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Alpine Böden und ihre zahlreichen Funktionen: Integration von Bodenökosystemleistungen in die Raumplanung

Haslmayr, Hans-Peter,Steinbrunner, Barbara

Abstract

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Haslmayr, Hans-Peter; Steinbrunner, Barbara Article Alpine Böden und ihre zahlreichen Funktionen: Integration von Bodenökosystemleistungen in die Raumplanung Raumentwicklung – ARL-Journal für Wissenschaft und Praxis Provided in Cooperation with: ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft Suggested Citation: Haslmayr, Hans-Peter; Steinbrunner, Barbara (2024) : Alpine Böden und ihre zahlreichen Funktionen: Integration von Bodenökosystemleistungen in die Raumplanung, Raumentwicklung – ARL-Journal für Wissenschaft und Praxis, ISSN 2943-5951, Verlag der ARL - Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft, Hannover, Vol. 54, Iss. 01, pp. 28-32, https://doi.org/10.60683/mwwy-wh29 This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/303277 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. 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Das jüngste Update des Modells der planetaren Belastungs grenzen zeigt, dass bei sechs der neun in diesem Konzept definierten Systeme – Climate change, Biosphere integrity, Land system change, Freshwater change, Biogeochemical flows, Ocean acidification, Atmospheric aerosol loading, Stratospheric ozone depletion und Novel entities – die Grenzen der Belastbarkeit und damit der sichere Hand lungsraum für die Menschheit bereits überschritten sind (Richardson/Steffen/Lucht et al. 2023). Der Boden ist in einigen dieser Systeme ein bedeutender Faktor und beein flusst die darin ablaufenden Prozesse direkt oder indirekt. Die Berücksichtigung der Bodenökosystemleistungen in Planungs und Genehmigungsverfahren und deren Erhalt ist demnach eine ganz wesentliche Voraussetzung für eine Sicherung dieses menschlichen Lebens und Handlungs raumes für zukünftige Generationen. Status quo in Österreich In Österreich liegt die Bodeninanspruchnahme gemäß ak tuellen Angaben bei 11,3 ha pro Tag (Umweltbundesamt 2022). Damit ist man noch beträchtlich von dem im Regie rungsprogramm 2020–2024 festgelegten Zielwert von 2,5 ha für das Jahr 2030 entfernt (BKA 2020) – ein Wert, der auch schon in einer Nachhaltigkeitsstrategie von 2002 als Zielvorgabe für das Jahr 2010 (BMLFUW 2002) enthalten war. Bis zum Jahr 2022 wurden 5.648 km² der Fläche Ös terreichs in Anspruch genommen, das entspricht 17,3  % der überhaupt für Siedlungszwecke geeigneten Fläche Ös terreichs (ÖROK 2023). Der Verlust von wertvollen Böden ist vor allem in alpinen Regionen besonders problematisch, da hier die Bodenverfügbarkeit teilweise stark begrenzt ist. Aufgrund des geringen Dauersiedlungsraumes stehen die Talböden unter besonderem Nutzungsdruck. Bodenfunktionen und qualitativer Bodenschutz in den Alpen Der Boden im alpinen Raum und anderswo ist insofern ein zigartig, als er ein poröses System darstellt, innerhalb des sen die drei Phasen fest/flüssig/gasförmig auf engstem Raum ineinanderwirken. Die festen Partikel bilden Oberflä chen, die als Orte chemischer Reaktionsabläufe dienen (in einer zweidimensionalen Ebene ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich zwei Reaktanden für eine Interaktion zusammen finden, höher als im dreidimensionalen Raum). Sie sind außerdem der Lebensraum für Mikroorganismen (der weitaus größte Teil lebt sessil in Biofilmen um die Partikel und nicht freischwebend in der Bodenlösung) (Ottow 2011). Der Porenraum zwischen der Festsubstanz versorgt das Bodenleben und die Pflanzenwurzeln mit Wasser (inkl. Nährstoffen) und Luft. Über die Luft erfolgt der Austausch von Gasen viel rascher, da deren Diffusion in Luft um den Faktor 10.000 schneller ist als in Wasser. Die Festsubstanz besteht vorwiegend aus mineralischen Komponenten, die aus der Gesteinsverwitterung stammen, sowie zu einem viel kleineren Teil aus organischem Material, das nach dem Absterben von Pflanzen und Tieren in den Boden gelangt. Die Böden in alpinen Räumen unterscheiden sich je doch von jenen anderer Landschaften, da die beiden Bo denbildungsfaktoren (geologisches Ausgangsmaterial und Topographie) viel kleinräumiger einem starken Wechsel unterliegen und deshalb auch eine größere Vielfalt unter schiedlicher Bodenformen bedingen. Darüber hinaus mo difiziert die Topographie einen weiteren Bodenbildungsfak tor: das Klima (Poulenard/Podwojewski 2006; Vrščaj/ Geitner/Freppaz et al. 2019). Unterschiedliche Gesteine haben voneinander abweichende chemische und physikali sche Eigenschaften. Da Böden deren Verwitterungspro dukte darstellen, spiegeln sich darin diese unterschiedli chen Eigenschaften wider. Darüber hinaus trägt die stellenweise hohe Reliefenergie dazu bei, dass es zu Mate rialverlagerungen kommt, wodurch hier Abtrag und an Hans-Peter Haslmayr, Barbara Steinbrunner ALPINE BÖDEN UND IHRE ZAHLREICHEN FUNKTIONEN Integration von Bodenökosystemleistungen in die Raumplanung 29 THEMA dernorts Akkumulation bzw. Überlagerung erfolgt. Durch das Zusammentreffen von großen Hangneigungen mit kli matischen Extremen können vergleichsweise geringe Stö rungen gravierende ökologische Folgen, wie z.  B. großflä chige Erosionen nach initial kleinräumigen Schädigungen der Bodenbedeckung, nach sich ziehen (Geitner/Haida/ Lang 2011). Nachdem das Konzept der Ökosystemleistungen erstmals 1970 in einem Konferenzbericht zum Thema „Study of critical environmental problems“ (SCEP) be schrieben wurde (Mooney/Ehrlich 1997), setzten Ende der 1990er Jahre verstärkt Bemühungen zu ihrer monetären Bewertung ein (Costanza/de Groot/Braat et al. 2017). Dies führte im Jahr 2012 zur Gründung der IPBES (Intergovern mental SciencePolicy Platform on Biodiversity and Eco system Services). Dieses Gremium soll die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik im Sinne einer nachhal tigen Entwicklung stärken. Hinzu kommt die Herausgabe eines eigenen wissenschaftlichen Journals („Ecosystem Services“). Im ersten Kapitel ihres wegweisenden Buches „Na ture’s Services“ zählt Gretchen C. Daily (1997) dreizehn Ökosystemleistungen auf, von denen acht in direktem Zu sammenhang mit dem Boden bzw. den darin ablaufenden Prozessen stehen. Deswegen wurde in der Bodenkunde be reits in den 1990er Jahren das Äquivalent zu den Ökosys temleistungen in Form des Konzepts der Bodenfunktionen entwickelt (Blum 2005). Seit 2013 stellt in Österreich die ÖNORM L 1076 „Grundlagen zur Bodenfunktionsbewer tung“ die Grundlage für die Berücksichtigung der bodenbe zogenen Leistungen und ökologischen Bodenfunktionen in Planungs und Genehmigungsverfahren dar (s. S. 30). Für einige der österreichischen Bundesländer (z.  B. Salzburg, Oberösterreich, Kärnten) existieren bereits Karten, die für alle landwirtschaftlich genutzten Flächen Erfüllungsgrade ausgewählter Boden(teil)funktionen ausweisen, welche unter anderem im Kontext raumplanerischer Entscheidun gen Verwendung finden. Abb. 1: Blick auf das Breithorn (2.081 m) in einem Seitental des Großen Walsertales in Vorarlberg: Auch in den Gipfelregionen, in der Kampfzone des Waldes, gibt es Böden, die wichtige Funktionen bzw. Ökosystemleistungen erfüllen © H.-P. Haslmayr 30 THEMA Bodenschutz in der österreichischen Raumplanung Boden als nicht vermehrbare und nur schwer regenerierba re Ressource ist nicht nur ökologisch von zentraler Bedeu tung, sondern auch Träger für unsere Daseinsgrundfunk tionen (Wohnen, Arbeit, Versorgung, Freizeit, Bildung und Mobilität). Die nachhaltige Nutzung, die Berücksichtigung und das Austarieren unterschiedlicher Nutzungsansprüche und somit eine vorausschauende Raumentwicklungspolitik sind Aufgaben der Raumplanung. Da Boden auch Voraus setzung dafür ist, dass Städte und Gemeinden sich (wei ter)entwickeln können, müssen quantitativer sowie quali tativer Bodenschutz in der räumlichen Planung berück sichtigt werden. Qualitativer Bodenschutz meint die Be rücksichtigung und den Erhalt der natürlichen Bodenfunk tionen. Da Bodenschutz nicht an Ländergrenzen aufhört und die Alpen und Alpenanrainerstaaten vor ähnlichen Heraus forderungen stehen, wurde in Österreich 2002 das Bodenschutzprotokoll der Alpenkonvention ratifiziert und damit zu geltendem Recht (Norer 2009). In diesem länderübergreifenden Abkommen verpflichteten sich die Vertragsparteien zur „Verminderung der quantitativen und qualitativen Bodenbeeinträchtigungen, insbesondere durch Anwendung bodenschonender land und forstwirt schaftlicher Produktionsverfahren, sparsamen Umgang mit Grund und Boden, Eindämmung von Erosion sowie Beschränkung der Versiegelung von Böden“ (Rahmen konvention, Artikel 2, 2d; vgl. hierzu auch: https://www. alpconv.org/fileadmin/user_upload/Convention/DE/ Framework_Convention_DE.pdf). Im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland, wo mit dem BundesBodenschutzgesetz (BBodSchG) und der Bun desBodenschutz und Altlastenverordnung (BBodSchV) ein relativ einheitliches Bodenschutzrecht auf Bundesebe ne geschaffen wurde, ist in Österreich das Bodenschutz recht den Bundesländern vorbehalten (Norer 2009). Diese Uneinheitlichkeit wird noch verschärft, da noch nicht alle Bundesländer über ein eigenes Bodenschutzgesetz verfü gen (Kärnten, Tirol, Wien und Vorarlberg). Ähnliches trifft auch auf die Raumordnung in Öster reich zu, die in Gesetzgebung und Vollziehung in die Zu ständigkeit der Bundesländer fällt (Gruber/Kanonier/Pohn Weidinger et al. 2018). Daraus resultieren neun unter schiedliche gesetzliche Grundlagen zur Steuerung der Flä cheninanspruchnahme. Grundsätzlich sind Bodenschutz Abb. 2: Der Boden (Typ: Rendzina), welcher in der in Abbildung 1 gezeigten Landschaft vorkommt, ist u.  a. ein Speicher beträchtlicher Mengen an organischem Kohlenstoff, erkennbar an dem mächtigen, dunkel gefärbten Humushorizont über dem Ausgangsgestein (Hauptdolomit). Rendzina-Böden sind gesteinsabhängige Böden mit einem flachgründigen, meist intensiv durchwurzelten Ah-Horizont, dem humosen Oberboden, der unmittelbar dem C-Horizont (Ausgangsgestein aus Kalk, Dolomit, Mergel) aufliegt. Folgende (Teil)Funktionen sind in der ÖNORM L 1076 dargestellt: 1 Lebensraumfunktion 1.1 Lebensgrundlage und Lebensraum für Menschen 1.2 Lebensgrundlage und Lebensraum für Boden  organismen 1.2a Lebensraum für Bodenorganismen 1.2b Genreservoir, Biodiversität 1.3 Lebensgrundlage und Lebensraum für Pflanzen 1.3a Standortpotential für natürliche Pflanzengesell  schaften 1.3b natürliche Bodenfruchtbarkeit 2 Bestandteile des Naturhaushalts 2.1 Funktion des Bodens im Wasserhaushalt 2.1a Abflussregulierung 2.1b Beitrag zur Grundwasserneubildung 2.1c thermische Ausgleichsfunktion (Cooling factor) 2.2 Funktion des Bodens im Stoffhaushalt 2.2a Nährstoffpotential und Nährstoffverfügbarkeit 2.2c Gashaushalt 3 Abbau, Ausgleichs und Aufbaumedium 3.1 Filter und Puffer für anorganische sorbierbare (Schad)Stoffe 3.2 Filter und Puffer für organische sorbierbare (Schad)Stoffe 3.3 Puffer für saure Einträge 4 Archivfunktion 4.1 Archiv der Naturgeschichte 4.2 Archiv der Kulturgeschichte © H.P. Haslmayr 31 THEMA und die Sicherung des Lebensraumes – in unterschiedlicher Formulierung und neben anderen Themen wie Wirtschaft, Kultur oder Soziales – in allen Planungsgrundsätzen und zielen der Raumordnungsgesetze enthalten. Bei konkreten Planungsmaßnahmen werden im Rahmen der Interessen abwägung die einzelnen Ziele gegeneinander abgewogen bzw. stärker oder schwächer gewichtet. Auf überörtlicher Ebene steht ein differenziertes Pla nungsinstrumentarium zur Verfügung. Einige Bundeslän der wenden dieses zum Schutz essenzieller Frei und Grün flächen umfangreich an, während andere Bundesländer hier noch zurückhaltend sind. Im Bundesland Tirol wurde mittels Planungsverordnungen die Ausweisung und Freihal tung von überörtlichen Grünzonen sowie landwirtschaftli chen Vorsorgeflächen als ein Instrument zum Schutz hochwertiger Böden umgesetzt (Gruber/Kanonier/Pohn Weidinger et al. 2018). Durch die landwirtschaftlichen Vorsorgeflächen wurden rund 37.000 ha dauerhaft der landwirtschaftlichen Nutzung vorbehalten und dürfen nicht für die Errichtung von Wohnbauten verwendet wer den (Land Tirol 2023). Das entspricht rund einem Viertel des Dauersiedlungsraumes Tirols, der einen Anteil von ca. 12  % der Gesamtfläche des Bundeslandes ausmacht. Nach geordnete Planungen auf Gemeindeebene dürfen diesen Festlegungen nicht widersprechen. Die Abgrenzung der dauerhaft der landwirtschaftlichen Nutzung vorbehaltenen Flächen erfolgte für großflächige und für landwirtschaftlich bedeutsame Bereiche auf Grundlage der Bodenklimazahl der amtlichen Bodenschätzung (Ortner 2023). Dies be schränkt sich nicht nur auf die Tallagen. Der Planungspro zess in Tirol wurde 2023 abgeschlossen. Eine deutlich ältere überörtliche Festlegung ist die Grünzonenverordnung in Vorarlberg, welche bereits 1977 erlassen wurde. Durch diese werden rund 136 km² relevan te Bereiche für den Naturhaushalt, das Landschaftsbild, die Naherholung und die Landwirtschaft vor einer Verbauung geschützt (Land Vorarlberg 2018). Eine besondere Pla nungsgrundlage für die alpinen Regionen des Bundeslandes Vorarlberg ist das Inventar Weißzone. Diese umfasst ur sprüngliche, naturnahe und wenig erschlossene Natur und Kulturlandschaften. Aufgrund der vermehrten Inanspruch nahme wertvoller Landschaftsräume für touristische Infra strukturen, Wegebau oder Siedlungsentwicklung erfolgte im Vorarlberger Landtag 2016 der Entschluss, naturnahe, wenig erschlossene alpine Bereiche langfristig zu schützen und zu erhalten (Land Vorarlberg 2017). Wie geht Bodenschutz? Angesichts der hohen Flächeninanspruchnahme für Sied lungszwecke – wobei vor allem Einfamilienhaussiedlungen, Gewerbegebiete etc. einen hohen Flächenbedarf aufwei sen – gerät die endliche Ressource Boden immer stärker unter Druck. Neben dieser quantitativen Dimension ist aber auch der qualitative Bodenschutz eine wesentliche Aufgabe der Raumplanung. So gibt es zwar seit vielen Jah ren quantitative Zielvorgaben in Österreich, diese sind al lerdings nicht rechtlich verbindlich. Bei der aktuellen Dis kussion zur österreichischen Bodenstrategie lässt sich erkennen, wie schwierig quantitative Werte bzw. eine Be grenzung der Flächeninanspruchnahme politisch festzule gen und durchzusetzen sind. Hinsichtlich qualitativer Vor gaben erfolgt die Umsetzung noch zögerlicher, wobei das Abb. 3: Ausschnitt aus den überörtlichen Raumordnungsplänen in den Tiroler Gemeinden Wörgl, Kirchbichl und Itter. Freihaltegebiete: Dunkelgrün ist die Grünzone und hellgrün sind die landwirtschaftlichen Vorsorgeflächen dargestellt. Quelle: TIRIS – Tiroler Rauminformationssystem, Land Tirol, vgl. hierzu auch: https://www.tirol.gv.at/statistikbudget/tiris/ 32 THEMA Anwendungsspektrum über die Bundesländer hinweg sehr unterschiedlich ist. Vor allem in alpinen Regionen mit ei nem geringeren Anteil an Dauersiedlungsraum ist der Druck auf die besiedelbaren Flächen deutlich höher und damit auch der Handlungsdruck, relevante Frei und Grün flächen zu erhalten. Überörtliche Festlegungen wie Grün zonen und Vorrangflächen stellen dabei eines der wichtigs ten raumplanerischen Instrumente dar. Die Informationen hinsichtlich wertvoller Böden liegen hierfür bereits vor (vgl. hierzu u.  a. Bodenklimazahlen und die BEATStudie von Haslmayr/Baumgarten/Schwarz et al. 2018) und müss ten flächendeckend in geeignete Planungsinstrumente ein gebettet werden. Da der Prozess, wie sich anhand der Diskussion zur österreichischen Bodenstrategie zeigt, mit unter sehr komplex sein kann, braucht es für die Umset zung qualitativer und quantitativer Bodenschutzmaßnah men vor allem mehr politisches Bewusstsein und Zustim mung auf allen Ebenen. 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HANS-PETER HASLMAYR ist Wissenschaftler und Consultant in der Ab teilung für Bodengesundheit und Pflanzener nährung der Agentur für Gesundheit und Er nährungssicherheit (AGES) in Wien. Als Bodenexperte arbeitet er zu Fragen des Bo denschutzes und der Erhaltung der Boden funktionen auch mit Blick auf die Auswirkun gen des Klimawandels. Neben der AGES Forschung ist er als Sachverständiger tätig oder begleitet Maßnahmen auf bodenverbrau chenden Baustellen, um die Bodenfunktionen für die nachfolgende Landnutzung zu erhalten oder wiederherzustellen. Tel. +43 650 26 333 26 hanspeter[email protected] BARBARA STEINBRUNNER ist Universitätsassistentin im Forschungsbe reich für Bodenpolitik und Bodenmanagement am Institut für Raumplanung an der TU Wien. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen u.  a. Bodenpolitik, das Boden und Raumord nungsrecht, die örtliche Raumplanung und das Naturgefahrenmanagement. Neben ih rer wissenschaftlichen Arbeit ist sie auch als Rettungssanitäterin und in der internationalen Katastrophenhilfe engagiert. Tel. +43 1 58801 280805 barbara.steinbrunn[email protected].at © TUW/Christoph Kleinsasser