scieee Open visual document viewer

Nationale Idee und politisches Ziel (II)

Bissing, W. M. Frhr. von

Abstract

EconStor is a publication server for scholarly economic literature, provided as a non-commercial public service by the ZBW.

Full text

Bissing, W. M. F h . on A icle Na ionale Idee und poli isches Ziel (II) Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Bissing, W. M. F h . on (1956) : Na ionale Idee und poli isches Ziel (II), Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 76, Iss. 6, pp. 65-105, h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/290863 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ 705] 65 Na ionale Idee und poli isches Ziel (III) Von W. M. F h . on B i s s i n g - Ma bu g IV. Alldeu sche Gedanke und Chau inismus s a na ionale Idee 1890 bis 1918 Die g oßen E olge in den deu schen Einhei sk iegen ha en be- sonde s in de Jugend eine Übe heblichkei en s ehen lassen, die mein e, daß das deu sche Volk den ande en eu opäischen G oßmäch en o z ih e ausgebilde en Mach übe legen wä e, weil — wie es die sieg eichen K iege gezeig hä en — Deu schland die besse en mili ä- ischen Ein ich ungen und Füh e besaß. Dieses mili ä ische Übe legen- hei sge ühl wa die eine Wu zel des Chau inismus. Sie and Boden in as allen Schich en de Gesellscha mi Ausnahme de in e na ional einges ell en A bei e . Die zwei e Wu zel en s amm e dem Klein- bü ge um. Dieses wa du ch die o sch ei ende En wicklung zum Indus ies aa in seine Exis enz du ch die sich ausb ei ende G oß- indus ie bed oh . Sein gesellscha liche und poli ische Ein luß e - minde e sich zuguns en des g oßen Besi zbü ge ums. Diese gesell- scha liche D uck, de au dem Kleinbü ge um las e e, ie in ihm ein gewisses soziales Minde we igkei sge ühl he o . Es wu de in de Weise ab eagie , daß man ein übe spann es Na ionalge ühl zu Schau ug. Dieses und de al e Na ional ehle de Deu schen, de Neid48, wand e sich gegen die al en G oßmäch e, die die E de meh ode minde un e sich au ge eil ha en, so daß ü das neu in den K eis de G oßmäch e ein e ende deu sche Volk nich s meh üb ig blieb. Das Deu sche Reich schien in den Augen des Kleinbü ge ums nich die Wel gel ung zu besi zen wie die ande en g oßen Mäch e, und die das Kleinbü ge um auch ü Deu schland beansp uch e. Man e - gaß, daß diese S ellung de G oßmäch e die F uch des Scha ens on Gene a ionen wa . Man woll e nun in wenigen Jah en das „auch haben", was die al en g oßen Mäch e sich in Jah hunde en e ungen ha en. In den Augen de Kleinbü ge gehö en die Deu schen zu den Habenich sen. 48 A nold Oska Meye , Bisma ck 1949, S. 529. Schmolle s Jah buch LXXVI, 6 5 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 66 W. M. F h . . Bissing [706 De geis ige Boden, au dem de deu sche Chau inismus wachsen konn e, wa die Ve he lichung de Mach du ch Nie zsche und T ei schke als dem en scheidenden Mo o de Poli ik. Chau inismus abe kann nie die G undlage eine na ionalen Idee we den, weil e nich au eine nüch e nen Abs ak ion de gegebenen Wi klichkei be uh , sonde n das P oduk eine übe wiegend on ge- ühlsmäßigen Momen en gelei e en und dahe einsei igen Be ach- ung poli ische K ä e, his o ischen Geschehens und de sich da aus e gebenden Möglichkei en is . We und Bedeu ung ande e Völke we den he abgese z und ihnen wi d nich die gleiche Lebens- be ech igung zue kann wie dem eigenen Volk. Dami abe e leugne de Chau inismus die En elechie, ü die alle Völke , jedes nach seine A und Leis ung, die gleiche Bedeu ung haben. Das Cha isma Bisma cks ha e die e s en Keime des Chau inismus noch niede gehal en. So wa es kein Wunde , daß sie nach seinem Ab- gang schnell in die Höhe schössen, und daß die Chau inis en sich au G und seines Cha isma ge ade au seine K i ik am Abkommen übe Helgoland be ie en und ihn au diese Weise o ih en Wagen zu spannen such en. Im Jah e 1891 en s and in F ank u am Main die poli ische O ganisa ion des Chau inismus, de Alldeu sche Ve band, zu dessen G ünde n auch ein Re e enda , D . Al ed Hugenbe g, ge- hö e. Die ande en G ünde kamen aus kleinbü ge lichen K eisen, in denen man damals schon om deu schen He en olk sp ach, das sich seinen An eil an de Wel selbe zu nehmen hä e, und deswegen ie man lau : „Deu schland wache au 49." Fe ne wu de de Kamp gegen die „Reichs einde64, Zen um und Sozialdemok a ie, au das Banne gesch ieben, und so kam eine enge Ve bindung zum Reichs e band gegen die Sozialdemok a ie zus ande. Die Finanzie ung des Ve bandes e olg e du ch Bei äge seine Mi gliede . E s nach de Jah hunde - wende e hiel e Mi el aus dem Disposi ions onds des Reichsma ine- am s und dann spä e du ch Kide len aus Mi eln des Auswä igen Am es. Die Schwe indus ie wa zunächs an de Finanzie ung nich be eilig . Das wa e s im e s en Wel k ieg de Fall, als dem Ve band du ch Hugenbe g Mi el zu lössen, die o enba aus schwe indus iellen Quellen s amm en. Die Masse seine Mi gliede , im Ganzen e wa 20 000 bis 25 000, wa en in e s e Linie Leh e an den Hochschulen und an den höhe en Schulen, pensionie e O izie e, Beam e und Kleinbü ge . P o esso en und Leh e e hal en dazu, daß die Gedanken des Alldeu schen Ve - bandes in die Köp e de Jugend eind angen und au diese Weise de Ve band eine g öße e Tie enwi kung en al en konn e, als ihm eigen - 49 Al ed K ück, Geschich e des Alldeu schen Ve bandes, Wiesbaden 1954. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 707] Na ionale Idee und poli isches Ziel (III) 67 lieh seine Mi gliede zahl nach zukam. Eine ausgesp ochene Mach - s ellung im ö en lichen Leben ha de Ve band nie eingenommen, sonde n e wi k e du ch seine Beziehungen, die e zu einzelnen ech s- s ehenden Pa eien des Pa lamen s ha e. Als au einen seine geis igen Vä e be ie sich de Alldeu sche Ve band mi Un ech au Bisma ck, dessen Cha isma e nu aus- nu z e, wäh end e sich mi Rech au Hein ich on T ei schke be ie . Die Alldeu schen sahen im englischen Impe alismus das Vo bild na io- nalen und poli ischen Ve hal ens, und wegen dieses Impe ialismus wa England in ih en Augen de Tod eind Deu schlands. Kaise Wilhelm II. und die Reichskanzle s anden dem Wi ken des All- deu schen Ve bandes ablehnend gegenübe . Die üh ende Schich , de Adel und de os elbische G oßg undbe- si z, b ach e den Bes ebungen des Alldeu schen Ve bandes bis zum e s en Wel k ieg wenig In e esse en gegen. Dieses wa ielmeh in e s e Linie au die inne e Poli ik ge ich e . Do kam es da au an, daß das Pa lamen nich an Mach gewann und daß die poli ischen Mach s ellungen des Adels e hal en blieben50. Dazu gehö e in P eu- ßen das He enhaus und das D eiklassenwahl ech . In de Außenpoli ik dagegen hiel en sich die Konse a i en zu ück, weil sie an de pa la- men a ischen Beschä igung mi außenpoli ischen F agen eine Fö de- ung des pa lamen a ischen Ein lußes und ein Hinabglei en in das ge- ü ch e e pa lamen a ische Sys em sahen, das ih e poli ischen und gesellscha lichen Mach s ellung ein Ende machen muß e51. Mi diese ausgesp ochenen Hinwendung zu Innenpoli ik wa na u gemäß de En wicklung eine na ionalen Idee in de üh enden Schich ein Riegel o geschoben. Im G oßbü ge um mach en sich dagegen ökonomisch-impe ia- lis ische S ömungen b ei . Sie gingen zunächs on den g oßen Banken aus, die du ch K edi gewäh ung an die südame ikanischen S aa en sich do einen behe schenden Ein luß siche en, und auße dem d ang übe sie deu sches Kapi al in die Tü kei ein und üh e do zum Bau de Bagdadbahn. Hie zeig e sich das Un e s ändnis des g oßen Besi z- bü ge ums ü außenpoli ische Rückwi kungen, weil es, on den en - scheidenden S ellen de Außenpoli ik e ngehal en, kein Ve s ändnis ü die poli ische Dynamik und ü die In e essen ande e Völke ha e. De impe ialis ische Gedanke wu de li e a isch du ch das Bildungs- bü ge um e e en. Es wa en Männe wie Paul Roh bach und F ied ich Naumann52, die — alle dings ei on jedem Chau inismus 50 Wal e Gö li z, Gus a S esemann, Heidelbe g 1947, S. 32 u. 47. 51 E ich E y c k, Das pe sönliche Regimen Wilhelms II., Zü ich 1948, S. 29. 52 Paul Roh bach, De deu sche Gedanke in de Wel 1912. F . Naumann, Neudeu sche Wi scha spoli ik. 5* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 68 W. M. F h . . Bissing [708 — einen iedlichen Impe ialismus du ch wi scha liche und kul u- elle Du chd ingung ohne E obe ung und Gewal p opagie en. Sie ha en eine deu sche Au gabe o Augen, wenn z. B. Paul Roh bach sag : „Daß wi dazu in das Spiel de Wel k ä e hineinges ell sind, um si liche Tüch igkei nich ü uns, sonde n auch ü die ganze Mensch- hei zu e a bei en und zu bewäh en." Das Mi el dazu sei de deu sche Gedanke, de „si liche Idealgehal des Deu sch ums als ges al ende K a im gegenwä igen wie im zukün igen Wel geschehen." Das wa ielleich ein Ansa zgedanke, de siche u mhoch übe dem „Auch- haben" de kleinbü ge lichen Alldeu schen s and. Abe Roh bach e - kann e doch, daß de Idealgehal des Deu sch ums keine Expo wa e wa , nach de bei ande en Völke n eine glühende Nach age wa . Sie nahmen diese Wa e ielmeh nich ab, weil sie ih em Wesen und de ihnen au e leg en Au gabe wide sp ach, die nu zu lösen wa , wenn sie ih e eigenen Fähigkei en oll en al e en. So wa also in den An- egungen Roh bachs doch keine na ionale Idee en hal en. Diese Ge- danken konn en sich auch in Deu schland nich du chse zen, denn de Chau inismus wa ein ache zu beg ei en. Gegen den Chau inismus e hob zwa Lienha d im Jah e 1912 seine S imme, als e dem deu schen Volk zu ie : „Wenn Deu schland seine Sendung e giß . .. Wenn Deu schland e säum , seine heilige Sendung und nich meh o angeh in D ang und Vollendung, wenn es om Haß, de in Spannung häl die eise ne Wel , zu neuen Liebe den Weg nich weis — so wisse: dein Glück und dein Reich ze schell "53. Lienha d begnüg sich nu mi eine nega i en Wa nung; es ehl die posi i e Au gabe, die Deu schland im Rahmen de ande en Völke zu e üllen hä e. Bei Roh bach und bei Lienha d kling abe eine No e an, die die Deu schen zu p äzep o es mundi machen möch e. Und das ge ade lehn en die ande en Völke aus ih e Eigena und aus S olz au ih selbs ändiges Dasein ab. Die A bei e bewegung s and aus ih e Hinneigung zu In e na io- nale dem Roh bachschen Gedanken ebenso wie dem Chau inismus ab- lehnend gegenübe . Na ionales Denken gal als eak ionä . Abe den- noch ollzog sich in de Sozialdemok a ie langsam eine En wicklung im Denken, das sie einmal on de In e na ionale abwenden soll e. Als Engels im Jah e 1895 ges o ben wa , begann die du ch seine Au o i ä bis dahin niede gehal ene e isionis ische Leh e des Ma xschen Ge- 58 Nach Wal e Ho , De Gedanke de deu schen Sendung in de deu schen Li e a u , Gießen 1937, S. 122. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 709] Na ionale Idee und poli isches Ziel (III) 69 dankengebäudes sich s ä ke du chzuse zen. Ih Füh e wa Edua d Be ns ein, und de Re isionismus bedeu e e eine Abkeh on de Theo ie, daß nu du ch eine Re olu ion eine Ände ung des wi scha - lichen und gesellscha lichen Sys ems he beige üh we den könn e, wie es die o hodoxen Anhänge on Ma x aus seinen Sch i en he aus- lasen. Man dü e nich , so mein en die Re isionis en, mi einem bal- digen Zusammenb uch des kapi alis ischen Wi scha s- und Gesell- scha ssys ems echnen. Deshalb sei es Au gabe de A bei e scha , inne halb de bü ge lichen Gesellscha ü wi scha liche und poli- ische Re o men zu kämp en. Dazu gehö e als e s es Ziel die E - kämp ung de bü ge lichen pa lamen a ischen Demok a ie in Deu sch- land. Alle dings ha en die Radikalen un e de Füh ung on Bebel in de Pa ei noch die Obe hand, abe allmählich b ei e e sich in Süd- deu schland und inne halb de Füh ung de Gewe kscha en imme meh die e isionis ische Rich ung aus, die im bes ehenden S aa ih en Ein luß au die Gese zgebung dahin ausüben woll e, daß dem Emanzi- pa ionss eben de A bei e Rechnung ge agen wü de. Dami abe gab die Sozialdemok a ie die in ansigen e geis ige und poli ische Opposi ion gegen den bü ge lichen S aa au . Alle dings e s nach dem Tode Bebels konn e sich diese Au assung du chse zen und dann im Ve lau des K ieges auch poli ische Ta we den. Die sch o ablehnende Hal ung de üh enden Schich , o allem in P eußen, gegen die Sozialdemok a ie und gegen den Emanzipa ions- kamp de A bei e e zöge e die En wicklung. Das wa abe nich ohne Bedeu ung in einem S aa de allgemeinen Weh p lich , in dem sich das Hee in imme s ä ke em Maße aus den Indus iea bei e n zusammense z e, die wiede um eben alls in ih e Meh hei poli isch in de Sozialdemok a ie o ganisie wa en. Die Sozialdemok a ie abe gal als Reichs eind, wie sie Bisma ck bezeichne ha e, und de Kaise mein e, daß die Sozialdemok a en a e landslose Gesellen wä en. Doch die Pa ei und ih e Anhänge leg en keine ausgesp ochen an imili a- is ische Hal ung an den Tag, au de ande en Sei e a abe das Hee in seine E ziehung nich s Nennenswe es, um das Umsichg ei en de sozialdemok a ischen Ideen wenigs ens einzusch änken und in den ihm an e au en jungen Leu en eine na ionale Idee zu wecken. Und o zdem ha das Hee einen Solda en he angebilde , wie e kaum au de E de ande wä s zu inden wa , de eu, willig und geho sam pünk lich seinen Diens a und bis zum le z en seine P lich e üll e. Das Hee konn e auch wenig im Sinne seine na ionalen Idee au die junge Mannscha einwi ken, und es wa auch nu in seh besch änk em Um ang in de Lage, geis ig den sozialis ischen Ideen en gegenzu e en; dazu ehl e es de Masse des O izie ko ps an de no wendigen Kenn - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 70 W. M. F h . . Bissing [710 nis de Ma xschen Leh e und an de E ah ung in sozialen F agen und Ta sachen. Auße dem hiel man s eng da an es , daß das O izie - ko ps unpoli isch sein soll e, und deswegen wa man in eine Ve - kennung de Zei abgeneig , sich übe haup mi poli ischen F agen geis ig e ns lich zu be assen. Dami abe ehl e einem g oßen Teil des jünge en O izie ko ps die poli ische geis ige Übe legenhei übe die poli isch und gewe kscha lich geschul en Rek u en, die aus den Reihen de A bei e bewegung in das Hee kamen. Das O izie ko ps wa in seinen un e en Diens g aden eine Mischung aus Söhnen des Adels und des Bildungsbü ge ums. Es wa s eng konse a i einges ell und on eine nie wiede e eich en Geschlossenhei de Au assung und de i e lichen Gesinnung. Diese i e liche Gesinnung gewann ihm o z manche Schä en und Kan en und o z de pola en poli ischen Hal- ung die He zen de Solda en. De Solda wa ein eue Ge olgsmann seines O izie s und dann e s seines obe s en K iegshe n. Diese dem Solda en sympa hische und imponie ende Hal ung des O izie ko ps ing die poli ischen und gesellscha lichen Gegensä ze zwischen O izie und Mann au und pa alysie e sie. Abe dem O izie ko ps ehl e doch die na ionale Idee, die du ch ein Bekenn nis zu Mona chie und du ch einen Fahneneid au den Kaise und König nich e se z we den konn e. Die ande e E ziehungsans al des deu schen Volkes wa die Schule. Sie hä e dem Volke die na ionale Idee naheb ingen und dadu ch imme wiede on neuem en al en müssen. Sie gehö in den Mi el- punk des Un e ich s. Die deu sche Schule ha e in o bildliche Weise, was Leh s o , Me hode und O ganisa ion anbe i , de deu - schen Jugend einen g oßen Wissens- und Bildungss o übe mi el . Wenn Deu schland nach 1870 bis zum e s en Wel k ieg einen so une - hö en wi scha lichen Au schwung genommen ha , so is das siche ein e hebliches Ve diens de deu schen Schule. Abe hin e de wissen- scha lichen Bildung blieb die na ionale E ziehung wei zu ück. Man p leg e einen gewissen o iziellen Schulpa io ismus und such e die Schüle ü das neuen s andene Reich und ü die Pe sönlichkei en, die es gescha en ha en, zu begeis e n. Auße dem wu de auch die Anhänglichkei an das anges amm e He sche haus gep leg , wobei besonde s in P eußen die Schul eie n und sons igen Gedenk eie n dazu he hal en muß en, die Ta en und die Pe sönlichkei Wilhelms II. in ein helles Lich zu s ellen. Es wu de au diese Weise die Au assung on de Geschich e einsei ig be on , daß es Männe und o allem Könige und Kaise aus dem Hause Hohenzolle n wa en, die die Ge- schich e ges al e hä en. Abe gleichzei ig wu de auch in den Augen de Jugend de jeweils egie ende König ü den Ablau de Geschich e OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 711] Na ionale Idee und poli isches Ziel (III) 71 und ü das Schicksal des Reiches e an wo lich gemach . Das übe - mäßige He auss ellen des egie enden Mona chen als de bewegenden K a de a e ländischen Geschich e eiß abe den T äge de K one aus dem Be eich de Un e an wo lichkei , in den ihn die Ve assung hineinges ell ha , he aus und p äsen ie ihn de K i ik de ei e en Jugend, wodu ch de mona chische Gedanke ge äh de und die K one als das Symbol de na ionalen Zusammengehö igkei in ih em Ansehen he abgese z we den kann. De Geschich sun e ich in den Schulen wa also in be äch lichem Maße Fü s en e eh ung und ihm ehl e die wi kliche na ionale T iebk a , weil e ohne na ionale Au gabe de Jugend nu ein poli isches Ziel, abe keine na ionale Idee zu zeigen e moch e. Nun abe ha e ge ade de Chau inismus un e den Leh- e n de höhe en Schulen Fuß ge aß . Sie wa en häu ig die zum minde- s en lokal üh enden Pe sönlichkei en im Alldeu schen Ve band, im Reichs e band gegen die Sozialdemok a ie, im Flo en e ein und ähn- lichen O ganisa ionen. De Chau inismus, de on einem Teil de Leh e ausging, muß e, wenn e dazu noch aus eine Ve d ehung de his o ischen Ta sachen bes eh , in de Jugend das Au kommen eine na ionalen Idee e hinde n. Neben diesen Momen en, die einem En s ehen de na ionalen Idee ab äglich wa en, ände e sich auch die Rich ung, in de die deu sche höhe e Schule wi k e. Das humanis ische Gymnasium, das bis in den An ang de 90e Jah e Haup äge de geis igen Ausbildung gewesen wa , wu de aus diese S ellung allmählich du ch die ealen Ans al en e d äng . Man woll e schon au den Schulen den Geis de Technik und die mode nen Na u wissenscha en s ä ke be onen als die idealen humanis ischen Fäche . Das wa ein Aus luß des Ma e ialismus, de sich du ch die En wicklung de Jah e nach dem K ieg on 1870-71 hin- du chzieh . Dadu ch wu de die Jugend be ei s om Übe gewich des Ma e iellen übe das Geis ige e aß , wie das o allem bei g oßen Teilen des Besi zbü ge ums de Fall wa . Weil das Ve s ändnis ü das T anszenden e in de Jugend geminde , dagegen das Ra ionale und Ma e ielle meh in den Vo de g und ges ell wi d, lenk man den Blick de Jugend o nehmlich au das G ei ba e, schnell Realisie - ba e, das aus de jeweiligen Si ua ion he aus e aß we den kann. Das bedeu e , daß man au poli ischem Gebie poli ische Ziele au s ell , die ielleich bald zu e wi klichen sind, denen abe die inne e Einhei und dami de sinn olle Zusammhang ehlen. Dami abe en zieh man de na ionalen Idee den geis igen Boden, au dem sie hä e en - s ehen können. Das is die geis ige Umgebung, in de Kaise Wilhelm II. den Th on bes ieg, de die Jah e on 1890—1918 wei gehend ge o m ha , so daß OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 72 W. M. F h . . Bissing [712 man diese Jah zehn e auch das Wilhelminische Zei al e genann ha . Kaise Wilhelm I. ha e sich in seinen poli ischen Äuße ungen in de Ö en lichkei wei gehend zu ückgehal en. E e mied es, sich ohne „minis e ielle Bekleidungss ücke" in de poli ischen Ö en lichkei zu bewegen, weil e de Sache am bes en zu dienen glaub e, wenn e on de g oßen Mach , die ihm die Bisma ckische Ve assung e liehen ha e, nach außen möglichs wenig me ken ließ. So wa e auch nich aus de Sphä e des Un e an wo lichen in die Be eiche des Ve an - wo lichen hineingelang . Do beweg e sich Bisma ck als de e an - wo liche Reichskanzle und p eußische Minis e p äsiden . Das wu de ande s, als nach de ku zen Regie ung F ied ichs III. Wilhelm II. den Th on bes ieg. Kaise Wilhelm II. wa das P oduk des ihn umgebenden Milieus und de geis igen S ömungen, in denen e au gewachsen wa und in denen e sich beweg e. Kö pe lich behinde , li e un e einem Min- de we igkei skomplex, den eine ha e und lieblose E ziehung on Sei en de El e n und seines E ziehe s Hinzpe e nich ha e besei igen können, sonde n ehe noch e schä ha e, und den de Kaise in eine küns lich ges eige e Übe heblichkei um o m e. Im Gegensa z zu den El e n, die ih en Sohn wenig liebe oll behandel en, wa de junge P inz Wilhelm de Lieblingsenkel Wilhelms I. So leb e e on Kind au in einem gespann en und zwiespäl igen Ve häl nis, das ihn inne lich nich zu Ruhe kommen ließ. Wilhelm II. wa eine begab e Pe sönlich- kei , de abe eine g ündliche Schulung des Ve s andes und eine ge- sammel e Konzen a ions ähigkei ehl e. Seine Ausbildung wa in e s e Linie mili ä isch gewesen, abe auch sie wa wei gehend an de Obe läche geblieben, und nich ande s wa es mi seinen Kenn nissen on de s aa lichen Ve wal ung und de Volkswi scha . In eligiöse Hinsich s and e gläubig au dem Boden de O hodoxie, abe zeig e dem Libe alismus gegenübe eine gewisse Tole anz. In den le z en Regie ungsjah en Kaise Wilhelms I. ha e Bisma ck den Au ag e hal en, den damaligen P inzen Wilhelm in den G und- sä zen de Poli ik zu un e weisen. Von eine diese Besp echungen mi Bisma ck be ich e de damalige pe sönliche Adju an des P inzen, de Obe s leu nan Mo i z F h . on Bissing in seinen E inne ungen: „De junge P inz e olg e mi g oße eh ü ch ige Au me ksamkei den poli ischen Vo ag des on ihm hoch e eh en Fü s en Bisma ck, e üll on dem Ge ühl, wie iel e noch zu le nen habe, ehe e den g oßen Au gaben, die seine ha en, gewachsen sein wü de. Als de Reichskanzle seinen Au ag beende ha e, e g i Bisma ck noch- mals das Wo und sag e: „Abe einen Ra muß ich Eu e Königlichen Hohei noch geben: wenn Sie einmal Kaise sein we den, dann seien OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 719] Na ionale Idee und poli isches Ziel (III) 79 s a en Ki che ein indi iduelles Ch is en um zu bilden, das alle dings die Bedeu ung de Gemeinde e kann e. Zwa a man o mal nich aus de Ki che aus, weil man sich als Ch is ausweisen woll e, abe die Gemeinden e lo en dami die bes en Köp e und die Menschen, die s eb en und sich bemüh en. Das Leben in den e angelischen Gemein- den wu de imme a blose , und es ehl e in ihnen doch o an dem wi klich ie emp undenen Glauben, de allein den Boden ü eine na ionale Idee geben kann. Weil die e angelische Ki che in de en - scheidenden F age des 19. Jah hunde s, de sozialen F age e sag e, weil sie ohne wi klich lebendiges Glaubensleben wa , schied sie aus de Reihe de Fak o en aus, die ü das Zus andekommen eine na ionalen Idee maßgebend sind. Das deu sche Volk s and ohne na ionale Idee da, als das lange o - he sehba e und on ielen Einsich igen ge ü ch e e E eignis ein a , daß du ch die hal lose deu sche Außenpoli ik einmal ein K ieg he bei- ge üh we den wü de, den sie eigen lich ga nich woll e. Ebenso wa es den Einsich igen kla , daß es in diesem K ieg um die Exis enz des Deu schen Reiches und des deu schen Volkes gehen wü de. Konn e diese K ieg, wie e im Augus 1914 begann, ohne den geis igen und si lichen Rückhal eine na ionalen Idee gegen eine Übe mach on Feinden bes anden we den, die selbs ü eine na ionale Idee och en? Ob wi die na ionale Idee de damaligen Gegne ü alsch hiel en, wa nebensächlich. Das En scheidende wa , daß die ande en Völke da an glaub en und daß sie ihnen die Fähigkei gab, ha e Zei en im K iege du chzus ehen, daß bei ihnen die poli ischen K ä e au ein Ziel hin konzen ie wu den, und daß die Völke so lange zu kämp en be ei wa en, bis sich de Sieg an ih e Fahnen he e e. Als sich das A en a on Se ajewo e eigne ha e, emp and es Kaise Wilhelm II. als einen Ang i au den S and de Mona chen übe haup , und dami wa sein Handeln on o nhe ein du ch die Solida i ä de Mona chen gegen den Ums u z es geleg . Das mag pe sönlich du chaus eh enha sein. Abe de kons i u ionelle He - sche kann sein Handeln nich nach seinem S andesin e esse ode nach seine Sympa hie ü den T äge eine ausländischen K one aus ich en, sonde n nu nach den In e essen seines Volkes. Die Rich schnu dabei is die na ionale Idee. Da sie ehl e, muß e die En scheidung wei - gehend on dem subjek i en E messen Wilhelms II. abhängen, zumal e sie auch allein a , ohne o he einen seine Ra gebe hinzugezogen zu haben. Alle dings wa en diese in de hochsomme lichen Zei as alle auße halb Be lins, und sie anden es auch nich ü e o de lich, au die Nach ich on dem A en a nach de Reichshaup s ad zu ück- zukeh en. Als dahe e wa eine Woche nach de E mo dung des ös e - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 80 W. M. F h . . Bissing [720 eichischen Th on olge s de ös e eichisch-unga ische Bo scha e in Be lin dem Kaise Wilhelm ein Handsch eiben Kaise F anz Josephs übe eich e, in dem zu lesen s and, daß Ös e eich die Absich habe, Se bien als poli ischen Mach ak o auszuschal en, e klä e Kaise Wilhelm so o , daß e in jedem Falle in gewohn e Bundes eue zu Ös e eich s ehen we de. Abe es sei nich seines Am es, Ös e eich zu a en, was es nunmeh zu un habe. Dami wu de Deu schlands Schicksal in die Hand Ös e eichs gegeben, und alle e assungsmäßigen O gane e zich e en da au , au die E eignisse einen i gendwie en - scheidenden Ein luß zu nehmen und zu e hinde n, daß du ch die Vo - eiligkei de ös e eichischen Poli ik Deu schland in einen K ieg on unübe sehba em Ausmaß hineingezogen wu de. Auch die Bundes- ü s en, de en pe sönliches Geschick und de en Lände ja auch on dem, was; kommen wü de, mi be o en we den muß en, hiel en sich ollkommen zu ück und e such en nich , in i gendeine Weise den Gang de E eignisse zu beein lussen. Die Masse des Volkes wa sich bei Beginn des K ieges da übe kla , daß es um Sein ode Nich sein des Reiches ging. Diese E kenn nis schloß die Menschen und K ä e zusammen. De Zusammenhal ha e Bes and, solange die mili ä ische Lage Aussich en ü ein sieg eiches Ende des K ieges zu bie en schien, solange die E näh ungslage noch e äglich wa und solange keine E ö e ungen übe die Ziele des K ieges s a anden. Die mili ä ischen E olge und die Ta sache, daß g oße Teile des eindlichen Gebie es in Os und Wes on deu schen T uppen bese z wa en, weck e chau inis ische K ä e, die nun e s da an gingen, K iegsziele au zus ellen. Man wa also ohne es es K iegsziel in den K ieg gezogen. Je z wu den Lande we bungen in einem Ausmaß ge- o de , die nu du chzuse zen wa en, wenn Deu schland de unbe- s i ene Siege blieb. Dabei spiel en die Möglichkei en de Rohs o - und Kohle e so gung ü die deu sche Indus ie und de E we b on Siedlungsland' eine g oße Rolle, an dem o allem de os deu schen G oßlandwi scha lag, um au diese Weise eine Ag a e o m zu en gehen, die nach dem K iege o aussich lich un e meidba sein wü de. Die Quelle dieses Chau inismus wa de Alldeu sche Ve band, und Hand in Hand mi ihm ging die schwe e Indus ie des Ruh - gebie es un e Hugo S innes, Ki do , Reusch und Hugenbe g64 sowie de Bund de Landwi e mi dem F eihe n on Wangenheim aus Kleinspiegel in Pomme n. Im Reichs ag s anden au Sei en de All- deu schen Männe wie Basse mann, spä e zei weilig auch S esemann, und de D . Rösecke. Abe auch in den K eisen des Bildungsbü ge - 64 Al ed K ück, Geschich e des Alldeu schen Ve bandes, 1954, S. 76 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 721] Na ionale Idee und poli isches Ziel (III) 81 ums and de Alldeu sche Ve band mi seinen K iegsziel o de ungen Un e s ü zung. Und hie wa en es wiede die Leh e an den. höhe en Schulen und ein Teil de P o esso en an Hochschulen und Uni e si- ä en, die dem Chau inismus zum Op e ielen. We sich damals nich mi den Bes ebungen des Alldeu schen Ve bandes ein e s anden e - klä e, gal als De ai is , als unna ional und wu de deswegen in seine pe sönlichen Eh e di amie . Au diese Weise muß e die Geschlossen- hei des Volkes un e g aben we den. Da Be hmann den Alldeu schen o wa , daß sich de Mangel an poli ische Einsich bei ihnen „ins G o eske ges eige " hä e, wa es um seine S ellung geschehen65. Aus de Ge olgscha de Alldeu schen abe muß en die A bei e und die Sozialdemok a ie en nehmen, daß es sich in diesem K ieg o enba in e s e Linie da um handel e, die In e essen de schwe en Indus ie und des os elbischen G oßg undbesi zes zu ö de n, und daß es o allem da au ankäme, die gesellscha liche und poli ische S el- lung de üh enden Schich en gegenübe dem Bü ge um und den A - bei e n zu es igen. Die Sozialdemok a ie und die Masse de A bei e ha e sich beim Beginn des K ieges hin e die Regie ung ges ell und dami ih e Be ei scha gezeig , das Va e land zu e eidigen. Die A bei e wuß en, daß sie im K iege gegen Rußland die Exis enz de sozialis ischen deu schen A bei e klasse gegen den eak ionä en Za- ismus e eidig en. Sie kämp en dami auch au dem Schlach eld ü ih e Emanzipa ion. Fü die Ziele de schwe en Indus ie und des os elbischen G oßg undbesi zes zu s e ben, wa en sie abe nich be ei . So lei e e die deu sche A bei e scha in den en scheidenden Augus - agen ebensowenig eine na ionale Idee, wie das ü die Hal ung de schwe en Indus ie und de os deu schen G oßlandwi scha maß- gebend wa . Jede e such e du ch den K ieg nu seine Klassenziele und seine Klassenin e essen zu e ech en. Wenn nun de Alldeu sche Ve band so une üllba e K iegsziele e a , wie in de bekann en E - klä ung de schwe en Indus ie und des Bundes de Landwi e, so muß en in de A bei e scha Zwei el au auchen, ob es wi klich nu um die Exis enz des deu schen Volkes ging. Die Hal ung de Regie ung in de K iegsziel age wa unkla , weil sie sich nich on eine na io- nalen Idee, sonde n on ak ischen Rücksich en au die möglichen F iedens e handlungen lei en ließ. Diese Hal ung de Regie ung ha e zu Folge, daß nach de ussischen Re olu ion om F ühjah 1917 eine An ik iegsbewegung au e olu ionä e Basis en s and. Die Folge de alldeu schen P opaganda wa also eine Schwächung des Siegeswillens nich nu in den K eisen de A bei e bewegung, sonde n auch in denen 66 Al ed K ück, a.a.O., S. 76. Schmollen Jah buch LXXVI, 6 6 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 82 W. M. F h . . Bissing [722 de bü ge lichen Pa eien und eine S ä kung des Siegeswillens au den Sei en de Gegne . De Kaise wa o dem K iege des ö e en mi p og amma ischen E klä ungen he o ge e en, und in den Augen des Volkes wa e es gewesen, de die Poli ik des Reiches maßgeblich bes imm ha e. Je z im K iege abe hiel sich de Kaise wei gehend zu ück60. Die Kanzle wa en keine Pe sönlichkei en, die das Volk begeis e n und die Fühlung mi den b ei en Massen hal en konn en. Das wä e nu möglich ge- wesen, wenn eine na ionale Idee einen gemeinsamen Boden des Ve - s ehens gescha en hä e. Das Volk abe e lang e nach eine üh en- den Pe sönlichkei , eben als E sa z ü die ehlende Idee. So wa es kein Wunde , wenn Hindenbu g und Ludendo , die beiden sieg- eichen Feldhe en, dem Volke als Füh e o schweb en. Ih e Siege e liehen diesen beiden Männe n ein Cha isma. Sie a en an die S elle, die Bisma ck ühe innegehab ha e, und in ihnen e kö pe e sich in den Augen des Volkes so e was wie eine na ionale Idee. Diese be- kam alle dings keine konk e e Fo mulie ung, sonde n sie wa in übe - wiegendem Maße ge ühlsmäßig beg ünde . Den beiden Feldhe en gegenübe a de Kaise in den Hin e g und, und dami begann das mona chische Ge ühl, das schon o dem K iege im Schwinden wa , allmählich abzu lauen. Die K one iel je z als Schöp e eine na io- nalen Idee aus, und die beiden Feldhe en wa en eben doch nu Sol- da en, denen alles ande e auße halb des mili ä ischen Gebie es emd wa . Sie wa en keine C omwells. So en s and in den b ei en Massen, die sich nach eine na ionalen Idee sehn en, ein Ge ühl de inne en und de geis igen Lee e. Eine solchen Lee e He zu we den, wa eigen lich die Au gabe de Ki che. Die e angelische Ki che als Landeski che s and als geis - liche Mach den je z au auchenden P oblemen on S aa , Ki che und Mach ungenügend ge üs e gegenübe . Ein Teil ih e Diene wu de Op e de alldeu schen P opaganda, ein ande e esignie e. Zu eine selbs ändigen Hal ung kam die e angelische Ki che nich . Wie imme bei poli ischen Ka as ophen wa en bei K iegsbeginn die He zen de Ki che wiede zuge logen, die sie bis dahin gemieden ha en. Vo allem den F on solda en blieb de K ieg eine s ändige Gewissens age, und man ühl e bei ihnen s a k die Ve an wo ung o Go . Man weiß wohl, daß man ü Volk und Va e land, ü ein besse es Deu sch- land kämp , es geh scheinba um Dich ung, Kuns , Philosophie und Kul u , abe daneben e en do-ch e hebliche Zwei el au . „Um was geh es eigen lich? Geh es um den S olz, um den Eh geiz einzelne 60 Paul He e, K onp inz F ied ich Wilhelm, München 1954, S. 86. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 723] Na ionale Idee und poli isches Ziel (III) 83 Männe ode um die Eh e de Völke , um es gese z e Ziele, um Sein ode Nich sein des Deu schen Reiches67?" Doch die P edig , die die Solda en zu hö en bekamen, e moch e in seh ielen Fällen da au keine An wo zu geben. Sie e s and es auch nich , das Wo Go es mi den du ch den K ieg beding en So gen und Nö en des einzelnen in Einklang zu b ingen. Man p edig e o einen aden Op imismus, ohne das Ge ühl ü die T agik zu haben, die sich bei ielen Gemeindemi gliede n im Inne en abspiel e, eine T agik, die sich da aus e gab, daß sich das Gese z de Liebe mi de Unba mhe zigkei des K ieges so schwe e einba en ließ. Man e - moch e keine genügende An wo au die F age zu geben, wie sich Go es Ge ech igkei mi dem Ungeheue lichen des K ieges e ug. Schlagwo e und eligiöse Ph asen, in denen sich dann die P edig nich sel en e ging, konn en keine Abhil e scha en und die He zen dem Glauben wiede ö nen. Die p o es an ische Ki che, das zeig e de K ieg, wa s e il gewo den. Sie ha e dem, was Männe wie Adol on Ha nack und Albe Schwei ze geleh ha en, um den Menschen wiede Zugang zum Glauben zu e scha en, die Kanzeln gespe , s a sie zu ö nen. De S aa ha e die Ki che in Fesseln geschlagen, weil es seinem In e esse nich en sp ach, dem ki chlichen Libe alismus au den Kanzeln Raum zu geben. So ha e sich die Ki che, weil sie s a am Dogma es hiel , dem Volk en emde , eine Ge ah , au die schon in den 60e Jah en Richa d Ro he hingewiesen ha e, als e e lang e, daß die e angelische Ki che wiede Volkski che we den müsse, wie sie es in den Zei en de Re o ma ion gewesen wa . Nu aus eine Volkski che kann abe eine na ionale Idee gebo en we den. Die ka holische Ki che wa siche meh Volkski che als die e an- gelische Ki che, abe ih e poli ische Hal ung schwank e, s a k beein- luß du ch das Ve hal en des Zen ums, in dem de linke Flügel un e de geschä igen Füh ung des Abgeo dne en E zbe ge meh und meh an Ein luß gewann. In den K eisen de deu schen Ka holiken wa en die E inne ungen an den Kul u kamp imme noch nich übe wunden. So kam man übe eine du chaus loyale und s aa s eue Gesinnung nich hinaus, die abe nich aus eich e, um eine na ionale Idee en - s ehen zu lassen. Hunge , En beh ungen, Fehle de poli ischen und mili ä ischen Füh ung und endlich im Somme 1918 die En äuschung da übe , daß o z alle mili ä ischen Siege, o z alle Op e an Gu und Blu de K ieg nich zu gewinnen sei, b achen den Willen de b ei en Masse des Volkes, nich nu de A bei e , sonde n auch des kleinen Bildungs- bü ge ums, den K ieg wei e o zuse zen und dami de Regie ung 67 Philipp W i k o p , K iegsb ie e ge allene S uden en, München 1929, S. 192. 6* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 84 W. M. F h . . Bissing [724 die Möglichkei zu geben, im Hinblick au die noch o handene mili- ä ische K a Deu schlands zu Ve handlungen mi den Feinden übe einen F ieden zu kommen, de zwa iele Op e e langen muß e, abe wenigs ens den Zusammenb uch des S aa swesens hä e e hinde n können. Daß sich je z die S immung de b ei en Massen gegen den Kaise wand e, wa nich nu au die No en Wilsons zu ückzu üh en, sonde n de Kaise ha e sich s ändig in de Sphä e des Ve an wo lichen be- weg , s a im Raum des Un e an wo lichen zu bleiben, wohin ihn die Ve assung wies. Je z ug de Geschich sun e ich in den Schu- len eine une wa e e F uch , de im Gegensa z zu den Ta sachen die Fü s en, o allem abe den Kaise selbs , in den Mi elpunk de Be- ach ung ge ück ha e, s a on eine na ionalen Idee zu sp echen. Im K eise de Bundes ü s en wa im Ve lau des K ieges schon on de Abdankung des Kaise s gesp ochen wo den, abe in diesen en - scheidenden Ok obe agen 1918 hiel en sich die Bundes ü s en ebenso zu ück wie im Augus 1914. De K onp inz Rup ech on Baye n kam alle dings An ang No embe 1918 zu de Übe zeugung, daß alle deu schen Fü s en gemeinsam dem Kaise die Abdankung nahelegen soll en68. Abe ebenso passi wie die Bundes ü s en wa de Reichs ag. Nach- dem e am 5. Ok obe die Regie ungse klä ung des neu zum Reichs- kanzle e nann en P inzen Max on Baden en gegengenommen ha e, e ag e e sich bis zum 22. Ok obe , s a zusammen zu bleiben und sich einen Ein luß au den Gang de E eignisse zu siche n. Am 22. und 23. Ok obe beschloß de Reichs ag die Ve assungsände ungen, die das pa lamen a ische Sys em im Reich ein üh en, e ag e sich dann abe am 26. Ok obe abe mals, und das angesich s de schwe - wiegenden E eignisse, die sich äglich abspiel en und de en Bedeu ung ü das Schicksal des deu schen Volkes und des Deu schen Reiches un- e kennba wa . So schal e e sich das nunmeh e an wo liche Pa lamen in den Schicksalss unden des deu schen Volkes aus, weil die na ionale Idee ehl e, die das Ge ühl ü die Ve an wo ung hä e s ä ken und wecken müssen. Auch de Kaise selbs ha e Be lin am 29. Ok obe e lassen. Hindenbu g ha e ihm sagen lassen, daß — wenn e sich angesich s de zunehmenden an imona chischen S immung in Be lin nich meh siche genug ühle — e ins g oße Haup qua ie kommen möge69. Eine Au o de ung des Reichskanzle s om 30. Ok obe , nach Be lin zu ückzukeh en, leis e e de Kaise keine Folge. Dami ha e sich •8 Paul He e, a.a.O., S. 158. 09 D. G oene -Geye , Gene al G oene , F ank u am. Main 1955, S. 93. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 725] Na ionale Idee und poli isches Ziel (III) 85 abe de T äge de K one aus de Diskussion und aus de En schei- dung übe sein eigenes Schicksal und das de Mona chie übe haup ausgeschal e . Was dann in Spaa am 9. No embe geschah, wa nich s ande es als die no wendige Folge. So s eh übe den Fehle n und den Schwächen de be eilig en Pe - sonen, alles übe agend, das Fehlen eine deu schen na ionalen Idee, ü die Volk, Pa lamen , Kanzle und Kaise einzu e en ha en. Die G ünde, wa um es zu eine solchen na ionalen Idee sei de E ich ung des Reiches nich gekommen is , haben wi da geleg . Es is nun die F age, ob die g oße No , die au den e lo enen K ieg olgen muß e, die Mu e eine na ionalen Idee we den konn e. Das P oblem is , welche geis igen, gesellscha lichen, poli ischen und wi scha lichen K ä e nunmeh nach de S aa sumwälzung wi ksam we den wü den, um den Boden ü die na ionale Idee zu be ei en. V. De Ru nach de Idee und dem g oßen Mann. 1918 bis 1933 Die S aa sumwälzung und de e lo ene K ieg ha en nich nu alle G undlagen de Ve gangenhei ze s ö und gewandel , sonde n auch die geis ige Lee e, in de sich das deu sche Volk sei 1871 beweg ha e, deu lich he o e en lassen. Man e kann e, daß man nich on Ideen, sonde n on Illusionen geleb ha e. Fü die Zukun und ih e Ges al ung muß e die geis ige Si ua ion de Jah e nach dem K iege und nach de S aa sumwälzung en scheidend sein, denn in ih muß en die Ideen gebo en we den, die die Zukun ges al en soll en. Fü uns is heu e die F age, ob es damals un e dem Eind uck des E lebens und de E ah ung, die de K ieg und die E eignisse des 9. No embe ge- b ach ha en, zum Ansa z eine na ionalen Idee kommen konn e, wo diese Ansä ze liegen und was mi ihnen geschehen soll. E lebnisse und E ah ungen wa en ih e Quali ä nach ande s bei de äl e en Gene a ion, die schon in olle Rei e in den K ieg einge- e en wa , als bei den jungen Leu en, die noch nich in den Jah en o 1914 geis ig e wu zel wa en. Fü die äl e e Gene a ion wa die Wel des Scheins und de Illusion dahin, in de sie geleb ha e, o ohne es zu me ken. Die Mona chie, die bis dahin die Gewäh ü die s e ige En wicklung und ü den Zusammenhal des Reiches ge- wesen wa , ha e sich selbs au gegeben. Man glaub e bei de äl e en Gene a ion, daß das deu sche Volk noch nich mündig wä e, um sich selbs egie en zu können, und deshalb e s eb e man die Wiede - keh de Mona chie und die Besei igung de Republik. Übe den Un e gang de Mona chie leb e man wei e in Illusionen. Man glaub e, sie sei un e gegangen als Folge eines in de en scheidenden S unde OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 86 W. M. F h . . Bissing [726 un e nommenen Hoch e a s, dessen Tä e dem im Felde unbesieg en Hee sozusagen einen Dolch in den Rücken ges oßen hä en. De Kaise , de nach Holland ge lüch e wa , gal einem Teil de äl e en Gene a ion als Mä y e , de de K one en sag hä e, um dem deu - schen Volk den Bü ge k ieg zu e spa en. Ein ande e Teil de al en Gene a ion e moch e es, sich on den Illusionen zu be eien und sah deswegen ie e . Ihm wa en die E eignisse in Spaa und die Fluch nach Holland nu Wi kungen des kaise lichen Ve hal ens, des Cha ak e s Wilhelms II. und de gesellscha lichen Zus ände, die alle zusammen zum Ve lus des K ieges ge üh ha en. Daß de Kaise in schwe e S unde sein Volk allein gelassen ha e, ha e doch das mona chische Ge ühl wei e K eise des Besi z- und Bildungsbü ge ums ie e - le z und ha e zu einem Abs e ben des mona chischen Ge ühls ge- üh , zumal auch die Bundes ü s en dem allen a enlos zugesehen ha en. In diesen K eisen des Bü ge ums e s and man es nich , wie de Kaise , de doch nach seinen eigenen Wo en sich als Ins umen des Himmels ge ühl ha e, de als König on Go es Gnaden in, de Gnade Go es s and, im en scheidenden Augenblick, da es um Reich und K one ging, o enba den Glauben an Go e lo en ha e und au seine Gnade und Hil e nich e au e und, ans a sich au Go zu e lassen, sein Heil in de Fluch ins Ausland such e. Dadu ch wu de in diesen Menschen auch das Ve auen zu Religion und Ki che s a k e schü e und so de P ozeß de En ch is lichung, o allem im e an- gelischen Teil des Besi z- und Bildungsbü ge ums sowie des Klein- bü ge ums, wei e o ange ieben. Wäh end Adel, Beam e und O izie ko ps im allgemeinen nach ück- wä s sahen, schau e die Masse des Bildungs- und Besi zbü ge ums wohl nach o wä s, abe ihm ehl e die inne e geis ige K a und das eligiöse Feue , aus dem he aus Männe sich zum Handeln be u en ühlen, die dann wie S ein zu Füh ung e wähl we den. So wa die äl e e Gene a ion im g oßen und ganzen doch geis ig s e il, und diese Un uch ba kei spiegel sich am deu lichs en in Spengle s „Un e - gang des Abendlandes" wiede . Aus pessimis ische Un e gangss im- mung abe kann keine na ionale Idee en s ehen, weil ih de Glaube an eine En elechie ehl . Die äl e e Gene a ion esignie e iel ach. Sie ha e keine K a meh , eine neue Idee he o zub ingen, und des- wegen u sie nach de Jugend und wi b um sie. Abe dabei will sie doch noch wei e he schen, obwohl sie dazu nich meh be- u en wa . Die jünge e Gene a ion, de en Hal ung und Leben du ch den K ieg und das inne e E lebnis des K ieges ge o m wa , such e. Ih Wel - bild besaß noch keine Schä e und Siche hei . Sie wuß e nu , daß man, wie E ns Jünge , im K iege ein Go esu eil übe die Idee sehen müsse, OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 727] Na ionale Idee und poli isches Ziel (III) 87 de ein Volk gehuldig habe. Diese K ieg ha e die Jugend zum Kamp e zogen, o allem zum Kamp gegen gesellscha liche Übe heblichkei und Uneh lichkei . E ns Jünge mach e sich in seinem Buch „In S ahl- gewi e n" zum Sp eche ü einen g oßen Teil de F on gene a ion, als e das k iege ische Todesop e als Sinn des Lebens e künde e. Siche wa das adikal, abe diese Jugend ha e einen gewissen geis igen Radikalismus aus dem Felde mi geb ach . Sie woll e geis ig einen Tisch machen, und so schien hie eine Vo ausse zung ü das En s ehen eine na ionalen Idee gegeben. Doch diese junge Gene a ion wa geis ig keine Einhei . Gemeinsam wa allen ih en Teilen nu das eh liche Suchen nach eine Idee. Die Idee i je z übe all in den Vo de g und, und de Ru nach de Idee zeig e, daß sich die Jugend in ih e g oßen Meh zahl om Ma e ialismus als Denk o m und Anschauung abgewand ha e. Abe sie ha e ih e eigene Lebens o m noch nich ge unden. Wenn wi nun au das, was die Jugend geis ig beweg e, nähe eingehen, so wollen wi in eine gewissen Anlehnung an A min Möhle ün G uppen un e scheiden70: 1. Da is zunächs die ölkische G uppe, die den an isemi ischen Gedanken aus de Zei o dem K iege au nimm und ihn zu eine obe lächlichen Rassen heo ie ausbau , in de die Übe legenhei des Ge manen ums übe die ande en Völke behaup e wi d. Mi de Gegne scha gegen das Juden um e binde sich iel ach eine Ab- lehnung des Ch is en ums, weil es aus eine jüdischen Religion he o - gegangen ode on jüdische Sei e e älsch wo den sei. Es gel e da ü ein deu sches Ch is en um zu scha en71. 2. Die jungkonse a i e G uppe, die das Reich in den Mi elpunk s ell e, das abe om Volk ge agen sein soll und dabei den einzelnen S ämmen ih e Eigena lassen woll e. Das Ch is en um is ü diese G uppe We kzeug, abe nich Selbs zweck. 3. Na ional e olu ionä e sind die jungen Menschen, die zwischen 1890 und 1905 gebo en sind und die on de Na ion ausgehen. Diese wi d in einem mys ischen Pan heismus gesehen, und gleichzei ig lehn man den a ionalis ischen „wes le ischen" Libe alismus ab. Das Deu schsein soll wiede un e eine um assende Bindung ges ell we - den. „Es üh alles zum Glauben zu ück, und es komm alles om Glauben he " (Schauwecke ). Diese Glaube abe is mys ischen U - sp ungs, und dami wi d e zu e was Unbes imm em. Schauwecke umsch eib diesen Glauben so: „Wenn die Na ion ohne Beginn und 70 A nim Möhle , Die konse a i e Re olu ion in Deu schland. S u ga 1950, S. 165 . 71 S. dazu z. B. Max Mau enb eche , De Heiland de Deu schen. Gö - ingen 1930. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 88 W. M. F h . . Bissing [728 Ende is , wenn sie im U sp ung und Ziel eins is , dann is die Na ion in Go , und Go is die Na ion. Dann is Deu schland eine Religion. Dann is de Deu sche im le z en ein Glaube." Unkla e und an h o- pozen ische kann man wohl kaum sein. Ablehnung des Libe alismus is Ablehnung des „Wes le ums". Da- mi e wach eine unkla e und unbes imm e Ho nung au den Os en. „Die e s en, die das kommende Reich zu denken wagen, ahnen mi lebendigem Ins ink , daß de Ausgang des K ieges eine Bindung an den Wes en ze s ö en muß" (E ns on Salomon). In Rußland und seine Re olu ion wi d nich nu das kommunis ische Reich gesehen — das ja in Wah hei ge ade au dem wes lichen a ionalis ischen Ma xis- mus au gebau is —, sonde n auch ein Ve such mi konse a i em Einschlag, sich on dem wes lichen Libe alismus abzuse zen72. Man will sich on dem e sinkenden Abendland o de un e b auch en K a des Os ens zuwenden. Da in komm die Mi ellage Deu sch- lands zwischen Os und Wes zum Ausd uck. Doch es wi d zu ge ing bewe e , wie de Os en sich in de Ok obe -Re olu ion 1917 om Wes en gesellscha lich und kul u ell geschieden ha , wodu ch ein un- übe b ückba e Gegensa z zwischen Os und Wes en s anden is . Diese Gegensa z wi d abe in seine ganzen Tie e nich e aß , weil man die g oße kul u elle Bedeu ung des Ch is en ums e kenn . Man ha zu ihm keine inne e Bindung meh , und dami ehl auch de wi klich eligiöse Glaube. 4. Die bündische Jugend um aß o allem die Jah gänge, die nich meh am K iege eilgenommen haben. Abe ih e Füh e en s ammen meis den Reihen de F on gene a ion. Die bündische Jugend will keine Pa eijugend und keine ki chliche O ganisa ion sein, sie will sich ielmeh auße halb de e s a en Fo men ein eigengese zliches Leben scha en, das au inne e Wah ha igkei geg ünde is . Fes e P og amme und Ziele sind nich o handen. De Ve s and wi d be- wuß zu ückged äng , das Ge ühl is das En scheidende, und dami is die bündische Jugend eine Wiede au e weckung de Roman ik. 5. Die sozialis ische Jugend endlich is nich k iege isch, sonde n pazi is isch. Sie kämp gegen den Geis de Gewinnsuch , de die bü ge liche Gesellscha behe sch , ohne sich abe dabei dem Klassen- kamp zu e sch eiben, und sie wende sich gegen eine E s a ung des Ma xismus als Dogma, ebenso wie gegen das ussische Expe imen . Diese geis igen Gä ung, die in de Jugend o sich geh , sehen sich die Ki chen gegenübe . Beide Ki chen machen eine schwe e K ise du ch, die bei de e angelischen Ki che e heblich schwe e is als bei 72 Möelle an den B uck, Das d i e Reich, 3. Au l., Hambu g 1932, S. 172 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 735] Na ionale Idee und poli isches Ziel (III) 95 ech s s and, ohne sich alle dings eine Pa ei zu e sch eiben. E e s eb e eine Ve einigung de Deu schna ionalen Volkspa ei mi de Deu schen Volkspa ei an. Diese Ve suche schei e en einmal an de epublik eindlichen Hal ung de Deu schna ionalen und dann an den pe sönlichen Gegensä zen zwischen Hugenbe g als dem wich igs en Geldgebe de Deu schna ionalen und S esemann als dem Füh e de Deu schen Volkspa ei. Abe auch beim S ahlhelm ehl e das Suchen nach eine neuen G undlage. Man blick e zu ück au den „Geis on Po sdam" und mani es ie e ihn nach außen in Au mä schen und Pa- aden, die doch im ie s en G und nu Ze bilde de en sp echenden mili ä ischen Ve ans al ungen wa en. Man kam im S ahlhelm übe einen gewissen Hu apa io ismus nich hinaus, de die im K iege aus- gewachsene Jugend wiede um abs ieß. Au Sei en de Pa eien, die die Weima e Republik bejah en, s and das Reichsbanne Schwa z- o -gold. Es wa abe in e s e Linie eine O ganisa ion de Sozialdemok a ie, wodu ch es s a k einsei ig o ien- ie wa . Man ha e abe in den Mi el- und Linkspa eien, die die Regie ung bilde en, noch keine ich ige S ellung zu dem Pseudo- solda en um, das sich au den Geis on Po sdam be ie , und einem wah en Solda en um, das auch die Weima e Republik nich en beh en konn e. Alle dings muß e sich ein solches Solda en um au dem Bo- den de neuen Ve häl nisse e s allmählich en wickeln. Das wa schwe in einem S aa , de zu Weh losigkei e u eil wa , de sich mi einem kleinen Hee on Be u ssolda en begnügen muß e, dessen Symbole bekämp und beschimp wu den und dessen egie ende Pa eien nich eine ganz g oße ep äsen a i e Pe sönlichkei als Banne äge de Republik he auss ellen konn en. Die Kommunis en endlich ha en den o en F on kämp e bund ge- scha en, de ebenso wie die Pa ei selbs in e na ional ausge ich e und in seinem Handeln und Denken on Moskau abhängig wa und dami ü die En al ung de na ionalen deu schen Idee aus iel. Diese g oßen Ve bände de al en F on kämp e en wickel en sich im Lau de Zei imme meh zu p i a en A meen de Pa ei üh e de jenigen poli ischen Rich ungen, denen sie sympa hisch gegenübe - s anden. Sie wu den dami zu eine poli ischen Mach , abe ugen dazu bei, die poli ischen K ä e wei e zu ze spli e n und poli ische En scheidungen in die Sphä e de Un e an wo lichen zu legen, so daß K ä e, die hin e den Kulissen wi k en, die abe nich es um issen und dahe bes immba wa en, au poli ische En scheidungen maß- gebenden Ein luß e hiel en. Das wa abe nu ein Zeichen ü die in den Jah en 1918 bis 1933 sich ollziehende Au lösung de poli ischen K ä e, denen es an Rückhal bei eine üh enden Schich ehl e, und das alles wa die Folge, daß keine na ionale Idee o handen wa . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 96 W. M. F h . . Bissing [736 De Wi wa de poli ischen Au assungen und Ziele wu de noch e meh du ch eine Reihe on poli ischen Salons und Klubs, die als neua ige E scheinungen nach 1918 zu age a en. In ihnen anden Li e a en, eh geizige Poli ike , e abschiede e O izie e aus dem al en königlichen Hee , die sich je z de Poli ik widme en, Ve e e de e schiedenen wi scha lichen In e essen en e bände und endlich po- li ische Aben eu e einen Pla z. Es wa en die S ellen, wo on un e - an wo lichen, anonym bleibenden K ä en Regie ungen un e s ü z , ges ü z und wiede neu gebilde wu den. Dabei anden sich dann aus Mach s eben o die poli isch he e ogens en K ä e zu o übe gehen- de Zusammena bei zusammen78. Hin e alledem s and unbe üh om Gewi de Pa eien, de In e essen en e bände, de F on kämp e und F eiko ps das Hee , die Reichsweh . Das al e königliche Hee ha e einen bleibenden obe s en K iegshe n, au den es e eidig wa , und un e dem es sich die S aa s- gewal sich ba und kö pe lich o s ellen konn e. De Solda sah und wuß e, wo ü e zu kämp en ha e. Das ehl e de neuen Republik; ü diese wa das Bleibende die Ve assung, ein Buch mi Rech ssä zen, de en T agwei e und Inhal nich ohne wei e es ü die Masse de Be- ölke ung und auch de Gebilde en zu übe sehen wa . Die Du ch- üh ung de Ve assung lag abe in de Hand de wechselnden Re- gie ungen und wechselnden Reichsp äsiden en, die wiede um alle an Pa eien gebunden wa en. Das wa dem in mona chische T adi ion g oßgewo denen O izie und auch dem Solda en nu schwe e - s ändlich. Dazu blieben die Männe , die als Poli ike die Geschicke des Reiches bes imm en, dem Solda en emd, sie wa en Zi ilis en; diese Zi ilis en ha en abe ebenso wenig Kon ak mi den Solda en und o auch kein Ve s ändnis ü die Eigena seines Denkens und seine S ellung. Beide leb en au e schiedenen Ebenen. Das zwei e Momen de En emdung zwischen Solda en und Poli ike n wa en die En wa nungsbes immungen des Ve saille Dik a s, die die Regie ung du chzu üh en ha e, wobei sie nach Meinung de Solda en nu allzu be ei willig au die Be ehle de Feinde einging. De ganze S aa end- lich wa aus de Niede lage gebo en, e wa ein P oduk des Dolch- s oßes, und in diesem S aa ühl en sich Solda en und O izie e nich heimisch. Man a auch nich iel on Sei en de egie enden Pa eien, um dem Solda en den neuen S aa nähe zu b ingen. Dem O izie ehl e die inne e O ien ie ung, und e e miß e die gesellscha liche S ellung, die e in de Mona chie gehab ha e. Je z 78 S. dazu Ka l Schwend, Baye n, Zwischen Mona chie und Dik a u , Mün- chen 1954, S. 152 ., 200 . Wal e Gö li z, Hindenbu g, Bonn 1953, S. 396 und 404. Kun a F h . . Hamme s ein, Schleiche , Hamme s ein und die Mach übe nahme, 33. F ank u e He e, 11. Jah g. 1956. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 737] Na ionale Idee und poli isches Ziel (III) 97 gehö e das O izie ko ps nich meh zu üh enden Schich ; es s and ielmeh gesellscha lich meh ode wenige isolie . In den S äd en begannen die K eise des Handels und de Indus ie das gesellscha - liche Leben zu behe schen — ohne dami abe die üh ende Schich zu we den. Diese K eise ha en sich du ch die wi scha liche En - wicklung einen gewissen Wohls and wah en können, übe den das O izie ko ps nich meh e üg e. Dami konn e es nu in besch änk- em Um ang an den gesellscha lichen Ve ans al ungen de Indus ie- und Handelsk eise eilnehmen. Au de ande en Sei e lehn e de mona chisch einges ell e Adel seh o den Ve keh mi den Solda en de Republik ab. Diese gesellscha liche Isolie ung mach e die Reichs- weh in de Zei de Weima e Republik zu einem S aa im S aa . Die abschließende Tendenz wu de noch du ch die Maßnahmen des O ganisa o s des neuen Hee es, des Gene als on Seeck , ge ö de . Seeck e lang e wohl om Hee e unbeding e T eue zu Ve assung. E ließ auch da übe in Ansp achen an das O izie ko ps ga keinen Zwei el, abe ande e sei s muß e e auch de Ve bi e ung de O i- zie e und Solda en übe die Bes immungen des Ve saille Dik a es Rechnung agen. Diese Empö ung eil e Seeck selbs in ollem Maße. So ha e die Reichsweh wenig Ve s ändnis ü die E üllungspoli ik de Regie ung. Das e kann e Seeck und ihm lag da an, das Hee aus dem e de blichen Kamp de Pa eien he auszuhal en, denn diese Kamp d eh e sich ja le z en Endes da um, was un e na ionale Poli ik e s anden we den könn e und was nich . Aus diesem G unde hiel en Seeck und seine Nach olge die T uppe on jede Tagespoli ik e n, und dami ha e auch de junge O izie nu seh besch änk e Möglich- kei en, sich übe wi scha liche, poli ische und gesellscha liche F a- gen zu un e ich en. Das O izie ko ps wu de so zu einem nach außen hin wei gehend homogenen Kö pe , abe es blieb ohne inne e Ve bin- dung mi dem auße halb de Kase nenmaue n pulsie enden Leben. Auße dem ieb die Hee eslei ung ih e gesonde e Poli ik, die siche auch eine eale Beg ündung ha e, weil sie mi Konsequenz aus dem e i o ialen und aus den En wa nungsbes immungen des Ve - saille Dik a s he o ging. Die So ge des Che s de Hee eslei ung wa die deu sche G enze gegen Polen. E be ü ch e e, daß polnische na io- nalis ische K eise die mili ä ische Schwäche Deu schlands mi s ill- schweigende Duldung F ank eichs ausnu zen könn en, um wei e es deu sches Gebie an sich zu eißen. Aus diese Beso gnis hiel die Hee eslei ung meh Wa en be ei , als es das F iedensdik a ges a e e.. Um sie den Blicken de mili ä ischen Kon ollkommissionen zu en - ziehen, wu den sie meis au dem Lande bei den g oßen G undbesi ze n des Os ens eingelage , die wiede um Gegne des neuen S aa es wa en. Ebenso hiel aus den gleichen G ünden die Hee eslei ung enge Bezie- Schmolle s Jah buch LXXVI, 6 7 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 98 W. M. F h . , Bissing [738 hungen zu den mili an en und F on kämp e e bänden, weil sie ho e, aus de en Reihen die T uppen eile de Reichsweh gegebenen- alls mi kamp bewäh en O izie en und Mannscha en e s ä ken zu können. Das e eg e bei de bekann en epublik eindlichen Hal ung alle diese K eise das be ech ig e Miß auen de epublikanischen Pa eien und de Regie ungen. Abe auch in de Außenpoli ik ging die Hee eslei ung eigene Wege. Da die Wes mäch e jede mili ä ischen Rüs ung Deu schlands eind wa en, e such e Seeck mi s illschweigende Duldung de Reichs- kabine e mi de damals poli isch noch isolie en Sowje union zu- sammenzua bei en. Au diese Weise soll e einmal den Polen deu lich gemach we den, daß sie im Falle eines Ang i s au deu sche Os ge- bie e mi eine ussischen In e en ion zuguns en Deu schlands zu echnen haben wü den. Zwei ens e gab sich du ch enges mili ä isches Zusammengehen mi den Russen die Möglichkei , in dem iesigen, ü die Wes mäch e nich einzusehenden ussischen Raum deu sche O i- zie e und Mannscha en an den mode nen schlach enen scheidenden Wa en auszubilden, die das Ve saille Dik a ü die Deu schen e - bo en ha e. So kam die Reichsweh in ein poli isches Zwielich . Sie wu de on den poli isch linkss ehenden K eisen de Be ölke ung mi Miß auen be ach e , und das Hee wiede um bekam kein ich iges Ve häl nis zum S aa , dem es dienen und den es e eidigen soll e. De S aa blieb ü das Hee die Summe de A ikel, die die Weima e Ve - assung ausmach en, also eine abs ak e Ins i u ion des Rech s. Das Hee abe sehn e sich nach einem pe sönlichen Band und Ge olg- scha s e häl nis, wie es in de kaise lichen Zei o handen wa , und wie es dem Wesen des Solda en lieg . Dieses pe sönliche Ge olgscha s- e häl nis and es in de Hingabe an die s a ke und esselnde Pe sön- lichkei Seeck s, dem es in Geho sam e geben wa . Abe bekam dadu ch die Reichsweh nich doch den Cha ak e eine P ä o iane ga de, wenn Seeck dem Reichsp äsiden en Ebe e klä en konn e: „Die Reichs- weh geho ch mi !"? Das wu de alle dings ande s, als Hindenbu g Reichsp äsiden wu de. Übe die pe sönlichen Beziehungen de äl e en O izie e zum ehemaligen Feldma schall und übe dessen Cha isma wu de eine ei- lich doch im wesen lichen äuße liche, abe imme hin objek i e Ve - bindung zum neuen S aa he ges ell . Die Reichsweh s and siche unbeding hin e Hindenbu g und wa be ei , seine Be ehle ein ach au g und seines Cha isma in unbeding em solda ischen Geho sam aus- zu üh en. Es kam nu da au an, ob im gegebenen Fall un e an wo - liche Pe sönlichkei en aus de Umgebung des Feldma schall-Reichs- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 739] Na ionale Idee und poli isches Ziel (III) 99 P äsiden en ode seine e an wo lichen poli ischen Be a e sein Oh ha en. Alle diese Momen e, die in e s e Linie aus de Exis enz des Ve - saille Dik a es zu e klä en sind, zeigen abe auch deu lich, daß aus dem Hee keine na ionale Idee en sp ingen konn e, weil diesem Hee die inne e Ve bindung zum S aa ehl e. Das Hee s and nu in einem pe sönlichen T eue e häl nis zu Seeck und dann zu Hindenbu g. Das abe is ü eine Republik ein unhal ba e Zus and. Das Hee de Republik kann, wenn es nich P ä o iane ga de sein soll, nu dann eine S ü ze des S aa es sein, wenn es sich als Volls ecke in de na io- nalen Idee sieh , in de en Diens es wi k und an die es glaub . Ni gends so k ass wie hie i die Labili ä und das Un ollende sein alle poli ischen und s aa lichen Ve häl nisse de Weima e Republik zu age. Wenn man in den Jah en 1918—33 in den K eisen de de Republik e gebenen Pa eien des Glaubens leb e, daß die gesch iebene Ve assung als gese z es Rech schon die K a habe, die poli ische und soziale Lage zu konsolidie en und im Volke dazu einen einhei - lichen Willen he o zu u en, dann soll e man bald eines besse en beleh we den. Die gesch iebene Ve assung e mag die na ionale Idee nich zu e se zen. Weil de Weima e Republik die na ionale Idee und dami die Be u ung ehl e, wa sie eine Republik ohne Republikane . T o z des e le z en mona chischen Ge ühls schwel e in den He zen alle Deu - schen eben doch noch ein kleine mona chische Funke, de alle dings nich s mi eine Anhänglichkei an den ehemaligen Kaise zu un ha e. Man wa ihm bi e g am, weil e sein Volk in seine schwe - s en S unde im S ich gelassen ha e. F ied ich S amp e mein noch im Jah e 1947, daß o 1914 ü die Sache de Republik kein sozial- demok a ische A bei e au die Ba ikade gegangen wä e79. In den e s en Jah en nach dem S u z de Mona chie wa de A bei e des- wegen Republikane , weil e nunmeh die olle poli ische und gesell- scha liche Gleichbe ech igung besaß, die ihm die Mona chie lange e weige ha e. Abe wi klich inne lich übe zeug e Republikane wa en doch nu e häl nismäßig wenige A bei e . Die g oße Masse ag e nu danach, un e welche S aa s o m ih besse e Lebens- bedingungen gebo en we den könn en. Die Republik wa eben eine No lösung gewesen, als sie Scheide- mann im No embe 1918 aus ie , weil die Mona chen schlaga ig die Th one ge äum ha en. Abe diese Republik wa nich e kämp wo den, sie b ach e auch nich den Wohls and und die Zu iedenhei , 79 F ied ich S amp e , Die e s en 14« Jah e de Deu schen Republik. O en- bach 1947, S. 8. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 100 W. M. F h . V. Bissing [740 die man e ho ha e, sonde n sie wa du ch die Repa a ions e p lich- ungen, die sie zu e üllen ha e, nich s ande es als de Bü el de ehemaligen Feinde, on denen sie dann noch schlech behandel wu de. Abe nachdem sie einmal da wa , wa sie imme noch besse als die Dik a u des P ole a ia s nach ussischem Mus e . Endlich wa ja auch kein poli isch agba e Th onanwä e ü den lee en Kaise - h on un e den zahl eichen deu schen Fü s en o handen, hin e den sich die Masse des deu schen Volkes ges ell hä e. So muß e die Re- publik ein ach e hal en we den, ob sie dem Einzelnen sympa hisch wa ode nich , wenn man nich im Chaos e sinken woll e. Fau e de mieux on couchai a ec la épublique, und dami gab es in Deu sch- land wohl Ve s andes-, abe keine He zens epublikane . Ge ade ü eine Republik, de das äuße e sich ba e Zeichen de Kon inui ä ehl , wie es die Mona chie in de K one ha , is abe die na ionale Idee en scheidend ü den Bes and und den Zusammen- hal des S aa es. Diese na ionale Idee kann jedoch nu in solchen He zen en s ehen, die im S aa die ech liche O ganisa ion sehen, die sich das Volk gegeben ha , um die Au gabe, die ihm ges ell is , zu e üllen. Zu de A mu des Geis es und de Seele, die in den Jah en nach dem e s en Wel k ieg in Deu schland he sch e und die schon allein de En s ehung eine na ionalen Idee hinde lich wa , gesell e sich noch die wi scha liche No . Sie wa eine Folge des K ieges und wu de e s ä k du ch die un agba en Repa a ions o de ungen des Ve - saille Dik a s. Das en scheidende Momen wa die In la ion, die s ändig sinkende Kau k a des Geldes. Die In la ion is eine Geldschöp ung, die nich an den Bedü nissen de Wi scha o ien ie is , sonde n am Finanzbeda des S aa es, wodu ch de Zusammenhang zwischen Wa enmenge und zi kulie en- de Geldmenge ze issen wi d. Da inanzielle Bed ängnis s e s eine Beglei e scheinung des K ieges is , weil dann de S aa iel und schnell Geld b auch , um dami K iegsma e ial zu kau en, das nich in den Wa enumlau ein i , is auch die In la ion imme eine Be- glei e scheinung des K ieges. Nach dem K ieg wu de die In la ion o gese z , als die Repa a ionen gezahl we den muß en, und e s im No embe 1923 gelang es, die Wäh ung zu s abilisie en, und je z a kla zu age, wie a m das deu sche Volk gewo den wa . Die In la ion ha e zunächs den Besi ze n on Sachwe en, die P oduk ionsmi el wa en, einen gewissen Wohls and e hal en, weil de We diese Sachwe e as en sp echend de Gelden we ung s ieg. Solange die In la ion daue e, leb en deswegen Landwi e und In- dus ielle in Wohls and. Geschädig wu den dagegen die Beziehe OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 741] Na ionale Idee und poli isches Ziel (III) 101 de es en Einkommen, die Ren ie s und Beam en, dann auch die A bei e , weil die Löhne langsame s iegen, als de Geldwe sank. Dami wa abe einem e heblichen Teil de üh enden Schich die wi scha liche G undlage ih e Exis enz und die Möglichkei , ih e Kinde auszubilden, genommen. Ein g oße Teil de männlichen jünge en Nachkommen diese Schich en abe s ell e aus diesem G unde die Füh e und Mi gliede de mili an en Ve bände. Die mili an en Ve bände bezogen wei gehend Un e s ü zung on de epublik eind- lichen g oßen os deu schen Landwi scha und auch on de g oßen Indus ie, die in ihnen O ganisa ionen sahen, mi denen man glaub e, den um sich g ei enden Kommunismus bekämp en zu können. So ugen In la ion und Ve saille Dik a zu eine Radikalisie ung de jungen ehemaligen K iegs eilnehme bei. Nach Beendigung de In- la ion un e lagen diese Radikalisie ung auch e hebliche Teile de Baue n und de g oßen G undbesi ze o allem in den ma k e nen Gebie en im Os en Deu schlands, weil ihnen die In la ion das lüssige Be iebskapi al ge aub ha e, das dann nach de Wäh ungss abilisie- ung du ch F emdkapi al zu seh hohen Zinsen e se z we den muß e. Das üh e zu eine ge ah d ohenden Übe schuldung de Landwi - scha , o allem de g oßen Gü e bei sinkenden P eisen ü Ag a - p oduk e. In de A bei e scha ha en In la ion und S abilisie ung eine Radikalisie ung nach links bewi k , weil wäh end de In la ion o z s ändig s eigende Löhne und e g öße e Einkommen die Lebenshal ung de A bei e sich nich heben konn e, so daß man da in eine Bes ä igung de on Ma x au ges ell en Ve elendungs heo ie sah. Als nach de Wäh ungss abilisie ung eine gegenübe de Vo k iegs- zei e heblich g öße e Zusammenballung de indus iellen Ve mögen in wenigen Händen sich he auss ell e, de au de ande en Sei e eine ollkommene Ve a mung des Kleinbü ge ums gegenübe s and, nahm die Radikalisie ung wei e zu; die A bei e wande en on de Sozial- demok a ie zum Kommunismus, und die Kleinbü ge lie en aus den Pa eien de Rech en und de Mi e den Na ionalsozialis en zu. Dem Kleinbü ge um gelang es allmählich wiede , du ch eine s a ke Be- sch änkung de Lebenshal ung sich bescheidene E spa nisse anzu- sammeln. Als abe die g oße Wel wi scha sk ise mi den Zusammen- b üchen de Banken auch Deu schland e g i en ha e, e hob sich eine neue Welle de Radikalisie ung des Kleinbü ge ums, das die Schuld an de K ise au die on de Reichs egie ung be iebene E üllungs- poli ik schob, und das ü die Siche hei seine E spa nisse ü ch e e. Die sich on Woche zu Woche s eige nde A bei slosigkei ieb neue Scha en de A bei e in die A me de Kommunis en. In diese Zei de Ve zwei lung a ein Mann imme meh in den Vo de g und, de schon wäh end de Jah e de In la ion dem Ma xis- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 102 W. M. F h . . Bissing [742 mus den Kamp angesag ha e, de zum Kamp gegen das Ve saille Dik a als de Quelle allen Unglücks au ie , de die „No embe e - b eche " besei igen woll e, die ih e Namen un e das Dokumen des Elends gese z hä en, und de behaup e e, daß e die e ende Idee habe. Nach de Idee sehn e sich die Jugend in ih en ielges al igen G uppen, nach eine Idee hiel das Kleinbü ge um Ausschau, ja allen ha e es an de neuen lei enden Idee ge ehl , gleich ob sie in den Reihen de „na ionalen" Opposi ion ode in den Reihen de Re- gie ungspa eien ges anden ha en. De Wunsch, den alle meh ode wenige ausgesp ochen ha en, weil sie doch noch im ie s en He zen Mona chis en wa en, schien sich eben alls zu e üllen: ein Mann, de das Volk üh en woll e, wa da! E ha e es in ku ze Zei zu eine gewal igen Ge olgscha geb ach , die hin e ihm s and. Vielleich wa diese Mann dem deu schen Volk om Himmel geschenk . Man ha e also in de Zei de g öß en No das ge unden, was man such e, den g oßen Mann und die Idee. Diese Adol Hi le wa im Wel k iege Ge ei e gewesen, wo e als Ös e eiche im deu schen Hee gedien ha e. Sons ha e e keinen Be u . E e üg e übe eine g oße Redne gabe, mi de e seine Zuhö e in Bann zog, und e wa siche eine de g öß en Demagogen des 20. Jah hunde s. Die Idee, die e e künde e, wa ein k auses Gemisch alldeu sche und an isemi ische Gedanken mi B ocken on Nie zsche, Schopen- haue , H. S . Chambe lain und aus den Büche n des An h opologen Gün he . E will den Ma xismus ze schme e n, eine Absich , die die kleinen Bü ge und auch das indus ielle Besi zbü ge um au ho chen ließ. E will eine Ve schmelzung on Na ionalismus und Sozialismus he s ellen. Das klang e heißend in den Oh en de F on gene a ion, die das E lebnis de K iegskame adscha hin e sich ha e, in de alle Un e schiede de Klassen sich o dem Tode als sinnlos e wiesen ha en. Im Mi elpunk de Idee, die Hi le e künde e, s and eine Rassen- heo ie. Danach sind die A ie allein Kul u b inge , sie sind deswegen die He en, wäh end die ande en Rassen nu Kul u äge sind, die das au nehmen, was ihnen die A ie geb ach haben. Geschich e is also nich , wie Ma x es leh e, eine Folge on Klassenkämp en, sonde n ein Ringen zwischen Rasse und Rasse, zwischen Blu und Blu . Die jüdische Rasse is die Gegen asse. Eine Ve mischung on A ie n und Juden e nich e dahe den We de a ischen Rasse, die doch zum He schen be u en is . Weil die A ie He en asse sind, en sp ich ih em Wesen nich de au Massen geg ünde e S aa , in dem die Ma- jo i ä en scheide . Die S aa s o m de A ie is ielmeh a is ok a- isch, in ih soll die Pe sönlichkei zu Gel ung kommen. Deshalb nich OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 743] Na ionale Idee und poli isches Ziel (III) 103 Massenp inzip, sonde n Füh e p inzip. De Füh e is begnade und üh das aus, was das Volk ahnend will. Vom S andpunk de Rasse aus is Sozialismus einmal Gemeinscha des Blu es, und dann is e Siche ung, die die Gemeinscha i , um die Ausbeu ung des Ein- zelnen ode ganze G uppen du ch ande e zu e hinde n. Sozialismus is kein Sys em, sonde n eine Hal ung. So sind geschick Schlagwo e zu einem locke en Zusammenhang zusammengewo en, die jedem e was geben können, o allem abe abges ell sind au die Ve zwei lung des Kleinbü ge ums, das o de kommenden He scha des Kommunis- mus und ü seine E spa nisse zi e . Ihm wi d gesag , daß es zu eine He en asse gehö , die zum He schen be u en sei. Das klang wohl in den Oh en eine Schich , die sei Jah zehn en s ändig un e sozialem Minde we igkei sge ühl geli en ha e. Auße dem zeig e dem Kleinbü ge um und de Jugend auch den leich e kennba en Schuldigen an alle No : den Juden, au den die Leidenscha en des on eine Panik e g i enen Kleinbü ge ums und de en äusch en Jugend gelenk we den. Daß das Sammelsu ium on Gedanken, die Hi le in die Massen wi , und das on ihnen begeis e au genommen wi d, keine na ionale Idee is , is wohl einleuch end, wenn man sich das Wesen eine na io- nalen Idee o Augen häl . Abe das ha man damals nich e kann , man wa wie hypno isie . Eigena ige weise un e zog man auch die Pe son Hi le s selbs keine P ü ung. Man beme k nich , daß man einen aus Ös e eich eingewande en Lumpenp ole a ie o sich ha , dessen Ve gangenhei in e heblichem Um ang im Dunkel lag. Ebenso wenig un e zieh man die eine P ü ung, die um ihn sind. Sons hä e man wohl beme k , daß es d ei G uppen sind, die sich scha onein- ande abheben: Es sind zue s die geschei e en Exis enzen wie Hi le selbs , also Lumpenp ole a ie , die seine nächs e Umgebung bilden, und die die Füh e schich de Pa ei da s ellen. Diese Schich wi d e s ä k du ch die zwei e G uppe, die Landsknech s ypen aus den mili an en Ve - bänden, die in den beiden P i a a meen Hil e s Un e kun ge unden haben, und die in de Meh zahl eben alls Lumpenp ole a ie sind. End- lich zeichne sich on diesen beiden G uppen kla die Masse de k i iklosen Idealis en ab, die meis aus dem Kleinbü ge um s ammen, die Meh zahl de Anhänge da s ellen, abe au die Füh ung de Pa ei ohne Ein luß sind, doch on Hi le hypno isie , ihm blind olgen. Teile des Besi zbü ge ums sehen in Hi le den Mi kämp e gegen die Gewe kscha en, mi de en Ane kennung als gleichbe ech ig e Pa ne einzelne Ve e e de g oßen Indus ie des Ruh gebie s sich noch nich haben ab inden können. So ließen Hi le aus den K eisen de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09 104 W. M. F h . . Bissing [744 Ki do und Thyssen Mi el zu, die e b auch , um seine „Bewegung'4 zu o ganisie en und seine P opaganda un e die Massen zu we en. Wi können uns die Schilde ung e spa en80, wie das deu sche Pa - lamen sich selbs ausschal e e, weil de Zank de Pa eien die Obe - hand übe die poli ischen No wendigkei en bekommen ha e. Die au lösenden Tendenzen, die on de g oßen Wi scha sk isis aus- gingen, e s ä k en die an sich schon o handene Ze spli e ung de poli ischen K ä e. Hinzu kamen die In igen, die in den poli ischen Klubs und in den Kon en ikeln ih en U sp ung ha en, die sich um den Reichsp äsiden en gebilde ha en und im Dunkel de Nich e - an wo lichkei wi k en. Au diese Weise kam es schließlich dazu, daß de „böhmische Ge ei e" im G unde doch gegen den Willen des geal e en und müde gewo denen Feldma schall-Reichsp äsiden en die Mach des Reiches, äuße lich legal, in seine e de blichen Hände nehmen konn e. Je z ha e die üh ende Schich ge ehl , die die He scha zu übe nehmen be ei wa , und je z ha e die na ionale Idee ge ehl , die den Maßs ab ü eine k i ische Beu eilung de Lage und de Pe sonen hä e abgeben können. So e iel das deu sche Volk, o allem das Kleinbü ge um, eine Pseudoidee zum Op e , und so d ang das Lumpenp ole a ia am 30. Janua 1933 als üh ende Schich in den gesellscha lichen und po- li ischen Raum ein, den das Besi zbü ge um lee gelassen ha e. Es begann die g oße dance ma cab e, die wi mi Schaude n e leb und aus Zwang und Un eihei mi ge anz haben bis zum bi e en Ende am 5. Mai 1945. C. Die F age nach de deu schen na ionalen Idee is , wie wi gesehen haben, keine müßige F age. Wi haben e such , eine An wo da au zu geben, wa um es un e den g oßen Völke n dem deu schen Volk bishe nich gelungen is , eine na ionale Idee zu en wickeln, und wi haben die Folgen dieses Fehlens au gezeig . Eine na ionale Idee konn e sich in den Jah zehn en nach den Be- eiungsk iegen nich bilden, weil einmal die zahl eichen selbs ändigen und sou e änen g oßen und kleinen S aa en, die den Deu schen Bund bilde en, glaub en, eine eigene Poli ik eiben zu können, so daß de na ionale Einhei ss aa nich Zus andekommen konn e. Dann wa die 80 S. dazu Wal e Gö li z, Hindenbu g, Bonn 1953. Theodo Eschenbu g, Ku ze Geschich e de Weima e Republik; Deu sche Rundschau 80. Jah g. 1954. D. G oene -Geye , Gene al G oene , F ank u 1955. Wal e C o n z e , Die K ise des Pa lamen a ismus on 1920/30 in His . Zei sch . Bd. 178, 1954, S. 47 . De selbe, Zum S u z B ünings in Vie eljah esh. zu Zei geschich e 1. Jah g. 1953. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.76.6.65 | Gene a ed on 2023-04-04 11:23:09