Die Random Walk Hypothese bei Bank- und Industrieaktien
Abstract
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Full text
Reiß, Win ied
A icle
Die Random Walk Hypo hese bei Bank- und
Indus ieak ien
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Reiß, Win ied (1976) : Die Random Walk Hypo hese bei Bank- und
Indus ieak ien, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 9, Iss. 4, pp.
555-573,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.9.4.555
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Die Random Walk Hypo hese bei
Bank- und Indus ieak ien""
Von Win ied Reiß, Heidelbe g
I. Zielse zung
Die besonde e S ellung, die Banken bei de Lei ung on Kapi algesell-
scha en und beim Handel on An eilen diese Gesellscha en im Wi -
scha ssys em de Bundes epublik innehaben, is in den le z en Jah en
wiede hol Anlaß zu Kon o e sen gewesen. „In de Bundes epublik
sind die Banken ... zugleich Finanzie und Eigen üme on P oduk-
ions i men, Be a e und Ve e e on Konku en en de eigenen Kun-
den an de Bö se1."
In e essan is es da um zu wissen, ob diese s a ke S ellung on den
Banken genu z wi d ode genu z we den kann, die Ak ienku sen wick-
lung zu beein lussen. Empi isch is ein solches U eil nich di ek zu ge-
winnen, denn die Bö sen e e e de Banken sind an Geschä en alle
Ak iengesellscha en be eilig . Man müß e da um die Zielse zung de
einzelnen Banken bezüglich gewisse Ku se kennen, um den E olg on
Ku sbeein lussungs e suchen bes immen zu können. Ein Ausweg aus die-
se Schwie igkei bie e sich jedoch dadu ch an, daß man die Ak ienku s-
en wicklung on Bankak ien mi dem Ve lau de üb igen Ku se e -
gleich .
Eine Bank wi d aus e schiedenen G ünden an de En wicklung de
eigenen Ak ie besonde s in e essie sein:
* Ich danke P o esso D . M. Fabe , Heidelbe g, ü An egung und K i ik
bei de An e igung diese A bei und P o esso D . K. Scheid , Be lin, ü die
Un e s ü zung bei de An e igung meine Disse a ion. Teile diese Disse -
a ion wu den als Ausgangspunk de olgenden E ö e ungen gewähl . Ein
Teil de benu z en Da en s amm om S a is ischen Bundesam Wiesbaden.
Eine abschließende Fehle kon olle des gesam en Da enma e ials wu de dan-
kenswe e weise on D . R. A. Hanssen du chge üh .
1 Gün e Hecke : Ak ienku sanalyse zu Po olio Selec ion, Meisenheim
am Glan, 1973, S. 170.
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556 Win ied Reiß
1. Ein s abile und hohe Ku s e leich e die Eigenkapi albescha ung
du ch Emission junge Ak ien2.
2. De Un e nehmense olg inde seinen Niede schlag in de Ak ien-
ku sen wicklung. Po en ielle Geschä spa ne we den da um umge-
keh aus de Ak ienku sen wicklung au den Un e nehmense olg
schließen. Da Banken besonde s um ih Renommee beso g sein müs-
sen, we den sie auch so g äl ig die En wicklung de Ak ien beach en3.
Obwohl die Banken nach § 65 des Ak iengese zes im allgemeinen nich
ü das eigene Po e euille An eile ih e Gesellscha kau en (und somi
auch nich e kau en) dü en, bleiben ihnen e schiedene Möglichkei en
de Ku sbeein lussung:
a) Anlagebe a ung ih e Depo kunden4.
b) Kau und Ve kau übe die on de Bank be eu en In es men ge-
sellscha en5.
c) Beau agung ande e Bankgesellscha en (e l. au Gegensei igkei )
mi de Wah nehmung de Ku sp lege6.
d) Ausnü zung de den e schiedenen Bö senmi gliede n zu Ve ügung
s ehenden Möglichkei en de Ku sbeein lussung, Ku ss ü zung und
Ku sp lege wie z. B. Mi lau en, Gegendisposi ionen, Ku sschni e7.
e) E we b bzw. Ve äuße ung on eigenen Ak ien zu „Abwendung
eines schwe en Schadens" gemäß § 65 Ak G8.
2 Ube Ku sp lege zu gu en Plazie ung on Neuemissionen be ich en u. a.
H. J. Bosch, Die Ku sp lege bei We papie en, F ank u , S. 38-41 und H.
Schmid , Bö seno ganisa ion zum Schu ze de Anlege , Tübingen, 1970, S. 195.
3 Diese besonde e Zwang zu „Image-P lege" wi d auch om Gese zgebe
ane kann . Siehe dazu z.B. die besonde en Möglichkei en, die § 36 EAk G
den Banken bei de Bildung s ille Rese en gib .
4 Daß die E ek enab eilungen häu ig seh geziel mi Ra schlägen an ih e
Depo kunden he an e en, is allgemein bekann und wi d z. B. du ch die
Fallsammlung (S. 256 - 295) on H. Schmid , op. ci . eind ucks oll beleg .
Daß dabei haup sächlich Fälle bekann wu den, in denen ein Ve kau on
Daimle -Ak ien emp ohlen wu de, lieg wohl o allem an de Ve ä ge ung
de Kunden übe diesen un o eilha en Ra und läß nich da au schließen,
daß nich auch ande e Papie e geziel emp ohlen wu den. Imme hin be ich e
H. Schmid au S. 277 (l d. N . 23) auch on einem Fall, in dem de Kau
on Ak ien de eigenen Gesellscha ange a en wu de.
5 Ube die Möglichkei en und G enzen be ich e H. J. Bosch op. ci . au
S. 117 und in Fußno e 183.
6 Beispiele nenn H. J. Bosch, op. ci . au Sei e 51.
7 Diese Ve ah en we den besch ieben in H. Schmid , op. ci . S. 205 .
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Die Random Walk Hypo hese bei Bank- und Indus ieak ien 557
) Möglichkei en de Kompensa ion on Kau - und Ve kau sau ägen
de Kunden ohne Einschal ung de Bö sen und dami übe agende
Ein luß au den P eis sowohl inne halb wie auße halb de Bö sen9.
Die Ta sache solche Ku sp lege wi d on ielen Au o en als selbs -
e s ändlich angenommen, häu ig soga als Ve p lich ung angesehen10.
Ve s ändliche weise liegen jedoch noch keine empi ischen Un e suchun-
gen übe E olge diese Ku sbeein lussungs e suche o . Zum einen wü -
de die Bekann machung solche Ak ionen im allgemeinen den Maßnah-
men selbs en gegenwi ken, zum ande en is im Einzel all häu ig nich
zu en scheiden, ob eine bes imm e Handlung den e wa e en E olg
ha e.
Da wi abe da on ausgehen, daß die Banken die bes en Möglichkei-
en zu Ku sp lege haben und auße dem die en sp echende Mo i a ion
o lieg , ih Haup augenme k au die eigenen Ak ien zu ich en, kann
man die E olge bei de Ku sp lege aus einem Ve gleich on Bank- und
Indus ieak ien ablesen. Un e scheide sich de Ak ienku s e lau on
Bankak ien deu lich on dem ande e Gesellscha en, so wi d man nich
ausschließen können, daß dieses aus de Ku sp lege des en sp echenden
Ins i u s he üh .
IL Die Theo ie om e izien en Ma k
und die Random Walk Hypo hese
In den le z en Jah en is ü spekula i e Mä k e eine Theo ie ausge-
a bei e wo den, die da on ausgeh , daß sich alle ü den P eis eines
gehandel en Gu es ele an en In o ma ionen augenblicklich in den Ku -
8 De Beg i „schwe e Schaden" is kaum eindeu ig abzug enzen. Nach
Bosch (op. ci . S. 74) gil : „... auch bei eine Ve schlech e ung de Geschä s-
lage, die ein Sinken des »inne en We es4 zu Folge ha , dü en gegen eine
maß olle Ku sp lege keine Einwendungen e hoben we den." Selbs bei eine
solch wei en In e p e a ion de Vo sch i dü e de E we b eigene Ak ien
kein Ins umen de äglichen Ku sp lege sein.
0 Im Zuge de Bö sen e o m haben sich die Banken eiwillig dem „Bö sen-
zwang" un e wo en. Somi s eh diese Me hode den Banken sei dem 1. 7.
1968 nich meh zu Ve ügung. Siehe dazu R. A. Haussen: Ak ienku s e -
lau und Bö senzwang. Eine empi ische Un e suchung zu Ku ss abili ä im
Rahmen de Bö sen e o m, Be lin 1976, bes. S. 40 - 50.
10 Siehe z.B. H. Schmid , op. ci . S. 152 ., besonde s S. 159 und die Fuß-
no en 2 und 3, S. 159 und Bosch, op. ci . S. 49 - 51.
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558 Win ied Reiß
sen niede schlagen. Nach diese Theo ie om e izien en Ma k 11 haben
die P eis eihen kein Gedäch nis; de heu ige P eis e lek ie alles Wis-
senswe e übe das We papie , e gangene P eise lie e n keine Hin-
weise au die Zukun . Es gil also ü die Ku se zum Zei punk und
+ 1
E^
+
l/P^P -i
>
•••) = E(P/
+
i/P*) •
Ku se, die diese Bedingung genügen, bilden einen Random Walk, das
heiß es gil
P*+
1
= Pi + A mi Co = 0 •
Gehen wi da on aus, daß die Ku se au einem Ma k einen Random
Walk bilden, so we den Ku sbeein lussungs e suche eine Abweichung
om Random Walk e u sachen. Ce e is pa ibus is also die Abweichung
om Random Walk ein Maß ü den E olg on Ku sbeein lussungs-
maßnahmen. Aus diesem G und kann das S udium on Ak ienku s ei-
hen mi Hil e on Random Walk Tes s In o ma ionen übe solche Ak-
ionen b ingen. Wi we den im olgenden mi zwei solchen Tes s die
Ak ienku s eihen on 50 deu schen Gesellscha en übe den Zei aum
1961 bis 1972 un e suchen, die Gül igkei de Random Walk Hypo hese
ü den deu schen Ma k übe p ü en und dabei o allem au Un e -
schiede zwischen den Indus ieak ien und den 5 in de un e such en Ge-
sam hei en hal enen Bankwe en ach en.
III. Me hoden zu Übe p ü ung de Random Walk Hypo hese
Zu Ube p ü ung de Random Walk Hypo hese sind eine Reihe s a-
ische und ökonomisch-s a ische Ve ah en e sonnen und du chge üh
wo den. Die Bes immung on Au oko ela ionskoe izien en und de
Run Tes gehö en zu den am häu igs en angewand en Me hoden. Sie
sind s a is isch abgesiche , man kenn ih e Signi ikanzg enzen, sie sind
ela i p oblemlos zu handhaben und on hohe Aussagek a . Wi
we den uns in diese Un e suchung au diese beiden Tes s besch änken.
1. Au oko ela ionsbes immung
De Au oko ela ionskoe izien ;- e O dnung de s a ionä en Zei -
eihe x ( ) is de inie als
11 Ube die Theo ie om e izien en Ma k und die E idenz ü die Gül ig-
kei au dem ame ikanischen Ak ienma k be ich e E. F. Fama, E icien
Capi al Ma ke s, The Jou nal o Finance, Vol. XXV, No. 2, May 1970.
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Die Random Walk Hypo hese bei Bank- und Indus ieak ien 559
E {[x( ) — E (x ( ))] [x ( — i) — E (x ( ))] }
" )/E [x ( ) - E (x ( ))]2 E[x( -i)-E(x ( ))]2 '
Diese Koe izien miß die linea e Abhängigkei zwischen dem Zei -
eihenwe zum Zei punk und dem Zei punk — i. Fü die Di e-
enzen de loga i hmischen P eise12 we den wi die Ko ela ionskoe i-
zien en schä zen.
Fü eine Random Walk Zei eihe müssen die Koe izien en e schwin-
den. Dabei is die 5 %-Signi ikanzg enze gegeben du ch 1,96/
—
i,
wobei n die Länge de Zei eihe is .13 Um einen besse en Ve gleich mi
dem Run Tes zu e möglichen, bilden wi den s anda disie en Au oko -
ela ionskoe izien en
Ri = i]/n ~ *
Fü nich au oko elie e Zei eihen is R N(0,1) — e eil .
2. Run Tes
Bei einem Run Tes we den die P eisände ungen nu da au hin un e -
schieden, ob de Ku s s eig , gleichbleib ode äll . Eine Au einande -
olge on n gleichge ich e en P eisbewegungen nenn man (au wä s ge-
ich e en bzw. waage ech en bzw. abwä s ge ich e en) Run de Länge n.
Sind die P eisbewegungen unabhängig on allen o ausgegangenen
P eisbewegungen, so e gib sich de E wa ungswe E (T) und die Va-
ianz g2 (T) ü die Gesam anzahl de Runs T aus den Beziehungen14
2 • 2.2
; +
7*0
+ TZ.
E
(T)
= n +
1
^
n
c0/m (n2 + n) ( + + + 2) + ( 2 + 2 + l -
2n ( g
+
g
+ i) - n3
o" (T) = ,
n2 (n - 1)
wobei n die Anzahl de Ku sbewegungen und +, 0, _ die Anzahl de
au wä s, waage ech und abwä s ge ich e en P eisbewegungen sind.
12 Die Random Walk Hypo hese wi d meis ens ü die P eisdi e enzen
de loga i hmie en P eise au ges ell , da man da on ausgeh , daß die P eis-
ände ungen on de Höhe de P eise abhängen. Siehe dazu z. B. C. W. J.
G ange und O. Mo gens e n, P edic abili y o S ock Ma ke P ices, S. 177 .
13 Siehe dazu z.B. M. G. Ande son: The Ad anced Theo y o S a is ics,
Vol. II, London 3 d. ed., 1965, S. 402.
14 Die olgenden Fo meln und ih e Beweise inde man in Da id, F. M.
und Ba on, D. E., Combina o ial Chance, London, 1962, S. 85 .
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560 Win ied Reiß
Fü die Anzahl Tl
+ de au wä s ge ich e en Runs de Länge i e gib
sich E wa ungswe und Va ianz aus
E(Ti) - (» - + + 1) (» - +) %( ,-l)...( ;-i + l)
N ' n (n
—
1) ... (n
—
i)
s2(n)='~
<n-
+
+ l)(n- + )2(n_ + - 1) { + ( + -1) ... ( + -2i + l)}
n (n - 1) ... (n -
2
i + 1)
+ E(n)-(E(n))2.
Analog kann man die We e T* und TL ablei en.
Die s anda disie e Va iable15
Tß
± 0,5 -
E(T)
K(T) =
S2
(T)
(mi TB als beobach e e Anzahl on Runs) is bei unabhängigen P eis-
bewegungen und g oßem n N(0,1) — e eil . Au dem 5°/o-Ni eau leh-
nen wi die Unabhängigkei eine empi isch e mi el en Zei eihe also ab,
wenn | K | den We 1,96 übe s eig .
IV. Du ch üh ung de Tes s
Fün zig Ku s eihen de Jah e 1961 bis 1972 on häu ig gehandel en
deu schen We papie en, die um Di idenden und Kapi al e ände ungen
be einig und so g äl ig au Da en ehle un e such wo den sind16, wu -
den mi den oben besch iebenen Tes e ah en un e such . Wie die Ta-
belle 1 zeig , gehö en zu den We en neben 43 Indus ieak ien (l d. N .
1- 43) ün Banken (l d. N . 44 - 48) und je ein Ve siche ungs- und ein
Ve keh swe . In de Tabelle sind auße dem die B anche, bekann e g ö-
ße e Be eiligungen (in P ozen ) und das Eigenkapi al17 (in Millionen
DM) angegeben.
15 ± 0.5 is ein Ganzzahligkei sausgleich mi ± 0.5 ü Tß^E (T).
16 Die Au be ei ung de Da en wi d besch ieben in: R. A. Hanssen und
W. Reiß: Au oko ela ionsanalyse und das P oblem de Da en ehle , Zei -
sch i ü Na ionalökonomie, He 1/2, 1976, S. 153 - 172.
17 Die We e ü G undkapi al sind en nommen aus: Hoppens ed Bö sen-
üh e , II. Qua al 1974, Da ms ad . Die p ozen ualen We e ü den Fes -
besi z s ammen aus: Comme zbank AG, We gehö zu wem, 10. Au lage
1973.
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Die Random Walk Hypo hese bei Bank- und Indus ieak ien 561
1. Au oko ela ion
Es wu den die Au oko ela ionskoe izien en de e s en bis zu zehn-
en O dnung bes imm . Die s anda disie en Koe izien en de e s en
beiden O dnungen inde man in Tabelle 1.
Au den e s en Blick e kenn man ein eigena iges E gebnis: Alle e -
s en Koe izien en sind posi i , as alle (42 on 50) zwei en Koe izien-
en jedoch nega i . Solch eine ungleichgewich ige Ve eilung de Vo zei-
chen lie e einen e s en Hinweis, daß die un e such en Ku s e läu e
doch keinen Random Walk bilden. Um diese E kenn nis s a is isch ab-
zusiche n, be ach en wi die nume ischen We e de Koe izien en: Von
den 50 Gesellscha en ha nu eine (BBC) einen e s en Koe izien en, de
kleine is als 1,96; ü alle ande en Gesellscha en is die Random Walk
Hypo hese au dem Ni eau on 5% abzulehnen. Selbs au dem Ni-
eau on 1% is iii ü 46 Gesellscha en signi ikan on Null e schie-
den. (Die ie Ausnahmen sind neben BBC noch AEG, HAMBORN und
ALLIANZ LEBEN.) Beim Koe izien en R2 sind 33 Gesellscha en sig-
ni ikan ungleich Null (5Vo-Ni eau), BBC lieg jedoch wiede inne halb
de Sch anken.
Die ün Bankwe e haben zusammen mi DYCKERHOFF die höch-
s en Koe izien en e s e O dnung, jedoch ela i kleine de zwei en
O dnung ( ie posi i e, nich signi ikan e und einen nega i signi ikan-
en). Hie un e scheide sich DYCKERHOFF deu lich on den Banken.
Diese Gesellscha is eine de beiden mi signi ikan posi i em
Zusammen assend kann gesag we den, daß de deu sche Ma k in
seine Gesam hei wäh end de un e such en Pe iode nich de Random
Walk Hypo hese geho ch , selbs wenn man das konse a i e
1
%-Ni-
eau zug unde leg . Besonde s k aß weichen neben DYCKERHOFF die
Bankgesellscha en om Zu allsweg ab.
Die Vo zeichen de Koe izien en e s e O dnung legen den Schluß
nahe, daß eine einmal begonnene Bewegung die Tendenz ha , länge an-
zuhal en als bei Random Walk zu e wa en wä e; die Vo zeichen on
R.2 lassen e mu en, daß om 3. Tag an eine Gegenbewegung einse z .
Diese Gegenbewegung is jedoch kaum bei den Banken und p ak isch
ga nich bei DYCKERHOFF zu beobach en.
Du ch einen Run Tes we den wi im olgenden die gewonnenen E -
gebnisse übe p ü en.
36 K edi und Kapi al 4/1976
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562 Win ied Reiß
2. Run Tes
Die Gesam zahl alle beobach e en Runs TB wu de ü jede Ku s eihe
a) o^ a^
03,
a4,
o5,
...
und ü die da aus abgelei e en Zei eihen
b) al o3, o5, ... P eise im Abs and 2
c) al a6, an, ... P eise e wa im Wochenabs and
bes imm . Mi Hil e de Anzahl de beobach e en Vo zeichen wu de
hie aus die s anda disie e Va iable K e echne . Die We e ü K inde
man in Tabelle 1.
Aus den Au oko ela ionse gebnissen wu de de Schluß gezogen, daß
au dem deu schen Ma k eine Tendenz zu Fo se zung einmal begonne-
ne Bewegungen bes eh . De Run Tes bes ä ig diese Ve mu ung bei den
äglichen No ie ungen: Alle Koe izien en K sind nega i , d. h. die An-
zahl de beobach e en Runs is kleine , ih e Länge somi g öße als es
bei einem Zu allsp ozeß zu e wa en wä e. Diese Mangel an Runs is
ü 48 de 50 Gesellscha en signi ikan au dem 5%- und au dem
10%-Ni eau. Die beiden Gesellscha en, ü die nach diesem Tes die
Random Walk Hypo hese au dem 5 %-Ni eau nich abgelehn we den
kann, sind PREUSSAG und KALI UND SALZ. Somi können wi ,
wenn wi Au oko ela ionsbes immung und Run Tes zusammen neh-
men, die Random Walk Hypo hese ü alle un e such en Gesellscha en
au dem
1
%-Ni eau ablehnen. Bei einem Time-Lag on 2 liegen noch
22 Koe izien en obe halb des 5 %-Signi ikanz-Ni eaus und selbs bei
Da en im Wochenabs and kann bei imme hin 15 Gesellscha en nich on
einem Random Walk gesp ochen we den; die zei liche Abhängigkei de
Ku sdi e enzen geh jedoch bei Ve g öße ung de In e alle deu lich
zu ück.
Au ällig is o allem das E gebnis ü die B anche Banken. Alle
ün un e such en Bankak ien weisen nach diesem Run es die g öß e
Abweichung om Random Walk au , und dieses E gebnis gil as im
gleichen Maße ü den Time Lag 2 und den Time Lag 5. Bei jedem Time
Lag gehö en die ün Banken mi zu den Gesellscha en mi de höchs en
nega i en Va iablen K. Mi Ausnahme on DRESDNER BANK gehö-
en die ie üb igen Banken zusammen mi DYCKERHOFF auch bei
den Lags 2 und 5 zu den ün Gesellscha en mi dem höchs en Koe i-
zien en K.
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Die Ran do n Walk Hypo hese bei Bank- und Indus ieak ien 569
lussung zu ückzu üh en: De Ein luß de Banken is eine de U sachen
ü den Mangel an E izienz deu sche E ek enbö sen.
Wa um die Gesellscha DYCKERHOFF so seh aus dem Clus e de
Indus iewe e he aus äll , is nich deu lich auszumachen. Wie Tabelle 1
zeig , gehö sie, gemessen an de Bilanzsumme on 93 Mill. zu den
kleine en Gesellscha en und is zu meh als 50 % in Fes besi z, de
Ma k diese Papie e is also ela i eng und leich zu beein lussen. Ih
Ak ienku s e lau zeig die meis en Taxku se alle un e such en Gesell-
scha en. Eine ande e Gesellscha , wie z. B. VARTA, ha mi 101 Mill.
G undkapi al und 60 °/o Fes besi z einen ähnlich engen Ma k , zeig je-
doch einen wesen lich un uhige en Ku s e lau . Vielleich könn e man
dieses Phänomen e klä en, wenn man die Zielse zung de Banken be-
züglich alle Papie e kennen wü de.
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570 Win ied Reiß
Tabelle: Au oko ela ion und Run Tes
N . Name R 1 R 2 Kl j
Kl K 3 B an-
che-)
Fes -
besi z
G und-
kapi al
1 AEG 2.14 -3.17 -6.2 0.4 -0.8 6 10 704
2 Audi-NSU 4.44 -3.77 -7.7 -1.4 '
-1.5 1 75 215
3 BASF 4.55 -3.67 -7.5 2.1 I
-0,8 5 0 1 526
4 Baye 4.71 -4.17 -6.2 -2.6 -1.6 5 0 1 910
5 BMW 5.20 -5.04 -5.6 -0.6 1.6 1 25 250
6 BBC 1.42 -1.70 -6.0 -1.9 ; -2.4 6 56 120
7 Con i-Gummi 4.27 -4.11 -4.7 - .0 -0.2 5 25 270
8 Daimle -Benz 5.36 -5.97 -3.7 -2.5 -0.7 1 65 951
9 DEGUSSA 5.92 -2.95 -7.3 -2.1 -2.0 5 25 174
10 DEMAG 7.34 -2.46 -6.8 -3.7 0.3 2 25 171
11 DLW 7.18 0.6C -6.7 -4.1 -2.7 4 0 54
12 Dycke ho 9.09 2.52 -11.2 -5.2 -2.8 4 50 93
13 Gelsenbe g 5.97 -4.82 -7.2 0.0 0.9 7 48 485
14 Goldschmid 4.44 -2.85 -5.4 -1.8 -2.3 5 25 40
15 GHH 7.50 -1.19 -7.9 -4.2 -0.2 2 50 225
16 Hambo n 2.30 -4.44 -4.0 0.3 0.9 8 25 35
17 HEW 7.67 0.60 -6.0 -2.6 -2.1 7 75 379
18 Ha pen 3.83 -0.33 -5.8 0.6 0.8 8 51 128
19 Hoechs 5.42 -3.17 -7.3 -0.4 -1.7 5 15 1 508
20 Hoesch 7.18 -4.11 -7.3 -2.2 -0.6 3 15 500
21 Holzmann , 6.97 0.22 -7.3 -3.1 4 25 36
22 Kali und Salz 2.97 -1.10 -0.8 1.0 -1.2 5 72 250
23 Ka s ad 3.12 -2.52 -5.2 -3.2 -0.6 9 50 300
24 Kau ho 5.26 -3.17 -6.3 -1.0 -2.8 9 50 300
25 Kloeckne i
6.08 -1.70 -4.4 -2.1 -0.9 3 25 347
26 KHD 5.20 -1.91 -6.9 -1.2 -1.0 2 49 182
27 Linde 1
1 5.75 -3.61 -6.7 -2.0 -1.1 2 0 151
28 Mannesmann j 6.79 -1.91 -8.6 -1.6 -0.8 3 0 657
29 MAN '
3.23 -2.14 -3.8 -1.6 0.5 2 75 200
30 Me allgesellscha .. 3.67 2.19 -7.5 -3.1 -2.2 3 67 207
31 Necke mann j 3.56 -5.37 -6.0 -1.3 -1.3 9 49 122
32 PREUSSAG 1
1 4.71 -2.90 -1.7 0.9 1.3 7 25 315
33 RWE 6.30 -3.34 -8.2 -3.4 -0.4 7 31 1 500
34 Rheins ahl 5.97 -3.38 -7.1 -1.5 -0.9 3 50 470
35 Rue ge swe ke .... 3.45 -2.52 -5.2 -1.1 -1.4 5 50 76
36 Sche ing 4.55 -1.64 -6.2 -0.6 -1.4 5 0 187
37 Schul heiss 5.20 -2.19 -4.8 -2.1 -0.6 10 50 000
38 Siemens 4.98 -2.36 -5.4 -1.3 -2.7 6 0 1 384
39 Thyssen 5.75 -2.46 -6.1 -1.5 -0.2 3 35 1 010
40 Va a 4.16 -3.45 -3.4 -0.6 -1.0 6 60 101
41 VEBA 7.61 -7.28 -6.3 -0.3 -0.5 7 40 1031
42 VEW 4.55 -4.00 -4.9 -0.9 -1.0 7 78 480
43 VW 4.60 -6.02 -5.1, 0.9 -0.5 1 40 900
44 Baye . Hypo hekenb. 11.83 -1.75 —17.7 i -6.8 -2.9 11 0 240
45 Baye .Ve einsbank.. 14.29 -1.53 —16.2 -7.0 -2.7 11 18 223
46 Comme zbank 11.78 -1.31 —15.0 -6.8 -5.4 11 0 469
47 Deu sche Bank .... 9.48 -1.50 -14.7 -5.5 -2.8 11 0 720
48 D esdne Bank 8.92 -2.57 -14.2 -3.5 -2.1 11 0 534
49 Allianz Leben 2.52 -1.20 -6.8 -4.1 -2.4 12 92 33
50 Lu hansa 2.96 -1.81 -5.11 0.2 2.5 13 82 400
*) 1 Au omobilbau — 2 Maschinenbau — 3 Eisen und S ahl — 4 Bau/S eine/E den —
5 Chemie/Pha ma — 6 Elek o echnik — 7 Ve so gungsindus ie — 8 ehem. Be gbau-
be iebe — 9 Handel — 10 Nah ung/Ge änke — 11 Banken — 12 Ve siche ung —
13 Ve keh
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Die Random Walk Hypo hese bei Bank- und Indus kak ien 571
Tabelle 2
Runs, au geschlüssel nach Vo zeichen und Länge
VW
I Js(7 + ) S(T + ) K + S TO T_
1 320 408 304.2 -5.0 138 144.8 28.7 -1.2 288 365.1 273.8 -4.6
2 179 179.3 139.3 10 7.9 6.5 .8 176 184.6 150.5 -.7
3 95 78.7 61.8 2.1 .4 .4 .1 114 93.4 76.1 2.4
4 33 34.6 28.5 -.2 1 6.4 42 47.2 39.1 -.7
5 16 15.2 13.3 .2 34 23.8 20.5 2.2
6 7 6.6 6.1 .1 9 12 10.8 -.8
7 6 2.9 2.8 1.9 6 6.1 5.6
8 2 1.3 1.2 .6 5 3.1 2.9 1.1
9 1 .6 .6 .6 3 1.5 1.5 1.2
10 .2 .2 -.5 1 .8 .8 .3
11 .1 .1 -.3 .4 .4 .2
12 -.2 .2 .2 -.4
13 1 6.8 .1 .1 -.3
14 -.1 .1 .1 -.2
15 -.1 1
1 -.2
SU 660 727.6 179.1 -5.0 149 153.2 7.9 -1.3 678 738.4
i
j 184.5 -4.4
Baye ische Ve einsbank
I + S(T + ) K + SP*) T_ E(T_) S(T_) K_
1 242 439.8 319.6 -11.0 321 405.7 239.7 -5.4 269 432.4 318.2 -9.1
2 137 164.9 120.8 -2.5 71 91.2 59.7 -2.6 138 172.9 129.7 -3.0
3 59 61.8 47.5 -0.3 30 20.5 16.8 2.3 73 69.1 53.4 0.5
4 40 23.1 19.4 3.8 17 4.6 4.3 6.0 36 27.6 23.0 1.7
5 16 8.7 7.8 2.6 5 1.0 1.0 4.0 20 11.0 9.8 2.9
6 10 3.2 3.1 3.9 1 .2 .2 1.6 12 4.4 4.1 3.7
7 7 1.2 1.2 5.3 1 .1 .1 4.2 6 1.8 1.7 3.3
8 7 .5 .4 9.8 2 18.6 5 .7 .7 5.2
9 3 .2 .2 6.9 -.1 2 .3 .3 3.3
10 .1 .1 -.3 2 .1 .1 5.7
11 -.2 -.2
12 -.1 -.1
13 -.1 -.1
14 -.1
15
SU 521 703.5 164.8 -14.2 448 523.3 91.2 -7.8 563 720.4
i
172.8 1
|
i
1-11.9
1
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572 Win ied Reiß
Zusammen assung
Die Random Walk Hypo hese bei Bank- und Indus ieak ien
De A ikel e olg ein doppel es Ziel: E s ens wi d ü 50 häu ig gehan-
del e Ak ien die Random Walk Hypo hese mi Hil e des Run-Tes s und
du ch Schä zung on Au oko ela ionskoe izien en e wo en. Zwei ens wi d
du ch Anwendung de Clus e -Analyse gezeig , daß die Ak ien deu sche K e-
di ins i u e sich bezüglich de Zu älligkei de Ku sschwankungen on ande en
Gesellscha en deu lich abheben. Du ch Übe p ü ung de Cha ak e is ika, in
denen sich Banken on Indus ieun e nehmen un e scheiden, komm de Au-
o zu dem Schluß, daß die Banken ih e S ellung am deu schen Geld- und
Kapi alma k ausnü zen können und a sächlich ausnü zen, um den Ku s e -
lau ih e eigenen Ak ien zu beein lussen.
Diese kons a ie e Ein lußmöglichkei können die Banken auch zu Beein-
lussung ande e Papie e einse zen — wenn auch mi ge inge e ode zei lich
beg enz e Mo i a ion. Somi kann geschlossen we den, daß eine U sache ü
den Mangel an E izienz deu sche Bö sen in de S ellung de Banken lieg .
Summa y
The Random Walk Hypo hesis o Bank and Indus ial Sha es
The objec o he a icle is a wo old one: Fi s , o 50 equen ly aded
sha es he andom walk hypo hesis is epudia ed wi h he help o he un
es and by es ima ion o au oco ela ion coe icien s. Secondly, by applying
clus e analysis i is shown ha he sha es o Ge man banks di e clea ly
om hose o o he companies wi h espec o he andomness o p ice luc-
ua ions. By examining he cha ac e is ics in which banks di e om in-
dus ial i ms, he au ho comes o he conclusion ha banks can, and ac-
ually do, exploi hei posi ion on he Ge man money and capi al ma ke o
in luence he p ice end o hei own sha es.
This es ablished in luence po en ial can be u ilized by he banks also o
in luence o he secu i ies — hough wi h sligh o empo ally limi ed mo i a-
ion. Hence i may be concluded ha one cause o he lack o e iciency o
Ge man s ock exchanges lies in he posi ion o he banks.
Résumé
L'hypo hèse andom walk appliquée aux ac ions bancai es e indus ielles
L'a icle pou sui un double objec i : p imo, les 50 ac ions les plus équem-
men ai ées son soumises à l'hypo hèse Random Walk à l'aide du es Run e
pa é alua ion de coe icien s d'au o-co éla ion; secundo, en appliquan Pana-
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Die Random Walk Hypo hese bei Bank- und Indus ieak ien 573
lyse de Clus e , l'on démon e que les ac ions des é ablissemen s bancai es e
inancie s allemands se dis inguen clai emen en ce qui conce ne le hasa d des
a ia ions de cou s des au es socié és. Pa l'examen des ca ac é is iques qui
dis inguen les banques des en ep ises indus ielles, l'au eu en ien à conclu e
que les banques peu en exploi e — e n'y manquen pas d'ailleu s — leu
posi ion su le ma ché moné ai e e inancie allemand pou in luence l'é olu-
ion des cou s de leu s p op es ac ions.
Les banques peu en aussi use de ce e possibili é cons a ée d'in luence pou
pese su le cou s d'au es i es, même si leu mo i a ion es plus édui e ou
empo ai e. L'on peu donc i e comme conclusion qu'une cause de l'absence
d'e icience des bou ses allemandes éside dans la posi ion des banques.
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