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Ursprung, Formen und Arten des Geldes

Andreae, Wilhelm

Abstract

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Full text

And eae, Wilhelm A icle U sp ung, Fo men und A en des Geldes Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: And eae, Wilhelm (1952) : U sp ung, Fo men und A en des Geldes, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 72, Iss. 4, pp. 27-46, h ps://doi.o g/10.3790/schm.72.4.27 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/290755 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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De U sp ung de Wäh ung S. 34 — 5. Geld o men S. 36 — 6. Die En s ehung de Münze S. 38 — 7. Die Münzp ägung als s aa swi scha liches Monopol S. 40 — 8. Bankno e und Scheidegeld S. 42 — 9. Die En s ehung de Goldwäh ung S. 44. 1. Die indi idualis ische Kons uk ion des Geldes Lange Zei ha die Wissenscha e such , die En wicklung des Geldes aus de Zweckmäßigkei des wi scha lichen Handelns zu e - klä en. Diese Kons uk ion beweg sich im Rahmen de indi- idualis ischen Leh en om S aa s e age: Man lösch e au den Ge- schich s a eln alle gesellscha lichen Bindungen und jeden wi scha - lichen Ve keh aus, um au eine abula asa zunächs „die indi iduelle Nah ungssuche", danach „die geschlossene Hauswi scha ", alsdann „die Na u al auschwi scha " und schließlich die o sch i lichs e Fo m des iel- und allsei igen Ve keh s, die mul ila e ale „Geldwi - scha ", einzu agen. Ähnlich, wie man den Beg i des Na u olkes du ch Absehen on allen kul u ellen Ein ich ungen, du ch Leugnung on Glauben und Si e, ja du ch Pe e ie ung de Religion zum Abe - glauben, des E hos zu Unmo al, des logisdien zum p aelogischen Denken als einen an i he ischen Beg i zum Kul u olk willkü lich kons uie e, s ell e man dem Zus and de a bei s eiligen Geldwi - scha einen geldlosen Zus and gegenübe , um sys ema isch und inso- e n unhis o isch das Geld aus a ionalen E wägungen de Wi scha e Sch i um Sch i he o gehen zu lassen. Im besonde en wu de dabei das G undp inzip alle En wicklung, die En elechie, wonach nu das im Ke n schon Angeleg e und dadu ch Vo ge o m e zu En al ung und Vollendung zu kommen e mag, e kann und so die Ve bindung zwi- schen dem U sp ung und dem Wesen de Phänomene ze issen, ode sie e uh eine wide sp uchs olle und — nachdem man bei de Na u- al auschwi scha angelang wa — wide sinnige Deu ung. Denn du ch das s o liche Tauschgu , aus dem das Geld en s anden sein soll e, soll e zugleich sein Wesen als Tauschmi el e klä und bes imm sein. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.72.4.27 | Gene a ed on 2023-04-04 11:06:54 28 Wilhelm And ea© [412 Diese Sch i om Na u al ausch zu E indung des Geldes is de en scheidende. E bes eh nach de a ionalis ischen E klä ung in de Ze legung des Tauschak es in zwei Handlungen: Man ausch das übe - lüssige Gu , das man hingeben will, nich meh unmi elba gegen das begeh e, das man e langen will, sonde n schieb ein d i es, das Zwi- schen auschgu , ein, um mi diesem bei Zei und Gelegenhei das zu Bedü nisbe iedigung no wendige Gu zu e we ben. Klassisch ha diesen Vo gang F ied ich on Wiese in seine be ühm en Abhand- lung „Das Geld" mi olgenden Wo en besch ieben: „Das Geld is nach und nach aus kleinen An ängen zu seine e igen Ge- s al empo gewachsen. Es is dies so gekommen, daß diese ode jene beson- de s indige Wi scha e im einzelnen Falle die Vo eile e kann e, die e da on ha e, wenn e seine Tauschabsich in die zwei Ak e de Hingabe und de E - we bung eil e, indem e sich dami behal , «in Zwischen auschgu einzuschie- ben, um dessen Geb auch es ihm nich zu un wa , sonde n das e im e s en Ak nu en gegennahm, um es im zwei en wiede wegzugeben. Das Beispiel des Vo eils, den e au diese Weise gewann, eiz e zu Nachahmung. Diese indigen Wi e wu den die Füh e ü die ande en, die ihnen in de Ve wen- dung des Geldes nach olg en, bis die Massengewohnhei seine Annahme ge- bilde wa " (Hwb.d.S . 4. Au l., Jena 1927. Bd. 4 S. 683). Man sieh : es handel sich um die eie E indung eines geschich lich in keine Weise beleg en, sonde n aus G ünden wi scha liche Zweck- mäßigkei abgelei e en Vo ganges, ge adezu ein Schulbeispiel ü die u ili a is isch-indi idualis ische Wi scha sleh e! Die Ge äh lichkei dieses Ansa zpunk es lieg in de Ve mischung geschich liche und sys ema ische Momen e. Denn geschich liche Ta - sache is es, daß Gü e un e schiedliche A , wie Op e ge ä e, We k- zeuge, S o e, Schmucks ücke, Nah ungs- und Genußmi el, un e zei - weiligem ode daue ndem Ve lus ih e Eigenscha en als „ eale" Be- da sgü e die „zi kula o ische Be iedigung", den Gelddiens , übe - nommen haben; abe ebenso ungeschich lich is es, daß das Geld als Tauschmi el en s anden sein müsse, weil dies dem sys ema ischen Den- ken eine o sch i s eudigen E klä ung de Wi scha sgeschich e en sp ich . 2. De ganzhei liche U sp ung des Geldes Nich dadu ch un e scheide sich die ganzhei liche Au assung des Geldes on de indi idualis ischen, die wi am Beispiel Wiese s kennengele n haben, daß sie die schöp e ischen K ä e üh ende Pe - sönlichkei en leugne e. Vielmeh ha ge ade die Geschich e sie geleh , daß „Männe die Geschich e machen"; abe die Geschich e leh doch auch, daß die üh enden Einzelnen als T äge ih es Volks- und Zei - geis es nich allein und ü sich das ehen, sonde n daß sie he o - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.72.4.27 | Gene a ed on 2023-04-04 11:06:54 413] U sp ung, Fo men und A en des Geldes 29 wachsen und - agen aus eine Gemeinscha , die sie äg . Und diese Gemeinscha is es, ohne die de Mensch nu au G und eine wide - sinnigen Abs ak ion gedach we den kann. Denn es is wi klich so, wie schon de Beg ünde de oman ischen S aa s- und Gesellscha s- leh e, Fich e, gesag ha : „Sollen übe haup Menschen sein, so müssen meh e e sein", und da um gil auch, was de au Fich e ußende Adam Mülle bewiesen ha : „Geld is eine allen Indi iduen de bü ge lichen Gesellscha inhä ie ende Eigenscha . .was eilich nich aus- schließ , daß das in den Gesellscha sgliede n keimha liegende Geld du ch die wi scha ende Gesellscha zu den mannig al igen Geld o - men de Vo geschich e, Geschich e und Gegenwa e s ausgebilde we den muß e. Abe das geschah eben nich abs ak und sys ema isch nach de Zweckmäßigkei des Tauschhandels, wie die Indi idualis en e meinen, sonde n aus de ganzhei lichen Fülle de im Keim geball en K ä e gesellscha lichen Seins, aus de gesellscha lichen Dynamis des Geldes he aus, die sich zu Ene geia wi scha liche Handlungen en - al e e. Das Geld ha also seinen U sp ung nich in de Wi scha , sonde n lieg als Dynamis schon im gesellscha lichen Fundamen . Da um kann es auch nich aus de Wi scha als Tauschmi el he o gegangen sein. Denn es bilde die G undlage alle Wi scha und dami auch die Vo - ausse zung ü eine ih e Fo men, ü die Tauschwi scha , — eine ih e Fo men, weil es eine alsche Un e s ellung is , daß das Wesen de Wi scha im Mul ila e alismus eine allein du ch die P eise ges eue en Ve keh swi scha beschlossen sei. Wi e s ehen die ganzhei liche E klä ung des Geldes ielleich am leich es en du ch ein Bild: Wie die Sp ache, ode besse das Ve mögen zu sp echen, schon o handen sein muß, dami die Menschen sich übe - haup un e einande e s ändigen und in einen Gedankenaus ausch ein- e en können, so muß auch das Geld als Fähigkei , in einen Aus ausch on Diens leis ungen und Gü e n einzu e en, schon o handen sein, wenn auch die Ausbildung de Fülle on Sp ach o men und Sp ach- a en e s du ch den gesellscha lichen Ve keh , und die g oße Mannig- al igkei de Geld o men und die Gelda en e s du ch den wi scha - lichen Ve keh en wickel we den konn en. So is es zu e s ehen, daß „das Geld" (ode besse : die Dynamis des Geldes) „eine allen Indi i- duen de bü ge lichen Gesellscha inhä ie ende Eigenscha " sei. Du ch mühsame und so g äl ige Ausschöp ung p ähis o ische und e hnologische Quellen ha de F ank u e Finanzwissenscha le Ge lo in seinem Buche „Die En s ehung des Geldes und die An- änge des Geldwesens" (3. Au l., F ank u a. M. 1947) uns einen besse en Einblick in diese Dynamik e möglich . De neue G und- gedanke Ge lo s is , das Geld aus de Ho ung meh ode minde OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.72.4.27 | Gene a ed on 2023-04-04 11:06:54 30 Wilhelm And eae [414 sak ale , nu ausnahmsweise als Tauschmi el dienende Gü e he o - gehen zu lassen. Im Nega i en, nämlich da in, daß das Geld nich als Tauschmi el en s anden sei, s imme ich Ge lo ollkommen zu. Posi i schein mi abe die Behaup ung, daß Ho geld die u sp üngliche Geld- o m sei, wenige wich ig als die in Ge lo s Da s ellung dahin e zu ück e ende, jedoch in seinem Buche mannig ach beleg e Ve ich- ung des Besi zgeldes als Mi el de gesellscha lichen und wi scha - lichen O ganisa ion: „Die Ho ung is so al wie das Eigen um. Alle Ho ung e s ede sich an änglich au anscheinend nu zlose Dinge, au Gü e , die nich de unmi elba en Lebens ü so ge dienen .. . Die Ho ung e olg u - sp ünglich nich in de Vo so ge ü die Zukun , sonde n weil de Besi z gewisse Dinge Ansehen e scha , weil e ü die soziale Rang- o dnung und Eins u ung bedeu sam is ode weil e die Mi el zu einem Au e en gewäh , das . .. Ansehen im K eise de Genossen e scha ." (a.a.O. S. 35 .) So bedeu e z.B. in Bu ma de Besi z on T ommeln Reich um, und die geho e en T ommeln dienen dazu, bei Fes lich- kei en den Reich um zu Schau zu s ellen; abe auch zu Beilegung on S ei igkei en, zu Einlösung on Ge angenen, zu Bußzahlung und zu de gleichen s aa lichen ode sak alen Handlungen meh . So s ell das melanesische Ma engeld ein ausgesp ochenes Ho geld da , das zum Einkau in die Suque-Gesellscha dien , eine A on poli ischem Männe klub, in dem man en sp echend den in Ma engeld zu leis enden Zahlungen höhe e G ade e lang . „Diwa a", das Muschelgeld de Süd- see, wi d bei es lichen Gelegenhei en p unkend ausges ell , und zwa beim Tode seines Besi ze s zugleich mi dessen Leiche. Das „Gau" (Schnü e on Spondylusscheiben) de Insel Yap wi d on den Häup - lingen au bewah und nu in äuße s e K iegsge ah eingese z . Au G und eine Fülle solche und ähnliche Beispiele komm Ge lo zu dem Schluß: „Sie, die Ho gü e , sind Mi el zu Beg ündung ode Lösung soziale Ve bindlichkei en (F auenkau , Sühnegeld, Gas - geschenke); sie dienen als Mi el des Mach einsa zes im K iegs alle, zum E we b on Bundesgenossenscha en und zu E langung und Besiege- lung des F iedens; sie we den Gegens and on Leis ungen in Kul (Op e ) und im poli ischen Ve band (Abgabe, S eue ) ..." (S.54). Inde Te minologie G. F. Knapps könn e man sagen: „Das Ho geld wi d zum Zahlungsmi el", d. h. zum Mi el ü einsei ige Zahlungen an die Ob igkei , im Gegensa z zum Geld als Tauschmi el de Un e anen. Das Wich igs e bleib , daß das Geld schon im übe wi scha lichen Be eich als ein gesellscha liches O ganisa ionsmi el deu lich he - o i . De abwegigen Vo s ellung on de Uno ganisie hei de p imi- i en, angeblich chao isch-kommunis ischen Gesellscha und de en OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.72.4.27 | Gene a ed on 2023-04-04 11:06:54 415] U sp ung, Fo men und A en des Geldes 31 allein au Nah ungssuche einges ell en Wi scha wide sp echend, sag de e hnog aphische E o sche des Ka olinena chipels, J. S. Kuba y: „De Mensch, als Tie au ge aß , ha hie genug zum Lebensun e hal , will e abe eine F au haben, Familie g ünden, Mi glied eines S aa es sein, so muß e Geld besi zen. Die Exis enz eine Gemeinde als poli i- sche S aa häng on dem Gelde ab, welches die Häup e de Familie besi zen" (nach Ge lo , a.a.O., S. 88). So e scheinen de Abgaben leis ende Bü ge und die ü sein Leben unen beh liche o ganisie e Gesellscha s o m, die ih em Wesen nach imme S aa is , in eine no - wendigen Ve bindung. Wenn man mi Ge lo die u sp üngliche Wi scha au das P inzip de gegensei igen Hil eleis ung g ünden will, und wenn man Hingabe und Ve eilung de Beu e an die Gemein- scha und du ch die Gemeinscha als eine ih e wesen lichen Au gaben ansieh , so en sp ich eine solchen Ve eilung die jus i ia dis ibu i a ( e eilende Ge ech igkei ), de die jus i ia commu a i a (Tausch- ge ech igkei ) un e geo dne is , und dem Ve eilungsp inzip das Zah- lungsmi el. Den Vo ang ha dahe das Geld, mi dem die Füh e die ihnen obliegenden Diens e leis en, ep äsen ie en und die on ihnen zu leis enden Ausgaben bes ei en können. Ein solches Geld bilden au poli ischem wie au dem sak alen Gebie e des Op e s ein die Obe häup e auszeichnendes Schmuckgeld und die ihnen zu K ieg- üh ung wie zu F iedensschließung no wendigen Ho gü e , abe nich wenige makellose Op e ie e, die zugleich zu Bekös igung de op e nden Fes gemeinde dienen. Da um is das Geld ein Mi el de Kul -, S aa s- und Wi scha so dnung, welche d ei nich ge enn , son- de n, no wendig mi einande e bunden, in schöp e ische Gegensei ig- kei e wachsen, weil es ebensowenig einen S aa ohne Kul us wie diese beiden ohne Wi scha geben kann. 3. De U sp ung des Geldwe es Fü die indi idualis ische Volkswi scha sleh e is die E klä ung des Geldwe es eine scheinba seh ein ache Au gabe. Denn wenn man das Geld als Tauschmi el aus de Na u al auschwi scha he o gehen läß , so ha das na u ale Tauschgu , das zum Gelde wi d, ja schon einen Tauschwe . De Geldwe läge danach im S o e des Geldgu es. Da e ne die Gü e in bes imm en Mengen gegeneinande ausge ausch we den, so liegen die ela i en We e de Gü e unabhängig om Gelde es . Wenn man nun diese We e nich meh au ein- ande , sonde n au ein bes imm es Gu bezieh und dieses dadu ch zum We bezugs gu ode zu Rech- nungseinhei (z. B. 1 Ochse ode auch 1 Ma k) e heb , so kann man die ela i en We e als absolu e P eise in einem Viel achen (bzw. einem B uch eil) diese Rech- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.72.4.27 | Gene a ed on 2023-04-04 11:06:54 32 Wilhelm And eae [416 nungseinhei ausd ücken: Wenn z. B. 1 Rock = 3 Paa Schuhe = 12 Ellen Leinwand, so bes eh die We ela ion 12 : 3 : 1. Is nun das We bezugsgu ode die Rechnungseinhei R = 4 Ellen Lein- wand, so sind die absolu en P eise 1 Rock = 3 R und 1 Paa Schuhe = 1 R. Nich s kann ein ache sein. Es is jedoch jede mann kla , daß dami keine geschich liche E klä ung ü die En s ehung des Geldwe es gegeben is . Übe haup können die ela i en We e sich ga nich bilden, wenn nich o ihnen ein den Wi scha e n „inhä ie endes Geld", das Geld als Dynamis, bes eh . So ha denn auch ein he o agende Ve e e de indi idualis ischen Leh e, de Schwede Gus a Cassel, das Kind mi dem Bade ausschü end, den geldlosen We beg i aus de Wi - scha sleh e aussonde n wollen, um diese on o nhe ein allein au die P eise zu g ünden. E ha e Rech zu sagen: „Eine auch nu einige - maßen en wickel e Tauschwi scha , also eine Gesam wi scha mi geo dne em Aus ausch on P oduk en zwischen selbs ändigen, wi - scha lichen Einhei en, abe ohne Geld ha es niemals gegeben" (Theo- e ische Sozialökonomie, Leipzig, 19325). Jedoch mi Un ech sah e das Wesen de „Sozialökonomie" im Aus ausch de als Un e bundene ge- dach en selbs ändigen Wi scha e . Da um s ehen auch seine ich ige- en E kenn nisse on den An ängen des Geldwesens (ebenda, S. 331 ) wie ein F emdkö pe in seinem Buche und haben seine Wi scha s- leh e, die indi idualis isch bleib , nich e ie . Vielmeh ha e ge- ade dadu ch, daß e die gesellscha liche, übe indi iduell beg ünde e We o s ellung, wie sie im Gelde ü die Wi scha zum en scheiden- den Ausd uck komm , aus seine Wi scha sleh e aussonde , diese das ganzhei liche Fundamen en zogen. Wenn wi au die E gebnisse de e hnologischen Fo schung zu ück- blicken, so inden wi de abs ak en Kons uk ion ollkommen wide - sp echende Ta sachen. So üh Ge lo (a.a.O. S. 175) olgende Bei- spiele an: Ein Huhn sei (bei dem Tauschhandel de Kukis mi den ben- galischen Bepa is) gleich seinem Gewich in Baumwolle bewe e ; im Bisma ck-A chipel seien g öße e Fische mi eine Muschelgeldschnu on gleiche Länge bezahl wo den; im Süden Neu-Guineas sei de P eis eines Schweines eine Ke e aus Hundezähnen on gleiche Länge wie jenes gewesen. Es is kla , daß aus eine solchen sinn älligen p i- mi i en Gleichse zung on Quan i ä en und We en niemals eine P eis- skala he o gehen konn e. Schon ehe Ge lo s Buch (1. Au l., 1940) e schien, habe ich in eine „En s ehung ode Ausgliede ung de Volkswi scha ?" übe sch iebenen Abhandlung (Schm. Jb. 1937) gesag : „Daß Geld, sei es nun S o ode Zeichen, übe haup einen We ha , häng nich on seine s o lichen Na u ab, sonde n on de Wäh ung, die ja auch bei Na u algeid, z. B. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.72.4.27 | Gene a ed on 2023-04-04 11:06:54 417] U sp ung, Fo men und A en des Geldes 33 in Ges al de Op e - und Buß a i e, des We geldes und de gleichen meh . .. schon o lieg ..(ebd. S. 33), und bald nach dem E schei- nen des Ge lo schen Buches, das ich damals noch nich kann e, habe ich in einem Au sa z übe „Geld und P eis" (Fin.A ch. 1941) be- wiesen, daß de Geldwe nich aus dem Tausche abzulei en sei, und zu zeigen e such , wie e ielleich aus de O ganisa ion des Op e - und Abgabewesens abgelei e we den könne. Denn wenn man auch nach dem, was wi on den p imi i en S ammeswi scha en wissen, die Vo - s ellung eine geschlossenen Hauswi scha allen lassen muß, so da doch de en seh wei gehende Selbs e so gung (schon wegen de Un- di e enzie hei de Wi scha en in einem S amme) nich bezwei el we den. In eine solchen Wi scha wi d dahe ein Tausch zunächs nu ausnahmsweise zus ande kommen, haup sächlich in olge on Glück ode Unglück beim Sammeln, Jagen, Fischen usw. Dies is die communis opinio. Aus sel enem Tausch bei zu älligem Wechsel on Übe luß und Mangel kann sich abe noch wenige ein sinn olle P eis e geben als aus de e wähn en quan i a i en Gleichse zung on Gewich ode Länge des Geld- und des P eisgu es. Denn bei zu älligem Übe luß haben übe lüssige, leich e de bliche Gü e ü den Ve käu e ga keinen We , wäh end de Mangel leidende Käu e sie um jeden P eis e we ben muß. Wie soll da ein P eis sich bilden? Man übe winde diese Schwie igkei nich dadu ch, daß man dem Innenhandel zwischen den undi e enzie en S ammesgenossen einen Außenhandel zwischen den di e enzie en S ämmen (e wa zwischen den Küs en- und Binnenland- s ämmen) o ausgehen läß , — schon deshalb nich , weil de Außen- handel zunächs nich Sache Einzelne , sonde n de S ämme selbs bzw. ih e Abgesand en gewesen is . Ich glaub e dahe und glaube auch heu e noch, schließen zu dü en, daß die No wendigkei , Op e , Bei äge ü sak ale Fes e, Abgaben an die P ies e , die S ammes üh e u. dgl. meh zu leis en, den da ü e o de lichen Gü e n mi ih e aus- gezeichne en S ellung auch einen P eis e liehen ha . Denn diese Gü e muß e jede Op e nde und Abgabep lich ige sich en - wede du ch seine A bei ode du ch die Hingabe seine E zeugnisse im Tauschwege e scha en. Besonde s kla lieg de Fall bei Op e - ie en, die makellos und da übe hinaus wohl ga noch on bes imm e Fa be ode Zeichnung sein muß en. Wie heu e noch, jedoch iel meh als heu e, lag abe übe haup in den Gü e n, die ü den Kul us und die Rep äsen a ion geb auch wu den und o schwe zu bescha en wa en, ein Anspo n zu g öße e und besse e E zeugung und dami auch zu Di e enzie ung und zum Tausch. Man e inne e sich an die Wo e Kuba ys übe die Ka olinen-Insulane , die zwa zum no dü i- gen Lebensun e hal genug gehab , abe als Mi gliede eines S aa es des Geldes bedu hä en. So ha auch Ge lo angenommen, daß das Schmolle s Jah buch LXXII, 4 3 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.72.4.27 | Gene a ed on 2023-04-04 11:06:54 34 Wilhelm And eae [418 u sp üngliche Geld de Südsee-Insulane „gewisse maßen den Lebens- hy hmus in Familie und sozialem Au bau egle" (a.a.O. S. 186). Wenn ich, unabhängig on Ge lo , zu dem Schluß gekommen bin, daß nich im Tauschmi el, sonde n in Op e n und Abgaben de U - sp ung des Geldes lieg , so is das E gebnis de um ang eichen Sonde - o schungen Ge lo s auch ein Beweis ü die g undsä zliche Rich igkei meines Gedankengangs, de alle dings on dem seinen inso e n ab- weich , als ich wenige Gewich au Ho gü e als au Op e und Ab- gaben lege, wäh end e mi Rech auch „de Ve eilung de Beu e und sons igen Besi zes, de scheinba eiwilligen, abe du ch Si e und He kommen bes imm en Leis ung und Gegenleis ung" ü die En al- ung on Tausch und Handel, S eue n und sons igen Abgaben Bedeu- ung beimiß (a.a.O. S. 185). Abe en scheidend bleib schließlich, daß es Leis ungen ü die Gemeinscha wa en, die den G und ü die Be- we ung des Geldes bilde en. 4. De U sp ung de Wäh ung Wenn ich behaup e habe, daß schon beim Na u algeid in Ges al de Op e - und Buß a i e, de We geidbes immungen u. dgl. meh eine Wäh ung o liege, so habe ich dami den Beg i de Wäh ung cum g ano salis seh wei und nich im echnischen Sinne unse e heu igen Wäh ungen ge aß . Ich hal e mich abe zu eine solchen Auswei ung des Beg i es ü be ech ig , weil in diesen Ta i en Gü e on ganz be- s imm e Quali ä s ehen, mi denen eben alls bes imm e Ve p lich un- gen abgegol en we den muß en; weil diese dadu ch ausgezeichne en Gü e zu „gese zlichen Zahlungsmi eln" wu den (ode wenigs ens ein Analogon zu diesen bilden); weil mi den in den Ta i en es geleg en quan i a i en Ve häl nissen zugleich eine P eisskala ü diese Gü e au ges ell is , und weil inso e n ein Sys em on Geldgü e n beg ünde wu de, das ü die Bewe ung de Tauschgü e maßgebend gewesen is . Dadu ch is abe , wenn auch noch keine mode ne Wäh ung, so doch de en u sp ünglichs e Fo m gescha en. Wenn man diese nu als eine „Vo o m" und die aglichen Geldgü e nu als „Vo o men" des Geldes bezeichnen will, so bleib auch dann noch die allein wich ige Ta sache bes ehen, daß hie de U sp ung des Geldwe es und eine unen beh liche Vo ausse zung des Tausch e keh s lieg . Ande e sei s gebe ich ge n zu und möch e es soga be onen, daß nu du ch das Zu- sammenwi ken und die Gegensei igkei de ö en lichen Geld o de un- gen, de Do-u -des-Geschenke, Un e s ü zungen und de eien Tausch- handlungen de Einzelwi scha en das we den konn e, was wi heu e Wäh ung zu nennen p legen. Diese konn e nämlich e s dadu ch en - s ehen, daß aus de Reihe de ausgezeichne en Gü e zunächs einige wenige und schließlich eines (ein Edelme all) he ausgenommen wu de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.72.4.27 | Gene a ed on 2023-04-04 11:06:54 425] U sp ung, Fo men und A en des Geldes 41 Geldwesens, ü die de p ägende S aa un e Ums änden seinen Schlag- scha z, mindes ens eilweise, op e n muß, kann e die Volkswi scha uch ba e machen und sich so mi elba eiche e S eue quellen e schließen. Wenn das ganz allgemein gil , so ha das Münzgeld dazu einen besonde en Anlaß gegeben. Lieg doch in ihm die Ve lockung zum iskalischen Mißb auch des Schlagscha zes, zugleich abe auch die Möglichkei , ein unk ions ähiges Geld zu scha en und im Umlau zu e hal en. Wenn wi on den Ve ände ungen des We e häl nisses zwischen den P ägeme allen Gold und Silbe zunächs absehen, so e gib sich allein schon aus de UnVe häl nismäßigkei de P ägekos en ü die e schiedena igen Gold- und Silbe münzen, ja ü alle Münzen e - schiedenen We es, ein schwe lösba es P oblem, weil die P ägekos en de we olle en S ücke einen seh iel kleine en Hunde sa z des S o - we es ausmachen als die de we lose en. Fü den Geld e keh bes eh abe die No wendigkei eine S ückelung des Münzgeldes ü g öße e, kleine e und kleins e Zahlungen, wäh end de S o we de S ücke mi ih em Nennwe nich in Übe eins immung zu b ingen is . Da aus e gab sich ein An eiz, zuguns en des Schlagscha zes den Nennwe du ch P oklama ion wei übe dem S o we anzuse zen, wodu ch jedoch die UnVe häl nismäßigkei zwischen den S o we en de einzelnen Münzen nich besei ig wu de. So e schwanden die e häl nismäßig we - olle en S ücke aus dem Umlau , um ins Münzausland, wo ja nu ih S o we gal , abzuwande n ode zu gewe blichen Zwecken einge- schmolzen zu we den. „Das schlech e Geld e d äng das gu e". An diesem G eshamschen Gese z muß en alle Münz e o men schei- e n, gleich iel ob das umlau ende Geld in olge un e we ige Aus- p ägung ode du ch Beschneiden ode Ab eilen („Kippe und Wippe ") ode auch nu du ch na ü liche Abnü zung wäh end des Umlau s zu wei un e seinen S o we gesunken wa . Die im Ve keh gebliebenen Münzen wa en dann nich meh „ ungibeles" Geld, so daß meis nich Zahlung in Geld, sonde n in bes imm en Münzen e einba wu de, wo ü de B au kau des Teu els in G abbes „Sche z, Sa i e, I onie und ie e e Bedeu ung" mi Reichs ale n in Kon en ionsmünze, in Gold und holländischen Randduka en, mi G oschen und P ennigen in Kup e ein lus iges Beispiel bie e . Hel e ich, de dies on ihm sogenann e So engeld nähe behandel ha , heb ü das I alien des spä e en Mi elal e s d ei So en he o : das eine Goldgeld (li a a o o), das g oße Silbe geld (li a a io ini) und das kleine Silbe geld (li e, soldi, dena i). In Deu schland wa de Münzwi wa iel g öße : Duka en und Goldgulden, Tale und Silbe gulden, das Kleingeld, diese So en „in unzähligen Speziali ä en, je nach de Zei und dem O ih e Aus- p ägung" (a.a.O. S. 44), wobei man bedenke, daß in Deu schland am OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.72.4.27 | Gene a ed on 2023-04-04 11:06:54 42 Wilhelm And eae [426 Ende des Mi elal e s e wa 600 P äges ellen bes anden haben! Viel ach wu de abe das un e we ige Geld ga nich meh gezähl , sonde n wiede gewogen, womi dann das Münzgeld seinen Sinn ollends e - lo en ha e. Dami is de äuße s e Punk bezeichne , wo de Schlag- Scha z dem höhe en olkswi scha lichen Belang eines geo dne en Geldumlau es weichen muß e. Bei den zahllosen Geld e o men zeig sich imme wiede , daß eine s a ke Zen algewal die Münzp ägung zu monopolisie en und dadu ch zu e einhei lichen e such ha . Da ü bie e die Münzgeschich e om Al e - um bis gegen Ende des neunzehn en Jah hunde s eine Fülle on Bei- spielen, so in Pe sien, G iechenland, Rom, im Ka olingischen Reich (au Ka l geh üb igens die noch heu e bes ehende S ückelung des englischen Geldes: 1 P und = 20 Schilling, 1 Schilling = 12 Dena e ode P ennige zu ück), in England, F ank eich und Deu schland. He o gehoben sei nu , daß o Goldmünzen als Reichsmünzen be o zug wu den, so in Pe sien, dem Lande de e s en S aa spos , schon un e Ky os und Da eios die goldenen Da eiken, im Römischen Reich schon un e Augus us die Au ei (Augus ales). Den Ansp uch des e gö lich en He sche s, seinen Kop den Münzen au p ägen zu lassen, ha Alexan- de d. G . e hoben und du chgese z , ihm sind dann die hellenis ischen He sche , abe auch Cäsa und Augus us ge olg . So is die Münze, ins- besonde e die Goldmünze zum Symbol de Mona chie gewo den. 8. Bankno e und Scheidegeld Au doppel e Weise sind die mi de ollwe igen Ausp ägung de Münzen e bundenen Schwie igkei en übe wunden wo den: 1. du ch die Depo scheine und spä e en Bankno en sei ens de P i a wi scha e , 2. du ch das Scheidegeld sei ens des S aa es. Nach Knapp sind beide Gelda en „no al", gewisse maßen nu U kunden, die ih en We nich in ih em S o e haben, sonde n ihn du ch die Wäh ung e hal en — ih en We d. h. ih en Nennwe , denn ih e Kau k a häng on ih e Bewe ung du ch den Ve keh und on den P eisen ab. 1. Als Vo läu e de mode nen Bankno en sind hie zu nennen die schon aus de Mi e des ie zehn en Jah hunde s in I alien bekann- en Schecks und o allem die Goldsmi h'sno es. Diese wa en Depo - scheine, welche die zugleich Geldhandel und Geldwechsel be eibenden englischen Goldschmiede wäh end des siebzehn en Jah hunde s aus- gaben und die als Zahlungsmi el umlie en. Abe schon im An ang des siebzehn en Jah hunde s (1609) wa die Bank on Ams e dam geg ünde wo den, zu dem ausgesp ochenen Zwecke, den Mißs änden, die du ch das Einschmelzen al e und du ch die Ausgabe leich e e neue Münzen en s anden, zu begegnen. Diese Bank nahm die Münzen OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.72.4.27 | Gene a ed on 2023-04-04 11:06:54 427] U sp ung, Fo men und A en des Geldes 43 nich nach ih em Nennwe , sonde n nach ih em Gewich en gegen und sch ieb dem Einlie e e den Me allwe gu . In olge ich ige Fo en - wicklung schu die Hambu ge Gi obank (1770) eine eigene Ve ech- nungseinhei , die Ma k Banco. So ha de We des Hambu ge Buch- geldes wäh end eines Jah hunde s nich au dem s aa lichen Münzgeld, sonde n au ungep äg en Silbe ba en be uh . De Un e schied zwischen den Schecks de Gi obanken und den Depo scheinen eine sei s — insbesonde e wenn diese nich nu ü ein Depo ausgegeben we den, sonde n übe den Be ag des hin e leg en Me alls hinausgehen, — und den einlösba en Bankno en ande e sei s bes eh nu da in, daß jene ein be u ss ändisches Geld sind, das nich allgemein umläu , wäh end diese, nach den Bedü nissen des allge- meinen Ve keh s ges ückel , au allgemein es geleg e Be äge lau en. Wenn alle dings die No en, was in Deu schland 1909 geschehen is , ü allgemein e bindlich e klä we den, ode , wie in Deu schland sei 1939, übe haup nich meh du ch Gold gedeck zu sein b audien, is de Un e schied zwischen jenen Schecks und diesen No en mi Zwangs- ku s e heblich. Denn solche No en sind dann s aa lich sank ionie es Ba geld. 2. Das Scheidegeld inde sich als No geld schon in den an iken S aa en G iechenlands, Ka hagos und Roms. Dieses No geld auch imme wiede au , so z. B. in England im ün zehn en und sechzehn en Jah hunde , ode in Deu schland wäh end de In la ion nach dem e s en Wel k ieg. Wäh ungspoli ik im mode nen Sinne haben abe e s Eng- land und B andenbu g-P eußen im siebzehn en Jah hunde du ch Besch änkung de Zahlungsk a de kleinen, un e we ig ausgep äg en Münzen au kleine, dem Ve keh sbeda en sp echende Be äge be- ieben, die heu e nach de Kop zahl de Zahlungsgemeinscha es - geleg we den. Du ch Knapphal ung kann man jede un e ih em S o we aus- geb ach en Münza einen höhe en We e leihen, sowei dami dem Ve keh sbedü nis en sp ochen wi d. Daß man alle Gelda en an eine im Geldsys em üh ende, z. B. die Goldmünze, binde , is die im G unde höchs ein ache Lösung eines P oblems, mi dem de geldschöp ende S aa gleichwohl Jah hunde e, ja ielleich Jah ausende ge ungen ha , und das e ohne die Hil e de p i a en Händle und Banken ielleich nie bewäl ig hä e. Mi diese E kenn nis wa abe auch die F age, Gold- und Silbe münzen, o z dem wechselnden We e häl nis de beiden Edelme alle, zugleich im Umlau zu hal en, gelös . Denn das jeweils schlech e e, d. h. seinem S o we nach ge inge e, Geld konn e bei en sp echende Knapphal ung seinen Nominalwe behaup en, was soga noch ü das s o we lose Papie geld gil . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.72.4.27 | Gene a ed on 2023-04-04 11:06:54 44 Wilhelm And eae [428 9. Die En s ehung de Goldwäh ung So wenig die Geschich e de Geld o men und Gelda en aus de en Zweckmäßigkei kons uie we den kann, so seh schein sie dem P inzip de En elechie zu olgen, nämlich in dem Sinne, daß in de Blü e eine Gelda zugleich de Same ü die Fo en wicklung des Geldwesens zu liegen schein : Denn kaum is das Münzwesen in de Goldwäh ung zu Blü e gekommen, so bilde diese schon den Samen des Papie - und Buchgeldes aus, wo au das Depo wesen o enba schon angeleg is . So inden sich imme wiede neue Ansä ze, die abe nich im p eilge aden Fo sch i ausgebilde we den, sonde n nu im Kai os de gesam en wei - und olkswi scha lichen En wicklung zu Voll- endung kommen. Die En s ehung de Goldwäh ung in England, das diese den Wel - handel im neunzehn en Jah hunde behe schende Wäh ung ein üh e und o bildlich e wal e e, ha Knapp au Kalkmann (Englands Übe - gang zu Goldwäh ung im 18. Jah hunde , 1895) ußend, un e such und au das Jah 1774 angese z . Danach ha sich die englische Gold- wäh ung aus de sei Wilhelm dem E obe e bes ehenden Silbe wäh- ung mi dem P und S e ling als We einhei (1 £ = 20 Schilling, 1 Schilling = 12 P ennig) au dem Weg übe einen bime allischen Zu- s and de Geld e assung en wickel . De Bime allismus e gab sich aus de on Ka l II. o genommenen P ägung on Goldmünzen (1663). Die neue Goldmünze, die guinea, ha e zunächs keine p oklama o ische Gel ung, sonde n dien e nu als Handelsmünze, weil mi ih Handel ge ieben wu de wie mi eine Wa e. Sie wa also kein Wäh ungsgeld wie das Silbe geld, das üb igens nich in de We einhei des P undes als Münze ausgeb ach wu de. E s 1717 wu de die Gel ung de guinea zu 21 Schillingen es gese z , wodu ch eine Doppelwäh ung gescha en wu de, denn es bes anden nunmeh zwei A en des Ba geldes: Silbe - und Goldmünzen. Diese Zus and konn e abe nich on Daue sein aus olgenden d ei G ünden: 1. De Un e schied de P ägekos en ü Silbe - und Goldmünzen gleichen Nennwe es, de um so meh ins Gewich iel, als Silbe münzen, wie be ei s e wähn , nu in kleine en S ücken (Schillinge) ausgep äg wu den. 2. Die s ä ke e Abnu zung des schnelle umlau enden Silbe geldes, das an seinem S o we meh e lo . Diese uns schon bekann en G ünde haben zu dem Gese z on 1774 ge üh , wodu ch nach Knapp die eng- lische Goldwäh ung beg ünde sein soll. Denn, wenn in diesem Gese z bes imm wu de, daß Silbe münzen nu noch bis zum Be age on 25 P und S e ling gese zliche Zahlungsk a haben soll en, da übe OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.72.4.27 | Gene a ed on 2023-04-04 11:06:54 429] U sp ung, Fo men und A en des Geldes 45 hinaus abe nu noch nach ih em Gewich in Zahlung genommen we den muß en, so ha en die Silbe münzen au gehö , Ba geld zu sein. Sie wa en zu Vo läu e n de Scheidemünzen gewo den, un e schieden sich abe du ch die Höhe des „k i ischen" Be ages, zu dem sie in Zahlung genommen we den muß en, und du ch die o bes ehende P äge eihei (das Rech de P i a en, sie du ch die Münzans al en ausp ägen zu lassen) om mode nen Scheidegeld. 3. Die Ve schiebung des We e häl nisses zwischen Gold und Silbe du ch zunehmende En we ung des Silbe s im le z en Vie el des ach - zehn en Jah hunde s ( on 1 : 14,64 und nach 1790 on 1 :15,2 und da übe ). Diesem G und, dessen Be ach ung wi zu ückges ell ha en ( gl. oben § 7), miß Hel e ich (a.a.O. S. 59 .) en scheidende Bedeu- ung bei. Denn du ch die En we ung des Silbe s wa je z die Aus- p ägung on Silbe münzen ü die Edelme allhändle zu einem o eil- ha en Geschä gewo den, so daß das Silbe in den englischen Geld- umlau in Masse eind ingen konn e und es das Gold, dessen Einschmel- zung nunmeh gewinnb ingend wu de, zu e d ängen d oh e. Dahe hob die englische Regie ung das sei 1666 bes ehende eie P äge ech , welches ü die englische Münze die Ve p lich ung bedeu e e, das ih übe b ach e Gold und Silbe ü den Einlie e e unen gel lich auszu- p ägen, im Jah e 1798 ü das Silbe au . E s dami ha England (nach Hel e ich, dem ich in diesem Punk e gegen Knapps Behaup ung zu- s imme) die en scheidende Wendung zu mode nen Goldwäh ung oll- zogen. Denn, ob Doppelwäh ung, Silbe wäh ung ode Gold- wäh ung bes eh , e kenn man in de Ta da an, ob ü beide Edel- me alle, ode nu ü das Silbe , ode nu ü das Gold P äge eihei bes eh . Dagegen is die sogenann e Pa allelwäh ung ein bime alli- sche Zus and, in dem Gold- und Silbe münzen, ohne daß ih We - e häl nis bes imm is , umlau en, abe einande nich e e en können, übe haup keine ech e Wäh ung, sonde n ein Rück all in die Mißs ände des So engeldes. Die Doppelwäh ung ha nich nu in England, sonde n auch in ielen ande en Lände n, z. B. F ank eich und Deu schland, den Übe gang zu Goldwäh ung gebilde . Die hinkende Wäh ung endlich bezeichne einen Zus and, wo die Wäh ung au dem einen Münz uß, dem Silbe uß, hink wie es in Deu schland in de Zei on 1871 bis 1900 de Fall wa , als silbe ne Tale (ös e eichische Ve eins ale ) zwa noch als Ku an geld umlie en, abe die P äge eihei ü Silbe au gehoben wa . Das eie P äge ech ha abe auch ü das einlösba e Papie geld eine g oße Bedeu ung. Wenn ü die Goldumlau swäh ung OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.72.4.27 | Gene a ed on 2023-04-04 11:06:54 46 Wilhelm And eae [430 en scheidend is , daß die umlau enden Goldmünzen in ih em ollen Gewich e hal en we den und dadu ch die Übe eins immung des S o - we es und des Nennwe es ü das ba e Goldgeld bes ehen bleib , so is das ohne P äge eihei ü Gold nich zu e eichen. Denn auch die Gold- umlau swäh ung be uh keineswegs da au , daß nu Goldmünzen im Umlau wä en, sonde n nu da au , daß diese das einzige Ba geld bilden. Fü diese Wäh ungsa genüg es also, daß neben dem Scheide- geld, dem s aa lichen Papie geld und den Bankno en, ku z neben dem „no alen^ Geld auch Goldmünzen, in die alles ande e Geld um ausch- ba is , umlau en. Und das is eben nu du ch P äge eihei zu e eichen, weil dadu ch die Zen alno enbank p ak isch e p lich e is , Gold zu einem du ch die We einhei (z. B. P und S e ling) es gese z en P eis zu kau en und zu e kau en. Denn da au läu die heo e ische Bes im- mung de P äge eihei hinaus, weil ja jede ü no ales Geld Gold- münzen, ü Goldmünzen no ales Geld und ü sein Gold Goldmünzen un e Be echnung eines nich ins Gewich allenden Schlagscha zes, um den de An- und de Ve kau sp eis des Goldes sich un e scheiden (in Deu schland z. B. be ug de Un e schied 3 Ma k ü das P und Fein- gold, da dieses on de Reichsbank mi 1392 Ma k gekau und zu 1395 Ma k e kau wu de), e hal en kann. Schließlich is abe das Buchgeld, das du ch Gu sch i en ode K edi - gewäh ung de Banken en s eh ( gl. das oben § 8 übe die Depo - scheine Gesag e),g undsä zlich in No enbankgeld und bei Goldumlau s- wäh ung auch in Goldmünzen um auschba . E s wenn die Gold- münzen aus dem Geldumlau he ausgezogen und die Papie geldscheine nich meh in Goldmünzen eingelös we den, hö eilich die Gold- umlau swäh ung au , abe , solange noch Gold in Ba en ü den Außen- handel gegen No en zu Ve ügung ges ell wi d, bleib die Gold- wäh ung in Fo m de ( on Plenge) sogenann en Goldke nwäh- ung bes ehen. So beginn die eine Papie geld wäh ung e s , wenn auch de Auße handel nich meh du ch p i a e Goldzahlungen egulie wi d. Abe auch dann spiel das Gold, z. B. in Wäh ungsaus- gleichs onds und ü die Be echnung des Außenwe es de Wäh ungen, imme noch eine Rolle. So da man wohl sagen, daß die du ch Ein- üh ung de Goldmünze en s andene Goldwäh ung auch nach ih e Au - hebung o wi ke, obwohl ande e sei s zu be onen is , daß das Papie - und das Buchgeld die eins en Gelda en da s ellen. Denn nu ü den A bei swe heo e ike beda das Gold zu Da - s ellung des A bei swe es eine s o lichen Ve kö pe ung, wäh end das Geld nach ganzhei liche Au assung seine o ganisie enden Leis un- gen auch ohne Bindung an einen we ollen S o e ich en kann und sein We au de F uch ba kei de Zahlungsgemeinscha be uh . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.72.4.27 | Gene a ed on 2023-04-04 11:06:54