Deutsche Konjunktur hellt sich nur allmählich auf: Prognose-Update: Die konjunkturelle Lage in Deutschland zur Jahresmitte 2024
Abstract
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Full text
Dullien, Sebastian et al. Research Report Deutsche Konjunktur hellt sich nur allmählich auf: Prognose-Update: Die konjunkturelle Lage in Deutschland zur Jahresmitte 2024 IMK Report, No. 189 Provided in Cooperation with: Macroeconomic Policy Institute (IMK) at the Hans Boeckler Foundation Suggested Citation: Dullien, Sebastian et al. (2024) : Deutsche Konjunktur hellt sich nur allmählich auf: Prognose-Update: Die konjunkturelle Lage in Deutschland zur Jahresmitte 2024, IMK Report, No. 189, Hans-Böckler-Stiftung, Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Düsseldorf This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/299387 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. Sie dürfen die Dokumente nicht für öffentliche oder kommerzielle Zwecke vervielfältigen, öffentlich ausstellen, öffentlich zugänglich machen, vertreiben oder anderweitig nutzen. Sofern die Verfasser die Dokumente unter Open-Content-Lizenzen (insbesondere CC-Lizenzen) zur Verfügung gestellt haben sollten, gelten abweichend von diesen Nutzungsbedingungen die in der dort genannten Lizenz gewährten Nutzungsrechte. Terms of use: Documents in EconStor may be saved and copied for your personal and scholarly purposes. You are not to copy documents for public or commercial purposes, to exhibit the documents publicly, to make them publicly available on the internet, or to distribute or otherwise use the documents in public. If the documents have been made available under an Open Content Licence (especially Creative Commons Licences), you may exercise further usage rights as specified in the indicated licence. https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
AUF EINEN BLICK REPORT AUDIOKOMMENTAR Peter Hohlfeld zur wirtschaftlichen Entwicklung 2024/2025 https://bit.ly/imkreport189 Die Zahl der Erwerbstätigen wird im Jahr 2024 um durchschnittlich 0,2 % zunehmen, 2025 nur um 0,1 %. Die Arbeitslosenquote steigt erneut an, und zwar um 0,2 Prozentpunkte auf 5,9 % im Jahresdurchschnitt 2024 und auf 6,0 % im kommenden Jahr. Das Budgetdefizit sinkt nur leicht auf 2,3 % des nominalen BIP in diesem Jahr und geht bei einer stärker restriktiven Ausrichtung der Fiskalpolitik und zugleich einem etwas kräftigeren Wachstum 2025 deutlicher auf 1,4 % zurück. Die Verbraucherpreise dürften 2024 um 2,4 % und 2025 mit 2,0 % zulegen. – Die Aussichten für die Weltkonjunktur hellen sich etwas auf. Insgesamt dürfte die Weltwirtschaft 2024 und 2025 leicht beschleunigt wachsen. Der Welthandel wird infolgedessen verstärkt Fahrt aufnehmen. Im Jahresdurchschnitt 2024 dürfte er um 3,0 % zunehmen und im nächsten Jahr um 3,5 %. – Im Prognosezeitraum ist mit einer moderaten Erholung der deutschen Konjunktur zu rechnen. Dabei wird der kräftig expandierende private Verbrauch eine maßgebliche Rolle einnehmen. Im späteren Verlauf werden auch die Exporte und Investitionen in Ausrüstungen verstärkt einen Beitrag leisten. Im Jahresdurchschnitt 2024 wird das BIP um 0,1 % zunehmen, im Jahresverlauf mit 0,8 % schon deutlich stärker. Im nächsten Jahr setzt sich die konjunkturelle Erholung fort. Das BIP wird im Durchschnitt um 0,9 % zunehmen, im Jahresverlauf um 1,2 %. – Der Arbeitsmarkt reagiert im Prognosezeitraum nur wenig auf die konjunkturelle Entwicklung. DEUTSCHE KONJUNKTUR HELLT SICH NUR ALLMÄHLICH AUF Prognose-Update: Die konjunkturelle Lage in Deutschland zur Jahresmitte 2024 Sebastian Dullien, Alexander Herzog-Stein, Peter Hohlfeld, Katja Rietzler, Sabine Stephan, Silke Tober, Thomas Theobald, Sebastian Watzka IMK Report Nr. 189, Juni 2024 BIP-Wachstum in % Quelle: Prognose des IMK. 1-spaltig 75,5 mm 1-spaltig + Marginalspalte 102 mm 2-spaltig 155 mm 2-spaltig + Marginalspalte 181,5 mm HANDLING: ggf. Zwischenüberschrift Legende 1 Legende 2 Legende 3 Legende 4 Legende 5 1. Schrift auf Arial Narrow 8 anpassen, 2. Farbschema: IMK Diagramm einstellen (Basis HBS Farben, aber andere Reihenfolge) , 3. da sich excelspezifisch die Spaltenbreite etwas verschieben kann: an die roten Balken anpassen, diese haben das korrekte Maß!, 4. Diagramm auf gewünschte Spaltenbreite aufziehen (Höhe variabel), 5. bei den benutzten Legenden prüfen, ob Farben mit Abb. identisch, Rest ggf. rauslöschen Überschrift Unterüberschrift Raum für Zusatztext/ Fußnoten Quelle: Legende 6 Legende 7 Legende 8 Legende 9 Legende 10 0,1 0,9 0,7 1,4 2,2 1,7 2024 2025 2024 2025 2024 2025 Deutschland Euroraum USA
INHALT Deutsche Konjunktur verlässt Schwächephase . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Rahmenbedingungen verbessern sich etwas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Weltwirtschaft auf gemäßigtem Wachstumskurs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 EZB leitet Zinssenkungen ein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Inflation bereits 2024 nah am Inflationsziel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Fiskalpolitik spürbar restriktiv . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Privater Konsum verleiht deutscher Konjunktur Aufwind . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Außenhandel nimmt langsam Fahrt auf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Privater Konsum: Motor der Konjunktur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Ausrüstungsinvestitionen expandieren nur moderat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Bauinvestitionen: Schwächephase hält vorerst an . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Arbeitsmarkt weitgehend stabil . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10 Risiken der Prognose . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10 Datenanhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 AUTORENSCHAFT Dr. Thomas Theobald Referatsleitung Finanzmärkte und Konjunktur [email protected] PD Dr. Sebastian Watzka Referatsleitung Europäische Makroökonomie [email protected] Prof. Alexander Herzog-Stein, PhD Referatsleitung Arbeitsmarktökonomik [email protected] Peter Hohlfeld Referatsleitung Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung [email protected] Dr. Katja Rietzler Referatsleitung Steuerund Finanzpolitik [email protected] Dr. Sabine Stephan Referatsleitung Außenhandel und Handelspolitik [email protected] Dr. Silke Tober Referatsleitung Geldpolitik [email protected] Prof. Dr. Sebastian Dullien Wissenschaftlicher Direktor [email protected]
IMK Report Nr. 189, Juni 2024 Seite 3 DEUTSCHE KONJUNKTUR VERLÄSST SCHWÄCHEPHASE Nach einem Rückgang um 0,5 % im Jahresendquartal 2023 legte das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu Jahresbeginn 2024 um 0,2 % zu. Maßgeblich hierfür waren die Exporte und die Bauinvestitionen, die recht deutlich ausgeweitet wurden. Die Bauinvestitionen haben aufgrund der milden Witterung keine sonst üblichen winterlichen Einschränkungen erfahren. So dürfte es sowohl Nachholeffekte aus dem witterungsbedingten schlechten Jahresendquartal 2023 als auch Vorzieheffekte aus dem noch vorhandenen Auftragsbestand gegeben haben. Auch die Exporte entwickelten sich dynamisch, während die Importe etwas verhaltener zunahmen. Per saldo kam ein deutlich positiver Wachstumsbeitrag für das BIP zustande. Trotz merklich gestiegener Realeinkommen verzeichnete der private Konsum dagegen einen unerwartet deutlichen Rückgang. Offensichtlich ist die Verunsicherung bei den Konsumenten noch groß, so dass die Sparneigung hoch war. Die Ausrüstungsinvestitionen gaben zu Jahresbeginn ebenfalls nach, allerdings nur leicht. Einen starken Rückgang verzeichneten die Konsumausgaben des Staates. Die Industrieproduktion legte im ersten Quartal 2024 saisonbereinigt mit 0,3 % nur wenig zu. Hingegen stieg die Produktion im Dienstleistungsbereich mit 1,8 % spürbar an. Dabei verzeichnete die Bruttowertschöpfung des Gastgewerbes eine Zunahme von 1,5 %, während der Bereich Information und Kommunikation um 2,3 % zunahm. Der Arbeitsmarkt blieb bei alledem robust und der Beschäftigungsanstieg setzte sich fort; die Arbeitslosigkeit erhöhte sich nur geringfügig. Im zweiten Quartal 2024 dürfte die Wirtschaftsleistung in Deutschland abermals leicht ausgeweitet werden. Der IMK Konjunkturindikator signalisiert eine gesunkene Rezessionsgefahr ( ►Abbildung G auf Seite 17 ). Die Realeinkommen der privaten Haushalte werden bei weiter kräftig steigenden Löhnen und nachlassender Inflation abermals zunehmen. Der private Konsum, der gut die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts ausmacht, dürfte daher bei nachlassender Bedeutung des Vorsichtsmotivs wieder zulegen. Die Exporte werden bei einer sich etwas bessernden Konjunktur der Weltwirtschaft leicht steigen. Hingegen ist bei den Bauinvestitionen mit einem deutlichen Rückgang zu rechnen, weil der positive Witterungseffekt aus dem ersten Quartal entfällt. Außerdem werden die seit geraumer Zeit rückläufigen Aufträge ihre Wirkung auf die Produktion entfalten. Die Ausrüstungsinvestitionen dürften vorerst nur verhalten wachsen. RAHMENBEDINGUNGEN VERBESSERN SICH ETWAS Weltwirtschaft auf gemäßigtem Wachstumskurs Die Aussichten für die Weltkonjunktur hellen sich etwas auf. Insgesamt dürfte die Weltwirtschaft 2024 und 2025 leicht beschleunigt wachsen. Der Welthandel wird infolgedessen verstärkt Fahrt aufnehmen. Im Jahresdurchschnitt 2024 dürfte der Welthandel um 3,0 % zunehmen und im nächsten Jahr um 3,5 %, nachdem er im Jahr 2023 aufgrund von Importzurückhaltung und geopolitischer Fragmentierung mit 1,5 % außergewöhnlich schwach zulegte (Tabelle 1). Das BIP-Wachstum in den USA ließ im ersten Quartal 2024 mit nur 0,3 % gegenüber dem Vorquartal zwar deutlich nach. Es wurde aber von einer robusten inländischen Nachfrage und insbesondere einem kräftigen privaten Verbrauch getragen. Trotz der hohen Finanzierungskosten verzeichneten auch die Ausrüstungsund die Bauinvestitionen wie im Vorquartal positive Wachstumsbeiträge. Frühindikatoren weisen für das zweite Quartal 2024 auf eine Zunahme der Wirtschaftsaktivität in ähnlicher Höhe hin. Zwar wirkt sich im Jahresverlauf 2024 die restriktive Geldpolitik verlangsamend auf das BIP-Wachstum aus; es ist aber nicht mit einer Rezession und nur mit einer leichten Zunahme der Arbeitslosigkeit zu rechnen. Zudem dürfte die US-Notenbank Fed im Herbst 2024 erstmals die Leitzinsen senken, da die Inflation langsam in Richtung Zielrate abnimmt. Alles in allem wird die gesamtwirtschaftliche Produktion in den USA 2024 um 2,2 % und 2025 um 1,7 % zunehmen. AUTORENSCHAFT Dr. Thomas Theobald Referatsleitung Finanzmärkte und Konjunktur [email protected] PD Dr. Sebastian Watzka Referatsleitung Europäische Makroökonomie [email protected] Prof. Alexander Herzog-Stein, PhD Referatsleitung Arbeitsmarktökonomik [email protected] Peter Hohlfeld Referatsleitung Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung [email protected] Dr. Katja Rietzler Referatsleitung Steuerund Finanzpolitik [email protected] Dr. Sabine Stephan Referatsleitung Außenhandel und Handelspolitik [email protected] Dr. Silke Tober Referatsleitung Geldpolitik [email protected] Prof. Dr. Sebastian Dullien Wissenschaftlicher Direktor [email protected] Tabelle 1 Ökonomische Aktivität in den Volkswirtschaften wichtiger Handelspartner in % Quellen: NiGEM, Berechnungen des IMK, ab 2024 Prognose des IMK. 2023 2024 2025 BIP USA 2,5 2,2 1,7 Euroraum 0,4 0,7 1,4 Arbeitslosigkeit USA 3,6 3,9 4,0 Euroraum 6,5 6,6 6,6 Verbraucherpreise USA (CED) 3,7 2,4 2,0 Euroraum (HVPI) 5,4 2,4 2,0 Welthandel 1,5 3,0 3,5
IMK Report Nr. 189, Juni 2024 Seite 4 Das chinesische BIP-Wachstum wird sich auf 5,0 % 2024 und 4,6 % 2025 abschwächen, nach 5,2 % 2023. Ein beträchtlicher Teil der Anpassungen aufgrund der Probleme des Immobiliensektors steht noch aus; die Häuserpreise in großen Städten sind derzeit stark rückläufig. Aufgrund staatlicher Stimuli nehmen die Investitionen in die Infrastruktur und das verarbeitende Gewerbe aber spürbar zu; dies gilt auch für die Ausfuhren infolge deutlicher Preisnachlässe. Indiens Wirtschaft wird ihren lebhaften Expansionskurs im Prognosezeitraum mit BIP-Wachstumsraten von 6,5 % fortsetzen. Das japanische BIP wird um 0,3 % schrumpfen, bevor es 2025 wieder um 0,9 % steigt. Ursächlich für den BIP-Einbruch im ersten Quartal 2024 war der Produktionsstopp des weltweit größten Automobilherstellers Toyota, der zudem einen Teil seiner Produkte aufgrund von Mängeln zurückrufen musste. Dieser Vorgang strahlte auch auf das Konsumentenvertrauen und das Investitionsklima aus und verunsichert die Wirtschaftsakteure. Die Produktion im Vereinigten Königreich legte im ersten Quartal 2024 deutlich zu; zur Zunahme trug aber maßgeblich Importzurückhaltung bei. Die zunehmende Kaufkraft der privaten Haushalte stützt den Konsum, allerdings stieg die Arbeitslosenquote seit Jahresanfang um 0,3 Prozentpunkte. Mit einer ersten Zinssenkung der Bank of England wird für September gerechnet. Alles in allem wird das britische BIP 2024 um 0,7 % und 2025 um 0,9 % expandieren. Die Wirtschaftsleistung im Euroraum wuchs im ersten Quartal 2024 um 0,3 % und überwand die Stagnation aus dem Jahr 2023. Das Wirtschaftswachstum des Euroraums wird 2024 nur leicht an Fahrt gewinnen. Das BIP-Wachstum des Euroraums wird 2024 0,7 % und 2025 1,4 % betragen. Neben dem durch Kaufkraftgewinne der privaten Haushalte angeregten Konsum tragen auch die Ausfuhren spürbar zum Wachstum bei, insbesondere in Ländern mit bedeutendem Tourismusgeschäft. Das französische BIP wird 2024 um 0,9 % wachsen, 2025 um 1,1 %. Das italienische BIP wird 2024 mit 1,0 % zulegen, 2025 mit 1,1 %. Die spanische Wirtschaft, die in den vergangenen Quartalen recht kräftig expandierte, wird ihre Dynamik nahezu beibehalten und 2024 um 2,4 % wachsen, im Jahr 2025 dann um 2,0 % ( ►Abbildung D auf Seite 14 ). EZB leitet Zinssenkungen ein Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf ihrer Sitzung im Juni 2024 entschieden, den geldpolitischen Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75 % zu senken. Da die EZB ihre Inflationsprognose für 2025 nur minimal auf 2,2 % angehoben hat und die aktuelle IMK-Prognose weiterhin bei 2,0 % liegt, wird hier von drei weiteren kleinen Zinsschritten in diesem Jahr ausgegangen, die den geldpolitisch entscheidenden Einlagenzins auf 3 % zum Jahresende bringen. In der ersten Jahreshälfte 2025 dürften zwei weitere Schritte auf 2,5 % folgen. Zwischen Juli 2022 und September 2023 hatte es zehn Zinserhöhungen um insgesamt 4,5 Prozentpunkte gegeben, in deren Folge die Finanzierungskosten in Deutschland drastisch stiegen. So kletterten die Immobilienzinsen für private Haushalte im Neugeschäft von 1,4 % Anfang 2022 auf 4,2 % in der Spitze im November 2023 und hatten sich damit mehr als verdreifacht. Unternehmenskredite verteuerten sich von 1,3 % auf 5,4 % im Oktober 2023, während die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen im gleichen Zeitraum von -0,1 % auf 2,9 % zulegte. Bis Mai 2024 ist die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen unter erheblichen Schwankungen auf 2,5 % gefallen und dürfte im Prognosezeitraum kaum noch sinken, da die Zinssenkungen im Wesentlichen bereits eingepreist sind. Etwas stärker könnten die Zinsen von Immobilienund Unternehmenskrediten fallen, die zuletzt bei durchschnittlich 3,9 % und 5,2 % lagen (April 2024), allerdings dürften sie wie in der Vergangenheit deutlich über der weitgehend risikolosen Rendite von Bundesanleihen mit gleicher Laufzeit bleiben. Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar dürfte im Prognosezeitraum um den Wert von 1,08 USDollar je Euro schwanken, dem durchschnittlichen Niveau von 2023 und Mai 2024. Die fortbestehende Schwäche des Euro ist primär Folge des Konjunkturund Zinsgefälles zu den USA. Die US-WirtTabelle 2 Rahmendaten der Prognose Jahresdurchschnittswerte 1 Sinkende Werte des Indikators bedeuten eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Quellen: Deutsche Bundesbank; Europäische Zentralbank; EIA; Federal Reserve; Statistisches Bundesamt; ab 2024 Prognose des IMK. Tab2_Rahmendaten 2023 2024 2025 Dreimonats-Euribor (%) 3,5 3,6 2,6 Rendite zehnjähriger Staatsanleihen (Euroraum) (%) 3,1 3,0 3,1 Rendite zehnjähriger Staatsanleihen (USA) (%) 4,0 4,2 3,6 Wechselkurs (USD/EUR) 1,08 1,08 1,08 Realer effektiver Wechselkurs des Euro (gegenüber 42 Ländern)194,8 95,2 95,0 Indikator der preislichen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands (gegenüber 60 Ländern)191,6 92,0 92,0 Tarifindex (Destatis, je Stunde) (% gg. Vorjahr) 3,7 4,3 3,2 Erdgaspreis (ICE Dutch TTF daily) 41 34 38 Rohölpreis (Brent, USD) 82 83 78
IMK Report Nr. 189, Juni 2024 Seite 5 schaft verläuft deutlich dynamischer als die des Euroraums, weshalb die Federal Reserve die Zinsen während der Preisschocks stärker angehoben hat und im Prognosezeitraum langsamer senken dürfte. Der real effektive Wechselkurs und die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft dürften sich ebenfalls nur wenig ändern und damit leicht über dem Niveau von 2023 verharren (Tabelle2). Inflation bereits 2024 nah am Inflationsziel Der Preisdruck hat im Laufe des Jahres 2024 weiter abgenommen und die deutsche Inflationsrate ist von 2,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat zu Jahresbeginn auf 2,4 % im Mai gefallen. Die Preise von Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken dämpfen dabei mit Veränderungsraten von unter 2 % den Preisauftrieb. Die Energiepreise senkten sogar mit negativen Raten die Inflationsrate (Mai 2024: -1,1 %). Dabei liegen allerdings die Kraftstoffpreise seit März wieder etwas über dem Vorjahresniveau. Demgegenüber nimmt der Preisauftrieb bei alkoholischen Getränken und Tabakwaren zwar ab, lag zuletzt aber noch bei 4 %. Ähnlich stark zogen im Mai 2024 die Preise für Dienstleistungen an, darunter besonders stark die Preise für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (7,7 %), Versicherungen (13 %), im Gastgewerbe (6,3 %), für die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (6,1 %) und bei Pauschalreisen (5,6 %). Da die meisten der Dienstleistungspreise, die besonders stark gegenüber dem Vorjahresmonat anzogen, im HVPI ein merklich höheres Gewicht haben als im deutschen VPI, ist die für die EZB wichtige HVPI-Rate im Mai 2024 mit 2,8 % deutlich stärker gestiegen als die VPI-Rate (Dullien und Tober 2024). Der noch kräftige Anstieg der Dienstleistungspreise ist aus geldpolitischer Sicht relevant, da sie rund die Hälfte des Verbraucherpreisindexes ausmachen. Flacht der Preisanstieg nicht zügig ab oder wird durch niedrige Preissteigerungen an anderer Stelle kompensiert, drohen erneute Zweitrundeneffekte bei den Lohnsteigerungen und damit eine Verfestigung einer über dem Inflationsziel liegenden Inflationsrate. Da bei den Dienstleistungen die merklich erhöhten Lohnsteigerungen relativ stark ins Gewicht fallen und diese sich abschwächen dürften, ist von einem allmählichen Abflauen der Preissteigerungen in diesem Bereich zu rechnen. Bis dahin dürften die sinkenden Stromund Erdgaspreise, geringe Nahrungs mittelund verhaltene Warenpreissteigerungen insgesamt kompensierend wirken. Zudem mindert die im Zuge der wirtschaftlichen Belebung steigende Produktivität den Kostendruck der Unternehmen. Im kommenden Jahr entfallen dann zahlreiche preistreibende Effekte wie die diesjährige Mehrwertsteuer erhöhung im Gastgewerbe, bei Erdgas und bei Fernwärme sowie die Anhebung der Stromnetzentgelte, und die CO2-Preiserhöhung wird mit 10 Euro je Tonne etwas schwächer ausfallen als in diesem Jahr. Alles in allem dürfte die Inflation sich unter Schwankungen weiter in Richtung Inflationsziel bewegen und im kommenden Jahr dann bei 2 % liegen, nach 2,4 % in diesem Jahr. Fiskalpolitik spürbar restriktiv Die Fiskalpolitik ist im Prognosezeitraum merklich restriktiv ausgerichtet. Hierzu tragen in diesem Jahr die Effekte des Auslaufens von Maßnahmen zur Abfederung der Energiekrise bei. Die gesamtstaatlichen Einnahmen steigen 2024 um 3,9 %, 2025 sogar um 4,6 %. Obwohl die Bruttolöhne und -gehälter in beiden Jahren jeweils langsamer zunehmen als im Vorjahr, legen die Sozialversicherungsbeiträge, die einen Anteil von rund 37 % an den Einnahmen ausmachen, nochmal kräftig zu, in diesem Jahr um 5,1 % und im kommenden Jahr um 4,3 %. Hingegen beträgt die Zunahme der Steuereinnahmen, die einen Anteil von 50 % an den Gesamteinnahmen haben, in diesem Jahr nur 2 %, wobei die direkten und indirekten Steuern in gleicher Größenordnung zunehmen. Im nächsten Jahr fällt der Anstieg der Steuereinnahmen mit 4,8 % wieder deutlich höher aus, getrieben durch spürbar höhere Mehreinnahmen bei den indirekten Steuern. Die gesamtstaatlichen Ausgaben steigen in diesem Jahr um 3,7 % und im nächsten Jahr nur um 2,7 %. Dabei nehmen die monetären Sozialleistungen, die mit einem Anteil von 33 % das größte Aggregat sind, in diesem Jahr um 5,2 % und 2025 um 4,2 % zu. Maßgeblich für diesen Zuwachs ist die leicht steigende Arbeitslosigkeit und andere Sozialleistungen sowie die spürbaren Rentenerhöhungen. In beiden Jahren steigen die Ausgaben langsamer als die Einnahmen, sodass sich das Finanzierungsdefizit 2024 von 97,4 Mrd. Euro (2,3 % des nominalen BIP) auf 62,5 Mrd. Euro (1,4 %) 2025 verringert (Tabelle 3).
IMK Report Nr. 189, Juni 2024 Seite 6 PRIVATER KONSUM VERLEIHT DEUTSCHER KONJUNKTUR AUFWIND Im Prognosezeitraum ist mit einer moderaten Erholung der deutschen Konjunktur zu rechnen. Dabei wird der kräftig expandierende private Verbrauch eine maßgebliche Rolle einnehmen. Im späteren Verlauf werden auch die Exporte und Investitionen in Ausrüstungen verstärkt einen Beitrag leisten. Im Jahresdurchschnitt 2024 wird das BIP zwar lediglich um 0,1 % zunehmen, im Jahresverlauf aber mit 0,8 % schon deutlich stärker. Im nächsten Jahr setzt sich die konjunkturelle Erholung fort. Das Bruttoinlandsprodukt wird im Durchschnitt um 0,9 % zunehmen, im Jahresverlauf um 1,2 % (Tabellen 3 und 4, Abbildung 1). Außenhandel nimmt langsam Fahrt auf Die Weltwirtschaft wird im Prognosezeitraum ihren Erholungskurs fortsetzen. Im Zuge dessen wird auch der Welthandel etwas an Fahrt gewinnen. Nach 1,5 % im vergangenen Jahr wird er in diesem Jahr um 3 % und 2025 um 3,5 % expandieren. Daher sind von der Auslandsnachfrage Impulse für die deutschen Exportunternehmen zu erwarten. Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit wird sich nur geringfügig verändern. Angesichts dieses außenwirtschaftlichen Umfelds werden die deutschen Ausfuhren 2024 im Jahresdurchschnitt nahezu stagnieren (-0,2 %), im Jahresverlauf weisen sie allerdings mit 2,2 % schon eine spürbare Dynamik Tabelle 3 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland Veränderung gegenüber dem Vorjahr in % 1 Preisbereinigt. 2 Private Haushalte inklusive privater Organisationen ohne Erwerbszweck. 3 Unternehmensund Vermögenseinkommen. 4 In der Abgrenzung der International Labour Organization (ILO). 5 In % der inländischen Erwerbspersonen. 6 In der Abgrenzung der Bundesagentur für Arbeit. 7 In % aller zivilen Erwerbspersonen. Quellen: Deutsche Bundesbank; Statistisches Bundesamt; Bundesagentur für Arbeit; Berechnungen des IMK, ab 2024 Prognose des IMK. 2022 2023 2024 2025 Verwendung 1 Private Konsumausgaben2 3,9 -0,7 0,7 1,9 Staatskonsum 1,6 -1,5 1,2 0,8 Ausrüstungsinvestitionen 4,0 2,8 -2,0 3,1 Bauinvestitionen -1,8 -2,7 -2,0 -1,8 Sonstige Anlageinvestitionen -0,7 -0,6 -0,6 0,6 Exporte 3,3 -0,7 -0,2 2,9 Importe 6,6 -2,4 -1,1 4,0 Bruttoinlandsprodukt 1,8 -0,2 0,1 0,9 Preise Bruttoinlandsprodukt 5,3 6,5 2,7 1,8 Konsumausgaben26,7 6,3 2,3 2,0 Importe 17,5 -3,5 -0,8 -0,5 Nachrichtlich: Verbraucherpreise (VPI) 6,9 5,9 2,4 2,0 Einkommensverteilung Arbeitnehmerentgelte 5,5 6,7 4,8 3,5 Gewinne3 1,9 6,3 -1,5 3,0 Volkseinkommen 4,4 6,6 2,9 3,4 Nachrichtlich: Tariflöhne (Stundenbasis) 2,2 3,7 4,3 3,2 Effektivverdienste (Stundenbasis) 4,3 6,3 4,7 3,4 Lohndrift 2,1 2,7 0,4 0,2 Bruttolöhne und -gehälter 5,8 7,1 5,2 3,7 Bruttolöhne und -gehälter je Beschäftigten 4,1 6,2 4,9 3,5 Entstehung Erwerbstätige 1,4 0,7 0,2 0,1 Arbeitszeit je Erwerbstätigen -0,1 -0,3 0,3 0,2 Arbeitsvolumen 1,3 0,4 0,5 0,3 Produktivität (je Stunde) 0,5 -0,6 -0,4 0,6 Bruttoinlandsprodukt 1 1,8 -0,2 0,1 0,9 Nachrichtlich: Erwerbslose 4 , in 1000 1.343 1.335 1.441 1.471 Erwerbslosenquote5, in % 2,9 2,8 3,0 3,1 Arbeitslose 6 , in 1000 2.418 2.609 2.759 2.794 Arbeitslosenquote7, in % 5,3 5,7 5,9 6,0 Lohnstückkosten (je Stunde) 3,5 6,6 4,5 2,4 Budgetsaldo, in % des BIP -2,5 -2,4 -2,3 -1,4 Tabelle 4 Statistische Komponenten des BIP-Wachstums in % bzw. Prozentpunkten 1 Saisonund arbeitstäglich bereinigter Indexstand im vierten Quartal des Vorjahres in Relation zum arbeitstäglich bereinigten Durchschnitt aller Quartale des Vorjahres. 2 Jahresveränderungsrate im vierten Quartal, arbeitstäglich bereinigt. 3 In % des BIP. Quellen: Statistisches Bundesamt; Berechnungen des IMK, ab 2024 Prognose des IMK. 2023 2024 2025 Statistischer Überhang am Ende des Vorjahres1-0,2 -0,3 0,3 Jahresverlaufsrate2-0,2 0,8 1,2 Jahresdurchschnittliche Wachstumsrate, arbeitstäglich bereinigt 0,0 0,1 1,0 Kalendereffekt3-0,2 0,0 -0,1 Jahresdurchschnittliche Wachstumsrate -0,2 0,1 0,9
IMK Report Nr. 189, Juni 2024 Seite 7 Abbildung 1 Konjunktur in Deutschland – Kettenindex (2015 =100, linke Skala) Veränderung ggü. dem Vorquartal in % (rechte Skala) – Prognose des IMK Jahresdurchschnittsrate Saisonund kalenderbereinigte Verläufe. 1. Quartal 2018 - 4. Quartal 2025. Ab 2. Quartal 2024 Prognose des IMK. Eine interaktive detailliertere Ansicht findet sich auf unserer Homepage: https://bit.ly/3HHIaOW Quellen: Statistisches Bundesamt; Berechnungen des IMK. Bruttoinlandsprodukt 0,9 0,1 -0,2 1,8 3,2 -3,8 1,1 1,0 2025 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 Bauinvestitionen -1,8 -2,0 -2,7 -1,8 -2,6 3,9 1,0 2,6 2025 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 Exporte von Gütern und Dienstleistungen 2,9 -0,2 -0,7 3,3 9,7 -9,3 2,3 2,2 2025 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 Private Konsumausgaben 1,9 0,7 -0,7 3,9 1,5 -5,9 1,6 1,5 2025 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 Ausrüstungsinvestitionen 3,1 -2,0 2,8 4,0 2,8 -11,1 1,0 4,4 2025 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 Importe von Gütern und Dienstleistungen 4,0 -1,1 -2,4 6,6 8,9 -8,3 3,4 4,0 2025 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 -. -. 0 5 . . . . . . . . 95 100 105 110 115 -10 -5 0 5 10 -. -. 0 5 1 . 9 . 1 . 1 . 1. 95 100 105 110 115 -10 -5 0 5 10 -4 -2 0 2 4 1 . 1 . 1 . 1 . 1 . 1 . 1 . 100 105 110 115 120 -4 -2 0 2 4 -.. -.. -5 0 5 1. 1. 9 . 9 . 1 . 1 . 1 . 1 . 90 95 1 00 1 05 1 10 1 15 120 -20 -10 0 10 20 -. -. 0 . . . . . . . . 90 100 110 120 130 -20 -10 0 10 20 -.. -.. -5 0 5 10 1.. 1.. 1.. 1.. 1.. 1.. 1.. 90 1 00 1 10 1 20 1 30 -20 -10 0 10 20
IMK Report Nr. 189, Juni 2024 Seite 8 auf. Die Importe Deutschlands werden 2024 im Jahresdurchschnitt um 1,1 % zurückgehen. Maßgeblich hierfür ist vor allem der hohe statistische Unterhang aus dem Vorjahr. Im Jahresverlauf legen die Einfuhren infolge der anziehenden Binnenund Exportnachfrage mit einem Plus von 2,7 % bereits wieder beachtlich zu. Im kommenden Jahr werden die Ausfuhren in jahresdurchschnittlicher Betrachtung um 2,9 % zunehmen, die Jahresverlaufsrate, die die Dynamik besser abbildet, steigt mit 3,8 % noch deutlich stärker. Die Importe werden 2025 bei stärkerer Binnennachfrage und Exportentwicklung im Jahresdurchschnitt um 4,0 % zunehmen, im Verlauf mit 4,1 % in gleicher Größenordnung. Nachdem der Außenhandel per saldo in diesem Jahr 0,4 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum beiträgt, ist sein Beitrag im kommenden Jahr negativ (-0,3 Prozentpunkte) (Tabelle 5). Die Außenhandelsdeflatoren werden sich im Prognosezeitraum kaum bewegen. Der Importdeflator wird in der Tendenz geringfügig sinken, während der Exportdeflator auf seinem aktuellen Niveau verharrt. In jahresdurchschnittlicher Betrachtung ergibt sich für den Importdeflator ein Minus von 0,8 % in diesem und von 0,5 % im kommenden Jahr. Der Exportdeflator wird 2024 mit 0,5 % leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen; 2025 wird er stagnieren. Dementsprechend werden sich die Terms of Trade in beiden Jahren verbessern (Tabelle3, Abbildung 1). Privater Konsum: Motor der Konjunktur Der private Verbrauch wird sich im weiteren Verlauf des Prognosezeitraums kräftig erholen. In den Jahren 2024 und 2025 dürften die Bruttolöhne und -gehälter aufgrund noch leicht steigender Beschäftigung sowie weiterhin dynamischer Lohnzuwächse um 5,2 % bzw. 3,7 % zunehmen (2023: 7,1 %). Die Gewinnentnahmen werden in diesem Jahr um 1,5 % sinken, 2025 mit 2 % wieder etwas steigen. Die Renten werden jeweils zur Jahresmitte 2024 und 2025 spürbar angehoben. Insgesamt werden die verfügbaren Einkommen in diesem Jahr nominal um 3,5 % zunehmen und 2025 um 3,2 %. Die Sparquote wird in diesem Jahr nochmals um 0,3 Prozentpunkte auf durchschnittlich 11,6 % steigen. Ursächlich hierfür ist, dass das Verhalten der privaten Haushalte nach Jahren der Realeinkommensverluste zunächst weiter durch das Vorsichtsprinzip geprägt ist. Erst im weiteren Verlauf des Prognosezeitraums dürfte dieses Motiv sukzessive an Bedeutung verlieren und die Konsumlaune stärker zunehmen. Daher dürfte im nächsten Jahr die Sparquote wieder sinken, um 0,8 Prozentpunkte auf 10,8 %. Die Zunahme des Konsumdeflators beträgt in diesem Jahr 2,3 %, 2025 nur noch 2,0 %. Alles in allem wird der reale private Konsum im Jahresdurchschnitt 2024 um 0,7 % zunehmen, im Jahresverlauf etwas stärker um 1,1 %. Nächstes Jahr dürfte er im Durchschnitt um 1,9 % ausgeweitet werden, im Verlauf in gleicher Größenordnung um 2,0 %. Zum Jahresende 2025 wird das Vorkrisenniveau vom vierten Quartal 2019 um 1,6 % überschritten. Die privaten Konsumausgaben werden in diesem Jahr mit 0,4 Prozentpunkten den maßgeblichen Beitrag für das gesamtwirtschaftliche Wachstum liefern. Im kommenden Jahr beträgt der Wachstumsbeitrag 1,0 Prozentpunkte (Tabellen 3 und5, Abbildung 1). Ausrüstungsinvestitionen expandieren nur moderat Die Investitionen in Ausrüstungen dürften im Prognosezeitraum zunächst sehr verhalten, aber kontinuierlich ausgeweitet werden und im Verlauf des nächsten Jahres etwas an Dynamik gewinnen. Die dämpfenden Wirkungen der restriktiven Geldpolitik lassen langsam nach und auch von den wieder anziehenden Exporten dürften die deutschen Investitionsgüterhersteller profitieren. Zudem liefern die steigenden Verteidigungsausgaben des Staates sowie klimapolitische und energiepreisbedingte Anreize für transformative Investitionen Impulse für eine Ausweitung der Investitionstätigkeit. Die ifo-Geschäftserwartungen, insbesondere die Exporterwartungen der Investitionsgüterproduzenten haben sich seit Jahresbeginn aufgehellt. Hervorzuheben sind hierunter die Chemische Industrie Tabelle 5 Wachstumsbeiträge der Verwendungsaggregate1 in Deutschland in Prozentpunkten 1 Berechnet aus verketteten Volumenangaben; Lundberg-Komponente; Abweichungen in den Summen durch Runden der Zahlen. 2 In %. Quellen: Statistisches Bundesamt; Berechnungen des IMK, ab 2024 Prognose des IMK. 2023 2024 2025 Bruttoinlandsprodukt 2-0,2 0,1 0,9 Inlandsnachfrage -1,0 -0,3 1,2 Konsumausgaben -0,6 0,6 1,2 Private Haushalte -0,4 0,4 1,0 Staat -0,2 0,3 0,2 Anlageinvestitionen -0,2 -0,3 0,0 Ausrüstungen 0,2 -0,1 0,2 Bauten -0,3 -0,2 -0,2 Sonstige Anlagen 0,0 0,0 0,0 Vorratsveränderung -0,3 -0,6 0,0 Außenbeitrag 0,8 0,4 -0,3 Ausfuhr -0,3 -0,1 1,5 Einfuhr 1,2 0,5 -1,8
IMK Report Nr. 189, Juni 2024 Seite 15 DATENANHANG Abbildung E Makround Finanzstabilität – Euroraum – Deutschland – Ölpreis pro Barrel (in USD) – Metallpreise (2017=100) – USA – China – Globaler Nahrungsmittelpreisindex (2017=100) – Euroraum – Deutschland – USA – China – Euroraum – Deutschland – USA – China Der Leistungsbilanzüberschuss Deutschlands hat im ersten Quartal 2024 wieder 6 % des BIP überschritten und verstößt somit gegen die asymmetrischen Vorgaben des europäischen Verfahrens bei einem makroökonomischen Ungleichgewicht. Dies dürfte auch im Prognosezeitraum weitgehend der Fall sein. Auch der Euroraum als Ganzes verzeichnet wieder einen anhaltenden Leistungsbilanzüberschuss. Die Höhe des US-amerikanischen Defizits schwankt um -3 % des BIP. In den USA führten die Zinserhöhungen der Zentralbank Fed seit 2022 nur zu leichten Bewertungskorrekturen bei den Immobilienpreisen. Weitere Preissteigerungen bergen hier systemische Risiken. In China werden Forderungen der Gläubiger der in Turbulenzen geratenen Immobilienentwickler Evergrande und Country Garden de facto ignoriert, bis eine Abwicklung ohne systemische Risiken vollzogen werden kann. Die Verschuldung des chinesischen Unternehmenssektors liegt bei hohen 160 % des BIP. Eine interaktive detailliertere Ansicht findet sich auf unserer Homepage: https://bit.ly/3hDoktg Quellen: Macrobond; NiGEM; BIZ; OECD. Leistungsbilanzsaldo in % des BIP -6 -4 -2 0 2 4 6 8 10 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 China Deutschland Euroraum USA Verschuldung der Unternehmen Bruttoverschuldung nichtfinanzieller Kapitalgesellschaften in % des BIP 60 80 100 120 140 160 180 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Häuserpreise Real, OECD 2015=100 90 100 110 120 130 140 150 160 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Rohstoffpreise 0 50 1 00 1 50 2 00 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Globaler Nahrungsmittelpreisindex (2017=100) Metallpreise (2017=100) Ölpreis pro Barrel (in USD) Verschuldung der Haushalte Bruttoverschuldung Haushalte in % des BIP 30 40 50 60 70 80 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Aktienkurse Real, OECD 2015=100 60 80 100 120 140 160 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 China Deutschland Euroraum USA China Deutschland Euroraum USA Leistungsbilanzsaldo in % des BIP -5 0 5 10 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 2015 China Deutschland Euroraum USA Verschuldung der Unternehmen Bruttoverschuldung nichtfinanzieller Kapitalgesellschaften in % des BIP 60 80 1 00 1 20 1 40 1 60 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 2015 Häuserpreise Real, OECD 2015=100 90 100 110 120 130 140 150 160 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 2015 Rohstoffpreise 0 50 100 150 200 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 2015 Globaler Nahrungsmittelpreisindex (2011=100) Metallpreise (2011=100) Ölpreis pro Barrel (in USD) Verschuldung der Haushalte Bruttoverschuldung Haushalte in % des BIP 30 40 50 60 70 80 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 2015 Aktienkurse Real, OECD 2015=100 60 80 100 120 140 160 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 2015 China Deutschland Euroraum USA China Deutschland Euroraum USA Leistungsbilanzsaldo in % des BIP -6 -4 -2 0 2 4 6 8 10 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 China Deutschland Euroraum USA Verschuldung der Unternehmen Bruttoverschuldung nichtfinanzieller Kapitalgesellschaften in % des BIP 60 80 100 120 140 160 180 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Häuserpreise Real, OECD 2015=100 90 1 00 1 10 1 20 1 30 1 40 1 50 160 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Rohstoffpreise 0 50 100 150 200 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Globaler Nahrungsmittelpreisindex (2011=100) Metallpreise (2011=100) Ölpreis pro Barrel (in USD) Verschuldung der Haushalte Bruttoverschuldung Haushalte in % des BIP 30 40 50 60 70 80 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Aktienkurse Real, OECD 2015=100 60 80 1 00 1 20 1 40 160 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 China Deutschland Euroraum USA China Deutschland Euroraum USA
IMK Report Nr. 189, Juni 2024 Seite 16 DATENANHANG Abbildung F Auftragseingänge deutscher Unternehmen Kettenindex 2021=100 – Gesamt – Ausland – Gesamt – Nicht EWU – Inland – EWU – Verbrauchsgüter – Gebrauchsgüter Volumen, kalenderund saisonbereinigt. Januar 2016 - April 2024. Eine interaktive detailliertere Ansicht findet sich auf unserer Homepage: https://bit.ly/3W4Juzs Quellen: Statistisches Bundesamt; Berechnungen des IMK. Industrie 50 60 70 80 90 100 110 120 130 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Gesamt Ausland Inland Vorleistungsgüter 50 60 70 80 90 100 110 120 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Konsumgüter 80 90 100 110 120 130 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Aus dem Ausland 50 60 70 80 90 100 110 120 130 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Gesamt Ausland Nicht-EWU EWU Investitionsgüter 40 50 60 70 80 90 100 110 120 130 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Geund Verbrauchsgüter 60 70 80 90 100 110 120 130 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Gebrauchsgüter Verbrauchsgüter Industrie 50 60 70 80 90 100 110 120 130 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Gesamt Ausland Inland Vorleistungsgüter 40 50 60 70 80 90 100 110 120 130 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Konsumgüter 80 90 100 110 120 130 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Aus dem Ausland 50 60 70 80 90 100 110 120 130 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Gesamt Ausland Nicht-EWU EWU Investitionsgüter 40 50 60 70 80 90 1 00 1 10 1 20 130 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Geund Verbrauchsgüter 60 70 80 90 1 00 1 10 1 20 1 30 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Gebrauchsgüter Verbrauchsgüter
IMK Report Nr. 189, Juni 2024 Seite 17 DATENANHANG Abbildung G Konjunkturindikatoren Deutschland – Beschäftigungsbarometer – Geschäftsbeurteilung – Geschäftserwartung – Geschäftsklima Januar 2016 bis Mai 2024 (saisonbereinigt). Eine interaktive detailliertere Ansicht findet sich auf unserer Homepage: https://bit.ly/3YxeWbA IMK Konjunkturindikator Rezessionsund Boomwahrscheinlichkeiten in % - Ausblick für die nächsten 3 Monate* Boomwahrscheinlichkeit Unsicherheit Rezessionswahrscheinlichkeit * Veröffentlichung Mitte Juni 2024. Weitere Informationen zur Konjunkturampel unter: https://bit.ly/3YxeWbA Quellen: Deutsche Bundesbank; ifo Institut; Statistisches Bundesamt; Berechnungen des IMK. ifo Beschäftigungsbarometer (2015=100) 85 90 95 100 105 110 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 ifo Geschäftsklima-Index (2015=100) 70 80 90 100 110 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Geschäftsbeurteilung Geschäftserwartung Geschäftsklima 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 0 20 40 60 80 100 Boomwahrscheinlichkeit Unsicherheit Rezessionswahrscheinlichkeit
IMK Report Nr. 189, Juni 2024 Seite 18 DATENANHANG Abbildung H Monetäre Rahmenbedingungen Ab Januar 2016 bis Mai 2024 bzw. April 2024. * Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %. ** Real effektiver Außenwert auf Basis der Verbraucherpreise gegenüber 42 Ländern (Euroraum) bzw. 60 Ländern (Deutschland). *** Positive Salden bedeuten eine Verschärfung. Eine interaktive detailliertere Ansicht findet sich auf unserer Homepage: https://bit.ly/3uTSXxV Quellen: Deutsche Bundesbank; Statistisches Bundesamt; Europäische Zentralbank, Federal Reserve. Leitzinsen im Euroraum und in den USA in % -1 0 1 2 3 4 5 6 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Euro Short-Term Rate (€STR) Federal Funds Rate Hauptrefinanzierungssatz der EZB Wechselkurs und real effektiver Außenwert** Index 85 90 95 100 105 110 115 120 125 130 135 0,85 0,90 0,95 1,00 1,05 1,10 1,15 1,20 1,25 1,30 1,35 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 USD/EUR (rechte Skala) Indikator preislicher Wettbewerbsfähigkeit Deutschland (linke Skala) Real effektiver Außenwert des Euro (linke Skala) Renditen 10-jähriger Staatsanleihen in % -1 0 1 2 3 4 5 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 USA Euroraum Deutschland Geldmenge und Kreditvolumen im Euroraum* in % -2 0 2 4 6 8 10 12 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Geldmenge M3 Buchkredite an nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften Buchkredite an private Haushalte Harmonisierte Verbraucherpreise (HVPI)* in % 0 2 4 6 8 10 12 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 HVPI Euroraum HVPI ohne Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak HVPI zu konstanten Steuersätzen Kreditvergabestandards (Bank-Lending Survey)*** Index -10 0 10 20 30 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 Deutschland, Saldo der Antworten befragter Banken Euroraum, Saldo der Antworten befragter Banken
IMK Report Nr. 189, Juni 2024 Seite 19 DATENANHANG Abbildung I Risikomaße a) Finanzmarktstressindikator (reskaliert) Januar 2016 - Mai 2024 Unter einer Vielzahl finanzmarktbezogener Daten wählt der IMK-Finanzmarktstressindikator anhand der Korrelation zu historischen Finanzmarktturbulenzen für jeden Veröffentlichungsstand 20 Zeitreihen aus. Basierend auf diesen hauptsächlich nicht stationären Reihen bestimmt sich mittels statischer Faktoranalyse derjenige Faktor (Hauptkomponente), der den Großteil der Schwankungen der Daten beschreibt, nachdem diese zentriert wurden. Hochpunkte dieses Unsicherheitsmaßes kennzeichnen in der Regel Finanzmarktkrisen, wobei die Skalierung so gewählt wird, dass die Finanzmarktkrise von 2007/08 gleichbedeutend mit 100%igem Finanzmarktstress ist. Die zu Grunde liegende Informationsmatrix des IMK-Finanzmarktstressindikators umfasst Daten zum Kreditwachstum, zur Volatilität von Aktienund Rohstoffpreisen, Raten von Kreditausfallversicherungen sowie EZB-spezifische Daten wie Spitzenrefinanzierungsfazilität und TARGET-Salden. Quellen: Macrobond; Berechnungen des IMK. b) Rezessionswahrscheinlichkeit mit Streuung Januar 2016 - Mai 2024 In den IMK-Konjunkturindikator (Abbildung G) fließen zahlreiche Daten aus der Realund der Finanzwirtschaft ein. Darüber hinaus berücksichtigt das Instrument Stimmungsindikatoren. Das IMK nutzt dabei die Industrieproduktion als Referenzwert für eine Rezession, weil diese rascher auf einen Nachfrageeinbruch reagiert als das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die Streuung der für die Gesamtprognose relevanten Einzelgleichungen beschreibt die prognostische Unsicherheit. Die Zeitachse in obiger Darstellung bezieht sich auf den jeweils aktuellen Beobachtungsrand. Die Werteachse zeigt dann die zugehörige mittlere Echtzeitprognose der Rezessionswahrscheinlichkeit für die nächsten drei Monate. Eine interaktive detailliertere Ansicht findet sich auf unserer Homepage: https://bit.ly/3uTroog Quelle: Berechnungen des IMK. 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 0% 20% 40% 60% 80% 100% 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 0% 20% 40% 60% 80% 100%
IMK Report Nr. 189, Juni 2024 Seite 20 LITERATUR Dullien S. / Tober, S. (2024): IMK Inflationsmonitor. Inflation im Mai 2024 mit 2,4 % leicht höher – Abschwächungsprozess hin zum Inflationsziel intakt. IMK Policy Brief Nr. 170, Juni. ALLE IMK PUBLIKATIONEN Reports, Working Paper, Studies und Policy Briefs. https://www.imk-boeckler.de/de/veroeffentlichungen-15375.htm
IMK Report Nr. 189, Juni 2024 Seite 21 IMK KONJUNKTURSPIEGEL Illustrative Online-Darstellung aller Indikator-Grafiken. https://www.imk-boeckler.de/de/imk-konjunkturspiegel-15363.htm IMK KONJUNKTURAMPEL Frühwarnsystem zur Rezessionswahrscheinlichkeit für die nächsten drei Monate, basierend auf Monatsdaten https://www.imk-boeckler.de/de/imk-konjunkturampel-15362.htm SOCIAL MEDIA Folgen Sie uns auf X (vormals Twitter) : https://twitter.com/IMKFlash IMK auf Facebook : www.facebook.com/IMKInstitut
WWW.BOECKLER.DE IMPRESSUM Herausgeber Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung Georg-Glock-Straße 18, 40474 Düsseldorf Telefon +49 (2 11) 77 78-31 2 [email protected] http://www.imk-boeckler.de Pressekontakt Rainer Jung, +49 (2 11) 77 78-15 0 [email protected] Autorenkontakt Peter Hohlfeld, [email protected] Ausgabe IMK Report Nr.189 (abgeschlossen am 13.06.2024) Redaktionsleitung : Peter Hohlfeld, [email protected] Satz : Sabine Keil Grafiken: Pia Korn ISSN 1861-3683 „ Deutsche Konjunktur hellt sich nur allmählich auf - PrognoseUpdate: Die konjunkturelle Lage in Deutschland zur Jahresmitte 2024 “ von Sebastian Dullien, Alexander Herzog-Stein, Peter Hohlfeld, Katja Rietzler, Sabine Stephan, Silke Tober, Thomas Theobald und Sebastian Watzka ist unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 4.0 International lizenziert (BY). Diese Lizenz erlaubt unter Voraussetzung der Namensnennung des Urhebers die Bearbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung des Materials in jedem Format oder Medium für beliebige Zwecke, auch kommerziell. Den vollständigen Lizenztext finden Sie hier: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode.de Die Bedingungen der Creative Commons Lizenz gelten nur fürOriginalmaterial. Die Wiederverwendung von Material aus anderen Quellen (gekennzeichnet mit Quellenangabe) wie z. B. von Abbildungen, Tabellen, Fotos und Textauszügen erfordert ggf. weitere Nutzungsgenehmigungen durch den jeweiligen Rechteinhaber.