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Der DaF-Unterricht in der Ukraine: Probleme und Perspektiven

Paslawska, Alla

Abstract

Until recently, four foreign languages were offered in Ukrainian foreign language classes at schools and universities: English, German, French and Spanish. A few decades ago, about 20% of all learners learned German as a foreign language. In the meantime, the situation has worsened for German. Its share as a first foreign language has fallen significantly. However, it is still popular in Ukraine as a second or third foreign language. It would be a great shame if German were to disappear from foreign language teaching in Ukraine, because this language has deep roots in various parts of Ukraine and is closely linked to the Ukrainian culture. Given the current political, economic and social situation in Ukraine, which is threatened by the Russian aggression, one can hardly expect any progress in this area. On the other hand, the commitment of Ukrainian Germanists and the support of foreign partners is so strong that one can look optimistically towards the future of Ukrainian German in foreign language teaching. Particular hopes are associated with the desired end of the war and Ukraine's EU membership. It is quite possible that in the foreseeable future, Ukraine will need numerous experts with German language skills. Ukrainian German as a subject in foreign language teaching should now prepare for this.

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357 Der DaF-Unterricht in der Ukraine: Probleme und Perspektiven Alla Paslawska Zusammenfassung: Im ukrainischen Fremdsprachen-Unterricht wurden an Schulen und Universitäten bis vor Kurzem vier Fremdsprachen angeboten: Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch. Dabei lernten noch vor einigen Jahrzehnten etwa 20% aller Lerner Deutsch als Fremdsprache. Inzwischen hat sich die Situation zum Schlechteren für das Deutsche entwickelt. Dessen Anteil als erste Fremdsprache ist katastrophal gesunken. Jedoch wird es in der Ukraine immer noch gern als zweite oder dritte Fremdsprache gelernt. Es wäre sehr schade, wenn Deutsch von der Fremdsprachen-Landschaft in der Ukraine verschwinden würde, denn diese Sprache hat tiefe Wurzel in verschiedenen Teilen der Ukraine geschlagen und ist eng mit der ukrainischen Kultur verbunden. Bei der aktuellen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lage der Ukraine, die durch die russische Aggression gefährdet ist, kann man kaum Fortschritte in diesem Bereich erwarten. Andererseits ist das Engagement ukrainischer Germanist:innen und die Unterstützung ausländischer Partner so stark, dass man doch optimistisch in die Zukunft des ukrainischen DaF-Unterrichts schauen kann. Besondere Hoffnungen verbindet man mit dem angestrebten Kriegsende und dem EU-Beitritt der Ukraine. Es ist durchaus möglich, dass in absehbarer Zeit die Ukraine zahlreiche Fachleute mit Deutschkenntnissen brauchen wird. Darauf soll sich nun der ukrainische DaF-Unterricht vorbereiten. Schlüsselwörter: Deutsch, DaF-Unterricht, Ukraine, kognitiver Ansatz, kommunikativer Ansatz, interkultureller Ansatz, integrativer Ansatz. Abstract: Until recently, four foreign languages were offered in Ukrainian foreign language classes at schools and universities: English, German, French and Spanish. A few decades ago, about 20% of all learners learned German as a foreign language. In the meantime, the situation has worsened for German. Its share as a first foreign language has fallen significantly. However, it is still popular in Ukraine as a second or third foreign language. It would be a great shame if German were to disappear from foreign language teaching in Ukraine, because this language has deep roots in various parts of Ukraine and is closely linked to the Ukrainian culture. Given the current political, economic and social situation in Ukraine, which is threatened by the Russian aggression, one can hardly expect any progress in this area. On the other hand, the commitment of Ukrainian Germanists and the support of foreign partners is so strong that one can look optimistically towards the future of Ukrainian German in foreign language teaching. Particular hopes are associated with the desired end of the war and Ukraine's EU membership. It is quite possible that in the foreseeable future, Ukraine will need numerous experts with German language skills. Ukrainian German as a subject in foreign language teaching should now prepare for this. Zitiervorschlag: Paslawska, Alla (2025): «Der DaF-Unterricht in der Ukraine: Probleme und Perspektiven», in: Johnen, Thomas/ Rink-Neave, Thomas/ Wetzel, Emilia (eds.): . Zwickau: Westsächsische Hochschule Zwickau, Fakultät Angewandte Sprachen und Interkulturelle Kommunikation (ZwIKSprache; 8), 357-369. ISBN: 978-3-946409-12-0; DOI: https://doi.org/10.34806/9783946409120-l 358 Key words: German, German as a foreign language teaching, Ukraine, cognitive approach, communicative approach, intercultural approach, integrative approach. 1 Deutsch und Deutsche in der Ukraine: ein historischer Überblick Die deutsche Sprache hat in verschiedenen Teilen der Ukraine alte und reiche Traditionen. Die ersten deutschen Wörter im ukrainischen Wortschatz führt man auf das X. Jh. zurück, als die Regentin der Kyjiwer Rus’ Olga von Kyjiw Konstantinopel besuchte, um sich mit Kaiser Otto I. dem Großen zu treffen. Gerade aus jener Zeit stammen solche Wörter wie ukr. ‘Rüstung‘ got. * , ahd. ; ukr. ‘Prinz‘ got. * , ahd. uk 1982, Bd. 2: 475). Danach gab es auch weitere Entlehnungen aus dem Deutschen, die mit wichtigen politischen, wirtschaftlichen und/oder kulturellen Ereignissen auf dem Territorium der heutigen Ukraine verbunden waren. Offensichtlich waren die deutschen Einflüsse ziemlich stark, denn die ukrainische Sprache enthält über 800 lexikalische Einheiten deutscher Herkunft, die verschiedene thematische Bereiche repräsentieren – Landwirtschaft und Bauwesen, Handwerk und Handel, Geschichte, Politik und Militärwesen (vgl. Höfinghoff 2006). Tiefe Spuren haben in der Geschichte der Ukraine die deutschen Kolonisten hinterlassen, die verschiedene Teile der Ukraine – vor allem Galizien, Wolhynien und die Krim ab 13. Jh. besiedelten. Auch in den Osten der Ukraine zogen die deutschen Kolonisten, wohin man sie mit finanziellen Privilegien herbeilockte. Der Einfluss der Deutschen und des Deutschen war z.B. im mittelalterlichen Galizien so stark, dass die ganze 359 Stadtverwaltung in dessen Hauptstadt Lwiw in deutscher Sprache funktionierte (Wasyltschuk 2017). Die Zugehörigkeit der Westukraine zum Habsburgerreich in den Jahren 1772–1918, sowie die Ansiedlung in der vom russischen Zarenreich beherrschten Ostukraine der Deutschen, trugen auch dazu bei, dass die deutsche Sprache und ihre Sprecher eine wichtige kulturelle Schicht auf dem Territorium der heutigen Ukraine bildeten. Sie umfasst nicht nur den entlehnten Wortschatz, sondern auch die Sachen, die zusammen mit sie bezeichnendem Wortschatz übernommen wurden. Das sind auch zahlreiche literarische Werke von deutschsprachigen Schriftstellern, die in der Ukraine geboren und weltberühmt wurden – von Leopold von SacherMasoch und Karl-Emil Franzos, Josef Roth und Soma Morgenstern u.a.m. Bis 1940 waren die Deutschen die viertgrößte nationale Minderheit in der Ukraine. Entsprechend der sowjetischen Volkszählung 1926 bewohnten die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik 385 500 Deutsche (Chomenko 1931). Es gab sechs Nationalbezirke, deutsche Schulen, Presse, Kulturvereine. Auch deswegen wurde Deutsch in der Ukraine traditionell als erste oder zweite Fremdsprache gelernt. Sogar die Gräueltaten des national-sozialistischen Regimes auf dem Territorium der Ukraine konnten diese Tendenz nicht ruinieren. Jedenfalls wurden die Deutschen der Ukraine in den Jahren der sowjetischen Kollektivierung, Repressalien und der Hungersnot genauso wie die Ukrainer:innen vertrieben, verbannt und vernichtet. Entsprechend der letzten Volkszählung 2001 leben in der Ukraine etwa 33.000 Deutsche (Steschenko 2003–2019). Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ist diese Anzahl bestimmt viel niedriger geworden. 360 2 Theoretische Ansätze im Fremdsprachenunterricht: Welche Wege führen nach Rom? Die Didaktik des Fremdsprachenunterrichts unterscheidet seit den 90-er Jahren des 20. Jahrhunderts wenigstens drei Ansätze: den kognitiven, den kommunikativen und den interkulturellen. Sogar die Fremdsprachenlehrer, die nicht wissen, was mit diesen Ansätzen gemeint ist, entscheiden sich unbewusst für eines dieser Modelle oder ihre Kombination in dem von ihnen erteilten Unterricht. Der kognitive Ansatz, der seinen Höhepunkt in den 70er und 80er Jahren erreichte und später einer scharfen Kritik unterzogen wurde, sieht die Hauptaufgabe des Fremdsprachenunterrichts in der Vermittlung von Informationen, d.h. Daten, Fakten, Zahlen (vgl. Roche/ Suñer Muñoz 2015). Es wird erwartet, dass der Lerner Kenntnisse in Politik, Geographie, Wirtschaft usw. der Zielsprachenkultur erwirbt und sie reproduzieren kann. Die Kritik an diesem Ansatz bezog sich in erster Linie auf mangelhafte kommunikative Fähigkeiten, die dieser Ansatz dem Lerner nicht anbot. Der kommunikative Ansatz, der seit den 80er Jahren dominant wurde, hat diese Mankos beseitigt (vgl. Funk/Koenig 2001). Sein Hauptziel ist es, dem Lerner beizubringen, in Alltagssituationen sprachlich zurechtzukommen. Das umfasst allgemein „nach dem Weg fragen, um Entschuldigung bitten, kaufen, essen“ usw. Im Idealfall sollte der Lerner das Niveau eines Muttersprachlers erreichen. Aber auch dieser Ansatz erwies sich als unzureichend. Es hat sich inzwischen herausgestellt, dass zur erfolgreichen Kommunikation etwas mehr als Sprache allein gehört. Man muss auch über die Besonderheiten der Zielsprachenkultur informiert sein. 361 Das beinhaltet nun der interkulturelle Ansatz. Zwar werden die muttersprachlichen Kenntnisse nicht mehr verlangt, dafür aber die Kenntnisse von Regeln und Konventionen des Benehmens in einer fremden Kultur. Die Begriffe der fremden und der eigenen Kultur sind überaus wichtig geworden. In den letzten Jahren erheben sich aber immer heftiger kritische Stimmen gegen die Gegenüberstellung des Eigenen und des Fremden. Kritisiert wird die Behauptung, dass sich bei der interkulturellen Kommunikation und dem interkulturellen Lernen zwei unterschiedliche Kulturen begegnen und das man bei diesem Ansatz auf Gemeinsamkeiten von Menschen des eigenen und fremden Landes verzichtet, die jeweils eine Kultur bilden können (Altmayer 2006: 48). Die Lernenden seien nicht von vorne herein „Repräsentanten ‚ihrer’ Kultur“ und wollten „in der Regel auch nicht unbedingt für ‚ihre Kultur’ haftbar gemacht werden“, denn sie seien „zunächst und vor allem Individuen“ (Altmayer 2006: 49). Als Antwort auf diese Kritik bildet sich inzwischen ein neuer DaFAnsatz heraus, der sog. Konstruktivismus, unter dem man alle wichtigen unterrichtsmethodischen Prinzipien versteht (Wildenauer-Józsa 2005; Wolff 2002) und nach dem der Mensch ein informationsverarbeitendes System darstellt, das mit komplexen Wissenskomponenten ausgestattet ist. Auch dieser, etwas mechanisch wirkende Ansatz geht das Risiko ein, auf scharfe Kritik zu stoßen, denn nicht nur ein informationsverarbeitendes System macht Menschen zu Menschen, sondern es gehört etwas mehr dazu. Jedenfalls kann der an Chomskysche modulare Organisation des Wissens erinnernde Gedanke zur Ausarbeitung von Prinzipien für die Sprachvermittlung von Nutzen sein. 362 Bei aller Vielfalt der Ansätze scheint es nun, dass keiner auf die Frage „Quo vadis, Fremdsprachenunterricht?“ eine klare Antwort liefert. Aber vielleicht ist es auch gut so. Denn wir wollen uns nicht unbedingt von Neuem durch revolutionäre Ansätze kreuzigen lassen. Es sollte inzwischen klar geworden sein, dass es viele Wege gibt, die zu einem erfolgreichen DaF-Unterricht führen. Man sollte es dem Lehrer und dem Lerner überlassen, welchen Weg sie einschlagen. Was man aber unbedingt machen sollte, ihnen für jede mögliche Route eine Karte mit möglichst vielen Wegbeschreibungen anbieten. Entscheidend ist aber, dass man das Lernen als einen integrativen Prozess betrachtet, der auf vielen Ebenen basiert. Es lässt sich kaum bezweifeln, dass durch den Verzicht auf den kognitiven Ansatz die Informativität des Fremdsprachenunterrichts wesentlich nachgelassen hat. Indem man Schüler oder Studierende vor zu vielen Zahlen, Daten oder komplizierten Texten zu sehr schützt, wenn man ihnen alles dosiert und in leichter Form liefert, erweist man ihnen keinen guten Dienst. Wenn man ihnen alle möglichen Fehler entschuldigt, sich man bei ihnen für jedes dem deutschen nah klingendes Wort bedankt (Es lebe der kommunikative Ansatz!), tut man weder ihnen noch der Sprache einen Gefallen. 3 Der integrative Fremdsprachenunterricht Ein integrativer Fremdsprachenunterricht sollte sowohl informativ (kognitiv), als auch kommunikativ und interkulturell sein. Nur eine Kombination der methodischen Herangehensweisen kann einen erfolgreichen Spracherwerb gewährleisten. Solch eine anspruchsvolle Kombination muss sich aber auf eine Reihe von Voraussetzungen stützen. 363 Das sind die Modularisierung, Mehrsprachigkeit, Authentizität, Lernbewusstheit und Handlungsstrategie. Mit der Modularisierung ist gemeint, dass der Fremdsprachenunterricht alle Teilkompetenzen berücksichtigen soll, über deren Gewichte im Unterricht der Lerner in jedem konkreten Fall entscheiden soll. Wie viel Grammatik und wie viel Kommunikation man braucht, sollte sich aus der Analyse jeder konkreten Lernergruppe ergeben. Da man Fremdsprachen normalerweise lernt, nachdem man wenigstens eine Sprache (als Muttersprache) bereits beherrscht hat, sollten Sprachenvorkenntnisse im Unterricht eingesetzt werden. Diese mitgebrachten Informationen über eine andere Sprache sollen dem Lerner helfen, durch bestimmte Korrelationen oder Gegenüberstellungen besser und leichter die Gesetzmäßigkeiten einer neuen Sprache zu verstehen. Man sollte im Sprachunterricht nicht mit künstlicher Sprache spielen. Je mehr Authentizität, desto schneller findet die Adaptation in der Fremdsprache statt. Authentisch müssen die Sprache, die Situationen, die Texte und die Handlungen sein. Der Fremdsprachenunterricht sollte zu einem Film mit gutem Szenario und gutem Regisseur werden. Dann werden auch die Schauspieler ihre Rollen gut spielen. Aus der Lernbewusstheit des Lerners sollte sich seine aktive Rolle im Fremdsprachenunterricht ergeben. Je mehr Freiheit bei der Entwicklung des Lernprogramms und damit auch Verantwortung für dessen Ergebnisse die Lernenden bekommen, desto größer werden ihre Bemühungen, desto mehr suchen sie nach erfolgreichen Methoden, die sie zum Erfolg beim Beherrschen einer Sprache führen. 364 4 Der ukrainische DaF-Unterricht Alle genannten Prinzipien sind auch für den ukrainischen DaF-Unterricht von ausschlaggebender Bedeutung. Die Bestrebungen der Ukraine auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft haben auch dazu beigetragen, dass in der Gesellschaft die Bedeutung des Erlernens einer Fremdsprache ständig zunimmt. Leider spiegelt sich das in der wachsenden Rolle vor allem der englischen Sprache wider, wobei das Deutsche seine Position nur als zweite oder dritte Fremdsprache behält. Um das Erlernen der englischen Sprache in der Ukraine zu beschleunigen – nach dem Motto „Jede(r) muss Englisch können“ – wurde von dem Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Ukraine sogar ein Gesetz „Über die Verwendung der englischen Sprache in der Ukraine“ verabschiedet. Solche Aufmerksamkeit der Regierung zu einer der Fremdsprachen kann man natürlich nur begrüßen, aber andererseits, wiederspricht dieses Gesetz der Idee der Mehrsprachigkeit, insbesondere angesichts des angestrebten EU-Beitritts der Ukraine, wo auch andere Sprachen eine wichtige Rolle spielen. Das größte ukrainische Problem ist jedoch, dass die russische Aggression gegen die Ukraine, angefangen im Jahre 2014 und eskaliert im Februar 2024, das normale Leben ruiniert hat. Dadurch gibt es zurzeit Schwierigkeiten nicht nur im Bildungsbereich, sondern auch in der Politik und anderen Segmenten des gesellschaftlichen Lebens. Was den universitären Bereich anbetrifft, muss der Unterricht an zahlreichen Lehranstalten weiterhin online stattfinden, weil er ständig durch den Luftalarm unterbrochen wird. Unter solchen Umständen fühlen sich viele Studierende isoliert, es fehlt ihnen an Kontakten mit ihren Studienkolleginnen und Kollegen. Für den Unterricht können nur 365 Materialien benutzt werden, die im Internet stehen. Häufige Stromausfälle machen jede Art des Unterrichts unmöglich. Auch für Lehrende ist diese Situation zu einer großen Herausforderung geworden. Wie kann man junge Leute für die Lehre motivieren, wenn sie unter dem Krieg, unter dem Verlust der Angehörigen oder Freunde leiden, wenn sie nicht wissen, was sie in der Zukunft erwartet? Abgesehen von diesen hoffentlich vorübergehenden Umständen funktionieren Universitäten und Schulen, findet der Unterricht statt und man beobachtet sogar viele innovative Prozesse und Initiativen, die zukunftsorientiert sind. Der DaF-Unterricht in der Ukraine hat traditionell einen guten Ruf, der sowohl auf Traditionen beruht, als auch die Unterstützung des GoetheInstituts, der ZfA, des DAAD und OeAD genießt. Dazu tragen auch germanistische Schulen bei, die sich an ukrainischen Universitäten etabliert haben. Besonders hervorzuheben wären germanistische Zentren an den Universitäten Lwiw, Kyjiw, Charkiw, Tscherniwzi und IwanoFrankiwsk. Sie betreiben die traditionelle Forschung der Probleme der Sprachgeschichte, Phraseologie, Grammatik und Lexikologie, Stilistik und Fachsprachen, beschäftigen sich jedoch auch aktiv mit Problemen der Pragmatik, Textlinguistik und Diskursanalyse, Lexikographie, sowie der Didaktik und Methodik des DaF-Unterrichts. Der traditionelle DaF-Unterricht, der sich in der Sowjetzeit auf das Erlernen der Grammatik und Lesen der historischen Texte beschränkte und jede Art der Kommunikation ausschloss, ist nach der ukrainischen Unabhängigkeit seit 1991 durch Ansätze ersetzt worden, die versuchen, den Studierenden Curricula anzubieten, die eine Kombination aus theoretischen Fächern und praktischem Deutschunterricht darstellen. 5 Fachsprache im Kontext – Fallstudie einer DeutschFranzösischen Eheschließung Doris Fetscher …………………………………………………………………………………………. 76 „ ” – Formelhaftigkeit und Kreativität in Square-Dance-Calls Sabine Fiedler ………………………………………………………………………………………… 117 : Zur Terminologisierung eines nicht-fachsprachlichen Neologismus in der theologischen Fachsprache des 21. Jahrhunderts und die Problematik seiner Übersetzung am Beispiel von und Thomas Johnen ……………………………………………………………………………………… 133 Teil 2: Wissenschaftsund Wirtschaftskommunikation und : Kommunikation über Wissen und Wissenschaft zwischen Frankreich, England und Deutschland im 18. Jahrhundert am Beispiel von Mscr.Dresd.k.276.g. Ralf Christoph ………………………………………………………………………………………… 226 Vermittlung von Wissen oder Popularisierung von Einsichten – Erklärungstiefe in Beispielen von OnlineGesundheitskommunikation Jan Engberg …………………………………………………………………………………………….. 250 6 Die Kundenkommunikation von Fluggesellschaften in den sozialen Medien im interkulturellen Vergleich: Das Beispiel der Facebookseiten von Air France und Austrian Airlines Nadine Rentel ……………………………………………………………………………………….. 270 Teil 3: Innovative Ansätze zur Fremdsprachendidaktik Handlungsorientierte Fremdsprachendidaktik: Überlegungen zu Inhaltsverzeichnissen in DaF-Lehrwerken Liliia Bezugla ……………………………………………………………………………………….. 305 Empirische Studien in studentischen Abschlussarbeiten im Studienfach DaF/Z – Exemplarische Analyse typischer Fehler und (hochschul-)didaktische Empfehlungen Almut Ketzer-Nöltge / Dorothea Spaniel-Weise ………………………………………. 327 Der DaF-Unterricht in der Ukraine: Probleme und Perspektiven Alla Paslawska …………………………………………………………………………………… 357 Innovative Learning Partners: Using an AI chatbot for French Language Acquisition in Business Administration Thomas Tinnefeld ………………………………………………………………………………. 370 Zu den Autorinnen und Autoren dieses Bandes ……….……. 406 Zwickauer Forum Interkulturelle Kommunikation und Sprache (ISSN 2700-5968) http://www.fh-zwickau.de/zwiksprache Nr. 1: Sabine Dieng-Weiß (2019): ISBN: 978-3-946409-03-8; DOI: https://doi.og/10.34806/q7yr-7c44 https://d-nb.info/1210446189/34 Resumen en español. Nr. 2: Julia Gelinski (2019): . ISBN: 978-3-946409-01-4; DOI: https://doi.org/10.34806/rfv9-b177 http://d-nb.info/1216496854/34 Resumen en español. Nr. 3: Thomas Johnen (2019): . ISBN: 978-3-946409-02-1; DOI: https://doi.org/10.34806/19wq-t276 https://d-nb.info/1210449269/34 Resumo em português. Nr. 4 Bao Trang Ngo (2021): ISBN: 978-3-946409-05-02; DOI: https://doi.org/10.34806/x4gd-gm78 https://d-nb.info/123599273X/34 Nr. 5 Thomas Johnen/ Christopher Mattern/ Jasmin Wunderlich (red.) (2023): Zwickauer Forum Interkulturelle Kommunikation und Sprache (ISSN 2700-5968) http://www.fh-zwickau.de/zwiksprache . ISBN: 978-3-946409-08-3; DOI: https://doi.org/10.34806/679p-3b04; https://d-nb.info/1312838353 Nr. 6: Thomas Johnen/ Liliane Santos/ Jürgen Schmidt-Radefeldt (eds.) (2025): In Memoriam . ISBN: 978-3-946409-07-6; DOI: http://dx.doi.org/10.25656/01:32962 https://d-nb.info/1365023265/34 Zusammenfassungen auf Deutsch Nr. 7: Carlos Roberto de Oliveira Lima/ Gabriel Silva Xavier Nascimento/ José Raimundo Rodrigues (Orgs.) (2025, no prelo/ im Druck): . ISBN: 978-3-946409-09-0; Abstracts in English; Zusammenfasungen auf Deutsch Nr 8: Johnen, Thomas/ Rink-Neave, Thomas/ Wetzel, Emilia (eds.): . ISBN: 978-3-946409-12-0; DOI: https://doi.org/10.34806/9783946409120 Abstracts in English; Zusammenfasungen auf Deutsch