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Abschließende Bemerkungen

Sell, Axel,Andresen, Harald

Abstract

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Full text

Sell, Axel; Andresen, Harald Article Abschließende Bemerkungen Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (ZWS) - Vierteljahresschrift der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Verein für Socialpolitik Provided in Cooperation with: Duncker & Humblot, Berlin Suggested Citation: Sell, Axel; Andresen, Harald (1978) : Abschließende Bemerkungen, Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (ZWS) - Vierteljahresschrift der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Verein für Socialpolitik, ISSN 0342-1783, Duncker & Humblot, Berlin, Vol. 98, Iss. 1, pp. 125-126, https://doi.org/10.3790/schm.98.1.125 This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/291403 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. 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Technoiogieinnovation auf das Wachstum 125 können Ursachen für nichtgleichmäßig gewachsene Kapitalstöcke sein. Und gerade durch sie charakterisierte Situationen legen es nahe, daß sich die Entscheidungsträger der Ökonomie innovativem Wirtschaftsverhalten einer solchen Ausrichtung zuwenden, bei der die augenblicklichen Möglichkeiten der Struktur des Kapitalstocks zum (kurzfristigen) Vorteil voll ausgeschöpft werden. Die gewählte Ausrichtung innovativen Wirtschaftens kann aber nicht in jedem Fall aufrecht erhalten bleiben bzw. die langfristige Konstanz innovativen Verhaltens (meine Annahme, vgl. S. 148 f) kann zu verringerten Wachstumsraten führen (Fall D auf S. 154). Die Ursache dafür liegt dann in der allmählichen Umstrukturierung des Kapitalstocks, der nach einigen Perioden nicht mehr so aufgebaut ist, daß die einmal gewählte und dann festgehaltene Innovation r auch weiterhin von Vorteil wäre. Ebenso gibt es (nicht exakt gleichmäßig gewachsene) Kapitalstrukturen (Fall C auf S. 154), bei denen langfristige Wachstumsziele nur durch eine Einstellung von Produzenten und Konsumenten zur Innovation verwirklicht werden, die sich kurzfristig als Verzicht darstellt. Literatur Seil, A. und H. Andresen, Über Auswirkungen von Produkt- und Technologieinnovation auf das Wachstum. Bemerkungen zu dem gleichnamigen Aufsatz von Klaus Spremann, in diesem Heft S. 113 - 122. Spremann, K. (1976), Uber Auswirkungen von Produkt- und Technologieinnovation auf das Wachstum, Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, S. 143 - 160. Abschließende Bemerkungen Von Axel Seil und Harald Andresen Zwei Punkte in der Erwiderung von Spremann zu unseren Bemerkungen sind besonders geeignet, Mißverständnisse entstehen zu lassen. 1. In unserem Beitrag ging es uns darum zu zeigen, daß bei der aufgezeigten Struktur des Modells für den Technologievektor r bestimmte Restriktionen gelten müssen. Dieses wurde in Bedingung (2) und den vorstehenden Sätzen begründet. Für den auch von Spremann besonders herausgestellten Spezialfall des (annähernd) gleichmäßig gewachsenen Kapitalstocks folgt aus unserer Argumentation (4). Dieses ist nun offensichtlich nicht identisch mit dem zweiten Fall, wie von Spremann unterstellt wird. In dem Beweis des von uns auf- OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/schm.98.1.125 | Generated on 2023-04-04 11:55:09 126 Axel Sell und Harald Andreseri gestellten Satzes verwenden wir die charakteristischen Polynome der Übergangsmatrizen L (0) und L (t). Der Zusammenhang zwischen den Eigenwerten einer Matrix und den Nullstellen des charakteristischen Polynoms darf wohl als allgemein bekannt vorausgesetzt werden. Spremann weist in seinem Aufsatz zwar auf das charakteristische Polynom hin, allerdings im Zusammenhang mit einer Formel über Nullstellenveränderung (Stoer 1973), die nur eine Aussage in erster Näherung erlaubt. Insofern ist unser Beweisweg bei ihm keineswegs angegeben. 2. In seiner Erwiderung weist Spremann ausdrücklich auf die im Modell verwendete Niveaufunktion 0 (t) hin. Betrachten wir dazu folgende Gleichung (*) xv(t): = It_v+1(l-d)v-il$(t) . In die in Spremann (1976) angegebene Gleichung (4) hat sich offenbar der Indexverschiebungsteufel eingeschlichen. Aber es ist wohl klar, daß die Investitionen von 1971, die 1975 in der fünften Periode produktiv werden, viermal mit dem Faktor (1 — d) „korrigiert" und mit dem Niveau von 1975 bewertet werden. Andererseits gilt auch (**) xv + 1(t + l) = {l-ö)xv(t) (vgl. Spremann, 1976, Gleichung (5)). Setzen wir (*) in (**) ein, so erhalten wir unter Berücksichtigung, daß (*) analog für die Periode t + 1 und die Schicht v + 1 zu formulieren ist, h-v +1 (1 - <5W (t + 1) = (1 - (5) It_v +1 (1 - (t) , <2>(i) = + . Angesichts dieser Gleichungen halten wir es für angemessen, der Niveaufunktion 0 (t) bzw. der Differenz 0 (t + 1) — $ (t) keine große Bedeutung beizumessen. Literatur (1) Seil, A. und Andresen, H. (1978), „Über Auswirkungen von Produkt- und Technologieinnovation auf das Wachstum. Bemerkungen zu dem gleichnamigen Aufsatz von Klaus Spremann", in diesem Heft S. 113 - 122. (2) Spremann, K. (1976), „Über Auswirkungen von Produkt- und Technologieinnovation auf das Wachstum", Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, S. 143 - 160. (3) Spremann, K. (1978): „Über Auswirkungen von Produkt- und Technologieinnovation auf das Wachstum. Eine Erwiderung", in diesem Heft S. 123 - 125. (4) Stoer, J. (1973), Einführung in die Numerische Mathematik I, Berlin. OPEN ACCESS | Licensed under CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/about/cclicenses/ DOI https://doi.org/10.3790/schm.98.1.125 | Generated on 2023-04-04 11:55:09