Einzelhandel und Handwerk 1965 und 1975: Absatz und Fläche
Abstract
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Full text
Beckermann, Theo; Schlaghecken, Arnim Book — Digitized Version Einzelhandel und Handwerk 1965 und 1975: Absatz und Fläche Schriftenreihe des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung Essen, No. 27 Provided in Cooperation with: RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Essen Suggested Citation: Beckermann, Theo; Schlaghecken, Arnim (1968) : Einzelhandel und Handwerk 1965 und 1975: Absatz und Fläche, Schriftenreihe des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung Essen, No. 27, ISBN 978-3-428-41785-8, Duncker & Humblot, Berlin, https://doi.org/10.3790/978-3-428-41785-8 This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/161937 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. Sie dürfen die Dokumente nicht für öffentliche oder kommerzielle Zwecke vervielfältigen, öffentlich ausstellen, öffentlich zugänglich machen, vertreiben oder anderweitig nutzen. Sofern die Verfasser die Dokumente unter Open-Content-Lizenzen (insbesondere CC-Lizenzen) zur Verfügung gestellt haben sollten, gelten abweichend von diesen Nutzungsbedingungen die in der dort genannten Lizenz gewährten Nutzungsrechte. Terms of use: Documents in EconStor may be saved and copied for your personal and scholarly purposes. You are not to copy documents for public or commercial purposes, to exhibit the documents publicly, to make them publicly available on the internet, or to distribute or otherwise use the documents in public. If the documents have been made available under an Open Content Licence (especially Creative Commons Licences), you may exercise further usage rights as specified in the indicated licence. https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/
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THEO BECKERMANN · ARNIM SCHLAGHECKEN Einzelhandel und Handwerk 1965 und 1975
SCHRIFTENREIHE DES RHEINISCH-WESTFÄLISCHEN INSTITUTS FÜR WIRTSCHAFTSFORSCHUNG ESSEN NEUE FOLGE HEFT 27
Einzelhandel und Handwerk 1965und1975 Absatz und Fläche Von Theo Beckermann und Arnim Schlaghecken Duncker & Humblot • Berlin
Alle Rechte vorbehalten © 1968 Duncker & Humblot, Berlin 41 Gedruckt 1968 bei Berliner Buchdruckerei Union GmbH., Berlin 61 Printed in Germany
Vorwort In einer früheren, im März 1955 erschienenen Veröffentlichung: Die Eingliederung von Handwerks- und Einzelhandelsbetrieben in neue Wohngebiete*, haben wir die ungenügende Versorgung der Bevölkerung mit Waren und Dienstleistungen in neuen Wohnsiedlungen des Landes Nordrhein-Westfalen aufgezeigt. Das „Soll" der Gewerbeansiedlung wurde seinerzeit mit Hilfe des sog. Richtzahlverfahrens ermittelt, das heute als überholt gilt. In der jetzigen Untersuchung bedienen wir uns dazu der inzwischen entwickelten, zum Teil auch von uns verbesserten Methoden. Die Untersuchung enthält eine Analyse und eine Prognose. Die Prognose ist erforderlich, um dem „Ist" der Gewerbeansiedlung das „Soll" der exakten Planung gegenüberzustellen. Diese muß bei langlebigen Gütern, wie Wohnsiedlungen, in die Zukunft weisen, wenn sie ihren Zweck erfüllen soll. Die Projektion bis 1975 ist ein Kompromiß zwischen der Forderung nach einem möglichst fernen Zieljahr und der Einsicht, daß die Gefahr der Fehlprognose mit jedem Projektionsjahr wächst. Mit der Mitte der 70er Jahre scheint ein ausreichender Zeitraum für die Einplanung von Gewerbebetrieben in neue Wohngebiete abgesteckt, ohne daß allzu große Abweichungen von der tatsächlichen Entwicklung zu erwarten sind. Rechnerische Grundlage der Projektion war in erster Linie die Untersuchung von H. Schaefer: Der Private Verbrauch nach Herkunft und Verwendung, Schriftenreihe des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, N. F. 24, Essen 1966. * Schriftenreihe des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, Essen 1955, N. F. 9. 5
Viele Details dieser Untersuchung fußen auf Angaben der einschlägigen Fachverbände des Einzelhandels und des Handwerks. Ihnen sei an dieser Stelle gedankt. Zu Dank verpflichtet sind wir ferner dem Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Bundesministerium für Wirtschaft; sie fördern die Forschungsarbeiten des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung und haben auch diese Untersuchung finanziell unterstützt. Essen, im Dezember 1967 Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung Prof. Dr. Dr. h. c. Th. Wessels
Spalte Ware/Warengruppe Privater \ in Mil 1965 Verbrauch il. DM 1975 in Preisen von 1965 Veränderung in vH 33 Sonstige Waren für die Haushaltsführung 3 456,5 5168,4 + 49,5 34 Fremde Reparaturen und Änderungen 302,8 566,4 + 87,1 35 Summe 28-34 29 670,6 38 267,4 + 29,0 36 Kraftfahrzeuge und Fahrräder 5 853,4 12 885,6 + 120,1 37 Kraftstoffe und Schmiermittel 5 222,6 11 717,4 + 124,4 38 SonstigeWaren, Reparaturen, Dienstleistungen für eigene Kraftfahrzeuge 3 456,5 8 496,0 H- 145,8 39 Fremde Verkehrsleistungen 6 610,3 5 770,2 - 12,7 40 Nachrichtenübermittlung 728,1 1 699,2 + 117,3 41 Summe 36-40 21 924,9 40 568,4 + 85,0 42 Waren- und Dienstleistungen für die Körperpflege 4 440,5 6 690,6 + 50,7 43 Gesundheitspflege 4 970,3 8 035,8 + 61,7 44 Summe 42-43 9 410,8 14 726,4 + 56,5 45 Rundfunk-, Fernseh- und Phonogeräte, Zubehör, Klaviere, Reparaturen 5 853,4 10 655,4 + 82,0 46 Sonst, dauerhafte Waren für Bildungs- und Unterhaltungszwecke 2 724,8 3 504,6 + 28,6 47 Bücher, Zeitungen, Zeitschriften ... 5 979,5 8 531,4 + 42,7 48 Sonstige Waren für Bildungs- und Unterhaltungszwecke 2 295,9 3 787,8 + 65,0 49 Unterricht und Forschung 1 211,0 1 522,2 + 25,7 50 Kunst, Sport, Vergnügen 3 229,4 4 531,2 + 40,3 51 Gebühren, Beiträge 1 135,4 2 619,6 + 130,7 52 Summe 45—51 22 429,5 35152,2 + 56,7 53 Persönliche Ausstattung, sonstige Waren 5 323,5 9 097,8 + 70,9 54 Sonstige Dienstleistungen 11 202,1 12 142,2 + 8,4 55 Summe 53-54 16 525,6 21 240,0 + 28,5 56 Privater Verbrauch insgesamt (Inlandskonzept) 252 300 354 000 + 40,3 Quelle: Berechnungen und Schätzungen nach H. Schaefer, Der Private Verbrauch nach Herkunft und Verwendung. (Schriftenreihe des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, N. F. 24), Essen 1966. 13
der Nachfrage neu gegliedert und zu Bedarfsgruppen zusammengefaßt. Die „Umsetzung" der Verwendungszwecke (im Rahmen des Privaten Verbrauchs) in branchenübliche Sortimente bereitete im allgemeinen keine Schwierigkeiten, so daß auch die jeweiligen entsprechenden Veränderungsraten weitgehend übernommen werden konnten. Lediglich dort, wo in der Verbrauchsprognose nur Gruppen ausgewiesen werden, wie „Kleidung", „Waren- und Dienstleistungen für die Körperpflege" und in einigen anderen Fällen, waren diese weiter aufzugliedern und die jeweilige Veränderungsrate gemäß den voraussichtlichen künftigen Chancen der entsprechenden Einzelhandels- und Handwerksbranchen zu modifizieren. Bei der Umstellung von der Verbrauchsauf die Sortiments- und Branchenrechnung war ferner zu berücksichtigen, daß die Sortimente des Einzelhandels nicht nur Verbrauchsgüter, sondern hier und dort auch Investitionsgüter enthalten. Das führte insoweit nicht nur zu anderen Inhalten der branchenüblichen Warensortimente gegenüber den Verwendungszwecken, sondern erforderte von Fall zu Fall auch eine Korrektur der Veränderungsraten. Solche Überlegungen waren u. a. bei Büromaschinen und -möbeln anzustellen; der Private Verbrauch beschränkt sich hier auf Kleinmaschinen, während das Sortiment der Fachhändler auch größere Büromaschinen sowie Büromöbel und Bürobedarf umfaßt. Nicht auf der Grundlage des Privaten Verbrauchs, sondern mit Hilfe spezieller Daten wurden die Werte für die Bedarfsgruppe Verkehr ermittelt. Manchen Positionen des Verbrauchs, ζ. B. den fremden Verkehrsleistungen, der Nachrichtenübermittlung, den Reparatur- und bestimmten Dienstleistungen, Gebühren und Beiträgen, stehen im Einzelhandel und Handwerkshandel keine Äquivalente gegenüber. In anderen Bedarfsgruppen weichen die Anteile am gesamten Privaten Verbrauch sowie am gesamten funktionalen Einzelhandel voneinander ab, so ζ. B. bei Bekleidung und Schuhen mit 12 vH (Verbrauch) und 19 vH (Einzelhandel) sowie bei Hausrat und Wohnbedarf mit 10 vH (Verbrauch) und 14 vH (Einzelhandel). Da es sich hier um Gruppen mit relativ geringen Zuwachsraten in der Zeit von 1965 bis 1975 handelt, vermindert sich im Vergleich zum Privaten Verbrauch zwangsläufig auch der Gesamtzuwachs des funktionalen Einzelhandels. Jener steigt nach unserer Projektion um 40 vH, dieser beträgt 36,6 vH. Zweck dieser Untersuchung ist die Ermittlung von Sollwerten für den Ansatz von Einzelhandels- und Handwerksbetrieben in neuen Wohngebieten — ausgedrückt in m2 Verkaufsfläche, Geschäftsfläche und Betriebsfläche. Die rechnerische Grundlage dieser Untersuchung ist somit der Absatz der verschiedenen Waren und Warengruppen in den Ladengeschäften. Wie wir dabei im einzelnen vorgegangen sind, ist aus dem Anhang (Die Berechnung der Ladenumsätze) und — in Kurzform — aus der nachstehenden Übersicht zu ersehen6. 6 Methodische Studien sind ζ. T. in den im Literaturverzeichnis aufgeführten Untersuchungen enthalten, u. a. in Nr. 8, 15, 16,19, 28, 30 und 32. 14
Der Flächenbedarf wird für Siedlungen verschiedener Größe ermittelt. In einer später folgenden Untersuchung sollen bestimmte Neu-Siedlungsgebiete — vornehmlich im Lande Nordrhein-Westfalen — untersucht werden. Dann wird in jedem Fall festzustellen sein, welcher Anteil der Verbrauchsausgaben der Bewohner im Siedlungsgebiet bleibt und wieviel in andere Gebiete abfließt. Dies zu ermitteln, wird um so schwieriger sein, als die Anteile nicht nur von den sozialen Gegebenheiten, von den Einkaufsgewohnheiten der Bewohner, von der regionalen Lage der jeweiligen Siedlung usw. abhängen, sondern weil auch Umfang, Form und Gliederung der Einkaufs- und Gewerbezentren im neuen Wohngebiet selbst die Kaufkraftströme beeinflussen. Ermittlung der Ladenumsätze im funktionalen Einzelhandel Umsatz im Jahre 19.. Facheinzelhandel + Warenhäuser und stationärer Vertrieb des Versandhandels + Handwerkshandel3) minus Umsätze der Betriebe mit Schwerpunkt im Einzelhandel + Einzelhandelsumsätze des Großhandels - soweit sie in Ladengeschäften getätigt werden Zwischensumme - Großhandelsumsätze des Einzelhandels - soweit sie nicht im Laden getätigt werden — Ab-Lager-Handel — soweit er nicht mit den Großhandelsumsätzen des Einzelhandels identisch ist — Markthandel und ambulanter Handel — Umsätze aus selbsthergestellten Waren — soweit diese nicht im Laden verkauft werden — Umsätze aus Reparaturen, Installations- und Montageleistungen des Einzelhandels - Lieferungen ins Haus der Verbraucher - Automatenabsatz - Absatz am Grauen Markt - soweit er nicht schon als Einzelhandelsumsatz des Großhandels ausgewiesen ist Summe (= Umsatz einer Branche) a) In bestimmten Konsumgüterhandwerken sind hierzu (statistisch) auch die Handwerksumsätze zu rechnen, so bei den Bäckern, Konditoren, Fleischern und Kürschnern. 15
Β. Absatz, Fläche und Flächenbedarf des funktionalen Einzelhandels Der Warenabsatz in Ladengeschäften wurde entsprechend dem Zweck dieser Untersuchung in der Hauptsache für Konsumgüter ermittelt. Investitionsgüter sind nur in einigen Branchen bzw. Warengruppen enthalten, ζ. B. in elektrotechnischen Erzeugnissen, Foto-, Kino- und sonstigen feinmechanischen und -optischen Artikeln, Papier und Bürobedarf, Kraftwagen. Für den Wirtschaftsbedarf, d. h. für Büromaschinen, Büromöbel und Organisationsmittel sowie für den Einzelhandel mit technischem Bedarf, wurde eine besondere Gruppe gebildet. Damit umfaßt der Katalog alle wichtigen Waren (vereinzelt auch Dienstleistungen), die in den Ladengeschäften des Einzelhandels und Handwerks abgesetzt werden und beim Ansatz von Gewerbebetrieben in neuen Wohngebieten zu berücksichtigen sind. Die künftige Entwicklung des Ladenabsatzes insgesamt und in den einzelnen Branchen ist im Hinblick auf die Grenzpositionen, ζ. B. auf die Einzelhandelsumsätze des Großhandels oder die Großhandelsumsätze des Einzelhandels, schwierig zu beurteilen, da die Tendenzen uneinheitlich sind. Der Graue Markt ζ. B., hier der Einzelhandelsumsatz des Großhandels, hat seit Aufhebung der Preisbindung im Jahre 1962 bei Elektro-, Rundfunk- und Fernsehgeräten, aber auch bei verschiedenen Hausratsartikeln an Boden verloren. Dagegen ist er anhaltend bis in die jüngste Zeit bei Körperpflegemitteln, Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln im Zunehmen begriffen. Die Großhandelslieferungen des Einzelhandels im ganzen scheinen eher zurückzugehen oder doch wenigstens merklich schwächer zu steigen als die eigentlichen Einzelhandelsumsätze. Bei Foto-, Kino- und sonstigen feinmechanischen und -optischen Erzeugnissen ist dies der Fall, weil sich immer mehr einschlägige Großhandlungen spezialisieren, ζ. B. auf die Röntgen- oder auf die Reproduktionsfotografie, und die Abnehmerbetriebe ihre Geräte und Materialien zunehmend von diesen Spezialgroßhandlungen beziehen. Bei Farben, Lacken und Tapeten nimmt der Marktanteil des Einzelhandels und des selbständigen Großhandels zugunsten der Malereinkaufsgenossenschaften ab. Auch bei Hausrat geht der Anteil der Großhandelsumsätze des Einzelhandels zurück; dagegen nimmt er bei Eisenwaren eher zu. 16
Die Entwicklungsaussichten Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte, aus denen die Ausgaben für Konsumgüter im wesentlichen bestritten werden, werden in den nächsten 10 Jahren nicht mehr so stark wachsen wie im letzten Jahrzehnt, also von Mitte der 50er bis Mitte der 60er Jahre. Von 1955 bis 1965 ist das verfügbare Einkommen in der Bundesrepublik real um 134 vH gewachsen; für die Zeit von 1965 bis 1975 nehmen wir eine Zunahme von etwa 40 vH an. Dennoch wird sich die besonders seit Beginn der 60er Jahre erkennbare Verlagerung der Verbrauchernachfrage von den lebensnotwendigen zu den nichtlebensnotwendigen Gütern fortsetzen, da der frei verfügbare Teil des Einkommens, die sog. vagabundierende Kaufkraft, weiterhin schneller zunehmen wird als der durch fixe Ausgaben gebundene. Der Trend zum gehobenen und — nach heutigen Begriffen — zum Luxusbedarf wird vor allem dann zunehmen, wenn sich die Konsumenten in der Bundesrepublik in Zukunft bei größeren Anschaffungen nach amerikanischem Beispiel mehr als bisher verschulden. Nach der genannten Projektion wird der Gesamtumsatz des funktionalen Einzelhandels in Ladengeschäften von 1965 bis 1975 um rd. 37 vH zunehmen. Die Skala der Zuwachsraten der einzelnen Bedarfsgruppen zeigt diese Rangfolge: Veränderung des Absatzes in Ladengeschäften des Einzelhandels und Handwerkshandels 1965—1975 Veränderung zu Bedarfsgruppe konstanten Preisen + vH Verkehr 74 Schmuck und Geschenkartikel 71 Körper- und Gesundheitspflege 60 Bildung und Unterhaltung 45 Hausrat und Wohnbedarf 40 Nahrungs- und Genußmittel 25 Bekleidung und Textilien 23 Wirtschaftsbedarf 57 Absatz in Ladengeschäften des Einzelhandels und Handwerkshandels (funktionaler Einzelhandel) insgesamt 37 An der Spitze liegt also der Absatz von Kraftwagen, Zweirädern und Zubehör. Den Ausschlag gibt hier der Personenkraftwagen, der auf der Einkaufsliste der breiten Volksschichten den ersten Platz einnimmt, der bei den Gruppen mit höherem Einkommen aber auch als Zweit- und Drittwagen an Boden gewinnt. Der Absatz von neuen Personenkraftwagen wird sich allerdings nach allgemeinen Annahmen der Stückzahl nach nur noch geringfügig steigern lassen; absolut und relativ stärker wird sich der Übergang zu größeren und 2 Beckermann-Schlaghecken 17
komfortableren Kraftfahrzeugen auswirken. Schließlich wird sich der Gebrauchtwagenmarkt mit wachsendem Bestand an Fahrzeugen vergleichsweise kräftig beleben (vgl. hierzu auch S. 50). In der Skala der Bedarfsgruppen folgen, läßt man den Wirtschaftsbedarf unberücksichtigt, Schmuck- und Geschenkartikel (Uhren, Gold- und Silberwaren, Leder- und Galanteriewaren); hier nimmt der Absatz zu konstanten Preisen nach der Projektion im nächsten Jahrzehnt mit reichlich 70 vH immerhin fast doppelt so stark zu wie der Gesamtumsatz in den Ladengeschäften des funktionalen Einzelhandels. Beträchtlich über diesem Durchschnitt liegen auch die Waren und Dienstleistungen für die Körper- und Gesundheitspflege, wobei Arzneimittel und Reformwaren führen. Die wachsende Freizeit der Arbeitnehmer wirkt sich günstig auf die Gruppe Bildung und Erholung aus, auf den Absatz von Fotogeräten, Ferngläsern, Sport-, Jagd- und Campingartikeln, Büchern und zoologischen Artikeln. Infolge des Vorrangs des Kraftfahrzeuges, das heute fast zum unelastischen Bedarf gehört, hält sich der Anstieg dieser Gruppe jedoch im nächsten Jahrzehnt in Grenzen. In der Gruppe Hausrat und Wohnbedarf, der insgesamt etwa durchschnittliche Aussichten eingeräumt werden, liegen Rundfunk-, Fernseh- und Phonogeräte mit reichlich +80 vH vorn; am Schluß stehen mit + 18 vH Möbel, Teppiche, Heimtextilien und andere Waren. Hier wirkt sich die allmähliche Bedarfssättigung im Zeichen abflauender Wohnungsbautätigkeit aus. In den Gruppen Nahrungs- und Genußmittel sowie Bekleidung, Textilien und Zubehör — am Schluß der Skala — ist ebenfalls eine stärkere Differenzierung festzustellen. Innerhalb der ersteren fällt der relativ geringe Anstieg bei Brot und Backwaren sowie bei Fleisch und Fleischwaren auf. Bei Bekleidung steht im Hinblick auf den Umfang wie auf die Zuwachsrate der Bedarf der Damen vor dem der Herren. Die Nachfragewandlungen kommen naturgemäß auch in den Anteilen der einzelnen Bedarfsgruppen am Gesamtabsatz der Ladengeschäfte des (funktionalen) Einzelhandels zum Ausdruck. Der Anteil der Gruppe Verkehr erhöht sich von 1965 bis 1975 von 11,4 vH auf 14,6 vH und derjenige der Gruppe Körper- und Gesundheitspflege von 6 vH auf 7 vH, während Nahrungs- und Genußmittel sowie Bekleidung und Textilien 1975 nur noch 37,4 vH und 14,8 vH des Gesamtabsatzes der Einzelhändler in der Bundesrepublik auf sich vereinigen gegenüber 40,8 vH und 16,4 vH vor 10 Jahren. Die Zuwachsraten und die Differenzierung zwischen den einzelnen Bedarfsgruppen in der Zeit von 1965 bis 1975 mögen auf den ersten Blick groß erscheinen, gegenüber der Entwicklung von 1955 bis 1965 sind sie gering. Dies zeigt die Tabelle auf S. 19, die einen Überblick über die Entwicklung der einzelnen „Verwendungszwecke" im Rahmen des Privaten Verbrauchs (nach der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung) gibt. Danach ist von 1955 bis 1965 der Private Verbrauch insgesamt in Preisen von 1962 um rd. 87 vH gewachsen. Am schwächsten war der Anstieg mit rd. 50 vH im Nahrungsmittelsektor, wobei Fleischwaren mit +56 vH bezeichnenderweise erheblich besser abgeschnitten 18
haben als Brot- und Backwaren (+18 vH). Es folgen Schuhe, Möbel und Heimtextilien, Kleidung und Tabakwaren sowie Waren und Dienstleistungen für die Körperpflege (77 bis 96 vH). Hoch oben in der Tabelle stehen Rundfunk- und Fernsehgeräte (+227 vH) sowie Kraftfahrzeuge und Fahrräder (+ rd. 299 vH), also vornehmlich technische Güter. Veränderungen des Privaten Verbrauchs 1955 bis 1965 Veränderung zu Verwendungszweck konstanten Preisen + vH Kraftfahrzeuge und Fahrräder 298,5 Rundfunk- und Fernsehgeräte sowie Klaviere einschl. Reparatur 226,9 Getränke 142,4 Heiz- und Kochgeräte 114,9 Waren und Dienstleistungen für die Körperpflege 96,4 Tabakwaren 88,9 Kleidung 86,8 Möbel und Heimtextilien 82,6 Schuhe 77,1 Fleisch und Fleischwaren 56,4 Brot und Backwaren 18,2 Privater Verbrauch insgesamt 87,2 Quelle: H. Schaefer, Der Private Verbrauch nach Herkunft und Verwendung, a.a.O. Absatz je m2 Verkaufsfläche und Verkaufsfläche insgesamt Die Verkaufs- und Geschäftsflächen des funktionalen Einzelhandels (institutioneller Einzelhandel und Handwerkshandel)1 haben wir wie folgt ermittelt: Gesamtabsatz in Ladengeschäften dividiert durch Absatz je m2 Verkaufs- bzw. Geschäftsfläche. Den Gesamtabsatz in Ladengeschäften haben wir mit Hilfe der amtlichen Statistiken errechnet, den Absatz je m2 Verkaufs- und Geschäftsfläche dagegen haben wir den Veröffentlichungen des Instituts für Handelsforschung entnommen2. Die vom Institut für Handelsforschung ausgewiesenen Absatzwerte je m2 Verkaufsfläche für den Facheinzelhandel entsprechen jeweils dem „Durchschnittswert" der erfaßten Branchen und Personengrößenklassen. Im Vergleich zur Umsatzsteuerstatistik sind das jedoch überdurchschnittliche Werte, da die 1 Die Einzelhandelsumsätze des Großhandels sind in unserer Rechnung statistisch dem institutionellen Einzelhandel zugeordnet worden, soweit sie normalerweise in Ladengeschäften getätigt werden. 2 Vgl. Umsatz, Kosten, Spannen und Gewinn des Einzelhandels in der Bundesrepublik Deutschland 1961 bis 1963. (Schriften zur Handelsforschung, Nr. 32). Köln und Opladen 1965, S. 18 f., ferner „Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln", Jg. 17 (1965), Nr. 8; Jg. 18 (1966), Nr. 8. 2* 19
20 Tabelle 2: Absatz in den Ladengeschäften des Einzel- und Handwerkshandels; Absatz je m2 Verkaufsfläche und Verkaufsfläche insgesamt1 nach Bedarfsgruppen und Untergruppen 1965 und 1975 (Bundesgebiet) Absatz in den Verän- Absatz je m2 .. . ...... RoHorfcnri mno/i inter« « Ladengeschäften derung Verkaufsfläche Verkaufsfläche Verän- Bedarfsgruppe/Untergruppe in Mj„ DM in v|_,y in DM insgesamt m2 derung invH 1965 1975a 1965 1975a 1965 1975a Funktionaler Einzelhandel insg 150 695 205 850 + 36,6 4 880 5 910 30 885 800 34 844 800 + 12,8 Nahrungs- und Genußmittel insg 61 525 77025 + 25,2 5 920 6670 10389000 11 544800 + 11,1 Nahrungs- und Genußmittel versch. Art 45 400 58 600 + 29,1 6 170 7100 7 358 200 8 254 000 + 12,2 Brot und Backwaren2 5 775 6 525 + 13,0 3510 3720 1 645300 1 755150 + 67 Fleisch und Fleischwaren2 10 350 11 900 + 15,0 7470 7750 1 385500 1 535650 + 10,8 Anteil der Bedarfsgruppe an insgesamt in vH 40,8 37,4 - 33,7 33,1 Bekleidung, Textilien und Zubehör ... 24 728 30 398 + 22,9 3 540 4100 6 989 300 7 487 600 + 7,1 Herrenoberbekleidung 3 856 4 434 + 15,0 4 420 5 000 872 400 886 800 + 1,7 Damenoberbekleidung 5 813 7 441 + 28,0 4 560 5 380 1 274 800 1 383100 + 8^5 darunter Kürschnerwaren 824 1 236 + 50,0 — — — _ _ Textilien versch. Art. und Zubehör 15 059 18 523 + 23,0 3110 3 550 4 842 100 5 217 700 + 7,8 Anteil der Bedarfsgruppe an insgesamt invH 16,4 14,8 - 22,6 21,5 Schuhe und Zubehör 4 034 5 559 + 37,8 3 820 4 000 1 056 000 1 389 800 + 31,6 Anteil der Bedarfsgruppe an insgesamt in vH 2,7 2,7 - - _ 3>4 4(0 Hausrat und Wohnbedarf 21 730 30 305 + 39,5 2 700 3 310 8 034 400 9 146 700 + 13,8
21 Möbel, kunstgewerbliche Erzeugnisse, Antiquitäten, Teppiche, Heimtextilien, Haushaltswäsche u. a. m 8 546 10 050 + 17,6 1 620 1 800 5 275 300 5 583 300 + 5,8 Elektrotechn. Erzeugnisse, Herde, Öfen, Hausrat, Nähmaschinen, Metall-, Glas- und keramische Waren 8 912 13 012 + 46,0 4 420 5 200 2 016 300 2 502 300 + 24,1 Rundfunk-, Fernseh- und Phonogeräte 2 828 5167 + 82,7 5 450 6 500 518 900 794 900 + 53,2 Tapeten, Farben, Lacke, Fußbodenbe- ,ä9e 1 444 2 076 + 43,8 6 450 7 800 223 900 266 200 + 18,9 Anteil der Bedarfsgruppe an insgesamt >n vH 14,4 14,7 - - - 26,0 26,3 Bildung, Unterhaltung, Erholung 6 347 9169 + 44,5 4 770 5 700 1 329 900 1 608100 + 20,9 Foto-, Kino- und sonstige feinmech. und -optische Erzeugnisse (ohne einschläg. Umsätze der Drogerien und der Augen- °Ptiker) 1 136 1 462 + 28,7 7 620 8 500 149100 172 000 + 15,4 Musikinstrumente, Spielwaren, Sport- und Campingartikel, Waffen, Munition und Jagdartikel 1 437 1 848 +28,6 3100 3 600 463 500 513 300 + 10,7 Musikalien, Bücher, Zeitungen, Zeitschriften 1 679 2 389 + 42,3 5 900 7 800 284 600 306 300 + 7,6 Sämereien, Futter- und Düngemittel, Blumen und zoologischer Bedarf 960 1 593 + 65,9 4 300 5 000 223 300 318 600 + 42,7 Schreib- und Papierwaren, Schul- und Bürobedarf 1 135 1 877 + 65,4 5 420 6 300 209 400 297 900 + 42,3 Anteil der Bedarfsgruppe an insgesamt in vH 4,2 4,5 - - - 4,3 4,6 - Körper- und Gesundheitspflege 9 021 14 418 + 59,8 5 950 7 920 1 515 700 1 819 700 + 20,1 Körperpflegemittel und Kosmetika, Putz- und Reinigungsmittel 1 419 2129 + 50,0 4 700 6 200 301 900 343 400 + 13,7
22 Tabelle 2 (Fortsetzung) Absatz in den Verän- Absatz je m2 Verkaufsfläche Verän- Ladengeschaften derung Verkaufsflache in<înp(;flmt m2 veran Bedarfsgruppe/Untergruppe in Mill. DM in vH in DM insgesami m derung in vH 1965 1975a 1965 1975a 1965 1975a Arzneimittel, Drogerie- und Reformwaren 6 792 10 989 + 61,8 6 570 8 800 1 033 800 1 248 800 + 20,8 Sonstige Waren und Leistungen für die , , Gesundheitspflege 810 1 300 + 60,5 4 500»> 5 710*> 180 000 227 500 + 26,4 Anteil der Bedarfsgruppe an insgesamt in vH 6,0 7,0 - - - 4,9 5,2 Verkehr: Kraftwagen, Zweiräder und Zubehör 17 217 29 958 + 74,0 28 700 c 45 700 c 600 000 656 000 + 9,3 Anteil der Bedarfsgruppe an insgesamt in vH 11,4 14,6 - - - 1,9 1,9 Uhren, Schmuck und andere Geschenkλ a Λ arti kel 3125 5 340 + 70,9 6 770 8 580 461 300 622 600 + 35,0 Uhren, Juwelier-, Gold-und Silberwaren 2133 3 647 + 71,0 8750 11 800 243800 309100 + 26,8 Leder-und Galanteriewaren 992 1 693 + 70,7 4 560 5 400 217 500 313 500 + 44,1 Anteil der Bedarfsgruppe an insgesamt in vH 2,1 2,6 - - - 1,5 1,8 Wäscherei und Chemischreinigung .... 1 730 1 730 + 0 - - 350000 350000 ± 0 Anteil der Bedarfsgruppe an insgesamt in vH 1,1 0,8 - - - 1,1 1,0 Wirtschaftsbedarf 1 238 1 948 + 57,4 7 730 8 870 160 200 219 500 + 37,0 Büromaschinen, Büromöbel, Organisa- , tionsmittel 878 1 372 + 56,3 12 500* 15 000* 70 200 91 500 + 30,3
Die durchschnittliche Größe der SB-Läden der Mitgliedsfirmen der Arbeitsgemeinschaft der Lebensmittel-Filialbetriebe hat sich im Bundesgebiet allein von 1965 bis 1966 von 180,6 m2 auf 196,2 m2, also um 8,6 vH vergrößert6. Die Reserven in diesem Bereich werden deutlich, wenn man sich vor Augen führt, daß Ende 1966 nur 6 vH dieser Verkaufsstellen über 400 m2, 19,2 vH zwischen 200 und 400 m2 und 74,8 vH unter 200 m2 zählten6. Der Umsatz je m2 Verkaufsfläche betrug bei den Mitgliedsfirmen der Arbeitsgemeinschaft der Lebensmittel-Filialbetriebe 1966 trotz der relativ starken Erhöhung der durchschnittlichen Verkaufsflächen mit 7172 DM knapp 1 vH mehr als 1965 (7108 DM)6. Auch die Warenhäuser haben den Absatz je m2 Verkaufsfläche bei ständiger Flächenausweitung in den letzten Jahren erhöhen können. Nach Beendigung des freiwilligen Expansionsstopps (Ende 1967) wird hier allerdings möglicherweise der Zuwachs an Verkaufsfläche vorübergehend so groß sein, daß der Absatz je m2 Verkaufsfläche stagniert oder sogar leicht zurückgeht. Sowohl hier wie bei den Filialunternehmen, den Konsumgenossenschaften und anderen Großunternehmen des Einzelhandels werden die Verkaufsflächen teils durch die Eröffnung neuer Zweigniederlassungen und teils durch den Umbau und Ausbau der bestehenden Betriebe vergrößert. Im Facheinzelhandel dagegen vermindert sich die Zahl der Betriebe: Vor allem Kleingeschäfte schließen. Dieser Schrumpfungsprozeß geht allerdings langsam vonstatten, langsamer jedenfalls, als man angesichts der Unrentabilität vieler dieser Geschäfte annehmen sollte. Manches von ihnen wird bis zum Tode oder bis zur vollen Invalidität ihrer Inhaber fortgeführt; diese sind oft zu alt, sich auf eine andere Erwerbstätigkeit umzustellen und können daher auf die vorhandene Einkommensquelle nicht verzichten, und zwar auch dann nicht, wenn Umsatz und Gewinn stark zurückgehen. Da zugleich neue Betriebe mit relativ großen Verkaufsflächen gegründet werden, verringert sich die gesamte Verkaufsfläche auch im Fach einzelhandel vorerst nur wenig. Dies gilt um so mehr, als auch hier neue Flächen durch Um- und Ausbau gewonnen werden, wodurch sich in der Regel zugleich der Absatz je m2 Verkaufsfläche erhöht7. Nach Angaben der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels haben sich „in den letzten 5 Jahren" die Geschäftsflächen um 10 bis 15 vH vergrößert, „ohne daß neue Standorte in Angriff genommen wurden"7. Dies ergab sich aufgrund einer im Auftrage dieser Stelle vom Institut für Handelsforschung durchgeführten Untersuchung, der auch die nachstehende Tabelle entnommen ist. 6 Vgl. W. Osel, Die Filialunternehmen konnten sich behaupten, „Handelsblatt", Düsseldorf, vom 9. Oktober 1967. 7 Vgl. Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels, 19. Arbeitsbericht (1966). Köln 1967, S. 27 ff. 29
Tabelle 4: Veränderung der Geschäftsfläche je Betrieb in ausgewählten Branchen des Einzelhandels (Bundesgebiet) Durchschnittliche Geschäftsfläche je Betrieb Geschäftszweig aller erfaßten Betriebe vergleichbarer Betriebe 1959 1964 1959 1964 Veränin m2 derung in vH Lebensmittel 140 148 171 164 - 4,1 Textil insgesamt 593 578 585 673 + 15,0 darunter: Herren- und Knabenoberbekleidung . 556 626 591 748 +26,6 Damen-, Mädchen- und Kinderoberbekleidung 521 540 552 623 +28,9 Herren-, Damen- und Kinderoberbekleidung 983 880 1 008 1 089 + 8,0 gemischtes Sortiment 753 922 731 864 + 18,2 Wäsche, Wirk- und Strickwaren 180 182 171 176 + 2,9 Haus- und Bettwäsche, Bettwaren .. 530 495 588 612 + 4,1 Schuhe 267 300 271 309 + 14,0 Eisenwaren und Hausrat 854 1 022 1 032 1 200 + 16,3 darunter: gemischtes Sortiment 1 072 1 396 1 235 1 434 + 16,1 Drogerien 185 164 223 256 + 14,8 Büromaschinen, -möbel und Organisationsmittel 627 623 712 985 +38,3 Möbel 1 902 2 314 1 764 2 018 + 14,4 Glas, Porzellan und Keramik 558 543 363 352 - 3,0 Leder- und Galanteriewaren 221 265 265 285 + 7,5 Papier-, Schreibwaren und Bürobedarf 306 313 326 376 + 15,3 Fotoeinzelhandel 276 343 247 274 + 10,9 Sortimentsbuchhandel 182 189 199 224 + 12,6 Uhren, Gold- und Silberwaren 107 145 108 118 + 9,3 Sportartikel 321 371 320 413 +29,1 Rundfunk- und Fernsehartikel 287 317 266 345 +29,7 Gemischtwaren 239 176 191 225 + 17,8 Einzelhandel insgesamt + 10 bis 15 Quelle: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln und Ergebnisse einer Sonderauswertung (zitiert nach Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels [Hrsg.], 19. Arbeitsbericht, (1966), Köln 1967, S. 29). 30
Der Marktanteil der Großunternehmen Die Entwicklung des Handwerks und des selbständigen Einzelhandels steht im Zeichen der Konzentration. Der Prozeß ist dadurch gekennzeichnet, daß die Kleinbetriebe ausscheiden oder — abgesehen von jungen, entwicklungsfähigen Betrieben — stagnieren, während die großen überdurchschnittlich expandieren und ihren Marktanteil erhöhen. Lediglich die Betriebe im Mittelfeld zeigen im Rahmen der allgemeinen Entwicklungstendenz ein gewisses Beharrungsvermögen. Allein von 1962 bis 1966 ist nach der amtlichen Statistik der Umsatz der Filial-, der Warenhaus- und der Versandhandelsunternehmen um knapp 50 vH gewachsen gegenüber 31 vH beim gesamten Einzelhandel und 25,5 vH beim einzelwirtschaftlichen Einzelhandel. Damit hat sich der Anteil der genannten Großunternehmen am Einzelhandel von 22,4 vH (1962) auf 25,6 vH (1966) erhöht. Der Bedarf an Handels- und sonstigen Dienstleistungen wird sich im Zuge der Gesamtentwicklung vermutlich stärker ausdehnen als die Nachfrage im Bereich der gewerblichen Produktion. Dabei wird aber der Marktanteil der Großbetriebe aller Voraussicht nach weiter auf Kosten der Klein- und Mittelbetriebe des Einzelhandels, ζ. T. auch des Handwerks (Nahrungsmittel, Bekleidung, Hausrat und Wohnbedarf, Güter des persönlichen Bedarfs) wachsen. Ginge der Prozeß bis 1975 im gleichen Tempo weiter wie von 1962 bis 1966, würde sich der Anteil der großen Einzelhandelsunternehmen am Gesamtumsatz des Einzelhandels bis dahin (von 26 vH) auf 33 vH erhöhen. Die Großunternehmen investieren seit Jahren erheblich mehr, als es ihrem Umsatzanteil entspricht. Die Verkaufsfläche der großen Warenhäuser hat sich allein im letzten Jahrzehnt (von 1955 bis 1966) etwa verdoppelt. Der Anteil aller Warenhäuser am Gesamtumsatz des Einzelhandels betrug 1966 im Bundesgebiet knapp 10 vH. In manchen Großstädten war (und ist) er wesentlich höher; so lag er 1963/64 ζ. B. in Berlin (West) bei 16 vH, in Köln bei 18 vH und in Frankfurt/Main bei 20 vH. Die Warenhäuser haben nach dem Kriege nicht nur in Großstädten, sondern auch in Mittelstädten, ja selbst in Städten mit weniger als 50 000 Einwohnern Verkaufsstellen errichtet oder aufgekauft. In den Großstädten haben sie die Verkaufsflächen vielfach erweitert und darüber hinaus in den attraktiven Vororten Warenhaus- und Kleinpreisfilialen eröffnet. Nach Sortimenten betrachtet, ist die Position der Warenhäuser bei Bekleidung, Textilien, Schuhen und einschlägigem Zubehör besonders stark. Sie setzen hier etwa ein Fünftel des gesamten (institutionellen) Einzelhandels oder (1966) etwa 6,2 Mrd. DM um. Bei Nahrungs- und Genußmitteln beträgt der Anteil 4 vH und der absolute Wert knapp 2,7 Mrd. DM. Für Möbel, Teppiche, Heimtextilien und Haushaltswäsche lauten die entsprechenden Werte 16 vH und 1,5 Mrd. DM, für elektrotechnische Artikel, Herde, Öfen und Hausrat, Rundfunk-, Fernseh- und Phonogeräte 10 vH und 1,25 Mrd. DM. Am höchsten ist 31
32 Tabelle 5: Zur Umsatzentwicklung der Betriebsformen im Einzelhandel 1962 bis 1965 (Bundesgebiet) Betriebsform 1962 1963 1964 1965 1966 Filialunternehmen 1000 DM 10948,9 11 474,4 12799,2 14748,1 16072,9 1962 = 100 100 104,8 116,9 134,7 146,8 Veränderung gegen Vorjahr in vH — + 4,8 +11,5 +15,2 + 9,0 Warenhausunternehmen 1000 DM 9 005,4 9 698,8 10 788,5 12 400,5 13 427,1 1962 = 100 100 107,7 119,8 137,7 149,1 Veränderung gegen Vorjahr in vH — + 7,7 +11,2 + 14,9 + 8,3 Versandhandelsunternehmen 1000 DM 3 845,9 4180,5 4 692,0 5 591,9 6107,3 1962 = 100 100 108,7 122,0 145,4 158,8 Veränderung gegen Vorjahr in vH — + 8,7 + 12,2 + 19,2 + 9,2 Konsumgenossenschaften (und sonst. Verbraucherorganisationen) 1000 DM 3 447,8 3 516,8 3 758,1 4 023,6 4161,5 1962 = 100 100 102,0 109,0 116,7 120,7 Veränderung gegen Vorjahr in vH — + 2,0 + 6,9 + 7,1 + 3,4 Einzelhandel insgesamt 1000 DM 106152,9 111 354,4 119952,8 131 948,1 138954,1 1962 = 100 100 104,9 113,0 124,3 130,9 Veränderung gegen Vorjahr in vH — + 4,9 + 7,7 + 10,0 + 5,3 Einzelwirtschaftlicher Einzelhandel 1000 DM 78 905,0 82 534,6 87 821,2 95 080,5 99 025,7 1962 = 100 100 104,6 111,3 120,3 125,5 Veränderung gegen Vorjahr in vH — + 4,6 + 6,4 + 8,3 + 4,1 darunter: Einzelhandel ohne feste Arbeitsstätte 1000 DM 1 533,2 1 603,8 1 706,5 1 847,5 1 924,2 1962 = 100 100 104,6 111,3 120,5 125,5 Veränderung gegen Vorjahr in vH — + 4,6 + 6,4 + 8,3 + 4,1 Quelle: Statistisches Bundesamt, Umsatzsteuerstatistik 1962, S. 56; „Wirtschaft und Statistik", Wiesbaden, Jg. 1967, Heft 3, S. 172.
der Anteil mit 26 vH bei Musikinstrumenten, Spielwaren, Sport- und Campingartikeln; der absolute Umfang ist hier allerdings mit schätzungsweise 400 Mill. DM im Jahre 1966 relativ gering. Die Versandhäuser expandierten neuerdings vor allem durch Eröffnung von Warenhäusern. 1966 betrug der Anteil der Versandhäuser am gesamten Umsatz des (institutionellen) Einzelhandels mit 6,1 Mrd. DM 4,4 vH. Auf den stationären Vertrieb entfielen davon schätzungsweise 2,2 Mrd. DM. Die freiwillige Selbstbeschränkung, die sich die Großunternehmen (Waren- und Versandhäuser) gelegentlich (letztmalig 1965) auferlegen, kann den Expansions· und Investitionsdrang nur vorübergehend dämpfen8. In jüngerer Zeit dehnen sich auch die - zunächst hauptsächlich von den sog. Cash and Carry-Großhandlungen gegründeten - Verbrauchermärkte aus, die sich als zugkräftige Discont-Warenhäuser im Grünen erweisen. Im Herbst 1967 gab es bereits über 50 solcher Märkte. Ihre Zahl wird u. U. rasch zunehmen, Tabelle 6: Umsatz der Warenhäuser nach Bedarfsgruppen 1966 (Bundesgebiet) Bedarfsgruppe in Mill. DM Nahrungs- und Genußmittel insgesamt Bekleidung, Textilien und Zubehör, Schuhe Möbel, Teppiche, Gardinen, Heimtextilien, Haushaltswäsche Elektrotechnische Erzeugnisse, Herde, Öfen, Hausrat, Rundfunk», Fernseh- und Phonogeräte Musikinstrumente, Spielwaren, Sport-, Camping- und Jagdartikel Uhren und Schmuckwaren Schreib- und Papierwaren, Schul- und Bürobedarf Sonstige Waren Warenhäuser insgesamt 2 680 4,0 6 240 20,1 1 500 16,1 1 250 9,9 400 25,7 200 8,4 190 15,4 940 2,5 13 400 8,2 Eigene Berechnungen und Schätzungen. 8 Die Warenhauskonzerne und der Versandhandel haben sich damals bekanntlich gegenüber dem Bundeswirtschaftsminister bereit erklärt, in Städten mit weniger als 200 000 oder 250 000 Einwohnern „vorerst" keine Niederlassungen mehr zu errichten. 3 Beckermann-Schlaghecken 33
wollen doch, wie verlautet, nicht nur die Filialunternehmen, sondern auch die Handelsketten und Genossenschaften, also die Zusammenschlüsse mittelständischer Unternehmen, solche Märkte errichten. Die Lebensmittel-Filialunternehmen des Bundesgebiets haben allein in den ersten 8 Monaten 1967 ihre Verkaufsfläche um 6 vH vergrößert9. Der Marktanteil dieser Unternehmen am gesamten Umsatz des Lebensmitteleinzelhandels wird für 1966 auf knapp 14 vH veranschlagt. Unter Filialunternehmen sind hier nur solche Firmen zu verstehen, die wenigstens 10 Filialen unterhalten. Dagegen haben die Konsumgenossenschaften bis zu Beginn der 60er Jahre eine geringfügige Verminderung ihres Marktanteils hingenommen, indem sie unrentable Zweigniederlassungen schlossen. In jüngster Zeit sind diese Unternehmen jedoch besonders aktiv. Die GEG, die Großeinkaufsgesellschaft deutscher Konsumgenossenschaften, hat 1965 die 53 Filialen der Herbert Eklöh GmbH mit 140 Mill. DM Umsatz (1964) gekauft. Sie hat Anfang 1966 bei Kamen ein neues Versandzentrum für Gebrauchsgüter auf einer Fläche von 42 000 m2 in Betrieb genommen. Seit längerem schon betreibt die GEG eine Reihe von Möbelhäusern. Neuerdings hat sie ferner Supermärkte und sog. Co-op-Märkte eröffnet oder bestehende Niederlassungen entsprechend ausgebaut. Sie folgt der neuzeitlichen Standortentwicklung auf dem Fuße. U. a. gehören die beiden Supermärkte im Main-Taunus-Zentrum der GEG bzw. der örtlichen Konsumgenossenschaft. Außerdem sollen Verbrauchermärkte errichtet werden. Durch die Verschiebungen in der Bevölkerungsverteilung bei gleichzeitig zunehmender Differenzierung der Nachfrage und sich wandelnden Verbrauchs- und Einkaufsgewohnheiten haben sich nicht nur die Relationen zwischen Klein-, Mittel- und Großbetrieben in Einzelhandel und Handwerk geändert, sondern sind zugleich merkliche Verschiebungen im Standortgefüge eingetreten. In den Stadtzentren ist vor allem das Gewicht der großen Waren- und Kaufhäuser und ihrer Tochtergesellschaften (u. a. Kleinpreisgeschäfte), in den dichtbesiedelten Vororten vor allem die Bedeutung der Filialunternehmen des Lebensmitteleinzelhandels einschl. der Konsumgenossenschaften gewachsen. Die beiden letztgenannten haben sich ferner in neuen Wohngebieten niedergelassen und sich, ebenso wie die Warenhäuser, in den Shopping Centers die attraktivsten Standorte gesichert. Der selbständige Einzelhandel und das Konsumgüterhandwerk verlieren in allen Standortlagen gegenüber den Großbetrieben an Boden. Selbst beim Absatz von Brot und Backwaren ist in jüngerer Zeit eine gewisse Verlagerung zu den großen Filialunternehmen des Lebensmitteleinzelhandels, zu den Supermärkten und den Lebensmittelabteilungen der Warenhäuser eingetreten. In den Frischfleischabsatz haben sich der Lebensmitteleinzelhandel 9 Vgl. W. Osel, a.a.O. 34
und — durch Eröffnung von Verkaufsniederlassungen — die Fleischwarenindustrie eingeschaltet. Der Frischfleischverkauf breitet sich im gesamten Lebensmitteleinzelhandel aus; am höchsten ist der Anteil der Frischfleisch führenden Geschäfte jedoch bei den Selbstbedienungs-Filialbetrieben, und zwar vor allem bei den größeren (von 150 m2 Verkaufsfläche an). Die großen Filialen (von 400 m2 an) führen ausnahmslos Frischfleisch. Im Durchschnitt aller Selbstbedienungs-Filialen entfällt etwa ein Achtel des Gesamtumsatzes auf Frischfleisch. Die Herrenschneider spüren die produktionstechnische Überlegenheit der Industrie. Zahlreiche Handwerksbetriebe werden aufgegeben, andere weichen — teils mit größerem, teils mit geringerem Erfolg — in den Handel mit Kleidungszubehör und (oder) Fertigkleidung, in die Reparatur oder in die Maßkonfektion aus. Die Damenschneider werden von der Konkurrenz der Industrie nicht so sehr betroffen wie die Herrenschneider, da die ausgeprägte Differenzierung der Nachfrage der handwerklichen Fertigung entgegenkommt. Trotzdem werden auch hier zahlreiche Betriebe aufgegeben. Im übrigen können sich die Handwerksbetriebe vor allem auf dem Lande und in den Vororten der Städte oft nur durch recht bescheidene Preise im Wettbewerb behaupten. Besser sind die Chancen des Handwerks und Fachhandels im Bereich des ausgesprochen gehobenen Bedarfs. Die Nachfrage nach hochwertigen Gütern persönlicher Prägung, nach feinen Gold- und Juwelierwaren und — vor allem in jüngerer Zeit — nach teurem Pelzwerk ist kräftig gestiegen. Für die Wohnungseinrichtung und für die Repräsentationsräume der Wirtschaftsunternehmen werden zunehmend Polstermöbel und Möbel, Bodenbeläge und Dekorationen gehobener und bester Qualität verlangt. Mit dem Anteil der frei verfügbaren Einkommen der Konsumenten wird die Nachfrage nach individuellen Gütern weiter wachsen. Von allem die in den Zentren der größeren Städte ansässigen Spezialgeschäfte werden davon profitieren. Allerdings werden auch Großbetriebe die hier ruhenden Chancen nutzen. Die großen Waren-, Kauf- und Versandhäuser werden ihre Sortimente an Gütern des gehobenen Bedarfs erweitern; schon heute umfaßt ihr Angebot die mittleren, ζ. T. auch die höheren Preisklassen. Es ist sicher, daß die wachsende Nachfrage der breiten Käuferschichten nach Artikeln des Sportbedarfs, nach Spielwaren, Pelzkleidung, Teppichen, Schmuck, Gold- und Silberwaren und dgl. in wachsendem Umfang von diesen Großunternehmen gedeckt wird. Der einzelwirtschaftliche Handel und das Handwerk können dieser Entwicklung nur durch die Flucht nach vorn begegnen, d. h. indem sich die Betriebe den Großunternehmen sowohl im Qualitätsals auch im Preiswettbewerb stellen und ihr Angebot den heutigen Vorstellungen entsprechend neu formieren. Das adäquate Mittel dazu liegt allein in der Kooperation der Betriebe - bis zum Gemeinschaftswarenhaus. Der Zusammenschluß von Be- 3* 35
trieben zum Zweck gemeinsamen Vertriebs, gemeinsamer Werbung u. a. Funktionen würde im übrigen helfen, das sich mit der Tendenz zum größeren Betrieb zwangsläufig weiter verschärfende Problem der Kapitalaufbringung zu lösen (vgl. hierzu auch die Ausführungen im nächsten Kapitel). Neue Formen der Warendarbietung Die Waren werden künftig in anderer Weise dargeboten als früher. Die Selbstbedienung und die Zahl der Großraumläden werden zunehmen. Zugleich ändern sich die Sortimente; teils tendiert man zur Sortimentserweiterung, teils zur Spezialisierung, also zur Beschränkung der Sortimente. Welche dieser Tendenzen auf lange Sicht stärker sein wird, ist kaum abzusehen, wenn man auch gegenwärtig stärker zur Erweiterung der Sortimente neigt. Manche Verbraucher, und zwar vor allem Angehörige der gehobenen Einkommensgruppen, bevorzugen die große Auswahl, wie sie Spezialgeschäfte mit schmalem, aber tiefem Sortiment bieten. Hierzu zählen die Läden des Elektrofachs, die das Angebot auf Großgeräte oder auf Kleingeräte und gut verkäufliche Großgeräte beschränkt haben, ferner die Spezialbetriebe für Kücheneinrichtungen, Spezialläden für Phonoartikel, Textilgeschäfte, die sich an bestimmte Altersgruppen v/enden usw. Sortimentsverwischung und Branchenvermischung werden durch die Werbung begünstigt. Viele Verbraucher sind leicht für bestimmte Marken zu gewinnen; sie kaufen solche Waren oft im „nächsten Geschäft", und zwar besonders dann, wenn die Preise gebunden oder empfohlen sind. So erklärt es sich, daß beispielsweise die Lebensmittelläden zunehmend bestimmte Körperpflegemittel, Textilien, Schreibwaren und selbst Hausratartikel in ihr Sortiment aufnehmen, mitunter daneben auch Kataloge von Versandhäusern aufliegen haben. Andere Beispiele sind Textilgeschäfte mit Kosmetikabteilungen, Hausratgeschäfte mit Kleinmöbeln und schließlich Möbelhäuser, die Küchenmaschinen, Elektroartikel, Rundfunk- und Fernsehgeräte, kunstgewerbliche Artikel u. a. m. bis zum gesamten Einrichtungsbedarf führen. Buchläden nehmen Schallplatten und Rundfunkgeräte, Diktiergeräte und Büromöbel in das Sortiment auf. Den bestehenden Betrieben des Facheinzelhandels sind in dieser Hinsicht allerdings oft infolge Platzmangels Grenzen gesetzt. Bei den Neuerrichtungen ist der Zug zur Sortimentserweiterung deutlicher zu erkennen. Im Einzelhandel bilden sich seit jüngstem mit den sog. Bedarfsbündeln: Alles für das Heim, für das Auto, für das Kind, für die „junge Dame", mit Bekleidung, Schuhen und Accessoirs für die Dame oder für den Herrn, neue Sortimente heraus. Beispiele dafür sind die Spezialausstattungs- und -einrichtungshäuser, ferner Spezialgeschäfte für Kinderkleidung, Kinderwagen, Kinderbücher, Spielzeug usf., für Auto- und Kraftradbedarf, Geschäfte für Sportkleidung, Sportgeräte und Reisevermittlung, Geschäfte, die Oberbekleidung, Unterwäsche, Schuhe, Hüte, Schirme, Modeschmuck u. a. Zubehör für Teenager führen usw. 36
Auch das Handwerk sollte diese Entwicklung nutzen, wenn es auch andere Kombinationen wird wählen müssen als der Einzelhandel. Der zunehmenden Neigung der Konsumenten zum Einkauf möglichst vieler Waren unter einem Dach ζ. B. kann man durch das Zusammenrücken von Betrieben — so etwa von Bäckereien und Fleischereien — entgegenkommen. Darüber hinaus sollten Gemeinschaftsläden für Brot und Backwaren, Fleisch und Wurstwaren bis zum vollen Lebensmittelsortiment errichtet werden. In einzelnen westdeutschen Großstädten bestehen bereits Geschäfte dieser Art. Denkbar sind ferner Häuser für Herren- und Damenkleidung, Hüte, Textilien, Galanteriewaren, Schirme und sonstiges Zubehör, also Gemeinschaftsgründungen von Herren- und Damenschneidern, Modisten, Kürschnern, Feintäschnern, Schirmmachern u. ä. Zweigen, des weiteren Häuser des Einrichtungs- und Haushaltsbedarfs einschl. Elektro-, Rundfunk- und Phonoartikel, Häuser für die Körper- und Gesundheitspflege, solche für Dienstleistungen und Reparaturen verschiedener Art und nicht zuletzt Häuser des Kunsthandwerks. Man sollte auch überlegen, welche Kombinationen der angeführten Kategorien von Gemeinschaftshäusern möglich sind. An zentralen Orten sollte man dem Warenhaus vergleichbare Vertriebsformen schaffen — in einer dem Leistungsniveau des Handwerks gemäßen Form. Hier wie bei den begrenzten Sortimenten sind auch Verbindungen von Kaufleuten und Handwerkern denkbar, ja wünschenswert. Angesichts des wachsenden Bedarfs an Gütern spezieller Richtungen einerseits und an Kundendienstleistungen anderseits können solche Geschäfte eine große Anziehungskraft ausüben. Vor allem im Lebensmittelsektor nimmt die Selbstbedienung zu. Bezeichnenderweise haben die Großunternehmen des Einzelhandels auf diesem Sektor größere Fortschritte gemacht als die Klein- und Mittelbetriebe. Schon Anfang 1966 entfielen bei den Filialbetrieben des Lebensmitteleinzelhandels einschl. der Lebensmittelabteilungen der Warenhäuser über 90 vH, beim sog. selbständigen Lebensmitteleinzelhandel dagegen noch nicht 60 vH des Gesamtumsatzes auf die Selbstbedienungsläden. Auch in anderen Bereichen, ζ. B. bei Körperpflegemitteln, Zeitschriften und Büchern, dringt die Selbstbedienung vor. Investitionen je m2 Verkaufs- und Betriebsfläche Nach Angaben des Ifo-Instituts10 hat der Einzelhandel 1963 und 1964 je 2,5 Mrd. DM und 1965 2,9 Mrd. DM investiert. Vom Gesamtaufwand des Jahres 1965 entfielen 800 Mill. DM auf die Gruppe Nahrungs- und Genußmittel, 700 Mill. DM auf die Betriebe mit gemischtem Sortiment einschl. Warenhäuser und Versandhandel, 500 Mill. DM auf den Bekleidungs-, Wäsche- und Schuh-Einzel- handel und 300 Mill. DM auf den Einzelhandel mit Hausrat und Wohnbedarf. Die übrigen Bereiche des Einzelhandels waren mit insg. 600 Mill. DM beteiligt. 10 Vgl. „Ifo-Schnelldienst", München, Jg. 1966, Nr. 24, S. 18 ff. 37
Der Investitionsquote nach (Investitionen in vH des Umsatzes) war mit 3,6 vH der Einzelhandel mit gemischtem Sortiment am aktivsten, gefolgt von Hausrat und Wohnbedarf (2,5 vH) und Bekleidung, Wäsche und Schuhe (2,2 vH). Am niedrigsten war mit 1,7 vH die Quote bei den sonstigen Waren. Die relativ starke Investitionstätigkeit des Einzelhandels mit gemischtem Sortiment, insbesondere der Waren- und Versandhäuser, ist Ausdruck eines Expansionsstrebens, das auf die Wechselwirkung zwischen der Erweiterung der Verkaufsflächen und der — überdurchschnittlichen — Umsatzsteigerung der Unternehmen zurückgeht. Die Ermittlung der Verkaufsflächen für die verschiedenen Branchen des Einzelhandels ermöglicht es, die Investitionstätigkeit zu einer adäquaten Größe, nämlich zum m2 Verkaufsfläche, in Beziehung zu setzen. Investitionen des Einzelhandels 1965 und 1975* Einzelhandelsgruppe Umsatzzuwachs 1975 gegenüber 1965 Investitionen absolut 1965 1975a Investitionsintensität (Investitionen je m2 Verkaufsfläche) 1965 1975a in vH Mill. DM in DM Gemischtes Sortiment ... + 65 700 1 150 310 340 Nahrungs- und Genußm ittel + 25 800 1 000 80 90 Bekleidung, Wäsche und Schuhe + 25 500 620 65 70 Hausrat und Wohnbedarf + 40 300 420 40 45 Sonstige Waren + 30 600 780 • Einzelhandel insgesamt .. + 37 2 900 3 970 95 115 Quelle: Ifo-Schnelldienst, Jg. 1966, Nr. 24 für Investitionen 1965. - Eigene Berechnungen und Schätzungen. - a In Preisen von 1965. - Differenzen durch Runden der Zahlen. Entsprechend wird die Investitionsintensität des Handwerks an den Betriebsflächen gemessen. Hier wie beim Einzelhandel werden die Investitionen somit unmittelbar auf die Größen bezogen, deren Erhaltung oder Ausdehnung sie dienen. 38
Diese Berechnungen stimmen aber nur dort, wo die bestehenden Betriebsflächen voll ausgenutzt sind, erhöhte Nachfrage also eine Vergrößerung der Betriebsfläche erforderlich macht. Das ist jedoch nicht überall der Fall. Insbesondere im Bekleidungsgewerbe, bei den Zweigen des gehobenen persönlichen Bedarfs (Uhrmacher, Goldschmiede, Kürschner), aber auch bei verschiedenen technischen Zweigen (Landmaschinenmechaniker, Büromaschi- Tabelle 9: Spezialhandwerke in Siedlungen von ... Einwohnern Mitte der 60er Jahre (Bundesgebiet) Handwerkszweig 10000 Einwohner 50000 Einwohner 100000 Einwohner Handwerkszweig Zahl der Betriebe Beschäf- tigte je Betrieb Zahl der Betriebe Beschäf- tigte je Betrieb Zahl der Betriebe Beschäf- tigte je Betrieb Zimmerer 1 7 3 10 5 12 Dachdecker 1 7 4 10 7 12 Straßenbauer — — 2 40 3 50 Wärme-, Kälte-, Schallschutzbauer — — — — 1 10 Mosaik-, Platten- und Fliesenleger 1 7 2 15 4 17 Steinmetze und Steinbildhauer 1 2 2 4 4 4 Stukkateure 1 10 3 15 6 15 Glaser — — 1 6 2 6 Schornsteinfeger 1 2 3 3 5 4 Nähmaschinenmechaniker ... — — — — 1 2-3 Lackierer — — 1 6 2 6 Kraftfahrzeugelektriker - — 1 10 2 10 Kühlerherstellung und -reparatur — — — — 1 3 Messerschmiede — — — — 1 2 Goldschmiede — — 2 4 4 4 Sattler und Polsterer (einschl. Autosattler) 1 2 3 2 5 3 Wäscheschneider und Korsettmacher — — 1 4 2 4 Sticker — — — — 1 4 Zahntechniker — — 2 4 3 5 Graphische Handwerke — — 2 5 4 5 Klavier- und Harmoniumbauer (einschl. sonst. Instrumentenbauer) — — - - 1 3 Schilder- und Lichtreklamehersteller — — 1 3 2 4 Gebäudereiniger — — 2 25 3 100 Eigene Berechnungen und Schätzungen. 45
nen- und Zweiradmechaniker, Radio- und Fernsehtechniker) werden wachsende Anforderungen an die Betriebe im allgemeinen ohne Vergrößerung der Betriebsflächen aufgefangen werden können. In solchen Fällen sind nur mehr Beschäftigte und — in begrenztem Umfang - zusätzliche technische Hilfsmittel erforderlich, so daß sich insoweit die geschilderten komplizierten Berechnungen erübrigen. Den Trend zum größeren Betrieb haben wir durch die Schwellenwerte ( bis Beschäftigte je Betrieb) berücksichtigt, ohne daß damit Anfangs- und Endwerte angegeben werden sollen. Manche Handwerkszweige werden nur in räumlich abgelegenen, sog. nichtintegrierten Siedlungen von größerem Umfang benötigt. Hierfür haben wir eine besondere Tabelle (Nr. 9) angelegt, in der nach dem sog. Richtzahlverfahren die jeweils benötigte Zahl der Betriebe und ihre Durchschnittsgröße in Siedlungen von 10 000, 50 000 und 100 000 Einwohnern angegeben sind. Da sich hier im allgemeinen um Spezialhandwerke handelt, genügen diese Angaben3. Für die Lieferanten der Landwirtschaft und der Industrie, also für die landtechnischen Betriebe, für die Maschinenbauer, Werkzeugmacher, Feinmechaniker usw., legen wir der Veränderung des Umsatzes und der Betriebsflächen die prognostizierte Entwicklung des Bruttosozialprodukts, d. h. für die Zeit von 1965 bis 1975 eine Zuwachsrate von 41 vH, zugrunde. Hier hält sich die Tendenz also nach unserer Annahme im Rahmen der Gesamtentwicklung. In anderen Bereichen des Handwerks dagegen, im Bau- und Ausbaugewerbe und im Verkehrshandwerk, zeichnen sich Sonderentwicklungen ab, denen wir im folgenden nachgehen. Bau- und Ausbaugewerbe Betriebe des Bauhauptgewerbes, also Hoch- und Tiefbau-, Dachdecker-, Zimmer·, Stukkateurbetriebe usw., werden nur in großen Siedlungen mit weitgehender Selbstversorgung auch im Investitionsbereich benötigt. Hier sollten die Betriebe dann möglichst an den Bauvorhaben im Siedlungsgebiet beteiligt werden. In Städten und größeren Ortschaften angegliederten neuen Siedlungen werden die Bauvorhaben in der Regel von „auswärtigen" Betrieben ausgeführt. Dies gilt sowohl für Hochbauten als auch für Straßen- und sonstige Tiefbauten. Im Bauhauptgewerbe bestehen Überkapazitäten, die sich möglicherweise noch verstärken werden, da der Wohnungsbau nachlassen wird. Diese Einbußen werden zwar aller Voraussicht nach allmählich durch einen Anstieg in den übrigen Hochbausparten wettgemacht werden; hier überwiegen aber die größeren, technisch und betriebswirtschaftlich gut organisierten Betriebe. Auch 3 Ein Teil der in Tabelle 9 genannten Handwerkszweige ist mit ihren Verkaufsflächen bereits in Tabelle 2 (Absatz in Ladengeschäften . . .) enthalten. Das sind Nähmaschinenmechaniker, Messerschmiede, Goldschmiede, Sattler und Polsterer, Wäscheschneider und Korsettmacher, Klavier- und Harmoniumbauer. 46
dringt der Fertigbau nach und nach vor, der im ganzen größere Rationalisierungsreserven aufweist als die herkömmlichen Bauweisen. Man sollte daher bei der Planung von Hochbau-, Zimmer-, Dachdecker-, Stukkateurbetrieben usw. für neue Wohngebiete besonders vorsichtig sein, und zwar auch unter Berücksichtigung der Tatsache, daß die Ansprüche an den Umfang und die Ausstattung der Wohn-, Betriebs-, Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude ständig steigen und im Wohnungsbau der Anteil der Einfamilienhäuser mit ihrer relativ hohen Arbeitsintensität zunimmt. Die Aussichten der Ausbau- und Installationshandwerke, der Maler, Platten- und Fliesenleger, Elektro-, Gas- und Wasserinstallateure, Zentralheizungs- und Lüftungsbauer, sind wesentlich günstiger als diejenigen des Bauhauptgewerbes. Diesen Zweigen kommen zugute: die (erwähnten) erhöhten Ansprüche an die Ausstattung der Wohnungen, Büro- und Geschäftsbauten, zumal diese in immer kürzeren Zeitabständen Erneuerungsarbeiten erforderlich machen, der anhaltende Trend zum Einfamilienhaus mit seinem umfangreichen Bedarf an teuren Ausstattungen und Einrichtungen: 1955 befanden sich von den in diesem Jahr fertiggestellten Wohnungen in Neubauten schätzungsweise 45 vH in Ein- und Zweifamilienhäusern. 1965 waren es 261 000 oder 49 vH von rund 535 500 Wohnungen in Neubauten. Nach einer Schätzung der Gesellschaft für Konsum- und Absatzforschung in Nürnberg4 wird sich der Bestand an Einfamilienhäusern (einschl. derjenigen mit einer Einliegerwohnung) bei sonst rückläufiger Wohnungsbautätigkeit allein von 1964 bis 1970 um ein Fünftel vergrößern. Auch die Betriebe der Ausbau- und Installationshandwerke sollte man am Aufbau des Wohngebietes beteiligen, in dem sie später ansässig sein werden. Schon in dieser Zeit sollten sie sich aber auch um Aufträge außerhalb desselben bemühen, da sie früher oder später auf einen größeren Markt angewiesen sind. Diese Forderung gilt um so mehr, als sich gerade die Althausbesitzer im Zuge der allmählichen Liberalisierung der Wohnungswirtschaft zunehmend um die Verbesserung des Wohnniveaus bemühen werden. Hier ist ferner die Stadt- und Dorfsanierung zu nennen, die viele Milliarden DM kosten wird. Von den knapp 20 Millionen Wohnungen des Bundesgebietes sollen nach einer repräsentativen Erhebung von 1964/65 eine Million abbruchreif und weitere 7 Millionen sanierungs- oder doch wenigstens verbesserungs- und modernisierungsbedürftig sein. Immer noch hat die Hälfte der Wohnungen in der Bundesrepublik kein Bad und reichlich ein Viertel kein WC. Die Einrichtungshandwerke (Möbeltischler- und Innenausbaubetriebe, Raumausstatter usw.) sollten nicht ganz so optimistisch sein wie die Ausbau- und Installationshandwerke; denn wenn sich die Zahl der jährlich fertiggestellten 4 Vgl. F. W. Fickel, Integrierte und nichtintegrierte Einkaufszentren - Entwicklungen aus absatzwirtschaftlicher Sicht, in: Einkaufszentren in Form von integrierten oder selbständigen Siedlungsgebieten. (Haus der Technik - Vortragsveröffentlichungen, H. 76), Essen 1966, S. 7. 47
Wohnungen verringert, wird notwendigerweise auch die Nachfrage nach Möbeln, Polstermöbeln, Teppichen, Dekorationen, Haus- und Küchengeräten, Elektroartikeln, Beleuchtungskörpern und dgl. mehr betroffen. Der Wohnungsbau strahlt auf zahlreiche Gewerbezweige aus. In der Bundesrepublik wird der Wohnungsbau nach allgemeiner Annahme von reichlich 600 000 fertiggestellten Wohnungen in den letzten Jahren allmählich auf 350 000 bis 400 000 jährlich zurückgehen. Wir gehen bei unseren Berechnungen von dem Durchschnitt dieser beiden Zahlen aus, also von 375 000 Fertigstellungen, und zwar auch für das Zieljahr dieser Projektion - 1975. Dem Rückgang der Fertigstellungen stehen Tendenzen gegenüber, die sich positiv auf das Bauvolumen auswirken werden: Die Wohnungsgröße wird zunehmen. Auch die Ausstattung der Wohnungen wird weiter verbessert werden. Schließlich wird das Reparaturvolumen wachsen. Für den Nichtwohnungsbau, also für den öffentlichen Hochbau und den Verkehrsbau, für den Industrie- und Gewerbebau und für den landwirtschaftlichen Bau, wird für die Zeit von 1965 bis 1975 eine jährliche Zunahme von 3,5 vH veranschlagt - entsprechend dem angenommenen Wachstum des Bruttosozialprodukts in dieser Zeit. Damit ergeben sich folgende Schätzwerte: Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen wird Mitte der 70er Jahre mit 375 000 um 38 vH geringer sein als Mitte der 60er Jahre mit durchschnittlich 607 000. Dem entspricht — in Preisen von 1965 - ein Neubauvolumen von 18,6 Mrd. DM. Durch die Vergrößerung der fertiggestellten Wohnungen — um schätzungsweise jährlich 1 vH — erhöht sich dieses Volumen von 1965 bis 1975 auf 20,5 Mrd. DM. Infolge der besseren Ausstattung der Wohnungen — dem realen Bauaufwand nach jährlich um schätzungsweise 2,5 vH — steigt das Volumen um weitere 28 vH auf 26,2 Mrd. DM. Der wachsende Anteil der Reparaturen am gesamten Wohnungsbauvolumen - nach unseren Erwartungen von 7,5 vH im Jahre 1965 auf 13 vH im Jahre 1975 — bedeutet eine weitere Steigerung des Wohnungsbauvolumens bis zum Jahre 1975, und zwar auf 94 vH des Standes von 1965 oder auf 30,2 Mrd. DM. Der NichtWohnungsbau steigt jährlich bei 3,5 vH von 1965 bis 1975 um 41 vH, also in Preisen von 1965 von 25,7 Mrd. DM auf reichlich 36 Mrd. DM. Die Zunahme der Wohnungsgrößen wird sowohl dem Bauhauptgewerbe als auch dem Ausbau- und Installationsgewerbe zugute kommen, die Verbesserung der Ausstattung dagegen in der Hauptsache dem letzteren. Auch von dem absoluten und relativen Anstieg des Reparaturvolumens profitieren in erster Linie die Ausbau- und Installationsgewerbe. Dagegen wird sich der angenommene Zuwachs im Nichtwohnungs-Hochbau auf alle Sparten des Baugewerbes etwa gleichmäßig auswirken. 48
Nach unseren Berechnungen werden von 1965 bis 1975 zunehmen — jeweils in Preisen von 1965 — : der Umsatz des Bauhauptgewerbes im Hochbau um 8 vH und der Umsatz des Ausbau- und Installationsgewerbes um 25 vH. Der Umsatz des Bauhauptgewerbes im ganzen wird sich allerdings stärker erhöhen als um 8 vH, da bei dieser Berechnung die Entwicklung im Straßen- und sonstigen Tiefbau nicht berücksichtigt ist. Man wird hier — wie beim Nichtwohnungs-Hochbau — zumindest den gleichen Zuwachs wie beim Bruttosozialprodukt, d. h. eine Zunahme von etwa 40 vH erwarten können. Damit ist der Umsatzanstieg des gesamten Bauhauptgewerbes für das Jahrzehnt von 1965 bis 1975 auf rd. 20 vH zu veranschlagen. Der Zuwachs des handwerklichen Bauhauptgewerbes wird allerdings möglicherweise etwas geringer sein, da die Betriebe hier ungleich stärker im — zurückgehenden — Wohnungsbau engagiert sind als diejenigen der Bauindustrie5. Obwohl sich das Bauhandwerk mit Erfolg um eine stärkere Beteiligung am Nichtwohnungs-Hochbau sowie am Straßen- und sonstigen Tiefbau bemüht, haben wir seine Zuwachsrate für das Jahrzehnt von 1965 bis 1975 mit 15 vH, also um ein Viertel niedriger angesetzt als diejenige des gesamten Bauhauptgewerbes. Die Verkehrshandwerke Auf dem Fahrzeugmarkt sind die Aussichten des Handels- und des Handwerksbereichs unterschiedlich. Kraftwagen- und Zubehörhandel können nach unseren Erwartungen mit relativ hohen Zuwachsraten rechnen, während wir für die Handwerksumsätze infolge der Vervollkommnung der Fahrzeuge und der Streckung der Intervalle zwischen den Inspektionen eine wesentlich geringere Steigerung annehmen. Zur vorausichtlichen Entwicklung des Kraftfahrzeugmarktes liegen eigene Berechnungen sowie Projektionen anderer Stellen6 vor, die alles in allem nur unwesentlich voneinander abweichen. Danach wird für 1975 in der Bundesrepublik Deutschland ein Personenkraftwagen- und Kombiwagenbestand von 16 bis 17 Millionen erwartet. Wir legen unseren Berechnungen 16 Millionen Personenkraftwagen7 zugrunde, womit sich die Zahl von Mitte 1967 (rd. 11 Mill.) um knapp die Hälfte erhöht haben würde. Mit 16 Mill. Personenwagen würde 1975 — bei einer unterstellten Bevölkerung von 61,6 Mill. (Bundesgebiet einschl. Saarland und Berlin-West) — auf knapp 4 Einwohner 1 Personenkraftwagen entfallen gegenüber reichlich 5 Einwohner je Fahrzeug Mitte 1967. Man rechnet für die Bundesrepublik mit einer endgültigen Motorisierungs- 5 Das handwerkliche Bauhauptgewerbe war in den letzten Jahren mit 85 bis 90 vH am Wohnungsbau und mit 48 bis 50 vH am sonstigen Hochbau beteiligt. 6 U. a. Verband der Automobilindustrie, Tätigkeitsberichte 1964/65 (S. 1 ff.) und 1966/67 (S. 1), Frankfurt/Main, 1965 und 1967. — Deutsche Shell Aktiengesellschaft, Die Entwicklung der Motorisierung in der Bundesrepublik und in den einzelnen Bundesländern sowie Westberlin bis 1985. Als Manuskript gedruckt, Frankfurt/Main 1967. 7 Hier und im folgenden PKW-Bestand immer einschl. Kombiwagen. 4 Beckermann-Schlaghecken 49
kennziffer von etwa 3 in der Zeit nach 1985. Bis zum Jahre 1985 werde sich, so heißt es, der Personenkraftwagenbestand bei gleichzeitigem - unterstelltem — Bevölkerungswachstum von 5 Mill. Einwohnern auf wenigstens 18, vielleicht sogar auf 20 Mill., also nochmals um ein Achtel bis ein Viertel, steigern. Nach diesen Schätzungen würde sich also das Wachstum des Personenkraftwagenbestandes abschwächen. Der Ersatzbedarf wird zu-, der Erstbedarf dagegen abnehmen8. Nach den vorliegenden Schätzungen würde sich der Personenkraftwagenbestand von 1965 bis 1975 um 45 vH und von 1975 bis 1985 um weitere 12,5 vH oder sogar um 25 vH erhöhen. Neue Werkstattflächen sollte man indes vorsichtig planen. Fachleute nehmen an, daß sich das Volumen sowohl der Inspektionen als auch der Reparaturen je Kraftfahrzeug in jeweils 5 Jahren um 10 vH vermindert, so daß der Werkstattflächenbedarf für Personenkraftwagen 1975 bei einem Bestandszuwachs von 45 vH ohne Berücksichtigung anderer Strukturänderungen nur um 36 vH größer sein würde als 1965. Bezieht man die ständige Verbesserung der Werkstattleistung durch rationellere Maschinen und Arbeitsmethoden in die Rechnung ein, so wird man den Mehrbedarf (1975 gegenüber 1965) allenfalls mit einem Drittel anzusetzen haben. Die Änderung der Bestandsstruktur — wachsender Anteil der höheren Größenklassen — kann in der Gesamtbetrachtung unberücksichtigt bleiben, da den lukrativeren Inspektionen und Reparaturen an größeren Wagen die Abwanderung der Besitzer kleinerer Fahrzeuge gegenübersteht: Kleinere Wagen werden immer häufiger von Tankstellen, von den Eigentümern selbst oder „mit des Nachbarn Hilfe" repariert und inspiziert. Im Hinblick auf den Bedarf an Werkstattleistungen im ganzen ist ferner die erwartete weniger günstige Entwicklung bei den Nutzfahrzeugen, bei Lastkraftwagen, Kraftomnibussen und Sonderfahrzeugen, zu berücksichtigen; hier wird sich der Bestand in der Zeit von 1965 bis 1975 vermutlich bei weitem nicht in dem Umfang erhöhen wie bei Personenkraftwagen und Kombiwagen. Der Flächen-Mehrbedarf für 1975 wurde daher nochmals reduziert, und zwar von einem Drittel auf drei Zehntel. Zu beantworten bleibt die Frage, in welchem Umfang zur Deckung des zusätzlichen Bedarfs in Zukunft a) neue Betriebe gegründet werden und b) in welchem Umfang die bestehenden Betriebe erweitert werden und ihre Kapazitäten sich durch Rationalisierungsmaßnahmen erhöhen. In der Projektion nehmen wir für a) und b) jeweils 15 vH an9. Erweiterungen und Rationalisierungen werden in gewissem Umfang auch beim Übergang von freien zu ge- 8 Vgl. zu diesem Thema auch: W. Lamberts und H. Schaefer, Der Einfluß der Konjunkturentwicklung auf die PKW-Nachfrage in der Bundesrepublik. „Mitteilungen des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung", Jg. 18 (1967), Berlin 1967, S. 39 ff. 9 Der Betriebsbestand wird sich nach unseren Annahmen um 20 vH erhöhen; die neuen Betriebe sind aber überwiegend kleiner und von geringerer Kapazität als die schon länger bestehenden. Daher wurde der Kapazitätseffekt dieser neuen Betriebe nicht mit 20 vH, sondern mit 15 vH angesetzt. 50
bundenen Werkstätten vorgenommen werden, wenn auch gewiß bei weitem nicht mehr in dem Maße wie im vergangenen Jahrzehnt. Der Umsatzwert aus dem Absatz von Kraftfahrzeugen wird infolge des verstärkten Trends zum größeren Wagen und des überproportional wachsenden Absatzes von Gebrauchtwagen bis 1975 erheblich stärker steigen, als man angesichts der relativ geringen Erhöhung der abgesetzten Stückzahlen an neuen Personenkraftwagen und Kombiwagen (von 1965 bis 1975 + rd. 12 vH) vermuten sollte. In der Projektion wird für den Absatz von Personenkraftwagen, Kombiwagen, Krafträdern und von einschlägigem Zubehör für dieses Jahrzehnt eine Zuwachsrate zu konstanten Preisen von 76 vH angenommen. Dieser Prozentsatz ergibt sich teils aus dem Anstieg des Absatzwertes von neuen Personenkraftwagen und Kombiwagen (von 1965 bis 1975 + rd. 12 vH) Gebrauchtwagen10 und teils aus dem Obergang zu größeren, sichereren und komfortableren Fahrzeugen11. Unter Berücksichtigung der erwarteten ungünstigeren Entwicklung am Zweiradmarkt, der 1965 mit 6 bis 7 vH an der Gruppe Verkehr beteiligt war, wurde die Zuwachsrate für die gesamte Gruppe Verkehr um 2 vH auf 74 vH verringert. Es wäre verfehlt, für die Verkaufsfläche für Kraftfahrzeuge, Fahrräder, Mopeds und Zubehör von 1965 bis 1975 eine ebenso große Steigerung anzusetzen, da die jetzige Verkaufsfläche ausreicht, um ein Mehrfaches an Kraftfahrzeugen und Fahrrädern zu verkaufen. Überdies wird auch Mitte der 70er Jahre voraussichtlich ein beachtlicher Teil der Fahrzeuge in den Büros und Werkstätten der Händler und Handwerker, also nicht in Ladengeschäften, verkauft werden; der Anteil wird als unverändert angenommen. Für die Vergrößerung der Verkaufsfläche wurde aus diesen Gründen in der Gruppe Verkehr nur ein Plus von etwa einem Zehntel angenommen; besonders der regionalen Ausdehnung des Vertriebsnetzes soll damit Rechnung getragen werden. Im übrigen wird man im Fahrzeugsektor in neuen Wohngebieten im allgemeinen nur Kraftfahrzeugwerkstätten und -handelsbetriebe für Personenkraftwagen und — in größeren Siedlungen — Zweiradmechaniker und Geschäfte für Auto- und Kraftradzubehör anzusetzen haben; Lastkraftwagen, Sonderkraftfahrzeuge, Kraftomnibusse werden in der Regel nicht in Ladengeschäften verkauft, sondern in den Büros der Kraftfahrzeugbetriebe. 10 Der Absatz von Gebrauchtwagen wird sich nach unseren Annahmen von 1965 bis 1975 um 90 vH steigern. 11 Die wertmäßige Steigerung durch Überwechseln zu größeren und komfortableren Modellen wird mit jeweils 15 vH bei turnusmäßiger Ersatzanschaffung im Abstand von 4 Jahren angenommen. Dies wirkt sich mit einer gewissen Verzögerung auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt aus. 4* 51
D. Einzelhandel und Handwerk in neuen Wohngebieten Siedlungen von 1000 bis 100 000 Einwohnern Aus dem Absatz der einzelnen Branchen wird die benötigte Gesamtverkaufs- oder Ladenfläche ermittelt. Die Summe der benötigten Flächen ergibt die Gesamtverkaufs- oder Ladenfläche eines neuen Wohngebiets bestimmter Größe. Die sonstigen benötigten Flächen für Büros, Sozialräume, Werkstatt, Hofraum, Garagen, Abstellplätze usw. sind den Ladenflächen hinzuzurechnen. Das Ergebnis sind die Geschäftsflächen (im Einzelhandel) bzw. die Betriebsflächen (im Handwerk). Die Aufteilung der Verkaufs-, Geschäfts- und Betriebsflächen auf Einzelhandel und Handwerkshandel bereitet gewisse Schwierigkeiten, da diese beiden Bereiche in der Umsatzstatistik und in der Handwerksstatistik unterschiedlich abgegrenzt sind. Die Umsatzsteuerstatistik fußt auf dem Schwerpunktprinzip, d. h. dem (institutionellen) Einzelhandel sind hier auch alle Handwerksbetriebe zugeordnet, deren (Umsatz-)Schwerpunkt im Einzelhandel liegt. Dagegen erfaßt die Handwerksstatistik die gesamten Umsätze der Handwerksbetriebe, also auch die Umsätze der Betriebe mit Schwerpunkt im Einzelhandel. Diese unterschiedliche statistische Abgrenzung stört um so mehr, als der Absatz in Ladengeschäften, der der Ermittlung der Verkaufs- und Geschäftsflächen zugrunde liegt, nur durch die Formel: Umsatz des (institutionellen) Einzelhandels It. Umsatzsteuerstatistik + Handelsumsatz des Handwerks abzüglich Umsatz der Betriebe mit Schwerpunkt im Einzelhandel It. Handwerksstatistik, gewonnen werden konnte (vgl. hierzu auch S. 15). Für die Aufteilung der Verkaufs- und Geschäftsflächen auf Einzelhandel und Handwerk kann diese Formel nicht verwendet werden. Bei der Ermittlung der genannten Flächen insgesamt wird der Umsatz der (Handwerks-)Betriebe mit Schwerpunkt im Einzelhandel vom Handelsumsatz des Handwerks abgezogen, um Doppelzählungen zu vermeiden. Bei der Aufgliederung der funktionalen Einzelhandelsumsätze auf den institutionellen Einzelhandel und auf den Handwerkshandel dagegen müssen die gesamten Handelsumsätze des Handwerks entsprechend den in der Gewerbestatistik üblichen Gepflogenheiten dem Handwerk zugeordnet werden. Dafür sind indes nicht nur statistische, sondern auch triftige wirtschaftliche Gründe anzuführen, vor allem die Tatsache, daß die Handwerksbetriebe mit überwiegendem Handelsumsatz beschäftigungs- und personalmäßig meist stärker im handwerklichen Bereich 52
verankert sind als im Handel. Selbst im Radio- und Fernsehtechnikerhandwerk mit einem Anteil des Handelsumsatzes am Gesamtumsatz von 75 vH sind mehr als zwei Drittel aller Beschäftigten (einschl. der Betriebsinhaber) im handwerklichen Sektor tätig. Gerade in den technischen Handwerkszweigen, im Kraftfahrzeug-, Landmaschinen·, Elektro-, Büromaschinenmechanikerhandwerk usw., in denen die Handelstätigkeit fast allgemein sehr groß ist, bilden angesichts der hohen Bedeutung des Kundendienstes für den Warenabsatz der technische Bereich und das Ladengeschäft wirtschaftlich eine Einheit. Zumindest bei den kleineren Betrieben ist der Handwerker zugleich technischer Leiter und Händler. Mit der Aufgliederung der Flächen auf den institutionellen Einzelhandel und den Handwerkshandel soll die Wahl von Kaufleuten oder Handwerkern für den Ansatz in bestimmten Siedlungsgebieten nicht vorweggenommen, sondern lediglich ein Anhaltspunkt für die Größenordnungen in der Praxis gegeben werden. In einigen Branchen, ζ. B. bei Textilien, Hausrat und Wohnbedarf, wird man von der Sache her möglicherweise besser einem Kaufmann, in anderen, ζ. B. in den betont technischen Zweigen, aber auch im Bereich des gehobenen persönlichen Bedarfs, ζ. B. bei Pelzwaren, Uhren, Gold-, Silber- und Juwelierwaren, dagegen vielleicht besser einem Handwerker den Vorzug geben, der freilich auch kaufmännisch geschult sein müßte. Immer sollte jedoch letztlich nicht der Beruf, sondern die Eignung entscheiden, ein Geschäft im ganzen zum Erfolg zu führen. Der Absatz je m2 Verkaufsfläche und je Einwohner ist in kleinen Siedlungen geringer als in großen, da von diesen weniger Kaufkraft in andere Bezirke abfließt und überdies auswärtige Kaufkraft angezogen wird. Entsprechend nimmt die Zahl der Gewerbebetriebe bzw. die Verkaufsfläche von einer bestimmten Siedlungsgröße an überproportional zu. Eine erste Schwelle dieser Art beginnt bei 2500 Einwohnern — anhaltend bis zu 8000 Einwohnern. Eine relativ starke Zunahme des Gewerbes in quantitativer und qualitativer Hinsicht wird ferner bei 12000 bis zu 25000 Einwohnern festgestellt. Bedeutendere zentrale Funktionen erfordern einen Einzugsbereich von wenigstens 35000, die volle Versorgung mit Gütern und Diensten zentraler Art einen solchen von 100 000 und mehr Einwohnern1. Wir weisen die Verkaufs-, Geschäfts- und Betriebsflächen für Siedlungen von 1000, 5000, 10000, 20000, 30000, 50000 und 100000 Einwohnern aus. Die Differenzierung der Gewerbedichte in Siedlungen unterschiedlicher Größe ist aus Tabelle 10 ersichtlich, die einen Überblick über den Umsatz je Einwohner der einzelnen Bedarfsgruppen des institutionellen Einzelhandels im Jahre 19592 gibt. Danach reichte die Spanne damals beispielsweise in der Gruppe Nahrungs- und Genußmittel von 319 DM je Einwohner im Durchschnitt der Gemeinden unter 2 000 Einwohner bis zu 646 DM je Einwohner im Durch- 1 Vgl. K. Otto, Zur Frage zweckmäßiger Siedlungs- und Nahbereichsgrößen unter den Gesichtspunkten wirtschaftlicher Verwaltung und vielfältigen Angebots von Gütern und Diensten. Informationen, hrsg. vom Institut für Raumforschung, Jg. 17 (1967), Nr. 4, S. 123 ff. 2 Für spätere Jahre fehlen entsprechende Unterlagen. 53
54 Tabelle 10: Umsatz des Einzelhandels absolut und je Einwohner nach Gemeindegrößenklassen 1959 (Bundesgebiet1) In Gemeinden mit ... bis unter ... Einwohnern 2000 5000 10000 20000 50000 100000 bis bis bis bis bis und ms9®" 2000 5000 10000 20000 50000 100000 mehr samt Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (ohne Gemisch twaren) Umsatz in 1 000 DM 30 336 25 640 40 209 119 245 605 881 1 221 625 5 093 284 7 136 220 Anteil in vH 0,4 0,3 0,6 1,7 8,5 17,1 71,4 100 Umsatz je Einwohner in DM 2,46 4,02 8,39 32,88 118,19 356,84 278,85 132,24 Nahrungs- und Genußmitteln und Gemischtwaren Umsatz in 1 000 DM 3 931 938 2 825 901 2 519 045 2 092 194 3 066 408 2 121 293 11 791 120 28 347 899 Anteil in vH 13,9 10,0 8,9 7,3 10,8 7,5 41,6 100 Umsatz je Einwohner in DM 318,54 442,61 525,43 576,86 598,18 619,63 645,54 525,30 Bekleidung, Wäsche, Sportartikeln und Schuhen Umsatz in 1 000 DM 585 045 1 058 931 1 129 177 1 139 392 1 962 051 1 383 206 7 409 926 14 667 728 Anteil in vH 4,0 7,2 7,7 7,8 13,4 9,4 50,5 100 Umsatz je Einwohner in DM 47,40 165,85 235,53 314,15 382,75 404,03 405,68 271,80 Hausrat und Wohnbedarf Umsatz in 1000 DM 246 699 387 473 452 728 385 917 656 474 501 038 2 580 438 5 210 767 Anteil in vH 4,7 7,4 8,7 7,4 12,6 9,6 49,6 100 Umsatz je Einwohner in DM 19,99 60,69 94,43 106,40 128,06 146,35 141,27 96,56 elektrotechnischen und optischen Artikeln, Uhren Umsatz in 1 000 DM 153 111 264 511 341 630 341 820 560 311 421 654 2 273 589 4 356 626 Anteil in vH 3,5 6,1 7,8 7,8 12,9 9,7 52,2 100 Umsatz je Einwohner in DM 12,40 41,43 71,26 94,25 109,30 123,17 124,47 80,73
61 Bildung, Unterhaltung, Erholung ... 3 3 0 5 . 3 3 0,1 7 Foto-, Kino- und sonstige feinmech. und -optische Erzeugnisse 0,1 0,1 — 0,2 0,1 0,1 0,1 — 0,2 0,1 Musikinstrumente, Spielwaren, Sport- und Campingartikel, Waffen, Munition und Jagdartikel 0,3 0,3 — 0,4 0,3 0,3 — 0,4 Musikalien, Bücher, Zeitungen, Zeitschriften 0,2 0,2 - 0,3 0,2 0,2 - 0,3 - Sämereien, Futter- u. Düngemittel, Blumen und zoologischer Bedarf 22 — 3—22 — 5 — Schreib- und Papierwaren, Schul- und Bürobedarf 0,4 0,4 - 0,9 0,1 0,6 0,5 - 1 0,1 Körper- und Gesundheitspflege 4 3 0,3 10 2 4 4 0,4 11 2 Körperpflegemittel und Kosmetika 0,6 0,4 0,2 0,8 2 0,6 0,4 0,2 0,8 2 Arzneimittel, Drogerie- und Reformwaren 3 3 — 9 — 3 3 — 10 — SonstigeWaren und Leistungen für die Gesundheitspflege 0,1 - 0,1 — 0,4 0,2 — 0,2 — 0,5 Verkehr: Kraftwagen, Zweiräder und Zubehör 2 . . . . 2 Schmuck und Geschenkartikel 0,7 0,5 0,3 0,8 1 0,9 0,6 0,3 1 1 Uhren, Juwelier-, Gold- und Silberwaren 0,4 0,2 0,2 0,4 0,9 0,5 0,2 0,2 0,4 1 Leder- und Galanteriewaren 0,3 0,3 0,1 0,5 0,2 0,4 0,4 0,1 0,6 0,3 Wäscherei und Chemischreinigung.. 2 . . 2 Wirtschaftsbedarf 0,9 0,9 - 3 - 1 1 - 4 - Büromaschinen, Büromöbel, Organisationsmittel — — — — — — — — — — Technischer Bedarf 0,9 0,9 — 3 — 1 1 — 4 — Quelle siehe Tabelle 2. Anmerkung: Mehr Verkaufs- und Betriebsfläche je 1000 Einwohner 1975 gegenüber 1965 bedeutet nicht immer auch mehr Betriebe, da für die nächsten Jahre mit weiterem Wachstum der durchschnittlichen Betriebsgröße zu rechnen ist. - Differenzen durch Runden der Zahlen.
62 Tabelle 13: Verkaufsfläche, Geschäftsfläche und Betriebsfläche des funktionalen Einzelhandels in Wohngebieten von 5000 Einwohnern 1965 und 1975, m2 (Bundesgebiet) 1965 1975 Verkaufsfläche r Verkaufsfläche r Bedarfsgruppe/Waren r?" Betriebs- S1®" Betriebsart Dienstleistungen) davon fläche f,äche davon fläche f,äche msg· Einzel- Hand- Einzel- Hand- msg· Einzel- Hand- Einzel- Hand- handel werk handel werk handel werk handel werk Nahrungs- und Genußmittel 805 570 235 1 023 1 199 851 608 242 1 091 1 505 Nahrungs- und Genußmittel versch. Art 570 570 - 1 023 - 608 608 - 1 091 - Brot und Backwaren 127 - 127 - 662 129 - 129 - 826 Fleisch und Fleischwaren 107 - 107 - 537 114 — 114 - 679 Bekleidung, Textilien und Zubehör .. 416 406 10 587 29 425 416 10 600 30 Herrenoberbekleidung .7 24 22 2 31 6 23 22 2 30 6 Damenoberbekleidung 27 24 3 36 9 28 25 3 37 10 Textilien versch. Art und Zubehör 365 360 5 520 14 374 369 5 533 14 Schuhe und Zubehör 92 76 16 126 33 116 94 21 158 33 Hausrat und Wohnbedarf 510 399 111 684 340 556 433 123 756 389 Möbel, Teppiche, Heimtextilien, Haushaltswäsche u. a. m 302 242 60 340 203 304 243 61 342 221 Elektrotechn. Erzeugnisse, Herde, Öfen, Hausrat, Nähmaschinen, Metall-, Glas- u. keramische Waren 170 127 42 275 118 200 150 50 324 135 Rundfunk-, Fernseh- und Phonogeräte 27 21 7 40 13 40 30 10 58 27 Tapeten, Farben, Lacke, Fußbodenbeläge 11 9 2 29 6 12 10 2 32 6
63 Bildung, Unterhaltung, Erholung ... 64 62 2 123 80 77 3 152 Foto-, Kino-und sonstige feinmech. und -optische Erzeugnisse 4 3 1 8 4 4 3 1 8 4 Musikinstrumente, Spielwaren, Sport- und Campingartikel, Waffen, Munition und Jagdartikel 14 14 0 21 15 14 1 22 Musikalien, Bücher, Zeitungen, Zeitschriften 7 7 — 13 — 8 8 - 13 — Sämereien, Futter- u. Düngemittel, Blumen und zoologischer Bedarf 20 20 — 40 — 27 27 — 54 — Schreib- und Papierwaren, Schul- und Bürobedarf 19 18 1 41 4 26 25 1 55 5 Körper- und Gesundheitspflege 108 100 7 293 43 123 114 9 335 50 Körperpflegemittel und Kosmetika 13 8 4 17 34 14 9 5 18 40 Arzneimittel, Drogerie- und Reformwaren 92 92 - 276 - 105 105 - 317 - SonstigeWaren und Leistungen für die Gesundheitspflege 3 — 3 — 9 4 — 4 — 10 Verkehr: Kraftwagen, Zweiräder und Zubehör 28 . . . . 29 Schmuck und Geschenkartikel 26 16 10 29 46 33 21 13 38 56 Uhren, Juwelier-, Gold- und Silberwaren 16 8 8 15 39 20 10 10 19 46 Leder- und Galanteriewaren 10 8 2 14 7 13 11 3 19 10 Wäscherei und Chemischreinigung.. 15 . . 14 Wirtschaftsbedarf 10 10 0 33 1 14 14 0 44 1 Büromaschinen, Büromöbel, Organisationsmittel 1 1 0 2 1 1 1 0 2 1 Technischer Bedarf 9 9 — 31 — 13 13 — 42 — Quelle und Anmerkung siehe Tabelle 12.
64 Tabelle 14: Verkaufsfläche, Geschäftsfläche und Betriebsfläche des funktionalen Einzelhandels in Wohngebieten von 10000 Einv/ohnern 1965 und 1975, m2 (Bundesgebiet) 1965 1975 Verkaufsfläche G Verkaufsfläche G Bedarfsgruppe/Waren schäfts Betriebs" schäfts Betriebs~ (und Dienstleistungen) davon fläche f,äche davon fläche f,äche msg- Einzel- Hand- Einzel- Handmsg- Einzel- Hand- Einzel- Hand- handel werk handel werk handel werk handel werk Nahrungs- und Genußmittel 1 854 1 313 541 2 354 2 759 1 957 1 399 558 2 511 3 464 Nahrungs- und Genußmittel versch. Art 1 313 1 313 - 2 354 - 1 399 1 399 - 2 511 - Brot und Backwaren 294 - 294 - 1 524 298 - 298 - 1 902 Fleisch und Fleischwaren 247 - 247 - 1 235 260 - 260 - 1 562 Bekleidung, Textilien und Zubehör .. 1 226 1 188 37 1 716 106 1 251 1 212 38 1 751 115 Herrenoberbekleidung 105 97 7 135 23 101 94 7 130 24 Damenoberbekleidung 141 126 16 186 46 145 129 16 192 53 Textilien versch. Art und Zubehör 980 965 14 1 395 37 1 005 989 15 1 429 38 Schuhe und Zubehör 193 159 34 265 70 241 198 44 330 70 Hausrat und Wohnbedarf 1 379 1 080 298 1 846 916 1 504 1 175 328 2 043 1 051 Möbel, Teppiche, Heimtextilien, Haushaltswäsche u. a. m 842 674 168 949 565 848 679 169 955 618 Elektrotechn. Erzeugnisse, Herde, Öfen, Hausrat, Nähmaschinen, Metall-, Glas-u. keramische Waren 412 309 103 669 289 487 364 122 790 330 Rundfunk-, Fernseh- und Phonogeräte 86 64 21 124 41 125 94 31 180 83 Tapeten, Farben, Lacke, Fußbodenbeläge 39 33 6 104 21 44 38 6 118 20
5 Beckermann-Sch laghecken 65 Bildung, Unterhaltung, Erholung ... 232 223 8 420 . 272 261 12 498 Foto-, Kino-und sonstige feinmech. und -optische Erzeugnisse 15 12 3 30 16 17 13 4 33 18 Musikinstrumente, Spielwaren, Sport- und Campingartikel, Waffen, Munition und Jagdartikel 62 59 3 90 65 63 3 94 Musikalien, Bücher, Zeitungen, Zeitschriften 59 59 - 102 - 60 60 - 104 - Sämereien, Futter- u. Düngemittel, Blumen und zoologischer Bedarf 46 46 — 92 — 63 63 — 125 — Schreib- und Papierwaren, Schul- und Bürobedarf 50 47 3 106 11 67 62 5 142 14 Körper- und Gesundheitspflege 295 261 33 753 178 337 299 38 861 208 Körperpflegemittel und Kosmetika 49 32 16 65 130 53 35 18 70 153 Arzneimittel, Drogerie- und Reformwaren 229 229 - 688 - 264 264 - 791 - SonstigeWaren und Leistungen für die Gesundheitspflege 17 — 17 — 48 20 — 20 — 55 Verkehr: Kraftwagen, Zweiräder und Zubehör 93 . . . . 96 Schmuck und Geschenkartikel 84 53 31 97 146 107 68 39 123 176 Uhren, Juwelier-, Gold- und Silberwaren 50 25 25 47 120 60 30 30 56 140 Leder- und Galanteriewaren 34 28 6 50 26 47 38 9 67 36 Wäscherei und Chemischreinigung.. 42 . . 40 Wirtschaftsbedarf 31 30 1 95 4 43 42 1 129 4 Büromaschinen, Büromöbel, Organisationsmittel 3 2 1 7 4 4 3 1 9 4 Technischer Bedarf 28 28 — 88 — 39 39 — 120 — Quelle und Anmerkung siehe Tabelle 12.
66 Tabelle 15: Verkaufsfläche, Geschäftsfläche und Betriebsfläche des funktionalen Einzelhandels in Wohngebieten von 20000 Einwohnern 1965 und 1975, m2 (Bundesgebiet) 1965 1975 Verkaufsfläche G Verkaufsfläche G Bedarfsgruppe/Waren orhäfts Betriebsschäfts- Betriebs" (und Dienstleistungen) davon i\lche f,äche davon fläche f,äche insg· Einzel- Hand- Einzel- Hand- msg- Einzel- Hand- Einzel- Handhandel werk handel werk handel werk handel werk Nahrungs- und Genußmittel 3 982 2 820 1 162 5 060 5 929 4 208 3 009 1 199 5 397 7 446 Nahrungs- und Genußmittel versch. Art 2 820 2 820 - 5 060 - 3 009 3 009 - 5 397 - Brot und Backwaren 631 - 631 - 3 273 640 - 640 - 4 088 Fleisch und Fleischwaren 531 - 531 - 2 656 559 - 559 - 3 358 Bekleidung, Textilien und Zubehör .. 3 338 3 211 128 4 633 371 3 400 3 272 128 4 720 402 Herrenoberbekleidung 432 402 30 557 97 418 389 29 538 97 Damenoberbekleidung 569 507 63 750 186 588 524 64 774 215 Textilien versch. Art und Zubehör 2 337 2 302 35 3 326 88 2 394 2 359 35 3 408 90 Schuhe und Zubehör 467 384 84 639 168 584 480 105 800 168 Hausrat und Wohnbedarf 3 328 2 612 715 4 422 2 196 3 617 2 830 787 4 882 2 528 Möbel, Teppiche, Heimtextilien, Haushaltswäsche u. a. m 2102 1 682 420 2 366 1 411 2 115 1 692 422 2 381 1 540 Elektrotechn. Erzeugnisse, Herde, Öfen, Hausrat, Nähmaschinen, Metall-, Glas-u. keramische Waren 901 675 225 1 462 630 1 063 797 266 1 724 719 Rundfunk-, Fernseh- und Phonogeräte 222 167 55 321 104 323 242 81 467 216 Tapeten, Farben, Lacke, Fußbodenbeläge 103 88 15 273 51 116 99 18 310 53
5* 67 Bildung, Unterhaltung, Erholung ... 582 560 23 1 017 664 634 29 1 168 Foto-, Kino-und sonstige feinmech. und -optische Erzeugnisse 49 38 11 96 52 54 42 11 105 55 Musikinstrumente, Spielwaren, Sport- und Campingartikel, Waffen, Munition und Jagdartikel 219 213 7 318 232 222 10 332 Musikalien, Bücher, Zeitungen, Zeitschriften 148 148 - 258 - 151 151 - 264 - Sämereien, Futter- u. Düngemittel, Blumen und zoologischer Bedarf 73 73 — 146 — 99 99 — 199 — Schreib- und Papierwaren, Schul- und Bürobedarf 93 88 5 199 21 128 120 8 268 25 Körper- und Gesundheitspflege 669 564 104 1 610 513 762 642 121 1 839 592 Körperpflegemittel und Kosmetika 125 83 41 166 333 134 90 45 180 390 Arzneimittel, Drogerie- und Reformwaren 481 481 — 1 444 — 552 552 - 1 659 — SonstigeWaren und Leistungen für die Gesundheitspflege 63 — 63 — 180 76 — 76 — 202 Verkehr: Kraftwagen, Zweiräder und Zubehör 296 .... 308 .... Schmuck und Geschenkartikel 222 143 79 263 366 285 186 98 341 443 Uhren, Juwelier-, Gold- und Silberwaren 119 60 60 114 288 144 72 72 137 336 Leder- und Galanteriewaren 103 83 19 149 78 141 114 26 204 107 Wäscherei und Chemischreinigung.. 131 . . . 125 .... Wirtschaftsbedarf 55 51 4 157 17 73 68 5 208 16 Büromaschinen, Büromöbel, Organisationsmittel 14 10 4 32 17 18 13 5 40 16 Technischer Bedarf 41 41 — 125 — 55 55 — 168 — Quelle und Anmerkung siehe Tabelle 12.
68 Tabelle 16: Verkaufsfläche, Geschäftsfläche und Betriebsfläche des funktionalen Einzelhandels in Wohngebieten von 30000 Einwohnern 1965 und 1975, m2 (Bundesgebiet) 1965 1975 Verkaufsfläche r Verkaufsfläche G Bedarfsgruppe/Waren crhäfts- Betriebs" schäfts- Betriebs" (und Dienstleistungen) davon fläche f,äche davon f|äche flache insg· Einzel- Hand- Einzel- Hand- ,nsg· Einzel- Hand- Einzel- Hand- handel werk handel werk handel werk handel werk Nahrungs- und Genußmittel 6 047 4 284 1 763 7 685 9 005 6 389 4 568 1 821 8197 11 308 Nahrungs- und Genußmittel versch. Art 4 284 4 284 - 7 685 - 4 568 4 568 - 8197 - Brot und Backwaren 957 - 957 - 4 972 971 - 971 - 6 208 Fleisch und Fleischwaren 806 - 806 — 4 033 850 - 850 - 5100 Bekleidung, Textilien und Zubehör .. 5 436 5 214 220 7 523 2 256 5 530 5 305 224 7 656 701 Herrenoberbekleidung 800 742 56 1 030 1 789 773 718 54 995 181 Damenoberbekleidung 1 009 899 110 1 330 331 1 041 927 114 1 372 381 Textilien versch. Art und Zubehör 3 627 3 573 54 5 163 136 3 716 3 660 56 5 289 139 Schuhe und Zubehör 740 606 133 1 012 267 926 759 167 1 265 267 Hausrat und Wohnbedarf 5 387 4 229 1 155 7 094 3 556 5 840 4 573 1 266 7 807 4 089 Möbel, Teppiche, Heimtextilien, Haushaltswäsche u. a. m 3 498 2 798 699 3 938 2 348 3 520 2 815 704 3 961 2 563 Elektrotechn. Erzeugnisse, Herde, Öfen, Hausrat, Nähmaschinen, Metall-, Glas- u. keramische Waren 1 380 1 035 345 2 239 965 1 628 1 222 406 2 642 1 102 Rundfunk-, Fernseh- und Phonogeräte 358 268 89 517 168 521 391 131 753 348 Tapeten, Farben, Lacke, Fußbodenbeläge 151 128 22 400 75 171 145 25 451 76
69 Bildung, Unterhaltung, Erholung ... 830 792 38 1 422 937 888 48 1 624 Foto-, Kino-und sonstige feinmech. und -optische Erzeugnisse 81 64 18 159 86 89 69 19 175 91 Musikinstrumente, Spielwaren, Sport- und Campingartikel, Waffen, Munition und Jagdartikel 384 371 13 558 405 387 18 582 Musikalien, Bücher, Zeitungen, Zeitschriften 154 154 - 267 - 157 157 - 273 - Sämereien, Futter- u. Düngemittel, Blumen und zoologischer Bedarf 80 80 — 161 — 109 109 — 219 — Schreib- und Papierwaren, Schul- und Bürobedarf 131 123 7 277 29 177 166 11 375 35 Körper-und Gesundheitspflege .... 1 017 841 175 2395 834 1 162 958 205 2734 1 085 Körperpflegemittel und Kosmetika 192 128 63 256 512 207 139 69 277 724 Arzneimittel, Drogerie- und Reformwaren 713 713 - 2 139 - 819 819 - 2 457 - SonstigeWaren und Leistungen für die Gesundheitspflege 112 - 112 - 322 136 - 136 - 361 Verkehr: Kraftwagen, Zweiräder und Zubehör 514 . 534 ... Schmuck und Geschenkartikel 357 233 124 425 570 460 305 155 553 693 Uhren, Juwelier-, Gold- und Silberwaren 182 91 91 171 436 218 109 109 206 510 Leder- und Galanteriewaren 175 142 33 254 134 242 196 46 347 183 Wäscherei und Chemischreinigung.. 215 .... 204 . ... Wirtschaftsbedarf 62 54 8 170 32 82 71 10 222 30 Büromaschinen, Büromöbel, Organisationsmittel 27 19 8 61 32 34 23 10 75 30 Technischer Bedarf 35 35 - 109 - 48 48 - 147 - Quelle und Anmerkung siehe Tabelle 12.
70 Tabelle 17: Verkaufsfläche, Geschäftsfläche und Betriebsfläche des funktionalen Einzelhandels in Wohngebieten von 50000 Einwohnern 1965 und 1975, m2 (Bundesgebiet) 1965 1975 Verkaufsfläche G Verkaufsfläche r Bedarfsgruppe/Waren Qrhäftc Betriebs Betriebsart Dienstleistungen) davon fläche f,äche davon fläche f,äche msg· Einzel- Hand- Einzel- Hand- msg· Einzel- Hand- Einzel- Hand- handel werk handel werk handel werk handel werk Nahrungs- und Genußmittel 10 267 7 272 2 995 13 046 15 286 10 847 7 755 3 092 13 913 19195 Nahrungs- und Genußmittel versch. Art 7 272 7 272 - 13 046 - 7 755 7 755 - 13 913 - Brot und Backwaren 1 626 — 1 626 - 8 440 1 649 — 1 649 — 10 538 Fleisch und Fleischwaren 1 369 — 1 369 — 6 846 1 443 — 1 443 — 8 657 Bekleidung, Textilien und Zubehör .. 9 583 9174 408 13 243 1 193 9 751 9 336 413 13 475 1 297 Herrenoberbekleidung 1 438 1 336 100 1 853 322 1 390 1 292 97 1 789 324 Damenoberbekleidung 1 947 1 733 215 2 567 638 2 010 1 789 220 2 647 734 Textilien versch. Art und Zubehör 6198 6 105 93 8 823 233 6 351 6 255 96 9 039 239 Schuhe und Zubehör 1 260 1 034 227 1 724 453 1 578 1 293 284 2157 455 Hausrat und Wohnbedarf 9 802 7 716 2 087 12 791 6 467 10 566 8 295 2 271 14 001 7 408 Möbel, Teppiche, Heimtextilien, Haushaltswäsche u. a. m 6 667 5 335 1 333 7 506 4 476 6 709 5 367 1 342 7 552 4 886 Elektrotechn. Erzeugnisse, Herde, Öfen, Hausrat, Nähmaschinen, Metall-, Glas- u. keramische Waren 2199 1 650 550 3 567 1 539 2 594 1 946 649 4 210 1 755 Rundfunk-, Fernseh- und Phonogeräte 631 473 158 911 296 918 689 229 1 327 612 Tapeten, Farben, Lacke, Fußbodenbeläge 305 258 46 807 156 345 293 51 912 155
gehen". 1965 entfielen von den rund 5,6 Mrd. DM Umsatz der Versandhandelsunternehmen schätzungsweise 2 Mrd. DM oder 36 vH auf den stationären Bereich; für 1975 wird der entsprechende Anteil höher zu veranschlagen sein. Dagegen waren die Anteile des Handels vom Lager (oder vom Lagerplatz), des Markthandels und des sog. ambulanten Handels zu eliminieren. Der Handel vom Lager kommt insbesondere bei technischen Gütern, bei Maschinen und Fahrzeugen, in geringerem Umfang ferner bei Hausrat und Wohnbedarf (Möbel) sowie bei Sämereien, Futter- und Düngemitteln vor. Manchmal ist der Handel vom Lager allerdings identisch mit dem Großhandelsabsatz des Einzelhandels. Hier mußten Doppelabzüge vermieden werden. Dem Markthandel kommt insbesondere bei Nahrungs- und Genußmitteln, vornehmlich bei Gemüse und Obst sowie Butter, Eiern und Käse, Bedeutung zu. Auch der ambulante Handel fällt vor allem bei Lebensmitteln ins Gewicht. Er ist ferner bei Textilien nennenswert. Die Anteile des Markthandels und des ambulanten Handels am gesamten Einzelhandel gehen jedoch allmählich zurück. Bei den Nahrungsmittelhandwerken und bei den Kürschnern sind nicht nur die bereinigten Handelsumsätze, sondern auch der überwiegende Teil der Handwerksumsätze in die Rechnung einzubeziehen, da die selbsthergestellten Waren meist im Ladengeschäft verkauft werden. Bei den Bäckern und Fleischern sind vom Gesamtumsatz allerdings die „Ins-Haus-Lieferungen" sowie die Lieferungen an den Einzel- und Großhandel abzuziehen, Werte, die teils der Handwerksstatistik entnommen werden konnten, teils bei den Fachverbänden erfragt und teils geschätzt werden mußten. 1965 gab es nach Tietz3 in der Bundesrepublik etwa 1 Mill. Waren- und Dienstleistungsautomaten, wovon die Mehrzahl auf Tabakwaren (Zigaretten) entfiel. Diese gehören allerdings in der Hauptsache dem Tabakwarengroßhandel, und zwar auch diejenigen an den Fassaden der Einzelhandelsgeschäfte. Statistische Angaben zum eigenen Automatenabsatz des Einzelhandels gibt es nicht. Indessen wird der entsprechende Umsatz aus Tabakwaren im Tabakwarenfachhandel und im Lebensmitteleinzelhandel nach unseren Informationen für 1965 auf 700 Mill. DM zu veranschlagen sein. Für Süßwaren — hierfür liegen keine entsprechenden Schätzungen vor — haben wir den Automatenabsatz mit 100 Mill. DM beziffert. Nicht eliminiert wurden bei der Berechnung des Ladenabsatzes die Kioske und die Handlungen in der Wohnung, da sie funktional Verkaufsflächen gleichkommen. Die Warenhausunternehmen und ihre Tochtergesellschaften verkaufen ihre Waren ausnahmslos in Ladengeschäften; der Absatz wurde der Umsatzsteuerstatistik 1962 entnommen und für 1965 hochgerechnet (vgl. Über- 3 Vgl. B. Tietz, Konsument und Einzelhandel, a.a.O., S. 365 f. 77
Sicht 5). Der Gesamtumsatz war auf die einzelnen Sortimente aufzuteilen, wobei gewisse Anhaltspunkte aus den Geschäftsberichten der großen Warenhauskonzerne gewonnen werden konnten. Die Umsätze aus den Werkstattleistungen sind hier relativ gering, sie konnten selbst bei Rundfunk- und Fernsehgeräten sowie elektrotechnischen Erzeugnissen unberücksichtigt bleiben. Wie wir die Ladenumsätze im einzelnen ermittelt haben, sei am Beispiel der beiden Bedarfsgruppen Nahrungs- und Genußmittel sowie Möbel und sonstige Wohnungseinrichtungsgegenstände erläutert. Die erstgenannte Gruppe besteht aus den 3 Untergruppen: Nahrungs- und Genußmittel verschiedener Art (Kartoffeln, Obst, Gemüse, Milcherzeugnisse, Eier, Fettwaren, Fische, Süßwaren, Kaffee, Tee, Kakao, alkoholische und alkoholfreie Getränke, Tabakwaren, ferner Brot und Backwaren sowie Fleisch und Fleischwaren, soweit sie vom institutionellen Einzelhandel abgesetzt werden), ferner aus Brot- und Backwaren (einschl. Lebensmittel, soweit sie vom Bäcker- und Konditorhandwerk verkauft werden) und Fleisch und Fleischwaren (einschl. Feinkostwaren und Lebensmittel, soweit sie vom Fleischerhandwerk verkauft werden). Der Absatz von Nahrungs- und Genußmitteln verschiedener Art, d. h. der Lebensmittelgeschäfte, betrug 1965 nach der amtlichen Statistik 44,247 Mrd. DM. Von diesem Betrag sind die Großhandelslieferungen des Einzelhandels, die Umsätze des ambulanten Handels und des Markthandels abzuziehen, während die Einzelhandelsumsätze des Großhandels (soweit sie in Ladengeschäften getätigt werden) hinzugerechnet werden müssen. Dabei ergibt sich für 1965 ein Minussaldo von 836 Mill. DM. Des weiteren sind rd. 800 Mill. DM für Automatenverkäufe der Tabakwarengeschäfte, der Süßwarengeschäfte und des Lebensmitteleinzelhandels (hier nur Eigenumsätze) abzuziehen, und zwar schätzungsweise 700 Mill. DM für Tabakwaren und 100 Mill. DM für Süßwaren. Dagegen sind die Umsätze der Lebensmittelabteilungen der Warenhäuser und der Warenhäuser des Versandhandels mit insg. 2,830 Mrd. DM dem Einzelhandelsumsatz hinzuzurechnen, so daß sich für 1965 ein Gesamtumsatz des Lebensmitteleinzelhandels von rd. 45,4 Mrd. DM ergibt. Der Gesamtumsatz der Bäcker und Konditoren betrug 1965 9,284 Mrd. DM; davon entfielen 7,537 Mrd. DM auf private Haushalte und der Rest von 1,747 Mrd. DM auf Lieferungen an Einzelhandel und Großhandel, Industrie, Handwerk, Landwirtschaft und öffentliche Haushalte. Weitere 956 Mill. DM wurden von Betrieben umgesetzt, deren wirtschaftlicher Schwerpunkt im Einzelhandel lag und deren Umsätze in der Umsatzsteuerstatistik unter Einzelhandel mit Nahrungs- und Genußmitteln (schon) erfaßt sind. Die Umsätze des ambulanten und des Markthandels schließlich betrugen 1965 (schätzungsweise) 813 Mill. DM, so daß sich für den Absatz von Brot und Backwaren einschl. Lebensmitteln, soweit sie üblicherweise von den Bäckereien und Konditoreien verkauft werden, sowie einschl. der Kaffeehausumsätze dieser Zweige für 1965 ein rechnerischer Absatz in Ladengeschäften von 5,775 Mrd. DM ergibt. 78
Entsprechend waren abzuziehen vom Gesamtumsatz des Fleischerhandwerks in Höhe von 13,955 Mrd. DM Absatz an Industrie, Handwerk, Handel Umsatz der Betriebe mit Schwerpunkt im Einzelhandel 0,180 Mrd. DM Umsatz aus ambulantem und Markthandel 0,290 Mrd. DM 3,610 Mrd. DM was einen rechnerischen Absatz in Ladengeschäften von 10,345 Mrd. DM ergibt. Die gesamte Bedarfsgruppe Nahrungs- und Genußmittel hat demnach 1965 in Ladengeschäften abgesetzt: Nahrungs- und Genußmittel-Einzelhandel 45,400 Mrd. DM Bäcker und Konditoren 5,775 Mrd. DM Fleischereien 10,350 Mrd. DM insgesamt also 61,525 Mrd. DM Zur Bedarfsgruppe Möbel und sonstige Einrichtungsgegenstände gehören folgende Einzelhandelsbranchen: Umsatz 1965 Einzelhandel mit Möbeln 4,802 Mrd. DM Antiquitäten 0,075 Mrd. DM kunstgewerblichen Erzeugnissen 0,108 Mrd. DM Heimtextilien und Bettwaren (einschl. Teppiche und Gardinen) 1,141 Mrd. DM Aussteuer-, Haus-, Bett- und Tischwäsche 0,271 Mrd. DM Kunstgegenständen und Bildern 0,133 Mrd. DM Holz-, Korb- und Korkwaren, Kinderwagen 0,141 Mrd. DM Umsatz der Gruppe insgesamt rd. 6,671 Mrd. DM Hinzu kommt der Umsatz der Warenhäuser und der Kaufhäuser des Versandhandels mit schätzungsweise .. 1,555 Mrd. DM und der Handelsumsatz der Möbeltischler, der Raumausstatter und Korbmacher minus Umsatz der Betriebe mit Schwerpunkt im Einzelhandel 0,680 Mrd. DM 8,906 Mrd. DM Davon ist abzuziehen die Differenz aus Großhandels- und Werkstattumsatz des Einzelhandels gegenüber dem Einzelhandelsumsatz des Großhandels 0,360 Mrd. DM so daß für 1965 ein Umsatz von 8,546 Mrd. DM oder rd. 8,5 Mrd. DM verbleibt. 79
Abstimmung der Systematiken des Privaten Verbrauchs und der entsprechenden Branchen in der Umsatzsteuer- und Handwerksstatistik Privater Verbrauch Umsatzsteuerstatistik und Handwerksstatistik Nahrungs- und Genußmittel Gemüse, Obst, einschl. Konserven Eier, Milch, Käse und Butter, Speisefette und -öle, Fisch und Fischwaren Zucker, Süßwaren, Honig, Kakao Kaffee, Tee Bier, Spirituosen, Weine Alkoholfreie Getränke Tabakwaren Fleisch und Fleischwaren Brot und Kleingebäck Feingebäck und Dauerbackwaren Herren- und Knabenoberbekleidung einschl. Meterware und Entgelte für Anfertigung Damen- und Mädchenoberbekleidung, auch solche aus Pelz, ferner Meterwaren und Entgelte für Anfertigung Textilien verschiedener Art und Zubehör Schuhe (ohne Zubehör) Schuhzubehör, Reparaturen Möbel, Polstermöbel einschl. Entgelte für Polsterarbeiten, Teppiche und sonst. Fußbodenbelag, Matratzen Sonst. Heimtextilien, Haushaltswäsche Heiz- und Kochgeräte, Beleuchtungskörper (Heiz- und Kochgeräte, Beleuchtungskörper, Öfen und Herde — ohne elektr. Heizöfen); Einzelhandel mit verschiedenen Nahrungs- und Genußmitteln Fleischereien Bäckereien Konditoreien Einzelhandel mit Herrenoberbekleidung Herrenschneider Flickschneider Einzelhandel mit Damenoberbekleidung Damenschneider Kürschner Einzelhandel mit Textilwaren verschiedener Art Leibwäsche, Wirk- und Strickwaren, Miederwaren, Handarbeiten und Handarbeitsbedarf Oberhemden und Bekleidungszubehör Damen-und Herrenhüten und Schirmen, Kurz- und Schneiderwaren Modisten, Wäscheschneider, Stricker, Sticker, Weber, Handschuhmacher, Mützenmacher, Schirmmacher Einzelhandel mit Schuhen und Schuhwaren Schuhmacher Einzelhandel mit Möbeln Teppichen und Gardinen kunstgew. Gegenständen Haushaltswäsche Bettwaren Möbeltischler Raumausstatter Einzelhandel mit Elektroerzeugnissen und Leuchten Metall- und Kunststoffwaren versch. Art 80
Privater Verbrauch Umsatzsteuerstatistik und Handwerksstatistik sonst. Heiz- und Kochgeräte einschl. elektr. Heizöfen Elektrische Haushaltsmaschinen und -geräte (ohne Heiz- und Kochgeräte, einschl. Nähmaschinen) Gebrauchsgüter für Gartenpflege und Nutztierhaltung Langlebige, hochwertige nichtelektrische Haushaltsmaschinen und -geräte (ohne Heiz- und Kochgeräte) Metall- und Glaswaren, sonst, dauerhafte Waren (Geschirr, Bestecke, Werkzeug) Rundfunk-, Fernseh-, Phonogeräte, Zubehör, Schreib- und Rechenmaschinen, Klaviere, Reparaturen Tapeten, Farben, Baustoffe, Wohnungsreparaturen u. ä. Häusliche Dienste Wäscherei und Reinigung Verbrauchsgüter und Dienstleistungen für Gartenpflege und Nutztierhaltung (Sämereien und Düngemittel), Blumen Verbrauchsgüter für Bildungs- und Unterhaltungszwecke (Schreibbedarf, Scherzartikel, Futtermittel für Ziertiere, Tierpflegemittel) Dauerhafte Waren für Bildung und Unterhaltung (Foto- und Kinoapparate und Zubehör, Gemälde und Plastiken) Bücher, Broschüren, Zeitungen, Zeitschriften Öfen, Kühlschränken, Waschmaschinen, Nähmaschinen Elektroinstallateure Nähmaschinenmechaniker Einzelhandel mit Gas- und Wassergeräten Gas- und Wasserinstallateure Einzelhandel mit Hausrat aus Metall und Kunststoffen Schneidwaren und Bestecken Haushaltskeramik und Glaswaren Schlossereien mit Ladengeschäften, Messerschmiede Einzelhandel mit Rundfunk-, Fernseh- und Phonogeräten Musikinstrumenten Büromaschinen und -möbeln Radio- und Fernsehtechniker Musikinstrumentenmacher Büromaschinenmechaniker Einzelhandel mit Lacken, Farben, Tapeten und Bodenbelägen Maler Wäscherei, Plätterei, Chemischreinigung, Gebäudereinigung Einzelhandel mit Sämereien und Düngemitteln Blumen und Pflanzen Einzelhandel mit Papier- und Schreibwaren zoologischen Artikeln Buchbindereien mit Schreibwarengeschäften Einzelhandel mit Foto- und Kinoapparaten Kunstgegenständen und Bildern Fotografen mit Ladengeschäften, Vergolder Einzelhandel mit Büchern und Fachzeitschriften sonst. Zeitschriften und Zeitungen, Musikalien 6 Beckermann-Schlaghecken 81
Privater Verbrauch Umsatzsteuerstatistik und Handwerksstatistik Dienstleistungen für Bildung und Unterhaltung Kosten von Theater-, Kinobesuchen, Leihbüchern Sonstige Gebrauchsgüter für Bildungs- und Unterhaltungszwecke (Schulgeräte, Sportbedarf, Büroartikel) Laboratoriumsartikel, Barometer, optische Geräte, Ferngläser und Mikroskope Devotionalien, Spielwaren aller Art, Sportgeräte, Campingartikel, Haustiere aller Art — außer Nutztiere Kraftfahrzeuge und Fahrräder Sonstige Waren, Reparaturen und Dienstleistungen für eigene Kraftfahrzeuge Kraftstoffe Waren und Dienstleistungen für die Körperpflege (Gebrauchs- und Verbrauchsgüter für die Körperpflege, Friseurleistungen) Waren und Dienstleistungen für die Gesundheitspflege Persönliche Ausstattung (Uhren, echter Schmuck, Galanteriewaren, Feintäschnerwaren, Reparaturen und Änderungen; Begräbnisartikel) Banken und Versicherungen Kohlen und sonst, feste Brennstoffe Flüssige Brennstoffe zum Heizen, Kochen etc. Fotografen (Ateliers) Lichtspieltheater Leihbüchereien Einzelhandel mit Schul- und Bürobedarfsartikeln feinmechanischen und optischen Geräten Spielwaren Sport- und Campingartikeln Einzelhandel mit Kraftwagen und Krafträdern Fahrrädern und Mopeds Kraftfahrzeugteilen Kraftfahrzeugmechaniker Zweiradmechaniker Vulkaniseure Tankstellen Einzelhandel mit Parfümerien und Körperpflegemitteln, Feinseifen, Bürsten und Reinigungsmitteln Damen- und Herrenfriseure Apotheken, Drogerien Einzelhandel mit Reformwaren orthopädischen und medizinischen Artikeln Augenoptiker, Bandagisten Orthopädiemechaniker Zahntechniker Orthopädieschuhmacher Einzelhandel mit Uhren und Schmuckwaren Lederwaren (ohne Schuhe) Galanteriewaren Uhrmacher, Goldschmiede Feintäschner, Sattler (und Polsterer) Bestattungswesen Bank- und Versicherungsgewerbe Einzelhandel mit festen und flüssigen Brennstoffen Quellen: H. Schaefer, Der Private Verbrauch nach Herkunft und Verwendung, a.a.O. - Stat. Bundesamt: Güterverzeichnis für den Privaten Verbrauch, Ausgabe 1963, Stuttgart und Mainz 1963. - Umsatzsteuerstatistik 1964, Handwerkszählung 1963. 82
Tabellenanhang
84 Tabelle A1 : Absatz in Ladengeschäften des Einzelhandels und Handwerks nach Bedarfsgruppen 1965 und 1975 (Bundesgebiet) Ladenabsatz des ... Einzel- Hand- funktionalen Bedarfsgruppe/Untergruppe handels werks- Einzelhandels Verände- 1965 1965 1965 I 1975 .run9 ! in vH Mill. DM Mill. DM Funktionaler Einzelhandel insgesamt · · 150 695 205 850 + 36,6 Nahrungs- und Genußmittel insgesamt 45 400 16 125 61 525 77 025 + 25,2 Nahrungs- und Genußmittel verschiedener Art 45 400 - 45 400 58 600 + 29,1 Brot und Backwaren - 5 775 5 775 6 525 + 13,0 Fleisch und Fleischwaren - 10 350 10 350 11 900 + 15,0 Bekleidung, Textilien und Zubehör 23 993 735 24 728 30 398 + 22,9 Herrenoberbekleidung 3 747 109 3 856 4 434 + 15,0 Damenoberbekleidung 5 278 535 5 813 7 441 + 28,0 darunter Kürschnerwaren 334 490 824 1 236 + 50,0 Textilien verschiedener Art und Zubehör 14 968 91 15 059 18 523 + 23,0 Schuhe und Zubehör 3 800 234 4 034 5 559 + 37,8 Hausrat und Wohnbedarf 18 271 3 459 21 730 30 305 + 39,5 Möbel, kunstgewerbliche Erzeugnisse, Antiquitäten, Teppiche, Heimtextilien, Haushaltswäsche u.a. m 7 866 680 8 546 10 050 + 17,6 Elektrotechnische Erzeugnisse, Herde, Öfen, Hausrat, Nähmaschinen, Metall-, Glas- und keramische Waren 6 640 2 272 8 912 13 012 + 46,0 Rundfunk-, Fernseh- und Phonogeräte 2 508 320 2 828 5167 + 82,7 Tapeten, Farben, Lacke, Fußbodenbeläge 1 257 187 1 444 2 076 + 43,8
85 Bildung und Unterhaltung 6 141 206 6 347 9169 + 44,5 Foto-, Kino- und sonstige feinmech. und -optische Erzeugnisse (ohne einschläg. Umsätze der Drogerien und Augenoptiker) .. 1 019 117 1 136 1 462 + 28,7 Musikinstrumente, Spielwaren, Sport- und Campingartikel, Waffen, Munition und Jagdartikel 1 369 68 1 437 1 848 + 28,6 Musikalien, Bücher, Zeitungen, Zeitschriften 1 679 0 1 679 2 389 + 42,3 Sämereien, Futter- und Düngemittel, Blumen und zoologischer Bedarf 960 0 960 1 593 + 65,9 Schreib- und Papierwaren 1 114 21 1 135 1 877 + 65,4 Körper-und Gesundheitspflege 7 769 1 252 9 021 14 418 + 59,8 Körperpflegemittel und Kosmetika, Putz- und Reinigungsmittel 977 442 1 419 2129 + 50,0 Arzneimittel, Drogerie- und Reformwaren 6 792 0 6 792 10 989 + 61,8 Sonstige Waren und Leistungen für die Gesundheitspflege ... — 810 810 1 300 + 60,5 Verkehr: Kraftwagen, Zweiräder und Zubehör 9 608 7 609 17 217 29 958 + 74,0 Uhren, Schmuck und andere Geschenkartikel 2 704 421 3125 5 340 + 70,9 Uhren, Juwelier-, Gold- und Silberwaren 1 805 328 2 133 3 647 + 71 0 Leder- und Galanteriewaren 899 93 992 1 693 + 70,7 Wäscherei und Chemischreinigung . . 1 730 1 730 ± 0 Wirtschaftsbedarf 1 061 177 1 238 1 948 + 57,4 Büromaschinen, Büromöbel, Organisationsmittel 701 177 878 1 372 + 56,3 Technischer Bedarf (einschl. Installationsbedarf) 360 - 360 576 + 60,0 Quelle und Erläuterungen siehe Tabelle 2.
86 Tabelle A 2: Absatz in Ladengeschäften des Einzelhandels und Handwerks absolut, je Kopf der Bevölkerung und Je m2 Verkaufsfläche 1965 und 1975 (Bundesgebiet) Absatz in Ladengeschäften 1965 1975 Bedarfsgruppe/Untergruppe je Kopf je m2 je Kopf je m2 Min πμ derBevöl- Verkaufs- ..... p,.. der Bevöl- Verkaufs- M,IL DM kerung fläche Μ,Π·DM kerung fläche in DM in DM in DM in DM Nahrungs-und Genußmittel insgesamt 61 525 1 044 5 920 77 025 1 250 6 670 Nahrungs- und Genußmittel versch. Art 45 400 770 6170 58 600 951 7100 Brot und Backwaren 5 775 98 3 510 6 525 106 3 720 Fleisch und Fleischwaren 10 350 176 7 470 11 900 193 7 750 Bekleidung, Textilien und Zubehör 24 728 419 3 540 30 398 493 4100 Herrenoberbekleidung 3 856 65 4 420 4 434 72 5 000 Damenoberbekleidung 5 813 99 4 560 7 441 121 5 380 Textilien versch. Art und Zubehör 15 059 255 3110 18 523 301 3 550 Schuhe und Zubehör 4 034 68 3 820 5 559 90 4 000 Hausrat und Wohnbedarf 21 730 369 2 700 30 305 492 3 310 Möbel, Teppiche, Heimtextilien, Haushaltswäsche u. a. m 8 546 145 1 620 10 050 163 1 800 Elektrotechn. Erzeugnisse, Herde, Öfen, Hausrat, Nähmaschinen, Metall-, Glas- und keramische Waren 8912 151 4420 13012 211 5200 Rundfunk-, Fernseh-und Phonogeräte 2 828 48 5 450 5167 84 6 500 Tapeten, Farben, Lacke, Fußbodenbeläge 1 444 24 6 450 2 076 34 7 800
93 Uhrmacher, Gold- und Silberschmiede (4-6 Beschäftigte) . 1 530 000 24 700 1 554 700 1 547 520 24 990 1 572 510 1 805 440 29 150 1 834 590 Fotografen (5-6 Beschäftigte) 653 400 21 050 674 450 620 760 20 030 640 790 724 220 23 370 747 590 Augenoptiker (4-5 Beschäftigte) 265 500 31 400 296 900 321 310 38 000 359 310 350 520 41 450 391 970 Friseure (6-8 Beschäftigte) .. 4 472 000 183 250 4 655 250 6 149 000 252 750 6 401 750 7 267 000 298 700 7 565 700 Wäscher und Plätter (12-15 Beschäftigte) 617 000 27 800 644 800 493 600 22 240 515 840 493 600 22 240 515 840 Chemischreiniger (25-30 Beschäftigte) 202 000 71 100 273100 185 800 65 410 251 210 185 800 65 410 251 210 Bau- und Möbeltischler (6-8 Beschäftigte) 30 954 000 207 200 31 161 200 35 390 600 237 500 35 628 100 40 446 400 271 430 40 717 830 Gas- und Wasserinstallateure (8-10 Beschäftigte) 2 897 250 52 200 2 949 450 3 349 170 60 340 3 409 510 3 940 200 70 990 4 011 190 Zentralheizungs- u. Lüftungsbauer (12-15 Beschäftigte) .. 690 000 19 900 709 900 894 240 25 860 920100 1 059 840 30 650 1 090 490 Kraftfahrzeugmechaniker (15-20 Beschäftigte) 16 992 000 481 000 17 473 000 22 939 200 649 350 23 588 550 25 488 000 721 500 26 209 500 Vulkaniseure (10-12 Beschäftigte) 904 000 124 400 1 028 400 1 288 800 178 100 1 466 900 1 611 000 222 650 1 833 650 Karosseriebauer (12-15 Beschäftigte) 924 000 10 000 934 000 1 267 200 13 690 1 280 890 1 425 600 15 400 1 441 000 Hoch- und Tiefbaugewerbe (20-25 Beschäftigte) 24 624 000 168 000 24 792 000 24 930 000 169 340 25 099 340 27 700 000 188 160 27 888 160 Schlosser (10-12 Beschäftigte) 7 035 000 52 400 7 087 400 7 175 500 53 280 7 228 780 8 610 600 63 930 8 674 530 Maschinenbauer (10-12 Beschäftigte) 2 262 500 2 500 2 265 000 2 375 500 2 630 2 378 130 2 850 600 3 150 2 853 750 Land masch i η en m e eh a n ì ker (8-10 Beschäftigte) 6 450 000 121 050 6 571 050 9 460 000 177 540 9 637 540 11 825 000 221 900 12 046 900 Schmiede (8-10 Beschäftigte) 29 550 000 82 800 29 632 800 31 520 000 115 000 31 635 000 39 400 000 143 750 39 543 750 Berechnungen und Schätzungen aufgrund der Handwerkszählung 1963, von Sekundärstatistiken des Westdeutschen Handwerkskammertages, Düsseldorf, des Instituts für Handwerkswirtschaft e. V., München, und der Rationalisierungsgemeinschaft Schleswig-Holstein e. V., Kiel. - 1 Betriebsfläche einschl. Aufenthalts-, Umkleide- und Sozialräume, wo notwendig auch Garage, Lager-, Büro- und Freifläche. Die Reservefläche für künftiges Betriebswachstum beträgt 10 bis 25 vH.
94 Tabelle A 5: Der Absatz des Fachhandels je m2 Verkaufsraum 1956 bis 1965 (Bundesgebiet) Branche 1956 1957 1958 1959 1960 1961 1962 1963 1964 1965 Lebensmitteleinzelhandel in DM 4 890 4 800 5 040 5 230 5 430 5 490 5 410 5 520 5 730 6170 1965 = 100 79,3 77,8 81,7 84,8 88,0 89,0 87,7 89,5 92,9 100 Drogerien in DM 2 960 3110 3 350 3 430 3 610 3 730 4 010 4 130 4 240 4 510 1965 = 100 65,6 69,0 74,3 76,1 80,0 82,7 88,9 91,6 94,0 100 Reformhäuser in DM 4 410 4 770 4 710 4 480 4 440 4 330 3 960 4 460 4 670 4 950 1965 = 100 89,1 96,4 95,2 90,5 89,7 87,5 80,0 90,1 94,3 100 Tabakwareneinzelhandel in DM 7 340 5 640 7 330 7 820 8 730 9 880 11 200 13 080 15 290 13 060 1965 = 100 56,2 43,2 56,1 59,9 66,8 75,6 85,8 100,2 117,1 100 Textileinzelhandel in DM 3160 3 230 3 150 3 080 3 230 3 460 3 460 3 520 3 690 3 960 1965 = 100 79,8 81,6 79,5 77,8 81,6 87,4 87,4 88,9 93,2 100 davon mit vorwiegend Herren-und Knabenoberbekleidung in DM 3 610 3 740 3 480 3 210 3 400 3 830 3 880 3 800 4 200 4 420 1965 = 100 81,7 84,6 78,7 72,6 76,9 86,7 87,8 86,0 95,0 100 Damen-, Mädchen-, Kinderoberbekleidung in DM 2 960 3 160 3 200 3 220 3 250 3 580 3 620 3 670 3 720 4 560 1965 = 100 64,9 69,3 70,2 70,6 71,3 78,5 78,9 80,5 81,6 100 Herren-, Damen-, Kinderoberbekleidung .. in DM 3 870 3 300 2 800 2 680 2 980 3 340 3 520 3 480 3 740 4 040 1965 = 100 95,8 81,7 69,3 66,3 73,8 82,7 87,1 86,1 92,6 100 Meterwaren in DM 3 940 5 020 - - - - - - 4 630 4 990 1965 = 100 79,0 100,6 92>8 100 Wäsche, Wirk- und Strickwaren in DM 3 950 3 880 3 880 3 920 4 110 4 250 4 360 4 810 4 490 4 480 1965 = 100 88,2 86,6 86,6 87,5 91,7 94,9 97,3 107,4 100,2 100 Haus-und Bettwäsche, Bettwaren in DM 3 020 2 840 2 390 2 710 2 460 2 720 2 940 2 740 2 850 3 210 1965 = 100 94,1 88,5 74,5 84,1 76,6 84,7 91,6 85,4 88,8 100 Herrenausstattung in DM 3 960 4190 - - - 3 960 4 020 4 550 4 550 4 960 1965 = 100 79,8 84,5 - - - 79,8 81,0 91,7 91,7 100 Teppichen, Möbelstoffen und Gardinen ... in DM 2 200 2 840 - - — 2 900 2 780 2 690 2 970 3 203 1965 = 100 68,7 88,7 - - - 90,5 86,8 84,0 92,7 100
95 gemischtem Sortiment in DM 2 670 2 720 2 710 2 590 2 700 2 890 2 860 2 920 2 970 3110 1965=100 85,9 87,5 87,1 83,3 86,8 92,9 92,0 93,9 95,5 100 Schuheinzelhandel in DM 3 690 3 760 3 560 3 690 3 580 3 740 3 600 3 620 3 790 3 820 1965 = 100 96,6 98,4 93,2 96,6 93,7 97,9 94,2 94,8 99,2 100 Möbeleinzelhandel in DM 1 260 1 240 1 180 1 080 1 100 1 130 1 140 1 070 1 150 1 280 1965 = 100 98,4 96,9 92,2 84,4 85,9 88,3 89,1 83,6 89,8 100 Beleuchtungs- und Elektroeinzelhandel in DM . . — — — — — — 5 520 5 420 1965 = 100 . _______ 101,8 100 Glas-, Porzellan-und Keramik-Einzelhandel .. in DM . . 2 410 2 250 2 290 2 560 2 750 2 770 2 870 3 210 1965 = 100 . . 75,1 70,1 71,3 79,8 85,7 86,3 89,4 100 Eisenwaren-und Hausrathandel in DM . . 3 600 3 880 4 020 4 270 4 580 4 870 6 070 5 610 1965 = 100 . . 64,2 69,2 71,7 76,1 81,6 86,8 108,2 100 davon mit vorwiegend Haus-und Küchengeräten in DM . . 2160 1 840 2 000 2 080 2 210 2 230 2 280 2 350 1965 = 100 . . 91,9 78,3 85,1 88,5 94,0 94,5 97,0 100 Kleineisenwaren, Werkzeugen in DM . . 5 770 5 860 6 680 8 000 7 910 9 650 12 090 11 560 1965 = 100 . . 49,9 50,7 57,8 69,2 68,4 83,5 104,6 100 Großgeräten1 in DM - - - - - - - - 4 700 4 520 1965 = 100 _ _ 104,0 100 gemischtem Sortiment in DM . . 3 510 4 000 3 850 4 000 4 450 4 380 5 020 4 380 1965 = 100 . . 80,1 91,3 87,9 91,3 101,6 100 114,6 100 Tapeten-und Linoleumhandel in DM 4 470 4 480 4 680 4 830 4 580 5 010 5 730 6 060 6 490 6 450 1965 = 100 69,3 69,5 72,6 74,9 71,0 77,7 88,8 94,0 100,6 100 Papier-, Büro- und Schreibwareneinzelhandel in DM 3 480 3 330 3 610 3 520 4120 4 320 4 760 5 090 5 060 5 420 1965 = 100 64,2 61,4 66,6 64,9 76,0 83,4 87,8 93,9 93,4 100 Büromaschinen-, -möbel- und Organisationsin DM 11 280 8 830 7 540 8 760 9 000 11 290 10190 10 030 12 250 12 640 mitteleinzelhandel 1965 = 100 89,2 70,0 60,0 69,3 71,2 89,3 80,6 79,4 96,9 100 Fahrradeinzelhandel in DM 2 430 2 430 - - - - - - 2 610 2 670 1965 = 100 91,0 91,0 ------ 97,8 100 Radio- und Fernsehgeräteeinzelhandel in DM 3 870 3 730 4 010 4180 4 070 4 600 5 080 4 640 4 900 5 450 1965 = 100 71,0 68,4 73,6 76,7 74,7 84,4 93,2 85,1 89,9 100
96 Tabelle A 5 (Fortsetzung) Branche 1956 1957 1958 1959 1960 1961 1962 1963 1964 1965 Photoeinzelhandel in DM 5 760 6 080 6 830 6 560 6 980 6 820 7 170 6 900 7 270 7 620 1965 = 100 75,6 79,8 89,6 86,1 91,6 89,5 94,1 90,6 95,4 100 Uhren-, Juwelier-, Gold-und in DM 4 840 4 980 5 390 5 380 5 860 6 500 7 030 6 890 7 690 8 750 Silberwareneinzelhandel 1965 = 100 55,3 56,9 61,6 61,5 67,0 74,3 80,3 78,7 87,9 100 Leder-und Galanteriewareneinzelhandel in DM 2 840 3 090 3 040 3170 3 590 3 860 4 090 4130 4160 4 560 1965 = 100 62,3 67,8 66,7 69,5 78,7 84,6 89,7 90,6 91,2 100 Sportartikeleinzelhandel in DM 3 040 2 860 3 090 2 850 3150 2 960 3 080 3 410 3 410 3 420 1965 = 100 88,9 83,6 90,4 83,3 92,1 86,5 90,1 99,7 99,7 100 Sortimentsbuchhandel in DM 4 470 4 340 4 430 5110 5 270 5 400 5 780 5 740 6 280 6 680 1965 = 100 66,9 65,0 66,3 76,5 78,9 80,8 86,5 85,9 94,0 100 Blumenbindereien in DM 3 300 3180 2 800 3190 3 610 3 610 3 940 3 610 4 390 4 930 1965 = 100 66,9 64,5 56,8 64,7 73,2 73,2 79,9 73,2 89,0 100 Gemischtwarengeschäfte in DM - - 2 630 2 920 2 960 3140 3 360 3 390 3 430 3 830 1965 = 100 - - 68,7 76,2 77,3 82,0 87,7 88,5 89,6 100 Spielwareneinzelhandel in DM - - - - - 2 730 2 730 2 630 2 550 2 540 1965 = 100 - - - - - 107,5 107,5 103,5 100,4 100 Parfümerieeinzelhandel in DM - - - - - - - - 6 470 7 230 1965 = 100 - - 89,5 100 Miederwaren in DM - - - - - - - - 4 210 6 860 1965 = 100 ________ 61,4 100 Baby-und Kinderausstattung in DM - — - - - - - - 3 870 4 200 1965 = 100 ________ 92,1 100 Musikalienhandel in DM - - - - - - - - 4 640 4 920 1965 = 100 - __---__ 94,3 100 Einzelhandel insgesamt in DM 4 070 3 970 — — — — - — 5 260 5 460 1965 = 100 74,5 72,7 ______ 96,3 100 Quelle: Schriften zur Handelsforschung, Nr. 24 und 32, Umsatz, Kosten, Spannen und Gewinn des Einzelhandels, Köln und Opladen 1963 und 1965, S. 76 bzw. 80; Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln, Jg. 9 (1957), Nr. 44, Jg. 10 (1958), Nr. 56, Jg. 17 (1965), Nr. 8, Jg. 18 (1966), Nr. 8. - 1 Heiz- und Kochgeräte, Waschmaschinen und Kühlschränke.
7 Beckermann-Schlaghecken 97 Tabelle A 6: Der Absatz des Fachhandels Je m2 Geschäftsraum 1956-1965 (Bundesgebiet) Branche 1956 1957 1958 1959 1960 1961 1962 1963 1964 1965 Lebensmitteleinzelhandel in DM 2 460 2 400 2 650 2 790 2 910 2 940 2 990 3100 3 220 3 440 1965 = 100 72 70 77 81 85 86 87 90 94 100 Drogerien in DM 1 170 1 270 1380 1 440 1 570 1 690 1 820 1 920 2 070 2 090 1965 = 100 56 61 66 69 75 81 87 92 99 100 Parfümerieeinzelhandel in DM — — — — — — — — 3 070 3 430 1965 = 100 -------- 90 100 Reformhäuser in DM 2 290 2 550 2 570 2 460 2 390 2 120 2 050 2140 2 320 2 360 1965 = 100 97 108 109 104 101 90 87 91 98 100 Tabakwareneinzelhandel in DM 5 200 4 460 5 450 5 600 5 870 6 830 7 230 8 200 8 980 8 420 1965 = 100 62 53 65 67 70 81 86 97 107 100 Textileinzelhandel in DM 2 240 2 280 2 190 2140 2 270 2 440 2 450 2 490 2 560 2 740 1965 = 100 82 83 80 78 83 89 89 91 93 100 davon mit vorwiegend Herren-und Knabenoberbekleidung in DM 2 210 2 350 2 250 2 270 2 310 2 530 2 680 2 690 2 670 3190 1965 = 100 69 74 71 71 72 79 84 84 84 100 Herren-, Damen-, Kinderoberbekleidung ... in DM 2 480 2 280 1 980 1 920 2170 2 460 2 560 2 530 2 590 2 730 1965 = 100 91 84 73 70 79 90 94 93 95 100 Meterwaren in DM 2 550 2 900 — — - — — — 3 330 3 390 1965 = 100 75 86 - - - - - - 98 100 Wäsche-, Wirk-und Strickwaren in DM 2 730 2 740 2 620 2 670 2 830 2 920 2 960 3 000 3 040 3 090 1965 = 100 88 89 85 86 92 94 96 97 98 100 Haus- und Bettwäsche, Bettwaren in DM 1 680 1 640 1 480 1 460 1 470 1 660 1 660 1 540 1 620 1 750 1965 = 100 96 94 85 83 84 95 95 88 93 100 Herrenausstattung in DM 2 500 2 620 - - — 2 780 2 740 2 930 2 890 3120 1965 = 100 80 84 - - - 89 88 94 93 100 Teppichen, Möbelstoffen und Gardinen in DM 1 560 1 930 — — - 2 010 2 230 2190 2 320 2 340 1965 = 100 67 82 - - - 86 95 94 99 100
98 Tabelle A 6 (Fortsetzung) Branche 1956 1957 1958 1959 1960 1961 1962 1963 1964 1965 Miederwaren in DM — — — — — — — — 3 680 4 200 1965 = 100 88 100 Baby- und Kinderausstattung in DM — — — — — — — — 2 600 2 840 1965 = 100 -------- 92 100 gemischtem Sortiment in DM 1 990 2 040 1 990 1 900 1 990 2130 2110 2 150 2150 2 260 1965 = 100 88 90 88 84 88 94 93 95 95 100 Schuheinzelhandel in DM 2 390 2 420 2 270 2 270 2 240 2 270 2 230 2 210 2 310 2 290 1965 = 100 104 106 99 99 98 99 97 97 101 100 Möbeleinzelhandel in DM 770 760 730 710 720 750 740 710 770 840 1965 = 100 92 90 87 85 86 89 88 85 92 100 Beleuchtungs-und Elektroeinzelhandel in DM . . — — - — — — 2130 2 310 1965 = 100 . . ______ 92 100 Glas-, Porzellan- und Keramikeinzelhandel ... in DM . . 1 140 1 130 1 190 1 270 1 370 1 370 1 450 1 660 1965 = 100 . . 69 68 72 77 83 83 87 100 Eisenwaren- und Hausrathandel in DM . . 1 200 1 300 1 390 1 460 1 540 1 570 1 750 1 740 davon mit vorwiegend 1965 = 100 . 69 75 80 84 88 90 101 100 Haus-und Küchengeräten in DM . . 1 130 1 020 1 020 1 100 1 180 1 180 1 150 1 180 1965 = 100 . 96 86 86 93 100 100 97 100 Kleineisenwaren, Werkzeugen in DM . . 1 620 1 800 2 080 2 210 2 140 2 600 2 860 2 880 1965 = 100 . . 56 63 72 77 74 90 99 100 Großgeräten1 in DM . . — — — — — — 2 040 1 960 1965 = 100 . . ------ 104 100 Öfen und Herden in DM . . ________ 1965 = 100 . gemischtem Sortiment in DM . . 1 100 1 230 1 290 1 320 1 460 1 320 1 390 1 420 1965 = 100 . . 77 87 91 93 103 93 98 100 Tapeten- und Linoleumeinzelhandel in DM 1 770 1 740 1 800 1 920 1 770 1 880 1 980 2 030 2110 2 070 1965 = 100 86 84 87 93 86 91 96 98 102 100 Papier-, Büro- und Schreibwareneinzelhandel in DM 1 600 1 630 1 760 1 740 1 910 2 070 2170 2 290 2 280 2 410 1965 = 100 66 68 73 72 79 86 90 95 95 100
Τ 99 Büromaschinen-, -möbel- und Organisationsin DM 3110 2 800 2 660 2 970 3 560 3 830 3 260 3 220 3 600 3 900 mitteleinzelhandel 1965 = 100 80 72 68 76 91 98 84 83 92 100 Fahrradeinzelhandel in DM 1 240 1 200 — — — — — — 1 190 1 180 1965 = 100 105 102 ----- - 101 100 Radio- und Fernsehgeräteeinzelhandel in DM 2 480 2 340 2 390 2 440 2 440 2 670 2 780 2 570 2 740 2 830 1965 = 100 88 83 84 86 86 94 98 91 97 100 Musikalieneinzelhandel in DM — — _ — ____ 2 700 3 000 1965 = 100 90 100 Photoeinzelhandel in DM 2 330 2 410 2 680 2 640 2 900 2 880 3 030 3130 3 020 3 020 1965 = 100 77 80 89 87 96 95 100 104 100 100 Uhren-, Juwelier-, Gold-und Silberwarenin DM 2 780 3 080 3130 3 010 3 210 3 490 3 940 3 770 4150 4 640 Einzelhandel 1965 = 100 60 66 67 65 69 75 85 81 89 100 Leder-und Galanteriewaren-Einzelhandel in DM 1 760 1 920 1 860 1 860 2100 2 380 2 430 2 390 2 340 2 560 1965-100 69 75 73 73 82 93 95 93 91 100 Spielwareneinzelhandel in DM - - - - - 1 470 1 460 2 410 1 460 1 500 1965 = 100 - - - - - 98 97 161 97 100 Sportartikeleinzelhandel in DM 2160 2 000 2 060 1 980 2100 2 040 2 230 2 430 2 390 2 360 1965 = 100 92 85 87 84 89 86 94 103 101 100 Sortimentsbuchhandel in DM 2 590 2 620 2 750 2 950 3100 3 210 3 310 3 420 3 740 3 840 1965 = 100 67 68 72 77 81 84 86 89 97 100 Blumenbinderei in DM 1 710 1 890 1 550 1 850 1 900 1 850 2 250 2 030 2 260 2 460 1965 = 100 70 77 63 75 77 75 91 83 92 100 Gemischtwarengeschäfte in DM - - 1 490 1 660 1 890 1 920 2 050 2 010 2160 2 230 1965 = 100 - - 67 74 85 86 92 90 97 100 Einzelhandel insgesamt in DM 2 260 2 230 — - — - - - 2 920 3 050 1965 = 100 74 73 - - - - - - 96 100 Quelle: Schriften zur Handelsforschung, Nr. 24 und 32, Umsatz, Kosten, Spannen und Gewinn des Einzelhandels, Westdeutscher Verlag, Köln und Opladen 1963 und 1965, S. 74 bzw. S. 78. Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln, Jq. 9 (1957) Nr 44 Ja 10 Î1958) Nr 56 Ja 17 Ì1965Ì Nr. 8, Jg. 18 (1966), Nr. 8. '' ' ' a' k
Tabelle A 7: Privater Verbrauch 1955,1965 und 1975 (Bundesgebiet) Ware/Warengruppe je Kopf der Bevölkerung in DM Anteile in vH Ware/Warengruppe 1955 1965 1975 in Preisen von 1965 1955 1965 1975 Privater Verbrauch insgesamt 2 538 3 785 5 744,00 100 100 100 Fleisch und Fleischwaren 227 295 361,30 8,94 7,80 6,29 Fische, Fischwaren 16 17 22,40 0,64 0,45 0,39 Eier 26 35 41,93 1,02 0,91 0,73 Milch, Käse 73 88 97,65 2,88 2,32 1,70 Butter 48 64 82,71 1,88 1,70 1,44 Speisefette und -öle 38 28 9,76 1,44 0,73 0,17 Brot, Backwaren und Getreideerzeugnisse (ohne Suppen und Suppenkonserven) 139 147 164,28 5,49 3,89 2,86 Kartoffeln 29 29 31,59 1,15 0,76 0,55 Gemüse 33 48 79,27 1,28 1,27 1,38 Obst 44 79 141,88 1,74 2,08 2,47 Marmeladen, Süßwaren, Zucker 59 74 87,31 2,31 1,96 1,52 Sonstige Nahrungsmittel (einschl. Suppen und Suppenkonserven) 15 21 29,87 0,57 0,55 0,52 Summe 1—12 746 925 1 149,95 29,40 24,42 20,02 Alkoholfreie Getränke 15 42 91,33 0,59 1,10 1,59 Kaffee, Tee 30 58 91,90 1,19 1,54 1,60 Alkoholische Getränke 113 207 318,22 4,44 5,47 5,54 Summe 14-16 158 307 501,45 6,11 8,11 8,73 Tabakwaren 88 134 170,60 3,45 3,54 2,97 Kleidung 258 370 492,26 10,18 9,77 8,57 Schuhe 58 81 121,20 2,29 2,15 2,11 Summe 19-20 316 450 613,46 12,46 11,92 10,68 Mieten 179 317 579,57 7,07 8,37 10,09 Elektrizität 24 53 116,03 0,93 1,40 2,02 Gas 10 14 21,83 0,39 0,37 0,38 Kohlen und sonstige feste Brennstoffe 52 56 63,18 2,06 1,52 1,10 Flüssige Brennstoffe 1 27 94,78 0,03 0,71 1,65 Summe 23-26 87 150 295,82 3,41 4,00 5,15 Möbel, Heimtextilien 113 164 210,23 4,46 4,34 3,66 Heiz- und Kochgeräte, Haushaltsmaschinen aller Art 59 102 163,70 2,34 2,70 2,85 Metall- und Glaswaren, sonst, dauerhafte Waren 30 44 62,04 1,20 1,15 1,08 100
Ware/Warengruppe je Kopf der Bevölkerung in DM Anteile in vH Ware/Warengruppe 1955 1965 1975 in Preisen von 1965 1955 1965 1975 Tapeten, Farben, Baustoffe, Wohnungsreparaturen 9 14 21,25 0,36 0,36 0,37 Dienstleistungen für die Haushaltsführung 69 65 70,65 2,70 1,72 1,23 Sonst. Waren f. d. Haushaltsführung (ohne Blumen) 32 52 83,86 1,26 1,37 1,46 Fremde Reparaturen und Änderungen 3 5 9,19 0,12 0,12 0,16 Summe 28-34 316 446 620,92 12,45 11,76 10,81 Kraftfahrzeuge und Fahrräder 31 88 209,08 1,21 2,32 3,64 Kraftstoffe und Schmiermittel 24 78 190,12 0,96 2,07 3,31 Sonstige Waren, Reparaturen, Dienstleistungen für eigene Kraftfahrzeuge 13 52 137,86 0,52 1,37 2,40 Fremde Verkehrsleistungen 92 99 93,63 3,63 2,62 1,63 Nachrichtenübermittlung 5 12 27,57 0,20 0,31 0,48 Summe 36-40 166 328 658,26 6,53 8,69 11,46 Waren und Dienstleistungen für die Körperpflege 42 67 108,56 1,64 1,76 1,89 Gesundheitspflege 48 75 130,39 1,88 1,97 2,27 Summe 42-43 89 141 238,95 3,52 3,73 4,16 Rundfunk-, Fernseh- und Phonogeräte, Zubehör, Klaviere, Reparaturen 36 88 172,89 1,41 2,32 3,01 Sonst, dauerhafte Waren für Bildungs- und Unterhaltungszwecke 25 41 56,87 1,00 1,08 0,99 Bücher, Zeitungen, Zeitschriften 55 90 138,43 2,18 2,37 2,41 Sonstige Waren für Bildungs- und Unterhaltungszwecke 19 34 61,46 0,74 0,91 1,07 Unterricht und Forschung 16 18 24,70 0,63 0,48 0,43 Kunst, Sport, Vergnügen 49 48 73,52 1,94 1,28 1,28 Gebühren, Beiträge 6 17 42,51 0,25 0,45 0,74 Summe 45—51 207 336 570,38 8,14 8,89 9,93 Persönl. Ausstattung, sonst. Waren 41 80 147,62 1,60 2,11 2,57 Sonstige Dienstleistungen 146 168 197,02 5,73 4,44 3,43 Summe 53—54 186 248 344,64 7,34 6,55 6,00 Privater Verbrauch insgesamt (Inlandskonzept) 2 538 3 785 5 744,00 100,00 100,00 100,00 Quelle: Berechnungen und Schätzungen nach H. Schaefer, Der Private Verbrauch nach Herkunft und Verwendung. (Schriftenreihe des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, N. F. 24), Essen 1966. 101
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