Open Science, KI und das Ringen um wissenschaftliche Integrität
Abstract
Dieser Vortrag ist einer der drei Vorträge, die innerhalb der Veranstaltung „Das Paradox der Offenheit – Der schmale Grat zwischen Open Science und wissenschaftlicher Integrität“ gehalten wurden. Die Veranstaltung fand am 11.12.2025 statt und ist Teil der Reihe "Quo Vadis - Offenen Wissenschaft für Berlin und Brandenburg". Die Literatur für diesen Vortrag und die weiteren Vorträge innerhalb der “Quo Vadis“ – Veranstaltung finden sich in folgender Zotero-Bibliothek: https://www.zotero.org/groups/6191394/fake_science_scientific_fraud/library
Full text
Open Science, KI und das Ringen um wissenschaftliche Integrität Dr. Juliane Stiller - Grenzenlos Digital e. V. Quo Vadis, 11.12.2025
Das Spannungsfeld ○Wissenschaft ist globaler, digitaler, kooperativer und offener ○KI beschleunigt Wissenschaft – aber auch den Missbrauch ○KI verstärkt Spannungsverhältnisse zwischen Offenheit, Integrität und wissenschaftlicher Sicherheit
Wissenschaftliche Integrität Vmenkov; Academic journals on shelves of Vitoria University Library, Spain. CC BY-SA 3.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en Industriell gefertigte Falschinformation Foto von Christa Dodoo auf Unsplash
Wissenschaftliche Integrität ○Gute wissenschaftliche Praxis, Verantwortung, Objektivität, Transparenz ○Offener Zugang zu Daten, Forschungsdesign, Ergebnissen, usw. ermöglicht Überprüfbarkeit Vmenkov; Academic journals on shelves of Vitoria University Library, Spain. CC BY-SA 3.0, https://creativecommons.org/licenses/b y-sa/3.0/deed.en
Flut an Desinformation ○KI generiert massenhaft falsche Inhalte mit wiss. Anmutung ○Pseudowissenschaft kopiert die Sprache der Forschung ○Offene wissenschaftliche Inhalte machen das „Kopieren“ einfach ○Fake-Studien, simulierte Expertise, generierte Autoritäten ○Es wird immer schwerer wird, echte Forschung zu erkennen KI-generiertes Bild in einer „wissenschaftlichen“ Studie, die nun zurückgezogen ist: https://www.frontiersin.org/journals/celland-developmentalbiology/articles/10.3389/fcell.2023.133939 0/full
Fake-Publikationen sind nicht nur wissenschaftlich wertlos und verschwenden Forschungsmittel von geschätzt über 10 Milliarden Euro jährlich. Sie verstärken zudem die Reproduzierbarkeitskrise, führen zu falschen Entscheidungen, beispielsweise bei Therapien, oder Investitionen in der Forschung und Industrie. Sie können gar gefährlich werden und verseuchen das Weltwissen des 'Permanent Scientific Record' in rasanter Geschwindigkeit Prof. Bernhard Sabel Quelle: https://www.forschung-und-lehre.de/forschung/der-menschliche-anteil-gehtzusehends-zurueck-6320 „ „
KI-Müll erstickt das Internet Haben wir auch ein SlobProblem in der Wissenschaft? Dokumentation auf Arte im Oktober 2025
Offene Infrastrukturen Missbrauch
Offene wissenschaftliche Infrastrukturen ○Open Access ○Offene Daten ○Offene Repositorien