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Energiepreisschock: Besonders Geringverdiener wollen Konsum deutlich einschränken. Ergebnisse aus der HBS-Erwerbspersonenbefragung

Behringer, Jan,Dullien, Sebastian

Abstract

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Full text

Behringer, Jan; Dullien, Sebastian Research Report Energiepreisschock: Besonders Geringverdiener wollen Konsum deutlich einschränken. Ergebnisse aus der HBS- Erwerbspersonenbefragung IMK Policy Brief, No. 125 Provided in Cooperation with: Macroeconomic Policy Institute (IMK) at the Hans Boeckler Foundation Suggested Citation: Behringer, Jan; Dullien, Sebastian (2022) : Energiepreisschock: Besonders Geringverdiener wollen Konsum deutlich einschränken. Ergebnisse aus der HBS- Erwerbspersonenbefragung, IMK Policy Brief, No. 125, Hans-Böckler-Stiftung, Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Düsseldorf, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:101:1-2022080211122149353895 This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/270356 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. 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Am häufigsten sind da- bei Einschränkungen bei den Ausgaben für Gaststätten- und Restaurantbesuche, Bekleidung und Schuhe, im Freizeitbereich und für Innenausstattung und Haushaltsgeräte geplant. Dabei variieren die Pläne nach verfügbaren Einkommen: Am deutlichsten bzw. häufigsten wollen sich Haushalte mit geringen Einkommen einschränken. In dieser Gruppe gibt es auch eine Mehrheit, die weniger Lebensmittel kaufen will. Gleichzeitig plant eine Mehrheit der Deutschen, ihren Energieverbrauch einzuschränken, am häufigsten bei der Elektrizität. Auch die Pläne zum Energiesparen unterscheiden sich nach verfügbaren Einkommen: Haushalte mit geringen Einkommen wollen sich am deutlichsten bzw. häufigsten einschränken, Haushalte mit hohen Einkommen hingegen weniger bzw. seltener. 1 Referatsleitung Makroökonomie der Einkommensverteilung, [email protected] 2 Wissenschaftlicher Direktor des IMK, [email protected] Seite 2 von 13 Einleitung Seit der russischen Invasion in die Ukraine Ende Februar 2022 hat die Verbraucherpreisinflation in Deutschland Niveaus erreicht wie seit der Ölkrise in den 1970er Jahren nicht mehr. Im Mai 2022 lagen die Verbraucherpreise 7,9 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Insbesondere die Energiepreise erreichten dabei Rekordwerte und trugen unmittelbar rund die Hälfte zur hohen Inflation bei. Die hohen Energiepreise sind längst auch zum sozial- und wirtschaftspolitischen Thema geworden. Da Haushalte mit geringen Einkommen einen größeren Anteil ihrer Einnahmen für Haushaltsenergie aufwenden als jene mit hohen Einkommen, trifft die Inflation diese Haushalte überdurchschnittlich (Dullien/Tober 2022). Die Bundesregierung hat als Reaktion in kurzer Folge im Februar und März 2022 zwei Entlastungspakete für die Privathaushalte angekündigt, die bereits im Mai 2022 verabschiedet wurden, und die größten Zusatzbelastungen durch die hohen Energiepreise ausgleichen sollen. Wie Berechnungen des IMK (Dullien/Rietzler/Tober 2022) zeigen, sind die Entlastungen für viele Haushalte durchaus substanziell, bleiben allerdings unvollständig und greifen bei manchen Haushalten gar nicht. Dabei haben die Preissteigerungen potenziell auch Auswirkungen auf die Konjunktur. Da die Nominallöhne derzeit deutlich langsamer steigen als die Preise, verlieren die Beschäftigten in Deutschland an Kaufkraft. Soweit die Haushalte nicht bereit oder in der Lage sind, diesen Verlust an Kaufkraft durch geringere Ersparnisse auszugleichen, bleibt ihnen nur, den Konsum – von Energie und/oder anderen Gütern und Dienstleistungen – einzuschränken. Diese Konsumzurückhaltung droht dabei die Erholung des privaten Verbrauchs nach der Corona-Pandemie zu verzögern. Dieser Policy Brief verwendet Daten aus der jüngsten Welle der Erwerbspersonenbefragung der Hans-Böckler-Stiftung (siehe Textbox), um die Reaktion der Haushalte in ihrem Konsumverhalten auf den Energiepreisanstieg der vergangenen Monate abzuschätzen. Im Folgenden wird zunächst dargelegt, inwieweit sich die privaten Haushalte durch die gestiegenen Energiepreise derzeit finanziell belastet fühlen. Daran anschließend werden die geplanten Änderungen im Konsumverhalten und im Verbrauch verschiedener Energieträger diskutiert. Zuletzt geht der Policy Brief auf die geplante Verwendung der in den Entlastungspaketen der Bundesregierung angelegten Einmalzahlungen (Energiepauschale und Kinderbonus) ein. HBS-Erwerbspersonenbefragung Die HBS-Erwerbspersonenbefragung ist eine repräsentative Befragung von Erwerbspersonen in Deutschland, die im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung (HBS) durchgeführt wird. Diese beinhaltet zum jetzigen Zeitpunkt acht Befragungswellen und erfasst die Haushalts- und Erwerbssituation von rund 7.700 Erwerbspersonen ab 16 Jahren. In dem vorliegenden Policy Brief werden Daten aus der jüngsten Befragungswelle verwendet. An dieser Befragung, die vom 25. April bis 9. Mai 2022 durchgeführt wurde, nahmen rund 6.200 Personen teil. Die Befragung wurde als computergestützte Online-Befragung (Computer Assisted Web Interviewing, CAWI) durchgeführt. Die Stichprobe basiert auf einer Quotenstichprobe im Rahmen eines sogenannten Online-Access-Panels. Dabei wurde die strukturelle Zusammensetzung der Befragten anhand von festgelegten Quoten nach den Merkmalen Alter, Geschlecht, Bundesland und Bildung abgebildet. Das bedeutet, dass eine Stichprobe erhoben wurde, die die Erwerbsbevölkerung Deutschlands entsprechend dieser Merkmale adäquat abbildet. Seite 3 von 13 Finanzielle Belastung durch gestiegene Energiepreise Unsere Umfrage liefert Hinweise, dass die gestiegenen Energiepreise in Deutschland bei vielen Haushalten zu erheblichen finanziellen Belastungen führen. In Abbildung 1 wird die derzeitige subjektiv wahrgenommene finanzielle Belastung der Haushalte durch die Ausgaben für Kraftstoff (d.h. Benzin und Diesel) und sonstige Energie (d.h. Strom, Raumwärme, Warmwasser) für unterschiedliche Einkommensgruppen dargestellt. Abbildung 1: Finanzielle Belastung infolge des Energiepreisanstiegs nach Einkommensgruppen Angaben in % a) Benzin/Diesel b) Sonstige Energie Quellen: Erwerbspersonenbefragung im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung; Berechnungen des IMK; gewichtete Werte. Dabei zeigt sich, dass über alle Einkommensgruppen hinweg die Mehrheit der befragten Haushalte die derzeitigen Ausgaben für Kraftstoff ebenso wie jene für sonstige Energie als finanziell stark belastend oder sogar äußerst belastend empfindet. Allerdings berichteten Haushalte mit geringen Einkommen deutlich häufiger von einer stärker ausgeprägten finanziellen Belastung durch die Ausgaben für Energie als Haushalte mit hohen Einkommen. Bei den Ausgaben für Strom, Raumwärme und Warmwasser gaben knapp 35 Prozent der Haushalte mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von unter 2.000 Euro an, dass die Energiekosten in diesem Bereich für ihren Haushalt derzeit äußerst belastend sind. Die 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Bis unter 2.000 Euro 2.000 bis unter 3.200 Euro 3.200 bis unter 4.500 Euro 4.500 Euro und mehr Äußerst belastend Stark belastend Etwas belastend Kaum belastend Gar nicht belastend Weiß nicht 010 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Bis unter 2.000 Euro 2.000 bis unter 3.200 Euro 3.200 bis unter 4.500 Euro 4.500 Euro und mehr Äußerst belastend Stark belastend Etwas belastend Kaum belastend Gar nicht belastend Weiß nicht Seite 4 von 13 empfundene Belastung sinkt mit steigenden Haushaltseinkommen. Unter den Haushalten, die über ein monatliches Nettoeinkommen von 4.500 Euro und mehr verfügen, berichteten nur rund 20 Prozent von einer äußerst stark ausgeprägten finanziellen Belastung. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Ausgaben für Kraftstoff. In den beiden unteren Einkommensgruppen gaben jeweils rund 35 Prozent der Haushalte an, dass die Ausgaben für Kraftstoff finanziell äußerst belastend sind. Demgegenüber berichteten in der obersten Einkommensgruppe nur rund 23 Prozent der Haushalte, dass sie Ausgaben in diesem Bereich als finanziell äußerst belastend empfinden. Geplante Konsumänderungen Wie beeinflusst der Anstieg der Energiepreise in Deutschland das Konsumverhalten der privaten Haushalte? Unsere Umfragedaten deuten darauf hin, dass die gestiegenen Energiepreise bei vielen Haushalten in den nächsten Monaten eine Konsumzurückhaltung hervorrufen könnten. Wir haben die Erwerbspersonen gefragt, inwieweit sie planen, in den kommenden zwölf Monaten aufgrund der gestiegenen Energiepreise ihren Konsum von anderen Gütern und Dienstleistungen anzupassen. Dabei wurde ihnen die Möglichkeit gegeben, bei einer geplanten Reduktion diese weiter in „bedeutend weniger“ und „etwas weniger“ zu differenzieren. Die Wirkung des Energiepreisanstiegs auf den privaten Konsum lässt sich anhand der Umfragedaten zwar nicht quantifizieren. Allerdings erlaubt die Umfrage, eine erste Einschätzung der Reaktion der privaten Haushalte in ihrem Konsumverhalten für verschiedene Konsumkategorien vorzunehmen. Folgende Kategorien möglicher Güter und Dienstleistungen für eine Verhaltensanpassung wurden dabei in Anlehnung an die Laufenden Wirtschaftsrechnungen (LWR) abgefragt: a) Nahrungsmittel, Getränke, Tabakwaren und Ähnliches b) Bekleidung und Schuhe c) Wohnen und Wohnungsinstandhaltung d) Innenausstattung, Haushaltsgeräte und -gegenstände e) Verkehr und Mobilität f) Freizeit, Unterhaltung und Kultur g) Gaststätten- und Restaurantbesuche h) Reisen und Urlaub Wie aus Abbildung 2 hervorgeht, äußerten dabei für die allermeisten Kategorien deutliche Mehrheiten Pläne für Konsumeinschränkungen. Am häufigsten gaben dabei die Befragten an, in der Kategorie Innenausstattung, Haushaltsgeräte und -gegenstände ihren Konsum einschränken zu wollen, knapp gefolgt von Gaststätten- und Restaurantbesuchen. Bei den Plänen zu Innenausstattung, Haushaltsgeräten und -gegenständen gaben fast 56 Prozent der Befragten an, „bedeutend weniger“ oder „etwas weniger“ kaufen zu wollen, bei Gaststätten- und Restaurantbesuchen rund 55 Prozent. Seite 5 von 13 Abbildung 2: Konsumreaktion infolge des Energiepreisanstiegs Angaben in % Quellen: Erwerbspersonenbefragung im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung; Berechnungen des IMK; gewichtete Werte. Auch in den Kategorien Bekleidung und Schuhe (53 Prozent), Verkehr und Mobilität (52 Prozent) sowie Freizeit, Unterhaltung und Kultur (knapp über 50 Prozent) gab eine Mehrheit an, den Konsum einschränken zu wollen. Bei den Kategorien Wohnen und Wohnungsinstandhaltung (45 Prozent) sowie Nahrungsmittel, Getränke, Tabakwaren und Ähnliches (39 Prozent) berichteten immerhin große Minderheiten, den Verbrauch einschränken zu wollen. Die Pläne zu Konsumeinschränkungen sind dabei stark einkommensabhängig. So gaben unter den Befragten mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von unter 2.000 Euro rund 18 Prozent an, sie würden den Konsum von Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren „bedeutend“ einschränken und weitere 34 Prozent, sie würden diesen „etwas“ einschränken, während unter den Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen ab 4.500 Euro nur 7 Prozent angaben, die Käufe hier „bedeutend“ reduzieren zu wollen, und nur 28 Prozent, „etwas“ weniger kaufen zu wollen (siehe Abbildung 3). Dabei zieht sich das Muster größerer Einschränkungspläne bei geringeren Einkommen durch alle abgefragten Konsumkategorien, wobei der Unterschied bei Reisen und Urlaub, Freizeit, Unterhaltung und Kultur, sowie Gaststätten- und Restaurantbesuchen am größten ist. Bei Reisen und Urlaub ist dabei der Anteil jener in der unteren Einkommensgruppe, die angaben, den Konsum „bedeutend“ oder „etwas“ reduzieren zu wollen, mit 62 Prozent fast doppelt so hoch wie in der höchsten Einkommensgruppe mit 33 Prozent. 020 40 60 80 100 Nahrungsmittel, Getränke, Tabakwaren u. Ä. Bekleidung und Schuhe Wohnen und Wohnungsinstandhaltung Innenausstattung, Haushaltsgeräte und -gegenstände Verkehr und Mobilität Freizeit, Unterhaltung und Kultur Gaststätten- und Restaurantbesuche Reisen und Urlaub Bedeutend weniger Etwas weniger In etwa gleich viel Andere Gründe Weiß nicht Seite 6 von 13 Abbildung 3: Konsumreaktion infolge des Energiepreisanstiegs nach Einkommensgruppen Angaben in % a) Nahrungsmittel, Getränke, Tabakwaren u. Ä. b) Bekleidung und Schuhe c) Wohnen und Wohnungsinstandhaltung d) Innenausstattung, Haushaltsgeräte und -gegenstände e) Verkehr und Mobilität f) Freizeit, Unterhaltung und Kultur g) Gaststätten- und Restaurantbesuche h) Reisen und Urlaub Quelle: Erwerbspersonenbefragung im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung; Berechnungen des IMK; gewichtete Werte. 010 20 30 40 50 60 70 Bis unter 2.000 Euro 2.000 bis unter 3.200 Euro 3.200 bis unter 4.500 Euro 4.500 Euro und mehr Etwas weniger Bedeutend weniger 010 20 30 40 50 60 70 Bis unter 2.000 Euro 2.000 bis unter 3.200 Euro 3.200 bis unter 4.500 Euro 4.500 Euro und mehr Etwas weniger Bedeutend weniger 010 20 30 40 50 60 70 Bis unter 2.000 Euro 2.000 bis unter 3.200 Euro 3.200 bis unter 4.500 Euro 4.500 Euro und mehr Etwas weniger Bedeutend weniger 010 20 30 40 50 60 70 Bis unter 2.000 Euro 2.000 bis unter 3.200 Euro 3.200 bis unter 4.500 Euro 4.500 Euro und mehr Etwas weniger Bedeutend weniger 010 20 30 40 50 60 70 Bis unter 2.000 Euro 2.000 bis unter 3.200 Euro 3.200 bis unter 4.500 Euro 4.500 Euro und mehr Etwas weniger Bedeutend weniger 010 20 30 40 50 60 70 Bis unter 2.000 Euro 2.000 bis unter 3.200 Euro 3.200 bis unter 4.500 Euro 4.500 Euro und mehr Etwas weniger Bedeutend weniger 010 20 30 40 50 60 70 Bis unter 2.000 Euro 2.000 bis unter 3.200 Euro 3.200 bis unter 4.500 Euro 4.500 Euro und mehr Etwas weniger Bedeutend weniger 010 20 30 40 50 60 70 Bis unter 2.000 Euro 2.000 bis unter 3.200 Euro 3.200 bis unter 4.500 Euro 4.500 Euro und mehr Etwas weniger Bedeutend weniger Seite 7 von 13 Geplante Änderungen beim Energieverbrauch Die Erwerbspersonen wurden außerdem danach gefragt, inwieweit sie planen, in den kommenden zwölf Monaten aufgrund der gestiegenen Energiepreise ihren Energieverbrauch zu ändern. Dabei wurde ihnen wiederum die Möglichkeit gegeben, eine geplante Reduktion des Energieverbrauchs weiter abzustufen. Abbildung 4: Reaktion Energieverbrauch infolge des Energiepreisanstiegs Angaben in % Quellen: Erwerbspersonenbefragung im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung; Berechnungen des IMK; gewichtete Werte. Abbildung 4 zeigt die geplante Änderung im Energieverbrauch für die Kategorien Strom, Raumwärme, Warmwasser und Kraftstoff. Die Anteile beziehen sich jeweils auf Haushalte mit einem Energieverbrauch in der entsprechenden Kategorie. Somit werden etwa für die Kategorie Benzin/Diesel nur Angaben jener Haushalte berücksichtigt, die Kraftfahrzeuge nutzen. Aus der Abbildung geht hervor, dass in allen Kategorien jeweils die Mehrheit der Befragten die Absicht äußerte, den Energieverbrauch in den kommenden zwölf Monaten zu senken. Am häufigsten wurde dabei der Stromverbrauch genannt. In dieser Kategorie gaben rund 73 Prozent der Befragten an, den Verbrauch „bedeutend“ zu senken oder „etwas“ zu senken. Danach folgen die Kategorien Kraftstoff und Raumwärme. Hier planen jeweils knapp 70 Prozent der Befragten den Verbrauch zu senken, wobei für Kraftstoff der Anteil jener, die ihren Verbrauch „bedeutend“ senken wollen etwas größer ausfällt. Den Warmwasserverbrauch wollen rund 62 Prozent der befragten Haushalte reduzieren, rund 13 Prozent planen den Verbrauch sogar „bedeutend“ zu senken. Hinter den berichteten Durchschnittswerten für die einzelnen Kategorien verbergen sich große Unterschiede zwischen den befragten Haushalten. Abbildung 5 zeigt die geplante Änderung im Energieverbrauch für unterschiedliche Einkommensgruppen. Dabei ist auffällig, dass Haushalte mit geringen Einkommen deutlich häufiger planen, in den kommenden zwölf Monaten ihren Energieverbrauch zu senken, als Haushalte mit hohen Einkommen. Diese Unterschiede zwischen den Einkommensgruppen spiegeln sich insbesondere in den Anteilen jener Haushalte, die ihren Energieverbrauch „bedeutend“ senken wollen, wider. 010 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Strom Raumwärme Warmwasser Benzin/Diesel Bedeutend senken Etwas senken In etwa gleich Weiß nicht Impressum Herausgeber Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, Georg-Glock-Str. 18, 40474 Düsseldorf, Telefon +49 211 7778-312, Mail [email protected] Die Reihe „IMK Policy Brief“ ist als unregelmäßig erscheinende Online-Publikation erhältlich über: https://www.imk-boeckler.de/de/imk-policy-brief-15382.htm ISSN 2365-2098 Dieses Werk ist lizenziert unter der Creative Commons Lizenz: Namensnennung 4.0 International (CC BY). Diese Lizenz erlaubt unter Voraussetzung der Namensnennung des Urhebers die Bearbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung des Materials in jedem Format oder Medium für beliebige Zwecke, auch kommerziell. 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