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"Window-dressing" in Bankbilanzen

Wittstock, Jan

Abstract

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Full text

Wi s ock, Jan A icle "Window-d essing" in Bankbilanzen K edi und Kapi al P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Wi s ock, Jan (1972) : "Window-d essing" in Bankbilanzen, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 5, Iss. 2, pp. 206-227, h ps://doi.o g/10.3790/ccm.5.2.206 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/292679 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. 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Es lieg deshalb nahe, daß die K edi - ins i u e „Bilanzges al ung"1 be eiben, um bes imm e E wa ungen zu e üllen (und nach Möglichkei noch zu übe e en), die in de Ö en - lichkei bezüglich de in den Bilanzen ausgewiesenen Angaben bes ehen. Diese E wa ungen de ü die Geschä spoli ik de Banken bedeu sa- men Ö en lichkei ich en sich insbesonde e au die Liquidi ä . Die Ban- ken be leißigen sich dahe , in ih en Bilanzen einen Liquidi ä ss a us aus- zuweisen, de Ve auen in ih e jede zei ige Zahlungs ähigkei gewäh lei- s e . — Zu den K i e ien, nach denen eine Bank beu eil wi d, gehö auße de Liquidi ä auch de Um ang de Bilanzsumme2. Diese gil iel ach als Maßs ab ü die Bedeu ung eines Ins i u s und dami o auch als Kennzeichen de „Siche hei " de Bank in den Augen de Ö - en lichkei . I. U sachen des „window-d essing" Um das Ve auen in ih e Liquidi ä au ech zue hal en und zu s ä ken, ach en die Banken da au , daß ih e Zahlungsmi el'bes ände an 1 Vgl. dazu R. Wi gen, Die publizi ä so ien ie e Bilanzges al ung on Ak ienbanken, in ZFB, Jg. 35 (1965), S. 724 . 2 Zu publizi ä swi ksamen Bedeu ung de Bilanzsumme gl. u. a. R. Wi - gen, a.a.O., S. 727, und F. Mal , G undlagen de E gebnisausweispoli ik bei Ak ienbanken, Diss. Hambu g 1968, S. 118 . — Wenn in den Geschä sbe- ich en de Banken sowie in de Wi scha sp esse das im Be ich sjah e ziel e „Wachs um" des Geschä s be on wi d, so beziehen sich solche Aussagen meis au die E höhung de Bilanzsumme. — Vgl. auch G. D aheim, Is die Bilanz- summe ein We bewe bsa gumen ? In: Wi scha swoche, N . 21, 21. 5. 1971, S. 41. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.5.2.206 | Gene a ed on 2023-01-16 13:26:18 ,Window-d essing" in Bankbilanzen 207 den S ich agen ih e e ö en lich en Bilanzen einen bes imm en S and nich un e sch ei en. Das p imä e Zahlungsmedium de K edi ins i u e sind bekann lich die in de Bilanzposi ion „Gu haben bei de Deu schen Bundesbank" ausgewiesenen Zen albankgu haben. Au diese, hie ku z als „ZBG" bezeichne e Posi ion soll sich unse e Un e suchung besch än- ken. De ZBG-Bes and eine Bank e üll d ei Funk ionen: E s ens dien e als Zahlungsbe ei scha s ese e; zwei ens is e das Medium de Mindes ese ehal ung; d i ens ha e eine ein ö en lichkei sbezogene Au gabe (We be unk ion). Die He auss ellung des ZBG-Bes ands zu Ve auenswe bung in de Ö en lichkei ha mi de on de Bank ge- o enen Vo so ge ü Auszahlungsan o de ungen di ek nich s zu un. Welche ZBG-Bes ände zu Siche ung de Liquidi ä im Einzel all e o - de lich sind, läß sich in de Regel on Außens ehenden nich beu ei- len. Die Zahlungsbe ei scha s ese e de Bank ü einen Plan ag wi d on den e wa e en Ein- und Auszahlungen sowie dem spezi ischen Ri- siko e hal en de zus ändigen En scheidungs äge bes imm 3. Diese zu Siche ung de Liquidi ä auch am Bilanzs ich ag zu hal ende ZBG-Re- se e b auch mi dem zum Zweck de S andingp lege ü den Bilanz- s ich ag o gesehenen ZBG-Bes and keines alls übe einzus immen. Des- sen Höhe is nich au den on de einzelnen Bank jeweils geschä z en Zahlungsmi elbeda zu ückzu üh en, sonde n au die Vo s ellungen ex e ne Wi scha ssubjek e, denen die Bank Rechnung agen muß, wenn sie nich das in sie gese z e Ve auen ge äh den will. Be eib eine Bank in Anpassung an bankex e ne We ansich en eine Bilanz isu („Bilanz e schöne ung"), so bezeichne man dies als „win- dow-d essing"4 im wei e en Sinne. Im enge en Sinne wollen wi un e diesem Beg i die Ges al ung nu des ZBG-Bes ands e s ehen und nu dann on „window-d essing" sp echen, wenn die Höhe des ZBG- Bes ands am Bilanzs ich ag on dem S eben de Bank nach S anding- 3 Zu diesem P oblem gl. J. Wi s ock, Eine Theo ie de Geldpoli ik on K edi ins i u en — G undlagen einzelwi scha liche Op imie ung bankbe- iebliche Zen albankgu haben, Duncke & Humblo , Be lin, 1971, S. 130 ., 140 . 4 Zu Beg i sbes immung, die in de Li e a u im einzelnen nich einhei lich e olg , gl. „Window-d essing", in Deu sche Spa kassenzei ung, N . 70, om 9. 9. 1966, S. 1; e ne Enzyklopädisches Lexikon ü das Geld-, Bank- und Bö senwesen, 3. Au l., ed. on E. Ach e be g und K. Lanz, Bd. II, F ank u 1967/68, S. 1835; H. Lip e , De Geldma k , 6. Au l., F ank u 1967, S. 16. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.5.2.206 | Gene a ed on 2023-01-16 13:26:18 208 Jan Wi s ock ode Eigenad essenp lege bes imm wi d. — „Window-d essing" lieg dagegen nich o , wenn das geschä spoli ische Ziel de Liquidi ä s- siche ung ode das de E üllung des Mindes ese e-Solls ü die Höhe des ü den Bilanzs ich ag o gesehenen ZBG-Bes ands maßgeblich is . — Ob sich „window-d essing" in de Bankp axis nachweisen läß , wi d nachs ehend noch un e such . Da den In e essen en auße halb de Bank zu Beu eilung de Liqui- di ä ssi ua ion nu die in de Bilanz e ö en lich en, s ich agsbezoge- nen Bes andsg ößen zu Ve ügung s ehen, is anzunehmen, daß Banken diese G ößen am Bilanzs ich ag au den S and zu b ingen e suchen, de ih e Meinung nach geeigne is , bei de ü sie bedeu samen Ö en lich- kei die gewünsch e Wi kung zu e zielen. Bei de publizi ä spoli isch beg ünde en, s ich agsbezogenen Va ia ion eine Bilanzposi ion geh die Bank da on aus, daß die ausgewiesenen Bes ände on den Ad essa en de Bilanz auch ü die Zei zwischen den Bilanzs ich agen als ü die Bank ypisch e mu e we den ode daß die S ich ags ele anz de Bi- lanz schlech hin übe sehen wi d. Wü de die Bilanz de Bank bes imm en E wa ungen de Ö en lich- kei (insbesonde e den E wa ungen de Gläubige in Bezug au die Li- quidi ä ssi ua ion) nich en sp echen, so müß e die Bank ü ih Ge- schä nega i e Reak ionen be ü ch en, wie z. B. den Abzug on Ein- lagen. Ande e sei s ha die Bank die Möglichkei , du ch eine s ich ags- bezogene Manipula ion bes imm e Posi ionen ü sich o eilha e Ve - hal ensweisen auszulösen, die sowohl das Passi -, als auch das Ak i - geschä s ä ken. „Window-d essing" wi d eine Bank nu be eiben, wenn sie den zu Siche ung ih e Liquidi ä ode zu E üllung ih es Mindes ese e-Solls am Bilanzs ich ag e o de lichen ZBG-Bes and publizi ä spoli isch ü zu nied ig häl . Als Maßs ab ü seine publizi ä spoli isch „ ich ige" Höhe dienen bes imm e, b anchenübliche S uk u no men, die de Ö - en lichkei als Beu eilungsk i e ien dienen. Diese No men, wie z.B. die Rela ion des ZBG-Bes ands zu den ku z is igen Ve bindlichkei en ode zu Bilanzsumme, sind Du chschni swe e de B anche und de je- weiligen Bankeng uppe. Um nich nega i au zu allen, muß die Bank da au ach en, daß die sich aus ih e Bilanz e gebenden Kennzahlen keine — im zwischenbe ieblichen Ve gleich — un e du chschni lichen We e annehmen. Vielmeh dü e die Bank bemüh sein, güns ige e Rela ionen als ih e Konku en en auszuweisen. . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.5.2.206 | Gene a ed on 2023-01-16 13:26:18 „Window-d essing" in Bankbilanzen 209 Je nach den angewand en Modali ä en — au die hie nich nähe eingegangen we den soll — is das „window-d essing" ü die Bank aus meh e en eilweise einande e gänzenden G ünden o eilha : 1. Du ch „window-d essing" lassen sich die aus de Bilanz e sich lichen Liquidi ä skennzahlen e besse n und zwa insbesonde e du ch zu- guns en des ZBG-Bes ands e olgende Bes andsumschich ungen au de Ak i sei e de Bilanz. 2. Wi d de ZBG-Bes and du ch Bes andse wei e ungen e höh , d. h. e länge sich die Bilanz en sp echend, so zeig die En wicklung de Bilanzsumme ein „Wachs um" des K edi ins i u s. Audi in die- sem Fall e besse n sich bes imm e Liquidi ä skennzahlen. 3. Sowohl du ch Umschich ungen als auch du ch Bes andse wei e un- gen kann eine S abilisie ung de ausgewiesenen Geschä sen wicklung he beige üh we den. Zu E klä ung diese d ei mi dem „window-d essing" e olg en Handlungsziele muß auße dem be ei s angedeu e en Kon o mi ä ss e- ben (O ien ie ung am B anchendu chschni ) auch das Kon inui ä ss e- ben de Bank e wähn we den5. Nich nu die Bilanzen konku ie ende K edi ins i u e, sonde n auch die ü o angegangene Pe ioden e ö - en lich en eigenen Bilanzen de Bank se zen Maßs äbe, mi denen die Ö en lichkei die Bank beu eil . Dahe is bei de Bilanzges al ung da au zu ach en, daß de ZBG-Bes and in seine absolu en Höhe und in seinen Rela ionen zu ande en, ü die Beu eilung de Liquidi ä be- deu samen Posi ionen kon inuie lich an den jeweils o angegangenen Bilanzausweis anschließ . Wü de eine diskon inuie liche En wicklung sich ba , so könn en bei einem als zu nied ig (ode zu hoch) emp unde- nen ZBG-Bes and Zwei el an de kün igen Zahlungs ähigkei (ode E agsk a ) de Bank au e en. Auch das S eben nach eine S abilisie ung de ausgewiesenen Ge- schä sen wicklung is Ausd uck de Ve hal ensg undsä ze Kon o mi ä und Kon inui ä . De Bilanzausweis soll wede bei einem zwischen- be ieblichen Bilanz e gleich noch bei einem Pe ioden e gleich de eige- nen Bilanzen aus dem Rahmen allen. Zu diesem Ziel kann das „win- dow-d essingK in olgende Weise bei agen: Zeig die Bilanzsumme im Ve gleich zu de En wicklung de eigenen Bank in den Vo jah en und/ ode im Ve gleich zu den e wa e en Jah esabschlüssen konku ie ende 6 Vgl. dazu u. a. R. Wi geny a.a.O., S. 728 und 736. 14 K edi und Kapi al 2/1972 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.5.2.206 | Gene a ed on 2023-01-16 13:26:18 210 Jan Wi s ock Banken ein zu ge inges Wachs um6, so lassen sich ZBG-Bes and und Bilanzsumme du ch Geldgeschä e e höhen, die sich am S ich ag in de Bilanz niede schlagen7. Is dagegen zu e wa en, daß die Bilanzsumme und gg . auch de ZBG-Bes and au g und on Sonde ein lüssen „zu s a k" wachsen, kann die Bank ih e „window-d essing"-Ak ionen — e glichen mi den en sp echenden Maßnahmen ü die jeweils o an- gegangene Bilanz — abbauen und gg . ganz au sie e zich en. Die Bank gewinn dadu ch meh Spiel aum ü die E höhung des ZBG-Be- s ands du ch „window-d essing" in den Bilanzen de Folgejah e. — Ebenso lassen sich die Rela ionen des ausgewiesenen ZBG-Bes ands zu ande en Bilanzposi ionen du ch „window-d essing" beein lussen. II. Empi ische Un e suchung des „window-d essing" in den Jah esbilanzen de Banken in de Bundes epublik Unse e ein üh enden Übe legungen zum „window-d essing" haben e geben, daß ü die Banken hin eichende G ünde bes ehen, die in ih en e ö en lich en Bilanzen ausgewiesenen Zen albankgu haben (ZBG) zu beein lussen und somi eine ö en lichkei sbezogene Bilanzges al ung zu be eiben. Im olgenden soll diese These nun empi isch übe p ü we - den, und zwa am Beispiel de Jah esabschlüsse de Banken in de Bun- des epublik. S ich ag diese Jah esbilanzen is de Ul imo des Kalende - jah es8. Es is also zu un e suchen, ob (und gg . wie) de pe 31. Dezem- be ausgewiesene ZBG-Bes and de Banken on dem sons üblichen Um- ang diese Posi ion abweich . So e n die Banken a sächlich „window- d essing" be eiben, müß en sie am Jah esul imo übe übe du chschni - lich hohe Zen albankgu haben e ügen. Unse Un e suchungszei aum e s eck sich on Mi e 1963 bis Mi e 1971, um aß also ach Einjah espe ioden, die jeweils on Juli bis Juni 6 Das ausgewiesene Wachs um is be ei s inso e n als ein Bei ag zu Eigen- ad essenp lege de Bank anzusehen, weil on eine als „dynamisch" gel en- den Bank eine besonde e Anziehungsk a au po en ielle Kunden sowie auch au Bank achpe sonal ausgeh . 7 Die dazu e o de lichen Geldau nahmen we den alle dings du ch zwei Übe legungen beg enz : (1) Es muß eine be iedigende Rela ion de Ve bind- lichkei en zum Eigenkapi al eingehal en we den. (2) Ein ZBG-Bes and, de e heblich übe den Um ang hinausgeh , welche on den Ad essa en de Bi- lanz als zu Liquidi ä ssiche ung no wendig angesehen wi d, kann einen Man- gel an gewinn ö de nden Geschä smöglichkei en e mu en lassen. 8 Es gib nu wenige, bei de Be ach ung alle Bilanzsummen quan i a i nich ins Gewich allende Ausnahmen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.5.2.206 | Gene a ed on 2023-01-16 13:26:18 „Window-d essing" in Bankbilanzen 211 lau en. De 31. Dezembe lieg somi e wa in de Mi e eine jeden Pe- iode. Säm liche s a is ischen Angaben sind den Mona sbe ich en de Deu schen Bundesbank en nommen, bzw. da aus e echne . (Diese Da en gingen aus de mona lichen Bilanzs a is ik sowie de Mindes ese en- s a is ik he o .) — Die in den Mona sbe ich en e ö en lich en An- gaben übe die ZBG-Bes ände de Banken sind im Zei ablau un e ein- ande nu beg enz e gleichba , da (1) sie s e s s ich agsbezogene Be- s ände da s ellen und (2) Ände ungen de Höhe de Mindes ese en die Ve gleichba kei einsch änken. Dahe wollen wi nich die ZBG-Be- s ände selbs , sonde n bes imm e Kennzahlen mi einande e gleichen. Zunächs is ü jeden Mona und ü jede un e such e Bankeng uppe de im Du chschni alle Tage des Mona s gehal ene ZBG-Bes and zu e echnen. Diese Du chschni sbes and läß sich de Mindes ese en- s a is ik de Bundesbank en nehmen und wi d als „du chschni liche Is -Rese e" bezeichne ( ägl. ZBG im Mona sdu chschni ). Diese G öße is die Summe aus Rese e-Soll und Ube schuß ese en. — In de „Ban- kens a is ik nach Bankeng uppen" (Reihe 1 de s a is ischen Beihe e zu den Mona sbe ich en) wi d de jeweils am Mona sende o handene ZBG-Bes and e ö en lich . Das Ve häl nis dieses Mona sendbes ands zu du chschni lichen Is -Rese e e gib ü jeden Mona eine Kenn- zahl. Aus de Zusammens ellung diese mona lichen Kennzahlen lassen sich Aussagen übe das „window-d essing" he lei en. — Da sich diese Aussagen au die Kennzahlen und nich au einen Ve gleich e schie- dene ZBG-Mona sendbes ände s ü zen, en s ehen keine Ve ze ungen du ch Mindes ese eein lüsse9. Es is anzunehmen, daß im Falle eine Ände ung des ü die Bank gel enden du chschni lichen Mindes ese e- sa zes sich de ZBG-Bes and am Mona sende sowie die du chschni liche Is -Rese e (die om Rese e-Soll no male weise nu seh wenig ab- weich , gl. Tabelle 1) im gleichen ela i en Um ang ände n. Indem die Kennzahlen au dem du chschni lichen ZBG-Is -Bes and wäh end des Mona s au bauen, dessen Höhe mi jede Ände ung des du chschni lichen Mindes ese esa zes a iie , e assen sie die ZBG- Bes ände als Zei aumg öße. Zugleich neu alisie en die Kennzahlen e en uelle Mindes ese eein lüsse. Tabelle 1 en häl die Zusammens el- 9 Die Ve gleichba kei e schiedene ZBG-Mona sendbes ände wü de beein- äch ig we den du ch om Zen albank a beschlossene Mindes ese esa z- ände ungen sowie du ch Wandlungen in de S uk u de ese ep lich igen Ve bindlichkei en de Bank. Aus de S uk u diese Passi a sowie den allge- mein gel enden Mindes ese esä zen e gib sich de ü die Bank zu e ende du chschni liche Mindes ese esa z. 14* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.5.2.206 | Gene a ed on 2023-01-16 13:26:18 212 Jan Wi s ack lung de ü unse e Analyse bedeu samen Posi ionen und zwa ü „Alle Bankeng uppen". Aus Raumg ünden besch änken wi uns hie au die Pe iode 1969/197010. Tabelle 1 Alle Bankeng uppen Jah Mona ZBG am Mona sende Mill. DM Res.-Soll Mill. DM Obe schuß- ese en Mill. DM Tägl. ZBG im Mona s- du chschni Mill. DM Kenn- zahl 1 : 4 Jah Mona 1 2 3 4 5 1969 Juli 17 399 17 946 162 18 108 0,96 Aug. 19 996 19 495 229 19 724 1,01 Sep . 19 449 19 645 625 20 270 0,96 Ok . 18 848 20 162 112 20 274 0,93 No . 16 378 17 641 171 17 812 0,92 Dez. 19 045 15 967 564 16 531 1,15 1970 Jan. 17 802 18 315 131 18 446 0,97 Feb . 16 831 18 087 159 18 246 0,92 Mä z 17 119 18 072 i 154 18 226 0,94 Ap il 17 810 17 870 129 17 999 0,99 Mai 18 130 i 17 965 173 18 138 1,00 Juni 20 027 18 332 149 | 18 481 1,08 Be ach e man zunächs nu den Mona Dezembe , so äll au , daß de ZBG-Bes and am Jah esul imo e heblich übe dem Du chschni s- bes and in diesem Mona lieg . Noch deu liche i die au allende Höhe des Jah esendbes ands he o , wenn man ihn mi den Bes änden e gleich , die im Du chschni alle üb igen Mona e gehal en wu den. Die Spal e „Tägl. ZBG im Mona sdu chschni " en häl den je Tag eali- sie en Du chschni sbes and je Mona . Im Dezembe übe i de Mo- na sendbes and den Mona sdu chschni sbes and ganz e heblich, wäh- end in den meis en üb igen Mona en de Endbes and deu lich un e dem Du chschni sbes and lieg . — Faß man die Kennzahlen de 11 Mona e des Jah es ohne Dezembe zu eine Kennzahl zusammen und 10 Fü die Da en de Pe ioden 1963/64 bis 1968/69 gl. J. Wi s ock, a.a.O., S. 245 . Auch die Angaben ü die wei e un en un e such en Bankeng uppen sind do au S. 249 - 254 bis einschließlich 1968/69 en hal en. Wi können uns dahe hie au die Wiede gabe de bis Mi e 1971 ak ualisie en E gebnis-Ta- bellen besch änken. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.5.2.206 | Gene a ed on 2023-01-16 13:26:18 „Window-d essing" in Bankbilanzen 213 e gleich diesen Du chschni swe mi de Dezembe kennzahl, so lieg de Dezembe we um 18,4% höhe als de Du chschni aus den 11 Mona en, die on dem S ich ag de Jah esbilanz nich be o en sind. Daß auch in den wei e en un e such en Pe ioden die Du chschni s- we e ü Janua bis No embe on den Dezembe kennzahlen e heblich übe sch i en we den, zeig Tabelle 2. Selbs in dem Ausnahmejah 11 1968/69 is eine deu liche Übe sch ei ung es zus ellen. — Die Ta sache, daß die Kennzahlen de Mona e Janua bis No embe den We 1 in de Regel un e sch ei en, is mi dem Ve hal en de Banken bei de E - üllung ih e Mindes ese e e p lich ung zu e klä en. Um das Risiko de Nich e üllung des Rese e-Solls zu meiden, hal en die Banken in de e s en Mona shäl e übe du chschni lich hohe Zen albankgu haben, so daß gegen Ende des Mona s en sp echend ge inge e ZBG-Bes ände e o de lich sind. Da au wi d un en noch eingegangen. Tabelle 2 Kennzahlen ü „Alle Bankeng uppen" Pe iode Du chschni Jan. - No . Dezembe Abweichungen im Dezembe inVo 1 2 3 1963/64 0,944 1,32 + 39,9 1964/65 0,945 1,17 + 23,9 1965/66 0,951 1,19 + 25,1 1966/67 0,932 1,21 + 29,9 1967/68 0,964 1,29 + 33,8 1968/69 1,085 1,18 + 8,7 1969/70 0,971 1,15 + 18,4 1970/71 0,983 1,09 + 10,9 Die Du chschni swe e ü Janua bis No embe we den im Un e - suchungszei aum demnach im Dezembe um 8,7 % bis 39,9 % übe o - en. Die We e in Spal e (3) e echnen sich aus ^jy^- lOO. Au glei- che A sollen nun einzelne Bankeng uppen un e such we den. Wi be- sch änken uns dabei au die d ei G uppen de K edi banken (G oßban- 11 Au g und de s a ken De isenbewegungen, on denen die Bundes epublik wäh end de Spekula ion um die Wäh ungspa i ä de DM be o en wu de, is de Kennzahlendu dischni ü die 11 Mona e ohne Dezembe a ypisch hoch. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.5.2.206 | Gene a ed on 2023-01-16 13:26:18 220 Jan Wi s ock Tabelle 9 Zen albankgu haben in P ozen des Du chschni s de ie mona lichen Ausweis age Ausweis ag Pe iode 7. 15. 23. 30./31. i 1966 Du chschni Janua - No embe Dezembe Abweich, im Dez. 110,07 107,24 - 2,6 % 102,64 88,30 -14,0% 95,48 96,03 + 0,6% 91,80 108,44 + 18,1 % 1967 Du chschni Janua - No embe Dezembe Abweich, im Dez. 109,62 100,70 - 8,1% 100,77 92,35 - 8,4% 96,87 91,07 - 6,0% 92,73 115,88 + 25,0% 1968 Du chschni Janua - No embe Dezembe Abweich, im Dez. 105,65 109,76 + 3,9% 96,51 100,26 + 3,9% 100,11 84,79 - 15,3 % 97,73 105,19 + 7,6% 1969 Du chschni Janua - No embe Dezembe Abweich, im Dez. 105,33 117,11 + 11,1 % 104,90 94,07 - 10,3 % 96,66 88,68 - 8,3% 93,09 100,17 + 7,6% 1970 Du chschni Janua - No embe Dezembe Abweich, im Dez. 107,54 102,66 - 4,5 % 101,61 99,12 - 2,5% 96,15 98,42 + 2,4% 94,71 99,81 + 5,4% Ul imo de Mona e Janua bis No emibe sind pe Ende Dezembe übe du chschni lich hohe ZBG-Bes ände es zus ellen. Die Schwe punk e de Mindes ese ehal ung de Banken liegen im Dezembe um den 7. (Vo be ei ung au die du ch den be o s ehenden Qua als-S eue e min e u sach en An o de ungen) und am Ul imo. Tabelle 9 zeig , daß die Banken zum Jah esul imo on ih e sons be olg en S a egie de mo- na lichen Mindes ese ehal ung abweichen: Die Kennzahlen ü die pe 31. Dezembe gehal enen ZBG übe sch ei en du chweg die en sp echen- Au we ungsspekula ion be o en wu den; die — a ypische — Zahlen eihe ü No embe 1968 lau e 91,89; 88,27; 116,24; 103,61. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.5.2.206 | Gene a ed on 2023-01-16 13:26:18 Window-d essing" in Bankbilanzen 221 den We e ü den 30./31. de üb igen Mona e im Un e suchungszei - aum und zwa um 5,4 bis 25,0 %. De übe du chschni lich hohe Beda an Zen albankgu haben zum Jah esul imo komm auch in de Zinsen wicklung am Tagesgeldma k zum Ausd uck. Eine Un e suchung de ü die Bundes epublik ep äsen- a i en Tagesgeldsä ze in F ank u /M. zeig ü den Zei aum sei 1963, de auch unse e Analyse de ZBG-Bes ände zug unde lieg , das in Ta- belle 10 zusammenges ell e E gebnis. Ve glichen we den die Zinssä ze ü Ul imogeld mi denen ü Tagesgeld (Tg) in de Zei om 1.-30. Dezembe sowie 24. - 30. Dezembe und dem am 31. Dezembe gel en- den Lomba dsa z de Deu schen Bundesbank17. Die Zinssä ze ü Jah- esul imogeld18 sind demnach die höchs en Sä ze ü äglich älliges Geld im Dezembe . Sie liegen auße dem wesen lich übe dem Lomba dsa z, de in de Regel die Obe g enze ü die Zinssä ze am Tagesgeldma k bilde . Tabelle 10 Zinssä ze ü ägliches Geld im Dezembe °/o p. a. Jah Ul imogeld Tg 24. -30. 12. Höchs - sa z 1.-30. 12. Lomba d- sa z Du ch- schni s- sa z ü Dezembe Jah Höchs e Sa z Nied ig- s e Sa z Höchs e Sa z Nied ig- s e Sa z Höchs - sa z 1.-30. 12. Lomba d- sa z Du ch- schni s- sa z ü Dezembe Jah 1 2 3 4 5 6 7 1963 5V 5 27/s 2 3Vs 4 1964 51/* 5Va 33/s 2V4 3Vi VU 1965 68/4 65/s 43/4 3 5 5 4^67 1966 8 73/4 6V4 5V2 6V4 6V4 5,85 1967 5 4V2 2Vs lS/4 B 3Vs 3'V2 2,77 1968 4Vi 4V4 3 • IV2 3 31/* 1,84 1969 12V2 IIV2 5 B 3V2 IOV2 9 8,35 1970 8V2 7V 2 6 B 77/8 8 71/2 7,52 17 Quelle de Da en bis einschl. 1967: Mona sbe ich e de Deu schen Bundes- bank, Teil IV, Tabelle 2 „Tagesgeldsä ze in F ank u am Main nach Bank- wochen". Sei Ende 1968 wi d nu noch de Mona sdu chschni szins ü Ta- gesgeld e ö en lich (Teil V, Tabelle 5), de nun auch den Zins ü Ul imo- geld en häl . Mi Sch eiben om 26. 10. 1970 nann e die Bundesbank dem Ve asse die nich meh e ö en lich en Zinssä ze. 18 Die Sä ze ü Jah esul imogeld sind in den Sä zen de Spal en 3, 4 und 5 on Tabelle 10 nich en hal en. In den Jah en, in denen de 31. 12. (und OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.5.2.206 | Gene a ed on 2023-01-16 13:26:18 222 Jan Wi s ock Bezieh man die Zinssä ze ü Jah esul imogeld allein au den 31. De- zembe , ü den das Geld zum Zwecke des „window-d essing" benö ig wi d, so e echnen sich ü die Banken noch e heblich höhe e Zinskos en: Da de 1. Janua des olgenden Jah es s e s geschä s ei is , gil de ü Ul imogeld e einba e Zins mindes ens auch ü diesen Tag19. Au g und on 3 geschä s eien Tagen e echne en sich die e ek i en Zinskos en beispielsweise ü Jah esul imogeld 1967 mi 13 % s a 43/4%20. Auch Ende 1970 gal de Jah esul imozins ü insgesam 4 Zins-Tage21, wo- du ch ein b emsende Ein luß au die ü Ul imogeld e einba en Zins- sä ze ausging. — Wenn im Geldhandel de Banken an einem bes imm en Tag im Dezembe e schiedene Sä ze ü Tagesgeld und ü Ul imogeld genann we den, so lieg de Sa z ü Ul imogeld s e s e heblich höhe 22. Es zeig sich also, daß ü ägliches Geld am Jah esul imo wesen lich höhe e Zinssä ze gezahl we den als an den üb igen Tagen de le z en Dezembe woche (und im Dezembe übe haup ). Das in de le z en De- zembe woche noch zu ealisie ende Mindes ese e-Soll is den Banken hin eichend bekann . Zu E üllung ih e Mindes ese e e p lich ungen könn en sie sich ZBG an den Tagen o dem Jah esul imo zu e heblich nied ige en Sä zen bescha en. Bis zum o le z en Geschä s ag des De- zembe s könn en die Banken ih Rese e-Soll as ganz e üllen (und am Ul imo nu noch die Zahlungs be ei scha s ese e hal en), um die nich benö ig en ZBG als Jah esul imogeld zu hohen Zinssä zen auszuleihen. Da die Banken — insgesam be ach e — on diese Möglichkei keinen Geb auch machen, zeig dies ih e Be ei scha , ü den anges eb en ZBG-Bes and am Bilanzs ich ag einen P eis zu zahlen. Wenn eine Bank sich mi einem nied ige en ZBG-Bes and am Jah esul imo begnüg , so 30. 12.) au einen geschä s eien Tag äll , um aß die on de Bundesbank ausgewiesene le z e Dezembe wodie nu die Tage bis zum 29. 12. (28.12.), und die Sä ze ü den le z en Gesdiä s ag we den als Jah esul imosä ze aus- gewiesen. 19 Wie die S a is iken de Bundesbank zeigen, is ägliches Geld im Janua bedeu end wenige we als am 31. 12., so daß die Banken ih en Beda ü die e s en Tage des neuen Jah es billige An ang Janua eindecken könn en. 20 Nimm man einen du chschni lichen Zins on AZU °/o an, so gal diese ü 4 Tage, da de le z e Geschä s ag des Jah es au den 29. 12. iel. In de le z en Dezembe woche wa Tagesgeld du chschni lich wenige als 2 °/o we und in de e s en Janua woche e was meh . Bewe e man dahe 3 Tage mi je 2 °/o, so be ugen die Zinskos en ü 1 Tag 19 °/o —6 °/o = 13 °/o p. a. 21 Aus diesem G unde wu den mi 8V2-7V2°/o nu wenig meh als de Lomba dsa z gezahl . 22 So wu den z.B. am 30. 12. 1968 ü Tagesgeld nu l8/4°/o gezahl , ü Ul imogeld dagegen 5 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.5.2.206 | Gene a ed on 2023-01-16 13:26:18 „"Window-d essing" in Bankbilanzen 223 en s ehen ih keine Au wendungen ü Geldau nahmen zwecks „win- dow-d essing", ode sie e ziel E äge ü Ausleihungen on Ul imo- geld. Die Spa kassen p o i ie en du ch Ve zich au „window-d essing" on den hohen Zinssä zen ü Jah esul imogeld. Beispielsweise hiel en die Spa kassen am 31. Dezembe 1969 1184 Mill. DM wenige als sons im Dezembe dieses Jah es du chschni lich je Tag, wäh end die üb igen Bankeng uppen an diesem Jah esul imo wei übe du chschni liche ZBG- Bes ände ealisie en. Da de Zins ü Jah esul imogeld um und 33/4 % übe dem Du chschni szins ü Tagesgeld im Dezembe 1969 lag, wa en die Spa kassen in de Lage, du ch die Anlage dieses Be ages am Tages- geldma k ih e Zinse äge um as 250 000 DM zu e besse n. Fü alle ande en Ins i u e, die — wie ge ade im e gangenen Jah — übe eine Ve schlech e ung ih e Ren abili ä klagen, lieg die Übe legung nahe, ob die du ch das „window-d essing" e u sach en Kos en du ch da au zu echenba e Gewinne wa ungen gedeck we den. IV. Schlußbe ach ung Häl die Bank am Jah esul imo, d. h. am S ich ag ih e Jah esbilanz, einen ZBG-Bes and, de übe die e o de liche Zahlungsbe ei scha s e- se e hinausgeh , so schmäle dies ce . pa . ih en Gewinn, weil das „window-d essing" zusä zliche Au wendungen e u sach ode zum Aus all ande en alls e zielba e E äge üh . Wü de die Bank au w window-d essing" e zich en, so könn e sie am Bilanzs ich ag alle nich als Zahlungsbe ei scha s ese e benö ig en ZBG zu hohen Zinssä zen ausleihen. Anhal spunk e da ü , daß die Zahlungsbe ei scha s ese e am Dezembe ul imo s e s e heblich höhe sein muß als am Ul imo de üb igen Mona e23, bes ehen nich . Auch un e Mindes ese easpek en is es nich no wendig, am Jah esul imo übe du chschni lich hohe ZBG zu hal en. Wenn die Banken am Ende des Jah es dennoch ZBG-Bes ände ealisie en, die den du ch die Zahlungsbe ei scha s ese e gebo enen 25 Selbs wenn die Zahlungsbe ei scha s ese e am Jah esul imo e was hö- he sein soll e, wü de dies an unse e Aussage übe das „window-d essing" nich s ände n. Da de wäh end des Mona s gehal ene du chschni liche ZBG- Bes and den Mona sendbes and be ei s en häl , e höh de au das „window- d essing" zu ückzu üh ende Be ag an eilig auch die Basis, au die die Abwei- chungen des ZBG-Bes ands zum 31. 12. bezogen sind. Du ch diese Ta sache i de Um ang des „window-d essing" in den Tabellen ehe e was zu nied- ig in E scheinung. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.5.2.206 | Gene a ed on 2023-01-16 13:26:18 224 Jan Wi s ock S and deu lich übe sch ei en, so is dies allein du ch die „window-d ess- ing"-Hypo hese e klä ba . Wie unse e empi ische Analyse e geben ha , sind die Banken o ensich lich be ei , ih e Gewinnsi ua ion zu belas en, um am Bilanzs ich ag übe hohe ZBG-Bes ände zu e ügen. Beim „win- dow-d essing" i das Gewinnziel somi hin e das Ziel de S anding- p lege zu ück. Alle un e such en Bankeng uppen mi Ausnahme de Spa kassen be- eiben zum Jah esul imo ein meh ode wenige s a k ausgep äg es „window-d essing". In besonde s g oßem Maße i es bei den Regio- nalbanken und Gi ozen alen au . Die ZBG de Gi ozen alen be agen am 31. Dezembe , wie die empi ische Un e suchung e gab, das Zwei- bis D ei ache des in den üb igen Mona en de 12-Mona spe iode du ch- schni lich ealisie en Um angs (wobei ein e l. Ein luß on Mindes - ese esa zände ungen ausgeschal e is ). Dagegen hal en die Spa kassen am Jah esul imo — ela i gesehen — nied ige e Bes ände als sons ; am 31. Dezembe 1969 zeig e sich soga de nied igs e alle Mona sendbe- s ände de Pe iode 1969/70. Im Gegensa z zu den Gi ozen alen, die sich zu Uni e salbanken en wickel haben und Geschä sbe eiche zu s ä - ken suchen, ü die eine besonde e S andingp lege e o de lich schein , sehen die Spa kassen — wohl au g und ih e ande sa igen Kunden- s uk u — das „window-d essing" o ensich lich nich als e o de lich an24. Ge ö de wi d das zu S andingp lege be iebene „window-d essing" du ch das Kon inui ä ss eben und den Bilanz-Kon o mismus de Ban- ken. Is de ZBG-Bes and am Bilanzs ich ag — e glichen mi dem je- weils o angegangenen Bilanzausweis — aus de Sich de ü die Bank maßgeblichen Ö en lichkei zu nied ig, so könn e dies Ve mu ungen übe eine ungüns ige Geschä sen wicklung auslösen, die jede ealen G undlage en beh en. Wenn eine Bank dem wei e b ei e en B auch des „window-d essing" olg und dadu ch ih e ZBG-Bes ände in de Ve gangenhei meh ode wenige s a k au gebläh ha , muß sie ihn dahe auch in Zukun be olgen, da ex e ne Beobach e ande en alls eine 24 Eine E klä ung ü das on den Gi ozen alen in besonde s au allendem Maße be iebene „window-d essing" mag die Ta sache sein, daß diese Ins i u e mi den K edi banken (die das „window-d essing" eben alls p ak izie en) o allem auch in solchen Geschä sbe eichen konku ie en, in denen die anzusp e- chenden Geschä spa ne besonde s au das Bilanzbild ach en. Dies gil e wa ü das Auslandsgeschä sowie den Geld- und De isenhandel — Be eiche, in denen die Spa kassen kaum ak i sind. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.5.2.206 | Gene a ed on 2023-01-16 13:26:18 Window-d essing" in Bankbilanzen 225 Ve schlech e ung de Liquidi ä ssi ua ion ode eine Abschwächung des Wachs ums e mu en könn en. Auße dem muß die einzelne Bank da on ausgehen, daß die mi ih konku ie enden Ins i u e eben alls „window- d essing" be eiben. Um bei zwischenbe ieblichen Bilanz e gleichen nich nega i au zu allen, paß sie sich dahe dem Ve hal en de Kon- ku en en an. Als Folge is kein Ins i u be ei , aus dem „Gleichsch i " alle Banken auszusche en, wenn in seine Bankeng uppe das „window- d essing" üblich is . Ehe bes eh die Ge ah de Übe eibung, weil kein Ins i u hin e seinen Konku en en zu ücks ehen möch e. Die Folgen des „window-d essing" lassen sich in wenigen Punk en zu- sammen assen: 1. Publizi ä se ek e posi i e und nega i e A , 2. Gewinnminde ung (zumindes ku z is ig), 3. Au blähung de Bankbilanz, so e n die ü das „window-d essing" benö ig en ZBG au dem K edi wege bescha wu den. Als „posi i " is de Publizi ä se ek aus de Sich de Bank dann einzuschä zen, wenn das „window-d essing" einen Bei ag zu Eigen- ad essenp lege da s ell ode wenn es no wendig is , um eine ande en- alls d ohende Ve schlech e ung des S anding zu e hinde n. Die Bank will sich de Ö en lichkei in einem bes imm en Gewand da s ellen, das ü die Lage zwischen den Bilanzs ich agen keineswegs cha ak e is isch zu sein b auch . Als Ins umen dienen dazu nich nu die Jah es-, son- de n auch die e ö en lich en un e jäh igen „Bilanzen"25. Alle dings ha die Bank zu p ü en, ob die ü ih Geschä wich ige Ö en lichkei in Kenn nis des „window-d essing" in i gendeine Fo m nega i da au eagie . Es is anzunehmen, daß ein g oße Teil de Ad essa en, de en U eil die Bank du ch kosme ische Ope a ionen an ih e Bilanz zu beein lussen such , das „window-d essing" beme k und es als Täuschungs e such beu eil . Wenn die Ö en lichkei meh und meh zu de Übe zeugung käme, die Banken s eu en ih Sand in die Augen, wü de ih Ve auen in die Aussage ähigkei de Bankbilan- zen schwinden — sowei dies nich ohnehin schon de Fall is . Wü de abe die Glaubwü digkei de Banken in de Ö en lichkei leiden, so 25 Diese „Bilanzen" dienen im Gegensa z zum Jah esabschluß ausschließlich Publizi ä szwecken. In de BRD be eiben die G oßbanken ü ih e Zwei- mona sbilanzen ein kla e kennba es „window-d essing". Vgl. dazu J. Wi - s ock, a.a.O., S. 257 . 15 K edi und Kapi al 2/1972 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.5.2.206 | Gene a ed on 2023-01-16 13:26:18 226 Jan Wi s ock s ell sich die F age, ob die Ins i u e mi dem „window-d essing" le z - lich nich ge ade das Gegen eil on dem e eichen, was sie u sp ünglich bezweck haben, nämlich ih Ansehen zu p legen und zu s ä ken. Zusammen assung Mi „window-d essing" bezeichne man die sei langem bekann e Übung de Banken, die Höhe bes imm e Posi ionen ih e Bilanzen du ch eigens zu „Bilanz e schöne ung" be iebene und dahe s ich agsbezogene Maßnahmen zu beein lussen. Im enge en Sinne bedeu e „window-d essing" die bilanzpoli isch mo i ie e Manipula ion des Zen albankgu habenbes ands. U sache dieses „window-d essing" is das Bes eben de Banken, de an ih en Bilanzen in e - essie en Ö en lichkei ein möglichs güns iges Bild ih e Liquidi ä da zulegen. Auße dem kann das „window-d essing" eine E höhung de Bilanzsumme und dami „Wachs um" bewi ken sowie einen Bei ag zu S abilisie ung de übe einen Zei aum on meh e en Jah en hin ausgewiesenen En wicklung de Zen- albankgu haben und de Bilanzsumme leis en. Unmi elba abzulei en is das „window-d essing" aus dem gesdiä spoli ischen Ziel de S andingp lege. In dem o liegenden A ikel wu de die Hypo hese om „window-d essing" empi isch übe p ü und zwa am Beispiel de Jah esabschlüsse de Banken in de Bundes epublik sei 1963. Fü diese Un e suchung wu den nidi nu die im Mona s e lau p ak izie en S a egien de Banken zu E üllung ih e Mindes - ese e e p lich ungen analysie , sonde n auch die au dem Geldma k am Bilanzs ich ag gezahl en Zinssä ze. Be ach e man die Banken insgesam , so zeig sich, daß sie am Jah esul imo übe e gleichsweise seh hohe Bes ände an Zen albankgu haben e ügen, die nu mi Hil e de „window-d essing" Hypo hese e klä we den können. Eine Un e suchung de bedeu ends en 5 Ban- keng uppen e gab auße dem, daß 4 on ihnen ein meh ode wenige s a k aus- gep äg es „window-d essing" be eiben. Lediglich die Spa kassen e zich en au „window-d essing". Summa y Window-d essing in Bank Balance Shee s Window-d essing is he e m used o he long-es ablished p ac ice o banks o in luencing he amoun s shown o ce ain i ems in hei balance shee s by measu es unde aken speci ically o "doc o " balance shee s and hence gea ed o key-da es. In he na owe sense, window-d essing means manipula ion o c edi balances wi h he cen al bank mo i a ed by balance-shee policy. The cause o his window-d essing is he desi e o he banks o p esen ha sec ion o he public which is in e es ed in hei balance shee s wi h as a ou able a pic u e as possible o hei liquidi y. Mo eo e , window-d essing may ha e he OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.5.2.206 | Gene a ed on 2023-01-16 13:26:18 „Window-d essing" in Bankbilanzen 227 e ec o aising he balance-shee o al and hence induce "g ow h", and may also con ibu e owa ds s abiliza ion o he cu es showing de elopmen o cen al bank c edi balances and balance-shee o als o e he cou se o se e al yea s. Window-d essing is de i ed di ec ly om he business policy objec i e o s a us sus ainmen . This a icle subjec s he window-d essing hypo hesis o an empi ical es , using he annual s a emen s o banks in he Fede al Republic o Ge many since 1963. Fo his s udy, no only he s a egies p ac iced by he banks in he cou se o he mon h o ul il hei minimum ese e obliga ions we e analysed, bu also he in e es a es paid on he money ma ke on he balance-shee key- da e. When he banks a e conside ed as a whole, i p o es ha a he end o he yea hey ha e compa a i ely high c edi balances wi h he cen al bank, which can only be explained by he window-d essing hypo hesis. A s udy o he mos impo an i e g oups o banks u he showed ha ou o hem indulge in mo e o less ma ked window-d essing. Only he sa ings banks e ain om window-d essing. Résumé Le « window-d essing » dans les bilans bancai es Pa « window-d essing », l'on en end le déjà ancien usage des banques d'in- luence le mon an de ce aines posi ions bilan ai es pa des mesu es p op es au jou du bilan en ue d'embelli celui-ci. Dans un sens plus es ic i , le « window-d essing » signi ie la manipula ion, mo i ée pa une poli ique bilan- ai e, de l'a oi en e enu à la banque cen ale. L'explica ion du « window- d essing » éside dans la en a i e des banques d'o i au public in é essé le meilleu e le possible de leu liquidi é. En ou e, ce sys ème pe me d'acc oî e la somme du bilan e de ai e é a d'une « expansion » ainsi que de con ibue à la s abilisa ion de l'é olu ion des a oi s en comp e à la banque cen ale e des sommes de bilan su une pé iode de plusieu s années. En in, le « window- d essing » ésul e di ec emen de l'objec i opé a ionnel du main ien du s anding. Le p ésen a icle examine empi iquemen l'hypo hèse de « window-d essing » en se ondan su les comp es annuels des banques de la République Fédé ale d'Allemagne depuis 1963. Pou ce e enquê e, l'on n'a pas seulemen analysé la s a égie mensuelle des banques p a iquée pou empli leu s obliga ions de ése es minimales, mais égalemen les aux d'in é ê e sés en onc ion de la demande d'a oi s aup ès de la banque cen ale au jou du bilan. Le sec eu des banques considé é dans son ensemble ai é a en in d'année d'a oi s ela i e- men ès éle és aup ès de la banque cen ale, qui ne s'expliquen que dans l'hypo hèse du « window-d essing ». Une enquê e aup ès de 5 g oupes bancai es a mon é en ou e que 4 d'en e eux p a iquen un « window-d essing » plus ou moins é endu. Les caisses d'épa gne seules e usen ce e p a ique. 15* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.5.2.206 | Gene a ed on 2023-01-16 13:26:18