Der Neue Tag. Tageszeitung für Böhmen und Mähren (1939–1945)
Abstract
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Full text
De Neue Tag. Tageszei ung ü Böhmen und Mäh en
(1939–1945)
Pe e Beche – Adalbe S i e Ve ein, München
ABSTRACT
This a icle examines he epo ing o he Neues Tag, he mos impo an Ge man -language
daily newspape in he P o ec o a e o Bohemia and Mo a ia, which was published in P a-
gue om 1939–1945. Th ee complexes o epo ing a e analysed: he eac ion o he s uden
p o es s in Oc obe and No embe 1939, which led o he closu e o all Czech uni e si ies,
he policy o publicising an i -Semi ic measu es, which documen ed he exclusion and
pe secu ion o Jews, and he change in wa epo ing om he iumphan ini ial epo s
o he admission o e ea and de ea .
KEYWORDS
NS p ess, p o ec o a e, s uden poli ics, an i -Semi ism, Second Wo ld Wa
DER ERSTE TAG
Als De Neue Tag am 5. Ap il 1939 mi dem „G uß des Reichsp o ek o s“ zum e s en
Mal e schien, knapp d ei Wochen nach de Bese zung P ags du ch die deu sche
Weh mach , wa die Ve blü ung iele Lese g oß: Das Fo ma und die Au machung
en sp achen nich nu dem P age Tagbla , die neue Zei ung wu de auch in denselben
Räumen in de He engasse he ges ell , die Redak ion wa un e de al en Ru numme
e eichba und die bishe igen Abonnen en wu den in o mie , dass sie nun den Neuen
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Tag „zuges ell e hal en“.
1
Ha e das P age Tagbla geho , du ch seinen Ku swechsel
auch im P o ek o a wei e exis ie en zu können, so e wies sich diese Anbiede ung
als agische I um. Mi de Ausgabe om 4. Ap il 1939 e schien die Zei ung nach
63 Jah en (geg ünde 1876) zum le z en Mal.
Reichsp o ek o Kons an in F eihe on Neu a h (1873–1954), de e s an diesem
Tag in P ag ein e en soll e, schlug in seinem ele onisch übe mi el en G ußwo
in de e s en Ausgab einen s aa smännisch - e söhnlichen Ton all an: „Nach 20 Jah-
en e hängnis olle ölkische Ze wü nisse“ gel e es, „den Lände n Böhmen und
Mäh en und allen ih en Bewohne n das Ge ühl […] de Ho nung au einen glück-
liche e Zukun und au einen ü Deu sche und Tschechen eh en ollen Ausgleich
de Gegensä ze zu ückzugeben.“ (Neu a h 1939: 1)
Flankie und au den Boden de a sächlichen Ve häl nisse ges ell wu de das
G ußwo du ch zwei wei e e Gelei wo e, eine Ges e de Mach und eine Ges e de
Un e we ung. „S aa ssek e ä SS -B igade üh e “ K. H. F ank (1898–1946) k i i-
sie e die Poli ik de „F iedensmache on 1919“, de en Ziel es gewesen sei, mi de
Scha ung eines „Viel ölke s aa s im He zen des deu schen Lebens aums […] einen
g öß möglichen Beun uhigungse olg gegen Deu schland zu scha en.“ Dagegen lasse
sich nachweisen, „daß die Blü epe ioden des schechischen Siedlungsgebie es imme
in eine Zei de ge ings en Un uhe, also in eine Zei de ha monischen Ein ügung in
den umgebenden deu schen Raum ielen.“ (A . „De Sinn des Schu zes“; F ank 1939a)
P äsiden Emil Hácha (1872–1945) ba die „Angehö igen des deu schen Volkes“ um „Ve -
s ändnis ü die g oßen Ve ände ungen, die die Tschechen gegenwä ig du chleben.“
Man s ehe an de „Schwelle eine ganz neuen Au assung“, die nich „He schende
und Behe sch e, sonde n ielmeh Schü zende und Beschü z e kennen will. De
Füh e und Reichskanzle “ habe diese „g oßen Konzep ion dadu ch Ausd uck e -
liehen, daß e den Reichsschu z übe das schechische Volk übe nommen und das
Reichsp o ek o a e ich e ha .“ („Gelei wo “; Hácha 1939a)
Die wei e en Sei en de e s en Ausgabe un e s ichen den Ansp uch, „eine üh-
ende deu sche Tageszei ung“ zu sein, die gleiche maßen in e na ionale und lokale
E eignisse un e besonde e Be ücksich igung de Besa zungspoli ik dokumen ie
und die ganze Pale e eine um assenden Be ich e s a ung en häl , mi ak uellen
„Bilde n des Tages“ und Bei ägen un e den Rub iken „Kuns und Wissen“, „Tu nen
und Spo “, sowie „Volkswi scha “ und Bö senbe ich e. Gleich in de e s en Numme
wu den li e a ische Bei äge publizie , die Episode De Scha en des Aben eu e s des
schechischen Sch i s elle s Jose Knap (1900–1973; Knap 1939) und eine Folge de
E zählung Die Majo in on E ns Wieche (1887–1950; Wieche 1939).
Zu den in e na ionalen Meldungen zähl en die „Besp echungen des polnischen
Außenminis e s Beck mi dem b i ischen Außenminis e Lo d Hali ax“ (S. 2) und
ein Be ich übe die E mo dung des englischen Konsuls in Mossul (S. 4); zu den
na ionalen die Nach ich übe die Rückkeh Hi le s „nach as zwei ä ige Fah au
dem neuen KdF -Damp e ‚Robe Ley‘“ (Schlagzeile „Hambu g umjubel den Füh e “;
1 Siehe die Redak ionsno iz in de e s en Numme om 05.04.1939 (N. N. 1939e): „An unse e Lese !
Heu e e schein in P ag zum e s enmal sei de Eins ellung de ‚Zei ‘ im Sep embe 1938 wiede eine
poli isch üh ende deu sche Tageszei ung […] Mi dem gleichen Tag haben das ‚P age Tagbla ‘ und
die ‚P age Abendzei ung‘ ih E scheinen einges ell […] Die bishe igen Beziehe […] e hal en an S elle
diese Blä e die Zei ungen ‚De Neue Tag‘ beziehungsweise ‚P age Abend‘ zuges ell .“
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N. N. 1939 ); zu den lokalen die Meldungen übe den Besuch on Gene al Blaskowi z
„in de Deu schen Uni e si ä “ (S. 4), die „Vo be ei ungen zu einem es lichen Emp ang“
des Reichsp o ek o s (S. 6) und übe die „Heldeneh ung“ am G ab des Unbekann en
Solda en am Al s äd e Ring mi „deu schen K iegs eilnehme n aus P ag“ und „ sche-
chischen F on kämp e n“ (S. 7); zu den kul u ellen ein A ikel übe den „Besuch in
de K euzkapelle de Bu g Ka ls ein“ und die „Reichskleinodien in Böhmen“ (S. 5), ein
Bei ag on Hans Heinz S uckenschmid (1901–1988) übe F ied ich Sme ana, den e
als den „s olzes en Tschechen, de(n) genials en Musike seine Na ion und Zei “ be-
zeichne e (S uckenschmid 1939), und ein Bei ag des P age Kuns his o ike s und
Uni e si ä sp o esso s Ka lM. Swoboda (1889–1977) übe die „Schöp e k ä e zweie
Völke “ beim Ki chenbau (Swoboda 1939).
Die „Bilde des Tages“ s ell en ein Po pou i on gesellscha lichen und poli i-
schen E eignissen da , den p unk ollen „Thea e saal“ des KdF -Damp e s Robe Ley,
„Gaulei e Henlein o den Pimp en de Gauschulungsbu g Reichenbe g“, die „Ab-
schiedsaudienz des schechischen Gesand en D .Mas ný“ mi seine Ga in in Be lin
2
und die „jüngs e Reichsau obahngas s ä e in Mäh isch -T übau“. Kleinanzeigen und
Meldungen e mi el en daneben einen Blick in das Ge iebe des All ags mi seinen
So gen, T agödien und Ve gnügungen: Man e uh , dass eine „g auenha e Blu a
in B ünn“ s a ge unden ha : „D ei Kinde umgeb ach und sich selbs e schossen.“
(S. 7), dass die Vo lesungen an de Deu schen Uni e si ä am 18. Ap il beginnen (S. 7),
dass „mi Rücksich au den eie lichen Emp ang“ des Reichsp o ek o s am Vo mi ag
„kein S aßenbahn e keh in P ag“ du chge üh we de (S. 7), dass ein Ho eldi ek o ,
„deu sch, a isch“ ein „Ka eehaus in P ag zu pach en“ such (S. 15), und in den P age
Kinos an diesem 5. Ap il u.a. die Filme Liebe und Jugend mi Jane Gayno und Dou-
glas Fai banks jun. und De Blau uchs mi Za ah Leande und Paul Hö bige gezeig
wu den (S. 15).
VORGESCHICHTE UND HINTERGRUND
Was ü den ein achen Lese übe aschend und plö zlich kam, ha e eine spezi i-
sche und länge e Vo geschich e. Nach dem Münchne Abkommen und de Bildung
des Reichsgaus Sude enland mi Reichenbe g als Gauhaup s ad , e ände en sich
die Ve häl nisse in de e bliebenen Tschechoslowakei au einschneidende Weise.
P äsiden Ed a d Beneš a am 5. Ok obe zu ück und ging ins Exil. Un e seinem
Nach olge Emil Hácha en s and die sogenann e Zwei e Republik, in de Max B od
die „ eak ionä s en schechischen Schich en zu He scha “ kommen sah (B od
1979: 282). „Na ionale, an isemi ische und an idemok a ische S immungen bis zu
Ve unglimp ung Tomáš G. Masa yks und Ka el Čapeks bes imm en das Klima de
Ö en lichkei .“ (Beche 2017: 235; Mohn 2014: 59–67)
Fü die in P ag, B ünn und ande en O en de Tschechoslowakei sich au hal enden
poli ischen und jüdischen Exilan en wu de die Si ua ion imme bed ohliche . Viele
wu den au de Suche nach eine e enden Aus eisemöglichkei om Einma sch
2 Voj ěch Mas ný (1874–1954) wa on 1932–1939 als Gesand e de Tschechoslowakei in Be lin ä ig, im
Sep embe 1938 jedoch nich zu den Ve handlungen übe die Ab e ung de Sude engebie e in München
als Ve e e seines S aa es zugelassen wo den.
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de deu schen T uppen übe asch und übe oll . „Schon am 15. Mä z begann eine
Ve ha ungswelle, de o allem deu sche Emig an en und üh ende schechische
Kommunis en zum Op e ielen.“ (B andes 1969: 24) Vo den Konsula en bilde en sich
lange Schlangen e zwei el e Juden, e spo e und e höhn om S ü me , de in
seine Ausgabe om 18. Mai 1939 Bilde u.a. on de englischen Gesand scha in P ag
zeig e, kommen ie mi den Wo en:
Hie wa en die Juden s undenlang au die Ein eisebewilligung nach England. Die
emd assigen Gaune wollen sich ech zei ig in Siche hei b ingen, be o sie om
S aa sanwal zu Rechenscha gezogen we den. (A . „Judas Glück und Ende an
de Moldau. Ein B ie aus P ag“; N. N. 1939g)
Ablesen läss sich die d ama ische Zuspi zung de En wicklung am Schicksal de g o-
ßen deu schsp achigen Tageszei ungen. Zwei on ihnen, die Deu sche Zei ung Bohemia
und die P age P esse muss en ih E scheinen mi dem 31. Dezembe 1938 eins ellen.
Die P age P esse, die sei Mä z 1921 als egie ungsnahe Tageszei ung e schienen wa ,
be ich e e on den e zwei el en Bemühungen und Appellen Ka el Čapeks (in de
P age P esse om 21.09. und 02.10.1938; Čapek 1938a, b) ebenso wie on dem Wandel
de o iziellen Poli ik, de sich u.a. in de Regie ungse klä ung Minis e p äsiden
Rudol Be ans zu „F age de emden Zuwande e “ mani es ie e. Be an sag e:
Wi sind gezwungen o en zu e klä en, dass diese Elemen e g undsä zlich nich
e wa en können, dass sie daue nd in unse em Leben Fuß assen können […] Wi
we den auch die jüdische F age lösen müssen. (Be an 1938: 3)
Am 31. Dezembe e schien die Zei ung zum le z en Mal. Die P age P esse habe
„ on allem An ang an bis zum heu igen Tage den Gesam in e essen de Tschecho-
-Slo akischen Republik“ gedien , heiß es in dem le z en Lei a ikel,
In ih em innenpoli ischen Teil […] bemüh e sie sich um s enge Unpa eilichkei
und um den Ausgleich de Gegensä ze, auch un e den Na ionali ä en de Republik.
(A . „18 Jah e im Diens e de Republik“; N. N. 1938b)
Nich nu au 18, sonde n au 111 Jah gänge blick e die Deu sche Zei ung Bohemia zu ück.
Ih e Eins ellung wa das Ende de „wei aus äl es en (Zei ung) dieses S aa es, de zwei -
äl es en de ehemaligen Doppelmona chie und eine de alle äl es en de deu schen
Geis eswel übe haup “ (A . „Zum Abschied“; N. N. 1938c). Mi bewegenden Wo en
wies de Abschieds -Lei a ikel de Sil es e numme 1938 da au hin, dass man die
Bohemia au de einen Sei e „ein chau inis isches Bla genann “ und au de ande en
beschuldig habe, „den In e essen des Deu sch ums un eu gewo den zu sein“. Die
Bohemia habe jedoch „imme nu dem böhmischen Deu sch um gedien . Die Flagge,
die wi heu e in Eh en s eichen müssen, wi d on ande en wei e ge agen we den.“
(N. N. 1938c) Fü Pa el Eisne in de P age P esse wie ü Ludwig Winde in de Bo‑
hemia wu de das Ende de Republik du ch nich s deu liche symbolisie als du ch
den plö zlichen Tod des be ühm en schechischen Sch i s elle s Ka el Čapek am
25. Dezembe . Eisne cha ak e isie e Čapeks Sp ache als „ ein, lau e , schmiegsam
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und biegsam, genau, eich, behend und anmu ig, oll on zaube ischen Eingebungen“
(Eisne 1938: 4). Ludwig Winde sch ieb, „eine ge ech e Nachwel “ we de ihn „nich
nu einen Dich e heißen“, sie we de „auch des ap e en Menschen und Menschen-
eundes gedenken, de dahinging, als die Ideale seines Lebens dahingegangen wa en“
(Winde 1938: 1).
Die d i e g oße Tageszei ung, das P age Tagbla , exis ie e– wie be ei s da ge-
s ell – nich nu übe den Jah eswechsel, sonde n auch übe den 15. Mä z 1939 hinaus.
Bis zum 15. Mä z publizie e das Bla u.a. Bei äge de Au o en Theodo K ame , Felix
Lange , Max Mell, Al ed Polga , Ge ud und Johannes U zidil. Daneben inde man
Be ich e übe „Die Neuo dnung im Sude engebie “ (am 23.10.1938; N.N. 1938a), den
„Hochschulappell de deu schen S uden en in P ag“ mi „Gaus uden en üh e D .Me-
ckel“ (am 12.01.1939; N.N. 1939a) und die Emig a ion on „5000 Sude endeu sche(n)
nach Kanada“ (am 19.01.1939; N.N. 1939b). Die Schlagzeile des 16. Mä z lau e e: „U -
al e Reichsboden wiede im deu schen Raum. De Füh e is bei seinen Solda en“
(N.N. 1939c). Am 4. Ap il, dem le z en Tag ih es E scheinens: „Die Füh e ede deck
Englands e elha es Spiel au . Kla e unmiss e s ändliche Wa nung an die K iegs-
he ze “ (N.N. 1939d). Die Ausgabe en häl kein Abschiedswo und keinen Hinweis
au die Nach olge. Das P age Tagbla e schwand sang- und klanglos aus de P es-
selandscha . Hin e den Kulissen de Ö en lichkei jedoch wu de diese Abschied
und mi ihm de Wechsel zum Neuen Tag wochenlang o be ei e . Be ei s o dem
Jah eswechsel 1938/39 wu den Übe legungen übe die Zukun de „zen alen Zei ung
ü die e bliebene deu sche Minde hei in de Tschechoslowakei“ anges ell , wobei
zunächs die Deu sche Zei ung Bohemia a o isie wu de, mi Wal e Wannenmache
als Che edak eu (Köpplo á 2012: 29).3 Da de en Lesepublikum zu einem g oßen Teil
in den abge enn en, an das D i e Reich angeschlossenen Sude engebie en leb e, die
in Zukun on de nach Reichenbe g umgesiedel en Gau -Tageszei ung Die Zei bedien
wu de und die poli ische Aus ich ung de Bohemia nich ganz den Vo s ellungen de
SdP und de NSDAP en sp ach, wu de diese Übe legung jedoch schnell zu den Ak en
geleg (Köpplo á 2012: 31 .). „Spä es ens Ende 1938“ iel die En scheidung zuguns en
eine Fo se zung des P age Tagbla s un e ande em Namen. Mi ande en Wo en:
„Die Vo be ei ungen ü die He ausgabe de neuen Zei ung lie en be ei s Ende 1938
au Hoch ou en.“ (Köpplo á 2012: 32), zu einem Zei punk , als die Respek ie ung de
Tschechoslowakei in den G enzen nach dem Münchne Abkommen noch zu o i-
ziellen Poli ik des D i en Reiches zähl e. Die Übe nahme on Redak ion, D ucke ei
und Ve ieb des P age Tagbla s am 4. Ap il, dem le z en Tag seines E scheinens
wa somi on lange Hand o be ei e , auch wenn diese „Raubübe all“ (Köpplo á
2012: 32) nu du chge üh we den konn e, indem Redak eu e des bishe igen P age
Tagbla s, de Deu schen Zei ung Bohemia und de P age P esse übe nommen bzw. neu
einges ell wu den.4 Die lei enden Redak eu e s amm en aus dem ehemaligen Sude-
enland und wa en be ei s Mi gliede de SdP bzw. de NSDAP.
3 Ba bo a Köpplo á sei an diese S elle he zlich gedank ü die Zusendung dieses g undlegenden A ikels
und ih e ebenso kompe en e wie kollegiale Be a ung.
4 Wie Redak eu e ü den Neuen Tag ek u ie wu den, besch eib Hans Heinz S uckenschmid (1982)
in seinen Memoi en: „Das Tele on klingel e. Wal e Wannenmache , ein sude endeu sche Wi scha s-
jou nalis , den ich namen lich kann e, s ell e sich als Che edak eu eine neuen Zei ung o , die in den
Redak ions äumen de ‚Tagbla ‘-D ucke ei he ges ell we den soll e… E ba mich, ihn zu besuchen…
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Che edak eu wu de Wal e Wannenmache (1902–1985), ein ausgewiesene
Wi scha sjou nalis , de aus Iglau s amm e, zunächs beim P age Tagbla gea bei e
ha e und be ei s on 1935–1938 Che edak eu de in P ag e scheinenden, de SdP
nahes ehenden Tageszei ung Die Zei ä ig wa .
5
Lei e de Kul u edak ion wu de
Wilhelm Fo mann (1911–1984), de aus Budweis s amm e und in P ag A chi ek u
s udie ha e.6
In den Mona en und Jah en bis zum Ap il 1945 s ell e De Neue Tage die üh ende
Tageszei ung des P o ek o a s da , wobei die Finanzie ung keineswegs siche ges ell
wa . Gleich zu Beginn bes anden Zwei el, ob die Zei ung so e b ei e sei, dass sie
sich als „Publika ionso gan ü die am lichen Bekann machungen des Reichsp o-
ek o s eigne.“ (Hall 2021: 204) In eine Au s ellung de Ve lagslei ung om 27. Mai
1939 wu de die gesam e Au lage wochen ags au „27.000 Exempla e, da on 20.100 im
Inland und sonn ags 37.000 Exempla e, da on 29.000 im Inland“ bezi e . Fü „P ag
(13.000/18.000) und B ünn (2.500/3.400).“ (Hall 2021: 204). Be ei s „zwei Mona e nach
de G ündung… s eck e sie in inanziellen Schwie igkei en.“ (Hall 2021: 204). Ein on
P opagandaminis e Goebbels in Aussich ges ell e Zuschuss wu de zwischenzei -
lich wide u en. E s am 1. Juli 1939 wu de endgül ig zugesag , „den Be ag on RM
500.000 (in Ra en) zu Ve ügung zu s ellen“. (Hall 2021: 205). Im wei e en Ve lau
s ell en die „He au se zung de Papie kon ingen ie ung“ und die im F ühjah 1940
geg ünde e Zei sch i Böhmen und Mäh en, die als P es igeobjek hochsub en ionie
wa und Inse a e an sich zog, anhal ende P obleme da , so dass de Neue Tag eine de-
izi ä e Zei ung blieb (Hall 2021: 206).
Schwe punk mäßig we den im Folgenden d ei Komplexe de Be ich e s a ung
da ges ell . Zunächs die Reak ion au die S uden enp o es e im Ok obe und No-
Ich e klä e, dass ich mi a bei en wü de, wenn ich übe schechische Kul u e eignisse sch eiben dü e.
E wa mi allem ein e s anden. So wu de ich K i ike de o iziellen Zei ung des Reichsp o ek o s in
Böhmen und Mäh en, ‚De Neue Tag‘.“ (zi . n. Köpplo á 2012: 33)
5 Nach K iegsende wu de e zu Zwangsa bei e u eil und konn e e s 1955 aussiedeln. E wu de
Wi scha s edak eu bei de Wochenzei ung Ch is und Wel und a mi Fachbüche n u.a. übe die
sozialis ische Planwi scha und die Wi scha sk isen de 1970e Jah e he o . Siehe Mi eilungen des
Sude endeu schen A chi s, 88. Folge (Juli -Sep embe 1987), 59. Pa la Šimko á om Collegium Ca olinum
sei ü die Übe mi lung de Da en he zlich gedank .
6 Fo mann wu de spä e als Solda eingezogen und wa nach dem K ieg als Ve lagslek o , Redak eu und
K i ike in Linz ä ig wa . Sei 1960 Kul u edak eu beim Linze Volksbla . Zu seinen We ken zähl
u.a. Sude endeu sche Dich ung heu e. München: Au s ieg -Ve lag, 1961 (URL: <h ps://kul u s i ung.o g/
biog aphien/ o mann -wilhelm-2> [30.09.2024]).
103PETER BECHER
embe 1939, die zu Schließung de schechischen Hochschulen üh e. Als zwei e
Schwe punk die Ve lau ba ungspoli ik an isemi ische Maßnahmen und Ve olgun-
gen. Schließlich de Wechsel de K iegsbe ich e s a ung on den iumphalen E -
olgsmeldungen de e s en Jah e zum Einges ändnis des Rückzugs und de Niede lage.
DIE STUDENTENPROTESTE IM HERBST 1939
En gegen de o iziellen Linie on „Schü zenden und Beschü z en“, on de P äsiden
Hácha in seinem Gelei wo zum 5. Ap il gesp ochen ha e (Hácha 1939a), bilde e sich
in de schechischen Be ölke ung eine Vielzahl on G uppen, die übe die Bese zung
P ags und de Tschechoslowakei du ch deu sche G uppen zu ie s empö wa en und
ih e Hal ung au un e schiedliche Weise zum Ausd uck b ach en. Von insgeheime
Ablehnung übe en la ende Wi ze bis zu ö en lichen P o es en und hand es e
Wide s andsa bei eich en die Reak ionen. Eine besonde e Rolle spiel en ö en liche
Au i e, die sich nich di ek gegen die deu schen Besa ze wand en, sonde n ü
die schechische Na ion und Kul u demons ie en, was o iziell nich e bo en wa .
Da in sahen iele Tschechen die „am bes en geeigne e Kamp o m“ (B andes 1969:
81). Die Übe üh ung de Gebeine des Dich e s Ka el Hynek Máchas am 6. Mai 1939
on Lei me i z nach P ag, bei de die „ganze S ad […] mi schechischen Fahnen ge-
schmück “ wa , zähl e ebenso dazu, wie de Todes ag on Jan Hus am 6. Juli 1939 am
Al s äd e Ring und „Wall ah en und P ozessionen de Ki chen“ (B andes 1969: 82).
Nach dem 1. Sep embe 1939, dem Beginn des Zwei en Wel k iegs mi dem Übe all
au Polen, s and auch die Poli ik im P o ek o a un e e ände en Rahmenbedin-
gungen. Ve dunkelungsübungen, Lebensmi elka en und die Einziehung junge
Männe e zeug en eine angespann e A mosphä e, auch wenn das K iegsgeschehen
(zunächs noch) in wei e Fe ne s a and. Ein k i isches Da um s ell e de adi ionelle
S aa s eie ag da , de 28. Ok obe , de an den G ündungs ag de Tschechoslowakei
e inne e. Zwa ha e sich die P o ek o a s egie ung bemüh , den Wenzels ag (28.
Sep embe ) als al e na i en Feie ag mi de Ve leihung on S aa sp eisen an deu sche
und schechische Kul u scha ende zu e ablie en (Heyd ich 1941: 1), konn e dami
abe die o he schende S immungslage nich e ände n. Zwischen den Wide -
s andsg uppen gab es alle dings Di e enzen. Wäh end die Poli ické ús ředí zu s illen
Demons a ionen au ie , o de e die illegale KPČ einen Gene als eik. Es kam zu
Massenau läu en au dem Wenzelspla z, zu Zusammens ößen zwischen schechischen
und deu schen S uden en und schließlich zum Schusswa engeb auch, ein Mann
wu de e schossen, de S uden Jan Ople al lebensge äh lich e le z (Schmolle 1979).7
Mi dem Tod on Ople al am 11. No embe spi z e sich die Lage wei e zu. Als e am 15.
No embe zum Bahnho übe üh wu de, um in seinem Heima o bee dig we den
zu können, bilde en sich S uden eng uppe, die die Na ionalhymne sangen und den
Sa g beglei e en. Am 16. No embe logen on Neu a h und F ank nach Be lin, wo
Hi le schä s e Maßnahmen o de e. In de Nach zum 17. No embe wu den alle
g öße en S uden enheime geschlossen, 9 S uden en als Rädels üh e in den ühen
Mo gens unden e schossen und insgesam 1200 S uden en inha ie . Die schechi-
schen Hochschulen wu den ü 3 Jah e geschlossen.
7 Siehe die Wü digung on Till Janze in Radio P ague In e na ional om 15.11.2018 (Janze 2018).
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Übe diese d ama ische Zuspi zung wu den die Lese des Neuen Tag zunächs nu
age und e zöge in o mie . Lau e e am 5. No embe die Schlagzeile de e s en
Sei e noch „His o ische Fes ag de Hochschulen. ‚Deu sche Ka ls -Uni e si ä in P ag‘
om Reichsp o ek o in Reichs e wal ung übe ge üh “ (N.N. 1939w), so be ich e e
lediglich eine Randno iz au de Ti elsei e om 18. No embe übe die Un e d ückung
de P o es e:
P ag, 17. No embe . Sei einige Zei e such eine G uppe schechische In ellek u-
elle in Zusammena bei mi dem ge lohenen Exp äsiden en Benesch du ch kleine
ode g öße e Wide s andsak e die Ruhe und O dnung im P o ek o a Böhmen und
Mäh en zu s ö en. Es konn e dabei es ges ell we den, daß sich Rädels üh e diese
Wide s andak e besonde s auch in den schechischen Hochschulen be inden. Da
sich am 28. Ok obe und am 15. No embe diese Elemen e hin eißen ließen, gegen
einzelne Deu sche ä lich o zugehen, wu den die schechischen Hochschulen au
die Daue on d ei Jah en geschlossen, neun Tä e e schossen und eine g öße e
Anzahl Be eilig e in Ha genommen. (N.N. 1939y)
Wie ne ös die Ve e e de deu schen Besa zungsmach wa en, läss sich da an
ablesen, dass sich auch S aa sp äsiden Hácha in eine Rund unkansp ache an das
schechische Volk wand e, in de e „ on kleinen G uppen un e an wo liche Leu e“
sp ach:
Diese e blende en Elemen e un e liegen imme wiede den Ein lüssen de eind-
lichen P opaganda und den He ze eien on sei en de Emig an en, de en Einmi-
schung in hiesige Angelegenhei en g undsä zlich abgelehn we den muß… Ge-
meinsam mi de Regie ung o de e ich Euch au das nachd ücklichs e au , Euch
alle S ö ungen de Ruhe und O dnung zu en hal en und Euch zum Bewuß sein zu
b ingen, daß jedes Zuwide handeln gegen die ö en liche Gewal und gegen die im
P o ek o a einge üh e O dnung unabsehba e Nach eile ü die einzelnen sowohl
als auch ü das Volk als Ganzes zu Folge hä e. (Hácha 1939b)
Einen Tag spä e , am 19. No embe in o mie e eine eben alls au de e s en Sei e
publizie e Randno iz da übe , dass am Vo ag wegen „ ä lichen Übe alls au einen
Deu schen […] d ei Tschechen e schossen“ wu den, un e ihnen „zwei Polizeibeam e.“
(N.N. 1939z). Am 21. No embe olg e schließlich die Meldung, dass „im Zusammenhang
mi den Demons a ionen am 15. No embe und 1200 Pe sonen es genommen und
einem Konzen a ionslage zuge üh “ wo den sind (S. 2). Als Mach demons a ion
ma schie e am selben Tag „ein nach P ag e leg es neues Regimen Schu zpolizei […]
om Siegespla z mi Regimen smusik du ch die S ad .“ (S. 2). Und eben alls am selben Tag
wu de nachd ücklich da au hingewiesen, dass „Hohei szeichen“ geg üß we den müs-
sen, „s ehend in gesammel e Hal ung und un e Abnehmen de Kop bedeckung“ (S. 2).
Bei eine „G oßkundgebung au dem Al s äd e Ring“ am 2. Dezembe sag e K.H.
F ank:
Als Na ion, die einen K ieg um ih Le z es und Heiligs es üh , nehmen wi ü
uns alle Rech e eine k iegs üh enden Na ion in Ansp uch“, und e s ell e mi alle
105PETER BECHER
Schä e he aus, dass „un e i dische Wühle eien, Wide s and ode demons a i e
Ak e“ nich meh hingenommen wü den: Von nun an we de „ohne Wa nung mi den
schä s en Mi eln gehandel . We nich mi uns is , is gegen uns. We gegen uns
is , wi d ze schme e . Dies allen Phan as en und Illusionis en im gegne ischen
Lage ins S ammbuch. (F ank 1939b)
Die Be ich e s a ung übe die Demons a ionen de schechischen S uden en ha e so
nach eine an änglichen Ve zöge ung zu eine unmiss e s ändlichen Demons a ion
de Mach und de Hä e de P o ek o a s egie ung ge üh , ohne die Maßnahmen
im Einzelnen zu schilde n ode au die Hin e g ünde und Absich en de S uden en
einzugehen. Mi de Bezeichnung des poli ischen P o es s als Ang i au „Ruhe und
O dnung“ wu de de P o es dabei gleiche maßen en poli isie und k iminalisie ,
und mi de Rede on „Rädels üh e n“ und „Elemen en“ s uden ische K eise wu den
dessen üh ende Köp e zu Halunken und Ve b eche n eduzie , die zu e olgen und
zu e ha en im In e esse de Siche hei und O dnung wa . Die Schließung de Heime,
die E schießung de An üh e und die Inha ie ung on 1200 S uden en e schienen
als am liche Maßnahmen, de en Beg ündung abs ak blieb und in diese blanken
Mechanik keine Auseinande se zung und keine Empa hie bedu e. Die d as ische
Übe zogenhei de Maßnahmen mach gleichwohl deu lich, wie e unsiche die
Mach habe du ch die P o es e de S uden en wa en. Und De Neue Tag ungie e
als bed ohliche Resonanz aum diese Maßnahmen, en sp echend de Wo e K. H.
F anks au dem Al s äd e Ring: „We gegen uns is , wi d ze schme e .“
ANTISEMITISCHE POLITIK UND MASSNAHMEN
Mi de Liquidie ung de Tschechoslowakei wu de de o z alle an isemi ische
S immen imme noch siche e Zu luch s- und Au en hal so P ag zu einem ge äh -
lichen P las e . Die Maßnahmen im Reich on den Nü nbe ge Gese zen bis zu
„Reichsk is allnach “ am 9. No embe , die auch in ielen O en des Sude engaus
du chge üh wu de (F omme 2020: 270; Hahn 1992), ließen Schlimms es be ü ch en.
H. G. Adle sch ieb: „Nach de E ich ung des ‚P o ek o a s‘ wa en die Juden in eine
Falle, aus de ein En innen schwe und bald as unmöglich wu de.“ (Adle 1960: 8)
Ih e Disk iminie ung se z e unmi elba nach de Okkupa ion ein und s eige e
sich zu einem „Dickich on Ve bo en und Ano dnungen“ (Adle 1960: 14) bis die „Welle
de Massen anspo e im Ok obe 1941“ begann (F omme 2020: 269). Auch wenn die
Poli ik zunächs eine Kombina ion on En eignung und Ausweisung e olg e– die
E ich ung de „Zen als elle ü jüdische Auswande ung in Böhmen und Mäh en“ in
112 BRÜCKEN 31/1
Von Tannenbe g aus […] uh en meine Kame aden und ich nach Danzig, wo die E -
eignisse schon ü die nächs en S unden eine En scheidung e ho en ließen. Und als
dann die SS -Heimweh an jedem [sic!] denkwü digen Mo gen des 1. Sep embe zu
Gegenak ion anse z e, da wa en auch wi Wochenschaumänne au unse en Pos en.
Ich selbs habe die B echung des polnischen Wide s andes im Danzige Bahnho
und im Pos am ge ilm . Im Schu z unse e Panze und on den Däche n umlie-
gende Häuse d eh en wi Me e um Me e , bis uns ein neue Au ag zu Wes-
e pla e ie , die bei unse em Ein e en im G ana eue de ‚Schleswig -Hols ein‘
lag. Ohne Ras wa en wi in diesen Tagen un e wegs, um dann die beispiellosen
F eudenkundgebungen de endlich ins Reich zu ückgekeh en Volksgenossen im
Film es zuhal en. (N. N. 1939 )
Zu Au hebung des Tanz e bo es im Reich hieß es am 3. Ok obe : „Wi haben einen
s olzen Sieg e ungen und unse e Solda en wissen am bes en, was es heiß , e was mi
F eude beginnen […] Die Jugend in de Heima da wiede anzen […]“. (N. N. 1939u)
Schließlich e üll e Glockenläu en die Lu , „zum danke üll en Gedenken des Sieges
und zum Gedenken an die Ge allenen“, sieben Tage lang, mi ags „ on 12 bis 13 Uh “
(N. N. 1939u) Passend dazu wu de ein Fo o abgebilde on den „Ve handlungen um
die Übe gabe de Fes ung Wa schau […] im Wagen des A.O.K.“ mi Gene al Blaskowi z
als Ve handlungs üh e .
Den Höhepunk des T iumphes s ell e ein Be ich un e de Übe sch i „P ag
jubel de Leibs anda e zu“, da un e ein Fo o on SS -Obe g uppen üh e Die ich,
Reichsp o ek o Neu a h und S aa ssek e ä F ank au de „Eh en ibüne“ o dem
„B ückl“ (Můs ek) am Wenzelspla z:
Un e dem unbesch eiblichen Jubel de P age Be ölke ung hiel heu e Nachmi ag
die Leibs anda e SS Adol Hi le , aus dem polnischen Feldzug zu ückkeh end,
ih en Einzug in P ag […] Zu Beg üßung ha e sich in den S aßen de P age Innen-
s ad eine gewal ige Menschenmenge einge unden, die den sieg eichen Solda en
einen begeis e en Emp ang be ei e en. (5. Ok obe ; N. N. 1939 )
Zu Weihnach en publizie e Wal e Wannenmache Gedanken übe den K ieg, in dem
e die „Fe en und Uebe eine en, die Komme ziellen und In ellek uellen“ denunzie -
e, die gegen das „Volk de Deu schen“, gegen „A bei e und Baue n“ K ieg üh en. Es
könne „F ieden geben zwischen den Völke n“, abe „wenn das Schießen schon einmal
begonnen“ habe, „dann könne es nu da um gehen, „den Gegne zum Schweigen zu
b ingen; sei es, daß e die G undlosigkei , die Zwecklosigkei ode die Unmöglichkei
wei e en Schießens einsähe. Bis dahin we den wi K ieg haben.“ (Wannemache 1939)
In de Sil es e ausgabe e siche e de „Weh mach sbe ollmäch ig e beim Reichs-
p o ek o in Böhmen und Mäh en, Gene al de In an e ie F ide ici“ allen „beso g en
P o ek o a sbewohne n, dass auch im wei e en Ve lau des K ieges […] jede Feind
on diesem Gebie du ch die Deu sche Weh mach e ngehal en“ we de und „dessen
Bewohne n ein uhiges und unges ö es Leben gesiche “ bleibe (F ide ici 1939).
Einen Nachklang e mi el e schließlich Ende Feb ua 1940 die Anzeige „De neue
Film. Feldzug in Polen“. Du ch ihn soll en die Besuche e ah en,
113PETER BECHER
wie die deu sche K iegsmaschine ie a bei e e, wie unse e T uppen es los o wä s
s ü m en in diesem Feldzug de 18 Tage […] als Beweis da ü , daß diese Weh mach
wi klich die bes e de Wel is , das ha sie in Polen bewiesen, und das beweis auch
diese Film om Feldzug in Polen. (N.N. 1940b)
DIE WENDE VON STALINGRAD
De E olg des K iegsbeginns se z e sich in den olgenden Jah en mi dem K ieg gegen
No wegen, de Wes o ensi e gegen F ank eich (mi de Bese zung on Pa is am 14.
Juni 1940) o und e b ei e e den Eind uck eine unschlagba en A mee, die ih e
Gegne in Bli zk iegen niede wa . De A ika- und Balkan eldzug (mi de Bese zung
on Belg ad) und die In asion on K e a schienen diese Au assung 1941 zu bes ä ig en
und üh en schließlich zum Beginn des Russland eldzugs (Un e nehmen Ba ba ossa)
am 22. Juni 1941. De Win e 1942/43 b ach e dann jedoch den Abs u z diese Hyb is,
de Ang i sk ieg e wandel e sich in einen Abweh k ieg. Im Neuen Tag meh en sich
die Todesanzeigen de Ge allenen, gleichzei ig wa b die Wa en -SS um „F eiwilligen-
meldung“ bei de „E gänzungss elle“ im P age Cze nin -Palais.“ (N.N. 1943b, 1943d).
Am 23. Janua 1943 be ich e e De Neue Tag: „T o z heldenmü ige Abweh konn en
die Ve eidige on S aling ad einen Einb uch on Wes en he nich e hinde n, was
zu eine Zu ücknahme de eigenen S ellungen um einige Kilome e zwang.“ E gänz
wu de diese Meldung du ch die Einschä zung „De Kamp im Raum on S aling ad
wuchs nach Wochen ha e Ge ech e sei dem 10. Jänne zu jene Hä e, die auch die
bishe schwe s en Kämp e an de Os on in den Scha en s ell .“ (N.N. 1943a)
Am 29. Janua hieß es: „Die schwe e Win e schlach geh ohne Pause wei e “. Es
seien „nich nu die Kamp bedingungen im Raum on S aling ad a g“, es we de „ om
OKW ausd ücklich be on , daß auch an allen ande en B ennpunk en de g oßen
Schlach Wi e ungsein lüsse und solche des Kamp es die Abweh auße o den lich
e schwe en“. (N.N. 1943c) De u sp üngliche T iumph wa e schwunden, an seine
S elle a en E klä ungen ü die un e liegenden K ä e und eine Beschwö ung de
Ve eidigungsbe ei scha : „So g oß das Ve mögen de deu schen A meen wa zu
siegen, so g oß“ sei „auch ih e Be ei scha , dem Gegne hä es en Wide s and en -
gegenzus ellen.“ Die „Leis ung im Abweh kamp […] in den T ümme n de wes lichen
und südlichen S ad bezi ke on S aling ad“ we de zu „un e gänglichen K önung“.
(N.N. 1943c)
Am 4. Feb ua olg e das Einges ändnis de Niede lage: „Bis zu le z en Pa one.
De Heldenkamp de 6. A mee zu Ende“. Doch „das Op e de A mee“ sei „nich um-
sons gewesen. „Als Bollwe k de his o ischen eu opäischen Mission“ habe sie iele
Wochen hindu ch den Ans u m on sechs sowje ischen A meen geb ochen […] Un e
de Hakenk euz ahne, die au de höchs en Ruine on S aling ad wei hin sich ba
gehiß wu de, ollzog sich de le z e Kamp .“ Als „das heilige Fanal unse es gewal igen
Schicksalskamp es um Sein ode Nich sein des Reiches und Eu opas“ we de „diese
Schlach eingehen“ in die „kommenden Jah hunde e und Jah ausende deu sche
Uebe lie e ung.“ (N.N. 1943e)
Die Be o enhei wa so g oß, dass on Goebbels ü meh e e Tage alle Ve an-
s al ungen abgesag wu den und „die Schließung alle Thea e , Film hea e , Va ie és
und ähnliche Un e hal ungss ä en ab so o bis einschließlich Sams ag, den 6.d.M.
114 BRÜCKEN 31/1
angeo dne “ wu de (N.N. 1943e). E lebnisbe ich e wie die des K iegsbe ich e s E ich
Ro e übe „Die le z e Flugzeuglandung in S aling ad“ ugen zu Ve a bei ung und
He oisie ung des Geschehens bei:
Am 23. Jänne lande e [de Flugzeug üh e Obe eldwebel W.] das le z e Mal in de
S ad […]. De Pla z, au dem e mi seinem Flugzeug niede ging, sah schon on
oben e hee end aus. Bomben ich e übe Bomben ich e […]. An den Leuch -
kugeln, die Kame aden abschießen, kann e sehen, wo e landen kann […]. Rasch
we den Muni ion und Ve p legung ausgeladen. Nun müssen die Ve wunde en in
das Flugzeug geb ach we den […] die Maschine is übe laden. Abe e iskie
o zdem den S a . E glück […]. Noch am selben Tag b echen die Sowje s mi
eine gewal igen Uebe mach an de S elle in S aling ad, wo de Flugpla z wa , in
die deu schen Linien ein […]. Eine Landung mi dem Flugzeug is nich meh mög-
lich. (7. Feb ua ; Ro e 1943)
DIE LETZTE KRIEGSWEIHNACHT
Die K iegswende on S aling ad se z e sich in den olgenden Mona en Zug um Zug
o . Im Mai 1943 kapi ulie en die deu sch -i alienischen A ika uppen bei Tunis, im
Sep embe die i alienischen S ei k ä e, am 6. Juni 1944 lande en die Alliie en in de
No mandie. Nu du ch einen Zu all en ging Hi le dem A en a s e such om 20. Juli.
Mi e Augus lande en die Alliie en in Süd ank eich, am 25. Augus wu de Pa is be-
ei , wenige Tage spä e begann de slowakische Au s and. Die A dennen -O ensi e,
die am 16. Dezembe einse z e, wa de le z e Ve such, den K ieg zu wenden, an den
sich die Be ich e wie an einen S ohhalm klamme en.
He oisie wu de das Au gebo de le z en K ä e: „De Deu sche Volkss u m u !
Sei Tagen geh nun auch in Böhmen und Mäh en seine S imme we bend du ch die
P esse […] Die Be ei scha des deu schen Menschen, sich ohne Rücksich au die
eigene Pe son und mi allen Mi eln ü Volk und Va e land einzuse zen, wenn die
höchs en We e au dem Spiel s ehen“, mache „diesen Kamp zu si lichen P lich .“
(2. Dezembe ; N. N. 1944d) Goebbels sch ieb on einem „heiligen Volksk ieg“. Gegen
den „ eindlichen Ve nich ungswillen“, müsse das deu sche Volk „mi alle uns zu
Ve ügung s ehenden K a ankämp en, auch wenn ganz Eu opa un e diesem K ieg
schwe zu leiden ha .“ (16. Dezembe ; Goebbels 1944a)
Im Inland wu den wei e hin Todesu eile olls eck : Am 16. Dezembe wu den
on einem Sonde ge ich in B ünn meh e e Pe sonen e u eil , da sie „zahl eiche
Bandi en du ch Gewäh ung on Un e schlup , Abgabe on Lebensmi eln und in
sons ige Weise be ei willigs un e s ü z “ haben (N. N. 1944e); wei e e on einem
Sonde ge ich in P ag, weil sie „einem lüch igen Reichs eind in Kenn nis dieses Um-
s andes wei gehende Hil e geleis e , ihm Un e schlup gewäh , ihn bewi e ode in
sons ige Weise e heblich un e s ü z “ haben (N. N. 1944g).
Die A denneno ensi e beleb e noch einmal den Ton all des T iumphes:
Am ün en Tag de g oßen Win e schlach im Wes en mach nun das Obe kom-
mando de Weh mach die e s en Zahlenangaben übe die E olge de deu schen
O ensi e: 10.000 Ge angene wu den in den ha en Kämp en […] eingeb ach , 200
115PETER BECHER
Panze wu den e nich e ode e beu e und 124 Flugzeuge abgeschossen. (21.
Dezembe ; N. N. 1944 )
Das Zusammenspiel de Alliie en wi d als „g oße I ga en de eindlichen Koali ion“
bezeichne , in dem „jede mi jedem im S ei “ liege, wäh end „deu sche Panze di-
isionen des Wes hee es die eindliche Wel ba sch zu O dnung ge u en und ihnen
bewiesen“ hä en, „daß de K ieg om Gegne keineswegs gewonnen is .“ (N. N. 1944 )
De Musikk i ike Ku Honolka (1933–1988), de sei 1941 als K iegsbe ich e s a e
ä ig wa , sch ieb in de Ausgabe om 24. Dezembe , wie
wenig die sechs e K iegsweihnach […] on dem anheimelnden Zaube spü en
[lasse, den] Gemü und Si e de Deu schen um dieses Fes gewoben haben […]
die Züge, die ühe Bäumchen in die S äd e scha en, ah en Solda en, G ana en
und Geschü ze an die F on en […] das we olls e Weihnach sgeschenk [habe] uns
die F on mi ih em übe aschenden Ang i im Wes en da geb ach […] Es wa
ein böses Jah . Es sah uns nich in de glanz ollen Pose des sieg eichen E obe e s,
sonde n in schme zlichem Rückzug. (Honolka 1944)
Am 30. Dezembe e olg e abe mals de Abd uck eines A ikels on Goebbels, in dem
e sich gegen „Ge üch e“ aus dem Ausland s emm e, „de Füh e sei k ank ode om
K ieg so e müde , daß e da ü kein In e esse meh au b inge.“ Goebbels be on e
dagegen, dass Hi le „ as los Tag und Nach an kühnen Plänen ü die wei e e e olg-
eiche Fo se zung des K ieges“ a bei e. „Seine Augen“ s ahl en „in un e b auch em
Glanz“, seine „Gesich szüge“ seien „ uhig und ebenmäßig, seine hohe S i n kühn und
edel“. E sei „unse übe menschliches Vo bild. Au ihn e auen, das“ heiße, „den
Sieg unse e gu en Sache siche n. Sie könne und we de „nich schei e n, da e sie
üh .“ (Goebbels 1944b)
In de Sil es e ausgabe is dem gegenübe jedoch on „eine ü uns mißlichen
En wicklung au den Schlach elde n des Os ens und des Wes ens“ die Rede, wodu ch
„Deu schland imme meh zu de Fes ung“ gewo den sei, „in de die on uns als dem
s ä ks en Volk ep äsen ie e eu opäische Kul u e eidig wi d […] Heu e und ü
die En scheidung des eu opäischen K ieges“ handle „es sich allein um jene om Füh e
lapida o mulie e Al e na i e: Deu schland ode de Bolschewismus!“ De „ganze
ungeheu e Au wand des anglo -ame ikanischen K ieges gegen das Reich“ s ehe „p ak
-
isch […] allein im Diens e am Bolschewismus und an dessen Sieg in Eu opa.“ Weil das
„na ionalsozialis ische Deu schland in seinem Be eich Demok a en um, Klassenwi -
scha , jüdischen Libe alismus und Kommunismus niede ge ungen ha e, e hoben
sich die T äge diese Elemen e in den ande n Lände n gegen das neue Deu schland
[…] Inzwischen gehe die Win e schlach wei e . Uebe ih en Ausgang lieg noch das
Dunkel.“ (N. N. 1944h)
De Münchne Ge manis He be Cysa z (1896–1985), de on 1928 bis 1938 als
Nach olge on Augus Saue an de P age Uni e si ä geleh ha e, beschloss die
Nachdenklichkei en zum Jah eswechsel mi einem Bei ag „Übe die Tap e kei “
(Cysa z 1944). So wa De Neue Tag auch und ge ade in de K iegsbe ich e s a ung
ein Sp ach oh de P o ek o a she scha und ein Seismog aph de o he schen-
den S immungen, die on T iumph übe Nachdenklichkei bis zu He oisie ung
116 BRÜCKEN 31/1
des le z en Abweh kamp es eich en. Goebbels Schilde ung on Hi le s Gesich zu
Abweh des Ge üch s seine K iegsmüdigkei wi k in seine ikonenha en En indi-
idualisie ung wie eine Besch eibung aus den deu schen Heldensagen, „ebenmäßig“,
die hohe S i n kühn und edel“, e üll on Cysa z‘ „Tap e kei “, die ebenso abs ak
wie unwi klich anmu e . Je g öße sich die Übe mach de Alliie en he auss ell e,
umso beschwö ende und b üchige wu den die Pa olen de Na ionalsozialis en, die
nich meh deu schen Lebens aum zu e ingen o gaben, wie zu Beginn des K ieges,
sonde n sich als Ve eidige Eu opas gegen den Bolschewismus inszenie en und bis
zule z nich on ih em an isemi ischen Fu o ablassen woll en.
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N. N. (1938a): Die Neuo dnung im Sude engebie .– In: P age Tagbla 63, So. 23.10.1938, 1.
N. N. (1938b): 18 Jah e im Diens e de Republik.– In: P age P esse 18, Sa. 31.12.1938, 1.
N. N. (1938c): Zum Abschied.– In: Deu sche Zei ung Bohemia 111, Sa. 31.12.1938: 1.
N. N. (1939a): Ansp achen an die S uden en.– In: P age Tagbla 64, Do. 12.01.1939, 6.
N. N. (1939b): 5000 Sude endeu sche(n) nach Kanada“– In: P age Tagbla 64, Do. 19.01.1939, 3.
N. N. (1939c): U al e Reichsboden wiede im deu schen Raum. De Füh e is bei seinen Solda-
en.– In: P age Tagbla 64, Do. 16.03.1939, 1.
N. N. (1939d): Die Füh e ede deck Englands e elha es Spiel au . Kla e unmiss e s ändliche
Wa nung an die K iegshe ze .– In: P age Tagbla 64, Di. 04.04.1939, 1.
N. N. (1939e): An unse e Lese !– In: De Neue Tag 1, Mi. 05.04.1939, 2.
N. N. (1939 ): Hambu g umjubel den Füh e .– In: De Neue Tag 1, Mi. 05.04.1939, 2.
N. N. (1939g): Judas Glück und Ende an de Moldau. Ein B ie aus P ag.– In: De S ü me 17,
18.05.1939.
N. N. (1939h): En judung de Wi scha .– In: De Neue Tag 1, Do. 22.06.1939, 1 .
N. N. (1939i): Danzig will die Rückkeh ins Reich.– In: De Neue Tag 1, F . 11.08.1939, 1.
N. N. (1939j): Juden -Absonde ung du ch Polizei -E lässe.– In: De Neue Tag 1, Di. 15.08.1939, 1.
N. N. (1939k): O ensi e K iegs o be ei ungen Polens.– In: De Neue Tag 1, Sa. 26.08.1939, 1.
N. N. (1939l): To ale Mobilisie ung Polens.– In: De Neue Tag 1, Do. 31.08.1939, 1.
N. N. (1939m): Übe all wei e im Vo ma sch.– In: De Neue Tag 1, So. 03.09.1939, 1.
N. N. (1939n): Polnische Rückzug.– In: De Neue Tag 1, Do. 07.09.1939, 1.
N. N. (1939o): Deu sche Panze in Wa schau.– In: De Neue Tag 1, Sa. 09.09.1939, 1.
N. N. (1939p): Ve o dnung übe den K iegszuschlag…– In: De Neue Tag 1, Mo. 18.09.1939, 4.
N. N. (1939q): [De Mode o an…].– In: De Neue Tag 1, So. 24.09.1939, BeilageIV.
N. N. (1939 ): Die Gene ale im Os en.– In: De Neue Tag 1, So. 24.09.1939, 3.
N. N. (1939s): Ein üh ung de Lebensmi elka en.– In: De Neue Tag 1, So. 01.10.1939, 1.
N. N. (1939 ): Mi de Kame a an de F on .– In: De Neue Tag 1, Mo. 02.10.1939, 6.
N. N. (1939u): [Bild: Ve handlungen um die Übe gabe de Fes ung Wa schau].– In: De Neue Tag 1,
Di. 03.10.1939, 5.
N. N. (1939 ): P ag jubel de Leibs anda e zu.– In: De Neue Tag 1, Do. 05.10.1939, 1.
N. N. (1939w): His o ische Fes ag de Hochschulen. Als „Deu sche Ka ls -Uni e si ä in P ag“ om
Reichsp o ek o in Reichs e wal ung übe nommen.– In: De Neue Tag 1, So. 05.11.1939, 1.
N. N. (1939x): Becha ung des A ie nachweises.– In: De Neue Tag 1, F . 10.11.1939, 4.
N.N. (1939y): P ag, 17. No embe …– In: De Neue Tag 1, Sa. 18.11.1939, 1.
N. N. (1939z): P ag, 18. No embe …– In: De Neue Tag 1, So. 19.11.1939, 1.
N. N. (1940a): Ve bo jüdische Un e nehmungen.– In: De Neue Tag 2, So. 11.02.1940, 1.
N. N. (1940b): De neue Film. Feldzug in Polen.– In: De Neue Tag 2, Mo. 26.02.1940, 5.
N. N. (1940c): [Die Regelung de Einkau szei …]– In: De Neue Tag 2, Sa. 17.08.1940, 5
118 BRÜCKEN 31/1
N. N. (1940d): Jud Süß [Anzeige].– In: De Neue Tag 2, F . 22.11.1940, 12.
N. N. (1940e): Jud Süß [Rezension].– In: De Neue Tag 2, Sa. 23.11.1940, 7.
N. N. (1941a): Ins i u zu E o schung de Juden age.– In: De Neue Tag 3, Do. 27.03.1941, 8.
N. N. (1941b): Ve bo jüdische Musik.– In: De Neue Tag 3, F . 12.09.1941, 3.
N. N. (1941c): Kennzeichnungsp lich de Juden.– In: De Neue Tag 3, Mi. 17.09.1941, 3.
N. N. (1941d): [Synanogen geschlossen].– In: De Neue Tag 3, Mo, 06.10.1941, 2.
N. N. (1941e): P ag, 7. Ok obe …– In: De Neue Tag 3, Mi. 08.10.1941, 2.
N. N. (1941 ): Allmähliche Isolie ung de Juden und Juden eunde.– In: De Neue Tag 3, So.
12.10.1941, 3.
N. N. (1942a): Absonde ung de Juden in geschlossenen Siedlungen.– In: De Neue Tag 4, So.
01.03.1942, 5.
N. N. (1942b): Absonde ung de Juden in geschlossenen Siedlungen.– In: De Neue Tag 4, Mo.
02.03.1942, 3.
N. N. (1942c): Blu schu z nun auch ü P o ek o a sangehö ige.– In: De Neue Tag 4, Di. 17.03.1942, 3.
N. N. (1943a): T o z heldenmü ige Abweh …– In: De Neue Tag 5, Sa. 23.01.1943, 1.
N. N. (1943b): F eiwilligenmeldung.– In: De Neue Tag 5, Di. 26.01.1943, 3.
N. N. (1943c): Die schwe e Win e schlach geh ohne Pause wei e .– In: De Neue Tag 5, F .
29.01.1943, 1.
N. N. (1943d): F eiwilligenmeldung.– In: De Neue Tag 5, Sa. 30.01.1943, 5.
N. N. (1943e): Bis zu le z en Pa one. De Heldenkamp de 6. A mee zu Ende.– In: De Neue Tag 5,
Do. 04.02.1943, 1.
N. N. (1943 ): Die Juden im K ieg.– In: De Neue Tag 5, Mo. 17.05.1943, 1.
N. N. (1943g): Die Juden im K ieg.– In: De Neue Tag 5, Mi. 19.05.1943, 4.
N. N. (1943h): Die juden eindliche Bewegung in F ank eich.– In: De Neue Tag 5, Mo. 26.07.1943, 1.
N. N. (1944a): F anzösische An isemi ismus.– In: De Neue Tag 6, Di. 07.03.1944, 2.
N. N. (1944b): Da ids e n im S aßenbild Budapes s.– In: De Neue Tag 6, F . 07.04.1944, 2.
N. N. (1944c): Die Schuld de Juden Unga ns.– In: De Neue Tag 6, Mo. 08.05.1944, 1.
N. N. (1944d): De Deu sche Volkss u m u !– In: De Neue Tag 6, Sa. 02.12.1944, 3.
N. N. (1944e): [Sonde ge ich in B ünn].– In: De Neue Tag 6, Di. 19.12.1944, 2.
N. N. (1944 ): Am ün en Tag de g oßen Win e schlach …– In: De Neue Tag 6, Do. 21.12.1944, 1.
N. N. (1944g): [Sonde ge ich in P ag].– In: De Neue Tag 6, F . 22.12.1944, 2.
N. N. (1944h):– In: De Neue Tag 6, So. 31.12.1944, 1.
Re ich, Adol (1942): Juden age im Gene algou e nemen .– In: De Neue Tag 4, Do. 02.06.1942, 3.
Rosenbe g, Al ed (1941): Die Juden age als Wel p oblem [Rund unk ede].– In: De Neue Tag 3, So.
30.03.1941, 2.
Ro e , E ich (1943): Die le z e Flugzeuglandung in S aling ad.– In: De Neue Tag 5, So. 07.02.1943, 3.
Schmolle , Gus a on (1979): Die deu schen Ve gel ungsmaßnahmen nach den schechischen
S uden endemons a ionen in P ag im Ok obe und No embe 1939.– In: Bohemia 20, 156–174.
S uckenschmid , Hans Heinz (1939): F ied ich Sme ana.– In: De Neue Tag 1, Mi. 05.04.1939, 8.
S uckenschmid , Hans Heinz (1982): Zum Hö en gebo en. Ein Leben mi de Musik unse e Zei . Mün-
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Swoboda, Ka lM. (1939): Schöp e k ä e zweie Völke .– In: De Neue Tag 1, Mi. 05.04.1939, 9.
Wannemache , Wal e (1939): Wi haben K ieg.– In: De Neue Tag 1, So. 24.12.1939, 1.
Wieche , E ns (1939): Die Majo in.– In: De Neue Tag 1, Mi. 05.04.1939, 13 .
Winde , Ludwig (1938): Ka l Čapek †.– In: Deu sche Zei ung Bohemia 111, Mi. 28.12.1938, 1.