Lucie Merhautová/Václav Petrbok/Michal Topor (Hgg.): Emil Saudek (1876–1941). Ein Übersetzer und Kulturvermittler zwischen Metropole und Provinz (= Intellektuelles Prag im 19. und 20. Jahrhundert, Bd. 21). Wien, Köln: Böhlau, 2022, 384 Seiten und 17 Abbildungen.
Abstract
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Full text
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Als wei e es P oblem ge ade ü die Ho hea e we den die Somme mona e e -
kann , de en Minus in den Win e mona en nich ausgeglichen we den kann (S. 334).
Die Dokumen e e lauben somi Einblicke in ein Thea e , das nich ö en lich budge ie
wi d und das sich le z lich komme ziell behaup en muss, was na ü lich auch ü die
Küns le gil , wie z. B. aus einen Sch eiben Johann Augus S öge s an S iepanek 1824
e sich lich wi d (S. 354). Ve einzel e An agen be e en da übe hinaus Angelegen-
hei en auße halb de Bühne. So bi e beispielsweise An on Johann G oß -Ho inge
am 10.5.1834 S iepanek um Ma e ial ü seine geplan e Geschich e zu JosephII., die
1835 un e dem Ti el Lebens‑ und Regie ungsgeschich e Joseph des Zwei en und Gemälde
seine Zei in S u ga e schien.
Abschließend be ach e läss sich sagen, dass ungeach e des F agmen a ischen
diese Sammlung, es ehlen die B ie e on S iepanek selbs , mi diese Dokumen-
a ion eine wich ige Lücke zu ühen Geschich e des P age Thea e s geschlossen
wi d. Wich ige Aspek e des Repe oi es wie de Spielplanges al ung, abe auch die
soziale Funk ion und Posi ion de Ins i u ion nebs den ökonomischen De e minan en
we den deu lich. Gleiches gil ü die soziale S ellung de Ak eu e, insbesonde e de
Schauspiele und Sänge , de en Agie en in ielen de Dokumen e deu lich wi d. Die
wei e e wissenscha liche Beschä igung mi dem P age S ände hea e im Vo mä z
wi d diese Dokumen a ion keines alls auße Ach lassen dü en.
Lucie Me hau o á/Václa Pe bok/Michal Topo (Hgg.): Emil Saudek
(1876–1941). Ein Übe se ze und Kul u e mi le zwischen Me opole
und P o inz (= In ellek uelles P ag im 19. und 20. Jah hunde , Bd. 21).
Wien, Köln: Böhlau, 2022, 384 Sei en und 17 Abbildungen.
S e an Simonek– Ins i u ü Slawis ik, Uni e si ä Wien
De hie besp ochene, um assende und opulen ausges a e e Sammelband s ell in
summa den höchs ambi ionie en wie gelungenen Ve such da , mi Emil Saudek
einen de wich igs en, heu e eilich eilweise in Ve gessenhei ge a enen Ve mi -
le zwischen schechische und deu schsp achige Kul u im b ei e en Kon ex de
Mode ne wiede s ä ke ins Bewuss sein zu u en. Einen p oba en Eins ieg in diese
Themens ellung bie e Lucie Me hau o ás g oß angeleg e Ein üh ungsbei ag zu
Saudek und de Ve mi lung schechische Li e a u im Wien de Jah hunde wende.
Me hau o á posi ionie Saudek hie zunächs schlüssig au dem mul ilingualen kul-
u ellen Feld Wiens, das on de Ve asse in im Rückg i au ezen e me hodologische
Posi ionen als „Übe se zungszone“ konzep ualisie wi d und au dem Saudek o dem
Hin e g und kul u elle Asymme ien zwischen schechische und deu schsp achige
Kul u en sp echend agie e. Me hau o á be on in diesem Kon ex den p inzipiell
kul u poli ischen Ak jegliche Übe se zung, de imme einen ein äs he ischen Be-
eich übe sch ei e und gezwungen is , sich au dem umkämp en Feld de Kul u
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en sp echend zu posi ionie en. De aillie und mi g oße Sachkenn nis skizzie sie
danach in einem diach onen Au iss jene Wiene Pe iodika wie e wa Die Wage, denen
die Ve mi lung schechische Li e a u ein Anliegen wa . Im Wei e en e anschau-
lich Me hau o á wiede um seh genau, wie sich Saudek sukzessi e e olg eich au
diesem he e ogenen Gebie e ablie e, wobei zu seinen di e sen Ve ö en lichungen
in Zei sch i en noch Vo äge bei zahl eichen schechischen Ve einen in Wien dazu-
kamen. Im Rückg i au un e ö en lich es A chi ma e ial we den daneben Saudeks
schechische Ve bindungen in Wien o engeleg und seine mannig al igen Bemü-
hungen um eine übe na ionale Ve s ändigung au dem Gebie de Kul u ge ade im
Wege de li e a ischen Übe se zung e anschaulich . Insgesam schein mi diesem
wei g ei enden und ausgesp ochen in o ma i en Bei ag ein solides Fundamen ü
die da au olgenden Da s ellungen geleg .
Im Anschluss bie e Václa Pe bok eine Zusammens ellung on Übe se ze innen
und Übe se ze n aus dem Tschechischen ins Deu sche, die zwischen 1880 und 1945
mindes ens einen Band Belle is ik übe agen haben, wobei e o angig an de je-
weiligen He kun bzw. de Posi ionie ung im soziokul u ellen Um eld, an de pe sön-
lichen Mo i a ion ü die übe se ze ische Tä igkei ins Deu sche sowie am an isie en
Publikum de Übe se zungen in e essie is . Im Ausgang diese F ages ellungen e -
s ell Pe bok eine dich ge üg e Da s ellung diese mi einande ko espondie enden
Pa ame e . Als Anhang olg eine on F ied ich Adle bis zu Ma in Žunko ič eichende
Au s ellung de Übe se ze innen und Übe se ze mi genauen Publika ionsda en ih e
Ve ö en lichungen sam Ve lagsangaben und e waigen Neuau lagen.
E was on de eigen lichen Themense zung des Bandes abge ück schein de
knappe gehal ene Bei ag on V a isla Doubek zu den pa lamen a ischen Be ich -
e s a e n und Kul u e mi le n Gus a Eim, Jose Penížek und Bedřich Hla áč.
Beleuch e we den hie de en sukzessi e Eingliede ung in die ins i u ionellen Ne z-
we ke in Wien sowie de en Mi a bei an e schiedenen Pe iodika, daneben abe
auch wei e e publizis ische Ak i i ä en wie e wa die G ündung eine P esseagen u
du ch Penížek. Besonde es P o il gewinnen in Doubeks konzise Da s ellung Hla áčs
kon inuie liche Ve mi lungsbemühungen zwischen schechische und ös e eichi-
sche Sei e nich zule z o dem Hin e g und on dessen jüdische He kun , womi
zumindes eine deu liche s uk u elle Pa allele zu Saudek e ö ne wi d.
Im ie en Bei ag des Bandes un e such wiede um Lucie Me hau o á die in en-
si en Ve bindungen zwischen Saudek und Jose S a opluk Macha , de ü Saudek in
Wien als Idol und Va e igu ungie e und den Saudek als Ve e e eines mode nen
Indi idualismus und eines neuen Tschechen ums schä z e. Besonde s wich ig wu den
ü Saudek Macha s K i ik am Ka holizismus sowie Macha s posi i e Neudeu ung de
ömischen An ike, die die Ve asse in am Beispiel on Macha s Gedich en schlüssig
zu belegen weiß. Me hau o á zeichne hie penibel Saudeks Ve suche nach, Macha s
We ke du ch Übe se zungen und eigene deu ende Essays populä zu machen, ehe sie
sich im De ail und anhand zahl eiche Einzelbelege mi En s ehung, Ve b ei ung und
Rezep ion de Übe se zung on Macha s Feuille onbuch Řím ( sch. 1907; d . Rom, 1908)
sowie de on Saudek edie en B oschü e Dich e Macha und P o esso Masa yk im
Kamp e gegen den Kle ikalismus (1912) beschä ig . Abschließend um eiß Me hau o á
noch die wei e en Ve bindungen zwischen Saudek und Macha bis in die Jah e des
Zwei en Wel k iegs.
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Jose Voj odík nähe sich dann o dem Hin e g und seine eigenen Monog aphie
zu Březina Saudeks Březina -Übe agungen zwischen Übe se zung und Exegese an.
Um da zulegen, dass Saudek Březina du chgehend als Mys ike und eligiösen Denke
wah genommen ha , e ö ne Voj odík einen wei gespann en Bogen an Explika io-
nen elemen a e philosophische Beg i e wie e wa „Leben“ ode „Wel anschauung“.
Diese we den hie ih e sei s an jene We ke Březinas wie e wa den Gedich band Ruce
ode e schiedene Au sä ze ückgebunden, die ü Saudeks Ve s ändnis on Březina
ausschlaggebend wa en und die on ihm ins Deu sche übe agen wu den; Saudeks
eigene Bei äge zu Březina in deu sche und in schechische Sp ache inden eben-
alls en sp echend Be ücksich igung. Dessen ungeach e geh in de beeind uckenden
Vielzahl de on Voj odík au ge u enen Posi ionen aus den e schiedens en wissen-
scha lichen Be eichen bisweilen leide eine kla e a gumen a i e Linie sowie de
Blick au Saudek selbs e lo en.
Michal Topo um eiß anschließend Genese, Dis ibu ion und Rezep ion de Übe -
se zung on Březinas Sammlung Ruce du ch Saudek (Hände, 1908); e ekons uie
zunächs anhand on Ko espondenzen seh genau die sukzessi e En s ehung des
Bandes, die Eingliede ung de Vigne en on F an išek Bílek (dies un e Be eiligung
on Březina selbs ) und Saudeks Bemühungen um die Ve b ei ung de Hände ins-
besonde e in de Wiene Kul u szene du ch Rezensionsan agen an He mann Bah ,
S e an Zweig und Hugo on Ho manns hal mi sam den meis posi i en Reak ionen
(die abe nu bei Zweig a sächlich auch in eine Besp echung münde en). Topo
e e ie aus üh lich zu wei e en Rezep ionsbelegen e wa on Camill Ho mann
sowie zu Saudeks kon inuie lichen Ve suchen, im Rezep ionsp ozess seine eigene
Sich au Březinas We k du chzuse zen. Die on Topo im Anhang seines Bei ags
e sammel en B ie e on espek i e an Saudek e anschaulichen dessen Ve mi -
lungsbemühungen in augen ällige Manie .
Einen genauen, e gleichenden Blick au Saudeks Březina -Übe se zungen wi
danach Š ěpán Zby o ský im e s en seine beiden Bei äge. E zähl zunächs jene
Übe se ze au , die sich an Březina e such haben, wie neben Saudek selbs ( eils in
Zusammena bei mi F anz We el) e wa O o Pick, Paul/Pa el Eisne , Albe Eh en-
s ein ode Rudol Fuchs, und um eiß die Pläne zu eine deu schen Gesam ausgabe
Březinas, die in übe se ze ische Koope a ion zwischen Saudek und Pick geplan wa ,
on de abe le z lich nu d ei Einzelbände e schienen. Zu all den e ö en lich en
Bänden, die zu Gänze ode (wie Eisne s Tschechische An hologie aus dem Jah 1917)
zum Teil Březina gewidme wa en, e sammel Zby o ský zahl eiche Rezensionen
on schechische (F. X. Šalda) wie on ös e eichische Sei e (Zweig, Bah ), die hie
o bildlich e schlossen und eingea bei e we den. In einem zwei en Sch i e an-
schaulich Zby o ský anhand einige Meh achübe se zungen on Březinas Ly ik
augen ällig, welche bisweilen s a k oneinande abweichenden ansla o ischen
Lösungen die einzelnen, zu o ange üh en Übe se ze jeweils ge unden haben.
Im da au olgenden Bei ag spü wiede um Š ěpán Zby o ský Saudeks exp es-
sionis ischen Konnexen und Kon ex en (so im Ti el) nach. De Ve asse beleuch e
hie zunächs Saudeks Ve bindungen zu Hugo Sonnenschein, dessen Gedich samm-
lungen wie e wa Nä isches Büchel Saudek im Zeichen kul u elle Hyb idi ä posi i
ezensie e, und jene zu Albe Eh ens ein, de sich bei seinen Březina -Übe se zungen
s a k an jenen on Saudek o ien ie e und den Saudek selbs wiede um als Ly ike
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(e wa wegen seine Ve wendung des eien Ve ses) schä z e und en sp echend eund-
lich besp ach. Danach wende sich Zby o ský den Ve ö en lichungen on Saudeks
Březina -Übe se zungen in e schiedenen exp essionis ischen Zei sch i en wie
de Ak ion bzw. dem Wiene De neue Daimon zu. Abschließend a bei e e anhand
wei e e Au sä ze on Saudek noch schlüssig dessen ad en is ische (Fehl-)Deu ung
des Exp essionismus als eligiös -kosmische E neue ungsbewegung he aus, in die
Saudek auch Březina mi einschloss.
Zu ück zu T. G. Masa yk üh Lucie Me hau o ás Bei ag zu Übe se zung on
dessen Sch i No á E opa. Sie um eiß zunächs Saudeks Beziehung zu Masa yk o
dem E s en Wel k ieg, die on hohe We schä zung on Sei en Saudeks gep äg wa ,
und zeichne Saudeks Neuo ien ie ung weg on Wien sowie dessen Ho nung au
einen eigens ändigen schechischen S aa sowie Saudeks nachd ückliche Fo de ung
nach eine Ane kennung de schechischen Kul u leis ung nach. Dann e e ie Me -
hau o á übe aus genau zu den mühseligen Ve suchen Saudeks, ü seine Übe se zung
on No á E opa einen Ve lag zu inden und mi de neuen schechischen Hochbü o-
k a ie um den P äsiden en he um ins Ein e nehmen zu kommen, um sich so in P ag
be u lich e ablie en zu können (Saudek wu de on Masa yks Sek e ä Vasil Šk ach
älschliche weise o gewo en, sich mi seine le z lich 1922 in Be lin e schienenen,
on Masa yk auch au o isie en Übe se zung p imä inanziell be eiche n zu wollen).
Da an anschließend widme sich Ines Koel zsch me hodisch e lek ie Saudeks
Übe se zungen on Voj ěch Rakous’ höchs populä en jüdischen Do geschich en
nach dem E s en Wel k ieg. Koel zsch cha ak e isie zunächs Rakous’ E zählungen
und s ell danach die Biog aphien on Saudek und Rakous e wa übe die ländliche
He kun ode die Sympa hien ü die Poli ik Masa yks als e bindende Momen e in
Rela ion zueinande . In einem zwei en Sch i wende sich Koel zsch den on Saudek
übe agenen We ken Rakous’ zu; die Ve asse in cha ak e isie hie die wich igs en
P oblems ellungen diese E zählungen, wie e wa das Ve häl nis de jüdischen Figu-
en zu ih e ch is lichen Umgebung ode die Da s ellung sich wandelnde dö liche
Lebenswel en. Dabei be ücksich ig Koel zsch auch jene E zählungen, die Saudek
bewuss nich in seine Auswahl au genommen ha , weil sie en wede An isemi ismus
zum Thema machen ode abe selbs au an isemi ische S e eo ype zu ückg ei en.
Eine analoge disku si e Ambi alenz a bei e Koel zsch in Saudeks Einlei ung zu
seine Auswahl he aus, wo Saudek p imä die e hische Bo scha on Rakous’ Tex en
und wenige de en äs he ische Vi ulenz he auss eich und sich eilweise eben alls
an isemi ische Klischees bedien .
Im le z en Bei ag des Bandes schließlich zeichne wiede um Michal Topo in
au schluss eiche Manie die übe se ze ische Ka ie e on Emil Saudeks Sohn E ik
nach. Topo widme sich zunächs E iks schulische Ausbildung, seinen e s en Ve -
ö en lichungen on K i iken sowie seinen e s en Übe agungen schechische Ly ik
ins Deu sche. Dann um eiß Topo E ik Saudeks imponie end p oduk i e Tä igkei
als Übe se ze ins Tschechische, die zunächs meh e e We ke Goe hes wie den We ‑
he ode Wilhelm Meis e s Leh jah e (zusammen mi Voj ěch Ji á ) und spä e hin eine
s a liche Reihe englischsp achige Au o en on William Shakespea e bis zu Tho n on
Wilde nebs wei e en deu schsp achigen Au o en wie Go ied Kelle um ass e,
und zi ie auch en sp echende, meis zus immende Rezensionen zu diesen Übe -
se zungen. Topo zieh seine Da s ellung noch bis in die Zei des P o ek o a s wei e ,
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als E ik Saudek au g und seine jüdischen He kun seine Übe se zungen (wie e wa
1941 eine bedeu ende An hologie deu sche Ba ockly ik) nich un e eigenem Namen
he ausb ingen du e.
Den Abschluss des Bandes bilde ein um ang eiche , in sich gegliede e Anhang:
Topo s Bei ag wi d on eine knapp ie Sei en langen Ch onologie zu Emil Saudek
lankie , an de en Ende die Depo a ion on Saudeks Wi we Elsa nach Auschwi z
im He bs 1944 s eh . Zusä zlich inden sich hie ein Ve zeichnis de Abkü zungen
sowie ein knapp ie zigsei iges Li e a u e zeichnis ü alle Bei äge des Bandes.
An dieses wiede um schließ sich ein O s egis e an, in dem die jeweiligen sche-
chischen Namens o men (also e wa „Pře o “ ü „P e au“) als E gänzung in Klam-
me n hinzuge üg sind, es olgen ein Regis e de Zei ungen und Zei sch i en, ein
Pe sonen egis e und schließlich Angaben zu den Bei äge innen und Bei äge n
des Bandes. Zu e me ken wä en in diesem Kon ex die zahl eichen Abbildungen,
die dem Band beigegeben sind– sie eichen on Saudeks Hochzei spho o übe hand-
sch i lich hinzuge üg e Ko ek u en Březinas au dem Typosk ip eine Übe se -
zung Saudeks bis hin zu den Umschlägen e wa de Hände und ügen dem Band einen
op ischen, die Lebens- und Sch eibwel en Saudeks e lek ie enden Pa a ex hinzu.
Wei e s sei da au hingewiesen, dass alle schechischen Zi a e und Ti el (soga jene
im Li e a u e zeichnis) du chgehend mi deu sche Übe se zung e sehen sind,
was den Band einem g öße en Publikum übe einen ein bohemis ischen Be eich
hinaus e schließ .
Au o male Ebene zu monie en wä en einige Ve sch eibungen, die sich g ob
in d ei G uppen gliede n lassen: einmal E a a in Bezug au die G amma ik und
Syn ax des Deu schen, wie e wa „seine e s e [ ec e: e s en] Übe se zungen und
Bei äge“ (S.21), „ on V chlickýs Lus spiels“ (25) ode „wie es ih gelungen ha “ (175)
sowie simple Ve sch eibungen wie „Be äge“ [ ec e: Bei äge] (47), „Äusse ung“ ode
„A lammen“ [ ec e: Au lammen] (jeweils 179), wei e ein meh ach i ümlich nach
oben geschwungene Apos oph wie e wa gleich ün mal „Eh en els‘“ s a „Eh en-
els’“ au S.170, und d i ens schließlich die im Li e a u e zeichnis jeweils ande s
als in den Bei ägen selbs au gelös en ode übe haup ehlenden Siglen „Binde 1999“
(9), „Poppe 1928“ (43), „Saudek 1912ch“ (52), „Macha 1908b“ (132), „Mühlbe ge 1928“
(220), „Březina 1897“ (224), „Eh ens ein 1916“ (260), „Saudek 1926“ (262) sowie „Saudek
1915b“ (266). Vielleich wä e hie ge ade angesich s des s a lichen Um angs und de
eno men Ma e ial ülle des Bandes noch ein wei e e Ko ek u gang hil eich gewesen.
Diese insgesam wohl ma ginalen Moni a in Bezug au die äuße e Fo m sollen
abe keineswegs den Blick au den übe aus beach lichen E ag e s ellen, den die
einzelnen Bei äge des hie besp ochenen Bandes zusammengenommen e b ingen: In
eine g öß en eils s immigen Kombina ion on dich e philologische E schließung
e ö en lich en wie insbesonde e un e ö en lich en Ma e ials mi ak uellen An-
sä zen de Kul u wissenscha wi d das übe se ze ische Wi ken Emil Saudeks an de
Schni s elle zwischen Kul u en und Sp achen au eine wei gespann en diach onen
Achse posi ionie . Ge ade die eingea bei e en Ko espondenzen in Saudeks pe sön-
lichem wie be u lichem Um eld zeichnen übe aus genau En s ehung wie En al ung
anskul u elle Ne zwe ke zwischen Wien und P ag nach, die nich nu Saudek selbs ,
sonde n auch O oka Březina, Jose S a opluk Macha , T. G. Masa yk und Voj ěch
Rakous als Ak an en um ass e. Zusä zlich gewinn aus den einzelnen Bei ägen auch
179REZENSIONEN
Saudeks spezi ische Posi ionie ung zu den on ihm übe se z en Au o en plas ische
Ges al : Nahm Saudek Macha wie Masa yk als Rep äsen an en eines o sch i lichen
Denkens im Zeichen de Mode ne wah , so a bei den E zählungen on Rakous eine
mögliche schechisch -jüdische Syn hese o dem Hin e g und des neugeg ünde en
schechoslowakischen S aa es in den Vo de g und. Dem We k Březinas wiede um
e sch ieb sich Saudek in selbs los anmu ende Weise im Zeichen eine kosmisch-
mys ischen Vision on B üde lichkei und E neue ung. Vielleich da on dahe
abschließend eben anhand on Saudeks Březina -Übe se zungen die Ve mu ung
geäuße we den, dass die „Au gabe des Übe se ze s“ nich nu das jeweils noch zu
Leis ende (Wal e Benjamin) ode abe das p inzipiell nich Leis ba e (Paul de Man)
au u , sonde n im Zeichen de Übe -Gabe die Übe se zung einem anspe sonellen
E inne ungs aum an e au . An diese Ges e des T ans e s (im Ausgang on Emil
Saudeks Übe agungen) ha de hie besp ochene, schöne wie gleiche maßen e -
diens olle Band wesen lichen An eil.
Egon Bondy: Die e s en zehn Jah e. Be lin: Guggolz, 2023, 238 Sei en
und d ei Abbildungen.
Sibylle Höhne– Be lin
Die e s en zehn Jah e bilden eine au obiog aphische Da s ellung de Jah e 1947–1957
im Tagebuchcha ak e , die Egon Bondy alias Zbyněk Fiše im Jah 1981 „an sieben
somme lichen A bei snachmi agen“ (S. 143) gesch ieben ha . Diese Ve sion gab Bon-
dy– nu wide willig– e s im Jah 2002 zum D uck ei, wie Jan Fak o im Nachwo
e me k . E gänz wi d diese Ausgabe du ch Auszüge aus den Tagebüche n aus den
Jah en 1949–1950 des damals 18jäh igen E. Bondy sowie einem Anme kungsappa a
de Übe se ze in E a P o ouso á zu E läu e ung de ielen kaum meh bekann en
Namen und E eignisse, an die Bondy e inne . Fe ne e sammel de Band eine Aus-
wahl on Gedich en Bondys aus den Sammlungen To ální ealismus [To ale Realismus]
(1950), Dagma a aneb Nademo ionali a [Dagma a ode die Übe emo ionali ä ] (1951),
Smysl poesie [Sinn de Poesie] (1951) und Ož alá P aha [Das beso ene P ag] (1951–52),
übe se z on Ane e Simon und Jan Fak o , on dem auch das ausgesp ochen kenn -
nis eiche und die poli ische Si ua ion kon ex ualisie ende Nachwo s amm (Nach‑
wo : Egon Bondys explosi e Au b uch in Zei en de S a lage und Jus izmo de, 205–231),
welches Bondys „S immungsbild de neu en s ehenden Tschechoslowakei“ (S. 165) mi
e klä enden Da s ellungen de damaligen poli ischen E eignisse „zu Zei en de S a -
lage und Jus izmo de“ (S. 205) e gänz und Bondy auch li e a u his o isch eino dne .
Bondy, eigen lich Zbyněk Fiše , Sohn eines 1948 deg adie en O izie s aus de
e s en Republik, wähl e das Pseudonym Egon Bondy 1949 als Mi he ausgebe de
An hologie Jüdische Namen aus P o es gegen zunehmende an isemi ische S ömungen
nach dem kommunis ischen Pu sch (Kliems 2015: 89), die o allem in den Schau-