Wechselkurssystem und Philipps-Kurve – Neue Ökonometrisch fundierte Thesen zur aktuellen Diskussion um die "beste" Währungsordnung
Abstract
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Full text
Lang, Peter; Ohr, Renate Article Wechselkurssystem und Philipps-Kurve – Neue Ökonometrisch fundierte Thesen zur aktuellen Diskussion um die "beste" Währungsordnung Kredit und Kapital Provided in Cooperation with: Duncker & Humblot, Berlin Suggested Citation: Lang, Peter; Ohr, Renate (1983) : Wechselkurssystem und Philipps-Kurve – Neue Ökonometrisch fundierte Thesen zur aktuellen Diskussion um die "beste" Währungsordnung, Kredit und Kapital, ISSN 0023-4591, Duncker & Humblot, Berlin, Vol. 16, Iss. 2, pp. 231-241, https://doi.org/10.3790/ccm.16.2.231 This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/292960 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. Sie dürfen die Dokumente nicht für öffentliche oder kommerzielle Zwecke vervielfältigen, öffentlich ausstellen, öffentlich zugänglich machen, vertreiben oder anderweitig nutzen. Sofern die Verfasser die Dokumente unter Open-Content-Lizenzen (insbesondere CC-Lizenzen) zur Verfügung gestellt haben sollten, gelten abweichend von diesen Nutzungsbedingungen die in der dort genannten Lizenz gewährten Nutzungsrechte. Terms of use: Documents in EconStor may be saved and copied for your personal and scholarly purposes. You are not to copy documents for public or commercial purposes, to exhibit the documents publicly, to make them publicly available on the internet, or to distribute or otherwise use the documents in public. If the documents have been made available under an Open Content Licence (especially Creative Commons Licences), you may exercise further usage rights as specified in the indicated licence. https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
Wechselkurssystem und Philipps-Kurve Neue ökonometrisch fundierte Thesen zur aktuellen Diskussion um die „beste" Währungsordnung Von Peter Lang und Renate Ohr, Bochum I. Die wachsenden Inflationstendenzen in der Weltwirtschaft der 70 er Jahre sind vielfach diskutiert1 und oftmals auf die sogenannte „wage explosion"2 seit 1968 zurückgeführt worden. Ob dabei der Übergang vom System fester Wechselkurse zu flexiblen Wechselkursen im Jahre 1973 Einfluß auf Inflation und Beschäftigung hatte, untersucht Carl-Ludwig Holtfrerich3 im Rahmen einer ökonometrischen Untersuchung am Fall der Bundesrepublik Deutschland. Seine recht weitgehenden Schlußfolgerungen gipfeln in einer normativen Bewertung der beiden Wechselkurssysteme, die uns Anlaß gibt zu einer kritischen Überprüfung der Grundlagen seiner Analyse und der ökonomischen Interpretation seiner Ergebnisse. n. Feste Wechselkurse sind danach in einer Welt, die stabilitätsgerecht mit Liquidität versorgt wird, für alle Länder attraktiv, die Preisstabilität bei einem Minimum an Arbeitslosigkeit anstreben4. Flexible Kurse schirmen zwar die nationale Wirtschaftspolitik gegen außenwirtschaftliche Störungen weitgehend ab, jedoch nach Holtfrerich mit 1 Vgl. z.B. P. McCracken u.a., Towards Full Employment and Price Stability: A Report to the OECD by a Group of Independent Experts, Paris 1977; K. Brunner und A. Meitzer (Hrsg.), Policies for Employment, Prices and Exchange Rates, Amsterdam 1979. 2 Vgl. z.B. W. Nordhaus, The Worldwide Wage Explosion, in: Brookings Papers on Economic Activity, 1972, S. 431 ff. 3 C. Holtfrerich, Wechselkurssystem und Philippskurve, in: Kredit und Kapital, 1982, S. 65 ff. 4 Ebenda, S. 84. OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/ccm.16.2.231 | Generated on 2023-01-16 12:49:01
232 Peter Lang und Renate Ohr der Konsequenz, daß niedrige Arbeitslosenquoten nur noch bei höheren Lohnund Preissteigerungsraten erreichbar scheinen und somit Preisstabilität mit hoher Arbeitslosigkeit verbunden ist. Von zentraler Bedeutung für diese Folgerungen ist die Hypothese, nach der in einer kleinen, stark außenhandelsabhängigen Volkswirtschaft - für sie steht die BRD - unter dem Regime fester Wechselkurse für Unternehmen und Gewerkschaften ein gemeinsames Interesse an lohnund preispolitischer Zurückhaltung besteht, weil eine im internationalen Vergleich hohe Preisstabilität die Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten verbessert und über hohe Exporte die Beschäftigung und das Wachstum im Inland sichert5. Unter solchen Bedingungen kann ein Trade-off6 zwischen Inflationsrate und Arbeitslosigkeit im Sinne eines modifizierten Philipps-Kurven-Zusammenhangs bzw. zwischen Veränderungsrate der Lohnstückkosten und Arbeitslosigkeit im Sinne eines originären Philipps-Kurven-Zusammenhanges nur nachgewiesen werden, wenn die Tarifparteien die außenwirtschaftlich bedingten Vorteile der Preisund Lohnzurückhaltung nicht erkennen, bzw. andere Komponenten (z.B. drastische Erhöhungen von Importpreisen oder ein demographisch bedingter Anstieg der Lohnnebenkosten) eine nationale Lohn-Preis-Spirale in Gang setzen. Unter flexiblen Kursen bewirkt Stabilitätspolitik eines Landes nach Holtfrerich, daß sich der eigene Wechselkurs gegenüber den inflationierenden Ländern aufwertet und somit den beschäftigungssichernden preisbedingten Wettbewerbsvorteil auf den Weltmärkten wieder zunichte macht. Weder Preisnoch Lohnzurückhaltung zahlen sich unter diesen Bedingungen aus. Vielmehr entsteht bei Unternehmen und Gewerkschaften ein wachsendes Interesse, durch steigende Löhne die Inlandsnachfrage zu beleben, um auf diese Weise die Beschäftigung im nationalen Rahmen zu sichern. Niedrige Lohnabschlüsse (verbunden mit niedrigen Preissteigerungsraten) müssen daher hier systematisch mit hoher Arbeitslosigkeit zusammenfallen; ein hoher Beschäftigungsstand kann nur durch starke Erhöhung der Massenkaufkraft, d.h. starke Lohnund Preissteigerungen erreicht werden. Ein deutlicher Philipps-Kurven-Zusammenhang müßte empirisch nachweisbar sein7. 5 Ebenda, S. 77 f. 6 Vgl. z.B. J. Siebke, Der Zusammenhang zwischen Preisniveauentwickung und Beschäftigungsgrad: Die Philippskurve, Jahrbuch für Sozialwissenschaft, 1972, S. 289f.; D. Gordon, Neoclassical Theory of Keynesian Unemployment, in: K. Brunner und A. Meitzer, The Philipps-Curve and Labour Markets, Amsterdam 1976, S. 65 ff. 7 C. Holtfrerich, a.a.O., S. 80. OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/ccm.16.2.231 | Generated on 2023-01-16 12:49:01
Wechselkurssystem und Philipps-Kurve 233 in. Läßt sich im Rahmen einer ökonometrischen Analyse für die Zeit flexibler Wechselkurse ein signifikanter Trade-off zwischen Inflationsrate und Arbeitslosenquote nachweisen und erweist sich zugleich kein signifikanter Zusammenhang zwischen Inflationsrate und Arbeitslosenquote für die Zeit fester Kurse, so sieht Holtfrerich seine Hypothese über den Zusammenhang zwischen Wechselkurssystem und Preisund Lohnpolitik bestätigt. Um einen stringenten Test für diesen Zusammenhang am Beispiel der BRD vorzunehmen, verbindet er die Inflationsrate P (Deflator des Bruttosozialproduktes) mit der Wachstumsrate der Importpreise iP im Vorjahr und der Arbeitslosenquote AL zur Regressionsgleichung (1) (in Zeile 1, Spalte 1 der Tabelle). Die Importpreise sollen außenwirtschaftliche Preiskomponenten erfassen, die im Inland - korrigiert um Wechselkursänderungen - wirksam werden. Eine solche Gleichung gibt Aufschluß über den gemeinsamen Einfluß der Komponenten Importpreisniveau und Beschäftigungsniveau auf die Preisentwicklung heimischer Güter. Holtfrerichs multiple Regressionsrechnung auf der Basis von Jahreswerten für die betrachteten Variablen über den Zeitraum von 1955 bis 1979 liefert die Resultate, die in Zeile 1 der Tabelle wiedergegeben sind und sich wie folgt interpretieren lassen: — Für den Gesamtzeitraum ist weder ein signifikanter Zusammenhang zwischen Inflation und Beschäftigung noch zwischen Inflation und Importpreisen nachzuweisen; — für die Zeit fester Wechselkurse (Holtfrerich betrachtet dafür den Zeitraum 1955 bis 1969) gilt dasselbe; — unter flexiblen Kursen (1970 bis 1979) bietet sich bei relativ hohem Bestimmtheitsmaß ein verändertes Bild. Nunmehr signalisiert der Koeffizient der Regressionsgleichung b2 mit - 0,94 einen deutlichen Trade-off zwischen Arbeitslosenquote und Deflator des BSP, während der Zusammenhang zwischen Importpreisentwicklung und Deflator, gemessen anhand des Koeffizienten bly mit 0,11 nach wie vor gering ist; — konfrontiert mit b2 = — 0,19 für den Zeitraum fester Kurse muß daraus der Schluß gezogen werden, daß eine Erhöhung des Beschäftigungsniveaus bei flexiblen Kursen von einem ausgeprägteren Inflationsschub begleitet ist als bei festen Kursen. Holtfrerichs Folgerungen, wonach ein System fester Wechselkurse günstiger wäre für die Sicherung eines hohen Beschäftigungsniveaus bei Preisstabilität scheint bestätigt. OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/ccm.16.2.231 | Generated on 2023-01-16 12:49:01
234 Peter Lang und Renate Ohr IV. Bei genauerer Analyse seiner Vorgehens weise drängen sich jedoch einige Fragen auf, die am Aussagewert der daraus abgeleiteten Ergebnisse zweifeln lassen. 1. Warum unterstellt Holtfrerich angesichts von Jahreswerten (!) in seiner Regressionsgleichung einen einperiodigen time-lag zwischen der Wachstumsrate der Importpreise und der Wachstumsrate des Deflators, obwohl insbesondere wechselkursbedingte Importpreisveränderungen bekanntermaßen außerordentlich kurzfristig die Produktionskosten erhöhen und die Inflationsrate beschleunigen8? 2. Warum beginnt die Analyse flexibler Wechselkurse bereits 1970, obwohl der Zusammenbruch des Systems von Bretton-Woods erst 1973 datiert? Zudem ragt die Zeitreihe der festen Kurse sehr weit in die fünfziger Jahre hinein, wodurch die damals ohne Zweifel noch vorhandenen Sonderwirkungen der Nachkriegsphase das Analyseergebnis beeinflussen dürften. 3. Schließlich ist die gewählte Zahlenbasis für eine qualitativ hochwertige ökonometrische Analyse durch seine Auswahl von Jahresdaten zu schmal, so daß sich z.B. für den Zeitraum flexibler Wechselkurse nur acht Freiheitsgrade ergeben! V. Wird der ökonomisch schwer begründbare time-lag aufgehoben, so verändert sich das Analyseergebnis bereits entscheidend (vgl. Zeile 2 der Tabelle), da das korrigierte Bestimmtheitsmaß R* sowohl für den gesamten Zeitraum als auch für den Zeitraum flexibler Kurse erheblich geringer ausfällt. Dagegen zeigen die Durbin-Watson-Werte eine verringerte Autokorrelation an. Nur noch der Vergleich der b-Koeffizienten offenbart eine gewisse Ähnlichkeit zwischen der ersten und der zweiten Schätzung. Verzerrend ist weiterhin die Fixierung des Übergangs vom System fester zum System flexibler Wechselkurse mit dem Jahreswechsel 1969/70. Dadurch werden dem Zeitraum flexibler Wechselkurse die Jahre 1970 bis 1972 zugeordnet, die noch - abgesehen von vereinzelten Aufoder Abwertungen - durch feste Wechselkurse gekennzeichnet sind, aber zugleich weltwirtschaftlich bedingte wachsende Inflationsraten aufweisen. Auch der Graph der Zeitreihen des Deflators des BSP und der Arbeitslosenquote zeigt 8 Ein solcher Lag wäre allenfalls bei Quartalswerten zulässig. OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/ccm.16.2.231 | Generated on 2023-01-16 12:49:01
Wechselkurssystem und Philipps-Kurve 235 16 Kredit und Kapital 2/1983 OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/ccm.16.2.231 | Generated on 2023-01-16 12:49:01
236 Peter Lang und Renate Ohr deutlich, daß Holtfrerichs Analysezeitraum zwei Übergangsphasen aufweist, die bezüglich der Diagnose eines Philipps-Kurven-Zusammenhangs als untypisch zu charakterisieren sind. So ist der Nachkriegszeitraum der Wiederaufbauphase von 1955 bis 1959 noch durch relativ hohe Arbeitslosenquoten gekennzeichnet, die augenscheinlich nichts mit dem Erklärungsansatz der Philipps-Kurve zu tun haben können. Die zweite Sonderphase (1972 - 1974) umfaßt die Auflösung des Systems fester Wechselkurse und die zeitlich damit einhergehenden Veränderungen der Weltrohstoff preise. VI. Die Abgrenzung der Zeiträume in Holtfrerichs Analyse erweist sich jedoch als entscheidend für die gewonnenen Ergebnisse. Wird nämlich der Übergang vom Fixkurssystem zum Floating nach 1973 vorgenommen und darüber hinaus der frühe Zeitraum aus der Analyse ausgeschlossen, so liefert die multiple Regression mit Hilfe der Regressionsgleichung (3) erheblich veränderte Resulate (Zeile 3 in der Tabelle)9: — Für den Gesamtzeitraum läßt sich nach wie vor kein signifikanter Zusammenhang zwischen den Variablen des Regressionsmodells nachweisen; — unter festen Wechselkursen ergibt sich jedoch mit — 3,14 ein vergleichsweise absolut höherer Wert für den Koeffizienten b2 sowie ein deutlich höheres korrigiertes Bestimmtheitsmaß; — unter flexiblen Kursen nimmt der Koeffizient b2 den Wert + 0,83 an, das korrigierte Bestimmtheitsmaß ist zudem äußerst gering. Damit zeigt sich, daß unter festen Wechselkursen der partielle Trade-off zwischen Arbeitslosigkeit und Deflator des BSP im Vergleich zu Holtfrerichs Ergebnissen deutlicher ausgeprägt ist, und unter flexiblen Kursen sogar kein statistisch signifikanter Zusammenhang besteht. Es scheint also, daß unter den Bedingungen fester Wechselkurse eine Reduktion der Arbeitslosenquote mit einem stärkeren Anstieg der Inflation verbunden ist als unter den Bedingungen flexibler Kurse! 9 Die Daten für die ökonometrische Untersuchung wurden entnommen aus den amtlichen Nachrichten der Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosenquote) und aus den verschiedenen Jahrgängen der Jahresgutachten des Sachverständigenrates (Inflationsrate, Deflator des Bruttosozialproduktes, Lohnstückkosten, Importpreisentwicklung). OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/ccm.16.2.231 | Generated on 2023-01-16 12:49:01
Wechselkurssystem und Philipps-Kurve 237 vn. Erhärtet wird diese Vermutung durch eine Analyse der originären Philipps-Kurve, in der gemäß Gleichung (4) der Tabelle der Zusammenhang zwischen der Wachstumsrate der Lohnstückkosten (LSK), der Verbraucherpreisentwicklung (VP) und der Arbeitslosenquote untersucht wird. Die multiple Regressionsrechnung liefert hier Resultate von hoher Bestimmtheit, die zudem Durbin-Watson-Werte aufweisen, die nahe bei 2 liegen10. Es zeigt sich, daß der Trade-off zwischen Arbeitslosenquote und Entwicklung der Lohnstückkosten sowohl bei festen als auch bei flexiblen Kursen vorhanden ist, sich jedoch im Festkurssystem (ö2 = - 4,07) als besonders stark erweist. Hieraus kann gefolgert werden, daß eine Senkung der Arbeitslosigkeit unter den Bedingungen fester Kurse (flexibler Kurse) mit einem erheblich stärkeren (geringeren) Anstieg der Lohnstückkosten verbunden ist. Gegen unsere wie gegen Holtfrerichs Analyse läßt sich jedoch bisher noch das Argument einer statistisch unzureichenden Datenbasis einwenden. Deshalb wurde exemplarisch die Regressionsgleichung (4) auch auf der Basis von Halbjahres werten geschätzt. Die gewonnenen Resultate in Zeile 5 der Tabelle bestätigen jedoch unsere Folgerungen zum partiellen PhilippsTrade-off. vin. Die Analyse des Zeitraumes 1966 bis 1981 unter Verwendung der Regressionsgleichungen (3), (4) und (5) widerlegt somit (bei höherer statistischer Genauigkeit!) für die BRD die Schlußfolgerungen Holtfrerichs. Es kann festgestellt werden, daß die Einführung des Systems flexibler Wechselkurse keinesfalls die Bedingungen für hohes Beschäftigungsniveau bei niedriger Inflation verschlechtert hat! Vielmehr haben sich die Rahmenbedingungen für eine stabilitätswahrende Beschäftigungspolitik durch flexible Wechselkurse verbessert, da ein Rückgang der Arbeitslosenquote bei festen Kursen mit einer stärkeren Erhöhung der Inflationsrate einhergeht als bei flexiblen Kursen. Die geringe Signifikanz des modifizierten Philipps-Zusammenhangs im System flexibler Wechselkurse im Gegensatz zum System fester Wechselkurse (Regressionsgleichung (3)) kann auf zwei Gründen beruhen. Zum 10 Zur Problematik der Schätzund Testqualität, vgl. z.B. W. Assenmacher, Einführung in die Ökonometrie, München 1980, S. 146 ff. 16* OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/ccm.16.2.231 | Generated on 2023-01-16 12:49:01
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