Grüezi mitenand!
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70 Magazin 20
Rückspiegel Re o iso
ie 64 Teilnehme Innen, die
aus alle He en Lände ,
on Ägyp en übe
Baschki ien bis Mo dowien
und Zimbabwe, zum A -
bei s e en des In e na-
ionalen Deu schleh e e -
bands om 1. bis 4. Au-
gus 2011 nach Win e hu
(Schweiz) ange eis wa en,
s ell en, wie imme im IDV
(h p://id ne z.o g/), ein
seh lebha es und
aszinie endes Mosaik des
Deu schen in de Wel da . Hie wa ich
als Deu sche in de absolu en Minde hei .
Die A bei ss immung wa he o agend,
man genoss die Begegnung un e KollegIn-
nen, mi den Gas edne n Ma kus Nuss-
baume , Ul ich Ammon, Claudia Rieme
und Ka l-Heinz K umm (engagie es Eh en-
mi glied des IDV), sowie das olle P o-
g amm und die he zlichen Bemühungen
de Gas gebe Innen And ea Zank, Co -
nelia Gick, Susanne Baumga und Joachim
Hoe ele.
Die gesam e Ve ans al ung s and im
Zeichen de kul u ellen Viel al des
‚Deu schen‘, die hie in de Schweiz seh
anschaulich – und ü einige Teilnehme
sp achlich nich so leich zu bewäl igen
- e ah en we den konn e. Im An-
schluss an das zweiwöchige und d eilän-
d ige D-A-CH-L-Landeskunde-Semina
des IDV (siehe auch den Be ich om
Semina 2009 on Ana R. Cale o, mag-
azin19, 90-93) k is allisie e sich he -
aus, dass ‚das Deu sche nu in seinen
unzählige lokalen Va ian en exis ie ,
aus denen sich die egionalen S anda d-
o men he ausbilden, die so un e -
schiedlich sind, dass man on ‚Polyzen-
ik‘ sp ich (Ammon).
Es konn e anschauliche wi klich nich
beginnen. De Tag de An eise wa de
e s e Augus , Schweize Bundes eie ag.
Nach eine Flasche Bie ( ü 5€. Bei
diesen P eisen ha man in de Schweiz im-
me das Ge ühl, man wü de nie den Ai -
po e lassen. Abe das Leh e gehal
lieg auch bei 8000€) sangen alle mi dem
Swiss-Ai -Senio en-Cho die Schweize
Na ionalhymne mi : “…such ich dich im
Wolkenmee …”.
In den P äsen a ionen wu de deu lich,
dass die Schweiz ein seh bewuss ie -
sp achiges Land is und als solches keine
G üezi mi enand!
BERICHT ÜBER DAS ARBEITSTREFFEN DES
INTERNATIONALEN DEUTSCHLEHRERVERBANDS
IDV WINTERTHUR 2011
CHRISTOPH EHLERS
FAGE-Vo si zende
D
Ich
Du
diciemb e 2011 71
auswä ige Sp achenpoli ik zu Guns en
eine seine Sp achen, z.B. des Deu schen,
be eiben kann. T o zdem gib es na ü -
lich Fö de möglichkei en und –ma e ial,
so beim Depa amen ü Auswä ige An-
gelegenhei en Gelde ü S uden enaus-
auschp og amme und Gas lesungen.
www.swisswo ld.o gund www.swiss-im-
age.o gbie en Bild– und Tex ma e ial auch
ü den Un e ich . P o .D .Ma kus Nuss-
baume (U.Zü ich, Vo si zende des Be-
a ungskommi es ü Spachenpoli ik des
Schweize Bundes a s) begann seinen
hochin e essan en Vo ag mi Fo os de
Schweize Fussballna ionalmannscha ,
die ielleich nu deshalb keine To e
schieße, weil die Fans nich genau wüss en,
in welche de ie Landessp achen sie
ih e Spiele an eue n sollen. So sag en sie
liebe ga nich s. Das sp achliche Mi einan-
de üh auch zu solch in e essan en
Phänomenen wie die in alinguale Übe -
se zung eines Gese zen wu s, de in seinem
deu schen Ausgangs ex öllig
umgesch ieben we den muss e, um in die
ande en Landessp achen übe se z we -
den zu können und so im O iginal ex e -
heblich kla e wu de. P o . Ammon, An-
wal de deu schen Sp ache in den eu-
opäischen G emien, me k e aus dem
Publikum an, e sei Zeuge gewesen, wie
sich in de F anzösischen Schweiz ein F anzö-
sisch-Schweize und ein Deu sch-Schweiz-
e au Englisch mi einande un e hiel en.
E hiel e das u beso gnise egend.
P o . Nussbaume konn e diese Beso gnis
nich eilen.
Am Abend olg e eine seh un e hal -
same, abe nich wenige ie g ündige Lesung
on Max Huwyle , Dich e und pensio-
nie e Leh e , dessen deu sche und
munda liche Schöp ungen, in A abisch, Po -
ugiesisch, Spanisch und Englisch übe se -
z , an üh end on Mu e sp achle innen
gelesen wu den. So wu de das Lokale uni-
e sal.
Am 3. und 4. Augus olg e eine Reihe
on wei e en Vo ägen und Wo kshops,
die ich ku z zusammen assen möch e. Ul-
ich Ammon sp ach übe “Die deu sche
Sp ache in den deu schsp achigen Län-
de n und in de heu igen Wel und
Möglichkei en ih e Fö de ung“. Ammon
is bekann e Soziolinguis und S ei e ü
das Deu sche als Am ssp ache in de EU.
Sein Kamp geis wa ans eckend, de Vo -
ag mi Da en übe laden: Es gib e wa
140.000 Deu schleh e au de Wel , de
en scheidende Fak o ü das Deu sche is
dabei die Wi scha sk a Deu schlands.
Ammon k i isie e die Hal ung de deu schen
G oßun e nehmen, die au Deu schken-
n nisse zu wenig We leg en. Fö de -
möglichkei en sieh e abe o allem übe
Kon ak e zu deu schen Fi men im Aus-
land. Deu sch sei auch als Wis-
senscha ssp ache wich ig, abe meh zu
e eidigen. So be ich e e e on Chine-
sen, die an de deu schen Uni ih Deu sch
e le n en, weil nu au Englisch geleh
we de. Gian Pede G ego i p äsen ie e
die „Sp ach- und Schullandscha G aubün-
den“, also die sp achenpoli ischen Maß-
nahmen zum Schu z des Rä o omanischen,
o izielle Schweize Landessp ache mi e -
wa 40.000 Sp eche n. Imme wiede be-
me kenswe das Demok a ie e s ändnis
de Schweize , das o allem aus dem Re-
spek o den Minde hei en bes eh . In
ih em Wo kshop „Wa um und wozu le n
man heu e noch Deu sch als F emd-
sp ache?“ hob P o . Claudia Rieme in-
e essan e weise auch au das s ö ende Im-
age des Deu schen als schwe e Sp ache ab
und o de e eine ie g ei ende Ums ellung
de Leh e zum Thema G amma ik, die
wei wenige im Vo de g und s ehen soll e.
In seinem Wo kshop ”Wie soll e eine
Sp achenpoli ik aussehen, die de deu schen
Sp ache eine Chance au dem Sp achen-
ma k gib ?“. hiel P o .J. K umm zunächs
es , dass die Nach age nach Deu sch und
die Möglichkei en, Deu schun e ich an
Schulen anzubie en, sich seh ungleich-
mäßig en wickeln. Wäh end z.B. in Wes -
eu opa die Zahlen de Schüle innen und
Schüle sinken und manche Lände übe -
haup nu noch eine F emdsp ache in de
Schule zulassen, boom die Nach age
nach Deu sch zum Beispiel in Indien. Die
Ausgangs hesen on P o .K umm wa en:
“A) Es gib keinen G und, im Hinblick
au die Nach age nach Deu schun e ich
pessimis isch zu sein, wohl abe die
No wendigkei , ak i zu we den. B) Es
gib keinen G und zu Angs o ode einem
Kamp gegen Englisch. 1. Deu sch is eine
„s a ke Sp ache“, was die Zahl de Mu -
e sp achle in de EU und die wi scha liche
S ä ke de deu schsp achigen Lände be-
i . 2. Deu sch is eine wich ige eu opäi-
sche Sp ache au G und de zen alen Lage
Die gesam e Ve ans al ung s and im Zeichen de
kul u ellen Viel al des ‚Deu schen‘, die hie in
de Schweiz seh anschaulich – und ü einige
Teilnehme sp achlich nich so leich zu bewäl-
igen - e ah en we den konn e.
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E
72 Magazin 20
Rückspiegel Re o iso
de deu schsp achigen Lände im Zen um
Eu opas und de en Gewich in de eu-
opäischen Poli ik sowie ih e wi scha lichen
und kul u ellen Bedeu ung auch übe Eu-
opa hinaus. 3. Deu sch is gu mi En-
glisch kombinie ba , sobald meh als eine
F emdsp ache gele n we den kann. 4. Die
Sp achenpoli ik des Eu opa a s und de
EU ö de die eu opäische Meh sp achigkei
und dami auch Deu sch. 5. Auch in de
Wi scha beginn ein Umdenken weg on
„Nu Englisch“: „Englisch ein Muss,
Deu sch ein Plus“.
Anschließend s ell en die Teilnehme die
Si ua ion in ih en Lände n da . Hie einige
Fac s: In F ank eich ha Spanisch als
F emdsp ache Deu sch längs abgehäng ;
die We bung in F ank eich ziel s a k au
Emo ionen und ein posi i es Deu sch-
landbild o allem de jungen Gene a ion;
gu e Fö de idee du ch S äd epa ne -
scha en; In K oa ien we den deu schle -
nende Kinde als We be äge an ande en
Schulen eingese z .
Zusammen assend hiel P o .K umm
die E gebnisse olgende maßen es :
• “Deu sch einbe en in
Meh sp achigkei als
sp achenpoli isches Ziel – das
unk ionie am ehes en bei eine
in eg a i en Be ach ung und
Behandlung alle Sp achen:
Gesam sp achenkonzep .
• Fü das jeweilige Land spezi ische
G ünde sammeln: Weshalb lohn es
sich, bei uns in das Deu schle nen zu
in es ie en. Nich ü alle Menschen
sind es allein die be u lich-
wi scha lichen G ünde, die Deu sch
a ak i machen.
• Handlungs elde ü Ve bände und
sp achenpoli isch ak i e Leh k ä e
liegen au allen Ebenen
• na ional/ egional:
• Sp achun e ich sp o ile
• Suche on Bündnispa ne n: Schule –
Hochschule, ande e Sp ach e bände,
Medien, El e n
• lokal/ Schulebene
• En wicklung on Schulp o ilen
• mi allen Sp ach äche n
zusammena bei en
• Schulp ojek e
• Bündnispa ne suchen: S äd e- und
Schulpa ne scha en, ö en liche
Biblio heken, El e n
• Inhal liche und Un e ich sebene
• Deu sch „leich e “ machen
• Deu sch als Schlüssel zu Eu opa
e mi eln
• Gu e Un e ich als We bea gumen :
Schnuppe s unden,
P ojek e.Bündnispa ne : Alle
Sp achleh e Innen, die Schüle Innen,
die El e n.”
Pa allel dazu gab And é Moelle (Deu sche
Welle, h p://www.dw-wo ld.de/) in seinem
Wo kshop „Deu sche Sp ache als Au -
ag“ einen Übe blick übe das seh e-
iche Sp achle nangebo de DW.
Ve e e e sammlung
Von de Ve e e e sammlung am 4. Au-
gus läss sich Folgendes be ich en: es gib
d ei neue Mi glieds e bände in Ägyp en,
Alge ien und de Uk aine. Dann wu de
de P eis ü die bes e D-A-CH-L Home-
page (mi besonde e Be ücksich igung de
deu schsp achigen Viel al ) an Bosnien
He zegowina (h p://www.bhdl .de/) und
Unga n (h p://www.uda .hu/) e geben. Es
olg e eine e hi z e und in e essan e De-
ba e um den An ag des belgischen Ve -
bandes, eine Emp ehlung des IDV-Vo s ands
zum Nich -Bei i de Na ional e bände
in den Ve ein ü Deu sche Sp ache
(h p://www. ds-e .de/) zu ückzunehmen,
die de IDV o d ei Jah en ausgesp ochen
ha e. Es ging dabei haup sächlich um eine
Kampagne gegen Anglizismen in de
deu schen Sp ache. P o .K umm mach e
eind inglich kla , dass das Ziel des VDS,
eine Re-na ionalisie ung de deu schen
Sp ache, dem des IDV, ih e In e na io-
nalisie ung, gegenläu ig is . Auße dem
wisse man nich gu genug, welche Beweg-
g ünde und Pe sonen hin e den Kampag-
nen des VDS s ehen. So ha de VDS z.B.
die Un e sch i enak ion ü die Au nahme
eines A ikels ins G undgese z un e s ü z ,
lau dem „das Deu sche die Sp ache Deu sch-
lands“ sein soll e. Die Folge seien F emd-
sp achen e bo e au Schulhö en und ähn-
liche emden eindliche Handlungen. De
belgische Ve e e weh e sich ehemen
gegen den Vo wu de F emden eindlichkei
und wu de in seinem sp achp lege ischen
Anliegen u.a. auch on den Ve e e n de
Tü kei und Ägyp ens un e s ü z , abe sein
An ag wu de abgelehn . De IDV-Vo -
s and da wei e Emp ehlungen diese A
aussp echen.
Auch de nächs e und le z e Punk de
Tageso dnung, die P äsen a ion des Aus-
agungso es de XV. In e na ionalen
Deu schleh e agung im Somme 2013 in
Bozen, so g e ü Au egung (h p://www.id -
2013.i ). Fü die o agenden Aus ich e
aus Süd i ol öllig une wa e , en wick-
el e sich eine he ige Diskussion um das
Mo o und die Inhal e des Kong esses. Die
Aus ich e geben nämlich aus sp achen-
poli ischen G ünden – Süd i ol is zwei-
sp achig und his o isch s i ig - dem
Deu schen als E s sp ache einen be-
äch lichen Raum, schon im Un e i el des
Kong esses: „Deu sch als E s -, Zwei -
und F emdsp ache“. Meh e e Ve e e ,
da un e auch die Rep äsen an in des
Fach e bandes Deu sch als F emdsp ache
FaDaF, k i isie en diesen Ansa z he ig,
denn de IDV is ein Ve band ü Leh ende
des Deu schen als F emd-, wenige als Zwei -
, abe au keinen Fall als Mu e sp ache.
Man e lang e auch eine E klä ung, wie
diese wich ige Aspek du ch alle o be ei-
enden Si zungen gegangen wa , ohne do
p oblema isie ode auch nu beme k zu
we den. Es schein kein Nachspiel gegeben
zu haben, denn das P og amm wu de so
bis heu e un e ände beibehal en.
Im Ganzen eine seh p oduk i e Ve -
ans al ung, die uns Deu schleh ende au
de ganzen Wel s ä ke mi einande e -
bunden ha . Ein Glückwunsch den O -
ganisa o en!
...Deu sch is gu mi Englisch kombinie ba , sobald
meh als eine F emdsp ache gele n we den kann.
4. Die Sp achenpoli ik des Eu opa a s und de EU
ö de die eu opäische Meh sp achigkei und da-
mi auch Deu sch. 5. Auch in de Wi scha beginn
ein Umdenken weg on „Nu Englisch“: „Englisch
ein Muss, Deu sch ein Plus“.
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