Zwischen Relevanz und Kritik: Der Journal Impact Factor in der Berufsbildungsforschung
Abstract
EconStor is a publication server for scholarly economic literature, provided as a non-commercial public service by the ZBW.
Full text
Rödel, Bodo Research Report Zwischen Relevanz und Kritik: Der Journal Impact Factor in der Berufsbildungsforschung BIBB Fachbeiträge zur beruflichen Bildung Provided in Cooperation with: Federal Institute for Vocational Education and Training (BIBB), Bonn Suggested Citation: Rödel, Bodo (2025) : Zwischen Relevanz und Kritik: Der Journal Impact Factor in der Berufsbildungsforschung, BIBB Fachbeiträge zur beruflichen Bildung, ISBN 978-3-96208-549-0, Verlag Barbara Budrich, Bonn, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0035-1202-1 This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/325320 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. Sie dürfen die Dokumente nicht für öffentliche oder kommerzielle Zwecke vervielfältigen, öffentlich ausstellen, öffentlich zugänglich machen, vertreiben oder anderweitig nutzen. Sofern die Verfasser die Dokumente unter Open-Content-Lizenzen (insbesondere CC-Lizenzen) zur Verfügung gestellt haben sollten, gelten abweichend von diesen Nutzungsbedingungen die in der dort genannten Lizenz gewährten Nutzungsrechte. Terms of use: Documents in EconStor may be saved and copied for your personal and scholarly purposes. You are not to copy documents for public or commercial purposes, to exhibit the documents publicly, to make them publicly available on the internet, or to distribute or otherwise use the documents in public. If the documents have been made available under an Open Content Licence (especially Creative Commons Licences), you may exercise further usage rights as specified in the indicated licence. https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Zwischen Relevanz und Kritik: Der Journal Impact Factor in der Berufsbildungsforschung Bodo Rödel BIBB FACHBEITRÄGE ZUR BERUFLICHEN BILDUNG
BIBB FACHBEITRÄGE ZUR BERUFLICHEN BILDUNG Bodo Rödel Zwischen Relevanz und Kritik: Der Journal Impact Factor in der Berufsbildungsforschung
Impressum Zitiervorschlag: Rödel, Bodo: Zwischen Relevanz und Kritik: Der Journal Impact Factor in der Berufsbildungsforschung. Bonn 2025. URL: https://www. bibb.de/dienst/publikationen/de/20519 1. Auflage 2025 Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung Friedrich-Ebert-Allee 114 – 116 53113 Bonn Internet: www.bibb.de Publikationsmanagement: Stabsstelle „Publikationen und wissenschaftliche Informationsdienste“ E-Mail: [email protected] www.bibb.de/veroeffentlichungen Herstellung und Vertrieb: Verlag Barbara Budrich Stauffenbergstraße 7 51379 Leverkusen Internet: www.budrich.de E-Mail: inf[email protected] Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernimmt das BIBB keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Lizenzierung: Der Inhalt dieses Werkes steht unter einer Creative-Commons-Lizenz (Lizenztyp: Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen – 4.0 International). Weitere Informationen zu Creative Commons und Open Access finden Sie unter www.bibb.de/oa. ISBN 978-3-8474-2811-4 (Print) ISBN 978-3-96208-549-0 (Open Access) urn:nbn:de:0035-1202-1 Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar. Gedruckt auf umweltfreundlichem Papier
1 Das Wichtigste im Überblick 3 Vorwort Die Frage nach der Bedeutung und Aussagekraft des Journal Impact Factor (JIF) bewegt auch die wissenschaftliche Community der Berufsbildungsforschung seit Jahren. Während er für viele Forschende das zentrale Maß zur Bewertung wissenschaftlicher Leistung ist, wird seine Aussagekraft zunehmend von anderen kritisch betrachtet. Gerade in der Berufsbildungsforschung stellt sich zum Beispiel die Frage, ob die Fokussierung auf den JIF der Vielfalt wissenschaftlicher Publikationen und ihrer Wirkung in Praxis und Gesellschaft gerecht wird (vgl. Rödel/Ertl/Liebscher 2025). Die vorliegende Publikation informiert grundlegend zum Thema JIF und stellt dann die Ergebnisse einer Umfrage vor, die sich mit der Wahrnehmung und Einschätzung des JIF in der Berufsbildungsforschung befasst. Dabei werden sowohl Perspektiven von Autorinnen und Autoren als auch von Leserinnen und Lesern von Journals berücksichtigt. Ziel ist es, mithilfe der Antworten nicht nur einen ersten Überblick über das aktuelle Meinungsbild zum JIF in der Berufsbildungsforschung zu gewinnen, sondern weiterführend auch zur Reflexion über bestehende Bewertungsmechanismen in der Wissenschaft beizutragen. In einer Zeit, in der sich Wissenschaft an quantitativen Indikatoren orientiert, bleibt es von entscheidender Bedeutung, den Umgang mit Metriken kritisch zu hinterfragen und Grenzen und Herausforderungen bei der Anwendung zu adressieren. Die vorliegende Publikation lädt dazu ein, die Diskussion über Impact und Qualität wissenschaftlicher Forschung weiterzuführen. Prof. Dr. Hubert Ertl Forschungsdirektor des BIBB und Ständiger Vertreter des Präsidenten ▶
Abbildungsund Tabellenverzeichnis 5 ▶ Inhaltsverzeichnis Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 1 Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 2 Was ist der Journal Impact Factor? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 2 .1 Entstehung des Journal Impact Factor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 2 .2 Wie wird der Journal Impact Factor berechnet? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 2 .3 Kritik am Journal Impact Factor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 3 BIBB-Umfrage zum Journal Impact Factor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 3 .1 Wissen der Umfrageteilnehmenden zum Journal Impact Factor . . . . . . . . . . . . . 19 3 .2 Einschätzungen zum Journal Impact Factor aus der Perspektive des Lesers/der Leserin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 3 .3 Einschätzungen zum Journal Impact Factor aus der Perspektive des Autors/der Autorin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 3 .4 Freitextantworten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 4 Fazit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 Informationen zum Autor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 Abstract . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
Abbildungsund Tabellenverzeichnis 6 ▶ Abbildungsund Tabellenverzeichnis Abbildungen Abbildung 1: Strukturbaum der BIBB-Umfrage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Abbildung 2: Verteilung nach Geschlecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Abbildung 3: Verteilung nach akademischem Abschluss ........................ 18 Abbildung 4: Verteilung nach Alter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Abbildung 5: „Ich kann erklären, wie sich der JIF berechnet, oder ich kann zumindest erklären, was er bedeutet“ ................ 19 Abbildung 6: „Mir ist bekannt, welche Firma/Organisation den JIF berechnet und zur Verfügung stellt“ ............................ 20 Abbildung 7: „Ich kenne außer dem JIF noch folgende andere Faktoren für das Ranking von Journals“ ................................ 20 Abbildung 8: Inwieweit stimmen Sie folgenden Aussagen zu? .................... 22 Abbildung 9: Inwieweit stimmen Sie folgenden Aussagen zu? .................... 23 Abbildung 10a: Die wichtigsten Argumente für die Nutzung des Journal Impact Factor ........................... 26 Abbildung 10b: Die wichtigsten Kritikpunkte gegen die Nutzung des Journal Impact Factor ........................... 29 Tabelle Tabelle 1: Unterschiede zwischen den Rankingsystemen h-Index und CiteScore........ 21
1 Einleitung 7 ▶ 1 Einleitung Der Journal Impact Factor (JIF) ist in vielen Forschungsbereichen umstritten, und er scheint auch ein Thema zu sein, dass Wissenschaftler/-innen in der Berufsbildungsforschung bewegt und in ihrer Einschätzung spaltet. Die vorliegende Publikation hat zum Ziel, die verschiedenen Pole sichtbar zu machen. Dafür betrachtet sie unter Einbeziehung von Hintergrundinformationen zum JIF Positionen aus der Wissenschaft, stellt eine Umfrage des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zum JIF in der Berufsbildungsforschung (siehe Kapitel 3) vor und ordnet die Ergebnisse in die Diskussion zum Thema ein. Ziel der Umfrage war es, eine erste Einschätzung zum Stellenwert des JIF von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu erhalten, die in einer Disziplin der Berufsbildungsforschung tätig sind. Soweit bekannt, wurde dies systematisch so noch nicht vorgenommen. Dabei waren in der Umfrage zwei Perspektiven im Fokus: Zum einen wurde nach der Perspektive der Leserinnen und Leser von Journals gefragt, zum anderen nach der Perspektive der Autorinnen und Autoren, die für ihre Artikel ein Journal als Veröffentlichungsort suchen. Die BIBB-Umfrage enthielt auch die Möglichkeit zu Freitextantworten. Die Antworten lassen das gesamte Spektrum von Zustimmung und Skepsis erkennen: „Die Quantifizierung von wissenschaftlicher Leistung durch Kennzahlen wie den JIF entspricht nicht meinen Grundwerten zu guter Wissenschaft.“ „JIF sind meiner Ansicht nach das aktuell bestverfügbare Tool, um Qualität von wissenschaftlichen Publikationen sicherzustellen. […] Sich diesem System also zu verschließen ist realitätsfern.“ „Dagegen spricht, dass dadurch falsche Anreize gesetzt werden und sich wissenschaftliche ‚Blasen‘ bilden. […].“ „Der JIF ist sowohl für Nachwuchsals auch für fortgeschrittene Wissenschaftler*innen in der kompetitiven empirisch ausgerichteten sozialwissenschaftlichen Forschung ein für den eigenen wissenschaftlichen Lebenslauf alternativloses Erfolgsmaß.“ „Gute Umfrage und wichtiges Thema!“ „Alles Blödsinn – Qualität erschließt sich nur über den Inhalt und dieser wird nicht als ausschlaggebend angenommen […].“
14 2 Was ist der Journal Impact Factor? nen wissenschaftlichen Fachgebieten recht unterschiedlich aus“ (ebd., S. 37). Verantwortlich hierfür sei „die jeweils fachüblich divergierende durchschnittliche Anzahl von Co-Autorinnen und Co-Autoren der Fachaufsätze oder auch das unterschiedliche Ausmaß, in welchem in einzelnen Fächern durchschnittlich zitiert wird“ (ebd., S. 37). Die DFG stellt weiter fest, dass es Fachgebiete gäbe, „in denen aufgrund der hohen Komplexität oder der hohen Spezialisierung nur sehr wenig publiziert werde. Tatsächlich unterscheidet sich die durchschnittliche Anzahl pro Zeiteinheit erscheinender Publikationen einzelner Personen in Korrelation mit ihrer Zugehörigkeit zu einem der verschiedenen Wissenschaftsbereiche und dort noch einmal in Korrelation mit ihrer jeweiligen Karrierestufe“ (ebd., S. 37). Schließlich könne der JIF „auch zwischen zwei im Grunde gleich viel zitierten Journals abweichen, je nachdem, wie lange deren Artikel durchschnittlich im Zustand ‚in Press‘ vor ihrer eigentlichen Veröffentlichung schon öffentlich zugänglich sind“ (ebd., S. 37f.). Weiter wird ausgeführt, dass es „eine Reihe von Fachgebieten [gibt; Anm. des Verf.], die sich weder für einen fachinternen noch einen fächerübergreifenden Vergleich ihres wissenschaftlichen Outputs auf der Grundlage von Metriken eignen. Dazu zählen Fächer mit naturgemäß nicht-Artikel-förmigem Output wie z. B. Architektur, darstellende Künste oder Teile der Informatik. Daneben gibt es Fächer, die hochkollaborativ aufgestellt und daher einer metrischen Ausmessung einzelner Autorinnen und Autoren nicht zugänglich sind wie z. B. Teile der Physik oder die Epidemiologie“ (ebd., S. 38). Grundsätzlich würde sich „die Anzahl von Zitationen wenig als Qualitätsmerkmal [eignen; Anm. des Verf.], wenn sich beispielsweise Fächer durch häufig provokante Thesen und eine intensiv-diskursive Auseinandersetzung mit diesen auszeichnen, wie es in den Geistesund Sozialwissenschaften grundsätzlich und z. B. auch bei psycho-sozialen Studien der Fall ist“ (ebd., S. 38). Die DFG folgert daraus, dass „die genannten Einschränkungen vor Augen führen, dass bibliometrische Indikatoren im Bereich der Wissenschaftsevaluation nur mit besonderem Bedacht zu verwenden sind“ (ebd., S. 38). Dies gelte „umso mehr, wenn weniger stark aggregierte Einheiten unterhalb der Ebene von Ländern, Einrichtungen oder Fächern betrachtet oder solche aus unterschiedlichen Fachgebieten/Disziplinen verglichen werden sollen. Gerade dort sollten Metriken nicht isoliert genutzt, sondern durch andere Bewertungskriterien ergänzt werden“ (ebd., S. 38). Hinweise auf die Studien bzw. weiterführende Literatur finden sich in der Originalquelle und wurden hier getilgt. Schließlich zeigt bereits das oben genannte Rechenbeispiel (vgl. Seite 12), dass der JIF Probleme mit sich bringt. Die meistgenannten Kritikpunkte werden nachfolgend kurz zusammengefasst (vgl. auch Falagas/Alexiou 2008; Gläser 2015; Triggle u. a. 2022): ▶Zähler-Nenner-Problem: Durch das Verfahren des Journal Title Matching (s. o.) werden im Zähler die Zitierungen der Publikationen bei allen Dokumenttypen mit der Anzahl der zitierbaren Publikationen (Nenner) in Relation gesetzt. Die zitierbaren Publikationen sind: Articles, Reviews und Short Communications, nicht aber Editorials, Letters, News und Meeting Abstracts. Letztere werden aber durch das Journal Title Matching mitgezählt. Marx und Bornmann beschreiben, dass vor allem fachübergreifende Zeitschriften wie Nature und Science, dadurch aufgewertet würden: „Die Zitierungen der in diesen Zeitschriften besonders zahlreichen nicht zitierbaren Publikationen tragen hier in erheblichem Umfang zum Zähler bei, werden aber im Nenner nicht mitgezählt“ (2012, S. 55). ▶Laufzeitproblem: Marx und Bornmann weisen auch darauf hin, dass der JIF nur „ein relativ kurzes Zitierungs-Zitierfenster berücksichtigt und nur eine mittlere Publikationslaufzeit von zwei Jahren zulässt“ (2012, S. 55). Damit würde nur ein kleiner Ausschnitt der Zitie-
2.3 Kritik am Journal Impact Factor 15 rungen erfasst, der über die tatsächliche Wirkung einer Publikation nichts aussage. Auch sei je nach Wissenschaftsdisziplin eine Wirkung schneller zu erzielen, z. B. in den Naturwissenschaften. Artikel in den Geisteswissenschaften würden aber mehr Zeit benötigen, um eine Wirkung zu entfalten. ▶Zitationsraten: Je nach Fachdisziplin wird sehr unterschiedlich mit Zitationen gearbeitet (Zitationsraten). So wird in Arbeiten aus der Mathematik und Informatik vergleichsweise wenig zitiert, während in der Biologie und Genetik deutlich häufiger zitiert wird. Zitiergewohnheiten sind außerdem zeitlichen Trends unterworfen. ▶Ort der Publikation: Die Geistesund Sozialwissenschaften publizieren nach wie vor in Büchern oder Zeitschriften, die fachlich eng ausgerichtet und nur national bedeutsam sind. Daher werden sie im Web of Science nicht berücksichtigt. ▶Fehlende Transparenz: Grundlage des JIF ist die Aufnahme eines Journals in den SCI bzw. SSCI. Die fehlende Transparenz, wie Clarivate hier vorgeht, wird immer wieder bemängelt (vgl. Hirschberg 2021, S. 7; Heidenkummer 2013, S. 208f.). ▶Bevorzugung englischsprachiger Journals: Ein Vorwurf an den JIF ist, dass er dazu beiträgt, die Wissenschaftskommunikation auf die englische Sprache zu verengen. Überproportional häufig werden englischsprachige Journals in die Berechnung der JIF einbezogen (vgl. Mocikat 2009, S. 102). ▶Marketing: Ein hoher JIF kann dazu führen, dass der Preis für ein Journal besonders hoch ist. Dies könnte zur Folge haben, dass der JIF von Verlagen gezielt eingesetzt wird, um hochpreisige Journals zu generieren (vgl. Psychiatrische Praxis 2021). Der im Web of Science verwendete SSCI deckt nur einen Ausschnitt der Sozialwissenschaften ab (vgl. Tüür-Fröhlich 2018). Keinesfalls werden alle relevanten Zeitschriften aus diesem Forschungsfeld erfasst. Das gilt auch und besonders für die deutschsprachige Berufsbildungsforschung. So sind die Zeitschriften „bwp@ – Berufsund Wirtschaftspädagogik online“11, „Zeitschrift für Berufsund Wirtschaftspädagogik – ZBW“12, „berufsbildung“13 und „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis (BWP)“14 nicht im SSCI erfasst. Neben diesen Problemen, die die Berechnung des JIF mit sich bringt, gibt es auch das Risiko, dass der JIF bewusst manipuliert wird: So können Autorinnen und Autoren beeinflusst werden, aus der publizierenden Zeitschrift zu zitieren, oder es können Artikel zitiert werden, ohne dass es einen direkten inhaltlichen Grund dafür gibt (vgl. Orrall 2025). Ein besonderes Problem stellen dabei die sogenannten Papiermühlen (englisch Paper Mills) dar – also Unternehmen, deren Geschäftsmodell darauf basiert, gefälschte Artikel zu erstellen (vgl. Sabel/ Schwertfeger 2025). 11 Siehe URL: https://www.bwpat.de (Stand: 14.02.2025). 12 Siehe URL: https://www.steiner-verlag.de/brand/Zeitschrift-fuer-Berufs-und-Wirtschaftspaedagogik (Stand: 14.02.2025). 13 Siehe URL: https://www.wbv.de/shop/Journals-und-Periodika/berufsbildung/ (Stand: 14.02.2025). 14 Siehe URL: https://www.bwp-zeitschrift.de/ (Stand: 14.02.2025).
16 3 BIBB-Umfrage zum Journal Impact Factor 3 BIBB-Umfrage zum Journal Impact Factor Die vom Bundesinstitut für Berufsbildung entworfene Umfrage zum Thema JIF wurde im Zeitraum 16. Januar 2025 bis 16. Februar 2025 mithilfe der Software Lime Survey durchgeführt.15 Die Umfrage wurde bekanntgemacht über LinkedIn, per Intranetmeldung im BIBB, per E-Mail an BIBB-Führungskräfte, verbunden mit der Bitte, die Umfrage in ihren Netzwerken zu streuen, im BIBB-Newsletter „BIBB aktuell“ sowie im Newsletter der „bwp@“. Aufgrund dieser vielfältigen Verbreitungswege ist der genaue Grad der Streuung nicht bekannt, ebenso ist die Grundgesamtheit nicht bekannt. Die Ergebnisse sind daher nicht repräsentativ. 37 Personen haben zwar mit der Umfrage begonnen, führten diese aber nicht zu Ende. Ihre Ergebnisse werden im Folgenden nicht berücksichtigt. Abbildung 1 auf der folgenden Seite gibt die Struktur der Umfrage wieder. Die genauen Fragen können dem Anhang entnommen werden. Die Umfrage begann mit der Frage, ob sich die Teilnehmenden selbst dem Gegenstandsbereich der Berufsbildungsforschung zuordnen. 109 Personen beantworteten diese Frage mit „ja“ und zehn Personen antworteten mit „nein“. Anschließend konnten sie einen Freitext zur genaueren Beschreibung ihres Forschungsbereichs eingeben, was von neun Personen genutzt wurde. Diese gaben an: ▶„Bildungsund Arbeitsmarktforschung (von der die Berufsbildungsforschung nur ein Teilbereich ist)“ ▶„Soziologie, Gerontologie, Arbeitsmarktforschung“ ▶„Psychologie“ ▶„Ökonomik“ ▶„Erwachsenenbildung“ ▶„Bildungsforschung, Pädagogische Psychologie, Instruktionspsychologie“ ▶„Rehabilitationswissenschaften, interdisziplinär“ ▶„Soziale Arbeit und Beratungsforschung“ ▶„Berufsbildung“ Daran anschließend wurde gefragt, ob der Begriff des JIF grundsätzlich bekannt sei. Die Umfrage wurde in sieben Fällen abgebrochen, da die Teilnehmenden diese Frage mit „nein“ beantworteten. 15 Der Autor dankt Philipp Zeuner (BIBB) für die Programmierung der Umfrage und Unterstützung bei der Auswertung. ▶
3 BIBB-Umfrage zum Journal Impact Factor 17 Abbildung 1: Strukturbaum der BIBB-Umfrage Quelle: eigene Darstellung Teilnehmende/-r aus dem Bereich der Berufsbildungsforschung? Wenn „nein“, dann Möglichkeit zur Freitexteingabe. n = 119 JIF ist als Begriff bekannt? Wenn „nein“, dann Ende der Umfrage JIF und/oder Berechnung kann erklärt werden? n = 112 Firma/Organisation, die den JIF berechnet und zur Verfügung stellt ist bekannt? n = 112 Andere Faktoren für das Ranking von Journals sind bekannt? n = 112 Aussagen aus der Perspektive des Lesers/der Leserin von Journals. n = 112 Wurde bereits in einem Journal veröffentlicht oder geplant zu veröffentlichen? Wenn „nein“, dann wurde dieser Teil übersprungen. Aussagen aus der Perspektive eines/einer (zukünftigen) Autors/Autorin von Artikeln. n = 105 Ende der Umfrage Soziografische Daten. n= 112 Was spricht aus Ihrer Sicht für und/oder was gegen die Berechnung und Verwendung des JIF? Haben Sie Anmerkungen zum Thema Journal Impact Factor oder zur Umfrage?
18 3 BIBB-Umfrage zum Journal Impact Factor Soziografische Daten der Teilnehmenden Die verbleibenden 112 Teilnehmenden waren zu 54 Prozent weiblich. 44 Prozent der Teilnehmenden waren promoviert und 21 Prozent habilitiert. Abbildung 2: Verteilung nach Geschlecht n = 112 Quelle: Umfrageergebnisse zum JIF, eigene Darstellung Abbildung 3: Verteilung nach akademischem Abschluss n = 112 Quelle: Umfrageergebnisse zum JIF, eigene Darstellung Von den 112 Teilnehmenden waren 36 Prozent zwischen 30 und 39 Jahre und 26 Prozent zwischen 40 und 49 Jahre alt. 54% 43% 3% Weiblich Männlich Keine Angabe 34% 44% 21% 1% Diplom oder Master Promotion Habilitation Anderer Abschluss
3.1 Wissen der Umfrageteilnehmenden zum Journal Impact Factor 19 Abbildung 4: Verteilung nach Alter n = 112 Quelle: Umfrageergebnisse zum JIF, eigene Darstellung 3.1 Wissen der Umfrageteilnehmenden zum Journal Impact Factor Die 112 Teilnehmenden wurden dann gefragt, ob sie erklären können, wie sich der JIF berechnet, oder ob sie zumindest wissen, was er bedeutet. Daran anschließend wurden sie gefragt, ob sie wissen, welche Firma/Organisation den JIF berechnet und zur Verfügung stellt. Schließlich wurde gefragt, ob sie außer dem JIF noch weitere Faktoren kennen, die für das Ranking von Journals genutzt werden. Abbildung 5: „Ich kann erklären, wie sich der JIF berechnet, oder ich kann zumindest erklären, was er bedeutet“ n = 112 Quelle: Umfrageergebnisse zum JIF, eigene Darstellung 79 Prozent der Teilnehmenden gaben an, dass sie wissen, wie sich der JIF berechnet, oder zumindest erklären können, was er bedeutet. Wie in der Auswertung weiter unten zu sehen ist, passt dies nicht unbedingt zu den Einschätzungen zum JIF (vgl. Abbildung 8 – hier waren beispielsweise über 40 Prozent der Befragten der Meinung, dass der JIF eine Aussage über die Qualität eines Artikels erlauben würde). 7% 36% 26% 18% 10% 3% Unter 30 Jahre 30 bis 39 Jahre 40 bis 49 Jahre 50 bis 59 Jahre 60 Jahre und älter Keine Angabe 79% 14% 7% Ja Nein Weiß nicht
20 3 BIBB-Umfrage zum Journal Impact Factor Abbildung 6: „Mir ist bekannt, welche Firma/Organisation den JIF berechnet und zur Verfügung stellt“ n = 112 Quelle: Umfrageergebnisse zum JIF, eigene Darstellung Nur 31 Prozent der Teilnehmenden scheinen zu wissen, dass der JIF ein Produkt der Firma Clarivate ist. Den Teilnehmenden sind auch andere Rankingsysteme bekannt. Am bekanntesten ist dabei der h-Index mit knapp 69 Prozent. Abbildung 7: „Ich kenne außer dem JIF noch folgende andere Faktoren für das Ranking von Journals“ n = 112 Quelle: Umfrageergebnisse zum JIF, eigene Darstellung Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, die vorgegebene Liste durch Freitextantworten zu ergänzen. Davon machten 21 Personen Gebrauch. Hier wurde zweimal genannt „disziplinspe31% 59% 10% Ja Nein Weiß nicht 68,75 47,32 25 21,42 20,53 19,64 14,28 10,71 9,82 25 46,42 61,6 73,21 73,21 68,75 75,89 81,25 83,92 6,25 6,25 13,39 5,35 6,25 11,6 9,82 8,03 5,35 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% h-Index SCImago Journal Rank (SJR) g-index European Reference Index for the Humanities and Social Sciences VHB-Rating Eigenfactor Score Journal Quality List RePEc Journal Ranking Journal Weights List Ist mir bekannt Ist mir nicht bekannt Weiß nicht
3.2 Einschätzungen zum Journal Impact Factor aus der Perspektive des Lesers/der Leserin 21 zifische Listen zur Einteilung in Aund B-Journals“. Außerdem wurde dreimal die Aufnahme in den Social Science Citation Index genannt sowie viermal CiteScore. Der CiteScore ist ein ähnliches Maß wie der JIF, wird aber auf der Basis einer Vierjahresbetrachtung und mithilfe der Datenbank Scopus erstellt. Weitere Einträge waren entweder redundant zu der vorgegebenen Liste in Abbildung 7 oder nicht nachvollziehbar (vgl. zu den einzelnen Metriken auch Roldan-Valadez u. a. 2018). Nachfolgende Tabelle beschreibt die wichtigsten Punkte des h-Index und von CiteScore, den beiden Metriken, die den Umfrageteilnehmenden am bekanntesten sind. Tabelle 1: Unterschiede zwischen den Rankingsystemen h-Index und CiteScore Kriterium h-Index CiteScore Berechnungsbasis Anzahl der Publikationen mit mindestens h-Zitierungen Durchschnittliche Anzahl der Zitationen pro Artikel einer Zeitschrift Datenquelle Scopus, Web of Science, Google Scholar Scopus Zeitraum Gesamte Karriere eines Autors/einer Autorin Letzte 4 Jahre Anwendungsbereich Bewertung einzelner Forscher/-innen Bewertung wissenschaftlicher Zeitschriften Aussagekraft Misst sowohl Produktivität als auch Impact Gibt die Sichtbarkeit und den Einfluss einer Zeitschrift an Bezug zum Autor zur Autorin Ja, bewertet individuelle Forscher/-innen. Nein, nicht auf individuelle Autoren/Autorinnen anwendbar. Bezug zu Zeitschrift Nein, bewertet keine Zeitschriften. Ja, speziell zur Bewertung von Zeitschriften. Quelle: Umfrageergebnisse zum JIF, Darstellung mithilfe von ChatGPT 4.0 (erstellt am 27.2.2025)16 3.2 Einschätzungen zum Journal Impact Factor aus der Perspektive des Lesers/der Leserin Die Teilnehmenden wurden im nächsten Fragenblock nach ihrer Einschätzung zum JIF aus der Perspektive des Lesers/der Leserin von Journals gefragt. Dabei wurde angenommen, dass alle Teilnehmenden auch potenzielle Leser/-innen sind. Das Ergebnis lässt sich wie folgt zusammenfassen: Über 60 Prozent der Teilnehmenden wünschten sich mehr Informationen zum Thema JIF. Auch betrachteten über 60 Prozent der Teilnehmenden die Themen Ranking und Impact skeptisch. Ein sehr hoher Prozentsatz, nämlich über 80 Prozent der Teilnehmenden, fanden Journals auch dann lesenswert, wenn sie keinen JIF haben. Folgerichtig lehnten rund 77 Prozent der Teilnehmenden die Aussage ab, dass nur Journals mit einem JIF in ihrem Fachgebiet lesenswert sind. Trotzdem fanden auch mehr als die Hälfte der Teilnehmenden (rund 55 Prozent), dass es in der Berufsbildungsforschung mehr Journals mit einem JIF geben sollte. Gut 60 Prozent stimmten der Aussage zu, dass durch den JIF Journals vergleichbar werden. Dies steht im Kontrast dazu, dass 70 Prozent angaben, zu wissen, was der JIF bedeute, denn eine Vergleichbarkeit von Journals ist durch den JIF nicht gegeben (vgl. Abschnitt 2.1). 16 Prompts: 1. Erstelle eine Grafik zu den Unterschieden von h-Index und CiteScore; 2. Verwandele die Grafik in eine aussagekräftige Tabelle mit Details zu den Unterschieden.
22 3 BIBB-Umfrage zum Journal Impact Factor Dieser Wiederspruch zeigte sich auch im nächsten Punkt, denn immerhin noch 25 Prozent der Teilnehmenden meinten, dass der JIF zeige, wie qualitativ hochwertig ein Artikel sei. Über die Qualität einzelner Artikel macht der JIF aber keine Aussage (vgl. Abschnitt 2.1). Rund 67 Prozent der Teilnehmenden schätzten den JIF als Indikator dafür, wie hochwertig ein Journal ist, und über 70 Prozent denken, dass sie mit dem JIF die Bedeutung eines Journals einschätzen könnten. Abbildung 8: Inwieweit stimmen Sie folgenden Aussagen zu? n = 112 Quelle: Umfrageergebnisse zum JIF, eigene Darstellung 5,35 7,14 15,04 19,64 12,5 52,67 14,28 8,03 9,82 15,17 20,53 38,39 51,78 18,75 25,89 13,39 7,14 16,96 20,53 45,53 55,35 37,5 21,42 46,42 14,28 28,57 24,1 30,35 37,5 29,46 12,5 17,85 27,67 59,82 32,14 24,1 4,46 4,46 4,46 4,46 4,46 4,46 16,07 6,25 12,5 8,03 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Mithilfe des JIF kann ich die Bedeutung eines Journals einschätzen. Der JIF zeigt mir, wie qualitativ hochwertig ein Journal ist. Der JIF zeigt mir, wie qualitativ hochwertig ein Artikel ist. Der JIF zeigt mir, wie bedeutend der Autor/die Autorin eines Artikels ist. Durch den JIF werden Journals vergleichbar. Nur Journals, die einen JIF haben, sind in meinem Fachgebiet wirklich lesenswert. In der Berufsbildungsforschung sollte es mehr Journals geben, die einen JIF haben. Auch Journals, die keinen JIF haben, sind in meinem Fachgebiet lesenswert. Die Diskussion über „Ranking“ und „Impact“ tut der wissenschaftlichen Forschung nicht gut, da sie falsche Anreize setzt. Ich würde mir grundsätzlich mehr Informationen zum JIF wünschen. Stimme überhaupt nicht zu Stimme eher nicht zuStimme eher zu Stimme voll und ganz zu Weiß nicht 4,46 0%
3.3 Einschätzungen zum Journal Impact Factor aus der Perspektive des Autors/der Autorin 23 3.3 Einschätzungen zum Journal Impact Factor aus der Perspektive des Autors/der Autorin Im nächsten Teil der Umfrage sollten Aussagen aus der Perspektive eines/einer (zukünftigen) Autors/Autorin von Artikeln, die in einem Journal erscheinen, bewertet werden. Dazu wurde zunächst gefragt, ob die Teilnehmenden im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit bereits in einem Journal veröffentlicht haben oder dies in absehbarer Zeit vorhaben. Sieben Personen beantworteten diese Frage mit „nein“. Diesen Personen wurde die anschließende Frage dann nicht ausgespielt, sodass n = 105 ist. Abbildung 9: Inwieweit stimmen Sie folgenden Aussagen zu? n = 105 Quelle: Umfrageergebnisse zum JIF, eigene Darstellung Aus Sicht der (potenziellen) Autorinnen und Autoren lassen sich die Ergebnisse folgendermaßen zusammenfassen: Rund 70 Prozent der Teilnehmenden gaben an, dass sie ihren Artikel ggf. auch in einem Journal ohne JIF veröffentlichen würden, wenn er von einem Journal mit JIF abgelehnt würde. Allerdings sind auch rund 60 Prozent der Meinung, dass die Veröffentlichung in einem Journal mit JIF für ihre berufliche Laufbahn besonders wichtig sei. Dazu passt, dass rund 74 Prozent der Teilnehmenden davon ausgehen, dass eine Veröffentlichung in einem Journal mit JIF ihre Reputation in der Wissenschaft steigern würde. Ebenfalls rund 60 Prozent gaben an, dass sie daher versuchen, gezielt in einem Journal mit JIF zu veröffentlichen, 56 Prozent versuchen für ihre Veröffentlichung sogar ein Journal mit einem hohen JIF zu finden. Dies Antworten unterstreichen noch einmal die Bedeutung des JIF. Im Kontrast dazu steht allerdings, dass auch rund 56 Prozent der Teilnehmenden angeben, zufrieden zu sein, wenn ihr Text überhaupt veröffentlicht würde. 16,19 20 16,19 1,9 9,52 3,8 22,85 22,85 24,76 17,14 23,8 16,19 34,28 36,19 35,23 46,66 38,09 39,04 26,66 20 21,9 28,57 22,85 31,42 5,71 5,71 9,52 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Ich versuche als Autor/-in gezielt in Journals, die einen JIF haben, zu veröffentlichen. Ich versuche als Autor/-in gezielt in Journals, mit einem möglichst hohen JIF, zu veröffentlichen. Ich bin zufrieden, wenn mein Text überhaupt veröffentlicht wird, auch in einem Journal ohne JIF. Veröffentlichungen in Journals mit einem JIF steigern meine Reputation in der Wissenschaft. Veröffentlichungen in Journals mit einem JIF sind für meine berufliche Laufbahn besonders wichtig. Wenn mein Artikel von einem Journal mit JIF abgelehnt wird, versuche ich ihn woanders, ggf. auch in einem Journal ohne JIF, zu veröffentlichen. Stimme überhaupt nicht zu Stimme eher nicht zu Stimme eher zu Stimme voll und ganz zu Weiß nicht
30 3 BIBB-Umfrage zum Journal Impact Factor ▶Es wurde geantwortet, dass der JIF nicht überbewertet werden, sondern nur als ein Kriterium unter mehreren dienen sollte. ▶Es wurde geantwortet, dass wissenschaftliche Qualität individuell geprüft und nicht nur mithilfe des JIF gemessen werden sollte. ▶Es wurde geantwortet, dass der Zugang zu hochrangigen Journals mit einem JIF für Wissenschaftler/-innen in frühen Karrierephasen oft schwierig sei. ▶Es wurden Informationsveranstaltungen über den JIF gewünscht. ▶Es wurde angeregt, eine Liste relevanter Journals mit JIF für die Berufsbildungsforschung zur besseren Orientierung zusammenzustellen. ▶Es wurde geantwortet, dass der JIF nicht das zentrale Kriterium in Berufungsverfahren sein sollte. Stattdessen sollten Zeitschriftenbeiträge wieder verstärkt individuell gelesen und diskutiert werden. ▶Es wurde geantwortet, dass ein besserer Transfer von Forschungsergebnissen stärker in den Fokus gerückt werden sollte. (Zusammenfassung auf Basis der Umfrageergebnisse zum JIF, mithilfe von ChatGPT 4.0, erstellt am 27.02.2025)19 19 Prompt: Mache eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.
3.4 Freitextantworten 31 4 Fazit Die Ergebnisse der Umfrage zum JIF zeigen, dass er zwar als wichtiges Bewertungskriterium für wissenschaftliche Zeitschriften anerkannt wird – hier „tickt“ die Berufsbildungsforschung nicht anders als andere Fachdisziplinen (vgl. Mazarakis/Bräuer/Dorsch 2025) –, gleichzeitig jedoch stark umstritten ist. Sie verdeutlichen eine ambivalente Haltung der in der Berufsbildung Forschenden gegenüber dem JIF. So spielt er nach wie vor eine große Rolle bei der Karriereplanung von Forschenden – 60 Prozent der Befragten versuchen gezielt, in Journals mit JIF zu publizieren, da dies ihre Reputation steigere und sich positiv auf ihre beruflichen Chancen auswirke. 56 Prozent suchen sogar nach Zeitschriften mit einem besonders hohen JIF. Gleichzeitig gaben aber 70 Prozent an, dass sie ggf. auch in Journals ohne JIF veröffentlichen würden, falls ein Artikel in einem Journal mit JIF abgelehnt wird. Dies zeigt, dass die Publikationsentscheidung nicht ausschließlich vom JIF abhängt. Die Forschenden berücksichtigen den JIF trotz einer starken Skepsis gegenüber seiner Aussagekraft. Wie die Umfrage zeigt, scheint hier bei den Teilnehmenden zumindest Unklarheit zu herrschen. Qualitätsoder Reputationszuschreibungen sind mithilfe des JIF höchstens indirekt möglich – in den Freitextantworten zur Umfrage wurde dies von einem Teilnehmenden als „Sogwirkung“ bezeichnet. Angenommen wird also, dass Journals mit einem JIF ein besonders strenges Auswahlverfahren haben und Autorinnen und Autoren mit besonders viel Renommee besonders motiviert sind, in Journals mit einem JIF zu veröffentlichen. Ein Teilnehmender formuliert z. B. in der Freitextantwort: „Wenn eine Person systematisch (z. B. mind. 3x als Erstautorin) in Zeitschriften mit hohem JIF publiziert hat, ist das ein glaubwürdiges Signal für hohe Forschungsleistung.“ Empirische Belege für diese Annahmen konnten allerdings nicht gefunden werden, oder, wie es ein andere Teilnehmender in der Freitextantwort formulierte: „Wissenschaftliche Qualität muss individuell festgestellt werden. Ich habe schon viele Beiträge aus Journals gelesen, die einen hohen Impact Factor hatten und trotzdem Mist waren.“ Über 80 Prozent der Befragten halten auch Journals ohne JIF für lesenswert, was zeigt, dass der JIF nicht als alleiniger Qualitätsmaßstab gesehen wird. 77 Prozent lehnen die Aussage ab, dass nur Journals mit JIF in ihrem Fachgebiet relevant sind, was die Begrenztheit des JIF als Gütekriterium unterstreicht. Gleichzeitig glauben jedoch auch 67 Prozent, dass der JIF eine Aussage über die Qualität einer Zeitschrift treffen kann – ein Widerspruch, der auf eine gewisse Unsicherheit im Umgang mit dieser Metrik hinweist. Die Kritik am JIF ist vielfältig und zeigt sich auch in den Freitextantworten der Befragten. So gaben diese unter anderem an, der JIF könne leicht manipuliert werden, beispielsweise durch Selbstzitationen oder Zitationszirkel. Forschende seien oft gezwungen, sich am JIF zu orientieren, da er in Berufungsverfahren eine zentrale Rolle spiele. Dies führe dazu, dass sich viele auf die Veröffentlichung in hoch gerankten Journals konzentrieren, anstatt ausschließlich nach inhaltlicher Relevanz zu entscheiden. Je nach wissenschaftlicher Fachdisziplin spielt der JIF eine eher untergeordnete Rolle. So werden einige renommierte Zeitschriften in der Berufsbildungsforschung nicht in den gängigen Zitationsdatenbanken erfasst. Einige Umfrageteilnehmende wiesen folgerichtig darauf hin, dass Praxisnähe und Impact in der Bildungslandschaft oft wichtiger seien als akademische Sichtbarkeit über Journals, die einen JIF haben. Die Ergebnisse der Umfrage unterstreichen die Notwendigkeit, alternative Metriken zur Bewertung wissenschaftlicher Leistung zu etablieren. So wünschten sich auch mehr als 60 Pro- ▶
32 4 Fazit zent der Befragten eine differenziertere Diskussion über Ranking und Impact oder sprachen sich dafür aus, weitere Qualitätsindikatoren zu berücksichtigen. Ausblick Der JIF bleibt ein zentraler, aber problematischer Indikator im Wissenschaftsbetrieb (vgl. nature 2010; Weingart 2025). Er bietet zwar vordergründig eine einfache Vergleichsmöglichkeit zwischen Journals, ist jedoch mit zahlreichen methodischen und inhaltlichen Schwächen behaftet. Die Umfrage zeigt, dass Forschende einerseits von der Karriere-Relevanz des JIF profitieren, andererseits aber auch seine Aussagekraft hinterfragen. Langfristig erscheint es notwendig, dass sich Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Förderinstitutionen von der ausschließlichen Nutzung des JIF lösen und stattdessen ganzheitlichere Bewertungsmethoden entwickeln, die die inhaltliche Qualität wissenschaftlicher Arbeiten stärker berücksichtigen (Fazit auf Basis der Umfrageergebnisse zum JIF erstellt mithilfe von ChatGPT 4.0 am 27.2.2025).20 20 Prompts: 1. Erstelle eine Zusammenfassung; 2: Mache das Fazit ausführlicher und beziehe dich dabei auf die Ergebnisse der Umfrage.
4 Fazit 33 Literaturverzeichnis Bergstrom, Carl T.: Use ranking to help search. In: Nature 465 (2010) 7300, S. 870–872. DOI: https:// doi.org/10.1038/465870a Callaway, Ewen: Beat it, impact factor! Publishing elite turns against controversial metric. In: Nature (2016) 535, S. 210–211. DOI: https://doi.org/10.1038/nature.2016.20224 Davis, Phil: Changing Journal Impact Factor rules creates unfair playing field for some. In: Society for Scholarly Publishing (Hrsg.): The Scholarly Kitchen. New Jersey 2021. URL: https://scholarlykitchen.sspnet.org/2021/02/01/unfair-playing-field (Stand: 14.02.2025) Davis, Phil: Changes to Journal Impact Factor Announced for 2021. In: Society for Scholarly Publishing (Hrsg.): The Scholarly Kitchen. New Jersey 2020. URL: https://scholarlykitchen.sspnet. org/2020/12/07/jif-calculation-2021 (Stand: 14.02.2025) Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (Hrsg.): Wissenschaftliches Publizieren als Grundlage und Gestaltungsfeld der Wissenschaftsbewertung – Herausforderungen und Handlungsfelder. Bonn 2022. DOI: https://doi.org/10.5281/zenodo.6538163 DORA (Hrsg.): Guidance on the responsible use of quantitative indicators in research assessment. Rockville 2024. DOI: http://doi.org/10.5281/zenodo.10979644 DORA (Hrsg.): San Francisco Declaration on Research Assessment. o. O. 2012. URL: https://sfdora. org/read (Stand: 14.02.2024) Falagas, Matthew E.; Alexiou, Vangelis G.: The top-ten in journal impact factor manipulation. In: Archivum Immunologiae 56 (2008) 3, S. 223–226. DOI: https://doi.org/10.1007/s00005-0080024-5 Garfield, Eugene: The History and Meaning of the Journal Impact Factor. In: JAMA 295 (2006) 1, S. 90–93. DOI: https://doi.org/10.1001/jama.295.1.90 Garfield, Eugene: The Agony and the Ecstasy – The History and Meaning of the Journal Impact Factor. International Congress on Peer Review And Biomedical Publication. Chicago 2005. URL: https:// garfield.library.upenn.edu/papers/jifchicago2005.pdf (Stand: 04.03.2025) Garfield, Eugene: Journal impact factor: a brief review. In: CMAJ 161 (1999) 8, S. 979–980 Garfield, Eugene: Citation Indexes for Science: A New Dimension in Documentation through Association of Ideas. In: Science 122 (1955) 3159, S. 108–111 Gläser, Jochen: Der Journal Impact Faktor in der Soziologie: Die Gefahren eines Un-Maßes. In: Soziale Welt 66 (2015) 2, S. 215–224. DOI: https://doi.org/10.5771/0038-6073-2015-2-215 Hauck, Reingis: Responsible Metrics – Verantwortlicher Umgang mit Metriken. Berlin 2019. DOI: https://doi.org/10.15488/4906 Heidenkummer, Petra: Wenn das Undurchschaubare zum Maß wird: Probleme und Schwankungen des Impact Factors. In: b.i.t. online 16 (2013) 3, S. 201–210 Hirschberg, Hannah: Der Journal Impact Factor: Eine Hausarbeit aus dem Sommersemester 2021 im Seminar „Wissenschaftliches Publizieren und Open Access“. In: API Magazin 2 (2021) 2. DOI: https://doi.org/10.15460/apimagazin.2021.2.2.75 Marx, Werner; Bornmann, Lutz: Der Journal Impact Factor: Aussagekraft, Grenzen und Alternativen in der Forschungsevaluation. In: Beiträge zur Hochschulforschung 34 (2012) 2, S. 50–66 Mazarakis, Athanasios; Bräuer, Paula; Dorsch, Isabelle: Evaluation of gamification as a tool for open access publishing among researchers: insights from a conjoint analysis. In: Scientometrics 130 (2025), S. 1253–1280. DOI: https://doi.org/10.1007/s11192-024-05226-6 ▶
34 Literaturverzeichnis Mocikat, Ralph: Die Diktatur der Zitatenindizes: Folgen für die Wissenskultur. In: GAIA 18 (2009) 2, S. 100–103 Muller, Jerry Z.: The Tyranny of Metrics. Princeton 2018 Nature (Hrsg.): How to improve the use of metrics. In: Nature 465 (2010) 7300, S. 870–872 Orrall, Avery: Citation issues cost these 20 journals their impact factors this year. URL: https://retractionwatch.com/2025/06/18/clarivate-impact-factor-suppression-list-2025-self-citation-stacking/ (Stand: 03.07.2025) Psychiatrische Praxis (Hrsg.): Die Ware Impact-Faktor beim Publizieren mit Open Access. In: Psychiatrische Praxis 48 (2021) 2, S. 106–107. DOI: https://doi.org/10.1055/a-1292-6121 Roldan-Valadez, Ernesto; Salazar-Ruiz, Shirley Yoselin; Ibarra-Contreras, Rafael; Rios, Camilo: Current concepts on bibliometrics: a brief review about impact factor, Eigenfactor score, CiteScore, SCImago Journal Rank, Source-Normalised Impact per Paper, H-index, and alternative metrics. In: Irish Journal of Medical Science 188 (2018), S. 939–951. DOI: https://doi.org/10.1007/s11845018-1936-5 Rödel, Bodo; Ertl, Hubert; Liebscher, Sandra (Hrsg.): Berufsbildungsforschung. Rezeption – Translation – Transfer. Bonn 2025. URL: https://www.bibb.de/dienst/publikationen/de/20158 (Stand: 14.02.2025) Sabel, Bernhard A.; Schwertfeger, Bärbel: Der größte Wissenschaftsbetrug aller Zeiten. Köln 2025. URL: https://bildungsklick.de/hochschule-und-forschung/detail/der-groesste-wissenschaftsbetrug-aller-zeiten (Stand: 21.02.2025) Triggle, Chris R.; MacDonald, Ross; Triggle, David J.; Grierson; Donald: Requiem for impact factors and high publication charges. In: Accountability in Research 29 (2022) 3, S. 133–164. DOI: https:// doi.org/10.1080/08989621.2021.1909481 Tüür-Fröhlich, Terje: Eine „autoritative“ Datenbank auf dem Prüfstand: Der Social Sciences Citation Index (SSCI) und seine Datenqualität. In: Information – Wissenschaft & Praxis 69 (2018) 5-6, S. 265–275. DOI: https://doi.org/10.1515/iwp-2018-0050 Weingart, Peter: The Change Publishing Culture of Science. In: European Review 2025, S. 1–16. DOI: https://doi.org/10.1017/S1062798725000183 Wilsdon, James; Allen, Liz; Belfiore, Eleonora; Campbell, Philip; Curry, Stephen; Hill, Steven; Jones, Richard; Kain, Roger; Kerridge, Simon; Thelwall, Mike; Tinkler, Jane; Viney, Ian; Wouters, Paul; Hill, Jude; Johnson, Ben: The Metric Tide: Report of the Independent Review of the Role of Metrics in Research Assessment and Management. Sheffield 2015. DOI: https://doi. org/10.13140/RG.2.1.4929.1363 Wissenschaftsrat: Empfehlungen zur Transformation des wissenschaftlichen Publizierens zu Open Access. Köln 2022. DOI: https://doi.org/10.57674/fyrc-vb61
Literaturverzeichnis 35 Anhang Umfrage Einleitender Text: Viele Wissenschaftler/-innen streben eine Veröffentlichung ihrer Artikel in einem möglichst „hoch gerankten“ Journal an. Ein wichtiger Indikator für das Ranking eines Journals ist dabei der sogenannte Journal Impact Factor (JIF). Ziel der BIBB-Umfrage ist es, eine erste Einschätzung zum Stellenwert des JIF von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu erhalten, die in einer Disziplin der Berufsbildungsforschung tätig sind. Dabei werden zwei Perspektiven in den Blick genommen: Zum einen wird aus der Perspektive der Leserinnen und Leser von Journals gefragt, zum anderen aus der Perspektive der Autorinnen und Autoren, die für ihre Artikel ein Journal als Veröffentlichungsort suchen. Ihre Angaben werden streng vertraulich und entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz behandelt sowie anonymisiert verarbeitet. Rückschlüsse auf Sie persönlich werden nicht möglich sein. Die Datenschutzerklärung finden Sie hier: https://www.bibb.de/de/datenschutz.php Die Bearbeitungszeit beträgt ca. 10 Minuten. Vielen Dank, dass Sie sich an der Umfrage beteiligen! Für Rückfragen wenden Sie sich bitte per Mail an Dr. Bodo Rödel, Stabsstelle Publikationen und wissenschaftliche Informationsdienste, Bundesinstitut für Berufsbildung: [email protected] Meine (wissenschaftliche) Tätigkeit bzw. die Fachdisziplin, in der ich unterwegs bin, wird im Allgemeinen dem Bereich der Berufsbildungsforschung zugeordnet. Ja Nein Ich ordne mich folgender Disziplin zu: Der Begriff Journal Impact Factor (JIF) ist mir bekannt. Ja Nein Ich kann erklären, wie sich der JIF berechnet oder ich kann zumindest erklären, was er bedeutet. Ja Nein Weiß nicht ▶
36 Anhang Mir ist bekannt, welche Firma/Organisation den JIF berechnet und zur Verfügung stellt. Ja Nein Weiß nicht Ich kenne außer dem JIF noch folgende andere Faktoren für das Ranking von Journals: Ist mir bekannt Ist mir nicht bekannt Weiß nicht SCImago Journal Rank (SJR) Eigenfactor Score VHB-Rating J ournal Quality List h-Index g-index Journal Weights List RePEc Journal Ranking European Reference Index for the Humanities and Social Sciences Andere Freitext Bitte beantworten Sie nachfolgende Aussagen aus der Perspektive des Lesers/der Leserin von Journals. Inwieweit stimmen Sie folgenden Aussagen zu? Stimme überhaupt nicht zu Stimme eher nicht zu Stimme eher zu Stimme voll und ganz zu Weiß nicht „Mithilfe des JIF kann ich die Bedeutung eines Journals einschätzen.“ „Der JIF zeigt mir, wie qualitativ hochwertig ein Journals ist.“ „Der JIF zeigt mir, wie qualitativ hochwertig ein Artikel ist.“ „Der JIF zeigt mir, wie bedeutend der Autor/die Autorin eines Artikels ist.“ „Durch den JIF werden Journals vergleichbar.“ „Nur Journals, die einen JIF haben, sind in meinem Fachgebiet wirklich lesenswert.“ „In der Berufsbildungsforschung sollte es mehr Journals geben, die einen JIF haben.“ „Auch Journals, die keinen JIF haben, sind in meinem Fachgebiet lesenswert.“ „Die Diskussion über „Ranking“ und „Impact“ tut der wissenschaftlichen Forschung nicht gut, da sie falsche Anreize setzt.“ „Ich würde mir grundsätzlich mehr Informationen zum JIF wünschen.“ ▶
Anhang 37 Bitte beantworten Sie nachfolgende Aussagen aus der Perspektive eines/einer (zukünftigen) Autors/Autorin von Artikeln, die in einem Journal erscheinen. Ich habe im Rahmen meiner wissenschaftlichen Tätigkeit bereits in einem Journal veröffentlicht oder werde in absehbarer Zeit in einem Journal veröffentlichen. Ja Nein Inwieweit stimmen Sie folgenden Aussagen zu: Stimme überhaupt nicht zu Stimme eher nicht zu Stimme eher zu Stimme voll und ganz zu Weiß nicht „Ich versuche als Autor/-in gezielt in Journals, die einen JIF haben, zu veröffentlichen.“ „Ich versuche als Autor/-in gezielt in Journals, mit einem möglichst hohen JIF, zu veröffentlichen.“ „Ich bin zufrieden, wenn mein Text überhaupt veröffentlicht wird, auch in einem Journal ohne JIF.“ „Veröffentlichungen in Journals mit einem JIF steigern meine Reputation in der Wissenschaft.“ „Veröffentlichungen in Journals mit einem JIF sind für meine berufliche Laufbahn besonders wichtig.“ „Wenn mein Artikel von einem Journal mit JIF abgelehnt wird, versuche ich ihn woanders, ggf. auch in einem Journal ohne JIF, zu veröffentlichen.“ Bitte nennen Sie Ihr Geschlecht: Weiblich Männlich Divers Keine Angabe Welches ist Ihr höchster akademischer Abschluss? 1. Staatsexamen 2. Staatsexamen Bacheloroder Magister-Abschluss Diplom oder Master Promotion Habilitation Anderer Abschluss
38 Anhang Bitte geben Sie Ihr Alter an: unter 30 Jahre 30 bis 39 Jahre 40 bis 49 Jahre 50 bis 59 Jahre 60 Jahre und älter Was spricht aus Ihrer Sicht für und/oder was gegen die Berechnung und Verwendung des JIF? Haben Sie Anmerkungen zum Thema Journal Impact Factor oder zur Umfrage? Vielen Dank für die Teilnahme an der Umfrage!
Anhang 39 Informationen zum Autor Dr. Bodo Rödel E-Mail: [email protected] https://orcid.org/0000-0002-3649-0916 Dr. Bodo Rödel leitet die Stabsstelle „Publikationen und wissenschaftliche Informationsdienste“ im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Diese steuert die (Fach-)Publikationsreihen des BIBB, die Fachzeitschrift „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis“ sowie den Aufbau des VET Repository. Sein Forschungsund Arbeitsschwerpunkt ist das wissenschaftliche Publikationssystem. Dr. Rödel ist Open-Access-Beauftragter des Instituts. ▶
