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Die Bedeutung der Frau für das heutige betriebliche Berufsleben

Johannesson, Jürg

Abstract

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Full text

Johannesson, Jü g A icle Die Bedeu ung de F au ü das heu ige be iebliche Be u sleben Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Johannesson, Jü g (1950) : Die Bedeu ung de F au ü das heu ige be iebliche Be u sleben, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 70, Iss. 5, pp. 53-77, h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.5.53 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/290709 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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Sozial ypen de F au nach ih e na ü lichen, sozial-biologischen Ve anlagung: a) Vo beme kung übe den Beg i des Sozial ypus. S. 56. — b) Die Sozial ypen de F au im Hinblick au ih e Bes immung zu Mu e scha . S. 58. — c) Die Sozial- ypen de F au im Hinblick au den Be u . S. 59. — 3 Die sozialan h opologische Bes immung de F au im Hinblick au ih Ve häl nis zum Be u : a) Un e scheidung on Be u und P i a leben. S. 63. — b) Sozialan h opologische Ve schiedenhei männliche und weibliche No m. S. 66. — c) Ve gleich mi ande en Au assungen. S. 68. — d) Um eldabhängigkei de Sozial ypen. S. 73. — 4. Ein luß de be u s- ä igen F au au das Leben im Be ieb. S. 74. Im Anschluß an Ro hacke s1 Beg i de Kul u an h opologie habe ich kü zlich den Um iß eine Be u san h opologie2 en wo en und ge- zeig , daß inne halb eines Be iebes ein gesundes Be u sleben nich dadu ch zus ande komm , daß — wie meis ens angenommen wi d3 —• alle Be eilig en in ih e Au assung on Be u und A bei möglichs wei gehend übe eins immen; sonde n gesunde Ve häl nisse liegen dann o , wenn die du ch Lebensal e und Tempe amen de einzelnen Be- u s ä igen beding en, e schiedena igen, zueinande in meh ache Pola i ä s ehenden, sozial ypischen Ve schiedenhei en de Be u sau - assungen eine dem jeweiligen En wicklungss adium des Be iebes en - sp echende Mischung au weisen. Dabei wa on Be u s ä igen schlech - hin die Rede, ohne Un e scheidung, ob es sich um Männe ode F auen im Be u handel . Eine an h opologische Be ach ungsweise soll e abe auch die Pola i ä de Geschlech e be ücksich igen, die aglos nich 1 E. Ro hacke : P obleme de Kul u an h opologie. In: .Sys ema ische Philo- sophie, he ausg. . N. Ha mann. S u ga -Be lin 1942. Vgl. S. 47. 2 J. Johannesson: Um isse eine Be u san h opologie, Schmolle s Jah b. 69. Jah g. 1949. S. 661—693. 3 W. Jos : Das Sozialleben des indus iellen Be iebes. Be lin 1932. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.5.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:38 54 Jü g Johannesson [566 ohne Ein luß au die Zusammena bei de Männe und F auen im Be- u sein kann. Die Pola i ä de Geschlech e is bishe im allgemeinen als iso- lie es Phänomen im biologischen, physiologischen, soziologischen und an h opologischen Blickwinkel s udie wo den4. Ih e kul u an h o- pologische Bedeu ung, d. h. ih in eg ie ende An eil am Zus andekom- men und Fo bes ehen on sozialen Gebilden höhe e O dnung als de de Familie wa jedoch bis o ku zem noch wenig beach e wo den. Eine sozialpsychologische Theo ie des Ein lusses de Geschlech e - Pola i ä au En s ehen und Wachs um kul u an h opologische G oß- o ganismen ha kü zlich Domizla 5 en wickel . Bei einem G oßo ganis- mus poli ische , wi scha liche ode sons ige A , z. B. einem In- dus iebe ieb, geh nach Domizla die om un e nehme ischen Geis ausges ahl e männliche „Di ek ionsk a " mi dem ihm on seine üg- samen, hel enden und aus üh enden Ge olgscha en gegengeb ach en weiblichen „Sinn" eine sozialpsychologische Ve bindung ein, die de indi idualpsychologischen Ve bindung de Ehe analogisch is . Es kann demnach nich gleichgül ig sein, wie in einem solchen sozialen Gebilde das an eil- und angmäßige Ve häl nis on Männe n und F auen is . E. Han el6 ha e ne au G und ih e E ah ungen als Be iebs- psychologin au die psycho- he apeu ische Bedeu ung de Geschlech e - Pola i ä ü die sozialen Hemmungen, Ve k amp ungen, K isen und Be u sneu osen inne halb des heu igen Be u slebens hingewiesen. In de speziellen Anwendung au das mode ne, be iebliche Be u s- leben soll die Geschlech e -Pola i ä im olgenden als kul u - bzw. be u san h opologisches Phänomen un e such we den, wodu ch meine ühe en Aus üh ungen übe die Be u san h opologie un e Be ück- sich igung de on Han el und besonde s on Domizla gegebenen An egungen eine m. E. wünschenswe e E gänzung e ah en. 1. Es is eine his o ische Ta sache, daß die F au schon imme im Be u ges anden ha . Die äl es en Wu zeln de Be u sen s ehung übe - haup gehen au die Familie zu ück, in de sich die e s e A bei s eilung au G und de Ve schiedenhei de biologischen und seelischen K ä e de Geschlech e en wickel ha . Die Geschich e des Männe hauses, das den Vo läu e de heu igen Männe be u e bilde , e läu s e s neben dem Familienleben und wi d du ch dieses e s möglich7. F auena bei 4 Vgl. aus de Viel al de Li e a u in neues e Zei z. B. Pih. Le sch: Vom Wesen de Geschlech e . München 1947, und E. Michel: De an h opologische Aspek des Geschlech lichen. Psyche 1/4 1948. S. 481—502. 5 H. Domizla : Analogik. Hambu g 1947. 6 E. Han el: Ve bo genes K ä espiel; Seelenp lege in de Indus ie. S u ga 1947. He 2 de Bei äge aus de Allg. Medizin, he ausgegeben on V. . Wei zsäcke . 7 Vgl. M. Webe : Wi scha sgeschich e. München und Leipzig 1924. S. 50—51. Fe ne Hedwig Maaß: Von F auena bei zu F auen ab ika bei . Diss. Heidelbe g 1948. S. 12. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.5.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:38 567] Die Bedeu ung de F au ü das heu ige be iebliche Be u sleben 55 und F auenbe u ha es also schon imme gegeben. Es wä e denkba , daß die F au nu ü ganz bes imm e Be u sa en, in de heu igen Zei beispielsweise den Leh e innen- ode Fü so gehe u , den de Schnei- de in, Pu zmache in, Ä z in, K ankenp lege in usw. bes imm is , wäh- end ih die meis en üb igen Be u e, besonde s die Fab ik- ode Bü o- a bei nich gemäß sind, und daß sie in jedem Falle eine ande e Ein- s ellung zum Be u haben müsse als de Mann, weil hin e ode neben jegliche Be u s ä igkei als eigen liche Bes immung de F au doch imme die Mu e scha s ünde. Folgende Meinung is e b ei e : wäh- end ü den jungen Mann im Be u das Fe nziel de spä e e E olg im Be u sei, habe das junge Mädchen das Fe nziel de Hei a . Wäh end de Mann im Be u E üllung inde, sei de Be u ü die äl e e F au nu E sa z ü die Nich e üllung ih e eigen lichen Bes immung ode schwe las ende Nebenbe u neben ih em Haushal . Diese Un e schei- dung is jedoch zu schema isch; sie i imme nu ü den Du ch- schni zu. Ma ha Moe s8 be on z. B. in diesem Zusammenhang, daß nich sel en de Mann weibliche und die F au männliche Züge au weis , so daß sich männliche und weibliche Men ali ä übe schneiden. Die F au kann z. B. „eine seh gu e Geschä s au sein, denn de E we bssinn bzw. de Besi z ieb is bei ih nich kleine als beim Manne" (S. 143). L. on Wiese9 weis im Anschluß an S indbe g da au hin, daß die F au soga ma e ielle und dazu lis ige , im Kamp ums Dasein au dem Gebie de In ige und Diploma ie dahe e olg eiche sei als de Mann: „Fas alle F auen, die au Th onen saßen, sind i gendwie he o - agende He sche gewesen. Die Kuns zu egie en is nich ausschließ- lich männlich." Es is e ne on al e she bekann , daß z. B. gewisse manuelle Fe igkei en, wie e wa das S icken, S icken, Spinnen und in de mode nen Fab ika bei z. B. die Tä igkei am Fließband und in de Wickelei de F au im allgemeinen meh liegen als dem Manne. Eine in elligen e gebilde e F au, die als Di ek ionssek e ä in eine mi - le e und mi elmäßig bezahl e Posi ion bekleide , is nach meinen E - ah ungen nich sel en gleich ode höhe ges ell en männlichen Bü o- und Ve wal ungsbeam en mi besse e Bezahlung be u lich wei übe - legen, weil sie un e den F auen übe den Du chschni hinaus ag , wäh end die Männe in solchen S ellungen as egelmäßig Du ch- schni sind. Daß die F au dem Manne an Be u s üch igkei nich nachzus ehen b auch , is demnach nich zu bezwei eln. Abe es is zu beach en, daß 8 Ma ha Moe s: F auene we bsa bei und ih e Wi kungen au die F au. Reck- linghausen o. J., nach dem Li e a u e zeichnis jeden alls nach 1943 ged uck . S. 51, 143. 9 L. . Wiese: S indbe g. Ein Bei ag zu Soziologie de Geschlech e . München 2. Au l. 1920. S. 53, 61—62. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.5.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:38 56 Jü g Johannesson [568 bei solchen Ve gleichen iel ach die he o gehobene F au mi dem no malen Manne in Konku enz e schein . Dies e lei e wiede um nich sel en zu ehle ha en Übe beu eilungen de F au. So behaup e- en z. B. wiede hol Lei e innen on Be line höhe en Mädchenschulen, de en P imen ja als eine Vo s u e zu akademischen Be u sausbildung anzusehen sind, daß die Mädchen zum wissenscha lichen S udium be- gab e seien als Jungen. Ge adezu e blü end zeig e sich eine solche scheinba e Übe legenhei bei den Ex anee -Abi u ien enp ü ungen, denen sich die Mädchen in den e s en Jah en de F auenbewegung un e ziehen muß en, als die höhe en Mädchenschulen s aa lich noch nich ane kann wa en und deshalb selbs keine Rei ep ü ung abnehmen du en (Helene Lange10). Daß hie bei die weibliche Eli e, de beispiels- weise die Töch e on Ha nack und Helmhol z angehö en, die no - malen Knabenleis ungen wei in den Scha en s ell en, da nich Wun- de nehmen11. Den Du chschni de echnisch-kons uk i en Leis un- gen on Knaben und Mädchen ha Elisabe h Lücke 12 e glichen. Sie ha die Leis ungen in ün G uppen: seh gu , gu , mi el usw. au ge eil und e häl sowohl ü die Knaben- als auch ü die Mädchenleis ungen eine e was unsymme ische Zu all e eilungsku e (Gaußsche Fehle - ku e), bei de die Leis ungen de Mädchen s e s e was un e den Kna- benleis ungen liegen. Aus diesen Beispielen, die sich beliebig e meh en ließen, olg e s ens, daß auch die F au du chaus be u s üch ig is und daß dahe ih e an sich ande s gea e e biologische Bes immung die Be u s üch ig- kei nich ausschließen kann. Zwei ens olg da aus, daß man, um lebens- nah zu bleiben, übe haup nich nu on eine Bes immung de F au sp echen da , weil man dami imme nu den sogenann en Du ch- schni , d. h. eine mi le e G uppe on F auen i . Da abe die F auen un e einande ebenso g oße Ve schiedenhei en an Cha ak e und Fähig- kei en wie die Männe un e einande au weisen, so kann man auch nu e schiedene Bes immungen de F auen au zeigen, ebenso wie man eine Reihe ganz e schiedene Sozial ypen13 de be u s ä igen Männe un e scheiden muß. 2a. Ans a zu agen: wie e häl sich die F au zum Be u , muß also das P oblem de e schiedenen F auen im Be u behandel we - 10 Helene Lange: Lebense inne ungen Be lin 1930 (1. Au l. 1920). S. 211. 11 Ich e danke Einzelhei en den Mi eilungen meines Va e s Paul Johannesson, de de speziellen P ü ungskommission ü diese Ex anee -P ü ungen angehö e. 12 Elisabe h Lucke : Ve gleichende Un e suchungen de p ak ischen In elligenz on Knaben und Mädchen. Ein Bei ag zu F age des Indus ieeinsa zes de F au. Diss. 1944; un e ö en lich . Zi ie nach M. Moe s, S. 49—50. 13 J. Johannesson: Sozial ypen des Be u s. Kölne Zs. . Soziologie Band II, He 1. 1949. S.48—77. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.5.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:38 569] Die Bedeu ung de F au ü das heu ige be iebliche Be u sleben 57 den. Dazu is im o aus zu agen, welche e schiedenen Bes immun- gen die Na u den F auen zugedach ha : au welche Weise sie sich au G und ih e na ü lichen, sozial-biologischen Ve anlagung in die Gemeinscha eino dnen. Mi ande en Wo en: welches die Sozial ypen de F au sind. Un e „Sozial ypen" e s ehe ich dabei14 diejenigen ypischen E - scheinungs o men des menschlichen Daseins, du ch die die Weise cha ak e isie is , au die de einzelne seine subjek i en Ansp üche au die Belange de menschlichen Gesellscha abs imm . Die Sozial- ypen sind g undsä zlich zu un e scheiden e s ens on den Indi idual- ypen, beispielsweise nach K e schme , Jaensch, Jung, die die Kon- s i u ion, Fähigkei en und Men ali ä des einzelnen unabhängig on seine Eino dnung in gesellscha liche G uppen cha ak e isie en und denen jede einzelne on Gebu ode ühes e Kindhei an schicksal- ha zugehö . Sie sind zwei ens zu un e scheiden on den Uni e sal- ypen, z. B. nach Sp ange , die die obe s en übe pe sönlichen We - o men de menschlichen Gesellscha klassi izie en und solche gesell- scha lichen Fo de ungen an den einzelnen S ellen, bei denen An- sp üche, die de einzelne k a seine Indi iduali ä mach , nich be- ücksich ig we den. Nach Uni e sal ypen gliede n heiß also, eine Aussage da übe machen, welchem übe pe sönlichen We ein ein- zelne un e wo en is . Nach Sozial ypen gliede n heiß dagegen, eine Aussage da übe machen, ob und in welchem Maße ein einzelne i gend- einen übe pe sönlichen We du ch ä iges Handeln ane kenn und welche p ak ischen Konsequenzen e aus dem We s ei allgemeine und pe sönliche Belange g undsä zlich zieh . Ich habe den Beg i des Sozial ypus zunächs ü das Anwendungs- gebie des Be u s en wickel und ie Sozial ypen des Be u s un e - schieden. Jemand, den de Be u so olls ändig aus üll , daß e ein P i a leben übe haup nich üh , gehö zum Typus des einen Be- u smenschen. We umgekeh den Be u als solchen nich e ns nimm , sonde n als bloße Beschä igung im Rahmen seine sons igen p i a en In e essen be eib , e kö pe den Typus des einen P i a menschen. Diese beiden Typen e mögen P i a es und Be u liches nich mi ein- ande zu e einen, sonde n haben das eine zuguns en des ande en in ih em Lebensplan e d äng . De Typus des Ko ek en üh ein zwei- gleisiges Leben, in dem Diens und Feie abend einande in bes imm em Rhy hmus abwechseln. Schließlich gib es noch den ie en Typus, dem Be u und P i a leben zu eine unlösba en Einhei e schmolzen sind, de jedes p i a e Vo haben un e be u lichen Rücksich en du ch üh und dem umgekeh jede be u liche P lich gleichzei ig die E üllung p i a e Wünsche e mi el . Diesen Typus habe ich — weil sein ganzes 14 Vgl. Anm. 13. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.5.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:38 58 Jü g Johannesson [570 Be u sleben on pe sönlichen Beziehungen ge agen wi d — als P o- ek ions ypus bezeichne , welche Bezeichnung alle dings e s du ch eine eingehende e Un e suchung ge ech e ig e schein . b) Das P oblem de F auen ypen behandel in ähnlichem Zusam- menhang Ma ha Moe s15. Sie s ell d ei e schiedene A en on Typen- ein eilungen au . Sie un e scheide e s ens ie Kons i u ions ypen, je nach dem Ein luß, den äuße e Einwi kungen au das kö pe lich-see- lische Gleichgewich de F auen he o u en: das Gleichgewich kann en wede allgemein s abil ode allgemein laibil sein, ode es kann speziell die kö pe liche ode die seelische Komponen e leich e ange- g i en we den. So zu e end und b auchba diese Typenein eilung an sich auch is , so muß doch g undsä zlich dagegen eingewand we den, daß hie mi nich spezielle F auen ypen, sonde n menschliche Kon- s i u ions ypen schlech hin au gezeig sind, die ebensogu au den Mann bezogen we den können. Es handel sich um eine K euzung on K e schme s an Kö pe bau und Gebä de o ien ie en Typen de Zyklo- hymen und Schizo hymen mi Jungs an de Seelenhal ung gemessenen In o e sions- und Ex a e sions ypen. De selbe Einwand is zwei ens gegen die Ein eilung nach de e - schiedenen Eins ellung de F au zum Be u zu e heben. Hie sind näm- lich im wesen lichen die Sp ange schen Uni e sal ypen un e schieden: die ma e ielle (diese Typus is noch ge eil in die Hinwendung zum Geld an sich ode zum äuße lichen Lebensgenuß), scha ens eudige, ziels ebige, soziale, i ale und e hische G undhal ung; auch diese Typen e en selbs e s ändlich genau so au den Mann zu wie au die F au. Zu Behandlung des speziellen P oblems, wie die F auen mi und neben den Männe n im Be u s ehen, können diese beiden Typologien dahe nich s Besonde es bei agen. Spezi ische F auen ypen sind dagegen d i ens die Fo men de Mü e lichkei , die M. Moe s on Hildega d He ze 16 übe nimm . Es gib 1. die „geo dne e Mu e ", die „Mann und Kinde n ge ech wi d"; 2. die „ungeo dne e Mu e ", die ganz au sich einges ell is , die Mann und Kinde als Mi el zum Zweck de Ve wi klichung ih e eigenen Wünsche be ach e ; 3. die „Mu e ohne Abs and om Leben", die s ump und geduldig is , ins ink i e zieh und im G unde übe haup keine Eins ellung ha ; 4. „die iebha e Mu e ", die plan- und ziellos, aus A enliebe das Kind — es sei hinzuge üg auch den Mann — als Spielzeug zu Be iedigung ih e iebmäßigen Hinwendung zum Kinde 15 Vgl. Anm. 8, S. 54^-64. 16 Hildega d He ze : Mü e lichkei . Psychologische Un e suchungen de G und- o men mü e liche Hal ung. Leipzig 1937. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.5.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:38 571] Die Bedeu ung de F au ü das heu ige be iebliche Be u sleben 59 — bzw. zum Manne — au aß . Diese ie Typen, die am Ve häl nis de F au zum Kinde en wickel wu den, sind o enba in en sp echen- de Weise auch au das Ve häl nis de F au zum Manne zu beziehen. Es handel sich nämlich hie um Sozial ypen, die die A und Weise gliede n, wie die F au ih e aus sinnliche T iebha igkei — zum Manne ode Kinde — en sp ingenden pe sönlichen Ansp üche mi ih en sozialen P lich en e einig . De Mu e ohne Abs and om Leben ehl jegliche E os; sie is nu soziales Geschöp . Die iebha e Mu e kenn übe haup keine P lich en, sonde n leb nu ih en T ieben. Die geo dne e Mu e ha beides und e kenn den P lich en und T ieben das ech e Maß zu, wäh end de ungeo dne en Mu e beides zusammen- ließ : die P lich en sind ü sie Mi el de T iebe üllung: sie lob , s a , e zieh nich aus einem sozialen E hos, sonde n aus Liebe, Haß und Ei e such . Man e kenn hie dasselbe Schema wiede , nach dem soeben — in de Vo beme kung — die Au s ellung de Be u s ypen um issen wo den is . Diese Ve wand scha mi den Be u s ypen da abe nich dazu e lei en, ein ach die F auen ypen den Be u s ypen zuzuo dnen. Man könn e e wa so zuo dnen, daß die Mu e ohne Abs and om Leben den einen Be u smenschen, die iebha e Mu e den P i a menschen, die geo dne e Mu e den Ko ek en und die ungeo dne e Mu e den P o ek ions ypus e kö pe . Abe H. He ze zeig , daß ih e Typen in e schiedene Hinsich ineinande übe gehen können. Von den unge- o dne en Mü e n heiß es z. B., „daß sie, o g oße Schwie igkei en ges ell , nu zu leich in die G uppe de iebha en Mu e abglei en". Ande e sei s wi d de Fall eine iebha en Mu e als du chaus be- u s üch ig geschilde . Die En sp echung zwischen den Mu e ypen und den Be u s ypen is also keine umkeh ba eindeu ige, sonde n eine komplizie e Wechselbeziehung, die zu ielen Un e ypen üh und hie nich wei e e ö e we den soll. Es is abe noch zu un e suchen, welche wenigs ens e was übe - sich liche en Beziehungen sich zwischen den F auen ypen und den Be- u s ypen e kennen lassen, wenn man sich — wie be ei s angedeu e — an de Eins ellung de F au nich zum Kinde, sonde n zum Manne o ien ie . c) Das äuße e Ve häl nis de F au zum Mann kennzeichne ih e soziale S ellung in Familie, Gesellscha und Be u . Es gib in diese Hinsich ie Möglichkei en, die das F auenschicksal einschließ : 1. Die un e hei a e e junge F au bzw. das junge Mädchen; als Haup e e- e in diese G uppe sei die „Gelieb e" he o gehoben. 2. Die un e - hei a e e äl e e F au; hie sei de Typus de „Tan e" un e s ichen. 3. Die e hei a e e F au ohne Kind soll in de Haup sache „Ga in" heißen, wäh end 4. die e hei a e e F au mi Kind die „Mu e " is . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.5.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:38 60 Jü g Johannesson [572 Diese Ein eilung nach de sozialen S ellung de F au mag zunächs äuße lich und schema isch e scheinen, da selbs e s ändlich die F auen- ypen nich an die soziale S ellung e ha e sind und diese soga du ch das heu ige Be u sleben an Bedeu ung s a k e lo en ha . H. He ze weis beispielsweise da au hin, daß Mü e lichkei du chaus nich an Mu e scha gebunden is und umgekeh Mu e scha nich imme on Mü e lichkei beglei e zu sein b auch . Das Thema glie- de sich abe seh kla und läß sich ein ach behandeln, wenn man on de sozialen S ellung ausgeh . Die Fo men de geschiedenen, e - wi we en und wiede e hei a e en F au mi und ohne Kind sowie das junge ode äl e e Mädchen mi Kind können als bloße Spiela en auße Ach gelassen we den. Auch Un e ypen, die sich du ch ein Di e gie en de F auen ypen mi ih en a sächlichen sozialen S ellungen e geben, sollen o gelassen we den, obgleich solche E scheinungen z. B. in Zei en no o ischen Männe mangels und übe haup nach K iegen eine he o agende Rolle spielen. Lei mo i des olgenden Gedangengangs is es, die He ze schen Mü e lichkei s ypen in Fo men des inne en Ve häl nisses de F au zum Manne, d. h. in Fo men de F aulichkei umzudeu en. Hie bei muß man sich alle dings auch wiede bewuß bleiben, daß sich beide A en on Typen nich ein ach umkeh ba eindeu ig en sp echen, sonde n beide Typena en s ehen nu in eine s uk u ellen Analogie zuein- ande , die du ch die olgenden Gegenübe s ellungen einen nähe ungs- weise o ien ie enden Ausd uck inde . Die „Gelieb e" en sp ich im wesen lichen de iebha , auße halb jegliche P lich en handelnden F au; die „Tan e" en sp ich wei gehend de F au ohne Abs and om Leben, die ieblos sachlich, ohne Du-Beziehung einges ell is ; die „Ga in" en sp ich in g oßen Zügen de ungeo dne en F au, die zwi- schen P lich en und T ieben nich un e scheide ; wäh end die „Mu e " am meis en de geo dne en Mu e en sp ich , die die kla e Linie zwi- schen T ieben und P lich en einhäl . Be ach en wi diese Zusammenhänge im einzelnen. Die un e hei a e e junge F au bzw. das junge Mädchen schließ zwa eigen lich die Möglichkei säm liche Typen ein, da sie am An ang de En wicklung s eh . Abe au G und e schiedene kö pe lich-see- lische Kons i u ionen sind de einen F au manche Wege zugängliche als de ande en, wäh end ih ande e Wege e schlossen sind. Es sind nich alle F auen cha ak e lich ode übe haup biologisch zu Mü e - lichkei ode zu Mu e scha bes imm . Un e den jungen Mädchen zeichnen sich im Be u seh bald Typen ab, die du ch Ve einigung on F igidi ä , Zu e lässigkei und Geschick die ü imme be u s ä ige F au ankündigen, die im Be u auch spä e imme Gu es leis e und in de Familie die Rolle de Tan e spiel . Man OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.5.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:38 579] Die Bedeu ung de F au ü da9 heu ige be iebliche Be u sleben 61 spielsweise du chaus den be u lichen Eh geiz ih es Mannes und such sich in G uppen des ö en lichen und gesellscha lichen Lebens Gel ung zu e scha en. Abe sie bezieh die Wi kungen alle diese S ebungen au die Pe sonen, die ih nahe s ehen. In en sp echende Weise is auch de Mann nich e wa allein au den We s ei mi G uppen ein- ges ell ; auch e such den Kon ak mi dem einzelnen Du. Abe e bezieh sein E leben s e s au die g oßen Linien seines Daseins, d. h. au den allgemeinen Ho izon , de seinen denkenden F agen s andhäl . Wenn z. B. „die F au die Ve u eilung eines Ve b eche s gu heiß " — sag Le sch23 — „ u sie es nich , dami das Gese z e üll we de, sonde n weil ih Ge ühl gegen einen schlech en Menschen en schei- de , wo ü den Mann das Gese z de Mo al ode des Rech s en - scheide ." Du ch diese En gegense zung is das Ve häl nis on Mann und F au zu einem P oblem de No m gemach ; wenn man mi No m den Be- zugso bezeichne , au das die Phänomene des sozio-psychischen Um- eldes und übe haup die Modi ika ionen des Daseins bezogen we den. Wä e die Pola i ä de Hinwendungen zum Selbs und zu Wel sym- me isch, so gäbe es keine No m ü das Dasein; man könn e höchs ens on eine Achse des Daseins sp echen. Die soeben anges ell e Be ach- ung zeig jedoch, daß die Daseinsauslegung beim Manne und bei de F au unsymme isch is . Keine on beiden begnüg sich abe nu mi einem Teil des Daseins, sonde n e s eb das Ganze. Die No m, au die e das Ganze bezieh , is jedoch e schieden. Wenn man sag , de Mann sei als das sachliche e Wesen de eigen liche Ve e e des Be u es, de seinem Wesen nach eben alls sachlich sei, die F au dagegen sei pe sönliche und dahe be u s emde , so is diese Un e scheidung nich ich ig. De Be u is nich an sich sachlich, e is nu zum Teil e - sachlich wo den. „Die Ve sachlichung des ö en lichen Lebens" — sag Leopold on Wiese24 — „is zwa e euliche weise noch keineswegs öllig gelungen; abe die Poli ik hüll sich as übe all in das Gewand nüch e ne Sachlichkei , mögen dahin e noch so iele nack pe sön- liche Mo i e s ehen." Man kann nu sagen, daß sich de Be u wie auch das P i a leben in den Augen des Mannes in ein o wiegend sachliches Schema gliede . Sein Handeln selbs ollzieh sich jedoch übe all da, wo seine eigens e Pe sönlichkei zum Einsa z komm , unbewuß und dami jensei s des gedanklichen Rahmens ode Schemas. Umgekeh ä b sich in den Augen de F au alles ö en liche Leben mi den Fa ben sympa he ische und an ipa he ische S immungen; o zdem kann sie im Vollzuge be u liche A bei sich auch ih e sei s on de kla en Linie de No wendigkei lei en lassen. 23 Vgl. Anm. 4, S. 74. 24 Vgl. Anm. 9, S. 62. 5* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.5.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:38 68 Jü g Johannesson [580 Weil de Un e schied des Mannes und de F au sich au das Ganze des Daseins bezieh , muß e sich auch inne halb des Be u slebens o - inden. Da ande e sei s — wie wiede hol nachgewiesen is — auch die F au säm liche Eins ellungen zum Be u wie de Mann ähig is , das heiß , allen ie Sozial ypen angehö , so kann diese Un e schied zwischen weibliche und männliche Men ali ä nu in einem Meh ode Minde bes ehen, nach dem sich F auen und Männe au die e - schiedenen Sozial ypen e eilen. Wegen de be on e en Beziehung de F au au das Pe sönliche und de be on e en Beziehung des Mannes au das Sachliche gehö en meh F auen zu dem Typus des P i a - menschen und dem P o ek ions yp, dagegen ela i meh Männe zu den Typen des Be u smenschen und des Ko ek en. Be o diese Konsequenzen in p ak ische Hinsich wei e e olg we den, soll im olgenden zunächs noch einmal gep ü we den, wie sich die da geleg e Au assung om Un e schiede de Geschlech e zu ande wei igen Au assungen e häl . Wäh end die o ge agene Au - assung an Hand eine sozialan h opologischen Analyse des Phänomens de Familie gewonnen wu de, is de Un e schied de Geschlech e bei Ma ha Moe s25 meh on physiologischen Gegebenhei en he gewon- nen, bei Le sch26 am Psychologischen und bei Leopold on Wiese27 am Soziologischen o ien ie . c. Das e schiedene Ve häl nis, das Mann und F au zum Sachlichen und zum Pe sönlichen haben, wi d nach den le z en Aus üh ungen als eine F age de O ien ie ung ode No m gedeu e . Ande e Deu ungen üh en denselben Sach e hal au ande e G undmo i e zu ück. Das G undmo i , on dem Ma ha Moe s ausgeh und au das sie die „s ä ke e Ge ich e hei de F au au das Pe sönliche" bezieh , is ein psycho-physisches. Sie üh die Ge ich e hei au das Pe sönliche da au zu ück, daß ande e seelische An iebe ih Ve hal en bes immen, als es beim Manne de Fall is , und sieh die Wu zeln ü die ande en T iebe in ih e ande en i al-seelischen S uk u , die du ch ein beson- de es Gleichgewich ih e kö pe lichen und seelischen K ä e bes imm sei. Im Anschluß an physiologische Un e suchungen on A zle und Sellheim28 zeig sie anschaulich, daß on de inne en K a de F au no male weise nu ein ganz bes imm e P ozen sa z ü den Daseins- kamp zu Ve ügung s eh , wäh end ande e K ä e ü ih en eigenen Au bau, ih e Bes andse hal ung ode ü die Fo p lanzung benö ig we den. Is die F au gezwungen, au den Daseinskamp meh K ä e 25 Vgl. Anm. 8. 26 Vgl. Anm. 4. 27 Vgl. Anm. 9. 28 Vgl. Anm. 8, S. 35—37. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.5.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:38 581] Die Bedeu ung de F au ü das heu ige ¿be iebliche Be u sleben 69 zu e wenden, als ih on Na u hie ü zu Ve ügung s ehen, so muß dies au Kos en ande e K ä e gehen, die en wede ih em Au bau ode ih e Bes andse hal ung ode de Fo p lanzung zugedach wa en. Es is dahe einzusehen, daß das Gleichgewich ih e physiologischen K ä e sich in einem en sp echenden seelischen Gleichgewich wide - spiegel , das eben alls nich ges ö sein will, sonde n ein ganz be- s imm es Maß on Hinwendung au den Daseinskamp e lang . Dies besag im Sinne on Ma ha Moe s: Das Pe sönliche spiel an eilmäßig im Leben de F au eine g öße e Rolle als im Leben des Mannes; sie e häl sich jedoch de Wel de Dinge gegenübe , „so e n sie ih als Fo de ung zu sachlichen Leis ungseins ellung gegegenübe i , un- be üh e , unin e essie e und kühle ". Au unse e ku ze Fo mulie- ung geb ach , wü de dies heißen: Die F au b inge Pe sonen ein g öße- es In e esse, Sachen und G uppen dagegen ein ge inge es In e esse en gegen. Demgegenübe wa im o angehenden e such wo den, zu zeigen, daß on Mann und F au an sich jede au beides einges ell is , nu daß die F au auch ih Ve häl nis zu G uppen und Sachen am Pe - sönlichen o ien ie . Dies is o enba ein g undlegende Un e schied. M. Moe s olge selbs (S. 52): „Die F au is " — on Ausnahmen abgesehen — „an den Vo gängen und Au gaben de A bei nu inso e n in e essie , als sie in Beziehung s ehen zu den We en eine pe sönlich bes imm en Sphä e." M. Moe s eil hie nach die Wel de A bei in zwei e schie- dene An eile au : einen pe sönlichen und einen sachlichen und mein , daß sich die Männe und die F auen in diese beiden Sphä en de A bei eilen. Demgegenübe meine ich, daß jede A bei pe sönlich und sach- lich au ge aß we den kann; daß de Mann dazu neig , jede A bei o - wiegend sachlich au zu assen, wäh end die F au jede A bei o - wiegend pe sönlich gegenübe i . Es muß hie nach möglich sein, daß die Be u sa bei dadu ch ih en Cha ak e e ände , daß an ih auße den Männe n auch F auen eilnehmen. Nach Ma ha Moe s' Au - assung wä e dies nich möglich, weil sie das ö en liche Leben und den Be u als Gegebenhei en ansieh , on denen die Männe und F auen sich jeweils nu diejenigen Abschni e auswählen können, die ihnen gemäß sind. Aus diesen beiden Au assungen e geben sich abweichende Beu ei- lungen des Phänomens de F au im Be u und im Be ieb. Es äll au , daß M. Moe s as nich s übe das Pe sönliche im Be iebsleben sag und das Phänomen de Be iebsa mosphä e übe haup nich be üh . Sie ag s e s nu nach den Wi kungen, die die Be u sa bei und de Be ieb au die Gesundhei und Psyche de F au ausüben. Sie ag abe nich danach, welchen Ein luß die Mi a bei de F au au das Be iebsleben und die Be u sa bei ha . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.5.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:38 70 Jü g Johannesson [582 Demgegenübe wi d jede , de das Be iebsleben aus eigene An- schauung kenn , bes ä igen, daß es alsch is , bei de Be ach ung des Be iebsphänomens die sachliche O ganisa ion ü wich ige als die Pe - sonen age ode ga allein als maßgebend ü den Au bau des Be iebes anzusehen. Es sei hie zu au die wiede hol en Beme kungen L. . Wieses29 Bezug genommen, de sich eben alls gegen das Vo u eil wende , daß das Sachliche s e s übe dem Pe sönlichen s ünde. Faß man den Un e schied on Mann und F au s uk u ell au , so kann man nach . Wiese die weibliche Einhei lichkei de männlichen Ze leg hei des abs ak en Denkens und de O ganisa ion en gegense zen. Die männliche Ze leg hei sei Vo ausse zung ü die A bei s eilung unse es Be u slebens. E zi ie G. Simmel30: „Hä e in unse e Kul u nich das Sachelemen eine so en schiedene P ä oga i e o dem Pe sonal- elemen , so wä e die mode ne A bei s eilung ga nich du chzu üh en, und umgekeh , bes ände diese A bei s eilung nich , so könn e es nich zu jenem objek i is ischen Cha ak e unse e Kul u inhal e kommen." Diesem männlichen P inzip s ell Simmel als posi i e E gänzung die Eigena de F au en gegen, „daß ih e Pe iphe ie enge mi dem Zen um e bunden is , die Teile meh mi dem Ganzen solida isch sind, als in de männlichen Na u ". E üg alle dings hinzu, daß diese Un e scheidung eine ela i e sei. Hie wi d also ausd ücklich de be- s ehende Zus and de Sachlichkei de Männe be u e als einsei ig hin- ges ell , de eine E gänzung du ch ein Gegenp inzip bedü e. Diese E gänzung b auch — wie numeh hinzuge üg we den soll — nich no wendig auße halb des Be u es gesuch zu we den. Es sei da on ab- gesehen, daß, wie . Wiese be on , hin e de Sachlichkei des be u - lichen Ve hal ens meis ens sowieso pe sonale Mo i e s ehen. Um abe die Ze leg hei eine sachlichen O ganisa ion in spezialis ische und dahe auch eigens ebige Einzelgänge zusammenzuhal en, beda es eines einhei lichen P inzips, das das Ge eil e wiede zusammen üg . Die pola e E gänzung zu Sachlichkei is ein unumgängliches E o - de nis iedes Be iebs- und Be u slebens. Die no wendige Fähigkei zu Einhei lichkei , die an sich o zugsweise de F au eigen ümlich is , muß e bishe on den Männe n selbs au geb ach we den, solange die F au noch nich an maßgebende S elle im Be u mi wi k e. Das Ein- e en de F au in die höhe en Be u sschich en au G und de F auen- bewegung ha dahe eine ganz neue Möglichkei gescha en, die Gegen- sä zlichkei on Mann und F au zu eine gegensei igen Pola isa ion und Hil eleis ung im ö en lichen Leben auszunu zen. 29 Vgl. Anm. 9. 30 G. Simmel: Weibliche Kul u . A chi ü Sozialwissenscha und Sozialpoli ik. 33. Bd. Tübingen 1911. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.5.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:38 583] Die Bedeu ung de F au ü das heu ige be iebliche Be u sleben 71 Be o diese Konsequenzen wei e e olg we den, sei noch eine Au assung he angezogen, die aus eine o wiegend psychologischen Eins ellung en sp ing . Auch Le sch31 o ien ie seine E ö e ung übe den Wesensun e schied de Geschlech e an de Pola i ä de en gegen- s ebigen Pe sönlichkei swe dung in Rich ung au das eigene Ich und in Rich ung au die Wel . E un e scheide zwei Rich ungen, in de die .Selbs e wi klichung" o sich geh und die sich wie Eina men und Ausa men zueinande e hal en: „Als inne we dendes E leben und als wi kendes Tä igsein.44 Mann und F au s ehen beide un e diese Doppel- poligkei . Wäh end ich jedoch im o he gehenden Abschni e such habe, die Un e schiedlichkei , mi de sich diese Doppelpoligkei beim Manne und bei de F au e wi klich , in seine soziologischen Bedeu- ung he auszua bei en, du chleuch e Le sch das P oblem psycholo- gisch. Wäh end Ma ha Moe s die Un e schiede au e schiedene An- iebssphä en zu ück üh , ag Le sch nach den un e schiedlichen Zielen, d. h. nach de un e schiedlichen psychischen Mo i a ion. E inde , daß sich das Tä igsein des Mannes in de „Ve gegens ändlichung seines Daseins im We k44 e ülle. De Mann is danach ein We k- scha ende , de sich aus de Zei in die Zei losigkei zu objek i ie en suche. Die F au dagegen „wi k du ch ih Wesen44, sie bleib also nach Le sch in de Zei . Dieselbe Gegensä zlichkei inde e in de Vollzugs- ich ung des innewe denden Lebens. Die beiden P ozesse de En al- ung zu Wel und zum Ich münden also nach Le sch beim Manne und bei de F au in e schiedene Ziele ein. Sie di e gie en. Dies zeige sich auch in dem e schiedenem Wel ho izon , de das männliche und weib- liche Leben umg ei e. Die F au lebe in eine geschlossenen Nahwel , wäh end de Mann eine o ene Fe nwel o sich habe. So gehen nach Le sch die S ebungen on Mann und F au le z en Endes auseinande . Die Konsequenz, die e da aus ü das Ve hal en im Be u sleben zieh , is die gleiche, wie sie schon bei Ma ha Moe s ange o en wa : De F au liege das Gegens ändliche de Technik nich ode wenige als dem Manne; ih In e esse sei ielmeh s ä ke au den ak uellen Vollzug des Daseins selbs , d. h. au das E leben ge ich e . Man da sich nich dami begnügen, nu in Be ach zu ziehen, daß hie — wie bei allen ande en E ö e ungen — selbs e s ändlich imme nu om einem Meh ode Minde die Rede sein soll. Die gegensä z- lichen Wel ho izon e beispielsweise, die Le sch beim Manne und bei de F au un e scheide , inden sich auch bei Leo F obenius32 als die beiden g undsä zlichen S uk u möglichkei en alle Wel anschauungen wiede . E un e scheide Wel höhle und Wel wei e als die beiden 31 Vgl. Anm.4. 82 Leo F obenius: Paideuma. Um isse eine Kul u - und Seelenleh e. München 1921. S. 92, 40—41. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.5.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:38 72 Jü g Johannesson [584 Lebensge ühle, die den Wel anschauungen, — also den Wel anschau- ungen de Männe — innewohnen; daß die eine meh de weiblichen, die ande e meh de männlichen Psyche gemäß is , wide sp ich dem nich . Es gil nun abe die F age zu bean wo en, aus welchen g und- sä zlichen S uk u un e schieden sich diese ela i en Ve schieden- hei en e s ehen lassen. Ve olg man die beiden on Le sch au gezeig en di e gie enden Wege wei e , die Mann und F au im Vollzuge ih e Selbs e wi k- lichung gehen, so e gib sich olgendes: De Mann „en zei ig " sich, um sein ak uelles E leben im We k zu objek i ie en. Wohin üh nun die Objek i ie ung im We k? Es sei je z on de ein psychologischen F ages ellung, die das Bewuß sein des we kscha enden Mannes selbs ab as e , zu soziologischen F age übe gegangen: Was aus dem We k wi d, wenn es sich aus dem Bewuß sein des scha enden Mannes ab- gelös ha , ü wen also das We k da is . Sinn und Ziel de Ve gegen- s ändlichung is o enba , daß das We k e neu es E leben in ande en auslösen soll. Und zwa is es wesen lich, daß dieses E leben — es mag u. U. ein ganz ande es als das sein, das zu seine Scha ung ge- üh ha — nich nu in eine bes imm en Pe son ausgelös wi d, ü die das We k ielleich gescha en wo den is ; sonde n daß g undsä z- lich jede , de hellhö ig is , du ch den A em des We kes be üh wi d und die S a hei des We ks in ak uelles Dasein zu ück e wandel . Hie mi is de K eislau geschlossen. Wie Le sch ausd ücklich be- on , sind iele, wenn nich alle geis igen Schöp ungen de Männe nich denkba ohne Bezuig au einzelne Pe sonen. Le sch sp ich hie om Bezug au die F au und e inne an die We ke Dan es, Goe hes, Hölde lins und Richa d Wagne s. S eh also am An ang des Zi kels die einzelne Pe son, die in de Du-Beziehung schöp e isches E lebnis zu s i en ode hel end zu ö de n e mag, so s eh am Ende die G uppe ode — bei Schöp ungen wel wei e Bedeu ung, wie es die genann en Beispiele sind — die Menschhei . Hie mi is abe gezeig , daß die Au assung Le schs, die sich aus psychologische Sich e geben ha e und in diesem Ho izon di e gie ende Wege au zeig e, sich in eine allgemeine en sozialpsychologischen Schau eben alls e s ehen läß . Nu e schwinde un e dem wei e en Aspek die u sp üngliche Ve - schiedenhei de Au assung. Die Tendenz des Mannes zu Ve gegen- s ändlichung is demnach keine g undsä zlich en gegens ebige Ve - hal ungsweise zu de de F au; sonde n auch die Ve gegens ändlichung is le z en Endes wiede um Zwischens u e ü e neu es E leben. Abe es un e scheide sich das Ve hal en des Mannes on demjenigen de F au du ch die e schiedene O ien ie ung: De Mann o ien ie all sein Ve hal en und seine Selbs e wi klichung, sei sie au das Inne e OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.5.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:38 585] Die Bedeu ung de F au ü das heu ige be iebliche Be u sleben 73 ode au das Äuße e ge ich e , an G uppen, die F au dagegen an Pe sonen. Daß de Mann, wenn e sich in de on ihm gescha enen heu igen Be u swel be ä ig und sich dabei im We s ei mi G uppen be inde , sich e s ech an G uppen o ien ie , indem e die Fluch linien seines Handelns au e ns e Zielpunk e e lau en läß , is selbs e s ändlich. Die S uk u seines Wi kens selbs s eh jedoch in keinem absolu en Gegensa z zu demjenigen de F au; denn ge ade du ch die g oßen Linien seines Planens üg de Maiin wiede zu eine Einhei zusammen, was e du ch seinen Ve s and und seine A bei s eilung ze leg ha e. E bewäh also hie die Tugend de Einhei lichkei , die als eine o - zugsweise Eigenscha de F au hinges ell wu de. Umgekeh weis auch die F au in ih em pe sönlichs en E leben im enge en Umk eis ih es eigenen Ich die angeblich ein männliche Eigenscha au , das Klein eilige am Ganzen zu sehen. Ge ade weil sie in ih em U eil und in ih em Innewe den au die Ganzhei eine Ge- s al , insbesonde e die Geschlossenhei eines Cha ak e s, ge ich e is , beme k sie mi wachem Auge auch die Fehle : sie weiß, daß — wie beim Mä chen om Zinnsolda en — i gendwo an de Vollendung eines Menschen e was ehl , und is sich hell bewuß , daß jedes Wesen aus e le zlichen Teilen zusammengese z is . Sie beme k dahe die Zu- sammengese z hei des ö en lichen Lebens und de be u lichen Vo - gänge e s ech . Man kann nich ein ach sagen, daß ih beispielsweise de sachliche Appa a des Be u slebens gleichgül ig ode ga zuwide sei. Sie o ien ie nu das sachliche Geschehen inne halb eines Be- iebes, an dem sie selbs du chaus willig be eilig is , an ganz ande en Linien als de Mann. Sie spü auch hie seh schnell die Fehle au , wo das Zinn nich ge eich ha , und inde do s e s e was Pe sönliches. Sie inde as in jede noch so e ns en geschä lichen Si ua ion i gend ewas pe sönlich Läche liches und beweis dami , daß die Be u swel eben nich ein sachlich is , sonde n aus G uppen on Menschen bes eh und on Humo e üll is . Dies is ein Momen , das die F au im Be u s- be ieb in he o agende Weise cha ak e isie und bei ein „sach- lichen" Un e suchungen niemals beach e wi d. d) Die be u san h opologische Pola i ä de Geschlech e äuße sich nach den o ans ehenden E ö e ungen da in, daß Männe und F auen sich in an eilmäßig e schiedene Weise au die Sozial ypen des Be u s e eilen. Du ch die Be eiligung de F auen am Be u sleben is dahe eine g öße e Möglichkei gegeben, daß genügend iele Ve - e e des einen P i a menschen und des P o ek ions ypus in eine Be iebsgemeinscha o handen sind, um die S a hei ein be u liche G uppen zu kompensie en. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.5.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:38 74 Jü g Johannesson [586 Hie in e schöp sich abe selbs e s ändlich nich die Ve schieden- hei on Mann und F au im Be u . Die „schöp ungsmäßige U gegeben- hei on Mann und F au und ih e G undzuo dnung" is ielmeh — wie E. Michel33 eind inglich sag — 99ein p imä nu an h opologisch, nich psychologisch e aßba es G undelemen ". Auße de an eilmäßi- gen Zusammense zung komm es dahe auch au die ang- und g uppen- mäßige Beziehung an, in de Männe und F auen inne halb eines G oß- o ganismus zueinande s ehen. Hie bei is z. B. zu beach en, daß de Sozial ypus eine F au im allgemeinen leich e du ch das Um eld beein luß wi d als de des Mannes. Vo allem e ände n F auen un e sich ih en Typus s ä ke als Männe un e sich. Eine F au, die in einem kleinen Bü o mi nu eine ode zwei Kolleginnen ode mi meh e en Männe n ein e äg- liche P i a mensch is , wi d in einem g oßen Bü o mi nu weiblichen Kolleginnen zusammen, e wa in einem Sch eibzimme , o zum un e - äglichen Be u smenschen, de ei e süch ig sein Resso e eidig , weil ihm in diesem Um elde die Pola isie ba kei genommen und da- mi de p i a e Boden en zogen is . Ein eines Leh e innenkollegium ze äll aus demselben G unde seh leich in ein he e ogenes Cliquen- sys em. Die P ägung des Mannes is dagegen iel s abile und wi d höchs ens du ch die Begegnung mi eine einzelnen F au im posi i en ode nega i en Sinne ins P i a e umge ä b . Die F au e ände u. U. ih en Sozial ypus, wenn sie on einem A bei ssaal in ein Bü o geh . De Mann wi d zwa auch du ch den Raum und die sons ige Umgebung psychisch s a k beein luß ; e bleib abe im G unde de Typus, de e is . Diese leich e e Induk ibili ä de F au muß bei de A bei spla z- e eilung im Be iebe wohl beach e we den. Du ch sie zeichne sich alle dings nu die be u s ä ige F au in den mi le en S ellungen aus, d.h. die Anges ell e, die mi nu einigen wenigen Kollegen und Kolle- ginnen zusammen a bei e : diese e mag S immungen de Umgebung wei e zu agen und umzuwandeln. Sie ha dahe ak i en An eil an de Ausbildung de E lebniss uk u eine We kgemeinscha . Die A bei e innen dagegen, die scha weise in Hallen a bei en, besi zen diese Fähigkei nich , weil sie du ch die Wuch ih es Um eldes in de gleichen Weise gehemm sind wie die a bei enden Männe . 4. Das, was die Gegenwa auszeichne und als ein Resul a de F auenbewegung anzusehen is , is das Eind ingen de F au in die mi le en und höhe en, zum Teil lei enden S ellungen inne halb de be u lichen Be iebe (Ge ud Bäume 34). Gewiß is dies ühe schon ausnahmsweise o gekommen. Es wa abe nich die Regel. Die F au 33 Vgl. Anm. 4, S. 486. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.5.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:38 587] Die Bedeu ung de F au ü das heu ige be iebliche Be u sleben 75 is imme nu , und zwa on Anbeginn de Maschinena bei — o allem in England und auch in Deu schland — als Fab ika bei e in ä ig gewesen (Hedwig Maaß35). Ein g undsä zliche Wandel de Ve - häl nisse und die Möglichkei zu noch wei e en En wicklungen is e s mi dem Einzug de F au in die mi le e Gesellscha sschich des Be- u s einge e en: sie ha de Be iebsa mosphä e eine neue No e e - liehen. Die F au als A bei e in is de Ge ah zu s a k ausgese z , zu e männlichen, eils weil sie un e einem zu s a ken kö pe lichen D uck de A bei leide , eils weil sie du ch zu s a kes Eingespann sein in die T e mühle des Geld e dienens übe Gebüh seelisch belas e is . Sich hie gegen zu weh en, ha sie äuße lich zu wenig F eihei und inne lich zu wenig K a . Die F au in den mi le en Regionen des Be iebes, z. B. als S eno- ypis in, Vo zimme dame, Labo an in, besi z die Möglichkei , Iii e s e Linie als P o ek ions ypus das Be u liche ollau mi ih e Weiblich- kei zu e binden. Sie ha da übe hinaus die Möglichkei , au ih e Umgebung wä mespendend einzuwi ken und im Ve keh s on da aus- gleichend zu wi ken, wo sich unnö ige Hä en e geben, und zum Teil Spannungen zu lösen, die au bloßem menschlichen Un e s ändnis be uhen. Sie wi d übe haup ih e Umgebung in de Rich ung beein- lussen, die Umgangs o men zu e besse n und den gesam en Ve keh s- on zu e eine n. Dies wi k e bindend, gemeinscha s ö de nd und heb das äs he ische Ni eau. „We einmal in i gendeine Fab ik, eine We ks ä e, einem Bü o ges eck ha , de weiß, daß eine einzige mü e - liche F au die eiskal e Lu eines bloßen Konku enzbe iebes au eine gedeihliche menschliche Tempe a u e wä men kann."36 Sei Beginn de F auenbewegung is dies als wesen liche Zug und eigen liche Au - gabe de F au angesehen wo den: Mi ih e Mü e lichkei „die A bei des Mannes im Kul u leben zu e gänzen" (Ge ud Bäume 37). Dabei muß man „Mü e lichkei " in seine allgemeins en Bedeu ung e - s ehen, als „Zug zum Pe sönlichen, Konk e en, jene schnelle e und ie e e Fühlung mi de menschlichen Eigena , die de U g und is des psychischen Al uismus, des Mi leids, de Liebe, die auch in ih en geis igs en Fo men die Züge des Weibes äg ." (Helene Lange38). 34 Ge ud Bäume : Die F au in de Kul u bewegung de Gegenwa . G enz- agen des Ne en- und Seelenlebens, He 32, he ausg. on Lö en eld und Ku ella, Wiesbaden 1904. S. 30. 35 Hedwig Maaß, gl. Anm. 7, S. 33 . 36 Hannah Vog : De Au ag de F au in Haus und Be u . Die Sammlung, II. Jah g. He 7, 1947. S. 358—366. 37 Ge ud Bäume : Handbuch de F auenbewegung I, S. 104. 38 Helene Lange: Zi ie nach Maaß, gl. Anm. 7, S. 111. Vgl. auch E ika Han el: gl. Anm. 6, S.42—45. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.5.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:38 76 Jü g Johannesson [588 Wenige beach e is wohl de Weg, au dem sich diese Sendung de F au im Be ieb du chse z und e üll . Es handel sich hie um eine Kul u a bei , die langsam du ch die bü ge liche F au in den Be u eind ang. Wa abe e s einmal ein solche Ton in ih em Umk eis e - klungen, so p lanz e e sich bald in die ande en Sphä en hinein o ; denn de Ton b ei e sich im Be iebe s e s on oben nach un en aus. Die Anges ell e gib nunmeh auch An eiz und Vo bild ü die A - bei e in ab. Weil die A bei e in sieh , daß neben ih die bü ge liche F au im Be iebe ih e Weiblichkei bewah en kann, wi d nun auch sie e suchen, sich in de selben Rich ung zu en wickeln und zu behaup en. Un e s ü z wi d dies du ch den A bei e , de auch auliche A bei s- kame adinnen zu haben wünsch , die e den F auen des Bü os eben- bü ig zu Sei e s ellen kann, was wiede um au sein eigenes Ni eau und seine Hal ung zu ückwi k . Au diese Weise e ah en sowohl die A bei e als auch die A bei e innen eine E ziehung zum menschlichen und menschenwü digen Dasein inne halb de Fab ik. Die F auen b ingen dami ein eundliches Momen in den A bei s ag hinein und e legen sich selbs wie dem Manne die Ve p lich ung au , den ande en gegenübe Ach ung zu e weisen und Hal ung zu bewah en. Dies is abe kein objek i s a es, on de Be iebslei ung o gesch iebenes Gese z meh , was jeden einzelnen in seine Handlungsweise es los es leg ; sonde n dem einzelnen is je z au pe sönlich-gesellscha liche Ebene auch inne halb des Be u slebens die F eihei gegeben, sich selbs die G enzen seines Tuns und seines Ve hal ens zu ziehen. Dami is eine e s e Vo bedingung da ü e üll , daß auch de A bei e sich im Be- iebe als Mensch und si liche Pe sönlichkei ühlen da . Alle Ab eilungen, in denen Männe und F auen in einem gesunden zahlenmäßigen und mo alischen Ve häl nis zueinande s ehen, a men eine as amilienha e (nich amiliä e!) A mosphä e und bilden ech e O gane eines g öße en Ganzen. Hie du ch is die s a e Sch anke zwischen be u liche und p i a e Sphä e ge allen, und das e - söhnende Band wi d auch ü den einen Be u smenschen und den Ko ek en spü ba . Auch e beweg sich, wenn auch im Gegensa z zu den beiden ande en, in diese Hinsich au geschlossene en Typen meh unbewuß , beim Übe gang om Be u in das P i a leben und umge- keh nich meh in zwei zueinande öllig emden Wel en. Das da auch om Be u smenschen gesag we den, da e Rudimen e eines p i- a en Daseins du ch mindes ens äuße e Zugehö igkei zu eine Familie ode einem Haushal besi z . Wenn sich de Mann au seinem Sch eib- isch im Bü o das Bild on F au und Kinde n au s ell und seine Kon- o is in ihm die Blumen am Fens e begieß , so wi d nich nu ihm selbs , sonde n auch seinen Besuche n de Au en hal behagliche und die A bei lebensnähe und e euliche . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.70.5.53 | Gene a ed on 2023-04-04 11:03:38