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'"Lebendiges! Was nützt der tote Kram!" Büchner im Sprachunterricht Deutsch als Fremdsprache

Beyrich, Doris

Abstract

El texto expone un proyecto didáctico sobre Georg Büchner en un curso monográfico (nivel MCER C1) llevado a cabo por la autora en el curso 2010/11 en el Instituto Goethe de Madrid. Reivindica el trabajo con la literatura reivindicativa del autor del Woyzeck por su fuerza creativa y capacidad ilustrativa de las continuidades de la historia social, política y cultural de Alemania, como la pobreza, la explotación o el conformismo. Propone igualmente el debate sobre las analogías con la situación actual en España y Alemania.

Full text

20 Magazin 21 Themenschwe punk Tema monog á ico ebendiges! Was nü z de o e K am!» Diesen Sa z mal e Büchne in g oßen Buchs aben in sein Schulhe , das zu Nachsch i übe die ‚Le e n- kuns de Al en‘ gedach wa . E zeig e kein be- sonde es He z ü G amma ik und S illeh e, sch eib nu die Übe sch i en ab und üll den « o en K am» mi Volksliede n, die ihm «das Le- bendige» e kö pe n und üb K i ik an de wel - emden Me hode des Un e ich ssys ems: «O He Dok o ! Was sind Ve s and, Scha sinn und ge- sunde Ve nun ? Lee e Namen! – Ein Dünge - hau en o e Geleh samkei – dies is das allein wü dige Ziel menschlichen S ebens!» (c . Jo- hann 1982: 14). Wozu Büchne im emdsp achlichen Deu schun e ich ? Ge ade weil de DaF-Un e ich gewöhnliche weise das in el- lek uelle Angebo au die All agssp ache eduzie und Teilneh- me n (TN) mi einem hohen in ellek uellen Ni eau und g oßem kul u ellen Wissen au G und noch mangelnde Sp achkenn - nisse o das Ge ühl e mi el , in ellek uell un e schä z ode ga kindlich behandel zu we den, soll e und kann man mi de Li e a u als „Gegenmi el« auch den „lebendigen Geis « im Sinne Büchne s bei den TN ansp echen. Es geh also da um, das enge Ko se de All agssp ache und G amma ik des no - malen Sp achun e ich s mi lebendigen Inhal en und Fo men zu üllen, d.h. mi de Dich ung eine ande e Wel zu en decken, die man ohne sie nich e hal en kann. Auch am Goe he-Ins i u Mad id haben nu Le nende ab dem C1-Ni eau in eigens da ü einge ich e en Sonde ku sen die Möglichkei , ansp uchs olle deu sche Li e a u übe haup zu begegnen. Das ha abe zumindes den Vo eil, dass man ein gu es Sp achni eau o ausse zen kann und auch die Zei o handen is , manche Aspek e zu e ie en und ins Gesp äch zu kommen, o z de Ta sache, dass die sp achlichen Möglich- kei en nich imme aus eichen. Im Folgenden möch e ich eine An egung geben, wie man mi Hil e on Li e a u zu einem lebendigen Sp ach-Aus ausch un- e den TN kommen kann, de wei übe das im Sp achun e - ich sons übliche, manchmal e was o cie e Suchen nach Sp ech- anlässen hinausgehen kann. Ich sp eche dabei on den E ah- ungen, die ich mi einem P ojek übe „Büchne - Li e a u und Poli ik« in einem Spezialku s im Jah 2010 am Goe he-In- s i u in Mad id machen konn e. Wa um is Büchne geeigne ? Büchne s Sch eibweise Die Suche nach „dem Lebendigen« in de „ o en Sch i « (wie kann man o e S uk u en mi Lebendigem üllen?) kann als Lei mo i on Büchne s Sch eibweise be ach e we den. Ich habe sie mi zum Lei aden ü meinen Un e ich gemach : Ei- ne sei s wa es mi wich ig, die zug unde liegende Lebensp o- blema ik Büchne s he auszua bei en, d.h. Kon lik po en iale deu lich zu machen, die uns auch heu e noch angehen, ande- e sei s woll e ich dennoch den zu ein achen Ku zschluss on biog aphischen Momen en au den Sinngehal des We ks e - meiden. «Lebendiges! Was nü z de o e K am!» Büchne im Sp achun e ich Deu sch als F emdsp ache DORIS BEYRICH Goe he-Ins i u Mad id L Bey ich, Do is. «Lebendiges! Was nü z de o e K am! Büchne im Sp achun e ich Deu sch als F emdsp ache». Magazin, n. 21 diciemb e, 2013, pp 20-27. Ilus aciones: Da id Do Nascimen o Bey ich. Es ging also da um, die besonde e sch i s elle ische Me ho- de Büchne s zu e kennen und ü den Un e ich zu nu zen. Büchne s dich e ische A bei ha einen ungewöhnlich g oßen k i isch-empi ischen An eil, de sich siche dem Wissenscha - le Büchne e dank . Seinem Sch eiben liegen nich nu his o- ische Quellens udien zug unde, sonde n e nimm die his o i- schen Dokumen e als S uk u momen in den Tex hinein, dem e dann du ch seine g oße Ein ühlungs- und Vo s ellungsk a die lebendige Fülle gib . So wa zum Beispiel die wich igs e Quelle bei Dan ons Tod, neben ande en S udien zu F anzösischen Re olu ion, Thie s´ Re olu ionsgeschich e (Adolphe Thie s: His oi e de la Ré olu- ion ancaise, 1823-1827). Hie aus lei e e Büchne die sze- nische S uk u ab und üg e mi els eine damals neua igen Mon age echnik wö liche ode leich abgeände e O ginalzi- a e als Redean eile de Figu en in den Tex ein. Dieses Ve ah- en wiede hol sich auch in den ande en Sch i en. Bei Woy- zeck sind es P ozessak en und ge ich smedizinisch/psychia i- sche Gu ach en, beim Lenz de Be ich des P a e s Obe lin, beim Hessischen Landbo en demog aphische und iskalische S a is iken des G oßhe zog ums Hessen. Es bie e sich also ge adezu an, «das a gumen a i e Skele » (Beise 2010: 49) de sachlichen Be ich e an geeigne en S ellen mi den on Büchne «li e a isch ge üll en Tex en» zu e gleichen. Gene ell schein mi die Kon as ie ung on Tex en eine seh uch ba e Me hode zu sein, un e schiedliche Quali ä en on Li- e a u im Un e ich he auszua bei en. Das P inzip des Gegen- sa zes se z die Phan asie und die Denk ä igkei in Gang, s imu- lie die K ea i i ä und die Eigenini ia i e de TN und auch ih- en «Ve s and, Scha sinn und gesunde Ve nun » (um mi Büch- ne zu sp echen), wie ich imme wiede es s ellen konn e. Das Spek um on Büchne s Sp ache Büchne s Sp ache, die om de ben Volksspa bis zu hohe Poe- sie eich , such eine sei s die «Volksnähe» in Munda en, Dia- lek en, Anspielungen au Volksliede , Mä chen und die Bibel, näh sich ande e sei s abe auch on li e a ischen Ve weisen und Bezügen au eale poli ische und wissenscha liche Dis- ku se aus dem 18. und 19. Jah hunde . Dieses Spiel zwischen spon ane Volkssp ache und hohem disku si em Ni eau, bei- des aus eine wei zu ückliegenden Zei , s ell einen hohen Ansp uch an den Rezipien en und is auch ü Mu e sp ach- le nich ohne Wei e es e s ändlich. Dazu sch eib eine Teilnehme in: „Wi wissen, dass Büchne mi els des Thea e s das Publi- kum, das Volk, e eichen woll e. Wo ü is mi nich so kla . Anscheinend is es eine allgemeine Meinung, dass Büchne ein Re olu ionä wa , de ü die Ve einigung Deu schlands, das Ende des Absolu ismus und die F eihei und Menschen ech e kämp e, die Vo u eile des Volks e ände n woll e, neue Ideen zu denken geben und einige Wi kung in den a men He zen de Menschen scha en woll e. Obwohl diese Ziele selbs e s ändlich aussehen, sind Büchne s Themen in Dan ons Tod, zusammen mi seinem S il o hoch, klug, seh scha und übe mäßig kul- i ie . Wa es möglich ü das Volk ihn zu e s ehen?« Selbs e s ändlich gab es die hie angesp ochene Ve s ändnis- schwie igkei e s ech ü die TN, de en Mu e sp ache ja nich Deu sch is . Deshalb soll e man den TNn emp ehlen, die Tex e zunächs in de spanischen Übe se zung zu lesen und bei de Lek ü e des O ginal ex es Lese- und In e p e a ions- hil en (Reclam, Kle ) zu benu zen. Die Schwie igkei on Büchne s Sp ache e weis sich abe ande e sei s als ein g oße Sp ach-Scha z. Die be ei s e wähn- en eichhal igen Bezüge zu Volksliede n, Mä chen usw. e - lauben ü den Deu schun e ich eine e s e Annähe ung, in- diciemb e 2013 21 Resumen El ex o expone un p oyec o didác ico sob e Geo g Büchne en un cu so monog á ico (ni- el MCER C1) lle ado a cabo po la au o a en el cu so 2010/11 en el Ins i u o Goe he de Mad id. Rei indica el abajo con la li e a u a ei indica i a del au o del Woyzeck po su ue za c ea i a y capacidad ilus a i a de las con inuidades de la his o ia social, polí i- ca y cul u al de Alemania, como la pob eza, la explo ación o el con o mismo. P opone igual- men e el deba e sob e las analogías con la si uación ac ual en España y Alemania. Schlüsselwö e : enseñanza del alemán como lengua ex anje a, his o ia de la li e a u a alemana, Büchne Abs ac Besch ieben wi d ein didak isches P ojek übe die Figu Geo g Büchne s, das die Au- o in im Rahmen eines monog a ischen DaF- Semina s (Ni eau C1 GER) im Ku s 2010/11 am Goe he-Ins i u Mad id en wickel e. Die A bei mi den ke ze ischen Tex en Büchne s ech e ig sich du ch ih e li e a ische G öβe und ih e Fähigkei , einige Kon inui ä en de deu schen Sozialgeschich e, wie A mu , Ausbeu ung und Kon o mismus da zulegen. Wei e hin wi d im Un e ich die Deba e übe die Analogien zu gegenwä igen Si ua- ion in Spanien ange eg . Palab as cla e: Deu sch als F emdsp ache, deu sche Li e a u geschich e, Büchne Es geh also da um, das enge Ko se de All agssp ache und G amma ik des no malen Sp achun e ich s mi lebendigen Inhal en und Fo men zu üllen. [] Bey ich, Do is. «Lebendiges! Was nü z de o e K am! Büchne im Sp achun e ich Deu sch als F emdsp ache». Magazin, n. 21 diciemb e, 2013, pp 20-27. dem man die Anspielungen Büchne s mi ih em O iginal kon- on ie . Man kann z. B. die Volksliede , die sowohl in Dan- ons Tod als auch im Woyzeck (besonde s in de Cha ak e i- sie ung de F auen) eine Rolle spielen, als Ganzes o s ellen und agen, wa um Büchne wohl au dieses Lied Bezug ge- nommen ha . Au diese Weise können die TN sowohl einen Scha z an Liede n kennenle nen als auch gleichzei ig den Aspek eine Szene ie e beleuch en. Hie lassen sich iele Beispiele inden. Fü den Woyzeck z.B. is auch die Gegenübe s ellung des An i-Mä chens de G oßmu e mi dem S e n ale –Mä - chen de B üde G imm ein geeigne e Ausgangspunk . Die Ak uali ä Büchne s Zum Ande en bie en diese Bezüge die un e schiedlichs en An- lässe zu Diskussionen, die bis in unse e Gegenwa eichen. Wie kaum ein ande e Dich e is Büchne seine Zei o aus und be üh uns auch heu e noch. Das mag me kwü dige - weise soga da an liegen, dass e sich nich als Dich e sah und dennoch eine Dich ung he o geb ach ha , die - mi den Wo en Celans - als Dich kuns „den Aku des Heu igen se z .« (Celan 1972: 91) Ein Dich e , dem es um Leben und Wi klichkei geh , nich um Rhe o ik und S il, de eine Ve zwei lung an de Wel zum sp ach- lichen Ausd uck e hal und die Suche nach einem Ausweg, nach einem neuen En wu p o ozie , e lang also auch einen leben- digen Aus ausch on Gedanken und Nachdenken. Ein Un e ich , de diese D inglichkei seines Anliegens in seine Sp engk a di- dak isch zudecken wü de, wü de ihm nich ge ech . Büchne ha in seinem ku zen Leben als Dich e , Re olu io- nä und Wissenscha le eine so in ensi e Nachwi kung e eich , dass sie imme noch andaue : im poli ischen Kamp um die Menschen ech e, in de En wicklung des Thea e s übe den Ex- p essionismus bis heu e, ü die Mode ne Musik (Alban Be g/Zim- me mann) und e ha auch die nach olgenden Sch i s elle in ih en Büchne -P eis eden zu den bes en li e a ischen Selbs zeug- nissen inspi ie . Diese e olu ionä e Keim, de eine ans eckende Wi kung zu eigene K ea i i ä und Denken auslösen kann, soll e im Ku sge- sp äch e lebba we den. Deshalb woll e ich dem Lebensimpuls sei- nes dich e ischen Scha ens olgen und seinen Lebens- und Denk- weg nachzeichnen, de ihn on de Begeis e ung und de Ho nung au eine Re ol e (Hessische Landbo e) zu En äuschung an de Massenbewegung und ih e Füh e (Dan ons Tod) zum In e esse am Einzelschicksal eines unbedeu enden Indi iduums , eines «Ge- ingen» als An i-Helden (Woyzeck) üh e. Es soll e abe auch deu - lich we den, dass Büchne o z allem in ellek uellen Pessimismus, die soziale F age, die als He aus o de ung hin e alle Poli ik s eh , nie au gegeben ha und ihm mi seine Dich ung, wi d man sagen können, «die T aue a bei im Schönen» ( on Becke 1980) gelang . Vo s ellung meines Un e ich s Gu e Kenn nisse übe Li e a u und Geschich e konn e ich bei meinem gebilde en Teilnehme k eis güns ige weise o ausse zen. Dahe o de e ich sie au , ih Wissen in Fo m on Re e a en in den Un e ich einzub ingen. Zu An ang s ell e ich eine Auswahl an Themen be ei , so dass jede eine A bei (auch ei gewähl ) übe nehmen konn e, die im Lau e des Ku ses o ges ell wu de. Wie die Re e a e auch gezeig haben, besaßen die Le ne die Kom- pe enz, sich einen Gesam übe blick zu e scha en und den his o- isch-philosophischen Hin e g und zu e a bei en. Meine Rolle be- sch änk e sich dabei au die sp achliche Ko ek u o und die dezen e Mode a ion wäh end de P äsen a ion. Im Un e ich kon on ie e ich o konk e e, nich zu lange Tex e ode Tex ausschni e mi gegensä zlichen ode ähnlichen Tex en ande e Au o en, um den Blick au die Sp achges al ung zu schä en und on dahe zu eine Diskussion des Inhal s zu kommen, die auch ak uelle P oblema iken au wi . Ich habe dabei imme dem Ku sgesp äch im Anschluss an die Analyse, dem lebendigen Aus ausch on Gedanken iel Raum gegeben. Dabei ging es sowohl um die Sp ache als Mi el lebendige Kom- munika ion als auch um die Li e a u als Denkans oß und als Anlass zu In e p e a ion. Auch als Sp achle nanlass ziehe ich die Diskussion im Ple- num o . So wi d Neugie am Gesag en geweck , die bei küns - lich angeleg en F ages ellungen schnell e lahmen kann. Ge a- de die spon anen Äuße ungen im Plenum beleben den Aus- ausch übe wich ige Themen, die in ih e O ginali ä in de G uppena bei e lo en gingen. «F iede den Hü en! K ieg den Paläs en!» Die Zei als Re olu ionä : De Hessische Landbo e (1834) Diese Sch i , an de en Konzep ion auch Büchne s F eund und Mi kämp e Ludwig Weidig be eilig wa , gil als «die bedeu- ends e e olu ionä e Flugsch i des deu schen Vo mä z» (Mai 2001) und b ach e Büchne den Ru ein, de e olu ionä s e Au o de deu schen Li e a u zu sein. Um den ganz neuen e olu ionä en Ton Büchne s deu lich zu machen, habe ich den An ang de be ühm en Flugsch i mi dem Gedich „Gebe « (1832) on Edua d Mö ike kon on ie ( gl. Knapp 2000: 88). Es sind seh sp echende Zeugnisse, zei - nah en s anden, die zwei ex em en gegengese z e Hal ungen zeigen: eine sei s den Rückzug in die Inne lichkei bei Mö ike («holdes Bescheiden») und ande e sei s die e olu ionä e Kamp - ansage gegen die Miss!-Ve häl nisse bei Büchne . Zum Eins ieg habe ich zunächs einmal das Mö ike-Lied in de Ve onung Hugo Wol s o gespiel (1). Die wunde ba e Musik, die, um mi Schube zu sp echen, «in eine besse e Wel en ück », ließ eine nachdenklich- melancholische S immung in de Klasse zu ück. In de anschließenden Be ach ung kamen olgende F agen und Gegenwa sbezüge au : • Wie soll man angesich s scheinba un e ände ba e Ve häl - nisse eagie en? • Kann die Kuns ein «Heilmi el» sein ü die ielen En äu- schungen im poli ischen, all äglichen (Lebens-)kamp ? • Is das Ve zich enkönnen nich no wendig, die Wendung ins Inne e? • Auch heu e blühen die un e schiedlichs en spi i uellen An- gebo e neben neuen Fo men de poli ischen Empö ung. Nach dem Besp echen de Wi kung habe ich ein A bei sbla 22 Magazin 21 Themenschwe punk Tema monog á ico Bey ich, Do is. «Lebendiges! Was nü z de o e K am! Büchne im Sp achun e ich Deu sch als F emdsp ache». Magazin , n. 21 diciemb e, 2013, pp 20-27. mi dem An ang on Büchne s Flugsch i , Wo e klä ungen und einem A bei sau ag zum Ve gleich beide Tex e e eil : «F iede den Hü en! K ieg den Paläs en! Im Jah 1834 sieh es aus, als wü de die Bibel Lügen ges a . Es sieh aus, als hä e Go die Baue n und Handwe ke am 5 en Tage, und die Fü s en und Vo - nehmen am 6 en gemach , und als hä e de He zu diesen gesag : He sche übe alles Ge ie , das au E - den k iech , und hä e die Baue n und Bü ge zum Ge- wü m gezähl . Das Leben de Vo nehmen is ein lan- ge Sonn ag, sie wohnen in schönen Häuse n, sie a- gen zie liche Kleide , sie haben eis e Gesich e und e- den eine eigne Sp ache; das Volk abe lieg o ihnen wie Dünge au dem Acke . De Baue geh hin e dem P lug und eib ihn mi den Ochsen am P lug, e nimm das Ko n und läß ihm die S oppeln. Das Leben des Baue n is ein lange We k ag; F emde e zeh en sei- ne Äcke o seinen Augen, sein Leib is eine Schwie- le, sein Schweiß is das Salz au dem Tische des Vo - nehmen.(…)» (Büchne 2006: 7) Schon das kämp e ische Mo o de Flugsch i , das aus de F an- zösischen Re olu ion on 1789 s amm , zeig , dass es sich hie um einen Au u zum Au s and handel . Diese Tex is kein Ge- dich , sonde n eine Agi a ionssch i , die so scha und ke ze isch is , dass auch die e a m e, un e d ück e Landbe ölke ung in Hessen, an die sie ge ich e wa , nich nu mi Begeis e ung, son- de n auch mi Ablehnung und Angs eagie e. Die Sch i wu - de denunzie , was einen Hoch e a sp ozess auslös e, in dessen Folge F eunde Büchne s e ha e wu den, e selbs aus Da m- s ad liehen muss e und s eckb ie lich gesuch wu de. Das Lesen dieses Tex es e ände e die S immung in de Klas- se, die Diskussion wu de he ig, die Ideen k is allisie en sich, Empö ung und eine g oße Sympa hie ü Büchne mach e sich Raum. Du ch die Kon on a ion diese beiden Tex e en s and ei- ne Diskussion übe die ak uelle poli ische Si ua ion in Spanien: • Wie kam es zu de poli ischen Resigna ion nach dem Au - b uch, den die «Mo ida» da ges ell ha e? • Welche Bedingungen sind nö ig, dami so e was wie ein e- olu ionä e Impuls auch B ei enwi kung bekomm ? • Wa um die poli ische Apa hie in wei en K eisen de Be öl- ke ung? • Zum Zei punk meines Büchne ku ses gab es die 15M- Be- wegung noch nich . Heu e könn e man na ü lich da übe disku ie en, welche Chancen die Bewegung wohl ha . «Wenn in unse e Zei e was hel en soll, so is es Gewal » Um Büchne als Re olu ionä o zus ellen, habe ich die Schul- unksendung des Baye ischen Rund unks «Und dann nehme ich den Schießp ügel» zu Hil e genommen, die die TN zu Hause auch nachhö en und nachlesen konn en (2). Fü die Ak i ie ung des Vo wissens und zu Eins immung au das Thema eignen sich zwei Dokumen e, die als Faksimile p äsen ie und einande ge- genübe ges ell we den können: De E s abd uck des Hessischen Landbo en mi dem wa nenden Vo be ich , de Büchne s Mi - s ei e Weidig zu e danken is , so wie de S eckb ie , mi dem Büchne gesuch wu de. In eine G uppe mi wenige Vo wissen könn e man übe die Zusammenhänge spekulie en und dann die nö igen In o ma ionen du ch einen Leh e o ag e gänzen. Im Gegensa z zu den In ellek uellen seine Zei , wie Heine, Bö ne und den Bu schenscha en, ging es Büchne nich o - d inglich um den Kamp gegen die s a ken Einsch änkungen de Rede- und P esse eihei , die d ückenden Zensu bes im- mungen. Ihm ging es um eine Re olu ion on «un en», eine E - hebung de Massen zu Besei igung o allem de ma e iellen No und de sozialen Unge ech igkei : „Die Tendenz de Flugsch i ha e den Zweck, die ma e iellen In e essen des Volks mi denen de Re o- lu ion zu e einigen, als dem einzig möglichen Weg, die le z e e zu bewe ks elligen. - …Wenigs ens sag e e (Büchne ) o , de ma e ielle D uck, un e welchem ein g oße Teil Deu schlands lieg , is ebenso au ig und schimp lich als de geis ige; und es sei in seinen Augen bei wei em nich so be übend, dass diese ode jene Libe ale seine Gedanken nich d ucken lassen dü e, als da iele ausend Familien nich im S and wä en, ih e Ka o eln zu schmelzen.» (Augus Becke im Hoch e a sp ozess, in Enzensbe ge 1974: 120) Es soll e e s ens deu lich we den, dass de e olu ionä e Im- puls seines Sch eibens sowohl aus ie em Mi ge ühl ü «die Ge- ings en», die Hunge nden und Un e d ück en und aus ge ech- em Zo n und Empö ung gegen die bedenkenlosen Mach ha- be en sp ang, als auch au eine ealis ischen Beu eilung und undie en Analyse des gesellscha lichen s a us quo be uh e. Die agi a o ische Absich de Flugsch i wa de Ve such ei- ne Au klä ung des Volkes, die den Baue n an Hand de Fis- kals a is ik o echne e und zeig e, „dass sie einem S aa e an- gehö en, dessen Las en sie g öß en eils agen müssen, wäh- end ande e den Vo eil da on beziehen« (Meye 1987: 172), und ging da on aus, dass poli isch nü zliche Ve ände ungen nu om Volk selbs bewi k we den können. Zwei ens, dass die on ihm geg ünde e Gesellscha ü Men- schen ech e in Giessen und Da ms ad (1834) kein Deba ie - diciemb e 2013 23 Diese e olu ionä e Keim, de eine ans eckende Wi kung zu eigene K ea i i ä und Denken auslösen kann, soll e im Ku sgesp äch e lebba we den. [] Bey ich, Do is. «Lebendiges! Was nü z de o e K am! Büchne im Sp achun e ich Deu sch als F emdsp ache». Magazin , n. 21 diciemb e, 2013, pp 20-27. 24 Magazin 21 club wa , sonde n eine illegale Wide s andsg uppe, die ih en poli ischen Kamp im ollen Risiko de Ve ha ung und un e Einsa z ih es Lebens üh e. Die Vo be ei ung au das Hö en des Radio-Fea u es habe ich mi de Analyse de Sp ache des Landbo en e bunden. Zu die- sem Zweck habe ich die O iginal-Zi a e Büchne s, die in de Sendung o kommen und ande e aussagek ä ige Zi a e de Flugsch i au Kä chen e eil , on denen die TN jeweils ein Zi a in Pa ne a bei nach li e a isch he o ischen Mi eln ana- lysie en und kommen ie en soll en, wie Wo wahl, Me apho- ik, Wiede holungen, Übe eibung, s a ke und k i ische Be o- nung de Gegensä ze. Hie ein paa Beispiele, die sich auch in den egulä en Da - Un e ich in eg ie en lassen: Anspielung au die Bibel. Um die g oße Masse des Volkes zu gewinnen, die mi ih e ma e iellen No beschä ig wa , scheu Büchne sich nich , die Bibel ömmigkei seine Ad essa en zu nu zen und das Po en ial de biblischen Sp ache ü die au üh- e ische Wi kung einzuse zen. Die Anspielung au die al es a- men a ische Schöp ungsgeschich e gleich am An ang po enzie das Ge ühl de Empö ung, wenn sozusagen das biblische Ve - sp echen, das jede ein Teil des Ganzen sei – mi de ealen Si- ua ion de Ungleichhei de Menschen au de E de kon on- ie wi d: „Im Jah 1834 sieh es aus, als wü de die Bibel Lü- gen ges a …«. Hype konk e e Me aphe n. De bildk ä ige S il s eh ganz im Zeichen de F anzösischen Re olu ion: «De Fü s is de Kop des Blu egels, de übe euch hink iech , die Minis e sei- ne Zähne und die Beam en sein Schwanz». Ex eme Be onung de Gegensä ze. „Das Leben de Vo neh- men is ein lange Sonn ag, …Das Leben des Baue n is ein lan- ge We k ag; F emde e zeh en seine Äcke …« Au o de ungscha ak e als S uk u momen und he o ische F age. „Die Jus iz is in Deu schland sei Jah hunde en die Hu e de deu schen Fü s en..(…) Ih dü eu en Nach- ba n e klagen, de euch eine Ka o el s iehl ; abe klag einmal übe den Diebs ahl, de on S aa s we- gen un e dem Namen on Abgabe und S eue n je- den Tag an eu em Eigen um begangen wi d, dami eine Legion unnü ze Beam en sich on eu em Schwei- ße mäs en mag: klag einmal, daß ih de Willkü ei- nige Fe wäns e übe lassen seid und da diese Will- kü Gese z heiß , klag , daß ih die Acke gäule des S aa es seid, klag übe eu e e lo nen Menschen- ech e: Wo sind Ge ich shö e, die eu e Klage anneh- men, wo die Rich e , die ech sp ächen? (…)« Dieses Zi a läss sich auch als k ea i e Sch eibanlass einse - zen. Die TN können un e Beibehal ung de S uk u en Büch- ne s einen eigenen ak uellen Klage-Tex sch eiben. Ve gleich mi Hein ich Heine und Käs ne . Um die adikal- e olu ionä e Hal ung Büchne s zu e anschaulichen, die bis zu Legi imie ung on Gewal geh , habe ich noch einen B ie Büchne s e gänzend he angezogen und mi zwei ande en poli- ischen Sch i s elle n kon on ie : «Meine Meinung is die: Wenn in unse e Zei e was hel en soll, so is es Gewal . Wi wissen, was wi on unse en Fü s en zu e wa en haben. Alles, was sie be- willig en, wu de ihnen du ch die No wendigkei ab- gezwungen. Und selbs das Bewillig e wu de uns hin- gewo en, wie eine e be el e Gnade und ein elendes Kinde spielzeug(…) Man wi den jungen Leu en den Geb auch de Gewal o . Sind wi denn abe nich in einem ewigen Gewal zus and? Weil wi im Ke ke ge- bo en und g oßgezogen sind, me ken wi nich meh , daß wi im Loch s ecken mi angeschmiede en Hän- den und Füßen und einem Knebel im Munde». (B ie an die Familie, Ap il 1833, in Büchne 2006: 366). Sein Zei genosse Hein ich Heine, de 1831 nach Pa is in die Emig a ion ging, um de poli ischen Ve olgung und de Zen- su zu en gehen und ei sch eiben zu können, e ass e do den Gedich zyklus Deu schland. Ein Win e mä chen (1843). E s eh den Gedanken des jungen Ma x, den e pe sönlich ken- nen gele n ha e, seh nahe. Aus dem An ang des Zyklus ha- be ich die S ophen ausgewähl , mi denen e dem ch is lichen En sagungslied sein «besse es Lied» en gegense z : „Ein neues Lied, ein besse es Lied, /O F eunde, will ich euch dich en! Wi wollen hie au E den schon/ Das Himmel eich e ich en« (...) Wäh end Heines poli ische Poesie bei alle K i ik an den ge- Themenschwe punk Tema monog á ico Bey ich, Do is. «Lebendiges! Was nü z de o e K am! Büchne im Sp achun e ich Deu sch als F emdsp ache». Magazin , n. 21 diciemb e, 2013, pp 20-27. F.L.Weidig, dibujo de Da id do Nascimen o Bey ich. diciemb e 2013 25 sellscha lichen Ve häl nissen noch an ein zukün iges Deu sch- land glaub , is bei E ich Käs ne – nach dem 1.Wel k ieg und dem sich anbahnenden Na ionalsozialismus – nich s meh on diesem Op imismus zu spü en. Da wi ge ade in de Vo weihnach szei wa en, habe ich noch zum Ve gleich das nich ganz so ch is liche, bü ge liche Weihnach slied: «Mo - gen, Kinde , wi d´s was geben» de sa i ischen Ve sion E ich Käs ne s gegenübe ges ell : «Weihnach slied, chemisch ge- einig « (1932): «Mo gen, Kinde , wi d’s nich s geben! Nu we ha , k ieg noch geschenk . Mu e schenk e euch das Leben. Das genüg , wenn man’s bedenk . Einmal komm auch eu e Zei . Mo gen is ’s noch nich sowei . Doch ih dü nich au ig we den. Reiche haben A mu ge n. Gänseb a en mach Beschwe den. Puppen sind nich meh mode n. Mo gen komm de Weihnach smann. Alle dings nu nebenan. (…) Mo gen, Kinde , wi d’s nich s geben! We nich s k ieg , de k ieg Geduld! Mo gen, Kinde , le n ü s Leben! Go is nich allein d an schuld. Go es Gü e eich so wei ... Ach, du liebe Weihnach szei !» Gleichzei ig habe ich noch ein Zi a aus dem Landbo en dazu gegeben, das sich auch als k ea i e Sch eibanlass anbie e . Die TN können die o gegebene S uk u nu zen und mi ih en ei- genen au klä e ischen Impulsen e gänzen: Was sieh Ih e Mei- nung nach die Meh hei de Leu e heu e zu wenig? „…Geh einmal nach Da ms ad und seh , wie die He en sich ü eue Geld do lus ig machen, und e - zähl dann eu en hunge nden Weibe n und Kinde n, daß ih B o an emden Bäuchen he lich angeschla- gen sei, e zähl ihnen on den schönen Kleide n, die in ih em Schweiß ge ä b , und on den zie lichen Bän- de n, die aus den Schwielen ih e Hände geschni en sind, e zähl on den s a lichen Häuse n, die aus den Knochen des Volks gebau sind; (….) Das alles dulde ih , weil euch Schu ken sagen: »diese Regie ung sei on Go .« Diese Regie ung is nich on Go , son- de n om Va e de Lügen. (…)» In Kon on a ion mi Käs ne s Tex soll en die TN Un e schie- de und Gemeinsamkei en he ausa bei en und übe legen, wie das on Büchne Gemein e ielleich ein ache ausged ück we den könn e, und dem ehemen emo ionalisie enden Sp achges us den eigen lichen Aussagegehal (die Sachin o ma ion) en neh- men, den Käs ne nüch e ne ausged ück ha : «Go is nich al- lein d an Schuld». Beiden is die Sympa hie ü die A men ge- meinsam, abe Büchne schü mi seine Sp ache die Empö ung mi de Ho nung au einen Volksau s and. Käs ne dagegen geh es um die au ech e Hal ung des Einzelnen, de dank seines Wis- sens um die Ve häl nisse seinen S olz im Abs and des beobach- enden Denkens bewah , wie e selbs es auch mi seine Hal- ung gezeig ha , als e zu ö en lichen Ve b ennung seine eige- nen Sch i en als Zuschaue und Zeuge e schien. Das Kon lik po en ial um eine Wo wahl: «Reiche» ode «Vo nehme» «Das Ve häl nis zwischen A men und Reichen is das einzige e olu ionä e Elemen in de Wel » (B ie an Gu zkow, S aß- bu g , Mä z 1835, in Büchne 2006: 400). Mi dem Ziel, die TN ü die Bedingungen de En s ehung on Büchne s e s em D ama Dan ons Tod (1835) und dem da in ges al e en Kon- lik zwischen Dan on und Robespie e (Gemäßig e/Radika- le) zu sensibilisie en, woll e ich eine Lebensp oblema ik Büch- ne s he auss ellen, die sich in de Zusammena bei am Hes- sischen Landbo en mi Ludwig Weidig zeig e. Dazu habe ich den Au sa z on H.M.Enzensbe ge , «Poli ische Kon ex 1834» (Enzensbe ge 1974: 48-53) als Hausau gabe zum Le- sen au gegeben, dami die Rolle on Weidig als gleichbe ech- ig neben Büchne e scheinen kann und die Zusammena bei und de Kon lik zwischen ihnen deu lich wi d. Hie bei ging es mi auch da um, den wenige bekann en F eund und Mi - kämp e Ludwig Weidig aus Büchne s Re olu ionszei o zu- s ellen und anhand eines konk e en Beispiels ein Kon lik po- en ial sich ba zu machen, das in eine akademischen Be- handlung des Themas ode au de Ebene eine Schullek ü e ehe un e geh . Im Janua 1834 le n e Büchne den P a e und Schul ek o F ied ich Ludwig Weidig kennen, Kop de e olu ionä en e- publikanischen Bewegung in Hessen. Weidig soll e den D uck des Hessischen Landbo en e mi eln, nahm abe eine (die A - mu s age) en schä ende Uma bei ung des Büchne schen Ma- nusk ip s o , die Büchne diame al en gegenlie . Von ihm s amm auch de Vo spann des poli ischen Pamphle s, de on seinen be ech ig en Bedenken im Sinne eine ealis ischen Einschä - zung de Ge ah en ü Au o en und Lese zeug e: Man wi den jungen Leu en den Geb auch de Gewal o . Sind wi denn abe nich in einem ewigen Gewal zus and? [] Bey ich, Do is. «Lebendiges! Was nü z de o e K am! Büchne im Sp achun e ich Deu sch als F emdsp ache». Magazin , n. 21 diciemb e, 2013, pp 20-27. 26 Magazin 21 Themenschwe punk Tema monog á ico „Dieses Bla soll dem hessischen Lande die Wah hei mel- den, abe we die Wah hei sag , wi d gehenk , ja soga de , welche die Wah hei lies , wi d du ch meineidige Rich- e ielleich ges a . Da um haben die, welchen dies Bla zukomm , olgendes zu beobach en: Sie müssen das Bla so g äl ig auße halb ih es Hauses o de Polizei e wah en; Sie dü en es nu an eue F eunde mi eilen; Denen, welche sie nich auen wie sich selbs , dü en sie es nu heimlich hin e legen; Wü de das Bla dennoch bei Einem ge unden, de es gelesen ha , so muß e ges ehen, daß e es eben dem K eis a habe b ingen wollen; We das Bla nich gelesen ha , wenn man es bei ihm inde , de is na ü lich ohne Schuld.« Besonde s abe die E se zung des Wo es «die Reichen» du ch «die Vo nehmen» empö e Büchne – dadu ch wü de das Po- en ial des Kamp es de A men gegen die Reichen unzulässig en schä . Sein F eund Augus Becke gab in einem spä e en Ve hö Büchne s Reak ion au die Ve ände ungen de Sch i du ch Weidig zu P o okoll: «E woll e sie nich meh als die seinige ane kennen und sag e, dass e (Weidig) ihm ge ade das, wo au e das e s e Gewich geleg habe und wodu ch alles an- de e gleichsam legi imie we de, ges ichen habe…» (in En- zensbe ge 1974: 123). Nun können olgende F agen zu Diskussion gegeben we - den: Is die E se zung de Wo wahl «Vo nehme» s a «Rei- che»eine ge ing ügige Ände ung ode wü den Sie Büchne Rech geben? Was können die G ünde Weidigs ü die Ände ungen gewesen sein? Welches Wo hä en Sie genommen – wa um? Die F age deu e ein Dilemma an, das dem ewigen Kon lik zwi- schen den «Gemäßig en» und den «Radikalen» zug unde lieg . Sie soll e ü den Kon lik sensibilisie en, den Büchne in sei- nem D ama zwischen Dan on und Robespie e ges al e ha . T agische weise wu de ü Weidig die Begegnung mi Büch- ne zum Ve hängnis. Ausge echne e als de «Gemäßig e e», iel im Ap il 1835 de Polizei in die Hände und nahm sich nach 18-mona ige qual olle Isola ionsha im Ge ängnis das Le- ben – am 23. Feb ua 1837, ie Tage nach Büchne s ühem Tod. Büchne abe , dem «Radikale en» gelang An ang Mä z 1835 die Fluch nach S aßbu g. Auße dem wa es mi wich ig, au einen noch heu e bes ehen- den S ein des Ans oßes zu e weisen, de ehe on Sch i s elle n als on Li e a u wissenscha le n angesp ochen wi d: denn es geh um F agen nach unse em Handeln in schwie igen poli ischen Si- ua ionen, die sich jede auch an sich selbs s ellen müss e. Da- ü habe ich einen Tex -Ausschni Hans-Magnus Enzensbe ge s e gänzend hinzugenommen, de die G enzen eine nu akademi- schen He angehensweise an Büchne au zeig : „Es mu e ein wenig sel sam an, wenn die Gebilde en un e ih en Lese n sie (die Flugsch i ) einzig und allein Büchne zusch eiben und Weidig als einen läs igen P u- sche on ih em Ti elbla e scheuchen wollen. In diesem Ve dik lieg nich allein eine li e a ische Unge ech igkei . Es zeig auch, wie wenig man in Deu sch- land om poli ischen Wide s and und seinen Bedin- gungen e s eh . Eine illegale Flugsch i b auch nich nu einen Ve asse , sie muss ged uck und e b ei e we den. Dazu gehö ein Appa a . We diesen Appa- a au bau , läu Risiken, e b ing sich in g öße e Ge ah als de Au o ; und zwa umso meh , je expo- nie e seine S ellung is . De zwanzigjäh ige S uden Geo g Büchne konn e, als die Behö den zug i en, ins Ausland gehen; wi können on Glück sagen, dass ihm die Fluch gelang. Fü den Beam en und Familien a- e Weidig wa an keine Emig a ion zu denken. E wuss e üb igens, dass sich das Ne z de Polizei um ihn zusammenzog; e ha die poli ische A bei dennoch bis zum le z en Augenblick o gese z . Seine Au o - scha am Hessischen Landbo en ha e mi seine F ei- hei und mi seinem Leben bezahl . Nu deu schen Akademike n ha es ein allen können, sie zu schmä- le n.» (Enzensbe ge 1974: 51-52) Auch die Reden de Büchne p eis äge habe ich ge ne mi hin- zugenommen, weil ich sie zu den bes en li e a ischen Selbs - zeugnissen deu sche Sch i s elle zähle. Sie sind gebo en aus de g oßen He aus o de ung, die de Büchne p eis da s ell – nich nu seine hohen li e a ischen Quali ä wegen, sonde n ge ade auch deshalb, weil e on de Deu schen Akademie in Da ms ad als eine A Wiede gu machung an Büchne ges i - e wu de. In de Büchne -P eis-Rede on Wol gang Hildeshei- me (1966) geh es um die imme noch ak uelle He aus o de- ung, die Büchne ü uns da s ell : «Die T adi ion, alljäh lich einen g oßen Mann zu eh- en, de s eckb ie lich e olg wu de, weil e sich in seinem Land ü soziale Ge ech igkei eingese z ha - e, de aus de S ad liehen muss e, in de wi heu e seine gedenken, e o de Ane kennung. Man muss de deu schen Akademie ü Sp ache und Dich ung da ü dankba sein. (…) In de bi e en E kenn nis, dass in Deu schland Selbs losigkei , Ge ech igkei swil- le und In eg i ä nich zu den Quali ika ionen gehö- Es geh um F agen nach unse em Handeln in schwie igen poli ischen Si ua ionen, die sich jede auch an sich selbs s ellen muss e. ][ Bey ich, Do is. «Lebendiges! Was nü z de o e K am! Büchne im Sp achun e ich Deu sch als F emdsp ache». Magazin , n. 21 diciemb e, 2013, pp 20-27. diciemb e 2013 27 en, die zu Ve wi klichung poli ische Ziele bei a- gen, ha e sich on de Poli ik zu ückgezogen, und we diesen Rückzug missbillig , de ha die deu sche Wi klichkei nich beg i en. Einen Büchne haben wi heu e nich un e uns, wohl abe genug Geo gis – und Schlimme e -, um einen po en iellen Büchne zu e - olgen. (…) Ich habe die le z en Wo e nich in pole- mische Absich gesag , nich um eine Dank ede ein P lich pensum on Agg essi i ä gewal sam anzuhän- gen; nich weil sich hie die Gelegenhei bo , sonde n weil sie sich au d äng e, an unums ößliche Wah hei- en zu e inne n,…» Und e schließ mi de ihm eigenen elegan en I onie: „Dennoch hä e die Hö lichkei es mi e bo en, dieses Thema bis zu seinem Ende zu behandeln, wüss e ich nich , dass hie keine un e uns is , de nich gegen je- de Ob igkei ü einen Büchne Pa ei e g ei en wü - de.»(16) Zum Schluss noch ein Hinweis In Büchne s e s em D ama, Dan ons Tod, das die e olu ionä- e Legi imie ung on Gewal in Zwei el zieh , geh es nich nu um den Kon lik zwischen «Gemäßig en» und «Radikalen», auch die Fluch p oblema ik (die eigene Hau e en ode blei- ben, wo man „hingehö «) und die F age nach eine möglichen U opie angesich s des Schei e ns de Re olu ion sind als Le- bensp obleme Büchne s in den Tex eingegangen. Bey ich, Do is. «Lebendiges! Was nü z de o e K am! Büchne im Sp achun e ich Deu sch als F emdsp ache». Magazin , n. 21 diciemb e, 2013, pp 20-27. Anme kungen (1) Link: h p://www.you ube.com/wa ch? =B C0d4gakB4 (zum 28.8.2013) (2) Link: h p://www.b .de/ adio/baye n2/sendungen/ a- diowissen/geo g-buechne 100.h ml (zum 28.8.2013) Bibliog aphie Beise, A nd (2010), Ein üh ung in das We k Büchne s. Da ms ad : WBG. Büchne , Geo g (2006), De hessische Landbo e, in Geo g Büchne . Sch i en, B ie e, Dokumen e, Tex und Kommen a e. F ank u : Deu sche Klassike Ve lag. Enzensbe ge , Hans-Magnus (Hg.)(1974) Geo g Büchne /Ludwig Weidig: De Hessische Landbo e, Tex e , B ie e, P ozessak en, F ank u a.M.: Insel. Celan, Paul (1972), Büchne -P eis-Rede 1960, in Büch- ne -P eis-Reden 1951-1971, Di zingen: Reclam. Johann, E ns (1982), Büchne . Hambu g: Rowohl . Knapp, Ge ha d P.(2000), Geo g Büchne . S u ga : Me zle . Mai, Man ed (2001), Ganz neue Töne, in Geschich e de deu schen Li e a u , Weinheim: Bel z. 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