Bewertungsprobleme bei der Analyse von Entwicklungsprojekten
Abstract
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Full text
Weiss, Die e
A icle
Bewe ungsp obleme bei de Analyse on
En wicklungsp ojek en
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Weiss, Die e (1976) : Bewe ungsp obleme bei de Analyse on
En wicklungsp ojek en, Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) -
Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü
Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 96, Iss. 4, pp. 357-379,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.96.4.357
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Bewe ungsp obleme bei de Analyse
on En wicklungsp ojek en
Von Die e Weiss
1. Ein üh ung
Die Diskussion um die E aluie ung on En wicklungsp ojek en, die
An ang de siebzige Jah e zu einem gewissen Abschluß gekommen zu
sein schien1, is übe aschende weise wiede au geleb . Anknüp end an
die übe a bei e e Fassung des OECD-Manuals on Li le und Mi lees
(1974) sind im e gangenen Jah in de Wel bank neue me hodische
Bewe ungsansä ze en wickel wo den2. Dahin e s eh de Wunsch nach
di e enzie e en und zugleich s anda disie e en P ojek e aluie ungs-
e ah en, insbesonde e un e Einbeziehung de Ve eilungswi kungen
au die ä ms en d ei Fün el de Be ölke ungen. Im Mi elpunk de
olgenden Übe legungen s ehen diese neuen Ansä ze aus de Wel bank
on B uce, an de Tak und Squi e, die Übe a bei ung des OECD-An-
sa zes on Li le und Mi lees (1974) und die äl e en UNIDO-Guidelines
on Dasgup a, Ma glin und Sen (1972). Allen d ei Ansä zen lieg als
me hodische Rahmen die Cos -Bene i -Analyse zug unde3. E äge
we den übliche weise de inie als Bei äge zu den Zielen, Kos en als
die en gangenen E äge eine al e na i en, zwei bes en Ressou cen-
e wendung, d. h. du ch die Oppo uni ä skos en im Hinblick au die
Ziele4. Die zen ale F age jede Bewe ung lau e : Bewe ung im Hin-
blick au welche Ziele und wessen Ziele? Komplexe poli ische K ä e-
elde haben no wendige weise meh dimensionale, kon lik geladene
Ziel elde zu Folge. Diese Si ua ion wi d in den d ei Ansä zen zwa
gesehen und pa iell auch angesp ochen, dennoch wi d eine Einengung
de e schiedenen Zielka ego ien au jeweils einen Bewe ungsmaßs ab
(den sog. numé ai e) o genommen, au den alle Bewe ungsaspek e
bezogen sind und in dessen Maßeinhei sie ausged ück we den.
1 Als wich igs e Ve ö en lichungen sind zu nennen
:
Hi schman (1967),
Li le und Mi lees (1969), Symposium on he Li le-Mi lees Manual o Indus-
ial P ojec Analysis in De eloping Coun ies (zi ie als Symposium 1972),
Hammel und Hemme (1970), Dasgup a, Ma glin, Sen (1972), Kulp (1970),
Solomon (1970), Mishan (1971), Gi inge (1972), Mus o (1972).
2 B uce (1975 a und 1975 b), an de Tak und Squi e (1975).
a Vgl. k i isch dazu Schus e (1972), S. 258 . und (1970), S. 131 .
4 Vgl. zu Diskussion de De ini ion on Kos en und E ägen sowie zu
P oblema ik de „nächs güns igs en Al e na i e" Weiss (1973), S. 79 .
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358 Die e Weiss
Im UNIDO-Ansa z lau e diese Bewe ungsmaßs ab: Konsums eige-
ung, e s anden als die Menge alle du ch ein P ojek zusä zlich e -
ügba en Gü e und Diens leis ungen (im olg. ku z „Gü e "), d. h. de
Ne o-Ou pu 5, und zwa diskon ie au den Gegenwa swe . Dem-
gegenübe wählen Li le und Mi lees den Bewe ungsmaßs ab: ei
e ügba e Einnahmen des S aa es in De isen6 (umge echne in In-
landswäh ung zum o iziellen Wechselku s und diskon ie au den
Gegenwa swe ), o allem mi dem Ziel s aa liche In es i ions o -
haben. Dahin e s ehen zwei P ämissen: e s ens die de op imalen
Fak o alloka ion übe den Wel ma k — deshalb die Fo de ung on
Li le und Mi lees, Inpu s und Ou pu s sowei wie möglich zu Wel -
ma k p eisen zu bewe en, weil sie die „ ich igen" Oppo uni ä skos en
da s ellen7, und zwei ens die P ämisse, daß die In es i ionsquo e in den
meis en En wicklungslände n zu nied ig sei und übe die Ges al ung
en sp echende P ojek auswahlk i e ien angehoben we den müsse. De
B uce- an de Tak-Squi e-Ansa z wähl den gleichen Bewe ungsmaß-
s ab: De iseneinnahmen des S aa es, zum o iziellen Wechselku s in In-
landswäh ung umge echne 8, und diskon ie au den Gegenwa swe .
Die Bewe ung de Kos en und E äge in den d ei Ansä zen e olg
zu Scha enp eisen, d. h. zu olkswi scha lichen Ve echnungsp eisen,
die das Spannungs eld on Zielen und Ressou cen wide spiegeln. Sei ens
de Zielebene wi k beispielsweise de Wunsch ein, den Konsum zugun-
s en höhe e In es i ionen zu ückzud ängen. Sei ens de Ressou cen-
ebene sollen die ealen Knapphei s e häl nisse e echne we den, d. h.
die olkswi scha lichen Oppo uni ä skos en, die on beg enz unk-
ions ähigen Ma k mechanismen nu un ollkommen in den Ma k p ei-
sen signalisie we den. Ein de a kons uie es Ve echnungsp eis-
sys em soll dann im Rechenwe k de Cos -Bene i -Analyse zu en sp e-
chend beein luß en Bewe ungszi e n ü konku ie ende P ojek e
5 Zu P oblema ik dieses Bewe ungsmaßs abes gl. Dasgup a, Ma glin
und Sen (1972), S. 39 - 41, 45 - 46, 263 .
« „Uncommi ed go e nmen income measu ed in e ms o o eign ex-
change", Li le und Mi lees (1974), S. 72. Vgl. zu diese wenig ope a ionalen
De ini ion im einzelnen ebenda, S. 145 -151. Insbesonde e bleib undeu lich,
was die Au o en inhal lich un e dem Beg i „uncommi ed" e s ehen und
wie sie ihn empi isch e assen wollen.
7 Vgl. dazu die k i ischen Einwände on V. Joshi (1972), S. 141, H. Joshi
(1972), S.
53
., S ewa und S ee en (1972), S.
81
.
8 Bei an de Tak und Squi e (1975), S. 57: „uncommi ed public income
measu ed in e ms o con e ible cu ency", wobei wie bei Li le und Mi -
lees (1974) unkla bleib , wie in de P axis es ges ell we den soll, ob „ he
public income gene a ed by a pa icula p ojec may be ea ma ked o a
pa icula pu pose and may, he e o e, be less aluable han public income
which is no so ea ma ked" (also „uncommi ed"), insbesonde e wenn die
E äge aus dem ö en lichen Sek o in den S aa shaushal zu ück ließen.
B uce (1975), S. 2, 5 und 15 e kü z den Bewe ungsmaßs ab sinn olle weise
zu „go e nmen income" bzw. „public income".
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Bewe ungsp obleme bei de Analyse on En wicklungsp ojek en 359
üh en. Die zen ale Rolle des Bewe ungsmaßs abes ü die d ei An-
sä ze wi d deu lich, wenn man ih e Scha enp eissys eme nähe be-
ach e . Die d ei wich igs en Scha enp eise sind diejenigen ü unge-
le n e A bei , Kapi al und De isen, weil übliche weise hie die olks-
wi scha lichen Oppo uni ä skos en am s ä ks en on den Ma k p ei-
sen abweichen.
2. De UNIDO-Ansa z
2.1. Bewe ung on Kapi al
Dasgup a, Ma glin und Sen (1972), S. 150, de inie en: „The shadow p ice
o in es men is he p esen alue o he addi ional consump ion ha a
uni o in es men would gene a e." Im ein achs en Fall (a) (ebda.,
S. 173) kommen die In es i ionsmi el aus einem einmaligen Konsum-
e zich in Höhe de In es i ion Ko zum Zei punk o. Dann is de
Ne oe ag B nach Gleichung (U 1) de au summie e E agss om B ,
diskon ie au den Gegenwa swe , abzüglich des en gangenen Kon-
sums Ko.
(U 1) B = £ -?L__Ko
<=i
a+i)
Realis ische is die Annahme im Fall (b) (S. 174 - 5), daß ein Teil de
In es i ionsmi el ü das P ojek du ch den Ve zich au al e na i e
In es i ionen inanzie we den muß, dami also du ch einen Ve zich
au die en sp echenden al e na i en Konsume äge. In Gleichung (U 2)
wi d deshalb de Ausd uck Ko de Gleichung (U 1) e se z du ch den
E agss om qK0, wobei q die G enzp oduk i i ä des Kapi als be-
zeichne . Au summie und diskon ie e gib sich -y Ko.
Dabei is y = pin de Scha enp eis ü Kapi al un e de Annahme
des Falles (b).
(U 2) = K0; wobei ~ = pin
=i
(l
+ { 1 1
Dami wi d aus Gleichung (U 1) die Gleichung (U 3), in de de zwei e
Summand Ko e se z wi d du ch pin K0.
(U 3) B= 2 —— Pin Kq
=l
(l + i)
Fall (c) (S. 175-8) üh die Au spal ung des E agss omes q in
einen konsumie en Teil (1
—
s) q und einen gespa en und ein es ie -
en Teil sq ein (s is die ma ginale Spa quo e). Dann is de jäh liche
Konsumwe B o enba gleich dem An eil, de a sächlich konsumie
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360 Die e Weiss
wi d, plus dem Konsumwe des ein es ie en Teils sq, nämlich pin sq,
da ja pin de ini ionsgemäß den Konsumwe de In es i ion angib .
(U 4) B = (1 - s) q + p^ Sq
Da de Scha enp eis ü Kapi al pin de ini ionsgemäß gleich den
au summie en Konsume ägen, diskon ie au den Gegenwa swe
is , e gib sich ü pin de Ausd uck de Gleichung (U 4), abe sum-
mie und diskon ie . Umge o m olg da aus de diskon ie e Aus-
d uck de Gleichung (U 5): im Zähle de nich gespa e, so o konsu-
mie e E agss om, im Nenne ein Ausd uck, de als zusammenge-
se z e Diskon ie ungs a e au ge aß we den kann, nämlich die soziale
Diskon ie ungs a e i minus eine Ko ek u um die Rein es i ion sq.
(U 5) pin = 2 (1 - s) q + pin sq
=1
(l
+ i)'
(1 - s) q - pin sq
x
(1 ~
8)
q
i
—
sq
Zusammen assung de e wende en Symbole:
B = gesam e Konsums om aus eine In es i ion
B = zusä zliche Konsum aus eine In es i ion im Jah
K0 =» In es i ionsbe ag im Jah 0
i = soziale Diskon ie ungs a e
q = G enzp oduk i i ä des Kapi als
s = ma ginale Spa quo e
pin — Scha enp eis ü Kapi al
2.2. Bewe ung on De isen
Die Wäh ungen de En wicklungslände sind in de Regel übe be-
we e . De eale Knapphei sp eis on De isen lieg somi übe dem
o iziellen Wechselku s. Gleichung (U 6) de inie den Scha enp eis ü
De isen als das Ve häl nis de Inlandsp eise P zu den Wel ma k p ei-
sen P l und
P*?h
de impo ie en bzw. expo ie en Gü e , gewich e
mi den An eilen i und Xj de jeweiligen Gü e am Außenhandel des
En wicklungslandes, und au summie übe alle Impo - und Expo -
gü e (Dasgup a, Ma glin und Sen, 1972, S. 213 - 220).
n p? n+h pD.
(U6) i—3T + .S
i^l" pci l=w+l * P^ob
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Bewe ungsp obleme bei de Analyse on En wicklungsp ojek en 361
wobei
P = Inlandsp eise
P h = Expo p eise
Pj, = Impo p eise
Pu = Scha enp eis ü De isen im UNIDO-Ansa z
i — An eil des Impo gu es i am Außenhandel
Xi = An eil des Expo gu es i am Außenhandel
2.3. Bewe ung on ungele n e A bei
De Scha enp eis is nach UNIDO (ebda., S. 152) abhängig on zwei
Fak o en: „(1) he Ou pu o gone by mo ing wo ke s om hei p e ious
employmen o public-sec o jobs and (2) he shi in he composi ion o
Ou pu om in es men o consump ion by he expansion o public-
sec o employmen ." Die De ini ion um aß zwei Bes and eile, e s ens
den en gangenen Ou pu de ühe en Beschä igung, d. h. das G enzp o-
duk de A bei m, das meis wei un e den Ma k löhnen lieg , wenn
die A bei sk ä e aus de adi ionellen Landwi scha abgezogen we -
den, das jedoch auch nich ohne wei e es gleich Null gese z we den
soll e, wie es in de Theo ie häu ig geschieh . Zwei ens wi d die Ve -
schiebung in de Ve wendung des Ou pu s on In es i ionen zu Kon-
sum be ücksich ig , die sich aus eine E höhung de Beschä igung e -
gib , wenn man annimm , daß die Löhne nahezu olls ändig konsu-
mie we den. Diese Ve schiebung senk endenziell die In es i ionen
und dami gemäß Abschni 2.1. den zukün igen Konsums om aus
diesen In es i ionen, nämlich in Höhe des en gangenen In es i ions-
be ages mul iplizie mi dem Konsumwe de In es i ionen pin .
Diese zusammengese z e Sach e hal komm in Gleichung (U 7) zum
Ausd uck. De Scha enlohn bes eh e s ens aus den Oppo uni ä sko-
s en de A bei m, zwei ens aus einem Ausd uck ü die Ve ände ung
de Ou pu e wendung on In es i ionen zu Konsum. Dasgup a, Ma g-
lin und Sen nehmen s a k e ein achend an, daß beschä igungswi k-
same Maßnahmen im ö en lichen Sek o du ch Bes eue ung on Ve -
mögensbesi ze n inanzie we den, die ih e sei s im Ve häl nis on
(1 — sK) zu sK konsumie en und in es ie en, nunmeh abe du ch eine
Bes eue ung in Höhe de Lohnsumme w ih en Konsum und ih e In e-
s i ionen senken müssen. Dami e geben sich ü den zwei en Ausd uck
de e ände en Ou pu e wendung d ei Elemen e:
a) de Konsumen gang de Ve mögensbesi ze (l.—.sK)w
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362 Die e Weiss
b) die Einsch änkung de In es i ionen de Ve mögensbesi ze sK pin w,
wobei die Mul iplika ion mi pin den en gangenen Konsums om
diese en gangenen In es i ionen angib ,
c) mi en gegengese z em Vo zeichen de Konsumzuwachs de neu Be-
schä ig en in Höhe eben diese Lohnsumme w ( gl. Dasgup a, Ma g-
lin und Sen, 1972, S. 201 - 212).
(U 7) SWRu = m + [(1 - sä) w +
SK
pin w - w]
D. h. die d ei Elemen e geben den au summie en Ne o-Konsum-
e lus aus de Ve schiebung des Ou pu s on In es i ionen zu Kon-
sum an. Gleichung (U 7) besch eib somi den gesam en di ek en und
indi ek en Konsumen gang, de du ch den Abzug on A bei sk ä en
aus den adi ionellen Sek o en und ih e Beschä igung im mode nen
Sek o en s eh . Da Konsums eige ung in de Volkswi scha im
UNIDO-Ansa z Bewe ungsmaßs ab is , wi d Konsum e lus als Ko-
s en ak o e echne . In komp imie e Sch eibweise e gib sich Glei-
chung (U 8):
(U 8) SWRV = m + sK (pin - 1 )w
wobei
SWRV = Scha enp eis ü ungele n e A bei im UNIDO-Ansa z
m = Oppo uni ä skos en de ungele n en A bei
w = Ma k lohn
pin = Scha enp eis ü Kapi al (s. U 5)
= Spa quo e de Bes eue en (s a k e ein ach : de in es ie enden
Ve mögensbesi ze K).
3. De Li le-Mi lees-Ansa z
3.1. Bewe ung on Kapi al
Bewe ungsmaßs ab im Li le-Mi lees-Ansa z sind De iseneinnah-
men des S aa es mi Ziel ich ung au e höh e ö en liche In es i ions-
budge s. Von In e esse is deshalb nich de We on In es i ionen,
ausged ück in dem du ch diese e zielba en Konsums om wie im
UNIDO-Ansa z, sonde n umgekeh de We on Konsum, bezogen
au den We on In es i ionen ode deu liche : die Kos en on Kon-
sum im Hinblick au den dami e bundenen Ve lus an e ügba en
In es i ionsmi eln0.
Die De ini ion on so in Gleichung (L 1) en sp ich in e wa de jenigen
des Scha enp eises ü Kapi al im UNIDO-Ansa z: „The p esen alue
» Vgl. Dasgup a (1972), S. 42, Li le und Mi lees (1974), S. 385 .
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Bewe ungsp obleme bei de Analyse on En wicklungsp ojek en 363
o a uni o in es men ela i e o he cu en consump ion gene a ed
by indus ial employmen , a a io which we shall call so, is gi en by he
ollowing edious, bu essen ially simple, exp ession" (Li le und Mi -
lees, 1974, S.252):
(L 1) s0 = J^J- (c, - ml} nx + -(i + * + ^ (c2 - m2) ^ +
(1 + )
(1
+ e)
+ (1+«(!+«(!+« ...
wobei
= E agss cm aus eine ö en lichen In es i ion, on dem ange-
nommen wi d, daß e oll ein es ie wi d10
i = soziale Diskon ie ungs a e11
c = Konsum p o Beschä ig en, e möglich du ch die Lohnzahlungen
m = G enzp oduk i i ä de ungele n en A bei sk ä e in de Land-
wi scha
n = Zahl de neu beschä ig en ungele n en A bei sk ä e.
so is also de Gegenwe eine Einhei In es i ion, bezogen au den
du ch diese übe die Beschä igungse ek e e möglich en Konsum, eben-
alls diskon ie au den Gegenwa swe . De E ags om aus de
ö en lichen In es i ion, de annahmegemäß oll ein es ie wi d, en -
sp ich dem Ausd uck sq in Gleichung (U 5). (c
—
m) is de Meh kon-
sum p o Kop gegenübe dem ühe en G enzp oduk de A bei im
adi ionellen Sek o , e wi d mul iplizie mi de Zahl de Beschä ig-
en. Nimm man ex em e ein achend Kons anz de G ößen (c
—
m) n,
i, und (i
—
) an12, sowie e ne i > , so läß sich so im Li le-
Mi lees-Ansa z in analoge Weise wie de Scha enp eis ü das Kapi-
al im UNIDO-Ansa z (s. U 5) sch eiben. Die G öße so wi d im Li le-
Mi lees-Ansa z nich explizi als Scha enp eis ü Kapi al bezeichne ,
sie geh in den Scha enp eis ü ungele n e A bei ein.
1 1 +
(L 2)
Sq
= —— (c - m) n + (c - m) n -
i
-+•
i (i
- - %)-
, (l+ )2 , 1 14- -i
+ ^TTVV-T^YJ (c-m)n
(c
—
m) n
i
—
10 Vgl. zu P oblema ik diese G öße Li le und Mi lees (1974), S. 250 - 254.
11 Ve s anden als „consump ion a e o in e es , which we de ine speci i-
cally as he a e a which he social alue o employmen -gene a ed con-
sump ion declines"; Li le und Mi lees (1974), S. 251.
12 Vgl. zu F agwü digkei diese Annahmen, zugleich abe de Schwie ig-
kei , Aussagen ohne sie zu machen, Li le und Mi lees (1974), S. 252 - 254.
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364 Die e Weiss
3.2. Bewe ung on De isen
Das P oblem de Bewe ung on De isen s ell sich bei Li le und
Mi lees (1974) in ande e Fo m als bei Dasgup a, Ma glin und Sen
(1972), da ja ei e ügba e De iseneinkün e des S aa es Bewe ungs-
maßs ab sind. Gene ell we den die P eise säm liche Gü e sowei wie
möglich in Wel ma k p eisen ausged ück 13. Gü e we den in d ei
G uppen un e schieden:
a) sog. „gehandel e" Gü e , die zu ci - bzw. ob-P eisen bewe e
we den14,
b) sog. „nich gehandel e" Gü e 15, z. B. Gü e mi zu hohen T anspo -
kos en, in En wicklungslände n meis auch Bau- und T anspo lei-
s ungen und elek ische Ene gie; diese Gü e g uppe wi d zu ih en
ma ginalen sozialen Kos en ode E ägen ode einem Mi elwe
aus beiden bewe e 16.
c) ungele n e A bei sk a , die mi ih em Scha enp eis bewe e wi d.
Fü die G uppe de nich gehandel en Gü e soll eine Au spal ung in
die Inpu bes and eile o genommen we den de a , daß die Inpu s on
gehandel en Gü e n und ungele n e A bei iden i izie we den, und In-
pu s on nich gehandel en Gü e n analog wei e au gespal en we den, so
daß jedes Gu in gehandel e Gü e und ungele n e A bei ze leg we den
kann17. Als e kü z es Ve ah en wi d die Ve wendung on gü e g up-
penspezi ischen Um echnungs ak o en18 o geschlagen, z. B. ü Baulei-
s ungen, elek ische Ene gie ode T anspo leis ungen. Da auch dieses
Ve ah en iel ach zu au wendig sein dü e, üh en Li le und Mi -
lees (1974, S. 218) einen du chschni lichen „S anda d-Um echnungs-
ak o " ein: das Ve häl nis on Wel ma k p eisen zu Inlandsp eisen,
was dem ezip oken We des Scha enp eises ü De isen im UNIDO-
Ansa z (Gleichung U 6) en sp ich .
3.3. Bewe ung on ungele n e A bei
De Scha enp eis de ungele n en A bei bei Li le und Mi lees (1974)
e gib sich aus ähnlichen Übe legungen hinsich lich ih e Oppo uni ä s-
kos en im adi ionellen Sek o und de No wendigkei eine E höhung
de In es i onsquo e übe die P ojek auswahl wie bei Dasgup a, Ma g-
Vgl. Li le und Mi lees (1974), S. 68.
14 Li le und Mi lees (1974), S. 68, 158 ., 208.
is Li le und Mi lees (1974), S. 154 - 155.
i Li le und Mi lees (1974), S. 162 . Die Au o en lassen ein e hebliches
Un e s ändnis ü die konk e e E aluie ungsp oblema ik de P axis e ken-
nen, so z. B. au S. 167, e s e Absa z. Vgl. auch Lal (1974), S. 3 . Einen klä-
enden Bei ag zu diesem Feld leis e Voss (1973).
17 Li le und Mi lees (1974), S.70-71.
is Li le und Mi lees (1974), S. 214.
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Bewe ungsp obleme bei de Analyse on En wicklungsp ojek en 371
(B 8)
ARI = sq +
(1
- s)
p
wobei q = G enzp oduk i i ä des Kapi als
s = ma ginale Spa quo e
= Bewe ung on ö en lichen Einkün en s. p i a em Konsum
( gl. De ini ionen zu Gleichung (B 1))
ß = Um echnungs ak o zu Um echnung on q on Inlands- in Wel -
ma k p eise ( gl. Gleichung (B 4)).
Fak isch wi d dami im B uce- an de Tak-Squi e-Ansa z die Diskon-
ie ung mi eine Soll-E ags a e ü ö en liche In es i ionen o ge-
nommen. Die Übe legungen s ellen den Ve such eine Wei e en wick-
lung und Ope a ionalisie ung de gedanklichen Ansä ze on Li le und
Mi lees da , die das G undkonzep eine Diskon ie ung mi els de ARI
en wickel haben alle dings ohne b auchba e Handlungsanweisungen
ü die p ak ische P ojek e aluie ung, wie die ARI zu bes immen sei37.
6. K i ik de d ei Ansä ze
6.1. Fehlende Meßba kei e schiedene Pa ame e
Alle d ei Ansä ze en hal en Pa ame e , die empi isch-s a is isch nich
meßba sind, und zwa unabhängig on dem gene ellen P oblem des
Da enmangels. Im UNIDO-Ansa z sind dies die soziale Diskon ie ungs-
a e i und die E ags a e ö en liche In es i ionen q, im Li le-Mi -
lees-Ansa z die zu Bes immung de sozialen Diskon ie ungs a e i
(= CRI) e o de liche Elas izi ä des G enznu zens
j
(wegen CRI =
j
g ,
mi g als Wachs ums a e des du chschni lichen P o-Kop -Einkom-
mens)38, die ARI (in Abhängigkei on q) sowie de E agss om ö en -
liche In es i ionen, und im B uce- an de Tak-Squi e-Ansa z zusä z-
lich zu den im Li le-Mi lees-Ansa z e o de lichen Pa ame e n die
eine Zei p ä e enz g, und zwa wegen de om Li le-Mi lees-Ansa z
abweichenden De ini ion CRI =
j
g + g (Gleichung (B 7)).
Die G ößen i, g und j sind poli ische We u eile bezüglich de Ve -
eilung on Einkommen zwischen gegenwä igen und zukün igen Gene-
a ionen und de Ve eilung gegenwä ig e ügba en Einkommens
ungs unk ion zu be ach en, ih dami den Cha ak e eine Soll-E ags a e
zu geben und somi das P oblem de Bewe ung on Gegenwa s- gegenübe
Zukun se eignissen zu e wischen. Vgl. k i isch dazu auch Weiss (1971),
S. 121 - 124. Fo mal en sp ich Gleichung (B 8) de Gleichung (U
4)
des UNIDO-
Ansa zes ü pin =
1
und = 1.
37 Zunächs in Li le und Mi lees (1969), S. 181 ., dann (1974), S. 291 - 297.
Kennzeichnend ü die wenig p axisbezogene Dik ion de Au o en sind z. B.
die Aus üh ungen (1974), S. 296.
38 hi le und Mi lees (1974), S. 266.
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372 Die e Weiss
zwischen e schiedenen sozialen G uppen. Es is abe e s ens aglich,
ob p äzis a ikulie e P ä e enzo dnungen sei ens de poli ischen En -
scheidungs äge übe haup o liegen, zwei ens, ob sie in de echni-
schen Fo m de Pa ame e i, g und
j
a ikulie we den ode nich iel-
meh nu in ungenauen Um issen aßba sind. Inhal lich unbeg ünde
is e ne die Annahme i > sq im UNIDO-Ansa z bzw. i > im Li le-
Mi lees-Ansa z, die in den Gleichungen (U 5) bzw. (L 2) aus o malen
echen echnischen G ünden einge üh we den, um eine e ein ach e
ma hema ische Sch eibweise zu e möglichen.
Die E ags a e ö en liche In es i ionen q is ein heo e isches Kon-
s uk , das gleich alls keinen empi isch aßba en Gehal ha . Ö en -
liche In es i ionen bes ehen zum kleine en Teil aus S aa sbe ieben, die
am Ma k ope ie en. In ielen in as uk u ellen Be eichen sind mone-
ä aßba e E ags a en wede iden i izie ba noch om poli isch-ad-
minis a i en Alloka ionsp ozeß he in endie 39. Von den E ags a en
de am Ma k ope ie enden S aa sbe iebe kann also nich au die E -
ags a e ö en liche In es i ionen insgesam geschlossen we den. Da-
mi en äll zugleich die empi ische Basis zu Auslo ung de ARI.
6.2. Un ealis ische Annahmen bezüglich de Ve ände ung
e schiedene Pa ame e im Zei ablau
Die Au o en alle d ei Ansä ze sind sich da übe im kla en, daß die
Annahme de Kons anz de e schiedenen Pa ame e im Zei ablau
öllig un ealis isch is , ech e igen sie abe dami , daß Vo he sagen
übe zukün ige Ve ände ungen noch iel wenige undie ba sind. Au
solche o ensich lich wi klichkei s emden Annahmen zu Au ech e hal-
ung eine agwü digen Modell-Eleganz soll e man e zich en zugun-
s en eine g öße en Rele anz de Aussagen. Eine Aussage on hohe
Rele anz is de Hinweis au Risiken und Unsiche hei , und sei es auch
nu in Fo m de unge äh en Rich ung und de Unsiche hei sbe eiche,
ans elle eine scheinba en echne ischen Exak hei , de en P ämissen
insbesonde e dem nu an Analyse-E gebnissen in e essie en poli isch-
adminis a i en En scheidungs äge o ohnehin un e s ändlich bleiben.
Beispielsweise e laub die Annahme eine kons an en E ags a e
ö en liche In es i ionen q, eine kons an en sozialen Diskon ie ungs-
a e i und eine kons an en ma ginalen Spa quo e s zwa eine e kü z e
Sch eibweise des Scha enp eises ü Kapi al in den Gleichungen (U 5),
(L 2) und (B 3), bi g abe zugleich eine Fehlschä zung des Scha en-
p eises ü Kapi al in sich, wenn man die Möglichkei einbezieh , daß
im Ve lau des En wicklungsp ozesses die soziale Diskon ie ungs a e i
und die ma ginale E ags a e q endenziell sinken, die ma ginale Spa -
s Vgl. Weiss (1973), S. 66, 77 - 79, Hesse (1975), S. 499 .
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Bewe ungsp obleme bei de Analyse on En wicklungsp ojek en 373
quo e s abe endenziell s eig . In allen d ei Gleichungen auch i nu
im Nenne au ; eine sinkende soziale Diskon ie ungs a e bedeu e in
allen d ei Ansä zen eine E höhung des Scha enp eises ü Kapi al. Die
Kons anz-Annahme ü s und q üh im UNIDO-Ansa z zu eine sys e-
ma ischen Übe schä zung des Scha enp eises ü Kapi al40. Ein zusä z-
liche s a ke Ein luß au pin geh on de Ve ände ung de sozialen
Diskon ie ungs a e i aus, de in en gegengese z e Rich ung wi k .
Wenige eindeu ig bes immba is die Auswi kung de Ve ände un-
gen on s und q (sq = ) au den Scha enp eis ü Kapi al im Li le-
Mi lees-Ansa z; s und q wi ken gegeneinande . Wegen i > sq wi d das
Gesam e gebnis abe du ch die G öße on i dominie , die Kons anz-
Annahme ü i, s und q im Li le-Mi lees-Ansa z wi k deshalb in de
Tendenz in Rich ung au eine Un e schä zung des Scha enp eises ü
Kapi al. Im B uce- an de Tak-Squi e-Ansa z sind ü die Bes im-
mung des Scha enp eises ü Kapi al q (im Zähle ) und i (im Nenne )
ele an (Gleichung (B 3)). Ein sinkendes q und ein gleich alls sinkendes
i wi ken also gegeneinande , und das E gebnis häng o enba on de
Höhe de un e schiedlichen ela i en Ve ände ung de beiden Pa a-
me e ab. En sp echende Auswi kungen haben zei liche Ve ände ungen
des Scha enp eises ü Kapi al au den Scha enp eis ü A bei in den
d ei Ansä zen ( gl. Gleichungen (U 7), (L 4), (B 5)).
En wicklungspoli ik ziel o enba ge ade au die Ve ände ung zen-
ale Pa ame e wie eale olkswi scha liche Knapphei s e häl -
nisse ab. Dies muß seinen Niede schlag in dem einschlägigen analy i-
schen Ins umen a ium inden, und sei es auch nu in de O enlegung
on unbes immba en Be eichen, on schwe abschä zba en Risiken, on
nich p ognos izie ba en Umwel bedingungen, weil diese O enlegung
Vo ausse zung da ü is , Möglichkei en zu Absiche ung des P ojek es
in ungewissen Zukün en zu suchen, z. B. übe den Einbau on P ojek -
„La i ude" im Sinne Hi schmans (1967, S. 86 .), du ch Con ingency-
Planung, So ge ü eine hin eichende Flexibili ä und Anpassungs ähig-
kei de O ganisa ionss uk u en, ode sequenzielle En scheidungs ech-
niken mi de Möglichkei de Neuo ien ie ung des P ojek es nach jede
Zwischenphase bei möglichs e O enhal ung des En scheidungs aumes.
40 Vgl. hie zu ganz zu e end Bli ze (1973), S. 21. Diese Übe schä zung in-
olge de Kons anz-Annahme ü q und s (weil pin bei sinkendem q und
s eigendem s sinken wü de) is aus de ma hema ischen Ve knüp ung de
G ößen in Zähle und Nenne on Gleichung (U 5) nich ohne wei e es e -
kennba . Anhand on Zahlenbeispielen wi d deu lich, daß pin bei s eigen-
dem s und kons an em q s eig , bei sinkendem q und kons an em s sink , bei
s eigendem s und sinkendem q sink . Vgl. dazu auch die E gebnisse eine Mo-
dell echnung anhand eine Falls udie in: Weiss (1976), S. 28 - 44.
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374 Die e Weiss
6.3. Mangelnde Ve deu lichung des Ein lusses
poli ische We u eile au das Bewe ungse gebnis
De olkswi scha liche Ne o-E ag wi d im UNIDO-Ansa z in Ab-
hängigkei on al e na i en sozialen Diskon ie ungs a en angegeben,
die poli ische We u eile ausd ücken sollen, in den beiden ande en An-
sä zen in Abhängigkei on de ARI mi dem Cha ak e eine eben alls
poli isch zu se zenden Soll-E ags a e. Nich ode nich deu lich genug
e kennba hingegen is de Ein luß poli ische We u eile in o gela-
ge en Phasen des Rechenp ozesses. Dies gil ü die soziale Diskon ie-
ungs a e i in ih em Ein luß au den Scha enp eis on Kapi al insbe-
sonde e im UNIDO- und Li le-Mi lees-Ansa z (Gleichungen (U 5) und
(L 2)), wobei de Scha enp eis ü Kapi al seine sei s in die Be echnun-
gen des Scha enp eises ü ungele n e A bei eingeh (Gleichungen
(U 7), (L 4), (B 5)). Die Nich e kennba kei de Auswi kung poli ische
We u eile i in noch s ä ke em Maße ü die Elas izi ä des G enz-
nu zens j des Ansa zes on B uce, an de Tak und Squi e zu.
Am kla s en i dieses P oblem in Gleichung (B 5) zu age: In den
Scha enp eis ü ungele n e A bei geh de Ausd uck W (c)/W
(g)
= d/
ein, mi dem Ve eilungspa ame e d und de Bewe ung on ö en -
lichen Einnahmen gegenübe p i a em Konsum , die ih e sei s ab-
hängig sind on den We u eilen j und i. i wiede um is eine Funk ion
on j und on dem wei e en We u eil übe die eine Zei p ä e enz q
(i = CRI =
j
g +
Q),
wobei als zusä zliches We u eil die Fo m de
ma hema ischen Ve knüp ung on 77, g und Q eingeh ; das gleiche gil
ü die Fo m de ma hema ischen Ve knüp ung d = (c/c)7?. Es ließen
also übe meh e e Rechens u en jeweils neue poli ische We u eile ein;
de sich da aus e gebende Scha enp eis ü ungele n e A bei ha einen
einschneidenden Ein luß au die Gesam kos en, die schließlich in die
Ne o-E agsg öße eingehen. In diesem meh s u igen P ozeß is de
Ein luß de We u eile au das Ende gebnis ü einen poli ischen En -
scheidungs äge p ak isch nich nach ollziehba .
6.4. Übe las ung des P ojek bewe ungs-Ins umen a iums mi
wi scha spoli ischen Au gaben höhe e En scheidungsebenen
Alle d ei Ansä ze übe o de n das Ins umen a ium de P ojek be-
we ung, wenn sie ihm Au gaben zuweisen, die au höhe en En schei-
dungsebenen geklä we den müssen. Li le und Mi lees gingen in de
e s en Fassung ih e A bei sowei , den Sinn on wi scha spoli ischen
S a egien übe haup in F age zu s ellen und s a dessen ein um assen-
des Sys em on Cos -Bene i -Analysen zu emp ehlen (1969, S. 69). Die
e s e Übe o de ung bes eh da in, daß eine als zu nied ig e ach e e in-
ländische Spa - und In es i ionsquo e qua P ojek auswahl in allen d ei
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Bewe ungsp obleme bei de Analyse on En wicklungsp ojek en 375
Ansä zen ko igie we den soll du ch Be o zugung on P ojek en mi
ela i höhe en ein es ie ba en Übe schüssen zulas en on Beschä i-
gungse ek en und den dami e bundenen Konsume ek en; dabei wi d
un e s ell , daß die In es i ionsquo e e s ens aus gesam wi scha liche
Sich zu nied ig sei und daß sie zwei ens wegen poli isch-adminis a i-
e Hemmnisse nich übe Bes eue ung angehoben we den könne. Da-
bei wi d übe sehen, daß das, was als op imal zu gel en ha , logisch nu
aus eine Ziel unk ion abgelei e we den kann: hie aus de gesell-
scha lichen Ziel unk ion und nich e wa aus de indi iduellen Ziel-
unk ion eines Expe en in einem echnischen S ab ohne poli ische Legi-
ima ion und Ve an wo ung, geschweige denn du ch einen ausländi-
schen Be a e . T o z o ensich liche Schwächen des poli ischen En -
scheidungsp ozesses in ielen En wicklungslände n mi ex em un-
gleiche Mach e eilung und un e schiedliche A ikula ionskompe enz
de gesellscha lichen G uppen sind poli ische En scheidungen übe die
S eue belas ung siche lich imme noch ein zu e lässige e Spiegel des
gesellscha lichen P ä e enz eldes als die Expe enen scheidung eines
echnischen S abes.
Ku z: P ojek e aluie ung ha die Au gabe, P ojek e im Hinblick au
die gesam gesellscha liche Ziel unk ion zu e aluie en, nich abe die
Au gabe, diese Ziel unk ion zu ko igie en. Inhal lich bedeu e das in
den d ei Ansä zen o geschlagene Ve ah en den Ve such eine Du ch-
se zung eine höhe en In es i ionsquo e zulas en de ä ms en Schich en,
nämlich de A bei slosen, un e Schonung de bes eue ungs ähigen
höhe en Einkommensschich en ( gl. S ewa und S ee en, 1972, S. 88).
Eine zwei e Übe o de ung desP ojek e aluie ungs-Ins umen a iums
bezieh sich au die o dnungspoli ische F age de Bewe ung ö en -
liche In es i ionen gegenübe p i a em Konsum und p i a en In es i-
ionen, d. h. de Gewich ung on s aa lichem und p i a em Sek o .
F agen on eine solchen Bedeu ung ü die Wi scha s e assung sind
o enba eben alls obe halb de P ojek ebene zu en scheiden, und soll-
en nich in de echnischen Fo m om Typ de Gleichung (B 1) in einen
Rechenp ozeß eingehen.
Eine d i e Übe o de ung lieg insbesonde e beim B uce- an de
Tak-Squi e-Ansa z in dem Ansp uch, Ve eilungse ek e qua P ojek -
e aluie ung s imulie en zu wollen. Die Ve eilungswi kungen eines
o geschlagenen P ojek es sind du ch den P ojek yp wei gehend de e -
minie . Wei wich ige is , wenn Ve eilungspoli ik übe die Auswahl
on P ojek en e olgen soll, die wiede um höhe gelage e En scheidung
übe ö de ungswü dige Sek o en, Subsek o en und P ojek ypen. M. a.
W. es geh dann wenige um die Be ücksich igung on e eilungspoli-
ischen Aspek en (ode Alibis) in einem o gegebenen P ojek , als um
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376 Die e Weiss
posi i e En scheidungen übe die gene elle o angige Fö de ungs-
wü digkei on P ojek en in Slumsanie ung, T inkwasse e so gung
ode ö en lichem Gesundhei swesen.
6.5. Nich be ücksich igung wich ige ande e
Bewe ungska ego ien neben dem E izienzk i e ium
Allen d ei Ansä zen is eine Schwäche gemeinsam: die Reduzie ung
de meh dimensionalen, kon lik geladenen, deshalb meis nich deu lich
ausa ikulie en gesellscha lichen Ziel unk ion (wie sie auch egelmäßig
in konk e en P ojek p ü ungsau ägen zum Ausd uck komm ) au die
Eindimensionali ä des ökonomischen E izienzk i e iums. De unbe-
iedigende Ve such des B uce- an de Tak-Squi e-Ansa zes, Ve ei-
lungsaspek e wäh end des Rechenp ozesses einzubeziehen, dann abe
dennoch als Ende gebnis nu eine modi izie e Kos en-E agsg öße aus-
zuweisen, mach diese Schwäche nu um so deu liche . Sinn olle e -
schein die Au s ellung eine Ziele eichungsma ix, die die e schie-
denen Zielka ego ien explizi ausweis und möglichs zusä zlich auch die
Zielde ini o en nenn , die hin e den einzelnen Zielen s ehen, d. h. das
poli ische K ä e eld. Fe ne soll e ausgewiesen we den, welche Be öl-
ke ungsg uppen (z. B. Kleinbaue n, Tagelöhne , assische Minde hei en)
on den einzelnen Kos en- und E agska ego ien be o en sind (Weiss,
1971, S. 49 .).
Eng man die Viel al poli ische , soziale und ökonomische Ziele
au die G uppe de ökonomischen Ziele ein, so eich auch hie die An-
gabe eine agg egie en Ne o-E agsg öße nich aus. Insbesonde e is
eine Auslo ung de ex e nen E ek e no wendig, die man in de Reali ä
nich — wie bei Li le und Mi lees (1969) — mi de Modellannahme
de Vollbeschä igung eliminie en kann ( gl. S. 90). In de zwei en Fas-
sung sind die Au o en e was wenige igide, bleiben abe skep isch:
„Many, bu no all, ex e nal economies and diseconomies can be asc ibed
o he non- ul ilmen o he condi ion o pe ec compe i ion" (1974,
S. 23 - 24). „The e has been much specula ion and deba e on his subjec .
Bu he e is e y li le posi i e e idence" (S. 35 - 36). De UNIDO- und
B uce- an de Tak-Squi e-Ansa z e kennen die Exis enz ex e ne E -
ek e an, gehen abe nich au sie ein.
Im einzelnen kann es sich handeln um Fo wa d- und Backwa d-
Linkage-E ek e, Mul iplika o -E ek e du ch das Au e en zusä zliche
kau k ä ige Nach age und zusä zliche P oduk ion in o mals un e -
beschä ig en Be ieben, um die S imula ion de P oduk ion komple-
men ä e Gü e , um die Beein äch igung bes ehende P oduk ionen
du ch das Angebo des neuen P ojek s, sowie um zahl eiche echnolo-
gische ex e ne E ek e41 on Ve salzungse ek en übe die Ausb ei ung
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Bewe ungsp obleme bei de Analyse on En wicklungsp ojek en 377
neue K ankhei en bis zu Di usionie ung on echnischen Fe ig-
kei en und Leis ungsmo i a ionen. Die Ta sache, daß eine Reihe diese
ex e nen E ek e nich exak aßba is , bedeu e noch nich , daß man
sie in de P ojek bewe ung e nachlässigen dü e, da sie häu ig die
wich igs en und eigen lich anges eb en En wicklungse ek e da s ellen.
7. E gebnis
Die d ei o ges ell en Bewe ungsansä ze se zen un e schiedliche Ak-
zen e bezüglich de Bewe ung on Konsum, ö en lichen und p i a en
In es i ionen und Ve eilungse ek en und o mulie en en sp echend
un e schiedliche o male Bewe ungssys eme. Die en scheidenden P o-
bleme kommen in diesen Bewe ungse gebnissen jedoch übe haup nich
explizi zum Ausd uck. Haup u sache da ü is die Negie ung de Meh -
dimensionali ä jedes konk e en Bewe ungsp oblems du ch die Ein-
engung au ein eindimensionales E izienzk i e ium, das in den d ei An-
sä zen un e schiedlich de inie wi d. Dies ha wei e e echnische Impli-
ka ionen hinsich lich de Ve deckung on We u eilen. Zugleich e olg
eine Übe las ung des Bewe ungsins umen a iums mi wi scha s-
poli ischen Au gaben, die au höhe en poli ischen En scheidungsebenen
gelös we den müssen.
Ande e sei s we den o z de o malen Au wendigkei en scheidende
F agen nich bean wo e bzw. nich einmal gesehen: Wie sind P ojek e
planba und bewe ba in eine P ojek umwel , in de au g und zu-
nehmende Unsiche hei übe Ausmaß, selbs übe Rich ungen zukün -
ige En wicklungs ends länge is ige Abschä zungen imme agwü -
dige we den? Wie e äh man bei P ojek en mi seh langen Aus-
ei ungszei en, bei denen es sich angesich s wachsende Umwel e ände-
ungen kaum noch da um handeln kann, kon inuie liche En wicklungs-
p ade übe 50 Jah e zu e aluie en? Es s ell sich doch ielmeh die
Au gabe, übe kü ze e, ge ade noch übe sehba e Zei ho izon e on ie
bis ün Jah en das Übe leben eines P ojek s zu siche n. Dies kann
z. B. du ch den Einbau zusä zliche Wachs umsimpulse geschehen, e wa
dadu ch, daß man ü asch sich ba e Geldeinkommen ü die Baue n
so g , die den Expansionsp ad des P ojek es en scheidend mi agen
sollen, ode du ch das Vo sehen on Ausweichmöglichkei en übe P o-
duk di e enzie ung. Dies se z u. a. ins i u ionelle Vo keh ungen ü
das P ojek managemen o aus, die es beispielsweise zulassen, daß eine
Wa e Au ho i y ins i u ionelle Eigenin e essen und -mo i a ionen jen-
sei s on Wasse - und S om e eilung en wickeln kann, beispielsweise
in Rich ung au öllig neue Ak i i ä en wie den Au bau indus ielle
Vgl. S ewa und S ee en (1972), S. 76 .
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378 Die e Weiss
Ve a bei ungs- und Ve edelungsbe iebe. Die Fo de ung lau e , Pla-
nungsme hoden be ei zus ellen ü eine P ojek umwel , die Flexibili ä
und Anpassungs ähigkei e o de insbesonde e in de e heblichen Zahl
on En wicklungslände n, de en Pe spek i en an de Mi e de Zwei en
En wicklungsdekade nich ho nungs olle gewo den sind und die be-
gonnen haben, diesen Sach e hal in den in e na ionalen poli ischen
G emien unübe hö ba zu a ikulie en.
Li e a u
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