch den Gläubige lände n bes imm e Vc hal ensno men au e legen dü en. Auch das s o we lose Gi algeld de IRE könn e seinem eigen - lichen Zweck, den lau enden in e na ionalen Zahlungsausgleich zu e - leich e n, en emde we den, wenn es on den Gläubige lände n nich wiede in Umlau geb ach , sonde n geho e wü de und diese sich dadu ch dem ihnen zukommenden Teil an Ve an wo ung ü einen in e na ionalen Leis ungsausgleich en ziehen könn en. Um dem o - zubeugen, müß e das neue in e na ionale Wäh ungsabkommen die Bes immung en hal en, daß die Gläubige , also die Lände mi Übe - schußgu haben bei de BIZ, zu einem bes imm en Zei punk eines jeden (ode eines jeden zwei en) Jah es ih e Übe schußgu haben bis au einen K edi -Swing on, sagen wi , 5 bis 10 °/o ih e Ausgangs- gu haben abzubauen haben — wid igen alls, sagen wi , 30 bis 50°/o ih e Übe schußgu haben du ch die BIZ on Am s wegen en schädi- gungslos an die Schuldne , also an die Lände , de en Gu haben bei de BIZ ge inge als ih e Ausgangsgu haben sind, p o a a ih es De izi s zu übe agen sind. Eine solche Regelung könn e ein geeig- ne es D uckmi el da ü bie en, daß sich beide Sei en — Gläubige und Schuldne — einige maßen wel ma k kon o m e hiel en. Fü die Gläubige wü de eine en schädigungslose Abschöp ung on 30 bis 50 °/o ih e Übe schußgu haben einem Geschenk an die Schuldne 12 Im G unde genommen dienen die meis en Maßnahmen de De isenbewi - scha ung de Übe windung dieses Dilemmas — abe sie beein äch igen den in e - na ionalen Handel. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 727] Das in e na ionale Wäh ungsp oblem un e sozialem Aspek 87 gleichkommen. Da le z e e hie du ch abe nich ih ganzes De izi , sonde n jeweils nu 30 bis 50 °/o da on e se z bekämen, wü de diese Siche ungsmaßnahme sie keineswegs de No wendigkei en heben, ü einen aus eichenden Fonds an IRE bei de BIZ zu so gen, und sie dazu zwingen, ih e sei s alle Ans engungen zu machen, um aus dem De izi he auszukommen und sich als k edi wü dig zu e weisen. Le z- e es wä e abe um so meh on Bedeu ung, als Lände , die ku z o dem Ab echnungszei punk ungewoll und un e sehens in eine ex eme Gläubige posi ion ge a en wä en, die Möglichkei hä en, sich de en schädigungslosen Abschöp ung ih e Übe schußgu haben da- du ch zu en ziehen, daß sie diese Be äge ganz ode eilweise ein- zelnen, on ihnen als besonde s k edi wü dig angesehenen De izi - lände n zu Au üllung ih e Gu haben bei de BIZ leihweise übe - lassen könn en. Denn dadu ch wü den die Summen, die zu zwangs- weisen unen gel lichen Übe agung au die Kon en de De izi lände zu Ve ügung s ehen, geminde und die Rese en an IRE de on den Gläubige n als nich k edi wü dig angesehenen De izi lände en - sp echend wenige ode ga nich au ge üll . Wenn ein Land, das in olge seine ausgep äg en außenwi scha - lichen S ä keposi ion und in e na ionalen We bewe bsübe legenhei dazu endie , in seine außenwi scha lichen Leis ungsbilanz s e s einen meh ode minde g oßen Übe schuß au zuweisen, ein In e esse da an ha , daß seine (sich ba en und unsich ba en) Expo e wede du ch besonde e Maßnahmen seine eigenen Regie ung, wie z. B. du ch Wäh ungsau we ung ode Aus uh behinde ungen, noch du ch disk iminie ende Maßnahmen seine Abnehme lände behinde we den, so s ehen ihm, au länge e Sich gesehen, eben nu zwei Ve - hal ensmöglichkei en o en: es muß sich dazu en schließen, en wede seine Impo poli ik zu e idie en und seine Zölle abzubauen — ode seinen lau enden Leis ungsübe schüssen den Cha ak e eines Kapi al- expo s beizulegen und dem Auslande lang is igen K edi einzu- äumen. Man ha mi Rech da au hingewiesen, daß England, als es im o igen Jah hunde und bis zum e s en Wel k ieg die dominie- ende Wel handelsmach wa , sich diese Zusammenhänge bewuß wa und danach gehandel ha , indem es eine libe ale Handelspoli ik be ieb und gleichzei ig zum g öß en Financie wi scha lich zu ück- gebliebene Gebie e wu de, daß abe nach dem Übe gang de üh en- den Rolle im Wel handel on England au die Ve einig en S aa en le z e e da aus nich die no wendigen Konsequenzen gezogen hä en, Eine in e na ionale Wäh ungso dnung, die — wie z. B. die gegen- wä ig gel ende on B e on Woods, abe ebenso auch die de klas- sischen Goldwäh ung — diesem wich igen P oblem nich gebüh end OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 88 Ha ald B aeu igam [728 Rechnung äg , bleib un ollkommen, ja ge adezu ein ge äh liches F agmen . Die zu Gewäh leis ung eines in e na ionalen Leis ungsausgleichs on den einzelnen Lände n o zunehmenden Maßnahmen lassen sich zusammen assend in dem olgenden Schema da s ellen, das on de das S adium des Leis ungsbilanzausgleichs kennzeichnenden Mi e aus nach oben und nach un en hin zu lesen is , wobei die Reihen olge de einzelnen Maßnahmen nich als zwingend anzusehen is . Zahlungsposi ion Maßnahme Gläubige posi ion „Au we ung" (Leis ungsübe schuß) K edi gewäh ung Expo hemmung Impo ö de ung Bilanzausgleich Suspension de Pa allelwäh ung Schuldne posi ion E ek i ie ung de Pa allelwäh ung (Leis ungsde izi ) In ensi ie ung de Pa allelwäh ung K edi nahme „Abwe ung" Abschließend sei noch ku z die F age ges ei , ob e en uelle Be- mühungen um die Ve wi klichung eine solchen in e na ionalen Wäh- ungso dnung au so he ige poli ische Wide s ände s oßen müß en, daß man solche Gedanken e s ga nich wei e e olgen, sonde n als u opisch ganz beisei e schieben soll e. En scheidend hie ü wä e zwei ellos die Hal ung de Ve einig en S aa en. Diese müß en zwei „Op e " einb ingen: e s ens müß en sie sich mi eine Demone isie- ung des Goldes ab inden und zwei ens müß en sie sich in ju is isch e bindliche Fo m zu dem allgemein ane kann en, abe keineswegs imme be olg en G undsa z bekennen, daß dem Auslande gewäh e K edi e le z en Endes imme nu du ch en sp echende zusä zliche Wa enlie e ungen des Auslandes an das k edi gebende Land zu ück- gezahl we den können. Was den le z genann en Punk anbelang , so is be ei s da au hingewiesen wo den, daß diese E kenn nis on allen Einsich igen auch in den Ve einig en S aa en selbs ge eil wi d und daß die Ve wi klichung dieses G undsa zes du ch die Regie ungen de Ve einig en S aa en und ande e po en ielle Übe schußlände nu e leich e we den könn e, wenn die En scheidung de F age, ob, wann und in welchem Maße eine Gläubige na ion zu einem bes imm- en wel ma k kon o men Ve hal en e p lich e is , du ch in e - na ionale No mung de E messens eihei de Regie ungen en zogen und diesen nu die Auswahl un e e schiedenen möglichen Maß- nahmen belassen wi d. Was abe die Demone isie ung des Goldes anbelang , so is da - au hinzuweisen, daß dieses heu e in de in e na ionalen Wäh ungs- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 729] Das in e na ionale Wäh ungsp oblem un e sozialem Aspek 89 O dnung nu noch eine imaginä e Rolle spiel . De We des Goldes wi d heu e p ak isch allein du ch den Ankau sp eis de Fede al- Rese e Banken bes imm . Diese haben bishe de schleichenden In- la ion und Dolla en we ung nich Rechnung ge agen und den Gold- ankau sp eis nich en sp echend e höh , und zwa nich zule z deswegen, um eine Au s ockung des We es de sowje ischen Gold- ese en und die dami e bundene Ve meh ung de Kau k a de UdSSR au den Mä k en de eien Wel zu e hinde n. Die Dinge liegen also gegenwä ig so, daß das Gold wede du ch seinen s o - lichen Eigenwe noch du ch seine Zahlungsmi el unk ion den We de Wäh ungen bes imm , sonde n daß de willkü liche Ankau sp eis ü Gold in den USA ihm einen ik i en We e eil . Und selbs diesen küns lich nied ig gehal enen We an po en ielle Kau k a können und wollen die Ve einig en S aa en au den Wel mä k en nich oll e wenden und e ausgaben, da sie das zu eine Passi i ä ih e Leis ungsbilanz zwingen wü de, die ih e Ve säumnisse in de Ve gangenhei schlaga ig in E scheinung e en lassen und ih e bis- he ige Zoll- und Handelspoli ik übe den Hau en we en wü de. Wenn also an S elle de mone ä en Gold ese en die IRE-Gu haben bei de BIZ ä en, dami die Gold ese en de USA und die alle ande en Lände , einschließlich de UdSSR, gewisse maßen in de Ve senkung e schwänden, wü den die Ve einig en S aa en diesen Ve lus ga nich zu spü en bekommen. Gleichzei ig wü de dadu ch abe ü den in e na ionalen Handel eine neue S a basis gescha en, die ande en- alls nu nach eine Neu e eilung de mone ä en Gold ese en mög- lich wä e, abe die Gold emp angenden Lände mi neuen zusä zlichen Schuld e p lich ungen belas en wü de. In eine ande en Hinsich wü de die E ich ung eine Wel -Zah- lungs-Union den In e essen Englands wide sp echen. In seinem Be- s eben, dem P und S e ling und dem Londone Geldma k seine ühe e Bedeu ung ü in e na ionale Finanz ansak ionen zu ück- zue obe n, ha G oßb i annien die S e ling-Ä a als einen in sich geschlossenen Zahlungs aum neben de EZU- und Dolla zone e ich- e , und es is bes eb , ihn wei e auszubauen. Da die angeschlos- senen Lände dazu e p lich e sind, bei de Bank on England bes imm e un e zinsliche Mindes gu haben zu un e hal en, ließen London kos enlos Geldkapi alien zu, die seine S ellung als Finan- zie ungszen um bedeu end s ä ken. Diese Vo eile wü den ü Eng- land mi de E ich ung eine Wel -Zahlungs-Union o allen. Abe die Vo eile, die es ü seinen Handel mi de üb igen Wel und nich zule z mi den Ve einig en S aa en aus dem neuen Wäh ungs- abkommen ziehen könn e, wü den au die Daue diese Ve lus e siche lich übe kompensie en. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14 90 Ha ald B aeu igam [730 Wü de die wes liche Wel ih e in e na ionale Wäh ungso dnung au den skizzie en G undsä zen au bauen, so bes ünde alle Aussich da ü , daß sich diese O dnung auch die S aa en des Os blocks an- schließen wü den. Denn diese p legen mi Hil e ih e Außenhandels- monopole ohnehin ih e Zahlungsbilanzen gegenübe den wes lichen Lände n auszugleichen und könn en nu ein In e esse da an haben, ih e Ve echnungsabkommen mi diesen nich meh wie bishe ein- mal au Dolla basis, das ande e Mal au de Basis on P und S e ling ode Schweize F anken, sonde n au de Basis de ex de ini ione übe all kon e ie ba en und e wendba en IRE abzuschließen. Be- züglich ih e Uni e sali ä wü de die Wel -Zahlungs-Union dahe dem Wel pos e ein nich nachs ehen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.77.6.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:24:14