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SOEP-IS 2020: Methodenbericht zum Befragungsjahr 2020 des Bonn Intervention Panel

Rathje, Martin,Glemser, Axel

Abstract

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Full text

Rathje, Martin; Glemser, Axel Research Report SOEP-IS 2020: Methodenbericht zum Befragungsjahr 2020 des Bonn Intervention Panel SOEP Survey Papers, No. 988 Provided in Cooperation with: German Institute for Economic Research (DIW Berlin) Suggested Citation: Rathje, Martin; Glemser, Axel (2021) : SOEP-IS 2020: Methodenbericht zum Befragungsjahr 2020 des Bonn Intervention Panel, SOEP Survey Papers, No. 988, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/235214 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. Sie dürfen die Dokumente nicht für öffentliche oder kommerzielle Zwecke vervielfältigen, öffentlich ausstellen, öffentlich zugänglich machen, vertreiben oder anderweitig nutzen. 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The SOEP Survey Papers is comprised of the following series: Series A – Survey Instruments (Erhebungsinstrumente) Series B – Survey Reports (Methodenberichte) Series C – Data Documentation (Datendokumentationen) Series D – Variable Descriptions and Coding Series E – SOEPmonitors Series F – SOEP Newsletters Series G – General Issues and Teaching Materials The SOEP Survey Papers are available at http://www.diw.de/soepsurveypapers Editors: Dr. Jan Goebel, DIW Berlin Prof. Dr. Stefan Liebig, DIW Berlin and Freie Universität Berlin Prof. Dr. David Richter, DIW Berlin and Freie Universität Berlin Prof. Dr. Carsten Schröder, DIW Berlin and Freie Universität Berlin Prof. Dr. Jürgen Schupp, DIW Berlin and Freie Universität Berlin Prof. Dr. Sabine Zinn, DIW Berlin and Humboldt Universität zu Berlin Please cite this paper as follows: Martin Rathje, Axel Glemser (Kantar Public). 2021. SOEP-IS 2020 – Methodenbericht zum Befragungsjahr 2020 des Bonn Intervention Panel. SOEP Survey Papers 988: Series B. Berlin: DIW/SOEP. This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License. © 2021 by SOEP ISSN: 2193-5580 (online) DIW Berlin German Socio-Economic Panel (SOEP) Mohrenstr. 58 10117 Berlin, Germany Contact: [email protected] SOEP-IS 2020 – Methodenbericht zum Befragungsjahr 2020 des Bonn Intervention Panel Martin Rathje, Axel Glemser (Kantar Public) Munich, 2021 an das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Mohrenstr. 58 10117 Berlin von Kantar GmbH Landsberger Str. 284 80687 München Ihre Ansprechpartner: Martin Rathje Senior Consultant Tel: 089 5600 - 1417 E-Mail: [email protected] Axel Glemser Senior Director Tel: 089 5600 - 1486 E-Mail: [email protected] München, den 11.6.2020 316301747 BIP 2020 Methodenbericht zum Befragungsjahr 2020 des Bonn Intervention Panel © Kantar 2021 2 Inhaltsverzeichnis 1 Das Wichtigste in Kürze 3 2 Hintergrund und Zielsetzung der Studie 4 3 Erhebungsinstrumente 8 3.1 Befragungsmodule des SOEP-Innovationssamples 9 3.2 Instrumente BIP-Jugendliche 12 4 Durchführung der Erhebung 23 4.1 Ablauf der Erhebung 23 4.2 Panelpflegemaßnahmen und studienbegleitende Unterlagen 25 4.3 Interviewerstab und -schulung 25 5 Ergebnisse der Erhebung 27 5.1 Haushaltsebene 27 5.2 Personenebene 29 6 Übergebener Datenbestand 31 Anhang 33 © Kantar 2021 3 1 Das Wichtigste in Kürze Mit der neunten Erhebungswelle wurde das Bonner Interventionspanel (BIP) im Befragungsjahr 2020 erfolgreich fortgeführt. Die Familien des BIP wurden erneut im Umfeld des Innovationssamples des SOEP (SOEP-IS) befragt. Das Vorgehen und die Instrumente entsprachen dabei weitgehend den Vorwellen. Die Hauptphase der Feldbearbeitung fand zwischen Mitte September und Dezember 2020 statt. Eine Nachbearbeitungsphase im Januar und Februar 2021 wurde genutzt, um die letzten Haushalte zur Teilnahme zu bewegen. Von den insgesamt 490 Haushalten mit 502 Mutter-Kind-Konstellationen, die die Bruttostichprobe für diese neunte Erhebung bildeten, wurden 453 Haushalte und darin 463 BIP-Jugendliche vollständig realisiert (Abbildung 1.1). Dies entspricht einer Panelstabilität von 99,3% in Bezug auf die Haushalte und von 98,9% in Bezug auf die Jugendlichen. Insgesamt wurden Interviews in 472 Haushalten durchgeführt und Informationen über 484 BIP-Jugendliche erhoben. Jedoch fehlten in diesen Haushalten einzelne Befragungselemente, so dass diese Haushalte nach BIP-Logik als nicht vollständig realisiert gelten. Abbildung 1.1: Entwicklung der Nettofallzahlen des BIP 732 624 505 506 487 487 480 456 453 516 517 498 499 491 468 463 0 100 200 300 400 500 600 700 800 2011 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Mutter-Kind-Paare Haushalte BIP-Jugendliche © Kantar 2021 4 2 Hintergrund und Zielsetzung der Studie Die Grundidee des Bonn Intervention Panel (BIP) / „Eine Persönlichkeit: Ihr Kind im Grundschulalter“ Wie bereits im Methodenbericht der ersten Erhebungswelle der vorliegenden Studie dargestellt, besteht eine lange Tradition der Durchführung und Evaluation von Interventionsprogrammen zur Förderung von Kindern allgemein oder von Gruppen mit besonderem Unterstützungsbedarf. In den USA kann man bereits auf erste derartige Maßnahmen in den 1960er Jahren zurückblicken. Deutschland folgte diesem Beispiel verspätet, verfügt heute jedoch dafür über eine ganze Reihe von Programmen, die sich entweder der Förderung spezifischer Kompetenzen verschrieben haben, wie dies etwa für die „Stiftung Lesen“ gilt oder durch sogenannte Mentoren- oder Patenschaftsprogramme, welche die kognitiven und sozialen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen auf einer breiteren Basis fördern wollen. Ziel des BIP von Prof. Dr. Armin Falk und seiner Forschungsgruppe am Institute on Behaviour & Inequality (briq) (Kooperationsinstitut der Universität Bonn) ist es, eines dieser Mentorenprojekte auf Basis eines Pre- /Posttest-Designs zu evaluieren. Dabei handelt es sich um das Programm „Balu und Du“, das durch das ehrenamtliche Engagement junger Erwachsener Kinder im Grundschulalter fördert. Diese Freiwilligen – „Balus“ genannt – treffen sich während eines Jahres einmal wöchentlich mit einem Kind, das sie betreuen – ihrem „Mogli“ – und ermöglichen ihm durch gemeinsame Unternehmungen Erfahrungen, die es in seinem Alltag sonst nicht machen könnte. Im Zentrum des Interesses der Evaluationsstudie stehen dabei mögliche, durch die Programmteilnahme hervorgerufene Veränderungen in unterschiedlichen Verhaltens- und Persönlichkeitsbereichen. Die Studie umfasste mehrere Teilgruppen: Eine Treatmentgruppe sowie zwei unterschiedliche Kontrollgruppen. Die Treatmentgruppe bildeten sozial benachteiligte Kinder, auf die mindestens eines der folgenden Kriterien zutraf: Entweder musste ein niedriges elterliches Haushaltseinkommen vorliegen, beide Eltern verfügten höchstens über einen Realschulabschluss oder Mutter bzw. Vater waren alleinerziehend. Selbstverständlich konnten auch mehrere dieser Merkmale in Kombination auftreten. Hinter diesen Auswahlkriterien stand die Annahme, dass die Familien dieser Kinder ein höheres Risiko haben, ihrem Nachwuchs aus unterschiedlichen Gründen keine optimalen Förder- und Anregungsbedingungen bieten zu können. Kinder der Treatmentgruppe erhielten im Anschluss an die erste Erhebung der Studie im Herbst 2011 die Gelegenheit am Mentorenprogramm „Balu und Du“ teilzunehmen und sich ein Jahr lang wöchentlich mit ihrem persönlichen Mentor zu treffen, um mit ihm verschiedensten Freizeitaktivitäten nachzugehen. Die erste Kontrollgruppe bildeten ebenfalls Kinder aus sozial benachteiligten Familien, auf die dieselben Kriterien zutrafen wie auf die Treatmentgruppe. Die Zuordnung der Kinder in Treatment- und Kontrollgruppe erfolgte zufallsbasiert. Die zweite Kontrollgruppe umfasste hingegen Kinder aus sozial besser gestellten Familien, d.h. die beschriebenen Selektionsmerkmale trafen auf diese Gruppe nicht zu. Dieses Design mit zwei Kontrollgruppen ermöglicht es nun, auf lange Sicht direkte Vergleiche zwischen unterprivilegierten © Kantar 2021 5 Kindern, welche die Möglichkeit erhielten, an einem Mentorenprogramm teilzunehmen und ihnen sozial gleichgestellten Kindern, die nicht partizipieren konnten, durchzuführen sowie die Entwicklung beider Gruppen mit der Entwicklung sozial stärker privilegierter Kinder zu vergleichen. Die ersten beiden Wellen des Bonn Intervention Panel (BIP) / „Eine Persönlichkeit: Ihr Kind im Grundschulalter“ In den Methodenberichten der ersten zwei Erhebungswellen sind Ablauf und Ergebnisse der Feldarbeit, inkl. dem Vorgehen bei der Rekrutierung und Befragung der Teilnehmer der ersten Erhebungswelle, ausführlich dargestellt. Daher erfolgt hier nur eine kurze Zusammenfassung: Die erste Erhebungswelle basierte auf einer Einwohnermeldeamtsstichprobe mit insgesamt 15.051 Mutter-Kind-Paaren. Im Sommer 2011 erklärten sich davon im Rahmen eines schriftlichen Erstkontakts mit TNS Infratest (heute: Kantar) 1.874 zur Teilnahme an der Studie bereit. Anhand der Angaben zum familiären, ökonomischen und Bildungsstatus der Familien, die zusammen mit dem Erstanschreiben mittels eines Kurzfragebogens erhoben wurden, prüfte die Universität Bonn die Zugehörigkeit der potenziellen Studienteilnehmer zur Zielgruppe. Zur Teilnahme an der Datenerhebung wurden 850 Mutter-Kind-Paare eingeladen, wobei 700 davon die Zielgruppenkriterien erfüllten und 150 als zusätzliche Kontrollgruppe miteinbezogen wurden. Insgesamt konnten davon 732 als vollständige Fälle realisiert werden, d.h. von diesen Mutter-Kind-Paaren lagen sowohl Befragungsdaten des Kindes als auch der Mutter in der ersten Erhebungswelle vor. In den ersten beiden Erhebungswellen wurden die Erhebungen mit Hilfe eigens rekrutierter Testleiter und Standortkoordinatoren in speziell bereitgestellten Erhebungsräumlichkeiten in Bonn bzw. Köln realisiert (central-location Ansatz). Aus dieser Nettostichprobe der ersten Befragungswelle konnten im Rahmen der zweiten Befragungswelle von Januar bis Mai 2013 insgesamt 632 Nettointerviews realisiert werden. Bei acht Fällen lag dabei kein ausgefüllter Elternfragebogen vor. Von diesen 624 vollständigen Fällen bekundeten bereits zum Befragungszeitpunkt 15 Elternteile, dass sie sicher nicht an der geplanten Folgebefragung des BIP innerhalb des SOEP teilnehmen werden. Ein Elternteil gab im Nachgang der zweiten Befragungswelle die schriftliche Zustimmung, sie wegen einer Folgebefragung anzuschreiben. Damit lagen für die Bruttostichprobe der dritten Erhebungswellte 610 Mutter-Kind-Paare vor. Die dritte Welle des Bonn Intervention Panel (BIP): Überführung in eine Haushaltsbefragung mit SOEP Instrumenten Im Jahr 2014 wurden die Mutter-Kind-Paare, die an der zweiten Welle des BIP teilgenommen und einer Befragung im Rahmen des SOEP zugestimmt hatten, sowie alle anderen Mitglieder ihrer Haushalte in eine an das SOEP Innovationssample (SOEP-IS) angelehnte Haushaltsbefragung überführt. Im Gegensatz zu den ersten beiden Wellen fand die Datenerhebung damit erstmals nicht in zentralen Räumen in Bonn und Köln statt, sondern im Zuhause der Familien. Zudem wurden nicht wie in den ersten beiden Wellen nur die Mütter und Kinder, sondern auch die (im Haushalt lebenden) Väter sowie die Geschwister in die Studie einbezogen. Insofern erfolgte „aus der Sicht des BIP“ ein Umstieg auf das SOEP-Haushaltserhebungskonzept, jedoch unter Beibehaltung wichtiger Befragungsinstrumente für die BIP-Kinder. Dieses Vorgehen soll eine Verstetigung in der Bearbeitung der BIP-Haushalte ermöglichen und erweitert übliche Pre-/Posttest-Designs um die Evaluation von Langzeiteffekten von Interventionen. Da das Ausgangssample der Studie in Folge des central-location Ansatzes durch eine sehr starke räumliche Konzentration in und um die beiden Städte Bonn und Köln gekennzeichnet war und ist, ist eine vollständige © Kantar 2021 12 3.2 Instrumente BIP-Jugendliche Die Befragung des BIP-Jugendlichen bestand aus zwei Komponenten: das Interview mit dem BIP- Jugendlichen und der Schülerfragebogen. Das CAPI-Interview startete mit dem Wortschatztest. Danach folgten das Bilderrätsel und die verschiedenen Verhaltensexperimente. Der Schülerfragebogen wurde in der Regel danach ausgefüllt. Die eingesetzten Instrumente werden im Folgenden erläutert. Wortschatztest aus der SOEP-Haupterhebung Der Wortschatztest wurde in der siebten Welle des BIP zum dritten Mal mit den Jugendlichen durchgeführt. Die Jugendlichen sollten nach einem Beispiel in 19 Durchläufen aus fünf Wortbildungen jeweils das Wort anklicken, welches ihrer Ansicht nach ein reales Wort der deutschen Sprache ist. Der Schwierigkeitsgrad stieg im Verlauf des Tests an. Der Test lief ohne Zeitlimit. Aufgrund der Corona-Pandemie bestand die Möglichkeit, das Interview telefonisch durchzuführen. In einem solchen Fall wurde der Wortschatztest zu Beginn der Befragung automatisch übersprungen. Abbildung 3.3: Lösungsbeispiel zu Beginn des Tests „Wortschatztest“ Kognitiver Kurztest - „Bilderrätsel“ Im Jahr 2015 wurde ein kognitiver Kurztest in Form eines auf Raven‘s Standard Progressive Matrices basierenden Sets aus Bilderrätseln eingeführt. Raven‘s Standard Progressive Matrices ist ein Standardverfahren in der Intelligenzdiagnostik. Hierbei geht es darum in einzelnen Teilaufgaben Muster zu verstehen und fehlende Stücke zu identifizieren, wobei der Schwierigkeitsgrad im Verlauf des Tests ansteigt. In der zweiten Welle 2013 hatten die Begleitpersonen der Kinder bereits einen solchen Test durchgeführt. Für den Test „Bilderrätsel“ sollten die befragten Jugendlichen das fehlende Stück für jedes von zwölf Bildern finden. Für das fehlende Teil gab es sechs bzw. acht verschiedene Auswahlmöglichkeiten. Die Jugendlichen hatten für die Bearbeitung sechs Minuten Zeit. Wie viel Zeit die Jugendlichen tatsächlich benötigten, wurde durch Zeitmarken in der Befragungssoftware gemessen. Sowohl beim Wortschatztest als auch beim Bilderrätsel wurde den Jugendlichen ihr erzieltes Ergebnis nicht mitgeteilt. © Kantar 2021 13 Aufgrund der Corona-Pandemie bestand die Möglichkeit, das Interview telefonisch durchzuführen. In einem solchen Fall wurde auch das Bilderrätsel zu Beginn der Befragung automatisch übersprungen. Verhaltensexperimente Kernstück des BIP ist es, in einem relativ eng begrenzten Zeitrahmen ein möglichst breit gefächertes Verhaltens- und Persönlichkeitsprofil des einzelnen Jugendlichen zu erstellen. Bei den experimentell erhobenen Variablen handelte es sich um folgende teilweise stärker psychologisch, teilweise stärker verhaltens-ökonomisch begründete Maße: Soziale Präferenzen, Risikopräferenz, Bedeutung von Gruppenzugehörigkeit, Empathie, Fähigkeit zum Belohnungsaufschub (Delay of Gratification), Persistenz und Zeitdiskontierung. Der BIP- Jugendliche konnte sich wie in den vorherigen BIP-Wellen in den verschiedenen Verhaltensexperimenten Sterne erspielen. Jeder erspielte Stern hatte einen Gegenwert von 90 Cent. Damit wurde dieser Wert erneut angehoben: 2019 waren es 80 Cent, 2018 70 Cent, 2017 60 Cent und 2014 noch 30 Cent. Der Gesamtbetrag aus allen erspielten Sternen wurde dem Jugendlichen am Ende des Interviews ausgezahlt. Verteilungsspiel A: Soziale Präferenzen Beim Verhaltensexperiment zu sozialen Präferenzen erhielt der Jugendliche die Möglichkeit, einem anderen Jugendlichen und sich selbst die bereits erwähnten Sterne, die als Währung dienten, zuzuweisen. Dieses Spiel ist bereits seit der ersten Erhebungswelle Bestandteil des BIP. Hinsichtlich des anderen Jugendlichen wurde lediglich mitgeteilt, dass es sich um einen Jugendlichen gleichen Alters aus der Heimatstadt des teilnehmenden Jugendlichen, also Bonn oder Köln, handelte. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters der BIP- Jugendlichen wird seit der sechsten Welle gegenüber dem BIP- Jugendlichen nicht mehr von einem anderen Kind, sondern von einem/r anderen Jugendlichen gesprochen. In den vier Spielrunden konnte anschließend jeweils zwischen einer ausgewogenen Option (jeder der beiden Jugendlichen erhält einen Stern) und einer unausgewogenen Option (einer der beiden Jugendlichen erhält mehr Sterne als das andere) gewählt werden. Tabelle 3.1 gibt die unterschiedlichen Wahlmöglichkeiten wieder. Tabelle 3.1: Payoff-Matrix des Verhaltensexperiments zu Sozialen Präferenzen Wahlmöglichkeit 1 Wahlmöglichkeit 2 A1 B A1 B Equality vs. own Payoff Maximization 1 1 vs. 2 0 Elementary Prosociality 1 1 vs. 1 0 Equality vs. Efficiency 1 1 vs. 1 2 Envy 1 1 vs. 2 4 1 A bezeichnet den teilnehmenden Jugendlichen. Diese Payoff-Matrix wurde in ähnlicher Form bereits 2006 von Bernhard 1 zur Untersuchung sozialer Präferenzen bei Kindern unterschiedlicher Altersgruppen eingesetzt und seither auch im Rahmen der Mutter- 1 Bernhard, H. (2006). Group Affiliation and Human Cooperation: Dissertation der Wirtschaftswissen-schaft¬lichen Fakultät. Zürich: Universität Zürich. © Kantar 2021 14 Kind-Studien des SOEP 2 verwendet. Die weitergehende Beschreibung der Messintention findet sich im Methodenbericht zur ersten Befragungswelle. Fragebogen zu Persönlichkeitsdimensionen Dieser Abschnitt der Befragung dient dazu weitere sozio-ökonomisch relevante Themenbereiche zu erfassen, die nicht über Verhaltensexperimente abgedeckt wurden. Dabei handelte es sich sowohl um Persönlichkeitsmerkmale als auch um Einstellungen der Jugendlichen. Es wurden in dieser Welle hauptsächlich Fragen zum Vertrauen in andere Menschen gestellt. Außerdem sollten die Jugendlichen zwei Kreise anhand ihrer Größe und ihrer farblichen Schattierung vergleichen. Münzspiel Bei diesem Spiel konnte sich der Jugendliche jeweils bei einem Münzwurf zwischen zwei unterschiedlichen Münzen entscheiden. Dieses Spiel ist bereits seit der ersten Erhebungswelle 2011 Bestandteil des BIP, wobei es damals nur zwei Münzwurfentscheidungen gab. In der siebten Welle 2018 wurde das Design der vorherigen Welle wiederholt. Der Jugendliche hatte elf Entscheidungen zu treffen. Eine Münze hatte bei allen Entscheidungen auf der einen Seite 0 und auf der anderen Seite 14 Sterne, sodass entweder ein hoher Gewinn von 14 Sternen erzielt werden konnte oder gar nichts gewonnen wurde. Die andere Münze hatte auf beiden Seiten immer die gleiche Anzahl an Sternen: beginnend bei 0 und endend bei zehn Sternen. Der Jugendliche sollte sich bspw. bei Entscheidung fünf entscheiden, ob es die 4:4-Münze oder die 14:0-Münze wählt. Nachdem der Jugendliche alle elf Entscheidungen getroffen hatte, ermittelte ein Zufallsmechanismus, welche Entscheidung zählte. Wenn der Jugendliche sich in der relevanten Entscheidung für die 14:0-Münze entschieden hatte, berechnete ein weiterer Zufallsmechanismus, ob der Jugendliche 14 oder 0 Sterne gewann. Anhand des Wahlverhaltens der Jugendlichen kann gemessen werden, in welchem Ausmaß Risikoverhalten vorliegt und in welchem Ausmaß Sicherheitsverhalten bevorzugt wird. Die Reihenfolge der Münzwurf- Entscheidungen wurde aufsteigend von der Entscheidung über 0 Sterne vs. 14/0 Sterne bis zur Entscheidung über 10 Sterne vs. 14/0 Sterne gespielt. Verteilungsspiel B: Empathie Als nächstes wurde das Verhaltensexperiment zur Empathie durchgeführt. Dieses Spiel ist bereits seit der ersten Erhebungswelle 2011 Bestandteil des BIP. Es ähnelt in seinem Aufbau stark dem Experiment zur Erfassung sozialer Präferenzen. Wie im letzten Jahr wird das Spiel in einem Durchgang absolviert, bei dem zehn Sterne zwischen sich und einem anderem Jugendlichen verteilt werden können. Prosoziales Verhalten bedeutet bei diesem Experiment in jedem Fall eine Reduktion des eigenen Gewinns, da auf Basis einer feststehenden Gesamtgewinnsumme eine Verteilungsentscheidung getroffen werden muss. Der Jugendliche erhielt die Information, dass es sich bei dem anderen Jugendlichen um einen Jugendlichen handelt, der in Afrika wohnt und nicht bei seinen Eltern leben könne, weil diese zu arm oder krank bzw. verstorben sind. Die schwierigen Lebensbedingungen wurden also deutlich herausgestellt. Zusätzlich zur Frage nach der Verteilung der Sterne zwischen sich selbst und dem Jugendlichen in Afrika wurden die Jugendlichen auch 2020 dazu aufgefordert Sterne zwischen sich und Jugendlichen in Köln und Bonn aufzuteilen. Die Reihenfolge der Abfrage von Köln und Bonn war hierbei randomisiert, die Abfrage zur Aufteilung der Sterne mit dem Jugendlichen in Afrika wurde in jedem Fall zuletzt angezeigt. 2 Für eine detailliertere Darstellung des Verhaltensexperiments zur Sozialen Präferenz siehe Jänsch, A. & Siegel, N. A. (2009). Kompetenz- und Verhaltenstests mit institutionell betreuten Kindern im Vorschulalter. Ergebnisse der SOEP-Pilotstudie 2009. München: TNS Infratest Sozialforschung. © Kantar 2021 15 Verteilungsspiel C: Religion Das dritte Verteilungsspiel stellte die Jugendlicgen vor die Aufgabe erneut 10 Sterne zwischen sich und einem anderen Jugendlichen aufzuteilen. Das distinkte Merkmal der anderen Jugendlichen war deren Religionszugehörigkeit. Die BIP-Jugendlichen sollten ihre Sterne also zwischen sich selbst und je einem Jugendlichen mit den folgenden Ausprägungen bei der Religionszugehörigkeit: • Christlich • Jüdische • Muslimisch • Unbekannte Religionszugehörigkeit • Ohne Religionszugehörigkeit Die Reihenfolge der Einblendung der fünf Merkmale des anderen Jugendlichen war auch bei diesem Spiel randomisiert. In einem dritten Verteilungsspiel wurden die Jugendlichen gebeten 10 Sterne zwischen sich und je einem männlichen und einer weiblichen Jugendlichen aufzuteilen. Verteilungsspiel D: Migrationshintergrund Im vierten Verteilungsspiel der Erhebung 2020 wurden die BIP-Jugendlichen gebeten die zehn zur Verfügung stehenden Sterne zwischen sich und jeweils einem anderen Jugendlichen aufzuteilen dessen Eltern beide in Deutschland geboren sind und einem Jugendlichen, bei dem mindestens ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde. Das Prinzip war hierbei dasselbe wie im vorangegangenen Verteilungsspiel, die Reihenfolge der Einblendung von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund war wieder randomisiert. Verteilungsspiel E: Politik Beim fünften und letzten Verteilungsspiel ging es nicht um die Aufteilung von Sternen in Bezug auf andere Jugendliche, sondern darum wie viele der 10 zu vergebenen Sterne mit einer Organisation geteilt werden sollten. Die BIP-Jugendlichen wurden darauf hingewiesen, dass eine der drei zu treffenden Entscheidungen tatsächlich umgesetzt werden würde und, dass die durch einen Zufallsmechanismus ausgewählte Organisation den Gegenwert der Sterne tatsächlich erhalten wird. Die Organisationen, an die die Sterne verteilt werden konnten wurden folgendermaßen charakterisiert: • Eine Organisation, die sich für Umwelt- und Klimaschutz einsetzt • Eine Organisation, die sich dafür einsetzt, dass der Unterschied zwischen Arm und Reich in Deutschland kleiner wird • Eine Organisation, die sich für Geflüchtete in Deutschland einsetzt Zeitdiskontierungsrate: Früher oder später In der BIP-Welle 2019 wurde das Früher oder später – Spiel im Design der vorangegangenen Welle wiederholt. Dieses Spiel ist in einer abgewandelten Version seit 2015 Bestandteil des BIP und wurde davor in einer einfacheren Variante als Sparschweinspiel bereits mit den Kindern durchgeführt. Hier geht es um die Fähigkeit, einen Gewinn nicht sofort anzunehmen und dadurch die Möglichkeit zu erhalten den Gewinn langfristig zu maximieren. Wie bereits in den Vorwellen wurde bei diesem Spiel mit Bargeld und nicht mit Sternen gearbeitet. Das Spiel bestand aus 24 Entscheidungen, von denen am Ende nur eine Entscheidung zählte. Bei den Entscheidungen 1 bis 12 sollte der Jugendliche jeweils wählen, ob er jetzt € 3,- oder in einem Monat einen gleichbleibenden oder höheren Geldbetrag (€ 3,- bis € 5,-) erhalten möchte. Bei den Entscheidungen 13 bis © Kantar 2021 16 24 sollte der Jugendliche jeweils wählen, ob er in sechs Monaten € 3,- oder in sieben Monaten einen gleichbleibenden oder höheren Geldbetrag (€ 3,- bis € 5,-) erhalten möchte. Dabei wurde 2017 erstmals die Reihenfolge der Entscheidungen 1 bis 12 bzw. 13 bis 24 randomisiert. Also entweder kamen zuerst die Entscheidungen 1 bis 12 oder zuerst die Entscheidungen 13 bis 24 an die Reihe. Nachdem der Jugendliche alle 24 Entscheidungen getroffen hatte, ermittelte ein Zufallsmechanismus im Computer, welche Entscheidung zählte. Der Jugendliche erhielt anschließend entweder € 3,- in bar oder nach einem, 6 oder 7 Monaten den erspielten Betrag per Post zugeschickt. Record Linkage IEB-Frame Am Ende der Befragung, bevor die BIP-Jugendlichen den Schülerfragebogen eigenständig beantworteten wurden die BIP-Jugendlichen um ihre Zustimmung zu einer Registerdatenverknüpfung mit den integrierten Erwerbsbiografien (auch IEB-Frame) des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) gebeten. Inhaltlich lehnte sich die Abfrage eng an vorangegangene Fragen mit derselben Bitte im SOEP an. Eine Registerdatenverknüpfung ist ein Novum im BIP-Kontext, nachdem 2019 in einem Piloten die grundsätzliche Zustimmungsbereitschaft der Jugendlichen erfolgreich erprobt wurde. Die Erhebung zum Record Linkage wurde in der neunten Welle 2020 auf alle Jugendlichen ausgeweitet. Die Verknüpfung der Befragungsdaten mit den Registerdaten des IAB kommt zu einem kritischen Zeitpunkt in der Befragung: Die Jugendlichen gehen ins Erwachsenenalter über und es ist damit zu rechnen, dass damit ein Sinken der Befragungsbereitschaft bei den Jugendlichen in den kommenden Wellen einhergehen wird. Die Registerdatenverknüpfung eröffnet die Möglichkeit den Übertritt der BIP-Jugendlichen ins Erwerbsleben unabhängig von der eigentlichen Befragung weiter zu verfolgen. Implicit Association Test (IAT) Der Implizite Assoziationstest (im Folgenden IAT) ist ein Verfahren der Sozialpsychologie zur Einstellungsmessung und Vorurteilsforschung. Der IAT wurde 1998 von Greenwald, McGhee & Schwartz mit dem Ziel entwickelt, die Fehlerquellen expliziter Tests zu umgehen und Einstellungen direkt zu messen. Einflussfaktoren bei expliziten Tests sind z. B. soziale Erwünschtheit oder Tendenzen zur Selbstdarstellung. Implizite Einstellungen unterliegen hingegen weniger stark der „rational-kognitiven Kontrolle“ von Befragten, es wird keine Introspektion (Selbstbeobachtung) vorausgesetzt, d.h. die Annahme ist, dass wichtige Einstellungen und Persönlichkeitsmerkmale auch dann erfasst werden können, wenn diese introspektiv unzugänglich oder unbewusst vorhanden sind. Der IAT ist ein computergestütztes Testverfahren und besteht aus einer Sequenz von Zuordnungsaufgaben. Dabei geht es um die Erfassung von Assoziationen zwischen zwei dichotomen Kategorien (z. B. männliche und weibliche Vornamen) und positiv bzw. negativ besetzten Attributen (z. B. durchsetzungsfähig, warmherzig, kaltherzig, lenkbar). Die Versuchspersonen sollen mittels Tastendruckes schnellstmöglich die gesetzten Reize, also die eingeblendeten Wörter, kategorisieren. Anhand der gemessenen Reaktionszeiten wird indirekt auf zu Grunde liegende Persönlichkeitsmerkmale geschlossen. Hierbei wird die Annahme vertreten, dass bei zwei miteinander assoziierten Konzepten eine nicht bewusste, automatische Aktivierung stattfindet und die Befragten daher schneller reagieren, als wenn zwei Konzepte nicht miteinander assoziiert sind (semantisches priming). Kongruente, also einstellungskompatible Begriffspaare bewirken demzufolge eine schnellere assoziative Reaktion als inkongruente. Der IAT - Effekt ist die Zeitdifferenz der mittleren Reaktionszeiten zwischen kongruenter und inkongruenter Assoziation. Für die Durchführung des IAT im Rahmen des BIP 2020 wurde der IAT komplett neu aufgesetzt. Während der IAT im Vorjahr als Fremdsoftware in die CAPI-Umgebung des Protokollbogens (und des Elternfragebogens) © Kantar 2021 17 eingebettet gewesen war, hat Kantar 2020 eine Android-App nach den Spezifikationen von Prof. Dr. Fabian Kosse (briq) entwickelt, mittels welcher der IAT von den Ankerjugendlichen auf von den Interviewern bereitgestellten Android-Tablets selbstständig durchgeführt wurde. Dies ermöglicht im Vergleich zur Durchführung im CAPI zum einen eine flexiblere Durchführung des IAT im Haushaltskontext und stellt zum anderen eine intuitivere und zeitgemäßere Bedienoberfläche für die Befragungspersonen zur Verfügung. Abbildung 3.4 zeigt zwei Screenshots der Bedienoberfläche der BIP-IAT-App von Kantar. Abbildung 3.4: Screenshots der BIP-IAT-App Der eingesetzte IAT ist eine Weiterentwicklung des klassischen IATs und besteht im Grunde aus zwei IATs zur Messung von Stereotypen Migrationshintergrund und Geschlecht betreffend, die fließend ineinander übergehen. Vor Beginn des Tests wurde die Befragungsperson zunächst vom Interviewer darüber informiert, dass nun ein kurzer Test folge, der selbständig am Tablet durchzuführen sei. Die Funktion und Hintergründe des IAT wurden dabei ausdrücklich nicht erläutert, der Test wurde vielmehr als Schnelligkeitsaufgabe deklariert, bei dem es gilt, so schnell wie möglich zu antworten und dabei so wenig Fehler wie möglich zu machen. Der Test besteht insgesamt aus zehn Blöcken, die jeweils auf einer Bildschirmseite eingeleitet und erläutert werden. Jeder Block besteht aus 16 bis 32 Bildschirmseiten. Auf jeder Seite werden in der linken und rechten oberen Ecke ein bis zwei kategoriale Oberbegriffe eingeblendet (z. B. „Türkische Namen“ und/oder „Gut“). In © Kantar 2021 18 der Mitte wird ein Stimulus eingeblendet (z. B. „Lachen“ oder „Mehmet“), der von den Probanden entweder der linken oder der rechten Seite zugeordnet wird. Dies geschieht mittels zweier Buttons auf der Bedienoberfläche, die jeweils unter dem bzw. den kategorialen Oberbegriffen stehen. Während die kategorialen Oberbegriffe innerhalb eines Blockes konstant sind, variiert der Stimulus von Seite zu Seite. Die beiden Teil-IATs bestehen jeweils aus fünf Phasen (vgl. Tabelle 3.2): • Die ersten beiden Phasen dienen der Einübung der Kategorisierungsaufgaben. In der ersten Phase sollen die Befragungspersonen Vornamen nach türkischer oder deutscher Herkunft kategorisieren. In der zweiten Phase werden den Zielpersonen Wörter präsentiert, die sie jeweils einer Attributkategorie zuordnen sollen („gut“ vs. „schlecht“). Die in einer zufälligen Reihenfolge eingeblendeten Stimuli können Tabelle 2.1 entnommen werden. • In der dritten Phase werden die Aufgaben aus den ersten beiden Phasen kombiniert, die Antworttasten sind doppelt belegt (links „deutsche Vornamen“ und „gut“; rechts „türkische Vornamen“ und „schlecht“). Es wird aber auf jeder Seite erneut nur ein Wort eingeblendet, das zugeordnet werden soll. In Teil 1 sollen die Probanden beispielsweise auf deutsche Namen oder positiv konnotierte Wörter mit der linken Taste reagieren, auf türkische Namen oder negativ konnotierte Wörter mit der rechten Taste. • In der vierten Phase wird die Tastenkombination bezüglich der Attributkategorien vertauscht, die Personen sollen nun mit der linken Taste auf „schlecht“ und mit der rechten Taste auf „gut“ reagieren. • Die fünfte Phase ist ähnlich wie Phase 3 eine kombinierte Diskrimination von Ziel- und Attributpaar, mit dem Unterschied, dass die Attribute vertauscht sind: „gut“ steht jetzt auf der rechten Seite und „schlecht“ auf der linken; die Probanden müssen demnach auf deutsche Namen oder negativ konnotierte Wörter mit der linken Taste reagieren, auf türkische Namen oder positiv konnotierte Wörter mit der rechten Taste. Im ersten Teil-IAT wurden ausschließlich männliche Vornamen verwendet, im zweiten ausschließlich weibliche. Um Anordnungseffekte zu vermeiden wurde die Reihenfolge der beiden IATs, wie sie in Tabelle 3.2 dargestellt ist, für die Hälfte der Befragten vertauscht, sodass zuerst der IAT mit weiblichen Vornamen abgefragt wurde, wobei die Anzahl der Trials pro Block im Sinne der Tabelle unverändert blieb. Die Analyse des IATs erfolgt getrennt für die beiden Teil-IATs durch den Vergleich der Reaktionszeiten in der jeweils dritten Phase mit denen in der fünften Phase. Die zugrunde liegende Theorie besagt, dass Personen in derjenigen Phase durchschnittlich schneller reagieren, die für sie eine kongruente (kompatible, plausible) Tastenzuordnung aufweist, z.B. positiv konnotiertes Attribut und deutscher Name. In diesem Fall wäre die assoziative Verknüpfung zwischen Zielkonzept=Deutsch und Attribut=gut größer als die assoziative Verknüpfung zwischen Zielkonzept=Deutsch und Attribut=schlecht. Die mittlere Latenz, also die Größe des zeitlichen Abstands der Messungen in Phase 3 und 5, stellt den IAT-Effekt dar (auch IAT-Score) und kann als die Stärke der assoziativen Verknüpfungen zwischen den Zielkonzepten und den Attributausprägungen interpretiert werden. © Kantar 2021 19 Tabelle 3.2 Ablauf und Stimuli des BIP-IATs 2020 Antworttaste Stimuli Stimuli Block Phase Trialanzahl Aufgabe Links Rechts Attributkategorien Zielkategorie IAT 1 1 1 16 Diskrimination des Zielpaares Deutsche Namen Türkische Namen Gut Lachen Glücklich Freude Liebe Schlecht Qual Misserfolg Verletzt Böse Deutsche Namen Maximilian Alexander Leon Paul Türkische Namen Yusuf Mehmet Mustafa Furkan 2 2 16 Diskrimination des Attributpaares Gut Schlecht 3 3 32 Kombinierte Diskrimination Deutsche Namen, Gut Türkische Namen, Schlecht 4 4 16 Umgekehrte Diskrimination des Attributpaares Schlecht Gut 5 5 32 Umgekehrte kombinierte Diskrimination Deutsche Namen, Schlecht Türkische Namen, Gut 6 1 16 Diskrimination des Zielpaares Deutsche Namen Türkische Namen Deutsche Namen Marie Sophie Anna Lea Türkische Namen Zeynep Sıla Elif İrem IAT 2 7 2 16 Diskrimination des Attributpaares Gut Schlecht 8 3 32 Kombinierte Diskrimination Deutsche Namen, Gut Türkische Namen, Schlecht 9 4 16 Umgekehrte Diskrimination des Attributpaares Schlecht Gut 10 5 32 Umgekehrte kombinierte Diskrimination Deutsche Namen, Schlecht Türkische Namen, Gut Schülerfragebogen Auch in der neunten Erhebungswelle kam eine abgewandelte Version des Schülerfragebogens des SOEP zum Einsatz, der von den BIP-Jugendlichen ausgefüllt wurde. Die Inhalte und Unterschiede im Fragenprogramm zum Schülerfragebogen des SOEP und zum Schülerfragebogen der achten Welle des BIP werden in Tabelle 3.3 aufgeführt. Beim Schülerfragebogen handelte es sich um einen Selbstausfüller, bei dem der Interviewer die Instruktionen zum Ausfüllen des Fragebogens mit dem BIP-Jugendlichen durchging, bevor die Jugendlichen selbst den Rest des Fragebogens weitgehend selbständig beantworteten. Für inhaltliche Rückfragen stand der Interviewer, der zu diesem Zeitpunkt zumeist mit erwachsenen Personen aus dem Haushalt das Basismodul des SOEPIS bearbeitete, zur Verfügung. Erstmals wurde der Schülerfragebogen 2020 zusätzlich zum CAPI/CASI-Mode auf einem Tablet auch als Web-Interview angeboten, welches der oder die Ankerjugendliche auch in Abwesenheit des Interviewers oder bei telefonischer Durchführung der Befragung ausfüllen konnte. © Kantar 2021 20 Tabelle 3.3: Die Inhalte des BIP Schülerfragebogens 2020 im Überblick Fragen Inhalt Abweichung zum BIP 2019 Abweichung zur SOEP Hauptwelle 2020 Selbstbeschreibung des Jugendlichen Frage 1 Itembatterie zur Selbstbeschreibung des Jugendlichen mit 8 Items Stark gekürzt Wurde um einige BIP spezifische Items ergänzt und gekürzt Frage 2 Itembatterie zur Selbstbeschreibung des Jugendlichen (Eigenschaften, BIG5) mit 17 Items Zwei Items gekürzt x Frage 3 Risikoverhalten ✓ ✓ Frage 4 Bereitschaft zu Verzichten ✓ x Frage 5 Wettbewerbsbereitschaft x x Frage 6 Zwei Itembatterien zu moralischen Grundlagen mit je 11 Items x x Frage 7 Verteilungsfrage Migrationshintergrund x x Frage 8 Freizeit mit anderen mit Migrationshintergrund x x Frage 9 Anderen mit Migrationshintergrund leihen x x Frage10 Hilfsbereitschaft Migrationshintergrund x x Poltische Meinung Frage 11 Politikinteresse ✓ Frage 12 Wahlabsicht allgemein ✓ Frage 13 Wahlabsicht Partei ✓ x Frage 14 Selbsteinschätzung links-rechts ✓ x Frage 15-16 Politische Bildung und Partizipation mit 2 Items ✓ x Frage 17-28 Fragen zum Klimawandel und Klimaforschung x x Frage 29 Itembatterie zu Fragen autoritaristischen Einstellungen mit 9 Items ✓ x Schule Frage 30-31 Schulbesuch derzeit x x © Kantar 2021 21 Frage 32-33 Schulabgang und -abschluss x x Frage 34-35 Weiter angestrebter Schulabschluss x x Frage 36 Besuch einer Privatschule x x Frage 37 Schulische Aktivitäten außerhalb des Lehrplans x x Frage 38 Besuchte Schulform und Noten Stark abgewandelt und erweitert x Frage 39 Schulklasse: Schüler mit Migrationshintergrund x x Ausbildung, Studium und Beruf Frage 40-41 Begonnene Ausbildung/Studium x x Frage 42-43 Angestrebte Ausbildungsabschlüsse x x Frage 44 Berufswunsch mit 30 Jahren ✓ x Frage 45 Wahrscheinlichkeit des Berufswunsches ✓ x Frage 46 Informationsstand über Wunschberuf ✓ x Frage 47 Anzahl Berufswünsche x x Frage48 Itembatterie Faktoren für Berufswahl mit 10 Items x x Frage 49 Erwerbentgelt mit 30 Jahren x x Schulschließungen und Corona Frage 50 Itembatterie zu gesundheitlichen und schulischen Einflüssen der Schulschließungen mit 6 Items x x Frage 51 Itembatterie zu Gesundheits- und Freizeitverhalten mit 8 Items x x Frage 52 Itembatterie zu Unterstüzung bei schulischen Aufgaben mit 5 Items x x Frage 53 Itembatterie zur Ausstattung für Homeschooling mit 3 Items x x Frage 54 Corona Relgelkonformität x x Alltag / Freizeit Frage 55 Itembatterie zu Aktivitäten in der Freizeit mit 10 Items Drei Items wurden gestrichen, Leicht gekürzt Frage 51 Itembatterie zu Gesundheits- und Freizeitverhalten mit 5 Items Drei Items wurden gestrichen, x Frage 52 Feste/r Freund/in ✓ x © Kantar 2021 28 Bis zum Feldende konnten über die beiden Bearbeitungsphasen hinweg nach BIP-Logik 453 Haushalte realisiert werden (Tabelle 5.1). Für diese Haushalte liegen alle Befragungskomponenten für die Jugendlichen vor. Dies entspricht einer Response Rate von 92,4 % und einer sehr hohen Panelstabilität von 99,3 % da im Jahr zuvor nach dieser Definition 456 Haushalte realisiert werden konnten. Betrachtet man alle Haushalte, die im Erhebungsjahr 2020 an der Studie teilnahmen, unabhängig davon, ob für alle Jugendliche alle Komponenten vorliegen, konnten 472 Haushalte realisiert werden, was einer Response Rate von 96,3% entspricht. Betrachtet man die Realisierung nach SOEP-Logik, nach der ein Haushalt dann realisiert ist, wenn mindestens eine Person die haushalts- und die personenbezogenen Fragen beantwortet hat, fällt die Nettofallzahl etwas niedriger aus, da das Haushaltsinterview nach BIP-Logik – anders als nach SOEP-Logik – nicht entscheidend für die Vollständigkeit eines Haushaltes ist (Tabelle 5.2). Bei allen 472 Haushalten liegen die Haushaltsfragen und Personenfragen für mind. eine erwachsene Person vor. Dies entspricht einer Response Rate von 96,3 % und einer Panelstabilität von 100,6 %. Bei den Haushalten, die nicht befragt werden konnten, entfällt nur ein Bruchteil (0,6 %) auf temporäre Ausfälle, die im nächsten Jahr wieder ins Brutto der Erhebung aufgenommen werden können. Endgültige Ausfälle sind dagegen fünf Mal so häufig (3,1 %). Tabelle 5.2: Eckwerte der Feldbearbeitung – Realisierung der Haushalte nach SOEP-Logik Anzahl In % Brutto 490 100 Realisiert 472 96,3 Davon Vollständig 323 65,9 Teilweise 149 30,4 Panelstabilität1 - 100,6 Ausfälle 18 3,7 Temporär 3 0,6 Während gesamter Feldphase nicht erreichbar 1 0,2 Derzeit nicht bereit, keine Zeit 2 0,4 Endgültig 15 3,1 Endgültige Verweigerung 14 2,9 Ins Ausland verzogen 1 0,2 1 Anzahl der realisierten Haushalte, geteilt durch die Anzahl der teilnehmenden Haushalte des Vorjahres © Kantar 2021 29 5.2 Personenebene In der Logik des SOEP-IS ist der Personenfragebogen von jeder Befragungsperson ab 17 Jahren (nach Geburtsjahrgangsprinzip) zu beantworten. In dieser Welle schloss diese Definition alle Personen Jahrgang 2003 und älter ein. Mit der Transformation vom central-location Ansatz zu einer Befragung im Haushaltskontext wird im BIP versucht, über die elterliche Bezugsperson der ersten beiden Erhebungswellen hinaus auch weitere Haushaltsmitglieder in die Studie einzuschließen. Dabei ergibt sich ein Zielkonflikt: Auf der einen Seite sollen möglichst viele Beobachtungen aus dem BIP fortgeführt werden, so dass zumindest der BIP-Jugendliche in seiner Entwicklung verfolgt werden kann, und die bereits für die Idee dieser Studie gewonnene elterliche Bezugsperson über die Jahre weiter an der Studie teilnehmen. Auf der anderen Seite sollen im Sinne einer Auswertbarkeit im Rahmen des SOEP-IS möglichst viele Haushalte komplett erfasst werden. Im Sinne einer schrittweisen Auflösung dieses Zielkonflikts lag der Schwerpunkt in der neunten Erhebungswelle abermals auf einer maximalen Anzahl an Befragungen von BIP-Jugendlichen und deren elterlicher Bezugsperson. Zugleich wurde der Versuch unternommen, dabei eine maximale Anzahl an zu befragenden weiteren Personen für die Teilnahme an dieser Befragung zu gewinnen bzw. erneut zu befragen. Wie zu erwarten war, gelang dieser zweite Punkt nicht in allen Fällen. Jedoch haben 71,3 % (2019: 73,2 %) der zu befragenden erwachsenen Personen im Haushalt an der Befragung im Haushaltskontext teilgenommen (Tabelle 5.3). Tabelle 5.3: Personen- und kindbezogene Fragen: Interviews und Response/Coverage Rates Brutto Interview Response / Coverage Rate Personenfragen1 962 686 71,3 Kindbezogene Fragen C2 720 673 93,5 1 Personenfragen von Personen in teilnehmenden Haushalten (SOEP-Logik) 2 Für Kinder in teilnehmenden Haushalten (SOEP-Logik), die älter als 48 Monate sind Die Betrachtung der Coverage Rates der kinderbezogenen Fragebogenelemente (Tabelle 5.3) weist eine weiterhin erfreulich hohe Coverage Rate von 93,5 % auf. Betrachtet man abschließend die Teilnahmebereitschaft der BIP-Jugendlichen, so zeigte sich 2020 erneut, dass es zunehmend schwieriger wird, von allen Jugendlichen alle Komponenten zu erhalten. So konnten leider nur 463 BIP Jugendliche vollständig befragt werden. Für weitere 21 Jugendliche liegen jedoch einzelne Komponenten der Befragung vor, weshalb insgesamt Informationen zu 484 Jugendlichen erhoben werden konnten (Tabelle 5.4). © Kantar 2021 30 Tabelle 5.4: Eckwerte der Feldbearbeitung – Realisierung der BIP-Jugendlichen nach BIP-Logik Anzahl In % Brutto 502 100,0 Netto I (alle Komponenten liegen vor) 463 92,2 Panelstabilität1 - 98,9 Netto II (eine Komponente fehlt) 7 1,4 Netto III (> 1 Komponente fehlt) 14 2,8 Netto gesamt 484 96,4 Nicht realisiert 18 3,6 1 Anzahl der realisierten BIP- Jugendlichen, geteilt durch die Anzahl der teilnehmenden BIP- Jugendlichen des Vorjahres Wie bereits erwähnt wurden 2020 alle BIP-Jugendlichen um ihre Zustimmung zu einer Registerdatenverknüpfung mit den integrierten Erwerbsbiografien (auch IEB-Frame) des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) gebeten. Die Zustimmungsergebnisse sind in Tabelle 5.5 dargestellt. Die Zustimmungsrate ist mit 93,4 % im Vergleich zu anderen Befragungen im SOEP-Kontext recht hoch. Tabelle 5.5: Zustimmungsraten zum Record Linkage IEB-Frame Anzahl In % Brutto 455 100,0 Einverständniserklärung gegeben 425 93,4 Einverständniserklärung verweigert 30- 6,6 © Kantar 2021 31 6 Übergebener Datenbestand Der Datenbestand wurde am 18.05.2020 übergeben. 1. Bruttodaten Bruttoband Haushalt 2020 Hbru_2020_BIP.dta Informationen zur Bearbeitung und zu den Ergebnissen der Feldarbeit auf Haushaltsebene, Quelle: Haushaltsprotokoll, Bruttodaten Vorjahr Bruttoband Personen 2020 Pbru_2020_BIP.dta Informationen zur Haushaltszusammensetzung, zur Bearbeitung und zu den Ergebnissen der Feldarbeit auf Personenebene, Quelle: Haushaltsprotokoll, Bruttodaten Vorjahr IAT Schlüsselvariablen IAT20_BIP_keyfile.dta Informationen zur Verknüpfung der IAT- Einzelfiles mit anderen Netto- und Bruttodaten auf Haushalts- und Personenebene 2. Nettodaten Basismodul Haushalte geprüft H20_BIP.dta Fragen zum Haushalt, Quelle: CAPI- Personenfragebogen Haushaltsvorstand Haushalte ungeprüft H20_BIP_u.dta s.o., nach SOEP-Logik geprüfte und ggf. bereinigte Daten Personen & Lebenslauf geprüft PB20_BIP.dta Fragen zur Person und zum Lebenslauf (nur Erstbefragte), Quelle: CAPI- Personenfragebogen (inkl. CAPI-Kurztests für Erwachsene) Personen & Lebenslauf geprüft PB20_BIP_u.dta s.o., nach SOEP-Logik geprüfte und ggf. bereinigte Daten Mutter-und-Kind C MC20_ BIP.dta Fragen zu >=48 Monate alten Kindern im HH, Quelle: CAPI-Personenfragebogen Hauptbetreuungsperson © Kantar 2021 32 Zusätzliche BIP spezifische Module Protokollbogen PK20_BIP.dta Protokoll der Experimente, Quelle: CAPI- Protokollbogen (Interviewer gestützt) Schülerfragebogen S20_BIP.dta Fragen des abgewandelten SOEP Schülerfragebogens, Quelle: CAPI- Fragebogen (Selbstausfüller, z.T. Interviewer gestützt) Mutter-und-Kind C – Zusatzfragen BIP- Jugendliche AK20_BIP.dta Zusatzfragen BIP-Jugendliche, Quelle: CAPI- Personenfragebogen Hauptbetreuungsperson Interviewerkurzbefragung INT20_BIP.dta Kurzbefragung der eingesetzten Interviewer zu ihren Persönlichkeitsmerkmalen (Quelle PAPI-Zusatzbefragung) IAT Zusatzvariablen IAT20_BIP_zusatz.dta Zusatzfragen zur Durchführung des IAT 3. Sonstiges Codeplan CAPI Erwachsene q_soep-bip-2020-e_de.pdf Übersicht der Fragen und Variablen des CAPI-Personenfragebogens Codeplan Protokollbogen Codeplan_Protokollbogen_ 2020.docx Übersicht der Fragen und Variablen des CAPI-Protokollbogens Codeplan Schülerfragebogen q_soep-bip-2020-s_de.pdf Übersicht der Fragen und Variablen des CAPI/CAWI-Schülerfragebogens Codeplan Interviewerbefragung Codeplan_Interviewerbefra gung BIP 2020.docx Übersicht der Fragen und Variablen des PAPI-Interviewerfragebogens Codebuch 2020 (Bruttodaten) Codebuch 202020_BiP.pdf Übersicht der Variablen zur Dokumentation der Haushaltszusammensetzung, der Bearbeitung und der Ergebnisse der Feldarbeit Interviewerdatenband Intband_BIP_2020.dta Sozio-demografische Angaben der eingesetzten Interviewer IAT Files IAT-Files Ordner mit den Einzelfiles des IAT-Moduls für Personen und Ankerjugendliche © Kantar 2021 33 Anhang 1. Anschreiben a. Einladungsschreiben an Teilnehmer des Vorjahres b. Einladungsschreiben an Nicht-Teilnehmer des Vorjahres c. Anschreiben Vorabincentive d. Dankesschreiben an die Eltern e. Dankesschreiben an die BIP-Ankerkinder 2. Datenschutzblatt 3. Formular Einverständniserklärung Record Linkage «VornameMutter» «NachnameMutter» «Straße» «PLZ» «Ort» München, im Herbst 2020 «hnr» Sehr geehrte Familie «NachnameMutter», Sie haben mit Ihrem Kind «Vorname» in den letzten Jahren an unserer Befragung Leben in Deutschland - Deine Ziele. Dein Weg. teilgenommen und ermöglichen es uns so, wichtige Forschungsfragen im Bereich der Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu beantworten. Wir sind Ihnen für Ihre bisherige Teilnahme sehr dankbar und hoffen, dass wir auch in diesem Jahr auf Ihre Unterstützung zählen können, denn auch im Jahr 2020 findet die Befragung wieder statt. Uns ist bewusst, dass gerade in diesem Jahr die Unsicherheit in Ihrer Familie und Ihrem Umfeld vielleicht besonders groß ist. Um die Umwälzungen, die die Corona-Pandemie bei Familien ausgelöst hat, besser verstehen zu können ist Ihre Teilnahme für uns besonders wichtig. Die Befragung läuft ähnlich wie in den letzten Jahren ab. Wir werden wieder mit Ihrem Kind einige Fragen zum Alltag durchgehen und spielerisch Verhaltenssituationen erkunden. Als Dankeschön für die Teilnahme kann sich Ihr Kind einen Geldbetrag „erarbeiten“. Zusätzlich haben wir auch dieses Jahr wieder einige Fragen an jede erwachsene Person in Ihrem Haushalt. Nur so ist es uns möglich, die Umgebung Ihres Kindes von allen Seiten her zu verstehen. Als Dankeschön für die Teilnahme aller Erwachsenen in Ihrem Haushalt erhalten Sie einen Geldbetrag von insgesamt 50,- Euro. Auch dieses Jahr kommt <ein Interviewer / eine Interviewerin> von uns zu Ihnen nach Hause. Die Befragung findet unter Einhaltung des von Kantar entwickelten Hygienekonzeptes statt, über das Sie Ihr Interviewer gerne auch im Vorfeld informiert. Alle Ihre Angaben werden selbstverständlich streng vertraulich nach den gesetzlichen Datenschutzbestimmungen behandelt. Ihre Teilnahme an der Befragung ist freiwillig. <Der/Die für Sie zuständige Interviewer/in> ist <Name Interviewer>. In Kürze wird <er / sie> mit Ihnen Kontakt aufnehmen und alle weiteren Details zur Befragung mit Ihnen abstimmen. Sie erreichen <den / die Interviewer/in> telefonisch unter <Handynummer Interviewer> und per E-Mail unter <E-Mail- Adresse Interviewer>. Wir freuen uns, wenn Sie weiterhin an dieser wichtigen Studie teilnehmen und bedanken uns schon im Voraus herzlich für Ihre Unterstützung. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. Stefan Liebig Prof. Dr. Armin Falk Axel Glemser DIW Berlin briq Kantar Sollten Sie, Ihr Kind oder ein anderes Ihrer Haushaltsmildglieder sich wider Erwarten durch die Befragung emotional belastet fühlen, wenden Sie sich bitte an Frau Wiltrud Klar. «VornameMutter» «NachnameMutter» «Straße» «PLZ» «Ort» München, im Herbst 2020 «hnr» Sehr geehrte Familie «NachnameMutter», wir wenden uns heute mit einem besonders wichtigen Anliegen an Sie: Wir laden Sie als gesamte Familie ein, uns wieder bei der Studie Leben in Deutschland - Deine Ziele. Dein Weg. zu unterstützen, an der Sie im letzten Jahr bedauerlicherweise nicht teilnehmen konnten. Mit Ihrer Teilnahme ermöglichen Sie es uns, wichtige Forschungsfragen im Bereich der Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu beantworten. Auch im Jahr 2020 findet die Befragung wieder statt. Uns ist bewusst, dass gerade in diesem Jahr die Unsicherheit in Ihrer Familie und Ihrem Umfeld vielleicht besonders groß ist. Um die Umwälzungen, die die Corona-Pandemie bei Familien ausgelöst hat, besser verstehen zu können ist Ihre Teilnahme für uns besonders wichtig. Die Befragung läuft ähnlich ab wie in den letzten Jahren. Wir werden wieder mit Ihrem Kind «Vorname» einige Fragen zum Alltag durchgehen und spielerisch Verhaltenssituationen erkunden. Als Dankeschön für die Teilnahme kann sich Ihr Kind einen Geldbetrag „erarbeiten“. Zusätzlich haben wir auch dieses Jahr wieder einige Fragen an jede erwachsene Person in Ihrem Haushalt. Nur so ist es uns möglich, die Umgebung Ihres Kindes von allen Seiten her zu verstehen. Als Dankeschön für die Teilnahme aller Erwachsenen in Ihrem Haushalt erhalten Sie einen Geldbetrag von insgesamt 50,- Euro. Auch dieses Jahr kommt <ein Interviewer / eine Interviewerin> von uns zu Ihnen nach Hause. Die Befragung findet unter Einhaltung des von Kantar entwickelten Hygienekonzeptes statt, über das Sie Ihr Interviewer gerne auch im Vorfeld informiert. Alle Ihre Angaben werden selbstverständlich streng vertraulich nach den gesetzlichen Datenschutzbestimmungen behandelt. Ihre Teilnahme an der Befragung ist freiwillig. <Der/Die für Sie zuständige Interviewer/in> ist <Name Interviewer>. In Kürze wird <er / sie> mit Ihnen Kontakt aufnehmen und alle weiteren Details zur Befragung mit Ihnen abstimmen. Sie erreichen <den / die Interviewer/in> telefonisch unter <Handynummer Interviewer> und per E-Mail unter <E-Mail- Adresse Interviewer>. Wir freuen uns, wenn Sie weiterhin an dieser wichtigen Studie teilnehmen und bedanken uns schon im Voraus herzlich für Ihre Unterstützung. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. Stefan Liebig Prof. Dr. Armin Falk Axel Glemser DIW Berlin briq Kantar Sollten Sie, Ihr Kind oder ein anderes Ihrer Haushaltsmildglieder sich wider Erwarten durch die Befragung emotional belastet fühlen, wenden Sie sich bitte an Frau Wiltrud Klar. «VornameKind» «NachnameKind» «Straße» «PLZ» «Ort» München, im Sommer 2020 «hnr» Hallo <VornameKind>, wir möchten uns ganz herzlich bei Dir dafür bedanken, dass Du bereits seit dem Jahr 2011 an unseren Befragungen teilnimmst und uns damit hilfst besser zu verstehen, was Jugendlichen und junge Erwachsene in Deutschland wichtig ist und was sie interessiert. Deine Teilnahme ist gerade jetzt, zu Zeiten der Corona-Pandemie besonders wertvoll. Uns interessiert wie es Dir geht und wie Du über die Zukunft nachdenkst. Als besonderen Anreiz für Deine Teilnahme, haben wir in die diesjährige Befragung eine kleine Überraschung eingebaut. Darüber hinaus senden wir Dir als kleines Dankeschön für Deine regelmäßige Teilnahme eine Trinkflasche mit dem Logo unserer Studie. Wir hoffen, dass Du damit niemals „auf dem Trockenen sitzt“ und uns auch dieses Jahr bei der Weiterführung der Studie wieder unterstützt! Denn nur mit deiner Unterstützung können wir die Studie weiterführen und die Meinungen und Wünsche von Jugendlichen und jungen Erwachsen besser verstehen. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. Stefan Liebig Prof. Dr. Armin Falk Axel Glemser DIW Berlin briq Kantar Herrn «HVVOR» «HVFAM» «STR» «PLZ» «ORT» München, im Oktober 2020 «HNR» Sehr geehrte Familie «HVFAM», wir möchten uns bei Ihnen dafür bedanken, dass Sie erneut an unserer Befragung Leben in Deutschland - Deine Ziele. Dein Weg. teilgenommen haben. Ihr Kind «PVOR» hat sich bei der letzten Befragung einen Geldbetrag „erspielt“, den wir Ihnen nun zusenden. Bitte übergeben Sie diesen Gewinn gemeinsam mit dem beiliegenden Brief an Ihr Kind. Wir bedanken uns für Ihre Mitarbeit! Um auch die zukünftige Entwicklung Ihres Kindes nicht zu verpassen, möchten wir Sie heute schon herzlich einladen auch bei der nächsten Befragung von Leben in Deutschland - Deine Ziele. Dein Weg. mitzumachen. Sollten sich in der Zwischenzeit Ihre Kontaktdaten ändern, können Sie uns Ihre neue Adresse bzw. Telefonnummer gerne über die untenstehende Telefonnummer oder E-Mail-Adresse mitteilen. Vielen Dank für Ihr Vertrauen! Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. Stefan Liebig Prof. Dr. Armin Falk Axel Glemser DIW Berlin briq Kantar