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Adam Smiths Ordnungstheorie in neuerer Sicht

Recktenwald, Horst Claus

Abstract

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Recktenwald, Horst Claus Article Adam Smiths Ordnungstheorie in neuerer Sicht Zeitschrift für Wirtschaftsund Sozialwissenschaften (ZWS) - Vierteljahresschrift der Gesellschaft für Wirtschaftsund Sozialwissenschaften, Verein für Socialpolitik Provided in Cooperation with: Duncker & Humblot, Berlin Suggested Citation: Recktenwald, Horst Claus (1985) : Adam Smiths Ordnungstheorie in neuerer Sicht, Zeitschrift für Wirtschaftsund Sozialwissenschaften (ZWS) - Vierteljahresschrift der Gesellschaft für Wirtschaftsund Sozialwissenschaften, Verein für Socialpolitik, ISSN 0342-1783, Duncker & Humblot, Berlin, Vol. 105, Iss. 4, pp. 507-514, https://doi.org/10.3790/schm.105.4.507 This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/291617 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. 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If the documents have been made available under an Open Content Licence (especially Creative Commons Licences), you may exercise further usage rights as specified in the indicated licence. https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ Besprechungsaufsatz Adam Smiths Ordnungstheorie in neuerer Sicht Von Horst Claus Recktenwald Fast ein Dezennium ist seit dem 200. Geburtstag des Wohlstand der Nationen vergangen, und noch immer hat die internationale SmithForschung nichts an Breite und Tiefe verloren. Hierfür lassen sich eine Reihe von Gründen anführen. Ich will nur vier herausgreifen: Der Abschied von der Keynes-Epoche mit ihren Eingriffen in den Markt und einer rasch zunehmenden Staatsquote via Steuern und öffentlichen Schulden und die Reaktion auf diesen Interventionismus durch Rückkehr zu den freiheitlichen Prinzipien der Klassik; dann die offensichtliche Ineffizienz öffentlicher Kollektive (mit einer wuchernden Bürokratie), die als absolute Monopolisten weder politisch noch ökonomisch wirksam kontrolliert oder gar zur Effizienz gezwungen werden können; ferner die Wiederbesinnung auf die Grundwerte des Menschen, die auch die Ökonomen zwingt, vernünftige Antworten auf ethische Fragen zu finden; und schließlich das zunehmende Interesse an der Ordnungstheorie, dem systematischen Denken in übergreifenden Zusammenhängen. In diese geistige und politische Strömung fügt sich auch der vorliegende Band1 ein. Er enthält Beiträge von Vertretern der Philosophie, Politologie, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften, die der Frage nachgehen, „welchen Beitrag das Werk von Adam Smith zur Klärung steuerungstheoretischer und ordnungspolitischer Fragen der Gegenwart zu leisten vermag". Das ist offensichtlich ein ebenso interessantes wie schwieriges Unterfangen. Erschwert wird dieses ein wenig ambitiöse Vorhaben noch dadurch, daß die ersten vier Beiträge von Autoren (nämlich Streißler, Kittsteiner, Skinner und Winch) stammen, die als „Smith-Kenner" von einer Bielefelder Forschungsgruppe „spontan" eingeladen wurden, zum ursprünglich engeren Thema „Steuerung und Erfolgskontrolle im öffentlichen Sektor" aus Smiths Sicht etwas beizusteuern. Aus diesen „Beiträgen" ist im Grunde nicht 1 Kaufmann, Franz-Xaver und Krüsselberg, Hans-Günther (Hrsg.): Markt, Staat und Solidarität bei Adam Smith. Frankfurt - New York 1984. OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/schm.105.4.507 | Generated on 2023-04-04 12:07:00 508 Horst Claus Recktenwald allzuviel geworden, was den spezifischen „Auftrag" betrifft, nicht die Abhandlungen als solche. Die zweite Gruppe (Gretschmann, Ostrom, Kaufmann, Krüsselberg) wollte hingegen bemüht sein, „dem Smithschen Werk Perspektiven (?) abzugewinnen, die für aktuelle sozialwissenschaftliche, insbesondere systemund ordnungstheoretische Analysen von Bedeutung sind". Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, daß man selbst nur den Versuch einer ordnungstheoretischen Gesamtschau oder gar den einer Integration anhand wesentlicher Kriterien nicht erwarten kann. Nicht einmal kritische Vergleiche der unterschiedlichen Interpretationen einzelner Smith-Hypothesen werden vorgetragen, von einer anregenden Auseinandersetzung der Autoren ganz zu schweigen. So stehen die fachwissenschaftlichen Einzelbeiträge im Grunde nebeneinander und von „interdisziplinärer Kommunikation" oder gar Diskussion ist aus dieser Sicht wenig zu finden. Der „Leser ... möge selbst entdecken" was für ihn jeweils reizvoll an Smiths Ideen ist, meinen bescheidenerund bequemerweise die Editoren. Natürlich ist es schwer, die in dem Titel des Buches ausgedrückten drei Systeme zu einem sinnvollen Ganzen, einer Ordnung, zu verknüpfen, wie die jüngste Literatur belegt. Ohne eine solche Integration der „Sub"-systeme kann man aber kaum ordnungstheoretische Einsichten gewinnen. Unter den vier Beiträgen der Smiths-Experten möchte ich, des knappen Raumes wegen, nur auf Andrew Skinners und Donald Winchs Abhandlungen kurz eingehen. Skinner, einer der Editoren der gründlichen Glasgow-Edition und fundierten Smith-Kenner, prüft umsichtig, welche Beziehungen zwischen Ethik, Recht und Wirtschaft bestehen. Neben Th. Wilson versucht er, als einer der ersten Angelsachsen in unserer Epoche, den systematischen Zusammenhang in Smiths Gesamtwerk zu erhellen, wie es ähnlich R. D. C. Black 1976 und H. C. Recktenwald 1974 gefordert haben. Im Grunde aber knüpft Skinner, unausgesprochen, an eine deutsche Tradition des 19. Jahrhunderts an, auf die ich früher bereits hingewiesen habe. In ihr nimmt Walther Eckstein (1926), der Übersetzer der „Theorie", einen besonderen Platz ein: So hat seine Interpretation des gesamten Smith-Opus den Kommentar der Herausgeber zur „Theory of Moral Sentiments" in der vorbildlichen Glasgow-Edition stark beeinflußt.2 Ebenso profund, anregend und lesenswert ist Donald Winchs erneuter Versuch, Smiths Werk aus der bislang vernachlässigten Sicht der 2 Näheres bei Recktenwald, H. C. (1978), An Adam Smiths Renaissance 1976? JELit 16, 56 - 83. OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/schm.105.4.507 | Generated on 2023-04-04 12:07:00 Adam Smiths Ordnungstheorie in neuerer Sicht 509 Politischen Theorie zu durchleuchten und zu erklären, eine gewisse Ergänzung zu seinem exzellenten Buch „Adam Smith's Politics", Cambridge 1978, die zudem neueste Beiträge zu diesem Thema (etwa von K. Haakonssen, I. Hond und M. Ignatieff) berücksichtigt. Natürlich läßt sich zu beiden Abhandlungen, wie zu allem Denken und Interpretieren, Kritisches anmerken. So vermag ich Winchs (unbelegter) Behauptung nicht zuzustimmen, „Versuche, Smiths Politische Theorie mit Hilfe seiner Wirtschaftstheorie zu erschließen" seien mit großer Wahrscheinlichkeit ungeeignet, die Perspektive seines Werkes zu erfassen. Statt dessen solle man die Ökonomische Theorie im Lichte der Politischen Theorie sehen. Dieses Urteil mag als eine Reaktion auf die zu einseitige Smith-Interpretation der meisten Ökonomen bis in unsere Zeit verständlich sein, geht aber an der schlichten Tatsache vorbei, daß Smiths „Natürliches System" gleichermaßen Effizienz und Gerechtigkeit einschließt. Welches Kriterium dabei, historisch gesehen, also räumund zeitbedingt, jeweils ein stärkeres Gewicht besitzt, ist vom Grundsätzlichen her nebensächlich. Beide können, unter bestimmten Bedingungen, in Smiths System durchaus übereinstimmen, etwa bei der kommutativen Gerechtigkeit, und beider Gewichte können sich verschieben. Das treffendste Beispiel für mein Argument sind die Vorwürfe in der Literatur, Smith betone zu einseitig das Selbstinteresse (so Rawls) oder, umgekehrt, die „Sympathie", also das Mitgefühl als Altruismus (?) (so Campbell). Beider Behauptung sind meines Erachtens reine Spekulation3, die unbegründbar ist. Soweit ich sehe, fehlt nach wie vor eine Rekonstruktion von Smiths „Natürlicher Ordnung", mit modernen Methoden (ähnlich der Samuelsons für Smiths Wachstumstheorie und der Arrows und Debreus für das Unsichtbare Hand-Theorem), die, auf wenigen Zentralprinzipien gründend, eine sinnvolle Integration der drei „Subsysteme" versucht und über die brillanten, aber zu einseitigen Modelle von Lindahl und Samuelson hinausreicht. Und sie könnte auch Aristoteles' und Thomas von Aquins Systeme in eine solch breite Analyse kritisch einbeziehen. Ein solches Smith-Modell habe ich jüngst zu rekonstruieren versucht.4 Im übrigen hat Smith die Entdeckung dieses „Natürlichen Systems" mit Nachdruck für sich beansprucht. Von den vier Abhandlungen der Bielefelder-Gruppe, die sich selbst als Nicht-Smith-Kenner bezeichnet, sollte ich ebenfalls zwei auswählen 3 Mehr in: H. C. Recktenwald, Ethics, Economics, Politics, erscheint in Kürze, und ders. (Hrsg.) (1985), Ethik, Markt und Staat, Smiths Ordnungstheorie, Darmstadt. 4 Recktenwald, H. C. (1985), Ordnungstheorie und ökonomische Wissenschaft. Erlanger Forschungen, Bd. 36. OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/schm.105.4.507 | Generated on 2023-04-04 12:07:00 510 Horst Claus Recktenwald und kurz rezensieren. Doch sollte ich nicht unerwähnt lassen, daß ich mit einem der hier nicht besprochenen Artikel große Schwierigkeiten hatte, die Aussagen zu verstehen. Das mag an meiner Unkenntnis der soziologischen Terminologie liegen, vielleicht aber auch an der Sprache des Verfassers und seiner eigentümlichen Spekulation. Ein Text-Beispiel mag für das Urteil des Lesers genügen: „Löst man nun Smiths (rudimentären) emanzipatorischen und partizipativen Impetus aus dem historischen Kontext ..., dann läßt sich (nicht dafür) ... plädieren ..., daß der mit der Erweiterung der Staatstätigkeit zwangläufig verbundene Machtzuwachs des Staats durch eine emanzipationsund teilhabefördernde Ausgestaltung der politisch-administrativen Organisationen und Institutionen sowie mittels Durchdringung der Verwaltungsagenda mit gesellschaftlichen und individuellen Mitwirkungsrechten, freiheitsund entfaltungsfördernd, bürgernah und subsidiär kompensiert wird" (S. 134). Das ist des Autors „sozietale (?) Steuerungsperspektive (?)". Wie wohltuend, schlicht und einfach sind dagegen Sprache und Gedanke des „kleinen Mannes" aus Schottland! Und wie wenig kann eine solche „konstruierte" und dichte Sprache helfen, neue Einsichten zu gewinnen oder gar Empfehlungen für praktisches Handeln geben! Interessant ist F. X. Kaufmanns Versuch, herauszufinden, worin Smiths spezifischer Beitrag besteht, die von Kaufmann sogenannten solidarischen Steuerungsleistungen zu erklären. Er greift dabei auf Smiths Konzept der Sympathie zurück, die er keineswegs, wie das zumeist geschieht, mit Wohltat oder Altruismus verwechselt. Um das Angemessene eines eigenen oder fremden Verhaltens beurteilen zu können, und das ist ja wohl ein entscheidendes Kriterium für Solidarität, zieht Kaufmann dann Smiths Prinzip des gerechten und unparteiischen Zuschauers heran, das Smith ja zudem dazu benutzt, um zu erklären, wie ethische Regeln in einer Gemeinschaft überhaupt entstehen. Es leuchtet ohne weiteres ein, daß je ausgeprägter und allgemeiner verbreitet das Mitgefühl in diesem Sinne ist, um so mehr werden ethische Regeln beachtet, und um so weniger bedarf es des durchsetzbaren Rechtes, das mit Zwangsgewalt ausgestattet ist. Tatsächlich sind aber, in Smiths Ordnung, Umfang und Inhalt der Staatstätigkeit (Stu,i), gemessen etwa an der Staatsquote, nicht nur abhängig vom Mitgefühl (M), sondern auch von der Beachtung „ethischer Regeln (eR) und dem Grade des evolutorischen Wettbewerbs (eW). Diese Zusammenhänge lassen sich auch formalisieren und in eine Funktion kleiden: StUii = St (M, eR, eW) OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/schm.105.4.507 | Generated on 2023-04-04 12:07:00 Adam Smiths Ordnungstheorie in neuerer Sicht 511 Eine Topik am Ende dieser Abhandlung vermittelt einen Einblick in Smiths natürliche Ordnung. Da der Mensch aber unvollkommen ist und das Mitgefühl im Alltag, unter Knappheit, also außerhalb des Paradieses, unser Verhalten oft nur marginal „steuert", wäre es höchst unrealistisch, eine ganze Ordnung einseitig auf diesem Prinzip aufzubauen oder mit ihm zu erklären. „Beneficience may be the sole principle for the Deity but not for Human beings", das ist Smiths Antwort auf die ordnungspolitischen Forderungen ethischer Rigoristen oder idealistischer Philosophen, namentlich deutscher Sprache. Das gilt selbst für Kants Kriterium des Gewissens, soweit es im Transzendentalen liegt und nicht Ergebnis menschlicher Erfahrung ist. Auch ist sie eine Antwort auf die Postulate von Sozialromantikern und absoluten Kollektivisten unserer Epoche. Kaufmann sieht selbstverständlich die Grenzen, die dem Prinzip der Solidarität durch die Unvollkommenheit des Menschen gesetzt sind. Solange dieses solidarische Prinzip vom Selbstinteresse des Menschen ausgeht, das nur unter dem Grundsatz der Gegenseitigkeit ethisch vertretbar ist, und solange Solidarität nicht auf irgendeiner diffusen Vorstellung über die „Gesellschaft" (?) beruht, wie das bei Marx und der „Theologie der Befreiung" der Fall ist5, kann man, so meine ich, Smiths Konzept der Sympathie und des unparteiischen Beobachters ohne weiteres zur Begründung von Solidarität heranziehen. Im übrigen ist das ökonomische und politische Verbundprinzip (neben dem der Subsidiarität) meines Erachtens die entscheidende Grundlage für alle drei Systeme in Smiths Ordnung (siehe Anhang). Aus ganz anderem Holz ist Krüsselbergs Beitrag geschnitzt. Er sieht Smiths System weniger aus der Sicht der Steuerung als aus der des modernen Vermögensbegriffes, eines „Lieblingsthemas" des Verfassers, zu dem er ja Beachtliches beigetragen hat. Er plädiert mit guten Gründen dafür, den Wohlfahrtsbegriff zu erweitern und ihn am Vermögen, eben dem „Wealth", zu orientieren, so wie es Hicks vor einiger Zeit angeregt hat. Dieser Indikator umfaßt bei Smith Humanwie Sachvermögen, was der Autor im einzelnen belegt. Wenn auch die einzelnen Abhandlungen weitgehend unverbunden nebeneinander stehen und eine kritische Diskussion der Hauptthesen fehlt, so ist die Lektüre des Buches dennoch höchst anregend und gewinnbringend, und zwar nicht nur dann, wenn man der Aufforderung der beiden Herausgeber folgt: „So möge denn der Leser selbst ents Wie falsch Marx' fundamentale Uberbautheorie ist, belegt die Abbildung im Anhang, in der sie mit der Wirklichkeit konfrontiert wird. Mehr in Recktenwald, H. C. (1985) und ders. (1983), Lexikon der Staatsund Geldwirtschaft. München. OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/schm.105.4.507 | Generated on 2023-04-04 12:07:00 512 Horst Claus Recktenwald decken, wo es für ihn als Philosoph, Politologe, Soziologe oder Wirtschaftswissenschaftler reizvoll wird, sich mit jenen Ideen intensiver auseinander zu setzen, die Adam Smith vor über 200 Jahren ausgebreitet hat." Darüber hinaus sollte man den Editoren dankbar sein, daß sie auch die deutsche Forschung auf ein Anliegen aufmerksam gemacht und hingeführt haben, das wichtig ist auf der Suche nach neuen Grundmustern der Politischen Ökonomie, die die zentralen Phänomene unserer Epoche erklären und ein wenig zu gestalten mithelfen möchten.6 Auch diese Schrift trägt sicherlich dazu bei, Smiths wissenschaftliche Leistung und Originalität in Analyse und Synthese, im Vergleich zu der David Ricardos, weit höher einzustufen, als dies bis heute in den Lehrbüchern der Theorieund Dogmengeschichte geschieht (oft unter dem Einfluß des falsch interpretierten Joseph Schumpeters), eine Ansicht, der erst jüngst Paul Samuelson in einem Brief an mich vorbehaltlos zugestimmt hat. Abb. 1: Das durchbrochene Verbundprinzip (analytisch) Absolute Trennung Gestufter Verbund F = 100 % F= 0 A, E, N, Z = extreme Trennung von Anbieter, Entscheider, Nutzer und Zahler (F = 100 °/o) 1, 4, 6, 8 = Verbund von 2 Gruppen 2, 3, 5, 7 = Verbund von 3 Gruppen gestricheltes Feld = vollkommener Verbund = Freifahrer-Verhalten ist Null (F = 0) oder N Z •«-»• E A « Näheres in Recktenwald, H. C. (1985), Zum Selbstverständnis der ökonomischen Wisenschaft — über wirtschaftliche Einsicht und „Wissen" aus Überzeugung, in: Jahrbuch 1984 der Leibniz-Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Wiesbaden. 79 - 84. OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/schm.105.4.507 | Generated on 2023-04-04 12:07:00 Adam Smiths Ordnungstheorie in neuerer Sicht 513 Abb. 2: Marx' falsche Überbautheorie Künstliches, einseitiges Gebilde: Von Marx umgestülpte Uberbautheorie Hegels (Bewußtsein) Wirklichkeit: Ein dichtes Geflecht von Wechselbezügen mit Schüben und Schwingungen in der Struktur: Alle Phänomene können, im Wechsel, Ursache, Wirkung und Indikator sein. Die linearen Bezüge erfassen also niemals die Vielfalt der nichtlinearen Wirklichkeit. 33 Zeitschrift für Wirtschaftsund Sozialwissenschaften 1985/4 OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/schm.105.4.507 | Generated on 2023-04-04 12:07:00 514 Horst Claus Recktenwald £ o £ tf •a e | s o 05 w CO h O l« e* h i Ö o > ft o H 0) A •pH 4) u fa Sn 4> TJ bfi Ö Ö 'S »4 O <y •s 73 fc I rC! CO O swco f-. 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