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Gewerbestruktur und Gewerbepolitik in europäischer Sicht

Wernet, Wilhelm

Abstract

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Full text

We ne , Wilhelm A icle Gewe bes uk u und Gewe bepoli ik in eu opäische Sich Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: We ne , Wilhelm (1953) : Gewe bes uk u und Gewe bepoli ik in eu opäische Sich , Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 73, Iss. 5, pp. 1-36, h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/290782 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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Becke a h) S uk u züge he ausbilde , die in neue Rich ungen weisen. Die nach- olgende S udie komm zu dem E gebnis, daß das le z e e mi aus- eichende Siche hei angenommen we den kann. Von sekundä e Bedeu ung is die F age, ob es im üb igen Eu opa ein nennenswe es Handwe k in unse em deu schen Sinne gib —- ob- wohl alle Anzeichen da au hindeu en, daß dies de Fall is . Die spe- ziell in Gö ingen be iebene Handwe ks o schung aß das Objek „Handwe k" s ell e e end ü jene b ei e Schich gewe bliche Klein- und Mi elbe iebe des p oduk ionellen Sek o s au , die in lokale Dezen alisa ion o nehmlich indi idualisie e Leis ungen an- bie en — seien es solche de Neu e igung, de Mon age und Ins alla- ion, de Ins andhal ung und Repa a u ode diens leis ende A . Handwe k is als quali a i gep äg es Kleingewe be gewisse maßen als ein his o isch ge o m e Sonde all desselben zu beg ei en. E3 eigne sich deshalb im besonde en Maße zu ep äsen a i en S udien übe den „dezen alisie en Gewe be leiß", weil es ypische Eigen- scha en und Me kmale des um assende en Objek s in konzen ie - Schmolle s Jah buch LXXIII, 5 1 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 2 Wilhelm We ne [514 e Fo m da bie e . Eine kün ige sachge ech e De ini ion de Hand- we kse scheinung in de mode nen Volkswi scha wi d dahe in diese Sich o aussich lich möglich we den, sobald de übe g ei ende Sach e hal „dezen alisie es Kleingewe be" hin eichend geklä sein wi d. Es is dahe im olgenden zwischen Kleingewe be und Handwe k nich ausd ücklich un e schieden. Hie au ge ich e e Bemühungen wü den sich die Au gabe unnü z e schwe en, weil es au Bezeich- nungen, Abg enzungen und De ini ionen — o läu ig jeden alls — wenige ankomm als au die olkswi scha liche Funk ion diese Gebilde. Hinsich lich ih e Wah nehmung s immen abe die un e - schiedlichen E scheinungs o men des Handwe ks und Kleingewe bes wei gehend übe ein. 1. S o m b a , de le z e g oße Fach e e e al e Schule, de sich noch eingehend mi Handwe ks agen be aß e, ha im d i en Bande seines „Mode nen Kapi alismus" die bekann e Fes s ellung1 ge o en: „Am Ende des hochkapi alis ischen Zei al e s is noch beinahe die Häl e säm liche E we bs ä igen — ohne die Landwi scha — handwe ksmäßig beschä ig ." E ha diese Äuße ung in Spe d uck gese z und hinzuge üg , daß dieses E gebnis ü iele, un e denen e sich selbs be inde, imme hin e s aunlich sei. Die Fachwissen- scha ha seinen Handwe ksbeg i (Handwe k als Wi scha s o m gegenübe de kapi alis ischen Un e nehmung) nich akzep ie und ( ielleich da um) on seine ü ihn selbs bedeu samen E kenn nis nu lüch ig Kenn nis genommen. Die P axis ha de Somba 'schen Beg i sbildung eben alls keine Folge geleis e . Abe auch in e heblich enge e Auslegung de ma e iellen E - scheinungs o m Handwe k is ku z he nach de Ausschuß zu Un e - suchung de E zeugungs- und Absa zbedingungen de deu schen Wi scha (Enque e-Ausschuß) zu dem E gebnis2 gekommen: „Au G und eine um ang eichen Bes andsau nahme ha e s de Ausschuß den Nachweis ge üh , daß das deu sche Handwe k inne - halb de gewe blichen Wi scha imme noch einen b ei en Raum einnimm und seinen Bes and im Ve gleich zu Jah hunde wende nich nu behaup e , sonde n soga du ch das Au kommen neue Handwe kszweige (Elek oins alla eu e, Mechanike usw.) ge- s eige ha ." 1 Somba , W.: Das Wi scha sleben im Zei al e des Hochkapi alismus. 2. Halb- band. München u. Leipzig 1928, 963. 2 Ausschuß zu Un e suchung de E zeugungs- und Absa zbedingungen de deu - schen Wi scha : E zeugungs- und Absa zbedingungen de deu schen Wi scha . Be lin 1931, 24. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 Gewe bes uk u und Gewe bepoli ik in eu opäische Sich 3 Au G und de du ch die Zählung3 on 1949 e hä e en Ta sache, daß diese Sachs and in den olgenden zwei Jah zehn en keine ein- sch änkende Ände ung e uh , konn e Voig im neuen „Hand- wö e buch de Sozialwissenscha en" e neu bes ä igen: „Das Hand- we k als eigens ändige P oduzen eng uppe ha also du ch die ech- nische En wicklung und den Konku enzkamp mi de Indus ie in e schiedenen Teilbe eichen emp indliche Wandlungen du ch- machen müssen. Insgesam spiel o zdem die Eigenp oduk ion des Handwe ks und die handwe kliche Leis ung in de Deu schen Bun- des epublik noch eine beach liche Rolle."4 De Wiede au nahme wissenscha liche Fo schungsa bei en zum Thema „Handwe k" dü e somi ein im Wandel de wi scha lichen E scheinungen aus eichend bes ändiges Objek zu Ve ügung s ehen. Die ande e F age, ob es sich angesich s de „Kleinhei " des Objek s lohne, au seine Du ch o schung wissenscha liche Gedankena bei zu e wenden, lassen wi ih es unwissenscha lichen Cha ak e s wegen gänzlich beisei e. Dagegen e blicken wi eine ech e wissenscha liche P oblema ik in de F age: ob das „Noch" bei Somba , beim Enque e- Ausschuß und bei Voig bloße Au assungssache is ode ob dami ein noch ungeklä es S uk u phänomen des spä kapi alis ischen Zei al e s angesp ochen is und wie dieses gegebenen alls schlüssig e klä we - den kann. Denn wenn das Handwe k on Jah zehn zu Jah zehn „imme noch" exis en is und soga gewisse posi i e Wandlungs- e scheinungen au weis , dann schein in de Ta eine wissenscha liche E klä ung dieses eigena igen Vo ganges ällig zu sein. Die da aus esul ie ende Au gabe is zugleich empi ische und heo e ische Na u . Das zei genössische „Noch" Voig s begegne bei W. Hein ich du chaus en gegengese z e Au assung. In de ganzhei lichen Sich seine „Wi scha spoli ik" sch eib e in de Beg ündung des Leh - s ückes on de Be iebsg ößen- und S ando poli ik siche lich nich mi Un ech 5: „Nach allem Da geleg en gib es keine schlech hin he schende, sonde n imme nu eine e häl nismäßige Übe legen- hei de einzelnen Wi scha smi el; das bedeu e abe , daß zu übe legenen Leis ungs ähigkei de s ä ke en Wi scha sk ä e (z. B. de leis ungs ähige en Wi scha sgebie e, Wi scha szweige, Be- iebe) auch die Mi wi kung de schwäche en hinzu e en muß, sollen alle p oduk i en Möglichkei en eines Wi scha sgebildes e schöp 3 S a is ik de Bundes epublik Deu schland, Band 11—16: Handwe kszählung om 30. 9. 1949. Bd. 1—6. S u ga -Köln o. J. (1950—1952). 4 Voig , F .: Handwe k. In: Handwö e buch de Sozialwissenscha en, S u ga - Tübingen-Gö ingen 1952 . 1. Lie e ung, S. 24 . 5 Hein ich, W.: Wi scha spoli ik. I. Band. Wien 1948, 99 und ö e . 1* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 4 Wilhelm We ne [516 und dessen höchs mögliche F uch ba kei übe haup e eich we den.66 Im Hinblick au eine zweck olle Ra ionalisie ung de olkswi scha lichen Gesam leis ung sieh Hein ich die Dinge so: „Die Be iebsg öße i dami wei gehend in Abhängigkei on de Ve - einhei lichungs ähigkei de om Be iebe zu e b ingenden Leis un- gen und es sind en scheidende Anhal spunk e ü die A bei s eilung zwischen G öß -, G oß-, Mi el- und Kleinbe ieb gewonnen. Also gewisse maßen ü eine Au eilung de E zeugungsdecke als ganze au die Be iebsg ößenklassen, die u. E. eine de wich igs en Vo aus- se zungen eine gesam wi scha lichen Ra ionalisie ung de Zukun is .666 E komm an ielen ande en S ellen au gleiche Zusammen- hänge zu ück und sieh ge adezu eine „Wiede e gewe blichung46 des indus iellen P oduk ionsappa a es als no wendig und möglich an. In TjSA sind deu liche Ansä ze dazu e kennba . Röpke ha au dem Hin e g unde seine Gesellscha sk i ik dem gleichen Sach e hal zahl eiche posi i e Gedanken gewidme . Im Zusammenhang mi de Wü digung de Vo eile on G oßbe ieben inde e es um so e wunde liche , „daß sich o z dieses T iumph- zuges und o z de schwe en P obleme, die sich da an knüp en, de Klein- und Mi elbe ieb in einem Um ange behaup e ha , de am E ns jene P obleme zwa wenig ände , abe doch au ih e Lös- ba kei schließen läß . In diesem Punk lassen die neues en Zi e n e schiedene Lände eine me kwü dige Übe eins immung e - kennen66.7 Die Be unde lassen au dezen alisie end wi kende K ä e schließen, die eine Poli ik de gewe blichen Dezen alisa ion ech - e igen, bei de wi „uns du ch das Bewuß sein e mu igen lassen, daß wi den Wind im Rücken und nich on o ne haben66 (ebda.). Be kenkop sieh die Si ua ion so, daß de u sp ünglich allein wi ksame Ve d ängungsp ozeß (e wa sei de Jah hunde - wende) in wachsende B ei e und In ensi ä on einem Assimilie- ungsp ozeß beglei e wi d, so daß zwa< Ve d ängungs endenzen o - bes ehen, abe gleichzei ig kompensie we den und daß ein gewisses Gleichgewich zwischen Indus ie und Handwe k en s eh .8 Von In e esse is in diesem Zusammenhange auch die p inzipielle Posi ion on Ma bach, de den bishe einzigen und unwiede hol- en, leide auch undisku ie en Ve such eine „Theo ie des Mi el- 6 De selbe: Ra ionelle Be iebsg ößen in Indus ie und Cewe be. In: Jah b. . Na ök. u. S a is ik, Bd. 162, 1950, S. 289. 7 Röpke, W.: Die Funk ion des Klein- und Mi elbe iebes in de Volkswi scha . In: Handwe k und Kleinhandel in de mode nen Volkswi scha . S . Gallen 1947, 23 und 24. 8 Be kenkop , P.: Die olkswi scha liche und soziale Bedeu ung des Handwe ks. In: Deu sches Handwe ksbla , Jg. 1952, 157 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 517] Gewe bes uk u und Gewe bepoli ik in eu opäische Sich 5 s andes" un e nommen ha . Ma bach wü de sein heo e isches Be- mühen kaum un e nommen haben, wenn dem behandel en Objek nu noch eine ku ze Daseins is gese z wä e. E is dazu de Ansich : „Wi gehö en zu jenen Op imis en, die dem Kapi alismus die Fähig- kei bes ei en, den Mi els and, hie is im speziellen om selbs ändig p oduzie enden die Rede, auszume zen. Die Wandlung in de o gani- schen Rapi alzusammense zung, de Übe gang om lohnin ensi en zum kapi alin ensi en und dahe übe aus k isenemp indlichen Be ieb hin- de es. Die S enge des echnischen Flusses im kapi alis ischen Be- ieb, 'welche Spezialwünsche de Kundscha nu au Teilgebie en de P oduk ion noch zuläß , hinde es. Die Elas izi ä de Kos en und des Angebo es de gewe blichen Un e nehmungen ode des gu ge üh en Handwe ks hinde es. Es so g e ne ü den S and als solchen jene eben gezeichne e, s e e E neue ung des Mi els andes du ch ühe nich bekann e, e s du ch die Technik und den höhe n Lebensansp uch we dende Be u e."9 Gu e sohn weis wohl mi Rech da au hin, daß sich an de Schwelle zu neuen F iedenswi scha (1946) niemand de T agwei e diese S uk u p obleme e schließen könne. ,,Dahe s ell sich die Au gabe, die Wi kungen des Nebeneinande s on Handwe ks- und Indus iebe ieben, on Klein- und G oßbe ieben des Handels sowie de Diens leis ungsb anchen au das Na ionalp oduk und dessen Ve - eilung zu e g ünden, wobei es auch den Wesenszügen de handwe k- lichen und kleinhändle ischen Un e nehme zusammenschlüsse im Ve - gleich zu den g oßindus iellen Ka ellen und T us s ge ech zu we den gil ."10 Im heo e ischen Be eich is dami begonnen, die (als daue ha angesehene) Exis enz dezen alisie e Kleinbe iebe des p oduzie en- den Gewe bes in klä ende Gedankengänge einzubeziehen. B. R ö p e inde unwi scha liche Zwe gbe iebe o nehmlich in de Landwi - scha und im Handwe k, weiß dabei abe zu beach en, „daß es sich iel ach um junge, ge ade geg ünde e, ode um auslau ende Un e - nehmen handel bzw. um solche, die au einen ö lich eng beg enz en Ma k zugeschni en sind. Im Gegensa z zu eine de a ig echen- ha en Bewe ung allein nach den Einkommenszi e n ode Umsa z- we en, aus denen man das Vo handensein solche Be iebe als 5? Fehl- en wicklungen" he auslesen könn e, möch en wi den hohen wi - scha lichen und gesellscha lichen We de meis en Klein- und Kleins un e nehmen he auss ellen. Denn sie agen bei zu wi scha - 9 Ma bach, F .: Theo ie des Mi els andes. Be n o. J. (1942), 266. 10 Gu e sohn, A.: G undlagen und Au gaben de Gewe be ö de ung. In: Hand- we k und Kleinhandel in de mode nen Volkswi scha . S . Gallen 1947, 65. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 6 Wilhelm We ne [518 liehen Dynamik und E p obung neue Menscheng uppen im Hinblick au ih e un e nehme ischen Funk ionen und hal en den Zugang zu eine selbs ändigen Un e nehme ä igkei o en."11 H.-J. Riis ow bezieh in seine nume ische Be echnung des „p i- a kapi alis ischen Wi scha ssek o s", „de in den meis en Indu- s ielände n wenige als die Häl e de in diesen Lände n lebenden Pe sonen um assen dü e", einen namha en Teil des Handwe ks ein (nämlich alle „A bei nehme be iebe"), sp ich abe wede de einen noch de ande en G uppe daue nde Exis enz ähigkei ab.12 W. E u c k e n be aß sich nu indi ek mi Übe legungen ge- we bes uk u elle Na u , läß abe du chblicken (so e wa in seinen „G undsä zen de Wi scha spoli ik"), daß die du ch die neue e Phase de Indus ialisie ung bewi k e Ve s ä kung des Konku enz- elemen es — als Gegenwi kung zu Ve nich ung iele kleine Be- iebe — ü alle Wi scha sbe eiche gil .13 Wo abe konku ie wi d, müssen Konku en en am We ke sein.14 S ell e e end ü die neue e Leh buchli e a u möge noch A d. W e b e zu Wo kommen: „Zwa is die pe sönlich gebundene, eigen- a ige Be u sleis ung auch e ne hin kennzeichnend ü das Hand- we k, nich minde die Dezen alisa ion de Be iebss ä en, abe de g öße e Kapi albeda und die Ände ungen in de Zusammense zung de Nach age nach handwe klichen E zeugnissen haben zu eine neuen P oblema ik ge üh , die sich un e ande em da in äuße , daß die Be iebsg öße hie wie in de Landwi scha ü den E olg on en scheidende Bedeu ung gewo den is , wobei eingehende Un- e suchungen zum E gebnis gekommen sind, daß die leis ungs ähig- s en Be iebe du chweg die Be iebe mi le e G öße sind."15 Den Sach e hal en im P oduk ionsgewe be sind diejenigen im Handelsgewe be du chaus ähnlich, wobei zu beach en wä e, daß hie Abb uch- und Ruinen heo ien ga nich au gekommen sind, obwohl es an Ve d ängungs endenzen keineswegs ehl . Leh eich is ein ab- schließende Blick au das Ve keh sgewe be. Voig s ell im Hin- blick au den Las k a wagen e keh es : „Die Oszilla ionsb ei e de Kos en und Ta i e is hie besonde s eng, zumal de eie Zugang zu S aße, de ge inge Kapi albeda zum Kau de ü die S aße 11 Röpe , B.: Die Konku enz und ih e Fehlen wicklungen. Un e suchungen übe S ö ungen de Ma k wi scha . Be lin o. J. (1952), 128. 12 Riis ow, H.-J.: Theo ie de Vollbeschä igung in de eien Ma k wi scha . Tübingen 1951, 41 und 44. 13 Eucken, W.: G undsä ze de Wi scha spoli ik. Be n u. Tübingen 1952, 240. 14 Zum Sonde all de inne handwe klichen Konku enz neue dings: We ne , W./ Pe e sen, B.: We bewe bs o gänge im Handwe k. B emen-Ho n 1953. 15 Webe , Ad.: Ku zge aß e Volkswi scha spoli ik. 6. Au lage. Be lin o. J. (1951), 188. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 519] Gewe bes uk u und Gewe bepoli ik in eu opäische Sich 7 zweckmäßigs en Maschineng öße und T anspo ge äße jede Konzen- a ions endenz en gegenwi k und o wiegend Kleins be iebe e - zeug ."16 Ande s als o einem halben Jah hunde geh es in de heu igen Diskussion des neuzei lichen Handwe ksp oblems nich um bloße Mu maßungen on Op imis en und Pessimis en, die nach de einen wie nach de ande en Sei e aus eichende ma e ielle Fundie ung en - beh en. De Abs and zu damals äuße sich au e schiedene Weise. Zunächs : de eale ökonomische Ta bes and is kla e und ein- deu ige gewo den, e ha sein subs an ielles Gewich e höh . So- dann: die s a is isch-empi ische E o schung de einschlägigen Sach- e hal e ha übe zeugende Fo sch i e gemach und gib den Blick in ühe e bo gene Zusammenhänge ei. Schließlich: die zei - genössische Handwe ks o schung — legi imie du ch die nachweis- ba gewo denen ealen ökonomischen S uk u e häl nisse de mode nen Indus iewi scha — lös sich zunehmend aus den adi- ionellen Posi ionen des His o ismus, P agma ismus und Posi i ismus und s eb heo e ischen Ansä zen und Lösungen zu. Da in wi d ü die Zukun ih e eigen liche Au gabe zu e blicken sein. Man kann den sei de Jah hunde wende e ziel en Fo sch i leich aßlich e wa so cha ak e isie en: Die leidenscha liche Diskussion de 1890e Jah e um den Fo bes and des Handwe ks wa zei lich e üh , weil wede de Indus ialismus sich his o isch aus eichend lange en al e ha e noch die Ve d ängungs o gänge hin eichend genau e aß we - den konn en. Von den 1920e Jah en ab wu de sodann de Fo - bes and empi isch e mi el , womi de S ei all zunächs einmal p ak isch en schieden wa . In den 1950e Jah en wi d es sich da um handeln zu klä en, welche P obleme da aus de wissenscha lichen Fo schung e wachsen und welche Au gaben aus dem neuen Sach- e hal au die Wi scha spoli ik zukommen. 2. So e n die These, die de Gewe be o schung als A bei s ich linie o Augen s eh , zu e en soll: daß nämlich das Kleingewe be sich als daue ha e Bes and eil de mode nen kapi alis ischen Ve keh s- wi scha kons i uie ha — so e n es dami seine Rich igkei haben soll, muß no wendige weise die Vo ausse zung gel en, daß Klein- gewe be übe all do in nennenswe e S ä ke (zunächs einmal schlech hin) o handen is , wo kapi alis ische Ve keh swi scha e - wi klich is . Im ande en Falle komm de These nu pa ielle Gül- 16 Voig , F .: Ve keh und Indus ialisie ung. In: Zci sch . . d. ges. S aa swissen- scha , 109. Band, 2. He . Tübingen 1953, 229. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 8 Wilhelm Wc ne [520 igkei zu; Sonde älle und Abweichungen on de Regel geben so- dann besonde e P obleme au . Das is in auße eu opäischen Gebie en de Fall, wo p inzipielle Un e schiede au e en, z. B. im Kolonial- kapi alismus. In ganz Eu opa kommen nu g aduelle Abweichungen o , weil das kapi alis ische Sys em hie au wei gehend homogenen Vo ausse zungen au bau . De sozialis ische Di igismus b ing mi dem p i a kapi alis ischen Sys em als solchem logische weise auch das zugeo dne e Kleingewe be zum Ve schwinden — muß es abe ge- wal sam un, weil ihm de Au oma ismus de ökonomischen En wick- lung nich zu Ge allen is . De s a is ische Nachweis, daß ein b ei gelage es Kleingewe be den gesam eu opäischen Wi scha s aum um die Mi e des 20. Jah - hunde s an üll , is mi gewissen Einsch änkungen heu e möglich. Die Einsch änkungen sind echnische , nich sachliche Na u ; sie beziehen sich au die Handhabung un e schiedliche Te mini eine - sei s, au Schwie igkei en und Unen wickel hei en in de s a is ischen E assung ande e sei s. Beide Hemmungen sind übe windba , wie das deu sche Beispiel beweis . Die s a is ischen E gebnisse, so wie sie lände weise o liegen, s ellen de sachkundigen und zugleich k i i- schen Beu eilung zwei e ns ha e Hinde nisse en gegen, de en me ho- dische Bewäl igung de Fo schung noch au gegeben is . Sie bes ehen da in, a) Messung, Gewich ung und Rela ionie ung de kleingewe b- lichen Wi scha sgebilde be iedigend zu lösen, b) eine genügend genaue Ve gleichba kei de na ionalen Zi e n im eu opäischen Wi scha s aum he beizu üh en. Um Mißdeu ungen de im olgenden ausgeb ei e en s a is ischen E gebnisse o zubeugen, müssen beide Schwie igkei en ku z cha ak- e isie we den. Bezüglich de Messung dezen alisie e Wi scha seinhei en ha sich bishe kein geeigne e e Maßs ab als de Um ang des Be iebs- pe sonals ge unden. Dami wi d zwa die G öße de Einhei e mi el ^ nich abe ih Leis ungs e mögen (Kapazi ä ). Die zusä zliche E - assung de e wende en K a leis ungen mach be ei s in sich Schwie igkei en; die sachge ech e Kombina ion on Menschen- und P e dek ä en zwecks E mi lung eine einhei lichen „Leis ungs- wuch " (Go l) des Be iebes is ein ungelös es P oblem. Ande e Lösungs e suche haben sich als noch ungeeigne e e wiesen. — Imme hin s ell die Be iebsg ößen-S a elung au de Basis de Be- schä ig enzahl ein b auchba es Meß e ah en da ; es kann also e - wende we den. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 527] Gewe bes uk u und Gewe bepoli ik in eu opäische Sich 15 bo enen Vo behal ) e echnen: eine Be iebsdich e des Handwe ks on e wa 23 We ks ä en und eine Beschä ig endich e on e wa 64 Pe sonen je 1000 E., e ne eine du chschni liche Be iebsg öße im Handwe k on e wa 2,7 Beschä ig en. Die ge inge Be iebsg öße und Beschä ig endich e sind da au zu ückzu üh en, daß nach anzö- sische Legalde ini ion lediglich solche kleingewe bliche We ks ä en zum Handwe k echnen, welche wenige als sechs beschä ig e Pe - sonen au weisen. Wie as übe all in Eu opa, wi d diese s a is ische Beg enzung jedoch den a sächlichen Gegebenhei en im Handwe k de Gegenwa nich ge ech . Die nunmeh schon geläu igen G ößeno dnungen und An eilsä ze keh en im benachba en Luxembu g wiede . Hie sind bei eine Einwohne zahl (1947) on 291 000 Seelen 1948 insgesam 7 560 Hand- we ksbe iebe, 1951 nu noch 6 859 Be iebe e mi el wo den. Ob diese ückläu ige Tendenz mi wachsende be iebliche In eg ie ung e bunden is , wi d e s nach Bekann gabe de E gebnisse eine neuen E hebung om 21. 10. 1951 es ges ell we den können. Eins weilen s eh nu eine geschä z e Beschä ig enzahl ü 1951 on e wa 20 000 Pe sonen zu Ve ügung,27 so daß olgende unge äh e An eile be- echenba sind: Be iebsdich e e wa 24 We ks ä en, Beschä ig en- dich e e wa 70 Pe sonen je 1000 E., du chschni liche Be iebsg öße e wa 3 Beschä ig e. Die E s ellung en sp echende Zi e n ü Belgien mach o - läu ig noch Schwie igkei en, doch sind wenigs ens einige Anhal s- punk e g ei ba . Die le z e Volkszählung on 1947 wies 8 512 000 Einwohne aus. Im gleichen Jah e wu den 1 310 600 E we bs ä ige in Indus ie und Handwe k nebs 196 000 im Baugewe be gezähl (ohne Be gbau und Diens leis ungen). Mangels nähe e Au gliede ung g ei en wi au E gebnisse de Zählung on 1937 zu ück, die olgen- des besagen:28 Von insgesam 248 229 „indus iellen" Un e nehmun- gen beschä ig en 235 168 (95 °/o) wenige als 10 A bei nehme , on diesen wiede um 175 989 übe haup keine A bei nehme (Alleinbe- iebe) und 49 363 Be iebe jeweils 1—4 A bei nehme . E wa 225 000 Kleinbe iebe mi wenige als 5 Beschä ig en dü en mi hin das Subs a da s ellen, aus dem sich das Handwe k in Belgien ek u ie . Au 8,5 Mill. Einwohne be echne , wü de sich (lediglich als unge- äh e Anhal spunk ) eine Be iebsdich e on e wa 26—27 We k- s ä en je 1000 E. e geben. Fü genaue e Be echnungen müssen kon- k e e e s a is ische E gebnisse abgewa e we den. 27 Annuai e um Le zebu ge Handwie k 1951. Luxembou g o. J. (1951), S. 10. 28 Laloi e, M. D .: La pe i e indus ie e l'a isana , o. O. (B üssel) 1946, S. 13. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 16 Wilhelm We ne [528 In Übe eins immung mi de ag a isch und komme ziell gep äg- en S uk u des Landes weisen die Niede lande bei Indus ie und Handwe k nied ige e gewe bliche Besa zzi e n als das üb ige kon inen ale Wes eu opa au . 1947 be ug die Einwohne zahl des Lan- des 9 625 000 Seelen. Aus de Kombina ion zweie Zählungen aus 1942/43 und 1946 lassen sich d. 152 000 Handwe ksbe iebe (Indu- s ie: d. 56 000 B.) mi d. 400 000 Beschä ig en (Indus ie: d. 525 000 B.) e echnen,29 was eine Gesam zahl on d. 208 000 ge- we blichen Be ieben mi d. 925 000 Beschä ig en e gib . Die Be- iebsdich e des Handwe ks s ell sich au e wa 16 We ks ä en, die Beschä ig endich e au e wa 42, Pe sonen je 1000 E., die Du ch- schni s-Be iebsg öße im Handwe k lieg bei e wa 2,6 Beschä ig en. De kleingewe blich-handwe klichen In ensi ie ung des Landes s ehen inso e n noch be äch liche Möglichkei en zu Ve ügung. G oßb i annien äll gänzlich aus dem Rahmen de kon i- nen alen Gewe be- und Handwe ks e häl nisse he aus. Schon die be- g i liche Ve s ändigung is seh schwie ig, weil handic a nich gleichbedeu end mi Handwe k in unse em Sinne is , auch keine Iden i ä zwischen c a sman und Handwe ke bes eh .30 Einen Hand- we ke s and im kon inen alen und speziell deu schen Sinne gib es nich . Unbeschade de Ta sache, daß de übe wiegende Teil de eng- lischen Indus ie aus Kleinun e nehmungen bes eh (ebda.) und daß die Vielzahl de Kleinbe iebe in allen Wi scha sbe eichen die Wi scha ss uk u kennzeichne , muß au Be echnungen nach de hie geüb en Me hode e zich e we den. Wi sind lediglich da übe un e ich e ,31 daß in England und Wales e wa 13 000 Be iebe des Landhandwe ks o handen sind, da un e e wa 5000 Schmiedebe- iebe, mi insgesam e wa 35 000 Beschä ig en. Dieses ländliche Handwe k wi d besonde s gep leg , weil es ü die E ags ähigkei de Landwi scha wich ig is . Das in den S äd en ansässige p odu- zie ende Handwe k ha s a k komme ziellen Cha ak e , is do abe in e hebliche Ausdehnung o handen. Ausgesp ochene Kuns hand- we ke bilden in London eine „A s and C a s Exhibi ion Socie y", allen zahlenmäßig abe nich ins Gewich .32 29 Gewe bliche Dokumen a ion, a. a. O., Anlagen. 30 Fuchs, R.: Das Handwe k in England. S udien und Be ich e de« Ins i u s ü Handwe kswi scha a. d. Uni e si ä F ank u /M. Be ich N . 11, o. O. (F .) 1953, S. 1 . 31 Lip on, O. W.: Die Lage des ländlichen Handwe ks in England und Wales. In: Gewe bliche Dokumen a ion, 5. Jg. He 1, 1952, S. 55 . 32 Fa leigh, J.: Das „Handwe k" in G oßb i annien. In: Be ich übe die in e - na ionale A bei s agung übe F agen de Handwe kswi scha und des De ailhandels 1946 in S . Gallen und Be n. o. O. (Be n) 1947, S. 193. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 529] Gewe bes uk u und Gewe bepoli ik in eu opäische Sich 17 Übe das Handwe k in Dänema k sind wi e häl nismäßig gu un e ich e ; die sei 1897 leidlich übe blickba e En wicklung s imm in den G undziigen mi dem Ablau in Deu schland übe ein. Die kon- s an e absolu e Zunahme de Be iebss ä en geh aus olgenden Zi - e n he o : 1897 = 71 570, 1914 = 73 542, 1925 = 79 742, 1945 = 92 389. Die äumliche Ve eilung de Be iebe s ell e sich 1945 so, daß je e wa die Häl e au die S äd e und au das lache Land en - ielen. Dem absolu en Wachs um de Be iebszahlen s eh eine Ve - dich ung im Raum = ela i e Rückgang gegenübe : die Be iebs- dich e ging on 24 We ks ä en je 1000 E. (1921/25) au 21,6 im Jah e 1945 zu ück. Die Beschä ig endich e lag 1945 bei 60 Pe sonen je 1000 E., ü 1925 sind keine Zahlen bekann . Das in ensi e Wachs- um geh deu lich aus de Du chschni s-Be iebsg öße he o , die sich on 2,4 im Jah e 1925 au 2,7 Pe sonen im Jah e 1945 e höh e. De K ä igungsp ozeß wi d wei e du ch die s eigende Mo o en e - wendung (1925 = 121 032 PS) und die An eiche ung mi zusä z- lichen Beschä ig enka ego ien (A bei e , gewe bliches Pe sonal) e - deu lich . 1945 wa en insgesam d. 250 000 E we bs ä ige im Hand- we k o handen, da un e (neben den Selbs ändigen) d. 75 000 Ge- sellen, 48 000 weibliche K ä e (selbs ändig und unselbs ändig), d. 10 000 gewe bliches Hil spe sonal und d. 25 000 Leh linge. Das e- la i e Gewich zu Indus ie (gemessen an den Beschä ig en) s ell e sich 1925 au 193 047 Handwe ksbeschä ig e gegenübe 199 428 In- dus iebeschä ig en; ü 1945 is das An eil e häl nis mi 49 : 51 (Handwe k zu Indus ie) bezi e , also im wesen lichen gleich geblie- ben. Die dänische Be ölke ung zähl e 1921 - 3 268 000 und 1950 = 4 279 000 Menschen.33 Hingegen lassen sich ü Schweden o läu ig lediglich Hand- we k und Kleinindus ie gemeinsam e assen, die auch o ganisa o- isch zusammengeschlossen sind. Bei eine Einwohne zahl (1950) on 7 047 000 Köp en sind gegenwä ig d. 130 000 Kleinbe iebe o han- den, das sind 92 °/o de Gewe bebe iebe (Indus ie und Handwe k) übe haup . Sie beschä ig en insgesam d. 470 000 Pe sonen, was eine du chschni liche Be iebsg öße on 3,6 Pe sonen e gib . Die Be iebsdich e s ell sich au e wa 18 We ks ä en, die Beschä ig en- dich e au e wa 67 Pe sonen je 1000 E. Das K ä e e häl nis im Rah- men de gewe blichen Wi scha e gib eine Rela ion on 59 :41 Indus iebeschä ig en gegenübe Beschä ig en in Kleinbe ieben.34 33 I e sen, M.: Dansik Haand ae k, i al og eks . Kopenhagen 1931, S. 9 . — Le inson, J. V.: Die gegenwä ige Lage des dänischen Handwe ks. In: Be ich übe die in e na ionale A bei s agung usw., a.a.O., S. 145 . 34 Modig, J.-O.: Die je zige Lage des schwedischen Handwe ks. In: Be ich übe die in e na ionale A bei s agung usw., a.a.O., S. 253 . Schmolle s Jah buch LXXIII. 5 2 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 18 Wilhelm We ne [530 Übe die Gewe be- und Handwe ks e häl nisse in No wegen, Finnland und Island können o läu ig keine zi e nmäßigen Aussagen gemach we den, da die e ügba en Un e lagen hie ü nich aus eichen. Die Exis enz gu o ganisie e Handwe ke e bände in diesen Lände n läß da au schließen, daß die Ve häl nisse da- selbs on jenen in Schweden und Dänema k nich allzus a k ab- weichen, säm liche skandina ischen S aa en gehö en dem No dischen Handwe ks a an. In I alien sind bei eine Be ölke ungszi e (1936) on 42 025 000 Menschen 1939 o handen gewesen: 805 112 Handwe ks- be iebe mi 1 028 305 E we bs ä igen, das wa en 78 °/o de gewe b- lichen Be iebe und 24% de da in e we bs ä igen Pe sonen. Da aus e echne sich eine Be iebsdich e on 19 We ks ä en, eine Beschä - ig endich e on e was übe 24 Pe sonen je 1000 E. Dem ex ensi en Cha ak e des i alienischen Handwe ks en sp echend e gib sich eine du chschni liche Be iebsg öße on lediglich 1,3 Pe sonen, de Kleins be ieb is also o he schend.35 Die gewe blichen S uk u e häl nisse in Spanien und G ie- chenland sind nich bekann , obwohl in Spanien eine lückenlose Handwe kso ganisa ion bes eh . 4. Fü eine hin eichend exak e E assung des dezen alisie en Klein- gewe bes und insbesonde e des Handwe ks im wes lichen Eu opa eichen die gegenwä ig o handenen Un e lagen zwei ellos bei wei- em nich aus. Ande e sei s genügen sie abe dem Kenne de Ma- e ie, um das zunächs o d ingliche Anliegen aus eichend zu klä en: in welchen Um issen Wes eu opa um die Mi e des 20. Jah hunde s üj>e einen G unds ock dezen alisie e kleingewe bliche Wi - scha sgebilde e üg . Sowei En wicklungs endenzen du ch aus ei- chende s a is ische Un e lagen beleg sind, weisen sie in die Rich- ung eine o lau enden S ä kung des kleinbe ieblichen Elemen s, so daß (un e ausd ückliche Ablehnung unzulässige P ognosen) mi einige Gewißhei es ges ell we den kann: de lau ende Anpassungs- p ozeß des Handwe ks und Kleingewe bes ha zu eine wei eichen- den Konsolidie ung des kleinbe ieblichen Elemen s au dem Boden und im Rahmen des eu opäischen Indus ialismus ge üh . Diese E kenn nis wi d als Ausgangspunk ü eine neue Ä a de sys ema ischen Gewe be- und Handwe ks o schung gese z we den können, die es kün ig mi keinen an iquie en Pa olen om Un e - 85 Gewe bliche Dokumen a ion, a.a.O., Anlagen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 531] Gewe bes uk u und Gewe bepoli ik in eu opäische Sich 19 gang des Handwe ks und de gleichen meh zu un ha . Die Au gabe dü e je z ielmeh da in bes ehen, einmal: den in Um issen sich - ba gewo denen Sach e hal in wachsende Genauigkei und Zu e - lässigkei zu konk e isie en, und zum ande n: mi einem noch zu e - a bei enden heo e ischen Rüs zeug de gegebenen Si ua ion wissen- scha lich He zu we den. Beides läu da au hinaus, die empi ische und die heo e ische sozialökonomische Fo schung in diese Rich- ung zu ak ualisie en und den S and unse e sozialwissenscha lichen E kenn nis zu mode nisie en. Vielleich wi d es hie bei gelingen, die lange Reihe geis ige Ladenhü e , mi denen sich unse e Zei beha - lich he umschlepp , um einige Exempla e zu e kü zen. Was die E wei e ung und Ve ie ung de Empi ie be i , so wi d Deu schland in de Be ei s ellung s a is ischen Ma e ials wei e o - angehen. Die Handwe kszählung on 1949 wi d o aussich lich 1954 mi neuen F ages ellungen wiede hol we den. Im sekundä s a is i- schen Be eich des Handwe ks sind je z die G undlagen ü die lau- ende Du ch üh ung höchs au schluß eiche E hebungen gescha - en, on denen hie genann sein mögen: die gesellscha lichen He - kun sschich en de Handwe ksleh linge und Handwe ksmeis e so- wie das Be u sschicksal gele n e Handwe ke ;36 de Au s iegsp o- zeß selbs ändige Handwe ke in die indus ielle Un e nehme - scha ;37 die Konku enz o gänge inne halb de selbs ändigen Hand- we ke scha ;38 die Be u sausbildungsleis ung des Handwe ks (Leh - lingshal ung, Gesellen- und Meis e p ü ungen);39 P oduk ions-, Ko- s ens uk u - und Expo s a is ik ü den Be eich de Handwe kswi - scha ;39 binnendeu sche und zwischens aa liche Be iebs e gleich des Handwe ks.40 Hinzu komm die Au gabe, au dem Wege mono- g aphische Un e suchungen neue, heo e isch un e maue e E kenn - nisse zu age zu ö de n, wobei das Schwe gewich da au zu legen sein wi d, die wissenscha liche Une giebigkei eine um ang eichen Disse a ionsli e a u zu beheben.41 36 Beispielgebend hie zu Lamp ech , H.: Das soziale Lebensbild des Handwe ks. Do mund 1952, und die wei e en A bei en des Ve asse s. 57 Ve schiedene Handwe kskamme n in Rheinland-Wes alen haben mi ein- schlägigen E mi lungen begonnen. 86 We ne ., W./Pe e sen, B.: We bewe bs o gänge im Handwe k. B emen-Ho n 1953. 89 Deu sche Handwe kskamme ag: Jah esbe ich 1952/53. Als Manusk ip ge« d uck , o. 0. (Bonn) o. J. (1953). 40 Deu sches Handwe ks-Ins i u : Tä igkei sbe ich 1952/53. o. 0. (München) 1953. 41 Oehle ,W.: S uk u züge de niede sächsischen Handwe kswi scha . B emen- Ho n 1953. — An de He ausa bei ung „Sozialökonomische S uk u - und Funk- ionsbilde dezen alisie e Gewe bezweige44 wi d im Semina ü Handwe kswesen an de Uni e si ä Gö ingen gea bei e . 2* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 20 Wilhelm We ne [532 Eine heo e ischen E schließung de neu ins Blick eld e enden Vo gänge au gewe bes uk u ellem Gebie bie en sich au G und bishe geleis e e Vo a bei en olgende Einsich en da : Das dezen alisie e kleinbe iebliche Gewe be (Handwe k) weis eine beme kenswe e Anpassungs ähigkei au , die u sächlich au eine wachsende Va ia ionsb ei e dezen alisie da gebo ene , indi idua- lisie e ode lokalisie e Wi scha sleis ungen zu ückgeh . De ge- we bliche En al ungsp ozeß is sowohl ex ensi e wie in ensi e Na- u ; in ex ensi e Rich ung schein e solange anzuhal en, bis ein ge- wisse Dich eg ad e eich is , dessen Höhe on na ionalen Gegeben- hei en abhäng . Sodann p leg e in einen In ensi ie ungsp ozeß übe - zugehen (umzuschlagen), de in den wachsenden Du chschni s-Be- iebsg ößen zum Ausd uck komm . Da aus e klä en sich die un e - schiedlichen Rela ionen de Be iebe und Beschä ig en zu Be öl- ke ungszahl, wobei s uk u elle on bloß konjunk u ellen Vo gängen zu ennen sind. Die wachsende Beschä ig endichle kann mi wei- chende Be iebsdich e e knüp sein, was z. B. gegenwä ig in Deu schland de Fall is . Dem (quan i a i zu e s ehenden) Ve dich ungsp ozeß geh ein (quali a i zu e s ehende ) In eg a ionsp ozeß pa allel. Dami soll olgende Vo gang heo e isch e aßba gemach we den: au de G undlage wachsende Be iebsg öße (als Regel all) inde eine lau- ende An eiche ung des u sp ünglich au eine kleine A bei sgemein- scha be u sgleiche Indi iduen (Meis e , Geselle, Leh ling) beg enz- en We ks a gebildes s a . Die An eiche ung e s eck sich au P o- duk ionsk ä e pe sonelle und ma e ielle A . Wie ü Deu schland und Schweden im einzelnen belegba , g uppie en sich um den „D ei- klang" handwe kliche Be u sp ägung zusä zlich wi kende A bei s- k ä e nich handwe kliche A : gele n e, angele n e und ungele n e A bei e , echnische und kau männische Anges ell e, gewe bliches Be iebspe sonal (Ve käu e innen, Fah e , Bo en und de gleichen). Die Leis ungsbasis des Be iebes e wei e sich also un e „handwe k- liche Ve dünnung" des Ke npe sonals. In ma e ielle Hinsich e en in kon inuie lichem Ans ieg mechanische An iebsk ä e (Mo o en) hinzu, die nochmals die endenzielle Wi kung haben, das handwe k- liche Subs a zu e dünnen und umzup ägen. Dami schein au b ei- e Linie dasjenige zu en s ehen, was Somba als „kleinkapi ali- s ische Un e nehmung" bezeichne ha >— wobei es zuhal en wä e, daß die Ump ägung des Handwe ksmeis e s und Kleingewe be ei- benden zum „Un e nehme " nich ganz so ein ach is und gewisse - maßen zwangsläu ig abläu , wie man leich zu e mu en geneig is . Vo läu ig p leg auch de „in eg ie e" Handwe ksbe ieb noch kein OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 533] Gewe bes uk u und Gcwe bepoli ik in eu opäische Sich 21 Un e nehmen zu sein, weil de Meis e wei e hin kennzeichnende Un- e nehme eigenscha en e missen läß . Diese subjek bezogene Be- ach ungsweise is abe ge ech e ig , weil de Be eich dezen ali- sie e Kleinbe iebe nach wie o die Domäne subjek i ie e , d. h. nich , noch nich ode nich genügend objek i ie e Wi scha s- leis ungen da s ell . Schließlich schein sich auch die K ä e ela ion zwischen Indu- s ie und Handwe k inne halb bes imm e , na ional beding e G en- zen zu s abilisie en. In hochindus ialisie en Lände n wi d man ein Ve häl nis on 2 : 1 zuguns en de Indus ie annehmen dü en, in wenige s a k indus ialisie en Lände n ein solches, das um die Re- la ion 1 : 1 schwank . Die Unbeweglichkei de na ionalen Gewe be- s a is iken e hinde o läu ig nähe e und konk e e Einblicke; wenn es jedoch einmal gelungen sein soll e, den s a k klein- und mi el- be ieblichen Cha ak e auch de eu opäischen Indus ie eizulegen (die Au gabe is ü Deu schland ohne Schwie igkei en lösba ), dann we den sich dem behandel en P oblemk eis wei e e neue Einsich en e schließen. Das schwedische Beispiel dü e in diese Hinsich Nach- ahmung e dienen. 5. De in g oben S ichen kenn lich gemach e ökonomische Ve lau is as übe all on gewe bepoli ischen Einwi kungen beglei e . Ab- gesehen on Randgebie en (G oßb i annien und Südeu opa), wo en - wede gewe bepoli ische Abs inenz he sch ode die Ve häl nisse sons wie de Ve gleichba kei en beh en, läß das gewe bepoli ische Geschehen deu lich d ei un e schiedliche Zonen e kennen. Im skan- dina ischen Raum uß die Handwe ks- und Gewe bepoli ik p imä und maßgeblich au dem P inzip de P i a ini ia i e, du ch gese z- liche Einzelmaßnahmen e siche un e s ü z . In Wes eu opa ein- schließlich de Schweiz wi d das P inzip de p i a en F eiwilligkei zunehmend als unzu eichend (und wohl auch als unzei gemäß) emp un- den und demzu olge in de Rich ung au s aa liches Handeln e las- sen. In Zen aleu opa ha sich das P inzip de s aa lich gese z en Handwe kso dnung (Gewe beo dnung) sei einem halben Jah hunde und länge du chgese z und übe meh e e poli ische Umwälzungen hinweg behaup e . Die allgemeine Tendenz weis om No den übe den Wes en mi zunehmende In ensi ä in die zule z genann e Rich- ung, d. h. au wachsenden s aa lichen Gewe bep o ek ionismus mi un e schiedlichen Vo zeichen. Eingehende e gleichende S udien hie - übe , die e mu lich au schluß eich^ E gebnisse zei igen müß en, s ehen noch aus» OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 22 Wilhelm We ne [534 In me hodische Hinsich wal e do , wo die Handwe ks- und Gewe be e häl nisse s aa liche Regelung un e zogen we den, häu ig die Tendenz, on p imi i en Fo men de Angebo s egulie ung im Wege de manipulie en Gewe bezulassung übe eine Zwischens u e pa ielle Einsch änkungen zu modi izie en Fo men de Angebo s- e edelung zu gelangen, die mi elba e es ik i e Wi kungen aus- lösen. De Weg üh meis on de di ek en zu indi ek en Beein- lussung, jeden alls is da in eine sachliche Ve besse ung und ein ech e , au Ma k gegebenhei en und Ma k e o de nisse ausge ich e- e Fo sch i zu e blicken. F eilich sind die einschlägigen Mali- nahmen bishe on keine lei heo e ischen Einsich en beglei e ode ge agen; die Gewe bepoli ik e eu sich beme kenswe e Unbe- lieb hei in den K eisen de zus ändigen Fo schung, wo on ein Blick in die Leh büche leich übe zeug . Im p ak ischen Be eich behil sie sich sei langem mi E ah ungsg undsä zen aus ühe en An- wendungs ällen und gelang dahe beg ei liche weise auch nich übe die G enzen eine selbs genügsamen Ve wal ungs ou ine hinaus.42 S o lich gesehen, beginn alle au bauende Handwe ks- und gleich ge ich e e Gewe bepoli ik mi Maßnahmen zu O dnung und Ve bes- se ung de Be u sausbildung des gewe blichen Nachwuchses. Hie bei wi d bei den Leh lingen ange angen, spä e olgen die Selbs ändigen, und e s un e hochen wickel en gewe bepoli ischen Ve häl nissen geh man dazu übe , auch die Lücke zwischen beiden Ausbildungs- s adien zu schließen, indem die Be u sbildung de Gesellen einbe- zogen wi d. Die Tendenz zu imme s enge en Sys ema isie ung is übe all e kennba , in Deu schland ha sie den höchs en Vollkommen- hei sg ad e eich . Diese Vo ang de be u sbildenden Angelegenhei- en s imm mi den ealen Möglichkei en eine gesam wi scha s- poli isch unbedenklichen und dennoch wi ksamen Gewe bepoli ik in- so e n übe ein, als de en scheidende Konku enz ak o in de klein- be ieblich-dezen alisie en Gewe bewei in de Ta bei de pe sön- lichen be u lichen Leis ungs ähigkei zu suchen is .43 Auch un e heu- igen Ve häl nissen wi scha e de gewe bliche Allein- ode Klein- anbie e — o z echnische In ensi ie ung de We ks a anlage — nich so seh un e Kapi aleinsa z als un e Einsa z de indi iduellen Be u sleis ung, die in olgedessen die bes mögliche P lege e heisch . 42 Man e gleiche da au hin beispielsweise die deu sche Handwe ksgese zgebung, in welche sei übe 70 Jah en (GewO-No elle on 1881) s e eo ype Gedankengänge und Fo mulie ungen unablässig wiede keh en. 43 Einiges da übe is ausge üh bei We ne : Konku enzp oblem und Be- ähigungsnachweis im Handwe k. In: Jah buch ü Sozialwissenscha , Bd. 1, Gö - ingen 1950, S. 293 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 535] Gewe bes uk u und Gewe bepoli ik in eu opäische Sich 23 Leis ungsun ähige Handwe ke ich en sich un e einande zug unde, ohne daß es des Eing ei ens indus ielle ode komme zielle Kon- ku enzk ä e beda . Die gewe bepoli ischen Vo keh ungen zu Nu z und F ommen des Handwe ks s immen in diese Hinsich übe all in den eu opäischen Lände n übe ein. Abe die Fo de ungen und auch die ealen Bedü nisse de Klein- gewe be eibenden sind dami nich e schöp . Gewe bepoli ik e - such dahe as imme auch di ek e ökonomische E leich e ungen zu e mi eln, womi sie un e sehens in den Ge ah enbe eich de Schu zpoli ik im nega i en, d. h. unzei gemäßen Sinne ge ä . Es schein , daß eine gewe bepoli ische Zone des Schu zbedü nisses und de ( e mein lichen) Schu zgewäh ung e s du chsch i en sein muß, be o die Handwe kspoli ik — s ell e e end ü alle gleichgea - e e Gewe bepoli ik p oduk ionelle und komme zielle Obse anz — au das eie Feld de We bewe bspoli ik hinauszu e en e mag. In de Bundes epublik is diese Vo gang eben je z zu beobach en. Abgesehen on sozialpoli ischen Funk ionen, die eilweise als Res bes ände his o ische A aus ühe en Au gaben de Ko po a- ionen üb ig geblieben sind, und Au gaben de In e essen e e ung allgemeine A p legen die Be u s e bände sich neue dings mi s aa - liche Fö de ung de be iebs echnischen und be iebswi scha lichen P oblema ik des kleinbe ieblichen Wi kens zuzuwenden. Die skandi- na ische und die mi eleu opäische Zone de Gewe bepoli ik sind in diese En wicklung be ei s s a k eingespann , wäh end die wes eu o- päische Zone o läu ig zu ücks eh . Auße de Schweiz machen die Niede lande neue dings in ensi e Ans engungen, Ve säum es au zu- holen und den Anschluß an die ich ungweisende En wicklung im üb igen Eu opa zu gewinnen. Das Sachgebie is gewisse maßen als Ve länge ung de Be u sbildung au zu assen, indem auße de sub- jek bezogenen Leis ungse üch igung je z auch die objek bezogene Leis ungs e besse ung du ch Kos ensenkung (Ra ionalisie ung im Handwe k) zum Gegens and gewe bepoli ische Beein lussung ge- mach wi d. Neben dem pe sonellen Elemen de Handwe ksleis ung e lang im Zuge wachsende Expansion und In ensi ie ung echni- sche Gegebenhei en und E o de nisse nunmeh das appa a i e Ele- men eben alls Beach ung und P lege. Ganz neua ige Themen zukun ge ich e e eu opäische Ge- we bepoli ik e en dami ans Lich und d ängen au wissenscha liche Klä ung. Im olgenden soll ein ged äng e Übe blick übe die ge- we bepoli ische Si ua ion in den wich igs en eu opäischen S aa en den o liegenden Ab iß beschließen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 24 Wilhelm Wem e [536 6. Dank ühzei ig e wi klich e zwischens aa liche Zusammen- a bei e läu die gewe bepoli ische En wicklung in den no di- schen Lände n sei An ang des Jah hunde s in gleicha igen Bahnen. Sei 1912 bes ehen als pe manen e Ein ich ungen eiwillige Selbs hil e die „No dischen Handwe ke kon e enzen", die in d ei- jäh igen Abs änden zusammen e en, und de „No dische Handwe - ke a ", de on den P äsiden en de angeschlossenen Landeso gani- sa ionen Dänema k, Finnland, Island, No wegen und Schweden ge- bilde wi d.44 Die Zusammena bei wi d gegenwä ig on übe 100 000 Mi gliede n de genann en Zen alo ganisa ionen ge agen. Im Gegen- sa z zu wes eu opäischen Zone, in welche das mi els ändische O - ganisa ionsp inzip (Handwe k, De ailhandel und ähnliche Zweige) übe wieg , und zu mi eleu opäischen Zone mi ih en, einen Hand- we ke o ganisa ionen e olg die no dische Zone das o ganisa o- ische P inzip des Zusammenschlusses de kleinen P oduk ionsbe- iebe in Handwe k und Kleinindus ie; das Handels- und das Ve - keh sgewe be s ehen auße halb diese O ganisa ion. De s ändige Aus ausch gewe bepoli ische Gesich spunk e und E ah ungen ha sowohl zu inne en Fes igung de no dischen Handwe ks e häl nisse wie auch zu posi i en Resonanz de handwe kspoli ischen Bes e- bungen in de Ö en lichkei wi ksam beige agen. In Dänema k is de in de Reichs e assung on 1848 '49 niede geleg e G undsa z de Gewe be eihei du ch das Gewe bege- se z on 1857 p ak isch du chge üh wo den. Die maß olle Anwen- dung ha einen e häl nismäßig eibungs- und spannungslosen Übe - gang on den Zün en zu neuzei lichen Handwe kso ganisa ionen e - möglich , sei hunde Jah en is eine beme kenswe e gewe bepoli- ische Kon inui ä zu beobach en. Sowohl die Zusammenschlüsse als auch das Meis e p ü ungswesen sind eiwillige Na u , lediglich das Leh lingswesen und die abschließende Gesellenp obe sind gese zlich — zule z 1937 — ge egel . Handwe ke - und Indus ie e eine haben ein um assendes und o bildliches gewe bliches Schulwesen au ge- bau , daneben spiel de genossenscha liche Zusammenschluß sowohl de Selbs ändigen als auch de Gesellen (in P oduk i genossenscha - en) eine dem Lande eigen ümliche Rolle. Eine we olle E gänzung des Be u sbildungswesens ha das 1906 als e s e Ein ich ung diese A geg ünde e „Teknologische Ins i u " in Kopenhagen he beige- 44 Ande son, S.: ,Die Wi ksamkei des no dischen Handwe ke a es und de no - dischen Handwe ke kon e enzen usw. In: Be ich übe die in e na ionale Tagung usw., a. a. 0. S. 228 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 543] Gewe bes uk u und Gewe bepoli ik in eu opäische Sich 31 ung (examen de capaci é) abgeleg haben und 24 Jah e al sein. Die Handwe kskamme s ell eine Meis e p ü ungso dnung au und e- gel die Zusammense zung de P ü ungsausschüsse. Bes immungen übe die Scha ung eine besonde en K edi o ganisa ion ü das Hand- we k und die Be eiligung an ö en lichen Au ägen unden das Ge- se z ab. Die g undsä zliche Au assung de Schweiz zu den Haup he- men de neuzei lichen Gewe bepoli ik dü e im A bei sp og amm des Schweiz. Gewe be e bandes on 1931 zum Ausd uck geb ach sein: De Ve band s eh au dem Boden de P i a wi scha , des P i a eigen ums und de Handels- und Gewe be eihei ; die wi - scha liche Tä igkei des einzelnen da sich indessen nich in sch an- kenlose Weise äuße n.59 In Ube eins immung mi de kon inen al- eu opäischen En wicklung sei dem Ende des e s en Wel k ieges d än- gen die gewe blichen Ve häl nisse auch in de Schweiz imme s ä ke zu eine leis ungsp legenden O dnung, die — je länge , je meh — nich ohne Mi wi kung de S aa sgewal e wi klich we den kann. Da aus e klä sich die langwie ige Auseinande se zung um eine p o- ek ionis ische Re ision de Wi scha sa ikel de schweize ischen Ve assung, die nach e wa 15jäh ige Daue zu dem E gebnis ge üh ha , daß de Bund (nö igen alls in Abweichung on de Handels- und Gewe be eihei ) Vo sch i en e lassen kann „zum Schu ze wi scha - lich bed oh e Landes eile und zu E hal ung wich ige , in ih e Exis enz ge äh de e Wi scha szweige und Be u sg uppen".60 Hie - bei is alle dings Vo ausse zung, daß solche Zweige und G uppen die- jenigen Selbs hil emaßnahmen ge o en haben, die ihnen billige - weise zugemu e we den können. In diese Sich wi d gegenwä ig um ein Bundesgese z übe den Fähigkei sausweis in ie Handwe kszwei- gen ge ungen, die als besonde s ge äh de gel en61. Es handel sich hie bei um die Ein üh ung des sogenann en g oßen Be ähigungsnach- weises, de die selbs ändige Ausübung eines Handwe ks an die Ab- legung de Meis e p ü ung knüp . Das Be u sausbildungswesen ha , nachdem es meh e e Jah zehn e hindu ch eiwillig o ganisie wa , du ch das „Bundesgese z übe die be u liche • Ausbildung" om 26. Juni 1930 eine es e G undlage e hal en, die in d ei Ve o dnun- gen on 1932, 1936 und 1951 e wei e wo den is . Sei he sind 69 A bei sp og amm des Schweize ischen Gewe be e bandes, angenommen du ch die Jah es e sammlung om 14. Juni 1931 in Lausanne. Zi . A 1 und 2. 60 D ucksachen de Eidg. Bundes e sammlung N . 3616 und 4788. 81 Blanc, Ch.: De Fähigkei sausweis. Sepa a d uck aus de „Schweiz. Gewe be- Zei ung", o. 0. (Be n), o. J. (1952). (Mi En wu des Bundesgese zes . 11. Juli 1952.) OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 32 Wilhelm We ne [544 auch die eiwilligen Meis e p ü ungen gese zlich ane kann , so daß de Ve wi klichung des Fähigkei sausweises keine ausbildungs ech- nischen Hinde nisse im Wege s ehen.62 Auch das neuzei liche Gebie de Gewe be ö de ung63 be inde sich in güns ige En wicklung, wobei die kau männischen Gesich spunk e und die wi scha spoli ische Fö de ung im Vo de g und s ehen. Die be iebs echnische Fö de ung is e s in Ansä zen o handen, die wissenscha liche P lege on Ge- we be agen nimm eine wich ige S ellung in den gesam eu opäischen Bemühungen diese A ein.64 Be inden sich Holland, F ank eich und die Schweiz deu lich im Übe gang zu mi eleu opäischen Zone de Gewe be- und Handwe ks- poli ik, so ha Luxembu g diese Eino dnung be ei s ollzogen. De G ündung eines Allgemeinen Handwe ke e bandes 1906 olg e 1924 die E ich ung eine Handwe kskamme , de en S ellung und Au gabe e wa dem deu schen Kamme sys em en sp ich . 1929 e ging ein Leh lingsgese z, 1935 das Gese z übe die Ein üh ung de Mei- s e p ü ung im Handwe k. Sei 1938 bes eh de g oße Be ähigungs- nachweis in de deu schen Bedeu ung, d. h. als gene elle Vo aus- se zung ü die selbs ändige Ausübung eines Handwe ks als s ehendes Gewe be. De le z e K ieg ha diese olge ich ige En wicklung o - übe gehend ges ö ; mi Gese z om 8. Ok obe 1945 wu de sodann die ühe e O dnung wiede he ges ell .65 Zu e wähnen wä e auße - dem die Scha ung eine Handwe ke -P lich e siche ung du ch Ge- se z om 21. Mai 1951, mi welche das kleine Land beispielha o - angegangen is .66 Das al e Ös e eich-Unga n e üg e bekann lich au G und de Gewe beo dnungs-No elle on 1883 übe den sogenann en Ve wen- dungsnachweis im Handwe k, de unge äh dem deu schen Be ähi- gungsnachweis en sp ich . Die Nach olges aa en ha en diese Regelung as einhellig übe nommen, so daß de Be ähigungsnachweis bis zu 62 Schweize ische Gewe be e band: Die Fö de ung de Meis e p ü ungen. He 1 de Sch i en eihe: „Die be u liche Aus- und Wei e bildung". Be n 1953. 03 Schi me , C.: Bedeu ung und S and de Gewe be ö de ung in de Schweiz. Sch i en ü gewe bl. K edi -, Bü gscha s- u. T euhandwesen, He 9. o. O. (Be n), o. J. (1952). 64 Gu e sohn, A.: Die Ziele und A bei sme hoden des neuen Hochschulins i u s ü Gewe be o schung. In: Be ich übe die in e na ionale A bei s agung usw. 1947. S. 30 . 65 Rollinge , R.: Die Lage des Handwe ks im G oßhe zog um Luxembu g. In: Be ich übe die in e na ionale A bei s agung usw. 1947, S. 215 . 86 Das Gese z übe die Handwe ke -Pensionskasse in Luxembu g. In: Gewe bl. Dokumen a ion, Jg. 1951, He 3, S. 58 . — Vgl. e ne Schneide -Kai e , G.: Das Handwe k im G ol^he zog um Luxembu g. Luxembu g 1949. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 545] Gewe bes uk u und Gewe bepoli ik in eu opäische Sich 33 Bolschewisie ung in as ganz Os - und Südos eu opa in Gel ung s and. Das neue Ös e eich beließ die sei 1859 bes ehende Ge- we beo dnung in K a , üh e 1934 gewisse Ände ungen ein und üg e dem bishe bes ehenden Be ähigungsnachweis 1937 ein „Un e - sagungsgese z" hinzu. Hie nach konn e die G ündung ode Fo üh* ung gewe bliche Be iebe e bo en we den, so e n die We bewe bs- e häl nisse dies ge ech e ig e scheinen ließen. Ös e eich keh e mi hin o übe gehend zu den p imi i en Fo men de Gewe be egu- lie ung zu ück, ohne das quali izie e Ve ah en p eiszugeben. Sodann muß e 1940 o übe gehend eine deu sche Handwe ks e o dnung akzep ie we den, die noch einige Jah e nach K iegsende o be- s and.67 Die e o de liche Be einigung de Rech slage is kü zlich in de Gewe be ech sno elle om 3. Sep embe 1952 du chge üh wo - den: Weg all des Un e sagungsgese zes, Au hebung de eichsdeu - schen handwe ks ech lichen Vo sch i en und Neu assung e schie- dene Bes immungen de Gew.O.68 Hie nach e bleib es im Hand- we k wei e hin beim g oßen Be ähigungsnachweis, de auße ü die „handwe ksmäßigen" auch ü die „gebundenen" Gewe be gil . Das gewe bliche Schulwesen is ebenso wie die s aa liche Gewe be ö de- ung in Ös e eich schon imme o bildlich gewesen. Wi haben es do mi einem um assenden und wohlausgewogenen Sys em hand- we kspoli ische Maßnahmen zu un, denen nich an le z e S elle die hohe Quali ä de he o geb ach en Leis ungen zu danken sein dü e.69 Die handwe kspoli ische En wicklung in Deu schland da hie als in g oßen Zügen bekann o ausgese z we den. Sie weis sei dem „gewe bepoli ischen Nullpunk " on 1869 — die Ausübung eines Gewe bes is jede mann ges a e — einen wei hin kon inuie - lichen Ve lau au , de in de ö en lich ech lichen Handwe kso d- nung on 1952 mi de Bes ä igung des Be ähigungsnachweises gip el .70 O ganisa ionspoli isch gib es keine Zwangsinnungen meh , das be u liche Ausbildungswesen is aus de Gewe beo dnung he aus- genommen und dem selbs ändigen Handwe ks ech ein e leib wo - den. Es weis dami un e allen Lände n die g öß e Geschlossenhei au . An de neuzei lichen Gewe be ö de ung sind sowohl die Selbs - e wal ungso gane als die Be u s e bände als auch de S aa be eilig , 87 S ephan, A.: De Weg zu wi scha lichen Selbs ändigkei . Die G ündung on Be ieben nach ös e . Gewe be ech usw. Wien 1950. 68 Gewe bliche Dokumen a ion, Jg. 1952, He 2, S. 38 . 69 ös e . Gewe be e ein: 110 Jah e ös e . Gewe be e ein. o. 0. (Wien) 1949. 70 Zen al e band des deu schen Handwe ks: Die deu sche Handwe kso dnung, o. 0. (Bonn) 1953. Schmolle s Jah buch LXXIII, 5 3 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 34 Wilhelm We ne [546 so daß mi eine wachsenden Ve ie ung de p ak ischen Wi kungen ge echne we den kann.71 Von e hebliche gewe bepoli ische T ag- wei e is e ne das „Gese z übe die Kau mannseigenscha on Handwe ke n" om 31. Mä z 1953, mi dem übe hol e Bes immun- gen des HGB on 1897 besei ig wo den sind. Es b ing die Ane ken- nung des Handwe ks auch als Handelsgewe be und seine sons ige handels ech liche und i men ech liche Gleichse zung mi allen üb i- gen Gewe bezweigen — ein übe zeugende Ausd uck ü den e olg- eichen Anpassungsp ozeß, de om Handwe k sei de Jah hunde - wende in Deu schland ollzogen wo den is .72 Nich unin e essan mag die hie zu beobach ende E scheinung sein, daß de gewe be- poli ische Mi els andsgedanke gewisse maßen au eine höhe en Ebene wiede keh , nachdem iele Jah zehn e lang die dazugehö igen Gewe beg uppen ih e selbs ändige achliche En wicklung ollzogen haben. Die Scha ung eine dem Handwe k ähnlichen Be u so dnung s eh nunmeh auch ü den Einzelhandel zu E ö e ung, ande e Be u sk eise äuße n ähnliche Wünsche. Man wi d dahe gu un, sich on übe hol en Au assungen eizumachen und diese P oblema ik nich meh p imä un e dem Gesich spunk eine Ve le zung de Gewe be eihei zu sehen, die längs nich meh — nehm alles nu in allem! — das e bindliche G undgese z de mode nen Wi scha da s ell . Ohne sie mi dem Ka ellp inzip zu e wechseln, wi d man die Be u so dnungen des dezen alisie en Gewe bes kün ig zweck- mäßig un e dem Gesich spunk zu be ach en haben, daß de We - bewe b allen halben eine gese z en O dnung beda . Die spezi i- schen Bedü nisse des Kleingewe bes weisen, im Gegensa z zum Ka - ellbedü nis de G oßwi scha , in die Rich ung es ge üg e Aus- bildungso dnungen, die die Du ch üh ung eines quali a i bes imm en We bewe bs gewäh leis en sollen. Da eine quan i a i e Regelung in de A de Ka ellpoli ik hie nich möglich und emp ehlenswe is , soll e de Be ähigungsnachweis und alles, was dami zusammen- häng , o an in seine we bewe bspoli ischen Eigenscha als Qua- li ä sschleuse gesehen und beu eil we den, die ühe en „Schu zb- und Abschließungs o s ellungen sind an iquie . So komm de mi eleu opäischen Zone de Gewe bepoli ik die Eigenscha zu, daß ih e G undsä ze und Lösungen den E o de - nissen und Gegebenhei en de mode nen Wi scha swel am s ä k- s en angepaß sind und dahe als die o sch i lichs en gel en kön- 71 Bundeswi scha sminis e ium: Zu Gewe be ö de ung im Handwe k, un e besonde e Be ücksich igung de handwe ks echnischen En wicklung. Al eld/L. 1952. 72 Leßmann, K.: Das Gese z übe die Kau mannseigenscha on Handwe ke n. Vom 31. 3. 1953. — Do mund 1953. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 547] Gewe bes uk u und Gewe bepoli ik in eu opäische Sich 35 nen. Hie bei muß man im Auge behal en, daß es nich meh um die He ausnahme des Handwe ks und Kleingewe bes aus dem Kamp - eld de Wi scha und um seine Abschi mung gegen ab ägliche Konku enzwi kungen geh , sonde n genau umgekeh um seine zweck olle Eino dnung in den Appa a ismus de mode nen Indu- s iewi scha — * nachdem die Vo age, ob diese Gebilde lebens- und we bewe bs ähig seien, hin eichend geklä e schein . 7. Das zwischens aa liche eu opäische Gewe bewesen, um dessen Koo dinie ung bis o ku zem man sich jah zehn elang e geblich bemüh ha e, ha nach dem le z en K iege e heißungs olle Fo - sch i e gemach und konk e e Fo men angenommen. Man nähe sich on zwei Ausgangspunk en eine wachsenden In ensi ie ung de Zu- sammena bei , und zwa on de o ganisa ionspoli ischen und de wissenscha lichen Sei e. Am 5. No embe 1947 wu de die In e na ionale Ge- we beunion (L'Union in e na ionale de Y a isana e des pe i es e moyennes en ep ises indus ielles e comme ciales = UIAPME) in Pa is geg ünde . Ih sind d ei Föde a ionen angeschlossen: die Fé- dé a ion in e na ionale de l'a isana un e holländische Lei ung; die Fédé a ion in e na ionale des pe i es e moyennes en ep ises indu- s ielles un e anzösische Lei ung und die Fédé a ion in e na io- nale des pe i es en ep ises e moyennes comme ciales un e b i i- sche Lei ung. De Si z de UIAPME is in Be n, die o izielle An- e kennung du ch die Ve ein en Na ionen is am 3. Mä z 1950 e - olg . Die Zusammena bei mi eine Reihe in e na ionale G emien is au genommen. De Union gehö en gegenwä ig olgende S aa en an: Deu schland, Ös e eich, Belgien, Dänema k, Finnland, F ank- eich, G oßb i annien, Island, I alien, Liech ens ein, Luxembu g, No - wegen, Niede lande, Saa gebie , Schweden, Schweiz und Tü kei. Ins- gesam we den e wa 4,5 Millionen Gewe be eibende du ch die In- e na ionale Gewe be-Union ep äsen ie .73 Die wissenscha liche Fo schungsa bei au dem Gebie des Ge- we bes wi d gegenwä ig on eine Reihe na ionale Ins i u e und ih en Fo schungss ellen ge agen, on denen zehn in Deu schland, Ös e eich, Belgien, F ank eich, I alien, Schweden und de Schweiz mi de In e na ionalen Gewe be-Union in Ve bindung s ehen. Als lose Ve einigung wissenscha liche und gewe bepoli ische Pe sön- lichkei en, die an de Gewe be o schung in e essie sind, bes ehen 73 In e na ionale Gewe beunion: Annuai e 1953. Be n o. J. (1953). 3* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52 36 [548 sei 1948 die „Rencon es de S . G a 11" un e Fede üh ung de Schweiz. In den jäh lichen Zusammenkün en wi d insbesonde e die Au gabe gep leg , eine uch ba en in e na ionalen Zusammen- a bei in de wissenscha lichen Gewe be o schung die Wege zu eb- nen. Au dem Gebie e des Be iebs e gleiches sind beispielsweise in diese Hinsich be ei s g ei ba e E gebnisse e ziel . Daneben a bei en die Fo schungsein ich ungen benachba e Lände (z. B. Deu sch- land-ös e eich-Schweiz, Benelux-S aa en) in konk e en Einzel agen lau end zusammen.74 74 Rencon es de S . Gall: P o okolle de Ve handlungen, h sg. . Schweiz. In- s i u . gewe bl. Wi scha a. d. Handels-Hochschule S . Gallen. Weggis 1948, Weiß- bad 1949, Scan s 1950, Lugano 1952, Chexb es 1953. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.5.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:07:52