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Ernst Jünger: Ein komplexer Autor und sein Verhältnis zum Nationalsozialismus im Roman „Auf den Marmorklippen“

Sánchez Aguilar, Diego

Abstract

Grado en Lenguas Modernas y sus Literaturas

Full text

~ 1 ~ GRADO EN LENGUAS MODERNAS Y SUS LITERATURAS TRABAJO DE FIN DE GRADO E ns Jünge : Ein komplexe Au o und sein Ve häl nis zum Na ionalsozialismus im Roman „Au den Ma mo klippen“ P esen ado po : Diego Sánchez Aguila Tu elado po : D a. Lau a Ga cía Olea 2024 ~ 2 ~ ZUSAMMENFASSUNG E ns Jünge : Ein komplexe Au o und sein Ve häl nis zum Na ionalsozialismus im Roman „Au den Ma mo klippen". E ns Jünge (1895-1998) gil als eine de bekann es en deu schen Sch i s elle des 20. Jah hunde s. Seine E ah ungen als F eiwillige im E s en Wel k ieg e anlass en ihn zu eine Mys ik des K ieges, die mi einem Nihilismus e einba wa , de sich spä e zum Pazi ismus und zu K i ik an de echnisie en Wel en wickel e. Im Zwei en Wel k ieg wa e O izie und wu de 1944 wegen seine an inazis ischen Hal ung en lassen. Mi seinem e s en Buch „In S ahlgewi e n“ e wa b e sich den Ru eines konse a i en an ibü ge lichen Mili a is en und gewann in den 1920e Jah en die Sympa hien de Na ionalsozialis en. Die 1939 e schienene E zählung Au den Ma mo klippen wu de als eines de wich igs en Dokumen e de „Inne en Emig a ion" im na ionalsozialis ischen Deu schland gelesen. Ih e Handlung spiel in eine unbes imm en Zei und schilde das Leben zweie B üde , des Ich-E zähle s und O hos, die sich zwischen Biblio hek und He ba ium de geis igen Exis enz widmen. Jünge s Lebensabschni zwischen E s em und Zwei em Wel k ieg ähnel in de Ta seh deu lich de Biog aphie des Ich-E zähle s de Ma mo klippen. Seine o aussehende Sich au die Geschehnisse im D i en Reich, die e im Roman e s eck , komm eine P ophezeiung gleich, wenn auch om Au o s e s be on wu de, sein Buch sei nich o sä zlich au die deu schen Ve häl nisse zugeschni en. Im Rahmen diese Fo schungsa bei we den un e ande em E ns Jünge s Ideologie und sein Ve häl nis zum Na ionalsozialismus sowie die au obiog a ischen und symbolischen Aspek e seines Romans „Au den Ma mo klippen" analysie . ~ 3 ~ ~ 4 ~ INDEX Einlei ung: Ziele und Besch eibung de einzelnen Kapi el………….......6 1. P o il des Ve asse s……………………………………………………................................7 2. Die deu sche Li e a u in de Zei des Na ionalsozialismus……………………………………………………………...12 3. Analyse des We ks…………………………………………………….....................................15 3.1. Das Po ä de al en adi ionellen bäue lichen und pas o alen Gesellscha …………………………………………………………………………15 3.2. Au lösung de Gesellscha und Ve lus geis liche Au o i ä ………................................................................................................18 3.3. Die Ideologie de Mach und des Kamp es…………………………21 3.4. Die geschei e e Kampagne und ih e Folgen………………………25 3.5. De Kamp gegen eine un e d ückende Ob igkei …………………26 3.6. Ze s ö ung und E obe ung……………………………………………..........................................31 3.7. Mig a ion und ih e Auswi kungen……………………………………32 4. Figu en und au obiog aphische Aspek e………………...............34 4.1. Cha ak e isie ung de Haup igu ……………………………………34 4.2. Cha ak e isie ung de Neben igu en………………………………..37 Schluss olge ungen……………………………………………………...52 Bibliog aphie………………………………………………………………55 ~ 5 ~ ~ 6 ~ EINLEITUNG E ns Jünge is ein Au o , de au g und seines langen Lebens und de Ta sache, dass e in eine de kon lik eichs en und - im Falle Deu schlands - umwälzends en Pe ioden leb e, seh in e essan zu disku ie en is . Aus diesem G und können wi in seinen We ken ein Spiegelbild de damaligen Gesellscha sehen und wie de Au o selbs seine Gedankengänge en sp echend den E ah ungen, die e gemach ha , wei e en wickel . In diese Fo schungsa bei analysie en wi das We k „Au den Ma mo klippen" (1939), das in de Li e a u de „inne en Emig a ion" im na ionalsozialis ischen Deu schland g oße Bedeu ung e lang e. Wi e suchen, die Ähnlichkei en zwischen Jünge s Lebensabschni in de Zei de beiden Wel k iege und de Biog aphie des Ich-E zähle s des Romans zu un e suchen und die ideologische Hal ung au zuzeigen, die sich in dem We k wide spiegel . Abgesehen on de Einlei ung und den Schluss olge ungen is die A bei in ie Kapi el gegliede : Zunächs wi d ein Blick au Jünge s Au obiog a ie gewo en, die zu eine besse en In e p e a ion seines We ks bei äg ; das zwei e Kapi el bes eh aus eine Analyse de deu schen Li e a u , die in de Zei des Na ionalsozialismus en s anden is ; im d i en Kapi el wi d das We k analysie , das sich in sieben Abschni e gliede n läss ; und im le z en Kapi el schließlich we den die au obiog a ischen Pa allelen zwischen dem Leben des Au o s und seinem We k bewe e . ~ 7 ~ 1. ERNST JÜNGER E ns Jünge wu de am 29. Mä z 1895 in Heidelbe g, Deu schland, gebo en. Sohn eines Chemiep o esso s, E ns Geo ge Jünge (1868-1943), und Lily Ka oline. E wuchs in eine p o es an ischen Familie, jedoch im Al e on 13 Jah en und au g und des Ein lusses, die Da win's Sch i en au ihn haben, e ließ e das Ch is en um allmählich: Du an e su ju en ud, es udió bo ánica y zoología, pe o abandonó sus es udios ápidamen e. Jünge cuando apenas enía 15 años, se alis ó en los Wande ögel, una o ganización, abundaban en aquellos años, que se oponía al espí i u de la Mode nidad y buscaba en los o ígenes, la uel a a los bosques y el espe o sag ado de la Na u aleza el sen ido hondo de la ida. (Ju is o, 2013). Diese Bewegung e he lich e ih e sei s auch das Ge ühl de Va e landsliebe und die Ve he lichung de deu schen Na ion: T as abandona sus es udios, se alis ó en F ancia en la legión ex anje a, pasó po O án y e minó en el acua elamien o de Sidi Bel Abbés, de donde in en ó uga se. Lo pilla on y lo me ie on en un calabozo. (Rojo, 2015) Sechs Wochen nachdem e sich, dank des Eing ei ens seines Va e s, zu Weh gese z ha e, wu de e do he ausgehol und e ließ die F emdenlegion. Diese Zei in A ika ge iel ihm jedoch so gu , dass solche E lebnisse die En s ehung seines We kes „A ikanische Spiele“ (1936) beein luss e, in dem e die Beziehung zwischen Mensch und Na u und die E ah ung de Jagd als eine Fo m de Ve bindung mi de Tie wel e o sch . ~ 8 ~ Mi dem Ausb uch des E s en Wel k iegs melde e sich Jünge als F eiwillige an de F on . E melde e sich als F eiwillige beim In an e ie egimen N . 73 an, das Teil de 7. In an e ie-Di ision de Bundesweh wa . Jünge kämp e wäh end des K ieges an de Wes on und nahm an so wich igen bewa ne en Auseinande se zungen wie de Schlach an de Somme und de Schlach on Camb ai. Im Lau e seine Diens jah e wu de e meh mals e wunde und e hiel meh e e Auszeichnungen ü seine Leis ung. Un e ihnen e hiel e das Eise ne K euz e s e und zwei e Klasse und den O den Pou le Me i é, e wa de Le z e, de diese Medaille e hiel , und de Jüngs e, de sie e hiel , im Al e on 23 Jah en. Seine E ah ungen im K ieg hä en einen ie g ei enden Ein luss au sein Denken und sein spä e es li e a isches We k. Nach dem K ieg widme e sich Jünge dem Sch eiben in Vollzei und a bei e e an Essays. Obwohl seine e olg eiche jou nalis ische Lau bahn e s 1925 als Sp eche des Neuen Na ionalismus begann, wu den seine A ikel bekann als K i ike de Weima e Republik. Sein e s es We k wa „In S ahlgewi e n“ (1920), ein Memoi enbuch übe seine E ah ungen im E s en Wel k ieg, das in Deu schland g oße Akzep anz und hohe Ve kau szahlen and. Im Jah e 1923 begann e sein S udium de Na u wissenscha en und Philosophie an de Uni e si ä Leipzig. E zog nach Be lin und wa an de Bewegung de sogenann en Konse a i en Re olu ion be eilig : Von da an e ö en lich e e bis 1933 übe 140 A ikel, in denen e gegen die poli ischen und gesellscha lichen Ideale de Weima e Republik S ellung bezieh : Als Gegne gel en ihm, so 1929 im Vo wo zu De Kamp um das Reich, u. a. de >spä e Libe alismus, de Pa lamen a ismus, die Demok a ie als He scha de Zahl, ein geis iges F anzosen um und ein Eu opäe um, dessen Me aphysik die des Speisewagens is , ein Ame ikanismus mi de Gleichse zung on Fo sch i und Kom o , eine ös liche O ien ie ung un e dem Gesich swinkel de inne en Poli ik«. De neue S aa hingegen müsse »na ional, sozial, weh ha und au o i a i « (S anda e, 22. Juli 1926) gegliede sein. Dabei is de Neue Na ionalismus ein Na ionalismus un e den Bedingungen de Mode ne: »[...] we im Lande selbs nich das echnische A senal hin e sich ha , du ch dessen Behe schung [...] übe haup jedes Wollen au die Wi klichkei unse es Raumes und unse e Zei übe agen wi d, de ha e lo en on o nehe ein (S anda e, 13. Dezembe 1925). (A nold, 2009: 504) ~ 9 ~ Im Lau e dieses Jah zehn s sind We ke wie „De Kamp als inne es E lebnis“ (1922) he o zuheben, in denen e den K ieg e he lich und dessen Po enzial zu E höhung eine Pe son a gumen ie ; „Das Wäldchen 125“ (1925), in dem Jünge anhand eine kleinen Geschich e eine G uppe deu sche Solda en Themen wie Helden um, Op e be ei scha und die aue Reali ä des K ieges e o sch ; in dem We k „De A bei e . He scha und Ges al “ (1932) a gumen ie e übe die Rolle des A bei e s in de mode nen Indus iegesellscha ; „Au den Ma mo klippen“ (1939), ein allego isches We k übe den Au s ieg des Faschismus in Eu opa und eine Wa nung o de Ge ah des Au o i a ismus (au dieses We k we de ich in spä e en Abschni en aus üh liche eingehen). Wie A nold es s ell : Mi Die o ale Mobilmachung (1930) is in Jünge s We k die S elle e eich , an de die »na ionalis ische«< in die »plane a ische« Pe spek i e wechsel es is kein Zu all, dass Jünge s publizis ische Be iebsamkei mi dem Jah 1930 zwa nich abb ach, abe doch apide abnahm. Die Sch i ensammlung Blä e und S eine (1934) dokumen ie schließlich seinen endgül igen Rückzug ins in ellek uelle Rese a de Ges al schau. Hie de inie Jünge die eigene Posi ion in eine Weise um, die zu Neu assung des Aben eue lichen He zens (1938) üh und zu en schiedenen S eichung de na ionalis ischen Passagen in den Büche n zum E s en Wel k ieg. Wäh end Jünge meh als ein Jah zehn lang den geis igen S oß upp üh e gegeben ha e, äum e nun das Feld und ges eh in gewisse Weise seine Rückwä sgewand hei ein. In diesem Zusammenhang äll mi »Nihilismus be ei s de dominie ende Beg i des We ks nach 1945. (A nold, 2009: 504) In den 1930e -Jah en gewannen Jünge und seine We ke in e schiedenen ech s adikalen K eisen an Bedeu ung, und on diesen G uppen wa die na ionalsozialis ische Bewegung die wich igs e, die sich ü ih e We ke in e essie e, so dass sie zu eine wich igen Figu inne halb des in ellek uellen K eises des Regimes wu de. T o z seine Beziehung zum Nazi-Regime wa Jünge nie ein Na ionalsozialis , meh noch, sein Ve häl nis zu Pa ei wa komplizie und zweideu ig. In diesem Sinne behaup e Rojo Folgendes: Rechazó dos eces p esen a se como dipu ado con los nacionalsocialis as y, cuando empezó la II Gue a Mundial y ue llamado a ilas, es aba con encido de que Hi le es aba lle ando a Alemania a la ca ás o e. Fo mó pa e del al o mando mili a , como capi án, cuando el ejé ci o alemán in adió F ancia en mayo de 1940 y, du an e la ocupación ecuen ó en Pa ís los cí culos in elec uales y bohemios. (Rojo 2015). ~ 16 ~ Flügel schwingend hinab ins S äd chen, au dessen al em Ma k e de hohe Na enbaum e ich e wa . Do and im Fackelschein de Maskenau zug s a ; die Männe gingen als Vögel, und die F auen wa en in die P ach gewände e gangene Jah hunde e e mumm . Sie ie en uns mi hohe , e s ell e Spieluh s imme Sche zwo e zu, und wi e wide en mi sch illem Vogelsch ei. (Jünge , 1995: 10) Diese T adi ionen sind, o z de zunehmenden Bed ohung du ch die Außenwel , bes ändig und wide s ands ähig: Zu Zei de Mandel- und de Ap ikosenblü e läß sich das Volk an de Ma ina ge n hinübe ude n; sie schwimmen dann wie helle Blumenblä e au de blauen Flu . Im He bs dagegen schi man sich ein, um do den Pe e s isch zu speisen, de in gewissen Vollmondnäch en aus g oße Tie e zu Obe läche s eig und übe eich die Ne ze üll . Die Fische p legen ihm schweigend nachzus ellen, denn sie meinen, daß selbs ein leises Wo ihn sch eck und daß ein Fluch den Fang e di b . Au diesen Fah en zum Pe e s isch ging es s e s öhlich zu; und man e so g e sich mi Wein und B o , da au den Inseln die Rebe nich gedeih . (Jünge , 1995: 32) An solchen Feie agen muß e man au die Ma ina blicken, um zu ahnen, was Leben heiß . (Jünge , 1995: 32) Die Gese ze und Geb äuche de al en Baue n- und Hi engesellscha bilden den Rahmen ü ih Zusammenleben. Jünge schilde ein Ge ühl on O dnung und S abili ä inne halb diese Gesellscha , indem e die Einhal ung e ablie e No men und die Bedeu ung des kollek i en Wohle gehens he o heb : Dann e s beg ei en wi , wie seh es schon ein Glücks all ü uns Menschen is , wenn wi in unse en kleinen Gemeinscha en dahinleben, un e iedlichem Dach, bei gu en Gesp ächen und mi liebe ollem G uß am Mo gen und zu Nach . Ach, s e s zu spä e kennen wi , daß dami schon das Füllho n eich ü uns geö ne wa . (Jünge , 1995: 6) Gese ze sind eine Fo m des sozialen Zusammenhal s und egeln e schiedene Aspek e des Lebens. Sie we den als ie in das soziale Ge üge eingebe e da ges ell und e mi eln ein Ge ühl on Kon inui ä und Siche hei inmi en des Au uh s de umgebenden Wel : Vo allem abe e lo en wi ein wenig on jene Fu ch , die uns beängs ig und wie Nebel, die aus den Sümp en s eigen, den Sinn e wi . Wie kam es, daß wi die A bei nich im S iche ließen, als de Obe ö s e in unse em Gebie an Mach gewann und als de Sch ecken sich e b ei e e? Wi ha en eine Ahnung de Hei e kei gewonnen, o de en Glanze die T ugges al en sich e lüch igen. (Jünge , 1995: 25) Indem e die al e bäue liche und pas o ale Gesellscha he o heb , un e s eich Jünge den Kon as zwischen den ländlichen und adi ionellen We en und dem Ze all inne halb de im Roman da ges ell en Gesellscha de Ma ina, wie e in de Gesellscha on de Campagna, dem zu Ma ina ~ 17 ~ gehö enden Land, zu beobach en is , das au g und de geog a ischen Gegebenhei en des O es haup sächlich on Hi en bewohn wi d, die sich haup sächlich mi de Viehzuch beschä igen: In unse m Rücken, gegen No den, g enz e die Campagna an; sie wu de on de Ma ina du ch die Ma mo klippen wie du ch einen Wall ge enn . Im F ühling dehn e diese Wiesengü el sich als ein hohe Blumen eppich aus, in dem die Rinde he den langsam weide en, wie schwimmend im bun en Schaum. Am Mi ag uh en sie im sump ig kühlen Scha en de E len und de Zi e pappeln, die au de wei en Fläche belaub e Inseln bilde en, aus denen o de Qualm de Hi en eue s ieg. Do sah man wei e s eu die g oßen Hö e mi S all und Scheue und den hohen S angen de B unnen, die die T änken wässe en. (Jünge , 1995: 33) Die Bedeu ung de al en bäue lichen Gesellscha gegenübe de pas o alen Gesellscha lieg in ih e Wide s ands ähigkei und ih e Fähigkei , äuße em D uck zu wide s ehen: Bei unse e Rückkeh anden wi die al e O dnung an de Ma ina nu gleich einem Scha en o . Bis dahin ha e sie as sei Ca olus' Zei en un e seh gewal e , denn ob emde He en kamen ode gingen, imme blieb das Volk, das do die Reben zieh , bei Si e und Gese z. Auch ließen Reich um und Kös lichkei des Bodens ein jedes Regimen sich bald zu Milde wenden, ob es auch ha begann. So wi k die Schönhei au die Mach . (Jünge , 1995: 30) Ande e sei s s ell Jünge die Gesellscha de Campagna als au, wild und unzi ilisie da , abe mi einem s a ken Sinn ü Loyali ä und Ge ech igkei . E sieh in ihnen eine Bas ion des Wide s ands, die angesich s de Un e d ückung du ch äuße e K ä e an ih en T adi ionen und We en es häl . Ih e P äsenz dien als Symbol de Ho nung und des Wide s ands gegen die K ä e de Ty annei und de Ze s ö ung: Vo allem abe wa das Volk de Hi en wild und ungezähm . Ih S and e e b e sich sei Anbeginn om Va e au den Sohn, und wenn sie in ze lump em K eis um ih e Feue saßen, mi Wa en in de Faus , wie die Na u sie wachsen läß , dann sah man wohl, daß sie sich on dem Volke un e schieden, das an den Hängen die Rebe bau . Sie leb en wie in Zei en, die wede Haus noch P lug noch Webs uhl kann en und in denen das lüch ige Obdach au geschlagen wu de, wie de Zug de He den es gebo . Dem en sp achen auch ih e Si en und ein ohes Ge ühl ü Rech und Billigkei , das ganz au die Ve gel ung zugeschni en wa . So ach e jede To schlag ein langes Rache eue an, und es gab Sippen- und Familien ehden, on de en U sp ung längs die Kunde e loschen wa und die doch Jah ü Jah den Blu zoll o de en. (Jünge , 1995: 35) Jünge s Da s ellung de al en bäue lichen und pas o alen Gesellscha zeig , wie wich ig es is , das kul u elle E be, den gemeinscha lichen Zusammenhal und die daue ha en We e, die eine Gesellscha ausmachen, ~ 18 ~ zu bewah en, denn wenn diese zu e schwinden beginnen, is de Ve all und die Gewal o p og ammie : Es gib Epochen des Niede ganges, in denen sich die Fo m e wisch , die inne s dem Leben o gezeichne is . Wenn wi in sie ge a en, aumeln wi als Wesen, die des Gleichgewich s e mangeln, hin und he . Wi sinken aus dump en F euden in den dump en Schme z, auch spiegel ein Bewuß sein des Ve lus es, das uns s e s beleb , uns Zukun und Ve gangenhei e lockende . Wi weben in abgeschiedenen Zei en ode in e nen U opien, indes de Augenblick e ließ . (Jünge , 1995: 27) Le z endlich we den diese Eigenscha en du ch die wachsende Mach des Obe ös e und seine Mau e anie ausgehöhl , die du ch In il a ion mi Gewal und Te o die Si en de adi ionellen Gesellscha e ände n und die Mach übe nehmen: Es konn e die Ve wi ung nu e meh en, daß auch Söhne on No abeln und junge Leu e, die die S unde eine neuen F eihei gekommen glaub en, an diesem T eiben sich be eilig en. Sie scha en sich um Li e a en, die begannen, die Hi enliede nachzuahmen, und die man nun, ans a in wollenen und leinenen Gewände n, in Zo el ellen und mi de ben Knüppeln au dem Co so wandeln sah. In diesen K eisen wu de es auch üblich, den Bau de Rebe und des Ko nes zu e ach en und den Ho de ech en, anges amm en Si e im wilden Hi enland zu sehen. (Jünge , 1995: 38) 3.2. Au lösung de Gesellscha und Ve lus geis liche Au o i ä Zu Beginn des Romans s ell Jünge uns eine eiche und g oßzügige Zi ilisa ion o , in de die Gesellscha on eine adi ionellen O dnung behe sch wi d und hochg adig spi i uell is , eine Gesellscha , in de Schönhei , Rech und Lebens eude zu eine ha monischen Einhei e schmelzen: Dann e s beg ei en wi , wie seh es schon ein Glücks all ü uns Menschen is , wenn wi in unse en kleinen Gemeinscha en dahinleben, un e iedlichem Dach, bei gu en Gesp ächenund mi liebe ollem G uß am Mo gen und zu Nach . Ach, s e s zu spä e kennen wi , daß dami schon das Füllho n eich ü uns geö ne wa . (Jünge , 1995: 6) Doch mi dem zunehmenden Au s ieg de Obe ös e an die Mach ge ä diese idyllische Gesellscha ins Wanken. Die T aumgesellscha is längs o bei. De Lese wi d mi eine Wel kon on ie , in de die sozialen S uk u en und die spi i uelle Füh ung ze b öckeln, was zu Umwälzungen und Un uhen üh : ~ 19 ~ Vo allem abe e lo en wi ein wenig on jene Fu ch , die uns beängs ig und wie Nebel, die aus den Sümp en s eigen, den Sinn e wi . Wie kam es, daß wi die A bei nich im S iche ließen, als de Obe ö s e in unse em Gebie an Mach gewann und als de Sch ecken sich e b ei e e? Wi ha en eine Ahnung de Hei e kei gewonnen, o de en Glanze die T ugges al en sich e lüch igen. (Jünge , 1995: 25) Dieses Thema wi k sich nich nu au die Figu en de Geschich e aus, sonde n dien auch als allgemeine Kommen a zu E osion adi ionelle We e, zu den Folgen ih es Ve lus s und zu Bedeu ung de Rolle de Spi i uali ä im menschlichen Leben: Nach seinem Vo bild ieb auch uns die Ahnung, daß in den Elemen en O dnung wal e, denn ie ühl ja de Mensch den T ieb, die Schöp ung mi seinem schwachen Geis e nachzubilden, so wie de Vogel den T ieb zum Nes e bauen heg . (Jünge , 1995: 24) So wa die Go hei da ges ell als Mach , die übe dem Ve ände lichen h on und die man zugleich als B inge in und Füge in e eh . (Jünge , 1995: 57) Jünge schilde in seinem Roman eine Gesellscha im Niede gang, in de es eins e ablie e Hie a chien und e eh e geis ige Au o i ä en gab, de en Ze all de Lese nun mi e leben kann: Wenn wi om hohen Si ze au die S ä en schau en, wie sie de Mensch zum Schu z, zu Lus , zu Nah ung und Ve eh ung sich e ich e , dann schmolzen die Zei en o unse m Auge innig ineinande ein. Und wie aus o enen Sch einen a en die To en unsich ba he o . Sie sind uns imme nah, wo unse Blick oll Liebe au al bebau em Lande uh , und wie in S ein und Acke u chen ih E be leb , so wal e ih eue Ahnengeis in Feld und Flu . (Jünge , 1995: 33) Wei aus bed ohliche e schien de Ums and, daß alle diese Ta en, die das Land e eg en und nach dem Rich e sch ien, kaum noch Sühne anden – ja es kam so, daß man on ihnen nich meh lau zu sp echen wag e und daß die Schwäche ganz o ensich lich wu de, in de das Rech sich gegenübe de Ana chie be and. (Jünge , 1995: 37) We abe hä e glauben mögen, daß man den Schmalz- und Bu e gö e n, die den Kühen die Eu e üll en, nun an de Ma ina zu huldigen begann? Und das geschah in Häuse n, wo sei langem übe Op e und Op e diens gespo e wo den wa . Dieselben Geis e , die sich ü s a k genug e ach e ha en, die Bande des al en Ahnenglaubens zu ze schneiden, wu den om Zaube ba ba ische Idole un e joch . Das Bild, das sie in ih e Blendung bo en, wa wid ige als T unkenhei , die man am Mi ag sieh . Indem sie zu liegen wähn en und sich dessen ühm en, wühl en sie im S aub. (Jünge , 1995: 40) De Obe ös e und seine Mau e anie symbolisie en die K ä e de Ze s ö ung und des Chaos, die Un uhe säen und die Banden de „Waldlich e " zu Gewal a en ans i en. Sie s ehen ü den Zusammenb uch de sozialen O dnung und den Au s ieg eines un ech mäßigen und un e d ücke ischen Regimes: ~ 20 ~ Nun abe e leb e man zum e s en Male, daß um den Sp uch de To en ich e S ei en s and. Es d angen nämlich mi den Bünden auch die Blu ache ehden de Campagna in die S äd e ein. Wie eine Seuche, die noch unbe üh en Boden inde , schwoll auch hie de Haß gewal ig an. Nach s und mi niede en Wa en d ang man au einande ein, und das aus keinem ande en G unde, als weil o hunde Jah en de Wenzel du ch den Jego e schlagen wo den wa . Doch was sind G ünde, wenn die Ve blendung uns e g ei . Ga bald ging keine Nach o übe , in de die Wache nich au den S aßen und bei den Qua ie en au To e s ieß, und manchen a man mi Wunden, die des Schwe es nich wü dig sind – ja selbs mi solchen, mi denen die blinde Wu den schon Ge allenen ze s ück . In diesen Kämp en, die zu Menschenjagden, Hin e hal en und Mo db and üh en, e lo en die Pa eien jedes Maß. Bald ha e man den Eind uck, daß sie sich kaum noch als Menschen sahen, und ih e Sp ache du chse z e sich mi Wö e n, die sons dem Ungezie e gal en, das ausge o e , e ilg und ausge äuche we den soll. Den Mo d e moch en sie nu au de Gegensei e zu e kennen, und dennoch wa bei ihnen ühmlich, was do als e äch lich gal . Wäh end ein jede die ande en To en kaum ü wü dig hiel , bei Nach und ohne Lich e scha zu we den, soll e um die seinen das Pu pu uch geschlungen we den, es soll e das Ebu num klingen und de Adle s eigen, de das Lebensbild de Helden und Sehe zu den Gö e n äg . (Jünge , 1995: 42-43) Die Auswi kungen des sozialen Ze alls und des Ve lus s de geis igen Au o i ä sind ü die Figu en und die Gesellscha insgesam spü ba . Die Menschen sind hil los, e ängs ig , ohne O ien ie ung und S abili ä : Solche Aasjäge s ückchen gaben indessen nu den Vo wand, um bei den Hö en und Häuse n zu spionie en, ob in ihnen noch ein Res on F eihei lebendig wa . Dann wiede hol en sich die Bandi ens eiche, die man schon aus de Campagna kann e, und die Bewohne wu den bei Nach und Nebel abge üh . Von do kam keine wiede , und was wi im Volk on ih em Schicksal aunen hö en, e inne e an die Kada e de Pe lenechsen, die wi geschunden an den Klippen anden, und üll e unse He z mi T au igkei . (Jünge , 1995: 46) Die on Waldgelich e s Banden e u sach en Un uhen s ö en die iedliche Exis enz de al en Baue n- und Hi engesellscha und e u sachen Angs , Gewal und Ze s ö ung. Eins mals s a ke Gemeinscha sbande we den belas e und das Ve auen zwischen den Nachba n wi d un e g aben: „Bei diesen Tönen e g i uns T aue , und mi uns manchen, denn wi ühl en, daß nun aus de Ma ina de gu e Ahnengeis gewichen wa .” (Jünge , 1995: 43) Die E obe ung und Ze s ö ung de Campagna und des Ma ina du ch die Majo -Range -Milizen is ein wei e es Beispiel ü die e hee enden Auswi kungen de sozialen Desin eg a ion au die physische und emo ionale Landscha : Dann auch en auch die Fö s e au , die man o an den Rebenhängen und au den Hügeln bei de A bei sah. Sie schienen das Land neu zu e messen, denn sie ließen Löche in den Boden g aben und p lanz en S angen mi Runenzeichen und ie ischen Symbolen au . Die A , in de sie sich in Feld und Flu beweg en, wa noch bes ü zende als die de Jäge , denn sie du chs ei en den al gep lüg en G und wie Heideland, indem sie wede Weg noch G enze ach e en. Auch zoll en sie den heiligen ~ 21 ~ Bilde n nich den G uß. Man sah sie das eiche Land du chque en wie unbes ell e und ungeweih e Wüs enei. (Jünge , 1995: 46) Indem e den Niede gang de geis igen Au o i ä en und den da aus esul ie enden gesellscha lichen Ze all besch eib , s ell Jünge dem Lese ie g ei ende F agen übe das Wesen de Mach , die E osion de e hischen G undlagen und die Folgen soziale Un uhen. De Roman is eine wa nende Geschich e, die die Ge ah en ungezügel e Mach und die Bedeu ung de geis igen und mo alischen Füh ung eine Gesellscha au zeig . Du ch die E ah ungen de Figu en und die Da s ellung des sozialen Ve alls un e s eich Jünge die Bedeu ung de Au ech e hal ung eines Gleichgewich s zwischen Mach , T adi ion und dem mo alischen Ge üge, das eine Gesellscha zusammenhäl . 3.3. Die Ideologie de Mach und des Kamp es Die geis ige Nähe des E zähle s zu Ideologie de Mach und des Kamp es, die de Obe ös e und seine Mau e anie e kö pe n, is ein wich ige Aspek de Geschich e, de Einblick in die Bewegg ünde des E zähle s gib und die Auswi kungen seines ideologischen Wandels beleuch e . Zunächs wi d de E zähle on de Ideologie de Mach und des Kamp es angezogen, die de Obe ös e und seine Mau e anie p opagie en. Diese Ideologie e he lich Gewal , Dominanz und Kon olle und spiegel den Glauben an das P ima de Mach als Mi el zu Ges al ung de Wel wide : (…) als diese O den uns an sich zog. Es gib Epochen des Niede ganges, in denen sich die Fo m e wisch , die inne s dem Leben o gezeichne is . Wenn wi in sie ge a en, aumeln wi als Wesen, die des Gleichgewich s e mangeln, hin und he . Wi sinken aus dump en F euden in den dump en Schme z, auch spiegel ein Bewuß sein des Ve lus es, das uns s e s beleb , uns Zukun und Ve gangenhei e lockende . Wi weben in abgeschiedenen Zei en ode in e nen U opien, indes de Augenblick e ließ . (Jünge , 1995: 26-27) Wie imme , wo de Zwei el sich mi Fülle paa , bekeh en wi uns zu Gewal – und is nich sie das ewige Pendel, das die Zeige o wä s eib , sei es bei Tage, sei es in ~ 22 ~ de Nach ? Also begannen wi , on Mach und Übe mach zu äumen und on den Fo men, die sich kühn geo dne im ödlichen Ge ech des Lebens au einande zubewegen, sei es zum Un e gange, sei es zum T iumph. Und wi s udie en sie mi Lus , wie man die Ä zungen be ach e , die eine Säu e au den dunklen Spiegeln geschli ene Me alle niede schläg . Bei solche Neigung wa es un e meidlich, daß Mau e anie sich uns nähe en. (Jünge , 1995: 27) De Reiz diese Ideologie bes eh da in, dass sie einen kla en Weg zu Du chse zung des eigenen Willens und zu Beein lussung ande e bie e : Zu den Zielen ih e Köp e zähl e die a is ische Behandlung de Geschä e diese Wel . Sie e lang en, daß die Mach ganz ohne Leidenscha und gö e gleich gehandhab wü de, und en sp echend sand en ih e Schulen einen Schlag on kla en, eien und s e s ü ch e lichen Geis e n aus. Gleich iel, ob sie inne halb des Au uh s ode an de O dnung ä ig wa en – wo sie sieg en, sieg en sie als Mau e anie , und das s olze »Sempe ic ix« dieses O dens gal nich seinen Gliede n, sonde n seinem Haup e, de Dok in. Mi en in de Zei und ih en wilden Läu en s and e une schü e lich, und in seinen Residenzen und Paläs en se z e man den Fuß au es en G und. (Jünge , 1995: 27-28) Eine de G ünde ü die Mi gliedscha de Mau e anie im mau e anischen Mili ä o den könn e ih e Sehnsuch nach Zugehö igkei und Iden i ä sein. De O den bie e eine Gemeinscha on Gleichgesinn en, die unabhängig on de He kun ih e Mi gliede ein gemeinsames Ziel und eine gemeinsame Wel anschauung haben: Das a auch ü die Mau e anie zu. Besonde s sel sam wa es ü den Neuling, wenn e in ih en Räumen Angehö ige on G uppen, die sich ödlich haß en, im iedlichen Gesp äche sah. (Jünge , 1995: 27) In diese Waldesg ünde ha e sich ge lüch e , was je in K iegen ode Zei en, in denen de Land iede uh e, de Ve nich ung en onnen wa – so Hunnen, Ta a en, Zigeune , Albigense und ke ze ische Sek en alle A . Zu diesen ha e sich gesell , was imme den P o osen und de Henke shand en sp ungen wa , e sp eng e Scha en de g oßen Räube banden aus Polen und om Niede hein und Weibe , die keine A bei leis en als mi de Hand, da au man si z , und die de Bü el aus dem To e eg . Hie schlugen die Magie und die Hexenmeis e , die dem Schei e hau en en onnen wa en, ih e Zaube küchen au ; und bei den Eingeweih en, Venedige n und Alchimis en zähl en diese unbekann en Dö e zu den Ho en de Schwa zen Kuns . (Jünge , 1995: 48) Du ch den Bei i zum O den inden die Mau e anie ein Ge ühl on Kame adscha und Ziels ebigkei , das sie in ih em bishe igen Leben ielleich e miss haben: Doch es wa nich de Genuß de Ruhe, was uns ge ne do e weilen ließ. Wenn de Mensch den Hal e lie , beginn die Fu ch ihn zu egie en, und in ih en Wi beln eib e blind dahin. Bei den Mau e anie n abe he sch e unbe üh e S ille wie im Zen um des Zyklons. Wenn man in den Abg und s ü z , soll man die Dinge in dem le z en G ad de Kla hei wie du ch übe schä e Gläse sehen. Diesen Blick, doch ohne Fu ch , gewann man in de Lu de Mau e ania, die on G und au böse wa . Ge ade wenn de Sch ecken he sch e, nahmen die Kühle de Gedanken und die ~ 23 ~ geis ige En e nung zu. Bei den Ka as ophen he sch e gu e Laune, und man p leg e übe sie zu sche zen wie die Päch e eine Spielbank übe die Ve lus e ih e Klien el. (Jünge , 1995: 28) Bei ihnen schmolz die Wel zu Ka e ein, wie man sie ü Ama eu e s ich , mi Zi kelchen und blanken Ins umen en, die man mi Genuß be üh . Dahe schien es sonde ba , daß man in diesem hellen, scha enlosen und abs ak es en de Räume au Figu en wie den Obe ö s e s ieß. Dennoch we den imme , wenn de eie Geis sich He scha ssi ze g ünde , auch die Au och honen sich ihm zugesellen, wie die Schlange zu den o enen Feue n k iech . (Jünge , 1995: 29) Im wei e en Ve lau de E zählung mach de E zähle jedoch einen ideologischen Wandel du ch. Eins genoss und moch e de E zähle die «Gesellscha des Obe ös e , de Mau e anie , und and Gleichgesinn e mi eine ähnlichen Ideologie wie de seinen: „Und wi dach en: »Liebe noch mi diesem s ü zen, als mi jenen leben, die die Fu ch im S aub zu k iechen zwing .“ (Jünge , 1995: 28) Sie is nun on de Ideologie de Mach desillusionie , da sie de en inhä en e Fehle und die ze s ö e ischen Folgen, die sie he o b ing , e kann ha : Sobald wi dieses Mangels innewu den, s eb en wi aus ihm hinaus. (Jünge , 1995: 27) Damals wu de es mi deu lich, daß die Panik, de en Scha en imme übe unse en g oßen S äd en lage n, ih Pendan im kühnen Übe mu de Wenigen besi z , die gleich Adle n übe dump em Leiden k eisen. (Jünge , 1995: 28) Indessen kenn man die leich ein wenig qualmigen Ideen, die die Begeis e en en zücken, und man hä e da übe lachen können, wenn es nich zum o enen Sak ileg gekommen wä e, das jedem, de nich die Ve nun e lo en ha e, ganz un e s ändlich wa . (Jünge , 1995: 38) Die Ve ände ung kann dadu ch ausgelös we den, dass e die Folgen de Handlungen des Obe ös e mi e leb , da un e die on den Waldlich banden ausgelös en Un uhen und die E obe ung und Ze s ö ung de Campagna und de Ma ina, abe o allem is es sein B ude O ho, de ihm du ch eine menschliche e Denkweise die Fehle seine Ve gangenhei o Augen üh und ihn in die Lage e se z , sich mi seinem ühe en Ich zu e söhnen: F eilich bedu e es, die Dinge so ins Lo zu b ingen, de Unbe angenhei , die B ude O ho eigen ümlich wa . Sein G undsa z wa es, die Menschen, die sich uns nähe en, wie sel ene Funde zu behandeln, die man au eine Wande ung en deck . E nann e die Menschen ge n die Op ima en, um anzudeu en, daß alle zum eingebo enen Adel diese Wel zu zählen sind und daß ein jede on ihnen uns das Höchs e spenden ~ 24 ~ kann. E e aß e sie als Ge äße des Wunde ba en und e kann e ihnen als hohen Bilde n Fü s en ech e zu. Und wi klich sah ich alle, die ihm nahe kamen, sich en al en wie P lanzen, die aus dem Win e schla e wachen – nich daß sie besse wu den, doch sie wu den meh sie selbs . (Jünge , 1995: 20) O mein e B ude O ho, wenn wi au de Höhe de Ma mo klippen s anden, daß dies de Sinn des Lebens sei – die Schöp ung im Ve gänglichen zu wiede holen, so wie das Kind im Spiel das We k des Va e s wiede hol . Das sei de Sinn on Saa und Zeugung, on Bau und O dnung, on Bild und Dich ung, daß in ihnen das g oße We k sich künde wie in Spiegeln aus bun em Glase, das ga bald ze b ich . (Jünge , 1995: 64) De ideologische Wandel des E zähle s geh mi einem ie e en Nachdenken übe die We e einhe , die e zu o hochgehal en ha . E beginn , die Mo al und die e hischen Implika ionen seine ühe en Übe zeugungen in F age zu s ellen und e kenn die ze s ö e ische Na u on ungezügel e Mach , Mi ge ühl und gemeinscha liche Ha monie. Diese Wandel bedeu e eine Rei ung des Cha ak e s des E zähle s und eine Abkeh on de simplen Wel anschauung, die e eins e a . Diese ideologische En wicklung bedeu e eine Abkeh on de Dok in de Mach und eine Hinwendung zu einem nuancie e en Ve s ändnis de Wel . Indem e die Ideologie des Obe ös e ablehn , en e n sich de E zähle om Weg de Ze s ö ung. Le z lich un e s eich diese ideologische Wandel des E zähle s die Bedeu ung eine k i ischen Selbs e lexion und die Fähigkei des Einzelnen, sich wei e zuen wickeln und seine Pe spek i e zu ände n. Sie e inne da an, dass das blinde Fes hal en an Ideologien, die au Mach und He scha be uhen, ka as ophale Folgen haben kann: Ich hö e spä e B ude O ho übe unse e Mau e anie zei en sagen, daß ein I um e s dann zum Fehle wü de, wenn man in ihm beha . Das Wo e schien mi um so wah e , wenn ich an die Lage dach e, in de wi uns be anden, als diese O den uns an sich zog. (Jünge , 1995: 26) Die Reise des E zähle s e anschaulich die Möglichkei de pe sönlichen E lösung und die Fähigkei , ze s ö e ische Ideologien zuguns en eine mi ühlende en und ein ühlsame en Wel anschauung abzulehnen. ~ 25 ~ 3.4. Die geschei e e Kampagne und ih e Folgen Diese geschei e e Feldzug gegen die eihei sliebende Landbe ölke ung in den Be gen on Al a Plana, an dem de E zähle und O ho als Pu pu ei e eilnehmen, ha e hebliche Auswi kungen au den E zähle , seine Beziehung zu Sil ia und die Folgen ü ihn. Zu Beginn diese Kampagne geh de E zähle eine Liebesbeziehung mi Sil ia ein, de Toch e on Lampusa, de al en Köchin. Sil ia wi d die Mu e seines Sohnes E io. Es is diese Beziehung zu Beginn de Kampagne, die ihn dazu b ing , E io und Lampusa in die Einsiedelei zu b ingen, da Sil ia ins Ausland gegangen is : Dahe e eil e ich B ude O ho Vollmach , Lampusa au zusuchen, um mi ih zu sp echen und ih zuzubilligen, was ihm angemessen schien. Wie seh e s aun e ich indessen, als ich e uh , daß e das Kind und sie sogleich in unse en Haushal au genommen ha e; und doch e wies sich diese Sch i seh bald als ü uns alle segens eich. Und wie man eine ech e Handlung insonde hei da an e kenn , daß in ih auch das Ve gangene sich unde , so leuch e e auch Sil ias Liebe mi in einem neuen Lich . (Jünge , 1995: 20) Zwei ens zeig uns das Schei e n de Kampagne au b ei e e Ebene die Wide s ands ähigkei und S ä ke des unbeugsamen Geis es des eihei sliebenden Busch olkes. T o z de un e d ücke ischen K ä e, die sie ang ei en, bleiben sie o zig und une schü e lich in ih em S eben nach F eihei . Dieses Ge ühl is so g oß, dass de E zähle , obwohl e au eindliche Sei e s eh und bis zum Tod kämp , den Cha ak e diese Menschen zu schä zen weiß: Wie man indessen dem A me leich e als dem He zen gebie en kann, so leb e unse Sinn bei jenen Völke n, die ih e anges amm e F eihei gegen jede Übe mach e eidig ha en, und wi e blick en in ih em Siege meh als Wa englück. (Jünge , 1995: 52) De geschei e e Feldzug in den Be gen on Al a Plana ha also nich nu pe sönliche Auswi kungen au das Leben des E zähle s, indem e eine Liebesbeziehung mi Sil ia eingeh und die Ve an wo ung ü die E ziehung des gemeinsamen Sohnes E io übe nimm , sonde n ha , dank de eihei sliebenden Mon agna d-Be ölke ung, auch wei e eichende Auswi kungen au sein Denken. ~ 32 ~ Umgebung. Sie s eh ü die Ve le zung de Ha monie und die S ö ung des emp indlichen Gleichgewich s zwischen Mensch und Na u : „Die S aßen wa en on Maue es en und Balkenwe k bedeck , und ings im B andschu lagen E schlagene e s eu .” (Jünge , 1995: 124) Die e wüs e e Landscha spiegel den ze ü e en Zus and des Lebens de Figu en und den wei e en sozialen Kon ex wide , in dem sie leben: „Nich s als das Unglück wa zu ückgeblieben, und die Kämp e ha en Fahnen und Zeichen abgeleg .” (Jünge , 1995: 124) Da übe hinaus e deu lichen E obe ung und Ze s ö ung die Folgen ungezügel e Mach und die Ge ah en des blinden Geho sams gegenübe eine un e d ücke ischen Au o i ä . Sie is eine wa nende Geschich e, die o de Anziehungsk a on Ideologien wa n , die au He scha und Kon olle be uhen. Das E eignis eg zum Nachdenken übe die Bedeu ung des Wide s ands, den P eis des Schweigens und die No wendigkei des T iumphs im Angesich de Ty annei an. 3.7. Mig a ion und ih e Auswi kungen Die Bese zung de Ma ina du ch die Milizen des Obe ös e s scha ein bed ückendes und eindliches Um eld. Da es ge äh lich is , in de Ma ina zu bleiben, muss de E zähle nach Al a Plana auswande n, um diesem un e d ücke ischen Regime zu en kommen und einen O zu inden, an dem e seine Au onomie wiede e langen und seine Lebensweise bewah en kann. De Ak de Auswande ung wi d zu einem Mi el des Übe lebens, ein Weg, sich o den ze s ö e ischen K ä en zu schü zen, die sein Heima land übe nommen haben: Am Ha en d äng e sich das Volk, das mi den Res en seine Habe beladen wa . Schon wa en die Schi e nach Bu gund und Al a Plana übe üll , und jeden de Segle , den die Knech e mi ih en S angen om Kai abs ießen, e olg e ein lau es Wehgesch ei. (…) Indes die Söldne mi ih en Piken die Menge in Ach ung hiel en, gelang es uns, noch F auen und Kinde au zunehmen, bis unse Deck kaum eine ~ 33 ~ Handb ei übe Wasse schwamm. Dann ude en die Knech e uns aus dem Ha enbecken, das in die Maue eingeschlossen wa , und d außen e aß e uns sogleich ein ische Wind und ieb uns au die Be ge on Al a Plana zu. (Jünge , 1995: 126) Die En scheidung zu Auswande ung wi d on dem Bedü nis nach F eihei und Selbs e hal ung ge agen. De E zähle und sein B ude e kennen, dass ein Ve bleib in de Ma ina un e de Besa zung bedeu en wü de, sich wei e e Un e d ückung und möglichem Schaden auszuse zen. Mi ih e Ab eise ho en sie, in Al a Plana ein neues Leben au zubauen, in dem sie ei on den un e d ückenden K ä en leben können, die Ma ina behe schen: „Da sch i en wi du ch die wei o enen To e wie in den F ieden des Va e hauses ein.” (Jünge , 1995: 128) Das Weggehen is auch ein Zeichen des Wide s ands gegen die Besa zung. Es is ein bewuss e Ak des T o zes, eine Weige ung, sich de Au o i ä des Obe ös e s und seine Miliz zu un e we en. Nach ih e Ab eise lehnen de E zähle und sein B ude die ihnen au e leg en Bedingungen ab und suchen einen ande en O , an dem sie sich de Bo anik widmen und ih e We e bewah en können. Diese En scheidung ha eine doppel e Bedeu ung. Au pe sönliche Ebene bedeu e die Auswande ung einen B uch mi de Ve gangenhei und die Suche nach eine besse en Zukun . Im wei e en Sinne is Mig a ion ein Zeichen ü die Wide s ands ähigkei und En schlossenhei de Menschen, ih e Lebensweise zu bewah en und sich gegen Un e d ückung zu weh en. Sie e deu lich die menschliche Fähigkei , sich anzupassen und selbs im Angesich on Wid igkei en nach F eihei zu s eben. Die En scheidung des E zähle s, auszuwande n, spiegel die uni e selle Sehnsuch nach Au onomie und die Suche nach einem besse en Leben wide , ein Ge ühl, mi dem sich Lese , die ielleich eine ähnliche Be eiung e leb haben ode sich danach sehnen, iden i izie en können. ~ 34 ~ Zusammen assend läss sich sagen, dass die En scheidung des E zähle s, die bese z e Ma ina zu e lassen und nach Al a Plana zu gehen, on dem Wunsch nach F eihei , Übe leben und Wide s and ge agen wi d. Die En scheidung spiegel die Suche nach Au onomie und die Weige ung wide , sich un e d ücke ischen K ä en zu un e we en. 4. FIGUREN UND AUTOBIOGRAPHISCHE ASPEKTE Im Falle on „Au den Ma mo klippen" kann man on einem Schlüssel oman sp echen, denn es gib Figu en, Schauplä ze und O e in de E zählung, die ealen Vo bilde n en sp echen. So is beispielsweise die Mach übe nahme des Na ionalsozialismus e gleichba mi de Mach e g ei ung des Obe ö s e s. Ande e sei s wu de imme wiede disku ie , mi wem de Obe ö s e iden i izie we den kann - Gö ing, Hi le ode S alin. (F eudens ein, 2017: 14). 4.1. Cha ak e isie ung de Haup igu Obwohl es sich bei dem Roman um ein belle is isches We k handel , wi d allgemein angenommen, dass Jünge die Inspi a ion ü die E zählung des We ks aus seinen pe sönlichen E ah ungen schöp e. Es gib meh e e au obiog a ische Pa allelen zwischen E ns Jünge s Leben und den E eignissen und Figu en des Romans „Au den Ma mo klippen", insbesonde e mi de Figu des E zähle s, dessen Namen wi nie e ah en. Die e s e diese Pa allelen is die Leidenscha Jünge s ü die Wissenscha , insbesonde e seine Begeis e ung ü die Na u wissenscha en, insbesonde e die Bo anik und die En omologie. Dies gil auch ü den E zähle und seinen B ude , die beide, wie Jünge , eine Vo liebe ü die Na u haben: De E zähle und sein B ude haben eben alls eine A ini ä ü die Na u und ih e Geschöp e, besonde s P lanzen liegen ihnen am He zen. Im Bewuss sein diese ~ 35 ~ Analogie u en die e s en Szenen de Ma mo klippen unweige lich ein Bild he o , wie E ns und F ied ich Geo g Jünge den Ga en ih es Weinbe ghauses am Bodensee, de o ensich lich Vo bild de g oßen Ma ina is , bep lanzen. (F eudens ein, 2017:12) Eine wei e e Ähnlichkei mi seinem pe sönlichen Leben bes eh in dem mau e anischen O den, dem de E zähle und sein B ude angehö en; dies kann als Wide spiegelung on Jünge s mili ä ische Ve gangenhei und seine Be eiligung an na ional e olu ionä en Bes ebungen gesehen we den. Jünge s damalige poli ische Sch i en mi adikalen Ansich en und Ve bindungen zu na ionalsozialis ischen Pa ei spiegeln die Ideale des mau e anischen O dens wide : Im Völkischen Beobach e e schien im Sep embe 1923 sein A ikel "Re olu ion und Idee", in dem de 28 jäh ige Jünge zu poli ischen Si ua ion de noch jungen Weima e Republik sch eib : Die ech e Re olu ion ha noch ga nich s a ge unden, sie ma schie unau hal sam o an[...] ih e Idee is die ölkische, zu bishe nich gekann e Schä e geschli en, ih Banne das Hakenk euz, ih e Ausd ucks o m die Konzen a ion des Willens in einem einzigen Punk -die Dik a u (Jünge ,1991:36) Jünge s eigenwillige poli ische Eins ellung in de Zwischenk iegszei is in seinem We k „Au den Ma mo klippen“ spü ba . Diese Vision lehn sowohl die NSDAP als auch die Demok a ie ab, ebenso wie die Ablehnung des Bü ge ums und die Be ü wo ung eine Gesellscha , die sich au A bei e und Solda en s ü z . Dieses Gesellscha smodell wi d auch on dem E zähle des Romans un e s ü z , wie F eudens ein e wähn : Im Bezug au seine Beziehungen zu NSDAP allen alle dings olgende zwei Sä ze im Roman ins Gewich „ Ich hö e spä e B ude O ho übe unse e Mau e anie zei en sagen, daß ein I um e s dann zum Fehle wü de, wenn man in ihm beha . Das Wo e schien mi um so wah e , wenn ich an die Lage dach e, in de wi uns be anden, als diese O den uns an sich zog.ç“ Nich nu , dass Jünge an diese S elle dem NS-Regime eine wei e e absage e eil , sonde n e zeig soga Einsich in ühe e Beziehungen und emp inde Reue. (F eudens ein, 2017:12) Die le z e Inspi a ion seines Lebens, die e im We k es hiel , wä e de Besuch des Mili ä s und Wide s andskämp e s Hein ich on T o zu Solz im Haus de Geb üde Jünge am Bodensee, sowie dessen Ablehnung ih e A en a spläne au Hi le , spiegel de Besuch und das Schicksal des P inzen Sunmy a im Roman wide ( gl. F eudens ein, 2017:13). ~ 36 ~ Jünge selbs ha zwa die Ähnlichkei en zwischen dem E zähle und dem Au o bes i en und sie als bloße Zu älle abge an. Nach dem, was oben gesch ieben wu de, is es unbes ei ba , dass Jünge , wenn auch unbewuss , seine Gedanken und pe sönlichen E ah ungen ein ließen ließ, um nich nu die E zählung des We ks, sonde n auch die Figu des E zähle s mi eigenen E ah ungen zu e üllen. Dies zeig sich o allem da in, dass de E zähle s e s als ein on de ihn umgebenden Gesellscha unabhängige Zuschaue da ges ell wi d, de sich dem Te o - und Gewal he scha s egime des Obe ös e s nich di ek en gegens ell , sonde n ihm indi ek , auße halb de jeweiligen s aa lichen Rech so dnung, Wide s and leis e . Diese Gedanke soll e auch in Jünge s pe sönliche Philosophie ein ließen, die e 12 Jah e spä e , dank seine E ah ungen wäh end de Zei des na ionalsozialis ischen Regimes, en wickeln soll e; eine Lebensphilosophie des Nonkon o mismus und des Wide s ands, die de des E zähle s in „Au den Ma mo klippen“ seh ähnlich is . Diese Philosophie is in seinem We k „De Waldgang“ (1951) e kö pe , in dem eine Figu , die Jünge als „Waldgänge “ bezeichne , de den Lese leh , wie sich ein Mensch, de on den Ve ände ungen in de ihn umgebenden Gesellscha unabhängig bleiben will, zu e hal en ha , und wie e dem S aa , wenn e ein Ve b eche s aa wi d ode is , e hisch wide s ehen soll, auch wenn diese Wide s and keine g oßen Auswi kungen au das Regime ha . Dazu muss de „Waldgänge “ eine Pe son mi indi iduellem Cha ak e sein, die ebellisch, mu ig und wide s ands ähig is und in eine eindlichen Umgebung übe leben kann. De „Waldgänge “ muss also ein A is ok a de Seele we den, ein Mensch, de ähig is , seine eigenen P inzipien zu en wickeln, was in de T ennung zwischen dem Kälbe menschen, de ge üh we den muss, und dem Menschen, de seinen eigenen Weg gehen kann, lieg . ( gl. Ge a d Dual 2011) ~ 37 ~ Das is ein Mensch, de keine Angs ha , on den Menschen e nied ig zu we den, ein Mensch mi einem kla en Kop und einem ene gischen He zen, de die Panik on Tausenden on Menschen, die sich gegensei ig zu ze que schen d ohen und in ie ischen Qualen schwelgen, eindämmen kann. 4.2. Cha ak e isie ung de Neben igu en In E ns Jünge s Roman „Au den Ma mo klippen“ spielen die Neben igu en eine zen ale Rolle bei de Kons uk ion eine ebenso komplexen wie aszinie enden Wel . Wäh end die Haup handlung dem E zähle und seine Kon on a ion mi dem Nihilismus9 und den düs e en Zei en olg , die übe de ik i en Wel in „Au den Ma mo klippen“ liegen, sind es die Neben igu en, die die Lücken de E zählung üllen und dem Gewebe de Handlung Tie e, Komplexi ä und einen einziga igen Reich um e leihen. Diese Figu en, on den engs en Ve bünde en des E zähle s bis hin zu den Anhänge n des au o i ä en Regimes, agen zu de Tie e und mo alischen Zweideu igkei bei, die Jünge s We k auszeichne ; sie sind die Haup ak eu e in dem komplizie en Ge lech aus poli ischen In igen, pe sönlichen Kon lik en und epischen Schlach en, die die Wel on „Au den Ma mo klippen“ p ägen. Bei de E kundung de Neben igu en we den wi uns mi ih en Vo s ellungen on den K ä en beschä igen, die ih Leben in Zei en de K ise und des Kon lik s p ägen, mi ih en möglichen au obiog a ischen Pa allelen und ih e Symbolik, mi den Kon lik en und Beziehungen, die eine Wel am Abg und zum Leben e wecken, und mi den Bewegg ünden de jenigen, de en Handlungen o einen ie g ei enden und un o he gesehenen Ein luss au den Ve lau de Geschich e haben. 9 De Beg i Nihilismus wi d au die Leugnung on We en und Reali ä en angewand , die als e iden und no wendig angesehen we den. E wu de auch au jene philosophischen Posi ionen angewand , die in F agen de E kenn nis die Möglichkei leugnen, das Wi kliche zu e kennen. ~ 38 ~ Die Ma ina: Es is ein al es und zi ilisie es Land am Mee . Sein Boden is eich und g oßzügig. Die Bewohne de Ma ina widmen sich dem Anbau on Weizen und Wein. Hie wi d die Ahnen e eh ung p ak izie , und das gesellscha liche, poli ische und ech liche Leben wi d on eine adi ionellen O dnung behe sch . Im Lau e de Zei begann mi dem mili ä ischen Feldzug gegen Al a Plana de Ze all ( gl. Sánchez Pascual in Jünge , 2008: 13). Biedenho n: E is de An üh e de Ma inasöldne . Obwohl e als neu ale Figu da ges ell wi d, is e eige, oppo unis isch und gewal ä ig, ink iel und ha einen g oßen Appe i . E is ein al e Mau e anie , weil e dem O den de Mau e anie angehö e, einem al en Mili ä o den, dem auch die B üde angehö en. Diese O den de Mau e anie könn e eine Anspielung au die unzähligen na ionalis ischen Sek en sein, die wäh end de Weima e Republik au kamen und zu de en Zusammenb uch bei ugen. ( gl. Sánchez Pascual in Jünge , 2008: 17) Biedenho n spiel ge ne den Messias, abe e u nich s, um die O dnung in de Ma ina au ech zue hal en, weil e nu om Geld ge ieben is , und e s wenn es einen Siege gib , beschließ e , seine Neu ali ä au zugeben und seine T uppen zu mobilisie en: Am Zwinge a en wi Biedenho n, de sie e eil e und sich ein g oßes Ansehen gab. E s and in goldenem Kü aß au dem Pla ze, doch ohne Helm, und ühm e sich, schon Tannenbäume au gepu z zu haben – das heiß , e ha e die E s bes en e g ei en lassen und in den Ulmen am Walle au gehäng . Nach ma ialische Gewohnhei ha e e sich wäh end de Tumul e gu e schanz gehal en – nun, da die ganze S ad in Sche ben lag, a e he o und spiel e den Wunde mann. Im üb igen wa e gu in o mie , denn au dem unden Tu m des Zwinge s weh e die S anda e des Obe ö s e s, de o e Ebe kop . (Jünge , 1995: 124) Biedenho n hass Wein, Dich e und Philosophen. Deshalb schwelg e in de Gewal , die in de Ma ina s a inde . T o z all diese nega i en Züge sehen wi , dass e auch jemand is , de seine Schulden e üll . ~ 39 ~ In de Ve gangenhei wu de sie on den B üde n wäh end des K ieges au Al a Plana ge e e , und e hal ihnen, de Ze s ö ung de Ma ina zu en gehen. De zynische An üh e de Söldne uppen leih einige seine Männe als Esko e aus und schenk den B üde n eine B igan ine, dami sie on de Ma ina nach Al a Plana liehen können: Auch kann e uns Biedenho n aus unse en Mau e anie zei en – das wi k e mi , daß e sich, als wi ihn um ein Schi e such en, nich lumpen ließ. Gil doch die S unde de Ka as ophe als die S unde de Mau e anie . E s ell e uns die B igan ine zu Ve ügung, die e im Ha en hiel , und eil e uns zum Gelei e eine G uppe on Söldne n zu. (Jünge , 1995: 125) Mi all diesen In o ma ionen wü de Biedenho n in de Geschich e als Rep äsen an de deu schen A mee wäh end des Au s iegs de NSDAP dienen, und wie sie angesich s des Au s iegs de NSDAP gehandel ha . Biedenho n symbolisie abe auch einen de Haup kon lik e des Romans, denn de Kamp gegen den Nihilismus is ein Haup hema des Romans. Und es gib eine Reihe on Figu en, die e schiedene Aspek e des Nihilismus symbolisie en. In Biedenho ns Fall is e kein ech e Nihilis , sonde n ein Diene de Gewal . E is ein Mensch, de die Theo ie e ach e , dahe seine F eude an de Ze s ö ung on In ellek uellen, und de sich nu da um kümme , dass e wei e hin sein S a kbie inken da ( gl. Sánchez Pascual in Jünge , 2008: 18): Wi schä z en ihn ob seine Unbe angenhei und seines gu en Appe i es, denn wenn e auch an de Ma ina ehl am Pla ze wa , so da man doch den Bock nich adeln, den man zum Gä ne mach . (Jünge , 1995: 125) B aquema : E is ein kleine , dunkle , schlanke und e was ungehobel e junge Mann. E is Mau e anie und wie alle Mau e anie ha e einen g oßen Wi z. Dazu gesell sich eine kal e, wu zellose In elligenz. In den Augen des E zähle s is e ein T äume und neig zu U opien, e is ein Theo e ike des G oben. E seine sei s häl die B üde ü e blende e Schwächlinge und T äume . ~ 40 ~ E glaub , dass Ideen mani es ie we den müssen, denn ü ihn lieg die Mach im Denken. E is ein eine Technike de K a , de nu kleine F agmen e de Dinge sieh und niemals ih e Wu zeln. B aquema is imme in de Nähe de Ge ah , scheu keine Schwie igkei en und ha keine Angs : E zähl e zu jenem Schlage, den wi im Sche z die Tige jäge nann en, weil man ihnen zumeis in Aben eue n, die exo ischen Cha ak e ugen, begegne e. E ging in die Ge ah , wie man zum Spo in klü e eiche Massi e s eig ; ihm wa en die Ebenen e haß . E ha e ein s a kes He z on jene So e, die nich o Hinde nissen scheu ; doch leide gesell e sich diese Tugend Ve ach ung zu. (Jünge , 1995: 83-84) Bei all dem is e eine Figu , die au sub ile Weise leide , denn in ihm s eck die Bi e kei eines Menschen, de das Glück e lo en ha , in diesem Sinne is e ein Nihilis , und ge ade das mach ihn zu einem Ve äch e de ande en, denn e beg ei das Leben als ein Uh we k und sieh in Gewal und Te o den Mechanismus, de ihn beweg : Wie alle Schwä me on Mach und Übe mach e leg e e seine wilden T äume in die Reiche de U opie. E wa de Meinung, daß es au E den sei Anbeginn zwei Rassen gebe, die He en und die Knech e, und daß im Lau de Zei en zwischen ihnen Ve mischung einge e en sei. In diese Hinsich wa e ein Schüle om Al en Pul e kop und o de e wie diese die neue Sonde ung. (Jünge , 1995: 84) B achema is jemand, de sich mi dem Nie zsche'schen Nihilismus auseinande se z , dessen Mo o lau e „Go is o “, und diese Idee des o en Go es, de du ch den Menschen e se z wi d, wi d in dem olgenden Auszug deu lich: Zugleich e ging e sich in den Beg i en eine zwei en und küns lichen Na u , be ausch e sich am Du e nachgeahm e Blumen und den Genüssen eine o gespiel en Sinnlichkei . Die Schöp ung wa in seine B us ge ö e und wie ein Spielwe k wiede au gebau . Eisblumen blüh en au seine S i n. Wenn man ihn sah, dann muß e man an den ie en Aussp uch seines Meis e s denken: »Die Wüs e wächs – weh dem, de Wüs en bi g !« (Jünge , 1995: 87) Wenn e da on sp ich , dass es eine küns liche zwei e Na u gib , dann is das die om Menschen gescha ene Na u . Da die e s e Na u , die na ü liche Na u , diejenige is , die Go uns gegeben ha , und da die Menschen beschlossen haben, die Idee on Go abzuscha en, haben wi seine Na u abgescha und eine eigene Na u gescha en. ~ 41 ~ Je z e kö pe de Mensch die Rolle Go es, und die Rolle des Menschen wi d du ch den Res de Dinge e kö pe . Das heiß , ühe wa Go Schöp e und de Mensch wa Geschöp , und je z is de Mensch Go und die küns lichen Dinge sind Geschöp e. Diese Vision de Wel b ing B aquema dazu, sich mi kal e Kühnhei de Wel um ihn he um zu s ellen, egal was ihm passie , und in die Laby in he de Angs einzud ingen. Au g und seine Ve bindung zu Nie zsche, seine Zugehö igkei zu Nie zsche, seine Vo s ellung on eine He en asse und seine kö pe lichen Da s ellung nahm Goebbels Ans oß an dem We k, da e B aquema ü eine Ka ika u seine selbs hiel . ( gl. Neaman Ellio , 1999: 113) Neben Goebbels is auch B achema eine wei e e Symbolik des Nich s: E ep äsen ie den Willen zu Mach , weshalb e ein Schüle Nie zsches is . Und deshalb un e wi e sich dem Obe ö s e . E mach sich übe Nie zsche und seine Theo ien lus ig. ( gl. Sánchez Pascual in Jünge , 2008: 18) In e essan e weise ha B aquema s Tod p ophe ischen Cha ak e , da sein Kop au einem Spieß ausgese z we den wü de, wie es so ielen deu schen Gene älen, jenen „Poly echnike n de Mach " passie e, denen die Nazis die Kehle du chschni en. ( gl. Sánchez Pascual in Jünge , 2008: 19) Capi ano: Seh zu e lässige mau e anische Ve e an. Ha am Au s and in Ibe ia eilgenommen: „Wi wu den du ch den Capi ano, de den g oßen Au s and in den Ibe ischen P o inzen e ledig ha e, einge üh .” (Jünge , 1995: 27). Wie wi in dem obigen Auszug sehen können, wi d de Spanische Bü ge k ieg e wähn . Dies is eines de wenigen Male, dass ein eales E eignis im Roman e wähn wi d. Lau e a: ~ 48 ~ und um die Seinen kümme e. Da kann e ich jedoch den al en S ei e noch imme nich gu genug und nich den Ei e , deß e ü F eunde ähig wa . Sogleich e schwu e sich, daß Haus und S all und Scheue n bis au den G und e b ennen soll en, ehe e mich an diesem Tage auch nu ü einen Sch i alleine ließe, und übe ug dem Sohne Sombo die So ge um den Ho . (Jünge , 1995: 95-96) Belo a wi d in dem We k als Sohn de E de, de G oßen Mu e da ges ell , und dieses Gu könn e die K ä e de Na u symbolisie en, die noch nich om Nihilismus e d eh wu den. ( gl. Sánchez Pascual in Jünge , 2008: 19) Diese Ve bindung mi de na ü lichen Wel kann eine Rückkeh zu den p imä en Ins ink en und eine Ablehnung de Fesseln de neuen O dnung symbolisie en. Sombo : E is de E s gebo ene on Belo a . E is g oß und ha einen o en Ba . Mi seine Pei sche e eidig e das Land seines Va e s o den Waldbewohne n. Die Wälde : Sie be inden sich am Ende de Weiden. In ihnen he sch eine wilde Ana chie, olle Bäume und Feigen. Ih e Böden sind mi dicken Schich en on Laub und e aul en Zweigen bedeck , aus denen Pilze mi glänzendem Hu wachsen. Es sind ungebilde e und dunkle O e, an denen blu üns ige Menschen leben, die de menschlichen F eihei und Wü de eindlich gesinn sind. Hie egie de Obe ös e . ( gl. Sánchez Pascual in Jünge , 2008: 13-14) Chi on Rouge: E is Obe ö s e s Lieblingsblu hund in de Hundemeu e, die e ha . Diese Hunde asse gehö zu Rasse Kubadogge, eine Rasse, die du ch ih en bun en Man el und ih schwa zes Gesich u ch ein lößend aussieh , die de Obe ö s e pe ek ionie ha e. ~ 49 ~ Diese Rasse wu de u sp ünglich on den Spanie n ausgebilde , um die Indiane zu ze eißen, und dann wu de diese Rasse in ande e Lände expo ie , wo es Skla en ode Skla enhändle gab, und sie wu den benu z , um Skla enau s ände niede zuschlagen. De Obe ö s e lieb Chi on Rouge seh , weil e on de Bece illo abs amm , und benu z diese Hunde, um seine Feinde auszuschal en: Es wi d be ich e , daß sein He , de Haup mann Jago de Senazda, seinen Gäs en zum Augenschmause ge angene Indiane innen on ihm in S ücke eißen ließ. S e s keh en in de menschlichen Geschich e die Punk e wiede , an denen sie in eines Dämonenwesen abzuglei en d oh . (Jünge , 1995: 104) De Hundemeu e on die Obe ös e s kann eine Da s ellung de Schu zs a el sein, denn ähnlich wie die Schu zs a el10, benu z de Obe ö s e seine Hundemeu e als Schu z und um Sch ecken zu e b ei en. Man könn e auch eine Pa allele zu Hi le s Liebe zu seinem deu schen Schä e hund Blondi ziehen. Obe ö s e : E is ein al es Mi glied des Mau e anischen O dens, dem auch die B üde angehö ha en. E is das Obe haup de Waldgelich e , was als na ionalsozialis isches Volk gedeu e we den kann. E e üg übe ein g oßes Ve mögen und eine g oße Pe sönlichkei , die die Menschen zu ihm hinzieh , weshalb e ge ne g oße Pa ys schmeiß , bei denen die Menschen essen und inken wie in al en Zei en, ohne Sk upel: Sein Reich um gal als ungeheue , und au den Fes en, die e in seinem S ad haus eie e, egie e Übe luß. Es wu de do nach al e Si e de b gegessen und ge unken, und die Eichenpla e des g oßen Spiel ischs bog sich un e goldene Las . Auch wa en die Asia ischen Pa ien, die e den Adep en in seinen kleinen Villen gab, be ühm . (Jünge , 1995: 26) E zeig einen s a en Cha ak e , den e aus seine Zei im Mau e anischen O den gee b ha , und is ein seh kluge Mensch mi einem unbeugsamen und öhlichen Geis . 10 Die Schu zs a el wa eine pa amili ä ische T uppe wäh end de Weima e Republik und de Zei des Na ionalsozialismus, die de NSDAP und Adol Hi le als Mach - und Un e d ückungsins umen dien e. Sie wa o allem an de Planung und Du ch üh ung des Holocaus s und ande e Völke mo de be eilig . ~ 50 ~ E s ahl eine Au a on Sou e äni ä und Mach aus, doch e e abscheu O e, die zum Nachdenken einladen, aus Angs , Ande sdenkende zu scha en. E läss sich ge ne p o ozie en, und die Angs is sein Elemen . E is es, de zu Gese zes e s ößen, Mo den und Un uhen ans i e , denn e is ein Expe e in de Anwendung on Te o als Mi el zu Mach e g ei ung. Du ch den Einsa z on Te o scha e Ana chie, und dann komm e und s ell die O dnung he : Doch sel sam wa es, wie e im gleichen Maße, in dem die Schwächung zunahm und die Wi klichkei en schwand, sich nähe e. Zunächs e nahm man nu Ge üch e, wie eine Seuche, die in e nen Hä en wü e , sich dunkel anzukünden p leg . Sodann e b ei e en sich Meldungen on nahen Übe g i en und Gewal samkei en, die on Mund zu Munde gingen, und endlich geschahen solche Ta en ganz un e hüll und o enba . Wie im Gebi ge ein dich e Nebel die We e künde , ging dem Obe ö s e eine Wolke on Fu ch o aus. (Jünge , 1995: 30-31) De Au s ieg de Obe ö s e ähnel de allmählichen Mach übe nahme de NSADP, die wie die NSDAP Schu zg uppen einse z e, um poli ische Gegne auszuschal en und du ch Gewal und B u ali ä Te o zu e b ei en. De Obe ö s e nu z seine Waldmenschen au die gleiche Weise, wie man zum Beispiel sehen kann: „die Fu ch in kleinen Dosen ein, die e allmählich s eige e und de en Ziel die Lähmung des Wide s andes wa .“ (Jünge , 1991:44). Die F age, we den Obe ö s e ep äsen ie en kann, is seh ums i en. E könn e zwa Hi le da s ellen, abe es sp ich nich s dagegen, dass e Gö ing ode S alin ep äsen ie . Eine ech e ende Pa allele is die on Ellio Neaman, de da au hinweis , dass de Obe ö s e meh mi dem F eiko ps üh e Haup mann Eh ha d als mi Hi le gemeinsam ha . Denn ande s als Hi le , de Vege a ie und Abs inenzle wa und mi S a egie und Lis an die Mach kam, wa Eh ha d eine , de in den F euden des Fleisches schwelg e und die Mach di ek an sich eißen woll e. ~ 51 ~ Soll e Jünge a sächlich jemanden ü die Scha ung des Obe ö s e s he angezogen haben, so wä e de wah scheinlichs e Kandida Esche isch, wie Ellio Neaman he o heb : he leade o a na ionalis p o omili a y g oup who ook pa in Hi le ’s so-called Bee Hall Pu sch o No embe 1923. Known as he Obe ö s e , a ce ain Esche isch o med ORGESCH (O ganiza ion Esche isch), one o he many “sel -de ense” g oups ha ec ui ed hea ily among he wa -diso ien ed you h in pos wa Ge many. In he wake o he ailed coup a emp by Hi le and Ludendo , Esche isch climbed on o he s eps o Munich’s Feldhe enhalle and, undis u bed by he a my ha was supposed o keep o de , ga e a ousing speech o he exci ed and appa en ly amused bys ande s. Ca l Zuckmaye happened o be in he c owd and desc ibed he Obe ö s e in his memoi s as a “ ullbodied man in hun ing uni o m, wi h a solid belly and a hick bea d. (Neaman.Ellio , 1999: 123-124) Ob es sich abe le z lich um Hi le ode Esche isch als Pa allele zum Obe ö s e handel , bleib dem Lese übe lassen und is le z lich nich on g oße Bedeu ung. Denn die Obe ö s e -Figu kann au Dik a u en und au o i ä e Regime alle A bezogen we den. Es soll e hinzuge üg we den, dass das Obe ö s e das Symbol des Nich s is , das im Nihilismus o handen is . Denn de Obe ö s e en lee die Subs anz de Menschen und Dinge on ih em Inhal . E is kein Konzep , e is ein eales und e ek i es Nich s. ( gl. Sánchez Pascual in Jünge , 2008: 18) Sein Nihilismus zeig sich in de Fo m de ana chischen Mach , denn e is an keine lei Bindungen gebunden. De Obe ö s e üb die Mach um de Mach willen aus, und deshalb is sein Pla z in den Wälde n, zusammen mi ih e üppigen und ana chischen Vege a ion. Sein Ziel is es, die Wel in einen unzi ilisie en Dschungel zu e wandeln. ( gl. Sánchez Pascual in Jünge , 2008: 18) Die Be ge on Al a Plana: Sie be inde sich im Süden de Ma ina. Es is eine Region, die du ch einen Gü el on Gle sche n geschü z is , mi einem g oßen See und olle Pinienwälde . Diese Region wi d on einem eihei sliebenden Be g olk bewohn . Zu o wu de ein K ieg ge üh , den die eien Männe on Al a Plana gewannen ( gl. Sánchez Pascual in Jünge , 2008: 14). ~ 52 ~ Ansga : E is de Sohn des Besi ze s on Bodanalp. E le n den E zähle und seinen B ude wäh end des K ieges in Al a Plana kennen. Nachdem e Biedenho n und seine Söldne angeg i en ha , wi d e on diesen ge angen genommen. Nach dem K ieg eunde e e sich mi den B üde n an, weil sie sich gegensei ig espek ie en. E is ein gas eundliche Mensch und sag den B üde n, dass sie in Al a Plana imme ein Zuhause haben we den. Nach dem Sieg des Obe ö s e s bei de Ma ine gewäh Ansga ihnen Zu luch : Wi kamen dabei auch an die Enge, an de wi Biedenho n mi seinen Söldne n he ausgehauen ha en – an diese S elle eich e Ansga uns on neuem die Hand und sag e, alles, was eilba sei on seine Habe, gehö e on nun an uns zu Häl e mi . (Jünge , 1995: 128) Es is möglich, dass die Figu des Ansga und die Region die Be ge on Al a Plana Ähnlichkei en au weisen, was eine ka ikie e Ve sion de USA sein könn e, und Ansga ep äsen ie de en Bewohne . Wi haben uns zwa aus üh lich mi den Allego ien de Figu en in diesem Kapi el be ass , doch seine wah e G öße lieg in seinen Symbolen. Was wi klich wich ig is , sind die Symbole, die hel en, den ie e en Sinn de E zählung zu e g ünden. Und diese Symbole bie en einen uch ba en Boden ü In e p e a ion und Analyse und laden den Lese ein, die Komplexi ä des We ks zu e kunden. SCHLUSSFOLGERUNGEN Zusammen assend läss sich sagen, dass diese Fo schungsa bei die Komplexi ä on E ns Jünge als Sch i s elle und seine Beziehung zum Na ionalsozialismus anhand seines We ks „Au den Ma mo klippen“ un e such ha . ~ 53 ~ Diese Abschlussa bei analysie die ideologische En wicklung des Au o s, die Ähnlichkei en zwischen seinem Leben und bes imm en Aspek en de Handlung des Romans sowie den li e a ischen und poli ischen Kon ex de damaligen Zei . Obwohl Jünge mi seine Hal ung zum Na ionalsozialismus ü Kon o e sen und ge eil e Meinungen geso g ha , da ihm o gewo en wi d, mi seinen ühen Sch i en den Boden ü die NSDAP be ei e zu haben, s and Jünge nie in Ve bindung mi diese Pa ei. Da übe hinaus is es unbes ei ba , dass dieses We k die exis enzielle Bed ohung du ch ein au o i ä es Regime wide spiegel und somi eine une se zliche Quelle ü das zei genössische Selbs e s ändnis de Spal ung des deu schen Volkes wäh end de NS-Zei da s ell und als Roman des Wide s ands gegen das Regime einges u we den kann. T o z de K i ik, die ihm und ande en Au o en de inne en Emig a ion on Exilau o en wie Thomas Mann en gegengeb ach wu de, die ihnen o wa en, ih e Sch i en seien als Wide s andsli e a u unwi ksam. Denn solche Romane s ell en wei e hin eine Ge ah ü die Au o en da , die sich mi dem Regime on innen he aus auseinande se zen woll en, wohl wissend, welche Folgen dies ü sie haben konn e. Und im Falle Jünge s, de den Na ionalsozialismus un e seh übe leb e, bedeu e e de K ieg den Ve lus seines Sohnes E ns j ., de wäh end eines Kamp einsa zes im Zwei en Wel k ieg mi zwei Schüssen in den Hin e kop in de Nähe de Ma mo b üchen on Ca a a ge unden wu de. Es wu de nie geklä , ob e on eindlichen T uppen ode on de SS e schossen wu de. Das Haup ziel diese Abschlussa bei is es, an diesen Au o zu e inne n, de zwei ellos einen Pla z im Pan heon de deu schen Klassike e dien und dessen Sch i en g oßen Ein luss und Bedeu ung ü die deu sche Li e a u des 20. Jah hunde s ha en. In seinem We k wi Jünge auch g undlegende F agen übe die menschliche Na u , den K ieg und die Gesellscha au und läd uns ein, übe ~ 54 ~ die Komplexi ä des Einzelnen und de his o ischen E eignisse nachzudenken. Le z lich läd das Ve s ändnis de Beziehung zwischen E ns Jünge und dem Na ionalsozialismus zu eine k i ischen und kon ex ualisie en Analyse seines We ks ein, die sowohl seine li e a ischen Leis ungen als auch die Wide sp üche und e hischen Dilemma a, die seine Figu umgeben, ane kenn . Diese S udie bie e eine um assende e und nuancie e e Sich au Jünge s Leben und We k und läd uns ein, übe die komplexen Beziehungen zwischen Küns le n, Poli ik und Gesellscha in u bulen en his o ischen Momen en nachzudenken. ~ 55 ~ BIBLIOGRAPHIE P imá li e a u : Jünge , E. (2008). Sob e los acan ilados de má mol. (T aducción y p ólogo de And és Sánchez Pascual). Ba celona, Tusque s Edi o es, S.A. Jünge , E. (1995). Au den Ma mo klippen. S u ga , Kle -Co a. Sekundä li e a u : A nold, H.L. (Ed.). (2009). Kindle s Li e a u Lexikon. (3. Au lage). S u ga : J.B. Me zle Ve lag. Beu in, W./Ehle , K./Emme ich, W. (1991): His o ia de la li e a u a alemana. Mad id: Cá ed a. B auneck. M. (Hg.) (1991): Au o enlexikon deu schsp achige Li e a u des 20. Jah hunde s. Hambu g: Rowohl . F eudens ein, M. (2017): Ems Jünge s Roman "Au den Ma mo klippen" als Bei ag zu deu schen Wide s andsli e a u , Siegen: GRIN Ve lag. Ga cia Olea, L. 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