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Empirische Studien in studentischen Abschlussarbeiten im Studienfach DaF/Z: Exemplarische Analyse typischer Fehler und (hochschul-)didaktische Empfehlungen

Ketzer-Nöltge, Almut; Spaniel-Weise, Dorothea

Abstract

The article builds upon the research conducted by Ines Busch-Lauer in the field of academic writing, specifically examining the unique challenges faced by international students. The article's focus is on theses supervised by the authors at the Herder Institute of the University of Leipzig and the Friedrich Schiller University Jena, in which students conducted their own empirical study. The authors highlight the potential benefits of study-related seminars while also illustrating the challenges that should be considered when supervising the writing process. They advocate for the integration of seminars focused on academic writing into the curriculum to enhance students' long-term academic skills.

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327 Empirische Studien in studentischen Abschlussarbeiten im Studienfach DaF/Z: Exemplarische Analyse typischer Fehler und (hochschul-)didaktische Empfehlungen Almut Ketzer-Nöltge / Dorothea Spaniel-Weise Zusammenfassung: Der Artikel schließt an Forschungsarbeiten von Ines Busch-Lauer im Bereich des wissenschaftlichen Schreibens an und untersucht spezifische Herausforderungen für internationale Studierende. Im Fokus stehen Abschlussarbeiten, die von den Autorinnen am Herder-Institut der Universität Leipzig sowie der Friedrich-Schiller-Universität Jena betreut wurden, in denen Studierende eine eigene empirische Studie durchgeführt haben. Die Autorinnen weisen nicht nur auf Möglichkeiten studienbegleitender Seminarangebote hin, sondern zeigen an konkreten Beispielen, auf welche Stolpersteine in der Betreuung des Schreibprozesses geachtet werden sollte. Abschließend wird für die curriculare Verankerung von Seminaren plädiert, die speziell auf das Schreiben akademischer Texte abzielen, um die wissenschaftlichen Kompetenzen der Studierenden nachhaltig zu stärken. Schlagwörter: wissenschaftliches Schreiben, Abschlussarbeit, empirische Studien, internationale Studierende, Deutsch als Fremdund Zweitsprache. Abstract: The article builds upon the research conducted by Ines Busch-Lauer in the field of academic writing, specifically examining the unique challenges faced by international students. The article's focus is on theses supervised by the authors at the Herder Institute of the University of Leipzig and the Friedrich Schiller University Jena, in which students conducted their own empirical study. The authors highlight the potential benefits of study-related seminars while also illustrating the challenges that should be considered when supervising the writing process. They advocate for the integration of seminars focused on academic writing into the curriculum to enhance students' long-term academic skills. Key words: academic writing, final thesis, empirical studies, international students, German as a Foreign / Second Language. Zitiervorschlag: Ketzer-Nöltge, Almut/ Spaniel-Weise, Dorothea (2025): «Empirische Studien in studentischen Abschlussarbeiten im Studienfach DaF/Z: Exemplarische Analyse typischer Fehler und (hochschul-)didaktische Empfehlungen», in: Johnen, Thomas/ Rink-Neave, Thomas/ Wetzel, Emilia (eds.): . Zwickau: Westsächsische Hochschule Zwickau, Fakultät Angewandte Sprachen und Interkulturelle Kommunikation (ZwIKSprache; 8), 327-356. ISBN: 978-3-946409-12-0; DOI: https://doi.org/10.34806/9783946409120-k 328 Einleitende Gedanken zur Jubilarin Zwar sind unabhängig vom studierten Fach in Studiengängen in deutscher Sprache die strukturierte Vermittlung von wissenschaftsbezogenen Deutschkenntnissen für Studierende aller Fächer ein unbestrittener Garant für den Studienerfolg, diese findet jedoch bei den curricularen Planungen häufig noch zu wenig Beachtung (cf. Fandrych/Rüger/Brinkschulte 2019: 4). Frau Busch-Lauer war in dieser Hinsicht während ihrer Tätigkeit an verschiedenen Hochschulstandorten äußerst wirksam: Zum einen setzte sie sich konsequent für eine Verbesserung der Fachsprachenvermittlung u.a. durch stärkere grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften in studienbegleitenden DaF-Kursen ein, damit „durch die Gemeinschaft der Fremdsprachenlehrenden [...] eine bessere Vernetzung zwischen Sprache und Fach“ stattfinden kann (Busch-Lauer 2021: 11). Dabei belegen ihr interdisziplinäres Denken die von ihr maßgeblich initiierten Studiengänge, in denen Sprache und Fach miteinander kombiniert werden. Dazu zählt bspw. der Bachelorstudiengang „Languages and Business Administration“ an der Westsächsischen Hochschule Zwickau, in dem Sprache (40%), Wirtschaftsthemen (60%) und Kulturwissen (10%) curricular stets zusammen gedacht werden (cf. Busch-Lauer 2019). Zum anderen entwickelte sie differenzierte Sprachangebote für Deutsch als Fachund Wissenschaftssprache, wie im Modul „MINT/Technisches Deutsch“ illustriert (cf. Busch-Lauer 2017), und betreute eine Reihe von Dissertationen zum wissenschaftlichen Schreiben (z.B. Buder 2010; García 2016). Auf transnationale Kooperationen orientierte Studiengänge sind für internationale Studierende von großem Interesse, jedoch stellt sich zu Beginn des Studiums häufig die Frage nach der sprachlichen 329 Studierfähigkeit1der Bewerber:innen. An deutschen Hochschulen beenden noch immer 41% der internationalen Bachelorund 28% der Masterstudierenden ihr Studium ohne einen Abschluss. Die Zahlen des Jahrgangs 2020 liegen über den Abbruchquoten deutscher Studierender (Heublein/Hutsch/Schmelzer 2022: 12). Als Ursachen werden neben Problemen, wie sie von deutschen Studierenden bekannt sind, bspw. fehlende Passung des Studienfachs zur Studienvorstellung oder unzureichende schulische Vorbereitung sowie mangelnde Studienfinanzierung, auch ungenügende Sprachkompetenzen genannt (cf. Pineda 2022: S. 47-49). Den möglichen Ursachen für die hohe Zahl von Studienabbrüchen im Bachelor-Studium gingen Leipziger Kolleg:innen im Projekt „SpraStu – Sprache und Studienerfolg bei Bildungsausländer/- innen“ (2017-2020) nach. Wie bereits häufig gefordert, empfehlen die Autor:innen nach Auswertung der Ergebnisse ausdrücklich „eine strukturell stabile, obligatorische studieneingebettete Sprachförderung“, statt „eine[r] Vielzahl meist optionaler Einzelsprachfördermaßnahmen ohne Wirksamkeitsevaluation“ (Wisniewski/Lenhard 2021: 224). Etwas anders gestaltet sich die Problemlage offenbar bei Masterstudierenden. Pineda . (2022: 44) kommen in ihrer Befragung internationaler Studierender zu dem Ergebnis, dass es beim Verfassen von Masterarbeiten in deutschsprachigen Studiengängen weniger die Sprachkenntnisse sind, sondern „Probleme hinsichtlich des methodischen Wissens“, der generellen Vorbereitung auf das Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit und allgemeiner Informationen zu „administrativen Vorgaben“, die als Hürden eines erfolgreichen Studienabschlusses angegeben werden. Die jeweilige „Sozialisation [...] in 1Einen Überblick über sprachliche Kompetenzen in einem deutschsprachigen Studium liefert der Lernzielkatalog von Bärenfänger/Feike/Magosch (2024). 330 einer Kommunikationsund Wissenschaftsgemeinschaft“ (Busch-Lauer 2005: 329) während des Bachelorstudiums spielt ebenso eine Rolle, wenn sich die Kenntnisse wissenschaftlicher Textsorten aus dem Bachelorstudium unterscheiden (cf. Eßer 2001). Eine ausführliche Beschreibung englischund deutschsprachiger Fachtexte aus Medizin und Linguistik in Hinblick auf Sprachund Kulturspezifika findet sich bereits in der Habilitationsschrift von Ines Busch-Lauer (2001). Masterstudierende bemängeln darüber hinaus die ungenügende Betreuung und die Anonymität an Hochschulen (Pineda 2022: 47). Ebenso müsste der Einfluss von Diskriminierungserfahrungen auf den Studienerfolg in Studien näher untersucht werden. Um dieser Kritik entgegenzuwirken und den Ausbau angemessener Sprachkenntnisse in deutschsprachigen Studiengängen zu unterstützen, wurden in den letzten Jahren zahlreiche Angebote entwickelt und durch den DAAD gefördert (cf. DAAD 2022). Dazu gehören Intensivprogramme sowie studienbegleitende und teilweise fachlich stark ausdifferenzierte Sprachangebote. An zwei Wirkungsorten von Frau Busch-Lauer in Sachsen startete beispielsweise 2016 an der TU Dresden das ESF-finanzierte Programm , in dem internationale Studierende in studienbegleitenden Deutschkursen gezielt in der Studieneingangsphase bei der Bewältigung akademischer Textsorten unterstützt wurden (cf. Oehmichen/Friedland 2019). Seit 2016 wird im „Academic Lab | UniSpracheDeutsch“ an der Universität Leipzig2, nicht nur für internationale Studierende, in Seminaren, Workshops und Beratungen studienbegleitend und fachübergreifend die Erstellung akademischer Schreibprodukte auf Deutsch und Englisch angeleitet. Wie an vielen 2Projektwebseite unter: https://www.uni-leipzig.de/academic-lab (zuletzt 23.10.2024) 331 Hochschulen ist das umfassende Angebot freiwillig und setzt zeitliche sowie motivationale Ressourcen der Studierenden zur Teilnahme voraus. Durch die Betreuung zahlreicher Abschlussarbeiten und die Durchführung von Lehrveranstaltungen, die auf das Schreiben einer Abschlussarbeit vorbereiten, können die Autorinnen auf Erfahrungen in der Beratung von Studierenden zurückgreifen, welche sie in diesem Beitrag verschriftlichen. Dabei stehen die Textteile wissenschaftlicher Arbeiten im Mittelpunkt, die das methodologische Vorgehen im Rahmen empirischer Studien dokumentieren. Dies unterscheidet den Aufsatz von Schreibanleitungen, Schreibratgebern oder hochschuldidaktischen Hinweisen für Studierende (u. a. Guckelsberger/Stezano-Cotelo 2004; Mehlhorn 2005; Gödecke 2021), die wir ebenso als gewinnbringend für die Begleitung des Schreibprozesses erachten. Zielgruppe des Beitrags sind somit einerseits Studierende, die Abschlussarbeiten mit empirischem Anteil schreiben. Andererseits richtet sich der Artikel an Dozierende, die neu als Betreuer:innen oder Gutachter:innen von Abschlussarbeiten fungieren und nach konkreten Anhaltspunkten zur Bewertung von Zwischenschritten im Schreibprozess, insbesondere von Studierenden, für die Deutsch nicht die Erstsprache ist, suchen oder als Hochschullehrende, Lehrveranstaltungen im Bereich des wissenschaftlichen Schreibens gestalten wollen. Busch-Lauer (2022: 56) schreibt dazu rückblickend, dass eine Betreuungstätigkeit studentischer Arbeiten zu Beginn durchaus eine „Herausforderung“ darstellen kann. 332 Studienbegleitende Maßnahmen für DaF/Z-Studierende an der Friedrich-Schiller-Universität Jena – das INTEGRA-Projekt Die Zahl internationaler Studierender an deutschen Hochschulen ist mit 12,6% im Wintersemester 2022/23 erneut deutlich gestiegen (DAAD 2024). Studierende mit dem Herkunftsland Syrien stehen dabei an dritter Stelle, was die politische Entwicklung nach 2015 spiegelt. Das DAADgeförderte Programm INTEGRA (2020-2022) hatte zu Beginn der Förderphase das Ziel, studierfähige geflüchtete Menschen an ein Studium an einer deutschen Hochschule durch Förderung in sprachlichen und fachlich-propädeutischen Lerninhalten heranzuführen3. Das Programm wurde für alle internationalen Studierenden geöffnet und so konnten an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Lösungen in fünf Fachbereichen mit einem besonders hohen Anteil an internationalen Studierenden entwickelt werden. 15 Prozent der 16.500 Studierenden an der Universität Jena kamen im Wintersemester 2023/24 aus dem Ausland. Am Fachbereich Deutsch als Fremdund Zweitsprache, an dem sowohl ein Bachelorals auch ein Masterstudiengang gewählt werden kann, wurden im Zuge des INTEGRA-Projekts jeweils zwei vierstündige Seminare und zusätzlich jeweils im Wintersemester ein studienvorbereitender zweiwöchiger Intensivkurs ins Lehrangebot aufgenommen. Seminar I, der Studienstrategiekurs, richtete sich an Studierende der Studieneingangsphase im ersten oder zweiten Semester und Seminar II an Studierende höherer Semester. Insgesamt nahmen im dreijährigen Projektzeitraum 138 Masterstudierende und 34 Bachelorstudierende 3Ergebnisse der Evaluation des Programms mündeten in der Initiierung des Programms FIT (DAAD 2023). Die Maßnahmen sollen Studierende bereits im Studium eine Integration in den deutschen Arbeitsmarkt erleichtern. 333 dieses freiwillige Zusatzangebot wahr. Die Zielfragen des Studienstrategiekurses lauteten u. a.: Welche Besonderheiten weist das Studienfach DaF/DaZ am Standort auf? Welche Strategien benötige ich für ein erfolgreiches DaF/DaZ-Studium? Wie kann ich Texte im Seminar strategischer und effizienter lesen? Wie schaffe ich es, in Vorlesungen und Seminaren gleichzeitig aktiv zuzuhören und mitzuschreiben? Wie kann ich in der Wissenschaftssprache Deutsch erfolgreich an Seminaren und studienbezogenen Gesprächen teilnehmen? Das Seminar zum wissenschaftlichen Schreiben fokussierte hingegen folgende Fragen: Wie finde ich ein passendes Thema für meine Arbeit und wie grenze ich es ein? Wie formuliere ich eine geeignete Forschungsfrage? Wie umfangreich und in welcher Form muss der Forschungsstand aufgearbeitet werden? Wie erfolgt die Verzahnung der einzelnen Kapitel untereinander? In welchem Verhältnis stehen Ergebnisse der Fachliteratur zur eigenen Meinung? Wie plane und dokumentiere ich eine eigene wissenschaftliche Studie? War das Seminar zum wissenschaftlichen Arbeiten in seiner Konzeption für die Textsorten Hausarbeit und Abschlussarbeit schreibbegleitend geplant, stellte sich schnell heraus, dass die Teilnehmer:innen meist VOR dem Schreiben einer Hausarbeit bzw. Abschlussarbeit standen und sich statt der Arbeit an den eigenen Texten, allgemeine Hinweise und Übungsmöglichkeiten zu dieser Textsorte wünschten. Diesen Eindruck bestärkte die Evaluation im Rahmen einer Masterarbeit, die die subjektiven Wahrnehmungen der teilnehmenden Studierenden zum Nutzen des Seminarbesuchs erfragte (cf. Sierra Ardila 2022). Die aus den qualitativen Interviews gewonnenen Ergebnisse wurden in die weitere Planung der Seminare bis über das Projektende hinaus integriert. Dazu zählt die flexible Gestaltung der Seminarinhalte, d. h. die zu Semesterbeginn erhobenen Bedarfe der Studierenden bezüglich der Textsorten, die im Seminar fokussiert werden sollen, bilden das interne Curriculum. 334 Ein weiteres zentrales Ergebnis war der Wunsch der Studierenden, sich stärker untereinander zu vernetzen4und dabei von den Erfahrungen älterer Kommiliton:innen zu profitieren (cf. Sierra Ardila: 57). Hierfür wurde die Seminarleitung an internationale Studierende als Lehrbeauftragte übergeben, auch wenn die Projektleiterinnen5zur Kursplanung beratend zur Verfügung standen. Busch-Lauer wies in ihren Arbeiten bereits frühzeitig darauf hin, dass Studierende in Selbst- /Schreiblernzentren zur „besseren Bewältigung sprachlich-kultureller Probleme [...] insbesondere von Studierenden höherer Studienjahre als Mentoren für die Arbeit an Texten“(Busch-Lauer 2005: 344) betreut werden sollten. Motivierend erwiesen sich ebenso Vorträge von internationalen Studierenden, die gerade eine Abschlussarbeit erfolgreich absolviert hatten. Schließlich wurde in der Befragung – und dieses Argument bildet eine weitere Motivation für diesen Beitrag – von allen Teilnehmenden betont, dass sie sich mehr Hinweise zu den einzelnen Schritten des Verfassens von Abschlussarbeiten wünschen, deren Bestandteil eigene empirische Studien sind. Die verschiedenen Bausteine zum Aufbau der wissenschaftlichen Textsorte Abschlussarbeit sind den Teilnehmenden im Rahmen der Seminare und angebotenen Workshops6zwar deutlich geworden, aber sie wünschten sich mehr Übungen zu konkreten Beispielen aus dem studierten Fach Deutsch als Fremdund Zweitsprache. 4Dies ist umso verständlicher, als der Zeitraum des Projekts in die Pandemiezeit fiel. 5 Alice Friedland und Dorothea Spaniel-Weise 6Ein Workshop zur Arbeit an der Erstellung des Forschungsberichts empirischer Studien wurde jedes Semester von Almut Ketzer-Nöltge angeboten. 335 Empirische Studien in Abschlussarbeiten dokumentieren und begleiten Von Abschlussarbeiten im Fach Deutsch als Fremdsprache wird an vielen Studienstandorten seit einigen Jahren erwartet, dass sie eigene Forschungsprojekte – insbesondere empirische Studien – enthalten. Auch wenn Albert/Marx (2010: 14) einschränken, dass „nicht jede Art Forschungsfrage, die man sich als Linguistin oder Sprachforscherin stellt, [...] eine empirische Untersuchung erfordert“, so spiegelt sich in der fehlenden Beschäftigung mit empirischen Studien im DaF/Z-Studium ein Forschungsdesiderat wider, das Auswirkungen auf weitere akademische Karrieremöglichkeiten hat wie Altmayer (2023) betonen: Hinzu kommt, dass das Fach immer noch zu wenig in die Nachwuchsförderung investiert, im Vergleich zu anderen, benachbarten Fächern werden immer noch zu wenige Promotionen oder gar Habilitationen abgeschlossen (Altmayer et al. 2023:18). Das Schreiben einer Masterarbeit auf Basis eigener empirischer Daten kann also als Ausgangspunkt für die weitere wissenschaftliche Karriere dienen, ebenso wie eine auf Methodik angelegte Bachelor-Arbeit motivieren kann, sich im Masterstudium stärker forschungsorientierten Themen zuzuwenden. Wenn Studierende auf entsprechende Forschungsarbeiten systematisch vorbereitet und von der Planung eines Forschungsprojekts bis zur Verschriftlichung angemessen betreut werden, könnte dem formulierten Defizit nicht nur in der Ausbildung des internationalen Nachwuchses begegnet werden. Die Fokussierung auf Masterstudierende im vorliegenden Aufsatz ist zudem dadurch gerechtfertigt, dass schriftliche Arbeiten wie Hausarbeiten aus dem Bachelorstudium z. T. nicht bekannt sind bzw. nicht auf Deutsch verfasst wurden und somit für internationale Studierende eine doppelte Hürde 342 Eine empirische Arbeit basiert demnach sowohl auf der Darstellung der theoretischen und empirisch-methodischen Grundlagen (Definition wichtiger Termini, Erläuterung wichtiger Konzepte aus ihrem fachgeschichtlichen Entstehungszusammenhang, Durchführung und Ergebnisse ausgewählter Studien) als auch auf der Herleitung einer „Forschungslücke“. Hier darf sich der Autor / die Autorin nach der kritischen Auseinandersetzung abschließend in eigener Wertung positionieren, wenn auch üblicherweise unpersönlich formuliert (z. B. „in der Arbeit wird sich der Meinung X angeschlossen”; „im Folgenden wird der Begriff Y verwendet). Das Ausweisen einer Leerstelle in der (fachbezogenen) Forschung liefert die Begründung für das eigene Forschungsvorhaben und führt vom Allgemeinen (z. B. Wortschatzlernen) zum Besonderen (z. B. Fokussierung auf eine bestimmte Zielgruppe: „Wortschatzlern-Apps für japanische Germanistikstudierende”). Überleitungen durch einen Einleitungssatz am Kapitelanfang und Kurzerläuterung im Zusammenhang mit bislang dargestellten Ergebnissen begründen nicht nur zwischen den einzelnen, proportional angelegten (Teil-)Kapiteln, warum der nächste Schritt notwendig wird, sondern sind vor allem im Übergang vom theoretischen zum methodischen Teil unverzichtbar. Abbildungen und Tabellen im Fließtext erleichtern zudem das Verständnis. Nach dem einführenden Kapitel des methodischen Teils zur Beschreibung und Begründung der gewählten Methode(n) folgen ein bis zwei Kapitel zur Beschreibung der Ergebnisse und zur Interpretation sowie Diskussion der Ergebnisse. Wie genau diese strukturiert sind, hängt vom gewählten Forschungsansatz ab. Verortet sich die Studie eher in einem quantitativen Paradigma, werden die Datenbeschreibung von der Interpretation und Diskussion der Daten i. d. R. strikt getrennt. Der 343 Ergebnisbericht strukturiert sich dann anhand der aufgestellten Hypothesen und der verwendeten Erhebungsinstrumente. Anschließend werden die Forschungsfragen explizit beantwortet und die Ergebnisse diskutiert, eingeordnet und reflektiert. Bei Studien, die sich eher im qualitativen Forschungsparadigma verorten lassen, ist eine strikte Trennung von Ergebnisbeschreibung und deren Interpretation oft nicht möglich. Insbesondere bei Beobachtungen und verbalen Daten beinhaltet jegliche Datendeskription bereits eine Interpretation und eine Auswahl (z. B. besonders auffälliger Ergebnisse). Entsprechend müssen diese Prozesse in der Verschriftlichung transparent gemacht (z. B. durch eine beispielhafte Darstellung der Datenauswertung) und begründet werden (z. B. anhand von Datenbeispielen). Für die Ergebnisdarstellung gibt es verschiedene Strukturierungsmöglichkeiten, z. B. nach Chronologie des Forschungsprozesses, nach Thesen, Kategorien oder inhaltlichen Schwerpunkten, nach Interpretationsebenen oder nach Forschungsfragen. Die Verortung in einem der beiden Forschungsparadigmen wirkt sich also auf die Gliederung einer Arbeit aus. 2) Aufarbeitung theoretischer Grundlagen für die eigene Studie Von Caspari (2016) wird hervorgehoben, dass sich Studien und damit auch studentische Abschlussarbeiten in einen vorhandenen Fachdiskurs eingliedern müssen, wenn sie schreibt, „[…] dass die Ergebnisse auf der Basis bzw. in Zusammenhang mit bereits vorhandenem wissenschaftlichem Wissen entstehen und diskursiv verhandelbar bzw. korrigierbar sind“ (Caspari 2016: 11). Ausgangspunkt der Darstellung einer Studie ist daher immer eine ausführliche und systematische Beschreibung der theoretischen Grundlagen und der aktuellen Forschungslage. Dafür sind mehrere Kapitel vorgesehen, die als 344 „Theorieteil” bezeichnet werden. Diese Bezeichnung ist insofern irreführend, weil damit sowohl ein Überblick über den theoretischbasierten Fachdiskurs als auch die Darstellung des aktuellen Forschungsstands zu den relevanten Aspekten der Arbeit gemeint sind. So spricht Legutke (2016b: 370) von einem Literaturüberblick 1 mit „einer inhaltlichen Orientierung auf den Forschungsgegenstand” und einem Literaturüberblick 2 mit Fokus „auf das Design und forschungsmethodologische Aspekte der Studie” (Legutge 2016b: 370), wobei damit hervorgehoben werden soll, dass hier zwei verschiedene Funktionen erfüllt werden, was jedoch nicht notwendigerweise eine strukturelle Zweiteilung (in mehrere Kapitel) nach sich zieht. Damit dient der erste Teil einer Arbeit einerseits dazu, aus dem Fachdiskurs das Erkenntnisinteresse und die Forschungsfragen abzuleiten und andererseits die forschungsmethodischen Entscheidungen zu begründen. Entsprechend ist es wichtig, auch bei der Darstellung der theoretischen und empirischen Grundlagen immer wieder Bezüge zur eigenen Studie herzustellen und Schlussfolgerungen für deren Design und Forschungslogik explizit zu benennen. Durch Formulierungen wie „Aus den beschriebenen Studien von X und Y lässt sich ableiten, dass zum Einsatz von immersiven Medien im DaF-Unterricht noch keine ausreichenden Erkenntnisse vorliegen. Während X zeigt, dass...“, weist die Arbeit auf ein Desiderat, also ein Erkenntnisinteresse, hin. Mit dem ersten Teil der Arbeit kann demnach begründet werden, warum die eigene Studie überhaupt notwendig und sinnvoll ist. Wird im Theorieteil noch kein Ausblick auf die eigene Studie gegeben, steht dieser für sich und könnte zu jeder anderen Arbeit im Themenbereich gehören. Dabei ist stets darauf zu achten, dass in den Ausführungen keine Informationen vorausgesetzt werden, die den Lesenden noch gar nicht 345 bekannt sein können. Es muss genau geprüft werden, welches Wissen an welcher Stelle gerade vorausgesetzt wird und ob dieses zuvor bereits eingeführt wurde. Es kann daher hilfreich sein, bereits in der Einleitung die Studie und deren Entstehung zu beschreiben, um die Lesenden auf die Rezeption der Studie und deren argumentative Grundlagen vorzubereiten. Die konkrete Ableitung und Begründung der eigenen Studie ist als ‘Scharnier’ zwischen dem Theorieund Empirieteil einer Arbeit zu verstehen und entweder am Ende des ersten oder zu Beginn des zweiten Teils dazulegen. Eine geeignete Lösung ist hier ein Zwischenkapitel für die Herleitung der Forschungsfragen, z. B. unter der Überschrift „Schlussfolgerungen und daraus resultierende Forschungsfragen“. Einige Arbeiten enden zu diesem Zweck jedes Kapitel des Theorieteils mit einer kurzen Zusammenfassung oder fügen am Ende des Theorieteils ein Zwischenkapitel mit Schlussfolgerungen ein. Ein Fehler im ersten Teil von Abschlussarbeiten sind summativdeskriptive Darstellungen, die an annotierte Bibliographien erinnern, d. h. es werden relevante Texte oder Studien benannt, kurz beschrieben oder zahlreiche Zitate aus diesen aneinander gereiht, jedoch nicht miteinander in Beziehung gesetzt. Um dies zu vermeiden, ist es empfehlenswert, die eigenen Rechercheergebnisse bspw. in Exzerpten oder auch visualisierten Mindmaps zu systematisieren und Studienergebnisse zu bewerten. 3) Herleitung und Reflexion der Vorgehensweise und der Forschungsmethoden und -instrumente Der empirische Teil der Arbeit enthält die Darstellung der forschungsmethodischen Vorgehensweise, der Forschungsinstrumente, der Datenauswertung sowie die Beschreibung und Diskussion der Ergebnisse (vgl. Schramm 2016). Die „systematische Vorgehensweise”, 346 wie sie von Caspari (2016: 11) für wissenschaftliche Forschung als grundlegend benannt wird, bezieht sich dabei nicht nur auf den Prozess der Planung, Durchführung und Auswertung von Studien, sondern auch auf deren Dokumentation, d. h., dass alle Entscheidungen, die im Laufe des Forschungsprozesses getroffen wurden – auch in einer studentischen Arbeit – explizit gemacht und forschungslogisch (ggf. auch forschungspraktisch) begründet werden müssen (s. Bsp. 5a + b). Dabei wird Widersprüchliches berichtet, diskutiert und ggf. begründet ausgeschlossen (s. Bsp. 5b.). Dies dient dem Gütekriterium der intersubjektiven Nachvollziehbarkeit (Transparenz) und verfolgt den Anspruch, „methodisch reflektiert und kontrolliert” (Caspari 2016: 11) vorzugehen. Beispiel 5 einer Bachelorarbeit (Höfler 2020) mit dem Titel: „Visuelle Aufmerksamkeit DaZLernender in 360°-Videos – Schlussfolgerungen für das kulturbezogenen Lernen“ (Höfler 2020: 11-12) (Höfler 2020: 13) Das erste Methodenkapitel stellt demnach die Vorgehensweise und die verwendeten Materialien vor und umfasst Begründungen zu: Erhebungsmethode(n), Ablauf der Datenerhebung, Proband:innen, 347 Materialien sowie zum Vorgehen bei der Datenaufbereitung und -auswertung. Die Wahl der forschungsmethodischen Vorgehensweise und der verwendeten Instrumente wird in vielen studentischen Abschlussarbeiten jedoch gar nicht oder nur durch Einschränkungen bei der Datenerhebung wie Verfügbarkeit von Ressourcen oder zeitliche Beschränkungen begründet. Forschungspraktische Gründe können eine Rolle spielen, sollten aber nicht im Mittelpunkt der Begründung stehen oder gar mit Sätzen wie „das Vorgehen würde den Rahmen der Bachelorarbeit sprengen“ oder „für eine weitere Erhebung war keine Zeit mehr“ gerechtfertigt werden. Die Ergebnisdiskussion fasst in einem ersten Teil die wichtigsten Ergebnisse zusammen und setzt sie in Bezug zu den im Theorieteil dargestellten Grundlagen (cf. Legutke 2016c). Die Ergebnisse werden ggf. den Hypothesen zugeordnet und zur Beantwortung der Forschungsfrage(n) herangezogen, und verschiedene Schlusskapitel geben einen Ausblick auf bspw. didaktische Implikationen oder weisen weiteren Forschungsbedarf aus. Anhänge13 dokumentieren die Erhebungsinstrumente, Rohdaten, Transkripte, Analysekriterien und enthalten ggfs. weitere Abbildungen oder Tabellen zur Visualisierung der Ergebnisse. Hier gilt es zu entscheiden, welche (auffallenden) Ergebnisse bereits mit einer Grafik im Fließtext visualisiert werden und welche eher der Dokumentation dienen und dem Anhang beigefügt werden. Häufig findet sich eine Aneinanderreihung von Grafiken zu jedem Teilergebnis, durch die jedoch keine Verständlichkeit erreicht wird. 13 Im Anhang findet sich, mit Verweis im Fließtext, alles, was den Lesefluss im Fließtext hemmen würde, aber für das Nachvollziehen des Forschungsprozesses und der -ergebnisse wichtig ist. 348 Die abschließende Verortung der eigenen Forschungsergebnisse in die im Theorieteil referierte Literatur oder beschriebene Studien fällt Studierenden oft schwer. Ergebnisse zu verhandeln und die eigenen Ergebnisse wiederum durch Folgestudien verhandelt zu sehen, ist jedoch Teil des Fachdiskurses, dem ausreichend Raum gegeben werden sollte, ist es doch gerade die eigene empirische Untersuchung, mit der Studierende einen Beitrag zur Entwicklung des Faches leisten können. Daher sollte im Abschlusskapitel auch Widersprüchliches berichtet werden und stellt keinen Fehler dar. Eine wissenschaftliche Vorgehensweise verlangt Offenheit für Unerwartetes (cf. Caspari 2016: 11). Entsprechend sollte es auch einen Textteil geben, in welchem die ursprünglich geplante Vorgehensweise mit der tatsächlichen Umsetzung abgeglichen und Abweichungen reflektiert werden. Diese Art der Reflexion geschieht entweder bereits dort, wo die methodische Vorgehensweise dargestellt wird oder in einem Kapitel zur Reflexion der dargestellten Studie am Ende des empirischen Teils der Arbeit bzw. in der Ergebnisdiskussion. Am Ende des Empirieteils sollten auch die Reichweite und die Grenzen der Studie aufgezeigt werden, z. B. unter der Überschrift „Kritische Reflexion des Studiendesigns“. In diesem Kapitel lassen sich einschränkende und positive Aspekte der Studie benennen und Implikationen für das Fach DaF/Z bzw. die Unterrichtspraxis diskutieren. Ein häufiger Fehler in Abschlussarbeiten, ist die „Überinterpretation“ von Ergebnissen, d. h. ihre Bedeutung wird als zu wichtig eingeschätzt und die Autor:innen ziehen zu weitreichende Schlussfolgerungen. Von der Befragung einer Handvoll Studienteilnehmenden Rückschlüsse auf das mögliche Verhalten oder Erwerbsprozesse der Gesamtpopulation von Deutschlernenden zu treffen, wäre bspw. unpassend. Studien in studentischen Arbeiten sind naturgemäß von der Reichweite und 349 Stichprobengröße eher klein, wodurch die Generalisierbarkeit der Ergebnisse und Übertragbarkeit auf andere Kontexte eingeschränkt ist. Auch die Reflexion der eigenen Rolle als (wenig erfahrene:r) Forschende:r, die sich z. B. in einer ungewollten Einflussnahme auf die Erhebungssituation wie der Formulierung von Suggestivfragen in Interviews finden können, sollte hier stattfinden. In Studien, die den eigenen Unterricht als Untersuchungsgegenstand wählen, sollte die Doppelrolle Forschende:r und Lehrende:r im Sinne der Aktionsforschung (cf. Altrichter/Posch/Spann 2018) thematisiert werden. Häufig wird das Zustandekommen der Stichprobe zu wenig erläutert, wobei bei Befragungen meist auf Bekannte und Freunde als Forschungspartner:innen zurück gegriffen wird und selten eine Selektierung stattfindet. Hier kann wie zur Darlegung der Motivation in der Einleitung die ICH-Form gewählt werden. Kritik an der eigenen Studie fällt (nicht nur) Studierenden schwer, sie ist aber unverzichtbarer Teil eines transparenten und reflektierten Forschungsprozesses und wird von Gutachter:inne:n als gute wissenschaftliche Praxis anerkannt. Gleichzeitig dürfen eigene Forschungsentscheidungen und -ergebnisse auch in studentischen Arbeiten selbstbewusst beschrieben werden. So sollte die Reflexion und Kritik an der eigenen Arbeit in einem separaten Teilkapitel am Ende der Einordnung der Forschungsergebnisse und den Schlussfolgerungen platziert werden. Fazit Ziel der Betreuung studentischer Abschlussarbeiten ist die Sicherstellung eines grundlegenden Verständnisses von Forschung. 350 Im Unterschied zum [...] Erwerb von Alltagswissen zeichnet sich wissenschaftliche Forschung durch eine in zweifacher Hinsicht systematische Vorgehensweise aus: zum einen bezüglich der untersuchten Phänomene (hier gilt es, alles zu berücksichtigen, was man findet, und nicht nur das, was zur eigenen Vorstellung passt), zum anderen bezüglich der Forschungsschritte und Forschungsverfahren. (Caspari 2016: 11) Die oben aufgeführten Stolpersteine beim Erstellen von Abschlussarbeiten mit empirischen Daten machen deutlich, dass sich das auszugsweise Lesen von Kapiteln, wie von vielen Gutachter:innen in der Überarbeitungsphase angeboten, eher auf diesen Teil der Arbeit als auf den Theorieteil beziehen sollte. Zudem ist es sinnvoll, innerhalb der Gruppe von Studierenden, die gerade eine Abschlussarbeit verfassen, Formen des Peer-Tutorings (Rajewic 2017) anzuleiten. Mithilfe von Sammlungen guter und weniger gelungener Beispiele14 und bereits in Ansätzen aufgebauter Korpora kann in Seminaren zum wissenschaftlichen Schreiben der Betreuungsprozess zielgerichtet und ressourcenorientiert begleitet werden, wird die Betreuung von Abschlussarbeiten doch nicht überall mit einer Deputatsminderung für engagierte Dozierende honoriert. Die Initiierung von Peer-Review-Verfahren hat sich zudem als gewinnbringend erwiesen, da das Erkennen von „Lücken“ in der Argumentationsund Berichtsstruktur und das Aushandeln von sprachlichen Alternativen, eine der herausforderndsten Aufgaben studentischer Autor:innen ist. Abschließend möchten wir noch auf den Aspekt hinweisen, dass das Einfließen studentischer Forschungsarbeiten in den Fachdiskurs im Sinne der oben beschriebenen Nachwuchsförderung nur dann geschehen kann, wenn diese nicht nur für die Bewertung, sondern auch für die 14 Zu begrüßen ist hier die Initiative des Fachschaftsrates des Instituts DaF/Z der Uni Jena, sehr gut und gut bewertete Hausarbeiten aus jedem Modul der Studiengänge, anonymisiert auf Anfrage von Studierenden zur Einsicht zur Verfügung zu stellen. 351 Fachgemeinschaft zugänglich gemacht werden. Ein Beispiel für eine entsprechende Veröffentlichungsmöglichkeit ist die Zeitschrift (JALM), welche sich zur Aufgabe gesetzt hat, „Nachwuchsforscherinnen und -forschern ein Forum zur Veröffentlichung von Ergebnissen zum Beispiel aus Bachelorund Masterarbeiten [zu bieten], die für die Fachwelt (...) von Interesse sind“ (Funk / Kuhn 2021: 4). Dieses Desiderat für Publikationsmöglichkeiten exzellenter studentischer Arbeiten besteht leider an vielen Standorten15 nicht und Studierende werden in dieser Hinsicht zu wenig von Betreuenden ermutigt. Aus unserer Erfahrung können wir der Jubilarin bescheinigen, in diesem Sinne stets motivierend und fördernd aktiv gewesen zu sein. Bibliographie Albert, Ruth / Marx, Nicole (2010): . Tübingen: Narr. Altmayer, Claus / Biebighäuser, Katrin / Haberzettl, Stefanie / Heine, Antje (2021): „Das Fach Deutsch als Fremdund Zweitsprache als wissenschaftliche Disziplin“, in: Altmayer, Claus / Biebighäuser, Katrin / Haberzettl, Stefanie / Heine, Antje (eds.): Berlin: Metzler, 3-22. Altrichter, Herbert / Posch, Peter / Spann, Harald (52018): . Bad Heilbrunn: Klinkhardt (UTB; 4754). Augustin, Annalena (2023). Unveröffentlichte Masterarbeit. Leipzig: Universität Leipzig. Bärenfänger, Olaf / Feike, Julia / Magosch, Christine (2024): 15 Hier ist nicht (nur) gemeint, dass Arbeiten in universitären Repositorien veröffentlicht, sondern als Fachartikel rezipierund zitierbar gemacht werden. 4 Inhaltsverzeichnis …………………..……………………………………………… 4 Tabula Gratulatoria …………………………….…………………………………. 7 Fachkommunikation und (Fach-)Sprachendidaktik dans tous les sens: eine Auswahlbibliographie der Publikationen von Ines-Andrea Busch-Lauer Kompilation: Thomas Johnen ………………………………………………………………………. 13 Ein akademisches Leben für die Exzellenz und internationale Vernetzung der WHZ: Ein Wort vorab zur Festschrift für InesAndrea Busch-Lauer Thomas Johnen, Thomas Rink-Neave, Emilia Wetzel .……..…………….. 38 Hommage Nadine Rentel ………………………………………………………..…………………… 49 Teil 1: Fachsprachen und Fachkommunikation Ines und die Eisenbahn Martin Bauch ……………………………………………………………..………………………………. 52 Eisenbahn-Lektionen: Ein Streiflicht auf 6 Jahre Kooperation zwischen der Westsächsischen Hochschule und der Länderbahn GmbH, Neumark (2019 – 2025) Thomas Edeling / Michaela Rusch ………………………………………………………………… 55 5 Fachsprache im Kontext – Fallstudie einer DeutschFranzösischen Eheschließung Doris Fetscher …………………………………………………………………………………………. 76 „ ” – Formelhaftigkeit und Kreativität in Square-Dance-Calls Sabine Fiedler ………………………………………………………………………………………… 117 : Zur Terminologisierung eines nicht-fachsprachlichen Neologismus in der theologischen Fachsprache des 21. Jahrhunderts und die Problematik seiner Übersetzung am Beispiel von und Thomas Johnen ……………………………………………………………………………………… 133 Teil 2: Wissenschaftsund Wirtschaftskommunikation und : Kommunikation über Wissen und Wissenschaft zwischen Frankreich, England und Deutschland im 18. Jahrhundert am Beispiel von Mscr.Dresd.k.276.g. Ralf Christoph ………………………………………………………………………………………… 226 Vermittlung von Wissen oder Popularisierung von Einsichten – Erklärungstiefe in Beispielen von OnlineGesundheitskommunikation Jan Engberg …………………………………………………………………………………………….. 250 6 Die Kundenkommunikation von Fluggesellschaften in den sozialen Medien im interkulturellen Vergleich: Das Beispiel der Facebookseiten von Air France und Austrian Airlines Nadine Rentel ……………………………………………………………………………………….. 270 Teil 3: Innovative Ansätze zur Fremdsprachendidaktik Handlungsorientierte Fremdsprachendidaktik: Überlegungen zu Inhaltsverzeichnissen in DaF-Lehrwerken Liliia Bezugla ……………………………………………………………………………………….. 305 Empirische Studien in studentischen Abschlussarbeiten im Studienfach DaF/Z – Exemplarische Analyse typischer Fehler und (hochschul-)didaktische Empfehlungen Almut Ketzer-Nöltge / Dorothea Spaniel-Weise ………………………………………. 327 Der DaF-Unterricht in der Ukraine: Probleme und Perspektiven Alla Paslawska …………………………………………………………………………………… 357 Innovative Learning Partners: Using an AI chatbot for French Language Acquisition in Business Administration Thomas Tinnefeld ………………………………………………………………………………. 370 Zu den Autorinnen und Autoren dieses Bandes ……….……. 406 Zwickauer Forum Interkulturelle Kommunikation und Sprache (ISSN 2700-5968) http://www.fh-zwickau.de/zwiksprache Nr. 1: Sabine Dieng-Weiß (2019): ISBN: 978-3-946409-03-8; DOI: https://doi.og/10.34806/q7yr-7c44 https://d-nb.info/1210446189/34 Resumen en español. Nr. 2: Julia Gelinski (2019): . ISBN: 978-3-946409-01-4; DOI: https://doi.org/10.34806/rfv9-b177 http://d-nb.info/1216496854/34 Resumen en español. Nr. 3: Thomas Johnen (2019): . ISBN: 978-3-946409-02-1; DOI: https://doi.org/10.34806/19wq-t276 https://d-nb.info/1210449269/34 Resumo em português. Nr. 4 Bao Trang Ngo (2021): ISBN: 978-3-946409-05-02; DOI: https://doi.org/10.34806/x4gd-gm78 https://d-nb.info/123599273X/34 Nr. 5 Thomas Johnen/ Christopher Mattern/ Jasmin Wunderlich (red.) (2023): Zwickauer Forum Interkulturelle Kommunikation und Sprache (ISSN 2700-5968) http://www.fh-zwickau.de/zwiksprache . ISBN: 978-3-946409-08-3; DOI: https://doi.org/10.34806/679p-3b04; https://d-nb.info/1312838353 Nr. 6: Thomas Johnen/ Liliane Santos/ Jürgen Schmidt-Radefeldt (eds.) (2025): In Memoriam . ISBN: 978-3-946409-07-6; DOI: http://dx.doi.org/10.25656/01:32962 https://d-nb.info/1365023265/34 Zusammenfassungen auf Deutsch Nr. 7: Carlos Roberto de Oliveira Lima/ Gabriel Silva Xavier Nascimento/ José Raimundo Rodrigues (Orgs.) (2025, no prelo/ im Druck): . ISBN: 978-3-946409-09-0; Abstracts in English; Zusammenfasungen auf Deutsch Nr 8: Johnen, Thomas/ Rink-Neave, Thomas/ Wetzel, Emilia (eds.): . ISBN: 978-3-946409-12-0; DOI: https://doi.org/10.34806/9783946409120 Abstracts in English; Zusammenfasungen auf Deutsch