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Optionen zur Weiterentwicklung von Anpassungsstrategien

Mahrenholz, Petra,Knieling, Jörg,Knierim, Andrea,Martinez, Grit,Molitor, Heike,Schlipf, Sonja

Abstract

Anpassung an den Klimawandel kann zur nachhaltigen Entwicklung beitragen, insbesondere wenn sie mit sozialen Innovationen einhergeht. Das Kapitel untersucht transformative Ansätze zur Anpassung, die im Angesicht von tiefgreifenden Klimarisiken notwendig werden und über ein reines mainstreaming von Maßnahmen in bestehende Instrumente hinausgeht. Geschildert wird deren Steuerung mithilfe von Rechts-, ökonomischen und zunehmend auch informellen Instrumenten. Beispiele gelungener governance-Ansätze veranschaulichen die Möglichkeiten von Politik und privaten Akteuren, unter anderem durch Partizipation und Kommunikationsaktivitäten.

Full text

33.1 Ansä ze ü eine s a egische Wei e en wicklung on Anpassung – 336 33.1.1 Ink emen elle und ans o ma i e Ansä ze ü Anpassungsmaßnahmen – 336 33.1.2 Anpassung an den Klimawandel du ch go e nance – 336 33.1.3 Pa izipa ion – 338 33.1.4 Kommunika ion – 339 33.2 Anpassung als soziokul u elle Wandel – 340 33.3 Ku z gesag – 341 Li e a u – 341 335 33 Op ionen zu Wei e en wicklung on Anpassungss a egien Pe a Mah enholz, Jö g Knieling, And ea Knie im, G i Ma inez, Heike Moli o , Sonja Schlip © De /die He ausgebe bzw. de /die Au o (en) 2017 G. B asseu , D. Jacob, S. Schuck-Zölle (H sg.), Klimawandel in Deu schland, DOI 10.1007/978-3-662-50397-3_33 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 Die gegenwä igen T ends globale T eibhausgasemissionen und Klimap ojek ionen legen schwe wiegende und wei eichende Zu- kun s isiken nahe (TeilI undII, ▶ Kap.31 ), die eine nachhal ige En wicklung alle Gesellscha en e ns ha ge äh den. Dabei e - s ä k de Klimawandel Risiken wie E osion, Lu - und Gewäs- se e schmu zung, A mu und A ens e ben. Gleichzei ig sind es soziale, poli ische und ökonomische P ozesse, Ve häl nisse und S uk u en, die ü den Klimawandel und die esul ie enden gesellscha lichen P obleme u sächlich sind (B unneng äbe und Die z 2013). Minde ungs- und Anpassungsak i i ä en – wenn gu geplan und umgese z (Checklis e in UBA 2013) – können eine nachhal ige En wicklung ö de n und En wicklungsp ade e ö nen, die eine „g oße T ans o ma ion“ e möglichen (IPCC 2014; ▶ Kap.31). Hie zu wä e – in E wei e ung und mi ließen- den Übe gängen on ink emen elle Anpassung – eine ans o - ma i e Anpassung an den Klimawandel e o de lich. Le z e e beinhal e adikale Ände ungen, bei denen sich die beein luss en sozialen ode Umwel sys eme hin zu öllig neuen Mus e n, Dy- namiken ode O en bewegen (De ini ionen s.Pa k e al. 2012; Ka es e al. 2012; EEA 2013). Das zen ale Ziel ink emen elle Anpassung hingegen is , Wesen und Un e seh hei eines Sys- ems ode P ozesses in seinem bishe igen Ansa z zu e hal en (Pa k e al. 2012; Schippe 2007; Ka es e al. 2012; Ma shall e al. 2012) und den bes ehenden sozialen und kul u ellen O dnungs- ahmen nich zu e ände n (Pelling 2011). Ink emen elle Anpas- sung beinhal e meis eine Ve s ä kung on Ak ionen, die übli- che weise e g i en we den, um Ve lus e du ch Klima a iabili ä bzw. ex eme We e e eignisse zu minde n ode en sp echende Gewinne zu e höhen, wie bes ehende Deiche zu e s ä ken, F ühwa nsys eme zu modi izie en ode die Wasse e so gung du ch wei e e Spa maßnahmen ode g öße e Rese oi e zu e besse n (EEA 2013; gl. auch ▶ Kap.32). Dies dü e eine angemessene An wo au ge inge ode mode a e Klima isiken sein. Bei schwe wiegenden und wei eichenden Risiken eich es nich , neue Lösungen in übe hol e S uk u en zu in eg ie en. Hie sind zusä zlich o ausschauende, ans o ma i e Anpas- sungsak i i ä en e o de lich (Ka es e al. 2012), die zug unde liegende S uk u en und Rahmenbedingungen ans o mie en und mi sozialen Inno a ionen einhe gehen (Beck e al. 2013). Le z e es schließ auch einen Wandel on We en und No men ein. Anpassung soll e deshalb auch als Teil eines übe geo dne en T ans o ma ionsp ozesses au ge ass we den, de gleiche maßen sozial-ökologische Unge ech igkei en abbau und Demok a ie e ie (B unneng äbe und Die z 2013). 33.1 Ansä ze ü eine s a egische Wei e en wicklung on Anpassung 33.1.1 Ink emen elle und ans o ma i e Ansä ze ü Anpassungsmaßnahmen IPCC (2014) nenn Beispiele ü Anpassung, die be ei s ink e- men elle und ans o ma i e Elemen e en hal en und in eine Wei e en wicklung on Anpassungss a egien einbezogen we den soll en, so e wa Baus anda ds ode gese zlich es geleg e Risiko- gebie e. Aus Vo so geg ünden komm hie zu echnisch-öko- nomischen Inno a ion hinzu, dass soziale P ak iken e ände we den, die neue Mus e , Dynamiken und Ve o ungen ans oßen. Vo schläge zu Anpassung, die in diese Ka ego ie allen, sind z. B. die Di e si izie ung des be ieblichen P oduk ionsp og amms in de Landwi scha , eine neue Kul u - und So enauswahl ode e ände e Anbaugebie e sowie die Nu zung on G auwasse (▶ Kap.18). Ein Vo schlag ü Ve hal ensände ungen wä e bei- spielsweise eine eingesch änk e Wasse en nahme in Zei en de Knapphei . Eine eingesch änk e Bebauung ode ga de komple e Siedlungs ückzug aus (Hochwasse -)Risikogebie en, Deich ück- e legungen ode auch die Wiede he s ellung na ü liche Re en- ions äume und die E höhung de In il a ionskapazi ä – z. B. du ch Auen ena u ie ung ode Ände ung de Landnu zung – gehö en zu den ans o ma i en Anpassungsansä zen, die du ch O s- ode Ak i i ä s e ände ungen gekennzeichne sind. Um assende e ans o ma i e Anpassungsansä ze soll en Ve ände ungsp ozesse einlei en, die auch gleichzei ig bes ehende soziale Unge ech igkei en besei igen (Pelling 2011). Hie komm eine ande e Au assung des Zieles on nachhal ige En wicklung zum Ausd uck: Zu Reduk ion des ökologischen Fußabd ucks komm die ökologische Ge ech igkei – meis global und in e - gene a ional – hinzu, die sich beispielsweise im ei zugänglichen Ans ieg de Lebensquali ä ü jeden ausd ück . Beispielsweise zähl IPCC hie zu die Ein üh ung eine medizinischen G und- e so gung ü alle (IPCC 2014). Dami wi d kla , dass die Visio- nen des Zielzus ands und de En wicklungsp ade in diese Zielzu - s ände auch das Ausmaß ans o ma i e Anpassung bes immen. Die Umse zung o ausschauende ans o ma i e Anpas- sung dü e nich ein ach sein. G ünde hie ü sind zum einen die Unsiche hei en kün ige Klima isiken, abe auch de Wi k- spek en on Anpassungsak i i ä en. Zum ande en spielen hohe inanzielle und soziale Kos en sowie P adabhängigkei en eine Rolle, die dazu bei agen, exis ie ende Gewohnhei en, Sys eme und Poli iken beizubehal en. E olgs ak o en, die in de Wei e - en wicklung on Anpassungss a egien genu z we den soll en, sind die Be eiligung on Ak eu en, die Siche ung inanzielle Ressou cen ü den T ans o ma ionsp ozess sowie das Moni o- ing und die E aluie ung des Fo sch i s (EEA 2013). Dass sich ans o ma i e Maßnahmen echnen können, zeig ein ak uell disku ie es Beispiel ü eine Deich ück e legung inklusi e de Wiede he s ellung on Übe lu ungs lächen aus de Ga be-Nie- de ung in Sachsen-Anhal nahe de Landesg enzen zu Niede - sachsen und B andenbu g. Die Kos en ü die Rena u ie ung die- se Auenlandscha en we den au 13,7–18Mio. Eu o geschä z . Dem s ehen in einem Klimawandelszena io mi e s ä k en Hochwasse e eignissen als Nu zen, de sich haup sächlich aus de Näh s o e en ion, dem e besse en Hochwasse schu z und eine hohen We schä zung des s eigenden A en eich ums e gib , 29,3–46,5Mio. Eu o gegenübe (T öl zsch e al. 2012). 33.1.2 Anpassung an den Klimawandel du ch go e nance Neben konk e en Lösungen, e wa in Be eichen wie Regenwas- se bewi scha ung, Baulei - ode Regionalplanung (▶ Kap. 32), e o de die Wei e en wicklung bishe ige Anpassungss a egien Kapi el 33 • Op ionen zu Wei e en wicklung on Anpassungss a egien336 Inno a ionen sozialen Handelns ö en liche und p i a e Ak- eu e, die du ch go e nance ges eue we den. Die in . Abb.33.1 o ma kie en Beispiele können ans o ma i e Anpassungsak- i i ä en un e s ü zen (IPCC 2014, Tabelle SPM.1). Ve wal un- gen soll en diese Pale e nu zen, denn sie haben eine s a egische Ve an wo ung ü eine Anpassung an den Klimawandel (s.auch DS 2015). Go e nance e höh die Anpassungskapazi ä und Resilienz on S äd en und Regionen (. Abb.33.1; Baasch e al. 2012; Fuchs e al. 2011; Vollme und Bi kmann 2012; Bi kmann und Fleischhaue 2013). De Weg hin zu esilien en S äd en und Re- gionen kann Inno a ionen sozialen Handelns ö de n und übe eine T ans o ma ion zu eine klima e äglichen Gesellscha üh en ( ▶ Kap.31 ; WGBU 2011). go e nance muss Wege inden, wie diese Inno a ionen sozialen Handelns aus ih en Nischen he aus b ei enwi ksam we den können. So kann eine koo - dinie e Zusammena bei zwischen ö en lichen und p i a en Ak eu en eine T ans o ma ion zu eine nachhal igen Gesell- scha so dnung beschleunigen (WGBU 2011). Kmen (2010) und Bau iedl e al. (2014) weisen da au hin, dass in den meis- en Fällen noch keine aus eichende handlungs eldübe g ei ende und que schni sbezogene Be ach ung e olg ( ▶ Kap.32 ). Um na u äumliche Zusammenhänge sowie Kon lik e und Syne - gien bei de Wei e en wicklung on S a egien be ücksich igen zu können, soll e eine go e nance de Anpassung an den Klima- wandel g undsä zlich ebenen-, handlungs eld- und g enzübe - g ei end wi ken (Ri e 2007; Knieling e al. 2011a; O e beck e al. 2008). Deswegen soll en Ziele und Maßnahmen on An- passungss a egien mi ande en S a egien e schni en we den. So sind Anpassungss a egien in Deu schland ideale weise zu e schneiden mi - de Na ionalen Nachhal igkei ss a egie, - de Walds a egie 2020, - de Na ionalen S a egie zu biologischen Viel al , - de Wasse ahmen ich linie und de Hochwasse isikoma- nagemen ich linie, - de Mee ess a egie-Rahmen ich linie und Ma i imen Raumo dnung/IKZM, - den Poli iken zu Ene giewende und Biomasses a egie, - de Rohs o s a egie und dem Ressou cene izienzp o- g amm, - dem Bundes e keh swegeplan, - de S a egie zum Schu z k i ische In as uk u en und - de High ech-S a egie. Fo melle Ins umen e In o melle Ins umen e Ökonomische Ins umen e O ganisaons- en wicklung Cha ak e Ve bindlich und eindeug du ch Gese ze und Ve o dnungen Übe zeugung und Selbs bindung be eilig e Ak eu e du ch In o maon, Be eiligung und Koope aon P eisbasie e Lenkungsmechanismus nach dem Ve u sache - und Gemeinlas p inzip Lang isge Einbindung e schiedene Ak eu e in En scheidungs- und Umse zungsp ozesse du ch ins uonalisie e P ozesse Beispiele Fes se zungen zum o beugenden Hochwasse schu z und Siedlungsklima in de Baulei - und Regionalplanung, Bundes aumo dnungs- planung Klimaanpassung Pa zipa e, handlungs eldübe - g ei ende Klima- anpassungss a egien un e Ve wendung on Szena ien, Lei bilde n und Roadmaps, Selbs - e p lich ungen, Risiko- ka en, In o maons- kampagnen, Bildungsa bei , Zusammena bei mi Schulen e c. Gesplie e Abwasse gebüh en, Boden e siegelungsabgaben, Flächennu zungss eue n, Ressou cennu zungs ech e, Las enausgleich im Hochwasse schu z, Fö de - p og amme,ö en liche In esonen, Ziel e einba ungen im Hochwasse schu z Regionale Ne zwe ke mi ins uonalisie en T äge schaen, Be a ungsein ich ungen zu Ve milung zwischen Wissenscha und P axis, Lei -ode S abss ellen in ö en lichen und p i a en Ein ich ungen Ziele Rech liche Ve bindlichkei du ch einen ins uonalisie en Umse zungsbezug Umdenken in polischen P ozessen zu anpassungs ähigen go e nance-Sys emen in le n ähigen Polikzyklen P oak e S eue ung de Handlungsmöglichkei en einzelne Ak eu e zu Klimaanpassung, Scha ung eines gesellschalichen Ausgleichs ü mögliche Folgekos en Ve anke ung de Que schnisau gabe Klimaanpassung in lau ende Umse zungsp ozesse S eue ungs- modus ü die Klima- anpassung Flexibilisie ung du ch Be is ungen im Einzel all ode „Expe imene klauseln“ Ebenen-, handlungs eld- und g enzübe g ei ende Zusammena bei E leich e ung einzelne Klimaanpassungsmaßnahmen du ch die Un e s ü zung p i a e Ak eu e Ve s egung anges oßene Klimaanpassungsp ozesse in le nenden O ganisaons o men .Abb.33.1 Ins umen e de Klimawandel-go e nance: Ku si und o ma kie e Maßnahmen dienen ans o ma i en P ozessen 337 33 33.1 • Ansä ze ü eine s a egische Wei e en wicklung on Anpassung 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 Ve bindliche, o melle Ins umen e we den beispielsweise in de aumbezogenen Fach- und de äumlichen Gesam planung eingese z (Danielzyk und Knieling 2011). Hie e gib sich u. a. Regelungsbeda hinsich lich des sich e ände nden Siedlungs- klimas (▶ Kap.22) und im Hochwasse schu z (▶ Kap.16). In Re- gionalplänen we den z. B. be ei s Vo ang- und Vo behal sgebie e ü den o beugenden Hochwasse schu z sowie Übe schwem- mungsgebie e es gese z (BMVBS 2014; F omme e al. 2013; ARL 2009). Um de den Klimawandelszena ien immanen en Unsiche hei Rechnung zu agen, könn en Vo ang- und Vo - behal sgebie e auch lexibel, beispielsweise du ch Be is ungen in Einzel ällen ode „Expe imen ie klauseln“, es gese z we den (BMVBS 2014; F omme e al. 2013). Abe auch ü Gebäude und ande e In as uk u en läss sich, z. B. du ch angepass e ode neue Bauno men, eine zukun s ähige Nu zung begüns igen. Weil die Handlungsspiel äume o melle Ins umen e be- g enz sind (BMVBS 2013; Schlip e al. 2008), we den in o melle Ins umen e e gänz . Diese s eben Regelungen du ch In o ma- ion, Be eiligung und Koope a ion an (Bischo e al. 2007). Sie scha en P oblembewuss sein und un e s ü zen einen We e- wandel (F omme 2009; G ei ing 2008). Du ch ih en Einsa z können demnach neue s a egische Aus ich ungen o be ei e we den, die eine T ans o ma ion zu eine nachhal igen Gesell- scha (WGBU 2011) e möglichen. Hie zu könn en Ansä ze de egionalen go e nance und des Risikomanagemen s zu eine isk go e nance zusammenge üh we den (G ei ing 2005; Knieling e al. 2011b). Diese Zusammen üh ung implizie ein Umden- ken in poli ischen P ozessen zu le n- und anpassungs ähigen go e nance-Sys emen in Poli ikzyklen (▶ Kap.32 ; Ho ocks 2005; F omme 2010). Dies schließ die Nu zung on Szena ien (Al- camo und Hen ichs 2009; Albe e al. 2012; Zimme mann e al. 2013; Hagemeie -Klose e al. 2013), Lei bilde n und Roadmaps (z. B. Beucke e al. 2011) sowie eines geeigne en Moni o ings ein, das eine kon inuie liche Anpassung de S a egien an e - ände e Rahmenbedingungen e möglich . Ein wei e üh ende Sch i eine Klimaanpassungs-go e nance wä e, go e nance-In- s umen e zu en wickeln, die au e schiedenen En scheidungs- ebenen (z. B. EU, Bund, Land, Region, Kommune) Unsiche hei- en einbeziehen (mul ile el-go e nance, ▶ Kap.32). Als ökonomische Ins umen e (B aun und Gi aud 2009; Sol wedel 2005; Jo dan e al. 2007; Zü n 2008) gel en Ziel e - einba ungen, e wa zum Hochwasse isikomanagemen , die au kommunale Ebene zwischen den Ak eu en abgeschlossen we - den, als ziel üh end (Mülle 2004; G ei ing 2008). Sie basie en au einem Ansa z, de quan i izie e Leis ungs- und Wi kungs- o gaben mi de P ojek ö de ung e knüp , sodass Klima ol- gen isiken in einem bes imm en Um ang in einem es geleg en Zei aum eduzie we den müssen. Im Rahmen de Umse zung en s eh dabei F ei aum, sodass k ea i e Lösungsansä ze zum Einsa z kommen können (Knieling e al. 2011b; G ei ing 2008). Die En wicklung un e s ü zende O ganisa ions o men kann dazu bei agen, Be ölke ung, Un e nehmen und Ve bände lang is ig als „Mi -Ges al e “ in gesellscha liche S a egie-, En - scheidungs- und Umse zungsp ozesse hin zu eine nachhal igen Gesellscha einzubinden (Danielzyk und Knieling 2011). Diese O ganisa ions o men un e scheiden sich u. a. in de T äge scha , de Ve anke ung au de poli ischen Ebene und dem G ad de Eigens ändigkei (Co ee-Mo lo e al. 2011; Vogel e al. 2007). Bounda y o ganiza ions übe nehmen Ve mi lungsau gaben zwischen Ak eu en aus Wissenscha , Poli ik und Ve wal ung, Wi scha und Zi ilgesellscha und a bei en als Be a ungsein- ich ungen, Ne zwe ke einzelne Fachleu e, Beau ag e ode Se ice-Ein ich ungen (Bischo e al. 2007). Sie sollen Fachwis- sen und p ak ische Anwendung in eg ie en (Co ee-Mo lo e al. 2011) und Pla o men zu Kommunika ion und Koope a ion anbie en, übe die ande e Ins umen e angewende we den kön- nen, e wa Szena io- ode Lei bildp ozesse (F öhlich e al. 2014). Zu diesem Zweck we den zunehmend Klimadiens e und Diens e zu Un e s ü zung eine Klimawandelanpassung au gebau (Bun- des egie ung 2015). Weil solche P ozesse Wissen gene ie en und Eins ellungen bilden können, um zukun s ähig im Sinne de Nachhal igkei zu handeln, is zu e wa en, dass kün ig s ä ke in o melle Ins umen e zu Wei e en wicklung on Anpassungs - s a egien genu z we den. 33.1.3 Pa izipa ion Die ak i e Be eiligung un e schiedliche gesellscha liche G up- pen bei de Wei e en wicklung on Anpassungss a egien an den Klimawandel is eine poli ische No wendigkei , um inno a i e und k ea i e Lösungen zu scha en, die eine b ei e Akzep anz inden können (Giddens 2009). Pa izipa ion um ass ein b ei- es Spek um mögliche Ein lussnahme au gesellscha liche En scheidungsp ozesse, das on S ellungnahmen und de Be- ei s ellung on E ah ungswissen übe die Be eiligung an Pla- nungsp ozessen bis hin zum Aushandeln und En scheiden übe Ressou cen e eilung eichen kann (▶ Kap. 29; Renn 2012). En scheidend ü die Ausges al ung on Pa izipa ions e ah en is de en Zielse zung und die Mo i lage ü Be eiligung (Walk 2013). Mo i e inden sich im indi iduellen Bedü nis nach pe - sönliche Wei e en wicklung, eigen e an wo lichem Handeln und an Kompe enzen wicklung zu Teilhabe an – e besse en und demok a ischen – En scheidungs- und Ges al ungsp ozes- sen. Be eilig e wollen ih Wissen und ih e E ah ungen sowie In e essen und A gumen e be ücksich ig sehen. Auch Be eili- gungs e ah en zu Wei e en wicklung on Anpassungss a e- gien an den Klimawandel soll en im Rahmen diese un e schied- lichen Zielse zungen ges al e we den. Ausschlaggebend ü das Gelingen on Pa izipa ions e ah en is das Vo handensein on ech en En scheidungsspiel äumen und on Teilhabeangebo en, die on den Be eilig en als „ eell“ wah genommen we den, sowie de en Be ei scha , ih e Zei und ih Wissen einzub ingen. Wich- ig ü pa izipa i e ode auch ak ionso ien ie e P ozesse zu Wei e en wicklung on Anpassungss a egien is eine gemein- same Wissensbasis (Hohbe g 2014). Be ei s du chge üh e Be eiligungs e ah en zu Anpassung an den Klimawandel (Knie im e al. 2013) können E olgs ak- o en o enba en und lassen sich im Hinblick au den Momen de Pa izipa ion (Si ua ionsanalyse, Planung, Umse zung, Aus- we ung) und en sp echend dem Be eiligungsg ad (In o ma ion, Be a ung, gemeinsame En scheidung übe Ziele, übe A bei s- sch i e, übe Ressou cen e wendung usw.) di e enzie en. Aus- sagek ä ig ü die Quali ä eines pa izipa i en Ve ah ens is Kapi el 33 • Op ionen zu Wei e en wicklung on Anpassungss a egien338 seine O enhei , also die e eich e Kohä enz zwischen den Zie- len und dem Ausmaß, mi dem die P ozessbe eilig en Ein luss au dessen Ve lau und E gebnis nehmen können (Ison 2010). Ausschni ha we den hie ein Fall de pa izipa i en Szena i- oen wicklung und ein in eg a i e , in o melle egionale Pla- nungsp ozess o ges ell . Zimme mann e al. (2013) zeigen beispielha ü pa izi- pa i e Szena ioen wicklungen, wie Ve e e aus Poli ik, Ve - wal ung, Be ölke ung und Wissenscha die au g und des Kli- mawandels e wa e en kün igen Landnu zungsände ungen abschä z en und da au au bauend ein gemeinsames Ve s änd- nis eine e wünsch en Zukun en wickel en. Die Auswe ung zeig , dass Un e schiede u. a. dadu ch beding wa en, wie in en- si sich die Be eilig en mi den Szena ien auseinande se z en und inwiewei sie selbs an de En wicklung de Zukun sbilde eilgenommen ha en. Dabei wa die Wah nehmung konk e e Be o enhei in einem klein äumigen Kon ex und ü die ge- bie snahen Teilnehme leich e als au egionale Ebene. Hie wa es auch schwie ige , alle po enziell Be o enen in das pa i- zipa i e Ve ah en einzubeziehen, sodass zum Teil allgemeine und abs ak e disku ie wu de. Wei e weisen die Au o en au die No wendigkei hin, ein solches in o melles, am An ang eines Planungsp ozesses s ehendes Ins umen an einen poli ischen En scheidungsp ozess zu koppeln, de eine gewisse Ve bindlich- kei ü die e ziel en E gebnisse scha . Im G oß aum D esden wu de ein „in eg ie es egionales Klimaanpassungsp og amm (IRKARP)“ in einem in o mellen, un e b ei e Be eiligung ö en liche Pa ne o ganisie en Pla- nungsp ozess en wickel (Hu e und Bohne eld 2013). Au g und de g oßen hema ischen B ei e eines solchen P og amms wu - den meh als hunde O ganisa ionen aus Wissenscha , Ve wal- ung und Wi scha einbezogen, um de en jeweilige Kompe en- zen, Kenn nisse und E ah ungen be ücksich igen zu können. Le z endlich be eilig en sich an de Fo mulie ung des IRKARP jedoch übe wiegend Wissenscha le und Ve e e aus Behö den und Ve bänden, wäh end poli ische und zi ilgesellscha liche Ak eu e sich hie nich einb ach en. Vo diesem Hin e g und s ellen die IRKARP-Au o en es , dass „eine demok a ie heo- e ische Eino dnung (…) de IRKARP-Fo mulie ung noch zu leis en“ und de gemeinsame A bei sp ozess „ e mu lich nich als e handlungsdemok a isch“ zu bezeichnen is (Hu e und Bohne eld 2013). Mi Blick au die hohe Anwendungs ele anz dieses Falls o de n sie dahe , dass eine sys ema ische und me ho- dische He angehensweise an spannungs eiche An o de ungen wei e hin als Thema in Fo schung und P axis bea bei e we den soll e. Auch die F agen, ob und wie an diese S elle soziale und ins i u ionelle Inno a ionsp ozesse s a inden, e dienen eine aus üh liche und k i ische Auseinande se zung. Es liegen nun iel äl ige E ah ungen mi Be eiligungs e ah- en in einem b ei en inhal lichen Feld und in un e schiedlichen ins i u ionellen Se ings o , die – und das is das Neue – sys ema- isch dokumen ie und dami ü eine me hodische Auswe ung zugänglich sind. Dami wi d das Zusammenwi ken on si ua i en Ein luss ak o en eine sei s und geziel em me hodischem Design ande e sei s sch i weise besse ope a ionalisie ba und somi die Basis geleg ü einen geziel e en und e olg eichen Einsa z on Pa izipa ions e ah en in de Zukun (Baasch e al. 2013). 33.1.4 Kommunika ion G undlegend in de Kommunika ion on Themen, die eine Handlungskonsequenz e o de n, is eine sei s die E kenn nis, dass eine eine In o ma ions e mi lung nich di ek zu de ge- wünsch en Handlung üh . Wede Wissen allein (Hellb ück und Kals 2012) noch allgemeine Eins ellungen üh en zwangsläu ig zu einem gewünsch en spezi ischen Ve hal en. Beispielsweise nu zen Pe sonen mi einem hohen Umwel bewuss sein den ö - en lichen Pe sonennah e keh , liegen abe o zdem im U laub in e ne Lände . Spezi ische Eins ellungen ko elie en hingegen seh iel meh mi konk e em Handeln: Wenn nach dem all äg- lichen Mobili ä s e hal en und dem Reise e hal en im U laub ge ag wi d, s immen Eins ellungen und Ve hal en gu übe ein. Ande e sei s is de Zusammenhang zwischen eine konk e en Handlung und eine sich da aus en wickelnden Eins ellung seh iel deu liche als umgekeh (Schahn und Ma hies 2008). Fo - schungen zu umwel ele an en Eins ellungen im Klimakon ex soll en demnach nich im Allgemeinen e bleiben, sonde n nach konk e en, spezi ischen Handlungskon ex en agen, um eine se- iöse G undlage ü Kommunika ionskonzep e zu e hal en. S a egische Wei e en wicklungen soll en deshalb on eine Kommunika ion de Anpassung an den Klimawandel beglei e we den, die Aspek e wie Komplexi ä , Umgang mi Unsiche hei und (Nich -)Wissen zen al be ücksich ig . Klimap ojek ionen ü die Zukun sind unsiche . Sie sind plausibel, e en abe nich siche ein (▶ Kap.2). Hie en s eh ein Dilemma zwischen einem Genauigkei sansp uch de Wissenscha und de Fo de ung nach konk e en Da en als Planungsg undlage onsei en de P axis (Heiden eich e  al. 2014). Wissenscha liche Beg i lichkei en hemmen hie die Kommunika ion übe Anpassung an den Kli- mawandel. Eine zielg uppenspezi ische Übe se zung diese Wis- senscha sbeg i e e leich e ein Ve s ehen zwischen den Ak eu- en de Wissenscha und de P axis. S a on Unsiche hei , das als Nich wissen, Fehlen on Siche hei o Ge ah en ode Fehlen on Selbs siche hei miss e s anden we den kann, emp iehl es sich, on „Bandb ei en“ ode al e na i „Spannwei en“ mögliche En wicklungen zu sp echen. Ebenso kann de Beg i „Risiko“ als ein mögliches E eignis mi ge inge Au e enswah schein- lichkei ehlin e p e ie we den (G o hmann 2014). Die F age, welche De ailgenauigkei wie und an wen zu e mi eln is , soll e bei de Au be ei ung wissenscha liche E gebnisse am An ang s ehen (Heiden eich e al. 2014). Ein gelungenes Beispiel, das ei- nen gesellscha lichen Bewuss seins- und We ewandel im Sinne nachhal ige En wicklung be ö de n kann, inde sich im Konzep „Bildung ü nachhal ige En wicklung“ (UNESCO 2014). Komplexe Zusammenhänge sind mi dem klassischen Sen- de -Emp änge -Pa adigma schwe kommunizie ba . Dialog- o ien ie e und au eine gewisse Daue angeleg e In e ak io- nen (Zwei-Wege Kommunika ion) sind in diesem Kon ex zu be o zugen (G o hmann 2014). Dies e möglich einen wech- selsei igen Le n- und En wicklungsp ozess de Be eilig en, in dem neue E kenn nisse en s ehen und de T ans o ma ionen begüns igen kann. Wich ig ü den An ang on pa izipa i en ode auch ak ionso ien ie en P ozessen zu Wei e en wicklung on Anpassungss a egien is eine gemeinsame Wissensbasis (Hohbe g 2014). 339 33 33.1 • Ansä ze ü eine s a egische Wei e en wicklung on Anpassung 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 Besonde s wi kungs oll sind ad essa enspezi ische Kommu- nika ions o ma e, die einen kla en Lebenswel bezug e kennen lassen. Ak eu sanalysen hel en, alle ele an en Ak eu e sys e- ma isch zu e mi eln und sie anschließend in den T ans e on neuen E kenn nissen und da aus olgenden S a egieen wick- lungen einzubeziehen (Nu z 2014; S elljes e al. 2014). Welche Kommunika ionsins umen e hie passend sind, häng en schei- dend om Wissenss and und om In e esse bzw. de Funk ion des Ad essa en ab (z. B. Funk ions äge aus Poli ik, Wi scha und Ve wal ung, Mul iplika o en aus dem Bildungs- und Me- dienbe eich, soziale G uppie ungen wie Anwohne ode die allgemeine Ö en lichkei ). So sind Funk ions äge – wie die E ah ung gezeig ha – ehe an schnelle und geziel e In o - ma ion und wenige an langen wissenscha lichen Tex en in e- essie . Ein geeigne es In o ma ionsmedium is das In e ne , das p äzise und geziel e E gebnisse und Zusammenhänge bie en soll e. Online-Disku se bie en die Möglichkei , neue Ad essa en zu e eichen und eine Be eiligung am Disku s zu e ö nen. Ins- besonde e ü die allgemeine Ö en lichkei haben Ku z ideos, Simula ionen ode Ka en eine un e s ü zende und anschauliche Wi kung. Da ein G oß eil de menschlichen Wah nehmung und En scheidungs indung au In ui ionen und nich au a ionalem Abwägen be uh , bie en die Bildsp ache und dami e bundene Bo scha en ein g oßes Po enzial, um ü ein neues Thema zu sensibilisie en. Hie können Fo ma e wie Klimano ellen ode Comics neue Ve mi lungswege sein (Hohbe g 2014; Kö ne und Liebe um 2014). Auch im Bildungsbe eich inden in e ak i e Konzep e deu liches In e esse (Foos e al. 2014). Anpassung an den Klimawandel soll e kün ig e s ens mög- lichs mi Klimaschu z zusammen kommunizie we den. Kli- maschu z ha sich als Thema gu e ablie , das Thema Anpas- sung an den Klimawandel wei es gehend (noch) nich (Kö ne und Liebe um 2014). Das gil auch ü den Bildungsbe eich, in dem alle dings ein deu liches In e esse o handen is (Ka z und Moli o 2014a). E ah ungsgemäß kann das Thema Klima- schu z die Kommunika ion übe Anpassungs ähigkei e olg- eich einlei en (Ka z und Moli o 2014b). Zwei ens kann eine Kommunika ion de Anpassung an den Klimawandel Gehö inden, wenn die Kommunika ion an ak uelle gesellscha liche Themen anknüp , z. B. an Inno a ion, S eige ung de We be- we bs ähigkei , S ando siche ung, demog a ischen Wandel und im Bildungskon ex an Themen wie Gesundhei , E näh- ung, Biodi e si ä , Kul u und u ban ga dening (Foos e al. 2014). Klimabildungsgä en – nah am u ban ga dening – sind ein Beispiel ü nachhal ige En wicklung aus dem Bildungsbe- eich. D i ens soll en zu Kommunika ion „Au me ksamkei s- ens e “ – wie ein ak uelles S a k egene eignis – genu z we den, weil zu diesem Zei punk die e ah ba e Be o enhei und de Handlungsd uck bei Ak eu en ex em hoch sind. Dabei soll e kein kausale Zusammenhang zwischen dem Einzele eignis und de Klimaände ung pos ulie we den. O we den häu ige e und he ige e Ex eme eignisse nich als Auswi kungen des Klimawandels wah genommen (Schuck-Zölle e al. 2014). In diesem Fall is es – ie ens – sinn oll, bes ehende Ins umen e wie Ka as ophenschu zpläne zu nu zen, um E kenn nisse aus de Fo schung zu Anpassung an den Klimawandel do zu in- eg ie en (▶ Kap.32). 33.2 Anpassung als soziokul u elle Wandel » „Es is absehba , dass sich aus na u wissenscha lichen Fo schungse gebnissen allein keine Handlungss a egien ablei en lassen, wie dem Klimawandel zu begegnen is . Wie Menschen diesen wah nehmen, welche Folgen e ü sie ha und ob und in welche Weise sie be ei sind, en sp echende S a egien a sächlich umzuse zen, häng s a k om jeweili- gen sozialen und kul u ellen Um eld ab“ (BMBF 2009). De Ein luss, den his o ische E eignisse, kul u elle T adi ionen, We e und lokale Wissensmus e au die Akzep anz und Um- se zung on Anpassungsmaßnahmen haben, is bishe bei de Fo mulie ung on Anpassungss a egien wei es gehend unbe- ücksich ig geblieben. Die E gebnisse de Fo schungsp ojek e RADOST, PRO- GRESS und ANiK, de en Un e suchungsgebie e sich in Ge- äh dungs- und A ak i i ä spo enzial ähneln (CSC 2013), un e s eichen die Bedeu ung de geis es- und sozialwissen- scha lichen E gebnisse ü die kün ige Anpassungs o schung sowie Wei e en wicklung on Anpassungss a egien. Dies ge- schieh insbesonde e o dem Hin e g und, dass „Kommunen zu den zen alen Ak eu en de Anpassung an den Klimawandel gehö en. (…) Viele Maßnahmen zu Anpassung müssen mi und in den Kommunen en wickel und umgese z we den“ (Bundes- egie ung 2011; ▶ Kap.32 ). In Kommunen wü den dahe Anpas- sungsmaßnahmen ehe akzep ie , wenn die kul u ellen T adi i- onen und We o s ellungen ih e Einwohne , ih e kommunalen Iden i ä en und lokalen geschich lichen En wicklungen in den echnisch-plane ischen und pa izipa i en Anpassungsp ozessen be ücksich ig we den. Nu so können sich die Ak eu e b ei mi solchen Maßnahmen iden i izie en und sie auch umse zen. Lokale his o ische E eignisse und En wicklungslinien, je- doch auch die ehemalige poli ische Zugehö igkei de Gemein- den zu Bundes epublik ode DDR d ücken sich o in einem un e schiedlichen Ve s ändnis on ökologischen und soziokul- u ellen Zusammenhängen und dami einem un e schiedlichen Umwel e s ändnis aus (Ma inez e al. 2014a). In de Gemeinde Timmendo e S and in Schleswig-Hols ein z. B. deck en sich die In e essen des Küs enschu zes und de Anpassung an den Kli- mawandel mi den Wünschen ü die ou is ische En wicklung. E klä en ließ sich dies mi hil e eines Rückblicks au die sozio- ökonomische En wicklung anlässlich eine Jah ausends u m lu . Die S u m lu on 1872 und die danach beginnende ou is ische En wicklung können als G ündungsmy hos eine Gemeinde e s anden we den, die aus dem Nich s zu einem angesehenen Ku - und Badeo a ancie e. Als Mo o diese En wicklung wa de Tou ismus somi sei Anbeginn iden i ä ss i end ü die Ge- meinde. Neben den akkumulie en ma e iellen We en ha dies auch die imma e iellen We hal ungen wie un e nehme isches Denken, In es i ionen in Kul u und In as uk u in de Ge- meinde gep äg . So wu de ein Anpassungskonzep umgese z , das neben dem Küs enschu z auch ak i dem Tou ismus dien . Ausschlaggebend wa en dabei die gu e inanzielle S ellung de Gemeinde – und die dami o handene hohe Anpassungskapa- zi ä – sowie de pa izipa i e Planungsp ozess. In de Gemeinde Ummanz in Mecklenbu g-Vo pomme n hingegen wu de das Kapi el 33 • Op ionen zu Wei e en wicklung on Anpassungss a egien340 Küs enschu z- und Anpassungskonzep des Landes als Eing i in die ha e a bei e e Iden i ä und imma e iellen We e e - s anden. Denn do soll en iele küs ennahe Flächen, die du ch En wässe ung e s bewi scha ba gewo den wa en, nun du ch das Anpassungskonzep „geop e “ we den, das u. a. eine Wie- de e nässung nich besiedel e Fläche o sieh . Im Un e schied zu Gemeinde Timmendo e S and kann sich Ummanz die eu e e Wunschop ion eine Anpassungsmaßnahme in Fo m eine die gesam e Insel um assenden Schu zanlage nich leis en. Obgleich die Gemeinde sich selbs um eine Al e na i lösung bemüh e, üh e dieses pa izipa i e He angehen nich zum E - olg. Die Skepsis gegenübe behö dlichen Planungen schein in Ummanz besonde s g oß zu sein und is deu lich gep äg on den ö lichen E ah ungen aus dem Übe gang in ein neues poli- isch-ökonomisches Sys em nach 1990. Dahe is die Ve auens - bildung schwie ig, und Anpassungsmaßnahmen müssen un e Be ücksich igung de We o s ellungen de Ak eu e de aillie e ö e we den (Ma inez e al. 2014b). In Ros ock und Lübeck üh en di e ie ende s äd ebauliche En wicklungen und his o ische E ah ungen im Umgang mi S u m lu en zu un e schiedlichen Vulne abili ä swah nehmun- gen und Resilienzbildungen. Insbesonde e sozioökonomische P adabhängigkei en – wie im Fall Ros ocks, eine e gleichs- weise einkommensschwachen Region – p ägen die un e schied- lichen Vo s ellungen da on, was als Anpassung machba und als Hochwasse schu z nö ig is . In den Disku sen in Lübeck wi d beispielsweise häu ig an ühe e S u m lu en e inne , denen man langjäh ig und e olg eich o zen konn e, wäh end man in Ros ock mi dem Klimawandel die g oße Ho nung e binde , dass du ch wä me e Somme de Tou ismus boomen wi d und die S ad dadu ch wi scha liche P obleme übe winden kann (Heimann und Ch is mann 2013). Die Mo i a ion zu Anpas- sung in Lübeck üh insbesonde e aus dem his o ischen E be de Hanses ad he , wäh end in Ros ock die Ho nung au einen Zugewinn in de Tou ismusb anche den Disku s übe Anpas- sungsmaßnahmen eib . Im deu schsp achigen Alpen aum hingegen d ück das Na- u ge ah en e s ändnis und -managemen de lokalen Ak eu e ein his o isch gewachsenes Ve auen in ein s aa lich-p o essi- onell o ganisie es Na u ge ah enmanagemen aus. Lokale Ak- eu e sehen dahe eigen e an wo liches Agie en o als wenige no wendig an (K use und Wesely 2013). Inso e n müss en hie Anpassungsmaßnahmen besonde s on s aa liche Sei e koo - dinie und kommunizie we den, da dies besse mi den We - o s ellungen de lokalen Ak eu e ko espondie . S a egisch soll en hie kommunale Eigen e an wo ung und Risikokul u o dem Hin e g und de zunehmenden eigenen Be o enhei ge ö de we den. Anpassungss a egien und -maßnahmen soll en, wie o s e- hende Beispiele zeigen, s e s aus den jeweiligen En wicklungs- adi ionen he aus mi Bezug au geschich liche Kon ex e sowie lokale In e essen, We e und Hal ungen en wickel we den. Diese lokalen Gegebenhei en p ägen die Iden i ä on Kommu- nen und S äd en und dami auch ih e Fähigkei zu bes imm- en Lösungen en scheidend mi . We e be inden sich in einem s ändigen co-e olu ionä en P ozess mi de sozioökonomischen En wicklung on Kommunen, au den wiede um das poli ische Um eld ahmengebend wi k . In s a egischen Wei e en wick- lungen können deshalb Anpassungsbeispiele ehe do e olg- eich übe agen we den, wo sich die be o enen Kommunen und S äd e auch in We hal ungen und Men ali ä en ähnlich sind (Ma inez e al. 2014b). 33.3 Ku z gesag Anpassung an den Klimawandel kann zu nachhal igen En wick- lung bei agen, insbesonde e wenn sie mi sozialen Inno a ionen einhe geh . E s e Beispiele – wie e wa Nu zungsbesch änkungen du ch gese zliche Fes legungen – we den be ei s disku ie und soll en e s ä k in s a egische Wei e en wicklungen ein ließen. Diese ans o ma i en Ansä ze zu Anpassung an den Klima - wandel schließen o mals Ve hal ensände ungen ein, die im Angesich mögliche schwe wiegende klimawandelinduzie e Risiken ü Umwel und Gesellscha e o de lich we den. Die S eue ung mi hil e on Rech s-, ökonomischen und zunehmend auch in o mellen Ins umen en wie In o ma ion und Pa izipa- ion agen en scheidend zu Wei e en wicklung on Anpassung an den Klimawandel bei. Diese Ins umen e hel en, P oblembe- wuss sein zu scha en, b ingen k ea i e Lösungen he o und können einen We ewandel un e s ü zen. Dies se z o aus, dass sich die Kommunika ion au konk e e Handlungskon ex e bezieh , einen Lebenswel bezug ha , dialogo ien ie und au Daue angeleg is sowie in Be eiligungs e ah en ech e En schei- dungsspiel äume ü die Be eilig en o handen sind und als „ e- ell“ wah genommen we den. Anpassungsmaßnahmen we den nu e olg eich umgese z , wenn his o ische E eignisse, kul u- elle T adi ionen, o handene We e und lokales Wissen in die T ans o ma ionsp ozesse einbezogen we den. Hil eich is , wenn un e s ü zende O ganisa ionen Ak eu e und de en Ne zwe ke lang is ig als Mi ges al e in s a egische Wei e en wicklungen einbinden. G undsä zlich soll e go e nance ebenen-, handlungs- eld- und g enzübe g ei end angeleg we den. Li e a u Albe C, Zimme mann T, Knieling J, on Haa en C (2012) Social lea ning can bene i decision-making in landscape planning: Ga ow case s udy on clima e change adap a ion, Elbe alley biosphe e ese e. 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