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ALBRECHT, JÖRN: Literarische Übersetzung: Geschichte, Theorie, kulturelle Wirkung. ALBRECHT, JÖRN: Literarische Übersetzung: Geschichte, Theorie, kulturelle Wirkung.

Thulfaut, Inga

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He mēneus. Re is a de T aducción e In e p e ación Núm. 2 - Año 2000 ALBRECHT, JÖRN: Li e a ische Übe se zung: Geschich e, Theo ie, kul u elle Wi kung. Da ms ad 1998 Inga THULFAUT Uni e sidad de Valladolid Mi seine b ei angeleg en Un e suchung Li e a ische Übe se zung: Geschich e, Theo ie, kul u elle Wi kung on 1998 ha Jö n Alb ech eine p axisbezogene A bei o geleg , die es sich zum Ziel se z , das P oblem de Li e a u übe se zung anhand konk e e Tex passagen und kon as i e mul ilinguale Bezüge zu e hellen. Den Schwe punk de Auswahl leg de Romanis Alb ech dabei au den deu schen und dessen benachba en Sp ach aum un e Ausklamme ung de slawischen Sp achen. Da sich das Buch explizi an li e a isch in e essie e Lese ohne achspezi ische Vo kenn nisse ich e , wi d au “ ie schü ende Geleh samkei ” (S. 21) e zich e ; dies ganz bewuss auch aus noch einem ande en G und: Das Bedü nis de Übe se ze nach ane kann em Konsens und nach Au o i ä en üh e übe die lange Geschich e de Übe se zungs adi ion zu äusse s wide sp üchlichen Lei hesen, so dass heu e eine g osse Disk epanz zwischen Theo ie und P axis zu e zeichnen is . Jö n Alb ech i nun mi dem Ansp uch au , diese Klu mi konk e en F ages ellungen s a Wide spiegelung des S ands de Fo schung üllen zu wollen. So löblich diese Ansa z is , üh e doch mi un e zu i i ie enden Beme kungen, wie e wa: “Es is hie nich de O ü geleh e e ymologische Un e suchungen” (S. 28). De a ige Abb uch heo e ische E ö e ungen wi k zuweilen e was ab up und weck den Ve dach , de Ve asse habe sich an e zwick e S elle aus de A ä e ziehen wollen. Mi uneingesch änk e Aus üh lichkei dagegen eku ie Alb ech au die Geschich e de Li e a u übe se zung und widme sich dabei zunächs ih en An ängen: sowohl de E ymologie des Wo eldes und ums Übe se zen (auch Namenspa on unse e He mes, Gö e bo e und Zei sch i , komm dabei zu Sp ache) als auch de Bibelübe se zung. Be ei s in diesem F ühs adium de langen Übe se zungs adi ion lieg de ih selbs innewohnende Skep izismus beg ünde : Nach an änglich nai e Übe se zungseupho ie –so Alb ech – sei man sich alsbald bewuss gewo den, dass es mi schlich e Umkodie ung nich ge an is , weil es sich bei den e schiedenen Sp achen eben nich nu um un e schiedliche Nomenkla u en ü eine einhei lich ges al e e Wi klichkei handel . Was uns heu e als “Binsenweishei ” e scheinen muss, wa den Pionie en un e den Übe se ze n Neuland und ha in unse e heu ige Di e enzie ung zwischen Fach- und Li e a u übe se ze n Einzug gehal en: Allen alls e s e en da Sp ache lediglich als Behäl e ü zu anspo ie ende Inhal e gel en. - 1 - He mēneus. Re is a de T aducción e In e p e ación Núm. 2 - Año 2000 Als an ike U sp ung de und Bindeglied zwischen den iel äl igen Sp achen e äh das La einische bei Alb ech seine Wü digung, die mi de Emp ehlung zum E we b on zumindes G undkenn nissen ü jeden Übe se ze einhe geh . Auch die Kenn nis de S uk u an ike Rhe o ik (man e inne e: in en io, disposi io, elocu io, memo ia, ox) könne dem Übe se ze als Hal beim Balanceak zwischen “ eie ” und “ eue ” Übe agung dienen, de ges al , dass die disposi io bei de Übe se zung unange as e zu bleiben habe, wäh end F eihei en im Be eich de elocu io e laub seien. B ei en Raum nimm in Alb ech s his o ischen Be ach ungen die Fehde zwischen “einbü genden” e sus “ e emdenden” Übe se zungen ein. Diese lieg das g undsä zliche Dilemma des Übe se ze s als “Diene zweie He en” zug unde: Soll e die Eigen ümlichkei en des Ausgangs ex es bewah en au die Ge ah hin, dass dem Lese de Tex emd bleib ; ode soll e den Gewohnhei en des Lese s en gegenkommen au die Ge ah hin, den Ausgangs ex zu e älschen? Im Spannungs eld diese Ex eme bewegen sich die Übe se ze sei jehe . Zu olle Blü e en al e e sich de Dispu in de Mi e des 17. Jah hunde s, als sich mi Pe o d’Ablancou in F ank eich die T adi ion de belles in idèles en wickel e: Es en s anden o wiegend schöne, abe unge eue Übe se zungen, in denen wesen lich meh We au Rezep ionsäs he ik als au O iginal eue geleg wu de. Abe die belles in idèles wa en kein ein anzösisches Phänomen: Welch ku iose Blü en diese Schule auch in Deu schland ieb, mag das olgende on Alb ech eche chie e Beispiel (S. 80) e anschaulichen: In de Übe se zung Niclaus Ulenha s on Ce an es Geschich e Rincone e y Co adillo aus den No elas ejempla es wi d de gesam e Handlungss ang nach P ag e leg und demen sp echend an die Lebenswel de Lese adap ie . Aus “ ajadas de bacalao i o” (also eigen lich: “geb a enen Do sch ile s”) we den milieuge ech “Kelbe nen Nie b a en”, um nu ein appie endes Beispiel aus dem kulina ischen Be eich zu nennen. Was den heu igen Lese sku il anmu e , and seine zei du chaus p ominen en Bei all: Soga Goe he sp ach sich ü die “Hinbewegung des O iginals zum zielsp achlichen Lese ” (S. 74) aus und da somi als Ve e e de sogenann en einbü ge nden Übe se zungsme hode gel en. Mi He de a dann die Wende de Übe se zungsgeschich e in Deu schland ein. Neben ihm we den in dem on Alb ech un e such en Sp ach aum Schleie mache , O ega y Gasse und Naboko als namha e Ve ech e de e emdenden Übe se zungsme hode ins Feld ge üh . Ih Bes eben gil de euen Übe se zung, wobei “ eu” nich im Sinne on “wö lich” zu e s ehen is , sonde n on “dem Ausgangs ex e p lich e ” (S. 66). Wäh end das Übe se zen in seinen An ängen als a s hochgeach e wu de, gil es heu e als scien ia; sei he lieg das P oblem de Übe se zung im Wandel de Maximen und de en Ve al ung. Zu diesem ä selha en Phänomen des “Al e ns” on Übe se zungen im Gegensa z zu ih en zei losen O iginalen kommen wiede um namha e G össen in de Geschich e de Übe se zungs heo ie in Deu schland zu Wo : Ka ha ina Reiss e wa wi d mi ih em Ansp uch de Bemühung um die sp achliche Pa ina bei de Übe se zung äl e e Tex e zi ie (S.107). Wal e Benjamin e gleich Sp ache und Gehal eines O iginalwe ks mi de un ennba en Einhei on F uch und Schale, wäh end bei de Übe se zung die Sp ache den Gehal umgib wie “ein Königsman el in wei en Fal en” (S. 105). Und ein solche “Königsman el” beda eben on Zei zu Zei de E neue ung. Alb ech wa n jedoch da o , bei de Neuübe se zung eines We ks au den Rückg i au die äl e e Übe se zung zu e zich en: Zu den “Hausau gaben” eines jeden - 2 - He mēneus. Re is a de T aducción e In e p e ación Núm. 2 - Año 2000 Übe se ze s gehö e es, die Bemühungen des Vo gänge s mindes ens zu Kenn nis zu nehmen und das Gu e da an nich ein ach aus alsch e s andene O iginali ä übe Bo d zu we en. Auch de spanischen Übe se zungsgeschich e is ein eigenes Kapi el gewidme . De omanis isch o gebilde e Lese kann sich übe die Schule on Toledo in o mie en sowie übe die En wicklung des Ve häl nisses on ca alán und cas ellano. Vo allem au die Wechselwi kungen de Idiome des ibe ischen Sp ach aums geh Alb ech ein und wi d hie in seinem Ansp uch ge ech , die kul u elle Wi kung on Übe se zungen he auszus ellen. Demnach be and sich Spanien nach dem Ende des Siglo de O o bis ins 20. Jah hunde hinein un e o wiegend anzösischem Ein luss: Es wu de nich nu o nehmlich aus dem F anzösischen übe se z , sonde n die Übe se zung aus ande en Sp achen wu de häu ig du ch das F anzösische e mi el , so e wa die We ke E.T.A. Ho manns, die au g und ih es E olgs in F ank eich auch in Spanien Anklang anden. Ku iose weise, so s ell Alb ech he aus, gingen “die sel enen Mani es a ionen on Ge manophilie in de Regel mi Anwandlungen on F ankophobie einhe ” (S. 313). Und o z e eulich wachsende Anzahl gegensei ige Übe agungen sei de Nachk iegszei is im deu sch- spanischen Ve häl nis noch imme ein g osse Nachholbeda zu kons a ie en. Mi eine Fülle au schluss eiche Beispiele beleuch e Alb ech die kul u ellen Wechselwi kungen de Na ionen ia Übe se zungen und un e s eich dami einmal meh die T agwei e übe se ze ische Tä igkei . Und eben da in lieg die S ä ke des Buchs: We sich on de zunächs unübe sich lich e scheinenden Gliede ung nich absch ecken läss , wi d mi iel Wissenswe em übe die anschaulich illus ie e Geschich e und Theo ie li e a ische Übe se zung belohn . Sowohl ü in e essie e Laien als du chaus auch ü das Fachpublikum is Alb ech s Dokumen a ion eine Fundg ube his o ischen Kul u gu s. Die zahl eichen Beispiele di izile Übe se zungs agen sowie die kon as i en Be ach ungen de deu schen und de omanischen Sp achen agen zu Sensibilisie ung angehende Li e a u übe se ze im Umgang mi den Feinhei en und F eihei en des Übe se zens bei. - 3 -