Das Kreditsystem der Planwirtschaften im Wandel
Abstract
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Full text
Zwass, Adam
A icle
Das K edi sys em de Planwi scha en im Wandel
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Zwass, Adam (1976) : Das K edi sys em de Planwi scha en im Wandel, K edi
und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 9, Iss. 1, pp. 126-138,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.9.1.126
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h ps://hdl.handle.ne /10419/292759
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Be ich e
Das K edi sys em de Planwi scha en im Wandel
Das Geld- und K edi wesen zeig deu liche als iele ande e S eue-
ungsins umen e de Planwi scha die Viel al de Scha ie ungen des
Lenkungsmodells in Os eu opa. Ein einhei liches K edi sys em ungie e
hie lediglich bis Mi e de ün zige Jah e. Die in eg ie ende G undlage
da ü bo das einhei liche S eue ungsmodell de Zen al e wal ungswi -
scha .
Die Sachzwänge des Gemeineigen ums an P oduk ionsmi eln se zen
auch heu e eine g undlegende Homogeni ä de na ionalen Lenkungs-
sys eme und de G undp inzipien des planwi scha lichen K edi wesens
o aus. Die Eigen ums e häl nisse s ecken auch die En wicklungsg en-
zen des K edi sys ems ab. Jedoch sind die gegebenen G enzen ü e -
schiedena ige Lösungen genügend wei gezogen.
Maßgebend ü die Beu eilung de Lage und ü die Vo ausschau de
kün igen En wicklung scheinen dahe nich nu die „junk imie enden"
Eigenscha en des he kömmlichen K edi sys ems zu sein — die man je-
doch keinen alls übe sehen da —, sonde n ielmeh die sich di e en-
zie enden Einzelaspek e des S eue ungsmodells und de syn he isie ende
Niede schlag, den sie im e o mie en Geld- und K edi wesen einzelne
RGW*-S aa en inden.
I. Die sys embeding e Einhei lichkei
Gemeinsam ü alle Planwi scha en des RGW-Raums is das Fehlen
eines Geld- und Kapi alma k es und eines na ü lichen Spiel aums ü
K edi beziehungen, die lediglich un e he e ogenen Eigen umsbedingun-
gen en s ehen können. Do , wo sowohl die Wi scha seinhei en als auch
die Banken sich im S aa seigen um be inden, gib es wede Vo ausse zun-
gen ü en wickel e Geld- und K edi beziehungen noch einen ech en P eis
ü den K edi .
* Ra ü Gegensei ige Wi scha shil e (Comecon).
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Be idi e 127
Die spezi ische Funk ion des Finanz- und K edi wesens in de Plan-
wi scha , die gemäß dem u sp ünglichen Leis ungskonzep keine Geld-
beziehungen en wickeln soll e, wu de An ang de d eißige Jah e nach
de P o ilie ung des sowje ischen Wi scha smodells du ch die K edi -
e o m de Jah e 1930/1931 neu de inie . Und inso e n die G unds a-
egien de Wi scha sen wicklung und die En scheidungsab olge zen a-
lis isch bes imm we den, bewah auch das diesem S eue ungsmodell
immanen e K edi wesen seine p o ilie enden Eigenscha en, abe nich
alle Einzelaspek e seine Be ä igungsweise.
De nunmeh au Selbs e hal ung o ien ie e S aa sbe ieb soll e die
gesellscha lichen Kos en de E zeugnisse und die zu seine Ve ügung
be ei ges ell en inanziellen Ressou cen wiede he s ellen können und den
on ihm e wi scha e en Meh we (in de e s en Phase soga gänzlich)
dem S aa ü alls aa liche Zwecke übe weisen. Die Wi scha seinhei
e häl im Rahmen es gese z e No men eine u sp üngliche Auss a ung
mi Eigen onds ü Be iebs o ä e (Roh- und B enns o e, Halb- und
Fe igwa en) in einem minimalen ü eine kon inuie liche P oduk ions-
ä igkei unen beh lichen Ausmaß.
De K edi wu de zu Funk ion eines pu en Lückenbüße s eduzie .
Diese enge Spiel aum wu de jedoch be ei s ein Jah spä e nach dem
Ink a e en de K edi e o m als Mißgeschick beu eil . Nunmeh wu -
den ü seine Anwendung iel b ei e e G enzen gese z . E soll e saison-
beding e Meh bes ände und Au wände, die de Bank zum Inkasso p ä-
sen ie en Ve echnungsdokumen e und ande e on Eigen onds kaum e -
aßba e Ak i a und P oduk ions o gänge sowie den Wa enumsa z des
Binnenhandels, abe keineswegs Be iebsin es i ionen inanzie en. Diese
wu den de Mak oebene o behal en, die auch die da ü e o de lichen
Finanzie ungsmi el be ei s ellen soll e. Eine unübe b ückba e Dema ka-
ionslinie zwischen P oduk ions- und In es i ions inanzie ung wu de
gese z .
Das u sp üngliche Lenkungsmodell übe ließ dem Be ieb keine En -
wicklungsbe ugnisse und auch keine Finanzmi el ü diesen Zweck. De
K edi wu de nich als Alloka ions ak o , sonde n als ein Kon ollins u-
men des S aa es konzipie .
De Bankenappa a wu de den E o de nissen des K edi wesens de
Zen al e wal ungswi scha angepaß .
Es gib hie kein ma k übliches Zusammenspiel zwischen de No en-
bank und den Geschä sbanken, zwischen Geldeinlagen und K edi ak i-
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i ä en. Ein in das Gewinn- und Ve lus sys em de Gesam wi scha
eingebau e K edi appa a komm hie nich in F age1. Die S aa sbank
s eue die Geld e so gung des Landes und üh alle banküblichen Ge-
schä e aus. Im Zuge diese Geschä e übe wach sie die en sp echenden
Aspek e de Be iebs ä igkei , so z. B.: bei Gewäh ung ku z is ige K e-
di e die Angemessenhei de Be iebs o ä e, bei zwischenbe ieblichen
Ve echnungen die Bewegung de Wa ens öme, bei Auszahlung de
Löhne die Rech mäßigkei des Lohnau wandes.
Die Finanzie ung on In es i ionen soll e mi de P oduk ions ä ig-
kei in keine Be üh ung e en. Wede Selbs inanzie ung noch Banken-
k edi e kamen in dem ühe en S eue ungskonzep in F age. De S aa
selbs soll e ü die En wicklung so gen und die Anlagen om S aa s-
budge inanzie en. Die Finanzie ung wu de in de dem Finanzminis e-
ium di ek un e geo dne en In es i ionsbank du chge üh .
De e s aa lich e Bankenappa a im Diens e de e s aa lich en Wi -
scha ha e kein bankübliches Ins umen a ium zu Ve ügung. Die Ve -
wendungsa und die Höhe des K edi es sowie de Zinssa z wu den on
de zen alen S elle e üg . De Zins soll e nich P eis des Geldes, nich
S eue ungs ak o und nich Be ä igungspa ame e sein, auch nich ein
Ren abili ä s ak o des Bankenappa a es. De Zins uß — in de Regel
2 % p. a. bzw. 3 % ü übe ällige K edi e — soll e nu einen Zweck
e olgen: die Kos en de Banken ansak ion abdecken und zu ech -
zei igen Rückzahlung de au genommenen K edi e zwingen.
Das ehlende ökonomische Ins umen a ium e such e man du ch ad-
minis a i e, nich imme wi ksame Maß egeln zu e se zen: Die Bank
konn e die K edi gewäh ung eins ellen, bei Insol enz einen besonde en
Zahlungsmodus au zwingen und soga die Eins ellung on Lie e ungen
an zahlungsun ähige Be iebe e ügen.
Das seine zei einhei liche K edi sys em konn e jedoch nu demjeni-
gen Wi scha smodell en sp echen, dessen Emana ion es gewesen wa ,
nämlich de absolu en Zen al e wal ungswi scha . Diese wu de abe
be ei s Mi e de ün zige Jah e, wegen ih e Ine izienz eilweise ge-
locke .
1 "The s a e monopoly o banking and c edi is implemen ed by one single
bank — he S a e Bank ... Unde he 'monobank sys em', he e can be no
seconda y c edi expansion, bu he monobank has an unlimi ed capaci y o
c ea e bank deposi s", Vgl. Geo ge Ga ey, "Policies and mechanics ela ing
o money" in Banking, Money and C edi in Eas e n Eu ope, NATO. Di ec-
o a e o Economic A ai s, B ussels, Jan. 1973, S. 60.
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Be ich e 129
II. Di e enzie ungen im sys embezogenen Rahmen
Ni gends im RGW-Raum is ein quali a i neues S eue ungsmodell
de Planwi scha zum agen gekommen, das ein quali a i neues K e-
di sys em mi sich b ach e. Die aus dem homogenen Eigen um an P o-
duk ionsmi eln und Banken esul ie enden Sachzwänge bes immen wei-
e hin die G undp inzipien des planwi scha lichen K edi wesens. Auch
eine wei dezen alisie e En scheidungskompe enz des einzelnen Be ie-
bes und de einzelnen Bankenniede lassung kann keine Vo ausse zungen
ü einen Geld- und Kapi alma k scha en, da sie imme im Rahmen
de einhei lichen S aa s e wal ung eingeo dne is .
Wei e hin wi d man dahe übe K edi beziehungen in de Planwi -
scha mi einem gewissen Vo behal sp echen müssen. Audi wenn de
P eis des K edi es übe all e heblich angehoben wi d, wi d e nich als
S eue ungsins umen und Auslesepa ame e gel en können. Im sys em-
beding en Rahmen e such man jedoch, mi un e schiedlichem E olg,
die Uni e sali ä des zen alen Planes zu besch änken und pa ame ische
Lenkungsins umen e einzu üh en. Meh als ande e Ve wal ungsins u-
men e spiegel das e o mie e K edi wesen die sich di e enzie enden
na ionalen S eue ungssys eme wide . Die e ek i e En scheidungskom-
pe enz komm lediglich du ch den Ve ügungsg ad übe den e wi scha -
e en Gewinn, übe die Be iebs onds und -Vo ä e sowie du ch die K e-
di gewäh ung ü die in be iebliche Regie ge o enen En wicklungs-
en scheidungen zum Ausd uck.
Nich sel en jedoch we den dem Be ieb Be ugnisse zu Ges al ung sei-
nes in e nen Finanzge üges zue kann , ohne seine Wi scha skompe enz
en sp echend zu e wei e n. Es gil dahe die echnisch-o ganisa o ischen
Ve ollkommnungen on den subs an iellen Ände ungen zu un e schei-
den. Die nach olgende Un e suchung de En wicklung in einzelnen
RGW-S aa en zeig die Rich ung, die das e o mie e K edi wesen ge-
nommen ha .
III. Das e o mie e Finanz- und K edi sys em de Sowje union
41 % de 1973 e wi scha e en Gewinne wu den zu Ve ügung de
sowje ischen Indus iebe iebe ges ell (1965 nu 29%), abe lediglich
12% wu den ü In es i ionen e wende ; ü Fö de ung de Wi -
scha se izienz du ch inanzielle An eize jedoch 16 % (1965 nu 6%).
Ve häl nismäßig ge ing is das Ausmaß de on den Be ieben in Selbs -
egie du chge üh en und om Bankk edi inanzie en Maßnahmen: zu
9 K edi und Kapi al 1/1976
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echnischen E neue ung (513 Mio. Rubel) und zu Auswei ung de Kon-
sumgü e p oduk ion (2 155 Mio. Rubel), de en An eil an den Gesam -
in es i ionen de sowje ischen Indus ie 1973 nu 7,6 °/o be äg 2.
De Nachd uck de Re o mbes ebungen lieg dahe o allem au de
echnisch-o ganisa o ischen Sei e des Finanzwesens und eben diese Ten-
denz läß sich auch in de Re o m des K edi sys ems e kennen. Die Ein-
sa zmöglichkei en de K edi e wu den bedeu end e wei e . Nich nu
saisonbeding e Vo ä e, sonde n auch die ohne Saisonschwankungen a -
bei ende Schwe indus ie soll e den Zu i zum Bankenk edi e hal en,
um au diese Weise die Umlau onds elas ische ges al en zu können
abe auch gleichzei ig sich de „Kon olle des Rubels" un e we en zu
müssen.
Wenn auch die Zu eilung on Eigenmi eln s eng ge egel wi d, so
is jedoch de Be ieb be ollmäch ig , die on oben zuge eil e Quo e in
eigene Regie au Einzelkomponen en (Rohs o e, Fe igwa en u. a. m.)
au eilen zu können. De K edi is wei e hin limi ie , abe nich übe -
all und nich do , wo die Besch änkung de Vo ä e keinen Sinn ha .
Und die Bankenniede lassungen sind auch be ug , eine Um e eilung de
K edi limi e o zunehmen.
De Bankenappa a wu de du ch Fusion e schiedene In es i ions-
banken besse an die Gegebenhei en de In es i ions inanzie ung ange-
paß . Die Spa kassen, die sich auch au Gewäh ung on Konsumen en-
k edi en ums ellen, wu den di ek de S aa sbank un e geo dne .
Ohne einschneidende Ände ungen o zunehmen, ha man das be-
s ehende K edi sys em elas ische und zweckbewuß e ges al e , on ie-
len bü ok a ischen Auswüchsen en las e . Eindeu ig is man zum Schluß
gekommen, daß keine küns lich e ich e e Hü de den Sachzwang de e -
s aa lich en Wi scha — de K edi muß imme in die B esche sp in-
gen, um eine unendliche Ke e on Insol enzen zu e meiden — au -
heben kann. Diese Schluß olge ung bezieh sich au wohlp ospe ie ende
Be iebe, denen auch „Ve auensk edi e" ohne Rücksich au die gel en-
den Besch änkungen gegeben we den. Fü e lus agende Be iebe gil
ein e schä es Regime on Sank ionen bis zu Bekann gabe ih e In-
sol enz. Dabei wi d jedoch nich e gessen, daß auch sie S aa sbe iebe
sind.
2 Na odnoje Choziajs wo SSSR 1973, S. 764 - 784.
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Be ich e 131
IV. Das K edi wesen bei einschneidenden Ände ungen
des Wi scha smodells: Beispiel Unga n
In Unga n is die Wi scha s e o m wei e als i gendwoande s im
RGW-Raum o gesch i en. Wenn auch die mak oökonomischen En -
scheidungen übe die allgemeine Rich ung de Wi scha sen wicklung
des Landes on de zen alen Plans elle ge o en we den, so e üg
jedoch de Be ieb übe Eigenkompe enzen, die ihm im o gegebenen
En wicklungs ahmen eine Viel al on Ve wi klichungs a ian en des
S aa splanes e möglich .
De Be ieb wi d mi G und- und Umlau onds om S aa ausges a -
e . Fü die in Ansp uch genommenen Fonds muß e jedoch dem S aa s-
budge Zinsen en ich en, die seine Ren abili ä belas en und zum spa -
samen Vo gehen zwingen. E en scheide in eigene Regie übe das Aus-
maß des Umlau onds. Seine Au s ockung bewi k die Ve minde ung
de In es i ionsmöglichkei en. Übe das Ausmaß de e o de lichen K e-
di e e handel e mi de zus ändigen Bankenniede lassung, die be ug
is , En scheidungen in eigene Regie zu e en. De Be ieb e üg
selbs übe den on ihm e wi scha e en Gewinn. 6 % da on zahl e
de lokalen S aa sbehö de und om Res bilde e zwei Be iebs onds:
ü En wicklung des Un e nehmens und ü An eize ü die Belegscha .
Diese zwei Fonds we den un e schiedlich bes eue .
Un e den in Unga n o he schenden Bedingungen schein sich die
Funk ion des K edi es als Kon ollins umen des S aa es abzuschwä-
chen, die bankübliche Funk ion zu s ä ken. De ela i hoch e zins e
K edi e u sach zusä zliche Kos en. Da es keinen Zwang gib , den K e-
di in Ansp uch zu nehmen, wi d on den Be ieben scha kalkulie .
Au K edi wi d e zich e , wenn es sich ehe lohn , Eigenmi el om
En wicklungs onds einzuse zen. Die s a is ischen Angaben — de An eil
de K edi e an Umlau mi eln de Indus iebe iebe e minde e sich
on 45 % o de Re o m au du chschni lich 25 % in den le z en Jah-
en — bes ä igen die bes ehende Tendenz zu Selbs inanzie ung.
Die Bank wi d on eine eingehenden Kon olle de on ih k edi-
ie en Be iebs o ä e en las e . De ku z is ige K edi wi d nich
mi einem konk e en Ak i enbes and des Be iebes e bunden. Seine
Au gabe bes eh in de Übe b ückung de o übe gehenden, du ch
Saisonschwankungen e u sach en Zahlungsschwie igkei en. De Be ieb
kann abe auch einen mi el is igen K edi zu Finanzie ung de eh-
lenden, no male weise on den Eigenmi eln abgedeck en Eigen onds, in
9*
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Ansp uch nehmen. E wi d jedoch nu dann zum Bankenk edi zu ück-
g ei en, wenn e den En wicklungs onds zu In es i ions inanzie ung
e wenden will. Die Bank wi d abe nu dann den e o de en K edi
e geben, wenn de Indus iebe ieb eine Gewinn a e3 on mindes ens
15 % au zeigen kann. Eine Ausnahme gil nu ü die Nah ungsmi el-
indus ie, wo man sich mi eine zehnp ozen igen Gewinn a e zu ieden-
gib .
Man e zich e e au K edi zu eilung und au adminis a i e Einwi -
kungsins umen e. De Zinssa z wi d als Kalkula ionskomponen e ein-
gese z , um die Wahl zwischen dem Einsa z on Eigenmi eln und K e-
di sinn olle zu machen. Dabei we den auch Geldeinlagen mi einem
Zinssa z, abhängig on de Bindungs is , 3 % bis 7 °/o p. a. e zins .
Maßgebend ü die Bewe ung de unga ischen K edi poli ik schein die
olgende Äuße ung des S ell e e enden Bankenp äsiden en, J. Feke e
zu sein: "C edi will be g an ed o en e p ises which a e p o i able, whose
p oduc s a e in demand and which egula ly mee hei obliga ions on
ma u i y4."
V. Rückschlag in de Tschechoslowakei
Eine einschneidende Modi ika ion des he kömmlichen K edi sys ems
ha die Wi scha s e o m de Jah e 1966/1968 in de Tschechoslowakei
in Aussich ges ell . Dies o allem in bezug au In es i ionsk edi e. Ein
We bewe b soll e die Auslese de e izien es en In es i ionsp ojek e e -
möglichen. Nu diejenigen P ojek e konn en einen Ansp uch au Ban-
ken inanzie ung e heben, die die höchs e Gewinn a e, gesiche e Absa z-
möglichkei en und e häl nismäßig güns ige RückZahlungsbedingungen
gewäh leis e en.
Dem Be ieb wu de die Auswahl übe lassen, die nich gebundenen Gel-
de en wede in e zins en Deposi en ode in Bankenobliga ionen einzu-
legen. Auch zwischenbe iebliche K edi beziehungen, die du ch die p o-
g amma ische K edi e o m de Jah e 1930/1931 endgül ig abgescha
wo den sind, soll en wiede zugelassen we den.
G oße Bedeu ung wu de dem banküblichen Ins umen a ium und o
allem den Zinsen beigemessen. Wenn auch diese o allem als ein Fö de-
ungs- bzw. Bes a ungsmi el konzipie wu den — eine E mäßigung
3 Rela ion des Gewinns zu B u oin es i ionen.
4 J. Feke e, "Mone a y and C edi Policy in Hunga y", Money and Plan,
Uni e si y o Cali o nia P ess 1968, S. 78.
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bzw. ein Zuschlag zum No malsa z soll e güns ige Be iebse gebnisse
ö de n und Miße olge s a en —, so wu de auch die pa ame ische
Funk ion de Zinsen als Alloka ions ak o in Aussich ges ell .
Ausschlaggebend ü das e o mie e K edi sys em soll e jedoch o
allem die dezen alisie e En scheidungskompe enz de Bankenniede -
lassungen sein, die die Finanzie ung de on den Un e nehmen in Eigen-
egie ge o enen Maßnahmen e möglichen soll en.
Doch die poli ischen En wicklungen ha en einen e heblichen Ein luß
au die wei e e Ges al ung des K edi sys ems de Tschechoslowakei ge-
nommen. Nu wenige Bes immungen de Re o m wu den abgescha .
Ih e Subs anz, nämlich die selbs ä igen Funk ionen des K edi es als Be-
s and eil des dezen alisie en S eue ungsmodells, wu de abe bedeu end
abgeschwäch 5. Die K edi poli ik wu de dem o he schenden Ziel, de
Bekämp ung de In la ion — 1967 s ieg de Geldumlau um 13 % abe
1968 be ei s um 24 %, 1968 wu den In es i ionsk edi e in de Höhe
on 16 M d. Kcs e geben, d.h. 1,55 M d. Kcs meh als in de Ge-
sam pe iode 1960 bis 1967 — un e geo dne .6
Die s ä ke e Limi ie ung de K edi e bewi k e, daß sich de K edi -
an eil an den Umlau onds de Volkswi scha , de sich binnen des Jah-
es 1968 on 51,5 % au 65,3 °/o e höh e, in den Jah en 1971 bis 1973
zwischen 40,0 und 38,8 %7 s abilisie e.
VI. Die geb ems e K edi e o m in Polen
Polen ha ühe als ande e Os s aa en die Re o m des he kömmlichen
K edi sys ems eingelei e . Be ei s Mi e de ün zige Jah e wu de die
schwe ällige und wenig e izien e Zu eilung de Umlau mi el au
G und on oben es gese z en No men ü einzelne Lage o ä e abge-
scha , die Limi ie ung de Bankenk edi e gelocke ode au gehoben;
5 De Finanzminis e de CSSR, Ing. Leopold Le äuße e sich übe die
Fehlleis ungen de Re o m 1966/1968 olgende maßen: „Die Re o m ha nich
nu die Rolle des S aa sbudge s, sonde n auch die des K edi es übe schä z . De
K edi soll e die Einkün e ko igie en, die Mängel des S eue ungssys ems ni el-
lie en und bei Bekämp ung de in la o ischen Tendenzen die Funk ion des
Wäh ungs egula o s ausüben. Allzu iele S eue ungsau gaben des S aa splanes
wu den dem S aa sbudge und dem K edi übe agen, die sie in eine soziali-
s ischen Wi scha nich aus üh en konn en." Vgl. Finance a u i , 5/1975,
S. 297.
6 S a is icka Roienka CSSR 1974, S. 197 und 194.
7 Ibidem, S. 194.
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