Checkpoint Charly, die Teilung Tirols und die Grenze zu Gibraltar und Melilla
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46 Magazin 19 Themenschwerpunkt Tema monográfico Checkpoint Charlie, die Teilung Ti rols und die Grenze zu Gibraltar und Melilla CARMEN CASTRO MORENO Córdoba as kann eine Grenze bewirken? Vor allem Tre n n u n g … Zehn Tage nach dem Abriegeln der Berliner Grenze am 13. August 1961 d u r ften ausländische Touristen, Diplomaten sowie das Militärpersonal der We s t a l l i e r ten Ostberlin nur noch über den Gre n z ü b e rgang Bahnhof Friedrichstraße betreten. Da es keinen eigenen Übergang in Berlin für diese Personen gab, richteten die westlichen All i e r ten den Übergang in der Friedrichstraße, Ecke Kochstraße, als dritten inn e rdeutschen Kontrollpunkt ein. Die beiden anderen Übergänge befanden sich an der innerdeutschen Grenze bei Helmstedt und in D r eilinden an der Grenze zwischen der DDR und We s t b e r l i n . Nach dem Buchstabieralphabet der US-Army wurde der Übergang in Helmstedt «Alpha», in Dreilinden «Bravo» und der Übergang in Berlin «Charlie» genannt. Hauptaufgabe des Übergangs Checkpoint Charlie war es, westliche Allierte vor dem Betreten Ostberlins zu re g i s t r i e ren und über den Aufenthalt in der Hauptstadt der DDR zu inform i e re n . Die Teilung Ti rols 1919 und der Zweite Weltkrieg 1945 brachten den deutsch - und ladinischsprachigen Südtiro l e rn viele bitt e r e Jahrzehnte. Unter der zentralistischen Ve r waltung Roms und vollends unter der Diktatur des Faschismus wurden die deutsche und ladinische Sprache in Schulen und Ämtern verboten. We iters wurden Deutschsprachige und Ladiner von der öff e n t l i c h e n Ve r waltung und von sozialen Einrichtungen ausgeschlossen. Eine harte Bewähru n g s p robe war die Option, bei der sie entscheiden mussten, ob sie in ein deutsches Land umsiedeln oder italian i s i e r t werden wollten, d.h. weiterhin in Südtirol leben, aber die Ti roler Kultur aufgeben und der italienischen Platz machen. Die J a h r zehnte, die dem Krieg folgten, waren nicht besser; der Zentralismus Roms brachte für den völlig anderen Charakter der Tiroler kein Verständnis auf. Spanien leitete mehrfach Maßnahmen ein, um die Ve r w a l t u n g Gibraltars unter Druck zu setzen. So wurde beispielsweise die G r enze mehrfach geschlossen, am längsten von 1969 bis 1985. Bei einem Vo l k s r e f e rendum im Jahr 2002 stimmten dennoch 99 P r ozent der Einwohner für den Verbleib unter britischer Herrschaft und damit gegen eine Rückgabe an Spanien. Illegale Einwanderer haben ständig versucht, die Gre n z a n l a g e n der spanischen Exklave Melilla im Norden Marokkos zu übers c h r eiten. Die afrikanischen Einwanderer sind norm a l e r weise von m a r okkanischen und spanischen Grenzpolizisten aufgehalten worden. Es kommt vor, dass illegale Einwanderer nachts versuchen, die Grenzposten Melillas zu stürmen. Nach Angaben der Stadtv e r waltung gelingt es nur wenigen Einwandere r n, die mittlerw e i - le zur Festung ausgebaute Grenzanlage zu überw i n d e n . Bei den Vorfällen handelt es sich um massive Anstürme illegaler Einwanderer auf Melilla. Bei diesen Versuchen, spanisches Territorium zu erreichen, sind schon viele Menschen ums Leben gekommen. Im Jahre 2005 starben bei ähnlichen Vorfällen 14 Immigranten. Zwischen Marokko und Spanien gibt es die beiden Exklaven Melilla und Ceuta betreffend grundlegend unterschiedliche Auffasungen. Rabat betrachtet die beiden Exklaven an der Mittelmeerküste als integralen Bestandteil Marokkos. Die Exklaven sind jedoch seit mehr als 400 Jahren unter spanischer Hoheit. …natürlich sind alle Grenzen historisch wie zeitgeschichtlich i r gendwie oder irgendwann das Resultat von Kriegen. Natürlich m a r k i e r en sie die Trennung von zwei unterschiedlichen Hoheitsgebieten mit allen entsprechenden Konsequenzen, doch dienen sie in friedlichen Zeiten durchaus auch als Begegnungspunkt. Davon unterscheiden sich die beschriebenen vier Fälle gru n d s ä t zlich: Sie perpetuier(t)en gewissermaßen einen Konfliktzustand, der immer wieder zu diplomatischen Aff r onts von höchster Brisanz oder Unruhen führt(e). Dass auf diesem Schauplatz gro ß e r Politik die Schicksale kleiner Menschen durch anhaltende Famil i e n t rennungen oder andere Repressalien nachhaltig geschädigt w e r den, ist dabei wohl die eigentliche Tr a g ö d i e . (Einer der klügsten Sätze des früheren Bundespräsidenten v. We i z - säcker scheint dem Rechnung zu tragen: «Es kommt nicht darauf an, Grenzen zu beseitigen, sondern ihnen das Trennende zu n e h m e n . » ) W Spanien leitete mehrfach Maßnahmen ein, um die Verwaltung Gibraltars unter Druck zu setzen, so wurde beispielsweise die Gr e n ze mehrfach geschlossen, am längsten von 1969 bis 1985. [ ]