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Marxismusstudien

Maus, Heinz

Abstract

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Full text

Maus, Heinz A icle Ma xismuss udien Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Maus, Heinz (1969) : Ma xismuss udien, Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, ISSN 0036-6234, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 89, Iss. 6, pp. 716-724, h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.6.716 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291204 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. 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Be lin 1960, Die z Ve lag), wa dennoch nich ganz unbeg ünde . Denn die Re e a e zeug en, sowei sie in den „Ma xismuss udien" e ö en lich wu den, g oßen eils on eine Unbe angenhei , die mi de dogma isch e s a - en In e p e a ion de Ma xschen Tex e, die sich als die einzig wah e ausgab, schlech zu e einba en wa und sich da um als höchs unbe- quem e wies. Denn daß Theologen diese Tex e heologisch zu deu en such en, üh e mi un e zu E kenn nissen, die auch einen Ma xis en nachzudenken e anlassen konn en. Auße dem zeig e sich, daß manche ideologischen S e eo ype, die sei al e s und nich nu au ki chliche Sei e epe ie we den, sobald on Ma x die Rede is , sich als d ingend e isionsbedü ig da s ell en, was gleiche weise hüben wie d üben zu einige Beun uhigung üh e. Inzwischen ha die Beschä igung mi Ma x den as eso e ischen Cha ak e e lo en, den sie in de Bundes epublik zu Zei de E s en Folge de „Ma xismuss udien" noch au wies. De „Dialog" zwischen Ch is en um und Ma xismus, den die Ma xismuskommission (und au ka holische Sei e die Paulusgesellscha ) ini iie e, ha an an üchige Be emdlichkei e lo en. Gleichwohl wal en wei e hin noch manche Miß e s ändnisse o . Kennzeichnend sind hie ü z. B. die g oße Ab- handlung on Helmu Gollwi ze übe „Die ma xis ische Religions- k i ik und ch is liche Glaube" in de 4. Folge und de elegan ge- sch iebene Bei ag übe den „S ills and de Dialek ik" on Gün e Roh mose in de 5. Folge de „Ma xismuss udien", wozu einiges an- zume ken is . Gollwi ze geh on den wenigen Beme kungen zu Religion und zu Religionsk i ik aus, die sich bei Ma x u. a. in de Einlei ung zu K i ik de Hege/sehen Rech sphilosophie inden, und mein , daß Ma x * I ing Fe sche (H sg.): Ma xismuss udien. Vie e Folge. — Ma xismuss udien. Fün e Folge. Tübingen 1962 und 1968. J. C. B. Moh (Paul Siebeck). VI, 258 S. und VI, 226 S. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.6.716 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:30 Be ich e 717 (und Engels) „die Feue bachsche Religionspoli ik" — au die e sich S. 37—55 eingehend einläß — „unbesehen und komple übe nom- men" hä en (S. 56); en sp echend mu e e Ma x zu, daß e geglaub habe, mi els eine „inne wel lichen Escha ologie" „dem du ch die K i ik en äusch en Menschen einen besse en T os geben zu können, als Feue bach es e moch e". Ihm äll zwa au , daß Ma x, ande s als Engels, sich spä e kaum meh mi diesem Thema be aß ha , dennoch häl e es ü e wiesen, daß bei ihm „Religions- und Re olu- ions heo ie" eine Einhei bilden (S. 59); de sozialk i ischen Theo ie wi d gleiche maßen Messianismus wie A heismus impu ie (S. 66 .). Nun ha E ic Weil in seinem Vo ag übe „Die Säkula isie ung de Poli ik und des poli ischen Denkens in de Neuzei "(eben alls in de 4. Folge, S. 144—162) zu Rech da au au me ksam gemach , daß „ ü Ma x sei dem Beginn seines pe sönlichen Denkens das ( eligöse) P o- blem abge an" is und daß übe dies Ma xens lapida e Fes s ellung, „ ü Deu schland is die K i ik de Religion im wesen lichen beende ", sich unmi elba au Hegel bezieh und nich bei Feue bach an- knüp . Das „En scheidende" is nämlich, daß ü Hegel „die Poli ik wel lich und inne wel lich au onom gewo den is , nich im Kamp e gegen die Religion, nich einmal, auße in Einzel ällen, gegen die Ki che, sonde n weil de mode ne S aa das Ch is en um als Lebens- egel übe hol ha , indem e es nach seinem gedanklichen Inhal e - wi klich ha " (S. 152). In diesem Punk e, so sieh es Weil, is Ma x mi Hegel und Kan öllig einig: „Das ch is liche P inzip des unend- lichen We es des Indi iduums is die G undlage des mode nen Den- kens und Handelns; abe dies P inzip is nich , wie Hegel ... behaup- e , e wi klich , es muß e s noch e wi klich we den" (S. 158). Denn dieses P inzip is zugleich das de F eihei . Fü Hegel, wie üb i- gens auch Ma x, is „die inne e F eihei des Indi iduums unan as ba , solange sie inne e bleib ; seine äuße e F eihei bleib dem Gese z des S aa es un e wo en, eben weil sie Ansp uch au Allgemeingül igkei e heb und weil de S aa seine sei s das konk e Allgemeine und die Ve nun da s ell , indem e sich dem Belieben de Einzelnen wide - se z ... und somi das gesellscha liche und poli ische Zusammena - bei en e möglich " (S. 151 . Vgl. hie zu auch Joachim Ri e s lesens- we en Bei ag übe „Pe son und Eigen um" in Hegels Rech sphiloso- phie, im gleichen Band S. 196—218, insb. S. 216). Weils In e p e a- ion gib zu denken. Daß die schie e Reali ä on S aa und bü ge - liche Gesellscha dem P inzip de F eihei , de inne en wie de äuße- en, in keine Weise en sp ach und de unendliche We des Indi idu- ums nu eine schöne Floskel wa , is damals nich nu Ma x nich e - bo gen geblieben, dessen heo e ische A bei sei dem meh und meh den ealen poli ischen wie schließlich den sozioökonomischen G undlagen OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.6.716 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:30 718 Be i di e dieses o ensich lichen Wide sp uchs on Idee und Wi klichkei nach- zuspü en begann; ihn heo e isch, in de Philosophie, zu lösen, ge- nüg e ihm nich meh . Im P ole a ia sah e bekann lich die soziale Klasse, die die Philosophie „au heben" we de, indem es sie e wi k- lich . Sei länge em ha jus hie de Zwei el an de Validi ä de Ma xschen Theo ie eingese z , sei's mi dem Hinweis au das Ve schwin- den des P ole a ia s, das sich in den Indus ies aa en „ e bü ge lich " habe, sei's mi dem au die Ve häl nisse in de Sowje union und den on ih abhängigen S aa en als de P axis de Theo ie. In de Ta inden sich empha ische Sä ze übe das P ole a ia und seine wel his o- ische Mission bei Ma x — zu eine Zei eilich, als Ma x seine Vo - s ellungen om P ole a ia noch de zei genössischen „linken" Li e a- u en nahm. Es bilde e noch ni gend, nich einmal in England, „die ungeheu e Meh hei " de Be ölke ung, wie das Kommunis ische Ma- ni es behaup e e, ege ie e abe allen halben nachweislich in einem so unsäglichen Elend, daß de Kon as zu den Ideen de g oßen Phi- losophie buchs äblich mi Händen zu g ei en wa . Inso e n ließe sich on de Ma xschen These, diese Ideen müß en on diesem P ole- a ia e wi klich we den, dami sie wah wü den, sagen, daß sie nich minde escha ologisch, ja messianisch wie im F ühsozialismus auch sons gewesen sei. Beme kenswe e weise wi d du chgehend e gessen, daß Ma xens wissenscha liche Theo ie on de bü ge lichen Gesell- scha und ih e Dynamik e s spä e en al e wo den is , und unbe- ach e bleib auch, daß jus Ma x als eine de e s en da au au me k- sam gemach ha , daß sich das P ole a ia im Ve lau des kapi alis i- schen Indus ialisie ungsp ozesses quan i a i und quali a i wandel , dabei abe wei e hin das P ole a ia abhängige A bei nehme bleib , so seh es sich mi dem Wachs um de mannig achen P oduk i k ä e auch di e enzie . Auch soll e nich übe sehen we den, daß sich eine poli isch eigens ändige A bei e bewegung als o ganisie e Massenpa - ei zu Lebzei en Ma xens e s zu o mie en begann, nich zule z dank de Ma xschen Theo ie; sie um aß e bei Ma x' Tod nu eine Minde - hei de A bei e . Nich Messianismus, sonde n Gegenwa sanalyse und Tageskamp gaben den Bewegg und zu O ganisa ion. De en E s a ken ha e nich nu die Bü ok a isie ung de Bewe- gung zu Folge, die — o ganisa ionssoziologisch gesehen — ielleich un e meidlich wa . Vielmeh wi d aus de Ma xschen Gesellscha s- heo ie, die in jede Hinsich „unabgeschlossen" wa , je z und e s je z eine Wel anschauung, de „Ma xismus". Die A bei an de Theo- ie wu de, on wenigen Ausnahmen abgesehen, wei hin einges ell . Zwa s ell e de Ma xismus noch keineswegs, wie Gollwi ze mein , „eine die gesam e Lebensp axis lei ende, um assende Anschauung on Wel und Exis enz in allen ih en Bezügen, eine e schöp ende An wo OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.6.716 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:30 Be ich e 719 au die G und age des menschlichen Lebens" da (S. 3); dazu is es e s im Sowje ma xismus gekommen. Abe de Kamp gegen die Reli- gion, gegen die Ki chen und gegen das Ch is en um, den Sozialdemo- k a en und Ana chis en nich ande s wie die F eidenke de bü ge - lichen Schich en üh en, is ü den Ma xismus so wenig wie ü die Ma xsche Theo ie de Mo o de poli ischen Auseinande se zung gewe- sen. Was Gollwi ze on den F ühsozialis en es s ell : „sie sind i i- ie du ch die Un e nun de i dischen Ve häl nisse, in e essie an de Wissenscha , konzen ie au die F age des i dischen Glücks und die Ve meh ung de i dischen Glücksmöglichkei en ü alle; ihnen allen is de Fa alismus zuwide , mi dem das Volk un e dem Ein- luß de Religion den D uck de Ve häl nisse hinnimm ; ih e K i ik i ... die Ki che, wiie sie leide is " (S. 24), gil wei hin auch ü die F eidenke und A heis en de A bei e bewegung, in de es du ch- aus eine „inne pa eiliche Tole anz gegen Ki chenmi gliede " gab (die üb igens Ma x und Engels du chgese z haben, S. 67). Eine Ve p lich- ung zum A heismus gab es nu in de bolschewis ischen Kade pa ei; daß hie de A heismus „zu Eichung, Ve ga e ung, Disziplinie ung eine Kamp g uppe mi messianisch-absolu em Ziel" dien e (S. 81), dü e sich aus den besonde en Kamp bedingungen im za is ischen Rußland he lei en; ü die Ma xsche Theo ie is e i ele an . Nun häl es gewiß schwe , diese Theo ie om Ma xismus (gleich welche P ägung) zu un e scheiden, da sie in ihn ebenso eingegangen is , wie e sich au sie ausgewi k ha ; ih e Ka ego ien sind, wie in keine ande en Gesellscha s heo ie his o isch bes imm e und zugleich au die Geschich e bezogen. Die A bei an de Theo ie und mi de Theo ie kann dahe om Gang de Geschich e ebenso wenig absehen wie da on, daß sie diesen Gang zu ih em Teil, und sei's als Ma xismus, bein luß ha . Das e lang eilich, dem Ma xschen Tex und dami zugleich seine Me hode die T eue hal en, indem sie au die Gegen- wa und au die Theo ie selbe angewand wi d. De Rückg i au Ma x, mein alle dings Roh mose (V, S. 3), sei „dann nich meh so ohne wei e es möglich, wenn Ma x zu einem Klassike e hoben und dami doch in einem bes imm en Sinne on gewissen ma xis ischen Denke n als selbs his o isch gewo den e klä wi d". Sel same Ein- wand! Roh mose äh o : „man" (diese on ihm nich bei Namen genann en ma xis ischen Denke ) „will nich meh wie Ma x denken und a gumen ie en, sonde n so, wie Ma x un e den Bedingungen des 20. Jah hunde s gedach hä e ode hä e denken sollen, um als ge- nuin ma xis isch ane kann zu we den. Die Be u ung au die Reali ä des Kommunismus, die These, daß de Ma xismus in seine En al ung übe Engels, Lenin, S alin, bis in die Gegenwa hinein, sich imme meh on seinem Ausgangspunk en e n und sich in sein Gegen eil OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.6.716 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:30 720 Be i di e e wand und pe e ie habe, wi d nich angenommen, sonde n es wi d gean wo e , de wi kliche Ma xismus sei nich de wah e". Roh - mose ha zwa „wede den Wunsch, den Ma xismus zu bekämp en, noch ihn zu e eidigen", abe welchen Ma xismus mein e ? Denn „de Ma xismus als eine homogene Einhei ha sich gegenwä ig in eine Plu ali ä höchs mannig al ige und he e ogene Fo men seine poli ischen und p ak ischen Ve wi klichung au gelös " (S. 2). Mi einem Wo , Roh mose , de „nich den Ma xismus selbe , sonde n die K i ik, die e in seine Geschich e du ch sich selbs und auch on außen he , d. h. on nich ma xis ischen Posi ionen und Vo ausse zun- gen he , e ah en ha ", un e suchen will (S. 1), sieh sich in seine „K i ik diese K i ik" o schie unübe windlichen Schwie igkei en. E such sie dadu ch zu bewäl igen, daß e die Ma xsche Theo ie au eine Fo mel b ing . Die Fo mel lau e , daß „die (die idealis ische Phi- losophie) au hebend (sie) e wi klichende P axis bishe ige Geschich e dami gleichzei ig En emdung übe haup au heben und somi eine Vollendung de Geschich e, gemessen am Beg i bishe ige , p ak isch e möglichen" wolle (S. 4). „Gemäß dem Ma xschen Dic um, daß übe die Wah hei eine Theo ie du ch die gesellscha liche P axis en schie- den we de", müsse „auch mi dem Ma xismus selbe e ah en we den, nachdem diese au gehö ha , eine bloße Theo ie zu sein" (S.6). Was ma xis isch un e „gesellscha liche P axis" zu e s ehen wä e, ließe sich an Geo g Siebe s Re e a übe „sozial-ökonomische Möglichkei en" de Gegenwa und die „P obleme ih e Ve wi klichung" (V, S. 197 bis 226) exempli izie en, ob auch Siebe nich s on den „wah ha übe hol en dogma isch-ma xis ischen In e p e a ionen de Wi klich- kei " (S. 222) wissen will. Roh mose se z allzu nai „gesellscha liche P axis" mi de sowje ischen gleich, die eilich an ih eil ha . Sein In e esse gil de „philosophischen In e p e a ion des Ma xismus" (S. 6). Wie üblich gewo den, o ien ie e sich am jungen, am „philo- sophischen" Ma x und läß sich on dem Ums and nich s ö en, daß Ma x schon üh, in de „Deu schen Ideologie", nu meh i onisch on „En emdung" sp ich , „um den Philosophen e s ändlich zu blei- ben", und s a dessen alle Mühe au die nüch e ne Analyse des kapi- alis ischen Indus ialisie ungsp ozesses eine sei s, die O ganisa ion selbs bewuß e A bei e ande e sei s e wende . Die Ein ich ung de Zukun o weg zu beschwö en übe ließ e denen, die sich nich da- mi begnügen moch en, zu sagen, was is ; an de „in de Me aphysik bedach en Wah hei des Momen s de S ändigkei in allem Sein" (S. 7) wa ihm alle dings auch nich gelegen. Roh mose beginn seine „K i- ik de K i ik" mi Landg ebe , de zwa den Ansp uch des Ma xismus be on habe, die Philosophie zu e wi klichen, abe nich bedenke, daß es am Willen ehle, sie au zuheben (S. 7). Habe mas dagegen habe die OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.6.716 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:30 Be ich e 721 Ma xsche Theo ie zwa „ ich ig als Re ol u ionsleh e" in e p e ie , sie abe zugleich „um die Leh e om P ole a ia als dem Subjek e olu- ionä en Handelns" ampu ie ; das abe bedeu e „im bes en Falle die Wiede he s ellung de Posi ion de Linkshegeliane und nich die on Ma x" (S. 9). Roh mose sch eib zwa , daß „ge ade in de Gegenwa es nich übe lüssig zu sein (schein ), an das elemen a e ABC des Ma xismus zu e inne n" (S. 12), ode an ande e S elle (S. 19 .): „es muß mi eine gewissen Ha näckigkei de Ma xsche En wu eine e olu ionä en P axis mi dem Ziel, die Emanzipa ion zu ollenden, nachgezeichne we den, um sich seine inne en Kohä enz und a io- nalen Mo i a ion zu e gewisse n und um die Kons ella ion de P o- bleme um eißen zu können, mi denen sowohl implizi e wie explizi e Ma xismusk i ik kon on ie is ", abe diese „En wu " ge inn ihm zum Klischee, das ihn e wunde agen läß , wa um denn „das Su- chen nach dem u sp ünglichen und wah en Sinn des Ma xismus so- lange ak uell bleiben konn e, ja in unse en Tagen es e s wu de" (S. 21). Eine e s e An wo glaub e in Lukacs9 „Geschich e und Klas- senbewuß sein" zu inden, weil hie „das P ole a ia als Kollek i sub- jek wah e E kenn nis des Geschich sp ozesses ... mindes ens ebenso e schlichen (is ), wie das Lukacs den Hypos asie ungen de bü ge lichen Philosophie o wi " (S. 27). Üb igens mu e es g o esk an, daß die Ma xsche Theo ie „du ch den spä en Lukacs bei einem du ch Dil hey und Gehlen modi izie en Augus e Com e gelande " sein soll (S. 30). Ge ech e e häl sich de Au o gegenübe E ns Bloch , an dessen Dialek ik on geschich lich gleichzei ige Ungleichzei igkei (in „E b- scha diese Zei ") e anknüp , um schließlich zu agen, „was das alles noch mi Ma x zu un habe" (S. 36). E mein , daß „das bei Ma x noch o engebliebene P oblem eine de ini i en Bes immung des Ziels de Geschich e on Bloch au genommen", on diesem abe „das zum ände nden Subjek be u ene Subjek ... quali a i ande s gedeu e (we de) als on Ma x": „die Re olu ion i bei Bloch in den Diens de Ve wi klichung on Bes immungen, die übe den Zusammenhang de als Gesellscha gedach en Geschich e hinausweisen" und wunde sich deshalb, daß sich Bloch nich da um kümme e, „wie die En wick- lung des Kommunismus und sein Umschlagen in o ali ä e He scha ma xis isch beg i en we den kann" (S. 38), wie dies imme hin He - be Ma cuse e such habe (S. 38 .). Gegen Sa e o mulie Roh - mose — und hie s imme ich ihm öllig zu —, „daß jede Ve such, den Ma xismus on de An h opologie he zu beg ünden, zu k i isie- en ode ga ihn zu übe holen, hin e Ma x au Feue bach zu ück äll und alle on Ma x gegen Feue bach en wickel en A gumen e he aus- o de " (S. 48). Dennoch is die An h opologie, und zwa die philo- sophische, wie sie u. a. Gehlen e i , ü Roh mose „implizi e 46 Schmolle s Jah budi 89,6 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.6.716 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:30 722 Be ich e Ma xismusk i ik, weil sie den geschich lichen Zukun sho izon eine die En emdung übe windenden E üllung p eisgib " (S. 49). Weil hie de Gedenke eines Geschich szieles e lo en geh ", komme Geh- len zu „eine Sank ionie ung de S uk u en eine die anszenden ale Subjek i i ä e neinende(n) P axis" und sei d um „an de E hal ung on allem in e essie , was bloß is " (S. 49) — diese K i ik an Gehlen is zwa gang und gäbe, übe sieh abe ge lissen lich, daß dessen anii- idealis ische These, das Bewuß sein sei als Funk ion de Selbsi e hal- ung zu beg ei en und eine „Thema isie ung de eigenen Subjek i i- ä " sei „ins i u ionell s e il" (S. 57), du chaus Ma xschen Geis es is ; Gehlen kenn die Ma xschen Tex e seh gu , auch wenn e sie nich zi ie . Wäh end Sa es und Gehlens An h opologie de Ma xschen „Theo- ie de beg i enen Geschich e" „nich ge ech wu den, ha Koje e eben diesen Ve such gemach " (S. 58). Gewiß is Koje es Hegelin e - p e a ion eine ku ze Weile ü die Ma x ezep ion in de anzösischen Philosophie on Bedeu ung gewesen; sie ha das poli ische Momen de He scha als „eine nich zu übe sehende Bedingung des geschich - lichen P ozesses he o gehoben" (S. 62) — als ob diese Banali ä einem Ma xis en (in F ank eich ode ande wä s) nich sei je bekann gewesen und es e s Koje es „posi i e Au nahme Heidegge s in den Ve such eine E neue ung des ma xis ischen Denkens" (S. 64j bedu habe! Von Heidegge heiß es dann, daß e „mi eine di ina o ischen Siche hei an die o ene Wunde des Ma xismus üh — weil (in „Sein und Zei ") de Tod „an die S elle des Telos bei Ma x" ge e en sei (S. 65)! Roh mose sp ich on de „Faszina ion, die Heidegge au den Ma xismus auszuüben beginn " (S. 66); ich age mich, bei wem denn dies, on Sa e und Me leau-Pon y einmal abgesehen, de Fall sei; de Faszina ion e lieg e ielmeh selbe , dem „de Ma xismus nich s ande es (is ) als die dem Unwesen des echnischen Zei al e s en - sp echende und es ausd ückende Ges al dieses Willens (zu Bemäch- igung und Behe schung). E eib die Seins e gessenhei au ih e äuße s e Spi ze und is ge ade da in so geschickha no wendig, wie die Schickung des Seins, das sich in ihm zuschick " (S. 66). Heidegge s „ adikale K i ik" s elle eilich „k a ih es abs ak en Cha ak e s siche , daß sich aus ih keine p ak ischen Konsequenzen e geben" (S. 67); auch hie i Roh mose , de sich im wei e en noch mi C. Schmi , Hannah A end und H. Ma cuse („E os und Kul u ") aus- einande se z . Zum Schluß behaup e e , eine „Au lösung und Liqui- da ion au hen ische ma xis ische Theo ie" ollzogen zu haben (S. 77). Ebenso bes eh ü ihn „kein e ns ha e Zwei el da an, daß die heu- ige Si ua ion als geschich liche Konsequenz de gegen die Philosophie ge ich e en e olu ionä en Bewegungen beg i en we den muß" (S. 78) OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.6.716 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:30 Be ich e 723 — so simpel geh s in de Geschich e zu. Da „allen K ä en, Indi iduen, G uppen und Ideologien ih em ausd ücklichen Selbs e s ändnis nach und in ih e Auslegung de Gegenwa ein doppel es In e esse gemein- sam is : das an de Selbs e hal ung und das an de wie imme e - s andenen F eihei als eines Rech es au Selbs bes immung und Selbs - e wi klichung" (S. 79 .), mache „die o enba e Dispa a hei " diese G undpos ula e heu e „die Philosophie no wendig, ja zu eine une - läßlichen Bedingung on Zukun selbe " (S. 80). Dabei habe sie „nu die Wahl, sich zum T äge des e olu ionä en Gedankens zu machen, was heu e p oblema isch gewo den is , ode sich als T äge de Ve - nun des ch is lichen Glaubens in eine Wel zu beg ei en, in de das Schicksal de Ve nun unlösba mi eben diesem Glauben e knüp is " (S. 84), — eine Ansich , die zwa on manchen ge eil wi d, mi de es abe die gleiche Bewand nis ha wie mi de gleiche weise on ielen ge eil en Vo s ellung on dem „gegen alle geschich lichen Be- dingungen indi e en en echnisch-indus iellen P oduk ionsappa a " (S. 80). Von de Ma xschen Theo ie, die sich in de Vokabel En em- dung eben nich e schöp , ha de Liquida o nich ga so iel e - s anden. Kein Wunde , daß e „de gegenwä igen Theo ie des Ma x- ismus" (welche ?) düe Kan ische Philosophie anemp iehl , „weil de- en spezi ische Dualismus on Fo m und Inhal , on Sein und Sollen de geschich lichen Si ua ion" diese gegenwä igen Theo ie des Ma x- ismus en sp echen soll (S. 84). Doch is ihm bei diese Emp ehlung nich ganz wohl, s ell sich doch de Ve such Hegels , „die Re olu ion geschich lich zu beg ei en, ü die Gegenwa on neuem als P oblem" (S. 84). Ob dies mi philosophischen, ga heologischen Ka ego ien noch möglich, e schein einige maßen agwü dig, wenn de eligiöse Sozia- lismus bei Paul Tillich als Beispiel genommen wi d, übe den H.-D. Wendland (in de 4. Folge) be ich e , wobei üb igens auch Tillichs En wicklung nach 1933 be ücksich ig wi d. Z. A. Jo dan be ich e übe den ma xis ischen Re isionismus in Po- len, P ed ag V anicki en husias isch übe den „augenblicklichen S and de ideologischen Diskussion in Jugoslawien", F.-Ch . Sch oede übe „K ieg und Exis enz zwischen Moskau und Peking" (alles in de 5. Folge) und F.-Ch . Sch oede übe „das Eigen ums ech in de UdSSR" (in de 4. Folge de Ma xismuss udien). Heinz Maus, Ma bu g OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.6.716 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:30