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Der Ausgleich der Familienlasten

Oeter, Ferdinand

Abstract

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Full text

Oe e , Fe dinand A icle De Ausgleich de Familienlas en Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Oe e , Fe dinand (1958) : De Ausgleich de Familienlas en, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 78, Iss. 2, pp. 71-98, h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.2.71 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/290897 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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Die Au gabe: a) Einkommensges al ung S. 80 — b) Die Neuges al ung de Eigen ums e häl nisse S. 87 — c) Kleine soziale Ko ek u en S. 92 — 5. Schlußbe ach ungen S. 95 1. Das P oblem Sachlich zu e ende und exak e Vo s ellungen om Vo gang des Gene a ionenwechsels sowie om Wesen de Familie und ih en Funk- ionen inne halb de Gesam gesellscha sind die une läßlichen Vo - ausse zungen ü eine sachge ech e Beu eilung de P obleme des Fa- milienlas enausgleiches (1). Die Auße ach lassung diese Gesich s- punk e ha zu eine un o s ellba en Ve wi ung de Anschauungen ge üh , wobei an S elle sachlich-wissenscha liche A gumen e Mu - maßungen und Emo ionen das Feld behe schen. Bei de komplexen Zusammense zung de Be ölke ungsbewegung eich das dü ige s a is ische Ma e ial nich aus, um den Gene a- ionenwechsel in allen Einzelhei en übe schauba zu machen. Es beda dahe einige heo e ische Übe legungen, die abe zu En k ä ung de Behaup ung aus eichen, daß dem Familienlas enausgleich lediglich eine Pseudoe hik zug unde liege, die gebie e, „aus de eigenen Hal- ung he o gehende Belas ungen au ande e Schul e n abzuwälzen66 (2). Die Ablösung de El e ngene a ion du ch die Kinde gene a ion üh aus inne en Zwangsläu igkei en in jedem Falle, d. h. auch bei olls ändig a ionalem Ve hal en und Einbeziehung de Zeugung ode Nich zeugung on Kinde n in einen ökonomischen Lebensplan zu eine hochg adigen Be ölke ungs e schiebung, weil und 10 H alle Ehen aus endogenen ode exogenen (umwel beding en) U sachen s e il sind (1) Fe dinand 0 e e , Familie und Gesellscha un e dem Ein luß des In- dus iekapi alismus. Schmolle s Jah buch, 77. Jah g., Fün es He 1957, S. 513 . (2) Hans Willge od , Familienlas enausgleich und Sozial e o m, ORDO- Jah buch 1956, S. 27. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.2.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:26:51 72 Fe dinand Oe e [200 und weil, wenn auch in wesen lich ge inge em Maße, F auen nach de e s en und mögliche weise auch noch nach eine spä e en Gebu s e il we den können. Rechne man dazu noch die S e be älle in den e s en zwei bis d ei Lebensjah zehn en, so e gib sich, daß, seh o - sich ig ge echne , und ein Fün el jedes Gebu enjah ganges ü die wei e e Be ölke ungsen wicklung aus äll . Bei s ik e Innehal ung des Zwei-Kinde -Sys ems müß e diese in jede Gene a ion au - e ende Ve lus in e wa zwei Jah hunde en zum ak ischen Aus- s e ben de be e enden Be ölke ung üh en. Seine Kompensa ion du ch kinde eiche Familien is also eine eine Lebens age de Ge- sellscha , insbesonde e weil es aus i gendwelchen G ünden, de en Abs ellung ebenso unmöglich wie die de S e ili ä sein dü e, auch imme Ein-Kind-Ehen geben wi d, ü de en Einwi kung au die Be- ölke ungsen wicklung mi Einsch änkung ähnliches wie ü die s e ilen Ehen gil . Wei e hin ha die mode ne Zi ilisa ion o z de e iel ach en äuße en Kon ak möglichkei en de Geschlech e ü be- s imm e Menschen ypen die Pa ne indung ehe e schwe als e - leich e , so daß auße jenem Res , de sich aus de ungleichen Zahl on Männe n und F auen e gib , s e s auch noch ein wei e e meh ode minde hohe P ozen sa z un e ehelich bleib , und schließlich gib es Menschen, die aus mannig achen angebo enen ode e wo benen U sachen als nich ehe ähig ode nich meh ehe ähig angesehen we - den können und die, wenn sie dennoch hei a en soll en, lediglich die be ei s heu e e sch eckend hohe Zahl geschei e e Ehen e meh en wü den. Wenn also F eudenbe g es s ell , daß heu e d. d ei Vie el de Ehen höchs ens zwei Kinde und ein Vie el d ei und meh Kinde ha , daß abe in diesem le z en Vie el meh als die Häl e alle Kinde au wachsen (3), so handel es sich hie bei um ein soziolo- gisches Da um on höchs em Gewich . Eine exak e wei e e Au - schlüsselung dieses Da ums wä e auße o den lich wünschenswe , sie wi d abe nu möglich sein, nachdem die Be ölke ungss a is ik ad hoc besonde e E hebungen anges ell bzw. ih E hebungssys em en sp e- chend e wei e und umges ell ha . Wenn nunmeh ku z au die gesam gesellscha liche Bedeu ung de Funk ionen eingegangen we den soll, die die Familie ausüb , so soll dami die hie zu o handene um ang eiche Li e a u nich e - meh , sonde n nu das ü unse e Übe legungen Unumgängliche ku z ins Gedäch nis zu ückge u en we den. Wi se zen als selbs e s ändlich o aus, daß die Familie ü ge- sunde und aus eichende E näh ung und zweckmäßige und gesunde (3) Ka l F eudenbe g, Quan i a i e Be ach ungen des gene a i en P o- zesses, un e ö en lich es Manusk ip . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.2.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:26:51 201] De Ausgleich de Familienlas en 73 Bekleidung und Schla gelegenhei de Kinde so g , daß sie ihnen Gelegenhei zu En al ung ih e kö pe lichen, geis igen und cha ak e - lichen Anlagen bie e ( gl. G undgese z de Bundes epublik) und daß die El e n, o allem die Mü e , de P lege, Umso gung und E - ziehung ih e Kinde genügend Zei und Au me ksamkei widmen und das e o de liche Ve s ändnis en gegenb ingen; denn nu , wenn diese Vo ausse zungen oll e üll we den, is Gewäh da ü gegeben, daß auch die in die Wel de E wachsenen nach ückenden Jugendlichen ü die sie hie e wa enden Au gaben ge üs e sind. Dami dü e nach heu igen Au assungen die Au zählung de ge- sellscha lich ele an en Leis ungen de Familie ü die nachwachsende Gene a ion e schöp sein. Dabei wi d abe eine Funk ion e gessen, die on schicksalha e Bedeu ung ü die En wicklung unse e Gesam kul u is : Die Au - ech e hal ung eine gesunden Eigen umss uk u inne halb de Ge- sam gesellscha . Wi haben an ande e S elle da au hingewiesen, daß bis in die jünge e und jüngs e Ve gangenhei hinein auch beim Kinde losen mi dem Vo handensein ., on In e essen pe ennie ende Pe sonen" (4) ge- echne we den konn e, weil „das In e esse des einzelnen übe seinen Tod nich nu ak isch" (4) o hinaus eich e, „sonde n auch als da - übe hinaus eichend ein ü allemal" (4) gel en konn e und haben dann aus üh lich beg ünde , weswegen diese Vo ausse zungen heu e nich meh zu e en; denn, „daß de einzelne die In e essen seine E ben in Be ach zieh , is keine ein ökonomische Begebenhei meh " (4) und wi d es auch dadu ch nich , daß den lebendigen Men- schen In e essen subs i uie we den, „welche Kapi al in Be ieben e we en und um diese Be iebe willen exis ie en" (4). In olgedessen is es heu e dazu gekommen, daß die Spa - und Besi z iebe on de indus iellen P oduk ion selbs in imme ku z is ige e und sich s ei- ge nde Genuß- und Konsumbedü nisse umgewandel und übe all do ge adezu abge ö e we den, wo sie nich in de So ge ü leibliche Nachkommen einen es en und une schü e lichen Hal inden (5). Die hie du ch de Kinde amilie zuwachsenden Au gaben müssen also im Zusammenhang mi den sich aus de So ge um das pe sonelle Wohle gehen de Kinde he lei enden ökonomischen Las en be- ach e we den. Das gleiche gil schließlich auch noch ü die e e b en Ve mögenswe e kinde lose Pe sonen, die on diesen im Lau e ih es Lebens au gelös we den. Auch diese müssen i gendwie on Familien (4) Max Wehe , De Sinn de „We eihei " de Sozialwissenscha en, in: Max Wehe , Soziologie, Wel geschich liche Analysen, Poli ik. S u ga 1956. S. 154. (5) Helmu Schelsky, Wandlungen de deu schen Familie in de Gegen- wa , 2. Au l., S u ga 1954, S. 154. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.2.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:26:51 74 Fe dinand Oe e [202 mi Kinde n e wo ben ode übe nommen we den, wenn die Eigen- umss uk u de Gesellscha nich ze s ö bzw. de An eil des pe - sonellen Eigen ums nich zuguns en s ändig s eigende kollek i e Ve mögensbildung geminde we den soll. Alle diese P obleme haben nich s ode doch nu wenig mi den sozialen Ansp üchen kinde - eiche Familien zu un. Sie sind eine Lebens- und Schicksals age unse e eien, au dem P i a eigen um au gebau en Sozialo dnung, an de sich diese bewäh en muß, wenn sie nich zug unde gehen will. 2. Die menschlichen und sachlichen Da en Die P obleme des Ausgleiches de Familienlas en wä en leich e zu lösen, wenn eine i gendwie ins Gewich allende posi i e Ko ela ion zwischen Besi z und Einkommen au de einen und Kinde zahl au de ande en Sei e bes ünde. In Wi klichkei ha abe die his o ische In e - e enz on „al e " und neue " Be ölke ungsweise und dem du ch die Fo sch i e on Medizin und Hygiene e ziel en Rückgang de S e blichkei wäh end de ganzen zwei en Häl e des 19. und au jeden Fall auch im e s en D i el des 20. Jah hunde s zu eine ein- deu ig nega i en Ko ela ion ge üh (6). Das üh e dahe , daß die geis ig bewegliche en Schich en de Be ölke ung e häl nismäßig schnell mi eine Einsch änkung de Kinde zahl eagie en, wäh end die minde beweglichen ela i lange dami zöge en. Einsich ige und wei .schauende Eugenike haben dahe schon lange die Fo de ung nach bewuß e Umges al ung de sozialen Lebensbedingungen e hoben. Diese soll en nach ih e Ansich so bescha en sein, daß dem übe - du chschni lich Tüch igen und S ebsamen eine g öße e Kinde zahl PIS Lebense üllung wünschenswe gemach und dem minde Begab en die Kleinhal ung; de Familie e leich e wi d (7). Poli ische Miß- b auch ha diese Ideen leide wei gehend disk edi ie , ob- wohl sie on höchs em si lichem Ve an wo ungsbewuß sein dik ie wa en und auch om philan ophischen S andpunk aus zu billigen sind (8). Wenn nun neue dings behaup e wi d, daß sich spon an eine posi- i e Ko ela ion zwischen Einkommen und Kinde zahl anbahne, so muß dem en gegengehal en we den, daß das spä liche Un e suchungs- (6) F i z Lenz, Menschliche Auslese und Rassenhygiene, München 1932, S. 91 ., S. 110 und 136 . (7) F ancis G a 11 o n, The possible imp o emen o he human b eed unde he exis ing condi ions o law and sen imen . The Na u e 1901. Zi . nach Lenz, a.a.O., S. 323. Al ed G o jahn, Soziale Pa hologie 1911, Gebu en ückgang und Ge- bu en egelung im Lich e de indi iduellen und sozialen Hygiene, 1914, F i z Lenz, a.a.O., S. 317 . (8) Hans Willge o d , a.a.O., S. 134 und 138. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.2.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:26:51 230] De Ausgleich de Familienlas en 75 ma e ial (9), au das sich diese Behaup ung s ü z , in keine Weise zu de a wei eichenden Schluß olge ungen be ech ig . Übe haup schei- nen seh g oße Un e schiede de Kinde zahl on Be u zu Be u zu bes ehen. Wäh end beispielsweise die Kinde zahlen de Ä z e wei übe dem Du chschni liegen, is diejenige de Zahnä z e, de Rech s- anwäl e und ande e Angehö ige eie Be u e un e du chschni - lich (10). Die übe du chschni lichen Kinde zahlen de mi le en und höhe en Beam en (11) lassen eine Beziehung zu den an ande en Be- u en gemessen ela i hohen Familienzulagen e mu en. Au jeden Fall liegen hie noch zahl eiche P obleme im Dunkeln und bedü en ih e wissenscha lichen Klä ung. Keines alls wi d man sich seh wei on de Wah hei en e nen, wenn man on de Annahme aus- geh , daß im g oben Du chschni heu e zwischen Kinde zahl eine - sei s, Besi z und Einkommen ande e sei s keine lei wesen liche Ko - ela ionen bes ehen. Man wi d also annehmen können, daß au jedes de du ch ih e Kinde zahl un e schiedenen ie Vie el de Be ölke- ung ein unge äh gleich g oße Teil des Volkseinkommens en äll . Da ü das Jah 1954 eine um ang eiche Un e suchung übe den Au - wand ü Kinde in de Bundes epublik o lieg (12), sollen die P o- bleme, die sich aus einem Ausgleich de Familienlas en e geben, am s a is ischen Un e lagenma e ial dieses Jah es da ges ell we den. Das Volkseinkommen 1954 be ug 112,510 M d. DM (12 a). Wenn wi ü die zahlenmäßige Bese zung de El e ngene a ion in g obe Ab undung annehmen, daß je 25 H au Kinde lose, Ein- kindel e n, Zweikindel e n und El e n on d ei und meh Kinde n en allen, so wü de jedem diese ie Vie el ein Einkommen on je 28,127 M d. DM zuzu echnen sein. Fü die zahlenmäßige Bese zung (9) H. Achinge , S. A chinal, W. Bange , Reich de Lohn ü Kinde ? F ank u 1952, S. 61. Demgegenübe komm K. V. Mülle in eine e s nach Abschluß diese A bei e schienenen Un e suchung zu olgendem E - gebnis: „Abgesehen on de zahlenmäßig schmalen Obe schich (= 3,7 °/o), die eine beme kenswe e euliche Nachwuchss ä ke zeig , is die Nachwuchs- in ensi ä indi ek p opo ional de Höhe de Sozialschich ." P o . D . K. Val. Mülle , Soziale Un e schiede de Au wuchs a e in Deu schland, in de Fes - sch i ü P o . D . Co ado Gini. Rom, h sg. on Vi o io Cas ellano. (10) Jah esbe ich de Familienausgleichskassen bei de Be u sgenossenscha ü Gesundhei sdiens und Wohl ah sp lege und de Ve wal ungs-Be u sgenossen- scha . (11) Die ehelich Gebo enen in Baye n nach dem Be u des Va e s. Baye n in Zahlen, 1952. Rep äsen a i e hebung des Hessischen S a is ischen Landesam es übe die be- schä ig en Beam en, Anges ell en und A bei e im ö en lichen Diens , 1950. (12) A nd Jessen, De Au wand ü Kinde in de Bundes epublik im Jah e 1954. Familie und Sozial e o m, Sch i en de Gesellscha ü Sozialen Fo - sch i , Band 4, S. 83 . (12a) S a is isches Jah buch de Bundes epublik Deu schland 1956. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.2.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:26:51 76 Fe dinand Oe e [204 de Kinde gene a ion e gib sich, daß 16 H Einzelkinde , 32 H Zu- zwei geschwis e und 52 H Pe sonen mi meh e en Geschwis e n sind, die also jeweils einem Vie el de E wachsenenbe ölke ung zu- zu echnen sind. De Au wand ü Kinde in de Bundes epublik Deu schland is on Jessen (12) ü das Jah 1954 mi 19,4 M d. DM bezi e wo den. Nach seinen Be echnungen be ug die Zahl de Kinde und de in Ausbildung be indlichen Jugendlichen d. 13 Mill. Fas ein Vie el da- on, nämlich 3,5 Mill. Kinde , leb en ausschließlich ode o wiegend on de ö en lichen Hand, die hie ü 1,4 M d. DM au wende e; auße dem leis e e die ö en liche Hand 2,3 M d. DM Zuschüsse ü das Schulwesen und 0,3 M d. DM ü Jugendp lege. Schließlich wu den on hie 0,6 M d. DM an Kinde zulagen gezahl und 0,8 M d. DM S eue e mäßigungen gegeben, so daß sich die ö en liche Hand mi insgesam 5,4 M d. DM an den Au wendungen ü die nachwachsende Gene a ion be eilig e. Jedes de oben genann en ie Vie el de e - wachsenen Be ölke ung leis e e also einen Bei ag on und 1,35 Mil- lia den DM. Den 5,4 M d. DM Au wendungen de ö en lichen Hand s ehen nach Jessen 14 M d. DM Leis ungen de e dienenden E näh e gegen- übe . Diese gliede n sich in 4 M d. DM Ne oausgaben und d. 10 M d. DM Gegenwe de unbezahl en Mü e a bei au . Da Jessen den schich enspezi isch höhe en Lebensau wand unbe ücksich ig gelassen und auch ü die höhe en Gesellscha sschich en nu Pauschalbe äge zug unde geleg ha , die aus Haushal s echnungen bei ela i nied i- gem Einkommen gewonnen wu den, is anzunehmen, daß de ü Ne oausgaben angegebene Be ag on 4 M d. DM bei wei em nich aus eich . Das geh schon da aus he o , daß die Kinde und die in Ausbildung be indlichen Jugendlichen übe ein Vie el de Gesam - be ölke ung ausmachen. Wenn Jessen die unbezahl e A bei de Mü e mi 10 M d. DM anse z , so lieg hie de Einwand des Ökonomismus nahe. Dem is en gegen zu hal en, daß Jessen bei de Be echnung des We es de Mü e a bei seh o sich ig e ah en is und sowohl was die Zei , wie auch was die Höhe des ik i en Lohnsa zes anbelang , Minimal- g ößen zug unde geleg ha . In olgedessen kann e mi Rech gel end machen, daß F auen, die nich du ch Mü e p lich en gebunden sind, heu e ih e A bei sk a in de Regel wi scha lich zu nu zen p legen und mi e gleichba en Leis ungen au dem allgemeinen A bei sma k ein Meh aches de Summe e dienen, die als We de unbezahl en Mü e a bei in Ansa z geb ach wu de. De Un e schied zu Mü e - a bei bes eh lediglich da in, daß den au dem A bei sma k e - b ach en Leis ungen Ansp üche au en sp echende Teile des Sozial- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.2.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:26:51 205] De Ausgleich de Familienlas en 77 P oduk es gegenübe s ehen, wäh end de Mü e a bei ein ma e ielle Lohn e sag bleib . Eine Au gliede ung de mi 14 M d. DM also siche wei aus zu nied ig bezi e en Leis ung de e dienenden E näh e au die ie Be ölke ungs ie el e gib ü das Vie el de Einkindehen, in denen nu e wa 16 H alle Kinde au wachsen, 2,24 M d. DM, ü das de Familien mi zwei Kinde n 4,48 M d. DM und ü das mi d ei und meh Kinde n 7,28 M d. DM. In e wa gleiche Weise müß en sich, wenn die pe sonale Eigen- umss uk u de Gesam gesellscha nich ze s ö we den soll, nun abe auch die In es i ionen und die on kinde losen Pe sonen au - gelös en e e b en Ve mögenswe e au jene d ei Vie el de Be ölke- ung e eilen. De Gesam we de In es i ionen belie sich im Jah e 1954 au 24,477 M d. DM (12 a), on denen also d. 3,916 M d. DM in den Be- si z de Ein-Kind-Familien, 7,832 M d. DM in den de Zwei-Kinde - Familien und 12,728 M d. DM in den de Familien mi d ei und meh Kinde n hä en übe gehen müssen. Au eine zahlenmäßige Au gliede- ung de aus Ve mögensau lösungen kinde lose Pe sonen esul ie- enden Bewegungen kann um so ehe e zich e we den, als wi uns je z be ei s s a k im Hypo he ischen bewegen, womi alle dings we- nige das P oblem des Ausgleichs de Familienlas en gemein sein kann, als ielmeh die G undlagen unse es Wi scha ssys ems, das au de s illschweigenden Vo ausse zung be uh , daß alle die hie ge- nann en Vo gänge spon an ablie en und sich zu einem ha monischen Gesam e gebnis e einig en. 3. Die his o isch-soziologischen G undlagen His o isch läß sich de Ausgleich de Familienlas en als ein In- s umen zu Wiede he s ellung jene e lo engegangenen In eg a ion on Wi scha s- und Be ölke ungsweise be ach en, au de das Ge- bäude unse e Gesam kul u e ich e wu de. Un e diesem Gesich s- punk könn e man ge adezu die besonde e A , in de in unse e Kul u bis zum Beginn des mode nen Indus ialismus Wi scha s- und Be ölke ungsweise mi einande e zahn wa en (13), als eine spezi- ische Fo m des Ausgleiches de Familienlas en bezeichnen. Sie g ün- de e da au , daß „Haus a e " und „Hausmu e 46 gegenübe de ge- sam en üb igen Be ölke ung p i ilegie wa en; denn das wesen lichs e Me kmal unse es o indus iellen Sozialsys ems bes and da in, daß, (13) Ge ha d Macken o h, Be ölke ungsleh e, Be lin-Gö ingen-Heidelbe g 1953, S. 424 .; We ne Somba , Die deu sche Volkswi scha im 19. Jah hunde . 7. Au l., 1927, S. 44 .; O o B unne , Neue Wege de Sozialgeschich e, Gö ingen, 1956, S. 33 . und 62 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.2.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:26:51 78 Fe dinand Oe e [206 gleich au welche S u e de sozialen Py amide eine s and, imme nu de Besi z ode de E we b eine sog. S elle zu selbs ändigen Be u sausübung und dami auch zu Eheschließung be ech ig e und daß die Zahl diese S ellen beg enz wa . Au diese Weise blieb imme ein meh ode minde g oße Teil de Be ölke ung unselb- s ändig, muß e „seine Füße un e einen emden Tisch s ecken" und „ emdes B o essen" und wa gleichzei ig zu Ehelosigkei e u eil . E konn e wede übe eigenen Besi z e ügen noch die dami e - bundenen Rech e ausüben und wa bei den ela i s engen Si en de Ve gangenhei im allgemeinen auch zu sexuelle En hal samkei e u eil . We heu e ückblickend glaub , diesen Zus and als Zeichen eu- dale Unge ech e igkei e u eilen zu müssen, wie das selbs in wissenscha lichen Ve ö en lichungen geschieh (14), e giß , daß zu gleichen Zei in ande en Kul u en wesen lich hä e e Fo men des sozialen Zwanges und des Zwangszöliba es bes anden haben, wobei es iel ach üblich wa , daß die Mach habe übe einen g oßen Teil de F auen wie übe Sachgü e e üg en. Diese allgemeinen Fo m des Feudalismus gegenübe muß die be ei s in o ka olingische Zei im änkischen Ke n aum zwischen Rhein und Loi e ausgebilde e Son- de o m (15), die den Hei a skonsens om Nachweis eine „Nah ung" abhängig mach e, im üb igen abe auch de F au wei gehend pe so- nale Rech e ein äum e, als auße o den lich human und o sch i lich bezeichne we den. Sie b ei e e sich im Lau e de nächs en Jah - hunde e übe den ganzen Be eich des deu schen Siedlungs aumes aus und p äg e nich nu das mi elal e liche Baue n um, sonde n auch Wesen und Sozial e assung de S äd e (15). Mi unwesen lichen Ab- weichungen hiel sie sich bis zu den Wi en de anzösischen Re o- lu ion. E s sei diese Zei wu den die Sonde ech e de Familie Sch i ü Sch i abgebau und schließlich un e dem D uck de neuen poli ischen Ideen einem allgemeinen Fo sch i sglauben ge- op e . Es gehö zu den Pa adoxien de Geschich e, daß ge ade un e den Pa olen de F eihei , Gleichhei und de B üde lichkei Schleusen geö ne wu den, die bis dahin de Ve b ei ung des Massenelends wi ksam Einhal gebo en ha en. Die Folgen zeig en sich bald, wu den abe in ih em Zusammen- hang nich e kann . Vielmeh bemüh e man sich, die neu en s andene soziale F age ein olles Jah hunde lang mi Maßnahmen anzugehen, die o wiegend am indi iduellen No s and o ien ie wa en. Ge adezu ypisch hie ü is die u sp üngliche Kons uk ion de deu schen (14) Hans W i 11 g e o d , a.a.O., Fußno e 35, S. 145. (15) O o B unne , a.a.O., S. 64 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.2.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:26:51 213] De Ausgleich de Familienlas en 85 Die S eue senkung de kinde losen Ehepaa e e olg ausschließlich zu Las en de Ehepaa e mi Kinde n; denn de Abs and in de a i - lichen Belas ung zwischen Ledigen und Ve hei a e en wü de zu- nehmen, zwischen Ve hei a e en ohne Kinde und solchen mi Kin- de n dagegen in en sp echendem Maße abnehmen. Selbs in hohen Einkommenss u en wü den die Kinde e mäßigungen au Jah esbe äge on wenigen hunde D-Ma k sch ump en. Das Spli ing begüns ig also in e s e Linie die kinde losen Ehepaa e, und zwa o allem solche in hohen und seh hohen Einkommenss u en. Dabei wi d auch de Abs and de kinde los Ve hei a e en gegenübe den Un e hei a e en eilweise so s a k, daß diese Begüns igung nach Ansich Pehls und des Wi scha swissenscha lichen Ins i u es de Gewe kscha en gegen das Gleichhei sp inzip des A . 3 Abs. 1 des G undgese zes e s öß (26). De a ige Ungleichhei en müß en sich noch e s ä ken, wenn, wie onsei en des Bundes inanzminis e iums und de Lände inanzmini- s e ien o geschlagen wi d, dem p og essi en Ta i eine b ei e p opo - ionale Eingangss u e o geschal e und de p og essi e Teil des Ta- i es dadu ch noch enge zusammenged äng we den wü de. Die Vo schal ung eine b ei en p opo ionalen Eingangss u e o den P og essi a i wi d o allem mi e wal ungsmäßigen Gesich s- punk en beg ünde . Es heiß , daß bei p og essi e Ta i ges al ung und Spli ing p inzipiell e anlag we den müsse, wenn lohns eue p lich- ige Ehega en ge enn bes eue we den. Ein P og essi a i ü die un e en und mi le en Einkommenss u en müsse also zu eine unge- heu en Ve wal ungsau blähung üh en, die nu du ch eine b ei e p o- po ionale Eingangss u e e mieden we den könne, denn ü alle in diese Eingangss u e allenden Einkommen e üb ig sich dann die Ve anlagung. Ein nahezu gleiche E ek , nu ohne die mi dem P opo ional- a i e bundenen Hä en und sozialen Unge ech igkei en läß sich abe auch e zielen, wenn die Eingangss u e nich p opo ional, sonde n besonde s scha p og essi e läu und dabei on o nhe ein wahl- weise das Einkommen des einen Ehega en gespli e , das des zwei en nach Ledigen a i e s eue wi d. De Ta i muß, um den an ihn zu s ellenden An o de ungen zu en sp echen, eine einwand ei gleich- ö mig e zöge e P og ession gewäh leis en, wie dies on Wolke s- do und Pehl (27) o geschlagen wo den is , gegebenen alls müß e du ch Va ia ion de on beiden Au o en en wickel en Fo mel de Ans ieg de Eingangss u e noch e was e schä we den. Dadu ch wü de sich e eichen lassen, daß bei Zusammen e anlagung in de Regel S eue sä ze wi ksam we den, die zu eine höhe en S eue las (27) Lo enz Wolke sdo und Gün he Pehl, Ein Ta i o schlag des WWI, WWI Mi eilungen 6, Juni 1954, S. 131 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.2.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:26:51 86 Fe dinand Oe e [214 als bei ge enn e Bes eue ung üh en. Dadu ch wü de sich de K eis de jenigen, die an Zusammen e anlagung in e essie sein könn en, ganz e heblich e kleine n. Angesich s de schwe wiegenden sozialen Nach eile des P opo ional a i s, insbesonde e de dami e bundenen ungleichmäßigen Belas ung, die, wie be ei s e wähn , auch e assungs- mäßig nich unbedenklich is , müß en abe gegebenen alls selbs ge- wisse Ve wal ungse schwe ungen in Kau genommen we den. Bei einem dem Vo schlag en sp echenden Ta i wi d auch die E - höhung de F eibe äge ü S eue p lich ige und Ehega en übe - lüssig. Wäh end nämlich beim P opo ional a i allein du ch eine k ä ige Anhebung de F eibe äge die no wendige s eue liche Scho- nung de un e en Einkommensschich en e eich we den kann, e olg das im P og essions a i be ei s du ch einen en sp echend nied igen Ta i beginn. Auße dem wi d dadu ch e mieden, daß die unge ech - e ig en s eue lichen Vo eile de kinde los Ve hei a e en auße du ch Spli ing auch noch du ch die F eibe äge wei e hin e g öße we den. Vo allem abe geling es dadu ch zu e hinde n, daß de Spiel aum ü S eue e mäßigung ü Kinde noch wei e eingeeng wi d. Ein Absinken de ealen E mäßigungsbe äge ü Kinde läß sich alle dings bei Beibehal ung des Sys ems de F eibe äge auch dann nu dadu ch e eichen, daß die F eibe äge ü Kinde wei e k ä ig angehoben we den. Man wi d hie bei da on ausgehen müssen, daß die F eibe äge ü S eue p lich ige und Ehe auen eine sei s und die ü Kinde ande e sei s nich mi einande e gleichba sind. Die e s e en beziehen sich au Pe sonen, die ü sich selbs so gen bzw. in A bei sgemeinscha mi einande leben, die le z e en au solche, die on D i en und au Kos en D i e un e hal en we den. Die F ei- be äge de e s e en beziehen sich also au e ügba es Einkommen, on dem ein en sp echende Teil s eue ei bleib , die de le z e en bewi ken lediglich, daß ein S eue p lich ige mi Kinde n im Ve - gleich mi einem S eue p lich igen ohne Kinde um gewisse P ozen - sä ze de F eibe äge s eue lich en las e wi d. Selbs wenn ein solche F eibe ag in dem Teil des Einkommens wi ksam wi d, de s eue lich seh hoch, beispielsweise mi 50 H belas e is , minde sich de Ve - ügungsbe ag des S eue p lich igen mi Kinde n e heblich gegenübe dem, de nich ü Kinde bzw. ü wenige Kinde zu so gen ha . Ganz besonde s abe is das dann de Fall, wenn de F eibe ag nu in nied igen P og essionss u en bzw. nu eilweise zu Gel ung komm . In diesem Fall e geben sich bei de de zei igen Regelung minimale S eue nachlässe ü Kinde , häu ig nu im Be age on wenigen D-Ma k ode ga P ennigen. Das bedeu e abe , daß nahezu de ge- sam e ode ga de gesam e Un e hal de Kinde om S eue p lich- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.2.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:26:51 215] De Ausgleich de Familienlas en 87 igen allein ge agen we den muß. Die beg i liche Gleichse zung de F eibe äge ü Kinde und ü S eue p lich ige bzw. Ehega en üh also zu eine öllig un e schiedlichen Bewe ung, weil sie au eine wi klichkei s emden Auslegung des Beg i es de s eue lichen Lei- s ungs ähigkei be uh . Es soll e dahe mi alle Gewissenha igkei gep ü we den, ob es sich nich emp iehl , die 1945 du ch Kon oll a sbeschluß e zwungene Regelung de Kinde e mäßigung übe F eibe äge zu e lassen und wiede zu de al bewäh en Me hode des deu schen S eue sys ems zu ückzukeh en. Bei diese wu den die Kinde e mäßigungen nich du ch An echnung on F eibe ägen au das Einkommen indi ek , und das heiß mi agem und wechselndem E gebnis, bewi k , sonde n ge- enn be echne und unmi elba on de S eue abgezogen. Das ge- s a e e eine wesen lich s ä ke e Be ücksich igung de Kinde . Zwa wi d es bei de e schlech e en S ellung de Pe sonens eue n im je zigen deu schen S eue ech — ih An eil is on 60 H au 40 H des Gesam s eue au kommens zu ückgegangen — nich möglich sein, so o aus eichende Kinde e mäßigungen einzu üh en. Imme hin könn en ohne Schwie igkei en die E mäßigungssä ze je Kind au e wa 6—8 H des nach Abzug de Einkommen- bzw. Lohns eue e blei- benden Ne oeinkommens geb ach we den, wodu ch sich auch in den un e en Einkommenss u en ein nah lose Anschluß an die Kinde - gelde e eichen ließe. Au diese Weise könn e die S eue poli ik wesen lich meh als bis- he dazu bei agen, ü die Kinde amilie soziale Vo ausse zungen zu scha en, die es ih ges a en, nich nu ih e P lich en ü das leib- liche Wohl de Kinde zu e üllen, sonde n ihnen auch eine Teilnahme am kul u ellen Leben de Na ion zu e möglichen. Wesen lich meh wi d sich du ch die hie o geschlagenen Maßnahmen o de hand nich e zielen lassen. Die Au gabe, de Kinde amilie in de Eigen ums- poli ik den ih gebüh enden Rang zuzuweisen, beda dahe beson- de e Maßnahmen. b) Die Neuges al ung de Eigen ums e häl nisse Die ungüns ige Eigen umsschich ung unse e Gesellscha — iesige e e b e Ve mögen in den Händen wenige sog. „al e Familien", nich minde um ang eiche anonyme Besi z i el zu Ve ügung eine klei- nen, in Indus ie und Handel üh enden Schich und eine e häl nis- mäßig schmale Schich mi els ändischen Bü ge - und Baue n ums, denen de übe wiegende Teil des Volkes als besi zlose ode doch nahezu besi zlose Masse gegenübe s eh — wi d on namha en Ge- leh en als Res bes and his o ische Ve häl nisse gedeu e (28). Da- (28) E ich P e i 8 e , Die Zukun unse e Wi scha so dnung, Gö ingen 1955, OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.2.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:26:51 88 Fe dinand Oe e [216 nach sollen die ungleichen Eigen ums e häl nisse de Gegenwa noch Nachwi kungen eudale He scha s- und Rech szus ände sein, die in dem g oßen Emanzipa ionsp ozeß zu An ang des 19. Jah hunde s nich besei ig , sonde n nu in eine ande e Fo m übe üh wu den. Das heu ige Besi zeinkommen habe demzu olge übe wiegend den Cha- ak e eine Feudal en e, de Besi z selbs den Cha ak e eine Mach - posi ion, und das P inzip de Einkommens e eilung lau e deswegen nich : „Jedem nach seine Leis ung", sonde n: „Jedem nach seine Mach posi ion" (29). Dabei sei das en scheidende P oblem nich das Besi zeinkommen als solches, sonde n seine Ve eilung bzw. die Ve - eilung des Eigen ums in de Gesellscha nach dem Cha ak e eines Quasi-Monopols. Das P inzip de sozialen Ge ech igkei e lang nach diese Au assung ka ego isch die Au hebung de klassenbildenden Scheidung on Besi z und Nich besi z (30). Dazu müssen die Mono- pole besei ig und die Quasi-Monopole du ch b ei e Bildung eines allen s ebsamen Menschen zugänglichen Klein- und Mi elbesi zes du ch- b ochen we den. De E we b on Besi z in diesem Sinne „mein ma e iellen Rückhal schlech hin, o allem die Ve ügung übe ein Objek pe sönliche He scha , das eine ein wi scha liche , das ande e ein psychologische Fak o de F eihei " (31). Die his o ische E klä ung de Besi zungleichhei , die These „die Ma k wi scha ha eine in Besi zklassen geschiedene Gesellscha o - ge unden, nich gescha en" (32), üh also zu de ückwä s ge ich- e en Fo de ung, aus de Ve gangenhei übe kommenes Un ech wiede gu zu machen. Siche is an diese These e was Wah es, abe sie e schöp nich den Sach e hal in seine ganzen Tie e; denn nach den s a is ischen Da en übe den Zusammenhang on Wi scha sweise und Gene a- ionsweise (33) kann nich meh zwei elha sein, daß die Ma k wi - scha au einem Wege, de nich s mi pe sönliche Leis ung zu un ha , die Besi zungleichhei nich nu au ech e häl , sonde n noch s ändig wei e e schä . Au de ande en Sei e ha abe e s die Ma k wi scha Chancen ü eine Übe windung des unheil ollen Zu- s andes de A mu gescha en, die nu bishe nich genu z wu den. Es beda dazu, wie wi sehen we den, eine en schlossenen Abwendung S. 17 .; S. 27 .; S.36 .; Wilhelm Röpke, Die Gesellscha sk ise de Gegenwa , 5. Au l., E lenbach-Zü ich 1948, S. 182 .; Geo g Weisse , Handbuch de Soziologie, h sg. . We ne Ziegen uß, a.a.O., S. 1065 . (29) E ich P eise , a.a.O., S. 22. (30) Desgl., S. 23. (31) Desgl., S. 32. (32) Desgl., S. 13. (33) Ka l F eudenbe g, a.a.O., S. 31. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.2.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:26:51 217] De Ausgleich de Familienlas en 89 on de Ve gangenhei und eine Konzen a ion de K ä e au die Ges al ung de kün igen En wicklung. Ausgangspunk hie ü muß olgende Übe legung sein: Im gegen- wä igen Zei punk weisen alle Anzeichen da au hin, daß de Mensch nich meh ähig is , die on de Ma k wi scha en bundenen ge- wal igen echnischen Ene gien und Wi kmöglichkei en ökonomisch zu bewäl igen. Die gleiche Desin eg a ion, die wi im Ve häl nis on ökonomischem Sys em und biologisch-gene a i em Ve hal en, on Wi scha s- und Be ölke ungsweise es s ellen muß en, bes eh auch zwischen Technik und Ökonomik. Die Technik e obe in gewal igem Zug i ein Gebie nach dem ande en und übe lu e die Volkswi scha mi s ändig neuen und ollkommene en Gü e n, obwohl die gleiche Volkswi scha nich in de Lage is , du ch einen sys ema ischen und geo dne en Spa p ozeß das no wendige „Kapi al" au zub ingen, das sie als konk e e Geld- summe und Recheng öße ü die Assimila ion de den Gü e s om he o b ingenden P oduk ionsmi el benö ig . Alle Ve suche, die Geldmenge mi de Gesam gü e menge — d. h. also Konsumgü e n und P oduk ionsmi eln — in Einklang zu b ingen, üh en bishe imme nu zu eine e höh en Nach age nach Konsumgü e n, wäh end die d ingend no wendige E höhung de Spa quo e und des Kapi al- angebo es wei hin e dem E o de lichen zu ückblieb. Die unen beh liche au oma ische Bildung neuen „Kapi als" muß e also zwangsläu ig übe e höh e Konsumgü e p eise au dem Wege de Selbs inanzie ung de Un e nehmungen e olgen. Das ha zu Folge, daß die Reichen noch eiche , die A men noch ä me we den, ein Zus and, de du ch g oßzügige Absch eibungen auch heu e nu no dü ig e schleie wi d. Denselben E ek ha die p oduk i e Kapi alschöp ung als Vo inanzie ung kün ige E agschancen. Die ö en liche Hand ha es nich an Ve suchen ehlen lassen, übe s eue begüns ig es Spa en, We papie spa en und Sonde ausgaben die Kapi albildung auße halb de Un e nehmungen a k ä ig zu ö de n. Jäh lich we den Millia denbe äge ü dieses Ziel ausgewo en, abe de E olg is meh als dü ig. E muß dü ig bleiben, solange kein g undsä zliche Un e schied zwischen Spa en als Konsum e zich de e dienenden Gene a ion zuguns en de nach olgenden Gene a ion und Spa en als Konsumau schub inne halb des indi iduellen Lebens- ablau es gemach wi d. De wei aus g öß e Teil de genann en Maß- nahmen dien e abe bishe de zwei en Au gabe. Dadu ch konn e es übe haup nich zu eine ech en Fö de ung de Kapi al- und Eigen- umsbildung kommen; denn solange die ausgewo enen Geldmi el o - wiegend dazu dienen, Konsumausgaben lediglich um einige Jah e au - zuschieben, dami sie dann mi e heblichem indi iduellen Gewinn nach- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.2.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:26:51 90 Fe dinand Oe e [218 gehol we den können, bes eh de E olg auch lediglich da in, daß man in ein Faß ohne Boden schöp . Es handel sich dabei um einen ech en Ci culus i iosus, de nu du ch einen kühnen G i du ch- b ochen we den kann. Die Maßnahmen zu Kapi al- und Eigen ums- bildung müssen do angese z we den, wo sie nich imme wiede du ch en gegengese z e Tendenzen un e lau en we den können. Das abe is nu dann möglich, wenn sie au die Zukun ge ich e we den und als „Kinde spa en" gleichzei ig dem Au bau p oduk i e Ve - mögen ü die nach olgende Gene a ion dienen. Hie ü gil in be- sonde em Maße, daß, wie e s unlängs on neolibe ale Sei e aus- üh lich beg ünde wu de, eine Ve besse ung de Ve mögenss uk u ohne „Sub en ionen bei dem E s au bau eines Minimal e mögens" nich denkba is (34). Ve mu lich wi d man au diese Weise mi einem B uch eil de bishe igen Au wendungen auskommen und ein Viel aches an E ek e zielen. De G unds ock des Kinde spa ens muß du ch eine Einzahlung des Bundes au ein Kon o gebilde we den, das bei de Gebu eines jeden Kindes mi Spe is bis zum ollende en 21. Lebensjah angeleg wi d. Bei eine Höhe de Einzahlung on 1000 DM be äg de jäh - liche Finanzbeda nu e wa 750 Mill. DM. Au dieses Kon o soll en e ne ü alle Kinde bis zu 18 Jah en, die wenigs ens ein Geschwis e haben, jäh lich' Gu sch i en aus de el e lichen Einkommen- bzw. Lohns eue e olgen, wobei ü Kinde mi einem Geschwis e je 10 H, mi zwei Geschwis e n je 12,5 H, mi d ei und meh Geschwis e n je 15 H angemessen wä en. Dabei muß ein Mindes be ag, de auch bei S eue eihei de El e n ge- leis e wi d, und ein Höchs be ag, de nich zu nied ig bemessen we den dü e, gel en. Um auch aus eichende An eize ü eiwillige Einzahlungen de El e n usw. au das Spe kon o zu scha en, müß en de bedeu end länge en Blockie ung als bei ande en s eue begüns ig en Spa e ä- gen en sp echend höhe e S eue begüns igungen bzw. Spa p ämien ge- wäh we den. Gegegebenen alls müß en de a ige Ve güns igungen nach Ablau de F is , die ü die Blockie ung ande e s eue begün- s ig e ode p ämienge ö de e E spa nisse gil , ü die pe sönlichen E spa nisse de Kinde spa kon en e neu gegeben und das so o wiede hol we den, wie das Kon o bes eh . Bei o zei igem Tod des Kindes soll e de G unds ock zuguns en de Elli-Heuss-Knapp-S i ung (Mü e e holungswe k) e allen, wäh- (34) No be K 1 o e n , Finanzpoli ik, Eigen umspoli ik und Ve mögensbildung, ORDO-Jah buch 1957, S. 199 ., insbes. S. 210. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.2.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:26:51 219] De Ausgleich de Familienlas en 91 end de üb ige Bes and mi Spe is bis zu dem Zei punk , an dem das Kind 21 Jah e al gewo den wä e, an die E ben äll . Die F eigabe bei Vollendung des 21. Lebensjah es soll e an be- s imm e Ve wendungszwecke, wie Bescha ung on Hei a sgu , Exi- s enzg ündung, S udien inanzie ung, Eigenheimbau und dgl. gebunden we den. Eine bindungslose F eigabe soll e e s mi Vollendung des 30. Lebensjah es e olgen. Bis dahin bzw. bis zu o he igen In- ansp uchnahme hä en die G undsä ze des s eue begüns ig en bzw. P ämienspa ens wei e zu gel en. Mi Ausnahme de G unds ocks i ung soll en alle ande en Bedin- gungen so o ü alle Kinde und Jugendlichen bis zum ollende en 18. Lebensjah Anwendung inden. Bei einem Mindes be ag on jäh - lich 50 DM ü alle Kon en des Kinde spa ens und einem Höchs - be ag in zehn ache Höhe im Falle de Gu sch i el e liche Ein- kommen» bzw. Lohns eue n wü de es sich dabei maximal um einen Finanzie ungsau wand on jäh lich 750 Mill. DM handeln. Alle Spa kassen, un e Ums änden auch p i a e Lebens e siche- ungen, müß en zu Ein ich ung de Kon en des Kinde spa ens be- ech ig sein. Den Spa kassen und Lebens e siche ungen wü de du ch das Kin- de spa en im Lau e de nächs en beiden Jah zehn e ein lang is ig e ügba es Spa kapi al zuwachsen, das au mindes ens 45 M d. DM geschä z we den kann. Diese Ins i u e wä en dami ohne wei e es in de Lage, die Lücke auszu üllen, die sei de Re o m de Ren en- e siche ung mi dem Aus all de Ren en e siche ungs äge als Kapi alsammels ellen au ge issen is . Da die Summe on 45 M d. DM die Rese ebildung de Ren en e siche ungs äge bei wei em übe - s eig , könn e dami ganz g undsä zlich ein K is allisa ionspunk ü die Sanie ung des lang is igen Kapi alma k es gescha en we den. Dazu komm als wei e es Posi i um, daß Kapi aleigne nich meh Ve wal ungsg emien einige wenige anonyme Riesenins i u e sind, sonde n die Gesam hei de o dem Ein i ins Be u sleben s ehen- den jungen Gene a ion, wäh end die Ve ügung du ch das g oße Ne z de Spa kassen in denkba hohem Maße di e enzie und un e eil is . Das wesen lich Neue abe bes eh da in, daß dieses Spa kapi al nich dazu dien , in de unp oduk i en Phase des Lebensabends au - gezeh zu we den, sonde n daß es de ak i en jungen Gene a ion jenen ma e iellen Rückhal geben wi d, den sie als „wi scha lichen und psychologischen Fak o de F eihei " (35) benö ig . Selbs wenn ein Teil de jungen Menschen o z des Einbaues on Siche ungen, wie sie oben angedeu e wu den, e such sein soll e, die E spa nisse leich e ig zu e schleude n, was o allem un e dem (35) E ich P eise , a.a.O., S. 32. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.2.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:26:51 92 Fe dinand Oe e [220 Ein luß un e nün ige El e n möglich sein könn e, so wü de dadu ch de Gesam e olg kaum beein äch ig we den können; denn bei de Meh zahl sind auch heu e noch die in de So ge um die Familie wu - zelnden Spa - und Besi z iebe aus eichend en wickel und bedü en nu de Aus ich ung au ein sinn olles Ziel. Alle dings wä e e o de - lich, daß die ganze Ak ion on eine sys ema ischen Un e ich ung und Au klä ung de Ö en lichkei du ch S aa und Spa ins i u e beglei e wi d. Dem Kinde und noch meh dem Jugendlichen muß imme wiede ins Bewuß sein ge ück we den, daß e nie ein besi zlose P ole a ie und nie ganz abhängig on seinem jeweiligen Tages e diens sein wi d, wenn e einige maßen die ihm gebo enen Chancen wah nimm . Das Risiko des S aa es is bei de gesam en Ak ion wesen lich kleine als bei allen bishe igen Me hoden zu Fö de ung de Kapi al- bildung. Zum e s en Male wä e de S aa auch öllig gegen den Vo - wu gesiche , daß e lediglich einsei ige Begüns igungsmaßnahmen ü eine Minde hei be eibe. Die bishe ige Umkeh des P inzips „Jede nach seine Leis ung" in das Gegenp inzip „Jede nach seine Mach posi ion" hä e ein ü allemal ein Ende. c) Kleine soziale Ko ek u en Einkommensges al ung und Eigen umsbildung sind die wich igs en Elemen e eines Ausgleiches de Familienlas en. Abe das P oblem is dami nich e schöp . Es is ielmeh d ingend no wendig, auch eine Reihe kleine e Ko ek u en do o zunehmen, wo die Kinde amilie heu e in iel ache Beziehung schwe benach eilig und dadu ch an de En al ung ih e K ä e und de E üllung ih e Au gaben be- hinde is . Da sind beispielsweise die Sonde ausgaben im Einkommen-S eue - ech . Du ch e höh e Sonde ausgaben soll de Familie Gelegenhei ge- geben we den, höhe e E spa nisse als Alleins ehende und Kinde lose s eue ech lich gel end zu machen. Abe de g öß e Teil de Familien is nich einmal in de Lage, kleine e E spa nisse zu ückzulegen, weil die So ge ü die Kinde ih e ganze Wi scha sk a in Ansp uch nimm . Viel ach könn en jedoch g öße e E spa nisse dann gemach we den, wenn die So gep lich ü die Kinde beende is . Dann gel en abe wiede um die e höh en Sä ze ü die Sonde ausgaben nich meh . Die o male Gleichbe ech igung in bezug au die Sonde ausgaben ü Kinde lose, Kinde a me und Kinde eiche üh also zu eine ekla- an en Rech sungleichhei , die nu dadu ch behoben we den kann, daß die Sonde ausgabensä ze ü Kinde übe die Zei de So gep lich ü die Kinde ausgedehn we den, am bes en lebenslänglich bes ehen bleiben. E s dann wü de aus de o malen eine ech e Gleichbe ech i- gung und eine Möglichkei de Ve mögensbildung we den. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.2.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:26:51 221] De Ausgleich de Familienlas en 93 Besonde s wich ig sind ausgleichende Maßnahmen zu He s ellung ech e S a gleichhei zwischen Kinde n mi Geschwis e n und Einzel- kinde n in de Be u sausbildung. Das Beispiel de F ank u e Uni- e si ä , wo zweieinhalbmal so iel Einzelkinde s udie en, als de s a- is ischen Wah scheinlichkei en sp echen wü de, abe nu ein Vie el de Kinde mi ie und meh Geschwis e n (36), gib in diese Hin- sich auße o den lich zu denken. Eingehende e E hebungen übe diese F age, auch an höhe en Schulen, e scheinen d ingend nö ig. Ein ech es P oblem des Las enausgleiches im u eigens en Wo - sinne s ell sich bei de mü e lichen A bei sleis ung da (37). Es is wah scheinlich übe haup nu eilweise du ch Einkommensausgleich zu lösen. Siche wi d die Mu e im ein achen A bei nehme haushal auch bei meh e en Kinde n in de Regel ih e gesam e A bei selbs leis en können, wenn sie nich meh wie heu e zum Mi e dienen ge- zwungen sein wi d. Viel ach wi d sie abe auch dann noch du ch i gendwelche Zwischen älle in Si ua ionen kommen können, wo sie d ingend de Hil e beda . Ganz g undsä zlich eichen abe in Haus- hal en mi meh e en Kinde n, die einem höhe en kul u ellen Ni eau Rechnung agen müssen ode wollen, die K ä e eine einzelnen F au bei wei em nich ü die an allenden no wendigen A bei en aus. Die Ve a mung des Haushal es an A bei sk ä en läß sich auch du ch Technisie ung nich we machen. Diens leis ungen on Mensch zu Mensch sind nu in seh beg enz em Maße du ch Appa a e e se zba . Die Haus au und Mu e kann also ih e Leis ungs ähigkei nich in de selben Weise e g öße n und e iel achen, wie das bei echnischen A bei en de Fall is . Solange die Beziehungen zwischen Haus au und Gesinde na u al-wi scha lich und au einem ech en Fü so ge-T eue- Ve häl nis au gebau wa en, kamen beide Teile auch bei nich ma k - wi scha lich o ien ie en Löhnen zu ih em Rech . Sei dem jedoch die Diens leis ungen im P i a haushal nach o wiegend e we bswi - scha lichen, a ionalen Aspek en gewe e we den, sind sie so eue gewo den, daß sie on de du chschni lichen Meh kinde amilie nich meh bezahl we den können. Die Folge is nich nu eine kul u elle Ve a mung des Familien- lebens, sonde n auch ein e sch eckendes Nachlassen de e ziehe ischen K a de Familie. Wei e hin mangel es abe auch den he anwachsen- den jungen Mädchen an Gelegenhei , sich au ih e spä e en haus- mü e lichen P lich en o zube ei en und sich in sie einzua bei en. Diese Ve häl nisse sind also in jede Beziehung höchs beklagens- we . Viele Mü e e suchen un e Einsa z ih e ganzen Pe son de (36) Fe dinand 0 e e , Familie und Gesellscha , a.a.O., S. 533 . (37) Fe dinand 0 e e , Die E we bs ä igkei de F au als soziologisches und gesundhei spoli isches P oblem, Ä z liche Mi eilungen, He 26/1957. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.2.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:26:51 94 Fe dinand Oe e [222 No lage He zu we den. De E olg is in de Regel nu de , daß sie mi ih en K ä en Raubbau eiben und o zei ig al e n (38). Häu ig b echen sie soga un e de Übe las be ei s zu einem Zei - punk zusammen, wo on ihnen noch hohe Leis ungs ähigkei e wa e we den müß e. Auch hie nü z es nich s, in oman ische T äume eien zu e - allen und Ve lo enem nachzu aue n. De Zei geis is nich nach eine E neue ung al e pa ia chalische T eue e häl nisse ange an. Das junge Mädchen will sich nich meh eine emden F au pe sönlich un e o dnen, obwohl es zu eine sachlichen Un e o dnung un e die Bedingungen des mode nen A bei slebens in Be ieb und Bü o du ch- aus be ei is . Wah scheinlich wi d abe ein g oße Teil de jungen Mädchen ebenso be ei sein, ein bis zwei Jah e ü das Ziel eine so g- äl igen und gewissenha en Ausbildung zu op e n, um spä e ü ih e eigenen Haus auen- und Mu e p lich en ge üs e zu sein. Es e schein dahe no wendig, un e sachkundige und e an wo - liche Lei ung äl e e und e ah ene Mü e In e na e ü junge Mädchen einzu ich en, in denen diese sys ema isch ü den Haus- auen- und Mu e be u o gebilde we den, wobei ein Teil de Aus- bildung da in bes eh , daß sie in Haushal ungen mi Kinde n ode bei hil sbedü igen ode k anken Menschen Hausp legediens e leis en. Audi diese Tä igkei auße halb des In e na es müß e seh so g äl ig ges eue und übe wach we den, ohne daß es dabei zu eine Bü o- k a isie ung kommen da . Die schwie igs e Au gabe lieg wah schein- lich da in, en sp echend quali izie e und e ah ene F auen als Lei e- innen zu gewinnen, denen das e o de liche Maß F eihei in de Einzelges al ung gegeben we den kann. Au jeden Fall wä en o Einlei ung g öße e Ak ionen sys ema ische Modell e suche e o de - lich, die nu un e e hebliche inanzielle Un e s ü zung du ch die ö en liche Hand e olg e sp echend du chge üh we den können. Man muß einsehen, daß es hie um eine ganz bedeu ende Au gabe geh . Es gil , wiede Ve s ändnis da ü zu e wecken, daß sich das Leben nich im bloßen Ve dienen und Ausgeben on Geld e schöp , daß es ielmeh einen wi klichen Sinn e s dann gewinn , wenn die Menschen wiede be ei sein we den, sich gegensei ig zu dienen und Beschwe nisse aus dem Wege zu äumen, wie es de Leh e Ch is i en sp ich . Wenn diese Einsich , die un e dem Ein luß des Indus ie- kapi alismus imme meh dahingeschwunden is , nich wiede gewon- nen wi d, dann wi d es selbs un e de Vo ausse zung, daß alle ech- (38) O o Speck, Kinde e we bs ä ige Mü e , München 1956; "Wol gang Me zge , Die G undmaue n zu F oebels Haus. Blä e des Pes alozzi- F oebels-Ve bandes, Jah g. 4 (1953), He 2, S. 34 . Fe dinand Oe e , Übe las e e Mü e . Zei wende/Die neue Fu che, 25. Jah gang, He 7, S. 441 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.2.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:26:51