Haushaltsspielräume des Bundes: Strukturelle Schieflagen lösen sich nicht durch Aufschieben
Abstract
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Full text
Christofzik, Désirée I. Article Haushaltsspielräume des Bundes: Strukturelle Schieflagen lösen sich nicht durch Aufschieben Wirtschaftsdienst Suggested Citation: Christofzik, Désirée I. (2023) : Haushaltsspielräume des Bundes: Strukturelle Schieflagen lösen sich nicht durch Aufschieben, Wirtschaftsdienst, ISSN 1613-978X, Sciendo, Warsaw, Vol. 103, Iss. 5, pp. 293-296, https://doi.org/10.2478/wd-2023-0091 This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/275775 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. Sie dürfen die Dokumente nicht für öffentliche oder kommerzielle Zwecke vervielfältigen, öffentlich ausstellen, öffentlich zugänglich machen, vertreiben oder anderweitig nutzen. Sofern die Verfasser die Dokumente unter Open-Content-Lizenzen (insbesondere CC-Lizenzen) zur Verfügung gestellt haben sollten, gelten abweichend von diesen Nutzungsbedingungen die in der dort genannten Lizenz gewährten Nutzungsrechte. Terms of use: Documents in EconStor may be saved and copied for your personal and scholarly purposes. You are not to copy documents for public or commercial purposes, to exhibit the documents publicly, to make them publicly available on the internet, or to distribute or otherwise use the documents in public. If the documents have been made available under an Open Content Licence (especially Creative Commons Licences), you may exercise further usage rights as specified in the indicated licence. https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
Wirtschaftsdienst 2023 | 5 292 Zeitgespräch DOI: 10.2478/wd-2023-0091 JEL: H62, E62, H68, H77 Haushaltsstreit: Schuldenbremse, Steuern oder Ausgaben priorisieren? Die Finanzpolitik hat sich in den vergangenen Monaten zunehmend zu einem Konfliktfeld innerhalb der Bundesregierung entwickelt. Während der Koalitionsvertrag neben der Einhaltung der Schuldenbremse auch Investitionen in die Energiewende und weitere sozialbzw. familienpolitische Reformen (wie Kindergrundsicherung, Pflegereform, Energiewende, Infrastrukturinvestitionen) vorsieht, reduzieren sich die finanzpolitischen Spielräume infolge von Energiepreiskrise und Zinswende. So deuten die Planungen des Bundesfinanzministers Christian Lindner (FDP) auf drastisch steigende Ausgaben für den Schuldendienst hin. Da die Schuldenbremse auf die Begrenzung des staatlichen Defizits abzielt, reduziert dies direkt die Spielräume für Primärausgaben, wenn man von Steuererhöhungen absieht und die Schuldenbremse 2024 greifen sollte. Offen ist, ob sich die bisher geplanten Vorhaben der Koalition umsetzen lassen oder eine neue Prioritätensetzung erfolgen sollte. Wirtschaftsdienst, 2023, 103(5), 292 Title: Budget Dispute: Prioritise Debt Brake, Taxes or Spending? Abstract: Fiscal policy has increasingly become a field of conflict within the federal government in recent months. While the coalition agreement provides for compliance with the debt brake, investments in the energy turnaround, and further social and family policy reforms (such as basic child security, care reform, energy turnaround, infrastructure investments), the financial policy leeway is being reduced as a result of the energy price crisis and the interest rate turnaround. Thus, the Finance Minister’s plans point to drastically increasing expenditures for debt service. Since the debt brake aims at limiting government deficit, this directly reduces the leeway for primary expenditure if one refrains from tax increases and the debt brake takes effect in 2024. It remains to be seen whether the coalition’s previously planned projects can be implemented or whether new priorities should be set. Haushaltsspielräume des Bundes: Strukturelle Schieflagen lösen sich nicht durch Aufschieben Désirée I. Christofzik, Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer; Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim. Schuldenbremse unter neuen Rahmenbedingungen: Zeitenwende in der Finanzpolitik Jens Boysen-Hogrefe, Kiel Institut für Weltwirtschaft; Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Zentralisierung oder Dezentralisierung der europäischen Fiskalregeln? Zum Reformvorschlag der EU-Kommission Thiess Büttner, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; Bundesministerium der Finanzen. Die Ampel muss zum finanzpolitischen Pragmatismus zurückfinden! Achim Truger, Universität Duisburg-Essen; Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.