Volkswirtschaftliche Probleme des deutschen Außenhandels. Bericht über die erste Mitgliederversammlung des Vereins für Socialpolitik
Abstract
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Full text
Alb ech , Ge ha d (Ed.); A nd , Helmu (Ed.)
Book
Volkswi scha liche P obleme des deu schen
Außenhandels. Be ich übe die e s e
Mi gliede e sammlung des Ve eins ü Socialpoli ik
Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 1
P o ided in Coope a ion wi h:
Ve ein ü Socialpoli ik / Ge man Economic Associa ion
Sugges ed Ci a ion: Alb ech , Ge ha d (Ed.); A nd , Helmu (Ed.) (1949) : Volkswi scha liche
P obleme des deu schen Außenhandels. Be ich übe die e s e Mi gliede e sammlung des Ve eins
ü Socialpoli ik, Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 1, ISBN 978-3-428-41187-0, Duncke &
Humblo , Be lin,
h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41187-0
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Sch i en des Ve eins ü Sozialpoli ik
Gesellscha ü
Wi scha s-
und
Sozialwissenscha en
Neue
Folge Band 1
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SCHRIFTEN
DES
VEREINS
FUR
SOZIALPOLITIK
Gesellsdla
ü
Wi sdla s- und Sozialwissensdla en
Neue
Folge Band 1
Ve handlungen au de Tagung
de Volks- und Be iebswi e
in Ma bu g /Lahn
15.
und
16.
Sep embe
1948
He ausgegeben
on
P o . D . Ge ha d Alb edl und
D .
Helmu A nd
VERLAG
VON
DUNCKER
&
HUMBLOT
BERLIN
UND
MUNCHEN
1949
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Ve handlungen au de Tagung
de Volks- und Be iebswi e in Ma bu gjL.
1948
Volkswi scha liche P obleme
des
deu schen Außenhandels
Be ich
übe
die
e s e
Mi
gliede -V e samml ung des Ve eins
Be u sausbildung
und
Be u saussich en
de
Wi scha swissenscha le
VERLAG
VON
DUNCKER
&
HUMBLOT
BERLIN
UND
MUNCHEN
1949
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Alle
Rech e
o behal en
Euke d uck
KG.,
Ma bu g/Lahn
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Inhal s e zeichnis
Vo wo
........
.
E s e
Tag
Sei e
7
E ö nung und Beg üßung •
11
Ansp ache
on
Adol
Webe
• . • . . . .
17
Re e a
on
F i z W.
Meye :
Volkswi sma llme P obleme des deu smen
Außenhandels.
25
Aussp ache . . . . . . .
46
Zwei e
Tag
Mi gliede e sammlung
Kons i ule ung des Ve eins ü Sozialpoli ik -Gesellsma ü
Wi sma s- und Sozialwissensma en . . . . . . . . . . .
.,
83
Re e a on He mann Ellinghaus:
Be u sausbildung und Be u saussim en
de
Wi sma swissensma le
86
Abschluß de Tagung . . • . . . . . . . .
101
Anhang
I. Zu Vo geschich e de G ündung des "Ve eins ü Sozial-
poli ik -Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en"
Die Ro henbu ge Tagung de Volkswi e 1947. • • • .
105
Ansp ache
on
OUo
on
Zwiedinem-Südenho s . • • .
110
Fo se4ung des Be ich es on de Ro henbu ge Tagung
118
II.
Sanie ung de deu schen Wi scha . G undsä ze eines
wi scha spoli ischen So o p og ammes • . . • • • • .
125
III.
Lis e de Teilnehme an de Abendsi zung des
27.
Sep embe
1947
in Ro henbu g ob de
Taube .
. • . • . • • • • •
133
IV. Sa zung des Ve eins ü Sozialpoli ik -Gesellscha ü
Wi scha s- und Sozialwissensma en . • . . • • . • •
134
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Die lange, s olze Reihe de Sch i en des Ve eins ü Sozialpoli ik,
de ein
1873
e schienene Be ich übe die Ve handlungen de "Eisen-
ache Ve sammlung zu Besp echung de sozialen F age" am
6.
und
7.
Ok obe
1872
o angegangen wa , ha e im Jah e
1939
mi
dem
188.
Bande ih en Abschluß ge unden.
E
en häl die "Geschich e
des Ve eins ü Sozialpoli ik" on
F anz
Boese,
de ein Vie eljah -
hunde in hingebende T eue des Sch i üh e am es des Ve eins
gewal e ha e. Sie ha e du ch die in de Mi gliede e sammlung
om
25.
Ap il
1936
in
Be lin beschlossene und in eine le z en Ve -
einszusammenkun daselbs am
19.
Dezembe bes ä ig e und hie -
nach ollzogene Au lösung des Ve eins ü Sozialpoli ik den Cha ak-
e
eine Abschieds- und E inne ungssch i e hal en.
Fas
genau
75
Jah e nach de Eisenache Zusammenkun , dem "Vo -
spiel ü die En s ehung eine du ch iele Jah zehn e daue nden O -
ganisa ion" (Boese,
S.6),
gegen Ende Sep embe
1947,
wu de au
de e s en Zusammenkun de olks- und be iebswi scha lichen
Hochschulleh e nach dem ü das deu sche Schicksal so e hängnis-
ollen zwei en Wel k ieg in Ro henbu g
ob
de Taube die Neug ün-
dung des Ve eins ü Sozialpoli ik beschlossen und dann au de
e s en Mi gliede e sammlung in Ma bu g/Lahn am
16.
Sep embe
1948
un e dem Namen "Ve ein ü Sozialpoli ik -Gesellscha ü
Wi scha s- und Sozialwissenscha en" ollzogen.
Daß die wiede e s andene achwissenscha liche Ve einigung de
Ve e e und F eunde de Wi scha swissenscha en die T adi ion
des al en Ve eins ü Sozialpoli ik au zunehmen und o zu üh en ge-
sonnen is , komm in de Wahl ih es Namens zum Ausd uck, de als
Doppelname eilich zugleich da au hindeu e , daß, wie schon längs
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14
E ö nung
und
Beg üßung
au ged ück .
Mi
ihm is iel zu üh ein hoch be ähig e und imme
o wä sd ängende Kollege, ein lau e e und menschlich we olle
Kämp e ü die Wah hei on uns gegangen.
E
is eines e eh ungs-
ollen und eundscha lichen Gedenkens
in
unse en Reihen siche .
Meine Damen und
HeI'1 en!
Im Mi elpunk e de Ro henbu ge Tagung
im o igen Jah e ha e als das damals b ennends e P oblem de deu -
lichen Wi scha die Wäh ungs age ges anden. Nach ech empe a-
men ollen Auseinande se zungen is es damals gelungen, die bei
allen Meinungs e schiedenhei en doch ode ge ade deshalb seh
uch ba e Aussp ache in de Ab assung eines Memo andums
2)
übe
die Sanie ung de deu schen Wi scha auszuwe en, das on
48
Kol-
legen un e zeichne wu de.
Wi
können heu e es s ellen, daß die
wi scha spoli ischen Maßnahmen dieses Somme s, ganz besonde s
diejenigen, die de Wäh ungsbe einigung ge olg sind und eine g und-
legende Wendung des Gesam ku ses de deu schen Wi scha s üh-
ung eingelei e haben,
im
wesen lichen den G undgedanken jenes
Memo andums en sp echen. Wie o einem Jah e bilde auch au de
gegenwä igen Tagung unse Ve handlungs hema
die
F age, die, wie
damals die ungelös e Wäh ungs age, heu e das b ennends e, bishe
im Zuge de wi scha lichen Neuo ien ie ung ungelös gebliebene
P oblem da s ell , dessen, und zwa möglichs un e zügliche Lösung
nach meine Au assung on i ale , ja en scheidende Bedeu ung
ü den endgül igen E olg de in Ang i genommenen deu schen
Wiede au baupoli ik is , das außenwi scha liche P oblem. Ich gebe
dem Wunsche Ausd uck, daß unse e Bemühungen
um
seine Klä ung
au unse e Tagung diese den S empel eine ü unse e Wi scha
und dami ü unse Va e land nü zlichen und e olg eichen Ve an-
s al ung au p ägen mögen.
D .
MIKSCH
(F ank u ), Ve e e de Bizonalen Ve wal ung ü Wi -
scha :
Meine Damen und He en!
Es is nich meine Absich , Ihnen i gend ein Re e a zu hal en, abe
da
He
P o esso D . Alb ech mich als Ve' e e de Ve wal ung
ü Wi scha angesp ochen ha , möch e ich Ihnen einige
Wo e
sagen. Sie haben ja alle beobach e , was sich
in
den le z en Mona en
abgespiel ha .
Wi
haben e such , eine öllig neue wi scha spoli-
ische Linie einzuschlagen. Ich glaube, man kann sagen, daß es im
g oßen und ganzen ein auße o den liche E olg gewesen is , ein E -
2)
Siehe Anhang,
11.
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D . Miksch (F ank u >
15
olg, de um so g öße e schein , wenn man ihn mi den P ognosen
e gleich , die o de Ums ellung zu hö en wa en. Daß o zdem
keine ech e Zu iedenhei einge e en is , lieg da an, daß die Zeichen
de No . nun
in
ih e ollen Schä e in E scheinung e en. Es is
selbs e s ändlich, daß de Lebenss anda d ein seh ie e sein muß
und daß die Löhne en wede nied ige ode die P eise seh iel höhe
sein müssen als o dem K iege. Das ände abe nich s da an, daß
de eigen liche E ek e ziel wo den is : eine S eige ung de Kau -
k a und S eige ung de
Lebens~ ä e
ge ade bei de a bei enden
Be ölke ung und in olgedessen auch eine wesen liche S eige ung de
A bei sleis ung und P oduk ion. Auch au sozialem Gebie ha die
Re o m einen güns igen E olg gehab . Die sozialen Unge ech ig-
kei en, die o de Wäh ungsI e o m bes anden, wa en ganz unglaub-
lich. De Besi ze de
Wa e
ha e alles, wäh end de on de
Wa e
Abgeschni ene nich s ha e. Wi ho en, daß du ch die Gesundung
des Geldes die Ve eilung sozial ge ech e we den wü de. Das is
auch einge e en.
Was
wi alle dings nich be ücksich ig haben, is ,
daß die soziale Unge ech igkei o de Wäh ungs e o m nich sich -
ba
wa . Heu e is die Ungleichhei wiede sich blli . Da übe e eg
man sich, wäh end man den iel schlimme en Zus and ühe wide -
s andslos hinnahm. Dazu komm , daß die P eiss eige ung sei de
Re o m bei wei em übe schä z wi d. Die P, eise sind schon sei
1938
unun e b ochen ges iegen, und die S eige ung o de Re o m e -
häl sich zu de , die sei dem einge e en is , wie 8:
2.
Das wi d be-
wiesen du ch die No malp eise, die wi e ö en lichen, die keine
Höchs p eise sind, sonde n die nu sagen, was heu e ein Schuh usw.
kos en da . Sie zeigen, daß die angenommenen P eise ga nich so
wei on den e ek i en P eisen de Gegenwa en e n sind, wo aus
he o geh , daß das gegenwäJ ige P eisni eau keineswegs so übe -
höh is , wie iel ach behaup e wi d. Das eigen liche P oblem de
ganzen Sache is ein ande es.
Wi
wa en uns on o nhe ein da übe
im
kla en, daß de Ve such eine ma k wi scha lichen Ums ellung
au g oße Schwie igkei en s oßen wü de, weil keine aus eichende
Elas izi ä o handen wa , o allem nich
im
Außenhandel. Abe wi
müssen dazu bei agen, die Vo ausse zungen selbs zu scha en.
Es wa
1945
ein schwe e Fehle , abzuwa en und e s die Vo aus-
se zungen ü eine Wäh ungs e o m scha en zu wollen, und es wä e
de gleiche Fehle , heu e zu wa en, bis de Außenhandel ei is .
Wi
müssen e suchen,
o ~ ei end
selbs den Zus and he beizu üh en,
den wi wünschen. Und dabei bin ich bei dem P oblem, übe das He
D . Meye e e ie en wi d. Wenn die F age de Rohs o impo e ge-
lös is , so we den sich auch die P obleme de P eisbildung leich e
lösen lassen.
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16
E ö nung
und
Beg üßung
Bü ge meis e
GASSMANN
(Ma bu g), Ve e e de S ad Ma bu g:
Meine
seh e eh en Damen und He en!
Ich habe die g oße Eh e, Ihnen aus Anlaß de heu e beginnenden
Ta-
gung die G üße des Magis a s zu übe "mi eln, Sie in den Maue n de
Uni e si ä ss ad Ma bu g willkommen zu heißen und Ih e Ve an-
s al ung einen gu en Ve lau zu wünschen. Ma bu g is eine S ad -
was besonde s de auswä ige Besuche , de aus eine bombenze -
s ö en Gegend komm , als sel ene Wohl a emp inde
-,
die olle
landscha liche Reize und Schönhei en s eck und ge ade als Ta-
gungso einen besonde s wü digen äuße en Rahmen abgib . Ma -
bu g bilde einen kul u ellen Mi elpunk
im
Lande Hessen, on dem
eges geis iges Leben nach alIen Sei en hin auss ahl . Ma bu g ha
abe auch eine ande e Sei e, die dem Außens ehenden kaum ins Auge
älI . Dadu ch, daß unse e S ad on äuße en K iegse eignissen nahe-
zu e schon geblieben is , ha sich ein ungeheu e S om on E aku-
ie en und Flüch lingen hie he e gossen, de es mi sich b ach e,
daß unse e Be ölke ung
um
meh als
60
Pmz.
gegenübe
1939
ange-
s iegen is . Und da in lieg auch die U sache beg ünde , daß sich
hin e den unze s ö gebliebenen Häuse maue n ein ungeheu es
Maß
on sozialem Elend e bi g .
Mal bu g,
bishe ohne nennens-
we e Indus ie, is heu e die S ad Hessens mi de ela i g öß en
A bei slosigkei und mi dem höchs en P ozen sa z
an
Wohl ah s-
un e s ü zungsemp änge n. AlIein die Zahl de hil sbedü igen A -
bei sun ähigen beläu sich au übe 8 P oz. de gesam en Be ölke-
ung und is in Auswi kung de Wäh ungs e o m noch wei e
im
Ans eigen beg i en. Diese knappen Andeu ungen, e eh e An-
wesende, mögen dazu dienen,
um
deu lich zu machen, welche schwe e
soziale Hypo hek au de landscha Hch so he lich gelegenen S ad
Ma bu g las e , eine Ta sache, die zum Zwecke de Ab undung des
Gesam bildes
in
einem K eise wie dem Ih igen nich une wähn blei-
ben kann. Ich da meine ku zen G ußwo e beenden mi dem Wun-
sche, daß Sie neben Ih e Tagungsa bei auch e liche S unden de
E holung und En spannung inden, die so angenehm e lau en mögen,
daß noch o Ih e Ab eise
in
Ihnen de En schluß ei , so bald und
so o wie möglich unse schönes und zu jede Gas eundscha be-
ei es Ma bu g du ch wei e e Besuche beeh en zu wolIen.
P o esso D . Alb ech (Ma bu g/Lahn):
Ich danke den He en Vo edne n ü die eundlichen Wo e, die sie
zu Beg üßung an uns ge ich e haben, und bi e nunmeh He n Ge-
heim a Webe , die Ve handlungslei ung
zu
übe nehmen.
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Ansp ache Geheim a P o esso D . Adol Webe (München)
17
Geheim a P o esso D .
AnoLP
WEBER
(München), das P äsidium
übe nehmend:
Meine Damen und He en!
Zunächs möch e ich in unse e alle Namen unse em e eh en
He n Kollegen Alb ech ech he zlich da ü danken, daß e nun
zum zwei en Male un e schwie igen äuße en Ums änden die Vo -
be ei ungen ü eine Tagung übe nommen ha , die den G unds ein
legen soll ü den o ganisie en Au bau unse e Zusammena bei .
Wenn ich dem Wunsche, einige Beme kungen zu unse en Ve hand-
lungen o auszuschicken, olge,
so
möch e ich zunächs Ih e Au -
me ksamkei au eine Tagung lenken, die o genau
24
Jah en in
S u ga den Ve ein ü Sozialpoli ik und die Ve einigung wi -
scha swissenscha liche Hochschulleh e zusammen üh e. Das
Thema de Ve handlung
wa
damals das gleiche wie heu e, und wie
heu e ha en wi auch damals das Ge ühl, mi genaue No eine wi -
scha lichen Ka as ophe en onnen zu sein, die die Folge de Geld-
uno dnung wa . Damals, im Sep embe
1924,
wa en wi alle dings
schon e was wei e als heu e. Es wa nich nu die neue Reichsma k
endgül ig s abilisie , sondem sie wa auch
im
in e na ionalen Zah-
lungs e keh mi dem Dolla und dem P und S e ling au gleiche
S u e ges ell wo den. Das ha en wi nich i gendwelchen
Pa a-
g aphen, auch nich de Ren enma k, die nu ein o läu iges B e
übe den Sump wa , zu e danken, sonde n eine olge ich igen
ücksich slos du chge üh en K edi - und Finanzpoli ik.
Wi
haben
es e gessen, daß
im
Dezembe
1923
die Gehäl e
in
den obe en
S u en au ein Vie el und diejenigen in den mi le en Gehal ss u en
au ein D i el de F iedenssä ze he un e gese z wu den, daß in de
e s en Häl e des Jah es
1924
de Zins am o enen Geldma k au
100
P oz. und meh ans ieg und daß im Kon oko en e keh
80
P oz.
Zinsen gezahl we den muß en. Wenn wi nun auch
in
de zwei en
Häl e des Jah es
1924
eine wi kliche Geldo dnung
el'1 eich en,
so
wa es doch selbs e s ändlich, daß unse Wi scha sleben noch die
g öß en Schwie igkei en zu übe winden ha e. Du ch den Aus e kau
und dadu ch, daß wi in de echnischen En wicklung hin e dem
Ausland als Folge de In la ion zu ückgeblieben wa en, ha e unse e
Wi scha g oße
Mühe,
sich de Auslandskonku enz zu e weh en.
Dennoch haben wi damals in S u ga mi eine as an Eins immig-
kei he an eichenden Meh hei eine Resolu ion angenommen, die sich
ü wi scha liche Solida i ä und ü Eingliede ung de deu schen
Volkswi scha in die in e na ionale A bei s eilung un e Ve zich
au P o ek ionismus aussp ach.
Wi
hiel en das damals ü so wich-
ig, daß wi zum e s en Male in de Geschich e unse e O ganisa ion
z
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18
E ö nung
und
Beg üßung
und bishe das einzige
Mal
eine diesbezügliche Resolu ion aß en
und.
de
Ö en lichkei un e b ei e en. Als Lei e de Ve handlungen und
als Vo si zende de Ve einigung wi scha swissenscha liche
Hochschulleh e e hiel ich den Au ag, diese En schließung auch
denjenigen Kollegen o zulegen, die an unse en Ve handlungen nich
eilgenommen ha en. Insgesam bekann en sich meh als
90
P oz.
de wi scha swissenscha lichen Leh e an den deu schen Hoch-
schulen
zu
de S u ga e Resolu ion. Zwei Jah e danach wu de de -
selbe Gedanke au de Tagung des Ve eins ü Sozialpoli ik in Wien
e neu un e s ichen, Be nha d Ha ms schloß un e allgemeine Zu-
s immung sein Re e a , indem e de Ho nung Ausd uck gab, die
Zei , die o uns liege, möge eine Epoche de wiede e wachenden
wel wi scha lichen Ve nun sein.
Ku ze
Zei spä e , im Ok obe
1926,
e ö en lich en eUi opäische Wi scha s üh e eine gemein-
same E klä ung,
in
de es hieß: "Keine E holung kann ein e en, bis
die Poli ike
in
allen Lände n, in den al en und in den neuen, sich
da übe kla gewo den sind, daß Handel kein K ieg is , sonde n ein
Aus auschp ozeß, daß
in
Zei en des F iedens unse e Nachba n unse e
Kunden sind und daß ih Wohls and eine Vo bedingung ü unse
eigenes Wohle gehen is ."
Wi
ho en, daß die poli ischen Pa eien und die S aa smänne , die
aus den poli ischen Pa eien he o zugehen p legen, au diese Mah-
nungen hö en wü den. Abe wi ho en e geblich. Es wu de ak isch
on den Siege s aa en de K ieg mi ande en Mi eln o gese z . In
den Ve einig en S aa en blieb man bei eine Isolie ungspoli ik, man
glaub e sich leis en zu können, Gläubige land mi Schuldne land-
men ali ä zu sein. G oßb i annien ha e e gessen, daß es Anke
gewo en ha e o Eu opa, es glaub e, in einem Wel eich, das sich
au seine übe seeischen Ein lußgebie e s ü z e, sein Zukun sheil e -
blicken zu können. F ank eich
wa
s olz
d u au ,
daß es als Mus e -
land de Au a kie gal und daß es zue s die Ein uh kon ingen ie ung
als handelspoli ische Abweh maßnahme einge üh ha e. Sowje uß-
land hiel auch in de Zei des Nep-Sys ems am Außenhandelsmono-
pol es , es ha
in
de ganzen Zei zwischen den beiden Wel k iegen
im
Du chschni de einzelnen Jah e nich einmal die Quo e am Wel -
handel e eich , die sich das kleine Dänema k
zu
siche n e moch e.
Was
das wel wi scha lich bedeu e , wi d kla , wenn man weiß, daß
Rußland in de za is ischen Zei so iel Ge eide expo ie e wie USA,
A gen inien und Kanada zusammengenomme i. Eine P ophezeihung,
die Schmolle
im
Jah e
1900
ausgesp ochen ha e, schien Wi klich-
hei gewo den zu sein, es wü den sich iesenha e Reiche bilden, "die
mi ih e expansi en K a alle ande en S aa en he abd ücken, ja sie
e nich en, wi scha lich einschnü en, ihnen das Lebenslich aus-
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Ansp ache Geheim a P o esso D . Adol Webe (München)
19
zublasen d ohen". In de Abkeh on de wel wi scha Iichen A -
bei s eilung
de
Siege s aa en nach
1918
lieg ein Haup g und, iel-
leich
de
Haup g und ü das Fu ch ba e, das wi und die ganze
Wel
in
dem le z en halben Menschenal e du chzumachen ha en.
Aus de Gesam eins eIlung e klä sich auch die du ch und du ch
mißglück e Repa a ionspoli ik. Ich glaube, daß de
Wilhelm
Röpke
om Jah e
1931
de Wah hei iel nähe gekommen is , wenn
e
da-
mals mein e, die Repa a ionen seien "in wi scha liche und poli-
ische Hinsich Dynami ", als de Röpke om
Jah e
1946,
de Lo d
Keynes o wa , am zwei en Wel k ieg mi schuld zu agen, weil
e
nach
1918
ü Mäßigung hinsich lich de Repa a ionslas en ein-
ge e en sei.
Wi
haben jeden alls allen Anlaß, Keynes auch da ü
zu danken, daß e ühzei ig unbe angen die wel wi scha lichen Zu-
sammenhänge ich ig sah und ü Deu schland Ve s ändnis zeig e,
als das, unmi elba nach dem e s en Wel k ieg,
Mu
e o de e.·
Leide ha en auch maßgebende deu sche Wi scha spoli ike den
Sinn unse e Kundgebungen on S u ga und Wien nich beg i en.
Insbesonde e auch nich lIjalma Schach .
E
ha sich ohne Zwei el
dadu ch g oße Ve diens e e wo ben, daß un e seine Füh ung das
deu sche Volk seine Wäh ung s abilisie e, und zwa aus eigene
K a ; de
Da
wes
plan
a
e s Ende
1924
in
K a . In de Folge-
zei
ha
e
dann abe die eigene K a de deu schen Wi scha übe -
schä z , die Abhängigkei om Ausland und die No wendigkei aus-
ländische K edi hil e un e schä z . Die Folge wa , daß sich bei ihm
eine A Idiosynk asie gegen De isen eins ell e, daß e meh De isen
ans e ie e, als nach dem Wo lau und dem Sinne des Dawesplanes
nö ig wa , und schließlich einen blindwü igen Kamp gegen lang-
is ige K edi e üh e. Sowei sich diese Kamp gegen unzweck-
mäßige Ve wendung de Auslandsk edi e und dagegen ich e e, daß
de a ige K edi e ohne genügend so g äl ige kau männische Kalku-
la ion on ö en lichen Kö pe scha en an ö en liche Kö pe scha en
bewillig wu den, is gegen sein Ve hal en nich s einzuwenden. Abe
bedenklich wa , daß
e
sich gegen die lang is igen K edi e als solche
wand e mi de Folge, daß nun
um
so meh ku z is ige K edi e nach
Deu schland lossen, das angesich s seine g oßen Kapi ala mu hohe
Zinsen bewilligen muß e und dem un e dem D uck de Ums ände
kaum e was üb ig blieb, als die ku z is igen K edi e lang is ig zu
in es ie en, was sich
um
so e hängnis olle auswi ken muß e, als
die Banken nich ü genügende alu a ische Rese en geso g
ha en. Die deu sche Volkswi scha sleh e ha au die mi diese
Geld- und K edi poli ik e bundenen Ge ah en ech zei ig und mi
g öß em Nachd uck au me ksam gemach . Sie schwieg auch nich ,
als die wel - und olkswi scha lichen Fehle nach Ausb uch de
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20
E ö nung
und
Beg üßung
Wel wi scha sk isis du ch de la ionis ische Maßnahmen ko igie
we den soll en. Als nach dem Zusammenb uch de Dana bank Reichs-
kanzle B üning eine Kon e enz on Sach e s ändigen einbe ie , um
die zu e g ei enden Maßnahmen zu klä en, leg en wi diesen Sach-
e s ändigen ein Memo andum o ,
in
dem au das Bedenkliche de
e zwungenen P eis- und Zinssenkungen hingewiesen wu de. Gleich-
zei ig mach en wi abe auch da au au me ksam, daß die
40
p oz.
im
No enbankgese z o gesehene Gold- und De isendeckung bei
de
ge-
gebenen Sachlage jeden Sinn e lo en habe. Einige Zei spä e ha
man eingesehen, daß wi mi unse en Einwänden ech ha en, abe
es wa zu spä . Die na ionalsozialis ischen Demagogen mach en sich
die Folgen de begangenen wi scha spoli ischen Fehle zunu ze.
Rein wi scha spoli isch
wa
es nach de "Mach übe nahme" ein
Glück, daß Hi Ie nich nu nich s on wi scha lichen Dingen e -
s and, sonde n daß
e
es auch selbs wuß e und ebensowenig on
Go ied Fede e wa e e, de o dem onangebend ü wi scha s-
Doli ische F agen im na ionalsozialis ischen Lage wa . Die Füh ung
de Wi scha spoli ik wu de zunächs wi klichen Sachkenne n übe -
lassen; auße Schach Männe n wie
Posse,
Papi z, T endelenbu g,
Gö dele . O enba
wal en
die e s en p og amma ischen E klä ungen
Hi le s bemüh , eine ela i en wi scha spoli ischen Ve nun den
Weg zu bahnen. De Ma k p eispoli ik und de p i a en Ini ia i e
wu de das
Wo
gegeben, die Au a kiebes ebungen wu den
im
Ge-
gensa z zu dem,
Was
ku z o dem Fede e künde ha e, mi alle
Bes imm hei abgelehn . F eilich ließen sich die o
1933
gemach en
Fehle nich
im
Handumd ehen besei igen, das gil insbesonde e on
de De isenpoli ik. Dazu kam, daß sich die Wi scha spoli ik VOll
de na ionalsozialis ischen Wel anschauung nich ab ennen ließ.
Wi
ha en als Wissenscha le die P lich , dem
ge äh 1!ichen
Unsinn, den
die Na ionalsozialis en ih e Wel anschauung nann en, insbesonde e
dem Rassenwahn und Zäsa enwahn mi alle En schiedenhei en -
gegenzu e en und dies nich nu hin e e schlossenen Tü en und in
s eng e aulichen Denksch i en; abe wi wä en uns als Wissen-
scha le un eu gewo den, wenn wi uns zu eine These bekann
hä en, die einzelne unse e emig ie en Kollegen e a en und die
F ieda
~'(Iunde lich
so o mulie e: "De Na ionalsozialismus kann
nich nach den Au assungen eine zi ilisie en Wel des Wes ens
un e such we den,
e
is mi einem objek i en leidenscha slosen
U eil un e einba ." Die hie ge o de e Schwa z-Weiß-Male ei
wü de auch ein poli isch das Gegen eil on Klughei gewesen sein.
Die ela i e wi scha liche Ve nun , die sich ü ein paa Jah e
nach de Mach übe nahme du chse z e, hiel nich lange an. Als
in
Nü nbe g de "Pa ei ag de F eihei " die wah en außenpoli ischen
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21
Ziele des Na ionalsozialismus en hüll e, muß e es uns
kla
sein, daß
an die S elle de Wi scha eine Ve wi scha ung a , die mi den
G undsä zen eine Ma k p eisbildung un e einba wa . T o z de da-
mi e bundenen Schwie igkei und Ge ah haben wi mi K i ik
nich zu ückgehal en; ich glaube sagen zu dü en, daß wi ehe als
die ausländischen Fach e e el die besonde en Ge ah en de e -
deck en In la ion e kann haben und aus unse e heo e ischen
E -
kenn nis p ak ische Schluß olge ungen zu ziehen bemüh wa en.
An
die S elle de
Spi1 ale
eine ges eige en Umlau sgeschwindigkei
des Geldes, wie sie ü die o ene In la ion cha ak e is isch is , se z
sich bei de e deck en In la ion, je länge je meh , die Spi ale eine
zunehmenden A bei sunlus und e minde e B giebigkei des A -
bei sp ozesses du ch. In eine au o i ä ge üh en Wi scha kann
das bis zu einem gewissen G ade we gemach we den du ch ück-
sich slosen A bei szwang. Nach dem Zusammenb uch ehl e diese
Lückenbüße ,
e
muß e e se z we den
dUJ ch
die Millia den-Almosen
des Auslandes, die abe die Ka as ophe nu hinausschieben, nich
zu e hinde n in de Lage wa en.
Au
de G undlage on o be ei enden A bei en, die wäh end des
K ieges du chge üh wu den, ha be ei s
im
Mai
und Juni 1945 ein
kleine K eis on wi scha swissenscha lichen Hochschulleh e n,
un e s ü z on einigen P ak ike n, zwei Gese zen wü e übe dia
Neuo dnung des Geldwesens und übe den Las enausgleich ausge-
a bei e .
Wi
hiel en die Ge ah en, die on de Gelduno dnung aus-
gingen, ü so g oß, daß wi glaub en, es müsse un e züglich Re-
medu gescha en we den. Be ei s An ang Juli haben wi unse e Ge-
se zen wü e mi eine aus üh lichen Beg ündung
im
F ank u e
Haup qua ie des Gene als Eisenhowe übe eich .
Wi
haben nich
einmal eine An wo e hal en. Damals wunde en wi uns da übe ,
da wi annahmen, daß die Mi a bei deu sche Sachkundige an dem
Wiede au bau unse e Volkswi scha schon
im
In e esse de Wie-
de gu machung d ingend e wünsch sei. Heu e wissen wi , daß de
Mo
gen
hau
plan, de einmal
in
de Geschich e de wi scha s-
poli ischen Wahnideen einen he o agenden
Pla z
einnehmen wi d,
selbs Männe wie P äsiden Roose el und Gene al Eisenhowe en -
scheidend beein luß e. Dem T ibunal in Nü nbe g wu de aus Anlaß
de P ozesse um die Wilhelms aße die Pho okopie eines on Mo -
gen hau e aß en Memo andums o geleg , das Roose el als Un e -
lage ü die his o isch so bedeu samen Ve handlungen in Quebeck
benu z e. In diesem Memo andum wi d hinsich lich des Ruh gebie s,
das auch Rheinland und das gesam e Gebie nö dlich des Kaise -
Wilhelm-Kanals um assen soll e, olgendes wö lich e lang : "Bin-
nen eine ku zen F is , möglichs sechs Mona e nach Beendigung de
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22
E ö nung
und
Beg üßung
Feindseligkei en, sind säm liche Indus iewe ke nebs Ein ich ungen
olls ändig zu demon ie en und zu Wiede gu machung nach den
allüe en Na ionen zu scha en.
Aus
den Be gwe ken sind säm liche
Ein ich ungen
zu
en e nen und die Schäch e zu schließen." Wenn
man
dieses P og amm wi klich du chge üh hä e, wä e heu e
Deu schland und Eu opa dem Un e gang p eisgegeben, und die Ve -
einig en S aa en s änden im ho nungslosen Kamp gegen den Kom-
munismus, den man nich mi schönen Wo en und Kon e enzen be-
kämp en kann, sonde n nu dadu ch, daß man es au wi scha s-
poli ischem Gebie e besse mach als e wa Sowje -Rußland.
Nu allmählich mach en sich die maßgebenden S aa smänne on den
unheil ollen Mo gen hauschen Gedanken ei. Im Lau e des Jah es
1946
wu den sachkundige Ame ikane , da un e unse ehemalige
Kollege Ge ha d Colm, nach Deu schland geschick ,
um
die Neuo d-
nung des Geldwesens
in
die Wege zu lei en, sie nahmen mi uns Füh-
lung, und
in
eingehenden Aussp achen konn en wi es s ellen, daß
hinsich lich de heo e ischen Fundamen ie ung de Re o mpläne
wei gehende übe eins immung bes and. Auch da in wa en wi einig,
daß die Neuo dnung des Geldwesens so asch wie möglich he bei-
ge üh we den müsse. Dennoch ,geschah im Jah e
1946
und auch im
Jah e
1947
nich s
im
Sinne de gemach en Vo schläge.,
Man
ließ sich
Zei bis zum Juni
1948.
Es is ehe zu nied ig als zu hoch geschä z ,
wenn man annimm , daß als damnum eme gens und als l ic um ces-
sans de deu schen Volkswi scha du ch die unnö ige Hinausschie-
bung de Geldo dnung ein Schaden on mindes ens
10
Millia den
Dolla en s and, das is das Doppel e dessen, das nach dem M a
-
s
hall
plan insgesam Wes eu opa zu Ve ügung ges ell we den
soll.
Als wi dann den Wo lau de Ano dnung kennen le n en, du ch die
die Siege s aa en die Ve an wo ung ü
dde
allzu spä e Neuo d-
nung des Geldwesens übe nommen haben, konn en wi zwa es -
s ellen, daß die G undgedanken unse es Vo schlages
om
Somme
1945
angenommen wo den wa en, daß abe die p ak ische Ausges al ung
so e hebliche Mängel au wies, daß es sich nu um eine obe lächliche
Kopie de deu schen Vo schläge handel e.
Wi
wa en de Meinung,
daß on o nehe ein auch sozialpoli ische Gesich spunk e be ück-
sich ig we den könn en und müß en, wi glaub en e ne , daß ange-
sich s unse e e sch eckenden Kapi ala mu de Spa wille so gsam
be ücksich ig we den müsse, wi wa en wei e de Ansich , daß es
angesich s de knappen Gü e o ä e schon eine hohe Leis ung sein
wü de, wenn zunächs lediglich die lau enden Geldeinkommen
in
den
Gü e umlau eingeo dne we den könn en, daß man in olgedessen
eine au jeden Fall bescheidene Quo e des al en Geldes e s aus-
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Ansp ache Geheim a P o esso D . Adol Webe (München)
Z3
schü en dü e, wenn man mi Siche hei wü de annehmen
können~
daß die neue O dnung auch wi klich gelungen sei.
Wi
wa en wei e
de Meinung, daß die no wendige Be einigung des Kapi alma k es
nich so summa isch zu e olgen b auche, wie es je z geschehen is .
und daß dahe eine Blockie ung de Annullie ung o zuziehen sei,
wäh end ande e sei s so o Kla hei da übe bes ehen müß e, nach
welchen G undsä zen sich de Las enausgleich zu ollziehen habe.
Wi
ha en auch nachd ücklich da au au me ksam gemach , daß die
Geldo dnung kein Ding ü sich, sonde n ein Spiegelbild de
Wi ·
scha so dnung sei und daß Bewi scha ung mi P eiss op und
Ra.
ionie ung und wi kliche Geldo dnung ein Wide sp uch in sich sei.
Auch is die Volkswi scha nich e was, das sich au die Innenwi ·
scha besch änk , es geh nich an, daß man das eine Bein gesund
mach -das Bein de inne wi scha lichen Geld- und P eisbewe·
gung -und dann das ande e Bein du ch eine schlech angeb ach e
und mangelha kons uie e P o hese e se z , die bei uns den Namen
JEIA üh .
We
den Sinn des Ma shallplanes e aß ha , kann nich
d ingend genug wünschen, daß sobald wie möglich das Handels·
monopol de JEIA du ch die p i a e Ini ia i e und die so g äl ige
Kalkula ion des mi eigenem Risiko a bei enden Kau manns e se z
wi d.
Ich möch e nun nich den Eind uck au kommen lassen, als wenn
zwischen den wi scha spoli ischen G undansich en, wie sie
de zei
on den wes eu opäischen Lände n und den Ame ikane n e e en
we den, und de deu schen Volkswi scha sleh e wesen liche Un e ·
schiede bes änden.
Wi
wollen auch dankba ane kennen, daß man
uns
in
seh we olle Weise gehol en ha und wei e hel en will,
g oße Übe gangsschwie igkei en zu übe winden. Auch mo alisch
können wi ein gu es S ück mi den Siege mäch en zusammengehen.
Wenn auch das Ge ede on de Kollek i schuld des deu schen Volkes
ba e Unsinn is , so haben wi doch die Folge da on zu agen, daß
wi jah elang die Regie ung
einel
Clique on Na en und Ve ·
b eche n gedulde haben.
Wi
sind be ei , nach bes en K ä en wiede ·
gu zumachen, abe wi möch en
im
In e esse des Wiede au baues
de
Wel w~ scha
nich , daß Wiede gu machung mi Ve gel ung
und Re en mi Rächen e wechsel wi d.
Wi
sind de Meinung, daß
schon die Repa a ionspoli ik nach
1918
ein olks- und wel wi -
scha liche Un ug wa , und müssen nun es s ellen, daß diese un·
kluge Wi scha spoli ik nach dem zwei en Wel k iege noch übe -
bo en wi d, indem man uns unen beh liche A bei sins umen e, die
de F iedenswi scha dienen sollen, aus de Hand nimm , sie demo-
lie und die Res e da einse z ,
wo
sie olks- und wel wi scha lich
wellige Gu es zu leis en e mögen.
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30
Volkswi scha liche P obleme des deu schen Außenhandels
Me kmale eines Ve edelungs e keh s. Bei de Ein uh wa en domi-
nie end die Rohs o e und Halbwa en (1936:
61,6
P oz.), wäh end die
Fe igwa en nu einen ge ingen An eil ha en (1936:
12,5
P oz.). Bei
de Aus uh dagegen wa en es zus ellen: übe agende An eil de
Fe igwa en (1936:
82,8
P oz.), dagegen kaum Rohs o e und Halb-
wa en (1936:
15,7
P oz.). -Nach den s uk u ellen Ve ände ungen
de deu schen Wi scha sei dem Ende des K ieges müß e
je z
eigen lich de Cha ak e des Ve edelungs e keh s noch ausgep äg e
we den. Denn nach de Ab ennung de Os gebie e mi Obe schlesien.
nach de Los ennung des Saa landes und den zahl eichen P oduk-
ions e bo en des Indus ieplans, welche die heimische syn he ische
Rohs o e zeugung e hinde n, sind wi
im
Rohs o bezug abhängige
denn je, wäh end die Ve dich ung de Be ölke ung den Expo VOll
Wa en
mi möglichs hohem A bei san eil an den P oduk ionskos en
o de . In schä s em Gegensa z zu diesem Soll zeig die Aus uh -
s a is ik de Doppelzone ü
1947,
daß die Fe igwa en nu noch
]
6,4
P oz. ausmachen, wäh end die Rohs o e Kohle und Holz allein
mi meh als zwei D i eln de Aus uh ollkommen im Vo de g und
s ehen.
Wi
sind also scheinba -gewisse maßen übe Nach -ein
Rohs o land gewo den.
Und bei de Ein uh is es au allend, daß sie je z in wei g öße em
Um ang als ühe aus Fe igwa en bes eh , wäh end zugleich eigene
Ve a bei ungskapazi ä en aus Rohs o mangel nich oll ausgenu z
sind. Auße dem en sp ich die Ein uh in zahl eichen Hinsich en nich
de D inglichkei sskala unse es Beda s.
Die geschilde en Ta bes ände, die Unzulänglichkei en unse es Außen-
handels
in
quan i a i e und quali a i e Hinsich , geben Anlaß zu
zwei zen alen F agen: Welches sind die U sachen de kümme lichen
E gebnisse? Wie könn e Abhil e gescha en we den?
Un e den U sachen de Unzulänglichkei en
in
beide lei Hinsich , die
ich zunächs behandeln will, s eh die gel ende Außenhandelso dnung
an
e s e
S elle.
In
Ges al de "lEIA" (Join Expo Impo Agency)
in
Ve bindung mi eine De isenkasse (Join Fo eign Exchange
Agency) und des "O icomex" (O ice du Comme ce Ex e ieu ) haben
die wes lichen Besa zungsmäch e sogenann e Kon ollo gane ü den
Außenhandel ih e Zone einge ich e . Die Bezeichnung Kon ollo gan
is alle dings ein Euphemismus, denn es handel sich bei de Tä igkei
diese Ins i u ionen keineswegs
um
Kon ollen, welche e wa die Ein-
hal ung de Bes immungen des Indus ieplans siche s ellen. Sonde n
"lEIA" und "O icomex" dienen de zen alen Lenkung des Außen-
handels und des in e na ionalen Zahlungs e keh s ih e Zonen.
Es
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R.e e a Dozen D .
i z
W. Meye (Bonn/Kiel)
31
sind also Sys eme de De isenhewi scha ung. Und zwa is die
"JElA" ein Sys em jenes un ollkommenen Typus, den wi
in
Deu sch~
land on
1932
bis zu Ein üh ung des
neUen
Plans
im
Jah e
1935
p ak izie haben. Sie e aß die an allenden Aus uh e löse und
be~
zahl aus dem e ügba en De isen onds die genehmig en ode selbs
du chge üh en Ein uh en. Dieses Ve ah en is
in
jedem Fall, auch
wenn die Außenhandelslenkung
in
deu schen Händen gelegen hä e,
deswegen un ollkommen und eine En al ung des Außenhandels
eindlich, weil es s e s bei einem zuguns en de Reichsma k und de
D-MaJ k
übe höh en Wechsel- ode Ve echnungsku s o sich ge-
gangen is . Und e ne is es un ollkommen, weil man sich beim
Aus~
gleich de Zahlungsbilanz
in
de Doppelzone nu mi de Ve eilung,
nich abe mi de E zielung eines hin eichenden De isenan alls
be~
aß ha . Un e diesen heiden Bedingungen müssen die olgenden
all~
gemeinen Wi kungen au e en:
Bei übe höh em Wechselku s allen De isenangebo und De isen-
nach age auseinande . Je nach dem G ad de übe höhung lohn sich
de Expo nu
in
meh ode minde beg enz em Um ang. Indus ien,
die nich ü den BinnenmaJ k p oduzie en und sich nu schwe au
ihn ums ellen können, ode solche, dIe aus Wei blick die P lege des
Expo geschä s be eiben, we den eiwillig expo ie en.
Im
üb igen
wi d de Absa z au dem Binnenma k lohnende sein. De eiwillige
Expo bei übe höh em Wechselkacs wi d aus diesem G und ge ing-
ügig sein, ebenso die Ein uh , die aus den De isene lösen des
ge in~
gen Expo s bezahl wi d. Die Ein uh is zwa billig, abe eben
des~
halb so knapp, daß ih e Ve eilung un e Ausschluß des Ma k es
e ~
olg .
An
sich ha also de übe höh e Wechselku s s e s die Tendenz,
den Außenhandelsumsa z klein zu hal en ode klein zu machen. Die
Lei e de De isenbewi scha ung s ehen, wenn sie die
Zusammen~
hänge e kennen (was
z.
B. in Deu schland nach
1933
seh lange
ge~
daue ha !), o de Wahl,
ob
sie mi ande en Mi eln dem Expo
den S imulus geben sollen, de in olge des übe höh en Wechselku ses
ehl . Das einzige siche wi kende Mi el zum Zweck
in
eine
Wi ~
scha , in de die zu ückges au e In la ion e heblichen D uck ausüb ,
is
de
Zwang. Ode die Lei e de De isenbewi scha ung haben die
Wahl, ob sie es ein ach beim ge ingen De isenan all bewenden lassen,
wo au sich die Ein uh möglichkei einsei ig an de Expo g öße
aus~
ich e . Im e s en Fall kann man das Sys em de De isenbewi scha -
ung als olls ändig bezeichnen, weil
es
die Funk ionen des
e hinde ~
en
Wechselku s-ode
Geldmengenmechanismus wenigs ens quan i-
a i öllig e se zen kann. Es wi d nich nu e eil , sonde n auch
da ü geso g , daß e was zum e eilen da is . Das zwei e, un oll-
s ändige Sys em ekons uie mi
de
Ve eilung des De isenan alls
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32
Volkswi scha liche P obleme des deu schen Außenhandels
nu den halben Ausgleichsmechanismus.
Es
üh deshalb no wen-
dige weise je nach den Ums änden zu ela i e S agna ion ode so-
ga
zum Niede gang des Außenhandels.
Die jEIA
ha
bishe zwei ellos den zule z genann en Typus eine
De isenbewi scha ung e wi klich . Au den e s en Blick könn e
es zwa scheinen, als
ob
sie mi den Expo au lagen ü Kohle, S om,
Sch o usw. und dem De isenbonus-Ve ah en Expo ö de ung be-
ieben hä e. Das is kaum de Fall gewesen. OIe Expo au lagen
gingen nich on de jEIA aus. Sie sind in gewissem Um ang als Re-
pa a ionsleis ungen zu be ach en, was aus den lange Zei hindu ch
da ü bezahl en Un e p eisen he o geh . Diese Expo e lagen auch
nich im In e esse de deu schen Wi scha , wenigs ens nich
in
dem
Um ang,
in
dem sie du chge üh we den muß en. Und de De isen-
bonus (ab
11.
8.1947)
wa
in
de u sp ünglichen Höhe on 5 P oz. ü
den Be ieb und nach den Ums änden, un e denen e bezahl wu de,
ein öllig unzulängliche E sa z ü den e hinde en Gleichgewich s-
wechselku s. Das beweisen die Aus uh e gebnisse. Im e s en Halb-
jah
1948
bes anden imme noch
60
P oz. de Expo e aus Kohle, Holz
und S om. Und die S eige ung de Aus uh on
1947
au
1948
be uh
ganz übe wiegend au den ges eige en E lösen ü Kohle, die im
e s en HaUah
1948
mi
120
MilJ.
Dol1.
schon so iel e b ach en wie
im
ganzen
jah
1947.
-De De isenbonus B
(5
P oz. ü die Beleg-
scha en), de je z wegge allen is ,
wa
eine soziale Unge ech igkei
g öß en S ils.
De
Bonus A jedoch
(5
P oz. bzw.
40
P oz. ü den Be-
ieb) is nu dann E sa z ü einen höhe en Expo e lös, wenn mi
den da au impo ie en
Wa en
Schwa zma k geschä e gemach
we den.
Das Bewi scha ungssys em des "O icomex", übe das die Nach-
ich en unkla und wide sp uchs ol1 sind, ha
im
Gegensa z zu "jElA"
in
wei s ä ke em Um ang mi Expo au lagen gea bei e . Da abe
auch Zwangslie e ungen au die Daue nu zu kos endeckenden P ei-
sen e olgen können, gewäh e man -nach eine unlängs
in
de,
P esse
e schienenen Mi eilung -dem Expo eu 4,16 Ma k ü den
0011.,
wäh end
in
de Ein uh die Ma k mi
3,33
nied ige bewe e
wa . Eine Di e enz on
175
Millionen Ma k ü den Außenhandel om
Augus
1945
bis Ende
1947,
also eine Sub en ion on
25
P oz., muß en
die Lände de anzösischen Zone an die Expo eu e zahlen. Ob die
Ein uh en zu dem güns igen Ein uh -Ku s on
3,33
abgegeben wo den
sind, weiß ich nich . Die Sub en ion ü die Aus uh bedeu e siche
eine Annähe ung an das Sys em eine olls ändigen De isenbewi -
scha ung, die dem g: öß en In e esse F ank eichs an de ollen Be-
zahlung alle Ein uh en
aus
Expo e lösen en sp ich . Um ih e Aus-
wi kung zu e end beu eilen zu können, müß e man al1e dings
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Re e a Dozen D .
i z
W. Meye (Bonn/Kiel)
33
wissen, ob de besse e Wechselku s ü die Expo eu e nich du ch
nied ige e Übe nahmep eise als in de Bizone e o de lich wa . Die
Lände de anzösischen Zone haben schä zungsweise die Häl e bis
zwei D i el ih es Vo k iegsexpo s bei einemindexmäßig wesen lich
ge inge en indus iellen P oduk ionss and und bei dezimie em
P oduk ionsappa a neben ungeheu en Au wendungen ü die Be-
sa zungsmach au geb ach . Danach kann man annehmen, daß du ch
die Kombina ion on Zwang, Sub en ionen und einem Kollek i -
Bonus die Expo kapazi ä diese Zone nich nu oll ausgeschöp ,
sonde n daß das Op imum de Aus uh g öße un e den bes ehenden
Bedingungen zu Las en de Lebenshal ung de Be ölke ung wei
übe sch i en is . Eine S eige ung de Expo leis ungen diese Zone
kann
in
Zukun nu dann e wa e we den -gleichgül ig, welche
Mi el zu Anwendung kommen
-,
wenn die wei e e Ausschlach ung
des
P oduk ionsapp~ a es
je z beende und eine g undlegende Re-
ision de An o de ungen de Besa zungsmach du chge üh wi d.
Die Quan i a i e Unzulänglichkei de wes deu schen Expo e
in
de
Zei o de Wäh ungs e o m kann man zusammen assend wohl so
e klä en:
Im
Be eich de "JElA" wa es nu in ge ingem Um ang
eine objek i e Unmöglichkei , zu g öße en Expo Jeis ungen zu
kommen. Die wich igs e U sache
wa
ielmeh die öllige Ze ü ung
de inne en Wi scha so dnung und die Poli ik de JEIA, in de sich
e s
im Lau e de Zei ein langsam zunehmendes In e esse an
de
S eige ung de egulä en Expo e gezeig ha . Abe auch danach
wa
de De isenbonus ein unzulängliches Mi el,
um
die Ho ungs-
psychose zu du chb echen.
In
de anzösischen Zone dagegen sind
die de Zen al e wal ungswi scha adäqua en Mi el des Zwanges
in Kombina ion mi ge ing ügigen An eizen konsequen angewende
wo den mi dem geschilde en Quan i a i en E gebnis.
Die wah e G öße de quali a i en Unzulänglichkei unse es Außen-
handels komm in de Außenhandelss a is ik und bei unmi elba e
Beobach ung de Ta sachen nich aus eichend zum Ausd uck. Die
Ta sachen an sich bie en nämlich nu
in
ganz g oben Fällen Anhal s-
punk e da ü ,
ob
Aus- und Ein uh in i gendeine Hinsich -nach
A , Um ang, Rich ung, P eisen usw. - on de olkswi scha lich
nü zlichs en, op imalen Zusammense zung abweichen. Wi e kennen
zwa , daß
z.
B.
das Op imum de Kohlenaus uh siche übe sch i en
is , wenn in olge des unzu eichenden Inlandsan eils an de P oduk-
ion die Hausb and e so gung zum Teil du ch Plünde ung de Kohlen-
züge e olg und
in
deu schen G oßs äd en Menschen e ie en. Abe
in alIen Fällen,
in
denen die Abweichungen om Op imum de Außen-
handelsges al ung nich seh k aß sind, e kennen wi sie ein ach des-
J
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34
Volkswi scha liche P obleme des deu schen Außenhandels
halb nich , weil wi un e den Bedingungen de De isenbewi scha -
ung keinen zulänglichen Maßs ab ü die Fes s ellung de a ige
Ab-
weichungen haben.
Wi
haben ihn nich -und auch die Lei e de
De isenbewi scha ung haben ihn nich . Wohe soll en sie
z.
B.
wissen, ob und inwiewei die Ein uh on Lede wich ige is als on
Phospha en ode on Ra inadekup e ? Alle Kalo ien echnungen ode
sons igen echnischen K i e ien, D inglichkei ss u en usw., die
in
de,
P axis
de zen alen Außenhandelslenkung e wende we den, sind
plumpe Behel e, die
in
keine Hinsich eine ich ige Wi scha s ech-
nung e se zen können. Das Ve ah en unse e Landeswi scha s-
äm e , nu solche An äge au Rohs o ein uh en zu Ve edelungs-
zwecken be ü wo end wei e zulei en, bei denen de Reexpo min-
des ens den d ei achen De isene lös e b ing , is bezeichnend ü die
üh ende Hil losigkei ,
in
de man dem P oblem eine olkswi -
scha lich ich igen Lenkung des Außenhandels gegenübe s eh . Wie
sinnlos e schein angesich s diese Faus egel die Ein uh on Le-
bensmi eln, die doch ga keinen unmi elba en Reexpo e b ing .
Diese Beispiele mögen genügen. Aus de heo e ischen übe legung
geh he o , daß die Außenhandelslenkung
im
Rahmen de De isen-
bewi scha ung nich ims ande is , den Außenhandels e keh au
sein olkswi scha liches Op imum ein zus eue n. Sie weiß wede
im
einzelnen noch
im
ganzen mi Siche hei zu sagen, ob de Nu zen-
en gang du ch Aus uh dem Nu zenzugang du ch Ein uh en sp ich .
Es is also ein Außenhandel
im
Dunkeln, de da ge ieben wi d.
Aus de Ta sache, daß de zen al gelei e e Außenhandel un e keinen
Ums änden ims ande is , die un e den gegebenen Bedingungen ich-
igen Gegens ände und dazu auch noch das ich ige Ausmaß de in e -
na ionalen A bei s eilung zu inden, e gib sich ein wich iges Resul-
a
ü die The apie, das ich zunächs nu andeu en will. Es zeig sich
nämlich, daß die De isenbewi scha ung auch un e deu sche Lei-
ung nich ims ande gewesen wä e, den Außenhandel ich ig zu len-
ken. Die iel ach
in
de Diskussion de U sachen unse es unzuläng-
lichen Außenhandels geäuße e Ansich , wonach alle Mängel mi de
Lenkung du ch die Alliie en zusammenhängen, is nich zu e end.
Rich ig is alle dings, daß die e kennba gewo denen und die meh
ode minde unsich ba en Abweichungen om Op imum wei übe
das hinausgehen, was wi selbs auch nich hä en e meiden können.
Die wei gehende Behinde ung de Nach ich en e bindung mi dem
Ausland, das Fehlen des Ma ken- und Pa en schu zes, die Dolla -
klausel und auße dem unzählige Einzelhei en aus de Außenhandels-
p axis, die
in
de in- und ausländischen P esse bekann gewo den
sind, lassen keinen Zwei el da an, daß es lange Zei hindu ch
ga
nich
in
de Absich de Besa zungsmäch e de Doppelzone lag, un-
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Re e a
Dozen
D .
i z
W.
Meye
(Bonn/Kiel)
35
se en Außenhandel anlau en zu lassen. Sie haben die Möglichkei en,
die ihnen die De isenbewi scha ung gib , als B emse und zugleich
zu eine s a ken He abminde ung unse es olkswi scha lichen
Nu zens aus dem Außenhandel benu z .
Diese Au assung könn e ielleich du ch den Hinweis da au wide -
sp ochen we den, daß jede Dolla , den die
"jElA"
ü deu sche Ex-
po e eingenommen ha , zu Bezahlung on Impo en Ve wendung
ge unden ha . Das mag du chaus zu e en, abe diese Einwand wä e
kein Gegenbeweis. Es komm au die Dolla s an, die nich eingenom-
men wo den sind, weil die Expo kapazi ä ge ade bei den Fe ig-
wa en nich ausgeschöp wu de. Und au diejenigen, die man besse
nich eingenommen hä e, weil sie aus de übe iebenen Aus uh on
Rohs o en s amm en. Bei de Ein uh is ebenso -gemessen an den
Bedü nissen de Konsumen en -in einigen Hinsich en zu iel,
in
ande en wiede zu wenig ausgegeben wo den. De bes e Beweis da-
ü is de eno me Um ang des illegalen Impo s, bei dem wi zu un-
glaublichen na u alen Aus auschbedingungen sei jah en die Wa en
bezogen haben, die
in
de egulä en Ein uh aus i gendwelchen G ün-
den nich en hal en wa en. Und wi haben bezahl mi solchen Wa en
-Gold, juwelen, Kuns gegens änden usw.
-,
die auch
in
de egu-
lä en Aus uh ausländische Käu e zu ganz e heblich besse en P ei-
sen ge unden hä en.
Die geschilde en, aus de Außenhandelso dnung he üh enden U -
sachen de S agna ion lassen sich du ch Anwendung de Theo ie
de' Ma k o men au einen ein ache en, zusammen assenden Aus-
d uck b ingen. Zen ale Außenhandelslenkung du ch De isenbewi -
scha ung bedeu e g undsä zlich
im
Ve gleich mi eine e keh s-
wi scha lichen Außenhandelso dnung eine Konzen a ion on wi -
scha lichel Mach
in
de Nach age nach und
im
Angebo on Im-
po gü e n und
in
Nach age und Angebo on Expo gü e n. Die in-
ländische Nach age nach Impo gü e n kann gebündel we den, wo -
aus sich gegenübe de indi iduellen, eien Nach ageen al ung am
Wel ma k eine du chschni liche Ve lage ung de Posi ionen an
den ielen Einzelmä k en in Rich ung au das Monopol e gib . Die
Möglichkei en de Mach en al ung nach außen sind alle dings da-
du ch beg enz , daß
in
de Regel die Inlandsnach age nu einen
kleinen B uch eil de Gesam nach age an jedem Ma k ausmach .
Ebenso is -abgesehen on Einzel ällen -im Angebo on Expo -
gü e n am Wel ma k du ch zen ale Lenkung des Außenhandels
keine seh wesen liche und daue ha e Mach posi ion zu gewinnen.
Die Geschich e de Valo isa ionen beweis das.
J.
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36
Volkswi scha liche P obleme
des
deu schen
Außenhandels
Nach innen dagegen is die Mach de zen alen A ißenhandelslenkung
gewal ig. Gegenübe einen Expo indus ien ha sie ein olles Nach-
agemonopol. Und
in
allen ande en Fällen,
in
denen zugleich ü den
Expo und den Inlandsma k p oduzie wi d, ha sie zwa eine
schwäche e S ellung, die sie abe jede zei du ch Andienungszwang
usw. ausbauen kann. En sp echendes gil ü ih e S ellung als al-
leinige Anbie e ausländische Wa en. -Die Lei ung de De isen-
bewi scha ung kann also das gesam e Leben de Volkswi scha
nachhal ig beein lussen,
in
den FäHen,
in
denen diese Wi scha
in
hohem
Maße
auslandsabhängig is , soga behe schen.
Die Anwendung de Theo ie kann nich exak zeigen, welche Ge-
b auch on de Mach un e gegebenen Bedingungen gemach wi d.
Sie kann nu den bes ehenden Spiel aum
de,
möglichen Mach aus-
übung e kennba machen. Jedoch e schein eins siche : Eine na io-
nale Außenhandelslenkung wi d ih e Mach jeden alls nich absich -
lich zum Nach eil de eigenen Volkswi scha ausnü zen. Sonde n
allen alls du ch ih e Un ähigkei , ich ig zu s eue n, we den Nach-
eile gegenübe dem eien Außenhandel zus andekommen. Nach außen
dagegen wi d sie bes eb sein, on ih e Mach ollen Geb auch zu
machen.
Genau umgekeh is es bei emdgelenk em Außenhandel. Hie wi d
sich die Ausnü zung de Mach siche nich nach außen ich en, son-
de n allen alls nach innen gegen die behe sch e Volkswi scha , wo-
bei wiede um ein seh b ei e Spiel aum bes eh . Und zwa on de
Poli ik eine ücksich slosen Du chse zung
l~emde
In e essen bis zu
de des edlichen Vo mundes.
Im
Lau e de le z en Zei ha sich
zwei ellos
in
de Außenhandelspoli ik gegenübe de Doppelzone eine
gewisse Ve schiebung
in
de Rich ung au die Poli ik des edlichen
Vo mundes ollzogen. Das is e eulich, abe nich seh wesen lich.
Denn ü die unzulänglichen E gebnisse des Außenhandels is ja nich
nu die ak isch geüb e Poli ik de "JElA" on Bedeu ung gewesen,
sonde n die Exis enz dieses emdges eue en Sys ems ha eine läh-
mende Wi kung gehab und wi d sie auch
in
Zukun haben. Welche
Un e nehme kann zum Au bau eine au den Auslandsabsa z zuge-
schni enen B oduk ion g öße e Mi el wagen, solange de Genehmi-
gungszwang ü g öße e Expo kon ak e ihn mi einem une äg-
lichen Risiko belas e ?
In
diese F age zeig sich schon de Zusammenhang de Außen-
handelso dnung als U sache de S agna ion mi den in de Ve ände-
ung unse e Wi scha ss uk u beg ünde en Hemmnissen. Es is
in
e schiedenen s a is ischen Da s ellungen on deu sche Sei e
schon nachgewiesen wo den, daß auch noch die Bes immungen des
e idie en Indus ieplans die P oduk ion be o zug
in
den Be eichen
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Re e a Dozen D .
i z
W. Meye (Bonn/Kiel)
37
besch änken, in denen sie ü den Expo wich ig wä e. Es is müßig,
da übe zu disku ie en, ob dies geschah,
um
den deu schen Expo zu
e en, dem Siche hei sbedü nis Rechnung zu agen, ode , um aus
dem Abbau de die Quo en übe s eigenden Kapazi ä en Repa a ions-
leis ungen zu gewinnen. Siche is jeden alls, daß diese Maßnahmen
die Expo möglichkei en s a k he abgeminde haben. Ebenso die
Auslie e ung de deu schen Pa en e und die lau ende übe wachung
de Indus ie o schung.
S uk u elle Maßnahmen in Ve bindung mi de uns au e leg en O d-
nung de Außenwi scha sind die beiden U sacheng uppen, die bis-
he einen Wiede au bau des Außenhandels e hinde haben. Wäh end
mi de S uk u poli ik ein gu e Teil unse e Expo k a gleichsam
an de Wu zel ausge o e wo den is , s ell die Außenhandelso d-
nung ein Sys em on Ven iJen da , du ch das sich nich nu de
Außenhandel, sonde n übe den Außenhandel as die gesam e
Wi -
scha Wes deu schlands indi ek lenken läß .
So iel zu F age de U sachen de unzulänglichen En wicklung des
wes deu schen Außenhandels. Ich zwei le nich da an, daß diese E -
klä ung seh lückenha und un ollkommen is . Es kam mi jedoch
nu da au an, die Punk e
in
de E klä ung einige maßen he aus-
zuheben, die ü die The apie, ü die Behandlung de P obleme eine
kons uk i en Außenhandelspoli ik, wich ig sind.
Was
müß e geschehen,
um
zu einem gesunden Außenhandel zu
kommen'? Die Diskussion diese F age is insbesonde e sei de
Du ch üh ung de Wäh ungs e o m in Gang gekommen. Sie s eh
neben ode in Ve bindung mi den E ö e ungen übe die Demon age
du chaus
im
Vo de g und de In e essen. De Zusammenhang des
Außenhandelsp oblems mi de Wäh ungs e o m is einleuch end.
Gemessen am bishe igen o iziellen P eiss and
wa
die Ausgabe on
D-Ma1 k
zu eichlich dosie , insbesonde e nachdem je z auch noch
de zwei e Teil de Kop quo e ausgeschü e is . In olge de Quan i-
ä
de Ausgabe und de einsei igen Einschleusung au de Sei e des
Konsums zeigen sich im eilweise be ei en P eissys em e hebliche
Spannungen. De pa iell seh e hebliche P eisau ieb ha Unzu ie-
denhei ausgelös .
In
e heblichem Um ang is de P eisau ieb abe
auch zu Auslösung eine Unzu iedenhei mißb auch wo den, indem
man de e b ei e en Vo s ellung nich en gegenge e en is , de
Bei..;
behal ung de bishe igen Löhne müß e auch die Beibehal ung de
bis,:,
he igen P eise en sp echen. Wie dem auch sei: Die P eis -Lohn-
Sch aube d oh in Gang zu kommen, und zu Abweh diese Ge ah
wi d nach Abhil emöglichkei en Ausschau gehal en, die dem Ans ei-
gen ge ade de ü den Massenkonsum wich igen P eise Einhal ge-
bie en können.
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Volkswi scha liche P obleme des deu schen Außenhandels
Dabei ich e sich de Blick selbs e s ändlich
in
e s e Linie au die
Ein uh . Sie is no male weise das Mi el, um bei pa iellen S eige-
ungen de Nach age den zuwachsenden Beda mindes ens o -
übe gehend, bis zum Anlau en eine wachsenden eigenen P oduk ion,
zu decken. Die Bewäl igung diese An o de ungen se z eine
elas ische, au P eisände ungen schnell eagie ende O ganisa ion
de Ein uh und des Außenhandels übe haup o aus, denn es ko un
da au an, daß nich nu die Ein uh , sonde n -zu E zielung de
no wendigen Gegenleis ungen -auch die Aus uh schnell eagie .
Die bes ehende O ganisa ion unse es Außenhandels im Sys em eine
emdges eue en De isenbewi scha ung kann diesen An o de un-
gen unmöglich genügen. Auch die Ein uh en de Ka ego ie A und
aus dem Ma shall-P og amm können die au ge e enen P obleme
nich lösen, weil die Ve wendung diese Mi el eils au lange Sich
es geleg is , o allem abe , weil wi übe die A de Ve wendung
diese Mi el nich zu bes immen haben.
Man
ho je z , wie die Nach ich en de le z en Wochen zeigen,
du ch Umbau und Locke ungen
in
de bishe igen Außenhandelso d-
nung eine O ganisa ion zu scha en, die anpassungs ähige is und
eine Ausdehnung des Außenhandels zuläß . Die Au hebung de Dolla -
klausel is on den Eesa zungsmäch en in Aussich ges ell , wäh end
zugleich ein eu opäisches Zen alclea ing zwischen den Ma shall-
plan-Lände n geplan is , das un e Ums änden schon am
1.
Ok obe
die A bei au nehmen soll. De Ausschuß ü Außenhandel im Lände -
a
ha sich ü eine E höhung des Expo bonus A on 5 au
20
P oz.
ausgesp ochen. Die deu schen S ellen sind bes eb , in Ve handlun-
gen mi den Besa zungsmäch en eine Ve ein achung des Außen-
handels e ah ens du ch Besch änkung de JEIA-Kon ollen zu
e -
eichen.
Diese Vo schläge und Bes ebungen sind zwei ellos gu gemein ,
wenn man on dem Eu opa-Clea ing absieh , dessen zu
e wa ende~
Dolla -De izi nach den Planungen in
Pa is
du ch Ve minde ung de
ERP-Hil e ü Wes deu schland abgedeck we den soll. Abe sie be-
üh en
in
keine Weise die en scheidenden U sachen de Unzuläng-
lichkei unse es Außenhandels, die ich
in
de Analyse he auszus ellen
e such e. Als o d inglichs e Maßnahme eine wi ksamen The apie
is
ielmeh die He s ellung eines Gleichgewich swechselku ses an-
zusehen. Du ch diesen Wechselku s wü de nämlich ein Gleichgewich
de
in e na ionalen Nach age he ges ell , das die De isenbewi -
scha ung übe lüssig mach .
Gegen diesen Vo schlag, den ich e e e, sind schon zahl eiche Be-
denken o ge agen wo den. Vo
aUen
Dingen s eh
e
im
Gegen-
sa z
zu den Au assungen des In e na ionalen Wäh ungs onds, die
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Re e a Dozen D .
i z
W. Meye (Bann/Kiel)
39
on dessen Di ek o , dem Belgie
Ca
mille Gu , bei e schiedenen
Gelegenhei en geäuße wo den sind.
E
is de Ansich , daß Lände ,
de en Ve so gung mi
Wa en
noch nich genügend is , die deshalb
einen ungeheu en Wa enhunge haben und zugleich ü eine An-
ku belung des Expo s noch nich genügend ge üs e sind, einen
Gleichgewich swechselku s nich haben soll en, sonde n einen übe -
höh en Ku s, de ihnen eine billige Ein uh e laub .
Gu beg ünde seinen S andpunk , de besonde s au die deu schen
Ve häl nisse zugeschni en is , dami , daß de Gleichgewich s-
wechselku s in den Wiede au baulände n seh ie liegen müß e.
Das Gleichgewich am De isenma k käme also diesen Lände n seh
eue zu s ehen. -
Man
kann das A gumen on Gu auch so assen:
E
nimm an, daß in den Lände n, de en P oduk ion sich noch nich
wiede hin eichend e hol ha , die Nach age nach Impo gü e n seh
unelas isch is , ebenso das Angebo on Expo gü e n. Wenn es so
is , müß e da aus in de
Ta
ein seh e hebliche Rückgang des
Wechselku ses e wachsen, de die Ein uh gü e seh eue und, om
Ausland he gesehen, die Aus uh gü e seh billig mach . Die na u alen
Aus ausch ela ionen, die ba e e ms
01
ade, wü den sich dabei
un e Ums änden so wei gehend e schlech e n, daß ü eine wesen -
lich e höh e Menge on Expo gü e n doch nu eine un e ände e
Menge on Impo gü e n gekau we den könn e.
Das A gumen on Gu e schein au den e s en Blick seh einleuch-
end. Siche is es besse , billig einzukau en und eue zu e kau en,
als umgekeh . Und om deu schen S andpunk aus könn e man noch
e gänzend hinzu ügen: Also bleiben wi am bes en solange i gend
möglich beim übe höh en Ve echnungsku s on
30
Dolla -Cen s.
Dann bleib zwa unse e Aus uh bescheiden. Abe solange aus den
übe b ückungsk edi en de Ka ego ie A und aus de Ma shall- Hil e
unse e lebensno wendige Ein uh zu d ei Vie el bezahl wi d, is
die S eige ung unse e Aus uh
ga
nich so wich ig. Und es is
imme noch üh genug, den Ku s de D-Ma k dann he abzuse zen,
wenn
de'
In e na ionale Wäh ungs onds diese Fo de ung s ell ode
wenn die Besa zungsmäch e zum Zweck de Ve minde ung ih e
K edi e einen schlech e en Ma kku s es legen, de den Expo an-
egen soll.
T o zdem de Gedankengang seh einleuch end e schein , soll en
wi -so glaube ich -ihm nich zus immen. Eine sei s
äg
e
den besonde en Bedingungen unse e Lage nich Rechnung. Vo allen
Dingen ha abe das A gumen eine e s aunliche Ähnlichkei und
Ve wand scha mi de g oßen Ve i ung
im
ökonomischen Denken,
welche die Wel imme wiede heimgesuch und besonde s in de
Gegenwa e hee ende Wi kungen gehab ha . Diese I leh e lau e ,
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Volkswi scha liche P obleme
des
deu schen
Außenhandels
gen wegen o enkundige in la ionis ische Bewegungen. Die Fo de-
ung des leide nu seh ku z is igen anzösischen Finanzminis e s
Reynaud, de Dolla p eis ü Gold müß e hinau gese z we den,
ha e
einen seh gu en Sinn. Besonde s in e essan wa en die Auseinande -
se zungen des Re e en en mi Camille Gu . Dabei ha en wi wohl
alle das Ge ühl, daß neben dem Du chdenken
de
P obleme au lange
Sich die Be ach ung au ku ze Sich nich auße Ach gelassen we -
den da . Auch sind wi gezwungen, zuzugeben, daß poli ische Ge-
sich spunk e
z.
Z.
eine besonde e Rolle spielen müssen, weil Deu sch-
land de zei nich einmal in de Lage is , auch nu das physiologische
Exis enzminimum siche zus ellen;
das
is ja nich bloß eine Kalo ien-
age,
es
handel sich dabei auch um die Be ei s ellung de e o de -
lichen Mi el ü Kleidung und Wohnung.
Nachmi agssi~ung
am
15.
Sep embe
1948
De
Ve handlungslei e Geheim a P o esso D . Adol Webe
e -
ö ne die Aussp ache und gib das
Wo
an
P o esso
D .
ea l
B ink-
mann:
P o esso
D .
eARL
BRINKMANN
(Tübingen):
Es is nich ganz leich . zu diesem schönen und klugen Re e a S el-
lung zu nehmen.
Fü
mein Ge ühl is es in zwei ganz e schiedene Ele-
men e ze allen. Das eine is -wo übe kein Deu sche mi einem
Landsmann s ei en wi d -die Zu ückweisung de emden Inge enz
in unse e Wi scha , du ch die sich unse e a bei swi scha liche
Wiede eingliede ung e ah en ha .
Es
kann nich üh genug de
eien En al ung deu sche Ini ia i e
Pla z
gemach we den, um wei-
e en Schaden zu e hü en, de wei übe das hinausgeh ,
was
man
beim Mo gen hau-Plan als unse Ve de ben angesehen ha . Das an-
de e Elemen , das bes i en we den könn e, is die Annahme, daß
je z de Augenblick nich nu eine Be eiung on ausländische In-
ge enz, sonde n auch zum Übe gang on de gelenk en
Wi scha
zu
eien
da
is ,
ode
daß die heu ige Zei in ih e No -inländische
und ausländische -übe haup geeigne wä e, zu eien Wi scha
übe zugehen.
Wenn
wi die Binnenwi scha ansehen, so sind bei de
Wäh ungs-
e o m genau die Schäden einge e en, die wi o ausgesag haben.
Es sind schwe e Nach eile en s anden, und die F i oli ä , mi
de
in
F ank u
gesag
wi d, die Sache sei "übe aschend" geglück ,
e -
inne an bekann e Äuße ungen na ionalsozialis ische Mach habe .
Man da solche Dinge nich unwide sp ochen hinnehmen. Bei de
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Aussp ache: P o esso D . B inkmann (Tübingen)
47
Wäh ungs e o m is nich übe leg wo den, daß es hin e dem Gelde
die K edi age gib . P obleme auchen au , die den He en übe den
Kop zu wachsen d ohen. Daß
z.
B.
ein on de Lände bank gelenk es
p i a es Bankwesen die le z e En scheidung übe die P oduk ion de
angeku bel en Un e nehmen e en könne, hal e ich ü eine Illusion.
Deu schland muß
in
den Wel handel wiede eingeschal e we den.
Abe Ausd ücke wie "gleichgewich ige Wechselku sbildung" schei-
nen mi o läu ig p oblema isch, die Reali ä de Sache is noch nich
kla . Selbs wenn behaup e wi d, daß nu du ch Be eiung eine S ei-
ge ung de Außenhandelskapazi ä möglich is , so s eh dies nich
im
Einklang mi de in e na ionalen Theo ie. übe all,
z.
B.
in England,
Skandina ien, is man übe zeug , daß es noch lange daue n wi d, bis
wi uns eine eie Wechselku sbildung ges a en können.
Im
Re e a
wi d da on gesp ochen, daß aIle Nach agen im Impo unmöglich
on eine Zen als eIle aus übe sehen we den können. Abe die En -
scheidungen, die ge o en we den müssen, b auchen nich "bü o-
k a ische" zu sein, sie können du ch das "Ab agen" haup sächliche
Bedü nisse, ex an e, ge ech e ig sein. Die En wicklung muß dann
eilich ü einen bes imm en Zei aum es geleg we den. Die ande e
Möglichkei is , daß Einzelun e nehmen aus o handenen Konsum-
wa en anbie en und aus Impo nach age E ah ungen sammeln.
S a
dessen inde
in
Wi klichkei eine wachsende Zusammen assung de
Impo e und Expo e auch
in
den p i a en Un e nehmungen s a . Ge-
ade nach de Wäh ungs e o m we den die kleinen Un e nehmen
zunehmend ausgeschal e , de Handel wi d nich mi Un ech als
" unk ionsun ähig" bezeichne , und dami nähe n wi uns on de
umgekeh en Sei e eine seh zen alen Bewi scha ung. Ich möch e
dahe schon hie o "konku enzwi scha lichen" Expe imen en
wa nen,
da
ein zu g oße Sch i nach o wä s iele kleine Sch i e
nach ückwä s mi sich b ingen kann.
In e essan wa , was übe die Außenbeziehungen de Lände
in
dem
Re e a gesag wu de. Die sogenann e Ma k o menleh e wu de dabei
als bewiesen angenommen. Es wu de abe zuges anden, daß p i a e
Monopole
im
Außenhandel g undsä zlich den s aa lichen un e legen
sind und daß ein Gesam angebo on Aus uh und eine Gesam nach-
age nach Ein uh gewisse Vo eile gegenübe eine ze spli e en
Aus- und Ein uh habe. Es wu de abe dabei zu Un ech un e s ell ,
e wa daß beim G ößen e gleich de Gesam angebo e die Bedeu ung
auch des mäch igs en Expo -Impo landes so klein sei, daß E ek e
dadu ch nich e ziel we den können. Ge ade ein Land, das seine
Binnenwi scha au bau und seine Expo k a en wickeln muß, muß
und kann lenkungswi scha lich ü eichen Außenwi scha sumsa z
so gen.
Es
kann so sein, daß hin e uns eine g oße Pe iode lieg ,
in
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48
Volkswi 6cha liche P obleme des deu schen Außenhandels
de
es ande s wa , nu habe ich beg ünde e Zwei el, ob es im
20.
Jah -
hunde ilöe haup , besonde s in eine so auße o den lich abno men
Wi scha wie de gegenwä igen deu schen, ande s als so sein kann.
Schon Adol Webe ha den en scheidenden Un e schied zwischen
ku z- und lang is ige Be ach ung he o gehoben.
Au
lange
Skh
kann eine Ma k be eiung ielleich meh leis en als eine wohl e -
wogene Lenkung, nich abe heu e au ku ze Sich . Ge ühlsmäßig
wü den alle au de Sei e de Be eie s ehen, wie Woldema Koch
neulich gesag
ha :
Eine gewisse pla onische Sympa hie is dem
siche , de ü Wi scha sbe eiung ein i .
Man
da abe nich au
G und on Ge ühlen Theo ie eiben, sonde n muß ge ade solche Ge-
ühle als Wa nungs a el be ach en. De Wunsch spiel ielen einen
S eich, e ha es bei de Geld e o m ge an und wi d es noch un.
Man
muß auch einen Un e schied machen zwischen unse e anomalen
Si ua ion und de no malen Si ua ion de Konku enzwi scha .
Man
da abe die Theo ie nich e lassen. Es is nich s alsche , als ge-
wisse Gedankenbahnen sich es ah en zu lassen und jede ande e heo-
e ische Analyse de E scheinungen zu e bie en. Die ausländischen
Be ü wo e des übe höh en Dolla ku ses de Ma k haben gewiß an-
de e als deu sche In e essen, abe wi als Deu sche müssen die Ge-
äh lichkei de Ein uh e eue ung bei Ku ssenkung zugeben.
Wi
wissen, Wi kungen gehen aus on Wechselku sen au P eise und on
P eisen au Wechselku se. Seh wah scheinlich geh die Wechsel-
ku swi kung auch p ak isch imme im K eise he um. Allgemein abe
is das Re e a so glänzend gewesen, daß es uns ö de , auch wo
es zum Wide sp uch eiz .
P o esso O .
WALTHER
HOFFMANN
(Müns e ):
He Kollege Meye is on de These ausgegangen,daß de Wechsel-
ku s übe höh is und on 30 au 25-20 Dolla -Cen s gesenk we den
müß e. Wohe wissen wi abe , daß de Ku s übe höh is ? Diese
Quan i a i e F age muß noch geklä we den. Nachdem du ch die
Geld e o m die Diskussion
um
den kün igen Wechselku s ü die
T izone
in
Gang gekommen is , zeig sich ein seh un e schiedliches
Bild
in
de Beu eilung de möglichen Wechselku s es se zung. Das
is pich
zu
e wunde n, denn einmal spiegel sich da in die allge-
meine Unsiche hei de Bewe ung wi scha liche G ößen wiede ,
die bei de P eisbildung
im
Inland zu g öß en Abweichungen üh ,
zum ande en ehlen nahezu alle O ien ie ungsmöglichkei en s a i-
s ische A . Schließlich kommen
in
den Diskussionen deu lich In e -
essen ens andpunk e zum Ausd uck, da in de Regel jede als den
ich igen nu den ü sein Un e nehmen güns igs en Wechselku s an-
sieh . Demen sp echend wi d die Ku s es se zung on
30
Cen s
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Aussp ache: P o esso D . Ho mann (Müns e )
49
= 1
DM
iel k i isie
im
Sinne eine Übe - und Un e bewe ung de
Ma k. Das Schwe gewich de Einwände lieg eilich
in
Rich ung
au eine He au se zung des
DM
-P eises, wobei
im
allgemeinen die
p ozen uale S eige ung ein ach oh geg i en wi d.
Am
wei es en geh
die Neue Zü iche Zei ung, die in e essan e weise au G und eingehen-
de Un e suchungen eine Abwe ung de Ma k
um
ein D i el au
20
c s/DM ü zweckmäßig häl .
Wie könn e man übe haup zu dem " ich igen" Wechselku s ge-
langen, und welches sind die a sächlichen Möglichkei en de Be-
echnung au G und de gegebenen Bedingungen? Die übliche Me hode
im
Sinne de Kau k a -Pa i ä en heo ie bes eh in dem Ve gleich de
P eis e ände ungen
in
zwei Lände n an Hand on en sp echenden
P eisindizes, wobei de Quo ien aus den Ve ände ungen
z <ischen
beiden Zei punk en mi de
Pa i ä
des Basisjah es mul iplizie wi d.
Gegen dieses Ve ah en e heben
Slich
jedoch ü den konk e en. Fall
Bedenken. Zunächs in e essie en übe haup nu diejenigen Gü e , die
in e na ional gehandel we den. Viele Konsumgü e , ebenso Wohnung
und Diens leis ung kommen nu au den binnenländischen Ma k und
scheiden dami aus dem in e na ionalen Ve gleich aus. Denn es gil ja,
die Auslandskau k a de
DM
es zus ellen, und
das
heiß nich s an-
de es, als die Bean wo ung de F, age, bei welchem Ku s sich ein
Ausgleich de Zahlungsbilanz e gib , wobei nu die Res ein uh ohne
Auslandsk edi e be ücksich ig we den kann. Welche Wa en des deu -
schen Außenhandels könn e man nun übe haup
in
Be ach ziehen?
Hie bei wi d be ei s deu lich, daß diese wich ige Vo ausse zung ü
die Abschä zung de Kos en ela ion und dami eines angemessenen
Wechselku ses kaum gegeben is . Denn zwa e en
in
de Ein uh ,
on de übe haup nu ein Teil on deu schen S ellen bezahl wi d,
wie in de Aus uh S apelwa en des Wel handels au , die ein ech-
nisch gesehen zwischen In- und Ausland e gleichba sind, wenn
man bei de Ein uh e wa an Ag a p oduk e und indus ielle Roh-
s o e und bei de Aus uh an Kohle, Holz und Sch o denk . Ge ade
weil die deu sche Aus uh übe wiegend Roh- und K a s o e um aß ,
wä e an sich eine leich e e Ve gleichba kei in e na ional gegeben.
Man
kann abe nich on in e na ional
gehandel enWa en
im
ech en
Sinne sp echen, da in de Aus uh Wa en en hal en sind"die keines-
wegs de Expo s uk u eines mode nen Indus ielandes en -
sp echen. Un e no malen Bedingungen komm demgegenübe de
Kos en e gleich on Maschinen, Elek o-A ikeln und Chemikalien
in
Be ach . Diese Ta sache häng dami zusammen, daß auch die zwei e
Vo ausse zung nich gegeben is , nämlich ein
eie
Aus ausch on
Gü e n und Leis ungen. E s dadu ch kann übe haup die Bedingung
4
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50
Volkswi scha liche P obleme des deu schen Außenhandels
e üll we den, daß nu
Wa en
einge üh we den, die nach
P eis
und Menge sich den heimischen Ma k bedingungen anpassen un e
gleichzei ige Be ücksich igung de Ta sache, daß einge üh e Roh-
s o e du ch ih e P eishöhe die Expo möglichkei en ga an ie en
müssen. Es b auch nun kaum wiede hol zu we den, daß wede die
Ein uh noch die Aus uh de T izone de P oduk ions- und Einkom-
menss uk u de deu schen Wi> scha oll en sp echen, sonde n
wei gehend auße ökonomisch bes imm sind. Das bedeu e , daß ein
Ve gleich de möglichen P eis e ände ungen gegenübe dem Aus-
land nu mi g öß en Bedenken du chge üh we den kann, da sich
die
Wa en
zwischen den Lände n doch nich ei bewegen können.
Selbs wenn man die genann en Schwie igkei en
in
Kau nimm , bleib
in de gegenwä igen Lage noch eine Reihe on Bedenken üb ig.
Um
den Wechselku s so sinn oll be echnen zu können, daß ein Ausgleich
de Zahlungsbilanz schließlich e eich wi d, muß man da on aus-
gehen, daß au die Daue die Kos en e ände ungen maßgebend sind.
Fü
ih en Ve lau komm ein Ve gleich de Lohn e ände ungen
in
Be ach . Da die Löhne abe du ch die Lebenshal ungskos en mi -
bes imm we den, soll zunächs de Index de Lebenshal ungskos en
als ep äsen a i angesehen we den. Nimm man als Ve gleichs-
land die Ve einig en S aa en und als Basisjah 1938 mi einem
Ma kku s on
40
c s, so wü de bei eine S eige ung des ame ikani-
schen Index de Lebenshal ungskos en au 169
im
e s en Halbjah 1948
eine Zunahme de deu schen Lebenshal ungskos en bis au 127 mög-
lich sein, wenn man die Pa, i ä on 1
DM
=
30
C s als Da um nimm .
Ta sächlich sind abe die Lebenshal ungskos en bis Juli 1948 in de
b i ischen Zone
um
38 P oz.,
in
Hessen
um
42
P oz. und
in
Baye n
um
36
P oz. ges iegen,
d.
h.
die au diese Basis (B i ische Zone) e ech-
ne e
Pa i ä
wü de einen Ma kku s on
32
c s e geben, de also noch
höhe is als de a sächlich angese z e Ku s. Da im Augus (1948) die
Lebenshal ungskos en wei e ges iegen sind, wü de nunmeh de Ku s
sich imme meh on de es en
Pa i ä
en e nen und die Aus uh
e schwe en.
Au
die Bedenken gegenübe diesem Index de Lebens-
hal ungskos en kann hie nu ku z hingewiesen we den. Jede weiß,
daß bei diesem Ve gleich zwischen ame ikanischen und deu schen Le-
benshal ungskos en gegen das obe s e Gese z de S a is ik e s oßen
wi d, wonach nu Ve gleichba es
in
eine de1m ige Gegenübe s ellung
einbezogen we den da . Denn was besag es ü die deu schen Le-
benshal ungskos en, wenn die Mie ausgaben scheinba kons an ge-
blieben sind,
in
Wi klichkei abe ü iele du ch die zwangsweise
Un e e mie ung on Räumen gesunken, ü manche ande e abe
du ch die Quali ä s e schlech e ung wesen lich ges iegen sind? Diese
Einwand de quali ä smäßigen Un e gleichba kei gegenübe 1938
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Aussp ache: P o esso D . io mann (Müns e )
51
eine sei s und gegenübe den Ve einig en S aa en ande e sei s gil
ganz besonde s ü alle ande en Gü e de Haushal sausgaben, wie
Nah ungs- und Genußmi el, Bekleidung und Haus a . Woll e man
dem Ta bes and de
im
Du chschni minde en Quali ä de heu igen
Konsumgü e in Deu schland ge ech we den, so müß e man die Le-
benshal ungskos en en sp echend höhe anse zen,
d.
h.
den Dolla
höhe bewe en, als es dem gegenwä igen Ku s en sp ich .
Angesich s de Unzulänglichkei dieses Ve gleichs lieg es nahe, di ek
au die En wicklung de Löhne als wich igs en Kos en ak o zu ück-
zug ei en. Dami e gib sich abe die noch g öße e Schwie igkei , daß
die ü die Be echnung zug undezulegenden Lohnsä ze als gebundene
Löhne in den einzelnen B anchen keineswegs den a sächlichen
Knapphei s e häl nissen en sp echen, wenn man den Lohn nich
übe- -
haup als p imä sozial bes imm en Fak o , sonde n un e diesen
Kos engesich spunk en sehen will. Da auße dem die Lohnsa z e -
ände ungen
in
jüngs e Zei seh un e schiedlich o genommen wo -
den sind und on de Möglichkei de
15
p oz. E höhung nu eil-
weise Geb auch gemach wo den is , wä e ein gewogene Lohnindex
e o de lich,
um
übe haup einen Anhal spunk zu gewinnen. Da ü
ehlen abe die Un e lagen. Abe noch aus einem ande en G unde
wi d die Au gabe de Wechselku sbes immung du ch Rückg i au
die Löhne nich leich e . Denn denk man e wa an einen Ve gleich de
Lohnen wicklung zwischen den Ve einig en S aa en und Deu sch-
land on 1938 bis zu
Gegenw<li ,
so besag die Ve ände ung de
Nominal-Lohnsä ze wenig ü die e gleichsweise En wicklung de
R_ealkos en.
En scheidend is die F age, welche Menge de in e -
na ional gehandel en Gü e mi einem bes imm en Lohn p oduzie
wi d,
d.
h.
je nied ige die Technik
in
einem Lande is ,
um
so nie-
d ige müssen die Löhne sein, wenn in e na ionale Konku enz ähig-
kei anges eb we den soll. Die deu schen Nominallöhne sind im
Ve gleich mi 1938 gegenwä ig höhe . Die S undenlöhne in de
ame ikanischen Indus ie sind bis zum e s en Halbjah 1948
um
106
P oz. ges iegen. Wäh end abe
in
dem gleichen Zei aum die
E izienz des ame ikanischen Indus iea bei e s g ob ge echne
um
45
P oz. zugenommen ha - ü den Du chschni de gesam en In-
dus ie eine g oße Leis ung, wenn man bedenk , daß
in
England on
1891-1931 die physische P oduk i i ä des A bei e s nu wenig meh
ges iegen is
-,
lieg
in
Deu schland gegenwä ig die Leis ung
um
e wa
40
P oz. nied ige als damals. Wenn man übe haup 1938 als
Ve gleichsbasis ane kennen will,
ha
man sich also zu agen, was
es denn besag , wenn man un e de Annahme eine ielleich
20
p oz.
Lohns eige ung
in
Deu schland gegenübe 1938 und einem Ma kku s
on
40
c s
im
Basisjah ein echne isch dazu komm , daß dem
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Volkswi scha liche P obleme des deu schen Außenhandels
heu igen Lohn e häl nis ein Ma kku s on
23,5
Cen s en sp echen
wü de, wenn man nich gleichzei ig die gewal ige Ve schiebung
in
den P oduk i i ä s e häl nissen be ücksich ig . De Einwand, daß
die S eige ungsp ozen e deswegen nich s besagen, weil man hin-
sich lich de P oduk i i ä de A bei on ganz e schiedenem Ni-
eau ausgegangen is , kann ja nu inso e n Gel ung beansp uchen,
als schon
1938
im Du chschni -keineswegs
in
einzelnen B anchen
ode
ga
Un e nehmungen -die ame ikanische Indus ie eine min-
des ens zweimal höhe e E izienz au wies als die deu sche Indus ie.
Die S eige ung ha also den Un e schied noch wei e e g öße . Un e
diesen Ums änden is es nich
zu
e wunde n, daß das Realeinkommen
des ame ikanischen Indus iea bei e s wesen lich meh ges iegen is
als das eines deu schen A bei e s.
Man
könn e noch einwenden, daß die deu schen Nominallöhne
das
wi kliche Einkommen de A bei e scha nich wiede geben au
G und de bis zu Wäh ungs e o m üblichen Geldzuschläge, Depu-
a e, Na u allie e ungen jede A usw. Da ja abe ü diesen Ve -
gleich nich die Zwischenz·ei in e essie , sonde n nu de gegen-
wä ige Zus and maßgebend is , sei de Wäh ungs e o m diese Zu-
schläge abe nahezu allgemein abgebau wo den sind, dü en die
Nominal-Lohnsä ze im Du chschni de gesam en Indus ie auch
das a sächliche Einkommen annähe nd wiede geben.
Dagegen is noch eine ande e übe legung zu be ücksich igen.
Im
in e na ionalen Handel komm es bekann lich au die ealen Aus-
auschbedingungen an. In olgedessen müß e om deu schen S and-
punk aus de Wechselku s so gewähl we den, daß die Realkaui-
k a des deu schen Expo s möglichs hoch lieg ,
d.
h.
daß die Vo -
eile des ausländischen Fo sch i s zum mindes en allmählich auch
den deu schen Konsumen en zugu e kommen, selbs au die Ge ah
hin, daß sich ü die
in
Konku enz s ehenden deu schen Un e neh-
mungen e hebliche Ums ellungsschwie igkei en e geben. Es wü de
dami au die Daue eine Angleichung an das Ni eau de aus-
ländischen E izienz ollzogen, die au jeden Fall e o de lich is .
Bei welchen Gü e n die übe legenhei
z.
B. de ame ikanischen In-
dus ie besonde s g oß is und wie de Wechselku s angese z we -
den müß e, um sie zu Gel ung kommen zu lassen, beda eingehen-
de Un e suchung.
Im
üb igen wü de sich dies bald abschä zen
lassen, wenn übe haup ein eie Außenhandel au beiden Sei en
gegeben wä e. Es soll hie nu noch da au hingewiesen we den, daß
in
Kanada und ande en übe seeischen Lände n, wie e wa auch in
Süda ika,
in
dem le z en Jah zehn ein ansehnliche echnische
Fo sch i e ziel wo den is , dem man angesich s de g oßen
Ab-
hängigkei ge ade de deu schen Expo indus ie on de Rohs o -
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Aussp ache: P o esso D . lio mann (Müns e )
53
ein uh nich ein ach du ch einen den Expo allgemein begüns igen-
den Wechselku s begegnen kann.
So e gib sich also, daß die Maßs äbe ü die E mi lung des ange-
messenen Wechselku ses ü Deu schland denkba agwü dig sind
un e s a is isch- o malen, wie abe auch un e sachlichen Gesich s-
punk en. Nachdem mi de Geld e o m das Sys em de Ma k wi -
scha g undsä zlich bejah wo den is , bleib un e diesen Ums än-
den nu die Konsequenz, diesem Sys em auch zu ollen Wi ksam-
kei zu e hel en,
d.
h.
alles zu un, dami sich die eingangs e wähn-
en sachlichen Vo ausse zungen ü eine Beu eilung des ich igen
Wechselku ses übe haup he ausbilden können. Da alle dings auch
im Auslande
nUl
beding diese Vo ausse zungen gegeben sind, häng
es on de wei e en handelspoli ischen En wicklung ab, inwiewei sich
ma k gemäße
s a
es gese z e Wechselku se zu bilden e mögen.
Solange jeden alls au deu sche Sei e die wi klichen Kos en ela ionen
sich noch nich s ä ke he ausk is allisie haben, sp ich ieles da-
ü , die je zige KUl s ela ion als Da um zu se zen. Diese Ausweg is
alle dings kein F eib ie da ü , alle P eise im Inland un e Zug unde-
Iegung dieses Wechselku ses au die Höhe de Wel ma k p eise hin-
au zu eiben. Denn einmal kommen ü einen de a igen Ve gleich
übe haup nu , wie wi sahen, die in e na ional gehandel en Wa en,
wie
z.
B.
NE-Me alle, in Be ach , und zum ande en sind ja die kom-
pa a i en Kos enun e schiede neben den absolu en Kos enun e -
schieden bes immend ü den Gü e aus ausch schlech hin.
Im
üb igen
wi d die Poli ik des Ab as ens an Hand de gegebenen Da en auch
aus dem G unde ü zweckmäßig gehal en, weil eine He abse zung
des Dolla p eises de Ma k die Ein uh an Rohs o en und Nah ungs-
mi eln e eue -wobei auch an diese S elle on den GARIOA-
und Ma shall-Impo en abgesehen wi d -und den Expo indus ien
zu üh die Chancen gewisse Konku enzbedingungen geben wü de,
die sich au die Daue doch als üge isch e weisen dü en. Dem-
gegenübe is
de
ha e Zwang zu einem Höchs maß an Ra io-
nalisie ung in de Expo indus ie mi de Folge de Kos ensenkung
wah scheinlich ehe ange an, die Aus auschbedingungen au die
Daue zu e besse n. Schließlich bes eh die Wah scheinlichkei , daß
die Liquida ion des K ieges auch
im
Auslande zu Ku s e ände un-
gen zwing , die zweckmäßige weise bei eine spä e en Fes se zung
de Pa i ä en un e Beach ung de in e na ionalen Wäh ungsabkom-
men beTÜcksich ig we den
1).
1)
Das "Gu ach en übe die Kau k a pa i ä de Deu schen Ma k" des B eme Aus-
schusses ü Wi scha s o schung (Bea bei e D .
Al/ ed
Jacobs) komm zu einem we-
sen lich spä e en Zei punk e (No embe
1948)
und au G und iel eingehende e Un e -
suchungen
zu
dem Vo schlag eine Ku ssenkung auch nu au
27
Cen s = 1
DM.
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54
Volkswi scha liche P obleme des deu schen Außenhandels
P o esso D .
RUDOLP
STUCKEN
(E langen):
Zunächs e was
Ta
säe
h I
ich
e s zu F age de Wechselku shöhe.
Sie wissen, daß Nü nbe g eine hochen wickel e Fe igwa enindus ie
besi z , die ühe s a k expo ie ha .
In
einem K eise üh ende
Nü nbe ge Indus ielle wa ich die F age au , welche Indus ie
bei einem Wechselku s on
3,30
DM
ü einen Dolla mi E olg am
Wel ma k au e en könne. Als expo ähig e schienen nu die Elek-
oindus ie und die Indus ie hochwe ige Meßappa a e. Die ande en
G uppen e nein en die Expo ähigkei . Und dabei
wal en
in
jenem
Augenblick die Rohs o p eise noch keineswegs dem genann en
Wechselku s angepaß . Ich bi e, diese Fes s ellung nich als In e -
essen enäuße ung abzu un; ande e sei s bes eh wohl
in
eine Reihe
on Zweigen noch die Möglichkei ,
in
die Expo ähigkei hinein-
zuwachsen; abe das is Zukun sho nung und noch nich Reali ä .
Wi
sp echen hie so ein ach und selbs e s ändlich on einem
ein-
h
ei
]
ichen
Wech
seI
ku s,
de sowohl ü die ganze Aus uh
als auch ü die ganze Ein uh gel en soll.
Wi
soll en uns abe doch
dessen e inne n, daß wi sei
16
Jah en keine einhei lichen Wechsel-
ku se gehab -haben. Das du ch iele Jah e gep leg e Zusa zaus uh -
e ah en e älsch e den Wechselku s.
Ab
1945
ha en wi ü jedes
Aus uh geschä einen indi iduellen Wechselku s, denn
in
jedem Falle
wu de de Reichsma kbe ag ü den
Expo eUJ
besonde s be echne ,
gewöhnlich
im
Anschluß an die inländischen S opp eise. Ich sehe nu
die eine Möglichkei , aus den lähmenden Fesseln de gegenwä igen
Aus uh egelung he auszukommen, wenn die ganze Aus uh übe
einen einhei lichen Wechselku s ollzogen wi d. Denn mi dem Zu-
sa zaus uh e ah en haben wi die Wel so e ä ge , daß man uns
dieses siche lich nich
in
de Zukun zu eigenen Handhabung übe -
iäß . Und das Sys em de indi iduellen Wechselku se is ja nu
im
alle
s aa liche Lenkung des Expo es möglich. Also F eihei des
Aus uh handels nu bei einhei lichem Wechselku s; diese F eihei
abe b auchen wi ja,
um
die Fe igwa enindus ie mi ih en ela i
kleinen Geschä sabschlüssen bei de Aus uh zum Zuge kommen zu
lassen.
Sowei die Ein uh in F age komm , kann de einhei liche Wechsel-
ku s du ch Sub en ionen auße K a gese z we den, wobei dann
das Ziel e olg wi d, wich igen Massenkonsumgü e n einen nie-
d ige en P eis
zu
geben, als sich au G und des Wel ma k p eises
und de Wechselku se e geben wü de. Ich möch e es dahinges ell
sein Jassen,
ob
diese Abweichung om einhei lichen Wechselku s
nich doch bei einigen Wa en angeb ach is .
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Aussp ache: P o esso D . S ucken (E langen), D . K use (München)
55
Soll man
den
zukün igen
Wechselku s
sich
einpendeln
las
sen,
d.
h.
soll man es dem Angebo und de Nach age au dem
De isenma k übe lassen, au welche Höhe de Wechselku s zu
s ehen komm ? Ich glaube, daß es doch noch e üh is , dem Ma k
die Bes immung de Wechselku shöhe allein zu übe lassen, sonde n
daß es noch eine gewissen De isenbewi scha ung beda . Es is
schon au die Fluch gelde hingewiesen wo den, die eine e hebliche
zusä zliche Nach age am De isenma k bedeu en können. Abe wi
müssen auch an E scheinungen denken, die mi jedem Wiede au bau
übe mäßig gesch ump e Vo ä e e bunden sind; bei jedem Kon-
junk u au s ieg e leb en wi in Deu schland ja eine Tendenz zu
Passi ie ung de De isenbilanz, weil e s einmal mi de Wiede -
ansammlung on Vo ä en bei den P oduk ionsbe ieben und beim
Handel eine e schä e Nach age nach ausländischen Rohs o en
au a . Dazu haben wi an die Möglichkei spekula i e Wa enein-
uh zu denken. Ich hal e es nich ü ich ig, den Wechselku s zu-
nächs au die Höhe kommen zu lassen, die sich aus solchen zei lich
beg enz wi kenden U sachen e gib ; denn wah scheinlich bleiben
dann auch die Löhne on de sich so e gebenden Wechselku shöhe
nich unbe üh . Ich hal e es ielmeh ü ich ig, einen Wechselku s
zu suchen, de
cl
la longue du chgehal en we den kann, den zei lich
beg enz en Schwie igkei en abe mi Maßnahmen de De isen-
zwangswi scha zu begegnen. Abe selbs e s ändlich sehne auch
ich den Tag he bei, an dem sich diese Zwangsmaßnahmen als übe -
lüssig e weisen.
D .
ALFRED
KRUSE
(München):
Wenn man die Außenhandelslage Eu opas und die de Ve einig en
S aa en mi einem Sa ze cha ak e isie en woll e, so könn e man
sagen: Eu opas Zahlungsbilanz is ho nungslos passi , die de USA
ho nungslos ak i . Die Besei igung diese Unausgeglichenhei kann
au wei e Sich nich du ch K edi e e olgen, sonde n nu du ch eine
Ände ung de Wechselku se, He abse zung des Ku ses de eu o-
päischen Wäh ungen ode Hinau se zung des Dolla ku ses.
Fü
Deu schland e heb sich
in
de Gegenwa die
F1 age,
ob
de uns
du ch die Besa zungsmäch e au e leg e Um echnungsku s on
30
Dolla cen s ü eine Deu sche Ma k, de noch kein ech e Wechsel-
ku s is ,
ü
die deu schen Ve häl nisse angemessen is ode nich .
Vo weg möch e ich be onen, daß ich He n P o . Ho mann bei-
s imme, wenn
e
sag , daß wi heu e noch öllig
im
unkla en da übe
sind,
ob
de Ku s on
30
Cen s zu hoch ode zu nied ig is . Bedenken
wi doch, daß noch bis zum
Mai
dieses Jah es spezielle Um echnungs-
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62
Volkswi scha liche P obleme des deu schen Außenhandels
P o esso D .
GüNTER
SCHMÖLDERS
(Köln):
Bei de E ö e ung de P oblema ik des deu schen Außenhandels
wi d
in
de Regel übe sehen, daß alle S ei
um
die Fes se zung de
Wechselku se nich übe die Ve ze ungen hinweghil , die
im
P eis-
und Kos enge üge de deu schen Wi scha du ch die zwangswi -
scha liehe En wicklung de le z en ün zehn Jah e en s anden sind.
Besonde s k aß i diese Ve ze ung des P eis- und Kos enge üges
zu age, wenn man die
Wandlungen
de
Bes eue ung
ins
Auge aß ,
in
denen zu einem gu en Teil die U sache diese E schei-
nung zu e blicken is . Die Bes eue ung ha sich im au o i ä en
Deu schland un e me k imme meh dem di ek en Zug i au die
B e
i
e b s g e w i n n e und B e
i e b s
e
m ö
gen
ans elle de
ühe o he schenden S eue au b ingung du ch Ve b auchs- und
Ve keh ss eue n und Zölle zugewand . Welches Ausmaß diese Wand-
lungen de Bes eue ung e eich haben, geh da aus he o , daß
allein die Kö pe scha ss eue ih Au kommen schon
1938
gegenübe
1932
meh als e zwanzig ach ha e. De p ozen uale An eil de
Einkommens eue und Kö, pe scha ss eue am gesam en Reichs-
s eue au kommen ha e sich schon
um
diese Zei au Kos en de Ve -
b auchss eue n und Zölle as e d ei ach . Diese En wicklung is
wäh end des K ieges wei e gegangen und ha zu eine S uk u de
Bes eue ung ge üh , die sich übe wiegend des bequemen Zug i s
au die gewe blichen Gewinne und Einkommen bedien ; die Folge
is , daß das P eis- und Kos enge üge de deu schen Wi scha du ch
zusä zliche, lediglich aus de Bes eue ung s ammende Kos en ak-
o en gegenübe de ühe en Zei und gegenübe den We bewe bs-
lände n wei gehend e ände wo den is . Die Haup olle spiel hie -
bei die bishe iel zu wenig beach e e Ta sache, daß die sogenann en
Ge
w i n n s e u e
n
(Einkommen- und Kö pe scha ss eue )
de
Ge-
we bebe iebe in olge de s eue ech lichen En wicklung un e dem
Ein luß iskalische Gedankengänge meh und meh an 0 b j e k i e
Me
km
ale
anknüp en und den Cha ak e ech e "Obe schußs eue n"
längs e lo en haben; die wei e e Folge da aus is es, daß
in
allen
P eisen
un e de Wi kung de S eue übe wälzung
kumula i
au
gel
au
e n e S e u e a n
eil
e en hal en sind, die bis zu
50
P oz.
und meh des Ladenp eises ausmachen können. Diese Vo gang lieg
bei de Umsa zs eue au de Hand; eine in allen Wi scha s s u en
on neuem
e howne
Umsa zs eue on 3
.
H.
üh zu eine
Be-
las ung des Ve kau sp eises on
10
bis
15
.
H.
je nach de Anzahl
de du chlau enen S u en. Wenige sich ba ,
im
E gebnis abe min-
des ens ebenso bedeu sam is die Obe wälzung de e schiedenen
s eue lichen Be iebsbelas ungen, ange angen bei de G und- und
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Aussp ache: P o . Schmälde s (Köln), P o . Ri e shausen ( ank u )
63
Gewe bes eue übe die Ve mögenss eue , Kö pe scha s- und
Einkommens eue bis hin zu Di idendenabgabe und Au sich s a -
s eue ; un e de Wi kung des Kau k a übe hangs ha en in de
Ve gangenhei p ak isch aIIe Mä k e ih e Elas izi ä
im
Sinne de
P eis heo ie sowei eingebüß , daß die Obe wälzung diese S eue -
be äge
im
P eis au aIIen S u en möglich wu de. Dadu ch is eine
kumula i e
Au blähung
des
gesam en
P eis-
und
Kos enge üges
en s anden, die
im
We bewe b mi
dem
Ausland
zu einem selbs e schulde en Hinde nis wi d, dessen Besei igung
sich die kün ige S eue e onn angelegen sein lassen soll e. Eine
S eue ückgewäh bei de Aus uh , wie sie ü die le z e S u e de
Umsa zs eue ielleich noch du ch üh ba is , e schein angesich s
de Höhe de kumula i en Endbelas ungen aus allen e wähn en
S eue n indisku abel; sie wü de om Ausland sogleich als Ve such
des Dumpings zu ückgewiesen we den. Es bleib uns dahe keine
Wahl, wenn wi am zwischens aa lichen We bewe b wiede mi E -
olg eilnehmen wollen, als auch on dem Gesich spunk des Außen-
handels aus mi allem Nachd uck au eine
Re
0 m
de
Be
i
e b
s-
be
s e u e
un
g zu d ängen.
Ein heo e isch in e essan es P oblem, au das hie nu am Rande
einmal hingewiesen we den
soII,
is die F age, wiewei auch die so-
genann e
Loh
n s e u
e ,
de Lohnabzug om A bei slohn,
in
den
Ta i e handlungen und Lohnabkommen de le z en
25
Jah e be ei s
in das Lohnkon o übe gegangen,
d.
h.
au den A bei gebe übe wälz
wo den is ;
in
dem Maße, in dem dies geschehen sein soII e, nimm
auch die Lohns eue an de geschilde en Vo belas ung des deu -
schen P eis- und Kos enge üges eil. Un e suchungen übe die In-
zidenz de Lohns eue , de Kö pe scha ss eue und eine Reihe wei-
e e
Be iebss eue n we den
z.
Z.
in Köln du chge üh .
P o esso D .
HEINRICH
RITTERSHAUSEN
(F ank u ):
Zunächs möch e ich au He n B inkmanns Aus üh ungen eingehen.
Ich bin o ielen Jah en s a k beeind uck wo den on seine These,
daß de Außenhandel sich imme meh on seinem na ü lichen Zu-
s ande hinweg in eine a ionale O dnung begib . Abe ge ade, wenn
.die
Spiel egeln des Außenhandels du ch in e na ionaloe Ve äge
s aa lich gese z we den, wenn man also B inkmanns These ane -
kenn , kann und muß man bewegliche Wechselku se o de n.
Auch He n Ho manns A gumen a ion hinsich lich des 3D-Cen s-
ku ses schein mi seh beach lich. Es is nich unmöglich, daß sich ein
Gleichgewich s-Wechselku s un e bes imm en Vo ausse zungen so-
ga
au de Höhe on
3D
C s hal en wü de. Diese 3D-C s-Ku s is
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Volkswi scha liche P obleme des deu schen Außenhandels
nich
in
e s e Linie du ch eine übe eue ung de deu schen P eise
und Löhne ge äh de , sonde n nu du ch den Mangel eine
übe -
gangspe iode bei un e mi el plö zlichem übe gang zu eien
Ku sbildung. Bei klassischen S abilisie ungen, die nach damaligen
Vo s ellungen den übe gang zu Gleichgewich sku sen einschlossen,
z.
B. im Jah e
1924
in
Deu schland, ha man so g oße Auslands-
k edi e he eingenommen, daß jah elang das De izi de Handels-
bilanz mi K edi bezahl we den konn e. Diesem Zwecke dienen ja
heu e die Ma shall-K edi e, wenn sie auch wah scheinlich ü eine
komme zielle S abilisie ung zu klein sind. Bei einem de a igen plan-
mäßigen Vo gehen un e K edi hil e des Auslandes könn e sich
du chaus de 30-C s-Ku s ech e igen lassen, wenn auch die P eis-
s eige ungen de le z en Wochen bedenklich s immen.
Wi
müssen
e s
die ollen Wi kungen de Wäh ungs e o m und de Ma shall-
Hil e insbesonde e au E näh ung und A bei sleis ung abwa en. In
den bishe igen Reichsma k-P eisen s eck e noch
im
Du chschni
wohl de doppel e Lohnansa z, weil on den un e e näh en A bei-
e n du chschni lich
in
zwei S undel' so iel geleis e wu de, wie
no mal
in
eine S unde. Dieses alsch kalkulie e P eisni eau wi d
gegenwä ig du ch eine Kop geld- und K .di konjunk u ge adezu
küns lich e hal en und wei e übe höh .
Wi
dü en auch nich e -
gessen, daß in olge de gel enden JEIA-Bes in'mungen g oße G uppen
de ü uns wich igs en Expo e bishe nich zus ande kommen konn-
en.
Zum
Beispiel wu den bedeu ende phannazeu ische und chemische
Expo e bishe nich zugelassen, und de Expo on Einzelan e i-
gungen au dem Gebie e des Maschinen- und Appa a ebaus is wegen
Mangels deu sche Ingenieu e e ungen
im
Auslande nich mög-
lich. De S undenlohn des deu schen gele n en A bei e s is 1
DM
ode
30
C s;
in
den Ve einig en S aa en abe Doll.
2,50.
In olgedessen
sind die Ve diens aussich en de Expo eu e au solchen Gebie en
so ungewöhnlich, daß man do ni gends eine Klage übe den 30-C s-
Ku s hö . Es is bekann lich ga nich die Au gabe des Ku ses,
all
e
Inlandswa en
im
P eise un e das Ni eau de Auslandsangebo e zu
senken; ielmeh sind imme ein Teil de Wa en
im
Inlande eu e
und ein Teil billige , und nu die le z en kommen ü den Expo
in
F age. Da un e we den sich
im
allgemeinen solche E zeugnisse
nich be inden, die kapi alin ensi und
in
G oßse ien he ges ell we -
den.
In
diesen Zweigen haben wi meis gegen die ame ikanische
Konku enz keine lei Aussich en. Abe ge ade au solche E zeug-
nisse und Rohs o e wa bishe die deu sche Aus uh konzen ie ,
denn nu mi s anda disie en Massengü e n ennag ein bü ok a-
ische Appa a bis zu einem gewissen G ade e ig zu we den. Die
eigen liche Aus uh , au die wi unse e ganze Ho nung se zen, is
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Aussp ache: P o esso D . Ri e shausen (F ank u )
65
übe haup noch nich da, und die eigen lichen Expo eu e konn en
sich noch
ga
nich äuße n, weil sie bei den bishe igen Vo sch i en
übe haup noch nich expo ie haben. E s wenn wi de en E ah-
ungen und P eiss ellungen kennen, wi d es möglich sein, ein U eil
übe den 3D-C s-Ku s zu ällen.
Leich e Bedenken möch e ich gegen He n Wesseis These anmelden,
ein solche übe gang zu Gleichgewich sku sen müsse on allen Län-
de n gleichzei ig e olgen. Die Beispiele de F eihandelsplä ze Hong-
kong und Tange zeigen, daß man un e Gleichgewich sku sen und
eien Wa enp eisen handels- und sozialpoli isch
in
eine seh gün-
s ige Posi ion kommen kann. Bei Be ach ung diese Einzel älle
kann man nich zu dem Schluß kommen, daß die Poli ik de Gleich-
gewich sku se
ü
ein
La
nd
un en abel sei.
Den Op imismus on He n K use hinsich lich de Leis ungen des
neuen Eu opa-Clea ings kann ich leide nich ganz eilen. De Re-
e en , He Meye , ha die F age des De isenku ses allein om
S andpunk de d e u s
ehe
n Wi scha aus behandel . Ich möch e
in
Kü ze die F ages ellung e wei e n und
die
Rolle
de
De isen-
ku se
in
de
zwischen-eu opäischen
Wi scha
un e -
suchen. Es schein mi , daß sich on diesem g öße en P oblem aus
s a ke zusä zliche A gumen e zuguns en de E gebnisse on He n
Meye inden lassen, die ich
im
üb igen in jede Weise ü ich ig
hal e. Alle dings is de Übe gang zu Gleichgewich sku sen eine no -
wendige E gänzung zu de am
8.
Juli des Jah es e olg en F eigabe
de Wa enp eise. Diese wa nu ein e s e Sch i . Wei e e müssen
olgen, da sons die Ge ah de Unhal ba kei de eien Wa en-
mä k e im Inne n und des Wiede o d ingens de Zen al e wal-
ungswi scha bes eh . Nach d ei Mona en s abile Wäh ung muß-
en wi alle die Schwäche de A gumen e e kennen, die on de
P eis eigabe eine Ka as ophe be ü ch e en. Es is nun wiede e -
s aunlich, zu sehen, daß wö lich dieselben A gumen e gegenübe de
F eigabe de De isenku se o geb ach we den, wäh end doch leich
zu e kennen is , daß am Tage danach alles seh gu , abe soga iel
Wi scha liche wei e gehen wü de.
Abe da übe hinaus is es seh wesen lich, zu e kennen, daß de
übe gang zu gleichgewich igen De isenku sen das einzige Mi el
wä e, die e u; 0 P ä i
sc
h e Zahlungsk ise wi ksam und endgül ig zu
übe winden. Das bishe ige eu opäische Ve echnungssys em is oll-
s ändig einge o en; de eu opäische Außenhandel,
d.
h.
de Handel
de eu opäischen Lände un e einande , is as zum S ills and ge-
kommen und wi d eigen lich nu du ch a a is isch anmu ende Na-
u al-Tauschgeschä e au ech e hal en, die on Regie ung zu Re-
gie ung abgeschlossen we den.
Von
762
Millionen Dolla einge o e-
5
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66
Volkswi schai liche P obleme des deu schen Außenhandels
ne Spi zen konn en im Janua
1948
du ch die BIZ in Basel nu
1,7
Millionen Dolla du ch Saldie ung besei ig we den.
Se
h
be-
denklich
schein
mi
de
neue
Plan
de
mul ila e alen
Ve echnung
de
"O ganisa ion
ü
Eu opäische
Zu-
sam
m e n a
b
e i "
in
Pa
i
s.
Hie nach sollen du ch s a is ische
Schä zungen die zukün igen Zahlungsbilanzen alle be eilig en Län-
de
ü das kommende Jah en wo en we den.
Um
eine solche Zah-
lungsbilanz schä zen zu können, müssen die Aus uh en und Ein uh en
säm liche Gewe bezweige au Jah e im o aus p ognos izie we -
den. Ich e inne e da an, daß ich eben da geleg ha e, wie seh de
eigen liche gewinnb ingende deu sche Expo noch ehl , so daß nie-
mand wissen kann,
wo
e
übe haup zu age e en wi d, wenn
e s
die e wa e e Ände ung de JEIA -Bes immungen komm . Es muß
jedes
in
den nächs en Jah en sich en wickelnde Außenhandelsge-
schä be ei s o gedach und geplan we den. So e häl man die
planmäßigen zukün igen Ak i - und Passi saiden säm liche Ma -
shall-Lände . Ob ein Land ak i sein wi d, häng on Meh hei s-
beschlüssen de s a is ischen Sach e s ändigen, on einem bloßen
Fede s ich ab. Wei e sollen die Ma shall-Ve äge dahin geände
we den, daß "ak i e" Lände e p lich e we den, die geschenkweise
e hal enen Ma shall-Dolla s
an
die
passi en
Lände
wei e
zu
e
s
ehe
n k e
n.
Das schein mi
dal1au
hinauszulau en, daß die
passi en Lände und die
Sc
h u I d n e
p ä
m i i e we den, wäh end
die
gu
e n
Wi
e eine S a z a h I u n g en ich en müssen. Ich be-
ü ch e, daß diese Zwangs -Un e s ü zungsme hode zu eine Ve -
schwendung on Ma shall-Gelde n ü die E hal ung schlech e Po-
si ionen üh en könn e.
Es wi d o da übe geklag , daß wi an die D 0 I I a - K
lau
sei
ge-
bunden seien. Obwohl diese Angelegenhei meh deu ig is , möch e
ich da au hinweisen, daß ein Ha wäh ungsland, wenn es eine da -
au einges ell e Handels- und besonde s Einkau spoli ik be eib , eine
seh s a ke Posi ion ha , wie de Fall de Schweiz beweis .
Wi
soll en nich k i iklos in de Ideologie de Weichwäh ungslände e -
bleiben, die wi leide mi gescha en haben, die abe nich allzu iel
absolu e Wah hei en en häl . Es is zu be ü ch en, daß das Pa ise
Ve ah en die gu wi scha enden Lände s a k übe las e , bis alle
Wäh ungen Eu opas gleich weich gewo den sind, wäh end wi das
Gegen eil b auchen.
Was
heiß übe haup
"Ein
i
e
en
on
Ve
ech
n
un
g s s
al
den?"
Die Be äge sind nich einge o en, weil die schuldne ische Bank
zahlungsun ähig gewo den wä e, sonde n weil die dahin e s ehende
Regie ung bei de Abgabe diese De isen einen so
übe
h
ö h e n
D e i
sen
ku
s e lang , daß diese De ise on keinem be eilig en
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Aussp ache: P o esso
D .
Ri e shausen ( ank u )
67
Lande mi Nu zen meh zu Impo en zu e wenden is . De Zus and
des "Einge o enseins" is also nu die Keh sei e des alschen De-
isenku ses. Na ü lich läß sich dabei ganz gu wei e leben, wenn man
K edi e ode Sub en ionen hineinpump , wie das zue s du ch die
Schweiz und England und je z du ch Ame ika geschieh . Bei Au -
hö en diese Sub en ionen abe s eh man genau da,
wo
man ange-
angen ha e. Es is on keine Sei e eine e ns ha e Daue lösung
o geschlagen wo den, obwohl das Schicksal unse es besieg en Lan-
des ebensoseh wie das ganz Eu opas an de Lösung diese
F age
häng . Diese Lösung is nu du ch den Gleichgewich sku s zwanglos
und au die Daue möglich.
We
Ich
e s
is
nun
das
M 0 i
de
R e g i e
un
gen
ü das
s a e
Ve bleiben bei küns lich nied ig gehal enen De isenku sen, ausge-
d ück
in
de eigenen Wäh ung? Welches sind also die U sachen ü
diese Poli ik des Ein ie ens? Es sind einmal die P og amme g oße
ö en liche Ausgaben, dabei das aus de Au a kie-Zei üb iggeblie-
bene Bes eben, sich kos spielige eigene Rohs o indus ien zuzu-
legen. Es handel sich wei e
um
die küns liche Ve billigung on
Lebensmi eln, zum Teil un e die Häl e ih es P eises,
um
die Be-
echnung on un e schiedlichen De isenku sen, wodu ch wiede ge-
wissen Indus ien ode Konsumen en e s eck e S aa ssub en ionen
gegeben we den, es handel sich schließlich
um
die gesam e Poli ik
des daue nden S aa sde izi s und des zum P inzip e hobenen Geld-
übe hanges. Es handel sich abe auch
um
die au diesem Ge üs e -
ich e e Plan- und Lenkungswi scha du ch di ek e Maßnahmen,
au die man nich e zich en will.
Denn
diese
di ek e
Bewi -
scha ungs-
und
Lenkungspoli ik
wü de
sich
am
Tage
des
Beginns
de
Gleichgewich sku se
on
selbs
au -
lös
e
n,
weil dann wiede die p i a e Kalkula ion des einzelnen und
des Un e nehme s übe Kau und Ve kau eine
Wa e
en scheiden
wü de.
Wi
kennen hie
in
Deu schland die
ch
onisch
e
Zahl
ung
s-
schwäche
planwi scha liche
Lände ,
da die Planung
sei Hi le nu deswegen unk ionie e, sowei sie das a , weil in olge
des alschen Ku ses die Wa en zu billig e schienen und dahe den
Planungsbehö den pünk lich abgenommen wu den.
Wi
wissen leide
aus E ah ung, daß diese küns liche Ve billigung sich zu eine
Saugpumpe
ü
Impo e
en wickel . Nachdem wi
e s
o
wenigen Mona en on einem g oßen Teil de Planungswi scha und
des P eiszwanges be ei wo den sind, be ü ch en wi na ü lich,
im
Wege jene Eu opa-Planung
in
eine
iesige
eu opäische
Plan-
w'i
sc
ha
mi ih en Plan ehle n eingespann zu we den. Unse e
neue We bewe bswi scha is abhängig on de eu opäischen
S'
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68
Volkswi scha liche P obleme des deu schen Außenhandels
Wi scha s e assung. Sollen
Wi
glauben,
daß
diese ü daue nd
eine di ek gelenk e sein wi d? Das wü de mi un e nehme ische
Wi scha
nich s meh zu un haben. Melchio
Palyi'
ha
au die
he schende Ve wi ung
de
Geis e hingewiesen.
E
sag , B e on
Woods
(mi seinem Fes ku s-Sys em) und ähnliche P ojek e können
de
ame ikanischen Ö en lichkei
nu
un e Zuhil enahme des
sp achlichen
Pa hos
eines Adam Smi h au ged äng we den. Allein
das
zug unde liegende E hos s amme on Vladimi IW sch UIjanow
(alias 'Lenin), daß nämlich diejendgen, die besi zen, mi den Nich -
besi zenden ohne Rücksich au die Siche hei des Kapi als, noch
wenige
de
Gewinne. eilen sollen. Hin e
de
Idee de es en
Pa i-
ä en
s eck nich
nu
eine unangeb ach e E inne ung an eine ganz
ande s
gelage e Goldwäh ungsepoche, sonde n auch die I
deo-
logie
de
"Dollal knapphei ",
die Ha l'od eine
de
albe ns en
Ph asen
genann ha , die je
gep äg
wu den. Wenn in
de
Diskussion
gesag
wu de, daß man im Auslande einhei lich ü das Fes hal en
de
al en
Pa i ä en
sei, so muß dem übe haup wide sp ochen we -
den; es sei dabei ü die Schweiz nu an Boßha d und' Küng e inne .
Seh
gu
wa en die Aus üh ungen des Re e en en übe die
I -
leh e,
daß
auch
billig
sein
solle,
was
knapp
is .
Im Ge-
gen eil, wi dü en keine Angs
o
P eis-
und Ku ss eige ungen on
knappen
Wa en
und De isen haben. Sie sind nich meh knapp, wenn
de
P eis
e s
ges iegen is .
Ich möch e dahe on de in e na ionalen Sich
aus
die Fo de ung
des Re e en en in Rich ung au
Gleichgewich sku se
ü be-
sonde s
be
e
c h i g e klä en. Sie bedeu e im G unde die Wie'de -
he s ellung
de
Eh lichkei und P eiswah hei au den De isenmä k-
en. Sie
be
sei
i g eine Unmenge on unsozialen
Ex a
-P o i en,
die heu e ohne A bei du ch Handeln zwischen den iel achen Ku sen
übe all in de
Wel
e dien we den und die on den schwe a bei en-
den Völke n wie eine
Aus
b
eu
un
g s
en
e bezahl we den müssen.
Eine solche Ku spoli ik wü de zugleich in wi ksame Weise die Kom-
pensa ion und den Haup eil
de
De isenzwangsWi scha im in e -
na ionalen Ve keh besei igen. Als Schuldne Ame ikas müssen wi
uns da übe
kla
sein, daß ohne GleichgeWich sku se
an
einen
Ab-
bau
de
HandeIshemmnisse
und
an
unse en iedlichen Ein-
bau in die Wel wi scha nich gedach we den kann. Dasselbe gil
ü die üb igen eu opäischen Lände .
D .
HELMUT
MEINHOLD
(F ank u ):
1.
He
Meye
is
da on ausgegangen, daß unse e Aus uh en und da-
mi die selbs bezahl en Ein uh en
500
Mill.
Doll. im lau enden
Jah
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Aussp ache: D . Meinhold ( ank u ) 69
be agen wü den. Dazu dü en olgende Beme kungen in e essan
sein:
Die Aus uh mag soga
600
Mill.
Doll. be agen. Die dem gegen-
übe s ehende Ein uh wi d jedoch be äch lich nied ige liegen,
da die JEIA Ein uh kon ak e
e s
abschließ , wenn das Geld ü
die Aus uh en he ein is . Die Ein uh e olg also spä e und, bei
au s eigendem T end, jeweils
in
ge inge e Summe als die Aus uh .
2.
Die Dolla klausel wi d allgemein nu als nega i angesehen. Sie
ha abe auch Vo eile. Dadu ch, daß wi nu gegen Dolla aus-
üh en, wa en
wn
in
de Lage, einen mul ila e alen Zahlungs-
bilanzausgleich he beizu üh en. Wenn wi je z eu opäische De-
isen einnehmen, müssen wi Eu opabilanz und Dolla bilanz in sich
ausgleichen. Bei dem adi ionellen Eu opaübe schuß und
übe -
seeun e schuß des deu schen Außenhandels e gib sich da aus ein
Außenhandelsp oblem de deu schen Wi scha , das an p ak-
ischem Gewich die meis en üb igen übe scha e .
Konsequenz ü das Thema Wechselku s: De Ausgleich wü de
e olgen du ch einen nied igen Ku s de eu opäischen Wäh ung und
einen hohen Ku s des Dolla s. Das wä e olkswi scha lich ich ig.
Da abe die
USA
an de Aus uh nach Deu schland in e essie sind,
we den sie ih e sei s du ch s ändige Anleihen den Dolla ku s
d ücken. Die Folge is egelmäßige Eins ellung de deu schen Ein-
uh en au de a ige Anleihen. Fallen sie einmal aus, was wenig-
s ens so lange imme möglich is , als die Anleihen s aa lich ge-
geben we den, wü de die Auswi kung au unse e dolla abhängige
E näh ungsein uh ka as ophal sein. Ame ika wi d also bemüh
sein, du ch Anleihegebung die on P o esso Ri e shausen
in
de
G undlinie ich ig, wenn auch
in
Einzeldingen nich zu e end ge-
schilde e Au a kisie ungswi kung de Pa ise Ma shallplan-P axis
zu un e b echen.
3. D .Miksch ha zu Beginn ü die Wäh ungs e o m das Vo ans ellen
zu iele Vo ausse zungen, die p ak isch nu e zöge nd gewi k
haben, k i isie . Ein gleiche Fehle da bezüglich des Wechsel-
ku ses nich wiede hol we den. Dennoch is zwa nich lang is ig,
abe ü die Gegenwa olgende gü e wi scha liche P oblema ik
wich ig: De Gleichgewich swechselku s wü de so o igen s a ken
Expo eiz bedeu en. Die Wi kung au die P oduk ion, die du ch en -
sp echend ges eige e Rohs o impo e zu e zielen wä e, wü de mi
be äch lichem Zei abs and e olgen, da die Ein uh und die Ve -
a bei ung Zei benö igen. Die Folge wä e im Momen eine Ve -
minde ung des ü inländischen Geb auch e ügba en Gü e olll-
mens, dami gleichzei ig eine S ä kung o handene in la ionis i-
sche Tendenzen. Es beda hie also eine übe b ückungslösung.
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70
Volkswi scha liche P obleme des deu schen Außenhandels
D .
LEONHARD
MIKSCH
(F ank u /Main):
Ich möch e an die Aus üh ungen P o esso
Egne s
anknüp en, on
de his o ischen Si ua ion ausgehen, abe einen ande en Schluß da -
aus ziehen.
Wi
haben sei
1914
schwe e K iege in Eu opa gehab .
Sie haben bewi k , daß die Planwi scha einge üh und im Zusam-
menhang dami eine eins blühende Wi scha g ündlich uinie
wo den is . Wie es wei e geh , wissen wi nich genau.
Wi
dü en
uns jeden alls nich wunde n, wenn wi noch zwei bis d ei Jah zehn e
wa en müssen, bis wi zu eine gesunden Wi scha zu ückkeh en
können. Abe wi müssen o zdem alles E denkliche un, um zu eine
e nün igen Wi scha zu kommen. Ich sehe nich ein, wa um
Rump deu schland sich eines Tages nich selbs ändig e näh en soll e.
Die G enzen Deu schlands wa en s e s ein his o ische Zu all, wa um
soll sich die Wi scha nich neuen G enzen angleichen? Es
wä e
möglich, wenn eine ich ige Wi scha spoli ik be ieben wü de. Vo
dem Juni wa das Bewi scha ungssys em so e o e , daß dami
nich s meh anzu angen wa . Also wu de de Ma k eingeschal e .
Viele sag en, das ginge nich , diese
Weg
wü de zu Ka as ophe
üh en. Es gab keine Ka as ophe. Die Elas izi ä smängel
im
Außen-
handel wa en einkalkulie .
Man
ho e alle dings, daß die Leu e einige
Wochen lang seh knapp mi Kau k a ausges a e sein und die Kon-
sumen en on de Vo s ellung, daß das Geld nich s we sei, geheil
we den wü den. Abe da ü wa die Geld e so gung zu eichlich. Die
Konsumen en kau en so o , und die Un e nehme hiel en die
Wa e
wiede zu ück. Wenn die Geldmenge je z kons an gehal en wi d, so
wi d die P eisen wicklung sich konsolidie en. Die übe schüssigen
Geldmengen e b ei en sich übe die Wi scha , das Konsumen en-
geld wi d Geschä sgu haben und is dann
in
den üblichen Zyklus ein-
geschal e . Jeden alls s eh einwand ei es , daß die sozialen Ve häl -
nisse sich
in
jede Hinsich gebesse haben. Die Kinde in den Schulen
haben neue Schuhe, die soziale Ve eilung is ge ech e , die a bei ende
Be ölke ung s eh wiede im Vo de g und. Du ch Be agungen des
Biele elde Ins i u es Emnid is es ges ell wo den, daß o de Re-
o m de Baue und Fab ikan besse leb en, heu e abe de A bei e
und Anges ell e. Die P eis eigabe ha üb igens nu bes imm e P eis-
bes immungen suspendie .
Man
könn e den P eiss op wiede ein-
üh en und wä e deshalb nich inkonsequen . Abe es wä e ö ich .
Bis je z ha es genüg , No malp eise zu e ö en lichen, was nich im
Wide sp uch zu Ma k wi scha s eh . Es is eine eine Publizi ä s-
maßnahme, die die Ma k übe sich e höh . Und wenn man den
We -
bewe b ö de , e wa du ch Aussch eibung de Rohs o zu eilung, so
daß de Billigs e den Zuschlag e häl , so
is
auch das eine ein ma k -
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Aussp ache: D . Miksch ( ank u ), P o . D . Gab iel (Wiesbaden)
71
wi scha liche Maßnahme. Daß c abei de
S aa
au i , is öllig
gleichgül ig.
Von
eine " eien Wi scha "
wa
nie die Rede. Zum
Re e a sp oblem sei gesag , daß hie die gleiche Si ua ion o lieg .
Wi
müssen on uns aus e suchen, wiede zum Gleichgewich sp eis
zu ückzukommen.
Im
Augenblick is
es
ü die Du ch üh ung noch
e was üh, weil die He abse zung des Wäh ungsku ses die Rohs o e
e eue n und das inne e P eisni eau e neu e schü e n wü de. Abe
man muß das Ziel schon je z ins Auge assen. Es handel sich hie
um
die gleiche Au gabe, wie sie o de Wäh ungs e o m
im
Inne en
bes anden ha .
Man
ha wiede dieselben Gegena gumen e zu Hand,
abe übe den Gleichgewich sp eis üh de einzige Weg, au dem
man aus den Schwie igkei en he auskommen kann.
P o esso D . S. L.
GABRIEL
(Wiesbaden):
Die bishe ige Diskussion konn e den Anschein e wecken, als
ob
die
He s ellung eines Gleichgewich swechselku ses zu Zei möglich sei.
Ich hal e das ü ganz ausgeschlossen. Es gib na ü lich imme ein
Ku sni eau, bei dem die Zahlungsbilanz ausgeglichen is . Abe es
kann ebensowenig bezwei el we den, daß diese Ku s un e den
gegenwä igen Vo ausse zungen die lebenswich ige Ein uh p ohibi-
i e eue n wü de.
Man
könn e aIle dings einwenden, daß de Cha-
ak e de "Lebenswich igkei " eine Ein uh nich genügend exak
bes immba sei und daß wi uns eben en sp echend einzusch änken
hä en. Abe es gib doch ein Minimum an Ein uh olumen, das nich
un e sch i en we den da , wenn nich wiede um unse e Expo -
ähigkei leiden soll. Dies gil nich nu ü den Bezug on E zen,
Rohöl, Me allen, Tex il ohs o en usw., sonde n ebenso zwingend
auch ü die Ve so gung
mi
Nah ungsmi eln, sowei sie zu Siche-
ung de A bei s ähigkei de Be ölke ung einge üh we den
müssen. Ein Wechselku s, de heo e isch den zu E zielung eines
bes imm en Aus uh olumens e o de lichen Kos en o sp ung bie en
wü de, kann dahe eben diese Aus uh s eige ung dadu ch e hinde n,
daß
e
den Bezug
de
no wendigen Vo p oduk e und Lebensmi el
du ch de en Ve eue ung un e binde .
In
diesem Zusammenhang dü -
en wi nich e gessen, daß unse e Lebensmi elein uh en schon je z
nu zum ge ings en Teil zum 30-Cen sku s, zu übe
90
P oz. jedoch
zu Ku sen abgewickel we den, die wei da übe liegen. So wü de
z. B. Impo weizen, de heu e ü
206
Ma k
im
Inland abgegeben wi d
--
was einem Ku s on
51
en sp ich -schon bei einem Ku s on
30 Cen s und
357
Ma k kos en. Bei einem Ku s on
25
Cen s, wie
e
e schieden lich genann wUlde, wü de e jedoch
428
Ma k, bei
einem Ku s on
20
Cen s soga
535
Ma k kos en! Schon heu e muß
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78
Volkswi scha liche P obleme des deu schen Außenhandels
gen, zu expo ie en. De Absa z au dem Binnenma k is lohnende .
Diese Zus and is nich hal ba . -Wi soll en also nich agen,
ob
wi bei billigen Impo en bleiben ode eue e impo ie en wollen,
sonde n agen,
ob
wi meh ode wenige expo ie en wollen.
Und dann will ich noch ku z au die F age eingehen, die He Kollege
Ho /mann angeschni en ha .
E
ha eingewende , es sei aglich,
ob
unse Wechselku s übe haup übe höh sei. -Ich glaube, daß
diese Ta sache keines Beweises du ch Ve gleich on P eisindices
beda . Es genüg schon,
zu
e kennen, daß de Impo
im
Ve häl nis
zu Nach age nach Impo gü e n auße o den lich s a k egulie,
we den
muß
und daß zum Expo nich en e n so iel angebo en wi d.
wie nö ig wä e,
um
den Impo beda zu be iedigen. Diese Ta sache
beweis die übe höhung des Wechselku ses. Wenn zuguns en eine
No malisie ung des Ku ses, die alle dings nu im Rahmen eines
eien Außenhandels Sinn ha , nich s un e nommen wi d, we den wi
uns bald o eine seh e ns en Si ua ion be inden.
Schlußwo des Ve handlungslei e s Geheimen Regie ungs a s P o-
esso s D .
Ao.
WEBER
(München):
Meine
Damen und He en!
Vo jah zehn en ha Gus a Schmolle das Wesen des Ve eins ü
Sozialpoli ik dahingehend cha ak e isie , es handle sich bei
ihm
da um, wissenscha liche G undlagen ü p ak ische Ziele
zu
be-
scha en. Wi haben den wissenscha lichen Cha ak e unse es Ve -
eins imme seh e ns genommen.
Als
in Mannheim bei eine seh
hi zigen Deba e
um
sozialpoli ische P obleme pa eipoli ische und
in e essenpoli ische E wägungen zu s a k be on wu den,
a
eine
Reihe jünge e Kollegen aus dem Ve ein aus; wi mach en e s
jah e
spä e unse eu En schluß ückgängig, nachdem Ga an ien da ü ge-
bo en wa en, daß an den wissenscha lichen G undlagen des Ve eins
nich ge ü el we de.
Im
Rahmen unse e wissenscha lichen Be-
s ebungen is wei gehende Meinungs eihei selbs e s ändlich. Dami
diese Meinungs eihei mi qllen Konsequenzen gewah bleib , is es
sei jah zehn en als gu e Si e espek ie wo den, daß de Vo -
si zende am Schiuß eine Ve handlung nich den Ve such mach , die
E gebnisse de Be a ungen zusammenzu assen, weil dabei die pe -
sönliche Meinung des Vo si zenden, wenn auch ungewoll , zu s a ke
Gel ung bekommen könn e. Dahe e zich e ich auch diesmal da au ,
E gebnisse de heu igen Ve handlungen es zus ellen. Imme hin is
es nich unin e essan , da au au me ksam zu machen, wie das o -
hin
He Kollege S ucken
in
eine p i a en Un e edung a , daß bei
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Schlußwo : Geheim a P o esso D . Webe (München)
79
unse en heu igen handelspoli ischen E ö e ungen on keine Sei e
auch nu das
Wo
"ZoII" E wähnung and;
in
den ühe en handels-
poli ischen Deba en wä e
aas
schlech weg undenkba gewesen. Das
mag ein Beweis da ü sein, daß wi imme wiede bemüh sind, un-
be angen den Zei ums änden Rechnung zu agen. Auch kann ich
ganz aIIgemein es s eHen, daß wi o z aIIen Meinungs e schieden-
hei en dennoch in den G undgedanken wei meh einig sind, als das
bei den pa eipoli ischen E ö e ungen de Fall is . Wie o
24
Jah-
en is auch heu e wiede unse gemeinsames Ziel, de olkswi -
scha lichen Ve nun den
Weg
zu bahnen.
Was
das p ak isch be-
deu e , wu de
in
o e liche- Weise du ch den ame ikanischen He -
e -Ausschuß o mulie , dessen Vo schläge on
de
Absich ge agen
sind: Deu schland au die Füße zu s ellen, den S eue zahle de Ve -
einig en S aa en on den immensen Besa zungskos en zu be eien, die
g oßen Fähigkei en des deu schen Volkes ü die S abili ä de
Wel
und ü den eu opäischen Wiede au bau nu zba zu machen und die
eien S aa en Eu opas als ein BoIIwe k des Wel iedens und mensch-
liche und poli ische F eihei zu e ich en. -Dem haben wi nich s
hinzuzu ügen,
das
is auch unse Ziel.
Ich schließe mi nochmaligem he zlichen Dank an den He n Re e en-
en, abe auch an aIIe Diskussions edne , die mi gehol en haben, daß
unse e Ve handlungen sich au hohem wissenscha lichen Ni eau be-
weg en.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41187-0 | Gene a ed on 2023-01-16 13:08:11
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Zwei e Tag
6
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Zwei e
Tag
Donne s ag,
den
16.
Sep embe
1948
Mi gliede e sammlung
Un e dem P äsidium on P o esso Ca l B inkmann wi d am Vo -
mi ag des zwei en Tages gegen
10
Uh die e s e Mi gliede e samm-
lung e ö ne , die de Kons i uie ung de be ei s in Ro henbu g be-
schlossenen
1)
G ündung eine wi scha swissenscha lichen Ve eini-
gung gewidme is .
Au
Vo schlag des Ve handlungslei e s wi d zunächs die
Sa zung
an Hand de au eine Ausschuß agung
in
Schönbe g bei F ank u
am
8.
Ap il
1948
ausgea bei e en und on dem do selbs e gänz en
o läu igen Vo s and o geleg en En wu es, de den Tagungs eil-
nehme n mi de Einladung zugelei e wo den wa , be a en. Es
he sch Einigkei da übe , daß die Ve einigung sowohl die olks-
wi scha lichen und die be iebswi scha lichen Hochschulleh e als
auch an de wissenscha lichen E ö e ung wi scha liche und so-
ziale F agen in e essie e P ak ike um assen soll. Nach ku ze Be-
a ung wi d es geleg , daß sich die wissenscha lichen Au gaben de
Ve einigung au "wi scha s- und sozialwissenscha Iiche sowie wi -
scha s- und sozialpoli ische P obleme" e s ecken. Fe ne wi d be-
schlossen, daß de Ve ein auße de Klä ung on Fach- und S udien-
agen de Volks- und Be iebswi scha sleh e auch die Be u s e -
e ung ih e Hochschulleh e als wei e e Au gabe übe nimm . Den
Wünschen de Be iebswi e en sp echend wi d auße dem o ge-
sehen, daß ein besonde e be iebswi scha liche Ausschuß gebilde
wi d, dem es eis eh , Sonde agungen du chzu üh en. Eins immig-
kei bes eh da übe , daß sich de Ve ein auch die P lege de Be-
ziehungen zu Fachwissenscha des Auslandes zum Ziele se z . Auch
im
iib igen wi d die zu Annahme o geleg e Sa zung mi ge ing-
ügigen Abweichungen on de Ve sammlung gebillig .
Dei de sich anschließenden Diskussion übe die Namensgebung e -
weis sich, daß die übe wiegende Zahl de Anwesenden aus G ünden
de
T adi ion ü die Beibehal ung des al en Namens ein i . Von
eine nich ge ingen Minde hei we den indessen neue Fo mulie un-
gen o geschlagen. Insbesonde e wi d gel end gemach , daß sich
das
Anliegen de Ve einigung sei G ündung des Ve eins ü Sozialpoli ik
im
Jah
1872
nich une heblich gewandel ha und de al e Name
in.,
olgedessen sachlich nich meh zu i . Auch we den on den Be-
iehswi en Bedenken geäuße ,
ob
die Ve e e ih es Faches ge
...
neig sein wü den, eine Ve einigung, die den ühe en Namen wei e -
1)
Siehe Anhang, I.
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84
Mi gliede e sammlung
üh , beizu e en. Es wi d dahe de Vo schlag gemach , den al en
Namen zwa beizubehal en, abe du ch einen
klä1 enden
Un e i el
zu e gänzen. Da o allem auch die Be iebswi e sich mi diese Lö-
sung ein e s anden e klä en, wi d de An ag, de Ve einigung den
Namen
Ve ein
ü
Sozialpoli ik
Gesellscha
ü
Wi scha s-
und
Sozialwissenscha en
zu geben, mi übe wäl igende Meh hei angenommen. Die zum Be-
schluß e hobene Sa zung is im Anhang abged uck
2).
Bei den sich anschließenden Vo s andswahlen wi d P o esso Ge -
ha d Alb ech , Ma bu g, dem be ei s
in
Ro henbu g de o läu ige
Vo si z übe agen wo den wa , eins immig zum e s en Vo si zenden
gewähl .
Zum
s ell e e enden Vo si zenden und zugleich als Ve -
e e de Be iebswi e
im
enge en Vo s and wi d P o esso
E ich Gu enbe g, F ank u , zum Scha zmeis e Geheime Regie ungs-
a
P o esso Ch is ian Ecke , Wo ms, und zum Sch i üh e
D . Helmu A nd , Ma bu g, on de Ve sammlung be u en. In den
wei e en Vo s and we den die P o esso en
ea l
B inkmann, Tübin-
gen, Wilhelm Ge lo , F ank u , Geo g Max lahn, Be lin, Wal he
Ho mann, Müns e , An on Felix Napp-Zinn,
Mainz,
B zmo
Rogowsky,
Be lin, Rudol S ucken, E langen, Adol Webe , München, und Theo-
do Wesseis, Köln, du ch Zu u gewähl . Die Umbildung des Vo -
s andes un e Be ücksich igung des kün igen Mi gliede bes andes
de a , daß auch Ve e e de P axis Si z und S imme
in
ihm e -
hal en, soll sobald wie möglich e olgen.
Schon
in
Ro henbu g wa ein Ausschuß ü soziale Ges al ung de
Wi scha so dnung un e dem Vo si z on P o esso Wal e Wed-
digen ins Leben ge u en wo den, dessen Zusammense zung en -
sp echenu den Vo schlägen seines Vo si zenden e gänz wi d.
Ihm
gehö en hie nach an P o esso Ca l B inkmann, Tübingen, P o esso
Ge lza d Macken o h,
Kiel,
D .
F i z
W. Meye ,
Kiel,
D . Leonha d
Miksch, F ank u , P o esso Al ed Mülle -A mack, Müns e i. W.,
D . HallS Die ich O lieb, Hambu g, D . F i z Reu e , München,
P o-
esso Gisbe Ri ig, Gö ingen, P o esso Hans Ri schl, Hambu g,
D .
F i z
Voig , E langen, P o esso Wal e Weddigen, Nü nbe g,
und P o esso Theodo Wesseis, Köln. Fe ne wi d beschlossen, Aus-
schüsse ü Wi scha s heo ie und heo e ische S a is ik, Wi -
scha spoli ik, Be iebswi scha sleh e, Finanzwissenscha , Wi -
scha sgeschich e und Sozialpoli ik zu bilden. Als Vo läu e des Aus-
schusses ü Sozialpoli ik is de o e wähn e Ausschuß un e dem
Vo si z on P o esso
Wal e
Weddigen anzusehen, de die He aus-
')
Siehe Anhang,
IV.
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Neukons i uie ung des Ve eins
85
gabe eine Un e suchung un e dem Ti el "Soziale Ges al ung de
Wi scha so dnung" o be ei e . Ein e nehmen bes eh da übe , daß
sich die Ausschüsse hinsich lich de in ihnen mi a bei enden Mi -
gliede selbs e gänzen können und daß eine gleichzei ige Zugehö ig;-
kei zu meh e en Ausschüssen möglich is . Es wi d e ne be-
schlossen, die sei Ro henbu g lau enden Un e suchungen übe Be-
ech igungen und be u liche Möglichkei en ü Diplom olkswi e und
übe den S and de olkswi scha lichen Diplomp ü ungsbedingun-
gen o zuse zen.
Das A bei sp og amm de Ausschüsse wi d in eine am Nachmi ag
im Anschluß an die Mi gliede e sammlung s a indenden Sonde -
si zung besp ochen. Vo behal lich wei e e und abweichende An e-
gungen wi d sich hie nach de Ausschuß ü Wi scha s heo ie und
heo e ische S a is ik, dessen o läu igen Vo si z P o esso E ich
Schneide , Kiel, übe nimm , mi dem Zei momen
in
de mode nen
P oduk ion, de Keynesschen ,Re olu ion'
in
de Wi scha s heo ie
und de Theo ie und Poli ik de Vollbeschä igung be assen. De Aus-
schuß ü Wi scha spoli ik un e dem o läu igen Vo si z on
P o-
esso Hein ich Ri e shausen, F ank u ,
Wi d
sich mi Außenhan-
dels- und in e na ionalen Zahlungsp oblemen, de Ausschuß ü Fi-
nanzwissenscha un e dem o läu igen Vo si z on P o esso He -
be Sul an, Heidelbe g, mi dem Ve häl nis on eine Theo ie und
soziologische Be ach ung
in
de Finanzwissenscha , sowie den
s uk u ellen Ve gleichsmöglichkei en de Finanzwissenscha e -
schiedene S aa en und de Ausschuß ü Be iebswi scha un e
dem o läu igen Vo si z on P o esso
Wal e
Le Cou e, Heidel-
be g, mi dem be ieblichen Elas izi ä sp oblem und den Fo men de
p ak ischen P eisbildung
im
Be iebe beschä igen; de Ausschuß ü
WiI scha sgeschich e un e dem o läu igen Vo si z on P o esso
Ho s Jech , Heidelbe g, wi d die
F age
des Wi scha ssys ems in
de Wi scha sgeschich e un e suchen. Die endgül ige Wahl de
Vo si zenden wie die genaue Fes legung de zu un e suchenden The-
men bleib sa zungsgemäß den Ausschüssen übe lassen.
In de Nachmi agssi zung, in de zei weilig P o esso Wilhelm Ge -
lo , F ank u , das P äsidium übe nimm , wi' d als wei e e Punk
de Tageso dnung die Bei agszahlung behandel . De Mi gliedsbei-
ag
wi d on de Ve sammlung au
20
DM
im
Jah es gese z .
Fü
nich beam e e P o esso en, Dozen en und Hochschulassis en en e -
mäßig e sich au die Häl e.
Fü
das Geschä sjah
1948/49
wi d
de Mi gliedsbei ag in olle Höhe e hoben, jedoch is on denen,
die den Tagungsbei ag ü die Ma bu ge Tagung gezahl haben,
nu de halbe Be ag zu en ich en.
Im
üb igen wi d au die E mäch-
igung des Vo s andes e wiesen, in besonde en Einzel ällen Mi -
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86
Be u sausbildung und Be u saussich en de Wi scha swissenscha le
gliedsbei äge zu e mäßigen ode zu e lassen. Die Fes legung des
Bei ages ii Kö pe scha en wi d de Beschluß assung des Vo -
s andes anheimges ell .
Im
Anschluß hie an nahm P o esso Ellinghaus zu dem nach olgenden
Vo ag das Wo .
P o esso D .
ELLINOHAUS
(S u ga ):
Be u sausbildung und Be u saussich en de
Wi scha swissenscha le
I.
Um
den Zukun sbeda an Volkswi en und Be iebswi en zu e -
mi eln, ha das Wi scha swissenscha liche Semina de Tech-
nischen Hochschule S u ga
im
Au age des Ve eins ii Sozial-
poli ik bei de P axis eine Um age
im
Win e
1947
und im F ühjah
1948
e ans al eP). Die on
de
Wäh ungs e o m e wa e e
Wi -
kung au den Besuch de deu schen Hochschulen is bis je z noch
nich einge o en. übe all sind die Anmeldungen genau so s a k wie
o he . Auch ü das Hochschulp oblem de nähe en Zukun schei-
nen deshalb übe üll e Hö säle, Ins i u e, Semina e, Biblio heken
kennzeichnend zu sein.
Von
den 135000 S udie enden und Gas -
hö e n im Win e semes e
1947/48
an den deu schen Hochschulen
wa en e wa 10000 Volkswk e und Be iebswi e und 14000 Ju is en.
Da
in
de S a is ik bei einigen Hochschulen die Volkswi e in de
Zahl de Ju is en en hal en sind, muß en wi uns ü diese Hoch-
schulen mi eine Schä zung ü die Wi scha swissenscha le be-
gnügen. Nach de on F au P o esso Lo enz') ü die Jah e
1932
bis
1941
bea bei e en S a is ik de deu schen Hochschulen und de
Abschlußp ü ungen kann man auch mi einem bes imm en E olg des
Hochschulbesuches echnen.
In
den nächs en Jah en dü en e wa
3000
Diplom -Volkswi e, Diplom -Kau leu e und Diplom -Handels-
leh e sowie
4000
Jus iz e e enda e die Hochschule e lassen. Daß
bei diesen hohen Zahlen häu ig Zwei el übe die Zukun de akade-
mischen Be u e au auchen, is leich e s ändlich.
Ob
noch ein Ein-
klang zwischen Be u sausbildung und Be u sbeda , selbs ange-
sich s de Lücken und de übe al e ung, zu e wa en is , kann bei
manchen S udienzweigen aglich e scheinen. D oh nich die Ge-
ah lange S ellenlosigkei und eines akademischen P ole a ia s?
Das Absinken in das P ole a ia is zwei ellos ü Akademike mi
nu achliche Ausbildung in den na u wissenscha lichen und ech-
nischen Disziplinen ehe zu be ü ch en als ü die Geis eswissen-
) Zusammenges ell on Diplom-Volkswi S ephan Lüben.
2)
Cha lo e Lo enz: ,,10-Jah es-S a is ik des Hochschulbesuches und de Abschluß-
p ü ungen", Be lin
1943,
Ve lag ü Sozialpoli ik, Wi scha und S a is ik.
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Re e a : P o esso D . Ellinghaus (S u ga )
87
scha Ie , bei denen Pe sönlichkei sschulung und Allgemeinbildung
wei
s ä ke
be on we den. Pe sönlichkei swe e und Lebenss an-
da d haben nich s mi einande zu un. Das zeig das geis ige Deu sch-
land de le z en Jah e. Wohl abe kann ein neue poli ische Radi-
kalismus wie zu An ang de 30e Jah e aus den Spannungen zwischen
den Inhabe n angemessene Be u ss ellungen und den Nich inhabe n
he auswachsen. Die Demok a ie muß deshalb mi diesem soziolo-
gischen P oblem e ig we den. Vo de No wendigkei eine Aus-
bildungs- und Be u s p I
an
u n g kann sich niemand e schließen.
Wenn man die deu sche Hochschuls a is ik on
1938
bis
1948
mi ein-
ande e gleich , so e gib sich eine
du
c h s c h
ni
I
ich
e S eige-
ung de Besuche zahl um das 2,5 ache, nämlich on e wa 55000
au 135000.
Im
einzelnen sah es olgende maßen aus:
1938 1948
I S eige ung
Philologen 2647 20253 1 :7,6
Leh e
• •
797
2106 1 :
2,6
Theologen
4711
6639 1: 1 4
Ju is en . 4462 14197 1 :3.2
Volkswi e.
4515 10074 1:2,2
Medizine 16980
2.3753
1:
1,4
Zahnä z e . 1802 3267 1:
18
Ve e inä e • 1336 1686 1:
1.3
Ma hema ike und Na u wissensch. 5850 18141 1:3,1
A chi ek en und Bauingenieu e
•.
2775 10355 1 :3,7
Maschinen- und Elek o-Ingenieu e 4892 6151 1:
1,25
Be gbau • • • • • • • . •
425
742
1:
1,5
Land- und Fo s wi scha . .
.•
1887 3253 1:
1,7
Kuns und
Musik.
• . • . • .
•.
1303 5430 1:4,1
In dem Anwachsen und in de S uk u e ände ung des Hochschul-
besuches d ück sich zwei ellos das Zusammend ängen de 2-3 achen
Zahl on Gebu eniah gängen au de Hochschule gegenübe de
Vo k iegszei aus.
1938
s udie en die Jah gänge
1914
bis
1918,
1948
abe die Jah gänge
1916
bis
1928.
Auße dem
wa
1938
de Hochschul-
besuch au einem Tie s and angelang . Von
1924
bis
1930
wa
die
Zahl de S uden en on e wa 90000 au 112000 ges iegen. Sie nahm
dann
1931
und
1932
o z K ise und Dep ession noch wei e zu. De
Höhepunk
wa
im Win e semes e
1932/33
mi 120000 e eich . Die
4- bis 5jäh ige Daue de Hochschulausbildung schein eine Gegen-
bewegung zum allgemeinen Konjunk u e lau zu bewi ken. Die Un-
möglichkei , in de Dep ession in den kau männischen und ech-
nischen Be u en ode in de Ve wal ung ein Un e kommen zu inden,
und die Ho nung au eine Ve besse ung de Be u saussich en e -
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94
Be u sausbildung und Be u saussich en de Wi scha swissenscha le
Das E gebnis unse e Un e suchung kann in Quan i a i e Hinsich
nu als ein o läu iges bezeichne we den. Es wä e d ingend
e -
wünsch , wenn namen lich auch
in
de b i ischen und anzösischen
Zone die Ve häl nisse nähe geklä we den könn en.
Die F age nach dem An eil de Wi scha swissenscha le an de
Gesam zahl de Beam en und Anges ell en wu de on den Minis e ien
und den be ag en Land a säm e n nich bean wo e . Bei den üb igen
Diens s ellen wa das zahlenmäßige Ve häl nis de Wi scha s-
wissenscha le zu den sons igen Beam en und Anges ell en olgen-
de maßen:
1.
Bei den S äd en
69
Volkswi e on eine Gesam zahl on 30400
Beam en und Anges ell en insgesam .
Bei den Kamme n (Handwe ks-, Indus ie- und Handelskamme n)
142
on
1536
= 9 P oz., bei den Wi scha s e bänden
195
on
48.3
=
40
P oz.
Aus de P i a wi scha lagen Meldungen aus de Indus ie, aus
dem Bank- und Ve siche ungswesen o .
Im
Ve gleich zu Masse
de kau männischen und echnischen Anges ell en is hie de An eil
de Akademike na ü lich seh ge ing. Die S a is ischen Äm e be-
schä igen un e
553
Beam en und Anges ell en
44
Volkswi e
=6
P oz.
2.
Wi scha swissenscha le und Ju is en.
Wenn man die de zei ige Zusammense zung de deu schen Mini-
s e ialbü ok a ie mi de jenigen o dem e s en Wel k ieg e -
gleichen könn e, so wü de sich siche eine e hebliche Ve schiebung
zuguns en de Wi scha swissenscha le e geben. Das Assesso en-
monopol is zwei ellos heu e an ielen S ellen du chlöche . wenn es
auch -wie o he e wähn -bei de Eisenbahn und ielleich auch
bei manchen Innenminis e ien noch au ech e hal en wi d. In
de
Ve wal ungsp axis gleichen sich auch die Au gaben de Akademike
imme meh an. Die Ju is en müssen sich
in
die wi scha lichen
Ta -
sachen und Ta sachenzusammenhänge wohl ode übel hinein inden,
wäh end die Volkswi e au wi scha s ech lichem Gebie sich
na ü -
lich auch
im
Lau e de Zei die nö ige Rou ine aneignen.
Das Ve häl nis on Volkswi en zu Ju is en wa :
bei den Land a säm e n . 8:
11
bei den
S äd en.
• • • • • . 69:
127
bei den
Kamme n.
. .
.•
. 142:
78
bel den Wi scha s e bänden
.•
201:
19
In
de
P i a wi scha
•••••
50:
14
bei den S a is ischen Äm e n
.•
44
Volksw., abe keine
Ju is en.
Im
ganzen wa en on
663
gemelde en Wi scha swissenscha le n
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Re e a : P o esso D . EIlinghaus (S u ga )
95
412
im
ö en lichen Diens (einschließlich Kamme n) und
251
in de
P i a wi scha , bei Wi scha s e bänden und
in
eien Be u en
ä ig. Das Ve häl nis "Ö en liche Diens : P i a wi scha " is nach
den An wo en wie 4:
2,5.
In diese Hinsich is wah scheinlich in
de Zwischenzei schon eine Ve schiebung e olg , da de Übe gang
zu Ma k wi scha auch ü die Akademike mi g öße e E ah-
ung, Ak i i ä und Ini ia i e besse e Möglichkei en des Fo kom-
mens bo als de ö en liche Diens .
3.
A de Tä igkei .
Insgesam wu den e wa
20
e schiedene Diens bezeichnungen ge-
melde . In den Zen als elIen : Ab eilungslei e , Ab eilungsdi ek o en ;
in
de Kommunal e wal ung: Land ä e, Obe bü ge meis e , s ell e -
e ende Bü ge meis e , S ad di ek o en, S ad kämme e , S ad -
p lege usw.; bei den Kamme n: Syndici, Geschä s üh e ; bei den
Wi scha s e bänden und
in
de P i a wi scha ebenso.
4.
Von den gemelde en Wi scha swissenscha le n be anden sich
nu
80
im Beam en e häl nis gegenübe
570
Anges ell en, bei
57
wu -
den keine nähe en Angaben gemach .
5.
Besoldungs e häl nisse.
Von den Beam en wa en e wa ün zig
in
den Gehal sg uppen A 1a
bis A 2
d,
sechs
in
de G uppe A 3
abis
A 4 C
2,
neun bezogen es e
Gehäl e nach de Besoldungsg uppe B 7 a bzw. B 7
b,
wäh end ü
den Res keine bes imm en Angaben gemach wu den.
Fü
die
580
Wi scha swissenscha le
im
Anges ell en e häl nis lag die soge-
nann e "F eie Ve einba ung" bei e wa
380
o , wäh end die es -
lichen
200
sich olgende maßen e eil en:
T.
o.
A.
I.
= 7 T.
O.
A.
T.
O.
A.
11.
=
27
T
O.
A.
T.
O.
A.
III. =
17
T.
O.
A.
.
=
12
VI
= 5
VII. = 8
T-
O.
A.
IV. =
22
T. O.
A.
I.-VI
-
74
Aus de P i a wi scha wu de
in
de Regel "F eie Ve einba ung"
gemelde . Nu
in
einem Falle e hiel en wi genaue e Angaben übe
die Bezüge de wi scha swissenscha lichen Anges ell en, nämlich
I~M
bzw.
DM
600
im
Minimum und
1400
im
Maximum.
6.
Al e sgliede ung.
Fü
die E mi lung des
Na
c h w u c h s
be
da
s is na ü lich die
Al e sgliede ung inne halb eines jeden Be u es maßgebend. Angaben
übe den Al e sau bau sind
in
neun Zehn el de An wo en en hal en.
De Al e sau bau is na ü lich bei den e schiedenen Ve wal ungs-
zweigen nich ganz einhei lich, abe es is kla , daß sich die Ta sache
eines an sich noch jungen Be u es
in
de Al e spy amide wide -
spiegeln muß. Siebzigjäh ige Volkswi e wi d es heu e kaum geben,
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96
Be u sausbildung und Be u saussich en de Wi scha swissenscha le
wäh end Rich e , Anwäl e und Ä z e
in
diesem Al e noch
in
beach -
liche Zahl be u s ä ig sind.
Insgesam s ell e sich de Al e sau bau olgende maßen
da :
Al e sau bau:
Al e s~ uppe
Zahl P oz. An eil
20-30
Jah e
37
6,5
%
30-40
Jah e
147
24,0
%
40-50
Jah e
267
44.0
%
50-60
Jah e
112
18.0
%
übe
60
Jah e
42
7,0%
I
605
I
100
%
Wenn man die e wa
100
Wi scha swissenscha le , bei denen die
AI e sangaben ungenau sind ode gänzlich ehlen, de höchs en
Al e sg uppe zu echne , so is das Bild zwa e was güns ige , abe
auch dann en allen imme noch d ei Vie el de Gesam zahl de on
uns e mi el en Be u s ä igen au die leis ungs ähigs en Al e s-
g uppen zwischen 30 und
50
Jah en.
VI.
Die Vo schläge on Wi scha und Ve wal ung hinsich lich de
p ak ischen und heo e ischen Be u sausbildung bezogen sich au die
Daue und die A de p ak ischen Tä igkei , au die e schiedenen
Fach ich ungen, Volkswi e, Be iebswi e, Wi scha s ech ie , Wi -
scha singenieu e usw. und schließlich au die Vo lesungen und
Übungen, die inne halb de heo e ischen Ausbildung ü besonde s
wich ig gehal en wu den.
1.
Hinsich lich de zu o de nden Daue de P ak ikan enzei begnü-
gen sich nu zwei An wo en mi den bis je z bei de Diplomp ü ung
nachzuweisenden 6 Mona en. Siebzehn o de n 1 Jah , ie 1-2 Jah e,
ün zehn 2 Jah e, ün 2 bis 3 Jah e und d ei soga 3 Jah e P axis.
Diese le z e en Vo schläge hal en auch eine abgeschlossene Leh e
in
einem Bank- ode Indus iebe ieb ü die bes e Fo m de p ak-
ischen Tä igkei .
De Sinn de P ak ikan en ä igkei wi d indessen wenige da in ge-
sehen, dem S udie enden de Wi scha swissenscha en den E we b
bü o echnische Fe igkei en in de ak enmäßigen Behandlung de
Ve wal ungs o gänge im ö en lichen Diens und
in
de Wi scha
zu e mi eln. Zum E we b eine gewissen Ve wal ungs ou ine ge-
hö na ü lich eine lange Zei . De e ziehe ische
We
de
P axis
bes eh in e s e Linie in de
Den
k schulung am Objek . Du ch
bloßes Anschauen eine Sache bei Besich igungen kann na ü lich nie-
mals dasselbe e eich we den, als wenn dem An änge schon ein be-
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Re e a : P o esso D . EIlinghaus (S u ga )
97
s imm e , na ü lich zunächs eng umg enz e Ve an wo ungsbe eich
in de gesam en Ve wal ungs- ode Be iebso ganisa ion zugewiesen
wi d.
Au
diese Weise le n
e
ielleich das Wesen eine Sache
ühe beg ei en als du ch heo e isches S udium. Be iebe und Be-
hö den kann man ja auch nich
im
Hö saal au dem Expe imen ie -
isch au bauen.
Wi
s c h a s in 0
delI
e
in
Fo m g aphische Da -
s ellungen, wie
z.
B.
O ganisa ionspläne on Ve wal ungszweigen,
Behö den und Be ieben, e ne Kon en ahmen, Be iebsab echnungs-
bogen, Kalkula ionsschema a usw., sind nu Hil smi el
im
wi scha s
..
wissenscha lichen Un e ich . Ih pädagogische Wi kungsg ad wi d
imme on dem isuellen Vo s ellungs e mögen des S udie enden
abhängen. Wi scha
im
Sinne eine ein geis igen Tä igkei be-
deu e ja
schade
Beobach ung de zu E eichung bes imm e Zwecke
geeigne en Mi el, E wägung und Auswahl un e e schiedenen
Mi eln. Rich iges Disponie en se z imme so g äl iges Abwägen
on Kos en und Nu zen, on Au wand
un<;l
E ag o aus. Hie -
bei wi d
in
de Un e nehmung
z.
B.
die Ren abili ä ,
in
de ö en -
lichen Ve wal ung dagegen de olkswi scha liche Nu zen und
de soziale Ausgleich un e Beach ung gewisse obe s e Rech s-
g undsä ze ausschlaggebend sein. Alles das kann de P ak ikan
schon
in
de P axis "e leben"; den "Pulsschlag" de Wi scha , das
Au
und
Ab
de Konjunk u en und de S uk u wandlungen einzelne
Teile ode de Gesam wi scha spü
e
schon
in
de Einkau s- und
Ve kau sab eilung,
in
de Lohn- und Ma e ialbuchhal ung und in
de Be iebsab echnung bei de E assung und Ve eilung
de
Ge-
meinkos en unmi elba . Das Ve s ändnis ü die Elemen e de Wi -
scha wi d also du ch eine gu e Un e weisung
in
de P axis seh e -
leich e . Dazu gehö en eilich pädagogisch be ähig e Leh he en
und in e essie e P ak ikan en.
Au
de Hochschule kann de Dozen
die sozialökonomischen Zusammenhänge, das Eing ei en des S aa es
in
die Wi scha , den Ein luß on Gewe kscha en und Un e nehme -
e bänden au die Be iebe usw. iel leich e e s ändlich machen.
wenn de Hö e mi den e ö e en Beg i en schon bes imm e Vo -
s ellungen e binde , die aus eigenem E leben s ammen.
FÜl
den E olg des jungen Akademike s in de P axis is wei e das
pe sönliche Ve häl nis zu den Anges ell en und A bei e n on de
g öß en Bedeu ung. Au o i ä kann man nich mi dem Besi z e -
e ben, sie wi d nu du ch Leis ung e wo ben. Das ganze modeme
Schulwesen, das besonde s den Kinde n des Mi els andes und de
alle dings seh dünn gewo denen wohlhabende en Schich en zugu e
komm , b ing die Ge ah de En wicklung eines geWissen geis igen
Hochmu es mi sich. Da aus en s eh dann die Abweh de ande en
und manchmal eine schwie ige Lage ü die Lei ung. Das is wohl
7
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98
Be u sausbildung und Be u saussich en de Wi scha swissenscha le
auch
de
Haup g und, weshalb on manchen P ak ike n eine egel-
ech e kau männische Leh e, auch ü Abi u ien en, ge o de wi d.
Fü
die Ein üh ung eines in den 20e Jah en iel e ö e en
Wi -
scha s e e enda ia s nach dem Diplomexamen
ha
sich keine
de
on uns be ag en S ellen ausgesp ochen. Es schein sich die
P ak-
ikan enzei o ode wäh end des S udiums am meis en bewäh zu
haben.
2.
Diplom-Volkswi ode Diplom-Kau mann.
Die Un e schiede
in
de Ausbildung de beiden Haup ich ungen
de
Wi scha swissenscha scheinen sich im spä e en Be u meh und
meh zu e wischen. In d eizehn Fällen wu de ge o de , daß die
olkswi scha liche und die be iebswi scha liehe Ausbildung on
de
Hochschule gleich s al k be on we den solle. In zwöl Fällen
wu de Volkswi scha als Haup ach o geschlagen, dagegen nu in
ie Fällen soll e de Schwe punk bei
de
Be iebswi scha sleh e
liegen.
Fü
Volkswi scha mi Rech sp achen sich sechs, ü Be-
iebswi scha und Rech ün An wo en aus.
3. Vo lesungen und übungen.
Aus den
in
den S udienplänen en hal enen Vo lesungen und übungen
wu den Vo schläge übe die besonde s zu emp ehlenden Gebie e e -
be en. Hinsich lich de Wi scha swissenscha en wu de as on
allen Sei en die No wendigkei eine Syn hese on Na ionalökonomie
und Be iebswi scha sleh e be on . Mode ne Wi scha s heo ie sei
ohne Einbau
de
be iebswi scha lichen Fo schungse gebnisse, o
allem in
de
E olgs echnung und in
de
Kos en echnung, unmöglich.
Die Leh e on den Ma k o men und die P eis heo ie se z die
Da -
s ellung
de
Kos ens uk u
de
Be iebe o aus. Umgekeh weisen
z. B. die dynamische und die o ganische Bilanz heo ie au die Ein-
gliede ung de Be iebe
in
die Ma k wi scha hin.
Im einzelnen ha en wi bei unse e Um age nach ie Haup ge-
bie en : Volkswi scha , Be iebswi scha , Rech und E gänzungs-
äche n un e schieden. Dabei wu den
55
e schiedene Vo lesungen
und übungen genann . Aus
de
Zahl de Nennungen
de
als wich ig
bezeichne en Vo lesungs hemen kann man au eine
We
un
g
de
e schiedenen Gebie e du ch die
P axis
schließen. Na ü lich wu den
die sogenann en Haup o lesungen am meis en genann . In de Volks-
wi scha sleh e: Theo ie, Geld und K edi , p ak ische Volkswi -
scha sleh e und Finanzwissenscha . Bei diesen ie Gebie en komm
es
abe da au an, den inne en Zusammenhang,
z.
B. Ma k wi scha
als Gegens and de Wi scha s heo ie und Gemeinwi scha als
Gegens and
de
Finanzwissenscha , kla he auszua bei en. In
de
p ak ischen Volkswi scha sleh e soll e nich nu eine Da s el-
lung de his o ischen En wicklung und Besch eibung
de
gegen-
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Re e a : P o esso D . Ellinghaus (S u ga )
99
wä igen wi scha spoli ischen Sys eme gebo en we den, sonde n
sie soll e o allem angewand e Wi scha s heo ie sein, Land-
wi scha , Handwe k, Indus ie, Handel, Ve keh usw.
im
Lich e de
Ma k - und P eis heo ie und de Geld heo ie. Genau so we den
in
de Be iebswi scha sleh e die heo e ischen Vo lesungen on de
P axis
ü wich ige gehal en als die Spezial gebie e, weil ein ie e es
Eind ingen und ein wi kliches Ve s ändnis nu on eine soliden heo e-
ischen G undlage e eich we den kann.
Im
einzelnen e gab sich bei
de We ung de Vo lesungen und übungen olgende übe sich :
A. Volksw sma : Anzahl de
Nennungen
1.
Geschich e
de
olkswi scha lichen Leh meinungen •
18
2.
Theo e ische Volkswi scha sleh e.
35
3.
Soziologie . • • . • . . . . . • • •
19
4.
Sozialismus und soziale Bewegung .
17
5.
Geld und K edi • . • . . • . • . .
43
6.
P ak ische Volkswi scha sleh e (Wi scha spoli ik)
40
7.
Sozialpoli ik . . • . . . . • .
25
8.
Ag a poli ik . . . . . . . • .
16
9.
Gewe be- und Indus iepoli ik
33
10.
Handelspoli ik . . •
25
11.
Ve keh spoli ik
.•
23
12.
Finanzwissenscha
40
13.
S a is ik
.••••
34
14.
Wi scha sgeschich e
15
15.
Wi scha sgeog aphie
19
16.
Technologie . . . . • . .
13
B.
Be ne
bswi sma :
415
1.
Allgemeine Be iebswi scha sleh e
38
2.
Buchhal ung • • • • . • . . . .
28
3.
Kau männisches Rechnen. . . •
17
4.
Bilanz heo ie und Bilanzp axis .
37
5.
Re isions- und T euhandwesen
24
6.
Finanzie ungen
.•.••.
. .
26
7.
Be iebswi scha sleh e de Indus ie
22
8.
Fab ikbe ieb • • • • • • • • . •
17
9.
Indus ielles Rechnungswesen • • • .
23
10.
Kos en echnung und P eisbildung
•.
34
11.
Be iebso ganisa ion und Be iebsab echnung .
34
12.
Bankbe iebsleh e • . . • • • • • • . • • • • 9
13.
K edi - und Zahlungs e keh
.•.•.
. . •
22
14.
Be iebswi scha sleh e des G oß- und Einzelhandels
14
15.
Expo o ganisa ion und Expo echnik
•..
23
16.
Wel handelsleh e
..•...••....••
19
17.
Be iebswi scha sleh e de Ve siche ungen
••
6
393
7·
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100
Be u sausbildung und Be u saussich en
de
Wi scha swissenscha le
C. Ju isp udenz:
1.
Ein üh ung in die
Rech swissenscha
2.
Ein üh ung in
das
BGB.
3.
S aa s ech
. . .
4.
Ve wal ungs ech
• . .
5.
Völke ech
• • • . . •
6.
Rech
de
Schuld e häl nisse
7.
Handels ech
.••••
8.
Gesellscha s ech
. . •
9.
Rech
de
We papie e
10.
S eue ech
.
11.
A bei s ech
12.
Pa en ech
•
13.
Geb auchsmus e ech
D.
E gänzungs äme :
1.
Rech s-
und S aa sphilosophie
2.
Wi scha sphilosoohle • . • •
3.
Poli ische
Geschich e • • • .
4.
Eisenbahn- und
Ve keh swesen
5.
Ene giewi scha
. . • . • • •
6.
S äd ebau
und
Siedlungswesen
7.
Mechanische Technologie
8.
Chemische Technologie
9.
Tex il echnik
••
. . . •
VII.
Anzahl
de
Nennungen
32
38
18
37
12
35
42
33
17
35
36
16
• .
15
366
17
16
11
16
13
12
10
6
.•
3
104
Die Be u saussich en unse e S uden en können nu ü diejenigen
abgeschä z we den, die
in
eine Beam enlau bahn hineinwollen,
z.
B.
Handelsleh e . Abe ü die Gesam hei läß sich angesich s de ge-
zeig en Be u sdynamik und de ielsei igen Ve wendungsmöglich-
kei nu sagen: je besse die Ausbildung und je höhe die Leis ung,
des o meh wi d sich auch de Wi scha le mi akademischem S u-
dium du chse zen. Ähnlich is ja auch die Lage bei den Diplom -In-
genieu en und Diplomlandwi en. Sie sind ebenso
in
keine Weise
au Deu schland besch änk . Gu e Expo kau leu e und Expo in-
genieu e we den auch unse e Wiede eingIiede ung in die WeI wil -
scha nü zen.
In de Masse de Beam en und Anges ell en de ö en lichen Ve -
wal ung und de P i a wi scha schlagen die Diplom olkswi e und
Diplomkau leu e nich zu Buch. Das GehaI skon o eines Be iebes mi
20
Anges ell en weis bei einem Du chschni sgehal on mona lich
300
DM
je Anges ell en Gehal skos en on
6000
DM
au . Bekomm
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Abschluß de Tagung: SchluBwo P o esso D . Hesse (Speye )
101
de
junge Diplom olkswi
20
P oz. Obe a i , also
60
DM
meh , so
mach das eine Meh belas ung on 1 P oz. aus. Nu p ak ische Ve -
suche können zeigen,
ob
solche Meh au wendungen du ch die höhe-
en Leis ungen de Wi scha swissenscha le ge ech e ig sind
ode nich . Die Abneigung manche P ak ike gegen die Akademike
be uh en wede au einem a sächlichen Ve sagen de Akademike
ode da au , daß sie
in
g öße en Be ieben als ge äh liche Konku -
en en angesehen we den. Die Un e nehme , die ü ih e Söhne und
Nach olge ein akademisches S udium wünschen, e sp echen sich
on de Pe sönlichkei sschulung, de geis igen En wicklung au de
Hochschule und on den e wo benen Kenn nissen eben doch jene
Selbs ändigkei des Denkens und U eilens, die e bunden mi einem
gesunden Sinn ü die Bedingungen de Wi klichkei die bes e Vo -
ausse zung jedes
da
u
e
ha
e n E olges is .
Nach ku ze Diskussion übe den Vo ag on He n
Ellinghaus
be-
ich e e au eine aus de Mi e de Anwesenden geäuße e An age
P o esso
ALBERT
HESSE
(Speye )
übe Au bau und Leh plan de neugeg ünde en S aa lichen Ve wal-
ungsakade nie in Speye . Eine al en T adi ion
im
Ve ein ü Sozial-
poli ik gemäß schloß e als de Senio de Anwesenden an seine Aus-
üh ungen den Dank de Tagungs eilnehme an den Vo s and und alle
diejenigen an,
in
de en Hand die Vo be ei ungen ü das Zus ande-
kommen de e s en Tagung de neuen wi scha swissenscha lichen
Ve einigung gelegen haben.
Da au schloß de Vo si zende mi einem Dankeswo an alle An-
wesenden und besonde s diejenigen, die als Re e en en, Ve hand-
lungslei e und du ch Diskussionsbei äge zum Gelingen beige agen
haben, die Tagung.
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Anhang
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llO
Anhang
I
un e denen leide diejenigen aus de ussischen Besa zungszone, die
zunächs zugesag ha en, im le z en Augenblick abe am E scheinen
e hinde wa en,
u.
a.
die He en Regie ungsp äsiden D . Sch egle,
Ansbach, P äsiden Wagne , Regie ungsdi ek o Lange-Lü ke, S aa s-
a
Meinzhol , München, Bü ge meis e D . Wünsch, Ro henbu g,
Di ek o S ebe, Ro henbu g, als Gäs e beg üßen.
Es zieme sich, so uh
.
Zwiedineck o , daß wi bei diesem e s en
Zusammen e en deu sche Volkswi e auch jene gedenken, die sei
dem le z en Zusammensein eine g öße en Zahl on Na ionalökono-
men, als das wohl die Tagung des Ve eins ü Sozialpoli ik in D es-
den
1932
gel en da , de Tod aus unse en Reihen ge issen ha . So
o allem jene al en, de en Wi ksamkei bis ins
19.
Jah hunde zu-
ück eich , Diehl, Lo z, Se ing, Sie eking und Somba , wi gedenken
abe auch wei e de Jünge en, die on uns gegangen sind: B uck,
D esche , Feile ,
.
Kelle , Lede e , Mombe , Schmi mann,
.
S ackel-
be g, Vleugels, Weigmann, ganz besonde s abe jene beiden, die als
Op e poli ischen Hasses ge allen sind: Eulenbu g und
Jessen.
Ih e g undsä zlichen Bedeu ung wegen sollen die w e i e
en
Aus-
üh ungen
.
Zwiedinecks
im Wo lau e wiede gegeben we den:
P o esso D .
.
ZWIEDINECK-SODENHORST
(München):
"Die Einladung und das P og amm unse e Tagung ha Ihnen, we e
Kollegen, die
En s ehung
unse e
Zusammenkun
e läu-
e . Auch de Z w
eck
is aus dem P og amm einige maßen zu e -
kennen. Es geh
um
d ei Dinge:
1.
Die S ellungnahme de Wissenscha zu einem de o d inglich-
s en P obleme des wi klichen Lebens on heu e, in de je zigen un-
heimlich ze ü e en, undu chsich ig gewo denen deu schen, ja o z
de Ze issenhei deu schen Volkswi scha : es geh
um
die W i
s-
sen
s c
ha
als
F 0 s
eh
u n g.
2.
Die S ellungnahme zu einigen F agen des Un e ich s. Insowei
gil unse e Tagung de
Wissenscha
als
Leh e.
3.
Eine be u spoli ische S ellungnahme,
in
de es
um
die soziale ode
mindes ens kame adscha liche F age geh :
ob
und wenn ja, wie wi
eine Be u s e einigung ins Leben u en sollen und wollen: es geh
um
die
Wissenscha
als
Be u .
Als Äl es e de Anwesenden, ielleich nich an Semes e zahl, da ich
zwa sei An ang
1895
im
53.
Diens jah e, doch, nu sei
1901
als
akademische Leh e , e s
im
93.
Leh semes e s ehe, als Äl es e
da ich mi wohl eine Rückschau e lauben und da an e inne n, daß
as au den Tag genau
75
Jah e sei dem G ündungsak des
Ve -
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Ansp ache P o esso D .
.
Zwiedineck-Südenho s
111
ein
s
ü
So
z i
alp
0 I i i k (V S) e s ichen sind. Wenn ich da an
e inne e, so denke ich selbs e s ändlich nich unse heu iges Zu-
sammen e en mi jenem Geschehen
in
Eisenach am
8.
Ok obe
1872
ohne wei e es au eine Linie zu s ellen.
Wohl is , als o d ei Mona en wäh end de Reichsbahns udienkon-
e enz hie in Ro henbu g e wa ein Du zend on uns zusammen a en,
in
einem un e bindlichen Gesp äch das
Wo
ge allen: soll en wi
nich den V S. wiede ins Leben u en,
um
Fühlung un e einande
zu gewinnen? -De Gedanke, eine Beziehung zu dem Wi ken des
Ve eins he zus ellen, is also lebendig. Abe de Ve ein is bei seine
G ündung eine
in
e s e Linie poli isch gedach e Ve einigung ge-
wesen, in de die P o esso en nu die
T äge
de Idee und die O -
ganisa o en wa en, o allem Schmolle und B en ano, wie ih B ie -
wechsel beweis , dann abe auch namen lich Knapp, Held und
Nasse.
Im
Ve ein e sammel en sich bei seine G ündung
158
Teilnehme ,
un e ihnen abe nu
24
Hochschulleh e . Und de p opagandis ische
Zweck jene Tagung und G ündung is wiede hol ausd ücklich o -
mulie wo den. Zweck
unse es
Zusammen e ens is , wie ich sehe,
nich s de gleichen. Wenn es also (namen lich zunächs ohne ech -
liche G undlage) nich
in
Pa allele zu Eisenache Ve sammlung on
1872
ges ell we den kann,
so
is das E inne n an jenen Ak doch in-
sowei ge ech e ig , als de V S. als die e s e Kollek i e scheinung
un e den deu schen Volkswi scha sleh e n gel en da und auch
wi wiede eine solche da s ellen. Dazu komm abe doch ein noch
iel schwe e wiegendes A gumen : de poli ische Ziele e olgende
Ve ein ha on allem An ang an gedach , seine nach außen s ebende
A bei wissenscha lich zu un e bauen. Gal
es
damals, de Ö en -
lichkei kla zumachen, daß de
S aa
wi klich nich ein Klassens aa
im Sinne on Ma x, ein S aa ausschließlich zuguns en de Besi zen-
den sei, so gal es ebenso, ein g öße es Ausmaß an posi i e S aa s-
in e en ion aus eine Reak ion gegen das Bas ia sche laissez ai e
übe haup , abe ganz besonde s ü F agen de Sozialpoli ik als be-
ech ig und no wendig zu e weisen. Die Wissenscha s e e e sahen
sich
in
übe eins immung mi he o agenden Poli ike n, wie es da-
mals hieß, in eine "Au assung des S aa es, die gleich wei on
de
na u ech lichen Ve he lichung des Indi iduums und seine Willkü ,
wie on de absolu is ischen Theo ie eine alles e schlingenden
S aa sgewal en e n wa ." Es
wa
also eine
mi
l
e
e
Li
nie
in
dem ganzen dem
S aa
gegenübe s ehenden Wollen bei de G ün-
dung de V S. kla o mulie , abe auch ausd ücklich als selbs e -
s ändliche Folge eh liche Wissenscha lichkei ebenso nach
25
Jah-
en au de Kölne Gene al e sammlung
1897
wiede ane kann und
es gehal en.
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112
Anhang
I
"Mi le e Linie" is abe noch keine Einhei . Sie wa schon un e
den Hochschulleh e n bei de G ündung, abgesehen on de posi i en
Hal ung zu Sozialpoli ik, keineswegs o handen, sie wa es auch
spä e nie. Und
1922
bei de 50jäh igen JubiIäums agung
in
Eisenach
ha es He kne besonde s be on , daß die Wissenscha ja auch in
poli isch e schiedenen Lage n s ehe.
In
unse e deu schen Wissenscha dokumen ie sich leide auch ein
S ück allgemeine deu sche Eigena ! Wenn man übe leg , wie un-
e gleichlich einhei liche die englische und bis o nich lange Zei
auch die anzösische Na ionalökonomie geblieben wa , so is die
deu sche Wissenscha hinsich lich Rich ung und Me hode ech man-
nig al ig. Deshalb wohl sind auch ge ade aus den Reihen de akade-
mischen Mi gliede des Ve eins imme wiede Gedanken
zu
eine
Umges al ung au gekommen. Sie e olg e nich . Abe einigend is die
Ta sachen o schung, ü alle Rich ungen we oll,
in
den Vo de -
g und ge e en, und diese Au gabe des V S. is schließlich auch on
jenen ane kann wo den, die die Übe zeugung on de Exis enz na ü -
liche Gese zmäßigkei en des Wi scha slebens, übe die sich die
S aa sgewal
ni
c h hinwegse zen dü e, es gehaI en wo den.
Abe es is imme hin
zu
e inne n: die scha e his o isch- ealis ische,
konk e isie ende Reak ion gegen die klassische Na u ech sschule
ha de deu schen Na ionalökonomie e s das Gep äge eine beson-
de en Schule gegeben, so daß kein ge inge e als de F anzose Gi le
-und da in is die Bedeu ung des V S. ü die Wissenscha sgel ung
ge ade
im
Ausland auch
zu
sehen -sagen konn e: e s sei dem
Eisenache Kong eß
1872
könne man on eine besonde en deu schen
Schule sp echen.
Wenn so de V S. übe sein u sp ünglich übe wiegend poli isches
Wollen hinaus- und ins Wissenscha liche imme meh hineinge-
wachsen is , so geschah das keineswegs imme un e allgemeine
Zus immung. So ha B en ano in de Einbeziehung ande e als so-
zialpoli ische F agen
in
die Ve eins ä igkei s e s eine Ve ze ung
und En a ung seines P og amms e blick . Ha
e
dami ech ge-
hab ? -Is nich die Gewissenha igkei de
im
Ve ein wi kenden
Männe das Ausschlaggebende gewesen ü die Bedeu ung, die de
V S. gewonnen ha , und auch das eibende Elemen , so daß de Ve -
ein bald
ein
Ins i u zu so g äl igen wissenscha lichen Vo be ei ung
gediegene Poli ik wu de, ein
Ins
i
u
ü
di
e p h ä n
om
en
0-
logische
Fundamen ie1 ung
abe nich nu de wi scha s-
poli ischen S ellungnahme zu ak uellen P oblemen, sonde n auch ü
die sys ema ische Da s elIung iele Gebie e de speziellen
Volks··
wi scha sleh e: de Gewe be- und Ag a e assung, de Wäh-
ungs-, S eue -, K edi -, de Wande ungspoli ik, des Ka ellwesens ;
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Ansp ache P o esso D .
.
Zwiedineck-Südenho s
113
und das alles auße den spezi isch sozialpoli ischen P oblemen wie
Koali ions ech , Wohl ah sein ich ungen, Landa bei e - und Haus-
indus ie agen, Sozial e siche ung usw.?
Sie wissen ja auch, wie ie
in
die Wi scha s heo ie die F ages el-
lungen de Ve einsa bei en einged ungen sind mi den Un e suchun-
gen übe die K isen und jenen soziologischen A bei en übe Auslese
und Anpassung, de en wissenscha lich saube en E gebnisse auch
heu e noch eine G undlage ü die Da s ellung
im
allgemeinen Teil
de
Volkswi scha sleh e sind, jeden alls sein können. So is de
V S. ein Publika ionsins i u ü olkswi scha liche Ta sachen o -
schung gewo den. Die so seh pe ho eszie e Ve bindung on Poli-
ik mi Wissenscha ha , wie man wohl sagen da ,
im
V S. sowohl
de
Wissenscha als auch de Poli ik Nu zen geb ach , und die wa -
nende Hal ung M ax Webe s gegen eine poli isch -wissenscha liche
Ve einigung, indem
e
Wissenscha als Be u und Poli ik als Be u
in Gegensa z s ell e, ha dem V S. nu seh cum g ano salis gegol en.
Nun
da man
, eilich
bei eine Pa allelisie ung nich auße ach
lassen: es haben sich die Ve häl nisse ü die
Wi
ku
n g s m ö g I
ich
-
kei
de
Wissenscha
au die Poli ik im Lau e de Zei
e -
heblich
geände .
1872
konn en die G ünde des Ve eins glauben, daß die Regie ung
Deu schlands
in
de Haup sache du ch ein wissenscha lich hochge-
bilde es Beam en u n, das übe den Pa eien und Klassenin e essen
s and, möglich sei, und sie konn en dami echnen, daß
ein
poli isch-
wissenscha liche Ve ein eine wich ige S ü ze ü die S aa s üh ung
sein wü de. Die damaligen Libe alen (das wa en die G ünde ) woll-
en on pa lamen a ische Regie ungsweise übe haup wenig wissen
und glaub en es an die K a wissenscha liche Weisung. Abe
schon
1890
ha Schmolle bei übe nahme des Ve eins o si zes die
Lage als e ände gekennzeichne . Und bei de Jubiläums agung
1897
konn e mi solche Ein lußmöglichkei de Wissenscha nu
noch einige maßen ge echne we den, ganz und ga nich abe
1922,
50
Jah e nach de G ündung. Denn damals
wa,
an die S elle de al en
s a ken s aa lichen Beam enbü ok a ie eine Bü ok a ie de bewuß
klassenmäßig o ien ie en Ve bände ge e en und ha e eine
He .
scha s s ellung gewonnen, die wenig geneig wa , wissenscha lichen
Ra einzuholen, und das, obwohl de Gang de Wi klichkei gezeig
ha e, daß die P o esso en nich nu bei de G ündung des V S., son-
de n namen lich auch in de g oßen Reak ion de 90e Jah e gegen
die SOZialpoli ik die ich igen Wege gewiesen und den Gang de En -
wicklung ich ige beu eil haben als die Un e nehme und die A -
bei e , die aus ih e adikalen O ien ie ung he aus gegen die Wissen-
scha gewe e haben, weil die P o esso en ihnen nich nu nich
I
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114
Anhani
I
geschmeichel , sonde n auch unangenehme Wah hei en gesag haben
und mi Rech die Reak ion
ge
gen
die Sozialpoli ik als eine de o
..
übe gehenden Wellenbewegungen bewe e haben, wie sie
in
dem
geschich lichen Ablau imme au e en. Es wa gewiß nich ganz
glücklich, wenn man die Ve e e de Wissenscha als die eh lichen
Makle zwischen Un e nehme und A bei e bezeichne ha , weil zu
makelndem Ve handeln mi beiden Pa eien kaum Möglichkei en ge-
geben wa en. Abe eine mi le e Linie is es imme gewesen, die die
Wissenscha
im
wesen lichen gewiesen ha , sowei sie poli isch
wi k e, und das konn e kaum ande s sein, denn die nüch e ne P ü ung
und Abwägung de Ta sachen, die on Vo u eilen eie Beu eilung
de K ä e, die in Wi klichkei zu sehen sind, we den eben wohl
imme
in
de Mi e zwischen den Radikalismen s ehen müssen, sie
we den kaum jemals
in
ein adikales Fah wasse weisen, und wenn
ich gesag habe, die P o esso en haben ech behal en, so meine ich
dami , daß wi heu e sowohl o de Ta sache eine me klichen
Wandlung des kapi alis ischen Sys emes s ehen, als auch
o,
eine
Re ision de P og amma ik de Gegne dieses Sys ems. Nu bei
..
spielsweise sei e inne : es ha sich eine sei s das Gewinns eben des
Kapi alismus als unzulängliche An ieb ü die g oße Menschlich
..
kei sp lich zu Hunge bekämp ung
in
de Oikumene e wiesen, und
es ha ande e sei s eine wesen lich bedach e e S ellungnahme de
Links-P og amme zu Sozialisie ung die Obe hand gewonnen.
Diese E ah ung, daß die P o esso en
e
c h
be
haI
e n
hab
e
n,
soll
und da eilich nich e wa zum O gelpunk unse e A bei we den.
Daß die P o esso en ech behal en und sowei sie es ge an haben,
wa
ein E olg ih es eh lichen Bemühens, das g oße K ä epolygon
de gesellscha lichen Wi scha mi all ih en Komponen en genaue
kennenzulemen und zu heo e isie en,
d.
h.
bis zu eine gewissen All-
gemeingül igkei de E kenn nisse zu üh en. Wie es ein Fehle des
Libe alismus wa , das Anwachsen so iele G ößen ins Massenha e
unbeach e zu lassen, die Wi kung de Quan i ä sände ung au die
Quali ä en und ins Psychische ge ing zu schä zen, so wa es ande e
..
sei s eine wich ige Leis ung de wissenscha lichen A bei , daß sie,
indem sie solchen Wandlungen Bedeu ung beimaß und sie s udie e,
auch die Mach e schiebungen ech zei ig du chschau e, die aus
ihnen e wachsen sind. Wende man ein, die Wissenscha habe doch
so iel ach E kenn nisse p eisgeben müssen, habe doch auch in so
manchem un ech gehab , so is das ohne wei e es zuzugeben. Abe
es is kein A gumen gegen die Wissenscha , da sich ga nich es -
s ellen läß , wiewei die Gewinnung ich ige E kenn nisse au die
An egung du ch un ich ige Theo ien zu ückzu üh en wa und is .
Das is eben nich
nU
im
Be eich de exak es en Na u wissenscha ,
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Ansp ache P o esso D .
.
Zwiedineck-Südenho s
115
de Physik, eichlich genug de Fall gewesen, auch in den Kul u
..
wissenscha en läß sich diese Zusammenhang e weisen.
Was
an
ich igen E kenn nissen wä e
nie
h gewonnen wo den, wenn die
klassische Schule
nie
h die ap io ische Ha monie heo ie au ges ell
hä e, die ein gewal ige I um wa !
Es gib eine g oße Zahl on Ein ich ungen de gesellscha lichen
Wi scha . übe de en g undsä zliche Zweckmäßigkei und Ges al-
ung
in
de~
Wissenscha wei gehende übe eins immung bes eh . Es
is also du chaus nich bedenklich, on eine
wissenscha lichen
M
ein
u n g zu sp echen, und man da allgemein sagen: übe die
Ä iologie de E scheinungen und übe Kausali ä en bes ehen jeden-
alls iel wenige Meinungs e schiedenhei en als übe die Beu eilung
de Da en, on de en Einschä zung die heo e ische S ellungnahme
abhäng . Ha de Wissenscha le die Da en un ich ig gewe e , was
eben mi menschlichen Schwächen zusammenhäng , so wi d das zu
einem A gumen ü die Abwe ung de Wissenscha ohne jede Be-
ech igung ausgenü z . Die b ei e e Ö en lichkei eilich wi d nu
seh sel en die objek i e Rich igkei eine Leh e on dem Fehle ih e
Anwendung in olge subjek i k ige We ung de Ta sachen ausein
..
de zu hal en e mögen. Ohne de heu igen Ve handlung o g ei en
zu wollen, möch e ich das Gesag e dami illus ie en, daß die Eins el-
lung zu F age de Zei gemäßhei de Geld e o m da on beein luß
sein wi d, welche Vo ä e man du ch die Valu amise e zu ückge-
hal en e mu e .
Die Ge ah des Zusammenwe ens de objek i en Rich igkei wissen-
scha liche E kenn nisse mi de T e siche hei des wissenscha -
lichen Subjek es is dann und deshalb g oß, wenn und weil die Ab-
sich deu lich wi d, die Wissenscha übe haup zu e däch igen und
zu disk edi ie en. Wenn man es e leben
muß,
daß on einem hoch-
angesehenen Rund unk wie dem Londone ein eins ige Fachkollege
als Sp eche die deu schen P o esso en
in
Bausch und Bogen als
eak ionä schlech hin b andma k , so is wohl auch
zu
e kennen, wie
ungüns ig die Vo ausse zungen ü das Ve auen b ei e K eise zu
einem U eil de Wissenscha einem bes imm en P oblem des All-
ags gegenübe liegen. Und dami allein schon, mi de Unguns de
Vo ausse zungen ü unse e Lage, is die No wendigkei unse es Zu.
sammen e ens beg ünde , ja ge ech e ig .
Viele on uns hie Anwesenden haben den Beweis ü ih en
Mu ,
ih e
Zi ilcou age e b ach , so daß e wa e we den da , daß es an eh
..
Iichem wissenscha lichen Bekenne mu nich ehlen wi d, auch wenn
die Meinungen nich kon o m gehen.
Die
Lage
unse e
Wissenscha
is
in
ielen Beziehungen
denkba schwie ig. Das Ve s ändnis ü wi kliche Wissenscha lich·
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116
Anhang
I
kei , ü jenes selbs lose Wah hei suchen de Wissenscha is augen-
blicklich nich g öße als o
15
Jab en. Das is beg ei lich genug,
wenn man die g oße Zahl on Beam e en mi öllig unzulängliche
Denkschulung bedenk .
Und
ande e sei s is unse e Wissenscha
du ch das deu sche Schicksal zwischen Wes und Os o eine so zu-
ie s p oblema ische Sachlage ges ell , die uns leh , wie zu ück-
hal end man mi de Anwendung sogenann e ewige Na u gese z-
Iichkei en sein
muß.
Man
übe lege nu auch, daß wenigs ens heu e die Ve eilung des So-
zialp oduk s nich so seh
in
den Vo de g und ges ell is wie bei den
Klassike n, sonde n daß die F age o d inglich is nach jenem Wi -
scha ssys em, mi dem man das Sozialp oduk
so
hoch wie möglich
ges al en kann.
Die Ta sache de Umwe ung al e We e, die Ände ung de
We -
ela ionen, die wi Tag ü Tag imme i gendwo neu en decken,
d äng uns das Gebo au : die Anwendba kei unse e wissenscha -
lichen E kenn nisse aus de Zei o de g oßen Ka as ophe (die
eilich nich e s om K iegsbeginn
zu
da ie en is ) so g äl igs zu
p ü en und in ihnen nich meh wissenscha liche oche s de b onze
sehen zu wollen. Die Losung: los
om
indi iduellen Me kan ilismus!
Vo wä s
zu
USE
(Uni ed S a es o Eu ope!) um eiß die G öße de
heu e zu leis enden wissenscha lichen Denkau gaben. Wie du ch-
sich ig, wie spiegelkla und eben
loß
den Menschen, auch den P o-
esso en zu Zei de Eisenache Tagung
1872,
das zephy leich e Le-
ben dahin, als es noch
um
die F age ging,
ob
die Na u gese zlichkei
de Lohnhöhe de Sozialpoli ik
im
Be eich des Lohnes ehe ne
Sch anken se z . Wie wi klich unabhängig schienen so iele a iable
Da en ü die heo e ischen Un e suchungen! Was bedeu e es doch
allen, daß das Rech semp inden und ande e mo alische G undlagen
e schü e sind!
Wenn ich manchem un e Ihnen zu iel om
V S.
ge ede haben
soll e, so sch eiben Sie es, bi e, de Ta sache zu Las , daß ein al e
Mensch
all das, was
ihm
zu E wei e ung seines Wissens, seines
Blick eldes gehol en, was ihn be eiche ha , bedeu sam auch ü
ande e e mu e . Fü wi klich ge ech e ig abe hal e ich heu e
das E inne n an den
V S.,
weil an seine Geschich e, seinem Wandel
und We den zwei Gene a ionen deu sche olkswi scha liche
Hochschulleh e ohne Un e schied de Rich ung - o z des Gegen-
5a zes
zu
Schmolle wa en die Geleh en de G enznu zenschule,
Böhm-Bawe k,
.
Wiese , Zucke kandl,
.
Philippo ich, Meie ,
Mi -
gliede des
V S.
-so in ensi be eilig wa en, daß sich
in
de Ge-
schiclde des Ve eins eben auch ein so g oße Teil des We dens deu -
sche Wissenscha unse es Faches spiegel .
Auch
de Un e gang
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Ansp ache P o esso D .
.
Zwiedineck-Südenho s
17
des Ve eins
1936
is im Zusammenhang mi de Wissenscha s eue
de damals mi de Lei ung be au en Pe sönlichkei en zu sehen. Sie
ha en noch die Meh hei de al en Mi gliede gegen jene ü sich,
die den Ve ein dem Na ionalsozialismus diens ba machen woll en.
Wie seh unse e Wissenscha un e de schicksalsschwe en na io-
nalsozialis ischen Episode geli en ha -man denke an das Be-
mühen, eine NS-Ökonomie zum En s ehen zu b ingen
-,
wissen Sie
alle. Obgleich diese Episode abgeschlossen is , die Nachwehen sind
imme noch schwe
zu
ühlen. Und so dünk es mi möglich und des-
halb no wendig, daß die T äge unse e Wissenscha in eine Ge-
meinscha zu Ve eidigung de Bü de, de F eihei und de Wü de
unse e A bei zusammenhal en,
um
gegen die Schwie igkei en, ja
Ge ah en, die ü sie nich zu e kennen sind, wi ksam
zu
we den:
Schwie igkei en in a e ex a mu os, wenn sie auch nich ge ade
ein pecca e bedeu en.
Zu
den Schwie igkei en gehö gewiß auch die
Ve schiedenhei
de
Meinungen, die abe nach meinem Ge ühl
in
de heu igen schwie igen Lage wie in de Poli ik so auch
in
de
Wissenscha au ein kluges Mindes maß eingesch änk we den kann
und soll, wie es dem Kamp de Geis e P lich is . Eine wei e e
Schwie igkei is gewiß auch de Ve lus an Ein luß au die wi -
scha lich maßgebenden K ä e, weil de Einblick in die wich igs en
Zusammenhänge des olkswi scha lichen Geschehens b ei e en
K eisen nu seh schwe e mi el we den kann. Endlich
im
Zu-
sammenhang dami s eh die nich zu übe sehende Ta sache, daß alle
eh liche wissenscha liche K i ik, die nich de Massen -Men ali ä
en sp ich , als eak ionä geb andma k wi d. Und deshalb, meine
we en Kollegen, is Wissenscha s eue auch heu e ohne
Mu
nich
möglich.
Ich habe abe die übe zeugung, daß wi an beides glauben, au beides
e auen können, wenn wi nich e gessen, daß auch unse e Wis-
senscha aus einem höhe en S eben he aus en s anden is .
Aus
dem
Nachdenken übe den g oßen Zusammenhang des Uni e sums, dem
U sp ung de Philosophie, is wie jede so auch unse e Wissenscha
gebo en,
in
de en Mi elpunk de Mensch s eh . Wenn auch die heu e
ielleich zen ale P oblems ellung unse e Wissenscha : e -
o schen, wie das Sozialp oduk ge ö de we den kann, ma e iali-
s isch kling , so e en doch ge ade bei diese P oblembehandlung
seelische Dinge s a k und deu lich genug
in
unse Blick eld. Ich
selbs bekenne, nich on de Philosophie, sonde n on de
Ju isp udenz he zu unse e Wissenscha gekommen zu sein. Abe
in jede Wissenscha üh de Weg, wenn man sie nu
in
ih en
le z en Au gaben ganz und zu ie s e aß , zu F age nach dem Sinn
alles Geschehens, alles Seins.
Mich
dünk , je nähe eine Wissen-
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Anhang
I
scha diesen F ages ellungen bleib ,
um
so meh wi d sie uni e -
salen Cha ak e behal en ode gewinnen,
um
so höhe s eh sie
auch
in
de Rango dnung de Wissenscha lichkei . Ich habe es ü
meinen Teil imme als besonde s wich ig emp unden, ge ade du ch
das, was ich meinen Schüle n zu geben habe, solche Uni e sali ä
des Schauens und Denkens de jungen Gene a ion nahezub ingen
und dami o zuse zen.
We e
Kollegen!
All
unse so gendes Nachdenken, P ü en, K i i-
sie en, all unse Ra en ü Ta en -wi wissen es
nUi
zu gu ! -
ha wenig Chance, ein maßgebende Bes immungsg und de wi -
scha lichen En wicklung zu sein, wenn das Rad de Poli ik e -
nich end übe alles weg oll , wie ja auch schlech e Poli ik die Wäh-
ungen zumeis
in
den Abg und ges ü z ha .
Abe wi wollen uns an die Symp ome ü Ho nung und Zu e sich
hal en. Soll e es denn nich auch ein
in
diesem Sinn posi i es Sym-
p om sein, daß heu e wei nach links hinein de
Beg, i
Va e land
auch
im
deu schen Volk wiede K a gewonnen ha gegen das ein-
s ige Bekenn nis zu Va e landslosigkei ?
Wie imme abe auch die poli ischen Dinge sich wei e ges al en
mögen, es soll uns auch kein neue Schicksalsschlag mü be inden
und niemals da on abhal en, all unse e eh liche A bei dem
in
je s e
No be indlichen und -je ie e die No , nu
um
so heiße -ge-
lieb en Va e land zu weihen."
'"
*
Das Thema de hie au olgenden wissenscha lichen Aussp ache
bilde e die
F a
g e
de
d e u s c h e n W ä h
un
g
sn
eu
0 d
nun
g
als Gebo de du ch Deu schlands poli ischen und wi scha lichen
Zusammenb uch und seine Folgen he o ge u enen Disk epanz on
Gü e angebo (P oduk ionsleis ung) und Geldübe ülle. Als G und-
lage dien en au den Vo a bei en des sogenann en Becke a haus-
schusses (eines A bei sk eises: de
skh
sei
1942
mi de B a bei ung
on G undsä zen und Rich linien ü die deu sche Wi scha s üh-
ung nach K iegsende beschä ig und seine Zusammenkün e meis
in
F eibu g
i.
B . abgehal en ha e) be uhende Ma e ialien, die on
He n Lampe edigie und den meis en Tagungs eilnehme n zugäng-
lich gemach wo den wa en. Die seh lebha e Diskussion wu de
du ch ein Ku z e e a on He n Alb ech eingelei e und nahm un e
dessen Vo si z
in
de Vo mi agssi zung und un e Lei ung on
He n lahn
in
de Nachmi agssi zung den e s en Ve handlungs ag
oll in Ansp uch.
An
de Diskussion be eilig en sich, sowei die o -
lieienden Au zeichnungen e kennen lassen -eine s enog aphische
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Die Ro henbu ge Tagung
1947
119
Au nahme de Ve handlungen
wa
leide nich möglich -die He en
Alb ech , B inkmann, Ca ell, Egne , Ellinghaus, F icke, Ho mann,
K ompha d , Lampe, Miksch, Mülle -A mack, Neuling, Nöll on de
Nahme , P is e , Ri schl, Ri e shausen, Ri ig, Saue mann, Schille ,
Selzmi , Schneide , Sul an, Weddigen, Weippe , Wei e , Wesseis,
.
Zwiedineck.
In
den E ö e ungen ück e imme s ä ke de Zu-
sammenhang on Wäh ungs- und allgemeine Wi scha so dnung
in den Vo de g und, und es e gaben sich ech ie g ei ende Mei-
nungs e schiedenhei en zwischen den Anhänge n de Au assung, daß
nu eine mi dem en schlossenen übe gange zu Ma k wi scha ge-
koppel e Geldneuo dnung den e s eb en E olg eine allsei igen
Wi scha sbelebung zu gewäh leis en e möge, und denen, die in
eine maß oll, o nehmlich un e sozialen Gesich spunk en
s aa -
lich gelenk en Wi scha die einzige Möglichkei de kün igen Wi -
scha sges al ung e blicken.
We
diese e s e wissenscha liche Aus-
sp ache
in
g öße em K eise on Fach e e e n de Wi scha s-
wissenscha nach Jah en wei gehende gegensei ige Abschließung
mi e leb ha , wi d sich ih e gewiß als eines hie und da ielleich
allzu empe amen oll ge üh en Kamp es de Geis e
um
die E -
kenn nis de Wah hei e inne n, de nich nu bewies, wie nach eilig
sich eine langjäh ige geis ige Isolie ung wissenscha liche Fo -
schungsa bei ü das gegensei ige Ve s ändnis auswi ken muß -
wie no wendig es also is , au mi eine gewissen Regelmäßigkei
e ans al e en achwissenscha lichen Tagungen Gelegenhei zu
gegensei igen Mi eilung de Fo schungsziele und -e gebnisse de
e schiedenen Schulen und Fach ich ungen und zu übe p ü ung
de
im
S illen geleis e en A bei alle eh lich
um
die E kenn nis de
Wah hei Ringenden zu geben
-,
sonde n auch mi e mu igende
Deu lichkei zeig e, weIch lebendige und a en ohe Geis sich
auch
in
den Jah en wei gehende gegensei ige Abspe l ung in den
Reihen de na ionalökonomischen Fo schung Deu schlands e hal en
ha . Das E gebnis diese Diskussion konn e
in
eine noch in den le z-
en S unden de Ro henbu ge Zusammenkun in einem kleine en
Kollegenk eis un e de an eue nden Lei ung He n Lampes o be-
ei e en und on diesem in den da au olgenden Wochen in s än-
digem Gedankenaus ausch mi eine Reihe on Kollegen, besonde s
He n Alb ech , endgül ig edigie en Fo mulie ung on Thesen
zu
"Sanie ung de deu schen Wi scha " uch ba gemach we den,
die mi
48
Un e sch i en e sehen an alle in Deu schland poli isch
und wi scha lich e an wo lichen S ellen e sand wo den is . Die
Thesen sind diesem Be ich un e
11
ange üg .
Am
Abend des e s en Ve handlungs ages e einig e sich ein Teil
de
Tagungs eilnehme nach Anhö en eines O gelkonze es noch einmal
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126
Anhang
11
scha s e wal ung wa die un e meidliche Folge. Es inde seinen
Ausd uck
in
eine zunehmenden Ausdehnung de schwa zen Mä k e
und des Na u al ausches sowie
in
eine unübe sehba en Komplizie-
llng de s ändig an Wi ksamkei e lie enden bü ok a ischen Len-
kungsme hoden. Die bei alledem sich e gebende Sch ump ung des
legalen Gü e angebo es ha die Leis ungs ähigkei wei e Be ölke-
ungsschich en
in
beso gnise egende Weise he abgeminde . Da-
du ch is ein P ozeß o sch ei ende Wi scha sauszeh ung einge-
lei e wo den, an dessen schon absehba gewo denem u ch ba en
Ende de Hunge od on zahllosen Menschen s eh .
3.
Un e diesen Ums änden sieh sich ein g oße Teil de deu schen
Familien ä e o die Al e na i e ges ell , en wede dem Un e gang
ih e Angehö igen un ä ig zuzusehen, ode abe den no wendigen
Un e hal auße halb jene gel enden Gese ze zu suchen, die dem
einzelnen die E üllung seine na ü lichen P lich en du ch Selbs hil e
e bie en.
4.
Die deu schen Behö den haben kaum noch Möglichkei en, die Be-
ölke ung zu Beach ung eines wide sinnigen Wi scha s ech es zu
zwingen. Das iesige Hee de Beam en und Anges ell en, dessen
sich die bes ehende Be ehlswi scha wohl ode übel bedienen muß,
is selbs so seh in die g oße allgemeine No einbezogen, daß es -
dem D uck une hö e Ve suchungen zu Begüns igung illegalen Wi -
scha ens ausgese z -je länge des o wenige ähig is , seinen Ob-
liegenhei en ge ech zu we den. Das E gebnis is ein Zus and, de
in
höchs em
Maße
unsozial is und den Namen eine Wi scha so d-
nung übe haup nich meh e dien . Seine bloße P eisgabe ohne
du chg ei ende Neuo dnung des Wi scha sablau es wiede um wü de
nich wenige bedeu en, als die Kapi ula ion des S aa es o dem
Wi scha s chaos.
5.
Wenn man an den de zei igen Me hoden eine sogenann en Wi -
scha slenkung es häl , kann an die Wiede au ich ung eines ge-
o dne en Wi scha slebens übe haup nich meh gedach we den.
Aus eigene
Kl a
de deu schen Wi scha allein wi d ein Ausweg
nich meh zu e schließen sein. Selbs die g oßzügigs en cha i a i en
Hil eleis ungen des Auslandes könn en, so dankenswe sie auch sind,
bei Fo daue eine die eigenen Leis ungen de deu schen
Wi -
scha hemmenden Poli ik, den schlimmen Lau de Dinge nich
meh abwenden. Die
im
Rahmen des Ma shall-Planes o gesehenen,
d ingend benö ig en Dolla k edi e können e s nach du chg ei ende
Neuo dnung de Wi scha
in
geeigne en Fo men angebo en und
e wende we den. E s dann wi d die deu sche Wi scha nach
eine gewissen Übe gangszei ins andgese z sein, die als Au bauhil e
om Ausland gelie e en Gü e und Diens leis ungen du ch eigene
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Wi scha spoli isches So o p og amm
127
Expo e zu bezahlen. Wü de man aus allgemeinen poli ischen E wä-
gungen he aus e kennen, daß die E hal ung de eu opäischen Wi -
scha die alsbaldige Wiede belebung de be ei s
in
Agonie e allen-
den deu schen Wi scha zu Vo ausse zung ha , so wü den le z e
Gelegenhei en zu Abwendung une hö e allgemeine No endgül ig
e paß sein. De Wille de deu schen Be ölke ung zu iedlichen
Eingliede ung
in
eine eu opäische Völke amilie und ih e Be ei -
scha zu Leis ung on besonde en Bei ägen zum Wiede au bau
Eu opas au Kos en eigene Lebenshal ungsmöglichkei en wi d um
so besse gewäh leis e sein, je ehe ane kann wi d, daß man auch
hie leben lassen muß, um selbs leben zu können.
11.
0 d
nun
g
de
Wi
s c h a
1.
Die Ve ech e zen ale Wi scha slenkung denken wie die Be-
ü wo e eine We bewe bs o dnung -jensei s alle s i igen
P o-
bleme sozialen Gesellscha sau baues -an die bes mögliche En al-
ung eingese z e Wi scha sk ä e zu höchs em gesam wi scha -
lichen E ag. Die No de S unde gebie e da um die Zu ücks ellung
eines un uch ba en Dogmens ei es hin e de F age nach eine neu-
a igen Ve bindung on We bewe bso dnung und s aa liche Len-
kung.
2.
An
eine Rückkeh zu s aa s eien Wi scha des
19.
Jah hun-
de s is keines alls zu denken. Sie ha den anges eb en Leis ungs-
we bewe b nich zu e hal en und eine be iedigende Sozialo dnung
nich zu e wi klichen e moch , ielmeh ha sie au zahl eichen
Gebie en zu En s ehung wi scha liche und soziale Mach posi io-
nen ge üh . Es s eh demnach auße Zwei el, daß es mannig ache
O dnungs naßnahmen beda , die on eine zen alen, allen Wi -
scha sin e essen en gegenübe unabhängigen S elle aus geplan und
du chge üh we den müssen. No wendig is indessen eine Rücksich -
nahme au die Ta sache, daß an eine Wiede belebung und E hal ung
p i a e Wi1 scha sini ia i e, ohne
die
ein wi kliche Wiede au bau
nich gelingen kann, nu zu denken is , wenn ih ein kla abgeg enz-
e
Bewegungsspiel aum belassen und ih die Möglichkei gebo en
wi d, sich in diesen ih eigegebenen Bezi ken an ma k lich gebil-
de en P eis-Kos en-Rela ionen auszu ich en. Die heu e he schende
Wi scha s uno dnung is
in
e s e Linie au die Ve kennung und
Ve nachlässigung diese Zusammenhänge, au ein Ve älschen des
Kompasses de p i a en -zugleich ge o de en und e hinde en -
Wi scha sdisposi ionen zu ückzu üh en. Inne halb desjenigen Wi -
scha sbe eiches, de einem ma k liehen Ablau übe lassen is , müssen
die on de zen alen S elle angewende en S eue ungsme hoden
ma k gemäß sein.
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128
Anhanl
11
3. Aus diese G undbedingung sind insonde hei olgende Konse-
Quenzen
zu
ziehen:
a)
In den
ma k gemäß
zu
o dnenden Wi scha sausschni en muß
olle Rech ssiche hei bes ehen,
Oi
allem
is
die eindeu ige Bes im-
mung
de
Ve ügungs ech e des Eigen üme s auch gegenübe nich -
deu schen S ellen une läßlich. Dabei
is
sowohl
an
die Ve ügung
des
Menschen übe seine A bei sleis ung wie
an
die Ve ügung
übe
Besi z und Einkommen
zu
denken.
b) Die gesam wi scha liche Aus ich ung de, einzelwi scha lichen
Leis ungen
is
nich du ch Be ehle anzus eben, die dem Einzelin e -
esse
bei bes ehenden Ma k bedingungen zuwide lau en, ielmeh gil
es, diese Ma k bedingungen so zu beein lussen, daß die
Wi scha s-
subjek e in Ve olgung eigenbes imm e Ziele
das
gesam hei lich Ge-
woll e un. Diesem Ve ah en
de
Wi scha slenkung sind Realisie-
ungsmöglichkei en gebo en.
e)
Die no wendige E hal ung des Leis ungswillens
se z
wei e
o -
aus, daß
das
Wi scha s ech
jedem Wi scha ssubjek jenes Maß
on Bewegungs eihei zubillig , dessen es beda , um die im Rahmen
de
Wi scha so dnung
on ihm zu ällenden En scheidungen in ei-
gene
Ve an wo ung e en
zu
können. Die une läßliche Siche ung
soziale Ansp üche
de
A bei e scha muß und kann mi diesem
G undsa z
e einba we den.
d)
Da
de
Wiede au bau
äuße s e
Anspannung alle pe sönlichen
K ä e
e lang , muß
das
In e esse
an
Meh leis ung in
jede
e denk-
lichen Si ua ion dadu ch
ge ö de
we den, daß die E zielung
en -
sp echende
Meh e äge e möglich wi d. Diesem E o de nis
kann
in
e s e
Linie du ch eine um assende Finanz- und S eue e o, m
Rechnung
ge agen
we den.
e)
Die nun schon übe ein
Jah zehn
e s eck e
o sch ei ende Ze -
s ö ung
de
G undlagen ma k liehe
Wi scha so dnung
mach
ih en
Neubau om
Fundamen
aus no wendig.
E
is
nu
in
seh
beg enz-
em
Um ang mi dem Fes hal en
an
zwangswi scha lichen Bindun-
gen e einba ,
e lang
indessen
in
manchen Wi scha sausschni en
eine planmäßige O ganisa ion on Mä k en, die sich " on selbs "
zu
langsam
ode
unzu eichend bilden wü den.
)
De
e s e
Sch i au dem
Wege
zu geo dne en Ma k bedingungen
is
in
de
Wiede he s ellung
no
mal
e
Wäh ungs e häl nisse
du ch
Abschöp ung
des
sogenann en Geldübe hanges zu sehen. Nachhal-
igen E olg wi d eine solche Neuo dnung
de
Wäh ung
selbs bei
Anwendung
bes e
Ve ah ensweisen
nu
haben, wenn eine
sys e-
ma ische -
an
den hIe en wickel en
G undsä zen
ausge ich e e -
Umges al ung
de
gesam en
Wi scha spoli ik mi ih e bunden
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Wi scha spoli isches So o p og amm
129
wi d. Diese wiede um kann nu aus zen ale und eigen e an wo -
liche deu sche Wi scha s üh ung e wachsen.
III.
Die
d ingends en
Maßnahmen
1.
Die Wäh ungssanie ung wi d die heu e noch du ch den
Wäh-
ungsze all e schleie e Ve a mung de deu schen
Wi scha
in
ollem Ausmaße au decken und aus manche lei G ünden seh schwie-
ige Si ua ionen en s ehen lassen.
In
e s e
Linie gil es, de Aus-
lösung neue liche Tendenzen zu Geldwe ände ung (In la ion wie
De la ion) o zubeugen. Diese Au gabe wi d auße o den lich dadu ch
e schwe , daß jede zu e lässige Maßs ab ü die ich ige
Fes -
se zung des no wendigen Abschöp ungsg ades ehl .
Da
eine ausge-
sp ochene Geldk ise un e allen Ums änden e hinde we den muß,
bleib keine ande e Wahl als die, sich en wede au eine siche zu
laxe Abschöp ung zu besch änken, die einen noch zu e lässig be-
g enzba en P eisau ieb bei no wendig
s a k
au gelocke e
Wi -
scha sbindung nach sich zieh , ode abe bei En scheidung ü
scha e Geldzusammenlegung sogleich anschließend eine sinn ol ge-
o dne e Wiede au üllung des Zahlungsmi elumlau es s a inden zu
lassen. Die En scheidung diese Al e na i e e lang sub ile wi -
scha s- und sozialpoli ische E wägungen, die
in
den eins weilen be-
kann gewo denen Wäh ungsplänen zu e missen sind. Au die zen-
ale Bedeu ung
de
hie angeschni enen P obleme soll deshalb mi
besonde em Nachd uck au me ksam gemach we den.
2.
Ums ellungen de
Wi scha
sind in gewissem Um ang eine un-
e meidliche Folge on Wäh ungssanie ungen. Diese S ö ungen des
Wi scha sablau es müssen angesich s de auße o den lichen Schwä-
chung de deu schen Wi scha sk a in engs möglichen G enzen
gehal en we den,
da
sons neue Exis enzge äh dungen he au be-
schwo en we den wü den. Die heiklen P obleme diese Wi scha s-
ums ellungen we den -ohne daß eine Ve agung ih e Lösung auch
nu
e wogen we· den dü e -du ch auße gewöhnliche Unguns na-
ü liche Wi scha sbedingungen noch wei e e schwe . Die
Dü e
dieses Jah es wi d die Ablie e ungen de deu schen Landwi scha ,
selbs nach olle Wiede he s ellung ih e Ablie e ungsbe ei scha ,
unzulänglich we den lassen, wäh end gleichzei ig die Deckung des
E näh ungsde izi es, sowei sie mi de englischen Zahlungsbilanz
e koppel is , in
F age
ges ell e schein . Die Abschöp ung des Geld-
übe hanges kann an sich
nu
den je z wei hin ehlenden Leis ungs-
willen du ch Leis ungszwang neu he aus o de n. Die ebenso wich ige
E höhung de indi iduellen Leis ungs ähigkei se z die Siche ung
wenigs ens des no wendigs en Lebensun e hal es und die schnelle
Hebung des Lebenss anda ds au ein aus eichendes Ni eau o aus.
9
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130
Anhan~
11
3.
Da die S eige ung de landwi scha lichen E äge en scheidend
on de e höh en Be ei s ellung landwi scha liche P oduk ions-
mi el abhängig is , wi d die gesonde e Zu uh ausländischen
K' e-
di s ü diese Zwecke -noch ö dem Ingangkommen de en -
sp echenden deu schen Indus ien -du ch geeigne e Maßnahmen
anzubahnen sein. Das is
um
so no wendige , weil die Landwi scha
-bei Du ch üh ung de Wäh ungssanie ung
na
c h de E n eablie e-
ung -in besonde s emp indliche Weise on de mi eine Geld-
abschöp ung zwangsläu ig e bundenen Dezimie ung ih e liquiden
Be iebsmi el ge o en we den wi d.
4.
Die an diese S elle seh deu lich he o ge e ene No wendigkei
eine Wiede eingliede ung de deu schen Wi scha
in
die Wel wi -
scha is ganz allgemein als eine de alle wich igs en Vo ausse zun-
gen des wi scha lichen Wiede au baues anzue kennen. Die inne e
Wäh ungso dnung wi d deshalb unbeding mi eine gleichzei igen
Wiede anbahnung ma k wi scha liche Außenhandels- und Aus-
landsk edi beziehungen e bunden we den müssen. Das kann nu ge-
schehen, wenn auch hie du ch geeigne e ma k o ganisa o ische
Maß-
nahmen schnells ens die Wiede anknüp ung p i a e in e na ionale
Wi scha sbeziehungen e möglich wi d. Dabei müssen insbesonde e
auch dem Ausland s
ab
i I e Rechnungsg undlagen ü kau männische
Disposi ionen gegeben we den. Das kann dadu ch geschehen, daß die
Einspielung on es en Valu a ela ionen du ch o übe gehende Zwi-
schenschal ung eines Sys ems on Ein uh scheinen au den Binnen-
ma k ' e leg wi d.
5.
Im
indus iellen Sek o wi d das Au kommen on Massena bei s-
losigkei mi allen geeigne en Mi eln hin anzuhal en sein. Die nach
de g oßen K ise on
1931
bes ehenden leich en Möglichkei en de
W:iede belebung des W' scha sp oiesses du ch K edi schöp ung
we den bei den heu e gegebenen
um
ieles ungüns ige en Bedingun-
gen nu
in
besch änk em Um ange gebo en sein. Eine Anpassung des
Gesam geldeinkommens de Wi scha le an das
im
Ve gleich zum
S ichjah des Lohns ops s a k e kleine e Sozialp oduk is die aus
diese Sachlage no wendig zu ziehende Konsequenz. Ih e Ve ken-
nung wü de neues und e schlimme es Elend
in
die Reihen ge ade
auch de b ei en Massen de Be ölke ung hinein agen. Es is des-
halb zu übe legen, mi welchen Mi eln de A bei e scha de höchs -
mögliche An eil am Sozialp oduk zuge üh we den kann, ohne daß
es zu eine Wiede holung jene ch onischen Massenno komm , die
seine zei dem Na ionalsozialismus den Weg zu poli ischen Mach
geebne ha .
6.
Op imale A bei seinsa z e lang en sp echende Be ei s ellung
on Geldkapi alien, die bei zunächs nu beg enz en K edi schöp-
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Wi scha spoli isches So o p og amm
131
ungsmöglichkei en
im
wesen lichen aus de Bildung on Amo isa-
ionsQuo en und aus E spa nissen e olgen muß. De ielbe u ene,
zu Un ech meis als Ak i pos en kün ige Wi scha sen wicklung
angesehene, sogenann e au ges au e Beda wi d die Spa be ei -
scha nu seh ge ing sein lassen. Es wi d deshalb au geeigne e
Vo keh ungen zu Fö de ung de Spa kapi albildung Bedach zu
nehmen sein. Ob dabei au i gendwelche Fo men des Zwangsspa ens
zu ückgeg i en we den muß, is eine
im
o aus schwe zu beu ei-
lende Ta age. Wesen liches zu E höhung de Spa möglichkei en
wi d du ch S eue , e o men, insbesonde e du ch einen auch aus an-
de en G ünden une läßlichen Abbau de Einkommens eue p og es-
sion zu bewi ken sein.
7.
Die in jedem Falle seh g oße Geldkapi alno wü de nach de
Geldabschöp ung alsbald zu übe mäßigen Mobilisie ung lang is i-
ge Einlagen bei den K edi ins i u en he aus o de n mi dem E geb-
nis de Auslösung eine unkon ollie ba en E höhung des Geldum-
lau es. Ih
muß
du ch igo ose Spe ung alle K edi o en ges eue
we den. Nu do ,
wo
sons unabweisba e, den ö en lichen Kassen
zu Las allende soziale No hil en e o de lich we den wü den, die
au keine Weise aus egulä en S eue einnahmen gedeck we den
können, we den Ausnahmen on de Regel de Gu habenspe ung
gemach we den dü en.
8.
Mi
de Gu habenspe e is das zu Siche ung des E olgs de
Geldabschöp ung No wendige ge an. E s wenn eine Konsolidie ung
de du ch die Wäh ungssanie ung e zwungenen We e schiebun-
gen e olg is , kann an eine Be einigung de lang is igen Schuld-
e häl nisse he ange e en we den. Sie
muß
e olgen, nachdem ein
g oße Teil de bei ih e Beg ündung e wo benen ode mi ih e
Hil e gescha enen ealen Ve mögenswe e du ch di ek e und in-
di ek e K, iegseinwi kungen e nich e wo den is . Bei ih em un e
am liche Kon olle zu s ellenden Vollzug
muß
die indi iduelle Wi -
scha slage de K edi ins i u e und Ve siche ungsgesellscha en wie
auch alle p i a e Schuldne be ücksich we den, wenn man un-
nö ige Zusammenb üche on Un e nehmungen, die ein schema isches
Vo gehen mi sich b äch e, hin anhal en will. Alle Schulden poli-
ische Kö pe scha en, de en wi scha liche Gegenpos en in un-
wi scha liche Rüs ungsp oduk ion bes and, müssen annullie
we den.
9.
E s nach Abschluß diese Be einigung de Schuld e häl nisse
wi d mi einige Aussich au E olg an die be ei s im Zusammen-
hang mi de Wäh ungssanie ung gese zlich zu ixie ende Regelung
des sogenann en "Las enausgleiches" ode "K iegsschädenaus-
'deiches" he ange e en we den können. Die du ch die Geldabschöp-
9"
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132
Anhan~
III
ung und die Be einigung de Schuld e häl nisse en s ehenden -ge-
naue gesag : endgül ig e eil en Ve lus e müssen
in
ihn einbezogen
we den. De mo alische Ansp uch de einsei ig on K iegseinwi kun-
gen Be o enen au En schädigungen zu Las en de e gleichsweise
Begüns ig en kann unmöglich bes i en we den.
Es
wä e abe e -
an wo ungslos, woll e man e hehlen, daß die Meis e ung de da-
mi ges ell en gewal igen Au gaben auch bei e ns es em Bemühen
nu un ollkommen möglich sein wi d: einmal weil die Fes s ellung
de a sächlich e li enen Ve lus e nu in besch änk em Um ange
gelingen kann, sodann, weil es sich um eine Ve mögensumschich ung
g1 öß en
Ausmaßes handel , die selbs bei Au gebo bes du chdach e
Mi el nich ohne emp indliche Neubelas ung und Ge äh dung des
Wi scha sp ozesses zu ollziehen is .
Die un e zeichne en Hochschulleh e sind da on übe zeug , daß eine
in
de
hie gewiesenen Rich ung ge üh e Wi scha spoli ik den
d ohenden Zusammenb uch de Wi scha abzuwenden e mag. Ih e
wei e e gedankliche Vo be ei ung e o de enge Zusammena bei
be u ene Wi scha spoli ike mi Ve e e n wi klichkei snahe
Wi scha s heo ie in sachdienlich abgeg enz en kleine en A bei s-
gemeinscha en.
Alb ech /Ma bu g, Ande son/München, And eae/Gießen,
A nd /Ma -
bu g, Aule /Gießen, Baue /F eibu g
i.
B .,
.
Becke a h/Bonn,
Be -
kenkop /Köln, Bes e/Köln, Böhm/F ank u , B inkmann/Tübingen,
Dei e/Be lin,
.
Die ze/F eibu g i. B .,
.
Ecka d /Heidelbe g,
Elling-
halls/S u ga , Eucken, F eibu g i. B ., Gehlho /B aunschweig,
He -
zog/z.
Z.
Eschau, Ho mann/Müns e ,
lahn/Be lin,
lung e /Nü nbe g,
K ompha d /Hanno e , K use/München, Lampe/F eibu g i. B ., Laum,
Ma bu g, Lie mann-KeillF eibu g
i.
B ., Lü ge/München,
K.
F. Maie ,
F eibu g
1.
B ., Meinhold/München,
F .
Meye /Kiel, MikschlF' ank-
u . Mülle -A mack/MÜlls e i. W., Napp-Zinn/Mainz, P is e /Ham-
bu g, P eise /Heidelbe g, Ri e shausen/F ank u -Minden, Schach -
schabel/Ma bu g, Schmi /Müns e , Schneide /Kiel, Se aphim/Mün-
s e ,
Schmölde s/Köln, Teschemache /Tübingen, Webe /München,
Weddigen/Nü noo g, Wessels/Köln,
.
Wiese/Köln, Zimme mann/
Hambu g,
.
Zwiedineck/München.
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Teilnehme
an
de
G ünde e sammlung
III.
Lis e de Teilnehme an de
Abendsi~ung
des
27.
Sep embe
1947
in Ro henbu g ob de Taube
1)
133
Abel, Uni . Gö ingen, Alb ech , Uni . Ma bu g/Lahn, Ande son, Uni .
München, A nd , Uni . Ma bu g/Lahn, B inkmann, Uni . Tübingen,
Ca ell, Uni . Wü zbu g, Ecke , Uni . Köln-Mainz, Egne , Uni . Gö -
ingen, Ellinghaus, Techn. Hochsch. S u ga , F icke, Techn. Hochsch.
Ka ls uhe, He zog, Uni . F ank u , Ho mann, Uni . Müns e , Jahn,
Techn. Uni . Be lin, Kühn, Techn. Uni . Be lin, K ompha d , Techn.
Hochsch. Hanno e , K use, Uni . München, Lenschow,
Ul1i .
Kiel,
Cha lo e Lo enz, Uni . Gö ingen, Lü ge, Uni . München, Macken-
o h, Uni . Kiel, Meinhold, Uni . München, Meinzol , Kul usminis e ium
München, Miksch, Ve wal ung ü Wi scha , Minden, Mon ane ,
Uni . Mainz, Mülle -A mack, Uni . Müns e , Napp-Zinn, Uni .
TAainz,
Neuling, Uni . Hambu g, O lieb, Uni . Hambu g, P eise , Uni '. Hei-
delbe g, Reig o zki, Ma bu g/Lahn, Ri schl, Uni . Hambu g, Ri e s-
hausen, Ve wal ung ü Wi scha , Minden, Ri ig, Uni . Gö ingen,
Röpe , Uni . Hambu g, Saue mann, Uni . F ank u , Schach schabei,
Uni . Ma bu g/Lahn, Schille , Uni . Hambu g, Schmi , Uni . Müns e ,
Schneide , Uni . Kiel, Sie kes, Reichsbanklei s eUe Hambu g,
.
Si e s,
Techn. Hochsch. S u ga , Sul an, Uni . Heidelbe g, Taeube , Uni .
Wü zbu g, Voig , Uni . E langen, Wa enschmid , Uni . Heidelbe g-
Mannheim, Weddigen, Hochschule ü Wi scha s- und Sozialwissen-
scha en Nü nbe g, Wel e , Uni . F ank u , Wesseis, Uni . Köln,
. Zwiedineck-Südenho s , Uni . München.
1)
Siehe zu diese Lis e. die
e s
am olgenden
Tage
du ch Ile sönliche Ein agung
de in ih Au ge üh en zus ande kam. die im Tex S.
120
zu ih gemach en Beme -
kungen.
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134
Anhang
IV
IV.
Sa13ung
des Ve eins ü Sozialpoli ik -Gesellscha
ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en
§
1.
De Ve ein bezweck
die
wissenscha liche E ö e ung wi scha s-
und
sozialwissenscha liche
sowie
wi scha s-
und
sozialpoli ische
P obleme
in
Wo
und
Sch i , e ne
die
Klä ung
on
Fach-
und
S udien agen de Volks-
und
Be iebswi scha sleh e
und
die
Be-
u s e e ung ih e Hochschulleh e . E se z sich e ne
die
P lege
de Beziehungen zu Fachwissenscha des Auslandes
zum
Ziele.
§
2.
De Si z des Ve eins is
am
O de Geschä s üh ung.
§ 3.
Das Geschä sjah läu
om
1.
Ap il
jedes Jah es
bis
zum
31.
Mä z
des da au olgenden.
§
4.
Die
Mi gliedscha s eh jedem wi scha s-
und
sozialwissenscha -
liehen Hochschulleh e
o en.
De Bei i e olg du ch Mi eilung
an
den
Vo s and un e Ve p lich ung zu Zahlung des Mi gliedsbei-
ages.
Obe
die
Au nahme
ande e Einzelpe sonen
und
on
Kö pe scha en,
die
zu Mi a bei
an
den
Au gaben des Ve eins gewill
und
be u en
sind, en scheide de Vo s and.
§
5.
Die
Ha ung de Mi gliede ü Ve eillsschulden besch änk sich au
das Ve eins e mögen. De Vo s and
muß
bei
Eingehen
on
Ve p lich-
ungen ü
den
Ve ein die Ha ung de Mi gliede au das Ve mögen
des Ve eins besch änken.
§
6.
Die
O gane des Ve eins sind:
1.
Die
Mi gIiede e sammlung,
2.
de Vo s and,
3.
die
Ausschüsse.
§
7.
Die
Mi gliede e sammlung bes eh aus
den
Mi gliede n. Jedes
Mi -
glied (einschließlich de ko po a i en) ha
in
ih eine S imme. Sie
i
in
de
Regel
alle zwei Jah e zusammen
und
is
on
dem
Vo -
si zenden un e Übe sendung eine Tageso dnung möglichs mi
eine F is
on
ie Wochen einzube u en.
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Sa zung 135
De Beschluß assung de Mi gliede e sammlung un e liegen die
Wahl des Vo s andes, die Fes se zung des Mi gliedsbei ages, die
Genehmigung des Geschä sbe ich es, die En las ung des Scha z-
meis e s, Sa zungsände ungen und die Au lösung des Ve eins.
Fü
Beschlüsse de Mi gliede e sammlung is e o de lich, daß meh als
die Häl e de e schi 'nenen Mi gliede zus imm . E häl bei Vo -
s andswahlen kein Wahl o schlag die Meh hei de S immen, so is
eine zwei e Wahl o zunehmen; bei ih is gewähl , we die meis en
de on den e schienenen Mi gliede n abgegebenen S immen e häl .
§
8.
Den alle zwei Jah e zu wählenden enge en Vo s and bilden de Vo -
si zende, sein S ell e e e , de Sch i üh e und de Scha zmeis e .
De Vo si zende und sein S ell e e e müssen Hochschulleh e sein.
De e wei e e Vo s and bes eh aus dem enge en Vo s and, neun
Mi gliede n und den Vo si zenden de jeweils bes ehenden Aus-
schüsse.
Von
den neun wei e en Mi gliede n is jeweils ein D i el
in de o den lichen Mi gliede e sammlung neu zu wählen.
§
9.
De enge e Vo s and lei e den Ve ein nach den Beschlüssen de
Mi gliede e sammlung. De Scha zmeis e ha nach Schluß jedes
Geschä sjah es dem e wei e en Vo s and einen Kassenabschluß
o zulegen. Die Kasse und de Rechnungsabschluß sind du ch zwei
on
de Mi gliede e sammlung au zwei Jah e gewähl e Mi gliede
zu p ü en.
De e wei e e Vo s and beschließ übe
a)
O
und Zei de Mi gliede e sammlungen und Ve ans al-
ungen,
b)
die Bes immung de au den Tagungen zu E ö e ung kom-
menden F agen,
c) die Ve ans al ung on Un e suchungen und ih e Ve ö en -
lichung,
d) die Lei ung de wissenscha lichen Tagungen,
e) alle wei e en Angelegenhei en, die du ch Beschluß des enge-
en Vo s andes an ihn e wiesen we den.
§ 10.
Zu Ve e ung des Ve eins bei Abgabe on Willense klä ungen und
in P ozessen is die Mi wi kung des Vo si zenden ode seines S ell-
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§ 11.
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OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41187-0 | Gene a ed on 2023-01-16 13:08:11