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Unternehmen und Gesellschaft. Bericht über die Arbeitstagung des Vereins für Socialpclitik in Aachen, September 1975

Sadowski, Dieter

Abstract

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Full text

Sadowski, Die e A icle Un e nehmen und Gesellscha . Be ich übe die A bei s agung des Ve eins ü Socialpcli ik in Aachen, Sep embe 1975 Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Sadowski, Die e (1976) : Un e nehmen und Gesellscha . Be ich übe die A bei s agung des Ve eins ü Socialpcli ik in Aachen, Sep embe 1975, Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 96, Iss. 1, pp. 71-85, h ps://doi.o g/10.3790/schm.96.1.71 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291365 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ Un e nehmen und Gesellscha Be ich übe die A bei s agung des Ve eins ü Socialpoli ik in Aachen, Sep embe 1975 Von Die e Sadowski Die Ziele de Tagung e läu e e ih wissenscha liche Lei e , P o . D . Ho s Albach, Bonn, in seinem E ö nungs e e a : Die Wechselwi kung zwischen Gesellscha und Un e nehmen zu un e suchen, dazu die adi- ionellen ökonomischen Me hoden au ih e B auchba kei hin zu p ü en und die Leis ungs ähigkei neue , in e disziplinä e Ansä ze zu e p o- ben. Gleichzei ig wu de on An ang an die F age nach den Bedingungen eines unk ions ähigen un e nehme ischen En scheidungsp ozesses ge- s ell und dami nach de Legi imie ba kei al e na i e o dnungspoli i- sche Regelungen. Angesich s des Um angs und de Ve schiedena igkei diese Au gaben eine sei s, des ü die e gangenen Jah zehn e on P es on (1975, S. 435) jüngs aus üh lich beleg en ge ingen o schungsp og amma ischen und analy ischen Fo sch i s de in e na ionalen Ans engungen dazu ande- e sei s, moch e die Tagung im o aus als obe lächlich und age ge äh - de e scheinen, zumal nich allein Wissenscha le e schiedene Diszipli- nen und Na ionen, sonde n auch Un e nehmens üh e , Poli ike , Minis e- ialbeam e und Ve e e on In e essen e bänden als Re e en en ü die ach Plena o äge und sechzehn A bei sk eissi zungen eingeladen wo - den ode als Teilnehme gekommen wa en. Ih e Ve s ändigung muß e nich na ü liche weise gelingen. Es bes anden die Ge ah en un e bundene und un e bindliche Bei- äge sowie des Abglei ens in die übe kommenen A gumen a ionske en, gleich iel ob sie s ä ke an de his o ischen und sys em e gleichenden Analyse des poli isch-ins i u ionellen Ve häl nisses on Gesellscha und Un e nehmen o ien ie wä en (Ma x, Webe , Schumpe e ; Galb ai h; Ba an, Sweezy, e. g.) ode ob sie o ganisa ionssoziologische E klä ungs- igu en ü die Anpassung des Un e nehmens an Ve ände ungen de ge- sellscha lichen Umwel bemüh en (Ka z und Kahn, Cye , Ma ch, E zio- ni; Law ence und Lo sch, e. g.). Gleichgül ig schließlich auch, ob sie au den bekann en no ma i en En wü en de sozialen Ve an wo ung on Un e nehmen be uh en (F iedman, Chambe lain; D ucke ; Baumha , e. g.), gl. P es on, 1975, passim. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.96.1.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:16 72 Die e Sadowski Die Tagungslei ung ha au zwei Wegen e such , diesen Ge ah en zu begegnen. Zum einen ha Albach au den Ansp uch eine um assenden P oblemübe sich e zich e und s a dessen ü die Tagung einen be- iebswi scha lichen, den un e nehme ischen En scheidungsp ozeß nachbildenden Au bau gewähl , indem e zu Be ach ung de an jenem di ek ode indi ek be eilig en Pe soneng uppen an eg e, zum ande n ha e die einzelnen Bei äge übe g ei ende A bei shypo hesen au ge- s ell . De olgende knappe Be ich übe die Tagung nimm nich ausd ück- lichen Bezug au diese Hypo hesen, sonde n g uppie die E gebnisse in ihnen en sp echende Themenk eise. Es spiegel wohl den Zweck de Ta- gung wide , wenn dabei o engebliebene F agen und Fo schungsno wen- digkei en he ausges ell we den. I. De Ein luß gesellscha liche Ve ände ungen au die Un e nehmensziele Sieh man ab on den di usen, in ih en U sp üngen kaum iden i i- zie ba en, übe die Ve inne lichung neue We e wi ksamen Außenein- lüssen au die Zielbildung im Un e nehmen — Kuhnke e ö e e die Folgen de zunehmenden Wissenscha sgläubigkei des Füh ungsnach- wuchses in Poli ik und Un e nehmen —, so können die wesen lichen U - sp ünge geziel e ex e ne Einwi kungen ausgemach we den. In seine Un e suchung de Möglichkei en und G enzen de Ein luß- nahme gesellscha liche G uppen e such e Biedenkop mi Ve weis au Konze ie e Ak ion, Ve b auche e bände, Wi scha s- und Sozial- ä e in Konzep en Zen ale In es i ionslenkung die sich e s ä kende Tendenz de o ganisie en G uppen zu belegen, ih en Ak ions adius in Rich ung au S aa und Indi iduum auszudehnen, eine o dnungspoli isch o iginä e Legi ima ion zu inden und somi s aa liche wie poli ische Kom- pe enzen zu e gesellscha en. E zeig e, inwie e n die kons i uie enden Me kmale de gel enden Wi scha s e assung, die Dezen alisa ion on En scheidungsmach und ih e Koo dina ion übe Mä k e dadu ch ebenso wie du ch s aa liche Eing i e in einzelbe iebliche En scheidungen ge- äh de wü den. Zu Ve meidung diese Ge ah en schlug Biedenkop eine Auswei ung des Ka ell ech s au die o ganisie en G uppen o . In de Diskussion wu de zu Siche ung eine gleichgewich igen Rep äsen- a ion und de T anspa enz des Zielbildungsp ozesses die Scha ung eine Ve bandso dnung mi Regeln zu Legi ima ion und Inkompa ibili- ä on Ve bands e e ungen übe leg . Im gegenwä igen Un e nehmens e assungs ech de kapi alis isch4 s uk u ie en Un e nehmen alle dings sind gemäß de E wägungen Hub e s keine solchen Un e nehmens ä e zulässig. Die Ak ionä s e - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.96.1.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:16 Un e nehmen und Gesellscha 73 Sammlung habe nu das Rech , den allgemeinen Un e nehmenszweck zu bes immen, und G uppenmi gliede säßen nich als solche in Au sich s- ä en. Das un e g übe im Falle de Mi bes immung die Ta i au onomie. Falls es ech spoli ische Absich we den soll e, die aus den G undsä zen eigen e an wo liche Lei ung des Vo s andes esul ie ende Neu ali ä de Ak iengesellscha gegenübe de Umse zung gesellscha liche Ziel- konzep ionen au zuheben, emp ahl Hub e s a de Wiede ein üh ung eine unbes imm en Gemeinwohlklausel ode de o ganisie en Ve anke- ung pa ikulä e In e essen de en Be ücksich igung du ch gese zliche An o de ungen, beispielsweise de P oduzen enha ung, siche zus ellen. Die Folgen de Ve p lich ung de Un e nehmenslei ungen au ande e als p i a e we bswi scha liche Ziele soll en sich beg enz aus den E - ah ungen de gemeinwi scha lichen Un e nehmen e schließen lassen. Den Willensbildungsp ozeß in den gemeinwi scha lichen Un e nehmen de Gewe kscha en, wo zumindes die In e essen de Gewe kscha smi - gliede , de A bei nehme und de Konsumen en in e n au einande e - en, haben Thiemeye g undsä zlich und Ho mann ü die K edi poli ik de Bank ü Gemeinwi scha un e such ( gl. un en). Thiemeye zeig- e, daß de T äge diese Un e nehmen jeweils keine En scheidungsein- hei , sonde n ein komplexes soziales Gebilde mi nu in o mellen Ein luß- möglichkei en sei, und e such e das „sozialgese zliche" Theo em zu e - hä en, daß gemeinwi scha liche Un e nehmen einem s ändigen D uck zu T ans o ma ion in p i a wi scha liche un e lägen. Im Be eich de eigemeinwi scha lichen Un e nehmen sei zusä zlich eine ,Ve s aa li- chungs endenz4 du ch jVe kö pe scha ung', e wa im Wohnungsgemein- nü zigkei s ech ode im K ankenhaus inanzie ungsgese z, es s ellba . Auch in den ö en lichen Un e nehmen de BRD lieg nach Oe le häu ig die konk e e Zielbildung und Ziel e olgung bei den Un e neh- menslei e n. Die zunehmende Delega ion on Ve e e n de Eigen- üme kö pe scha en in die Un e nehmenslei ung we e e e als ,unech e En s aa lichungsbemühungen', welche a sächlich sach emden, pa iku- lä en ode pe sönlichen In e essen dien en, die pa adoxe Beu eilung ö - en liche Un e nehmen nach p i a wi scha lichen E olgsk i e ien ö - de en und ih e Rech e igung au höben. In gleiche Weise wi ken nach Oe les Aus üh ungen die Ins i u ionalisie ung de Mi bes immung de A bei nehme in ö en lichen Un e nehmen, die ohnehin du ch eine ,sa- u ie ungspoli isch ausge ich e e Pe sonalwi scha ' ge äh de seien. T o z mannig ache Reali ä sbezüge de A gumen e wu de in de Dis- kussion ein e hebliches Bedü nis nach empi ischen S udien übe das Ausmaß und die Lösung in e ne Zielkon lik e in diesen Un e nehmen sowie übe die Bedingungen ih es e olg eichen Einsa zes als Ins umen- e de s aa lichen Wi scha spoli ik geäuße . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.96.1.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:16 74 Die e Sadowski Einen Einblick da ein, wie die wi scha spoli ischen Ins anzen ih en Ein luß au die Willensbildung in Un e nehmen übe haup sehen, gab Tie meye anhand on ak uellen Beispielen ge ade aus de o dnungspoli- ischen G auzone de Koope a ionspoli ik, de Selbs bindung de wi - scha lichen Ve bände im in e na ionalen Kapi al e keh , de Selbs be- sch änkungsabkommen, de Globals eue ungspoli ik, abe auch de S ando poli ik ode des In es i ionsmelde e ah ens in Schlüsselindu- s ien. Das Resümee, de a sächliche wi scha spoli ische Ein lußbe eich sei g öße als gemeinhin da ges ell , eg e zu E wägungen übe die Meß- ba kei und Modellie ba kei de Mach de Bü ok a ie und de Ab- schä zung de o dnungspoli ischen B isanz solche gegensei igen Anleh- nung on S aa und G oßun e nehmen an. Daß und wie seh die gegenwä ig be iebene Gesellscha spoli ik den- noch ein e hebliches Kon lik po en ial be ge und im Selbs bewuß sein de selbs ändigen Un e nehme eine lähmende Wi kung ausübe, leg e P. Me ens au g und eine Felds udie aus dem F ühjah 1975 da . Au die me hodischen P obleme de Messung on A i üdenwandel ging . Ko z leisch ein. E disku ie e zudem, haup sächlich au P obleme des Technologie ans e s konzen ie , die Möglichkei en de quan i a i en Analyse sozio-ökonomische P ozesse mi Hil e de Sys em-Dynamics- Modelle und gab einen Übe blick übe die in e na ionalen Fo schungs- ansä ze au diesem Gebie . Zwei de He e a e, die den Zusammenhang on gesellscha lichem Wan- del und un e nehme ische Zielbildung un e such en, beschä ig en sich s ä ke abs ahie end mi de Op imali ä on Alloka ionsmechanismen. Au die F age, „Welche Un e nehmensziele en sp echen bes imm en so- zialen Wohl ah s unk ionen?", an wo e e Seidl mi eine Übe sich übe den S and — und die Lücken — de einschlägigen wi scha s heo e i- schen Fo schung. Bonus en wa , un e de Annahme eine gegebenen Wohl ah s unk ion, ein Modell de ma k wi scha lichen Koo dinie- ung on Un e nehmens- und Gesellscha szielen am Beispiel de In e - nalisie ung ex e ne E ek e. E zeig e, daß ma k kon o me Regelungen du ch S eue n ode Ze i ika e e izien e als bü ok a ische Regulie un- gen seien, abe wegen de Unau älligkei ih es E olges und des impli- zie en Ve zich s de Bü ok a ie au E messensspiel aum wohl schwe e ealisie we den könn en. Die F age nach den Du chse zungschancen und -bedingungen ü als übe legen e kann e Ve hal ens egeln s ell e sich häu ig wäh end de Tagung. Daß dabei nich nu an den mach bewuß en Inno a ionswide - s and on Behö den ode Poli ike n gedach wu de, beleg en die o ga- nisa ionspsychologischen und - heo e ischen Analysen Be gle s und Wi - es übe die he schende Si ua ion und die Ve besse ungsmöglichkei en de Kommunika ion in den Un e nehmen. Be gle zeig e, wie aus de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.96.1.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:16 Un e nehmen und Gesellscha 75 s ändigen o ganisa o ischen Di e enzie ung on Un e nehmen kom- munika i e En emdung on Füh enden und Ge üh en en s ehen kön- ne und en s anden sei und inwie e n dadu ch die Ra ionali ä de En - scheidungen und die Mo i a ion de Mi a bei e beein äch ig wü den. Obwohl eine ih e wesen lichen U sachen, die Beg enz hei des kommu- nika i en Zei budge s, echnisch und wi scha lich o allem du ch Tele- kommunika ionssys eme be ei s heu e behoben we den könne, wie Wi e beg ünde e, blieb o en, welche gesellscha lichen Ände ungen nö ig seien, ehe die Inno a ion de übe legenen Sys eme e olgen we de. II. Gesellscha liche Ve ände ungen bei den Kapi algebe n und Willensbildung im Un e nehmen Das Haup e gebnis de Bei äge übe den geände en Ein luß de Ka- pi algebe au die Willensbildung im Un e nehmen lag in de de aillie - en Fes s ellung g oße empi ische Unwissenhei und in de E kenn nis, daß Hypo hesen übe den Zusammenhang on Kapi als uk u und Un- e nehmensen scheidungen e s p ü ba wü den, wenn geklä wä e, wie po en ielle und ak ische Ein lüsse abgeg enz und gemessen we den können. Fü e s e A bei shypo hesen glaub e man, sich dabei au die Auswe ung on Bilanzs a is iken s ü zen zu können, ü wei e gehende Aussagen wü de e wa e s die Analyse on Dokumen en aus K edi e - handlungen nähe en Au schluß b ingen. Ul ich e a die Thesen, daß in den e gangenen beiden Jah zehn en in de Bundes epublik Deu schland wede eine wesen liche Ve ände ung in de Ve eilung des P oduk i kapi als e olg sei noch aus de s ändig gesunkenen Eigenkapi alquo e, die au einem ,absolu en Tie s and' an- gelang sei, ein Rückschluß au eine en sp echend s eigende ,Mach de Banken' ge ech e ig sei, was die nu spä lich beobach ba en a säch- lichen Ve ände ungen in de Willensbildung belegen wü den. Diese Behaup ung wu de insbesonde e ü kleine und mi le e Un e nehmen o K edi abschlüssen und in K isen wide sp ochen. In die Zukun schauend p ognos izie e Ul ich wa nend die Realisie ung be iebs em- de Ziele, die mi elba du ch s aa lichen Willen, und zwa wegen de s a k zunehmenden Kapi al e lech ung auch du ch den Willen aus- ländische Regie ungen, ode du ch übe be iebliche Ve mögensbe eili- gungen die Eigenkapi albescha ung und K edi wü digkei de Un e - nehmen beein äch igen und die Bedeu ung des Kapi als als Legi ima- ionsbasis noch wei e zu ückd ängen wü de. Eine solche Tendenz wachsende Unabhängigkei des Managemen s on den Eigen üme n kons a ie e Blume aus de ame ikanischen E ah- ung he aus, daß de An eil de ins i u ionellen Anlege in G oßun e - nehmen kon inuie lich s eig , und aus de Annahme, daß ins i u ionelle OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.96.1.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:16 76 Die e Sadowski Anlege ih e Mißbilligung de Un e nehmenspoli ik ehe du ch Ve kau als du ch Gegens immen äuße en. T o z de Ul ichs Au assung wide sp echenden Vo he sage zwangs- läu ig auch zukün ig s eigende K edi abhängigkei de Un e nehmen negie e Cassie eben alls einen zunehmenden Ein luß des Bankenbe- eichs. Das Kapi al sei heu e de ela i e Übe luß ak o , und de We - bewe b zwischen g undsä zlich aus auschba en Kapi algebe n sei so s a k, daß die K edi wü digkei ss anda ds unen weg zu ückgenommen und dabei s ändig länge is ige K edi e e geben we den müß en, was nach seine kon o e sen Ansich die Ein lußmöglichkei en de Banken e minde e. Aus de Ta sache, daß die Zinsdi e enzie ung zu Las en kleine e K edi be äge nich den un e schiedlichen Bea bei ungskos en en sp ächen, lei e e Cassie die Ve mu ung ab, die Banken nu z en ih e Ve handlungsposi ion nich oll. E ging da on aus, daß die G oß-, P i- a », Genossenscha sbanken und die s aa lichen K edi ins i u e das gleiche Ma k e hal en zeig en, das im P inzip nich selbs ,un e neh- me isch' sei. F enckne s o sich ige Beu eilung de nich öllig e schiedenen Si- ua ion Schwedens, die du ch einen g oßen s aa lichen Ein luß au das Bankensys em und bedeu ende sozialpoli isch beg ünde e, ü die In es i- ions inanzie ung e ügba e Fonds und eine egionalpoli isch o ien ie - e, übe du chschni liche In es i ions a e de s aa lichen Un e nehmen gekennzeichne sei, läß übe die Be ech igung on Ul ichs Wa nungen nich en scheiden. Auch in Schweden ollzögen sich die Ände ungen de Willensbildung seh langsam und seien nich nach Un e nehmens o men zu un e scheiden. Die ela i e Unabhängigkei de In es i ionsk i e ien e wa gewe kscha liche Un e nehmen on ih en T äge n and sich auch in de These Ho manns, daß sich de Ein luß de Gewe kscha en nu mi elba , du ch die beispielha e E üllung de gesellscha spoli ischen Fo de ungen de Gewe kscha en im We bewe b, gel end mache und so ge adezu an isyndikalis isch wi ke. Sie s and im Gegensa z zu Ul ichs Be ü ch ungen, blieb abe desgleichen nich unums i en. Dem Vo wu ande e sei s des ,Be iebssyndikalismus4 glaub e Pie o h au g und de E ah ungen mi seinem labo is ischen Modell, die Beleg- scha zu An eilseigne n eines mi els ändischen Un e nehmens zu ma- chen, begegnen zu können. In seinem Vo ag, de nich mi K i ik an de E gebnislosigkei einschlägige A bei en zu diesem Thema zu ückhiel , weil sie nämlich d ingende empi ische F agen zuguns en e ags ech - liche Besch eibungen nahezu öllig e nachlässig hä en, o mulie e Pie o h die Thesen, daß Kapi albe eiligungen on Mi a bei e n nich ein ,Kapi alis enbewuß sein' ge ö de , sonde n de en Selbs bewuß sein als A bei nehme ges ä k hä en, wobei die Be iebs ä e gleichsam na ü - liche T euhände gewo den seien; auße dem wachse mi de Höhe de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.96.1.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:16 Un e nehmen und Gesellscha 77 Be eiligungsquo e das Ansp uchsni eau de Mi a bei e au ande e so- ziale Leis ungen ehe , als daß es aus Gewinnin e esse gesenk we de. Wäh end das inanzielle P oblem de Risikoakkumula ion nach Pie o hs Da ü hal en e siche ungs echnisch lösba sei, blieb de Weg zu Scha - ung eines ,Mi un e nehme '-Bewuß seins o en. Ve mu lich gelange man dazu, wenn übe haup , nu übe den Zwischensch i des selbs be- wuß en Mi a bei e s. De Re e en schloß ein, daß dami de A bei neh- me zusammenhal übe die Be iebsg enzen hinaus geschwäch we de. III. Gesellscha liche Ve ände ungen bei den Mi a bei e n und Willensbildung im Un e nehmen In dem diesen Themenk eis einlei enden Vo ag übe asch e meines E ach ens Hensche mi de p og amma ischen Behaup ung, die gewe k- scha liche Fo de ung nach Mi bes immung besch änke sich im wesen li- chen au die lang is ige A bei spla zsiche ung und die Ve besse ung de A bei sbedingungen in de We bewe bswi scha . Sie könne und solle ande e Mi el de Kon olle wi scha liche Mach nich e se zen, wie e wa Fusionskon olle, Ka ellau sich ode Bankenau sich . Auch in de P axis de Mi bes immung wi ke die Pa i ä bei Pe sonalen scheidun- gen, die Wahl des A bei sdi ek o s ausgenommen, nu als soziale Nega- i kon olle, wobei die in o melle Vo klä ung on En scheidungen, die ü eine hä e e, abe auch a ionale e Kon lik aus agung geso g habe, nu sel en zu o enen Auseinande se zungen ode zu Pa si ua ionen üh- e. Bei wi scha lichen En scheidungen komme es en wede on o n- he ein ode nach äglich zu sozialen Ko ek u en. Wegen des Ziels mög- lichs o snahe , dezen ale In e essen e e ung wü de Fusionsplänen und de s a ken Bindung on Konze n öch e n an die Mu e endenziell wide sp ochen, was alle dings a sam e scheinende Fusionen nich e - zöge e, wie Hensche an Beispielen e anschaulich e. De auße be ieb- liche Gewe kscha sein luß sei au ö liche Basis mi G oßun e nehmen in Wah hei nich auße be ieblich, da die Mi gliedscha en und Mach - e häl nisse o iden isch seien und sich soga au zen alen Gewe k- scha s agen gegenübe de Gewe kscha sspi ze du chse zen könn en. De Selbs bes immung am A bei spla z und den au onomen A bei s- g uppen maß Hensche im Gegensa z zu ep äsen a i en Mi bes immung aus gewe kscha liche Sich nu minde es Gewich bei, wobei e die ohnehin nu eil-au onom möglichen G uppen wegen de Ge ah e höh- en ho izon alen Leis ungsd ucks besonde s skep isch be ach e e. Die Möglichkei , keineswegs jedoch No wendigkei diese Konsequenz be- s ä ig e . Rosens iel nach eine Auswe ung de o handenen empi i- schen S udien aus Skandina ien; man könne un e ande em wegen de me hodischen Unsiche hei de dabei häu ig ealisie en Ak ions o - schung nich eindeu ige E gebnisse e wa en. Deu lichen E izienzs ei- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.96.1.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:16 78 Die e Sadowski ge ungen bei e minde e e ikale A bei s eilung und einem sinken- den G ad an F emdbes immung — zwei Folgen, die Hau ekie in eine belgischen Falls udie beleg e — s ünden die Ge ah en aus de F eise - zung dys unk ionale g uppendynamische Spon anei ä in de o mel- len O ganisa ion gegenübe . E s Expe imen e mi Kon ollg uppen und Un e suchungen da übe , wie wei soziales Le nen möglich sei, könn en übe die wi scha liche und soziale Vo eilha igkei e höh e Selbs be- s immung am A bei spla z en scheiden. Diesen nich öllig unähnlich, wenngleich on ande em Gewich , sind diejenigen P obleme, die sich aus de e waigen Mi bes immung Lei en- de Anges ell e e geben. Hie sind desgleichen un e schiedliche Rege- lungen o e s nu in Möglichkei sanalysen abwägba . Wie Alewell nachwies, is wede bekann , ob die Ziele de Lei enden heu e schon in- o mell be ücksich ig wü den, noch weiß man, wie eine selbs ändige Rep äsen anz ode ih e Ve bindung mi den be iebs e assungs- ode ak iengese zlichen Ins anzen au die Quali ä de Un e nehmensen schei- dungen wi ken wü de. Eine sei s könne ih e schon bes ehende Schlüs- selposi ion in dem Ve häl nis zwischen Un e nehmens üh ung und Be- iebs a die Diskussion im Un e nehmen e sachlichen und so dazu üh- en, daß übe leg e En scheidungen des Managemen s ehe als solche e - kann und akzep ie wü den, wäh end ande e En scheidungen s ä ke beg ünde we den müß en ode mögliche weise schei e en. Ande e sei s könn en solche Wi kungen kon e ka ie we den, wenn Lei ende Ange- s ell e die Mach aus Mi bes immungsposi ionen dazu e wende en, ein das u sp üngliche En scheidungssys em du chziehendes Ne z nich au - gaben-, sonde n mi bes immungsbeding e Koope a ions- und Gegne - beziehungen zu en wickeln. E ah ungen mi de Ve e ung des akade- mischen Mi elbaus in Uni e si ä so ganen ließen solche Tendenzen als nich unwah scheinlich e scheinen, weshalb Alewell die Mi bes immung de Lei enden Anges ell en im Au sich s a als am zweckmäßigs en be- u eil e. In den g oßen Diens leis ungsun e nehmen mi hohem Akademike - an eil, in Be a e - ode P ü e gesellscha en e wa, is nach . Falken- hausen die Mi bes immung de Lei enden ak isch be ei s einge ich e . Sie gelinge hie un e Ve zich au die s ä ke dogma ischen Fo men de o ganisie en Mi bes immung leich e , wenn sie de ,in elligen en An- a chie' angemessene A en de P ojek a bei und eine indi iduelle Ka - ie eplanung siche e. Den bildungspoli ischen Allgemeinpla z, daß mi s eigendem Bildungsni eau de Manage die Ra ionali ä und Gü e des En scheidungsp ozesses im Un e nehmen s eige, un e zog B inkmann de K i ik. E e mu e e, wie . Falkenhausen, seine Rich igkei ü kol- lek i e En scheidungsp ozesse om Typ des P oblemlösens, bes i sie abe ü poli ische' En scheidungen, wo egelmäßig unk ional unbe- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.96.1.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:16 Un e nehmen und Gesellscha 85 E klä ungen dazu, ob mul ina ionale Un e nehmen Wäh ungsk isen he o u en ode e s ä ken können, ob ih e in eg a i e K a Folge ode U sache on P o ek ion sei und ob de du ch sie induzie e wi - scha liche Fo sch i au ih e Mul ina ionali ä ode ih e G öße be- uhe, konn en in de Diskussion noch nich gegeben we den. Ebenso blieb die o dnungspoli ische Legimi ä eines Sonde ech s ü mul ina- ionale Un e nehmen bedenklich. Auch die Diskussionsbei äge zu diesem F agenk eis wiesen die ü die Tagung ypische Doppela igkei aus: Sie g i en eine sei s noch unge- klä e Phänomene ode noch unbewäh e Me hoden au und ag en an- de e sei s nach in seine Legi imi ä ums i enem Un e nehmens- bzw. s aa spoli ischem Wollen. Wäh end die En deckung neue E kenn nisge- bie e und die Suche nach neuen Fo schungswegen ge adezu als ein Haup zweck eine wissenscha lichen A bei s agung anzusehen sind, mag das O enba we den eines so e b ei e en Legi ima ionsbeda s e s au- nen. Imme hin gib die ge ade e olg e olls ändige Ve ö en lichung alle Re e a e diese Tagung und on Diskussionszusammen assungen in de Sch i en eihe des Ve eins ü Socialpoli ik die Möglichkei , die in de neue en Legi imi ä sdeba e ech abs ak gehal enen A gumen e an den spezi izie en und ielsei ig ausgewähl en P oblemen nach Maßgabe des gleichzei ig ixie en sozialwissenscha lichen E kenn niss andes zu p ü en. Li e a u P es on, L. E. (1975), Co po a ion and Socie y: The Sea ch o a Pa adigm, Jou nal o Economic Li e a u e 13 (1975), S. 434 - 453. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.96.1.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:16