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Zwickauer Forum Interkulturelle Kommunikation und Sprache Nr. 1 Spanische Fachkräfte in der Krankenpflege in Deutschland: Erwartungen und Erfahrungen Sabine Dieng-Weiß Zwickau Westsächsische Hochschule Zwickau Fakultät Angewandte Sprachen und Interkulturelle Kommunikation 2019 ISBN: 978-3-946409-03-8
Zwickauer Forum Interkulturelle Kommunikation und Sprache (ISSN 2700-5968) ist eine Online-Reihe der Fakultät Angewandte Sprachen und Interkulturelle Kommunikation der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Ziel dieser Reihe ist, in unregelmäßigen Abständen aktuelle Forschungsbeiträge (Arbeitspapiere, Monographien, Sammelbände) aus den Bereichen (Angewandte) Sprachwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation sowie didaktische Materialien aus den Lehrgebieten der Fakultät einem interessierten Publikum zugänglich zu machen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den an der Fakultät vertretenen Sprachen und Kulturräumen (Chinesisch, Deutsch, Deutsche Gebärdensprache, Englisch, Französisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch und Tschechisch). Die Reihe ist dem Open-Access-Prinzip verpflichtet, das weltweit einen barrierefreien Zugang ermöglicht. Die Publikationen werden unter Creative CommonsLicense CC-BY-nc-nd (Namensnennung, nicht kommerziell, keine Bearbeitung 3.0 Deutschland) und mit ISBN-Nummer publiziert. Die Publikationssprachen sind schwerpunktmäßig Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Portugiesisch und Spanisch. Zitationsvorschlag: Dieng-Weiß, Sabine (2019): Spanische Fachkräfte in Deutschland: Erfahrungen und Erwartungen spanischer Krankenschwestern . Zwickau: Westsächsische Hochschule Zwickau, Fakultät Angewandte Sprachen und Interkulturelle Kommunikation (ZwIKSprache; 1), unter: http://www.fh-zwickau.de/zwiksprache. © Sabine Dieng-Weiß ISBN: 978-3-946409-03-8 Commons-License CC-BY-nc-nd (Namensnennung, nicht kommerziell, keine Bearbeitung 3.0 Deutschland)
Herausgeber der Reihe Martin Bauch, Lehrkraft für besondere Aufgaben in Deutsch als Fremdsprache Ines Busch-Lauer, Professur für Englisch und Kommunikation Gabriele Berkenbusch, Professur für Romanische Sprachen mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsspanisch Juan Cao, Vertretungsprofessur für Chinesisch (2016-2019) Hui-Fang Chiao, Professur für Chinesisch Doris Fetscher, Professur für Interkulturelles Training mit dem Schwerpunkt romanischer Kulturraum und International Business Administration Peiqi Han, Vertretungsprofessur für Chinesisch Thomas Johnen, Professur für Romanische Sprachen mit den Schwerpunkten Wirtschaftsspanisch und Wirtschaftsportugiesisch Susann Müller, Vertretungsprofessur für Gebärdensprachdolmetschen Alejandro Oviedo Palomares, Professur für Gebärdensprachlinguistik Nadine Rentel, Professur für Romanische Sprachen mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsfranzösisch Rachel Rosenstock, Professur für Gebärdensprachdolmetschen Thomas Temming, Vertretungsprofessur für Gebärdensprachdolmetschen Doris Weidemann, Professur für Interkulturelles Training mit dem Schwerpunkt chinesischer Kulturraum und International Business Administration
Spanische Fachkräfte in der Krankenpflege in Deutschland: Erwartungen und Erfahrungen Sabine Dieng-Weiß Zwickau Westsächsische Hochschule Zwickau Fakultät Angewandte Sprachen und Interkulturelle Kommunikation 2019 ISBN: 978-3-946409-03-8
6 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung ............................................................................... 11 2. Die spanische Arbeitsmigration nach Deutschland ....................... 12 2.1 Bisheriger Forschungsstand ................................................. 12 2.2 Die spanischen Gastarbeiter ................................................ 14 2.3 Die aktuelle spanische Migration .......................................... 17 3. Der Fachkräftemangel in Deutschland ........................................ 19 3.1 Bedeutung des Fachkräftemangels ....................................... 19 3.2 Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel ............................ 21 4. Die Anwerbung ausländischer Fachkräfte nach Deutschland ......... 23 4.1 Deutschland als Einwanderungsland ..................................... 23 4.2 Initiativen zur Anwerbung ausländischer Fachkräfte ............... 26 4.2.1 Spanien als Ziel der Fachkräfteinitiativen ........................ 26 4.2.2 Hürden der erfolgreichen Umsetzung der Fachkräfteinitiativen ..................................................................................... 27 4.3 Betrugsfälle bei der Anwerbung spanischer Fachkräfte .......... 30 5. Interviews zum Thema „Trabajar en Alemania“ ........................... 32 5.1 Forschungsvorhaben ........................................................... 32 5.2 Theoretische Grundlagen .................................................... 32 5.2.1 Die qualitative Sozialforschung ...................................... 32 5.2.2 Das Leitfadeninterview.................................................. 33 5.2.3 Themenkomplexe der Fragenkataloge ............................ 34 5.3 Beschreibung der Interviews ............................................... 35 5.3.1 Die Interviewpartner..................................................... 35 5.3.2 Ablauf der Interviews ................................................... 36 5.4 Auswertung des Interviewmaterials ...................................... 37 5.4.1 Gesprächsinventar ........................................................ 37 5.4.2 Transkription ............................................................... 38 5.5 Ergebnisse der Interviews ................................................... 39 5.5.1 Themenschwerpunkte ................................................... 39
7 5.5.2 Angst vor Betrug .......................................................... 39 5.5.3 Vorbereitung auf Deutschland .................................... …..41 5.5.4 Erwartungen an Deutschland ........................................ .43 5.5.5 Erfahrungen in Deutschland ......................................... .49 5.5.6 Aufgetretene Probleme .............................................. ….56 5.6 Schlussfolgerungen ............................................................ 62 6. Resümee ................................................................................ 64 Bibliographie............................................................................... 67 Anhang................................................................................................71
8 Zusammenfassung Im Zuge der europäischen Wirtschaftskrise kam es seit dem Jahr 2008 zu einem Anstieg arbeitsbedingter Migrationsbewegungen aus südeuropäischen Ländern in ökonomisch stabilere Staaten, wie zum Beispiel Deutschland. In der Bundesrepublik herrscht dahingegen ein durch den demografischen Wandel verursachter Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Die gezielte Anwerbung gut ausgebildeter Arbeitskräfte aus dem Ausland ist eine der Maßnahmen gegen diesen Fachkräftemangel. Insbesondere im Gesundheitssektor werden im Rahmen sogenannter „Fachkräfteinitiativen“ ausländische Mitarbeiter angeworben. Der Fokus der vorliegenden Forschungsarbeit liegt auf der Anwerbung spanischer Fachkräfte nach Deutschland. Anhand von qualitativen Interviews mit spanischen Krankenschwestern werden der Recruitingprozess und der spätere Arbeitsalltag genauer untersucht. Hierbei zeigt sich, dass die Erwartungen dieser jungen Menschen an ihr Leben in Deutschland oftmals unerfüllt bleiben. Schlagwörter Spanische Arbeitsmigration – Fachkräftemangel in Deutschland – Anwerbung ausländischer Pflegekräfte – Hohe Arbeitslosigkeit in Spanien – Demografischer Wandel – Wirtschaftskrise – Arbeitsbedingte Migrationsbewegungen – Migrationshintergründe
9 Abstract In the course of the European economic crisis, since the year 2008, there has been an increase in work-related migration flows from southern European countries to economically more stable countries, such as Germany. In the Federal Republic, on the other hand, there is a shortage of skilled labor caused by demographic change. One of the measures against this shortage of skilled workers is the targeted recruitment of professionals from abroad. Particularly in the health sector, foreign employees are recruited as part of so-called "skilled worker initiatives". The focus of this research is the recruitment of Spanish professionals to Germany. On the basis of qualitative interviews with Spanish nurses, the recruiting process and the work routine are examined more closely. This shows that the expectations of these young people for their lives in Germany often remain unfulfilled. Key words: Spanish labor migration - shortage of skilled workers in Germany - recruitment of foreign nurses - high unemployment in Spain - demographic change - economic crisis - work-related migration - migrant backgrounds 书名: 在德国工作的西班牙专业人才:西班牙护士的经验和期望 关键词: 西班牙人的工作迁移 – 德国的专业人才稀缺 - 国外护理人员引进 – 西班牙的高失业率 – 人口结构变化 – 经济危机 – 因工作而起的移民动机 – 移民背景
16 erfolgt jedoch nicht die im Vorfeld geplante Rückkehr sämtlicher Gastarbeiter, da einige von ihnen sich dazu entscheiden, in Deutschland zu bleiben. Einer der bedeutendsten Gründe dafür ist der zu dieser Zeit unsichere rechtliche Status von Spaniern in Deutschland und die damit verbundene Gefahr, die erworbenen Aufenthaltsrechte im Gastland mit der Rückkehr ins Heimatland zu verlieren. Weiterhin besteht die Furcht vor dem Verlust erarbeiteter Ansprüche der deutschen Rentenversicherung und dem sehr hohen finanziellen Aufwand, welcher mit einem Rückzug ins Heimatland verbunden ist (cf. Petuya Ituarte/ Muñoz Sánchez/ Montero Lange 2014: 267). Die spanischen Gastarbeiter verkörpern Pfeffer-Hoffmann (2014b: 13) zufolge aufgrund „ihres überragenden Bildungsund Integrationserfolgs“ in Deutschland „eine modellhafte Rolle“ (Pfeffer-Hoffmann 2014b: 13). Ihre Integration in Deutschland ist zwar zu Beginn durch Sprachprobleme und Schwierigkeiten bei der Anpassung an den deutschen Lebensstil erschwert (cf. Petuya Ituarte/ Muñoz Sánchez/ Montero Lange 2014: 264-270), aber es gelingt ihnen, schneller als anderen Einwanderungsgruppen im Berufsleben Fuß zu fassen (cf. Petuya Ituarte/ Muñoz Sánchez/ Montero Lange 2014: 260). Weiterhin ist ihr Einsatz für die Schulbildung ihrer Kinder, welche anfänglich nicht durch die Bundesrepublik abgesichert wird (cf. Martinez Calero/ Rohloff 2014: 335), einzigartig unter den damaligen Gastarbeitern in Deutschland und ihre Nachkommen erreichen im Vergleich mit anderen Migrantengruppen überdurchschnittlich hohe Bildungserfolge (cf. Martinez Calero/ Rohloff 2014: 316-318).
17 2.3 Die aktuelle spanische Migration Das Thema der spanischen Arbeitsmigration nach Deutschland hat in den letzten Jahren großes Interesse der Medien geweckt. Wie viele Spanier jedoch wirklich seit der Krise in die Bundesrepublik eingewandert sind, bleibt aufgrund verschiedener Statistiken spanischer und deutscher Ämter umstritten. Dies ist v.a. damit zu begründen, dass keine Meldepflicht für die Migration besteht (cf. Montero Lange 2014: 33-43). González-Ferrer vergleicht Informationen des spanischen Nationalen Institutes für Statistik (INE) und des deutschen Statistischen Bundesamtes (Destatis), die stark voneinander abweichen. In der Zeit von 2008 bis 2012 zählte das INE nur 17.074 nichtdeutsche Personen, die von Spanien nach Deutschland auswanderten, während das Destatis in dieser Periode 85.397 spanische Einwanderer verzeichnete (cf. González-Ferrer 2013: 6). Was feststeht ist jedoch, dass die Zahl der Rückkehrer im Zuge der Wirtschaftskrise gesunken ist (cf. GonzálezFerrer 2013: 1) und dass die spanischen Migranten in Deutschland zu den am stärksten anwachsenden Einwanderungsgruppen aus den südlichen Ländern der EU gehören (cf. Kraußlach/ Stapf 2014: 212-213). Die neue Generation der Migranten hat gemäß Pfeffer-Hoffmann (2014b: 11) verschiedenartige Gründe für die Auswanderung nach Deutschland als frühere Einwanderer. Das bedeutet auch, dass nicht nur die Krise im Anschluss an den Bankencrash von 2008 ein Motiv für ihre Migration ist. Als Hauptgründe gelten zwar weiterhin „Arbeit und Bildung“ (cf. Pfeffer-Hoffmann 2014b: 11), aber einige der heutigen Einwanderer entscheiden sich auch aus freien Stücken zu migrieren.
18 Die Gemeinsamkeit vieler Migranten ist, dass sie als Folge der Krise häufig länger in Deutschland verweilen, da die wirtschaftliche Situation ihrer Heimatländer eine Rückkehr erschwert (cf. Pfeffer-Hoffmann 2014b: 11). Heutige spanische Migranten verfügen oftmals über höhere Bildungsabschlüsse und entstammen allen gesellschaftlichen Schichten, doch zum Großteil der Mittelschicht (cf. Pfeffer-Hoffmann 2014b: 11-12). Sie werden im Rahmen von vielfältigen Initiativen angeworben und stehen angesichts ihrer Migration innerhalb der EU kaum Restriktionen gegenüber. Denn im Gegensatz zu früher ermöglicht ihnen der in der EU bestehende Grundsatz der Arbeitnehmerfreizügigkeit (cf. PfefferHoffmann 2014b: 12), welcher im „Artikel 45 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union“ festgehalten wurde, in jedem beliebigen Land der EU ohne vorherige Genehmigung ein Arbeitsverhältnis aufzunehmen, mit oder ohne Arbeitsverhältnis zu leben und in Bezug auf gesetzliche Rahmenbedingungen die gleiche Behandlung wie ein Staatsangehöriger des jeweiligen Landes zu erfahren (cf. Europäische Kommission 2015). Die bisherigen Kenntnisse zu den heutigen spanischen Migranten zeigen auf, dass eine Verbesserung des Anwerbungsprozesses spanischer Fachkräfte notwendig ist (cf. Kraußlach/ Stapf 2014). Als Beweis dafür, dass die Anwerbung erfolgreich sein kann, dient die spanische Gastarbeitergeneration, welche mit weitaus weniger Möglichkeiten der Selbstentfaltung nach Deutschland kam und außerordentliche Errun-
19 genschaften erzielte (cf. Pfeffer-Hoffmann 2014: 12-13). 3 Der Fachkräftemangel in Deutschland 3.1 Bedeutung des Fachkräftemangels Der sogenannte Fachkräftemangel in Deutschland ist in den letzten Jahren ein viel diskutiertes Thema. Im Rahmen dieser Diskussion existiert keine einheitliche Definition des Begriffes „Fachkräftemangel“. Daher wird er oftmals nicht von einem „Arbeitskräftemangel“ und konjunkturell bedingten „Fachkräfteengpässen“ abgegrenzt (cf. Kettner 2012: 15-16). Die Bezeichnung Fachkraft steht laut Kettner (2012: 15) [k]einesfalls […] nur im Zusammenhang mit Hochqualifizierten“ Arbeitern. Fachkräfte existieren in allen Arbeitsfeldern, welche spezielle Qualifikationen bzw. Kenntnisse für die Ausübung einer Tätigkeit voraussetzen. Um einen Fachkräftemangel handelt es sich dann, wenn es „quantitativ nicht genügend Fachkräfte gibt (Kettner 2012: 15). Dies bedeutet die Nichtbesetzung freier Arbeitsplätze, welche durch fehlende Bewerbungen oder nicht ausreichende Qualifikationen der Bewerber zu begründen ist. Weiterhin kann ein Fachkräftemangel entstehen, wenn die Fähigkeiten eines Angestellten aufgrund von weiterentwickelten Voraussetzungen nicht mehr ausreichend für die Ausübung einer Tätigkeit sind (cf. Kettner 2012: 15-16).
20 Infolge eines Mangels an qualifizierten Arbeitskräften passen sich Unternehmen z. B. durch die Verlängerung von Arbeitszeiten oder die Verringerung der Produktion an die Arbeitsmarktsituation an und daher ist die Entwicklung eines Fachkräftemangels zu einem dauerhaften Zustand unmöglich. Außerdem ist ein Fachkräftemangel von einem Arbeitskräftemangel und einem Fachkräfteengpass abzugrenzen. Eine Mangelsituation am Arbeitsmarkt wird als Arbeitskräftemangel bezeichnet, wenn nicht nur die Zahl der vorhandenen Fachkräfte, sondern die aller Arbeitskräfte einer Region, den eigentlichen Bedarf nicht abdecken. Ein Fachkräfteengpass bedeutet wiederum nur eine kurzzeitige Abweichung zwischen der Anzahl offener Stellen und von Bewerbern. Er kann somit problemlos überbrückt werden (cf. Kettner 2012: 15-16). Kubis, Leber und Müller weisen darauf hin, dass schon „kurzbis mittelfristige Engpasssituationen“ (Kubis/ Leber/ Müller 2013: 7) negative Folgen für die Gesamtwirtschaft haben, da sie die Arbeitsmarktbalance ins Schwanken bringen. Ein längeres Anhalten solcher Situationen verursacht Marktversagen und löst letztendlich einen Mangel an Fachbzw. Arbeitskräften aus (cf. Kubis/ Leber/ Müller 2013: 7). In der Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit vom Dezember 2014 wird hervorgehoben, dass nicht überall in Deutschland ein Fachkräftemangel besteht. Am häufigsten werden Fachkräfte verschiedener „Gesundheitsund Pflegeberufe“ sowie „technischer Berufe“ gesucht. Weiterhin wird betont, dass meist Akademiker, aber auch immer häufiger Fachkräfte ohne universitäre Abschlüsse benötigt wer-
21 den (cf. Bundesagentur für Arbeit 2014: 3). Fachkräfteengpässe in den oben genannten Berufsgruppen sind auch noch im Jahr 2018 spürbar, wobei nun auch in vielen Handwerksund Bauberufen ein Mangel an Arbeitskräften beklagt wird (cf. Bundesagentur für Arbeit 2018: 6). Dieser fragmentarische Fachkräftemangel ist auf den durch die regressive Zahl Erwerbstätiger und die sich wandelnde Altersstruktur verursachten demografischen Wandel zurückzuführen. Koppel/ Plünnecke (2009: 5) betrachten v.a. den Rückgang des Angebotes an Akademikern als besorgniserregend. Dies begründen sie damit, dass „technologischer Fortschritt und Wirtschaftswachstum“ nur bestehen können, wenn ein entsprechend gutes „Zusammenspiel von technologischen Produktionsmöglichkeiten und hochqualifizierten Mitarbeitern“ (Koppel/ Plünnecke 2009: 5) möglich ist. Hochqualifizierte Arbeitskräfte erledigen jedoch Aufgaben, die nicht ohne größeren Aufwand an andere Mitarbeiter weitergegeben werden können und sind daher nur schwer ersetzbar (cf. Koppel/ Plünnecke 2009: 5). 3.2 Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel Der hohe Bedarf an Fachkräften in Deutschland kann durch verschiedene staatliche Maßnahmen verringert werden (cf. Koppel/ Plünnecke 2009: 5-6; Kettner 2009). Eine dieser Maßnahmen ist auf lange Sicht die Bewirkung eines Wandels in der Familienpolitik. Wenn es Eltern ermöglicht wird, Familie und Arbeit besser miteinander zu vereinbaren, können die Geburtenraten erhöht und dem Bevölkerungsrückgang entgegengetreten werden (Plünnecke/ Seyda 2007: 4). Zusätzlich ist es notwendig, dass bildungspolitische Maßnahmen ergriffen werden.
22 Dies beinhaltet u.a. einen besseren Zugang der Bevölkerung zur Bildung und damit die Erhöhung der „Zahl der Erwerbspersonen und ihre[r] Qualifikationsniveaus“ (Koppel/ Plünnecke 2014: 6). Zu den notwendigen Maßnahmen gehört auch eine Verbesserung der Zugangsmöglichkeiten von Migranten in den deutschen Bildungsund Arbeitsmarkt, um deren Interesse für den Standort Deutschland zu wecken (cf. Koppel/ Plünnecke 2009: 6). In diesem Zusammenhang ist es hinderlich, dass die Bereitschaft der Unternehmen in Deutschland, ausländische Fachkräfte anzuwerben, bisher eher niedrig ist. Die meisten Unternehmen sehen diese Möglichkeit dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken als letzte Maßnahme an und bevorzugen es, eigene Mitarbeiter höher auszubilden (cf. Montero Lange 2014: 25-26). Der ehemalige Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge Manfred Schmidt schreibt, dass die neue Arbeitsmigration unabdingbar für Deutschland sei. Auch wenn das Potenzial der deutschen Arbeitskräfte weiter ausgeschöpft werde, sei es nicht möglich, den bestehenden Mangel in Deutschland auszugleichen. Es ist somit notwendig, die Integration ausländischer Fachkräfte in den deutschen Arbeitsmarkt zu fördern und auf diese Weise die Attraktivität der Bundesrepublik als Zuwanderungsland zu erhöhen. (cf. Schmidt 2014: 5 -7). 4 Die Anwerbung ausländischer Fachkräfte nach Deutschland 4.1 Deutschland als Einwanderungsland Die Anwerbung ausländischer Fachkräfte entwickelt sich zu einer im-
23 mer bedeutenderen Maßnahme gegen den Fachkräftemangel und für die erfolgreiche Umsetzung des Rekrutierungsprozesses sind daher genauere Betrachtungen wegweisend (cf. Pfeffer-Hoffmann 2014b: 1213; Schmidt 2014: 5-7). Der Erfolg der Rekrutierung von qualifizierten Arbeitskräften aus dem Ausland hängt u.a. von der Attraktivität des Einwanderungslandes ab. Dessen Anziehungskraft wird wiederum dadurch bestimmt, in welchem Maße Migranten willkommen geheißen werden und welche Möglichkeiten persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten ihnen der Arbeitsmarkt bietet (cf. Kettner 2012: 41-43). Der Begriff „Willkommenskultur“ ist laut Kober/ Süssmuth (2012: 1315) „ein neues Modewort in der öffentlichen Debatte über Zuwanderung und Integration in Deutschland geworden“, da Deutschland als Aufnahmeland nicht genügend Anziehungskraft vorweist. Auch Kettner (2012) verdeutlicht, „dass die dauerhafte Integration [ausländischer Arbeitskräfte] in den deutschen Arbeitsmarkt und die Gesellschaft nicht ausreichend gut gelingt“ (Kettner 2012: 42). Dies ist durch verschiedene Faktoren zu begründen. Zum einen ist Deutschland für Einwanderer kaum reizvoll, da Menschen mit Migrationshintergrund sowie deren Kindern häufig ein weniger guter Zugang zu Bildungsmöglichkeiten gewährleistet wird, wodurch sie dann geringere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben Zum anderen ist es für Einwanderer schwierig in der Bundesrepublik Fuß zu fassen, weil zusätzlich zu dieser offensichtlichen Benachteiligung das Hindernis kultureller Unterschiede und des
24 Spracherwerbs besteht (cf. Kettner 2012: 43). Die Benachteiligung von Einwanderern ist laut Kober/ Süssmuth (2012) darauf zurückzuführen, dass Deutschland „seit dem Anwerbestopp in den [1970er] Jahren“ ein „Einwanderungsland wider Willen“ ist. Die Möglichkeit der Einwanderung war zu dieser Zeit stark eingeschränkt und da Migranten damals oft über niedrige Bildungsabschlüsse verfügten, werden diese auch heute mit einer niedrigen Qualifizierung assoziiert. Ferner haben einige Deutsche auch heute noch Angst vor dem Fremden. Auch wenn sich der Großteil der Gesellschaft für Zuwanderer ausspricht, sind Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus leider keine veralteten Themen (cf. Kober/ Süssmuth 2012: 13-15). Aus der 2011 vom Deutschen Wirtschaftsinstitut herausgegebenen Studie zu „Fremdenfeindlichkeit und Einstellungen zur Einbürgerung“ geht hervor, dass „die Anzahl der Deutschen mit stark ausgeprägten fremdenfeindlichen Einstellungen [insgesamt]“ (Tucci/ Diehl 2011: 3) abgenommen hat. Die Bevölkerung der Bundesrepublik ist zum Erhebungszeitpunkt aufgeschlossener gegenüber Menschen anderer ethnischer Abstammungen als zur Zeit der 1990er Jahre. Jedoch deute die Tatsache, dass Einheimische immer häufiger eine Anpassung an die deutsche Kultur als bedeutende Voraussetzung für die Einbürgerung von Migranten sehen, auf weiterhin bestehende fremdenfeindliche Haltungen hin (cf. Tucci/ Diehl 2011: 3, 7-8). Die Aufnahme von Menschen anderer kultureller Hintergründe in die
25 deutsche Gesellschaft setzt nicht nur die Toleranz ihrer Anwesenheit, sondern auch die Akzeptanz ihrer Sitten und Bräuche voraus. Denn „Kulturelle[r] Anpassungsdruck“ verhindert die erfolgreiche Integration von Migranten, da er zur Folgen hat, dass sie sich gemeinsam vom Aufnahmeland abschotten (cf. Richter 2013: 52). Weiterhin kann er dazu führen, dass angeworbene Fachkräfte sich nicht willkommen fühlen und nach kurzer Zeit in ihr Heimatland zurückkehren. Daher ist es für den Erfolg der Anwerbung ausländischer Fachkräfte von großer Bedeutung, dass sich die deutsche Gesellschaft anderen Kulturen öffnet und Migranten auf diese Weise besser integriert werden. Zusätzlich müssen aber auch der Staat, durch die Ermöglichung besserer Bildungschancen für Migranten und ihre Familien, und v.a. anwerbende Unternehmen, durch die verstärkte Unterstützung der ausländischen Fachkräfte, dazu beitragen, dass sie sich von Deutschland als Einwanderungsland angezogen fühlen und nach der erfolgreichen Anwerbung auch bleiben (cf. Kettner 2012: 43-44). 4.2 Initiativen zur Anwerbung ausländischer Fachkräfte 4.2.1 Spanien als Ziel der Fachkräfteinitiativen Ausgelöst durch den Fachkräftemangel in Deutschland wurden eine Vielzahl verschiedener Projekte bzw. Programme zur Anwerbung von ausländischen Fachkräften ins Leben gerufen. Durch die bereits im zweiten Kapitel erwähnte Bestandserhebung Neue Arbeitsmigration wurden sie mit Hilfe verschiedener Befragungsmethoden im Zeitraum
32 5 Interviews zum Thema „Trabajar en Alemania“ 5.1 Forschungsvorhaben Das Forschungsthema dieser Arbeit entstand im Rahmen der Interviews zum Thema „Trabajar en Alemania“. In je zwei Gesprächen wurden spanische Krankenschwestern zu ihrer Anwerbung durch ein Krankenhaus in Deutschland befragt. Die ersten Interviews, welche vor Beginn des Arbeitsverhältnisses stattfanden, thematisierten die Erwartungen der Spanierinnen an ihr Leben in Deutschland. Nachdem die Interviewten schon fünf Monate im deutschen Krankenhaus arbeiteten, wurden sie dann erneut befragt, wobei diesmal ein Vergleich ihrer Erwartungen mit den in Deutschland gemachten Erfahrungen im Zentrum des Interesses stand. Die Interviewten sprachen verschiedene Probleme an, welche ich genauer erläutern und dazu nutzen will, den Prozess der Anwerbung aus Sicht der ausländischen Arbeitnehmer darzustellen (cf. Anh., S. 70-141). 5.2 Theoretische Grundlagen 5.2.1 Die qualitative Sozialforschung Das Forschungsvorhaben ist den theoretischen Grundlagen der qualitativen Sozialforschung zuzuordnen. In der qualitativen Sozialforschung steht die nähere Beleuchtung eines Phänomens, wobei es sich hier um die Erfahrungen von spanischen Fachkräften mit der Anwerbung nach Deutschland handelt, im Mittelpunkt. Dabei ist es nicht von Bedeutung, wie oft ein solches Phänomen zum Vorschein kommt, also wie repräsentativ es ist, sondern es geht darum, sich ein genaueres Bild
33 von ebendiesem zu machen. „Es geht um die Logik des Entdeckens“ und aus diesem Grund wird den Befragten im Rahmen der im Nachfolgenden ausgewerteten Interviews die Möglichkeit gegeben, ihre eigenen Erfahrungen und Gedanken zum Thema ausführlich zu äußern. Um eine freie Gesprächsentwicklung zu ermöglichen und eine Manipulation zu vermeiden, entstehen Hypothesen erst im Verlauf des Forschungsprozesses (cf. Rosenthal 42014: 13-14). 5.2.2 Das Leitfadeninterview Zur Durchführung der Forschung wurden Leitfadeninterviews gewählt, denn diese Form des Interviews ermöglicht es, mit Hilfe eines Fragenkataloges „möglichst alle [für die Forschungsfrage] relevanten Aspekte und Themen [anzusprechen]“ (Diekmann 192008: 537) und somit konkret auf das subjektive Erlebnis der Befragten einzugehen. Die Fragen des Kataloges werden an die Gesprächssituationen angepasst, um den Redefluss nicht zu beeinträchtigen. Das heißt, dass sie in ihrer Abfolge und ihrem Wortlaut variieren können und Fragen, die evtl. schon durch vorherige Äußerungen beantwortet wurden, nicht verwendet werden müssen (cf. Diekmann 192008: 537-538). Bei der Durchführung der Interviews ist es somit auch von Bedeutung, dass die Interviewten nicht unterbrochen werden, ihnen durch kürzere Pausen die Möglichkeit gegeben wird, sich mit der Fragestellung auseinanderzusetzen und keine Wertungen der Aussagen von Seiten des Interviewers vernommen werden (cf. Gläser/ Laudel 42010: 173-177). 5.2.3 Themenkomplexe der Fragenkataloge Die Fragenkataloge der Interviews „Trabajar en Alemania“ bestehen
34 aus verschiedenen Themenkomplexen, welche die Funktion haben, einen Einblick in den Prozess der Anwerbung und die Situation der Interviewpartnerinnen zu geben. Fragenkatalog 1 Die vor der Abreise nach Deutschland geführten Interviews werden durch Fragen zur Arbeitssuche, zu den Beweggründen der Interviewten für die Annahme des Arbeitsverhältnisses und zur Vorbereitung auf Deutschland eingeleitet. Danach werden die im Zentrum des Forschungsinteresses stehenden Erwartungen der Interviewten an das Leben in Deutschland thematisiert. Das abschließende Thema ist die Meinung der Familie und Freunde zu dem Arbeitsangebot des deutschen Krankenhauses (s. Anh. 1, S. 70). Fragenkatalog 2 Die Einleitung der zweiten Interviews in Deutschland erfolgt durch eine allgemeine Frage zu den bisherigen Erfahrungen der Befragten und durch die Frage nach dem Nutzen der Vorbereitung auf das Leben in Deutschland. Das zentrale Thema ist hier, inwieweit die vorherigen Erwartungen der Interviewten mit den Erlebnissen in Deutschland übereinstimmen. Weiterhin werden die Interviewten zu der jetzigen Meinung ihrer Familie und Freunde zu ihrer Arbeit befragt. Um herauszufinden, ob die Anwerbung der Interviewten erfolgreich war, beinhaltet der letzte Themenkomplex Fragen zu den Zukunftsplänen der Interviewten (s. Anh. 10, S. 98-99).
35 5.3 Beschreibung der Interviews 5.3.1 Die Interviewpartner Die vier Interviewpartnerinnen sind spanische Krankenschwestern, die über ein Internet-Jobportal auf das Arbeitsangebot des deutschen Krankenhauses stießen. Sie sind im Erhebungsjahr 2014 zwischen 21 und 25 Jahre alt und konnten zum Zeitpunkt der ersten Interviews in Spanien, bis auf die Praktika während ihres Studiums, noch kaum bzw. keine Arbeitserfahrung in ihrem Beruf sammeln (cf. Anh. 2, S. 73, Seq. 8/ 6, S. 102, Seq. 8) . In Deutschland werden sie auf der Intensivstation und in der Chirurgie eingesetzt (cf. Anh. 3, S. 74, Seq. 2). Aufgrund dessen, dass sie bei Erhalt der Arbeitsstelle noch keine Deutschkenntnisse hatten, mussten sie einen dreimonatigen Deutschkurs absolvieren und in dieser Zeit das Sprachniveau B1 erreichen (cf. Anh. 3, S. 74, Seq. 1). Ich lernte die Interviewten während meines Praktikums in der Sprachschule, die ihren Deutschkurs ausrichtete, kennen. Dort war ich eine ihrer Lehrerinnen und schloss Freundschaft mit ihnen. Zur Garantie der Anonymität der Interviewpartner wurden ihre Namen in der gesamten Auswertung der Interviews durch die Buchstaben „A, B, C und D“ ersetzt. Weiterhin erhielt der Ort der Sprachschule in Spanien die Bezeichnung „X“ und der neue Arbeitsort in Deutschland „Z“. 5.3.2 Ablauf der Interviews Im Folgenden wird der Ablauf der Interviews zum Thema „Trabajar en Alemania“ erläutert.
36 Interview 1 Die ersten Interviews fanden im Juli 2014 in einem Café in der Stadt „X“ statt. Zu diesem Zeitpunkt absolvierten die Befragten gerade den zuvor erwähnten Deutschkurs. Die in den Interviews verwendete Sprache ist Spanisch und die mit einem Mobiltelefon aufgezeichneten Aufnahmen sind zwischen 16 und 18 Minuten lang. In manchen der Aufnahmen sind einzelne Abschnitte aufgrund von Hintergrundgeräuschen im Café und Straßenmusik schwer verständlich. Die während der Interviews herrschende Stimmung war im Allgemeinen fröhlich. Die Durchführung der Interviews verlief problemlos und ohne Unterbrechungen (cf. Anh. 2, S. 73-74/ 4, S. 80/ 6, S. 86/ 8, S. 94). Interview 2 Die zweiten Interviews erfolgten im Januar 2015 in Deutschland durch telefonische Skypegespräche. Auch in diesen Gesprächen ist die Interviewsprache Spanisch und die Länge der mit dem Computer aufgezeichneten Aufnahmen beträgt zwischen 16 und 39 Minuten. Durch Probleme mit der Internetverbindung sind kurze Teile mancher Aufnahmen schwer oder gar nicht verständlich. Die Stimmung der Interviewpartnerinnen war größtenteils ernst. Die Mehrheit der Interviews konnte ohne Schwierigkeiten durchgeführt werden (cf. Anh. 11, S. 101/ 15, S. 125/ 17, S. 134). Nur im Interview B/2 wurde das Gespräch kurzzeitig durch die Mitbewohnerin der Interviewten unterbrochen (cf. Anh. 13, S. 110).
37 5.4 Auswertung des Interviewmaterials 5.4.1 Gesprächsinventar Zur Erstellung eines Überblicks über die Interviews wurden Gesprächsinventare nach dem System von Arnulf Deppermann (22001: 32-35) erstellt. Diese dienten als Grundlage für die spätere Auswahl zu transkribierender Abschnitte. Die Gesprächsinventare bestehen aus einem „Deckblatt des jeweiligen Gespräches und [dem] Inventar des Gesprächsablaufes“ (Deppermann 22001: 32). Das Deckblatt stellt eine Art Kurzbeschreibung der jeweiligen Interviews dar. Es enthält die wichtigsten Aufnahmedaten und Rahmenbedingungen der Interviews (cf. Anh. 2, S. 71). Im Inventar des Gesprächsablaufes werden die einzelnen Sequenzen der Interviews mithilfe einer Tabelle genauer analysiert. Die Abschnitte „Nummer“ und „Zeit“ dienen zur Untergliederung sowie zur zeitlichen Einteilung der Sequenzen. Weiterhin werden in der Tabellenspalte „Transkription“ die Zeitspannen der Aussagen erkenntlich, welche für die spätere Analyse niedergeschrieben werden. Der Abschnitt „Sprecher“ zeigt die anonymisierten Abkürzungen der Interviewpartner auf, welche in der jeweiligen Sequenz reden. Unter der Überschrift „Inhalt - Handlung“ werden die Aussagen des Gespräches stichpunktartig wiedergegeben und die Tabellenspalte mit der Bezeichnung „Forschungsfrage“ zeigt, ob die jeweilige Sequenz eine Aussage enthält, welche sich im Sinne der Forschungsfrage als interessant erweist und daher in
38 extenso transkribiert wurde (cf. Anh. 2, S. 71). 5.4.2 Transkription Aus den insgesamt acht Interviews wurden für die Problematik bedeutende Ausschnitte mit selben thematischen Schwerpunkten gewählt und mittels eines Anschauungstranskripts nach den Vorgaben von Carmen Spiegel (2009: 11-12) in Schriftform gebracht. Diese Form der Transkription wurde gewählt, weil die inhaltliche Analyse der Interviews im Mittelpunkt stehen soll und von einer Untersuchung sprachlicher Besonderheiten abgesehen wird. Anschauungstranskripte ermöglichen dies, da sie „nur die Informationen [enthalten], die für die Illustration eines kommunikativen Phänomens unabdingbar sind“ (Spiegel 2009: 11-12) und es somit erleichtern, wichtige Aussagen aus dem hier vorliegenden quantitativ großen Textmaterial herauszufiltern. Aufgrund der Fokussierung auf den Inhalt der Gespräche ist es nicht von Bedeutung, sprachliche Auffälligkeiten, wie z. B. längere Pausen, gleichzeitiges Sprechen oder Unterbrechungen, zu notieren. Darüber hinaus werden für das Thema unwichtige bzw. sich wiederholende Sequenzen entfernt und „[f]ür die Transparenz und Nachvollziehbarkeit des Verbalisierten“ (Spiegel 2009: 11-12) Großund Kleinschreibung sowie Punktund Kommasetzung verwendet . Zur Ermöglichung eines schnellen Überblicks sind die im Anhang vorzufindenden transkribierten Abschnitte der Interviews entsprechend der Reihenfolge der Sequenzen in den Gesprächsinventaren gegliedert
39 (cf. Anh. 2, S. 72-74). 5.5 Ergebnisse der Interviews 5.5.1 Themenschwerpunkte Im Folgenden werden die Ergebnisse der zur Transkription ausgewählten Textstellen vorgestellt. Zu den Themenschwerpunkten der ersten Interviews gehören zum einen die Angst vor Betrug sowie die Vorbereitung auf das Leben in Deutschland, zum anderen zählen die Erwartungen an Deutschland dazu. Die thematischen Schwerpunkte der zweiten Interviews sind die Erfahrungen mit dem Leben in Deutschland und aufgetretene Probleme. Im Abschnitt 5.7 werden dann die Ergebnisse der Interviews zusammengefasst und Schlussfolgerungen gezogen. 5.5.2 Angst vor Betrug Im ersten Interview bestätigen die Aussagen der Befragten, dass die in den letzten Jahren aufgetretenen Betrugsfälle im Zusammenhang mit der Anwerbung spanischer Fachkräfte nach Deutschland offensichtlich ein viel besprochenes Thema der spanischen Medien sowie der Bevölkerung sind und das Thema „Arbeiten in Deutschland“ daher mit einem kritischen Auge betrachtet wird (s. Kapitel 4.4). Dies ist damit zu begründen, dass im Entscheidungsprozess für den neuen Arbeitsplatz bei den meisten Befragten die Angst vor Betrug eine Rolle spielte. Ein Beispiel dafür ist, dass die Interviewpartnerin B der im Internet ge-
40 fundenen Stellenausschreibung des deutschen Krankenhauses anfänglich skeptisch gegenüberstand: Pero, lo que no me gustó es que cuando me metí a la página hubo un problema. Entonces, apareció la oferta de trabajo en todas las comunidades autónomas de España. Entonces, me pareció un poco extraño. Dije: 'a ver si va a ser una trampa’. Y, porque ha habido muchos trabajos trampa con el tema de Alemania.(..) tampoco confía mucho en la oferta (s. Anh. 5, S. 82, Seq. 1). Sie betrachtete das Angebot mit Vorsicht, da sich solche im Zusammenhang mit Deutschland bekannterweise schon oft als Falle erwiesen haben. Die Interviewpartnerin C spricht von ihrer Angst vor betrügerischen Arbeitsvermittlungen. Ferner verdeutlicht sie, dass auch ihre Familie darüber besorgt sei: Anteriormente hayan empresas que han cometido fraude, en plan, decir: 'venga os preparamos por un curso, luego vais a Alemania'. Y luego, a lo mejor, te preparan para el curso, pero, lo tienes que pagar tú todo o sabes, que te dicen cosas que luego no son. Y, eso es lo que me daba miedo de irme a Alemania y a mi familia le da un poco de miedo (s. Anh. 7 , S. 90, Seq. 5). Auch die Interviewpartnerin A sagt, dass ihre Familie und Freunde Bedenken in Bezug auf das Arbeitsangebot hätten. Ihre Familie habe zu Beginn aufgrund der häufigen TV-Berichte von Betrugsfällen an der Legalität des Arbeitsangebotes gezweifelt. Die Erzählungen von Täuschungsversuchen seien auch der Grund dafür, dass ihre Freundinnen den Schritt in ein anderes Land nicht wagen würden (s. Anh. 3, S. 7778, Seq. 11). Die Interviewpartnerin A spricht außerdem über Bekannte, die falsche Versprechungen von einem Seniorenheim in Deutschland bekommen hätten: (...) al final, luego, ni siquiera han trabajado en residencias, tenían que ir a
41 casa de personas, a casa de la persona, que no era una institución, quiero decir, a hacerle la cama, a hacerle la comida, o sea, más bien de señora de la casa en lugar de enfermera, (...) (s. Anh. 3, S. 74, Seq. 1). Ihre Bekannten mussten somit Arbeiten ausrichten, die unter ihrer eigentlichen Qualifizierung lagen. Der Interviewpartnerin A sei es jedoch wichtig, als Krankenschwester zu arbeiten. Aus diesem Grund habe sie bei ihrer Arbeitssuche Stellenangebote von deutschen Seniorenheimen gemieden und letztendlich die Arbeitsstelle im Krankenhaus gewählt (s. Anh. 3, S. 74, Seq. 1). 5.5.3 Vorbereitung auf Deutschland Die Aussagen der Interviewten zu ihrer bisherigen Vorbereitung auf das Leben in Deutschland beziehen sich hauptsächlich auf den vorherigen Deutschkurs in der spanischen Sprachschule (cf. Anh. 3, S. 74, Seq. 2 u. 3/ 5, S. 82-85, Seq. 2/ 7, S. 90-91, Seq. 3/ 9, S. 95-96, Seq. 2). Neben dem Sprachkurs begrenzt sich ihre Vorbereitung auf die Internetsuche nach Informationen über Deutschland und den Arbeitsort (cf. Anh. 2, S. 72, Seq. 5/ 5, S. 82-84, Seq. 3/ 6, S. 87-88, Seq.5/ 8, S. 94, Seq. 3). Nur die Interviewpartnerin D empfindet die bisherige Vorbereitung offensichtlich als gut. Sie beschreibt den Aufbau des Sprachkurses, an dem die Befragten zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Monate teilnehmen. Der Kurs gliedere sich in Grammatikund Sprachpraxiseinheiten und umfasse fünf Unterrichtsstunden täglich. Für die Interviewte stelle v.a. das Sprechen noch ein Hindernis dar. Sie meint trotzdem, dass der Sprachkurs eine gute Vorbereitung sei, da neben der Sprache auch ein
48 Geduld und Verständnis als Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit Die Interviewten erwarten alle eine gute Anpassung an das Arbeitsleben in Deutschland sowie gut von ihren Arbeitskollegen behandelt zu werden. Aus den Gesprächen geht außerdem hervor, dass einige der Befragten von Verständigungsproblemen ausgehen, dabei aber auf die Geduld ihrer Kollegen hoffen. Die Interviewten A und D sprechen von der Sorge, etwas nicht zu verstehen bzw. viel nachfragen zu müssen und dadurch möglicherweise zu stören (s. Anh. 3, S. 76-77, Seq. 7/ 9, S. 96-97, Seq. 4). Die Interviewpartnerin A sagt zusätzlich, dass sie diesbezüglich auch auf ihre eigene Geduld hoffe. Außerdem wünsche sie sich ein gutes Arbeitsklima, da dies eine bessere Zusammenarbeit und die Zufriedenheit der Patienten ermögliche (s. Anh. 3, S. 76, Seq. 7). Auch die Befragte C nennt Geduld als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Sie hoffe auf eine gute Teamarbeit, da sie in Spanien die Erfahrung gemacht habe, dass sich Konflikte zwischen den Kollegen negativ auf die Arbeit ausgewirkt hätten (s. Anh. 7, S. 92, Seq. 10). Zudem hoffe sie, dass es nicht aufgrund von Unterschieden zwischen deutschen und spanischen Verhaltensweisen zur Ablehnung ihr gegenüber kommen werde: Espero estar a gusto, que la gente sea tan buena como nos han comentado. Espero no molestar mucho por ser, sobre todos los españoles que somos, a lo mejor, más escandalosos a la hora de hablar y tal, somos más nerviosos. También espero que si me exigen algo, no tomármelo a mal, hacer todo lo que me digan (s. Anh. 7, S. 90-91, Seq. 6). Die Interviewpartnerin B wolle ihren Arbeitskollegen zeigen, dass sie
49 sich um eine gute Anpassung in Deutschland bemühe: (...) los alemanes son muy trabajadores, es como el dicho de: 'sin esfuerzo no hay recompensa'. Entonces, son gente que le da mucho importancia al ver que quieres trabajo de que pones en peno. Me imagino que al principio voy a estar estudiando mucho y preocuparme por que la gente está contenta conmigo y trabajando para que vean que soy trabajadora y que me preocupa por adaptarme y por aprender el idioma (s. Anh. 5, S. 84, Seq. 6). Außerdem sagt auch sie, dass gegenseitige Hilfe und Teamarbeit in Deutschland eine wichtige Rolle spielen werden (s. Anh. 5, S. 84-85, Seq. 7). 5.5.5 Erfahrungen in Deutschland Der Deutsche Alltag Der Großteil der Interviewten spricht davon, dass sie zwar mit dem Arbeitsleben in Deutschland, aber nicht mit ihrer Freizeit zufrieden seien. Die Arbeit und das zusätzliche Erlernen der Sprache würden einen hohen Zeitaufwand erfordern und sich daher wie zuvor erwartet als Herausforderung erweisen. Außerdem würden aufgrund dessen, dass sie sich in einem kleinen Kurort befänden, nur wenige Unternehmungsmöglichkeiten existieren. Die Interviewte D sagt, dass ihr Leben in Deutschland lediglich aus der Arbeit und dem Lernen für die Deutschprüfung bestehe: Te levantas muy temprano, todavía es de noche, te vas a trabajar, y cuando sales, pues, te vienes, comes, estudias, es un poco aburrido, porque siempre es lo mismo, es un poco monótono. Estas todo el día estudiando, trabajando, no tienes tampoco muchas cosas que hacer, porque es un pueblo que hay muchas personas mayores, entonces, no tienen muchos sitios donde puedas ir, ni tienes zonas de ocio (s. Anh. 18, S. 138, Seq. 5). Sie meint auch, dass sie ihre Familie und Freunde vermisse. Außerdem habe sie kaum Zeit zur Knüpfung von Kontakten (s. Anh. 18, S. 138,
50 Seq. 5). Einige Interviewte beklagen zudem den Zeitplan ihrer Arbeit. Die Interviewpartnerin A begründet dies folgendermaßen: Pues eso, lo que te he dicho, el horario, es lo que es peor también, porque el horario, de eso, de levantarme a las cinco, luego, también, el horario de noche de empezar a las 8 de la tarde. Es como todo el día, es que lo único que veo es anochecer, (...) (s. Anh. 12, S. 105, Seq. 5). Die Interviewpartnerin C spricht, gemäß ihrer im ersten Interview genannten Erwartungen, vom großen Unterschied zwischen ihrem Leben in Deutschland und in Spanien. Für sie sei es besonders schwer, sich daran zu gewöhnen, dass die Nacht in Deutschland eher hereinbreche, da dies eine depressive Stimmung in ihr auslöse. Außerdem vermisse sie es, etwas mit ihren Freunden unternehmen zu können. Das Leben auf dem deutschen Dorf gefalle ihr nicht, da es sich aufgrund der wenigen Unternehmungsmöglichkeiten wie das eines älteren Menschen anfühle und nicht für junge Menschen geschaffen sei (s. Anh. 16, S. 129-130, Seq. 5a). Die Interviewpartnerin B beklagt ähnliche Erfahrungen. Sie bezeichnet ihr Leben als sehr langweilig und den Umstand, ihre Freizeit nicht genießen zu können, als frustrierend: Trabajar es trabajar, durante el trabajo soy responsable y disfruto mi trabajo muchísimo. Pero luego también quiero disfrutar mi tiempo libre (s. Anh. 14, S. 117, Seq. 6).
51 Der Wandel des Bildes von Deutschen Die Aussagen der Interviewten zu ihren Erfahrungen mit Deutschen beziehen sich mehrheitlich auf ihre Arbeitskollegen. Dies ist damit zu begründen, dass sie außerhalb der Arbeit kaum Kontakt mit Deutschen haben (cf. Anh. 12, S. 109 Seq. 13b/ 14, S. 115-116, Seq. 4/ 18, S. 138, Seq. 5). Die meisten der Interviewten sprechen von nicht erfüllten Erwartungen bzw. Überraschungen in Bezug auf ihr vorheriges Bild von den Deutschen. Die Interviewten C und D sagen, dass sie sich Deutsche kühler bzw. ernster und verschlossener vorgestellt hätten (s. Anh. 16, S. 130, Seq. 5b u. S. 132-133, Seq. 14/ 18, S. 140, Seq. 12). Die Interviewpartnerin C meint außerdem, dass es in Deutschland genau wie in Spanien freundliche und unfreundliche Menschen gebe (s. Anh. 16, S. 130, Seq. 5b). Weiterhin spricht sie von einem Stereotyp, das in Spanien in Bezug auf Deutsche bestehe: (...) En España te dicen de los alemanes que son muy cuadriculados, que son muy fríos. Son fríos, pero no son tanto como dicen allí y cuadriculados. Sí, que lo son pero como yo también soy cuadriculada. Pues, tampoco veo mucha la diferencia (s. Anh. 16, S. 132-133, Seq. 14). Die Interviewpartnerin D sagt, dass die Mehrheit ihrer Arbeitskollegen sehr aufgeschlossen, hilfsbereit und zugänglich seien. Sie hätten zwar einen anderen Charakter als Spanier, aber sie betrachtet sie als „normal“ (s. Anh. 18, S. 140, Seq. 12). Die Interviewpartnerin A empfindet Deutsche im Allgemeinen als „trocken“. Für sie sei dennoch die in Deutschland bestehende strikte Tren-
52 nung von Arbeit und Freizeit sehr überraschend. Als Beispiel dafür nennt sie: (...)Yo, por ejemplo, fui a la fiesta de Navidad y la gente se desmadraba de una manera y luego en el trabajo son muy rectos, eso no me lo esperaba yo. Que separan mucho el trabajo del trabajo y la fiesta de la fiesta (s. Anh. 12, S. 108, Seq. 12). Die Interviewpartnerin B äußert, dass einige der in Spanien existierenden Stereotypen von Deutschen als arbeitsame, verschlossene, distanzierte und kühle Menschen zuträfen. Dies liege jedoch daran, dass sie sich in einem kleinen Dorf befinde und sie meint, dass Menschen in der Stadt ganz anders seien. Weiterhin beschreibt sie die Unterschiede, welche sie zwischen Deutschen und Spaniern sieht: (…) cuando se comunican contigo hay mucha distancia, entre hablo con una persona y aquí hay otra persona, y hay mucha distancia para hablarse entre esas personas, o estamos en la cafetería, digamos, no sé 100 personas, por ejemplo, hay silencio y de repente llegan 3 españoles y hay un ruido (...) (s. Anh. 14, S. 123, Seq. 9). Die Interviewte hebt hervor, dass es ihr gefalle, dass Deutsche sehr ruhig und respektvoll seien (s. Anh. 14, S. 123-124, Seq. 9). Weiterhin habe sie erwartet, dass in Deutschland der Arbeit sehr viel Zeit gewidmet werde, aber sie sei von dem deutschen „Arbeitskult“ überrascht (s. Anh. 14, S. 116, Seq, 5a). Außerdem sehe sie einen Unterschied in der Art und Weise Deutscher und Spanier, ihre Freizeit zu genießen. Die Interviewte begründet das folgendermaßen: (...) Y eso, por ejemplo, no pasa en España, porque, en España sales de trabajar, igual luego quedas con tus compañeros y tomas algo y tal, pero aquí ya a partir de una hora está todo muerto, está todo triste, está todo cerrado. Yo no veo a gente alemana, (…) o voy a un bar y hay poca gente joven, o por ejemplo, la gente está jugando a cartas, yo que sé, o por lo menos, o también, muchos amigos y no hablan entre ellos, están callados, (...) (s. Anh. 14, S. 116, Seq. 5a).
53 Sie erklärt außerdem, dass sie das von ihr erlebte Freizeitverhalten der Menschen in „Z“ daher als seltsam empfinde (s. Anh. 14, S. 116, Seq. 5a). Aufgaben einer deutschen Krankenschwester Die Aussagen zu den Arbeitserfahrungen als Krankenschwester in Deutschland variieren. Hierbei muss vorerst betont werden, dass die Befragten zum Zeitpunkt des Interviews noch bis zum Erreichen des Sprachniveaus B2 in Deutsch unter Aufsicht eines Mentors arbeiten und somit Praktikantinnen sind (cf. Anh. 3, S. 72, Seq. 2). Weiterhin ist zu nennen, dass die Befragten A, B und D auf der Intensivstation arbeiten (cf. Anh. 11, S. 100/ 13, S. 110/ 17, S. 134). Die Interviewpartnerin C ist anfänglich Stationsschwester, wird aber später als Operationsschwester eingesetzt (cf. Anh. 16, S. 131, Seq. 10). Die Befragten A, B und C sehen wesentliche Unterschiede zu der Arbeit in Spanien. Nur die Interviewpartnerin D beschreibt die Tätigkeiten einer Krankenschwester in Deutschland und Spanien als mehr oder weniger gleich (s. Anh. 18, S. 139, Seq. 7). Die Interviewpartnerin A sagt, dass die Arbeit einer Krankenschwester in Deutschland sich gänzlich von der in Spanien unterscheide, da jeder Krankenpfleger auch die Arbeiten der in Spanien existierenden Schwesternhilfe durchführe (s. Anh. 12, S. 106-107, Seq. 7). Im Gespräch mit der Befragten C kommen Unterschiede in Methoden, Materialien und Maschinen zum Vorschein:
54 (...) Pues, que no están tan cubiertos de material como en España. Como que veo más avanzado en España en eso y en métodos, los veo más avanzados en España. Pero, claro tienen la ventaja de al tener dinero pues poder tener unas buenas máquinas. Y ahora que estoy en quirófano, que empecé ahora en enero, es muy diferente. En quirófano tienes a tres enfermos, aquí tienes a dos. Es que el material es muy diferente, porque, yo nunca lo había visto (...) (s. Anh. 16, S. 130, Seq. 9). Die Befragte B bezieht sich (wie im ersten Interview) auf Unterschiede in den Kompetenzen einer Krankenschwester. Ihrer Meinung nach würden Krankenschwestern in Spanien über bessere medizinische Kenntnisse verfügen und daher falle es ihr schwer, sich daran zu gewöhnen, dass sie in Deutschland voll und ganz von den Entscheidungen des Arztes abhängig sei, und wünsche sich mehr Befugnisse (s. Anh. 14, S. 118-119, Seq. 8a). Das Arbeitsklima Die Befragten sind zum Großteil mit der Zusammenarbeit mit ihren deutschen Arbeitskollegen zufrieden. Die meisten der Interviewten betonen die Hilfsbereitschaft, die Geduld und das Verständnis ihrer Kollegen. Nur die Befragten A und B erwähnen auch Problemsituationen. Die Interviewpartnerin A sagt, dass sich einige Arbeitskollegen zwar sehr verständnisvoll und geduldig verhalten würden, aber das nicht auf alle zutreffe. Arbeitskollegen mit Migrationshintergrund würden sie besser als deutsche Kollegen behandeln (s. Anh. 12, S. 107, Seq. 10). Weiterhin meint sie, dass es nicht ihre Erwartung gewesen sei, von allen Arbeitskollegen mit offenen Armen empfangen zu werden, sie sich jedoch mehr Verständnis erhofft habe: (...) Eso no lo entienden ellos que estamos en un país que no es el nuestro.
55 Pues eso, nos han llevado a los oídos que nos criticaban a los españoles, porque ellos estaban solo tres meses con mentor y nosotros estamos seis o nueve meses, y se quejaban de que nosotros íbamos a estar más tiempo que ellos. Evidentemente, tú tienes el idioma, si yo estuviera en España es que yo no necesito ni mentor, porque es que en España no tenemos ni mentor, en España tú te sacas la carrera y mañana te llaman de trabajar y tú estás sola trabajando. (...) (s. Anh. 12, S. 108, Seq. 13a). Auch die Interviewpartnerin B sieht sich mit dem fehlenden Verständnis mancher Arbeitskollegen konfrontiert, denn diese würden sie z. T. so behandeln, als ob sie „blöd“ sei. Eine Arbeitskollegin habe sie sogar als „blöd“ bezeichnet, da sie aufgrund nicht ausreichender Sprachkenntnisse Fehler gemacht habe (s. Anh 14, S. 122, Seq. 8d). Bis auf diese Geschehnisse ist die Interviewpartnerin B sichtbar von ihrer neuen Arbeit begeistert. Ihr gefalle die fortgeschrittene Arbeitsund Organisationsweise ihrer deutschen Kollegen. Weiterhin beschreibt sie ihre Kollegen als arbeitsam und sehr effizient: (...) laboralmente me encanta como son, me gustan mucho y, por ejemplo, me siento también muy identificada, porque, yo también en mi trabajo, me gusta, o sea, soy perfeccionista, me gusta trabajar y hacer bien las cosas y también agradezco (...) (s. Anh. 14, S. 117-118, Seq. 7). Die Interviewte vergleicht außerdem die Arbeitsweise ihrer deutschen Arbeitskollegen mit der in Spanien und erklärt, dass in Spanien weniger Hilfsbereitschaft gezeigt werde. Dort erledige jeder seine Arbeit individuell und teilweise werden daher Aufgaben schlecht ausgeführt. Im Gegensatz dazu würden ihre Kollegen in Deutschland auch die Arbeiten anderer Mitarbeiter zu Ende führen. Sie begründet dies damit, dass für Deutsche die Arbeit und ihre gute Ausführung von großer Bedeutung seien (s. Anh. 14, S. 117-118, Seq. 7). Die Interviewpartnerin D sagt ebenfalls, dass das Arbeitsklima sehr gut
56 sei und Teamarbeit einen hohen Stellenwert einnehme: (...) Cuando tienes algún problema o no sabes donde hay una medicación, no la conoces, siempre le puedes preguntar a algún compañero, que alguien te va a ayudar. Nunca te ves solo, porque al estar trabajando en grupo, lo bueno que tiene es que, si tienes alguna duda o necesitas ayuda, siempre hay alguien que te puede ayudar. (...) (s. Anh. 18, S. 139, Seq. 9). Zudem spricht auch sie davon, dass sie in Spanien meist individuell gearbeitet habe (s. Anh. 18, S. 139-140, Seq. 9). Die Interviewpartnerin C bezeichnet das Arbeitsklima als sehr ernst (s. Anh. 16, S. 130-131, Seq. 11). Aber sie ist der Auffassung, dass sie und ihre spanischen Kollegen Glück mit dem Arbeitsplatz in Deutschland hätten. Diese Aussage begründet sie damit, dass ihre spanischen Bekannten in anderen deutschen Krankenhäusern oder auch Seniorenheimen „fatal“ behandelt würden (s. Anh. 16, S. 133, Seq. 16). Ferner beschreibt sie ihre Mentorin als sehr sympathisch und geduldig: „(...) De forma hasta que no lo entiendo, no me deja tranquila. Así que, pero no sé, en el trabajo estoy muy contenta por lo general (s. Anh. 16, S. 133, Seq. 15). 5.5.6 Aufgetretene Probleme Mangelnde Vorbereitung Das im Kapitel 4.3 dieser Arbeit erwähnte Problem der oftmals unzureichenden Vorbereitung ausländischer Fachkräfte auf Deutschland, zeigt sich auch bei den jungen Krankenschwestern. Sie meinen alle, dass die Vorbereitung in Spanien keinen Nutzen für ihr Leben in Deutschland gebracht habe bzw. eine längere Vorbereitung notwendig gewesen wäre. Die Interviewpartnerin D bewertet die Vorbereitung durch den Sprach-
57 kurs zwar als gut, doch nicht ausreichend. Denn ihre geringen Sprachkenntnisse hätten v.a. die Anfangszeit in Deutschland erschwert: (...) porque luego llegas aquí te das cuenta de que te hablan y no entiendes, no entiendes la mitad, la mayoría de lo que te dicen no lo entiendes, no sabes tampoco explicarte, no sabes defenderte, no sabes hablar con ningún compañero de trabajo, no puedes mantener una conversación (...) (s. Anh. 18, S. 137, Seq. 2). Den restlichen Interviewten zufolge sei die Vorbereitung wirklich nur für das Bestehen der Sprachprüfung bzw. für die Aneignung erster Sprachkenntnisse hilfreich gewesen (cf. Anh. 12, S. 105, Seq. 2/ 14, S. 115, Seq. 2. / 16, S. 129, Seq. 2). Die Interviewpartnerin A bezeichnet die einmonatige Pause zwischen dem Sprachkurs und dem Beginn der Arbeit in Deutschland als zu lang, da sie in diesem Zeitraum die zuvor erworbenen Sprachkenntnisse wieder vergessen habe. Ferner kritisiert sie, dass man ihnen ein falsches Bild von der Gastfreundlichkeit Deutscher vermittelt habe: (...) parecía como que la gente nos iba a ver, y de momento iban a hablar con nosotros, nada más que porque sí, vamos que eso tampoco lo hacen allí en España, pero, bueno. (...) (s. Anh. 12, S. 105, Seq. 2). Die Interviewpartnerin B verdeutlicht, dass ihrer Meinung nach keine bessere Vorbereitung auf das Leben in Deutschland möglich gewesen sei: (...) Pero, realmente cuando llegas al país y lo vives con tus propias experiencias es cuando sabes lo que es (s. Anh. 14, S. 115, Seq. 2). Kommunikationsprobleme im Arbeitsalltag Die vor der Abreise nach Deutschland erwarteten Schwierigkeiten mit der Sprache haben sich ebenfalls für die meisten der Befragten bewahrheitet. Einige nennen Kommunikationsprobleme mit Arbeitskol-
64 Möglichkeit für die bessere Integration der Spanierinnen in Deutschland wären vom Arbeitgeber bzw. Arbeitskollegen organisierte gemeinsame Freizeitaktivitäten. Auch die Sensibilisierung der deutschen Mitarbeiter für die Situation der aus dem Ausland angeworbenen Arbeitskräfte mittels Informationsveranstaltungen könnte eine Hilfe darstellen. Es ist u.a. fraglich, ob es ratsam ist, junge Arbeitskräfte im Kurort unterzubringen oder es nicht doch besser wäre, ihnen Wohnungen in nahegelegenen größeren Orten mit vielfältigeren Möglichkeiten der Freizeitgestaltung zu vermitteln (cf. Kraußlach/ Stapf 2014: 171-212). Die Interviewten fühlen sich in Deutschland nicht wohl und die i. Allg. guten Arbeitserfahrungen scheinen dies für die Meisten nicht aufwiegen zu können. Ob die Anwerbung erfolgreich war und sie letztendlich in Deutschland bleiben werden, ist zum Zeitpunkt der Interviews noch nicht sicher (cf. Anh. 12, S. 109, Seq. 18/ 13, S. 112-113, Seq. 14/ 16, S. 133, Seq. 16/ 17, S. 137, Seq. 17). 6 Resümee Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der im Zuge der Wirtschaftskrise angestiegenen Migration von Spaniern nach Deutschland. Dabei wird aufgezeigt, dass ebendiese oft hochqualifizierten Arbeitskräfte in der Bundesrepublik benötigt werden, da die regressive Bevölkerungsentwicklung einen Fachkräftemangel verursacht hat, der nicht ohne Maßnahmen wie die Rekrutierung ausländischer Arbeiter abgedeckt werden kann.
65 Neben der Anwerbung von Arbeitskräften aus dem Ausland ist es gleichermaßen von Bedeutung, sie in Deutschland zu integrieren. Dies trägt jedoch aufgrund verschiedener einflussnehmender Faktoren nicht immer Frucht. Im Rahmen dieser Arbeit werden daher Probleme des Anwerbungsprozesses aufgezeigt, wobei zunächst ein kurzer Einblick in die Sicht der Arbeitgeber gewährleistet wird und danach die durch Interviews mit spanischen Krankenschwestern gewonnene Perspektive der Arbeitnehmer im Mittelpunkt steht. Faktoren, die sich als besonders problematisch herausstellen, sind zum einen die mangelnde Vorbereitung ausländischer Arbeitnehmer auf das Leben in Deutschland und die damit verbundenen unzureichenden Kenntnisse der deutschen Sprache. Zum anderen zeigt sich die fehlende Integration von ausländischen Arbeitern in Deutschland als schwerwiegendes Problem. Ferner sollten in diesem Zusammenhang auch Betrugsfälle in der internationalen Jobvermittlung und die Ausbeutung spanischer Fachkräfte in Deutschland nicht außer Acht gelassen werden. Die im Forschungsprozess erlangten Erkenntnisse beweisen somit, dass Verbesserungen, was den Prozess der Anwerbung ausländischer Fachkräfte angeht, nötig sind. Dazu zählen nicht nur eine längere und tiefgründigere Vorbereitung der angeworbenen Arbeiter, sondern auch eine Entwicklung Deutschlands zu einem offeneren und attraktiveren Einwanderungsland. Wenn dies gelingt, kann nicht nur dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegengewirkt, sondern auch Arbeitssu-
66 chenden aus unter der Wirtschaftskrise leidenden Ländern geholfen werden.
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71 Anhang - Auswertung der Interviews „Trabajar en Alemania“ Anhang 1 - Fragenkatalog Interview 1 Fragenkomplex 1: Arbeitssuche/ Entscheidung für Arbeitsangebot... ¿Cómo encontraste este trabajo en Alemania y por qué te has decidido a hacerlo? Fragenkomplex 2: Vorbereitung auf Deutschland... ¿Cómo has sido preparada hasta ahora para Alemania? ¿Cómo has sido preparada para la cultura? ¿Cómo te preparas antes a tí mismo (Internet, etc.)? Fragenkomplex 3: Erwartungen an Deutschland... ¿Qué esperas de tu nueva vida en Alemania? ¿Qué esperas de la vida diaria? ¿Tienes experiencia laboral en España? ¿Cómo te imaginas tu vida laboral en Alemania? ¿Cómo te imaginas la gente alemana? Fragenkomplex 4: Meinung von Familie und Freunden... ¿Qué piensan tu familia y tus amigos de tu nuevo trabajo en Alemania (padres, hermanos, novio...)?
72 Anhang 2 - Gesprächsinventar Interview A/1 Deckblatt des Gesprächsinventars Gesprächsname und -nummer: Interview A/1 Aufnahmedatum und -zeit: 22.07.2014, 16:18 h Dauer der Aufnahme: 17:22 Minuten Aufnahmeort: Café in „X” SprecherInnen: Interviewpartnerin A, Interviewerin Aufnahme liegt vor als Tonband: ja – nein – es fehlt: Aufnahme liegt vor als Video: ja – nein – es fehlt: Kurzbeschreibung: Gespräch über Vorbereitung auf/ Erwartungen an Leben in Deutschland Charakterisierung der InterviewpartnerIn: Alter: zwischen 20 und 25, durch deutsches Krankenhaus angeworbene spanische Krankenschwester (Intensivstation) Allgemeine Bemerkungen: Aufnahme ist aufgrund von Hintergrundgeräuschen im Café kurzzeitig schwer verständlich, Stimmung der Interviewpartnerin: fröhlich Als Transkription liegen vor: Minuten 1:04-1:46, 4:42-5:22, 5:30-6:23, 6:32-6:53, 8:20-9:07, 9:19-9:39, 9:42-10:21, 11:07-11:26, 11:3212:30, 12:48-13:28, 13:36-14:32 TranskribentIn: Sabine Dieng-Weiß
73 Gesprächsinventar Gesprächsname/nr.: Interview A/1 Nr. Zeit Transkript Sprecher Inhalt - Handlung Forschungsfrage 1 0:00 I ¿Cómo encontraste este trabajo en Alemania y por qué te has decidido a hacerlo? 1 0:26 1:04-1:46 A - Arbeitssuche im Internet - Bekannte: → Krankenschwester in deutschem Seniorenheim → letztendlich „Haushaltshilfe“ → deshalb will A in Krankenhaus arbeiten - innerhalb 2 ½ Monaten Niveau B1 in Deutsch erreichen - in Spanien keine Möglichkeit, Job in Krankenhaus zu erhalten - schwere Entscheidung - Positiv: → interessante Möglichkeit (neue Sprache + anderes Land) Angst vor Betrug 2 4:37 I ¿Cómo has sido preparada hasta ahora para Alemania? 2 4:41 4:42-5:22 A - Intensiv-Deutschkurs ohne Vorkenntnisse bis zu Niveau B1 - in Deutschland vorerst Praktikum; Kurs und Prüfung Niveau B2 Vorbereitung Arbeitsaufgaben 3 5:22 I ¿Cómo has sido preparada para la cultura? 3 5:28 5:30-6:23 A - Kursbücher → Geschichte, Menschen Vorbereitung 4 6:27 I ¿Cómo te preparas antes a ti mismo? 4 6:31 6:326:53 A - Situation noch irreal Vorbereitung 5 7:04 I ¿Buscas información (en el internet) sobre Alemania? 5 7:09 A - Kultur (Filme, Lieder), zukünftiger Wohnort, Klima - Früh dunkel, zeitig aufstehen 6 8:06 I ¿Qué esperas de tu nueva vida en Alemania? 6 8:10 8:20-9:07 9:19-9:39 A - Anfang schwer → viel von Fehlern lernen - Positiv: Möglichkeit, in ihrem Beruf zu arbeiten, Geld verdienen, ihr Leben leben; keine großen UnterschieLeben in Deutschland / Kommunikation/ Sprachbarriere
80 Anhang 4 - Gesprächsinventar Interview B/1 Deckblatt des Gesprächsinventars Gesprächsname und -nummer: Interview B/1 Aufnahmedatum und -zeit: 25.07.2014, 14.37 h Dauer der Aufnahme: 17:21 Minuten Aufnahmeort: Café in „X“ SprecherInnen: Interviewpartnerin B, Interviewerin Aufnahme liegt vor als Tonband: ja – nein – es fehlt: Aufnahme liegt vor als Video: ja – nein – es fehlt: Kurzbeschreibung: Gespräch über Vorbereitung auf/ Erwartungen an Leben in Deutschland Charakterisierung der InterviewpartnerIn: Alter: zwischen 20 und 25, durch deutsches Krankenhaus angeworbene spanische Krankenschwester (Intensivstation) Allgemeine Bemerkungen: Aufnahme ist aufgrund von Hintergrundgeräuschen im Café kurzzeitig schwer verständlich, Stimmung der Interviewpartnerin: fröhlich Als Transkription liegen vor: Minuten 1:25–2:01, 5:09-5:50, 7:23-8:25, 8:54-9:29, 09:42-10:44, 10:57-11:32, 11:54-12:39 TranskribentIn: Sabine Dieng-Weiß
81 Gesprächsinventar Gesprächsname/nr.: Interview B/1 Nr. Zeit Transkript Sprecher Inhalt - Handlung Forschungsfrage 1 0:00 I ¿Cómo encontraste este trabajo en Alemania y por qué te has decidido a hacerlo? 1 0:24 1:25–2:01 B - Arbeitssuche → Angebote im Ausland verlangen keine Arbeitserfahrung → dachte, Angebot in Deutschland sei Betrug Angst vor Betrug 2 2:14 I ¿Qué tal la entrevista? 2 2:18 B - Studium zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen - Beschreibung Arbeitsplatz (Stadt, Leute) - große Lust, nach Deutschland zu gehen (nicht wegen Wirtschaftskrise → anderes Land, andere Kultur, neue Sprache) - gute Möglichkeit → vertrauenswürdige Firma + Angebot Sprachausbildung 3 5:02 I ¿Cómo has sido preparada hasta ahora para Alemania? 3 5:07 5:09-5:50 B - Sprachschule → hauptsächlich Prüfungsvorbereitung - kaum eigene Vorbereitung - Klischees → Deutsche kalt, unnahbar - erst möglich vor Ort zu wissen, wie es wirklich ist Vorbereitung 4 6:05 I ¿Cómo te preparas antes a ti mismo? 4 6:09 B - positiv denken - Möglichkeit, jederzeit zurückzukehren - gute Chance 5 7:15 I ¿Has buscado información (en el Internet) sobre Alemania? 5 7:21 7:23-8:25 8:54-9:29 B - deutsche Krankenschwester Ausbildung, spanische Krankenschwester Universitätsabschluss - Angst → nicht entsprechend ihrer Fähigkeiten zu arbeiten Arbeitsaufgaben/ Deutsche
82 - will gefördert werden - Stationsschwester niedrigere Ausbildung; in Chirurgie und Intensivstation entspricht Ausbildungsniveau dem in Spanien - Lebensniveau höher als in Spanien, aber kleine Stadt günstiger - Deutsche → unnahbar beim ersten Treffen, aber schätzen Freundschaft, wohlerzogen, Freunde für immer 6 9:35 I ¿Qué esperas de tu nueva vida en Alemania? 6 9:40 9:42-10:44 B - viel Gutes - Unabhängigkeit - Arbeitserfahrung - ohne Eltern leben - neue Leute + deutsche Kultur kennenlernen - verreisen + andere Länder kennenlernen - Selbsteinschätzung (sich weiterentwickeln) Leben in Deutschland 7 10:49 I ¿Cómo te imaginas la vida en Alemania (la vida diaria, ...)? 7 10:57 10:57-11:32 B - viel Arbeit, Deutsch lernen, Eingewöhnung/ Anpassung hart - Deutsche sehr arbeitsam → ohne Fleiß kein Preis → will zeigen, dass sie sich bemüht - nach einem Jahr ruhigeres, normaleres Leben → mehr Freizeit Leben in Deutschland 8 11:47 I ¿Qué piensas de la vida laboral (de la gente en el trabajo) ? 8 11:51 11:54-12:39 B - Arbeit hat große Bedeutung, sehr verantwortungsbewusst, pünktlich - Arbeitsgruppe → Teamarbeit muss gut funktionieren, gegenseitige Hilfe Arbeitsklima/ Zusammenarbeit 9 12:57 I ¿Tienes experiencia laboral en España? 9 13:00 B - Flugbegleiterin - Praktika während des Studiums → erste Erfahrungen als Krankenschwester 10 13:48 I ¿Qué piensan tu familia y tus amigos de tu nuevo trabajo? 10 13:53 B - zufrieden → gute Erfahrung - traurig, besorgt wegen Entfernung - B sagt → innerhalb Europas Ent-
83 fernung nicht so groß, Kontakt über Internet möglich 11 15:17 I ¿Qué saben tu familia y tus amigos de Alemania? 11 15:24 B - B benötigt längere Eingewöhnung → B sehr impulsiv → Deutsche kühl, perfektionistisch - Unabhängigkeit und Organisation lernen 12 17:02 I ¿Tienes novio aquí? 12 17:05 B - Nein Anhang 5 - Transkript Interview B/1 Sequenz 1, Minute 1:25-2:01 Pero, lo que no me gustó es que cuando me metí a la página hubo un problema. Entonces, apareció la oferta de trabajo en todas las comunidades autónomas de España. Entonces, me pareció un poco extraño. Dije: 'a ver si va a ser una trampa'. Y porque ha habido muchos trabajos trampa con el tema de Alemania. Me parecía un poco, decía: 'bueno, a ver qué pasa, a ver qué me dicen'. Pero, en principio, tampoco confía mucho en la oferta. Sequenz 2, Minuten 5:09-5:50 En la academia, principalmente, nos preparan para aprobar el examen. Aunque sí que es cierto que algunas veces nos cuentan cosas de Alemania, pues, la cultura de la comida o como son las personas. Pero, yo realmente tampoco me estoy preparando mucho. No sé, es un poco caótico todo, porque te preparan para el examen, tienes que aprobar y luego, realmente, el tema de Alemania sabemos muchas cosas, pero,
84 son temas que igual son como clichés, tampoco estás segura de lo que son, igual de que te comentan, pues, que la gente es fría o que la gente es una manera, pero, hasta que no lo vives tampoco sabes como es. Sequenz 4a, Minuten 7:23-8:25 Comentaban, por ejemplo, que la enfermería en Alemania tiene menos competencias, están menos formados. Aquí en España tienes que hacer una carrera universitaria de cuatro años. Por ejemplo, en Alemania le dan menos importancia a lo que es la formación. Yo me preocupaba mucho del hecho de ir a Alemania a trabajar y que no trabaje con mis competencias de enfermería, que trabaje menos de lo que yo estoy preparada. Entonces, miré en internet y me informé a ver cómo era la enfermería en Alemania y, por ejemplo, comentaban que si trabajabas en plantas normales que era un trabajo más como aquí de auxiliar, que es un grado menor. Pero, por ejemplo, en quirófano o en UCI las enfermeras tenían más competencias y el trabajo era parecido que en España. Sequenz 4b, Minuten 8:54-9:29 Y luego al nivel personal es muy positivo todo. Comentan que igual sí que son gente que son fría, pero, fría en un principio que igual te cuesta entablar relación con una persona. Pero, luego que es gente muy educada, que se involucran mucho en las amistades, como que te van a coger muy bien, que les interesa por que estés a gusto. Toda la gente que habla de las personas alemanas, lo ponían como algo muy
85 positivo, de gente que es cercana igual sí que es frío digamos en entablar el primer contacto. Pero un día que haces amistad, amigos para siempre, amigos que se preocupan. Sequenz 5, Minuten 09:42-10:44 Primero quiero independencia, quiero aprender ser independiente económicamente, quiero aprender al tener un sueldo y saber manejarme, de pagar el alquiler, de pagar muchas cosas. Sé que Alemania me va ofrecer el/ desarrollarme laboralmente. Que para mí es muy importante el hecho de crecer en mi trabajo. Luego también sé que personalmente va a ser una experiencia muy importante para mí, porque voy a aprender muchas cosas el hecho de no vivir con tus padres significa mucho realmente vas a aprender todo. ¿Qué más espero? Conocer a gente nueva, conocer la cultura alemana, aprovechar para viajar y conocer otros países. No sé, también espero, que con esta experiencia me voy a autoevaluar. No sé cómo expresarlo, al irme fuera e irme sola, voy a ver realmente como soy como me voy a autoevaluar. Y luego voy a como poder mejorar ciertos aspectos míos que fallan. Sequenz 6, Minuten 10:57-11:32 Al principio me imagino que mucho trabajo. Va a ser: ir al hospital, aprender alemán, adaptarte. Al principio me lo imagino un poco duro y mucho trabajo, y además pensando porque los alemanes son muy trabajadores, es como el dicho de: 'sin esfuerzo no hay recompensa'. Entonces, son gente que le da mucha importancia al ver que quieres trabajo de que pones en peno. Me imagino que al principio voy a estar
86 estudiando mucho y preocuparme por que la gente está contenta conmigo y trabajando para que vean que soy trabajadora y que me preocupa por adaptarme y por aprender el idioma. Sequenz 7 Minuten 11:54-12:39 Los alemanes son gente que es muy seria y muy trabajadora, por ejemplo, gente muy profesional, me imagino que sea gente como que se toma el trabajo como algo serio. Igual aquí en España la gente hay de todo, como en todos los sitios, pero, igual la gente se preocupa menos. Porque en Alemania la gente es muy recta, va a ser gente muy responsable. Es gente que se va a preocupar de llegar bien a sus horas, de ser puntuales. Luego también trabajamos con un grupo de trabajo que es fijo, pero, yo creo que también se van a preocupar mucho de que haya alguna conexión y como ayudarse mutualmente para que el grupo funcione bien. No es algo individual como en otros sitios.
87 Anhang 6 - Gesprächsinventar Interview C/1 Deckblatt des Gesprächsinventars Gesprächsname und -nummer: Gespräch C/1 Aufnahmedatum und -zeit: 22.07.2014, 15.52 h Dauer der Aufnahme: 18:05 Minuten Aufnahmeort: Café in „X“ SprecherInnen: Interviewpartnerin C, Interviewerin Aufnahme liegt vor als Tonband: ja – nein – es fehlt: Aufnahme liegt vor als Video: ja – nein – es fehlt: Kurzbeschreibung: Gespräch über Vorbereitung auf/ Erwartungen an Leben in Deutschland Charakterisierung der InterviewpartnerIn: Alter: zwischen 20 und 25, durch deutsches Krankenhaus angeworbene spanische Krankenschwester (Chirurgie) Allgemeine Bemerkungen: Aufnahme ist aufgrund von Hintergrundgeräuschen im Café kurzzeitig schwer verständlich, Stimmung der Interviewpartnerin: fröhlich Als Transkription liegen vor: Minuten 2:13-3:14, 3:20-3:45, 4:02-4:48, 5:03-5:36, 6:16–7:09, 7:39-8:06, 8:36-9:10 12:37-13:16 TranskribentIn: Sabine Dieng-Weiß
88 Gesprächsinventar Gesprächsname/nr.: Interview C/1 Nr. Zeit Transkript Sprecher InhaltHandlung Forschungsfrage 1 0:00 I ¿Cómo encontraste este trabajo en Alemania y por qué te has decidido a hacerlo? 1 0:25 C - Internet - Krise in Spanien → Vorschlag von Freundin, gemeinsam im Ausland zu suchen (England, Frankreich) - Erfahrungen sammeln → in Spanien Arbeitserfahrung Voraussetzung - Deutsch lernen → Vorteil für Arbeitsmarkt 2 2:04 I ¿Cómo has sido preparada hasta ahora para Alemania? 2 2:11 2:13-3:14 C - Praktika während des Studiums → sehr gut - Arbeit Krankenschwester mehr oder weniger gleich → Unterschied: Spanien → Trennung Krankenschwester und Schwesternhilfe - Vorbereitung auf anderes Land nicht möglich → Geschehnisse nicht vorhersehbar Vorbereitung 3 3:17 I ¿Y aquí en el instituto? 3 3:20 3:20-3:45 C - Vorbereitung auf Deutschprüfung - Grundkenntnisse in Sprache - Erlernen von Sprache erst richtig vor Ort möglich Vorbereitung 4 3:56 I ¿Cómo te preparas antes a tí mismo? 4 4:00 4:02-4:48 C - noch keine wirkliche innerliche Vorbereitung - über Situation bewusst werden - Sprachschule sagt nur Positives über Ort (logisch → will motivieren) - Hoffnung vorzufinden, was über Deutschland erzählt wird - hofft auf gute Anpassung/ Eingewöhnung in Deutschland Vorbereitung 5 4:51 I ¿Has buscado información (en el Internet) sobre Alemania? 5 4:55 5:03-5:36 C - Ja Angst vor Betrug
89 - Angst vor Betrug - ein Jahr als Probe 6 6:11 I ¿Qué esperas de tu nueva vida en Alemania? 6 6:17 6:17–7:09 C - dass es ihr gefällt - Menschen so freundlich wie beschrieben - Gewöhnung an Temperaturen - nicht stören - kein Betrug Deutsche/ Arbeitsklima/ Zusammenarbeit 7 7:34 I ¿Cómo te imaginas la vida en Alemania? 7 7:39 7:39-8:06 8:36-9:10 C - anders als in Spanien - wenig soziales Leben - Leben spielt sich im Haus ab - andere Temperaturen - Arbeitsleben: → Angst, Arbeitskollegen nicht zu verstehen, Geduld und Hilfe der Arbeitskollegen Leben in Deutschland 8 9:13 I ¿Tienes experiencia laboral en España? 8 9:17 C - Nein - Praktika 9 9:56 I ¿Cómo te imaginas la gente en Alemania en el trabajo y en general? 9 10:03 10:03-12:10 C - perfektionistisch, direkter, kälter, weniger familiär - schwierig einzuschätzen, noch schwerer ohne Sprachkenntnisse - sauber, verantwortungsbewusst - Deutschland sicherer → weniger Diebstähle - Pflege des Landes → Müllbeseitigung - erwartet keine Probleme mit Menschen Deutsche 10 12:17 I ¿Cómo te imaginas la gente en el trabajo? 10 12:21 12:37-13:16 C - gut behandelt werden, Geduld - Zusammenarbeit - gute Teamarbeit (in Spanien teilweise Probleme mit Zusammenarbeit) Arbeitsklima/ Zusammenarbeit 11 13:19 I ¿Qué piensan tu familia y tus amigos de tu nuevo trabajo en Alemania? 11 13:24 C - große Entfernung - Angst vor Betrug → Misstrauen
96 ña? 6 13:07 D - Ja, Seniorenheim, Gesundheitszentrum, Krankenhaus → nie Festanstellung (wenig Erfahrung) - benötigt Arbeitserfahrung für Arbeit in Spanien - kann sich vorstellen, in Deutschland zu bleiben 7 15:07 I ¿Qué piensan tu familia y tus amigos de tu nuevo trabajo en Alemania? 7 15:12 D - wollen nicht, dass sie geht - gute Chance 8 17:29 I ¿Y tus amigos? 8 17:32 D - verrückt → Entfernung - gut → da kaum Arbeit in Spanien - einige arbeiten auch in anderen Ländern 9 18:49 I ¿Tienes novio aquí en España? 9 18:51 D - Ja, arbeitet in Spanien - will sie jeden Monat in Deutschland besuchen - weiß, dass es gute Erfahrung für D ist Anhang 9 - Transkript Interview D/1 Sequenz 2, Minuten 5:01-6:44 Empecé el curso hace dos meses y poco, y hemos estado mis compañeros y yo en un curso intensivo de alemán, vamos cinco horas por la mañana y tenemos tres horas de gramática y para hacer ejercicios, y luego tenemos dos horas con las profesoras, que son alemanas, y ellas pues nos ponen 'Hören' para que estemos escuchando, y se nos vaya quedando, para que cuando vayamos a Alemania escuchemos a la personas hablar y les entendamos y también hablamos en alemán pa-
97 ra que no nos vayamos soltando, a mí me cuesta todavía. Pero, tenemos dos horas con ellas y todos los días dos horas pues se va notando. Entonces son cinco horas que estamos por la mañana en clase. Y también después en casa que estamos estudiando toda la tarde, también en clase nos han enseñado un poco también la cultura del país, nos han ido explicando lo que es típico de allí, las costumbres, como es el comportamiento también por parte de los alemanes, que nos diferenciamos los españoles y los alemanes en ciertas cosas, en ciertas costumbres. La verdad es que estamos muy bien, porque estamos aprendiendo ya no solamente el alemán, sino también tenemos cultura en general. Sequenz 4, Minuten 9:26–11:22 Espero trabajar mucho, que me adapte bien al trabajo allí en el hospital que me adapte bien a los compañeros del trabajo, que cuando este allí, pues, también espero de que sea cierto lo que nos dicen de que los alemanes son muy hospitalarios, que son personas muy agradables, y que tengan paciencia conmigo, porque yo sé que voy a tardar en entender cuando me hablen o de entenderles y entonces pues yo tengo el miedo ese de que a lo mejor pueda llegar yo a ser pesada y que la gente se cansen de mí, pero bueno, espero de que tengan un poquito de paciencia conmigo y de que aprende allí rápido. Pues, espero allí aprendiendo cada vez más el idioma. Yo quiero eso: Trabajar, ganar dinero para poder también ayudar a mi familia, que mi padre también está sin trabajo y que cuando esté allí, pues, estar contenta, quiero adaptarme a lo que es el tiempo, a las costumbres, al hospital.
98 Entonces, aunque me lleve yo unos meses de adaptación, pero, espero adaptarme bien. Y que me vaya muy bien allí tanto en el trabajo como personalmente, que esté contenta con el pueblo, con las costumbres, con la casa que tenga y que pueda estar allí a gusto. Sequenz 5, Minuten 11:29–12:30 Mi vida diaria me lo imagino levantándome temprano, por la mañana tener turnos de hospital con mis compañeros. Luego por la tarde cuando vaya para el piso estaré con mis compañeras de piso comiendo y después, pues nos pondremos a hacer alguna actividad para no estar aburridas. Y sí, depende también de como esté el tiempo, porque allí dicen que anochece muy pronto entonces tampoco podremos salir mucha a la calle, pero bueno. Cuando haga buen tiempo podemos salir, ir de compras, paseando, conocer también sitios y los días que tengamos libre, pues, supongo que iremos a conocer nuevas ciudades y viajaremos también por allí.
99 Anhang 10 - Fragenkatalog 2 Fragenkomplex 1: Bisherige Erfahrungen mit Deutschland... ¿Cómo han sido tus experiencias en Alemania hasta ahora? Fragenkomplex 2: Nutzen der Vorbereitung auf Deutschland... ¿En qué medida piensas que la anterior preparación en España te ayudó para la vida en Alemania? Fragenkomplex 3: Erfüllung der Erwartungen an Deutschland... ¿Han sido confirmados tus expectativas de Alemania? ¿Cómo es la vida diaria en Alemania en comparación con tus expectativas anteriores? ¿Cómo es la vida en “Z”? ¿Qué puedes hacer en tu tiempo libre en “Z”? ¿Cómo es la vida laboral en Alemania en comparación con tus expectativas anteriores? ¿Cómo describirías tu trabajo? (¿Qué tareas tienes? ¿Cómo es el ambiente laboral? ¿Puedes comunicar con los pacientes?) ¿Corresponde la gente alemana a la imagen que te hiciste de ella? ¿Corresponden tus compañeros de trabajo con la imagen que te hiciste de ellos? Fragenkomplex 4: Was denken Familie und Freunde jetzt bezüglich der Arbeit in Deutschland... ¿Qué piensan tu familia y tus amigos entretanto sobre tu paso de ir a
100 Alemania? Fragenkomplex 5: Zukunftspläne… ¿Qué planes tienes para el futuro? ¿Te podrías imaginar quedarte en Alemania? ¿Te podrías imaginar vivir en otro país que no sea España?
101 Anhang 11 - Gesprächsinventar Interview A/2 Deckblatt des Gesprächsinventars Gesprächsname und -nummer: Gespräch A/2 Aufnahmedatum und -zeit: 22.01.2015, 18.24h Dauer der Aufnahme: 24:11 Minuten Aufnahmeort: Skype, Deutschland SprecherInnen: Interviewpartnerin A, Interviewerin Aufnahme liegt vor als Tonband: ja – nein – es fehlt: Aufnahme liegt vor als Video: ja – nein – es fehlt: Kurzbeschreibung: Gespräch über Erfahrungen in Deutschland Charakterisierung der InterviewpartnerIn: Alter: zwischen 20 und 25, durch deutsches Krankenhaus angeworbene spanische Krankenschwester Allgemeine Bemerkungen: teilweise schwer verständlich wegen schlechter Internetverbindung, Stimmung der Interviewpartnerin: wütend und traurig Als Transkription liegen vor: Minuten 0:23-2:59, 3:14-4:02, 6:31-8:14, 10:10-11:44, 11:56-12:22, 12:58-13:55, 14:05-15:06, 15:26-16:04, 18:24-20:04, 22:38-23:59 TranskribentIn: Sabine Dieng-Weiß
102 Gesprächsinventar Gesprächsname/nr.: Gespräch A/2 Nr. Zeit Transkript Sprecher InhaltHandlung Forschungsfrage 1 0:00 I ¿Cómo han sido tus experiencias en Alemania hasta ahora? 1 0:22 0:23–2:59 A - erster Eindruck schlecht - sehr kleines Dorf → wenige Menschen, viele Rentner - wird angeschaut, weil sie andere Sprache spricht→ fühlt sich unerwünscht - größere Städte besser → weniger angeschaut, viele Menschen (auch junge Leute + andere Ausländer) Integration 2 3:06 I ¿En qué medida piensas que la anterior preparación en España te ayudó para la vida en Alemania? 2 3:13 3:14–4:02 A - Vorbereitung in Spanien keine Hilfe - falsche Versprechungen → „Menschen gastfreundlich“ - nur erste Sprachkenntnisse Vorbereitung 3 4:14 I ¿Y tu propia preparación te ayudó? 3 4:20 A - Nein - Kollegen nehmen an, dass Sprachkenntnisse schon ausreichen müssen - falsche Vorbereitung → Sprachkenntnisse nicht ausreichend - B2-Prüfung erst jetzt in Deutschland → Kenntnisse nicht ausreichend für mündliche Konversation Vorbereitung/ Kommunikation/ Sprachbarriere 4 5:24 I ¿Han sido confirmados tus expectativas anteriores de Alemania? 4 5:31 A - Erfüllung vorheriger Erwartungen: → Ja: schlechtes Wetter, kalt (traurig), Heimweh → Nein: Zeitplan anders als in Spanien (sehr früh aufstehen) 5 6:24 I ¿Cómo es la vida diaria en Alemania en comparación con tus expectativas anteriores? 5 6:31 6:31–8:14 A - Zeitplan nicht erwartet - Dorf langweilig → kaum UnterLeben in Deutsch-
103 nehmungsmöglichkeiten - wenige Läden → schließen sehr früh - wie in „residencia abierta“ → Arbeit – Haus – Arbeit land 6 8:21 I ¿Cómo es la vida en “Z”? 6 8:25 A - andere Städte schöner → viele Menschen, junge Leute, andere Ausländer, mehr Läden, Menschen antworten auf Fragen (in “Z” nicht) - “Z” nicht für Ausländer und junge Leute geeignet 7 10:04 I ¿Cómo es la vida laboral en Alemania en comparación con tus expectativas anteriores? 7 10:10 10:10–11:44 A - Arbeit einer deutschen Krankenschwester ganz anders: → Krankenschwester gleichzeitig Schwesternhilfe - nicht Arbeit, sondern Sprache ist Problem: → Misstrauen von Patienten → versteht Arzt nicht - fragt viel nach → kritische Blicke von Arbeitskollegen Arbeitsaufgaben 8 11:52 I ¿Qué tareas tienes? 8 11:55 11:56-12:22 A - im Moment Anweisung durch Mentor - Arbeit einer Krankenschwester, aber unter Aufsicht Arbeitsaufgaben 9 12:29 ¿Lo describirías cómo ayudante? 9 12:34 - Hilfstätigkeit - noch nicht bereit, allein zu arbeiten 10 12:53 I ¿Cómo es el ambiente laboral? 10 12:58 12:58-13:55 A - unterschiedlich - Arbeitskollegen anderer kultureller Hintergründe freundlicher als Deutsche - Deutsche: → behandeln sie zum Teil, als ob sie „dumm“ wäre → Manche geduldig, geben sich Mühe, erklären → Manche verhalten sich sehr „blöd“ Arbeitsklima/ Zusammenarbeit 11 14:00 I ¿Puedes comunicar con los pacientes? 11 14:05 14:05-15:06 A - kurze Sätze Kommunikation/
104 - Patienten verstehen sie nicht immer - manche Patienten schauen sie seltsam an → versucht deshalb nur wenig zu sprechen - Verständnis von Person abhängig Sprachbarriere 12 15:12 I ¿Corresponde la gente alemana con la imagen que te hiciste de ella? 12 15:21 15:26-16:04 A - ja, sehr trocken bzw. ernst - überraschend → strenge Trennung von Arbeit und Freizeit - Unterschied im Abstand zwischen Personen + in Lautstärke Deutsche 13 18:12 I ¿Corresponden tus compañeros de trabajo con la imagen que te hiciste de ellos? 13 18:24 18:24-20:04 22:38-23:59 A - Nein - Erwartung: → mehr Verständnis von Arbeitskollegen - in Spanien kein Mentor - schwierig Freundschaft mit Deutschen zu schließen → Ausgrenzung von Ausländern Arbeitsklima/ Integration 14 20:50 I ¿Te has arrepentido de haber ido a Alemania? 14 20:55 A - oft - vom Tag abhängig 15 21:07 I ¿Qué piensan tu familia y tus amigos entretanto sobre tu paso de ir a Alemania? 15 21:16 A - fragen nach Rückkehr 16 21:27 I ¿Hablas mucho con ellos? 16 21:31 A - traurig, vermisst Familie 17 21:54 I ¿Qué planes tienes para el futuro? 17 21:59 A - wenn möglich → Rückkehr nach Spanien - B2-Zertifikat in Deutsch ablegen - noch nicht ausreichend vorbereitet, um ohne Mentor zu arbeiten 18 22:33 I ¿No podrías imaginar quedarte en Alemania? 18 22:38 22:38-23:59 A - nicht in “Z” - evtl. anderes Land → aber sicher auch Sprachprobleme Integration
105 - Arbeitskollegen fragen, warum sie da sind → sie fragt, ob sie nichts von der Krise in Spanien wissen Anhang 12 - Transkript Interview A/2 Sequenz 1, Minuten 0:23–2:59 Nada más llegar al pueblo en el que estoy viviendo, la primer impresión no fue muy buena, porque el pueblo es muy pequeño y la poca gente que pasa por la calle, porque casi todo el mundo va en coche, por la calle nada más que paseamos yo y mis compañeras de piso para ir a comprar y para todo. Bueno, la gente que hemos visto algunas veces por la calle son gente que va con su andador o silla de ruedas, porque salen de la residencia que hay aquí anejas a nuestra casa y el resto del mundo va en coche. Y luego también, lo que no me gustaba es que todo el mundo nos miraba y más si nos oía hablar en un idioma que no era el suyo, el alemán, que nos oían hablar en español y nos miraban como que están diciendo estas, estas son extranjeras, ¿qué hacen aquí? Eso, también, no me causó una buena impresión, porque yo estoy aquí en Alemania no por placer, porque si estuviera por turismo me daba igual. Pero, estoy aquí para trabajar. Ahora ya siguen mirando, pero bueno, parece como que te acostumbras. Yo siempre hablo con mi compañera de piso en español, porque en realidad con la gente de la calle no hablo. Y entonces, cuando yo hablo con mis compañeras, pienso como si no estuviera en Alemania, estoy paseando por la calle, estoy hablando con ellas y parece que estoy en España. No
112 Anhang 13 - Gesprächsinventar Interview B/2 Deckblatt des Gesprächsinventars Gesprächsname und -nummer: Interview B/2 Aufnahmedatum und -zeit: 28.01.2015, 15:31h Dauer der Aufnahme: 39:50 Minuten Aufnahmeort: Skype, Deutschland SprecherInnen: Interviewpartnerin B, Interviewerin Aufnahme liegt vor als Tonband: ja – nein – es fehlt: - Aufnahme liegt vor als Video: ja – nein – es fehlt: - Kurzbeschreibung: Gespräch über Erfahrungen in Deutschland Charakterisierung der InterviewpartnerIn: Alter: zwischen 20 und 25, durch deutsches Krankenhaus angeworbene spanische Krankenschwester Allgemeine Bemerkungen: teilweise schwer verständlich wegen schlechter Internetverbindung, Mitbewohnerin der Interviewpartnerin B unterbricht Gespräch zweimal, Stimmung der Interviewpartnerin: fröhlich Als Transkription liegen vor: Minuten 0:23-1:24, 1:34-2:08, 3:51-4:46, 5:17-6:11, 6:38-7:45,8:28-8:57, 9:44-11:38, 13:22-15:33, 15:3618:55, 18:57-21:38, 22:47-23:23, 26:13-28:52 TranskribentIn: Sabine Dieng-Weiß
113 Gesprächsinventar Gesprächsname/nr.: Interview B/2 Nr. Zeit Transkript Sprecher Inhalt - Handlung Forschungsfrage 1 0:00 I ¿Cómo han sido tus experiencias en Alemania hasta ahora? 1 0:20 0:23-1:24 B - zufrieden, aber Anpassung als Immigrant ist schwer - großer Unterschied zu Spanien - Sprache am Schwierigsten → keine Kommunikation möglich - im Allgemeinen sehr zufrieden → einfacher mit besseren Sprachkenntnissen Leben in Deutschland 2 1:27 I ¿En qué medida piensas que la anterior preparación en España te ayudó? 2 1:34 1:34-2:08 B - keine Hilfe - nur Deutschkurs, um Prüfung zu bestehen, wenig mehr - erst nach Ankunft wissen, wie es wirklich ist Vorbereitung 3 2:10 I ¿Y tu propia preparación te ayudó? 3 2:18 B - viele Stereotypen entsprechen nicht Wahrheit - Erwartungen schlechter → Krankenhaus schlechter, Arbeitskollegen unkooperativer + unzugänglicher 4 2:59 I ¿Han sido confirmados tus expectativas de Alemania? 4 3:05 3:51-4:46 B - Ja → sehr zufrieden - sehr glücklich über Arbeit, Arbeitskollegen gut - schwierig, Freundschaft mit Deutschen zu schließen - wenig soziales Leben - wenige Sprachkenntnisse → Hindernis - nur spanische Freunde - Deutsche sehr verschlossen, kühl 5 4:50 I ¿Cómo es la vida diaria en Alemania en comparación con tus expectativas anteriores? 5 4:56 5:17-06:11 6:38–7:45 B - Arbeit größere Bedeutung als erwartet - Haus - Arbeit - Fitnessstudio - Haus Leben in Deutschland/ Deutsche
114 - Arbeit: → sehr gut, sehr organisiert, sehr kompetent - überraschend → Hilfsbereitschaft → „Deutsche suchen Arbeit“ - Deutsche wirklich ein wenig kalt u. langweilig, sehr arbeitsam, verbringen Freizeit anders als Spanier - in „Z” ab bestimmter Uhrzeit kein Leben → ganz anders als in Spanien - in Bar wenig junge Leute - Leute reden kaum miteinander (Freunde, Paare) - Berlin ganz anders als „Z“ 6 8:03 I ¿Entonces no puedes hacer nada en tu tiempo libre en “Z“? 6 8:08 8:28-8:57 B - kaum Freizeit – sehr ruhig, sehr langweilig, frustrierend - kein Leben – keine Menschen draußen → schwierig, Deutsche kennen zu lernen 7 9:30 I ¿Cómo es la vida laboral en Alemania en comparación con tus expectativas anteriores? 7 9:37 9:44-11:38 B - sehr gut - sehr fortgeschritten in Organisation, sehr effizient - in Spanien wird sie die deutsche Arbeitsweise vermissen → Hilfsbereitschaft, Teamarbeit - in Spanien erledigt jeder seine Aufgaben individuell - Arbeitsweise + Arbeitsstruktur sehr gut Arbeitsweise/ Arbeitsklima/ Zusammenarbeit 8 11:47 I ¿Qué tareas tienes? 8 11:52 13:22-15:33 15:36-18:55 18:57-21:38 22:47-23:23 B - Arbeitseinweisung durch Mentor - Beschreibung Arbeitsschicht: → spanische Krankenschwestern mehr Kenntnisse in Medizin, in Deutschland erledigt Arzt das Meiste - deutsche Krankenschwester vom Arzt abhängig, weniger Befugnisse - wünscht sich mehr Befugnisse - Sprachkenntnisse nicht ausreichend → zerstört alles - wütend → Sprache behindert Arbeit → fühlt sich blöd - Familienangehörige der Patienten → Angst, Unsicherheit wenn B sie Arbeitsaufgaben/ Kommunikation/ Sprachbarriere
115 nicht versteht - Kommunikation mit Kollegen einfacher → Teamarbeit - negative Folgen für Patient → wenn Krankenschwester ihn nicht versteht - Kommunikation ist Grundlage - ohne Sprache nützt Ausbildung nichts - Kollegin sagte, dass sie blöd sei → fühlt sich manchmal blöd, weil sie nichts versteht - kann sich nicht ausdrücken → frustrierend - nur 6 Monate Deutschunterricht → noch nicht ausreichend zum Sprechen 9 26:06 I ¿Corresponde la gente alemana a la imagen que te hiciste de ella? 9 26:12 26:13-28:52 B - Stereotypen → Verallgemeinerung nicht möglich - Stimmt → kalt, distanziert, arbeitsam, ruhig (weil sie in einem Dorf leben) - Positiv: sehr respektvoll, höflich, hilfsbereit → eines Tages Freunde für immer - mag Deutsche + deutsche Kultur Leben in Deutschland /Deutsche 10 29:45 I ¿Corresponden tus compañeros del trabajo con la imagen que te hiciste de ellos? 10 29:52 B - arbeitsamer als erwartet - Organisation und Ordnung→ wundervoll - Bereitschaft zu arbeiten, Hilfsbereitschaft - in Spanien wird neuen Kollegen nicht geholfen - in Deutschland gute Teamarbeit → Kompetenz 11 31:24 I ¿Te has arrepentido de haber ido a Alemania? 11 31:28 B - Nein - sehr gute persönliche Erfahrung - sehr zufrieden - bleibt solange sie glücklich ist - jeden Tag dazulernen - allein in anderes Land gehen = persönlich wachsen
116 12 33:01 I ¿Qué piensan tu familia y tus amigos entretanto de tu paso de ir a Alemania? 12 33:06 B - Familie sehr zufrieden, vermisst sie sehr - vermisst ihre Familie, Freunde - Erfahrungen sind es wert 13 36:07 I ¿Qué planes tienes para el futuro? 13 36:11 B - weiß es noch nicht - lebt in Gegenwart 14 36:43 I ¿Te podrías imaginar quedarte en Alemania? 14 36:47 B - weiß es nicht - wenn sie nicht mehr glücklich ist, dann kehrt sie zurück - im Moment zufrieden → von Umständen abhängig 15 37:49 I ¿Te podrías imaginar vivir en otro país que no sea España? 15 37:53 B - Ja → schöne Erfahrung - jeden Tag etwas Neues erleben - jeder kleine Schritt → kleine Herausforderung → Gefühl, jeden Moment zu leben Anhang 14 - Transkript Interview B/2 Sequenz 1, Minuten 0:23-1:24 Ha sido todo un poco raro para mí. La verdad que estoy contenta, pero es difícil adaptarse cuando te vas, cuando eres inmigrante. En España estas acostumbrada a vivir de una manera, de repente vas a otro país y todo es muy diferente. Lo que más me cuesta es el idioma, me resulta muy difícil inmigrar a un país teniendo poco idioma, porque te sientes como un niño pequeño. En España estás acostumbrado pues a hablar, a comunicarte, a entender a la gente, y de repente llegas a un país extranjero, que conoces poco, conoces poca la cultura, y en el
117 cual ni entiendes cuando te hablan y ni siquiera te puedes expresar con libertad. Entonces, a mí lo que más me cuesta, yo creo que la base igual del problema de todo es el tema del idioma, el tema de no poder comunicarte, no poder entender bien, es lo más difícil. Luego por lo general, por lo demás, estoy muy contenta, me gusta mucho, yo creo que si tuviera mejor idioma, entendería más, y sería todo más fácil. Sequenz 2, Minuten 1:34-2:08 Yo sinceramente creo que en nada, muy poco muy poco, no me ayudó nada. Realmente lo único que hicimos fue un curso de alemán para aprobar el examen y poco más. A mí no me sirvió de nada. Está bien un poco para conocer el idioma y conocer un poquitín la cultura. Pero, realmente cuando llegas al país y lo vives con tus propias experiencias es cuando sabes lo que es. Sequenz 4, Minuten 03:51-04:46 Y luego tenía pensado, pues rápidamente haré amigos o conoceré a gente o me moveré más, y realmente eso es un cero, porque no tengo apenas amigos alemanes. Y realmente, luego al final, luego es un círculo vicioso, no tienes amigos alemanes, y luego te cierras más con los españoles, y luego al final siempre estás con la misma gente, con españoles. Pero, yo tenía expectativas de tener amigos alemanes, de hacer muchas cosas con alemanes, y yo estoy abierta a conocer a gente, pero, la gente es muy cerrada y es muy difícil. Y, yo lo entiendo, imagínate conocer a una española que es maja, pero, por ejemplo,
118 que habla poco el idioma, pues, al final es aburrido. Pero, que realmente puedo tener un amigo alemán, pero, conmigo para comunicarte, tienes que tener paciencia, tienes que saber hablar de una manera. Es que luego al final, yo creo que tampoco igual merece la pena. Entre que los alemanes son fríos, que cuesta hacer amigos, y luego a parte que ahora tienes poco idioma, yo creo que eso es, igual pasa aquí un año y no tengo ni un amigo, como siga así. Sequenz 5a, Minuten 5:17-06:11 Mi vida alemana, por ejemplo, es de casa al trabajo, del trabajo voy al gimnasio, del gimnasio voy a casa, no hay nada más. Se haga mucho culto de trabajo. Qué vida más alemana tengo. Sí, que tenía la expectativa de que los alemanes dedican mucho tiempo al trabajo. Pero, he llegado aquí a Alemania y me ha sorprendido del culto que tiene al trabajo y lo agradezco y me gusta, porque, por lo menos, laboralmente veo que hay mucha organización. Está todo muy organizado, luego la gente es muy competente. Pero, la gente tiene mucho culto a trabajar bien, hacer bien el trabajo, no sé, dan mucha importancia a su trabajo. Me ha sorprendido, porque, sabía que era así, pero, por ejemplo, porque en España hacen diferente las cosas y llegas aquí y ves a la gente tan dispuesto a trabajar. Sequenz 5b, Minuten 6:38–7:45 El tema de que son fríos y aburridos, un poquitín también. No todos, eh que hay de todo, pero, realmente sí. Es gente, hay de todo que no quiero generalizar, porque también me he sorprendido con mucha
119 gente. Pero, en general, dedican mucho tiempo a su trabajo y luego el tiempo libre, sí que lo disfrutan, pero, de una manera diferente que los españoles. No sé, yo igual mi tiempo libre dedico más a, adjuntarme con los amigos, no sé, a que haya vida. Pero aquí, por ejemplo, en 'Z' a partir de una hora no hay vida en la calle, no hay vida en ningún sitio. Y eso, por ejemplo, no pasa en España, porque, en España sales de trabajar, igual luego quedas con tus compañeros y tomas algo y tal, pero aquí ya a partir de una hora está todo muerto, está todo triste, está todo cerrado. Yo no veo a gente alemana, no sé, yo pienso, hay 2000 trabajadores en el Herzzentrum: '¿dónde están?'. Porque yo estoy en 'Z' son las diez y no hay nadie en la calle, o voy a un bar y hay poca gente joven, o por ejemplo, la gente está jugando a cartas, yo que sé, o por lo menos, o también, muchos amigos y no hablan entre ellos, están callados, o no se comunican, o las parejas también, como que no sé, se me hace raro eso, la vida, el que haya vida, eso lo he visto poco aquí. Sequenz 6, Minuten 08:28–08:57 Entre que tengo un horario difícil y luego tampoco puedo hacer mucho. Voy a trabajar, voy a casa, me pasa todo el día en el gimnasio. Luego también algún día voy a tomar algo con mis compañeras. Pero, no es como en España, no tiene nada que ver. Es muy aburrido y me frustra mucho no poder vivir el tiempo libre. Trabajar es trabajar, durante el trabajo soy responsable y disfruto mi trabajo muchísimo. Pero luego también quiero disfrutar mi tiempo libre.
120 Sequenz 7, Minuten 09:44-11:38 Me encanta a los alemanes, la manera de organizarse, la manera de trabajar me gusta muchísimo. Me parece que en eso están muy, muy avanzados, la verdad que se agradece. No sé, mi expectativa era de trabajadores, pero, he llegado aquí y he visto que son trabajadores y eficientes, realmente se agradece un entorno ordenado en el trabajo, me encanta, me gusta muchísimo, la verdad que yo creo que si dentro de unos años me voy a España voy a echar de menos la forma de trabajar que tienen los alemanes. El llegar a un turno, o sea, el llegar a mi turno de trabajo y ver que el turno anterior lo ha hecho todo bien, que lo ha dejado todo preparado. El saber que cualquier cosa que me haga falta de ayuda, le puedo pedir ayuda a cualquier compañero y me ayuda. Realmente, laboralmente me encanta como son, me gustan mucho y, por ejemplo, me siento también muy identificada, porque, yo también en mi trabajo, me gusta, o sea, soy perfeccionista, me gusta trabajar y hacer bien las cosas y también agradezco cuando mi compañero también lo hace. Son cosas que eso no se hace en España, ni queriendo. En España, cada uno lo suyo, mal hecho, más o menos muchas cosas y ya está. Pero aquí, el turno siguiente te deja preparadas las cosas y todo, es que todo y como te ayudan, increíble, o sea, cualquier cosa que me hace falta, pido ayudo a un compañero a otro y es que están disponibles, incluso sin pedir ayuda ya me ven con cara igual un poco de nerviosa y ya vienen y me dicen: '¿todo bien?, ¿te ayudo?'. Y, es increíble. Yo creo que tienen ese concepto, porque para ellos es importante el trabajo, que se trabaje bien. Entonces, yo creo que no les importa ayudar al compañero, porque su fin es encontrar
121 que el trabajo esté bien hecho. Sequenz 8a, 13:22-15:33 En España la enfermería tiene más competencias de medicina. Aquí tienen menos competencias. Yo, por ejemplo, en España, sacar sangre, y muchas cosas las hago yo, aquí, por ejemplo, las hace todo el médico. Aquí en Alemania la enfermera depende totalmente del médico para todo, o sea, yo no puedo ir y decir, no puedo y automáticamente y hacerlo, sino que tengo que ir donde el médico y decir le pasa esto y que el médico me dé la indicación, a mí eso a veces me cuesta un poco, porque igual tengo iniciativa, igual veo una cosa y rápidamente actúo, tal, y ya no me cuesta nada, pues si poner la medicación, o ir y hacer, pero aquí, por ejemplo, siempre antes de hacer algo tienes que ir donde el médico y preguntar al médico y tal, a veces eso me cuesta, me cuesta un poco, porque tampoco no lo entiendo, me cuesta, y tengo que cambiar, yo hago un esfuerzo por preguntarlo todo. Porque ante todo soy joven, tengo poca experiencia, y tengo que aprender muchísimo, y lo tengo muy claro, pero hay cosas que igual que tengo más conocimientos, o tengo no sé, tampoco son conocimientos, sino que tengo otra formación, entonces actúo de diferente manera, entonces me cuesta a veces decir, pararme y decir: 'habla con el médico, habla con el médico'. Me hace muy pesado, estar pendiente el médico todo el rato, pero que son cosas que yo las veo, que son básicas para mí, básicas como poner un suero, poner sangre, no son cosas que son complicadas, y el hecho de tener que depender del médico siempre, a veces me cuesta un poco, echo de menos, la verdad que
128 Gesprächsinventar Gesprächsname/nr.: Interview C/2 Nr. Zeit Transkript Sprecher InhaltHandlung Forschungsfrage 1 0:00 I Cómo han sido tus experiencias en Alemania hasta ahora? 1 0:17 C - wollte zuerst zurückkehren - Anpassungsprozess: → keine Arbeit in Spanien, muss es ertragen → wenigstens Kenntnisse erlernen: Sprache, Kultur, Arbeitsweise 2 1:14 I ¿En qué medida piensas que la anterior preparación en España te ayudó para la vida en Alemania? 2 1:23 1:23–2:01 C - nur um Sprachprüfung zu bestehen - nicht für Leben in Deutschland - Grundlage der Sprache für Prüfung Vorbereitung 3 2:03 I ¿Y tu propia preparación? 3 2:07 C - Ja 4 2:39 I ¿Han sido confirmadas tus expectativas de Alemania 4 2:51 C - Ja - Erwartungen erfüllt 5 3:19 I ¿Cómo es la vida diaria en comparación con tus expectativas anteriores? 5 3:26 3:28-4:48 5:09–5:37 C - Erwartungen nicht erfüllt: → Zeitpläne → sehr zeitig dunkel, kaum Sonne → Dorf – nicht viel Leben, nicht für junge Leute geeignet - Essen ganz anders - Menschen: → unterschiedlich → Erwartung: „kälter“, wie in Spanien (freundlich + unfreundlich) Leben in Deutschland 6 5:42 I ¿Cómo es la vida en “Z”? 6 5:46 5:52-6:29 C - kein Leben - viele ältere Leute, viele Kliniken → Leben in Deutsch-
129 Kurort - nicht viele Unternehmungsmöglichkeiten - sehr ruhig, für Rentner, nicht für junge Leute land 7 6:32 I ¿Qué puedes hacer en tu tiempo libre? 7 6:36 C - Fitnessstudio, Haushalt, Einkaufen - nicht viel Freizeit → Arbeit und Lernen 8 7:13 I ¿Vas a otras ciudades? 8 7:17 C -Ja - andere Städte besser → viele Menschen, junge Leute 9 8:10 I ¿Cómo es la vida laboral en Alemania en comparación con tus expectativas anteriores? 9 8:17 8:17-10:11 C - Arbeit in Stationen + Prozesse → entsprechen Spanien - Deutschland fortgeschrittener → Maschinen - Spanien fortgeschrittener → Verwendung Materialien, Methoden - Chirurgie: → weniger Krankenschwestern → andere Materialien → Kollegen ernster - andere Methoden, andere Materialien, Maschinen sehr gut Arbeitsweise /Arbeitsaufgaben 10 10:14 I ¿Cómo describirías tu trabajo? ¿Qué tareas tienes? 10 10:20 10:20-11:30 C - noch nicht B2 Niveau → Helfer - Vorbereitung von Materialien für Arzt + Operationsassistentin, während Operation Materialien reichen→ gute Möglichkeit zu lernen Arbeitsaufgaben 11 11:32 I ¿Cómo es el ambiente laboral? 11 11:36 11:38-12:34 C - manche Kollegen reden sehr schnell → wissen nicht mit Ausländern umzugehen - manche Kollegen sehr sympathisch Arbeitsklima/ Zusammenarbeit/ Deutsche/
130 → reden langsam - Arbeitsklima ernst, keine Privatgespräche Kommunikation/ Sprachbarriere 12 12:39 I ¿Puedes comunicar con pacientes? 12 12:46 12:54-13:26 C - Ja, um Sprache zu üben Kommunikation 13 13:29 I ¿Se ha mejorado tu nivel de alemán? 13 13:32 13:32-13:52 C - Ja - besseres Verständnis, besseres Sprechen Kommunikation 14 14:21 I ¿Corresponde la gente alemana con la imagen que te hiciste de ella? 14 14:31 14:32-15:29 C - Nein - Stereotypen stimmen nicht alle → nicht so kalt → aber sehr kleinkariert (sie selbst auch und deshalb empfindet sie keinen wirklichen Unterschied) Deutsche 15 15:32 I ¿Corresponden tus compañeros de trabajo con el imagen que te hiciste de ellos? 15 15:40 16:16-16:40 C - Nein → vorher keine Vorstellungen von ihnen gehabt - Arbeitskollegen sehr sympathisch + geduldig - im Allgemeinen sehr zufrieden mit Arbeit Arbeitsklima/ Zusammenarbeit 16 16:43 I ¿Te has arrepentido de haber ido a Alemania? 16 16:49 17:00-18:01 C - Nein → wegen Arbeit in Deutschland - Arbeit sehr gut - Glück mit Arbeit → Spanische Bekannte in anderen Regionen Deutschlands furchtbar behandelt - kein soziales Leben → deprimiert, verbittert, kann nicht sie selbst sein, kann nicht entspannen Arbeitsklima/ Zusammenarbeit 17 18:05 I ¿Qué piensan tu familia y tus amigos entretanto sobre tu paso
131 de ir a Alemania? 17 18:12 C - nicht erwartet, dass sie wirklich geht - stolz → wichtiger Schritt - unterstützen sie 18 19:23 I Y tus amigos, ¿qué piensan ahora? 19 19:28 C - wollen, dass sie zurückkehrt - vermissen sie - Unterstützung - schade, dass junge Leute Spanien wegen Arbeitslosigkeit verlassen müssen - traurig 20 20:32 I ¿Qué planes tienes para el futuro? 20 20:38 C - weiß es nicht - in größere Stadt (Berlin) oder in die Schweiz ziehen → soziales Leben 21 21:49 I ¿Te podrías imaginar quedarte en Alemania? 21 21:55 C - Ja, in anderer Stadt 22 22:01 I ¿Te vas de este hospital? 22 22:10 C - bis Anfang Mai in Deutschland - Allgemeines B2-Zertifikat in Spanien ablegen - im Sommer erneute Bewerbung in Deutschland Anhang 16 - Transkript Interview C/2 Sequenz 2, Minuten 1:23-2:01 Pues, sinceramente, eso de ayudar. Sí, me ayudó, pero, para aprobar el examen. Pero, no me sirvió como para vivir en Alemania. Me sirvió como una base para un examen, una base de un idioma, para un
132 examen. Sequenz 5a, Minuten 3:28-4:48 Muy diferente en cuanto, por ejemplo, los horarios, es que todavía ni me acostumbro a los horarios, tanto yo estoy acostumbrado a dormir mi siesta por ejemplo, y aquí cuando me levanto de la siesta ya es de noche, entonces es como un poco de depresión por eso de que apenas ves la luz, aparte de que no sale casi el sol. Luego, yo estoy acostumbrada en España a salir a la calle con mis amigas, que si para arriba que si para abajo, estar con gente, y aquí es que no puedes salir a la calle, porque, a las seis ya está todo el mundo en casa cenando. Es una vida muy diferente y aparte en este pueblo por desgracia tampoco hay mucha vida. Entonces, como te imaginas, tengo que estar encerrada. Y, a mí eso no me gusta, la verdad, porque, es yo lo veo como una vida de una persona a lo mejor de unas cuarenta años, que ya quiere estar en su casa, que no le apetece salir. Pero, yo con la edad que tengo, que va, que va, yo tengo que estar en la calle, así que una vida totalmente diferente, me ha cambiado todo, la alimentación es también muy diferente. Sequenz 5b, Minuten 5:09–5:37 La gente, yo creo que hay de todo, o sea no, me esperaba que iban a ser mucho más fríos, pero, hay de todo como en España. Hay gente que es muy fría, más tonta, otra que es más agradable, de eso no tengo queja.
133 Sequenz 6, Minuten 5:52-6:29 Aquí hay mucha gente mayor, mucha clínica, el balneario este, pero, aquí vida no hay. Solo hay un sitio para tomarte algo que la media de edad es de unos cuarenta años, o sea que, es una vida muy muy muy tranquila, muy para gente que se quiere jubilar, gente mayor. Aquí vida, nada. Para una persona joven, no. Sequenz 9, Minuten 08:17-10:11 La vida laboral depende, porque, yo empecé en planta, en planta es como en España, se hacen los mismos procesos, están muy avanzados en cuanto a máquinas, porque tienen más dinero también evidentemente. Pero, por ejemplo, en cuanto al material. Pues, que no están tan cubiertos de material como en España. Como que veo más avanzado en España en eso y en métodos, los veo más avanzados en España. Pero, claro tienen la ventaja de al tener dinero pues poder tener unas buenas máquinas. Y ahora que estoy en quirófano, que empecé ahora en enero, es muy diferente. En quirófano tienes a tres enfermos, aquí tienes a dos. Es que el material es muy diferente, porque, yo nunca lo había visto, también te digo, que yo nunca he estado en un quirófano de operaciones de corazón. Por ejemplo, en España estuve en quirófano de traumatología y neurología. Entonces, pero, que sí que la gente es más seria en quirófano y eso, y más o menos, en lo demás, es que es en hospital, entonces, más o menos, es parecido. Diferente en métodos, en material y en las máquinas que tienen aquí que son la leche, que es que es verdad.
134 Sequenz 10, Minuten 10:20-11:30 Mi trabajo ahora mismo, como tampoco tengo el B2 de alemán, estoy de enfermera circulante y eso es básicamente preparar el material tanto al médico, como a la enferma instrumentista, que la instrumentista es la que va a intervenir en la operación junto con el cirujano. Y yo solo tengo que prepararle las mesas, que darle el material a mi compañera, si ella necesita durante la operación algún material también dárselo, tener el armario y todas las cajas con todo el material necesario, por si hay una urgencia que esté todo preparado, si hay que mandar alguna prueba somos nosotras quien lo mandamos. Básicamente se trata de eso. Eso me viene bien para aprender el material y saber dónde está cada cosa, la verdad. Sequenz 11, Minuten 11:38-12:34 Muy serio la verdad, pero ya me avisaron en planta que allí hablaban muy poco. De todas formas aunque me hablen, si me explican algo muchas veces no me entero, porque hablan algunos muy rápidos, porque hay gente que no sabe tratar con extranjeros, que no pasa nada, es comprensible. Pero, hay gente muy simpática que hace hablar muy lento y otra gente que te habla rapidísimo y dices en plan venga vale cuando termines de hablar, ya, miro para otros lados, porque no me estoy enterando. Pero, en cuanto el ambiente es serio. Es que el corazón es un tema delicado, así que o son serios, o no se van a poner ahí a hablar que lo que le pasó a uno ayer en el partido o yo qué sé.
135 Sequenz 12, Minuten 12:54-13:26 Pero, cuando estaba en planta, sí que cuando le estaba haciendo algo al paciente, tomándole la tensión, lavándolo o lo que sea, ahí sí que hablaba con ellos o directamente cuando tenía algún hueco, que no tenía nada que hacer pues para practicar el idioma, si que me iba a la habitación, me ponía a hablar con ellos, es más, cogía amistad también con algún paciente. Pero claro en quirófano ahora mismo no, no hablo con ellos. Sequenz 13, Minuten 13:32-13:52 Sí, claro. Lo noto, tanto, cuando me hablan, que aunque sea por palabras sueltas, ya me imagino yo lo que me quieren decir, haciendo las frases. Y tanto a la hora de hablar que me entienden. Sequenz 14, Minuten 14:32-15:29 Yo pensaba que iban a ser más fríos, que nos iban a tratar peor, pero bueno mejor, siempre he pensado que mejor que como pensando mal y luego esperarte que es totalmente diferente, que son buena gente y que te puedes encontrar de todo y que mira en cuanto te encuentras a alguien que ni tú le soportas a él y ni él te soporta a ti, mejor cada uno por su lado y tan felices los dos, pero no, es lo que hombre. en España te dicen de los alemanes que son muy cuadriculados, que son muy fríos. Son fríos, pero no son tanto como dicen allí y cuadriculados. Sí, que lo son pero como yo también soy cuadriculada. Pues, tampoco veo mucha la diferencia.
136 Sequenz 15, Minuten 16:16-16:40 La enfermera que está conmigo todo los días, es super simpática, ya le dije que tiene paciencia impresionante conmigo. Y a parte se nota que le gusta el tema de explicar porque es que me explica todo. De forma hasta que no lo entiendo, no me deja tranquila. Así que, pero no sé, en el trabajo estoy muy contenta por lo general. Sequenz 16, Minuten 17:00-18:01 Yo creo que hemos tenido bastante suerte, de cómo nos están tratando en el hospital, porque, tú vas a otra parte de Alemania, tengo amigos en otra parte, y les tratan fatal, en la clínica, residencia, hospital o lo que sea. Pero, claro es lo que te estaba diciendo yo aquí no tengo vida social. Entonces, eso a mí me agobia, y me amarga, me apaga, no me deja ser yo misma. Entonces, es como por una parte me gusta, por el trabajo y por otra parte no me gusta, porque, no puedo como relajarme de la manera que a mí me gusta relajarme, que es salir a la calle, ver gente, estar con mis amigas, ir al cine. Yo que sé, o sea, estoy como en un punto intermedio.
137 Anhang 17 - Gesprächsinventar Interview D/2 Deckblatt des Gesprächsinventars Gesprächsname und -nummer: Interview D/2 Aufnahmedatum und -zeit: 27.01.2015, 15.58 h Dauer der Aufnahme: 16:10 Minuten Aufnahmeort: Skype, Deutschland SprecherInnen: Interviewpartnerin D, Interviewerin Aufnahme liegt vor als Tonband: ja – nein – es fehlt: - Aufnahme liegt vor als Video: ja – nein – es fehlt: - Kurzbeschreibung: Gespräch über Erfahrungen in Deutschland Charakterisierung der InterviewpartnerIn: Alter zwischen 20 und 25, durch deutsches Krankenhaus angeworbene spanische Krankenschwester Allgemeine Bemerkungen: teilweise schwer verständlich wegen schlechter Internetverbindung, Stimmung der Interviewpartnerin: ernst und traurig Als Transkription liegen vor: Minuten 0:52-1:37, 2:59-4:06, 4:17-4:54, 5:27-6:00, 6:14-6:44, 7:00-7:56, 8:04-8:16, 10:13-10:48, 10:59-12:12 TranskribentIn: Sabine Dieng-Weiß
144 Sequenz 12, Minuten 10:59-12:12 Yo pensaba que iban a ser más serios, más fríos, más cerrados y luego me he encontrado, hombre, hay de todo ¿no? Pero, la gran mayoría, pues, son abiertos, hablan contigo. No son, no los encuentro personas que sean ni muy frías, son normales. Tienen un carácter distinto quizás que nosotros, que los españoles, pero, supongo que eso también irá influenciado por el clima, por la forma de vivir, pero, luego yo me los esperaba que fueran más cerrados, más fríos, quizás más distantes. Y luego lo que es los compañeros que tengo a diario no son eso. Siempre te hablan, te preguntan, se preocupan por cómo, si te ven un día que estás más serio o que te puede pasar algo, se preocupan. Son personas que se puede hablar con ellos y no son fríos, son personas cercanas.
145 Zur Autorin Sabine Dieng-Weiß , M.A., lebt in Leipzig und ist als Verwaltungsmitarbeiterin tätig. Nach ihrem Abitur arbeitete sie für ein Jahr als Au-pair in Mijas Costa, Spanien. Daraufhin absolvierte sie an der Westsächsischen Hochschule Zwickau ihr Bachelorstudium im Studiengang „Languages and Business Administration“ mit den Schwerpunkten hispanophoner Kulturraum und Unternehmensführung. Während eines sechsmonatigen Auslandspraktikums an einer Sprachschule in Málaga, Spanien, gab sie spanischen Krankenschwestern „Konversationsunterricht“ in Deutsch. Hier wurde sie auf die Anwerbung ausländischer Fachkräfte nach Deutschland aufmerksam und machte diese zum Thema der vorliegenden für diese Publikation aktualisierte Bachelorarbeit. Im Mittelpunkt stehen dabei die Interviews mit ihren damaligen Schülerinnen. Ihren Masterabschluss in „African Studies“ erwarb Dieng-Weiß an der Universität Leipzig. Im Rahmen dieses Studiums verbrachte sie drei Monate als Praktikantin in einem Unternehmen in Dakar, Senegal. Daraufhin schrieb sie ihre Abschlussarbeit zum Thema: „ Wirtschaftsflucht? Migration aus dem Senegal “. Diese Arbeit, deren Publikation in Planung ist, befasst sich mit Hintergründen und Folgen der irregulären Bootsmigration von Westafrika nach Europa.
146 Zwickauer Forum Interkulturelle Kommunikation und Sprache http:/www.fh-zwickau.de/zwiksprache (ISSN 2700-5968) Nr. 1: Sabine Dieng-Weiß (2019): Spanische Fachkräfte in der Krankenpflege in Deutschland: Erwartungen und Erfahrungen ISBN: 978-3-946409-03-8 Resumen en español. Nr. 2: Julia Gelinski (2019): Interkulturelle Erfahrungen deutscher Studierender in spanischen Unternehmen . ISBN: 978-3-946409-01-4 Resumen en español. Nr. 3: Thomas Johnen (2019): Nominale Anredeformen in Fernsehwahlduellen: ein multilingualer Vergleich . ISBN: 978-3-946409-02-1 Resumo em português.