Entwicklung am Ausbildungsmarkt Berlin-Brandenburg
Abstract
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Full text
Seibert, Holger Research Report Entwicklung am Ausbildungsmarkt Berlin-Brandenburg IAB-Regional. IAB Berlin-Brandenburg, No. 1/2024 Provided in Cooperation with: Institute for Employment Research (IAB) Suggested Citation: Seibert, Holger (2024) : Entwicklung am Ausbildungsmarkt Berlin-Brandenburg, IAB-Regional. IAB Berlin-Brandenburg, No. 1/2024, Institut für Arbeitsmarktund Berufsforschung (IAB), Nürnberg, https://doi.org/10.48720/IAB.REBB.2401 This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/294167 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. Sie dürfen die Dokumente nicht für öffentliche oder kommerzielle Zwecke vervielfältigen, öffentlich ausstellen, öffentlich zugänglich machen, vertreiben oder anderweitig nutzen. Sofern die Verfasser die Dokumente unter Open-Content-Lizenzen (insbesondere CC-Lizenzen) zur Verfügung gestellt haben sollten, gelten abweichend von diesen Nutzungsbedingungen die in der dort genannten Lizenz gewährten Nutzungsrechte. Terms of use: Documents in EconStor may be saved and copied for your personal and scholarly purposes. You are not to copy documents for public or commercial purposes, to exhibit the documents publicly, to make them publicly available on the internet, or to distribute or otherwise use the documents in public. If the documents have been made available under an Open Content Licence (especially Creative Commons Licences), you may exercise further usage rights as specified in the indicated licence. https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de
1|2024 IAB Berlin-Brandenburg Entwicklung am Ausbildungsmarkt Berlin-Brandenburg Holger Seibert IAB-REGIONAL Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz ISSN 2195-2655 ISSN 1861-1567
Entwicklung am Ausbildungsmarkt BerlinBrandenburg Holger Seibert (IAB Berlin-Brandenburg) IAB-Regional berichtet über die Forschungsergebnisse des Regionalen Forschungsnetzes des IAB. Schwerpunktmäßig werden die regionalen Unterschiede in Wirtschaft und Arbeitsmarkt – unter Beachtung lokaler Besonderheiten – untersucht. IAB-Regional erscheint in loser Folge in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit und wendet sich an Wissenschaft und Praxis.
IAB-Regional Berlin-Brandenburg 1|2024 3 Inhaltsverzeichnis Zusammenfassung ................................................................................................................... 4 1 Einleitung ........................................................................................................................... 5 2 Der Ausbildungsmarkt Berlin-Brandenburg im Überblick ................................................... 5 3 Zunehmender Mismatch zwischen Angebot und Nachfrage ................................................ 8 4 Mismatch zwischen den Berufswünschen der Bewerber:innen und den angebotenen Stellen ................................................................................................................................ 9 5 Bewerber:innen mit ausländischer Staatsangehörigkeit ................................................... 12 6 Verflechtung am Ausbildungsmarkt zwischen Berlin und Brandenburg ............................ 15 7 Fazit ................................................................................................................................. 17 Literatur ................................................................................................................................. 20 Anhang ................................................................................................................................... 21
IAB-Regional Berlin-Brandenburg 1|2024 4 Zusammenfassung Der Bericht untersucht die Entwicklung am Ausbildungsmarkt Berlin-Brandenburg im Zeitraum zwischen 2009 und 2023. In dieser Zeit hat sich die Lage für die Ausbildungssuchenden in beiden Ländern entspannt, ist trotzdem in Berlin angespannter als in Brandenburg. Im Beobachtungszeitraum nimmt zugleich der Mismatch zwischen Bewerber:innen und angebotenen Ausbildungsstellen immer stärker zu. Zudem befinden sich unter den Bewerber:innen immer mehr Jugendliche mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die bei der Lehrstellensuche häufiger erfolglos bleiben. Keywords Ausbildungsmarkt, Auszubildende, Bewerber, Mismatch, Stellen Danksagung Für die redaktionelle Unterstützung bei der Erstellung dieser Studie danke ich Jeanette Carstensen. Außerdem bedanke ich mich bei Uwe Harten, Oliver Ludewig und Andrea Stöckmann für hilfreiche Hinweise.
IAB-Regional Berlin-Brandenburg 1|2024 5 1 Einleitung Der vorliegende Bericht untersucht die Entwicklung am Ausbildungsmarkt Berlin-Brandenburg zwischen 2009 und 2023. In dieser Zeit hat sich der Lehrstellenmarkt aus Sicht der Bewerber:innen mit Ausnahme der Corona-Jahre sichtlich entspannt, während es für Ausbildungsbetriebe zunehmend schwieriger wird, geeignete Auszubildende zu finden. In Berlin wird gegenüber dem dualen Ausbildungssystem zudem die vollzeitschulische Berufsausbildung immer bedeutsamer. Hier werden vor allem die Gesundheitsund Pflegeberufe sowie die Sozialund Erziehungsberufe erlernt. Im Beobachtungszeitraum bewerben sich zugleich auch immer mehr ausländische Staatsangehörige für eine Ausbildung, was die Betriebe vor zusätzliche Herausforderungen stellen kann. Schließlich beleuchten wir die regionalen Verflechtungen auf dem Ausbildungsmarkt mit Hilfe von Auswertungen der Pendlerbewegungen. 2 Der Ausbildungsmarkt BerlinBrandenburg im Überblick Im Folgenden wird die Entwicklung der zentralen Indikatoren am Ausbildungsmarkt BerlinBrandenburg für den Zeitraum 2009 bis 2023 beleuchtet (Abbildung 1). Dies sind die Schulabgänger:innen, die Bewerber:innen1 und Stellen im dualen System der Berufsausbildung2, die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge sowie die Anfänger:innen in der schulischen Berufsausbildung. Bei letzteren handelt es sich vor allen um Berufsschüler:innen in der Pflege sowie im Sozialund Erziehungsbereich. Betrachtet man zunächst die Entwicklung der Schulabgänger:innen, zeigt sich, dass diese in Berlin mit Zahlen von durchschnittlich gut 30.000 pro Jahr relativ stabil verlaufen – sieht man vom Jahr 2012 ab, in dem die Zahlen durch den doppelten Abiturjahrgang aufgrund der Einführung des G8-Abiturs einmalig erhöht waren. In Brandenburg ist aufgrund des starken Geburtenrückgangs in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung und bei gleichzeitig geringer Zuwanderungen ein deutlicher Rückgang der Zahl der Schulabgänger:innen insbesondere von 2007 bis 2011 auf einen Tiefststand von ca. 16.500 zu verzeichnen. Anfang der 2000er Jahre waren 1 Gemeldete Bewerber:innen für Berufsausbildungsstellen sind bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldete Personen, die im Berichtsjahr die individuelle Vermittlung in eine betriebliche oder außerbetriebliche Berufsausbildungsstelle in anerkannten Ausbildungsberufen nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) wünschen und deren Eignung dafür geklärt ist bzw. deren Voraussetzungen dafür gegeben sind. Die Ausbildungsstellenvermittlung richtet ihre Aktivitäten darauf aus, bis zum 30. September möglichst für alle Bewerber:innen eine Einmündung in eine Ausbildungsstelle oder in eine Alternative zur Berufsausbildung zu erreichen. Auch danach werden die Vermittlungsbemühungen für unversorgte Bewerber:innen fortgesetzt (Bundesagentur für Arbeit 2024). 2 Bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldete Berufsausbildungsstellen sind alle mit einem Auftrag zur Vermittlung gemeldeten und im Berichtsjahr zu besetzenden betrieblichen und außerbetrieblichen Berufsausbildungsstellen für anerkannte Ausbildungsberufe nach dem BBiG. Hierzu zählen auch Ausbildungsplätze in Berufsbildungswerken und sonstigen Einrichtungen, die Ausbildungsmaßnahmen für Menschen mit Behinderungen durchführen, aber auch Ausbildungen im Rahmen eines dualen, ausbildungsintegrierenden Studiums oder einer Abiturientenausbildung, die den Abschluss einer Berufsausbildung nach dem BBiG beinhaltet. Für die Berufsausbildungsstellen muss ein Vermittlungsauftrag und für den ausbildenden Betrieb eine Ausbildungsberechtigung der zuständigen Stelle vorliegen (Bundesagentur für Arbeit 2024).
IAB-Regional Berlin-Brandenburg 1|2024 6 es noch knapp 38.000 pro Jahr. Auch in Brandenburg gab es 2012 einen doppelten Abiturjahrgang mit entsprechend höheren Abgangszahlen (vgl. Köller 2017). Bis 2022 haben sich die Schulabgänger:innenzahlen in Brandenburg aber gegenüber 2011 wieder sichtbar erhöht auf zuletzt gut 21.000. Auch in Berlin gab es zwischen 2007 und 2011 einen merklichen Rückgang der Schulabgänger:innenzahlen, der sich auf den Nachwendegeburtenknick in Ostdeutschland zurückführen lässt. Allerdings betraf dieser nur den ehemaligen Ostteil der Stadt und wurde zudem durch einen stärkeren Zuzug nach Berlin teilweise ausgeglichen. Ein Blick auf die Bewerber:innen für die duale Ausbildung, die sich bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet haben3, zeigt für Berlin einen relativ stabilen Verlauf im Beobachtungszeitraum (durchschnittlich ca. 21.000 pro Jahr) und damit zumindest in den letzten zehn Jahren auch einen relativ stabilen Abstand zur Zahl der Schulabgänger:innen. Damit haben sich gut zwei Drittel der Berliner Schulabgänger:innen als Bewerber:innen für eine duale Ausbildung registriert. Dies ist ein vergleichsweise hoher Wert. In Westdeutschland beträgt dieser Anteil nur die Hälfte, in Ostdeutschland drei Fünftel. In Brandenburg war die Zahl der Schulabgänger:innen nach dem Einbruch bis 2011 seit 2013 wieder gestiegen. Die Zahl der Bewerber:innen ist bis 2018 aber deutlich langsamer gestiegen als die der Schulabgänger:innen und seit dem sichtbar gesunken. Entsprach der Anteil der Bewerber:innen bezogen auf die Schulabgänger:innen 2013 in Brandenburg noch 80 Prozent, waren es 2022 bereits knapp unter 60 Prozent. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist in den letzten zehn Jahren jedoch, mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020, relativ stabil geblieben und zuletzt im Jahr 2023 sogar sichtbar gestiegen (+522). Zuvor waren die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge bis 2013 rückläufig, was aber im Wesentlichen auf den demografisch bedingten Rückgang der Schulabgänger:innen zurückzuführen ist (Fuchs/Kropp/Matthes 2020; Seibert/Wesling 2012). In Berlin ist hingegen die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge seit 2009 kontinuierlich rückläufig, von seinerzeit ca. 19.500 auf ca. 13.700 im Corona-Jahr 2020. Zwar haben sich die Zahlen nach der Pandemie wieder etwas erholt, liegen aber mit gut 14.600 neu abgeschlossenen Verträgen auch 2023 noch deutlich unter dem Niveau von 2019. Auch wenn die Vertragszahlen seit 2009 in Berlin rückläufig sind und in Brandenburg seit 2014 relativ stabil verlaufen, ist das Ausbildungsangebot von Seiten der Betriebe im Beobachtungszeitraum deutlich angestiegen. Im Pandemieverlauf gab es zwar in Brandenburg einen leichten und in Berlin einen größeren Einbruch der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Ausbildungsstellen. Mit der anschließenden Erholung steigt aber auch die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen in beiden Ländern wieder sichtbar an. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Ausbildungsstellen die Lage am Arbeitsmarkt nicht vollständig abbilden, da die Betriebe nicht verpflichtet sind ihre Stellen zu melden und ohnehin nur Stellen für die duale, nicht aber die schulische Ausbildung erfasst werden. Es ist aber zu vermuten, dass die Meldequote der Ausbildungsbetriebe über die Zeit zugenommen hat, da immer mehr Betriebe zunehmende Schwierigkeiten haben, geeignete 3 Der Einschaltungsgrad bei gemeldeten Bewerber:innen und Ausbildungsstellen wird – gemessen an Gesamtangebot und Gesamtnachfrage – als sehr hoch eingeschätzt. Ein nicht bezifferbarer Teil der Inanspruchnahme durch Betriebe und Jugendliche – insbesondere der freiwilligen Inanspruchnahme nach dem SGB III – richtet sich nach den jeweiligen Verhältnissen auf dem Ausbildungsmarkt. Bei wachsendem Nachfrageüberhang nutzen Ausbildungsbetriebe die Ausbildungsvermittlung seltener und später, die Jugendlichen jedoch häufiger und früher. Bei einem Angebotsüberhang verhält es sich umgekehrt. Daher sind direkte Rückschlüsse auf die absoluten Zahlen von Gesamtangebot und Gesamtnachfrage nicht möglich (Bundesagentur für Arbeit 2024).
IAB-Regional Berlin-Brandenburg 1|2024 7 Bewerber:innen zu finden und sich daher inzwischen häufiger an die Bundesagentur für Arbeit wenden. Vergleicht man die Zahl der angebotenen Stellen mit der der Bewerber:innen, so hat sich das Verhältnis in beiden Bundesländern zu Gunsten der Bewerber:innen verschoben. Während in Berlin aber immer noch ein spürbarer Bewerber:innenüberhang besteht (auf 100 Stellen kommen 134 Bewerber:innen), herrscht in Brandenburg ein Stellenüberhang (auf 100 Stellen kommen 83 Bewerber:innen). In der Vergangenheit war der Ausbildungsmarkt in beiden Ländern deutlich angespannter. So betrug die Bewerber-Stellen-Relation 2009 in Berlin 198 und in Brandenburg 170. Auch für die Bewerber:innen gilt, dass eine Meldung bei der Bundesagentur für Arbeit und die damit verbundene Inanspruchnahme der Vermittlungsdienstleistung freiwillig ist. In einer zunehmend entspannten Situation für Jugendliche auf Ausbildungsplatzsuche, wäre hier zu erwarten, dass die Zahl der Bewerber:innen in Brandenburg auch deshalb rückläufig ist, weil die Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit immer häufiger gar nicht erforderlich ist. Neben der dualen Ausbildung spielt für die Schulabgänger:innen aber auch die schulische Berufsausbildung eine wichtige Rolle für den Erwerb beruflicher Bildungsabschlüsse. Hier werden vor allem Gesundheits-, Erziehungsund Sozialberufe erlernt. Dabei hat die schulische Berufsausbildung in Berlin im Zeitverlauf ein zunehmend größeres Gewicht. Inzwischen ist die Zahl der Anfänger:innen in der schulischen Ausbildung in Berlin etwa so hoch wie die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im dualen System – jeweils über 14.000. In Brandenburg sind es 2022 gut 10.000 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge im dualen System und knapp 6.000 Anfänger:innen in der schulischen Ausbildung. Abbildung 1: Zentrale Indikatoren am Ausbildungsmarkt in Berlin und Brandenburg, 2009 bis 2022/2023 Schulabgänger:innen jeweils zum Schuljahresende; Anfänger:innen jeweils zum Beginn des Berufsschuljahres; Stellen, Bewerber:innen und neu abgeschlossene Ausbildungsverträge jeweils zum 30. September Quelle: Ausbildungsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit; Bundesinstitut für Berufsbildung; Statistisches Bundesamt; Statistisches Landesamt Berlin-Brandenburg. © IAB 0 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 30.000 35.000 Schulabgänger:innen Stellen duale Ausbildung Bewerber:innen duale Ausbildung Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge Anfänger:innen in der schulischen Berufsausbildung 0 2.500 5.000 7.500 10.000 12.500 15.000 17.500 20.000 22.500 25.000 27.500 30.000 32.500 35.000 37.500 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 Berlin 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 16.000 18.000 20.000 22.000 24.000 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 Brandenburg
IAB-Regional Berlin-Brandenburg 1|2024 8 3 Zunehmender Mismatch zwischen Angebot und Nachfrage Mit der zunehmenden Entspannung am Ausbildungsstellenmarkt geht zugleich ein wachsender Mismatch zwischen Angebot und Nachfrage einher, also eine Situation, in der Bewerber und Ausbildungsbetriebe nicht zusammenfinden. Ein solcher Trend ist auch bundesweit zu beobachten (Fitzenberger et. al. 2022; Fitzenberger/Heusler/Wicht 2023, Leber/Roth/Schwengler 2023). In den Ausbildungsmarktzahlen zeigt sich dies an der Entwicklung der unversorgten Bewerber:innen und der unbesetzten Stellen (Abbildung 2). Beide Kennziffern haben sich zwischen 2009 und 2023 merklich erhöht. Betrug die Zahl der unversorgten Bewerber:innen in Berlin 2009 noch gut 1.500, waren es 2023 ca. 3.700. In Brandenburg ging die Zahl der unversorgten Bewerber:innen demografisch bedingt bis 2011 zunächst auf gut 700 zurück, stieg dann aber auf knapp über 1.500 im Corona-Jahr 2020, um anschließend wieder zu sinken. Im Jahr 2023 waren es in Brandenburg gut 1.300 unvermittelte Bewerber:innen, obwohl die Zahl der gemeldeten Stellen seit 2020 deutlich angestiegen ist. Was die Zahl der unbesetzten Stellen betrifft, so lag diese in Berlin 2009 bei unter 300. Im Jahr 2023 waren es gut 1.300, nach einem zwischenzeitlichen Höchstwert von etwa 1.700 im Jahr 2018. In Brandenburg fand ein kontinuierlicher Anstieg der unbesetzten Stellen von gut 500 im Jahr 2009 auf über 2.600 im Jahr 2023 statt. Ausbildungsinteressierte und -betriebe finden also im Zeitverlauf immer häufiger nicht mehr zusammen. Dabei liegt das Mismatchproblem in Berlin stärker auf der Seite der Bewerber:innen, die keinen Ausbildungsvertrag erhalten, in Brandenburg stärker auf Seiten der Ausbildungsbetriebe, die keine geeigneten Bewerber:innen finden. So beträgt der Anteil der unversorgten an allen Bewerber:innen in Berlin 17,5 Prozent und fällt damit sichtbar höher aus als in Brandenburg mit 10,7 Prozent. Der Anteil der unbesetzten Stellen an allen Stellen beträgt hingegen in Berlin 8,4 und in Brandenburg 17,7 Prozent. Dass Bewerber:innen und Stellen nicht zusammenfinden, kann vielfältige Gründe haben, die sowohl in der Eignung und Motivation der Bewerber:innen für die entsprechenden Stellen liegen können, als auch in der Attraktivität der angebotenen Ausbildungsplätze in Bezug auf Entlohnung, Arbeitsbedingungen und Erreichbarkeit der Arbeitsstätten. In Brandenburg spielt zudem die Entfernung zur jeweiligen Berufsschule eine entscheidende Rolle. Da der theoretische Unterricht für bestimmte Berufe nur an bestimmten Berufsschulen innerhalb Brandenburgs angeboten wird, müssen die Auszubildenden zum Teil hohe Distanzen zurücklegen, wenn zum Beispiel eine Ausbildung bei einem Betrieb im Landkreis Spree-Neiße absolviert wird, der entsprechende Berufsschulunterricht aber in Neuruppin stattfindet. Das Land Brandenburg versucht hier die Mobilität der Auszubildenden mit dem Brandenburger Azubiticket und der Bereitstellung von Übernachtungsplätzen in Ausbildungswohnheimen zu unterstützen.
IAB-Regional Berlin-Brandenburg 1|2024 15 Abbildung 8: Schulabschlüsse von Bewerber:innen nach Staatsangehörigkeit, Berlin und Brandenburg 30. September 2023 HKL8 = 8 Asyl-Herkunftsländer (Eritrea, Nigeria, Somalia, Afghanistan, Irak, Iran, Pakistan und Syrien); UA = Ukraine. Quelle: Ausbildungsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit. © IAB 6 Verflechtung am Ausbildungsmarkt zwischen Berlin und Brandenburg Abschließend soll ein Blick auf die regionalen Verflechtungen am Ausbildungsmarkt BerlinBrandenburg geworfen werden. Hierzu werden Pendleranalysen von Auszubildenden vorgenommen, die in der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit als sozialversicherungspflichtige Auszubildende registriert sind. Diese Pendlerverflechtungen vermitteln einen Eindruck welche regionalen Ausgleichsprozesse am Ausbildungsmarkt stattfinden. Abbildung 9 zeigt die regionale Mobilität von Auszubildenden über die Landesgrenze Berlins hinweg. Zunächst gibt es aber fast 40.000 Auszubildende, die sowohl in Berlin wohnen als auch bei einem Berliner Ausbildungsbetrieb ihre Lehre absolvieren. Sie sind nur innerhalb Berlins mobil, nicht aber über die Landesgrenze hinweg. Knapp 4.000 Auszubildende mit Berliner Wohnort, gehen ihrer Ausbildung jedoch außerhalb Berlins nach und zählen damit als Auspendler:innen. Dies entspricht einer Auspendlerquote von 9 Prozent. Hauptzielorte dieser auspendelnden Auszubildenden sind die Berliner Umlandkreise Dahme-Spreewald, MärkischOderland, Teltow-Fläming, Oberhavel sowie die Stadt Potsdam. Auf der anderen Seite wohnen knapp 10.600 Auszubildende, die bei Berliner Betrieben beschäftigt sind, außerhalb von Berlin und zählen dementsprechend als Einpendler:innen. Dies entspricht einer Einpendler:innenquote von 21 Prozent. Die Hauptherkunftsregionen sind ebenfalls Berliner Umlandkreise. Berlin verzeichnet damit im Ausbildungsgeschehen einen deutlichen Einpendler:innenüberschuss (gegenüber den Auspendler:innen), wobei die Einpendler überwiegend aus Brandenburg 0,9 0,5 1,2 2,9 3,5 2,6 26,4 43,1 37,7 30,2 37,0 38,3 46,4 37,5 40,1 42,8 33,8 34,7 26,3 18,9 21,0 24,2 25,7 24,4 Deutsche Fluchtländer (HKL8+UA) übriges Ausland Deutsche Fluchtländer (HKL8+UA) übriges Ausland BerlinBrandenburg Ohne Schulabschluss Berufsbildungsreife Mittlerer Schulabschluss (Fach-)Abitur
IAB-Regional Berlin-Brandenburg 1|2024 16 stammen. Damit übernimmt Berlin für das Land Brandenburg eine Mitversorgung an Ausbildungsplätzen. Abbildung 9: Regionale Mobilität von Auszubildenden über die Landesgrenze Berlins hinweg sowie die fünf häufigsten Zielund Herkunftskreise der Ausbzw. Einpendler:innen Sozialversicherungspflichtige Ausbildungsverhältnisse am 31. Dezember 2022 Quelle: Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit. © IAB Abbildung 10 zeigt die regionale Mobilität von Auszubildenden über die Landesgrenze Brandenburgs hinweg sowie die fünf häufigsten Zielund Herkunftskreise der Ausbzw. Einpendler:innen. In Brandenburg gibt es gut 29.000 Auszubildende mit Wohnund Arbeitsort in Brandenburg. Im Gegensatz zu Berlin überwiegen die Auspendler:innen aus Brandenburg die Einpendler:innen ins Bundesland sehr deutlich mit gut 9.700 gegenüber knapp 4.400. Das entspricht einer Auspendler:innenquote von 25 und einer Einpendler:innenquote von 13 Prozent. Hauptherkunftsund -zielort ist ganz eindeutig Berlin. So gehen von den gut 9.700 auspendelnden Auszubildenden knapp 7.900 ihrer Ausbildung in Berlin nach. Nur vergleichsweise wenige pendeln in die anderen angrenzenden Bundesländer aus. Auch die Mehrheit der einpendelnden Auszubildenden kommt mit knapp 2.700 aus Berlin, vergleichsweise wenige wiederum aus benachbarten Kreisen der angrenzenden Bundesländer. Damit findet ein Großteil der Brandenburger Jugendlichen außerhalb des Bundeslandes einen Ausbildungsplatz, während das Land zumindest numerisch betrachtet weniger Anziehungskraft auf Jugendliche anderer Bundesländer ausübt. Zu berücksichtigen ist hierbei jedoch, dass ein Großteil der regionalen Mobilität von Auszubildenden in einen Nachbarkreis führt. Im Jahr 2018 betrugen die Entfernungen von Jugendlichen, die außerhalb ihrer Wohnortgemeinde eine Ausbildung absolvierten, in Ostdeutschland ca. 51 Kilometer4, in Westdeutschland sogar nur ca. 33 Kilometer (Jost/Seibert/Wiethölter 2019). Im Flächenland Brandenburg mit seinen großen Landkreisen, 4 Straßenkilometer der kürzesten Route vom gemeldeten Wohnort zum Ausbildungsbetrieb (zwischen den geografischen Gemeindemittelpunkten). Nur mobile Auszubildende, deren Ausbildungsbetrieb außerhalb der Wohnortgemeinde liegt. 3.923 39.656 10.589 Auspendler:innen aus Berlin Arbeitsund Wohnort Berlin Einpendler:innen nach Berlin 455 363 300 281 258 1.325 1.026 864 818 812 Dahme-Spreewald Potsdam, Stadt Märkisch-Oderland Teltow-Fläming Oberhavel Oberhavel Barnim Havelland Märkisch-Oderland Dahme-Spreewald Auspendler:innen aus Berlin nach… Einpendler:innen nach Berlin aus…
IAB-Regional Berlin-Brandenburg 1|2024 17 werden häufig sogar große Distanzen zurückgelegt, ohne dabei überhaupt den Landkreis zu verlassen. Insgesamt weisen die Auszubildenden damit ähnliche Mobilitätsmuster auf wie die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten insgesamt (vgl. Seibert/Wiethölter/Carstensen 2019). Abbildung 10: Regionale Mobilität von Auszubildenden über die Landesgrenze Brandenburgs hinweg sowie die fünf häufigsten Zielund Herkunftskreise der Ausbzw. Einpendler:innen Sozialversicherungspflichtige Ausbildungsverhältnisse am 31. Dezember 2022 Quelle: Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit. 7 Fazit In diesem Beitrag ging es um die Entwicklung am Ausbildungsstellenmarkt in BerlinBrandenburg zwischen 2009 und 2023. Diese Zeit war zunächst geprägt durch den demografisch bedingten Einbruch der Schulabgängerzahlen in Ostdeutschland, später durch Massenzuwanderung aus den Fluchtländern Asiens und Afrikas, insbesondere in den Jahren 2015 und 2016, zuletzt durch die Corona-Krise (Hamann et. al 2021) und den Ukrainekrieg mit ihren vielfältigen ökonomischen und sozialen Folgen. Obwohl die Region Berlin-Brandenburg als ein gemeinsamer Ausbildungsund Arbeitsmarkt zu verstehen ist, verläuft die Entwicklung in Berlin und Brandenburg doch recht unterschiedlich. So ist die Zahl der Schulabgänger:innen in Berlin mit Ausnahme des doppelten Abiturjahrgangs im Jahre 2012 relativ unverändert. In Brandenburg ist die Tendenz nach dem Einbruch bis 2011 und der anschließenden Erholung in den letzten Jahren leicht steigend. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge weist in Berlin eine rückläufige Tendenz auf, in Brandenburg ist sie hingegen seit 2013 relativ stabil. Zuletzt steigt sie sogar noch einmal merklich. Insbesondere für Berlin nimmt die vollzeitschulische Berufsausbildung einen immer höheren Stellenwert ein. Bereits seit 2020 gibt es etwa gleich viele Anfänger:innen in der schulischen wie in der dualen Ausbildung. In Brandenburg hat die schulische Ausbildung zwar 9.725 29.124 4.354 Auspendler:innen aus Brandenburg Arbeitsund Wohnort Brandenburg Einpendler:innen nach Brandenburg 7.888 127 127 102 100 2.676 189 142 104 101 Berlin, Stadt Meißen Dresden, Stadt Bautzen Mecklenburgische Seenplatte Berlin, Stadt Bautzen Görlitz Stendal Vorpommern-Greifswald Auspendler:innen aus Brandenburg nach… Einpendler:innen nach Brandenburg aus…
IAB-Regional Berlin-Brandenburg 1|2024 18 auch etwas zugelegt, allerdings gibt es hier deutlich mehr Anfängerinnen in der dualen als in der vollzeitschulischen Berufsausbildung. Über die Jahre lässt sich aus Sicht der Jugendlichen in beiden Bundesländern eine deutliche Entspannung am Ausbildungsmarkt ausmachen. Es werden immer mehr Ausbildungsstellen gemeldet, während die Zahl der Bewerber:innen in Berlin relativ stabil verläuft und in Brandenburg sinkt. Damit lässt sich aber auch ein zunehmender Mismatch am Ausbildungsmarkt ausmachen. Immer häufiger finden Betriebe und Ausbildungssuchende nicht zusammen und es steigt sowohl die Zahl der unbesetzten Stellen als auch die der unversorgten Bewerber:innen. Dabei muss auch berücksichtigt werden, dass Jugendliche und Betriebe häufig nicht die gleichen Berufe suchen bzw. anbieten. So gibt es in zahlreichen Berufen mehr Bewerber:innen als Stellen oder mehr Stellen als Bewerber:innen. Dieser berufliche Mismatch lässt sich durch regionale Mobilität nur bedingt ausgleichen. Hier ist eine stärkere Anpassung der Berufswünsche gefragt, wobei diese Anpassungsleistung nicht allein von den Bewerber:innen ausgehen muss. Auch für Betriebe könnte es eine Strategie sein, die dringend benötigten Fachkräfte von morgen, wo dies möglich ist, in verwandten oder auch anderen Berufen mit höherer Nachfrage auszubilden und sie auf diese Weise ans Unternehmen zu binden. Aber auch die Berufsberater:innen der Bundesagentur für Arbeit sollten über die berufsspezifische Angebotsund Nachfragestruktur auf dem regionalen Ausbildungsmarkt Bescheid wissen, um so einen möglichst guten Ausgleich herstellen zu können. Die Bewerber:innen um Ausbildungsplätze in Berlin und Brandenburg sind daneben in der Vergangenheit auch ethnisch zunehmend diverser geworden. Während die Zahl der Bewerber:innen mit deutscher Staatsangehörigkeit in beiden Ländern kontinuierlich abnimmt, steigt die Zahl derer mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Seit 2016 hat die Zahl der Bewerber:innen mit einer Staatsangehörigkeit aus einem der Hauptasylherkunftsländer der Jahre 2015/16 deutlich zugelegt. In Brandenburg liegt ihre Zahl mittlerweile sogar über der Zahl der übrigen ausländischen Bewerber:innen. Allerdings kommt in Brandenburg nur jede:r zehnte Bewerber:in aus dem Ausland, in Berlin hingegen jede:r vierte. Die ausländischen Bewerber:innen haben aber gegenüber den deutschen geringere Einmündungschancen in die Ausbildung. Dies dürfte vielfach auf geringere Sprachkenntnisse und niedrigere Schulabschlüsse zurückzuführen sein, ggf. aber auch auf Vorbehalte der Ausbildungsbetriebe gegenüber diesen Jugendlichen aufgrund der Antizipation von Problemen im Arbeitsalltag sowie in der Berufsschule (Imdorf 2015). Schließlich wurden die Pendlerverflechtungen auf dem Ausbildungsmarkt Berlin-Brandenburg analysiert. Dabei zeigt sich ein hohes Maß an regionaler Mobilität der Auszubildenden zwischen Berlin und Brandenburg, wobei Berlin einen deutlichen Einpendler:innenüberschuss verzeichnet, Brandenburg hingegen einen Auspendler:innenüberschuss. Der Umstand, dass ein Viertel der Auszubildenden mit Brandenburger Wohnort das Bundesland für die Ausbildung verlässt und dafür viel weniger auswärtige Jugendliche nach Brandenburg einpendeln, dürfte mit dazu beitragen, dass gerade Brandenburger Ausbildungsbetriebe Probleme haben, ihre Lehrstellen zu besetzen. Hier sind einerseits die Betriebe gefragt, ihre Ausbildungsplätze attraktiver zu gestalten und besser zu vermarkten. Andererseits muss aber auch die Bildungspolitik für attraktive und vor allem gut erreichbare Berufsschulstandorte sorgen. Vielfach müssen Jugendliche quer durchs Land zu ihrer zuständigen Berufsschule fahren. Auch fehlt es an diesen Standorten an
IAB-Regional Berlin-Brandenburg 1|2024 19 Wohnheimplätzen. Online-Kursangebote gibt es seit dem Ende der Pandemie nur noch vereinzelt. Vielfach ist unter diesen Bedingungen eine Ausbildung in Berlin attraktiver, wo Ausbildungsbetrieb und Berufsschule in der gleichen Stadt sind.
IAB-Regional Berlin-Brandenburg 1|2024 20 Literatur Bundesagentur für Arbeit (2024): Methodische Hinweise zum Ausbildungsmarkt. URL: https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Navigation/Grundlagen/MethodikQualitaet/Methodische-Hinweise/BB-Meth-Hinweise/BB-Meth-Hinweise-Nav.html, abgerufen am 17.01.2024. Fitzenberger, Bernd; Heusler, Anna; Houstecká, Anna; Wicht, Leonie (2022): Stellenangebot, Bewerbungen und neue Ausbildungsverträge: Passungsprobleme am Ausbildungsmarkt nehmen in der Corona-Krise weiter zu. IAB-Kurzbericht, Nr. 19, Nürnberg. URL: https://doku.iab.de/kurzber/2022/kb2022-19.pdf, abgerufen am 19.12.2023. Fitzenberger, Bernd; Heusler, Anna; Wicht, Leonie (2023): Die Vermessung der Probleme am Ausbildungsmarkt: Ein differenzierter Blick auf die Datenlage tut not. In: IAB-Forum, 21.06.2023, Nürnberg. URL: https://www.iab-forum.de/die-vermessung-der-probleme-amausbildungsmarkt-ein-differenzierter-blick-auf-die-datenlage-tut-not/, abgerufen am 19.12.2023. Leber, Ute; Roth, Duncan; Schwengler, Barbara (2023): Die betriebliche Ausbildung vor und während der Corona-Krise: Besetzungsprobleme nehmen zu, Anteil der Betriebe mit Ausbildungsberechtigung sinkt. IAB-Kurzbericht, Nr. 3, Nürnberg. URL: https://doku.iab.de/kurzber/2023/kb2023-03.pdf, abgerufen am 19.12.2023. Fuchs, Johann; Kropp, Per; Matthes, Britta (2020): Die fehlende Generation: Ostdeutschland steht vor einer massiven demografischen Herausforderung. In: IAB-Forum, 22. April 2020. URL: https://www.iab-forum.de/die-fehlende-generation-ostdeutschland-steht-vor-einermassiven-demografischen-herausforderung/, abgerufen am 18.12.2023. Hamann, Silke; Kropp, Per; Niebuhr, Annekatrin; Roth, Duncan; Sieglen, Georg (2021): Die regionalen Arbeitsmarkteffekte der Covid-19-Pandemie: Nicht nur eine Frage der Wirtschaftsstruktur. IAB-Kurzbericht, Nr. 14, Nürnberg. URL: https://doku.iab.de/kurzber/2021/kb2021-14.pdf, abgerufen am 19.12.2023. Imdorf, Christian (2015): Ausländerdiskriminierung bei der betrieblichen Ausbildungsplatzvergabe: Ein konventionensoziologisches Erklärungsmodell. In: Scherr, Albert (Hg.): Diskriminierung migrantischer Jugendlicher in der beruflichen Bildung. Stand der Forschung, Kontroversen, Forschungsbedarf. Weinheim: Beltz, S. 34–53. Jost, Oskar; Seibert, Holger; Wiethölter, Doris (2019): Regionale Mobilität von Lehrlingen: Auszubildende in MINT-Berufen pendeln besonders häufig. IAB-Kurzbericht, Nr. 2, Nürnberg. URL: https://doku.iab.de/kurzber/2019/kb0219.pdf, abgerufen am 19.12.2023. Köller, Olaf (2017): Verkürzung der Gymnasialzeit in Deutschland. Folgen der G8-Reform in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland. Expertise im Auftrag der Stiftung Mercator, Essen. https://www.stiftung-mercator.de/content/uploads/2020/12/Verkuerzung_der_ Gymnasialzeit_in_Deutschland_Stiftung_Mercator.pdf, abgerufen am 12.02.2024. Seibert, Holger; Wesling, Mirko (2012): Demografische Veränderungen in Ostdeutschland: Jugendliche finden immer öfter eine Lehrstelle vor Ort. IAB-Kurzbericht, Nr. 16, Nürnberg. URL: https://doku.iab.de/kurzber/2012/kb1612.pdf, abgerufen am 19.12.2023.
IAB-Regional Berlin-Brandenburg 1|2024 21 Seibert, Holger; Wiethölter, Doris; Carstensen, Jeanette (2019): Pendlerbericht 2017. IABRegional. IAB Berlin-Brandenburg, Nr. 01, Nürnberg. URL: https://doku.iab.de/regional/BB/ 2019/regional_bb_0119.pdf, abgerufen am 19.12.2023. Anhang Abbildung A 1: Bewerber:innen und betriebliche Stellen am Ausbildungsmarkt in den zehn Berufsgruppen mit den höchsten Bewerber:innenbzw. Stellenüberhängen, Berlin-Brandenburg, 2023 Jeweils am 30. September Nur Berufsgruppen mit mindestens 200 Bewerber:innen oder 200 Stellen. Sortiert nach Höhe des jeweiligen Überhangs. Quelle: Ausbildungsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit. 2.436 2.560 1.233 1.021 981 625 1.885 519 666 468 427 326 493 220 988 1.353 49 417 3.741 437 1.035 1.410 271 185 264 191 1.474 122 276 133 686 616 823 563 1.341 1.706 473 852 4.486 1.367 Fahrzeugtechn. Berufe (252) Arztund Praxishilfe (811) Körperpflege (823) Softwareentwicklung und Programmierung (434) Holzbeund -verarbeitung (223) Immobilienwirtschaft,Facility-Management (613) Büro und Sekretariat (714) Verkauf Bekleid.,Elektro,KFZ,Hartwaren (622) Obj.-,Pers.-,Brandschutz,Arbeitssicherh. (531) Veranstaltungs-, Kamera-, Tontechnik (945) … Hochbau (321) Gastronomie (633) Mechatronik und Automatisierungstechnik (261) Tiefbau (322) Energietechnik (262) Verwaltung (732) Verkauf von Lebensmitteln (623) Maschinenbauund Betriebstechnik (251) Verkauf (ohne Produktspezialisierung) (621) Handel (612) Bewerber:innenüberhangStellenüberhang Bewerber:innen betriebliche Stellen
IAB-Regional Berlin-Brandenburg 1|2024 22 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Zentrale Indikatoren am Ausbildungsmarkt in Berlin und Brandenburg, 2009 bis 2022/2023 ........................................................................................................................ 7 Abbildung 2: Unversorgte Bewerber:innen und unbesetzte Stellen am Ausbildungsmarkt, Berlin und Brandenburg, 2009 bis 2023 .......................................................................... 9 Abbildung 3: Bewerber:innen und betriebliche Stellen am Ausbildungsmarkt in den zehn Berufsgruppen mit den höchsten Bewerber:innenbzw. Stellenüberhängen, Berlin .............................................................................................................................. 10 Abbildung 4: Bewerber:innen und betriebliche Stellen am Ausbildungsmarkt in den zehn Berufsgruppen mit den höchsten Bewerber:innenbzw. Stellenüberhängen, Brandenburg .................................................................................................................. 11 Abbildung 5: Bewerber:innen am Ausbildungsmarkt nach Staatsangehörigkeit, Berlin und Brandenburg, 2009 bis 2023 .......................................................................................... 12 Abbildung 6: Anteil der unversorgten an jeweils allen Bewerber:innen nach Staatsangehörigkeit, Berlin und Brandenburg, 2009 bis 2023 .................................... 13 Abbildung 7: Anteil ausländischer Bewerber:innen nach Berufsgruppen, Berlin und Brandenburg .................................................................................................................. 14 Abbildung 8: Schulabschlüsse von Bewerber:innen nach Staatsangehörigkeit, Berlin und Brandenburg .................................................................................................................. 15 Abbildung 9: Regionale Mobilität von Auszubildenden über die Landesgrenze Berlins hinweg sowie die fünf häufigsten Zielund Herkunftskreise der Ausbzw. Einpendler:innen ........................................................................................................... 16 Abbildung 10: Regionale Mobilität von Auszubildenden über die Landesgrenze Brandenburgs hinweg sowie die fünf häufigsten Zielund Herkunftskreise der Ausbzw. Einpendler:innen ........................................................................................................... 17 Anhang Abbildung A 1: Bewerber:innen und betriebliche Stellen am Ausbildungsmarkt in den zehn Berufsgruppen mit den höchsten Bewerber:innenbzw. Stellenüberhängen, Berlin-Brandenburg, 2023 ............................................................................................. 21
IAB-Regional Berlin-Brandenburg 1|2024 23 In der Reihe IAB-Regional Berlin-Brandenburg zuletzt erschienen Nummer Autoren Titel 1/2023 Britta Lüdeke, Holger Seibert, Doris Wiethölter Beschäftigungsdynamik, Branchenwechsel und Fachkräftebedarf im Gastgewerbe in Berlin und Brandenburg 2/2022 Britta Lüdeke, Holger Seibert, Doris Wiethölter Beschäftigungsverläufe und Branchenwechsel im Gastgewerbe vor und in der Corona-Krise in Berlin 1/2022 Jeanette Carstensen, Maximilian Thalheim, Doris Wiethölter Die Gesundheitswirtschaft in Berlin und Brandenburg: Eine Betrachtung des Arbeitsmarktes 3/2021 Oskar Jost, Holger Seibert Potenzielle Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg 2/2021 Oskar Jost, Holger Seibert, Doris Wiethölter, Jeanette Carstensen Arbeitsmarkt in Berlin-Brandenburg: Coronabedingter Beschäftigungseinbruch nach langjährigem Wachstum Eine vollständige Liste aller Veröffentlichungen der Reihe „IAB-Regional Berlin-Brandenburg“ finden Sie unter: https://iab.de/publikationen/iab-publikationsreihen/iab-regional/iab-regional-berlinbrandenburg/ Eine vollständige Liste aller Veröffentlichungen der Reihe „IAB-Regional“ finden Sie unter: https://iab.de/publikationen/iab-publikationsreihen/iab-regional/
Impressum IAB-Regional 🞄 IAB Berlin-Brandenburg 1|2024 Veröffentlichungsdatum 13. März 2024 Herausgeber Institut für Arbeitsmarktund Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit Regensburger Straße 104 90478 Nürnberg Nutzungsrechte Diese Publikation ist unter folgender Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht: Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de Bezugsmöglichkeit https://doku.iab.de/regional/BB/2024/regional_bb_0124.pdf Website https://iab.de/ ISSN 1861-1567 DOI https://doi.org/10.48720/IAB.REBB.2401 Rückfragen zum Inhalt Holger Seibert Telefon 030 555599-5914 E-Mail [email protected]