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Das Rätsel "Volkswirtschaft"

Kröll, Michael

Abstract

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Full text

K öll, Michael A icle Das Rä sel "Volkswi scha " Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: K öll, Michael (1953) : Das Rä sel "Volkswi scha ", Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 73, Iss. 3, pp. 1-30, h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.1 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/290774 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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Volkswi scha als A bei sgemeinscha S. 13. — Sich ung des E gebnisses S. 18. — III. Die Wi scha swissenscha en: 1. Volks- wi scha und Gü e ausch S. 21. — 2. Volkswi scha und Wohl ah ss aa S. 24 — 3. Die Einhei de Leh e S. 28. I. Das säkula e P oblem 1. De ehlende G undbeg i S o m b a lei e sein me hodologisches Al e swe k „Die d ei Na ionalökonomien" mi dem Sa ze ein: „In de Na ionalökonomie is alles unbes imm , soga de Gegens and . . . und das is eine Eigena , die sie mi keine ande en Wissenscha eil , die nu die Philosophie mi ih gemeinsam ha ", wobei e de Philosophie o enba einen den Wissenscha en übe geo dne en Rang zue kenn . Somba lieb s a ke E ek e, iele seine Fo mulie ungen bedü en eine Milde ung, abe den zi ie en Sa z muß jede Na ionalökonom bes ä igen, mag e da - übe noch so bed ück sein; als Milde ungsg und könn e e höchs ens o b ingen, daß in de Schwes e wissenscha Soziologie noch meh Ve - wi ung bes ehe und daß dies übe haup das Schicksal eine jungen Wissenscha sei, wie schon I. S . M i 11 he o gehoben ha . Üb igens be- gib sich Somba selbs ga nich au die Suche nach dem G undbeg i , e se z sich bekann lich nu das Ziel, zwischen ich ende , o dnende und e s ehende Me hodei zu un e scheiden und nu die le z genann e anzue kennen. Auch im angelsächsischen Be eiche is man sich de Un- bes imm hei des E kenn nisobjek es bewuß . Dies bezeug im neues en Sch i um R o b b i n s, de in seinem „Essay on he na u e and signi icance o economic science" bei allem englischen Unde s a emen bekenn , daß un e dem Mangel de G undbeg i e „ epu a ion o Economics su e s", de abe in seinem Lösungs e suche auch kaum Schmolle s Jah buch LXXIII, 3 1 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:40 2 Michael K oll [258 Neues o zub ingen ha . Die Na ionalökonomie en beh nach wie o eines G undbeg i es und dami eine Abg enzung ih e Fo schungs- au gabe und eine es en Me hode. T os und Ho nung knüp en sich da an, daß wenigs ens übe den Beg i des „Wi scha ens" als eines bes imm en Handelns kein ie - g ei ende Zwei el bes eh , denn diese Beg i muß doch wohl auch de Schlüssel ü den de „Volkswi scha " sein. Wenn es nun abe kaum ein Leh buch gib , das nich schon einlei end das „wi scha liche P in- zip" en wickel , so is doch auch dessen Fo mulie ung nu sel en ganz eindeu ig. In de klassischen Epoche ha man das Haup gewich au die objek i e Sei e geleg , also au das S eben, mi ge ings en Kos en höchs en E ag zu e zielen, was besonde s ü die P oduk ion, also ü den Be ieb ich unggebend is . Sei dem Au kommen de G enz- nu zenleh e abe leg man das Haup gewich au die subjek i e Sei e, nämlich au das S eben, die Bedü nisse in jene Rango dnung zu be iedigen, die bei ge ings em Lus e zich höchs en Lus gewinn e b ing , wie dies ü die Konsum ion, also ü den Haushal ich ung- gebend is . Eine zusammen assende De ini ion abe s eh aus und bei dem Ve suche, mi ih aus dem Gesam e hal en des Menschen einen be- s imm en Be eich als Wi scha en he auszugliede n, begegne die Theo ie übe dies dem Einwände, daß das wi scha liche P inzip im G unde ein allgemeines Ve nun p inzip sei, welches de a ionale Mensch nich nu bei seinen ma e iellen, sonde n bei allen Ziel- se zungen übe haup e olge T os und Ho nung schwinden auße dem asch wiede , wenn man sich den nich ssagenden De ini ionen gegenübe sieh , mi denen auch die uni e sells en Na ionalökonomen den eigen lichen G undbeg i e - ledigen. Die Volkswi scha sei ein „Inbeg i on Einzelwi scha en" bzw. de „Inbeg i de Wi scha shandlungen eines Volkes" (Schmolle )2 ode eine „o ganisie e Komplika ion on Einzelwi - scha en" bzw. „eine zu höhe e Einhei e bundene Vielhei on Einzelwi scha en" (Menge ) ode die „Wi scha eines Volkes inne - halb eine bes imm en sozialen O dnung" (Philippo ich) ode die „Wi - scha eines Volkes un e einem sozial ech lichen Gesich spunk e" (Diehl) und de gleichen meh . Nich wenige begnügen sich übe haup nu mi dem Beg i e „Wi scha ", so Wiese ode Schumpe e ode Voig 3. All 1 Auseinande se zungen neue en Da ums übe dieses Thema b ingen P eise : „Das Ra ionalp inzip in de Wi scha und Wi scha spoli ik", Jah büche ü Na . ök. 168. Bd. 1943; Klug, Das P oblem des Wi scha en als Ausgangspunk de Wi scha swissenscha ", Schmolle s Jb. 68. Bd.; M a c h a 1 : Gegens and und Wesen de Wi scha swissenscha ", Z sch . . d. Ges. S w. 106. Bd. 1950. 2 HWB II. Au l. 3 HWB III. Au l. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:40 259] Das Rä sel „Volkswi scha " 3 den De ini ionen de genann en A häl A m o n n 4 ein ü allemal en - gegen, daß die dem Wi scha sbeg i e „zug undeliegenden Elemen e ein indi iduelle A nu die E i n z e lwi scha kennzeichnen", daß man abe „ on ihnen aus logisch nich zu Volks Wi scha gelangen könne", diese e scheine ja nich „als ein einhei liches Zielsys em", wie es die Einzelwi scha is , bei einem Volke e e ielmeh eine „Viel- hei on Einzelwillen" au einande . In de Ta , mi allgemeinen Wen- dungen, wie „Inbeg i ", „höhe e Einhei ", „Komplika ion", is ga nich s e klä . Soll de Ausd uck „Volkswi scha " nich eine bloße Abb e ia u sein, dann muß gezeig we den, daß ein Volk als Ganzes Wi scha sme hoden und Ein ich ungen e wi klich , die eine Vielhei on Einzelwi scha en in de Tag o ganisch, eal zu eine „höhe en Einhei " e binden und all dies muß in eine ku zen p äzisen De ini ion ausged ück we den. Die Übe legungen da übe , was die Volkswi scha eigen lich sei, eichen üb igens ga nich seh wei zu ück. Die Klassike geb auchen das Wo „poli ical ecconomy" ode „S aa swi scha " ja meis nu im Sinne eine S ellungnahme des S aa es zu Volkswi scha . Sie haben sich dahe nu Rechenscha übe die F agen gegeben, au die sie an wo en woll en. Sie alle woll en nu un e suchen, wie de ma e- ielle Wohls and des Volkes (weal h, ichesse = Einkommen, Ve mögen) en s eh und wie e sich e eil , wobei an änglich meh Augenme k de „P oduk ion" und spä e hin meh de „Dis ibu ion" gewidme wu de. Auch die N e o klassike , wie Ma shall, Cannan, haben diese De ini ion beibehal en, welche ßobbins die „ma e ial de ini ion" nenn . Smi h ha dabei bekann lich un e „weal h" ziemlich eindeu ig nu den Sachgü e besi z e s ehen wollen, und die ande en sind übe die sich hie e gebenden Unkla hei en sach e hinweggegli en. Also nich einmal Kla hei übe die Wi scha sobjek e ha sich so e geben, ge- schweige denn übe die „Volkswi scha ". Adam Mülle und Lis haben aus diese P oblema ik lediglich den Gu sbeg i he ausgeg i en und du ch seine sch ankenlose Aus- wei ung (auch die Monogamie, die Mona chie, das Ch is en um sind Wi scha sgü e ) hinsich lich des G undbeg i es nu nega i e A bei geleis e . Das E gebnis is denn auch die Sch ankenlosigkei de „his o ischen Schul e", die de Volkswi scha sleh e ausd ück- lich nich nu „ch ema is ischen", sonde n ge adezu „philosophisch- soziologischen" bzw. „poli isch-e hischen" Cha ak e zusp ich 5 und mi ih e Uni e sali ä alles u , um eine Klä ung des G undbeg i es zu e hinde n. 4 „Objek und G undbeg i e de Na ionalökonomie", 1. Au l. 1926, S. 153. 5 Schmolle in HWB II. Au l. 1* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:40 4 Michael K oll [260 De „Me hodens ei " is dahe nich nu ein S ei übe „deduk i ode induk i ", sonde n auch eine Reak ion au das Übe - und Ze - ließen de Fo schung und ein S eben nach Abg enzung des E kenn nis- objek es. In Menge 's De ini ion om We e als eine du ch „Nü z- lichkei und Sel enhei " bes imm en subjek i en Einschä zung on Gü e n wu zel die mode ne Au assung, wonach allein die „Knapp- hei " ein Ding, sei es auch noch so unkö pe lich,zum Wi scha sobjek e mache und daß das Wi scha en nich s ande es als das S eben nach Übe windung diese Knapphei sei. Diese „sca ci y de ini ion" (Robbins) behe sch nunmeh das Feld. Abgesehen da on, daß dies nich zu eine kla en Abg enzung üh , denn schließlich kann ja alles mangeln und dahe Gegens and eines Bedü nisses und somi ein Gu sein, soga die bloße Zei , nähe sich diese ganze E ö e ung auch nich am Rande dem Beg i e de „Volkswi scha " selbs . Indessen wa die Ka allak ik in Ges al de Gleichgewich s- heo ien de Lausanne Schule (Wal as-Pa e o) imme s ä ke he o - ge e en, und die Theo e ike besch änken sich on nun an imme meh au das S udium des Tausches, au die F agen on P eis, Ve eilung, Gleichgewich ss ö ungen usw. und ge allen sich imme meh da in, diese quan i izie ba en P obleme ma hema isch zu behandeln. Zugleich se zen abe auch die e s en me hodologischen S udien übe die G undbeg i e ein, und da is es also nich e wunde lich, wenn sich Me hodologie und Theo ie au halbem Wege e en. A m o n n en wickel in dem 6chon genann en, ü seine Zei epochemachenden We ke olgenden S and- punk : Aus dem „E ah ungsobjek " Volkswi scha , das „unendlich e schlungen, ielges al ig und wandelba " is (S. 29), lös sich das „E - kenn nisobjek " de „sozialen Ve keh s- und Tausch beziehungen" he aus, wie sie sich un e den „ ie Vo ausse zungen des Eigen ums, de Ve ags eihei , de eien P eisbildung und eines allgemeinen Tausch- mi els" en wickeln (S. 190—202)6. Schumpe e abe bezieh in seinem ziemlich gleichzei ig e schienenen E s lingswe ke „Objek und Haup - inhal de Na ionalökonomie" den schlech hin posi i is ischen S and- punk , daß „das Wesen de Volkswi scha ü den Na ionalökonomen gleichgül ig" sei und daß diese nu die Au gabe habe, die ma k lichen Gü e bewegungen als Funk ionen wi scha liche Quan i ä en zu s udie en. Die Ka allak ike e zich en demnach ein ach au die E kenn nis des Wesens de Volkswi scha . Sie behaup en auch nich e wa, daß die Volkswi scha ein ach eine Tauschgesellscha sei, was ja 6 In einem neue en Buche „Volkswi scha liche G undbeg i e und G und- p obleme" 1944 geh Amonn alle dings wiede übe die bloßen Tauschbeziehungen hinaus und in einem jüngs en Au sa z „Beg i sbildung Und -bes immung in de Na ionalökonomie" (Jb. . Na . ök. 165/53) gliede e E ah ungs-, Denk- und E kenn nisobjek . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:40 261] Das Rä sel „Volkswi scha " 5 imme hin eine De ini ion wä e, die sich alle dings angesich s de min- des ens heo e ischen Möglichkei eine s eng kommunis ischen Volks- wi scha nich au ech e hal en ließe, abe sie besch änken ih E - kenn nisobjek au den Tausch e keh mi de Beg ündung, „daß ein Riesenoikos übe haup kein sozialwissenscha liches P oblem s elle"7. Diese ka allak ische Rich ung behe sch heu e als „Wi scha s heo ie, Sozialökonomik, economics" wei hin das Feld, is abe in olge ih e Be- sch änkung unzus ändig ü alle auße - und übe ka allak ischen F agen. In Deu schland is die „Volkswi scha sleh e" o allem un e dem Ein lüsse Cassels du ch eine solche bloße „Sozialökonomik" e - d äng wo den, sie, „de die ganze Liebe on Mülle , Lis , Schmolle und Wagne gehö ha e"8. Diese s eng „indi idualis ischen" Ve - engung de Wissenscha se z e nach 1918 Spann seinen „Uni e sa- lismus" en gegen. „Alle Wi scha mein Gesellscha "0 leh e e ; die Volkswi scha kann nu im Zusammenhange mi dem S aa e gedach we den, denn ih e Wesensme kmale sind ja „Ve einhei lichung du ch das gemeinsame Kapi al höhe e O dnung" (= Inbeg i de wi scha s- poli ischen Ins i u ionen) und „Gemeinsamkei de Ziele (Völkische Wi scha )"10. Wie abe das Ganze o dem Teile geh , so gehe auch die Wi scha se kenn nis nich on de Einzel- zu Volkswi scha , son- de n sie nehme den umgekeh en Weg. In de Volkswi scha sind die Wi scha e und Wi scha smi el „Gliede ", nich bloße Tauschpa ne und Tauschobjek e, „de A omisie ung und dem Tausche i die Wechselsei igkei im Zweckganzen gegenübe , so e geben sich die gliedlich- eleologischen Beg i e de Leis ung und des Diens es" 11. Alles du chaus ich ig, abe es üh au s neue in die U e losigkei und Nebelha igkei de Roman ik hinein. Pa allel kämp auch G o 111 gegen die ka allak ische Besch änkung. In „He scha des Wo es" wi d de Na ionalökonomie nich die äuße e „Wel de E scheinungen" (de Tauschp ozeß), sonde n die „Wel de E lebungen" zugewiesen, die nu „im Allzusammenhang" e aßba is , ähnlich den his o ischen Ta sachen. E kenn nisobjek is die olle Wi klichkei , denn „Wi scha is Leben". Spä e hin en schließ sich Go l doch zu eine P äzisie ung: „Wi scha is die Ges al ung menschlichen Zusammenlebens im Geis e daue nden Einklangs on Beda und Deckung", was abe doch auch nu eine schöne, abe nich ssagende Fo mulie ung is . 7 Da übe genaue : Weddigen „Übe die Einhei de Sozialwissenscha en", Zsch . . d. g. S w. 1951, de alle dings einen du chaus uni e sellen Wissenscha sbeg i en wickel . 8 Somba am angegebenen O e S. 123. 9 „Fundamen de Volkswi scha sleh e" S. 3. 10 Fundamen S. 167. 11 „Vom Geis e de Volkswi scha ", Akademische An i s ede. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:40 6 Michael K oll [262 Die jüngs e Phase de Objek bes immung is die mo pho- logische. Als G undp oblem e klä Eucken die F age: „Wie e olg die Lenkung dieses gewal igen a bei s eiligen Zusammenhanges, on dem die Ve so gung jedes Menschen mi Gü e n abhäng ?" Ähn- lich ha e alle dings schon Menge ge ag 12. Eucken's Da s ellung de „Wi scha so dnungen" is die An wo da au . Ih e sind iele mög- lich, sie alle abe bewegen sich zwischen den zwei Ex emen de „ eien Ve keh swi scha " und de „Zen alen Ve wal ungswi scha ". Die Na ionalökonomie ha zu zeigen, wie diese O dnungen sich bewäh en, wobei inne halb de Ve keh swi scha die ganze Tonlei e on de „ olls ändigen Konku enz" bis zum „ olls ändigen Monopol" du chzu- gehen is . De ande e Mo phologe is R i s c h 1, de abe die e schie- denen Wi scha so dnungen nich nu nebeneinande s ell , sonde n da übe hinaus zeig , wie sich in Wi klichkei „Ma k - und Gemein- wi scha " zu eine „dualis ischen O dnung" e binden13. Dami äumen die Mo phologen de Na ionalökonomie imme hin ein b ei e es und wü dige es Feld ein als die Ka allak ike . Doch machen auch sie keinen Ve such, die Volkswi scha an sich exak zu de inie en. 2. Fo mlose Wissenscha De Mangel eines G undbeg i es ha die ie s en Rückwi kungen au die En wicklung unse e Wissenscha . Sie gleich einem Baume ohne P ahlwu zel, den jede S u m umlegen kann, einem Volke ohne Regie ung, das om Bü ge k ieg bed äng is . Schon ha eine bedaue - liche Sezession s a ge unden. Von de s ändig um ih e G undlagen ingenden und dadu ch den p ak ischen Anliegen de Wi scha s a k en emde en Mu e wissenscha ha sich die Be iebswi - scha sleh e abgespal en, aus de gesunden Tendenz he aus, es sich zunächs mi den g ei ba en und o d inglichen P oblemen des kapi alis ischen All ags genügen zu lassen und diese p ak isch e we - ba en Lösungen en gegenzu üh en. Nu äuße lich komm nämlich diese Wissenscha on un en he , aus den „Kuns leh en", die sich um die Geschä s üh ung, Ve echnung, O ganisa ion de Handels- und Indu- s iebe iebe en wickel haben. Tie e e P obleme können sich abe aus diesen Kuns leh en he aus ga nich en wickeln, zu wissenscha lichen Behandlung augen nu jene Be iebsp obleme, die aus de S ellung des Be iebes in de Volkswi scha he aus e ö e we den können. Is e wa Schmalenbachs Theo ie om Schei e n de eien Wi - 1?- „G undlagen de Na ionalökonomie", 1. Au l. 1939. 13 In „Gemeinwi scha und kapi alis ische Ma k wi scha " 1931 und in „Theo e ische Volkswi scha sleh e" 1947. Genaue es mein Au sa z „Die Wi scha s- ypologien E u c k e n s und R i s c h 1 s", Zsch . . d. g. S w. 1952. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:40 263] Das Rä sel „Volkswi scha " 7 scha an de zunehmenden Kos ens a hei 14 ode sind die on Gu enbe g e wogenen E ags- und P eisp obleme15 aus de einen Be iebspe spek i e he aus lösba ? Ohnedies ühl sich, wie Somba es s ell , auch die Be iebswi scha sleh e schon längs in eine „K ise", „sie such nach einem es abgeg enz en A bei sgebie ". Ein solches au wissenscha liche Höhe gib es nich , denn es is unhal ba , die Un e nehmung aus de Volkswi scha auszuklamme n und zu einem Spezials udium zu machen, ebenso unhal ba wie wenn man die Regie ung und ih e Adminis a ion zum Gegens and eine „Regie ungs- wissenscha " machen woll e. Die P obleme, mi denen es die Regie ung zu un ha , sind Sache de S aa swissenscha en, die wei aus höhe e Gesich spunk e e olgen als die adminis a i e Technik, die das Objek eine bloßen „Ve wal ungskunde" sein mag. Die „Kame alis ik" is in de Ta in den S aa swissenscha en au gegangen, wa um also die hie ge üg e Ausgliede ung, mi de die Na ionalökonomie nich Ballas , sonde n we olle ca go au gegeben ha ? Man sage nich , daß es gleich- gül ig sei, un e welche Spa e und in welchem K eise die P obleme behandel we den. Die Indus ien ich en sich gemeinsame Fo schungs- ins i u e ein, die Wissenscha abe leis e sich hie eine Doppelgeleisig- kei , die wegen eine gewissen gegensei igen Abschließungs endenz eine Ve schwendung on Denkene gie bedeu e . Abe auch aus de Füh e gondel des na ionalökonomischen Lu schi es sind Absp ünge e olg , denn üh ende Köp e haben sich den eigen lichen Wi scha s- p oblemen en emde und haben sich au soziologisch-e hisch-philo- sophische G enzgebie e begeben. Die Max und Al ed Webe , die Spann und G o 111, die Somba und Salin, die Mülle - A m a c k und Gö zB ie s, die Röpke und M i s e s sind doch wi klich nu noch am Rande Na ionalökonomen zu nennen, üb ig abe blieb gleichwohl eine unausgeglichene, o mlose, di use Wissenscha . Übe blick man ih e Li e a u , so könn e man ih seh wohl den Ti el eines Ch is ian Wol 'schen Wälze s geben: „Ve nün ige Gedanken on Go , Wel , Seele und allen Dingen übe haup "; und angesich s diese Un ö mlichkei e inne man sich an Pu endo 's Seu ze : „Das Reich is ein Mons um". De Mangel eines G undbeg i es äg e ne wohl die Haup schuld da an, daß die Na ionalökonomie om me hodischen Zwiespal e heu e ebenso geplag is wie eh und je. Fü die Na u wissenscha en ha Baco ein ü allemal die Fo schungsme hode es geleg , hie gab es sei he niemals meh einen Me hodens ei , in de Geschich swissen- scha ha ein solche zumindes niemals spal end gewi k , nu mi den 14 Zei sch . ü Handelswissenscha l. Fo schung 1928 und neues ens „De eien Wi scha zum Ve mäch nis". 15 „G undlagen de Be iebswi scha sleh e" I: Die P oduk ion" 1951. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:40 8 Michael K oll [264 philosophischen Disziplinen bis he ab zu Psychologie und Soziologie eil die Na ionalökonomie auch hie das Schicksal. Vo 80 Jah en ha es da übe einen o enen K ieg in de Geleh enscha gegeben; e is ohne F iedensschluß allmählich in eine A kal en K ieges übe - gegangen. Die me hodologischen Sch i en sind sonde Zahl; nimm man noch alle die dogmenhis o ischen Be ach ungen mi dazu, so machen sie im Um ange ielleich ebenso iel aus wie das me i o ische Sch i um. Go l, de gegen „die He scha des Wo es" gewe e ha , ha ein Leben lang kaum me i o ische, sonde n im G unde nu me hologische F agen e ö e , sein Buch „Wi scha und Wissenscha " zähl 1500 Sei en eine Me hodologie; das is zu iel, es is ein ewiges Messe - schä en, ohne jemals mi dem Messe zu schneiden. Ebensowenig ha sich eine ane kann e Sys ema ik he ausgebilde . Un e de Viel- zahl on Leh büche n gleich nich eines dem ande n, jedes leg sich ein eigenes Sys em zu ech , die übliche i iale Gliede ung in allgemeine und spezielle, heo e ische und p ak ische Volkswi scha sleh e wi k nach ih e Handhabung kaum jemals übe zeugend. Das bedenklichs e E gebnis de bishe igen En wicklung is abe die He ausges al ung zweie F on en, die du ch ein b ei es Niemandsland ge enn sind, also nich einmal in Ge ech sbe üh ung s ehen, weil sie einande ga nich e s ehen können. Die eine is die e bale und die ande e die ma hema ische Me hode, was sich so ziemlich mi de Som- ba 'schen Gegenübe s ellung on „ e s ehende " ode geis wissen- scha liche und „o dnende " ode na u wissenscha liche Na ional- ökonomie deck . Die ma hema ischen Ökonomen e ö e n g undsä zlich nich Wesens-, sonde n nu G ößen p obleme, denn „science is measu emen ", so wie die Physike die K a in posi i is ische Weise als „Masse mal Beschleunigung" de inie en. F agen e wa on de A : Wie sieh das P oduk ionssys em ode de K eislau de Wi scha eigen - lich aus, wie e olg die Lenkung des Wi scha sp ozesses, was is de Un e schied on Geld und Kapi al und de gleichen we den ga nich au - gewo en, sie we den als gelös be ach e , man s ü z sich so o in ein Gleichungs-, Fo mel- und Ku enwesen, man en üh uns in ge- heimnis olle Räume, in denen de Mensch, seines Willens en kleide , „ ühllos selbs ü seines Schöp e s Eh e, wie de o e Schlag de Pendel- uh , olge knech isch dem Gese z de Schwe e". Im G unde genommen is dies eilich nu de Wide schein des g oßen Zwiespal es im Geis e de heu igen Menschhei , de sie zwischen phainomena und noumena, Logis ik und Lebensphilosophie, expe imen elle und in ospek i e Psychologie, Medianismus und Vi alismus, „Gesellscha und Gemein- scha " e zwei el hin und he pendeln läß . In de Na u wissenscha abe kann sich die exak e Fo schung, wenn nich au Wesense kenn nis, so doch au ih e Leis ungen ü die Technik OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:40 271] Das Rä sel „Volkswi scha " 15 Maßanzug s ecken demnach zwei A bei sleis ungen, nämlich die) u n mi - elba e de An e igung, und diese komm nu dem Bes elle zugu e und ih e Kos en belas en ihn dahe oll, wei e s abe auch die mi el- ba e de E le nung des Gewe bes. Diese A bei is jedoch ein „G e - meinkos e n"au wand, denn sie e eil sich au alle die Anzüge, die de Schneide in seinem ganzen Leben an e ig und sie belas e dahe den einzelnen Anzug nu mi eine kleinen Pa ikel. Die F uch on diese abe is , daß einmal die unmi elba e An e igungsa bei iel ge inge is als bei ungele n e A bei , denn ein gele n e A bei e a bei e ja iel asche und mi iel wenige Mühe, und zum ande n, daß diese Anzug nun wi klich kuns ge ech is , demnach einen wei höhe en Geb audiswe da s ell als ein Behel skleidungss ück, das sich de Bes elle ielleich selbs an e igen könn e. Ku z, de Be u sschneide p oduzie , besonde s wenn wi den wei höhe en Geb audiswe eines kuns ge ech en E zeugnisses be ücksich igen, mi eine un e gleichlich höhe en P oduk i i ä als ein au a ke Wi . Du ch ein Sys em s eng be u liche „A bei s eilung", bei dem also jede einen Be u g ünd- lich e le n und dann auch ein Leben lang ausüb , wi d die höhe e E giebigkei gele n e A bei ü alle en sp echenden Diens leis ungen und P oduk ionsau gaben e wi klich . Nunmeh bilde das ganze Volk wah ha ig eine! wi sdia sbeding e A bei sgemeinscha in dem Sinne, daß ein jede im Diens e des Gesam beda es eine e le n e Au gabe als „Be u " e üll , wodu ch die so e wo benen Fähigkei en e s oll ausgenü z und wodu ch denn auch ein un e gleichlich güns ige es Ve häl nis on Au wand und E olg e ziel wi d als in de Au a kie. Die Spezialisie ung abe kann hie bei um so wei e ge ieben we den, je zahl eiche das Volk is , und ih e Vo eile wachsen p og essi mi de G öße des Ma k es. Smi h ha ja die „A bei s eilung" ande s ausged ück , die G e - meinnu zung an den be u lichen A bei sleis ungen als eine das Bild de Volkswi sdia g undlegend bes immende E sdiei- nung nachgewiesen. Wa um ha niemand, de nach dem Beg i e de Volkswi scha such e, hie angeknüp ? E ha abe ein zwei es nich minde wich iges P inzip übe sehen, das ich die Gemeinnu zung an Sachgü e n nennen möch e als Pendan zu Gemeinnu zung an den A bei sleis ungen und das die E giebigkei de gesellscha lichen A bei nich minde s a k s eige wie die „A bei s eilung". Jedes Leh - buch un e scheide schon eingangs Ve b auchs - und Geb auchs- gü e , besse ausged ück au zeh ba e und daue ba e Gü e , abe kaum eines zieh da aus i gendeine Folge ung, und dennoch knüp- en sich höchs wich ige Folge ungen da an und die wich igs e is auch ü den Beg i de Volkswi scha beis immend. Ein au zeh ba es Gu , z. B. ein Mi agb o , gewäh nu einen Nu zungsak und diesen nu OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:40 16 Michael K oll [272 ü eine Pe son, ein daue ba es Gu hingegen s ell ein ganzes Bündel Nu zungen da , es ha eine nach de Zahl de möglichen Nu zungs- ak e zu bemessende Nu zungskapazi ä g öße als 1, und die einzelnen Nu zungsak e sind, wenn das Gu nich ganz und ga einem indi iduellen Bedü nisse angepaß is , e schiedenen Menschen zugänglich. Es können z. B. iele Menschen nacheinande und in de Regel auch einige zugleich in einem Pe sonenk a wagen ah en. Du ch Einzelnu zung wi d diese Nu zungskapazi ä zumeis nu zu einem ge ingen Teile ausgenü z , hingegen e möglich eine Gemeinnu zung, bei de meh e e ode iele ein Geb auchsgu eils nacheinande , eils nebeneinande benü zen, eine wei s ä ke e, häu ig soga die Voll ausnü zung. Dies bedeu e nun, daß sich die He s ellungskos en eines solchen Gu es, die in Hinblick au die Vielhei de du ch sie ge agenen Nu zungsak e „G emein- kos en" sind und die sich di ek ode indi ek alle au A bei zu ück- üh en lassen, au die ielen Nu zungsak e e eilen, so daß die einzelne Nu zung nu mi einem B uch eil, bei Vollausnü zung dahe mi dem denkba en Minimum de Kos en belas e is . Am eue s en s ell sich, om spo lichen Ve gnügen abgesehen, das Fah en im eigenen Wagen, billige äh man mi eine D oschke, noch billige mi dem Au obus und am billigs en mi de Eisenbahn, denn in diese Reihe s eige sich die Zahl de Fah gäs e, die das Vehikel neben- und nacheinande be- nü zen, mi jedem Gliede p og essi . Die Gemeinnu zung e olg dabei nich nu an dem Fah zeuge selbs , sonde n auch an de Leis ung des Bedienungspe sonals. De Lohnau wand ü dieses e eil sich au die Vielhei de Fah gäs e ebenso, wie dies beim Sachau wand in Ges al de Absch eibung geschieh , so daß insbesonde e bei den ö en lichen T anspo mi eln o z ih e eno men Au wendigkei das Pe sonen-Kilome e nu einen minimalen Kos enau wand e u sach . Schon hie sei auch au das du ch E ah ung und heo e ische Übe - legung wohl beg ünde e Gese z hingewiesen, daß mi wachsende G öße de echnischen Einhei die Gemeinkos en langsame wachsen als die Nu zungskapazi ä , die Kos enquo e ü die Einzel- nu zung also imme nied ige wi d. Bei einem D-Zug ode Schi mi 2000 Plä zen wi d na ü lich die au den einzelnen Fah gas en allende Quo e de T ak ionskos en, olle Bese zung o ausgese z , seh iel nied ige sein als bei zwei D-Zügen ode Schi en mi je 1000 Si zplä zen. Pe sonen anspo mi el, sowei sie den P i a eisen dienen, Ve - sammlungs äume u. dgl. sind Konsumgü e . In de mode nen Wi - scha s ehen seh iele Konsumgü e in Gemeinnu zung g oße Men- scheng uppen. Schon das Mie haus s eh in seinen allgemeinen Bau eilen in Gemeinnu zung de Mie pa eien. In de S ad s ehen die Ve keh s* lächen und Lei ungsne ze, die Schulen und K ankenhäuse , Gas s ä en, Ve gnügungslokale und Spo anlagen, die Kul u gebäude und die Pa k- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:40 273] Das Rä sel „Volkswi scha " 1? anlagen in Gemeinnu zung alle Einwohne . Die Ein ich ungen de ö en lichen Siche hei , das Ne z de Übe lands aßen, de Eisenbahnen, des Nach ich enwesens, de In o ma ionsdiens , Rund unk und Film s ehen in Gemeinnu zung des ganzen Volkes, die g oßen Ube see- damp e und die Ho els in e na ionale Plä ze in Gemeinnu zung de ganzen eisenden Menschhei . De ungeheu e, du chaus au A bei iick- üh ba e Kos enau wand ü diese Ein ich ungen e eil sich du ch Gemeinnu zung au eine solche Vielzahl on Nu znieße n, daß auch äuße s luxu iöse Nu zungen mi Kop quo en belas e sind, die ü die Massen e schwinglich sind, so daß diesen heu e Genußmöglichkei en o en s ehen, on denen die Fü s en de Ba ockzei höchs ens äumen konn en. Nun s ehen abe indi ek auch alle daue ba en P oduk ions- mi el, ande s ausged ück alle Be iebsanlagen, we mäßig die Be iebs e mögen alle Un e nehmungen eines Wi scha sgebie es in allen Wi scha szweigen, in U p oduk ion, Indus ie, T anspo und Absa z in Gemeinnu zung säm liche Ve b auche ih e E zeugnisse und Leis ungen, zumeis also des ganzen Volkes, was sich in de Ve - keh swi scha da in ausd ück , daß im P eise jede Wa e Abnü zungs- bzw. Absch eibungsquo en ü alle bei ih e He s ellung und Ve eilung di ek ode indi ek mi wi kenden Be iebsanlagen en hal en sind. Hie ei s e lang das P inzip seine ganze übe agende Bedeu ung. Keines diese P oduk ionsmi el wü de in eine Selbs e so ge wi - scha auch nu zu einem kleinen B uch eil seine Nu zungskapazi ä ausgenü z we den; die das Einzele zeugnis belas enden Gemeinkos en wä en dahe un agba hoch und dahe müß e eine ab o o beginnende Selbs e so ge wi scha auch bei noch so g oßem echnischen Wissen au die echnische Aus üs ung de heu igen P oduk ion öllig e - zich en, sie müß e sich mi s einzei lichen We kzeugen begnügen, und da gil es nun zu e gleichen die A bei skos en und die Leis ung eine neoli hischen S einax und die eine ab izie en S ahlax , um die nu du ch Gemeinnu zung bewi k e ungeheu e S eige ung de P oduk i i ä zu e kennen. Das Gese z on de Übe legenhei de g oßen echnischen Ein- hei abe gil e s ech ü alle P oduk ionsmi el. Die Anlage- und wei gehend auch die Be iebs kos en wachsen mi de Ve g öße ung eine Fab ik inne halb gewisse G enzen e heblich langsame als ih e P oduk ions kapazi ä , so daß bei gleichbleibendem Aus- nü zungsg ad die die P oduk einhei belas ende Gemeinkos enquo e imme ge inge wi d, ein Sach e hal , de alle dings in e schiedenen P oduk ionszweigen e schieden s a k wi k , z. B. wenige in de media- nischen Fe igung, s ä ke in de me allu gischen ode chemischen. Die Übe legenhei de g oßen Einhei zeig sich e ne , wiede um o allem Schindle s Jah buch LXXIII, 3 2 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:40 18 Michael K oll [274 in de Indus ie da in, daß mi s eigende P oduk ionsmenge imme kos spielige e Maschinen die „Nu zschwelle" übe sch ei en, daß also im G oßbe iebe die E zeugung iel s ä ke mechanisie we den kann. Die Be iebsg ößen sind eilich beding du ch die G öße des Ma k es und die Kos enübe legenhei de Massenp oduk ion d äng dahe imme s ä ke au die Ve g öße ung de Wi scha gebie e. Die Folge de Gemeinnu zungs endenz wie auch de A bei s eilung is übe dies die Konzen a ion wachsende Be ölke ungs eile in G oß- s äd en, denn die äumliche Ve dich ung und Symbiose on Men- schen und Be ieben is wei gehend die Vo ausse zung ü die Ve - wi klichung diese P inzipien. Auch die Gemeinnu zung an Sachgü e n im g oßen Maßs abe e - einig also das Volk ebenso wie die „A bei s eilung", die eine Gemein- nu zung de A bei sleis ungen is , zu eine g oßa igen, au Wi - scha lichkei zielenden A bei sgemeinscha , zumal ja nun jede Wi scha s- und Be u szweig sich au die Be ei s ellung bes imm e Gemeinnu zungsgü e ü den Gesam beda spezialisie und auch in diese Hinsich e s das Zusammenwi ken alle die uni e - selle Beda sdeckung des In ididuums e möglich , dies abe e möge de Vollauisnü zung alle Gemeinnu zungsgü e mi un e gleich- lich nied ige en Kos en und un e gleichlich höhe e Vollkommenhei als in eine Selbs e so ge wi scha . 3. Sich ung des E gebnisses Die gewonnenen Einsich en seien in den olgenden Leh sä zen zu- sammenge aß , die in ih e Reihung im Ve häl nis on G und und Folge s ehen: 1. Un e den zu menschlichen Beda sdeckung nö igen E o de - nissen is allein die A bei sk a knapp. A bei sk a is die gesam e kö pe liche und geis ige Scha ensene gie des Menschen. Die Knapphei alle zu Beda sdeckung nö igen P oduk e und Diens - leis ungen lei e sich on diese o iginä en Knapphei ab. Dies gil auch ü die Knapphei an Kapi al, denn dieses is nu die in Ges al on P oduk en o ge ane A bei . Es gil auch ü alle, diese Gü e da - s ellenden und au sie anweisenden Geldeinkommen. 2. Alles Wi scha en bes eh dahe zunächs in de Wahl jene A bei sme hoden, die bei dem ge ings en, nach Daue und An- s engungsg ad zu messenden A bei sau wand den g öß en nach Menge und Quali ä zu messenden A bei se olg zei igen, ku z de Me hoden on höchs e A bei se giebigkei ode P oduk i i ä . Die wich igs en P inzipien hie bei sind eine sei s die Mechanisie ung de A bei , ande e sei s die Zusammen assung gleicha ige A bei en in einem A bei sgange. Es bes eh wei e in de äuße s en Ausnu zung, OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:40 275] Das Rä sei „Volkswi scha " dem s engs en Zu a ehal en de A bei se gebnisse. Wi d abe auch du ch solche Ra ionalisie ung die Knapphei an A bei sk a und ih e E gebnisse nich öllig übe wunden, so bes eh das Wi scha en wei e - hin in de haushäl e ischen Auswahl und Bemessung de einzelnen „Genüsse" gemäß dem Gese z om Ausgleich de G enznu zen, wodu ch dann das mögliche Höchs maß an Wohl ah e ziel wi d. 3. Viele A bei sleis ungen und A bei se gebnisse, Diens e wie auch P oduk e, weisen nun eine Nu zungskapazi ä g öße als 1 au , sie e mögen also eine Meh hei on Menschen zugleich zu nü zen. In de Au a kie1 wi d diese höhe e Nu zungskapazi ä meis nu zum ge ingen Teile ausgenü z , die wenige möglichen Einzel- nu zungen sind dahe hie mi dem ollen A bei sau wande belas e . En schließ sich abe eine Meh hei on Menschen zu gemein- samen Wi scha , dann b auch jede Diens leis ung, jedes P oduk nu in so ielen Einhei en da gebo en zu we den, daß die Nu zungskapazi ä en oll ode doch nahezu oll ausgenü z we den können. Die Einzelnu zung is dann nu mi einem kleins en B uch eil des e o de lichen A bei sau wandes belas e . Diese Voll- ausnü zung alle Nu zungskapazi ä en s eige gewal ig die A bei s- e giebigkei ode P oduk i i ä . Dieses en scheidende P inzip, du ch A bei s- und Nu zungs gemeinscha die Nu zungskapazi ä en alle du ch A bei gewonnenen Gü e oll auszunü zen und so die Kos enquo e de Einzelnu zung au ein Minimum zu senken, wollen wi das „ o 1 k s wi scha liche P inzip" nennen. V o 11 ausnu zung du ch Gemein nu zung, das is das „Sesam, ö ne dich" ü die E kenn nis de Volkswi scha . 4. Dieses P inzip e wi klich sich insbesonde e du ch be u liche A bei s eilung und du ch Gemeinnu zung an daue ba en Sach- gü e n. Du ch die e s genann e wi d um den P eis eine Le na bei , die die Leis ungseinhei nu mi eine minimalen Kos enquo e belas e , de Wi kungsg ad de unmi elba en Leis ung und die Quali ä ih es E gebnisses un e gleichlich e höh . Du ch die zwei genann e wi d die Nu zungskapazi ä de daue ba en Gü e oll ausgenü z und so de A bei sau wand ü die Nu zungseinhei au das Mindes maß he ab- ged ück . Die Kos en sinken e ne mi wachsende G öße de echnischen Einhei . Ve ein e wi klichen sich beide P inzipien im G oßbe ieb und in de G oßs ad . Im G oßbe ieb wi d un e de Vo ausse zung de Vollausnü zung die A bei se giebigkei du ch scha e A bei sze legung, g oße echnische Einhei , scha e Mechani- sie ung, Massenp oduk ion au das höchs e ges eige . Das Zusammen- siedeln de Menschen in de G oßs ad is die Bedingung ü iele G oßbe iebe und iele Gemeinnu zungen. 2* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:40 20 Michael K oll [276 5. Das olkswi scha liche P inzip b ing das Gese z om zuneh- menden E age ode on den allenden Kos en ( on de Kos endeg ession) zu allgemeinen Gel ung. Diese Kos endeg ession wi k sich zudem in zwei S u en aus, in e s e du ch wachsende Aus- nü zung alle Nu zungskapazi ä en, in zwei e du ch zunehmende Spe- zialisie ung, Ve g öße ung de echnischen Einhei en, Mechanisie ung. Doch gib es in allen diesen Beziehungen eine op imale G enze, nach de en Übe sch ei ung ein Gese z on den zunehmenden Kos en zu wi ken beginn . Das Gese z on den allenden Kos en is on all- gemeine , das nu in de U p oduk ion gel ende Gese z om abnehmenden Bodene age, abe nu on pa ielle Bedeu ung, und auch hie wi d es om e s genann en Gese ze wei gehend übe - kompensie . Das bishe übe wiegend in de Be iebswi scha sleh e disku ie e Kos endeg essionsgese z is in den Mi elpunk de Volks- wi scha sleh e zu s ellen, es behe sch sie wie das G a i a ionsgese z die Physik. 6. Das olkswi scha liche P inzip lös e ne no wendig die Kon- zen a ions endenz aus. Diese wi k in d ei ache Rich ung. Sie geh e s ens au Zusammen assung de Menschen in imme wenige und imme g öße en Volkswi scha en und basie hie au den poli ischen K ä en des Impe ialismus und des Föde alismus. Sie geh zwei ens au Konzen a ion des nich in de U p oduk ion und nich in den ohs o o ien ie en Indus ien gebundenen Be ölke ungs- übe schusses in imme wenige und imme g öße en S äd en als Zen en eine sei s de Indus ie, ande e sei s des Lebensgenusses, sie geh d i ens au Konzen a ion alle be ieblichen Leis ungse s ellung in imme wenige und imme g öße en Be ieben. Diese Tendenz inde jedoch, abgesehen on de dezen alisie enden Wi kung s ei- gende T anspo kos en, ih Gegengewich eine sei s in wachsende Schwie igkei de O ganisa ion, ande e sei s in dem kul u ellen Wide - s ande, de in de Indi idualisie ungs endenz de Na ionen, S ämme und Indi iduen wu zel , so daß im Ende gebnis doch auch iele Klein- s aa en, Kleins äd e und Kleinbe iebe e olg eich bes ehen. Gleichwohl is die Konzen a ion eine de Volkswi scha wesensno wendige und behe schende Tendenz. 7. De Beg i de Volkswi scha (gesellscha lichen Wi scha ) lau e demnach: Sie is eine A bei s- und Nu zungs- gemeinscha , ge ich e au Vollausnü zung alle A bei slei- s ungen und A bei se zeugnisse on g öße e Nu zungskapazi ä und dami au äuße s e S eige ung de A bei se giebigkei und wei es - gehende Übe windung des du ch A bei sknapphei beding en Gü e - mangels. Sie is demnach nich eine bloße Summe on Einzelwi - scha en, sonde n in de Ta eine höhe e Einhei , eine R e a - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:40 277] Das Rä sel „Volkswi scha " 21 1 i ä , eine» E n i ä , die sie kons i uie ende Menscheng uppe is ein „Wi scha e im G oßen". Sie is ein O ganismus im wah en, nich im allego ischen Sinne, in dem die geis igen Be u e die inne ie- enden, die manuellen die mo o ischen Funk ionen e üllen. Wie abe die Zellen des biologischen O ganismus auße dem Gemeinscha sleben auch ein Eigenleben haben, so haben es auch die Einzelwi scha en im Rahmen de Volkswi scha , sie gehen im ganzen nich öllig un e . III. Die Wi scha swissenscha en 1. Volkswi scha und Gü e ausch Die o s ehende Lösung is inso e n eine im Geis e on Adam Smi h, als sie A bei und P oduk ion als Fundamen de Volkswi scha und als G undp oblem ih e Leh e e scheinen läß . Alle dings ha selbs Smi h diesen G und a sachen wei aus nich jene Au me ksamkei gewidme , die nach seine G undlegung zu e wa en gewesen wä e. „Ein üh ung und Plan des We kes geben wohl g oße Ho nung au eine sys ema ische Theo ie de P oduk ion, abe die E - üllung is wei ge inge als das Ve sp echen, denn Smi h glei e bald on seinem Thema ab"20. Sein aus üh liches In e esse wende Smi h ielmeh de Leh e om Tausche, on Geld und Kapi al, on P eis- bildung und Gü e e eilung zu, und so gewinn die Volkswi scha s- leh e schon bei ih em Beg ünde wei gehend den Cha ak e eine Tausch Wissenscha , eine „Ka allak ik". Rica do s ell sich ollends nu die Au gabe, die Gese ze de Ve eilung zu en wickeln, und wenngleich S a y , M i 11 und die deu sche Na ionalökonomie P oduk ion und Ve eilung in einem gewissen Gleichmaß behandeln, geh die spä e e En wicklung doch imme s ä ke den Weg de Ka al- lak ik, und die heu ige „Wi scha s heo ie" („economics") is nich s ande es als eine „quan i izie ende, exak e Ma k wi scha sleh e" 21. Wo is da de Einklang mi unse em G undbeg i e? Diese Sach e hal is zwa gewiß nich geeigne , die hie en wickel e Ablei ung zwei elha e scheinen zu lassen, doch knüp sich an ihn imme hin die F age, ob denn die Tausch- und Ma k e scheinungen nich gleich alls Wes e n sme kmale1 de Volkswi scha sind. Nun sie sind es du chaus nich , denn wi können uns ebensowohl eine Volkswi scha ohne Tausch e keh wie einen Tausch e keh ohne Volkswi scha o s ellen. Jenes i zu bei olle Gemein Wi scha , bei s engem Kommunismus, also bei Au hebung de pe sönlichen F eihei und des P i a eigen ums. Dieses i inso e n zu, als es schon lange, be o es 20 Cannan: A Re iew o Econ. Theo y, London 1921. n Se aphim: Bei ag in de Fes sch i ü Degen eld-Schönbu g 1952. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:40 22 Michael K oll [278 eine Volkswi scha mi A bei s eilung und Gemeinnu zung gab, einen Handel gegeben ha . Ein solche en wickel sich nämlich übe all do , wo es gil , Übe schuß und Mangel, wie sie sich schon allein aus de Ve - schiedenhei de Na u auss a ung e geben, auszugleichen. Schon die „ge- schlossene Hauswi scha " wa nich s eng geschlossen, sie e gänz e sich du ch einen gewissen Tauschhandel, und schon im Zei al e de „S ad wi scha " ha sich zwischen O ien und Okziden eine sei s übe das Mi elmee , ande e sei s übe die Os see hin ein g oßa ige Fe nhandel en wickel , de gleichwohl in de Haup sache ein Aus ausch zu ällige na u beding e Übe schüsse geblieben is . Diese Handelsbei- ziehungen spielen jedoch in de mi elal e lichen Gesellscha eine ganz ande e Rolle wie de mode ne Handel in de heu igen, sie we den du ch Faus ens Wo gekennzeichne : „K ieg, Handel und Pi a e ie, d ei- einig sind sie, nich zu ennen". Und doch ha auch schon diese Handel jene Ein ich ungen und E scheinungen he o geb ach , die die heu ige Wi scha s heo ie beschä igen: P eise, Kapi alzins, P o i e, Monopole, Geld, K edi , Banken usw. Logisch bes eh demnach zwischen Volks- wi scha und Gü e ausch kein Zusammenhang. Keh en wi abe zu unse e Ablei ung zu ück. Wi haben die En al- ung de Volkswi scha au gezeig , unabhängig on ih en gesellscha - lichen und ech lichen Vo ausse zungen. Fassen wi abe diese nunmeh ins Auge, so zeig sich, daß sich die Wi scha sgemeinscha im allgemei- nen en al e au de psychischen G undlage des Eigennu zes und au de ech lichen de pe sönlichen F eihei und des P i a - eigen ums. Es is kla , daß sich A bei s eilung und Gemeinnu zung au diese G undlage nu in Ges al des Tausch e keh s als eines Inbeg i s en gel liche Ve äge en al en können, und in diesem Sinne wi d de Tausch und „Ma k " zum no wendigen E gänzungss ück de gesellscha lichen Wi scha , zu einem Lebenselemen , ohne daß sie nich bes ehen kann. E is also iel ie e beg ünde als in eine all- gemein menschlichen „Neigung zu auschen", wie Smi h leh . Diese mode ne Tausch e keh zeig ja nun auch, zum Un e schied om mi el- al e lichen Handel, eine S uk u , die seine o ganische Ve bindung mi de gesellscha lichen P oduk ion deu lich e kennen läß . Heben wi nu olgende Wesensme kmale he o : 1. Ge ausch we den hie nich zu ällige Übe schüsse, sonde n au G und eine um assenden A bei s- eilung planmäßig ü den Ma k be ei ges ell e Diens leis ungen und P oduk e. 2. Diese Aus ausch e olg in Mengen e häl nissen, die, oh gesehen, du ch die in ihnen en hal enen A bei smengen bei- s imm sind. (Da in lieg du chaus keine Ane kennung de A bei swe - heo ie, s ell doch auch die Nu zwe heo ie die Tendenz zu Übe - eins immung on Kos en und P eis es .) 3. Schon mi dem Du chd ingen de o kapi alis ischen, handwe ksmäßigen A bei s eilung en al e OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:40 279] Das Rä sel „Volkswi scha " 23 sich eine au einem einhei lichen Tauschmi el be uhende planmäßige Geldwi scha . Vo he is das Edelme all nu Tauschgu , nun he sch cha ales Wäh ungsgeld. 4. Das P inzip de Gemeinnu zung se z sich no wendig e s • in Ges al des kapi alis ischen Sys ems du ch. Die Gemeinnu zungsgü e (z. B. Fab ikanlagen, K a we ke, F ach schi e, Mie häuse usw.) s ellen ja g oße Quan a o ge ane A bei , g oße Kapi alien da , die nu on einem Teil de Wi scha e angesammel we den können, die nun du ch ih en Kapi al- besi z zu Füh ung de gesellscha lichen Wi scha be u en we den. 5. Im kapi alis ischen P ozeß e eil sich das Sozialp oduk in Ge- s al on Besi z- und A bei seinkommen gemäß den „p oduk i en Bei- ägen". Als solche e scheinen auch die Leis ungen on Boden und Kapi al, sie s ellen e spa e A bei sleis ungen da , und Kapi alzinsen und G und en e können dahe als eine A Lohn ü diese au ge aß we den. 6 In de mode nen Volkswi scha sind alle ih e Gliede in den Gü e aus ausch eingeschal e , alle sind hie „e we bs ä ig". De Tausch e keh zeig dahe hie eine Dich e, einen Um ang und eine Regel mäßigkei , diei übe einen bloßen „Handel" im mi elal e lichen Sinne wei hinausgeh . Es is also hie in de Ta on eine „Ma k - wi scha " als eine besonde en Ausp ägung de Volkswi scha zu sp echen. Diese Wi scha s o m s ell nun auch eine Fülle neue P obleme, die sich an den bloßen Handel noch nich knüp en. E s hie en wickel sich das Geldwesen zu einem K eislau sys em, das alle mi allen e binde , e s hie en al e sich ein du ch allsei ige In e dependenz bes imm es P eissys em, hie komm es zu dem g oßa igen Ve - eilungsp ozeß des Sozialp oduk es und zu dem g oßa igen Lenkungssys em des Kapi alismus. Rund um diese P obleme en al e sich dahe eine ganze zusä zliche Wi scha swissenscha . Es is abe alsch, diese „Volkswi scha sleh e" zu nennen, auch de Beisa z „ heo e isch" bedeu e ü den Laien keine Einsch änkung, sie kann nu als Ma k wi scha sleh e ode als Leh e om Tausch e keh bezeichne we den. Abe sie is doch eine W i - s c h a s Wissenscha , und dies is im besonde en noch so zu belegen: 1. Die Ma k wi scha is nu eine Vollzugsweise' de Volkswi - scha , ih „K eislau " spiegel du chaus den P oduk ionsablau diese . 2. Die mo o ische- K a des Tausch e keh s bleib das wi scha - liche P inzip, das hie jedoch in die Geld echnung ansponie wi d. Jede such hie „billigs " zu e zeugen und seine Geschä e „ o - eilha es " abzuschließen, und Auswahl und Beg enzung de Genüsse e olgen un e Be ücksich igung ih e P eise". 3. Die Bes immungs- g ünde ü P eise und Ve eilung sind le z en Endes die A bei s- kos en und die „p oduk i en Bei äge", denn „in eine komme - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:40 24 Michael K oll [280 ziellen Wi scha sind P oduk ion und Ve eilung nu zwei Aspek e desselben P ozesses" 22. 4. Sie ealisie nach heo e ische Übe legung auch ü die Gesam hei ein Maximum an Wohls and bei einem Mini- mum an Kos en. Die Ma k wi scha sleh e gehö also jeden alls in den Be eich de Volkswi scha sleh e, abe sie s eh zu ih doch nu im Ve häl nis eine Zweig- zu eine G und Wissenscha . Es is ein Ve häl nis ähnlich dem de Op ik zu Mechanik ode de de Mo phologie zu Geologie. Die Lich e scheinungen haben mi den Kö pe bewegungen äuße lich nich s gemeinsam, und doch bau die Op ik au den Gese zen de Mechanik au (Re lexionsgese z, Wellenmechanik, magne ische Ab- lenkung usw.). Die Geologie s ell das Wi ken de innenbü igen K ä e des Geos da , die Mo phologie die außenbü igen K ä e, die sich e s an den E gebnissen de innenbü igen be ä igen. Wie seh abe Volkswi - scha und Ma k wi scha auseinande gehal en we den müssen, ha schon I. S . Mi 11, de Sys ema ike un e den Klassike n, au gezeig , indem e sein Leh buch einlei e : „Die G undsä ze des e s en Ab- schni es ( on de P oduk ion) un e scheiden sich in gewissen Rück- sich en bedeu end on denen des zwei en ( on de Ve eilung). Die Gese ze de He o b ingung haben den Cha ak e physikalische Wah - hei en . . . bei de Ve eilung is dies nich ebenso, sie sind das E gebnis menschliche Ano dnung." In ande em Zusammenhange haben Rod- b e u s und Adol Wagne die beiden P oblemk eise bekann - lich als die „ökonomisch- echnische" und die „his o isch- ech liche" Ka ego ie un e schieden23. Das Ve häl nis de Ma k wi scha sleh e zu ih e G undwissenscha abe e p lich e sie, in einem „uni e sa- lis ischen" Geis e, d. h. in s e igem Hinblick au ih e G undlage1, die gesellscha liche P oduk ion be ieben zu we den. Eine Ve sündigung is es, wenn sie im Geis e eine bloßen „Ma k s a egie" be ieben wi d und schließlich in eine „Theo y o games" ausmünde 24. De P eis- heo e ike is noch lange kein Na ionalökonom und als Wi schia s- minis e wü de e ielleich gänzlich e sagen. 2. Volkswi scha und Wohl ah ss aa Die ka allak ische Theo ie aß , ückg ei end au Rica do, die Volks- wi scha nich nu als eine Ma k wi scha , sonde n auch als Na u gebilde au , das sich unabhängig om S aa e en al e . Auch hie in is sie Gegenpol de äl e en deu schen Na ionalökonomie, die 22 Schumpe e : „Kapi alismus, Sozialismus und Demok a ie". 53 Wagne : Leh - und Handbuch de poli ischen Ökonomie I G undlegung. 24 Mo gens e n u. Neu mann: Theo y o games and economic beha iou , P ince on 1947. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.73.3.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:08:40