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Wer? Was? Wie? Wo? Warum? Pädagogik bei Krankheit im schulischen Alltag – Erfahrungen und Reflexionen aus der Praxis

Walser, Christine,Meister, Mona

Abstract

Sommer, Nicola [Hrsg.]; Müller, Sarah [Hrsg.]; Langnickel, Robert [Hrsg.]: Brücken zur Teilhabe: Wo Krankheit und Schule sich begegnen. Chancen inklusiver Bildung für Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen. Bad Heilbrunn : Verlag Julius Klinkhardt 2025, S. 175-184 Pädagogische Teildisziplin: Schulpädagogik; Sonderpädagogik; als elektronischer Volltext verfügbar

Full text

Walse , Ch is ine; Meis e , Mona We ? Was? Wie? Wo? Wa um? Pädagogik bei K ankhei im schulischen All ag – E ah ungen und Re lexionen aus de P axis Somme , Nicola [H sg.]; Mülle , Sa ah [H sg.]; Langnickel, Robe [H sg.]: B ücken zu Teilhabe: Wo K ankhei und Schule sich begegnen. Chancen inklusi e Bildung ü Kinde und Jugendliche mi ch onischen E k ankungen. Bad Heilb unn : Ve lag Julius Klinkha d 2025, S. 175-184 Quellenangabe/ Re e ence: Walse , Ch is ine; Meis e , Mona: We ? Was? Wie? Wo? Wa um? Pädagogik bei K ankhei im schulischen All ag – E ah ungen und Re lexionen aus de P axis - In: Somme , Nicola [H sg.]; Mülle , Sa ah [H sg.]; Langnickel, Robe [H sg.]: B ücken zu Teilhabe: Wo K ankhei und Schule sich begegnen. Chancen inklusi e Bildung ü Kinde und Jugendliche mi ch onischen E k ankungen. Bad Heilb unn : Ve lag Julius Klinkha d 2025, S. 175-184 - URN: u n:nbn:de:0111-pedocs-344020 - DOI: 10.25656/01:34402; 10.35468/6197-14 h ps://nbn- esol ing.o g/u n:nbn:de:0111-pedocs-344020 h ps://doi.o g/10.25656/01:34402 in Koope a ion mi / in coope a ion wi h: h p://www.klinkha d .de Nu zungsbedingungen Te ms o use Dieses Dokumen s eh un e olgende C ea i e Commons-Lizenz: h p://c ea i ecommons.o g/licenses/by-nd/4.0/deed.de - Sie dü en das We k bzw. den Inhal e iel äl igen, e b ei en und ö en lich zugänglich machen, solange Sie den Namen des Au o s/Rech einhabe s in de on ihm es geleg en Weise nennen und das We k bzw. diesen Inhal nich bea bei en, abwandeln ode in ande e Weise e ände n. This documen is published unde ollowing C ea i e Commons-License: h p://c ea i ecommons.o g/licenses/by-nd/4.0/deed.en - You may copy, dis ibu e and ansmi , adap o exhibi he wo k in he public as long as you a ibu e he wo k in he manne speci ied by he au ho o licenso . 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Welche F agen sich da aus e geben und wie diesen He aus o de ungen aus schulische und pädagogische Pe spek i e begegne we den kann, wi d im Folgenden p axiso ien ie au gezeig . Keywo ds: Pädagogik bei K ankhei ; Ch onische E k ankungen im Schulall- ag; Schulische Rein eg a ion; Inklusi e Bildung; In e na ionale Koope a ion in de Spi alschulpädagogik Pädagogik bei K ankhei – Ein Thema auch in allgemeinen Schulen Fo sch i e in de Medizin e möglichen es heu e ielen Kinde n, schwe e E - k ankungen zu übe leben–jedoch ohne olls ändig gesund zu we den . Die gesundhei lichen He aus o de ungen daue n o ein Leben lang an, wobei die Komo bidi ä en zunehmen . Kan h und Kusch (2011) zeigen au , dass das Risiko, ü das En s ehen klinisch ele an e Ve hal enss ö ungen bei Kinde n und Jugendlichen mi ch onischen E k ankungen doppel so hoch is als bei Kinde n, die nich on E k ankungen be o en sind–bei zusä zliche Behin- de ung soga bis zu d eimal e höh . Vo diesem Hin e g und soll e auch de Umgang mi E k ankungen im Kin- des- und Jugendal e be ach e we den . Es kann da on ausgegangen we - den, dass zwischen 16%und 25%alle Schüle innen und Schüle lang is ige doi .o g/10 .35468/6197-14 176 Ch is ine Walse , Mona Meis e gesundhei liche Einsch änkungen haben, die ih e schulische En wicklung und Bildungsbiog a ie e heblich beein äch igen können . Die im Jah 2017 e ö en lich e KiGGS-S udie (Robe -Koch-Ins i u 2018) zeig , dass in Deu schland e wa jedes sechs e Kind und jede bzw . jede ie e Jugendliche on eine ch onischen G unde k ankung be o en is . Gemäss Capu so u . a . (2025) wa en im Jah 2019 und 2,38%de pädia ischen Popu- la ion in den USA hospi alisie . S a is isch gesehen wi d somi jede Leh k a in beinahe jede zwei en Schulklasse mindes ens ein Kind nach einem Klinik- ode Spi alau en hal in die Klassengemeinscha ein eg ie en . Neben den soma ischen E k ankungen sehen sich Schulen zunehmend mi psychischen Belas ungen und E k ankungen bei Kinde n und Jugendlichen kon on ie . Eine on UNICEF Schweiz und wei e en Pa ne innen und Pa - ne n in Au ag gegebenen S udie (Ba ense-Dias u . a . 2021) zu olge gaben im Jah 2021 37%de be ag en Jugendlichen im Al e on 14 bis 19 Jah en an, un e psychischen P oblemen zu leiden, 8%ha en be ei s Suizid e suche un e nommen und 29,1%gaben an, mi niemandem übe ih e psychischen Belas ungen zu sp echen . Lau dem Bundesam ü S a is ik (2022) s ieg die Zahl de Hospi alisie ungen au g und psychische S ö ungen bei Jugendlichen zwischen 10 und 24 Jah en im Jah 2020 um 4%und im Jah 2021 um 17% . Zum e s en Mal seien psychische S ö ungen die häu igs e U sache ü eine Hospi alisie ung in diese Al e sg uppe (19 .532 Fälle), ge olg on Ve le zungen (19 .243 Fälle), wobei bei psychischen S ö ungen 60%junge F auen seien . Diese ala mie enden Zahlen– e gleich- ba mi En wicklungen in Deu schland (Kaman u . a . 2023) und ande en Län- de n–hal en auch nach Abklingen de SARS-CoV-2-Pandemie wei e an . Die psychische Gesundhei on Kinde n und Jugendlichen is auch Jah e nach de Co ona-Pandemie noch deu lich schlech e als o de Pandemie . Das zeigen die E gebnisse de sechs en und sieb en Be agungs unde de COPSY-S udie (CO ona und PSYche) des Uni e si ä sklinikums Hambu g-Eppendo (UKE) . (…) 21 P ozen de jungen Menschen be ich en on eine anhal enden Beein äch igung de Le- bensquali ä , 22 P ozen leiden wei e hin un e psychischen Au älligkei en (Kaman u . a . 2024, Abs . 1) . Insgesam müssen wi –wie be ei s oben e wähn –da on ausgehen, dass e wa jedes sechs e Kind und jede bzw . jede ie e Jugendliche im schulischen Kon ex on eine ch onischen–soma ischen und/ode psychischen –E - k ankung be o en is . Alle in Schulen ä igen Pe sonen müssen sich de Ta sache bewuss sein und sich dami ak i auseinande se zen, dass Kinde und Jugendliche mögliche weise Un e s ü zungsbeda e haben, die sich aus den Folgen eine E k ankung und/ode medikamen ösen Behandlung e ge- ben–und somi das schulische Le nen beein äch igen können . Kenn nisse doi .o g/10 .35468/6197-14 177 We ? Was? Wie? Wo? Wa um? übe ch onische E k ankungen und de en Auswi kungen au den Schulall ag müssen dahe in eg ale Bes and eil de allgemeinen pädagogischen Aus- bildung und P axis sein . Allen Schüle innen und Schüle n soll e die Chance einge äum we den, einen Schulabschluss zu e eichen, de ih en kogni i en Fähigkei en und Po enzialen en sp ich . K ankhei sbeding e besonde e Be- dingungen, die den schulischen E olg ö de n, soll en dahe , als selbs e - s ändliche Bes and eil schulische P axis e ablie we den . Ein wei e e G und, dass sich das Bildungssys em mi E k ankungen und de en Auswi kungen auseinande se zen muss, is die demog a ische En wicklung . In den meis en eu opäischen Lände n gehen ak uell meh Menschen in den Ru- hes and, als junge Menschen ins Be u sleben ein e en . De Fachk ä emangel dü e sich in den nächs en Jah en wei e e schä en . Aus gesam gesellscha - liche Pe spek i e können es sich hochindus ialisie e Lände lang is ig nich leis en, das Po enzial ch onisch e k ank e Menschen ungenu z zu lassen . Schule und K ankhei –We mach wo was? Die he kömmlichen Spi al-, Klinik- bzw . Heils ä enschulen haben sich bei- spielweise in den Niede landen und in gewissen Bundeslände n in Deu sch- land und Ös e eich zu Fö de - und Be a ungszen en ü Pädagogik bei K ankhei en wickel , die wei meh Au gaben übe nehmen, als hospi alisie e Schüle innen und Schüle zu un e ich en . In Hambu g en wickel e sich aus de A bei sg uppe Haus- und K ankenhausun- e ich die im Schuljah 1966/67 geg ünde wu de, sch i weise das Bildungs- und Be a ungszen um Pädagogik bei K ankhei /Au ismus (BBZ) . Neben den beiden u sp ünglichen Schwe punk en, Un e ich in K ankenhäuse n und Hausun e ich , wu den bis 2012 noch zwei wei e e Be a ungsab eilungen einge ich e . Die Be a ungss elle Pädagogik bei K ankhei und die Be a ungs- s elle Au ismus wu den nö ig, da imme meh An agen und Be a ungswün- sche aus den Schulen an das BBZ he ange agen wu den (Meis e 2022) . Im BBZ wi d–wie be ei s e wähn –neben dem klassischen Un e ich in Klinikschulen auch mobile Un e ich ( ühe Hausun e ich genann ) ange- bo en . Im mobilen Un e ich können Kinde und Jugendliche beispielsweise in Kleing uppen Un e ich e hal en, wenn sie nach de En lassung aus eine kinde - und jugendpsychia ischen Klinik nich so o in die Regelschule zu- ückkeh en können, ode es nu s undenweise scha en, am Klassenun e ich eilzunehmen . Die Kleing uppen e möglichen es ihnen, sich sch i weise wie- de den An o de ungen des Schullebens anzunähe n (ebd . 2022) . Auch soma- isch e k ank e Kinde und Jugendliche, die nich ode nu eingesch änk am P äsenzun e ich eilnehmen können, e hal en häuslichen Un e ich du ch Leh pe sonen . Diese Un e s ü zung kann auch dann wei e ge üh we den, doi .o g/10 .35468/6197-14 178 Ch is ine Walse , Mona Meis e wenn sie die Schule zwa schon wiede egelmäßig besuchen können, sich abe imme noch Fehlzei en wegen de E k ankung e geben . Die Be a ungsab eilungen s ehen allen schulbezogenen An agen o en, insbe- sonde e bei F agen und um die Fö de ung ch onisch e k ank e Schüle innen und Schüle . Die be o enen Kinde und Jugendlichen müssen dabei nich zwin- gend am BBZ bekann sein . An agen kommen aus Schulen ode on El e n, die sich an das BBZ wenden, um Ideen ü Fö de maßnahmen ode ü Möglichkei- en eines Nach eilsausgleichs zu bekommen . An agen kommen abe auch on (Schul-)Ä z innen und (Schul-)Ä z en, Jugendäm e n bzw . The apeu innen und The apeu en, die sich übe die Un e s ü zungsmöglichkei en ih e Pa ien innen und Pa ien en in o mie en wollen (Fechne 2021; Meis e 2022) In de Schweiz wi d in de Regel zwischen Spi alschule (in soma ischen Spi- äle n) und Klinikschulen (in psychia ischen Kliniken) un e schieden und es sind je nach Kan on e schiedene Modelle und Finanzie ungen o handen . Teilweise–so zum Beispiel in de S ad Zü ich–übe nimm de schulä z liche Diens bei ch onischen E k ankungen gewisse Ve mi lungs- und Be a ungs- au gaben ü die allgemeinen Schulen (S ad Zü ich 2025) Wenn Kinde und Jugendliche zwischen ode nach Spi alau en hal en aus gesundhei lichen G ünden den Klassenun e ich nich besuchen dü en, wi d–meis du ch die Spi alschule–ini iie , dass on de He kun s-/S amm- schule Einzelun e ich zu Hause o ganisie wi d . Dies ha den Vo eil, dass die Ve an wo ung ü die Kon inui ä in de Bildung be o ene Schüle innen und Schüle s e s bei de He kun s-/S ammschule bleib . Ein Nach eil bes eh jedoch da in, dass Leh pe sonen de Regelschulen häu ig nich übe die spezi- ischen Auswi kungen de E k ankung au das Le n e hal en in o mie sind . Bezüglich Pädagogik bei K ankhei gib es in den meis en Kan onen nu u- dimen ä e Regelungen . So können massgeschneide e Lösungen ge unden we den . Leide häng es dann alle dings massgeblich om Engagemen de in ol ie en Pe sonen ab, wie passend die Fö de ung ges al e und wie schnell sie umgese z we den kann . Das Schweize Schulsys em bie e hingegen ein hohes Maß an s uk u elle Flexibili ä . Schullei ungen und Leh pe sonen zei- gen g oßes Engagemen , um passende Lösungen ü Schüle innen und Schü- le mi ode nach E k ankungen zu inden . Diese Bemühungen zum Wohl be o ene Kinde und Jugendliche zeigen sich wei gehend im gesam en deu schsp achigen Raum . In e na ionale Koope a ion–Voneinande le nen Dank eine langjäh igen Koope a ion zwischen medizinischen und pädago- gischen Fachleu en des Uni e si ä s-Kinde spi als Zü ich, Schweiz, und des ARABKIR Join Medical Cen e s in E iwan, A menien, bes eh ein in ensi e doi .o g/10 .35468/6197-14 179 We ? Was? Wie? Wo? Wa um? achliche Aus ausch mi de dem ARABKIR angegliede en Spi alschule de Di ec Aid Associa ion DAA, die du ch ein Schweize Kinde hil swe k inan- zie wi d . Diese in e na ionale Aus ausch–de auch du ch die Hospi al O - ganisa ion o Pedagogues in Eu ope HOPE (www .hospi al eache s .eu) ge ö - de wi d– äg wesen lich dazu bei, im eigenen Land die Nischendisziplin Pädagogik bei K ankhei wei e zuen wickeln . In A menien be eib de DAA neben de Hospi al School das Pa ien s’ Family House sowie einen psychosozia- len Diens . Gemeinsam we den im Spi al Fes e ge eie und Fe ienp og am- me o ganisie , die zu sozialen Teilhabe und No malisie ung im All ag bei a- gen . Au g und ih e undie en Ausbildung geben die Spi alleh pe sonen ih Wissen im Special Teache s’ Club an Leh pe sonen wei e , die landeswei an de Inklusion on Kinde n und Jugendlichen mi besonde en Bildungsbedü - nissen be eilig sind . De Blick übe die eigene Landes- und Kul u g enze hinaus sowie das Le - nen oneinande ö de n das Ve s ändnis ü Pa ien innen und Pa ien en und de en Familien aus un e schiedlichen kul u ellen, eligiösen ode bildungsbe- zogenen Hin e g ünden . Eine kul u sensible, we schä zende Hal ung sowie Kompe enzen in Deu sch als Zwei sp ache–ode bei Beda in non e bale Kommunika ion–sind zen al, um auch das Po enzial on Schüle innen und Schüle n mi Mig a ionshin e g und zu e kennen und zu ö de n . Das in e na ionale Ne zwe k is nich nu ü Leh pe sonen we oll, sonde n kann Kinde n und Jugendlichen mi ch onischen E k ankungen die Möglich- kei bie en, in einen Aus ausch übe die Landesg enze hinweg zu kommen und allen alls F emdsp achenkenn nisse konk e anzuwenden . Un e ich bei E k ankung–Nich nu ü die Schule le nen Im Mi elpunk s eh selbs e s ändlich die schulische Rein eg a ion on Kin- de n und Jugendlichen, die au g und gesundhei liche Einsch änkungen ih e He kun s- bzw . S ammschule o übe gehend nich besuchen können . Doch häu ig e en auch ganz ande e Themen als die ak uellen Le ninhal e in den Vo de g und: In o ma ionen zu E k ankungen und Behandlung wu den mög- liche weise nich ich ig ode nich olls ändig e s anden . F agen kommen e s au , wenn die Ä z in/de A z schon wiede gegangen is ode konn en nich ges ell we den, weil beispielsweise das Kind, die ode de Jugendliche ode die El e n au eine angepass e Kommunika ion angewiesen wä en . Be- sonde s Kinde und Jugendliche mi kogni i en Beein äch igungen, ü die ein Spi alau en hal besonde s belas end sein kann, s ellen das sons schon un e Zei d uck s ehende Gesundhei spe sonal o zusä zliche He aus o de- ungen: doi .o g/10 .35468/6197-14 180 Ch is ine Walse , Mona Meis e Kinde und Jugendliche mi kogni i en Beein äch igungen sind angewiesen au meh Zei , eine ein ache e Sp ache, meh Ve s ändnis und Wohlwollen . Die Fähig- kei en, kommende Behandlungen in Au klä ungsgesp ächen zu an izipie en und nachhe im Gesp äch zu e lek ie en, hil beim Coping und Ve a bei en . Beides is bei Kinde n und Jugendlichen mi kogni i en Beein äch igungen e schwe (Wal- se &Willke 2024, 2) . Da können Leh pe sonen, die zusä zlich übe einen Mas e abschluss in Heil- pädagogik bzw . ähnlichen Fo bildungen e ügen, im Spi al ode in de Kli- nik e mi eln . Die Wich igkei eine ganzhei lichen Be euung on–in diesem Fall–Kin- de n und Jugendlichen mi K ebse k ankungen und insbesonde e de Schule wi d on Ä z innen und Ä z en bzw . P legenden s e s be on . Wi geben uns am An ang g osse Mühe, den Kinde n zu e mi eln, dass wi an ih e Heilung glauben (…) . Es gib wohl keinen denkba en besse en Beleg ü diese Ta - sache, dass wi wi klich an ih e Zukun glauben, als dass wi o ensich lich seh iel Au wand mi de Schule be eiben (Nie hamme 2014, 77) . Auch die Adhä enz und das Coping we den du ch pädagogische Angebo e un e s ü z : So s ellen Kinde und Jugendliche nach O gan ansplan a ionen im We kun e ich des Uni e si ä s-Kinde spi als Zü ich indi iduelle Medika- men enboxen aus Plexiglas he , in die sie ih e Wochendosis an Medikamen en selbs s ändig einso ie en können . Fü Schüle innen und Schüle mi ch onischen E k ankungen bedeu e ü s Leben le nen nich nu de E we b schulische Inhal e . Vielmeh s ell die E - k ankung selbs eine zusä zliche He aus o de ung da , mi de die Kinde ak i umgehen le nen müssen . Ziel is es, ihnen Kompe enzen zu e mi eln, mi de E k ankung selbs s ändig, selbs bes imm und e an wo ungs oll umzugehen . A a a e–Technik als Un e s ü zung, abe nich E sa z Mi le weile s ehen e schiedene Sys eme zu Ve ügung, um Schüle innen und Schüle , die au g und gesundhei liche Einsch änkungen ih e He kun s-/ S ammschulen nich besuchen können, mi els Videokon e enz-Tools ode A a a en die Teilnahme am egulä en Un e ich in ih en Klassen zu e mög- lichen . Diese Technologien können den Un e ich on Spi al-, Klinik- bzw . Heils ä enschulen ode on Leh pe sonen, die Kinde und Jugendliche zu Hause un e ich en, weil sie aus gesundhei lichen G ünden den Klassenun e - ich nich besuchen dü en ode können, sinn oll e gänzen–sie e se zen je- doch nich die pädagogische P äsenz und Beziehungsges al ung im di ek en Kon ak . Dabei sind e schiedene Aspek e zu be ücksich igen: doi .o g/10 .35468/6197-14 181 We ? Was? Wie? Wo? Wa um? •Schüle innen und Schüle möch en allen alls on ih en Leh pe sonen und Mi schüle innen und Mi schüle n nich gesehen we den . Dies kann du ch Abschal en de Kame a leich bewe ks ellig we den . •Meis is die Teilnahme wäh end de gesam en Un e ich szei nich mög- lich, weil Un e suchungen, Behandlungen und The apien iel Zei in An- sp uch nehmen . Wenn einige Un e ich ss unden nu spo adisch übe diese Tools besuch we den, kann dies S ess auslösen, weil ielleich Ein üh un- gen e pass wu den und die e k ank en Kinde und Jugendlichen dann die Inhal e nich e s ehen können ode die E schöp ung ge ade wäh end de Un e ich ss unde zu g oß is . •Wenn Gesp äche in de He kun s-/S ammklasse e pass wu den ode An- spielungen wegen de Abwesenhei nich e s anden we den, kann dies das Ge ühl de Ausg enzung auslösen und somi kon ap oduk i wi ken . •Um dies zu en schä en, emp iehl es sich, dass die Teilnahme an einzel- nen Lek ionen on pe sönlichen Le nsequenzen mi Leh pe sonen im Spi al ode im Einzelun e ich zu Hause beglei e wi d, dami das E leb e au - gea bei e und besp ochen we den kann . Die Lek ionen gil es so g äl ig auszuwählen . •Mi den Leh pe sonen de S amm-/He kun sschule is ein sinn olle S un- denplan ü die Teilnahme übe diese Sys eme am egulä en Un e ich ab- zumachen . Wenn möglich soll en wäh end diese S unden dann möglichs keine medizinischen Massnahmen e olgen, was alle dings in medizini- schen Ein ich ungen schwie ig umzuse zen is . •Wich ig wä e die Pa izipa ion o allem bei sozialen Ak i i ä en wie bei- spielsweise einem Klassen a ode eine besonde en Feie . Fü einige Schüle innen und Schüle kann de Einsa z on Telep äsenz-A a a- en eine sinn olle E gänzung da s ellen–als olls ändige E sa z ü ande e Un e ich s o men ha sich diese Lösung jedoch nich bewäh . Sensibilisie ung–Gewinn ü alle Bei schwe wiegenden ode sich ba beein äch igenden E k ankungen is es sinn oll, die Pee G oup–in de Regel die Mi schüle innen und Mi schüle n de He kun s- bzw . S ammklasse–geziel zu in o mie en . Die Schulbesuche on Leh pe sonen de Klinikschule Tübingen zu Vo be ei ung de Klassenge- meinscha au die Rückkeh k ebse k ank e Kinde und Jugendliche haben in e na ional Beach ung ge unden und gel en heu e als Bes -P ac ice-Mo- dell . Kinde und Jugendliche keh en manchmal nach O gan ansplan a ionen e ände in ih e Klassen zu ück . Immunsupp essi e Medikamen e können doi .o g/10 .35468/6197-14 182 Ch is ine Walse , Mona Meis e zu Nebenwi kungen wie e s ä k e Kö pe behaa ung, T emo , dem soge- nann en Cushing-Synd om (mi cha ak e is ische Gesich sau quellung) ode ande en kö pe lichen Ve ände ungen üh en . Um in solchen Fällen S igma i- sie ung ode Mobbing o zubeugen, in o mie eine P legeexpe in/ein P le- geexpe e und eine Leh k a de Spi alschule des Uni e si ä s-Kinde spi als Zü ich Schulklassen nach de O gan ansplan a ion eine Mi schüle in ode eines Mi schüle s . Dabei ha sich gezeig , dass solche In o ma ionen nich nu das Ve s ändnis ü E k ankungen ö de n, sonde n auch zu Sensibilisie ung de gesam en Klasse bei agen . Klassenleh pe sonen be ich en spä e häu ig on eine spü ba en Ve besse ung des Klassenklimas . Lebhe z (2002) besch ieb eind ücklich, wie eine Kul u de Fü so ge ein Ge- winn ü alle is . His o isch gewachsen is ein Bild eines K anken, de demü ig und dankba Hil eleis- ungen anzunehmen ha . Abweichungen da on we den imme noch sank ionie . Au diesem Boden en s ehen Nebenwel en und Heimlichkei en, die bei Au deckung zusä zlich zu Las en des K anken gehen . Vo diesem Hin e g und is die Be ei scha bei den P o essionellen zu ö de n, jedes gezeig e Ve hal en als subjek i sinn oll zu akzep ie en und zu be ücksich igen, dass K ankhei indi iduell e a bei e wi d, denn es gib keine lei Gene alisie ungen ü zu e wa ende Ve a bei ungss a egien (Lebhe z 2002, 2) . Die zunehmende Pe sonalisie ung in de Medizin e o de es, Kinde und Ju- gendliche mi ch onischen E k ankungen s e s indi iduell zu beglei en–s an- da disie e Reak ionen ode Maßnahmen sind dabei kaum noch angemes- sen . Das Empowe men de be o enen Kinde und Jugendlichen kann nu in einem Klima des Ve - und Zu auens e olg eich sein . Eine solche Kul u de Fü so ge muss übe die Schulklasse hinaus eichen und alle be eilig en Pe so- nen im Bildungssys em einschließen– on den Schüle innen und Schüle n bis hin zu Leh pe sonen, El e n und wei e en Fachpe sonen . Angesich s de hohen P ä alenzen on psychischen E k ankungen e schein es nö ig, e meh ein Augenme k au die Gesundhei s ö de ung, wozu auch das S essmanagemen gehö en muss, in allgemeinen Schulen zu legen . Wenn übe E k ankungen o en gesp ochen und K ankhei sbewäl igung hema isie wi d, p o i ie en le z lich alle–denn iele Menschen sind im Lau e ih es Le- bens di ek ode indi ek on gesundhei lichen Beein äch igungen be o en . Fazi und Ausblick: Inklusion–Ande s geh es ga nich Das allgemeine Bildungssys em muss sich konsequen im Sinne de Inklusion wei e en wickeln . Im Fokus s ehen dabei nich nu Kinde und Jugendliche doi .o g/10 .35468/6197-14