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SOEP-IS 2018: Methodenbericht zum Befragungsjahr 2018 des Bonn Intervention Panel

Bohlender, Anne,Glemser, Axel

Abstract

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Full text

Bohlender, Anne; Glemser, Axel Research Report SOEP-IS 2018: Methodenbericht zum Befragungsjahr 2018 des Bonn Intervention Panel SOEP Survey Papers, No. 885 Provided in Cooperation with: German Institute for Economic Research (DIW Berlin) Suggested Citation: Bohlender, Anne; Glemser, Axel (2020) : SOEP-IS 2018: Methodenbericht zum Befragungsjahr 2018 des Bonn Intervention Panel, SOEP Survey Papers, No. 885, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/233842 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. Sie dürfen die Dokumente nicht für öffentliche oder kommerzielle Zwecke vervielfältigen, öffentlich ausstellen, öffentlich zugänglich machen, vertreiben oder anderweitig nutzen. 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The SOEP Survey Papers is comprised of the following series: Series A – Survey Instruments (Erhebungsinstrumente) Series B – Survey Reports (Methodenberichte) Series C – Data Documentation (Datendokumentationen) Series D – Variable Descriptions and Coding Series E – SOEPmonitors Series F – SOEP Newsletters Series G – General Issues and Teaching Materials The SOEP Survey Papers are available at http://www.diw.de/soepsurveypapers Editors: Dr. Jan Goebel, DIW Berlin Prof. Dr. Stefan Liebig, DIW Berlin and Freie Unviersität Berlin Dr. David Richter, DIW Berlin and Freie Universität Berlin Prof. Dr. Carsten Schröder, DIW Berlin and Freie Universität Berlin Prof. Dr. Jürgen Schupp, DIW Berlin and Freie Universität Berlin Dr. Sabine Zinn, DIW Berlin Please cite this paper as follows: Anne Bohlender, Axel Glemser (Kantar Public). 2020. SOEP-IS 2018 – Methodenbericht zum Befragungsjahr 2018 des Bonn Intervention Panel. SOEP Survey Papers 885: Series B. Berlin: DIW/SOEP. This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License. © 2020 by SOEP ISSN: 2193-5580 (online) DIW Berlin German Socio-Economic Panel (SOEP) Mohrenstr. 58 10117 Berlin, Germany Contact: [email protected] SOEP-IS 2018 – Methodenbericht zum Befragungsjahr 2018 des Bonn Intervention Panel Anne Bohlender, Axel Glemser (Kantar Public) München, 2019 an das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Mohrenstr. 58 10117 Berlin von Kantar Deutschland GmbH Landsberger Str. 284 80687 München Ihre Ansprechpartner: Anne Bohlender Associate Director SOEP Tel: 089 5600 - 1700 E-Mail: [email protected] Axel Glemser Managing Director Kantar Public Deutschland Senior Director SOEP Tel: 089 5600 - 1486 E-Mail: [email protected] München, den 27.06.2019 315409009 BIP 2018 Methodenbericht zum Befragungsjahr 2018 des Bonn Intervention Panel © Kantar Public 2018 2 Inhaltsverzeichnis 1 Das Wichtigste in Kürze 3 2 Hintergrund und Zielsetzung der Studie 4 3 Erhebungsinstrumente 8 3.1 Befragungsmodule des SOEP-Innovationssamples (SOEP-IS) 9 3.2 Instrumente BIP-Jugendliche 11 4 Durchführung der Erhebung 19 4.1 Ablauf der Erhebung 19 4.2 Panelpflegemaßnahmen und studienbegleitende Unterlagen 21 4.3 Interviewerstab und -schulung 22 5 Ergebnisse der Erhebung 24 5.1 Haushaltsebene 24 5.2 Personenebene 26 6 Übergebener Datenbestand 28 SOEP Survey Papers 885 SOEP-IS 2018 © Kantar Public 2018 3 1 Das Wichtigste in Kürze Mit der siebten Erhebungswelle wurde das Bonner Interventionspanel (BIP) im Befragungsjahr 2018 erfolgreich fortgeführt. Die Familien des BIP wurden erneut im Umfeld des Innovationssamples des SOEP (SOEP-IS) befragt. Das Vorgehen und die Instrumente entsprachen dabei weitgehend den Vorwellen. Die Hauptphase der Feldbearbeitung fand zwischen Mitte September und Dezember 2018 statt. Eine Nachbearbeitungsphase im Januar und Februar 2019 wurde genutzt, um die letzten Haushalte von einer Teilnahme zu überzeugen. Von den insgesamt 509 Haushalten mit 521 Mutter-Kind-Konstellationen, die die Bruttostichprobe für diese siebte Erhebung bildeten, wurden 480 Haushalte und darin 491 BIP-Jugendliche vollständig realisiert (Abbildung 1.1). Dies entspricht einer Panelstabilität von 99 % in Bezug auf die Haushalte und von 98 % in Bezug auf die Jugendlichen. Insgesamt wurden Interviews in 490 Haushalten durchgeführt und Informationen über 502 BIP-Jugendliche erhoben. Jedoch fehlten dort einzelne Befragungselemente, so dass diese Haushalte nach BIP-Logik als nicht vollständig realisiert gelten. Abbildung 1.1: Entwicklung der Nettofallzahlen des BIP 505 506 487 487 480 516 517 498 499 491 732 624 0 100 200 300 400 500 600 700 800 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 Haushalte BIP-Jugendliche Mutter-Kind-Paare SOEP Survey Papers 885 SOEP-IS 2018 © Kantar Public 2018 4 2 Hintergrund und Zielsetzung der Studie Die Grundidee des Bonn Intervention Panel (BIP)/„Eine Persönlichkeit: Ihr Kind im Grundschulalter" Wie bereits im Methodenbericht der ersten Erhebungswelle der vorliegenden Studie dargestellt, besteht eine lange Tradition der Durchführung und Evaluation von Interventionsprogrammen zur Förderung von Kindern allgemein oder von Gruppen mit besonderem Unterstützungsbedarf. In den USA kann man bereits auf erste derartige Maßnahmen in den 1960er Jahren zurückblicken. Deutschland folgte diesem Beispiel verspätet, verfügt heute jedoch dafür über eine ganze Reihe von Programmen, die sich entweder der Förderung spezifischer Kompetenzen verschrieben haben, wie dies etwa für die „Stiftung Lesen“ gilt oder durch sogenannte Mentorenoder Patenschaftsprogramme, welche die kognitiven und sozialen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen auf einer breiteren Basis fördern wollen. Ziel des BIP von Prof. Dr. Armin Falk und seiner Forschungsgruppe am Institute on Behaviour & Inequality (briq) (Kooperationsinstitut der Universität Bonn) ist es, eines dieser Mentorenprojekte auf Basis eines Pre- /Posttest-Designs zu evaluieren. Dabei handelt es sich um das Programm „Balu und Du“, das durch das ehrenamtliche Engagement junger Erwachsener Kinder im Grundschulalter fördert. Diese Freiwilligen – „Balus“ genannt – treffen sich während eines Jahres einmal wöchentlich mit einem Kind, das sie betreuen – ihrem „Mogli“ – und ermöglichen ihm durch gemeinsame Unternehmungen Erfahrungen, die es in seinem Alltag sonst nicht machen könnte. Im Zentrum des Interesses der Evaluationsstudie stehen dabei mögliche, durch die Programmteilnahme hervorgerufene Veränderungen in unterschiedlichen Verhaltensund Persönlichkeitsbereichen. Die Studie umfasste mehrere Teilgruppen: Eine Treatmentgruppe sowie zwei unterschiedliche Kontrollgruppen. Die Treatmentgruppe bildeten sozial benachteiligte Kinder, auf die mindestens eines der folgenden Kriterien zutraf: Entweder musste ein niedriges elterliches Haushaltseinkommen vorliegen, beide Eltern verfügten höchstens über einen Realschulabschluss oder Mutter bzw. Vater waren alleinerziehend. Selbstverständlich konnten auch mehrere dieser Merkmale in Kombination auftreten. Hinter diesen Auswahlkriterien stand die Annahme, dass die Familien dieser Kinder ein höheres Risiko haben, ihrem Nachwuchs aus unterschiedlichen Gründen keine optimalen Förderund Anregungsbedingungen bieten zu können. Kinder der Treatmentgruppe erhielten im Anschluss an die erste Erhebung der Studie im Herbst 2011 die Gelegenheit am Mentorenprogramm „Balu und Du“ teilzunehmen und sich ein Jahr lang wöchentlich mit ihrem persönlichen Mentor zu treffen, um mit ihm verschiedensten Freizeitaktivitäten nachzugehen. Die erste Kontrollgruppe bildeten ebenfalls Kinder aus sozial benachteiligten Familien, auf die dieselben Kriterien zutrafen wie auf die Treatmentgruppe. Die Zuordnung der Kinder in Treatmentund Kontrollgruppe erfolgte zufallsbasiert. Die zweite Kontrollgruppe umfasste hingegen Kinder aus sozial besser gestellten Familien, d.h. die beschriebenen Selektionsmerkmale trafen auf diese Gruppe nicht zu. Dieses Design mit zwei Kontrollgruppen ermöglicht es nun, auf lange Sicht direkte Vergleiche zwischen unterprivilegierten SOEP Survey Papers 885 SOEP-IS 2018 © Kantar Public 2018 5 Kinder, welche die Möglichkeit erhielten, an einem Mentorenprogramm teilzunehmen und ihnen sozial gleichgestellten Kindern, die nicht partizipieren konnten, durchzuführen sowie die Entwicklung beider Gruppen mit der Entwicklung sozial stärker privilegierter Kinder zu vergleichen. Die ersten beiden Wellen des Bonn Intervention Panel (BIP)/„Eine Persönlichkeit: Ihr Kind im Grundschulalter" In den Methodenberichten der ersten zwei Erhebungswellen sind Ablauf und Ergebnisse der Feldarbeit, inkl. dem Vorgehen bei der Rekrutierung und Befragung der Teilnehmer der ersten Erhebungswelle, ausführlich dargestellt. Daher erfolgt hier nur eine kurze Zusammenfassung: Die erste Erhebungswelle basierte auf einer Einwohnermeldeamtsstichprobe mit insgesamt 15.051 Mutter-Kind-Paaren. Im Sommer 2011 erklärten sich davon im Rahmen eines schriftlichen Erstkontakts mit TNS Infratest (heute: Kantar) 1.874 zur Teilnahme an der Studie bereit. Anhand der Angaben zum familiären, ökonomischen und Bildungsstatus der Familien, die zusammen mit dem Erstanschreiben mittels eines Kurzfragebogens erhoben wurden, prüfte die Universität Bonn die Zugehörigkeit der potenziellen Studienteilnehmer zur Zielgruppe. Zur Teilnahme an der Datenerhebung wurden 850 Mutter-Kind-Paare eingeladen, wobei 700 davon die Zielgruppenkriterien erfüllten und 150 als zusätzliche Kontrollgruppe miteinbezogen wurden. Insgesamt konnten davon 732 als vollständige Fälle realisiert werden, d.h. von diesen Mutter-Kind-Paaren lagen sowohl Befragungsdaten des Kindes als auch der Mutter in der ersten Erhebungswelle vor. In den ersten beiden Erhebungswellen wurden die Erhebungen mit Hilfe eigens rekrutierter Testleiter und Standortkoordinatoren in speziell bereitgestellten Erhebungsräumlichkeiten in Bonn bzw. Köln realisiert (central-location Ansatz). Aus dieser Nettostichprobe der ersten Befragungswelle konnten im Rahmen der zweiten Befragungswelle von Januar bis Mai 2013 insgesamt 632 Nettointerviews realisiert werden. Bei acht Fällen lag dabei kein ausgefüllter Elternfragebogen vor. Von diesen 624 vollständigen Fällen bekundeten bereits zum Befragungszeitpunkt 15 Elternteile, dass sie sicher nicht an der geplanten Folgebefragung des BIP innerhalb des SOEP teilnehmen werden. Ein Elternteil gab im Nachgang der zweiten Befragungswelle die schriftliche Zustimmung, sie wegen einer Folgebefragung anzuschreiben. Damit lagen für die Bruttostichprobe der dritten Erhebungswellte 610 Mutter-Kind-Paare vor. Die dritte Welle des Bonn Intervention Panel (BIP): Überführung in eine Haushaltsbefragung mit SOEP Instrumenten Im Jahr 2014 wurden die Mutter-Kind-Paare, die an der zweiten Welle des BIP teilgenommen und einer Befragung im Rahmen des SOEP zugestimmt hatten, sowie alle anderen Mitglieder ihrer Haushalte in eine an das SOEP Innovationssample (SOEP-IS) angelehnte Haushaltsbefragung überführt. Im Gegensatz zu den ersten beiden Wellen fand die Datenerhebung damit erstmals nicht in zentralen Räumen in Bonn und Köln statt, sondern im Zuhause der Familien. Zudem wurden nicht wie in den ersten beiden Wellen nur die Mütter und Kinder, sondern auch die (im Haushalt lebenden) Väter sowie die Geschwister in die Studie einbezogen. Insofern erfolgte „aus der Sicht des BIP“ ein Umstieg auf das SOEP-Haushaltserhebungskonzept, jedoch unter Beibehaltung wichtiger Befragungsinstrumente für die BIP-Kinder. Dieses Vorgehen soll eine Verstetigung in der Bearbeitung der BIP-Haushalte ermöglichen und erweitert übliche Pre-/Posttest-Designs um die Evaluation von Langzeiteffekten von Interventionen. Da das Ausgangssample der Studie in Folge des central-location Ansatzes durch eine sehr starke räumliche Konzentration in und um die beiden Städte Bonn und Köln gekennzeichnet war und ist, ist eine vollständige Bearbeitung der Längsschnittstichprobe mit Interviewern aus dem normalen, üblicherweise freiberuflich tätigen Interviewerstab nicht möglich: Im Zielgebiet sind zu wenig Interviewer wohnhaft. Deshalb wird die Feldarbeit SOEP Survey Papers 885 SOEP-IS 2018 © Kantar Public 2018 12 Verhaltensexperimente Kernstück des BIP ist es, in einem relativ eng begrenzten Zeitrahmen ein möglichst breit gefächertes Verhaltensund Persönlichkeitsprofil des einzelnen Jugendlichen zu erstellen. Bei den experimentell erhobenen Variablen handelte es sich um folgende teilweise stärker psychologisch, teilweise stärker verhaltens-ökonomisch begründete Maße: Soziale Präferenzen, Risikopräferenz, Bedeutung von Gruppenzugehörigkeit, Empathie, Fähigkeit zum Belohnungsaufschub (Delay of Gratification), Persistenz und Zeitdiskontierung. Der BIPJugendliche konnte sich wie in den vorherigen BIP-Wellen in den verschiedenen Verhaltensexperimenten Sterne erspielen. Jeder erspielte Stern hatte einen Gegenwert von 70 Cent. Damit wurde dieser Wert erneut angehoben: 2017 waren es 60 Cent und 2014 noch 30 Cent. Der Gesamtbetrag aus allen erspielten Sternen wurde dem Jugendlichen am Ende des Interviews ausgezahlt. Verteilungsspiel A: Soziale Präferenzen Beim Verhaltensexperiment zu sozialen Präferenzen erhielt der Jugendliche die Möglichkeit, einem anderen Jugendlichen und sich selbst die bereits erwähnten Sterne, die als Währung dienten, zuzuweisen. Dieses Spiel ist bereits seit der ersten Erhebungswelle Bestandteil des BIP. Hinsichtlich des anderen Jugendlichen wurde lediglich mitgeteilt, dass es sich um einen Jugendlichen gleichen Alters aus der Heimatstadt des teilnehmenden Jugendlichen, also Bonn oder Köln, handelte. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters der BIPJugendlichen wird seit der sechsten Welle gegenüber dem BIPJugendlichen nicht mehr von einem anderen Kind, sondern von einem/r anderen Jugendlichen gesprochen. In den vier Spielrunden konnte anschließend jeweils zwischen einer ausgewogenen Option (jeder der beiden Jugendlichen erhält einen Stern) und einer unausgewogenen Option (einer der beiden Jugendlichen erhält mehr Sterne als das andere) gewählt werden. Tabelle 3.1 gibt die unterschiedlichen Wahlmöglichkeiten wieder. Tabelle 3.1: Payoff-Matrix des Verhaltensexperiments zu Sozialen Präferenzen Wahlmöglichkeit 1 Wahlmöglichkeit 2 A1 B A1 B Equality vs. own Payoff Maximization 1 1 vs. 2 0 Elementary Prosociality 1 1 vs. 1 0 Equality vs. Efficiency 1 1 vs. 1 2 Envy 1 1 vs. 2 4 1 A bezeichnet den teilnehmenden Jugendlichen. Diese Payoff-Matrix wurde in ähnlicher Form bereits 2006 von Bernhard1 zur Untersuchung Sozialer Präferenzen bei Kindern unterschiedlicher Altersgruppen eingesetzt und seither auch im Rahmen der MutterKind-Studien des SOEP2 verwendet. Die weitergehende Beschreibung der Messintention findet sich im Methodenbericht zur ersten Befragungswelle. 1 Bernhard, H. (2006). Group Affiliation and Human Cooperation: Dissertation der Wirtschaftswissen-schaft¬lichen Fakultät. Zürich: Universität Zürich. 2 Für eine detailliertere Darstellung des Verhaltensexperiments zur Sozialen Präferenz siehe Jänsch, A. & Siegel, N. A. (2009). Kompetenzund Verhaltenstests mit institutionell betreuten Kindern im Vorschulalter. Ergebnisse der SOEP-Pilotstudie 2009. München: TNS Infratest Sozialforschung. SOEP Survey Papers 885 SOEP-IS 2018 © Kantar Public 2018 13 Dieser Abschnitt der Befragung dient dazu weitere sozio-ökonomisch relevante Themenbereiche zu erfassen, die nicht über Verhaltensexperimente abgedeckt wurden. Dabei handelte es sich sowohl um Persönlichkeitsmerkmale als auch um Einstellungen der Jugendlichen. Es wurden in dieser Welle hauptsächlich Fragen zu Verantwortung und dem Selbstbild der Jugendlichen gestellt. Gedächtnisspiel Bei diesem neuen Spiel mussten sich die Jugendlichen Zahlenfolgen merken. Zu diesem Zweck wurde eine speziell für diese Studie programmierte Software aufgerufen, die nacheinander mehrere Zahlen für je ca. eine Sekunde auf dem Bildschirm erscheinen ließ. Mit jedem Level wurde die Anzahl der Zahlen erhöht. Nachdem die Anzeige der Zahlen abgeschlossen war, wurde das Antwortfeld freigeben, in dem die Zahlen in der richtigen Reihenfolge eingetragen werden sollten. Gelangen den Jugendlichen die ersten Levels, könnten sie in einer zweiten Runde des Spiels Sterne erspielen. Abbildung 3.4: Beispiel zum Gedächtnisspiel Gesichter-erkennen-Spiel Dieses Spiel verlief äquivalent zum oben erwähnten Modul „Gesichter erkennen“ des personenbezogenen Fragebogens, jedoch mit einer etwas anderen Auswahl von Augenpaaren. Den Jugendlichen wurden nacheinander zehn Gesichtsausschnitte präsentiert. Jedem Augenpaar musste einer von vier Begriffen zugeordnet werden, welcher am besten beschreibt, was die abgebildete Person denkt, fühlt oder ausdrückt. Anschließend an das Spiel wurden die Jugendlichen aufgefordert die Anzahl ihrer richtigen Antworten einzuschätzen. Mit korrekter Schätzung gewannen sie fünf Sterne, mit einer Schätzung, die nicht weiter als zwei von der tatsächlichen Anzahl richtiger Antworten entfernt liegt, drei Sterne. Fragebogen zu Persönlichkeitsdimensionen SOEP Survey Papers 885 SOEP-IS 2018 © Kantar Public 2018 14 Abbildung 3.5: Beispiel zum Gesichter-erkennen-Spiel Münzspiel Bei diesem Spiel konnte sich der Jugendliche jeweils bei einem Münzwurf zwischen zwei unterschiedlichen Münzen entscheiden. Dieses Spiel ist bereits seit der ersten Erhebungswelle 2011 Bestandteil des BIP, wobei es damals nur zwei Münzwurfentscheidungen gab. In der siebten Welle 2018 wurde das Design der vorherigen Welle wiederholt. Der Jugendliche hatte elf Entscheidungen zu treffen. Eine Münze hatte bei allen Entscheidungen auf der einen Seite 0 und auf der anderen Seite 14 Sterne, sodass entweder ein hoher Gewinn von 14 Sternen erzielt werden konnte oder gar nichts gewonnen wurde. Die andere Münze hatte auf beiden Seiten immer die gleiche Anzahl an Sternen: beginnend bei 0 und endend bei zehn Sternen. Der Jugendliche sollte sich bspw. bei Entscheidung fünf entscheiden, ob es die 4:4-Münze oder die 14:0-Münze wählt. Nachdem der Jugendliche alle elf Entscheidungen getroffen hatte, ermittelte ein Zufallsmechanismus im Computer, welche Entscheidung zählte. Wenn der Jugendliche sich in der relevanten Entscheidung für die 14:0-Münze entschieden hatte, berechnete ein weiterer Zufallsmechanismus, ob der Jugendliche 14 oder 0 Sterne gewann. Anhand des Wahlverhaltens der Jugendlichen kann gemessen werden, in welchem Ausmaß Risikoverhalten vorliegt und in welchem Ausmaß Sicherheitsverhalten bevorzugt wird. Die Reihenfolge der Münzwurf-Entscheidungen wurde aufsteigend von der Entscheidung über 0 Sterne vs. 14/0 Sterne bis zur Entscheidung über 10 Sterne vs. 14/0 Sterne gespielt. Verteilungsspiel B: Gruppenzugehörigkeit Dieses Spiel wurde in der sechsten Welle zum ersten Mal mit den Jugendlichen durchgeführt und fand dieses Jahr erneut, jedoch mit anderer Farbbezeichnung statt. Der Jugendliche sollte zunächst aus einem Beutel verdeckt eine gelbe oder grüne Münze ziehen. Damit wurde die Gruppenzugehörigkeit definiert. Zog er eine gelbe Münze, gehörte er zur gelben Gruppe und zog er eine grüne Münze, gehörte er zur grünen Gruppe. Dieses Ergebnis wurde dem Jugendlichen vom Interviewer mitgeteilt: „Damit bist du also in der gelben/grünen Gruppe“. Danach wurde der Jugendliche gefragt, welche Stadt er als seine Heimatstadt bezeichnet: Köln, Bonn oder eine andere Stadt, die er nennen sollte. Damit wollte man die Verbundenheit des Jugendlichen mit Köln und Bonn herausfinden, da diese Information für den weiteren Spielverlauf wichtig war. Anschließend sollte der Jugendliche vier Entscheidungen treffen. Es sollte jeweils zehn Sterne verteilen: für sich selbst und für einen Jugendlichen aus der gelben Gruppe, aus der grünen Gruppe, aus Köln und aus Bonn. Die Reihenfolge der vier Entscheidungen wurde randomisiert, deshalb gab es acht Splits. Tabelle 3.2 zeigt die verschiedenen Varianten. Am Ende zählte nur eine Entscheidung. Diese wurde dem Jugendlichen am Ende SOEP Survey Papers 885 SOEP-IS 2018 © Kantar Public 2018 15 aller Spiele mitgeteilt und der Jugendliche bekam die Sterne für sich aus dieser Entscheidung gutgeschrieben. Der Interviewer sollte abschließend noch einschätzen, wie gut der Jugendliche das Spiel verstanden hat. Tabelle 3.2: Splits der Entscheidungen beim Verteilungsspiel Entscheidung 1 Entscheidung 2 Entscheidung 3 Entscheidung 4 Split 1 Bonn Köln blaue Gruppe rote Gruppe Split 2 Bonn Köln rote Gruppe blaue Gruppe Split 3 Köln Bonn blaue Gruppe rote Gruppe Split 4 Köln Bonn rote Gruppe blaue Gruppe Split 5 blaue Gruppe rote Gruppe Bonn Köln Split 6 blaue Gruppe rote Gruppe Köln Bonn Split 7 rote Gruppe blaue Gruppe Köln Bonn Split 8 rote Gruppe blaue Gruppe Bonn Köln Verteilungsspiel C: Empathie Als nächstes wurde das Verhaltensexperiment zur Empathie durchgeführt. Dieses Spiel ist bereits seit der ersten Erhebungswelle 2011 Bestandteil des BIP. Es ähnelt in seinem Aufbau stark dem Experiment zur Erfassung sozialer Präferenzen. Wie im letzten Jahr wird das Spiel in einem Durchgang absolviert, bei dem zehn Sterne zwischen sich und einem anderem Jugendlichen verteilt werden können. Prosoziales Verhalten bedeutet bei diesem Experiment in jedem Fall eine Reduktion des eigenen Gewinns, da auf Basis einer feststehenden Gesamtgewinnsumme eine Verteilungsentscheidung getroffen werden muss. Der Jugendliche erhielt die Information, dass es sich bei dem anderen Jugendlichen um einen Jugendlichen handelt, der in Afrika wohnt und nicht bei seinen Eltern leben könne, weil diese zu arm oder krank bzw. verstorben sind. Die schwierigen Lebensbedingungen wurden also deutlich herausgestellt. Zeitdiskontierungsrate: Früher oder Später In der BIP-Welle 2018 wurde das Früher oder später – Spiel im Design der vorangegangenen Welle wiederholt. Dieses Spiel ist in einer abgewandelten Version seit 2015 Bestandteil des BIP und wurde davor in einer einfacheren Variante als Sparschweinspiel bereits mit den Kindern durchgeführt. Hier geht es um die Fähigkeit, einen Gewinn nicht sofort anzunehmen und dadurch die Möglichkeit zu erhalten den Gewinn langfristig zu maximieren. Wie bereits in den Vorwellen wurde bei diesem Spiel mit Bargeld und nicht mit Sternen gearbeitet. Das Spiel bestand aus 24 Entscheidungen, von denen am Ende nur eine Entscheidung zählte. Bei den Entscheidungen 1 bis 12 sollte der Jugendliche jeweils wählen, ob er jetzt 3 Euro oder in einem Monat einen gleichbleibenden oder höheren Geldbetrag (3 Euro bis 5 Euro) erhalten möchte. Bei den Entscheidungen 13 bis 24 sollte der Jugendliche jeweils wählen, ob er in 6 Monaten 3 Euro oder in 7 Monaten einen gleichbleibenden oder höheren Geldbetrag (3 Euro bis 5 Euro) erhalten möchte. Dabei wurde 2017 erstmals die Reihenfolge der Entscheidungen 1 bis 12 bzw. 13 bis 24 randomisiert. Also entweder kamen zuerst die Entscheidungen 1 bis 12 oder zuerst die Entscheidungen 13 bis 24 an die Reihe. Nachdem der Jugendliche alle 24 Entscheidungen getroffen hatte, ermittelte ein Zufallsmechanismus im Computer, welche Entscheidung zählte. Der Jugendliche erhielt anschließend entweder 3 Euro in bar oder nach einem, 6 oder 7 Monaten den erspielten Betrag per Post zugeschickt. SOEP Survey Papers 885 SOEP-IS 2018 © Kantar Public 2018 16 Ampelspiel Zum Schluss spielten die Jugendlichen ein weiteres neues Spiel. Darin wurde ein Szenario beschrieben, in dem die Aufgabe darin bestand, eine leere Straße zu überqueren, auf der im Moment keine Autos fahren. Je schneller der Jugendliche die Straße überquert, desto mehr Geld erhält er. An der Straße steht jedoch eine Ampel, die abwechselnd „rot“ oder „grün“ anzeigt. Laut Regel soll gewartet werden, bis die Ampel „grün“ ist. Die Jugendlichen bekamen aber auch mitgeteilt, dass sie jederzeit loslaufen können, indem sei auf den „Loslaufen“-Knopf drücken. Sie starteten mit einem Guthaben von 2 Euro. Für jede Sekunde, die benötigt wird, um die Straße zu überqueren, verlieren die Spieler 10 Cent. Die Jugendlichen lasen die Instruktionen unbeobachtet und navigierten danach selbsttätig auf eine Seite mit einer roten Ampel und einem Countdown, in wievielen Sekunden die Ampel auf „grün“ umspringt (Abbildung 3.6). Abbildung 3.6: Beispiel zum Ampelspiel Am Ende aller Spiele wurden dem Jugendlichen die Ergebnisse der Spiele mitgeteilt, bei dem ein Zufallsmechanismus im Computer entschieden hatte, welche Entscheidung zählt. Außerdem wurden dem Jugendlichen die Gesamtanzahl der erspielten Sterne und des äquivalenten Eurobetrags genannt. Schülerfragebogen Auch in der siebten Erhebungswelle kam eine abgewandelte Version des Schülerfragebogens des SOEP zum Einsatz, der von den BIP-Jugendlichen ausgefüllt wurde. Die Inhalte und Unterschiede im Fragenprogramm zum Schülerfragebogen des SOEP und zum Schülerfragebogen der sechsten Welle des BIP werden in Tabelle 3.3 aufgeführt. Der Fragebogen beinhaltete dieses Jahr zudem einen Test der mathematischen Fähigkeiten. In 14 Teilaufgaben wurden Geometriekenntnisse, allgemeine Rechenfertigkeit, Bruchrechnen und das Vereinfachen von Rechentermen getestet. Beim Schülerfragebogen handelte es sich um einen Selbstausfüller, bei dem der Interviewer die Instruktionen zum Ausfüllen des Fragebogens mit dem BIP-Jugendlichen durchging, bevor die Jugendlichen selbst den Rest des Fragebogens weitgehend selbständig beantworteten. Für inhaltliche Rückfragen stand der Interviewer, SOEP Survey Papers 885 SOEP-IS 2018 © Kantar Public 2018 17 der zu diesem Zeitpunkt zumeist mit erwachsenen Personen aus dem Haushalt das Basismodul des SOEPIS bearbeitete, zur Verfügung. Nachdem der BIP-Jugendliche den Fragebogen ausgefüllt hatte, sollte der Interviewer überprüfen, ob alle Fragen beantwortet wurden. Tabelle 3.3: Die Inhalte des BIP Schülerfragebogens 2018 im Überblick Fragen Inhalt Abweichung zum BIP 2017 Abweichung zur SOEP Hauptwelle 2018 Selbstbeschreibung des Jugendlichen Frage 1 Itembatterie zur Selbstbeschreibung des Jugendlichen mit 20 Items Überwiegend andere Items Wurde um einige BIP spezifische Items ergänzt Frage 2 Selbsteinschätzung Schüchternheit x x Frage 3 Sparsamkeit x x Frage 4 Itembatterie zur Selbstbeschreibung des Jugendlichen mit 5 Items x x Frage 5 Itembatterie zu Einstellungen zum Leben mit 8 Items Gekürzt und teilweise andere Items x Frage 6 Itembatterie zur Selbstbeschreibung des Jugendlichen (Eigenschaften, BIG5) mit 19 Items Um zwei Items gekürzt ✓ Frage 7 Risikoverhalten ✓ ✓ Frage 8 Bereitschaft zu Verzichten x x Frage 9 Ausgrenzung x x Schule Frage 10 Noten in Deutsch, Mathematik, 1. Fremdsprache ✓ ✓ Frage 11-14 Itembatterie zur weiteren Bildungslaufbahn / Bildungsaspiration mit insg. 18 Items x x Frage 15 Schätzung Einkommen mit im Alter von 30 Jahren x x Frage 16 Einschätzung zur Freude am Beruf x x Frage 17 Bildungsaspiration Stark gekürzt Stark gekürzt Frage 18 Angestrebter Ausbildungs- / Hochschulabschluss X x Berufswünsche Frage 19 Berufswunsch mit 30 Jahren ✓ x SOEP Survey Papers 885 SOEP-IS 2018 © Kantar Public 2018 18 Frage 20 Wahrscheinlichkeit des Berufswunsches ✓ x Frage 21 Informationsstand über Wunschberuf ✓ x Frage 22 Wichtigkeit Kenntnisse Mathematik und Deutsch für Berufswunsch mit jeweils 1 Item ✓ x Mathematiktest Frage 23 14 Aufgaben in Geometrie, Rechnen und Bruchrechnen x x Alltag / Freizeit Frage 24 Itembatterie zu Aktivitäten in der Freizeit mit 15 Items Zwei Items wurden jeweils gesplittet Leicht gekürzt Frage 25 Informationen zu den drei besten Freunden Zweites Item aus SOEP Hauptwelle übernommen ✓ Frage 26 Itembatterie über Mobbing mit 5 Items x x Frage 27 Vorbild x x Frage 28 - 29 Mentor x x Frage 30 Prominentes Vorbild x x Frage 31 Itembatterie zur Beziehung zu den Eltern mit 6 Items x x Frage 32 - 35 Fragen zur finanziellen Situation x x Frage 36 Definition Bruttoeinkommen x x Frage 37 Abnormes Verhalten ✓ x Frage 38 Feste/r Freund/in ✓ x Frage 39 Gesundheitszustand ✓ x Frage 40 Größe ✓ ✓ Frage 41 Gewicht ✓ ✓ Frage 42 Gemeinsame Aktivität mit Eltern Um zwei Items gekürzt Andere Items Lebenszufriedenheit Frage 43 - 44 Einschätzung zur Lebenszufriedenheit Lediglich Frage 43 Lediglich Frage 43 SOEP Survey Papers 885 SOEP-IS 2018 © Kantar Public 2018 19 4 Durchführung der Erhebung 4.1 Ablauf der Erhebung Die Feldarbeit des BIP in der siebten Welle gliederte in zwei Erhebungsphasen. Die Mehrheit der Haushalte wurde im Rahmen der sog. „Hauptbearbeitung“ zwischen September und Dezember 2018 final bearbeitet. Darauf folgte im Januar und Februar 2019 eine sog. „Nachbearbeitungsphase“, in der während der ersten Bearbeitungsphase noch nicht bearbeitete Haushalte sowie nicht erreichte Haushalte und ein Teil der „weichen“ Verweigerer nochmals kontaktiert wurden. Die Bearbeitung des größten Anteils der Haushalte wurde im Rahmen der Hauptphase bis Ende des Jahres 2018 abgeschlossen (96 % des Bruttosamples). Die letzten ca. 4 % der Haushalte wurden in der Nachbearbeitungsphase final bearbeitet (Tabelle 4.1). Etwa 2,5 % der teilnehmenden Haushalte wurden in dieser Phase realisiert. Tabelle 4.1: Ablauf der Feldarbeit1 2016 2017 2018 Brutto Netto2 Brutto Netto2 Brutto Netto2 September3 19,6 19,7 15,3 16,1 30,8 31,4 Oktober 60,8 61,9 44,3 45,9 70,5 72,3 November 81,7 82,8 82,5 84,3 88,0 89,8 Dezember 93,2 94,7 92,4 94,5 95,7 97,5 Januar 100,0 100,0 96,1 97,8 97,4 98,4 Februar - - 100,0 100,0 100,0 100,0 1 Angegeben sind kumulierte Prozentwerte basierend auf dem Monat des letzten Haushaltskontakts. 2 Nach SOEP-Logik realisierte Haushalte (Haushaltsfragen + mind. ein Personenfragebogen vorhanden) 3 Inklusive Fälle ohne Bearbeitung (sog. „Vorabverweigerer“) Die Interviewer konnten hinsichtlich der Steuerung ihrer Einsatzstichprobe im Rahmen der vorgegebenen Feldzeit autonom vorgehen. Vorgabe war, dass die Interviewer zeitnah in den ersten drei Tagen nach Versand der Anschreiben bereits den Erstkontakt mit dem Befragungshaushalt durchführen sollten, der meist per Telefon stattfand. Aufgrund der hohen Mobilität der eingesetzten Interviewer und ihrer Bereitschaft, auch bei Familien mit hohem Befragungsaufwand die weitere Teilnahme am BIP zu ermöglichen, konnten auch Streuadressen jenseits der beiden Städte Köln und Bonn bearbeitet werden. SOEP Survey Papers 885 SOEP-IS 2018 © Kantar Public 2018 20 Der Feldarbeit vorbzw. nachgeschaltet sind Projektphasen in denen die Datenerhebung zunächst vorbereitet und im Anschluss die gewonnenen Daten aufbereitet und geprüft werden. Abbildung 4.1. gibt einen Überblick über die wichtigsten Projektabschnitte und ordnet sie in den zeitlichen Projektverlauf ein. Abbildung 4.1: Zeitlicher Ablauf der Erhebung Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mär Apr Mai-Sep Vorbereitung Abstimmung Fragebogen Programmierung und Test Fragebogen Abstimmung Feldunterlagen Druck, Konfektionierung und Versand Schulung Interviewer Erhebung Hauptbearbeitung Nachbearbeitung Nachbereitung Versand Dankesschreiben Datenumsetzung Bruttobezogene Prüfungen Nettobezogene Prüfungen Datenlieferung SOEP Survey Papers 885 SOEP-IS 2018 © Kantar Public 2018 21 4.2 Panelpflegemaßnahmen und studienbegleitende Unterlagen Im Juli 2018, also ca. zwei Monate vor Beginn der Feldarbeit erhielten die Jugendlichen ein gesondertes Anschreiben, in dem sie über den neuen Namen der Studie („Deine Ziele. Dein Weg.“) informiert wurden. Diese neue Bezeichnung der Studie, die dem Heranwachsen der ehemaligen Grundschulkinder Rechnung tragen soll, ging mit einem neuen grafischen Auftritt der Studie einher (Abbildung 4.2). Dem Schreiben war eine hochwertige Powerbank mit dem neuen Logo der Studie beigelegt. Abbildung 4.2: Beispiele zum neuen grafischen Auftritt Die Mütter bzw. Hauptbetreuungspersonen erhielten wie in den bisherigen Befragungswellen ein Ankündigungsschreiben mit der aktuellen Projektbroschüre im Flyerformat und der Erklärung zum Datenschutz per Post. Die BIP-Jugendlichen wurden im Rahmen der Broschüre direkt angesprochen. Diese Dokumente wurden den Interviewern gebündelt vor Beginn der Feldarbeit zur Verfügung gestellt und jeweils kurz vor dem ersten Kontakt durch den Interviewer verschickt. So sollte der Zeitraum zwischen Anschreiben und Kontaktierung bzw. Terminvereinbarung minimiert werden. In allen Anschreiben wurde wieder ein Incentive von 45 Euro angekündigt. Die Befragungspersonen erhielten dieses Incentive, sobald alle erwachsenen Personen im Haushalt an dieser Befragungswelle teilgenommen hatten. Die Interviewer hatten aber auch die Möglichkeit ein Incentive von 30,- auszuzahlen, wenn zumindest die bisherigen Teilnehmer – BIP-Jugendlicher und in der Regel die Mutter – erneut befragt werden konnten. Zusätzlich zum Haushaltsincentive wurden den Jugendlichen wieder Spiele angekündigt, bei denen sie etwas gewinnen konnten. Neben den vorbereiteten Anschreiben und dem Erhebungsinstrument „Schülerfragebogen“ erhielten die Interviewer einen Ausdruck der Schulungsunterlagen zum Nachschlagen von Bearbeitungsregeln, ein Listenheft zum Vorlegen der Skalen und Itemlisten während des CAPI-Interviews sowie Materialien zum Durchführen der Experimente mit den BIP-Jugendlichen (gelbe und grüne Münzen, neutrales Säckchen, Sanduhr). SOEP Survey Papers 885 SOEP-IS 2018 © Kantar Public 2018 28 6 Übergebener Datenbestand Der Datenbestand wurde am 10.05.2019 übergeben. 1. Bruttodaten Bruttoband Haushalt 2018 Hbru_2018_BIP.sav Informationen zur Bearbeitung und zu den Ergebnissen der Feldarbeit auf Haushaltsebene, Quelle: Haushaltsprotokoll, Bruttodaten Vorjahr Bruttoband Personen 2018 Pbru_2018_BIP.sav Informationen zur Haushaltszusammensetzung, zur Bearbeitung und zu den Ergebnissen der Feldarbeit auf Personenebene, Quelle: Haushaltsprotokoll, Bruttodaten Vorjahr 2. Nettodaten Basismodul Haushalte geprüft H18_BIP.sav Fragen zum Haushalt, Quelle: CAPIPersonenfragebogen Haushaltsvorstand Haushalte ungeprüft H18_BIP_u.sav s.o., nach SOEP-Logik geprüfte und ggf. bereinigte Daten Personen & Lebenslauf geprüft PB18_BIP.sav Fragen zur Person und zum Lebenslauf (nur Erstbefragte), Quelle: CAPIPersonenfragebogen Personen & Lebenslauf geprüft PB18_BIP_u.sav s.o., nach SOEP-Logik geprüfte und ggf. bereinigte Daten Mutter-und-Kind C MC18_ BIP.sav Fragen zu >=48 Monate alten Kindern im HH, Quelle: CAPI-Personenfragebogen Hauptbetreuungsperson SOEP Survey Papers 885 SOEP-IS 2018 © Kantar Public 2018 29 Zusätzliche BIP spezifische Module Protokollbogen PK18_BIP. sav Protokoll der Experimente, Quelle: CAPIProtokollbogen (Interviewer gestützt) Schülerfragebogen S18_BIP. sav Fragen des abgewandelten SOEP Schülerfragebogens, Quelle: PAPIFragebogen (Selbstausfüller, z.T. Interviewer gestützt) CAPI Kurztests Erwachsene PBTZ18_BIP. sav Tests „Tiere Nennen“ und „Zahlen Zeichen“, Quelle: CAPI-Personenfragebogen Zahlenspiel Protokollbogen ZS18_BIP. sav Test „Zahlenspiel“, Quelle: CAPIProtokollbogen Mutter-und-Kind C – Zusatzfragen BIPJugendliche AK18_BIP. sav Zusatzfragen BIP-Jugendliche, Quelle: CAPIPersonenfragebogen Hauptbetreuungsperson 3. Sonstiges Codeplan CAPI Erwachsene BIP Fragebogen Codeplan 2018.docx Übersicht der Fragen und Variablen des CAPI-Personenfragebogens Codeplan Protokollbogen BIP Protokollbogen Codeplan 2018.docx Übersicht der Fragen und Variablen des CAPI-Protokollbogens Codeplan Schülerfragebogen BIP Schüler Codeplan 2018.pdf Übersicht der Fragen und Variablen des PAPI-Schülerfragebogens Codebuch 2018 (Bruttodaten) Codebuch 2018.pdf Übersicht der Variablen zur Dokumentation der Haushaltszusammensetzung, der Bearbeitung und der Ergebnisse der Feldarbeit Interviewerdatenband Intband_2018_BIP.sav Sozio-demografische Angaben der eingesetzten Interviewer Variablenliste Struktur2018.xls Liste aller seit 2001 im Rahmen des SOEP an das DIW übermittelten Nettovariablen Berufe&Branchen Codierung Berufe_Branchen_2018_BI P.sav Codierung der Angaben zu Berufen und Branchen aus dem CAPI-Personenfragebogen SOEP Survey Papers 885 SOEP-IS 2018