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Der interpersonale und der strukturelle Ausgleich der Steuerlast

Mann, Fritz Karl

Abstract

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Full text

Mann, F i z Ka l A icle De in e pe sonale und de s uk u elle Ausgleich de S eue las Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Mann, F i z Ka l (1972) : De in e pe sonale und de s uk u elle Ausgleich de S eue las , Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 92, Iss. 4, pp. 393-403, h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.4.393 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291280 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ De in e pe sonale und de s uk u elle Ausgleich de S eue las Von F i z Ka l Mann, Washing on, D. C. Nu au wenigen Gebie en de Finanz heo ie sind die poli ischen und sozialen Vo u eile so üppig ins K au geschossen wie in de Leh e on den G undsä zen de S eue e eilung. Dabei konzen ie - en sich diese G undsä ze meis au die nüch e ne F age, wie die S eue las gleichmäßig e eil we den kann. Die Vo u eile e en he o , sobald de Beg i de s eue poli ischen Gleichmäßigkei de i- nie und gedeu e wi d, auch dann, wenn, wie es iel ach geschieh , Gleichmäßigkei mi Gleichhei e meng wi d. Ich besch eibe zunächs einige de bedenklichs en Kons uk ionen. S eue ge ech igkei und S eue neu ali ä Viele Finanz heo e ike haben geglaub , einem Dilemma dadu ch en gehen zu können, daß sie das Gleichmäßigkei spos ula in den Bo- den de E hik ode de poli ischen Wissenscha e p lanz en. Fü den e s en Ausweg ha sich soga Al ed Ma shall e wä m : Die S eu- e e eilung — so e siche e e — sei ein P oblem kons uk i e E hik1. Abe obwohl diese Annahme auch schon in ühe e Zei wei - e b ei e wa , ha sie niemals F üch e ge agen. Ih e Un uch ba - kei ha haup sächlich zwei G ünde: E s ens is de Beg i de di- s ibu i en Ge ech igkei , alls e Allgemeingül igkei beansp uchen will, en wede nu in o male Weise ode — im Anschluß an Scho- penhaue — nu nega i bes immba ; zwei ens wi d un e Gleich- mäßigkei wenige „absolu e Ge ech igkei " als Kon o mi ä mi „zei - lichen Ge ech igkei skon en ionen" e s anden2, die e ah ungsgemäß 1 Al ed Ma shall: Na ional Taxa ion a e he Wa . In: W. H. Dawson (H sg.): A e Wa P oblems. London 1917. S. 317. 2 Nähe es in meinem Au sa z: Die Ge ech igkei in de Bes eue ung. In: Hans Teschemache (H sg.): Fes gabe ü Geo g . Schanz, Bei äge zu Finanzwissen- scha . Tübingen 1928. Bd. II, S. 112-140. — Vgl. hie zu: Gün e Schmölde s: Das Ge ech igkei spos ula in de Bes eue ung. Fes gabe ü F i z Ka l Mann. Finanz- a chi , N. F. Bd. 23 (1963), S. 53-65. — Fe ne Woldema Koch: Das Ve häl nis de gesellscha lichen und s eue lichen Ge ech igkei bei Adolph Wagne . Ebenda S. 36-52. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.4.393 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:36 394 F i z Ka l Mann mi Kul u ni eau, poli ische Wel anschauung, soziale S ellung und Wi scha sin e essen schwanken und auße dem dem his o ischen Wan- del ausgese z sind. O mals spiegeln sie nu die lüch ige ö en liche Meinung3. Noch eine ande e poli isie ende Hil skons uk ion sei e wähn . Viele Sch i s elle nehmen an, daß die S eue las dann gleichmäßig e eil wo den sei, wenn sie die bishe ige Wohls ands e eilung und soziale Schich ung e häl ode , ande s ge aß , wenn die S eue e ei- lung „neu alisie " is ; wobei das Wesen de S eue neu ali ä da in e blick wi d, daß sie wede wi scha liche noch soziale Ände ungen he bei üh 4. Da ich jedoch beiden Al e na i en schon in ühe en Sch i en nach- gegangen bin, will ich in de olgenden Da s ellung nu eine enge e ökonomische F age e ö e n: wie eine S eue e eilung he beige üh we den kann, bei de Bü ge A eine ela i gleiche Bü de äg wie seine Mi bü ge B und C, mi hin — wie ich es nennen will — ein „in- e pe sonale Ausgleich de S eue las " s a inde . Dabei schal e ich, wie die Fo mulie ung e kennen läß , eine ande e und noch kompli- zie e e F age o läu ig aus: wie eine s eue poli ische Gleichmäßig- kei zwischen sozialen G uppen he ges ell we den kann. Mi diesem S ie kind de S eue e eilungs heo ie we de ich midi e s am Schluß beschä igen. De indi idualpsychologische Ansa zpunk Das P oblem is zum Teil au ein indi idualpsychologisches Gleis e schoben wo den: Viele Finanz heo e ike nehmen an, daß dem Gleichmäßigkei spos ula dann genüg wi d, wenn jede Bü ge des Landes ein gleiches ökonomisches Op e b ing . Dabei ag es sich alle dings, ob und wie die G öße des Op e s zu bes immen is . Es wi d häu ig e wa e , daß ein indi idualis ische Nu zwe e gleich zum Ziele üh . Um das analy ische Handwe kszeug ha sich be ei s John S ua Mill bemüh , alle dings (wie dies dem S ande de damaligen Fo - schung en sp ach) ohne den G enznu zen de Indi idualeinkommen ode de du ch die Bes eue ung e u sach en ma ginalen indi iduellen 3 Beispiele in meinem Buch: S eue poli ische Ideale. Ve gleichende S udien zu Geschich e de poli ischen und ökonomischen Ideen und ih es Wi kens in de ö - en lichen Meinung, 1600 -1935. Jena 1937. 4 Aus üh liche in meinem Au sa z: Die Neu alisie ung des Finanzsys ems. In: Heinz Halle , Lo e Kullme , Ca l S. Shoup , He be Timm (H sg.): Theo ie und P axis des inanzpoli ischen In e en ionismus. Fes gabe ü F i z Neuma k. Tü- bingen 1970. S. 67 - 82. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.4.393 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:36 De in e pe sonale und de s uk u elle Ausgleich de S eue las 395 Nu zwe en gänge („disu ili ies") mi einande zu e gleichen. Als ein Maßs ab dien e ihm nu de du ch die Bes eue ung bewi k e o ale Nu zwe en gang, de , wie e mein e, die G öße des on dem einzel- nen geb ach en S eue op e s anzeig e. Imme hin wa dieses Op e - p inzip ein Zwi e ökonomische Ra ionali ä und auße ökonomi- sche Zei ideale. Mill s ü z e es au die Maxime des demok a ischen S aa es, alle Bü ge , sowei als i gendwie möglich, dem gleichen D uck zu un e we en, und be ach e e diese Maxime zugleich als das Gegens ück zu dem G undsa z de gleichen S aa shil e: „As a go e n- men ough o make no dis inc ion o pe sons o classes in he s eng h o hei claims on i , wha e e sac i ice i equi es om hem should be made o bea as nea ly as possible wi h he same p essu e on all5." Auße dem üg e e dieses Op e p inzip nodi in den soziale hischen Rahmen ein: Kein Bü ge — so e siche e e — soll e meh als seinen „ ai sha e" zu den S aa slas en bei agen, also meh als ein Mi bü ge un e de S eue las leiden6. Zum Übe luß e wies e noch au ein e b ei e es, sozialphilosophisches A gu- men : Wenn ein einzelne Bü ge en las e wü de, abe o zdem de S aa sbeda oll gedeck we den soll e, müsse die einem ande en Bü - ge au e leg e Las ela i zunehmen, was dem u ili a is ischen Ziel eine „maximiza ion o happiness" wide sp ach: „I anyone bea s less han his ai sha e o he bu den, some o he pe son mus su e mo e han his sha e, and he alle ia ion o he one is no , on he a e age, so g ea a good o him as he inc eased p essu e upon he o he is an e il." Un e diesem Gesich swinkel wu de mi Hil e des Op e p inzips das Gesam op e minimisie 7. Mi diese le z en Ve - ke ung nahm e be ei s einen Gedanken o weg, dessen Blü ezei e s ein halbes Jah hunde spä e beginnen soll e8. Wie das Op e p inzip Mills wei e ge üh und dabei eils e ie und e eine , eils auch e lach und e g öbe wo den is , b auch in diesem Zusammenhang nich geschilde zu we den. Nu die wich- igs en Abweichungen und Zu a en seien ku z egis ie 9. 5 John S ua Mill: P inciples o Poli ical Economy wi h some o hei Applica- ions o Social Philosophy. Edi ed by William James Ashley. London 1926. S. 804 (5. Buch, 2. Kap. Pa . 2). 6 „Equali y o axa ion, he e o e, as a maxim o poli ics, means equali y o sac i ice. I means appo ioning he con ibu ion o each pe son owa ds he expenses o go e nmen , so ha he shall eel nei he mo e no less incon- enience om his sha e o he paymen han e e y o he pe son expe iences om his." (Mill: a.a.O.) 7 „. .. which, i mus be obse ed, is he mode by which leas sac i ice is oc- casioned o he whole" (Mill: a.a.O.). 8 Alle dings spiel en hie bei audi nodi ande e Mo i a ionen mi ; zum Beispiel bei Edgewo h me hodologische Vo züge. 9 Vgl. zum Folgenden auch Elme D. Fagan: Recen and Con empo a y Theo ies o p og essi e Taxa ion. Jou nal o Poli ical Economy. Vol. XLVI (1938), No. 4. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.4.393 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:36 396 F i z Ka l Mann Viele on ihnen sind echnische A und be e en zum Beispiel die Messung des S eue op e s. So wi d eilweise pos ulie , daß die Op- e gleichhei nu dann e ziel wi d, wenn säm liche s eue zahlenden Indi iduen die gleiche Nu zeng öße („U ili y a ea") an den S aa ab- e en ode , psychologisch ge aß , ein „absolu gleiches Op e " („equal absolu e sac i ice") b ingen. Dabei wi d jedoch de übliche Ta bes and zu seh e ein ach . Wenn wi be ücksich igen, daß die Einkommen meis ungleich e eil sind und dahe ih indi iduelle To alnu zen a iie , wi d die in e pe sonale Op e gleichhei nu dann e eich , wenn jedes Indi iduum die gleiche P opo ion des ihm bishe zuge- lossenen To alnu zens einbüß , also ein „gleiches p opo ionales Op- e " („equal p opo ional sac i ice") b ing . Scheinba noch g öße e P äzision wi d mi de G enznu zenanalyse e eich ; zum Beispiel bei de Annahme, daß die Op e nu dann aus- geglichen sind, wenn die allen S eue zahle n au e leg en G enznu - zenen gänge ode G enzop e gleich sind, also ein „equi-ma ginal sac i ice" bes eh , wobei alle dings zu bedenken is , ob nich dieses nega i e Ziel, ebenso wie schon ühe , nu sekundä e Bedeu ung ha und on einem posi i en Ziel wie dem Ausgleich de Ne obe ie- digungen („ne sa is ac ions") e se z we den soll e, wo ü auch so- ziale hische G ünde ange üh wo den sind. Fü diese wei en K eisen plausible Wendung ha sich zum Beispiel A. C. Pigou eingese z : E e au e da au , alle dings ohne seinen Op imismus beg ünden zu können, daß eine dem Ge ech igkei spos ula en sp echende s eue - poli ische No m auch om gesam ökonomischen S andpunk aus ge- bo en sei10. Da au komme ich noch zu ück. Jeden alls begegnen säm liche, auch die e eine s en Ve sionen des Op e p inzips s a ken Bedenken. E s ens e bü gen sie nich , daß die S eue las auch om gesam wi scha lichen S andpunk aus a ional e eil is . Zwei ens se zen sie s illschweigend o aus, daß säm liche Indi idualeinkommen des Landes das physische ode soga das soziale Exis enzminimum übe sch ei en, so daß die Allge- meinhei de S eue p lich wede Gesundhei noch Kul u s and ein- zelne Bü ge bed oh . D i ens ag es sich auch, ob ein nach Wiede abged uck in: Richa d A. Musg a e und Alan T. Peacock (H sg.): Readings in Economics o Taxa ion. London 1962. S. 19 - 45. — Fe ne Musg a e/Peacock (H sg.): Readings, a.a.O., S. 95 -110. — Audi meine Au sä ze: Die Ge ech igkei de Bes eue ung, a.a.O., S. 130 -134, und G undsä ze de Bes eue ung. Schm. Jb., Bd. 50 (1926), S. 80-81. 10 „On he basis o Sidgwick's in ui ion, o say no hing o he claims o equi- ma ginal sac i ice, he e is a leas as good a base o axa ion ha makes ne sa is ac ions equal as o axa ion ha makes sac i ices equal. Indeed he e is a be e case." (A hu C. Pigou: A S udy in Public Finance. Thi d Edi ion. London 1960. S. 44). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.4.393 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:36 De in e pe sonale und de s uk u elle Ausgleich de S eue las 397 diesen P inzipien ges al e e in e pe sonale Ausgleich de S eue las auch den allgemeinen wohl ah sökonomischen G undsä zen en sp ich und — auße dem — ob e auch den wi scha s- und sozialpoli ischen Au gaben zu dienen e mag. De wohl ah sökonomische Ansa zpuk Zunächs wende ich mich de F age zu, ob die No wendigkei des Ausgleichs de S eue las aus dem allgemeinen Wohl ah sziel dedu- zie we den kann. Dann hä en die o he geschilde en indi i- dualpsychologischen Analysen höchs ens einen beg enz en E kenn nis- we ; sie e möglich en eine e s e o läu ige O ien ie ung. Wich ige als ein in e pe sonale Ausgleich de Einzelop e ode de indi iduel- len „disu ili ies" wä e die zwei e Phase de Analyse, die eine mög- lichs e Kleinhal ung des Gesam op e s e s eb und, wie zahl eiche ih e Ve ech e be on haben, nich nu au die üblichen u ili a is i- schen E wägungen, sonde n auch au das he schende poli ische Res- sen imen gegen den S aa ges ü z we den kann. Da aus en sp ang jedoch eine o sch ei ende Aushöhlung des Op- e p inzips. Dessen Gel ungsbe eich is schon on Edgewo h wesen - lich eingesch änk wo den; zunächs dadu ch, daß e e lang e, daß diejenigen S eue n, die ein Äqui alen ü s aa liche Diens leis ungen bilden, in de Regel „Zwecks eue n" genann , nach einem ande en, nämlich dem ma k wi scha lichen P inzip e eil we den müß en: Imme hin gal dieses Sonde gebo nich ü die Meh hei de Fälle. G undsä zlich blieb das Op e p inzip gegenübe denjenigen S eue n in K a , die den kollek i en Gesam beda inanzie en und dahe (wie e o ausse z e) keine Volksg uppe Sonde o eile e scha en. Abe ü diese G uppe on S eue n wi d das Op e p inzip in doppel- e Weise sublimie . Eine sei s soll es nich meh , wie bishe an- genommen wa , den gesam en Ne onu zwe („ o al ne u ili y") maximie en, sonde n e olg nu noch das nega i e Ziel: den gesam- en Nu zwe en gang („ o al disu ili y") zu minimie en. Ande e - sei s glaub e Edgewo h, dieses Ziel nich du ch das bishe ige egali- ä e Schema e eichen zu können, das allen Indi iduen den gleichen Nu zenen gang au e leg e. Eine solche Ve eilung, so mein e e , sei e ehl , alls die Einkommen so ungleich e eil sind, daß de s aa - liche Finanzbeda nich meh inanzie we den kann: „ he e may no be axa ion enough o go ound so o speak". In diesem Fall, so e klä e e , müß en ielmeh die g oßen Einkommen meh als die mi le en und die kleinen Einkommen gekü z we den; ode — in noch adikale e Wendung — die g oßen Einkommen müß en ge- kapp we den: „The Solu ion o he p oblem is ha he highe in- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.4.393 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:36 398 F i z Ka l Mann comes should be cu down o a ce ain le el." Diese Va ian e des Op- e p inzips üh demnach zum Einkommensausgleich. Dami e üb- ig sich abe auch, wie e mein e, dessen zu o pos ulie e Einsch än- kung au die den Kollek i beda inanzie enden S eue a en. Viel- meh müß en die Reichen so s a k und so lange o belas e we den, bis nich nu alle Einkommen, sonde n audi alle Ve mögen ni ellie sind. Dami enn sich die u ili a is ische Leh e om kleins en Ge- sam op e on den ühe e wähn en Ve sionen des Op e p inzips: „minimum sac i ice, he di ec emana ion o pu e u ili a ism, is he so e eign p inciple o axa ion11." Von nun an schlüp das P og amm eines Ausgleichs de Las en in das Gewand des En eignungsp og amms. Auch in diese Ve kleidung ha die No m wei e K eise ge essel , imme hin auch den Gedanken nahegeleg , einen Abkü zungsweg zu wählen. Ich e wähne hie nu Thomas N. Ca e , de soga — wie ich glaube, zu Un ech — o als de Schöp e de „minimum sac i ice heo y" ge eie wi d. Wie eins Ben ham, e schien ihm jede S eue belas ung e we lich, die das de Gesam hei zus ehende Glücksquan um e kü z . Abe diese Annahme hinde e ihn nich , sich noch auße dem sowohl au ein indi idualpsy- chologisches als audi ein e hisches A gumen zu be u en. Von dem S andpunk des Indi iduums aus be ach e , so mein e e , sei die S eue ein Übel und wide s ei e deshalb dem sozialen Ziel, de „maximiza ion o happiness". Folglich müsse sie du ch ge ech e Ve - eilung au ih unumgängliches Mindes maß eingesch änk we den. Den obe s en S eue e eilungsg undsa z bilde e dahe die nega i e Maxime: „ o be he leas e il o he leas numbe 12." Ande e sei s wi d diese Maxime — so e mu e e e — im Lau de Geschich e zu eine o sch ei enden Ve allgemeine ung de S eue p lich üh en. Is zum Beispiel de S aa sbeda klein, kann e be ei s du ch eine S eue gedeck we den, die nu die höchs en Einkommensspi zen köp — in einem G enz all soga nu die Spi ze des Einkommens des eichs en Mannes des Landes; und zwa geh dessen Bes eue ung bis zu demjenigen Punk , an dem de G enznu zen seines Einkommens bis au die Höhe des Einkommensg enznu zens des zwei eichs en Mannes äll . Ode konk e e ge aß : Sobald de de Spi zeng uppe e bleibende le z e Dolla mi dem le z en Dolla de zwei höchs en 11 Vgl. F ancis Y. Edgewo h: The Pu e Theo y o Taxa ion (1897). In: F ancis Y. Edgewo h: Pape s Rela ing o Poli ical Economy. Vol. II. London 1925. S. 100 bis 107. — Vgl. auch seine Besp echungen in Band III, a.a.O., S. 193 und 233. 12 „Since axa ion may, in i sel , be ai ly ega ded as an e il, ough i no in e e e as li le as possible wi h he gene al happiness?" Vgl. Thomas N. Ca e : The e hical Basis o Dis ibu ion and i s Applica ions o Taxa ion. Annals o he Ame ican Academy, Vol. VI (1895), S. 95. — Vgl. auch: Thomas N. Ca e : The Minimum Sac i ice Theo y o Taxa ion. Poli ical Science Qua e ly, Vol. XIX (1904), S. 73. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.4.393 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:36 De in e pe sonale und de s uk u elle Ausgleich de S eue las 399 Einkommensg uppe gleichwe ig gewo den is , ück die zwei höchs e Einkommensg uppe in die F on de S eue p lich igen ein. Falls im Lau e de Zei de Finanzbeda wei e zunimm , we den die Ein- kommen de beiden eichs en G uppen so lange gekü z , bis ih e Be- we ung des Dolla s mi de Bewe ung du ch die d i höchs e Ein- kommensg uppe übe eins imm , und so o , so daß allmählich meh und meh Einkommensg uppen s eue p lich ig we den. Abe im Ge- gensa z zu den Ve sionen des egali ä en Op e p inzips bliebe die je- weilige nied igs e Einkommensg uppe s eue ei13. Un e Ca e s Vo ausse zungen wi d dahe eine „ex eme Fo m de S eue p og ession un e meidlich"14. Abe ein solches Schema, das die Gesam s eue las de wohlhabenden Minde hei au e leg , wa , wie e mein e, om gesam ökonomischen S andpunk e aus a ional; denn bei de üblichen p opo ionalen Ve eilung wü de die Gesam - s eue las noch d ückende sein15. Imme hin soll e de Un e schied beide Schema a nich übe schä z we den. Nehmen wi an, daß de Finanzbeda meh und meh s eig , so daß auch bei de Be olgung on Ca e s P inzip die un e s en Ein- kommenss u en he anzuziehen sind. Alsdann wü de auch die geschil- de e wohl ah sökonomische S eue e eilung ebenso allgemein sein, wie dies om indi idualpsychologischen S andpunk aus pos ulie wo den wa . Wi könn en auch sagen: Die dem G undsa z des klein- s en Gesam op e s en sp echende, ausschließliche S eue belas ung de Minde hei wä e nu eine geschich liche Du chgangsphase gewesen. G enzen und Schwächen S a bei den ech en und den e mein lichen Un e schieden de Schema a zu e weilen, wende ich mich ih en G enzen und Schwächen zu. In de Haup sache olgen sie aus de Willkü lichkei de „Ais- Obs" und den Mängeln des jeweils benu z en Handwe kszeugs. Eine e schöp ende Wü digung — e wa eine K i ik des subjek i is ischen Ausgangspunk es und des Ums andes, daß die säm lichen hie behan- del en Op e heo ien „Ve b auchs heo ien" sind und, wie mi un e ange eg wo den is , du ch objek i is ische K i e ien wie die „op- po uni y cos s" e gänz ode e se z we den soll en16 — muß jedoch 13 „The minimum amoun o sac i ice is secu ed by collec ing he whole ax om hose ew incomes which ha e he lowes inal u ili y" (Ca e : The E hical Basis, a.a.O., S. 97). — Vgl. auch The Minimum Sac i ice Theo y (Ca e : a.a.O.). 14 Ca e : The E hical Basis, a.a.O., S. 99. 15 Ca e : The Minimum Sac i ice Theo y, a.a.O., S. 79. 16 Alle Spiela en de Op e heo ien wa en — so mein e Edwin R. A. Seligman — „ h ough and h ough an essen ially consump ion heo y o inance (Essays in Taxa ion. 9 h ed. New Yo k 1923. S. 339). — In ähnlichem Sinn F ied ich on OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.4.393 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:36 400 F i z Ka l Mann un e bleiben, da sie uns in zu zahl eiche allgemeine Kon o e sen e - s icken wü de. Nu wenige naheliegende Vo behal e seien genann . We die Vo eile s a ische Analyse genießen will, muß auch ih e Sch anken in Kau nehmen. Die geschilde en Schema a konzen ie en sich au die augenblicklichen S eue wi kungen, igno ie en dahe Ein- lüsse und Ve ände ungen, die sich in de Zei dimension e geben, so zum Beispiel die E ah ung, daß die dem einzelnen zuge eil e S eue - las häu ig on ihm au ande e Indi iduen ans e ie und mi wi k- samen Mi eln de „S eue abweh " modi izie wi d. Ein öllige in- e pe sonale Ausgleich de S eue las könn e dahe als ein a iona- lis ische Spo und e lo ene Liebesmüh angesehen we den. Auße - dem wi d on den Ve ech e n beide Schema a häu ig die Ta sache übe sehen, daß die Bes eue ung nu ein S ück des inanzwi scha - lichen Ne zwe kes is , o nehmlich nu eine Phase jenes P ozesses, de als ein „K eislau de ö en lichen Gelde " o ges ell we den kann. Alsdann wi d die Möglichkei ode soga Wah scheinlichkei igno ie , daß dem Indi iduum ein Teil ode soga die Gesam hei sei- nes S eue op e s in Ges al de ö en lichen Ausgaben wiede zuge- schwemm wi d. Vom analy ischen S andpunk e aus mag diese Mög- lichkei , wie dies Neuma k ange eg ha , als das „P oblem des An- angs" gekennzeichne we den17. Die on de Op e heo ie gezogenen Schlüsse sind noch wei e en Zwei eln ausgese z , zum Beispiel dann, wenn wi annehmen, daß de G enznu zen eines zunehmenden Einkommens schnelle äll , als dies dem Be nouillisdien Gese z en sp ich , daß dahe die Elas izi ä de Einkommensku e g öße als 1 is ode auch, daß diese Bedingung ü einen Teilabschni de Einkommensku e, e wa die kleinen und mi le en Einkommen gil , wäh end Be nouillis Gese z ü die höch- s en Einkommen in K a bleib 18. Noch ein wei e e Vo behal d äng sich au : daß de du ch den e - s en Abschni des Einkommens e mi el e Genußwe als unendlich g oß zu be ach en is und dahe bei de Nu zwe analyse g undsä z- lich auszuklamme n is . Diese Vo behal zwing alsdann zu dem Schluß, daß, so e n eine Gleichhei de p opo ionalen Op e alle In- Wiese : „Das Op e des Geschä smannes in de ,ein achen Wi scha ' bes eh da in, daß e du ch die Widmung ü ein bes imm es E zeugnis die Möglichkei en einsch änk ode ganz ausschließ , ande e E zeugnisse he zus ellen." (F ied ich F eihe on Wiese : Theo ie de gesellscha lichen Wi scha . G und iß de So- zialökonomik. 1. Ab lg. Tübingen 1914. S. 198.) 17 Vgl. F i z Neuma k: G undsä ze ge ech e und ökonomisch a ionale S eue - poli ik. Tübingen 1970. S. 177. 18 Vgl. zu Be nouillis Hypo hese Joseph A. Schumpe e : His o y o Economic Analysis. New Yo k 1954. S. 303 - 305. — Fe ne auch Edgewo h: The pu e Theo y o Taxa ion, a.a.O., S. 108 -109. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.92.4.393 | Gene a ed on 2023-04-04 11:47:36