Der Aufbau eines europäischen Kapitalmarktes
Abstract
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Full text
Meye -Ho n, Klaus
A icle
De Au bau eines eu opäischen Kapi alma k es
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Meye -Ho n, Klaus (1968) : De Au bau eines eu opäischen Kapi alma k es, K edi
und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 1, Iss. 1, pp. 98-114,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.1.1.98
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/292613
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Be ich e
De Au bau eines eu opäischen Kapi alma k es
Zusammen assung des Be ich s eine on de EWG
eingese z en Sach e s ändigeng uppe
Die Kommission de Eu opäischen Gemeinscha en ha sich zum Ziel
gese z , möglichs bald einen une eulichen Rücks and au zuholen: nach-
dem die Zollunion nahezu e eich is , eine gemeinsame Ag a poli ik und
die einhei liche Anwendung des Meh we s eue sys ems beschlossen sind
und die Wi scha sunion zwischen den sechs Mi glieds aa en Fo sch i e
mach , soll es auch einen eu opäischen Kapi alma k geben. Gemein is
— jeden alls zunächs — eine Zusammen assung, eine In eg a ion de
sechs na ionalen Kapi almä k e. De Ve ag zu G ündung de Eu o-
päischen Wi scha sgemeinscha en häl bezüglich des Kapi alma k es —
ähnlich wie hinsich lich de Wäh ungspoli ik — nu ech zagha e Be-
s immungen; das e klä sich aus den Schwie igkei en, die 1957, bei de
Ab assung des Ve ages, de Ausgleich de Zahlungsbilanzen be ei e e.
Nach A . 67 des EWG-Ve ages sind die Besch änkungen au dem Ge-
bie des Kapi al e keh s sch i weise zu besei igen, „sowei es ü das
Funk ionie en des Gemeinsamen Ma k es no wendig is ". Die EWG-
Kommission ha in diese Bes immung keine Einsch änkung gesehen, die
Regie ungen de Mi glieds aa en abe ande e sei s bishe nich on de
No wendigkei eines eu opäischen Kapi alma k es übe zeugen können.
Zu Besei igung de Besch änkungen des Kapi al e keh s gemäß
A . 67 des EWG-Ve ages wu den om Minis e a au Vo schlag de
EWG-Kommission 1960 und 1962 zwei Rich linien e lassen; sie ge-
wäh leis en in besch änk em Um ange einen eien Kapi al e keh u. a.
bei Di ek in es ionen, beim Immobiliene we b, beim Handel mi bö -
senno ie en We papie en, bei Kapi al ansak ionen mi pe sönlichem
Cha ak e und bei ku z- und mi el is igen K edi en, die im Zusam-
menhang mi dem Außenhandel s ehen1. Wei e e Fo sch i e beim Ab-
1 Rich linien om 11. 5. 1960 bzw. 18. 12. 1962, e ö en lich im Am sbla
de Eu opäischen Gemeinscha en om 12. 7. 1960 bzw. 22. 1. 1963.
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Be ich e 99
bau de De isenbesch änkungen wu den sei dem nich gemach . Insbe-
sonde e wu den die De isenbesch änkungen ü die Emission on Aus-
landsanleihen und ü die Au nahme und Gewäh ung on ausländischen
Finanzk edi en beibehal en, die in d ei de Mi glieds aa en (I alien,
F ank eich und Niede lande) gel en.
Die EWG-Kommission e such e im Ap il 1964, mi dem En wu
eine d i en Rich linie die Libe alisie ung des Kapi al e keh s unab-
hängig om S and de De isenbesch änkungen wenigs ens bezüglich de
sogenann en adminis a i en Hemmnisse wei e zu eiben. Diese Rich -
linienen wu s ieß jedoch bei den S ändigen Ve e e n de Bundes-
epublik, Belgiens und Luxembu gs in B üssel au Bedenken; sie woll en
keine Ve p lich ungen ü die Au hebung e wal ungsmäßige Besch än-
kungen bei de Emission, Bö senein üh ung und Un e b ingung on
ausländischen We papie en übe nehmen, solange die üb igen Mi glied-
lände noch ih e De isenbesch änkungen au ech e hal en.
Un e diesen Ums änden hiel es die EWG-Kommission ü zweck-
mäßig, eine G uppe unabhängige Sach e s ändige um einen Be ich
übe den Au bau des eu opäischen Kapi alma k es zu bi en. De Be ich
soll e die Vo eile au zeigen, die ein gemeinsame Kapi alma k ü die
EWG b ing , nämlich meh Finanzie ungs- und Anlagemöglichkei en, als
eine echne ische Addi ion de na ionalen Kapi almä k e e geben wü de.
De Be ich soll e e ne die Bedenken aus äumen, die gegen eine wei e e
Libe alisie ung des Kapi al e keh s wegen de da on be ü ch e en Ein-
sch änkung de wi scha spoli ischen Selbs ändigkei — einschließlich
de P og ammie ung und de Kapi alzinspoli ik — in einigen Mi glied-
s aa en bes anden; au diesen Punk kam es de EWG-Kommission ganz
besonde s an, nachdem sie e kann ha e, daß ü die Beibehal ung de
noch bes ehenden de isen ech lichen Besch änkungen wenige die So ge
um den Ausgleich de Zahlungsbilanz als ielmeh die Beibehal ung de
einzels aa lichen Wi scha spoli ik de en scheidende G und is . Schließ-
lich soll e de Be ich einen Ube blick übe die neben den De isenbe-
sch änkungen noch bes ehenden ande wei igen Hinde nisse geben, die
eine Zusammen assung de na ionalen Kapi almä k e zu einem gemein-
samen Eu opäischen Kapi alma k en gegens ehen.
Die EWG-Kommission übe ug die Ausa bei ung des Be ich es eine
G uppe on 11 Sach e s ändigen, die e s mals im Ok obe 1964 zusam-
men a ; 7 de 11 Sach e s ändigen kamen aus dem p i a en Bankge-
we be, eine on einem ö en lich- ech lichen K edi ins i u und zwei
sind Uni e si ä sp o esso en; den Vo si z de Sach e s ändigeng uppe
7*
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100 Be ich e
übe nahm de damalige Di ek o ü Fo schung bei de EWG-Kommis-
sion, P o esso Seg é. Von deu sche Sei e gehö en de Sach e s ändigen-
g uppe de P äsiden de Landeszen albank in B emen, D . Gleske, bis
Ap il 1964 noch Di ek o bei de EWG-Kommission, und P o esso D .
Mölle , Uni e si ä München, an. De Be ich de Sach e s ändigen-
g uppe wu de im No embe 1966 abgeschlossen, abe e s Ende 1967 in
den ie Sp achen de Gemeinscha sowie in Englisch e ö en lich .
Die EWG-Kommission übe ug de Sach e s ändigeng uppe in ih em
Manda ün Haup au gaben, nämlich
— zu un e suchen, wie sich die E ich ung eines eu opäischen Kapi al-
ma k es au die einzels aa liche Wi scha spoli ik mi ih en übe -
wiegend k edi - und inanzpoli ischen Ins umen en auswi ken
wü de;
— abzuschä zen, welche Bedeu ung eine E wei e ung des Kapi alma k-
es im eu opäischen Rahmen mögliche weise zukommen wi d;
— da zulegen, wie die Bemühungen de Mi glieds aa en um ein besse es
Funk ionie en ih e Kapi almä k e im Sinne gemeinsame Lösungen
o ien ie we den könn en und de en Ziele zu de inie en;
— die wich igs en S uk u un e schiede de na ionalen Kapi almä k e
zu un e suchen und o allem die U sachen ih e de zei igen Ab-
schließung zu e mi eln;
— die no wendigen Anpassungen in de S uk u und A bei sweise de
Finanzins i u e bei eine In eg a ion de Kapi almä k e zu analy-
sie en.
Die Sach e s ändigeng uppe soll e und konn e die na ionalen Kapi al-
mä k e nich sys ema isch besch eiben, sonde n ha sich au eine Un e -
suchung de wich igs en K edi e so gungswege besch änk und dabei
einigen G uppen on Ins i u en besonde e Au me ksamkei gewidme .
De Be ich , de auch in de ged uck en Fassung noch übe 400 Sei en
um aß , s ü z sich au Ausa bei ungen de Sach e s ändigen, die in ins-
gesam 12 Si zungen disku ie wu den, und au A bei sun e lagen des
on de EWG-Kommission ges ell en Sek e a ia s. Die Beam en dieses
Sek e a ia s — R. Bis ol i, A. Ru sae , M. Sa me und H. S olle —
haben die einzelnen Kapi el des Be ich es abge aß , de dann on de
Sach e s ändigeng uppe als Ganzes gebillig wu de. En sp echend ih em
Au ag haben die Sach e s ändigen eine Reihe on Emp ehlungen aus-
gesp ochen; die Kommission de Eu opäischen Gemeinscha en will au
de G undlage diese Emp ehlungen konk e e Maßnahmen ü die Ve -
wi klichung eines eu opäischen Kapi alma k es o schlagen.
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Be ich e 101
Die Kommission häl den Be ich , wie sie in de Einlei ung beme k ,
ü eine ausgezeichne e G undlage zu E üllung de Au gaben, die ih
au dem Gebie des Kapi al e keh s übe agen sind. Sie weis zwa
wie üblich da au hin, daß de Be ich in keine Weise de Hal ung o -
g ei , die sie selbs zu diesen P oblemen einnehmen wi d; a sächlich
s imm jedoch die Kommission de Eu opäischen Gemeinscha en mi den
G undlinien des Be ich es wei gehend übe ein und ha ih e Diens s ellen
beau ag , mi de Ausa bei ung on Vo schlägen zu beginnen. Hie zu
gehö noch nich de abgeände e Vo schlag ü eine d i e Rich linie
zu Libe alisie ung des Kapi alma k es, de am 9. 2. 67 on de EWG-
Kommission dem Minis e a o geleg wu de. Ta sächlich be ücksich ig
de abgeände e En wu de d i en Rich linie lediglich die E ah un-
gen, die mi de Be a ung de ühe en Vo schläge de EWG-Kommission
du ch die S ändigen Ve e e de Mi glied egie ungen in B üssel ge-
mach wu den.
Dami kün ig bei den Ve p lich ungen de Mi gliedlände au dem
Gebie de De isenbes immungen ein Mindes maß an Gegensei igkei
gewäh leis e is und gleichzei ig die Libe alisie ung au die Rech s- und
Ve wal ungs o sch i en ausgedehn we den kann, sieh de abgeände e
En wu de 3. Rich linie eine Übe gangslösung o . Sie bes eh da in,
daß die d ei Mi gliede lände , die noch de isen ech liche Besch änkungen
au ech e hal en, inne halb bes imm e G enzen (1,5% de du chschni -
lichen B u o-Inlandsin es ionen de Jah e 1963/64) die Emission on
Auslandspapie en und die Gewäh ung on Auslandsk edi en libe ali-
sie en, und gleichzei ig bes imm e Rech s- und Ve wal ungs o sch i en
au heben, die Emi en en aus einem ande en EWG-Land bei de Au -
legung, Un e b ingung und Bö senein üh ung on We papie en benach-
eiligen.
Die Ände ung de Anlage o sch i en, die in dem abgeände en En -
wu eine 3. Rich linie o gesehen is , lieg be ei s au de Linie dessen,
was de Be ich de Sach e s ändigeng uppe ans eue , wenn on no -
wendigen Anpassungen in de S uk u und A bei sweise de Finanz-
ins i u e gesp ochen wi d. Im olgenden soll eine Zusammen assung des
Be ich s e such we den, de — ielleich wegen de Fülle de da in
ausgea bei e en kapi al echnischen F agen — in de Ö en lichkei noch
nich die e dien e Resonanz ge unden ha . Die Kommission de Eu o-
päischen Gemeinscha en ha Ende 1967 die au eu opäische Ebene o -
ganisie en in e essie en Ve bände des K edi wesens, de Ve siche ungen,
de Bö sen e c. um ih e S ellungnahmen zu dem Be ich gebe en.
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I.
De e s e Teil des Be ich es s ell eine Ein üh ung in die P oblema ik
da . Es wi d da on ausgegangen, daß die Finanzie ung des Wi scha s-
wachs ums in allen Mi glieds aa en meh und meh om Kapi alma k
abhäng und e leich e we den wü de, wenn die engen na ionalen Ka-
pi almä k e e wei e we den könn en. Die zusä zlichen Anlagemög-
lichkei en wü den zu eine E höhung des Kapi alangebo s bei agen; au
de ande en Sei e s ünden den Un e nehmen meh und iel äl ige e
Finanzie ungsmöglichkei en zu Ve ügung, so daß sie ehe eine den
E o de nissen des gemeinsamen Ma k es en sp echende G öße e eichen
könn en. Die Finanzie ungsbedingungen wü den sich inne halb de EWG
angleichen, so daß sich gewisse We bewe bsun e schiede, die dami zu-
sammenhängen, e inge n wü den. Schließlich wü de es au einem zu-
sammenhängenden g oßen Kapi alma k wenige S ö ungen geben als
au jedem einzelnen de engen na ionalen Kapi almä k e.
Dami ein eu opäische Kapi alma k en s ehen kann, müssen Behö -
den und Finanzins i u e bewuß au eine Anpassung hina bei en. Fü
die Behö den bedeu e die e o de liche Anpassung keinen Ve zich au
die Ziele de einzels aa lichen Wi scha spoli ik; eine enge e Koo dinie-
ung diese Poli ik und eine Akzen e schiebung beim Einsa z des üb-
lichen Ins umen a iums wi d jedoch ü e o de lich gehal en. Bei den
on den Behö den zu e enden Maßnahmen wü de es sich — abgesehen
on eine Ände ung s eue liche und de isen ech liche Vo sch i en —
o allem um die Übe p ü ung de Anlage o sch i en de Kapi al-
sammels ellen und de Sonde s ellung bes imm e K edi e so gungswege
handeln.
Von den Finanzins i u en wi d e wa e , daß sie ü den eu opäischen
Kapi alma k bahnb echend wi ken: ih e Spezialisie ung we de nach-
lassen, gewisse, on den Finanzins i u en bishe e s e einzel und un-
einhei lich p ak izie e Finanzie ungsme hoden wü den eine b ei e e Ve -
wendung inden und schließlich wü den die Finanzins i u e übe die
G enzen hinweg enge zusammena bei en und gemeinsame Diens e ein-
ich en. Dank de Anpassungen de Behö den und Finanzins i u e wü de
sich ein imme dich e es Ne z „eu opäische " T ansak ionen en wickeln,
das sich nach und nach au säm liche K edi e so gungswege e s eck .
Das b auch e nich no wendige weise dazu zu üh en, daß ein bes imm e
Finanzpla z eine behe schende S elle e häl . Die Beziehungen zu den
Kapi almä k en de D i lände wü den du ch einen eu opäischen Ka-
pi alma k ehe ge ö de als gehemm .
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Im Anschluß an diese allgemeinen Gedankengänge we den einige ge-
meinsame S uk u p obleme de Kapi almä k e da geleg . Die Un e -
suchung de Kapi al cdc&/ age läß ein asches Anwachsen des F emd-
inanzie ungsbeda s de Un e nehmen und de ö en lichen Hand e -
kennen. De Finanzie ungsbeda de Un e nehmen wi d au die Ve in-
ge ung de Gewinnspannen in olge on Lohne höhungen und e s ä k-
em We bewe b zu ückge üh ; de Ans ieg de ö en lichen Kapi al-
nach age wi d insbesonde e mi den d ingenden Au gaben im sozialen
Be eich und zu Ve besse ung de In as uk u e klä . Fü die Ve -
eilung de Mi el du ch die he kömmlichen Ma k mechanismen bleib ,
wie man glaub , in olge des wei gehend es s ehenden Um angs de
ö en lichen In es i ionen und de behe schenden S ellung de ö en -
lichen Hand au dem Kapi alma k nu ein e häl nismäßig enge Spiel-
aum üb ig.
Bei de Deckung des Finanzie ungsbeda es wi d das P oblem wenige
in eine unzu eichenden Spa ä igkei gesehen, als ielmeh in de du ch
ein Übe wiegen ku z is ige Mi el gekennzeichne e S uk u des Ka-
pi alangebo es. Es wi d es ges ell , daß die Spa e eine Vo liebe ü
liquide ode ku z is ige Anlagen haben und das Kon enspa en wei e hin
einen wesen lichen Bei ag zum Kapi alangebo leis en wi d. An diese
Lage wü de sich kaum e was ände n, zumal sich mi de Einkommens-
um e eilung zuguns en de Lohnemp änge die Spa ähigkei on Be-
ölke ungsschich en e höh ha , die e häl nismäßig wenig da au o -
be ei e sind, ih e E spa nis au dem Kapi alma k anzulegen. Aus
diese Fes s ellung, die sich wie ein o e Faden du ch den ganzen Be ich
zieh , wi d zweie lei ge olge :
— Das Spa en bei ins i u ionellen Anlege n, o allem in Fo m des Ve -
agsspa ens, soll e ge ö de we den und
— den Finanzins i u en, denen die liquide E spa nis zu ließ , soll en die
„F is en ans o ma ion" e leich e we den, d. h. die Möglichkei ,
ku z is ige Gelde ü länge is ige Anlagen zu e wenden, und
zwa sowohl ü mi el- und lang is ige K edi e wie auch ü den
E we b on We papie en.
De Wunsch, die F is en ans o ma ion zu e besse n, e klä die
g oße Bedeu ung, die eine Ände ung de Anlage o sch i en de Ka-
pi alsammels ellen beigemessen wi d sowie die Suche nach Möglichkei en,
die „Mobili ä " des e ügba en Kapi als und die a sächliche Liquidi ä
de Anlagen zu e höhen. Die Re o men, die in einigen Mi glieds aa en
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104 Be idi e
in de hie au gezeig en Rich ung geplan sind, bie en dem Be ich zu-
olge eine gu e Gelegenhei , du ch abges imm e Maßnahmen gleiche A
die G undlagen ü einen zusammenhängenden g oßen Kapi alma k
un e Be ücksich igung de Mängel in de S uk u des Kapi alangebo s
zu legen.
II.
Im zwei en Teil des Be ich es we den die ü e o de lich gehal enen
Anpassungen de einzels aa lichen Wi scha spoli ik e läu e . Zunächs
wi d die Beso gnis de Wäh ungsbehö den ane kann , daß bes imm e
Kapi albewegungen — bei einem öllig eizügigen Kapi al e keh —
ih e Ziele du chk euzen können. Ta sächlich wi d de Spiel aum de
einzels aa lichen Wäh ungspoli ik eingesch änk , je meh die Un e neh-
men au ausländische Kapi alquellen zu ückg ei en können, und zwa
insbesonde e bei un e schiedliche Konjunk u poli ik und Konjunk u .
Nach Ansich de Sach e s ändigeng uppe emp iehl es sieh, beim Ein-
sa z de konjunk u poli ischen Ins umen e das Gewich on de Wäh-
ungspoli ik s ä ke au die Haushal spoli ik zu e legen, ohne die Ziele
de P eiss abili ä , de Vollbeschä igung und des Ausgleichs de Zah-
lungsbilanz in F age zu s ellen. Die Gewich s e lage ung on de Wäh-
ungspoli ik au die Haushal spoli ik wi d dami beg ünde , daß diese
eine ein ache e Beein lussung de Gesam nach age e laube und dabei
gleichgewich ss ö ende Kapi albewegungen e hinde e.
Das wü de alle dings u. a. o ausse zen, daß die ö en liche Hand ih e
Ve b auchsausgaben und Einkommensübe agungen „elas ische " hand-
haben und eine an izyklische In es i ionspoli ik be eiben könn e, und
e ne die Möglichkei e hiel e, inne halb gewisse G enzen die Sä ze de
di ek en und indi ek en S eue n sowie die Absch eibungsmöglichkei en
zu ände n. Die K edi poli ik hä e dann die Au gabe, du ch Un e s ü -
zung de haushal spoli ischen Maßnahmen die mone ä e Gesam nach-
age un e Kon olle zu hal en und insbesonde e une wünsch en Schwan-
kungen im in e na ionalen Zahlungs e keh en gegenzuwi ken. Das se z
eine enge e Zusammena bei de Zen albanken o aus, dami die wäh-
ungspoli ischen Ins umen e und die A ih es Einsa zes angeglichen
we den können. Im üb igen wi d es ü angeb ach gehal en, mi de
Wäh ungspoli ik s ä ke au den p i a en Ve b auch (Beein lussung de
Konsumen enk edi e) einzuwi ken.
Eine ein na ionale Kapi alma k poli ik wä e eilich nich meh mög-
lich. Das on einigen Mi glieds aa en anges eb e Ziel, den Zinssa z ü
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Be ich e 105
lang is ige K edi e au einem bes imm en Ni eau zu hal en und on
de En wicklung im Ausland abzuschi men, wi d als un e einba mi
de G undidee eines eu opäischen Kapi alma k es angesehen; de Be ich
emp iehl dahe einen Abbau de ohnehin nu noch wenig wi ksamen
Sch anken. Auch eine Ra ionie ung des Kapi alangebo s, o allem mi
Hil e eines Emissionszei planes, soll e zuguns en ande e Maßnahmen,
welche die Finanzie ung on o angigen In es i ionen in bes imm en
Regionen und Sek o en e leich e n, au gegeben we den. Sowei die Emis-
sionszei pläne lediglich bezwecken, ku z is ige Schwankungen du ch
eine besse e zei liche S a elung de Emissionen zu e inge n, können sie
beibehal en we den; es soll e dann jedoch eine Koo dinie ung du ch
egelmäßige Zusammenkün e de zus ändigen Ins anzen o gesehen
we den, bei de die Zinsen wicklung au den üb igen Kapi almä k en
be ücksich ig wi d und ausländische Emi en en ohne Benach eiligung
in den Emissionszei plan einge üg we den.
Hinsich lich de Maßnahmen de Mi glieds aa en au dem Gebie de
Spa ö de ung und In es i ionslenkung wi d eine gewisse Anpassung
ü e o de lich gehal en. Die Poli ik de In es i ionslenkung könn e auch
im Rahmen eines eu opäischen Kapi alma k es un e bes imm en Bedin-
gungen o gese z we den. Dabei soll e nich unmi elba au die Ve -
eilung de Finanzie ungsmi el eingewi k we den, sonde n die Kapi al-
nach age de In es o en du ch S eue o eile, P ämien, Zins e gü ungen
ode Bü gscha en beein luß we den, und zwa un e dem Gesich s-
punk , ob die geplan en In es i ionen de egionalen ode sek o iellen
Zielse zung — ohne Rücksich au Wohnsi z de In es o en ode He -
kun des Kapi als — en sp echen. Au einen „ge ech en We bewe b"
zwischen den Finanzins i u en soll bei de In es i ionslenkung nich e -
zich e we den; es soll deshalb e mieden we den, mi de Ve wal ung
de om S aa gewäh en inanziellen Ve güns igungen nu bes imm e
K edi ins i u e zu beau agen.
Die Poli ik de In es i ionslenkung soll sich jedoch nich au eine Sub-
en ionie ung de Kapi alnach age de In es o en besch änken, weil
diese sich die e o de lichen Mi el in ielen Fällen nich au dem Ma k
bescha en können. Vielmeh sind die Be ä igung ö en liche ode halb-
ö en liche Spezialk edi ins i u e ode soga di ek e Da lehen des S aa-
es wei e hin ausd ücklich o gesehen; sie e scheinen mi de In eg a ion
de Kapi almä k e e einba , so e n diese S ellen die e o de lichen Mi -
el au dem Kapi alma k zu „ähnlichen Bedingungen" au nehmen wie
die üb igen Emi en en. De Eu opäischen In es i ionsbank und de
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112 Be ich e
wi d un e Hinweis au mögliche In e essenkon lik e o sich ig beu eil ;
nu anhand eine eingehenden S udie ließe sich sagen, ob die Möglichkei
des Ak iene we bs ü die Banken e wei e ode ielmeh beg enz we -
den soll e.
Die Sach e s ändigen sind de Ansich , daß sich die Un e nehmen bei
de Emission on Ak ien nich imme den besonde en Wünschen de
Spa e angepaß haben. Sie be ü wo en die e meh e Ausgabe on
Vo zugsak ien, um den In e essen de lei enden G uppen eines Un e -
nehmens an de Kon inui ä de Geschä s üh ung Rechnung zu agen.
Wandelanleihen we den als ein we olles Ins umen angesehen, um
au ausländischen Mä k en Fuß zu assen. Um den Un e nehmen einen
An eiz zu geben, sich du ch Au nahme on Risikokapi al zu inanzie en,
wi d ange eg , die Di idenden ü neu ausgegebene Ak ien eine Zei -
lang s eue lich den ü Anleihen zu zahlenden Zinsen gleichzus ellen.
Mi zwei Bedingungen ü einen unk ions ähigen eu opäischen We -
papie ma k beschä ig sich de Be ich aus üh lich, nämlich de Publi-
zi ä und de Technik des We papie handels. Eine Ak ion zu Un e -
ich ung de Ö en lichkei übe die We papie anlagemöglichkei en und
übe die Bö senmechanismen und eine lau ende In o ma ion übe die
Tä igkei de bö senno ie en Gesellscha en wi d ü e o de lich gehal-
en, e ne eine Ha monisie ung de Publizi ä s o sch i en bei Emissio-
nen ode Bö senein üh ungen inne halb de Gemeinscha ; als G undlage
ü die Ha monisie ung wi d ein 15-sei iges P ospek schema emp ohlen.
Die Ve ah en ü die Bö senzulassung soll en ü ausländische Pa-
pie e nich schwie ige ode kos spielige sein als ü inländische und
inne halb de Gemeinscha angeglichen we den. Ausländische Ak ien,
die im He kun sland be ei s am lich no ie we den, soll en ohne be-
sonde e Fo mali ä en an den Bö sen de ande en Mi gliedlände zum
F ei e keh zugelassen we den. Die An egungen de Sach e s ändigen
ü eine Ve besse ung de Technik des We papie handels be e en u. a.
die Ein üh ung eines eu opäischen E ek engi o e keh s, S eue maßnah-
men, die geeigne sind, die in den Po e euilles einige Gesellscha en ein-
ge o enen Ak ienbes ände wiede in Umlau zu b ingen und schließlich
eine Anpassung de Bes immungen übe den Handel mi Ak ienpake en.
V.
De ün e und le z e Teil des Be ich es behandel die Ha monisie ung
de Zugangsbes immungen zum eu opäischen Kapi alma k . Die Sach e -
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Be ich e 113
s ändigen wünschen, daß den Finanzins i u en au dem eu opäischen
Kapi alma k eine ähnliche Rolle wie au dem inländischen einge äum
wi d, und zwa un e We bewe bsbedingungen, die nich du ch allzu
g oße Un e schiede bei de Beau sich igung und bei den Vo sch i en ü
die Geschä s ä igkei beein äch ig we den. Sie emp ehlen, zu un e -
suchen, au welche Weise eine allmähliche Ha monisie ung de Vo sch i -
en übe die Geschä s ä igkei und die Beau sich igung de Banken (u. a.
hinsich lich des E we bs on Ak ien) zu e eichen is .
Die Spa kassen können nach Ansich de Sach e s ändigen wegen des
Um angs de on ihnen e wal e en Mi el und ih es ausgedehn en Ge-
schä ss ellenne zes nich als Ins i u e on ausschließlich lokale Bedeu-
ung angesehen we den; sie haben bei de E ich ung eines eu opäischen
Kapi alma k es eine wesen liche Rolle zu spielen; ih e Anlagemöglich-
kei en müß en deshalb e wei e we den. Die Sach e s ändigen e wa -
en, daß die Spa kassen au g und de Ausdehnung ih es Ne zes wi ksam
zum Absa z on We papie en und o allem on In es men ze i ika en
bei agen können. Neben de Anlagebe a ung de Kunden wi d eine
mengenmäßig bescheidene, psychologisch abe wi kungs olle Diens lei-
s ung in de eizügigen Ve wendba kei on Spa kassenbüche n inne -
halb de Gemeinscha gesehen.
De Be ich behandel neben den ech lichen Zugangsbesch änkungen
zum eu opäischen Kapi alma k o allem das Wechselku s isiko und
die s eue lichen Hinde nisse. Das Wechselku s isiko wi d e s mi de
o iziellen E ich ung eine Wäh ungsunion öllig e schwinden, wäh-
end de Übe gangszei abe noch ein Hinde nis, o allem ü die Spa -
kassen und ande en Kapi alsammels ellen da s ellen. Die Möglichkei
on Pa i ä sände ungen inne halb de Gemeinscha wi d on den Sach-
e s ändigen un e Hinweis au die Fes se zung de gemeinsamen Ag a -
p eise in Rechnungseinhei en kaum noch ü denkba gehal en; es wi d
on eine „de ac o-Wäh ungsin eg a ion" gesp ochen. Die on P o .
P leide e , P äsiden de Landeszen albank in Baden-Wü embe g,
schon 1964 o geschlagene öllige Besei igung de Möglichkei on Wech-
selku sschwankungen um die Pa i ä wi d als besonde s nü zlich bezeich-
ne .
Im Be ich we den einige de ü in e na ionale Anleihen und K edi e
am häu igs en e wende en Wäh ungsklauseln un e such , du ch die —
meis seh komplizie — die Ve eilung de Risiken zwischen Schuldne
und Gläubige ge egel we den (Wäh ungsop ion, Ve wendung eine Rech-
nungseinhei , Wäh ung des Emissionsma k es ode eine ande en Wäh-
8 K edi und Kapi al 1/1968
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ung). Es wi d da au hingewiesen, daß die Wäh ungsklauseln dazu bei-
agen, ein gewisses Miß auen de Spa e gegenübe den Anlagen in
ih e eigenen Wäh ung zu un e hal en.
Fü den eu opäischen Kapi alma k wi d eine wei gehende S eue -
neu ali ä anges eb : die Bes eue ung soll wede die Wahl des O es
beein lussen, noch die En scheidung des Spa e s zwischen de Di ek an-
lage und dem Weg übe eine Kapi alsammels elle. Als Haup hinde nisse
ü die S eue neu ali ä we den die Doppelbes eue ung de gleichen
Kapi ale äge in zwei Mi glieds aa en, die au Anlagen in bes imm en
Lände n beg enz en S eue e güns igungen ode -belas ungen und die
un e schiedliche Quellens eue angesehen. Zu Ve meidung de Doppel-
bes eue ung wi d ange eg , die Kapi ale äge nu in einem Land zu
bes eue n ode die S eue einnahmen zu eilen, indem de S eue abzug
im Land des Einkommenbeziehe s sys ema isch abge echne wi d. Die
Ha monisie ung de Quellens eue könn e zu eine Abscha ung alle
Quellenabzüge (zumindes bei Kapi ale ägen aus Ren enpapie en) ode
zu Ein üh ung eines in säm lichen Mi glieds aa en gleich hohen Abzugs
üh en, bei dem keine Ge ah eine Kapi al luch in d i e Lände be-
s eh .
Klaus Meye -Ho n, B üssel
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