Wettbewerb in West und Ost
Abstract
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Full text
Me zne , Max
A icle
We bewe b in Wes und Os
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Me zne , Max (1953) : We bewe b in Wes und Os , Schmolle s Jah buch ü
Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol.
73, Iss. 4, pp. 1-24,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.4.1
This Ve sion is a ailable a :
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385] 1
We bewe b in Wes und Os
Von
Max Me zne -Be lin
Inhal s e zeichnis. 1. Wa9 is We bewe b? S. 2 — 2. Ve gleiche wi scha lichen
We bewe bs mi We bewe b au ande en Lebensgebie en S. 2 — 3. Mi el und
Maßs äbe des wi scha lichen We bewe bs S. 3 — 4. Bes immungsg ünde des We -
bewe bs S. 4 — 5. Un e scheidungen des We bewe bs: a) nach Be ieben S. 6 —
b) nach Wi scha szweigen S. 7 — c) nach Wi scha s äumen und Wi scha ssys emen
S. 9 — 6. Vo eile und Nach eile ode Ge ah en des We bewe bs S. 14 — 7. Vo -
ausse zungen eines gesunden We bewe bs S. 17 — 8. De We bewe b in de Wi -
scha spoli ik und als G undme kmal de Wi scha so dnung S. 19 — 9. Die S ellung-
nahme de Wissenscha zum We bewe b S. 20 — 10. E ah ungsg undsä ze au dem
We bewe bsgebie S. 23.
Übe We bewe b is im Lau e on Jah zehn en und Jah hunde en
so iel gesch ieben wo den, daß de Laie annehmen könn e, au diesem
Gebie e seien alle P obleme gelös . Und o zdem begegne uns de
We bewe b mi imme neuen Gesich e n, wi imme wiede neue
F agen au , die zu eine S ellungnahme eizen.
Eine ak uelle und noch undu chsich ige F ages ellung begegne uns
in de Gegenwa in einem Ve gleich des We bewe bs in de Wi -
scha de Wes - und Os wel . Die ie g ei enden Un e schiede diese
beiden Wel en e en imme s ä ke he o . Ein Ve gleich is um so
schwie ige , je meh die wi scha lichen Ta bes ände du ch P opaganda
e deck und e schleie we den.
Die Wi scha de Wes wel zeig sich sei jehe o en und is wei
meh bekann als die des Os ens mi ih e e deckenden poli ischen
We bung und ih em une g ündlichen Wandel, de den schwe e kenn-
ba en Wandlungen de Kindhei en sp ich . De S ando Be lin als
Insel in de keimenden Os wi scha de Os zone is ein güns iges
Ve gleichs eld wi scha liche Vo gänge insbesonde e auch de Ge-
s al ung des We bewe bs in Wes und Os .
Schmolle s Jah buch LXXIII, 4 1
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2 Max Me zne [386
1. Was is We bewe b?
Es bes eh zunächs nich die Absich , den bekann en Beg i e -
neu zu un e suchen, um zu eine neuen Wo assung zu gelangen.
Inhal und Mi el des We bewe bs we den du ch die Bedingungen de
Wi scha bes imm . De Wi scha des 19. Jah hunde s en sp ach
ein ande e We bewe b als de de heu igen Zei . Wi ho en, im Ve -
lau de Un e suchung zu Beleuch ungen des We bewe bs zu gelangen,
die uns dieses Phänomen in einem gewandel en Lich e scheinen läß .
Zunächs besch änken wi uns da au , on bekann en allgemeinen Deu-
ungen des Beg i es auszugehen.
We bewe b is en e n on We e, Zu all ode Glück. E is ein
We lau , Kamp und Auslese on K ä en und Leis ungen, die au
ein gemeinsames Ziel, nämlich die S eige ung de Leis ung ge ich e
sind. In de Du ch üh ung des We bewe bs komm es maßgebend
da au an, die Mi el und Wege zu inden, die ein einwand eies Messen
de Leis ungen ges a en und den We bewe b am bes en ö de n.
2. Ve gleiche wi scha lichen We bewe bs mi We bewe b
au ande en Lebensgebie en
De eine Wi scha le sieh und kenn nu den wi scha lichen
We bewe b. Dabei ollziehen sich We bewe be au allen Lebens-
gebie en. Will man den We bewe b au einem Gebie e ollkommen
e assen, da man Sinn und Geis nich den gleicha igen Vo gängen
au ande en Lebensgebie en e schließen.
Auch die Ki che und das eligiöse Leben kennen den We bewe b.
Die Leh en de e schiedenen Ki chen e en in ih em Kamp um die
Tugenden de Menschen ü ein s ändiges We ei e n in den on ihnen
gep leg en Übungen ein, z. B. im Be en ode im Vollb ingen on Wohl-
a en und Op e n. In den e schiedenen Teilen des kul u ellen Lebens
begegnen wi au Sch i und T i dem We bewe b zu e höh e Lei-
s ung. Denken wi z. B. an die We bewe be in Tänzen und Gesängen.
De Sänge we s ei is ein bekann es Mo i kul u elle Ve ans al-
ungen. Nich allein in Wagne ope n können wi uns an diesem We -
kamp e euen, auch ussische Tanz- und Gesangsensembles bie en in
diese Hinsich wel bekann e Genüsse. Au mili ä ischem Gebie läu
die Ausbildung de Solda en im Ma schie en, Schießen und sons igem
Bedienen on Wa en au einen s ändigen Leis ungswe bewe b hinaus.
Am in e essan es en und leh eichs en is in heu ige Zei , in de die
gesam e Jugend sich dem Spo e sch ieben ha , de We bewe b au
diesem Gebie e. Hie ha e Fo men und Inhal e en wickel , die ge ade
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387] We bewe b in Wes und Os 3
ü den Wi scha le im Ve gleich auße o den lich we oll sein
soll en.
Kein Spo le , de im We kamp Leis ungen ollb ingen will, kann
sich als Außensei e be ä igen. Nu inne halb de O ganisa ionen ode
Spo e bände is eine gedeihliche Spo en wicklung im Leis ungs-
we bewe b möglich. Alle We kämp e we den on den Ve bänden
ausgesch ieben und o ganisie . Die Ve bände so gen ü ein geo dne es
T aining, das on e ah enen Meis e n gelei e wi d; sie s ellen die
Regeln au , un e denen die We bewe be ausge agen we den; sie
so gen da ü , daß gleicha ige S a bedingungen gescha en we den
und daß die Du ch üh ung de Spo we bewe be im olympischen
Geis e e olg . Wie die Be eiligung an einem S a nu übe einen
Ve ein e olgen kann, übe wach diese die Innehal ung de o -
gesch iebenen Regeln und sch eck nich da o zu ück, Que eibe
ode sons ige Unwü dige mi bisweilen ha en S a en und Spe en zu
belegen. Wenn es auch un e meidlich is , daß ab und zu ein Mißg i
in de Handhabung de Leis ungs egeln e olg , so is ande e sei s die
in de gesam en Wel ane kann e s ändige Leis ungss eige ung in den
Disziplinen des Spo es nu au diesem o ganisie en Wege möglich.
Die Olympiaden legen o alle Wel das eind ucks olls e Zeugnis
diese Leis ungen spo liche We bewe be au de G undlage eine
o gesch iebenen O dnung ab. De Spo is ein Mus e da ü , wie im
We bewe b Höchs leis ungen in F eihei au de G undlage eine
wohlo ganisie en O dnung e eich we den können. Auch die Wi -
scha könn e in ih em We bewe b aus diesen E ah ungen le nen.
3. Mi el und Maßs äbe des wi scha lichen We bewe bs
Au allen Gebie en is es schwe , e olg eich Mi el und Leis ungs-
messe des We bewe bs zu inden. Die Ma k wi scha des Wes ens
bedien sich hie bei o wiegend des P eises. We bewe b heiß hie
in e s e Linie D ücken und Un e bie en des P eises. Unse e Neo-
Libe alis en, wie sie insbesonde e du ch die F eibu ge Schule e -
e en we den, sehen in dem P eis das alleinige Lenkungsmi el de
Wi scha in dem S eben, du ch We bewe b die Leis ung zu e -
höhen. Wenn und sowei sich in diesem We bewe b de P eise Mängel
ode Nach eile beme kba machen, begegnen sie diesen mi de Be-
haup ung, daß die F eihei de Wi scha noch nich ollkommen sei
und daß nu mi eine Besei igung alle Res e on Bewi scha ung
die höchs e Leis ung und Ha monie e eich we den könn e. Die An-
hänge diese Theo ie sind, sowei sich in de Gegenwa übe blicken
läß , nich so al , daß sie bewuß und im E we bsleben s ehend den
1*
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4 Max Me zne [388
We bewe b in de Ma k wi scha o dem e s en Wel k iege mi -
e leb hä en. Die Übe eibungen, Auswüchse, Schäden und Ve schwen-
dungen an A bei sk ä en und S o en, die sich damals insbesonde e
ku z o dem e s en Wel k iege in ielen Zweigen de Wi scha be-
me kba mach en, hä en sie bald geleh , daß jedem e olg eichen
We bewe b G enzen gese z sind. De a ige E ah ungen üh en
z. B. dazu, daß man sich bei de Bemessung de Leis ungen nich meh
nu des nominellen P eises bedien e, sonde n zum Realp eis übe ging,
de auch die Quali ä be ücksich ig . Fü den P ak ike is es eine
bekann e Ta sache, daß in einem übe mäßigen Konku enzkamp au
dem P eisgebie die Be iebe u. a. in eine Minde ung de Quali ä aus-
weichen. Ein solche P eisd ude kann so wei üh en, daß die au -
gewende en A bei sk ä e und Ma e ialien p ak isch zu eine Ve -
schwendung üh en. Es is eine wich ige E ah ungs a sache, daß auch
nominell hohe P eise bei gu e Quali ä billigen Einkau bedeu en.
Ein Man el on 500,— DM, de 20 Jah e lang mi olle Zu iedenhei
ge agen wi d, is wesen lich billige als ein Man el ü 200,— DM,
de 3 Jah e ge agen wi d und wenig F eude be ei e .
Wei e e wi scha lich geeigne e Maßs äbe, um im We bewe b die
Leis ungen zu messen, sind auße dem nominellen P eis und dem P eis
un e Be ücksich igung de Gü e bzw. dem Realp eis, sowei Indus ie
und Handwe k in F age kommen, die P oduk ionsmengen und de
Umsa z, e ne ü alle Wi scha szweige die Au wendungen in de
E olgs echnung im Ve häl nis zu den E ägen. Audi de Kapi al-
umschlag is in ielen Zweigen de Wi scha , insbesonde e auch im
Handel, ein wesen liches Me kmal de Leis ungss eige ung im We -
bewe b. Es wü de hie zu wei üh en, alle geeigne en Maßs äbe zu
e kunden, ielmeh komm es in e s e Linie da au an he o zuheben,
daß nich allein de nominelle P eis, sonde n eine Reihe ande e Fak-
o en geeigne e Mi el, Maßs äbe und Ziele in wi scha lichen Lei-
s ungswe bewe ben bie en.
4. Bes imnuingsg ünde des We bewe bs
Wollen wi den We bewe b in seine A und In ensi ä besse
e kennen, müssen wi auch die G ünde es s ellen, die ihn bes immen.
Dabei komm es zunächs au das Maß des We bewe bs an. Als sich
z. B. in de mi elal e lichen Zun wi scha de We bewe b au die
einzelnen, nach heu igen Beg i en kleinen S äd e besch änk e und hie
die Be eilig en noch in S aßenzügen zusammenge aß au a en, wa en
die ihn besch änkenden K ä e wesen lich s ä ke als die ihn en al-
enden K ä e. Mi de G öße des Ma k es wächs de We -
bewe b. Als zu Beginn de mode nen Indus iewi scha insbesonde e
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389] We bewe b in Wes und Os 5
in England im Ausgang des 18. Jah hunde s und zu Beginn des
19. Jah hunde s au g oßen Mä k en mi e besse en Ve keh s-
e häl nissen neue E zeugnisse in g oßen Massen angebo en wu den,
en wickel e sich ein We bewe bs- und Wi scha s empo, ja soga ein
Wi scha ss il in eine bis dahin ungekann en A und G öße. Au
wei es e En e nungen iß man sich um die Indus iee zeugnisse, die
bis dahin unbekann und begeh enswe wa en. Soll e es uns heu e in
Eu opa gelingen, in imme meh Wi scha szweigen die Zoll-, Kon-
ingen s- und sons igen G enzen niede zu eißen und einen g oßen ein-
hei lichen Ma k zu scha en, so wü den sich zwei ellos mi einem neuen
g oßa igen We bewe b ungeahn e T iumphe wi scha liche E neue-
ung und K a en al ung im eu opäischen Wi scha s aum eins ellen.
Auße de G öße des Ma k es wi ken auch Zahl und A
de Be eilig en au die Ges al ung des We bewe bs. Es is eine
E ah ungs a sache, daß de We bewe b um so s ä ke und schä e
wi d, je meh Un e nehmen sich da an be eiligen. We an Ka ell-
g ündungen, d. h. an Einsch änkungen des We bewe bs mi gewi k
ha , weiß, daß es wesen lich ein ache is , Ve s ändigungen zus ande
zu b ingen, wenn die Zahl de Be eilig en e häl nismäßig ge ing is .
Fün Be eilig e können sich mi einem Augenwinken e s ändigen,
10 Be eilig e e eichen beim Glase Bie ode Wein leich eine Übe -
eins immung, 20 Be eilig e e s ändigen sich in eine Ve handlung
on wenigen S unden, 100 ode 300 Be eilig e können mona elang
ode jah elang e handeln, ehe sie einen Ve ag zus ande b ingen,
und wenn diese a i izie is , wi d e iel ach nich innegehal en.
Audi au die A de Be eilig en komm es an. Lei e on G oß-
un e nehmen, die gewöhn sind, übe den Ho izon ih es Ve an wo -
ungsbe eiches hinauszublicken und gesam wi scha lich zu denken,
e s ändigen sich leich e zu eine nü zlichen Zusammena bei als
Füh e on Mi el-, Klein- und Kleins be ieben, die zwa edlich ih e
Sonde a bei leis en und du chaus be ähig sind, he o agende Be-
iebsleis ungen zu ollb ingen, denen es abe o zdem an Wei blick
und Vo ausschau mangel .
Die Ges al des We bewe bs häng auch on de A de Wa e
ab. Gleicha ige Massenwa e binde e häl nismäßig g oße Anlage-
kapi alien, echne mi e heblichen ixen Kos en, neig s a k zu ma k -
mäßigen Ve s ändigungen. Is sie dazu im Gewich e häl nismäßig
schwe und in olgedessen mi hohen T anspo kos en belas e , so wi k
die En e nung als wesen liches Schu zmi el gegen übe mäßigen We -
bewe b. Umgekeh können Wa en, die in Quali ä en, G ößen, A en
und So en s a k di e ie en, in kleine en Be ieben mi e häl nis-
mäßig g öße em Umlau kapi al und a iablen Kos en e zeug we den.
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6 Max Me zne [390
Sie können mi ge ingen T anspo kos en au wei es e En e nungen
in We bewe b e en und sind wenige ka ellie ungs ähig.
Die En e nung wi k als Bes immungsg und im We bewe b
nich allein im indus iellen Sek o , sie spiel z. B. auch im Einzelhandel
eine wei g öße e Rolle als allgemein angenommen wi d. In no malen
Zei en ha de übliche Käu e de Einzelhandelswa e, insbesonde e
die Haus au, nich die Zei und das Geld, um in mi le en und g öße en
S äd en alle Konku enzgeschä e abzulau en und zu e gleichen. Die
En e nung zwing sie, in nächs e Umgebung einzukau en, es sei
denn, daß sie z. B. im Wa en- ode Kau haus Gelegenhei inde , mi
eine länge en Fah an eine S elle ih en Beda an ielen Gü e n ü
länge e Zei einzudecken.
Die mode nen Ve keh smi el, wie Au o und Flugzeug, sowie de
neuzei liche Nach ich endiens mi Hil e on Tele on und Radio üben
na ü liche weise auch einen wesen lichen Ein luß au den We bewe b
aus. En e nungen we den leich e übe wunden, de pe sönliche Kon-
ak wi d enge geknüp und de Blick wi d gewei e , alles Neue-
ungen, die den We bewe b e s ä ken ode einengen. Hie kann es
nich da au ankommen, die Bes immungsg ünde des We bewe bs im
einzelnen zu un e suchen, sonde n nu ku z zu s ei en.
5. Un e scheidungen des We bewe bs
a) nach Be ieben
Vom be ieblichen S andpunk aus gesehen zeig de We bewe b
mannig al ige Möglichkei en. Es e en wesen liche Un e schiede au ,
je nachdem man ihn beobach e und un e such , z. B. in de Gliede-
ung: Einkau , Fe igung und Ve kau . Es is eine al e E ah ung, die
G undsä zen und Gese zen zuwide ewig bleib , daß jede Be ieb e -
such , billig einzukau en und eue zu e kau en. Man mag eine solche
Ta sache soga mi Wuche kennzeichnen, man scha sie abe nich
aus de Wel . Selbs in de sozialis ischen Os wi scha he sch dieses
P inzip.
Bei den G oß- und Riesenbe ieben komm die me kwü dige E -
scheinung hinzu, daß Einkau s- und Ve kau sab eilungen Teile eines
Gesam un e nehmens sind, die in de Regel in loses e Ve bindung
mi einande s ehen. P eiss ellungen und Kondi ionen, die man im Ein-
kau als unmo alisch und e we lich zu ückweis , wende man im
eigenen Ve kau als na ü liche Übung an und übe i sie soga in
bezug au Ve we lichkei . Alle Bes ebungen de O ganisa ionen und
Behö den, hie einen Wandel zu scha en und die Bedingungen in Ein-
und Ve kau mi einande in Einklang zu b ingen, sind bishe ge-
schei e und haben auch kün ig wenig Aussich en,
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391] We bewe b in Wes und 09 7
Im e s en Eind uck mag es auch me kwü dig e scheinen, daß om
Ma k s andpunk aus gesehen übliche weise die Un e nehmungen dem
Ve kau eine g öße e Au me ksamkei widmen als dem Einkau . Eine
solche Übung is du chaus zu e s ehen, wenn man echne isch be ück-
sich ig , daß die Fak u eneingänge na u gemäß wesen lich un e den
Fak u enausgängen liegen, da zwischen Ein- und Ve kau sich die
eigene p oduk i e Tä igkei en wickel , die wesen liche We e da -
s ell , welche no male weise in de g oßen Linie die Di e enz zwischen
Ein- und Ve kau swe en bilden. T o zdem gib es wei blickende G oß-
un e nehmungen, die en gegen diese Regel mi E olg au den Einkau
beinahe einen g öße en We als au den Ve kau legen. Dem Sach-
e s ändigen is es eine bekann e Ta sache, daß z. B. die eno men E -
olge de Wa en- und Kau häuse in den le z en Jah zehn en in e s e
Linie au die besonde e Beach ung des Einkau s zu ückzu üh en sind.
Du ch Einkau im g oßen, geschick es Disponie en de Einkau sau -
äge in uhige Zei en de Lie e an en und auch du ch Ausnu zung
on Mach s ellungen kau en die Wa enhäuse de a ig p eiswe ein,
daß sie in de Lage sind, in ielen Spa en die Kundscha o eil-
ha e zu bedienen als die Fachgeschä e, kos en eiche Ve kau spaläs e
zu e ich en, alle Kos en zu decken und noch angemessene Gewinne
abzuwe en.
Selbs in de Fe igung und im Ve ieb ha inne halb de Be iebe
in den le z en Jah en und Jah zehn en de We bewe b im Zuge de
Ra ionalisie ung Eingang ge unden. Insbesonde e ha die Mode nisie-
ung des Rechnungswesens du ch Re o m de Buch üh ung und de
Kos en echnung, du ch Ein üh ung on Kos en e gleichen, du ch Aus-
ges al ung de S a is ik, Ve ollkommnung de Planung und Ein üh-
ung on in e nen Ve echnungsp eisen dazu ge üh , daß ein We -
kamp um eine Senkung de Kos en und eine S eige ung de Leis ung
eingese z ha ode e s ä k wu de.
b) nach Wi scha szweigen
In den g oßen Wi scha szweigen zeig de We bewe b en -
sp echend den Di e enzie ungen in de S uk u e hebliche Un e -
scheidungen. In g oßen Zügen lassen sich diese Un e schiede an olgen-
den Me kmalen kennzeichnen.
Die Landwi scha mi ih e Riesenzahl meis mi le e und klei-
ne e Be iebe, die mi ih em Boden e bunden sind und om Klima ab-
hängige E zeugnisse he o b ingen, die im Ve wendungszweck ein-
ande wei gehend e se zen können, is in de P oduk ion schwe be-
weglich und dem Ma k e häl nismäßig emd. De a ige Bedingungen
sind de G und da ü , daß nich allein in de Plan- ode in de Zwangs-
und Be ehlswi scha , sonde n soga in de Ma k wi scha die Haup -
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8 Max Me zne [392
elemen e des Ma k au e ens, wie P eise und Geschä sbedingungen,
am lich gebunden bleiben. Selbs in USA, wo die Ma k wi scha sei
jehe dem Wi scha sgeschehen ih Gep äge au d ück , genieß die
Landwi scha Bindungen und S ü zungen ih e P eise sowie son-
s ige Ma k g ößen.
Das Handwe k is und bleib in de Fe igung und im Ma k au -
e en adi ionsgebunden. Die „Nah ung" ode die Lebenshal ung
bleib bes immend ü die A de A bei , ih e Abgabe und ih e Ve -
gü ung. Ebenso wie das Handwe k im allgemeinen ü die mode nen
P eisbindungen, wie P eiss op, Ka ellp eise usw. wenig ode kein
In e esse bekunde , gehö es zu S andeseh e, au den Kollegen Rück-
sich zu nehmen, nich zu schleude n, sonde n die P eise zu hal en.
In ande e A und ande e Rich ung als in Landwi scha und
Handwe k zeig sich de We bewe b in de Indus ie. Mi de En -
wicklung des Ve keh s und de P oduk ion im G oßen ü einen Ma k
he sch ein scha e We bewe b zwischen allen Be ieben de ein-
zelnen B anchen und E zeugnisse. Wenn auch gemäß den Bes immungs-
g ünden des We bewe bs in den einzelnen Indus iezweigen und
B anchen s a ke Di e enzie ungen zu beobach en sind, so is das we-
sen liche Me kmal o z alle na ü lichen und küns lichen Hemmungen
ein Kamp um den Kunden und den Au ag, de bisweilen in P eis-
schleude ei und in einen Ruin on Be ieben ausa e . Aus de a igen
Übe eibungen des We bewe bs und den dami e bundenen No -
lagen sind die bekann en Zusammenschlußbes ebungen he o -
gegangen.
Sowei de Handel in F age komm , weis de G oßhandel in A
und G ad des We bewe bs iele Pa allelen mi de Indus ie au . Auch
hie e s eck sich de We bewe b en sp echend den Ve keh smi eln
und wei e en Bes immungsg ünden au In- und Ausland und zeig o
übe mäßige S ä keg ade. Selbs e s ändlich i de indus ielle Lie e-
an des G oßhandels im Ve keh mi dem Einzelhandel nich als Kon-
ku en seine G oßhändle au , sonde n schü z diesen du ch en sp e-
chende Ges al ung de P eise, Raba e und Bedingungen.
En gegen de Annahme wei e K eise zeig sich de We bewe b
im Einzelhandel in ande e A . Hie bes eh e wenige zwischen den
einzelnen Be ieben eine Spa e, weil no male weise de Käu e des
Einzelhandels, d. h. in e s e Linie die Haus au allein aus zei lichen
G ünden nich in de Lage is , einen We bewe b alle ode iele be-
eilig e Fi men auszunü zen. Wenn o zdem auch de Einzelhandel
du ch We bewe b bed äng , ge eiz und ge ö de wi d, so is es in
de Haup sache ein We bewe b de e schiedenen Spa en dieses Wi -
scha szweiges, d. h. z. B. ein We bewe b de Konsum e eine on Ve -
b auche n ode We ken gegenübe den Einzelhandelsgeschä en ode
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399] We bewe b in Wes und Os 15
zum Schaden on Gesam wi scha und Gemeinwohl o nich beach e
we den. Gegenübe den blinden Ve eidige n eines sch ankenlosen
We bewe bs können Bedenken nich s a k genug be on we den, be-
sonde s in eine Zei , in de die Übe eibungen on Besch änkungen
und Zwang in de Wi scha allen in noch so ische und sch eckliche
E inne ung liegen.
E ah ung wi k s e s nachhal ige als E kenn nis. Wenn man au
de Insel Be lin mi en in de Plan- und Zwangswi scha sowje ischen
S ils Gelegenhei inde , die Wi kungen dieses Wi scha s- und We -
bewe bssys ems aus nächs e Nähe zu beobach en, gleichzei ig noch übe
das Al e e üg , in dein man die eno men Schwie igkei en, Ge ah en.
Risiken und Ve lus e de K isenwi scha o dem e s en Wel k iege
bewuß als Wi scha sbe eilig e mi e leb ha , kann man sich nich
zu den Neo-Libe alis en bekennen, die Übe eibungen des We -
bewe bs und de eien P eisbildung s e s mi dem A gumen en gegen-
e en, daß eben noch nich genug F eihei o handen sei.
Aus eigene E ah ung üh e ich einige Übe eibungen des We -
bewe bs o 1914 an: Jah zehn elang bemüh en sich schwache e -
a bei ende Indus ien e geblich, Kondi ionen zu e einba en, die den
p imi i s en An o de ungen wi scha liche Ve nun und wi scha -
lichen Ans andes en sp achen. Scheinau äge in Konjunk u zei en und
Au agsannullie ungen in K isenzei en wa en an de Tageso dnung.
P eisd ücke eien du ch Ausnu zung on Einkau s-Mach s ellungen
üh en in ielen Fällen zum Ruin on Exis enzen des gewe blichen
Mi els andes. Um unge ech e ig e Vo eile bei Geschä sabschlüssen
zu e eichen, wu de bedenkenlos mi unwah en Behaup ungen bei Au -
ags e handlungen ope ie , wie objek i e Nach o schungen du ch
Ve bandsauskun eien es s ell en. Unbe ech ig e Reklama ionen de
Lie e ungen wa en wei e b ei e . Nich e einba e Rechnungs- und
Skon oabzüge o z e spä e e Zahlung gehö en zu Übungen im Ge-
schä s e keh . Um die Zahlungs älligkei en au das Doppel e und
meh de e einba en Zahlungs is hinauszuschieben, bü ge en 6ich
imme neue Fo men on Valu aschiebungen ein. De a ige Zus ände
wa en eine U sache ü das En s ehen und Übe handnehmen on
Wi scha s e bänden und Ka ellen. Wem es nich du ch e ein e
K ä e im Ve band gelang, sich de a igen Geschä sp ak iken gegen-
übe zu Weh zu se zen, de nahm seinem Geschä s-Kon ahen en
gegenübe die S ellung eines Schuhpu ze s ode Knech es ein.
Auch in K isenzei en nach dem e s en Wel k iege, besonde s in de
e hängnis ollen Wel dep ession on 1929—1932, die die F eihei de
Wi scha beg ub, zeig en sich We bewe bse scheinungen, die on
Ans and und gu en Si en wei en e n wa en. Au eine wenige be-
kann e Sei e de a ige Unsi en soll als Cha ak e is ikum de mode -
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16 Max Me zne [400
nen We bewe bswi scha besonde s hingewiesen we den, nämlich die
mißb äuchliche Ausnu zung on Mach s ellungen im Einkau . Ein-
käu e , on denen das Schicksal kleine e Lie e an en abhing, e -
anlaß en diese, ih e Be iebe au g öße e Au äge einzus ellen, die
spä e ohne Beg ündung ausblieben. Ohne Rücksich au echnisch und
kau männisch beding e Eigenhei en in Fe igung und Ve ieb de e -
schiedenen B anchen wu den schwachen Lie e an en eigene igo ose
Einkau sbedingungen au e leg . Einkau sbedingungen on Konze nen
wa en Ta sachen, gegen die es wede bei Ve bänden noch bei Wi -
scha sbehö den Hil e gab.
Ein wunde Punk wa en die Einkau sbedingungen de Wa en- und
Kau häuse in P eisen und Kondi ionen. Wenn die üch igs en Ein-
käu e mi iel Geschick und D uck die güns igs en Bedingungen aus
den meis schwäche en Lie e an en he ausgehol ha en, olg e am
Schluß des Jah es die Fo de ung nach einem nich e einba en Geheim-
bonus, meis ens on 10 % de Jah eslie e summe. Nich e üllung
wu de mi S eichung on de Lie e an enlis e bean wo e . Eine solche
An wo bedeu e e in manchen Fällen ein Todesu eil. Wenn de ge-
we bliche Mi els and de e a bei enden Indus ien sich 1933 in e -
heblichem Um ange dem neuen Regime anschloß, so wa en de a ige
We bewe bsp ak iken eine Haup u sache. De a ige Ta sachen we den
nich in die E inne ung zu ückge u en, um Vo wü e ode Beschuldi-
gungen zu e heben, sonde n um eine une ah enen Jugend, die sich
zu ge n wohlklingenden Illusionen hingib , die Wa nung auszusp e-
chen, daß auch die F eihei in de Wi scha wie jedes ande e Ideal
im Leben nu gedeihen kann, wenn sie au bes imm en Vo ausse zungen
au bau und sich in bes imm en G enzen beweg .
Ein übe iebene We bewe b, de die P eise und Geschä sbedin-
gungen übe mäßig d ück , üh o zu einem Ausweichen in ge inge e
Quali ä , die schließlich au eine Ve schwendung on A bei sleis ungen
und Ma e ial hinauslau en können, zu eine Lohnd ücke ei und da -
übe hinaus zu En lassungen, zu übe mäßigen Mechanisie ungen, zu
Konzen a ionen aus No , zu Ge äh dungen und Ve nich ungen des
Mi els andes, zu Unlau e kei en im Geschä s e keh , Be ug, Ko -
up ion und Begüns igung de Spekula ion, insgesam zu E scheinun-
gen, die nich meh als Fo sch i de Wi scha , sonde n meh als
Niede gang bezeichne we den können. Auch hie komm es da au
an, das allen Dingen o gesch iebene Maß innezuhal en.
Zu den wich igs en Vo bedingungen eines e olg eichen We -
bewe bs gehö en gleiche S a bedingungen gleicha ige We bewe be .
De a ige Bedingungen wa en in den e s en An ängen des eien We -
bewe bs bei de En al ung de on s äd ischen und landeshe lichen
Fesseln be ei en Wi scha in g öße en Absa z elde n im 19. Jah -
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401] We bewe b in Wes und Os 17
hunde gegeben. Diese E olge dü en uns in de E inne ung abe nich
zu Schlüssen e lei en, die mi den heu igen e ände en Ve häl nissen
nich meh im Einklang s ehen. Die im Lau e de be ei en Wi scha
einge e enen Konjunk u en und K isen haben bisweilen No lagen e -
zeug , die nu in e ein e A bei de Be iebe in P oduk ions- und
Absa zka ellen ode ga in Konze nen übe b ück we den konn en.
Aus de Masse de Klein- und Mi elbe iebe hoben sich auch bei uns
in Deu schland imme meh G oß- und Riesenbe iebe he aus. Die
ühe gleichen S a bedingungen wu den au diese Weise imme meh
ges ö . Ein öllig eie We bewe b un e ungleichen S ä ke e häl -
nissen bedeu e nu F eihei eine kleinen übe legenen G uppe zu
Las en de g oßen Masse. So ende F eihei in Un e d ückung, wenn
sie nich ech zei ig in die au G und de Ve häl nisse gebo enen
Sch anken, e wiesen wi d. Übe mäßige F eihei in de Wi scha e -
schließ den wi klichen We bewe b und ö ne die To e de Lis , dem
Be ug, de Gewal und de Spekula ion. In de g öß en No wi d de
S aa um Hil e ge u en, um mi seinen s e s unzulänglichen Wi scha s-
eing i en Abhil e zu scha en. Die bes en Absich en und auch Ein-
sich en e mögen abe nich En wicklungen zu ückzud ängen, die sich
no wendig ollziehen. Spekula ion und ö en liche Eing i e in die
Wi scha und ih en We bewe b sind die K ä e gewo den, die mi
dem e s en Wel k ieg unse Wi scha sbild g undlegend umges al e
haben. De Ma k au oma ismus is ges ö und unk ionie nich meh .
Wi suchen nach neuen Fo men und Inhal en des We bewe bs und
glauben, sie un e Be ücksich igung de heu igen Wi scha sbedingun-
gen in de sozialen Ma k wi scha ge unden zu haben. Abe soziale
Ma k wi scha heiß nich eie, sonde n sozial gebundene Ma k -
wi scha , wobei das Wo „sozial" sich un e unse en heu igen Be-
dingungen nich meh au den Handa bei e besch änk , sonde n alle
sozial ge äh de en Pe sonenschich en, K ä e und Ein ich ungen um-
aß . Audi de ge äh de e Be ieb gehö heu e zu den Ein ich ungen
und G ößen de Wi scha , die de Be ücksich igung und Fü so ge
bedü en.
7. Vo ausse zungen eines gesunden We bewe bs
Dami be inden wi uns be ei s mi en in de E ö e ung de Vo -
ausse zungen eines gesunden We bewe bs. Ohne gleicha ige K ä e
und gleiche S a bedingungen is ein leis ungs ähige We bewe b nich
denkba und nich gegeben. Auße diese G und o ausse zung is eine
gewisse O dnung des We bewe bs un e meidba . Diese gelang z. B.
du ch Au s ellung und Du chse zung on Regeln des lau e en We -
bewe bs bzw. on Fes s ellungen unlau e e We bewe bsme hoden
Schmolle s Jah buch LXXIII, 4 2
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18 Max Me zne [402
und ih e Bekämp ung zum Ausd uck. In diese Rich ung liegen e olg-
eiche Beispiele o . Denken wi z. B. an die „Ma k o dnungs-G und-
sä ze ü Indus ie-Be iebe"2, die au so g äl ig e wogenen E ah-
ungen on Jah zehn en in de gesam en Indus ie au bauen, und an
en sp echende Ma k ich linien iele Einzelindus ien, die eine Läu e-
ung des Ma k e hal ens he beige üh und als eine Ve edlung des
We bewe bs im Sinne eine Leis ungss eige ung gewi k haben. In
gleiche Rich ung üb en die unzähligen Einigungs e handlungen in
We bewe bss ei igkei en einen Ein luß aus, die un e He ausschälung
on G undsä zen on den Spi zen e bänden de Wi scha und den
Kamme n sei Jah zehn en mi g oßem E olg ge üh wu den.
Selbs in den ane kann eihei lich ausge ich e en USA haben sich
e wand e Bes ebungen o z alle Bekämp ung on We bewe bs-
besch änkungen zu sog. ade p ac ice con e ences p ocedu es ode
We bewe bs-Codices e dich e , du ch die in e wa 200 bedeu enden
Wi scha szweigen We bewe bs-Regeln au ges ell , egis ie , e -
künde und mi Hil e de ö en lichen Gewal (Fede al T ade Com-
mission) du chgese z we den. So wu de eine O dnung gescha en, die
einen gesunden We bewe b gewäh leis e und wei e gehende Ma k -
egelungen wie insbesonde e Ka ell e einba ungen en beh lich
machen kann.
G enzen im We bewe b siche n seine F eihei . Sie können abe
nich abges ell und e eidig we den, wenn nich die nö igen Ein-
sich en, E ah ungen und E üllungsk ä e o liegen. Zu Zei gewinn
man as den Eind uck, als ob die Such nach Au sich , ö en liche Re-
glemen ie ung o z alle gegen eiligen Vo gaben meh im Vo de -
g und s eh als die wi kliche F eihei de Wi scha . Es wi d eine
deu sche Ka ell egelung e och en, die zu Zwangswi scha üh en
muß, es wi d eine eu opäische Ka ellau sich e wogen, ehe eu opäische
Ka elle übe haup bes ehen. Wich ige is es, sich de G und a sache
bewuß zu we den, daß eine Zusammena bei in Einkau , Fe igung
ode Ve ieb und daß die Zusammena bei g oße Wi scha s äume
nich ohne Zusammena bei ka ellmäßige A e eich we den kann.
Ka elle an sich als einen Mißs and anzusehen und gleichzei ig die
Zusammena bei in G oß äumen zu e s eben, soga un e dem Op e
on Millia den Dolla s, is ein Wide sp uch, de in eine kos spielige
Rache ausa en kann. Nu wenn wi die E kenn nis und die K a zu
E üllung e eichen, daß ein Zusammenwi ken ohne mißb äuchliche
Übe eibungen auch au die Ge ah hin, daß es als „Ka ell" e -
däch ig wi d, no wendig und nü zlich is , um den Völke n und ih e
2 Bea bei e on D . Max Me zne . Deu sche Be iebswi e-Ve lag Be lin-
S u ga 1950.
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403] We bewe b in Wes und Os 19
Wi scha zu hel en, we den wi den We bewe b in die Bahnen
lenken, in denen e in Übe eins immung mi dem Leben und nich in
Gedankenspiele eien seinen u sp ünglichen Zweck e üll . Auch de
kü zlich geg ünde e Ka ellausschuß de UNO s eh o diesen F agen.
Sein E olg ode Miße olg wi d on seine E kenn nis und Ve wi k-
lichung des wah en We bewe bs abhängen.
8. De We bewe b in de Wi scha spoli ik und als G undme kmal
de Wi scha so dnung
De We bewe b zeig na ü lich in de Wi scha spoli ik on Os
und Wes g undlegende Un e schiede. Im Os en i e gelenk , abe
nich in den P eisen, sonde n in P oduk ion und Leis ung au . Hie
ha en ihm die Kinde k ankhei en seine Neuhei und Jugend sowie
des Planwi scha ssys ems übe haup an. Ob, inwiewei und wann es
ihm gelingen wi d, zu e heblichen Fo sch i en mi he o agenden
Leis ungen zu gelangen, häng on allen Lebens- und A bei sbedin-
gungen de Zukun ab.
Die Wi scha spoli ik de Wes wel ges al e ih en eien We -
bewe b in e s e Linie übe den P eis. Dabei können wi in den ein-
zelnen Lände n iele Abweichungen und Nuancie ungen beobach en.
Me kwü dig e schein dabei, daß soga die USA, die in alle Wel wegen
ih e eien Wi scha gep iesen we den, in Wi klichkei sei zwei
Jah zehn en s ändig ih e Wi scha Bindungen au e leg en, die alle -
dings einem jeweiligen Wechsel un e wo en sind. Abgesehen on de
sei 1890 bes ehenden An i-T us gese zgebung b auchen wi nu an
den New Deal Roose el s und den Fai Deal T umans zu e inne n.
G oßb i annien ope ie imme noch mi Ein- und Aus uh besch än-
kungen und mi Mengen- sowie P eisbewi scha ungen. F ank eich
wende — abgesehen on seinen Außenhandelsbesch änkungen —
imme wiede P eis-Lohnbindungen an und is on einem eien We -
bewe b am wei es en en e n . Demgegenübe ühmen wi uns zu Zei
eines Wi scha ssys ems und eines We bewe bs, die die na u gege-
benen G enzen de F eihei beinahe schon übe sch ei en. Die a -
k ä ige Be eiung de Wi scha om Bezugsschein ha in kü zes e
F is ungeahn e Wi scha sk ä e zu En al ung geb ach . Die p eis-
ges opp e In la ion de Vo k iegs- und K iegsjah e ha unse P eis-
ni eau on den Wel ma k p eisen ie un en abgehäng und so nach
zwei Wel k iegen und de In la ion eien P eis aum gebo en ü eine
beispiellose Libe alisie ung des Außenhandels sowie ü eine asche
F eigabe de P eise mi en sp echenden E höhungen im Inne n. Wenn
diese P eisspiel aum ausgeschöp is , wie es sei Mi e 1952 de Fall
2*
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20 Max Me zne [404
zu sein schein , we den neue, schwe e Bedingungen ü die Au ech -
e hal ung des We bewe bs gegeben sein. Es wide sp ich allen E -
ah ungen, wenn man in eine solchen Lage dazu übe gehen wü de,
küns liche Eing i e in die We bewe bs o men de kapi alis ischen
We bewe bswi scha o zunehmen. Man kann nich mi E olg in
einem ausgesp ochenen Land de Ka elle im Sinne eine Zusammen-
a bei in P oduk ion und Ma k mi dem Ziel eine Leis ungss eige-
ung die Ka elle gänzlich e bie en, weil das nich genügend in o -
mie e Ausland ode eine heo e ische Schule es e langen, wäh end
gleichzei ig de Außenhandel, die De isenku se, de Zins, de Kapi al-
und K edi e keh und g oße Teile de Wi scha gelenk we den.
De a ige Eins ellungen lau en in Ve bindung mi o ganisa o ischen
Lohnges al ungen, au G und on P eis eibe ei o sch i en ges eu-
e en P eisen und gelenk en Außenmä k en Ge ah , aus Wi scha s-
e olgen Wi scha s e lus e he o zub ingen.
Auch de We bewe b is nich Selbs zweck. E kann nu zum E -
olg üh en, wenn e sich in Fo m und Inhal den gegebenen Bedin-
gungen on Mensch, Raum und Zei anpaß . Ein g eiuzenlose We -
bewe b, de ücksich slos die absolu e F eihei ans eb , is zum Ve -
hängnis e damm . Eine al e E ah ung leh , daß alle Segen sich in
Fluch e wandeln kann, wenn man das nö ige Maß e giß , sich on
de Wi klichkei en e n und Illusionen nachs eb . De a igen Ge-
ah en s eh die deu sche Wi scha zu Zei gegenübe , wie sie auch
jede ande en Wi scha un e den gleichen Bedingungen d ohen
wü de. Es wä e Au gabe de Wissenscha , uns on de a igen I wegen
zu ückzuhal en. Und wie e häl sich unse e Wissenscha in de g oßen
Linie zum We bewe b?
9. Die S ellungnahme de Wissenscha zum We bewe b
Die F eihandelsleh e mi Adam Smi h und den Physiok a en e -
he lich den eien We bewe b. Ih e Ha monieleh e is du chaus zu
e s ehen, wenn man e such , sich in die damaligen Wi scha s e -
häl nisse zu e se zen. De Beginn de mode nen indus iellen Massen-
p oduk ion e bunden mi eine auße gewöhnlichen E wei e ung de
Mä k e, eine Nach age, de das Angebo o z alle Bemühungen
kaum nachkommen konn e, unge äh gleicha ige Be iebe mi glei-
chen S a bedingungen wa en Vo ausse zungen, au denen ein eie
We bewe b üppig gedeihen konn e.
In dem Maße, wie sich diese Vo ausse zungen ände en, a en Be-
denken gegenübe diesem We bewe b au und ie en K i ike und
Ablehne au den Plan. Fich e sp ach on einem Raubsys em, Fou ie
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405] We bewe b in Wes und Os 21
bemängel e Be ug und Diebe ei, Louis Blanc e wog die Möglichkei
eines Todesu eils ü den gewe blichen Mi els and, Engels k i isie e
den K ieg alle gegen alle, P oudhon sah beide Sei en des We -
bewe bs, seinen Segen und seinen Fluch sowie die No wendigkei eine
Beg enzung. In olgenschwe en Ahnungen sp ach e das Wo aus,
daß die Konku enz die Konku enz ö e , und e lang e wohlweislich
nich seine Un e bindung, sonde n eine Beau sich igung des We -
bewe bs.
Unse e G ößen de Wi scha s heo ie um die Wende des Jah -
hunde s nahmen eine wei blickende S ellungnahme zu dem Phänomen
des We bewe bs ein. Oppenheime bezeichne e den Ma k und seinen
We bewe b als die Quelle de sozialen und wi scha lichen O dnung.
Mein Leh e Lexis sch ieb im „Handwö e buch de S aa swissen-
scha en" einen he o agenden Au sa z übe den We bewe b, de on
^E ah ung und E kenn nis zeug und daue ha en We behal en wi d.
E sah die Vo züge und Nach eile sowie die Ge ah en des We -
bewe bs. Schmolle leh e uns in seine bekann en A mi Menschlich-
kei und Nachsich ein auße We bewe b s ehendes Ma e ial übe den
We bewe b, das o z alle mode nen K i ik an seinem We nich s
einbüß . Und wenn wi wei e e Meis e de E ah ung und E kenn -
nis nich an üh en, so bedeu e dies keineswegs eine Zu ückse zung
ode Ve kennung.
Nun will uns die Gegenwa mi eine neuen, al en Leh e beglücken.
Es is die sog. neolibe alis ische Schule, die de e dien e, leide zu üh
e s o bene F eibu ge Volkswi Eucken beg ünde ha , die iele An-
hänge un e den lebenden Na ionalökonomen ge unden und in de
gegenwä igen deu schen Wi scha spoli ik g oßen Ein luß ha , die
sich au Leh en des Auslandes be u und un e Miß e s ehen on
Mensch, Raum und Zei au schnells em Wege is , uns zu Maßnahmen
zu e lei en, die die Ve bindung mi dem Leben e lassen. Wenn man
da on ausgeh , daß man Leh en besse e s ehen kann, wenn man ih e
U hebe in ih em pe sönlichen Wi ken kenn ode kann e, möch e ich
ku z olgendes beme ken:
De Beg ünde diese Leh e, Wal he Eucken, ha sich un e gäng-
liche Ve diens e e wo ben, indem e mi T adi ion, wei em Blick,
ie e Einsich und E ah ungen im Ve bandsleben in k i ische S el-
lungnahme gewohn e Denkbahnen ze b ach und neue Wege besch i .
Wenn e dabei de Wi scha s eihei eine Bahn zu b echen such e, so
is dieses S eben zu e s ehen und zu wü digen. Seine E ah ungen,
die e s e s s a k be on e, e s eck en sich abe nich au den P eis,
den e in seine Leh e de a ig in den Vo de g und ück , daß e da-
mi die ganze Wi scha lenken will. So mäch ig de P eis is , be inde
e sich s e s in Abhängigkei und wi d selbs on den e schiedens en
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22 Max Me zne [406
K ä en bes imm . Euckens Nach olge und Anhänge e allen imme
meh dem Bes eben, sich mi iel Geis in die Ideale de Leh e zu
e s icken und on de Wi klichkei und dem Leben imme meh
abzukommen. Sie übe sehen und e gessen, daß alles Geschehen on
den Menschen mi ih en Schwächen und Vo zügen, on de Na u mi
ih en S o en und K ä en beding is und die Ve häl nisse sowie Be-
dingungen sich in s e em Fluß be inden. Du ch de a ige Gegeben-
hei en we den auch die g öß en Ideale geb ems und in die Nüch e n-
hei des Lebens zu ückge u en.
Ge ade die Wissenscha on de Wi scha soll e s e s bemüh
sein, den Dingen und dem Leben nahe zu bleiben. Hie begegnen
wi leide zu o , z. B. im g oßen Gegensa z zu Technik de übe -
s eige en Ansich , daß Ve bindungen mi dem Leben und de Wi k-
lichkei als In e essen-Ideologie ge äh lich sei. Demgegenübe kann
man z. B. mi F euden es s ellen, daß eine G öße wie Keynes o be-
on , die No wendigkei emp unden zu haben, seine Leh e lau end an
dem Geschehen des Lebens zu übe p ü en. E gib sich dabei keine
Übe eins immung, so lieg de Fehle nich im Leben, sonde n in de
Leh e.
Es is die g oße Au gabe de Wissenscha on de Wi scha ,
Leh en zu en wickeln, die o z alle Bewäh ung im Einzel all on
ewige Gül igkei sind. Deshalb müssen sie s e s übe die Gegenwa
und die eigene Umgebung hinaus so ges al e sein, daß sie jedem
Wechsel gewachsen sind. Hie aus olg , daß auch in de Wi scha
keine absolu en Wah hei en bes ehen, sonde n alles Leben und alle
Leh en beding und ela i sind.
Eine Folge diese Rela i i ä bes eh in de Beg enz hei alle
G undsä ze und Ziele. Es gib in Wi klichkei keine absolu eie
Wi scha und keinen absolu eien We bewe b. Wenn wi heu e
in Deu schland eine soziale Ma k wi scha be eiben wollen, so sind
hie dem Ma k und seinem We bewe b soziale G enzen gese z . F eie
Ma k wi scha is nich iden isch mi soziale Ma k wi scha . Da-
bei besch änk sich die Fo de ung des „Sozialen" nich au den A -
bei e , sonde n au alle schwachen Schich en de Wi scha , bei uns
o allem au den gewe blichen Mi els and, den wi e hal en und
ö de n wollen. Die F eibu ge Schule olg dem Ideal de absolu en
F eihei . Namha e Ve e e de Wi scha swissenscha des In-
und Auslandes e lassen in dem S eben nach eine E kenn nis den
es en Boden de E ah ung und e allen in den Ve such, das E -
assen wi scha liche G ößen und Da en du ch Zahlen, Diag amme
und Schaubilde zu e leich e n, de Ge ah , Handeln aus menschlichen
T ieben du ch Zahlen und höhe e Rechenope a ionen ein angen zu
wollen. Die ein achen Rechenope a ionen genügen solchen Zahlen-
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407] We bewe b in Os und Wes 23
ana ike n nich meh , sie s eige n sich zum Po enzie en, Radizie en,
Di e enzie en, In eg ie en und zu Kombina ion. Wenn man auch
Zahlen noch so seh lieb und e s eh mi ihnen umzugehen, kann
man mi ih e Hil e z. B. bes imm nich die Zahl inden, die angib ,
au welche Zi e de P eis äll , wenn das Angebo um 5% s eig .
De a ige olkswi scha liche Ve i ungen wü den einem S eben
de Be iebswi e gleichkommen, den Kau mann du ch das be ieb-
liche Rechnungswesen zu e se zen. So nü zlich die Zahl in de Wi -
scha als Hil smi el de E kenn nis is , e lie sie ih en Sinn und
We und geh in das Gegen eil übe , wenn sie den Menschen, sein
E kennen und Handeln übe ennen will. Jede Wi scha geh om
Menschen aus und soll ihm dienen. We diese G undkenn nis nich
beach e , e lie sich in I wege. Die soziologische Sei e des wi -
scha lichen Geschehens da man nie e gessen.
Wie sich de wes lichen Wel neue, ungeahn e Aussich en in de
Leis ungss eige ung dadu ch e ö nen, daß sich die Pa ne des be-
ieblichen Lebens als gleichge ich e e und gleichbe ech ig e Kon a-
hen en zusammense zen und Ve äge schließen, die jedem seinen Teil
an de S eige ung de Leis ung siche n, so wü den wi auch in de
E kenn nis und Fö de ung des Wa en- und Leis ungsma k es und
seines We bewe bs wei e kommen, wenn wi die Dinge meh on
de menschlichen Sei e sehen und behandeln wü den. De Ma k is
ein Phänomen, dem wi mi Zahlen und Fo men nich beikommen.
We nich den ich igen Sinn ü das Ma k geschehen au b ing , wi d
ihn nie e kennen. Seien wi s e s eingedenk, daß de Mensch das Maß
unse e Dinge is und bleib , dann we den wi auch in de Wi scha s-
leh e de Zukun , insbesonde e in de Leh e des Ma k es und seines
We bewe bes zu E gebnissen gelangen, die uns o wä s üh en du ch
das wachsende Ges üpp on Unk au und I lich e n.
10. E ah ungsg undsä ze au dem We bewe bsgebie
1. We bewe be gib es nich nu in de Wi scha sonde n au
allen Lebensgebie en, z. B. au mili ä ischen, kul u ellen und spo -
lichen Gebie en. Man kann den We bewe b au einem Lebens-
gebie nich ohne Rücksich au ande e Lebensgebie e behandeln.
2. Eine Wi scha ohne We bewe b bedeu e Rücksch i und
Un e gang.
3. In eine Wi scha mi öllig eiem We bewe b he schen Un-
ugenden, wie Ve schwendung, Be ug, Spekula ion, Wuche und
Mo d. Sie e eich die F eihei . Wenige un e Ausbeu ung und
Un e d ückung de g oßen Meh hei .
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.4.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:21
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4. Ein zu wei gehende We bewe b ö de eine unnö ige Kon-
zen a ion in de Fo m on Ka ellen, Syndika en, Konze nen
und T us s.
5. Wenn ein We bewe b e olg eich sein will, muß e sich den Ge-
gebenhei en on Raum, Zei und Mensch und den Bedingungen
on A bei , Boden und Kapi al anpassen.
6. Eine solche Anpassung e olg zweckmäßig du ch eine den Ge-
gebenhei en en sp echende Au s ellung und Du chse zung on
We bewe bs egeln.
7. De a ige Regeln sind nich s a , sonde n bewegen sich mi den
We bewe bsbedingungen.
8. Diese We bewe bsbedingungen zeigen e hebliche Un e schiede in
den e schiedenen Wi scha szweigen.
9. In äumliche und sachliche Hinsich is bei eine Regelung des
We bewe bs zu beach en, daß man on jedem. Gegne le nen
kann. De Gegne is ein we olle Leh meis e ; we ihn nu e -
ach e , schade sich selbs .
10. De We bewe b zeig sich nich nu in den P eisen, sonde n auch
in ande en Wi scha sg ößen, wie z. B. in de P oduk ionsmenge
und -gu e, in de P oduk i i ä , in de pe sönlichen Hal ung u. a.
11. Unse e gegenwä igen Wi scha s e assung gemäß soll unse
We bewe b ein soziale sein, de du ch soziale G enzen abge-
s eck wi d und auch dem gewe blichen Mi els and dien .
12. In demselben Maße, wie es uns geling , g oße einhei liche Wi -
scha smä k e zu scha en, e ö nen sich dem We bewe b und
seine Regelung neue Pe spek i en.
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